(19)
(11) EP 4 231 875 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.07.2024  Patentblatt  2024/31

(21) Anmeldenummer: 21790107.3

(22) Anmeldetag:  05.10.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47B 88/427(2017.01)
F25D 25/02(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
A47B 2088/401; A47B 2210/17; A47B 2088/4274; A47B 88/427; F25D 25/025
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2021/077354
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2022/084020 (28.04.2022 Gazette  2022/17)

(54)

SCHUBVORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR MONTAGE EINER SCHUBVORRICHTUNG

PUSH DEVICE AND METHOD FOR INSTALLING A PUSH DEVICE

DISPOSITIF DE POUSSÉE ET PROCÉDÉ D'INSTALLATION D'UN DISPOSITIF DE POUSSÉE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 21.10.2020 DE 102020127746

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.08.2023  Patentblatt  2023/35

(73) Patentinhaber: Paul Hettich GmbH & Co. KG
32278 Kirchlengern (DE)

(72) Erfinder:
  • BASTKOWSKI, Sebastian
    32052 Herford (DE)
  • VOGES, Carsten
    49078 Osnabrück (DE)

(74) Vertreter: Dantz, Jan Henning et al
Loesenbeck - Specht - Dantz Patent- und Rechtsanwälte Am Zwinger 2
33602 Bielefeld
33602 Bielefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
US-A1- 2008 088 213
US-A1- 2008 231 155
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schubvorrichtung für Möbel oder Haushaltsgeräte, mit einer ersten Auszugsführung und einer zweiten Auszugsführung, wobei jede der beiden Auszugsführungen eine stationäre Führungsschiene und mindestens eine relativ zu der Führungsschiene verfahrbare Laufschiene aufweist, und an jeder Laufschiene ein vorderer Halter und ein hinterer Halter fixiert ist, und ein Verfahren zur Montage einer Schubvorrichtung.

    [0002] Die AT 11 720 U2 offenbart eine Schublade mit einem Adapter zur Herstellung einer Rastverbindung zwischen einer Auszugsführung und einer Schublade. Dies erleichtert die Montage der Schublade an der bewegbaren Schiene der Auszugsführung. Die Schublade bildet dabei eine vormontierte Einheit mit Boden, Rückwand, Frontblende und Seitenwänden, die über Befestigungsmittel aneinander fixiert sind. Die Befestigungsmittel sind dabei an die Geometrie der einzelnen Elemente der Schublade angepasst, und die Herstellung einer solchen Schublade ist daher aufwändig und erfordert eine Vielzahl von Bauteilen, die auf die jeweilige Schublade angepasst sind.

    [0003] US 2008/0231155 offenbart eine Aufbewahrungsvorrichtung mit einer Schiebeeinheit mit zwei Auszugsführungen, an denen ein Schubelement auf die Laufschienen aufgesetzt und verfahrbar gehalten ist.

    [0004] In der US 2008/0088213 ist ein Gleitmechanismus für Schubelemente offenbart, bei dem ein Gitterkorb auf Laufschienen aufgesetzt ist.

    [0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schubvorrichtung für Möbel oder Haushaltsgeräte zu schaffen, die einfach aufgebaut ist und leicht montiert werden kann. Diese Aufgabe wird mit einer Schubvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 oder 2 sowie einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 12 gelöst.

    [0006] Bei der erfindungsgemäßen Schubvorrichtung werden an zwei Auszugsführungen jeweils an der verfahrbaren Laufschiene Halter fixiert, nämlich jeweils ein vorderer Halter und ein hinterer Halter. Die Schubvorrichtung umfasst einen Boden, der auf allen vier Haltern aufliegt und durch Anschläge an den Haltern gegen ein Verschieben gesichert ist. Dadurch kann der Boden einfach montiert werden, indem er lose auf die vier Halter aufgelegt wird. Weitere Befestigungsmittel für eine kraftschlüssige Fixierung sind nicht erforderlich, so dass der Boden nach Montage der Auszugsführungen auf die vier Halter aufgelegt werden kann. Der Boden kann beispielsweise aus Holz, Kunststoff, Glas oder weiteren Materialien hergestellt werden. Der Boden kann auch als Rost oder Gitter ausgebildet sein.

    [0007] Vorzugsweise umgibt jeder Halter eine Ecke des Bodens am Rand winkelförmig. Dadurch kann der Boden an jeder Ecke durch einen der Halter gegen ein Verschieben gesichert sein, wobei die nach oben hervorstehenden winkelförmigen Wände an jedem Halter mit Spiel zu dem Rand des Bodens angeordnet sein können, um Toleranzen auszugleichen. Im Bereich der Ecke kann jeder Halter optional auch abgerundet ausgebildet sein. Eine weitere Sicherung gegen ein Verschieben kann dadurch erfolgen, dass die Auflage an jedem Halter für den Boden aus einem elastischen oder gummierten Material hergestellt ist.

