[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Handwerkzeugmaschine mit den
Merkmalen des unabhängigen Anspruchs.
[0002] Bei der Verwendung von elektrischen Handwerkzeugmaschinen, wie beispielsweise Schlagbohrmaschinen
oder Bohrhammern entstehen große Stoß-, Vibrations- und/oder Rotationskräfte, die
sich auf das gesamte Maschinengehäuse und auf den Handgriff übertragen. Derartige
Stoß-, Vibrations- und/oder Rotationskräfte wirken sich insbesondere negativ auf die
Ergonomie der Werkzeugverwendung auf und lassen insbesondere den Bediener einer solchen
Handwerkzeugmaschine sehr schnell ermüden, da dessen Griff- und Haltekraft nach kurzer
Zeit nachlässt. Darüber hinaus tragen derartige Stoß-, Vibrations- und/oder Rotationskräfte
dafür bei, dass sensible Maschinenbauteile, wie Schalter, Elektronik, Kontaktelemente
oder dergleichen sehr schnell verschleißen, wodurch die Langlebigkeit der Handwerkzeugmaschine
deutlich verkürzt wird.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Handwerkzeugmaschine
zur Verfügung zu stellen, bei welchem die Dämpfung von Stoß-, Vibrations- und/oder
Rotationskräften optimiert wurde.
[0004] Die genannte Aufgabe wird gelöst durch eine elektrische Handwerkzeugmaschine mit
den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und
Weiterbildungen der Erfindung sind in den jeweils abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0005] Es ist eine elektrische Handwerkzeugmaschine mit einem Gehäuse offenbart, dessen
Gehäuse in zumindest zwei Sektionen unterteilt ist. Das elektrische Handwerkzeug weist
eine erste Sektion auf, welcher Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräfte generierende
Maschinenelemente zugeordnet sind.
[0006] Das elektrische Handwerkzeug weist weiterhin eine zweite Sektion auf, welcher gegenüber
Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräfte sensible Maschinenelemente zugeordnet sind.
[0007] Darüber hinaus ist bei der elektrischen Handwerkzeugmaschine vorgesehen, dass zwischen
der ersten Sektion und der zweiten Sektion ein aus mehreren Dämpfungselementen bestehendes
Dämpfungssystem angeordnet ist, welches die von den Maschinenelementen der ersten
Sektion erzeugenden Stoß-, Vibrations- oder Rotationsbelastungen in zumindest zwei,
vorzugsweise drei, Raumrichtungen, absorbiert und/oder reduziert, so dass die zweite
Sektion weitgehend vibrationsarm ausgebildet ist.
[0008] Durch eine vibrationsarme Ausgestaltung der zweiten Sektion können somit die sensiblen
Maschinenelemente vor den in zumindest zwei, vorzugsweise drei Raumrichtung wirkenden
Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräften geschützt werden, die von den Maschinenelementen
der ersten Sektion generiert und/oder induziert werden. Aufgrund dessen können Verschleißerscheinungen
dieser hochsensiblen Maschinenelemente der ersten Sektion reduziert und folglich die
Langlebigkeit gesamten Handwerkzeugmaschine erhöht werden.
[0009] Die Stoß-, Vibrations- und/oder Rotationskräfte generierenden Maschinenelemente der
ersten Sektion können insbesondere Elongationen in den zumindest zwei, vorzugsweise
drei Raumrichtungen erzeugen, wobei die erzeugten Elongationen von dem aus mehreren
Dämpfungselementen bestehenden Dämpfungssystem weitgehend aufgenommen werden.