    [0008] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist an jedem Halter eine nutförmige Aufnahme zum Einstecken eines unteren Endabschnittes einer Seitenwand ausgebildet. Dadurch lassen sich die beiden Seitenwände durch Einstecken in eine nutförmige Aufnahme an dem vorderen Halter und in eine nutförmige Aufnahme an dem hinteren Halter leicht montieren. Nach einer ersten erfindungsgemäßen Variante weist jeder Halter eine weitere nutförmige Aufnahme auf, die vorzugsweise rechtwinklig dazu ausgerichtet ist, um einen unteren Endabschnitt einer Rückwand oder einer Frontblende einzustecken. Dadurch kann an jedem Halter durch Einstecken von plattenförmigen Wandelementen, wie einer Seitenwand, einer Rückwand und/oder einer Frontblende, eine Fixierung erfolgen. Die Tiefe der nutförmigen Aufnahmen kann dabei gleich oder unterschiedlich ausgestaltet sein, beispielsweise kann für die Seitenwände eine tiefere nutförmige Aufnahme ausgebildet sein, die sich zumindest teilweise benachbart zu der Laufschiene erstreckt.

    [0009] Für eine effektive Herstellung können die Halter als Formteile aus Kunststoff hergestellt sein, so dass diese einfach an der bewegbaren Laufschiene montiert werden können und dann eine Auflage für den Boden ausbilden. Zur Fixierung eines Halters kann dabei ein Stopfen vorgesehen sein, der in eine Hohlkammer an der Laufschiene eingesteckt ist. Der Stopfen kann dabei kraftschlüssig oder formschlüssig an der Laufschiene fixiert sein. Alternativ oder zusätzlich kann nach einer zweiten erfindungsgemäßen Variante zur Fixierung eines Halters an jeder Laufschiene ein Haken hervorstehen, um einen der Halter zu fixieren. Der Halter kann dann auf den Haken aufgesteckt werden, um klemmend oder formschlüssig fixiert zu werden.

    [0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst die Schubvorrichtung zwei Seitenwände, eine Rückwand und eine Frontblende, die den Boden rahmenförmig umgeben. Dabei können an jedem hinteren Halter ein hinteres Ende einer Seitenwand und ein Ende einer Rückwand fixiert sein, während an jedem vorderen Halter ein Ende einer Frontblende und ein vorderes Ende der Seitenwand fixiert sind. Die Seitenwände, die Rückwand und/oder die Frontblende können dabei aus einem plattenförmigen Material hergestellt sein. Es sind verschiedene Materialien vorstellbar, wie transparenter oder nicht transparenter Kunststoff, Glas, Holz oder Composite-Werkstoffe aber auch gebogenes Aluminium- oder Stahlblech. Bei einem Schubelement können auch unterschiedliche Materialien oder Farben kombiniert werden. Auch die Ausstattung des Schubelements mit Licht, beispielsweise einer LED-Leiste, Beschriftungen oder Dekorationen, ist auf einfache Weise möglich. Dadurch kann ein sehr individuelles Schubelement realisiert werden. Ein kastenförmiges Schubelement mit transparenten Flächenelementen eignet sich besonders gut für Haushaltsgeräte, wie Kühlgeräte, da dann der Inhalt des Schubkastens von außen einsehbar ist. Auch eine Anordnung entsprechender Schubelemente in einem Möbel, auch hinter einem Auszug mit einer hohen Frontblende, als Innenschubkasten oder hinter Drehtüren kann eine bevorzugte Anwendung darstellen.

    [0011] Zur Erhöhung der Stabilität können bei Ausbildung eines Schubkastens die Seitenwände mit der Frontblende über ein oberes Eckelement verbunden sein, das von oben aufgesteckt wird, so dass ein oberes Ende der Seitenwand und ein oberes Ende der Frontblende in einer winkelförmigen nutförmigen Aufnahme des Eckelementes gehalten sind. Gleichermaßen kann auch im rückwärtigen Bereich zwischen Rückwand und einer Seitenwand ein Eckelement durch Aufstecken fixiert werden, das die Position der Rückwand an der Seitenwand fixiert. Dieses obere Eckelement kann weiter ein sich bis zum unteren Halter erstreckendes Flächenelement aufweisen, das vorzugsweise über Eck den Spalt zwischen Front und Seitenwand, bzw. Rück- und Seitenwand verdeckt.

    [0012] In einer weiteren Ausgestaltung der Schubvorrichtung ist an dem vorderen oder hinteren Halter ein Vorsprung ausgebildet, der in Eingriff mit einem bewegbaren Mitnehmer beispielsweise eines Selbsteinzuges oder eines Dämpfers oder eines Ausstoßers oder einer Kombination davon bringbar ist. Dadurch kann ein Halter neben der Ausbildung einer Auflage für den Boden und einer möglichen Halterung einer Seitenwand, einer Rückwand und/oder einer Frontblende auch zur Kopplung der bewegbaren Laufschiene mit einem stationären Selbsteinzug oder Dämpfer oder genutzt werden, beispielsweise um die bewegbare Laufschiene kurz vor Erreichen der Schließposition in Schließrichtung vorzuspannen bzw. abzubremsen oder zu verriegeln.

    [0013] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Montage einer Schubvorrichtung wird zunächst ein vorderer Halter an einem vorderen Ende einer bewegbaren Laufschiene einer ersten Auszugsführung und ein hinterer Halter an dem hinteren Ende der Laufschiene der ersten Auszugsführung montiert. Ferner werden ein vorderer und ein hinterer Halter an der bewegbaren Laufschiene einer zweiten Auszugsführung montiert. Die beiden Auszugsführungen werden dann an einem Korpus eines Möbels oder Haushaltsgerätes fixiert, um dann an den montierten Auszugsführungen einen Boden auf die vier Halter aufzulegen. Der Boden ist dann an den vier Haltern abgestützt und kann mit Gegenständen belegt werden.

    [0014] Zur Ausbildung eines Schubkastens kann dann an jedem Halter eine Seitenwand in eine nach oben offene, nutförmige Aufnahme eingesteckt werden, und zusätzlich eine Rückwand oder eine Frontblende in eine weitere, nach oben offene Aufnahme eingesteckt werden. Dieser rahmenförmige Aufbau mit der Frontblende, den zwei Seitenwänden und der Rückwand kann dann durch Eckelemente gesichert werden, die in jeweils einem Eckbereich von oben auf eine Seitenwand und eine Rückwand oder Frontblende aufgesteckt werden. Dadurch lässt sich ein Schubkasten mit nur wenigen Bauteilen herstellen.

    [0015] In einer bevorzugten Ausgestaltung können die beiden Laufschienen in einer ausgezogenen Position arretiert werden, um eine vereinfachte Montage von Boden, Seitenwänden, Front und Rückwand zu ermöglichen.

    [0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
    Figur 1
    eine perspektivische Ansicht eines Haushaltsgerätes mit Schubvorrichtungen;
    Figuren 2A bis 2D
    mehrere Ansichten bei der Montage einer erfindungsgemäßen Schubvorrichtung;
    Figur 3
    eine perspektivische Ansicht einer Auszugsführung für eine Schubvorrichtung;
    Figur 4
    eine Ansicht bei der Montage eines Halters an der Auszugsführung der Figur 3;
    Figuren 5A und 5B
    zwei Detailansichten einer Auszugsführung im Bereich des hinteren Halters;
    Figuren 6A bis 6C
    mehrere Detailansichten einer Auszugsführung im Bereich eines vorderen Halters;
    Figur 7
    eine Schnittansicht durch einen Halter mit einer Seitenwand;
    Figur 8
    eine perspektivische Ansicht einer modifizierten Schubvorrichtung;
    Figuren 9A und 9B
    zwei Ansichten eines Halters der Schubvorrichtung der Figur 8, und
    Figur 10
    eine perspektivische Ansicht eines Möbels mit Schubvorrichtungen.


    [0017] Ein Haushaltsgerät 1, insbesondere ein Kühlgerät, umfasst einen Korpus 2, an dem eine Tür 3 verschwenkbar gelagert ist. In einem Innenraum des Korpus 2 sind eine Vielzahl von Schubvorrichtungen 4 angeordnet, die von einer Position innerhalb des Korpus 2 in eine hervorstehende Position herausziehbar sind.

    [0018] Die Schubvorrichtung 4 ist im Detail in den Figuren 2A bis 2D gezeigt. Jede Schubvorrichtung 4 umfasst zwei Auszugsführungen 5, die eine stationäre Führungsschiene 6 aufweisen, die über Winkel 8 an dem Korpus 2 festlegbar ist. An der stationären Führungsschiene 6 ist eine verfahrbare Laufschiene 7 gehalten, die vollständig oder teilweise vor den Korpus 2 bewegbar ist.

    [0019] An jeder bewegbaren Laufschiene 7 der beiden Auszugsführungen 5 ist dabei ein vorderer Halter 9 und ein hinterer Halter 10 fixiert.

    [0020] Die Schubvorrichtung 4 umfasst ferner einen Boden 11, zwei Seitenwände 12, eine Frontblende 13 und eine Rückwand 14, die plattenförmig ausgebildet sind und beispielsweise aus einem transparenten Material bestehen, insbesondere Kunststoff. Es ist auch möglich, nur die Frontblende 13 transparent zu gestalten, so dass beim Öffnen der Tür 3 der Inhalt der Schubvorrichtung 4 sichtbar ist. Es sind auch weitere Materialien wie Glas, Holz oder Composite-Materialien für die Frontblende 13, Rückwand 14 oder die Seitenwände 12 vorstellbar, wobei auch verschiedene Materialien in einer Schubvorrichtung kombiniert werden können.