[0010] Darüber hinaus kann bei der der vorliegenden Handwerkzeugmaschine vorgesehen sein,
dass das aus mehreren Dämpfungselementen bestehende Dämpfungssystem zwischen der ersten
Sektion und der zweiten Sektion einstellbar ist, d.h. die jeweils zwischen der ersten
Sektion und der zweiten Sektion vorgesehenen Dämpfungselemente sind bei der entsprechenden
Handwerkzeugmaschine bewusst ausgewählt bzw. angeordnet, um die durch die Maschinenelemente
generierten Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräfte optimiert in zumindest zwei, vorzugsweise
drei, Raumrichtungen abzufangen und/oder zu reduzieren. Entscheidend können hier auch
die Materialparameter der jeweiligen gewählten Dämpfungselemente sein.
[0011] Die in Raumrichtung wirkenden Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräften können definiert
sein als eine axiale Kraft- bzw. Arbeitsrichtung der Werkzeugmaschine, eine orthogonal
zur axialen Kraft- bzw. Arbeitsrichtung verlaufenden horizontalen Richtung und/oder
als eine orthogonal zur axialen Kraft- bzw. Arbeitsrichtung verlaufenden vertikalen
Richtung. Je nach Anwendung bzw. Einsatz der Handwerkzeugmaschine können sich die
Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräften in zumindest zwei der genannten drei Raumrichtungen,
in der Regel jedoch alle drei Raumrichtungen ausbreiten.
[0012] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräften
generierenden Maschinenelementen der ersten Sektion zumindest eine Antriebseinheit,
eine Getriebeeinheit und/oder ein Schlagwerk der Handwerkzeugmaschine oder dergleichen
umfassen.
[0013] Bei der Antriebseinheit kann es sich beispielsweise um einen Elektromotor handeln,
wobei der Elektromotor wahlweise als bürstenloser Motor oder als Bürstenmotor ausgebildet
sein kann. Die Antriebseinheit kann über eine Getriebeeinheit mechanisch mit dem Schlagwerk
gekoppelt sein.
[0014] Das Schlagwerk als solches kann beispielsweise aus einem Kolben, einen Schlagbolzen,
einen Schläger und ein Antriebslager oder ein Exzenterrad gebildet sein. Die von der
Antriebseinheit erzeugten und/oder produzierten Rotationsbewegungen können vom Antriebslager
aufgenommen werden, wobei die hierbei entstehende Hubbewegung vom Kolben umgesetzt
werden kann. Bei einer "Rückwärtsbewegung" entgegen der axialen Arbeits- bzw. Kraftrichtung
des Kolbens kann ein Unterdruck erzeugt werden, infolgedessen der Schläger nach hinten
gezogen wird. Bei einer Vorwärtsbewegung des Kolbens kann hingegen eine Kompression
erzeugt werden, so dass folglich zwischen Schläger und Kolben ein Überdruck entsteht.
Der Kolben und der Schläger, der sich mit einer sehr hohen Geschwindigkeit nach vorne
bewegt, trifft dabei auf den Schlagbolzen. Dabei entsteht eine kinetische Energie,
die auf den Schläger und den Schlagbolzen übertragen werden kann, wobei der Schlagbolzen
diese Energie auf den Werkzeugschaft der Handwerkzeugmaschine überträgt.
[0015] Aufgrund dieser oben beschriebenen Bewegungen in der elektrischen Handwerkzeugmaschine
können in der ersten Sektion hohe Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräfte entstehen,
die sich ohne ein Dämpfungssystem auf die gesamte Handwerkzeugmaschine übertragen
können und sich insbesondere negativ auf das Handling und auf die Ergonomie der Handwerkzeugmaschine
auswirkt.
[0016] Darüber hinaus können von den gegenüber Stoß-, Vibrations- oder Rotationsbelastungen
sensible Maschinenelemente zumindest einen Schalter zum Betätigen der Handwerkzeugmaschine,
elektrische und/oder elektronische Bauteile und/oder Kontaktelemente oder dergleichen
umfasst sein. Bei den hier genannten sensiblen Maschinenelementen kann es sich insbesondere
um diejenigen Bauteile handeln, welche anfällig für Verschleiß sind und welche folglich
derartig vor oben beschriebenen Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräften geschützt
werden müssen.