    [0021] Für die Montage der Schubvorrichtung 4 werden die Enden einer Seitenwand 12 an einem hinteren Halter 10 und einem vorderen Halter 9 in eine nach oben offene Aufnahme eingesteckt. Ferner werden die zwei vorderen Halter 9 über die Frontblende 13 miteinander verbunden und die beiden hinteren Halter 10 über die Rückwand 14, vorzugsweise durch Einstecken der Frontblende 13 und der Rückwand 14 von oben (siehe Fig. 2B). Ferner wird der Boden 11 auf die zwei vorderen Halter 9 und die zwei hinteren Halter 10 auf eine Auflage aufgelegt, so dass die in Figur 2C dargestellte Position erhalten wird. In dieser Position umfasst die Schubvorrichtung 4 eine kastenförmige Aufnahme, und es können Gegenstände auf dem Boden 11 abgelegt werden. Zur Erhöhung der Stabilität der Seitenwände 12, der Frontblende 13 und der Rückwand 14 können zusätzliche Eckelemente 15 montiert werden, die winkelförmig ausgebildet sind und von oben auf jeweils einen Eckbereich zwischen den Seitenwänden und der Rückwand oder den Seitenwänden und der Frontblende 13 aufgesteckt werden. Der so gebildete Schubkasten lässt sich mit wenigen Bauteilen und Montageschritten herstellen. Die Höhe und das Material der Seitenwände 12, der Rückwand 14 und der Frontblende 13 können flexibel ausgewählt werden.

    [0022] In Figur 3 ist eine der beiden Auszugsführungen 5 mit dem vorderen Halter 9 und dem hinteren Halter 10 gezeigt. Die weitere Auszugsführung 5 ist spiegelbildlich ausgestaltet und an der gegenüberliegenden Seitenwand des Korpus 2 fixiert.

    [0023] Die Auszugsführung 5 umfasst die stationäre Führungsschiene 6, die bewegbare Laufschiene 7 und eine zwischen der Führungsschiene 6 und der Laufschiene 7 angeordnete auszugsverlängernde Mittelschiene 60. Der vordere Halter 9 und der hintere Halter 10 bilden jeweils eine Auflage 16 aus, die durch eine Rippenstruktur, eine Platte oder eine andere Form ausgebildet ist und zum Auflegen eines Eckbereiches des Bodens 11 dient. Eine Oberfläche der Auflage 16 kann auch gummiert oder mit einem elastischen Material versehen sein, um ein Verschieben des Bodens 11 zu erschweren.

    [0024] Der hintere Halter 10 umfasst eine nutförmige Aufnahme 17, die sich in Längsrichtung parallel zur Laufschiene 7 erstreckt und zur Aufnahme eines unteren, hinteren Endes einer Seitenwand 12 dient. Winklig hierzu ist eine weitere nutförmige Aufnahme 18 angeordnet, die zum Einstecken eines Endes einer Rückwand 14 dient. Die Tiefen der nutförmigen Aufnahmen 17 und 18 können dabei unterschiedlich sein, insbesondere kann die nutförmige Aufnahme 17 für die Seitenwand 12 tiefer ausgestaltet sein als die nutförmige Aufnahme 18 zur Aufnahme der Rückwand 14. Die jeweils äußeren Nutwände an der nutförmigen Aufnahme 17 und der nutförmigen Aufnahme 18 sind höher als die Ablage 16 ausgebildet und können somit ein Verschwenken der Seitenwand 12 und der Rückwand 14 begrenzen und optional auch ein Verschieben des Bodens 11 in horizontale Richtung begrenzen, wenn die Halter 9 und 10 ohne Seitenwände 12, Frontblende 13 und Rückwand 14 montiert werden.

    [0025] Der vordere Halter 9 umfasst eine nutförmige Aufnahme 19, die sich im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung der Laufschiene 7 erstreckt und zum Einstecken eines Endes der Frontblende 13 dient. An dem vorderen Halter 9 ist ferner eine weitere nutförmige Aufnahme 17 zum Einfügen eines vorderen Endes der Seitenwand 12 ausgebildet.

    [0026] An der Auszugsführung 5 ist im Bereich des vorderen Halters 9 zudem ein Selbsteinzug 20 vorgesehen, der ein an der Führungsschiene 6 festgelegtes Gehäuse 21 umfasst, an dem ein bewegbarer Mitnehmer 22 entlang einer Führungsbahn verfahrbar ist. Der Mitnehmer 22 ist über eine Feder und optional auch einen Dämpfer innerhalb einer Patrone 23 in eine Schließposition vorgespannt. Der Mitnehmer 22 ist dabei in einem Schließbereich vor der Schließposition mit einem Vorsprung 24 in Eingriff, der integral mit dem Halter 9 ausgebildet ist, aber auch über Befestigungsmittel an diesem festgelegt werden kann. Bei einer Bewegung der Laufschiene 7 in Öffnungsrichtung wird dadurch der Mitnehmer 22 entlang der Führungsbahn bewegt, bis dieser verschwenkt und dadurch den Vorsprung 24 freigibt, so dass die Laufschiene 7 unabhängig von dem Selbsteinzug 20 bewegbar ist.

    [0027] In Figur 4 ist der hintere Halter 10 in einer demontierten Position gezeigt. Es ist erkennbar, dass an der Laufschiene 7 ein nach oben hervorstehender Haken 70 ausgebildet ist, der zur Fixierung des hinteren Halters 10 dient.