[0017] Die hier genannten Stoß-, Vibrations- oder Rotationsbelastungen generierenden Maschinenelementen
der ersten Sektion und die sensiblen Maschinenelemente der zweiten Sektion sind nicht
einschränkend zu verstehen, sondern es können bei dem vorliegenden Gegenstand auch
sämtliche weitere hier nicht explizit genannte Maschinenelemente, die der ersten Sektion
und der zweiten Sektion zugeordnet sind, umfasst sein.
[0018] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der zweiten Sektion eine Akkupack-Schnittstelle
zugeordnet ist, an welcher ein Akkupack elektronisch und/oder mechanisch koppelbar
ist. Der Akkupack dient zur Versorgung der Handwerkzeugmaschine, insbesondere der
Antriebseinheit, mit elektrischen Energie.
[0019] Die Akkupack-Schnittstelle der vibrationsarm ausgestalteten zweiten Sektion kann
Kontaktelemente und/oder Halteelemente aufweisen, an welche der Akkupack mechanisch
und/oder elektronisch koppelbar ist. Die Koppelung zwischen der Akkupack-Schnittstelle
der zweiten Sektion und des Akkupacks kann lösbar ausgebildet sein.
[0020] Der Akkupack kann als wechselbarer oder austauschbarer Akkupack ausgestaltet sein.
Insbesondere kann der Akkupack als Wechselakkupack bzw. als Systemakkupack ausgebildet
sein, was so viel bedeutet, dass der Akkupack neben der elektrischen Handwerkezugmaschine
universell zur elektrischen Energieversorgung für verschiedene Elektrogeräte, beispielsweise
eines Elektrowerkzeuges, elektrischen Gartengeräts, Haushaltsgeräts, Fahrzeuge oder
dergleichen verwendet werden kann.
[0021] Der wenigstens eine Akkupack kann wenigstens ein Akkupackgehäuse umfassen, innerhalb
welcher zumindest eine Akkuzelle angeordnet ist. Bei der zumindest einen Akkuzelle
kann es sich insbesondere um eine Lithium-lonen-Akkumulatorzelle handeln. Vorzugsweise
können innerhalb des wenigstens einen Akkupackgehäuses auch mehrere Akkuzellen, beispielsweise
fünf Akkuzellen oder zehn Akkuzellen angeordnet sein. Die mehreren Akkuzellen können
untereinander in Reihe und/oder parallel geschalten sein.
[0022] Das Akkupackgehäuse kann ein- oder mehrteilig ausgebildet sein. Vorzugsweise kann
das Akkupackgehäuse zweiteilig, bestehend aus einem Unterteil und einem Oberteil,
gebildet sein. Innerhalb des Akkupackgehäuses kann ein Leitungsträger vorgesehen sein,
welcher mit der zumindest einen Akkuzelle elektrisch verbunden ist. Der elektrische
Leitungsträger ist durch eine Leiterplatine bzw. Platine gebildet. Auf dem elektrischen
Leitungsträger sind verschiedene elektronische Bauteile, beispielweise ein Taster,
Leistungs-Mosfet etc. montiert. Der Akkupack kann zudem mit einem Batteriemanagement-System
ausgestattet sein.
[0023] Der Akkupack als solcher kann eine Akkupack-Schnittstelle aufweisen, die korrespondierend
zu der Akkupack-Schnittstelle der zweiten Sektion ausgebildet ist. Die Akkupack-Schnittstelle
kann durch ein oder mehrere elektrische Steck- und/oder Klemm- und/oder Rastkontakte
oder dergleichen gebildet sein. Die ein oder mehreren Steck- und/oder Klemm- und/oder
Rastkontakte können durch Tulpenkontakte oder Schwertkontakte gebildet sein.