    [0028] In den Figuren 5A und 5B ist der hintere Halter 10 im Detail gezeigt. Der nach oben hervorstehende Haken 70 übergreift einen Steg 71 des hinteren Halters 10, so dass dieser über den Haken 70 klemmend oder formschlüssig zwischen einer Oberseite der Laufschiene 7 und dem Haken 70 fixiert ist. Der Haken 70 ist zudem zwischen zwei Stegen 72 aufgenommen, die eine seitliche Bewegung des Halters 10 senkrecht zur Längsrichtung der Laufschiene 7 begrenzen. Dadurch kann der Halter 10 in rückwärtige Richtung auf den Haken 70 an der Laufschiene 7 aufgeschoben werden.

    [0029] In den Figuren 6A bis 6C ist der vordere Halter 9 und dessen Montage gezeigt. Der vordere Halter 9 ist an einem vorderen Ende an der Laufschiene 7 fixiert und umfasst einen Stopfen 30, der in eine Hohlkammer der Laufschiene 7 eingesteckt ist. Der Stopfen 30 kann dabei über einen Steg 31 klemmend oder formschlüssig fixiert sein, um eine Demontage des Halters 9 zu erschweren. Optional kann der vordere Halter 9 über eine Schraube 32 zusätzlich an der Laufschiene 7 festgelegt werden.

    [0030] In Figur 6C ist der Vorsprung 24 mit einem abgewinkelten stegförmigen Aktivator 25 gezeigt, der in eine Aufnahme an dem Mitnehmer 22 eingreift und somit zusammen mit diesem bewegbar ist: Der Mitnehmer 22 ist entlang einer Führungsbahn 26 an dem Gehäuse 21 des Selbsteinzuges 20 bewegbar.

    [0031] In Figur 7 ist ein Schnitt durch eine Seitenwand 12 gezeigt, die an einer nutförmigen Aufnahme 17 fixiert ist. Die Breite der nutförmigen Aufnahme 17 kann etwa gleich groß ausgebildet sein wie die Dicke der Seitenwand 12, optional ist es auch möglich, in die nutförmige Aufnahme 17 ein elastisches Element 40 einzufügen, das eine untere Kante der Seitenwand 12 U-förmig umgreift. Dadurch kann die Seitenwand 12 klemmend in der nutförmigen Aufnahme 17 fixiert werden.

    [0032] In Figur 8 ist eine modifizierte Schubvorrichtung gezeigt, bei der zwei Auszugsführungen 5 vorgesehen sind, die im Wesentlichen wie bei dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel ausgebildet sind und an denen jeweils ein vorderer Halter 9' und ein hinterer Halter 10' an der bewegbaren Laufschiene 7 fixiert ist. Die Schubvorrichtung umfasst einen modifizierten Boden 11', der nicht plattenförmig ausgebildet ist, sondern als Gitter, beispielsweise zum Einlegen von Weinflaschen oder zur Lagerung von anderen Gegenständen. Dieser modifizierte Boden 11' liegt im Eckbereich jeweils auf einem der Halter 9' und 10' auf und ist gegen ein horizontales Verschieben durch die Halter 9' und 10' gesichert.

    [0033] In den Figuren 9A und 9B ist ein vorderer Halter 9' gezeigt, wobei der hintere Halter 10' optional baugleich ausgestaltet sein kann. Der vordere Halter 9' umfasst eine nutförmige Aufnahme 19 zur Fixierung einer Frontblende und eine winklig dazu ausgerichtete weitere nutförmige Aufnahme 17 zum Einstecken einer Seitenwand 12. Ferner ist eine horizontale Auflage 16' an dem Halter 9' zum Auflegen eines Eckbereiches des Bodens 11' vorgesehen. Die Auflage 16' ist etwas tiefer angeordnet, so dass die Wände der nutförmigen Aufnahmen 17 und 19 höher angeordnet sind als die Auflage 16' und somit ein Verschieben des Bodens 11' in der horizontalen Ebene begrenzen. Der vordere Halter 9' umfasst ferner ein nach unten ragendes Befestigungsteil 50, an dem Befestigungsmittel 51 montiert sind, um den Halter 9' an der Laufschiene 7 zu fixieren.

    [0034] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Halter 9, 9', 10, 10' als Formteile aus Kunststoff hergestellt, die optional auch zwei unterschiedliche Kunststoffmaterialien umfassen können. Die Befestigung der Halter 9, 9', 10, 10' an der bewegbaren Laufschiene 7 kann variiert werden. Beispielsweise kann auch der vordere Halter 9 über einen Haken 70 an der Laufschiene 7 fixiert werden oder der hintere Halter 10 wird über einen Stopfen montiert, der in eine Hohlkammer der Laufschiene 7 eingesteckt wird. Zudem kann die Gestaltung des Bodens 11 und 11' variiert werden, je nachdem, welche Gegenstände an der Schubvorrichtung 4 gelagert werden sollen.

    [0035] Die Auflagen 16 und 16' an den Haltern 9, 9', 10, 10' können sowohl oberhalb der Oberseite der Laufschiene 7 angeordnet sein als auch an einer Innenseite der Laufschiene 7 und unterhalb der Oberseite.