[0024] Aufgrund der durch das vorliegende Dämpfungssystem vibrationsarm ausgestalte zweiten
Sektion kann somit auch der Akkupack, insbesondere auch dessen einzelnen Bestandteile
vor in zumindest zwei, vorzugsweise drei, Raumrichtungen wirkenden Stoß-, Vibrations-
und Rotationskräften weitgehend geschützt werden. Die vibrationsarm ausgestalte zweite
Sektion kann sich insbesondere auch vorteilhaft auf die Kontaktierung zwischen der
Akkupack-Schnittstelle der zweiten Sektion und des Akkupacks auswirken, die durch
die geringen Vibrationen deutlich langlebiger und beständiger ist.
[0025] Da die Antriebseinheit der ersten Sektion und die Akkupack-Schnittstelle mit dem
daran koppelbaren Akkupack der zweiten Sektion zugeordnet ist, kann zwischen der Antriebseinheit
und der Akkupack-Schnittstelle eine elektrische Verbindung ausgebildet sein. Die elektrische
Verbindung kann durch elektrische Leitungen, Kabel oder dergleichen gebildet sein.
Diese elektrische Verbindung kann insbesondere derart aus gebildet und zwischen der
ersten Sektion und der zweiten Sektion angeordnet sein, so dass keine Übertragung
von Stoß-, Vibrations- und/oder Rotationskräften von der ersten Sektion auf die zweite
Sektion erfolgt.
[0026] Wie hierin beschrieben, ist das Dämpfungssystem aus mehreren Dämpfungselementen gebildet.
Die Dämpfungselemente können beispielsweise durch elastische Bauteile oder dergleichen
gebildet sein. Das elastische Bauteil kann beispielsweise durch ein Gummielement gebildet
sein. Es kann auch denkbar sein, dass das elastische Bauteil durch ein Federelement
oder dergleichen gebildet. Bei dem Federelement kann es sich um eine Federaufhängung,
Spiralfeder oder dergleichen handeln. Auch kann es denkbar sein, dass das Dämpfungselement
als aktives Dämpfungselement ausgebildet ist. Es können Kombinationen der Ausgestaltungsformen
der einzelnen Dämpfungselemente innerhalb des Geräts möglich sein.
[0027] Die einzelnen Dämpfungselemente können zwischen der ersten Sektion und der zweiten
Sektion angeordnet sein. Hierbei kann es denkbar sein, dass die einzelnen Dämpfungselemente
an der ersten Sektion und/oder an der zweiten Sektion zumindest abschnittsweise einseitig
befestigt sind. In Abhängigkeit von der Ausgestaltung der Dämpfungselemente können
diese auch beidseitig sowohl an der ersten Sektion und an der zweiten Sektion befestigt
sein.
[0028] Die Befestigung der einzelnen Dämpfungselemente kann beispielsweise durch kraftstoff-
und/oder formschlüssige Verbindungstechniken, wie beispielsweise Klebe-, Press-, Pass-
und/oder Schraubverbindungen erfolgen. Auch eine Kombination von verschiedenen Verbindungstechniken
kann denkbar sein.
[0029] Darüber hinaus kann die zweite Sektion einen Handgriff aufweisen und/oder ausbilden.
Aufgrund der durch das Dämpfungssystem ausgebildeten vibrationsarmen zweiten Sektion
kann somit auch der Handgriff und damit das Halten und Führen der elektrischen Handwerkzeugmaschine
für den Bediener der Handwerkzeugmaschine komfortabler sein.
[0030] Bei der elektrischen Handwerkzeugmaschine kann es sich um einen Bohrhammer handeln.
Selbstverständlich kann das vorliegende Dämpfungssystem auch auf andere Handwerkzeugmaschinen,
wie beispielsweise Schlagbohrmaschine oder dergleichen übertragen und angewendet werden,
wobei folglich das Schlagwerk anders ausgebildet ist.
[0031] Im Folgenden soll ein Ausführungsbeispiel die Erfindung und ihre Vorteile anhand
der beigefügten Figur näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in der Figur entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen, da
einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
[0032] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht die Handwerkzeugmaschine mit einem
Dämpfungssystem.
[0033] Für gleiche oder gleichwirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen
verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in der Figur dargestellt,
die für die Beschreibung der Figur erforderlich sind. Die dargestellte Ausführungsform
stellt lediglich ein Beispiel dar, wie die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine ausgestaltet
sein kann und stellt keine abschließende Begrenzung dar.
[0034] Die Figur 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht eine elektrische Handwerkzeugmaschine
10, insbesondere einen Bohrhammer 12. Die Handwerkzeugmaschine 10 weist ein Gehäuse
14 auf. Das Gehäuse 14 ist in zumindest zwei Sektionen, insbesondere in eine erste
Sektion 16 und eine zweite Sektion 18, unterteilt.
[0035] Der ersten Sektion 16 sind Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräfte generierende und/oder
induzierende Maschinenelemente zugeordnet. Zu diesen Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräfte
generierenden Maschinen gehören bzw. sind zumindest umfasst zumindest eine Antriebseinheit
20, eine Getriebeeinheit 22 und/oder ein Schlagwerk 24 der Handwerkzeugmaschine 10
oder dergleichen. Die Antriebseinheit 20 ist durch einen Elektromotor gebildet. Die
Antriebseinheit 20 ist über eine Getriebeeinheit mechanisch mit dem Schlagwerk 24
gekoppelt. Die von den Maschinenelementen der ersten Sektion 16 generierenden Stoß-,
Vibrations- oder Rotationskräfte können in zumindest zwei, insbesondere drei, Raumrichtungen
der Handwerkzeugmaschine 10 wirken.
[0036] Die in Raumrichtung wirkenden Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräften sind definiert
als eine axiale Kraft- bzw. Arbeitsrichtung X der Werkzeugmaschine 10, eine orthogonal
zur axialen Kraft-bzw. Arbeitsrichtung X verlaufenden horizontalen Richtung und/oder
als eine orthogonal zur axialen Kraft- bzw. Arbeitsrichtung X verlaufenden vertikalen
Richtung.
[0037] Der zweiten Sektion 18 sind hingegen gegenüber Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräfte
sensible Maschinenelemente zugeordnet. Zu diesen sensiblen Maschinenelementen gehören
u.a. ein Schalter 26 zum Betätigen der Handwerkzeugmaschine 10 sowie hier nicht dargestellte
elektrische und/oder elektronische Bauteile sowie Kontaktelemente oder dergleichen.
[0038] Wie es insbesondere aus der Figur 1 deutlich wird, umfasst die zweite Sektion 18
auch einen Handgriff 28 bzw. die zweite Sektion 18 kann zusätzlich einen Handgriff
28 ausbilden. Im Bereich des Handgriffs 28 ist auch der Schalter 26 angeordnet, so
dass der Bediener zeitgleich während des Haltens der Handwerkzeugmaschine 10 auch
den Schalter 26 bedienen kann.
[0039] Darüber hinaus ist der zweiten Sektion 18 eine hier nicht dargestellte Akkupack-Schnittstelle
zugeordnet, welche Kontaktelemente und/oder Halteelemente aufweist. An der Akkupack-Schnittstelle
ist ein Akkupack 30 sowohl mechanisch als auch elektronisch koppelbar. Zu Koppelung
bzw. Anbindung des Akkupacks 30 an der Akkupack-Schnittstelle der zweiten Sektion
18 weist dieser eine korrespondierende weitere Akkupack-Schnittstelle auf. Die Verbindung
zwischen der Akkupack-Schnittstelle und dem Akkupack 30 ist jederzeit lösbar. Der
Akkupack 30 ist als wechselbarer oder austauschbarer Akkupack bzw. als Wechselakkupack
ausgestaltet, was so viel bedeutet, dass der Akkupack 30 neben der elektrischen Handwerkezugmaschine
universell zur elektrischen Energieversorgung für verschiedene Elektrogeräte, beispielsweise
eines Elektrowerkzeuges, elektrischen Gartengeräts, Haushaltsgeräts, Fahrzeuge oder
dergleichen verwendet werden kann.
[0040] Der Akkupack 30 umfasst ein Akkupackgehäuse, innerhalb welcher zumindest eine Akkuzelle
angeordnet ist. Bei der zumindest einen Akkuzelle kann es sich insbesondere um eine
Lithium-lonen-Akkumulatorzelle handeln. Vorzugsweise können innerhalb des wenigstens
einen Akkupackgehäuses auch mehrere Akkuzellen, beispielsweise fünf Akkuzellen oder
zehn Akkuzellen angeordnet sein. Die mehreren Akkuzellen können untereinander in Reihe
und/oder parallel geschalten sein.
[0041] Das Akkupackgehäuse kann ein- oder mehrteilig ausgebildet sein. Vorzugsweise ist
das Akkupackgehäuse zweiteilig, bestehend aus einem Unterteil und einem Oberteil,
gebildet. Innerhalb des Akkupackgehäuses ist ein Leitungsträger vorgesehen, welcher
mit der zumindest einen Akkuzelle elektrisch verbunden ist. Der elektrische Leitungsträger
ist durch eine Leiterplatine bzw. Platine gebildet. Auf dem elektrischen Leitungsträger
sind verschiedene elektronische Bauteile, beispielweise ein Taster, Leistungs-Mosfet
etc. montiert. Der Akkupack ist zudem mit einem Batteriemanagement-System ausgestattet.
[0042] Um die Versorgung der Antriebseinheit 20 mit elektrischer Energie gewährleisten zu
können, ist zwischen der Akkupack-Schnittstelle und der Antriebseinheit eine hier
nicht dargestellte elektrische Leitung vorgesehen.
[0043] Um die der zweiten Sektion 18 zugeordneten sensiblen Maschinenelemente sowie auch
den Akkupack 30 vor den in zumindest zwei, vorzugsweise drei Raumrichtung wirkenden
Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräften zu schützen, ist zwischen der ersten Sektion
16 und der zweiten Sektion 18 ein aus mehreren Dämpfungselementen 32 bestehendes Dämpfungssystem
angeordnet.
[0044] Die Dämpfungselemente 32 sind zwischen der ersten Sektion 16 und der zweiten Sektion
18 derart angeordnet, dass diese die von den Maschinenelementen der ersten Sektion
16 erzeugenden Stoß-, Vibrations- oder Rotationsbelastungen in zumindest zwei, vorzugsweise
drei, Raumrichtungen, absorbiert und/oder reduzieren, so dass die zweite Sektion 18
weitgehend vibrationsarm ausgebildet ist.
[0045] Aufgrund einer vibrationsarmen Ausgestaltung und/oder Lagerung der zweiten Sektion
18 sind die dort angeordneten sensiblen Maschinenelemente vor unnötig hohen Belastungen
und/oder Verschleiß, bedingt durch die in zumindest zwei, vorzugsweise drei Raumrichtung
wirkenden Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräften geschützt. Darüber hinaus kann
ein Bediener die Handwerkzeugmaschine 10 aufgrund der reduzierten Kräfte deutlich
länger halten.
[0046] Die Dämpfungselemente 32 des Dämpfungssystems sind vorzugsweise durch elastische
Bauteile, wie beispielsweise ein Gummielement, ein Federelement oder dergleichen gebildet.
Es kann auch denkbar sein, dass das Dämpfungselement als aktives Dämpfungselement
ausgebildet ist. Es sind auch Kombinationen der einzelnen Dämpfungselemente innerhalb
des Geräts möglich.
[0047] Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben.
Es ist jedoch für einen Fachmann vorstellbar, dass Abwandlungen oder Änderungen der
Erfindung gemacht werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche
zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 10
- Handwerkzeugmaschine
- 12
- Bohrhammer
- 14
- Gehäuse
- 16
- erste Sektion
- 18
- zweite Sektion
- 20
- Antriebseinheit
- 22
- Getriebeeinheit
- 24
- Schlagwerk
- 26
- Schalter
- 28
- Handgriff
- 30
- Akkupack
- 32
- Dämpfungselement
- X
- Axiale Kraft- bzw. Arbeitsrichtung
1. Elektrisches Handwerkzeug (10) mit einem Gehäuse (14), wobei das Gehäuse (14) in zumindest
zwei Sektionen unterteilt ist, aufweisend
- eine erste Sektion (16), welcher Stoß-, Vibrations- und/oder Rotationskräfte generierende
Maschinenelemente zugeordnet sind,
- eine zweite Sektion (18), welcher gegenüber Stoß-, Vibrations- und/oder Rotationsbelastungen
sensible Maschinenelemente zugeordnet sind,
wobei vorgesehen ist, dass zwischen der ersten Sektion (16) und der zweiten Sektion
(18) ein aus mehreren Dämpfungselementen (32) bestehendes Dämpfungssystem angeordnet
ist, welches die durch die erste Sektion (16) erzeugten Stoß-, Vibrations- oder Rotationsbelastungen
in zumindest zwei, vorzugsweise drei Raumrichtungen, absorbiert und/oder reduziert,
so dass die zweite Sektion (18) weitgehend vibrationsarm ausgebildet ist.
2. Elektrisches Handwerkzeug nach Anspruch 1, wobei die Stoß-, Vibrations- und/oder Rotationskräfte
generierenden Maschinenelemente der ersten Sektion (18) Elongationen in den zumindest
zwei, vorzugsweise drei Raumrichtungen erzeugen, wobei die erzeugten Elongationen
von dem aus mehreren Dämpfungselementen (32) bestehenden Dämpfungssystem weitgehend
aufgenommen werden.
3. Elektrisches Handwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Raumrichtungen definiert
sind als axiale Kraftrichtung (X) der Werkzeugmaschine, eine orthogonal zur axialen
Kraftrichtung (X) verlaufenden horizontalen Richtung und/oder als eine orthogonal
zur axialen Kraftrichtung (X) verlaufenden vertikalen Richtung.
4. Elektrisches Handwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das aus mehreren
Dämpfungselement (32) angeordnete Dämpfungssystem zwischen der ersten Sektion (16)
und der zweiten Sektion (18) einstellbar ist.
5. Elektrisches Handwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, bei welcher zu den
Stoß-, Vibrations- oder Rotationskräften genierenden Maschinenelementen der ersten
Sektion (16) zumindest eine Antriebseinheit (20), eine Getriebeeinheit (22) und ein
Schlagwerk (24) oder dergleichen umfasst sind.
6. Elektrisches Handwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, bei welcher von den
gegenüber Stoß-, Vibrations- oder Rotationsbelastungen sensiblen Maschinenelementen
zumindest ein Schalter (26) zum Betätigen der Handwerkzeugmaschine, elektrische und/oder
elektronische Bauteile und/oder Kontaktelemente oder dergleichen umfasst sind.
7. Elektrisches Handwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, bei welcher der zweiten
Sektion (18) eine Akku-Schnittstelle zugeordnet ist, an welcher ein Akkupack (30)
elektronisch und/oder mechanisch koppelbar ist.
8. Elektrisches Handwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, bei welcher die Dämpfungselemente
(32) durch elastische Bauteile oder dergleichen gebildet sind.
9. Elektrisches Handwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die zweite Sektion
(18) einen Handgriff (28) aufweist und/oder ausbildet.
10. Elektrisches Handwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das elektrische
Handwerkzeug (10) durch einen Bohrhammer (12) gebildet ist.