    [0036] In Figur 10 ist beispielhaft ein Möbel 100 oder Haushaltsgerät mit einem Korpus 200 und einem Schubkasten 300 mit einer hohen Frontblende 301 dargestellt. Oberhalb des Schubkastens 300 sind mehrere erfindungsgemäße Schubvorrichtungen 4 ausziehbar gelagert, die beispielsweise als Innenschubkästen ausgebildet sind.

    Bezugszeichenliste



    [0037] 
    1
    Haushaltsgerät
    2
    Korpus
    3
    Tür
    4
    Schubvorrichtung
    5
    Auszugsführung
    6
    Führungsschiene
    7
    Laufschiene
    8
    Winkel
    9, 9'
    Halter
    10, 10'
    Halter
    11, 11'
    Boden
    12
    Seitenwand
    13
    Frontblende
    14
    Rückwand
    15
    Eckelement
    16, 16'
    Auflage
    17
    Aufnahme
    18
    Aufnahme
    19
    Aufnahme
    20
    Selbsteinzug
    21
    Gehäuse
    22
    Mitnehmer
    23
    Patrone
    24
    Vorsprung
    25
    Aktivator
    26
    Führungsbahn
    30
    Stopfen
    31
    Steg
    32
    Schraube
    40
    elastisches Element
    50
    Befestigungsteil
    51
    Befestigungsmittel
    60
    Mittelschiene
    70
    Haken
    71
    Steg
    72
    Steg
    100
    Möbel
    200
    Korpus
    300
    Schubkasten
    301
    Frontblende



    Ansprüche

    1. Schubvorrichtung (4) für Möbel (100) oder Haushaltsgeräte (1), mit einer ersten Auszugsführung (5) und einer zweiten Auszugsführung (5), wobei jede der beiden Auszugsführungen (5) eine stationäre Führungsschiene (6) und mindestens eine relativ zu der Führungsschiene (6) verfahrbare Laufschiene (7) aufweist, und an jeder Laufschiene (7) ein vorderer Halter (9, 9') und ein hinterer Halter (10, 10') fixiert ist, wobei ein Boden (11, 11') auf allen vier Haltern (9, 9', 10, 10') aufliegt und durch Anschläge an den Haltern (9, 9', 10, 10') gegen ein Verschieben gesichert ist, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Halter (9, 9', 10, 10') eine nutförmige Aufnahme (18, 19) zum Einstecken eines unteren Endabschnittes einer Rückwand (14) oder einer Frontblende (13) vorgesehen ist.
     
    2. Schubvorrichtung (4) für Möbel (100) oder Haushaltsgeräte (1), mit einer ersten Auszugsführung (5) und einer zweiten Auszugsführung (5), wobei jede der beiden Auszugsführungen (5) eine stationäre Führungsschiene (6) und mindestens eine relativ zu der Führungsschiene (6) verfahrbare Laufschiene (7) aufweist, und an jeder Laufschiene (7) ein vorderer Halter (9, 9') und ein hinterer Halter (10, 10') fixiert ist, wobei ein Boden (11, 11') auf allen vier Haltern (9, 9', 10, 10') aufliegt und durch Anschläge an den Haltern (9, 9', 10, 10') gegen ein Verschieben gesichert ist, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Laufschiene (7) ein Haken (70) hervorsteht, an dem ein vorderer und/oder hinterer Halter (9, 9', 10, 10') fixiert ist.
     
    3. Schubvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Halter (9, 9', 10, 10') eine Ecke des Bodens (11, 11') am Rand winkelförmig umgibt.
     
    4. Schubvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Halter (9, 9', 10, 10') eine nutförmige Aufnahme (17) zum Einstecken eines unteren Endabschnittes einer Seitenwand (12) ausgebildet ist.
     
    5. Schubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (9, 9', 10, 10') als Formteile aus Kunststoff hergestellt sind.
     
    6. Schubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder vordere und/oder hintere Halter (9, 9', 10, 10') einen Stopfen (30) aufweist, der in eine Hohlkammer an der Laufschiene (7) eingesteckt ist.
     
    7. Schubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem hinteren Halter (10, 10') ein hinteres Ende einer Seitenwand (12) und ein Endabschnitt einer Rückwand (14) fixiert sind und/oder an jedem vorderen Halter (9, 9') ein vorderes Ende einer Seitenwand (12) und ein Ende einer Frontblende (13) fixiert sind.
     
    8. Schubvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (12), die Rückwand (14) und/oder die Frontblende (13) aus einem transparenten plattenförmigen Material hergestellt sind.
     
    9. Schubvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede Seitenwand (12) über ein von oben aufgestecktes Eckelement (15) mit einer Frontblende (13) verbunden ist.
     
    10. Schubvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jede Seitenwand (12) über ein von oben aufgestecktes Eckelement (15) mit einer Rückwand (14) verbunden ist.
     
    11. Schubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem vorderen oder hinteren Halter (9, 9', 10, 10') ein Vorsprung (24) ausgebildet ist, der in Eingriff mit einem bewegbaren Mitnehmer (22) eines Selbsteinzuges (20) bringbar ist.
     
    12. Verfahren zur Montage einer Schubvorrichtung (4) mit den folgenden Schritten:

    a) Montage eines vorderen Halters (9, 9') an einem vorderen Ende einer bewegbaren Laufschiene (7) einer ersten Auszugsführung (5);

    b) Montage eines hinteren Halters (10, 10') an einem hinteren Ende einer bewegbaren Laufschiene (7) der ersten Auszugsführung (5);

    c) Wiederholen der Schritte a) und b) bei einer zweiten Auszugsführung (5);

    d) Montage der beiden Auszugsführungen (5) an einem Korpus (2) eines Möbels oder eines Haushaltsgerätes (1), und

    e) Auflegen eines Bodens (11, 11') auf die vier Halter (9, 9', 10, 10'),

    dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Halter (9, 10) eine Seitenwand (12) in eine nach oben offene nutförmige Aufnahme (17) eingesteckt wird und an jedem hinteren Halter (10) eine Rückwand (14) und an jedem vorderen Halter (9) eine Frontblende (13) in eine nach oben offene, nutförmige Aufnahme (18, 19) gesteckt wird.
     
    13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Ecke der aus Seitenwänden (12), der Rückwand (14) und der Frontblende (13) gebildeten Einheit ein Eckelement (15) aufgesteckt wird.
     


    Claims

    1. A pushing device (4) for furniture (100) or household appliances (1), with a first pull-out guide (5) and a second pull-out guide (5), wherein each of the two pull-out guides (5) comprises a stationary guide rail (6) and at least one running rail (7) which can be moved relative to the guide rail (6) and a front holder (9, 9') and a rear holder (10, 10') being fixed to each running rail (7), wherein a base (11, 11') rests on all four holders (9, 9', 10, 10') and is secured against displacement by stops on the holders (9, 9', 10, 10'), characterised in that a groove-shaped receptacle (18, 19) is provided on each holder (9, 9', 10, 10') for the insertion of a lower end portion of a rear wall (14) or a front panel (13).
     
    2. A pushing device (4) for furniture (100) or household appliances (1), with a first pull-out guide (5) and a second pull-out guide (5), wherein each of the two pull-out guides (5) comprises a stationary guide rail (6) and at least one running rail (7) which can be moved relative to the guide rail (6) and a front holder (9, 9') and a rear holder (10, 10') being fixed to each running rail (7), wherein a base (11, 11') rests on all four holders (9, 9', 10, 10') and is secured against displacement by stops on the holders (9, 9', 10, 10'), characterized in that a hook (70) projects from each running rail (7), to which a front and/or rear holder (9, 9', 10, 10') is fixed.
     
    3. Pushing device according to claim 1 or 2, characterised in that each holder (9, 9', 10, 10') surrounds a corner of the base (11, 11') at the edge in an angular manner.
     
    4. Pushing device according to claim 1 to 3, characterised in that a groove-shaped receptacle (17) is formed on each holder (9, 9', 10, 10') for the insertion of a lower end portion of a side wall (12).
     
    5. Pushing device according to one of the preceding claims, characterised in that the holders (9, 9', 10, 10') are produced as moulded parts from plastic.
     
    6. Pushing device according to any one of the preceding claims, characterised in that each front and/or rear holder (9, 9', 10, 10') comprises a plug (30) inserted into a hollow chamber on the running rail (7).
     
    7. A pushing device according to any one of the preceding claims, characterised in that a rear end of a side wall (12) and an end portion of a rear wall (14) are fixed to each rear holder (10, 10') and/or a front end of a side wall (12) and an end of a front panel (13) are fixed to each front holder (9, 9').
     
    8. Pushing device according to claim 7, characterised in that the side walls (12), the rear wall (14) and/or the front panel (13) are made of a transparent plate-shaped material.
     
    9. Pushing device according to claim 7 or 8, characterised in that each side wall (12) is connected to a front panel (13) via a corner element (15) which is fitted from above.
     
    10. A pushing device according to any one of claims 7 to 9, characterised in that each side wall (12) is connected to a rear wall (14) via a corner element (15) fitted from above.
     
    11. Pushing device according to one of the preceding claims, characterised in that a projection (24) is formed on the front or rear holder (9, 9', 10, 10'), which projection can be brought into engagement with a movable driver (22) of a self-closing device (20).
     
    12. A method of assembling a pushing device (4) comprising the following steps:

    a) Mounting of a front holder (9, 9') on a front end of a movable runner (7) of a first pull-out guide (5);

    b) Mounting of a rear holder (10, 10') on a rear end of a movable runner (7) of the first pull-out guide (5);

    c) Repeat steps a) and b) for a second pull-out guide (5);

    d) Mounting of the two pull-out guides (5) on a carcass (2) of a piece of furniture or a household appliance (1), and

    e) Place a base (11, 11') on the four holders (9, 9', 10, 10'), characterised in that on each holder (9, 10) a side wall (12) is inserted into an upwardly open groove-shaped receptacle (17) and on each rear holder (10) a rear wall (14) and on each front holder (9) a front panel (13) is inserted into an upwardly open groove-shaped receptacle (18, 19).


     
    13. Method according to claim 12, characterised in that a corner element (15) is plugged onto each corner of the unit formed by side walls (12), the rear wall (14) and the front panel (13).
     


    Revendications

    1. Dispositif de poussée (4) pour meubles (100) ou appareils ménagers (1), avec un premier guide d'extraction (5) et un second guide d'extraction (5), dans lequel chacun des deux guides d'extraction (5) comprend un rail de guidage fixe (6) et au moins un rail de roulement (7) qui peut être déplacé par rapport au rail de guidage (6) et un support avant (9, 9') et un support arrière (10, 10') fixés à chaque rail de roulement (7), dans lequel une base (11, 11') repose sur les quatre supports (9, 9', 10, 10') et est bloquée par des butées sur les supports (9, 9', 10, 10'), caractérisé en ce qu'un logement en forme de rainure (18, 19) est prévu sur chaque support (9, 9', 10, 10') pour l'insertion d'une partie d'extrémité inférieure d'une paroi arrière (14) ou d'un panneau avant (13).
     
    2. Dispositif de poussée (4) pour meubles (100) ou appareils ménagers (1), avec un premier guide d'extraction (5) et un second guide d'extraction (5), dans lequel chacun des deux guides d'extraction (5) comprend un rail de guidage fixe (6) et au moins un rail de roulement (7) qui peut être déplacé par rapport au rail de guidage (6) et un support avant (9, 9') et un support arrière (10, 10') fixés à chaque rail de roulement (7), dans lequel une base (11, 11') repose sur les quatre supports (9, 9', 10, 10') et est bloquée par des butées sur les supports (9, 9', 10, 10'), caractérisé en ce qu'un crochet (70) fait saillie de chaque rail de roulement (7), auquel un support avant et/ou arrière (9, 9', 10, 10') est fixé.
     
    3. Dispositif de poussée selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que chaque support (9, 9', 10, 10') entoure un coin de la base (11, 11') au niveau du bord de manière angulaire.
     
    4. Dispositif de poussée selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un réceptacle en forme de rainure (17) est formé sur chaque support (9, 9', 10, 10') pour l'insertion d'une partie d'extrémité inférieure d'une paroi latérale (12).
     
    5. Dispositif de poussée selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les supports (9, 9', 10, 10') sont fabriqués sous forme de pièces moulées en plastique.
     
    6. Dispositif de poussée selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque support avant et/ou arrière (9, 9', 10, 10') comporte un bouchon (30) inséré dans une chambre creuse du rail de roulement (7).
     
    7. Dispositif de poussée selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une extrémité arrière d'une paroi latérale (12) et une partie terminale d'une paroi arrière (14) sont fixées à chaque support arrière (10, 10') et/ou une extrémité avant d'une paroi latérale (12) et une extrémité d'un panneau avant (13) sont fixées à chaque support avant (9, 9').
     
    8. Dispositif de poussée selon la revendication 7, caractérisé par le fait que les parois latérales (12), la paroi arrière (14) et/ou le panneau avant (13) sont constitués d'un matériau transparent en forme de plaque.
     
    9. Dispositif de poussée selon la revendication 7 ou 8, caractérisé par le fait que chaque paroi latérale (12) est reliée à un panneau frontal (13) par l'intermédiaire d'un élément d'angle (15) monté par le haut.
     
    10. Dispositif de poussée selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé par le fait que chaque paroi latérale (12) est reliée à une paroi arrière (14) par l'intermédiaire d'un élément d'angle (15) monté par le haut.
     
    11. Dispositif de poussée selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une saillie (24) est formée sur le support avant ou arrière (9, 9', 10, 10'), laquelle saillie peut être mise en prise avec un entraîneur mobile (22) d'un dispositif de fermeture automatique (20).
     
    12. Procédé d'assemblage d'un dispositif de poussée (4) comprenant les étapes suivantes :

    a) Montage d'un support frontal (9, 9') sur l'extrémité avant d'un rail de roulement (7) d'un premier guide d'extraction (5);

    b) Montage d'un support arrière (10, 10') sur l'extrémité arrière d'un rail de roulement (7) du premier guide d'extraction (5);

    c) Répéter les étapes a) et b) pour un deuxième guide d'extraction (5);

    d) Montage des deux guides d'extraction (5) sur la carcasse (2) d'un meuble ou d'un appareil ménager (1), et

    e) Placer une base (11, 11') sur les quatre supports (9, 9', 10, 10'), caractérisée en ce que sur chaque support (9, 10) une paroi latérale (12) est insérée dans un logement en forme de rainure ouvert vers la rainure (17) et sur chaque support arrière (10) une paroi arrière (14) et sur chaque support avant (9) un panneau avant (13) est inséré dans un logement en forme de rainure ouvert vers la rainure (18, 19).


     
    13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'un élément d'angle (15) est enfiché sur chaque coin de l'unité formé par les parois latérales (12), la paroi arrière (14) et le panneau avant (13).
     




    Zeichnung






































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente