[0001] Die Erfindung betrifft eine Streumittelanlage für ein Schienenfahrzeug.
[0002] Schienenfahrzeuge leiden im Allgemeinen bei nassen bzw. bei laubbedeckten Schienen
darunter, dass sie ihre volle Antriebs- bzw. Traktionsleistung nur schwer auf die
Schiene bringen bzw. umsetzen können.
[0003] Um diesem Problem zu begegnen sind Streumittelanlagen bekannt, die ein Streumittel
(beispielswiese Quarzsand mit einer vorgegebenen Körnung) beinhalten und dieses bei
Bedarf und gegebenenfalls druckluftunterstützt in einen Rad-Schiene-Spalt einbringen,
um die Traktionsleistung auf der Schiene zu erhöhen.
[0004] Dabei ist es wichtig, das Streumittel so homogen jedoch auch so sparsam als möglich
in den Rad-Schiene-Spalt einzubringen, um einerseits die auf die Schiene übertragene
Traktionsleistung zu optimieren und andererseits einen begrenzten Vorrat an Streumittel
und einen begrenzten Vorrat an Druckluft zeit- und mengenoptimiert einzusetzen.
[0005] Streumittelanlagen, die geringe Mengen an Druckluft benötigen, sind zwar aufwandsarm
realisierbar, erlauben jedoch nur einen stoßweisen Austrag einer Menge an Streumittel.
Das Streumittel wird dabei punktuell auf die Schiene aufgetragen.
[0006] Es sind auch aufwendigere Streumittelanlagen bekannt, die eine mechanische Dosierung
des Streumittels mit einer Druckluftförderung des Streumittels kombinieren. Diese
erlauben einen stufenweisen bzw. stufenlosen und geschwindigkeitsabhängigen Streumittelaustrag
auf die Schiene, weisen jedoch nachteilig einen relativ hohen Druckluftverbrauch auf.
[0007] Ein weiterer Nachteil derartiger Anlagen ist, dass das Streumittel in pulsierter
Form ausgebracht wird. Daraus resultiert nachteilig ein reduziertes Umsetzen der Traktionsleistung
auf die Schiene.
[0009] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Streumittelanlage für ein
Schienenfahrzeug anzugeben, die die oben genannten Nachteile überwindet und gleichzeitig
ein optimiertes bzw. verbessertes Umsetzen der Traktionsleistung des Schienenfahrzeugs
auf die Schiene erlaubt.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0011] Die Erfindung betrifft eine Streumittelanlage für ein Schienenfahrzeug mit einem
Streumittelbehälter, mit einer Fördereinrichtung und mit einer Zuführeinrichtung.
Der Streumittelbehälter beinhaltet ein Streumittel und ist mit der Fördereinrichtung
verbunden, so dass das Streumittel vom Streumittelbehälter in die Fördereinrichtung
gelangt. Die Fördereinrichtung ist mit der Zuführeinrichtung verbunden, so dass das
Streumittel von der Fördereinrichtung in die Zuführeinrichtung gelangt. Die Zuführeinrichtung
ist derart ausgebildet, dass das Streumittel in einen Rad- und/oder in einen Schienen-Bereich
des Schienenfahrzeugs gezielt einbringbar ist.
[0012] Erfindungsgemäß beinhaltet die Fördereinrichtung eine angetriebene, um eine Längsachse
rotierende Förderschnecke, mit der das Streumittel vom Streumittelbehälter in eine
Förderkammer gelangt. In die Förderkammer ist Druckluft einleitbar, um das Streumittel
von der Förderkammer in die Zuführeinrichtung zu transportierten.
[0013] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist die Fördereinrichtung eine längliche Schneckenkammer
auf, in der die Förderschnecke angeordnet ist.
[0014] Die Schneckenkammer und/oder die Förderschnecke ist bevorzugt horizontal oder aus
der horizontalen Ebene nach oben oder nach unten geneigt ausgerichtet, um das Streumittel
innerhalb der Fördereinrichtung optimiert zu transportieren.
[0015] Erfindungsgemäß ist die Förderschnecke mit einem Elektromotor verbunden, der die
Förderschnecke dreht bzw. in Rotation versetzt.
[0016] Erfindungsgemäß ist der Elektromotor zur Steuerung der Rotationsgeschwindigkeit stufenlos
ansteuerbar, wobei dies bevorzugt über die Variation der Betriebsspannung bzw. des
Betriebsstroms des Elektromotors erfolgt.
[0017] Dadurch ist eine Fördermenge des Streumittels bei einer vorgegebenen Korngröße des
Streumittels durch Änderung der Rotationsgeschwindigkeit einstellbar.
[0018] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist zwischen der Fördereinrichtung und der Zuführeinrichtung
die Förderkammer angeordnet, in hohl ausgestaltet ist und in die Druckluft einbringbar
ist.
[0019] Das Streumittel, das von einer Einlaufzone der Fördereinrichtung über die gesamte
Schneckenkammer in eine Auslasszone der Fördereinrichtung befördert wird, fällt bevorzugt
vertikal in die Förderkammer ein. An einem tiefsten Punkt der Förderkammer wirkt die
eingebrachte Druckluft auf das Streumittel, das Druckluft-unterstützt in die Zuführeinrichtung
transportiert wird.
[0020] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Förderkammer in einem seitlichen Bereich
mit einer Druckluftdüse verbunden.
[0021] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Druckluft derart gesteuert,
- dass die Druckluft bei einer aktiven Fördereinrichtung das in die Förderkammer einfallende
Streumittel erfasst und in die Zuführeinrichtung transportiert, oder
- dass die Druckluft bei einer inaktiven Fördereinrichtung über die Förderkammer in
die Zuführeinrichtung eingebracht wird, um diese zu reinigen bzw. um diese zu trocknen.
[0022] Diese Druckluftsteuerung reduziert bzw. verhindert ein Verklumpen des Streumittels
in der Zuführeinrichtung bzw. beseitigt dort Blockierungen oder Verstopfungen.
[0023] Bevorzugt wird zu diesem Zweck in festgelegten zeitlichen Intervallen Druckluft in
die Zuführeinrichtung geblasen.
[0024] In einer bevorzugten Weiterbildung ist die Förderschnecke derart ausgebildet, dass
die Fördereinrichtung bei der Reinigung bzw. Trocknung das System nach oben hin mechanisch
abschließt.
[0025] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist ein Übergang von der Förderkammer zur Zuführeinrichtung
nach dem Venturi-Prinzip, beispielswiese als Venturidüse oder als Lavaldüse, ausgebildet,
um das Streumittel-Druckluft-Gemisch zusätzlich zu beschleunigen.
[0026] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist die Schneckenkammer bzw. die Fördereinrichtung
an ihrer tiefsten Stelle eine Revisionsöffnung für Reinigungszwecke auf.
[0027] Damit wird ein erleichterter Zugriff auf das gesamte System zu Reinigungszwecken
erreicht. Größere Verunreinigungen (z.B. Zigarettenstummel, Blätter, etc.) des Streumittels
können leicht über die Revisionsöffnung entfernt werden, ohne die Systemkomponenten
demontieren zu müssen.
[0028] Durch die Revisionsöffnung wird auch ein sauberer Austausch von Systemkomponenten
ermöglicht. Bei der vorliegenden Erfindung ermöglicht die Revisionsöffnung eine zielgerichtete,
saubere Entnahme des Streumittels, z.B. in einen Eimer, der unter der Revisionsöffnung
angeordnet wird. In der damit entstehenden sauberen Umgebung können dann Systemkomponenten
demontiert werden, ohne weitere aufwendige Schutzmaßnahmen an umgebenden Bauteilen
durchführen zu müssen.
[0029] Damit entfällt das Problem, das bei Anlagen herkömmlicher Bauart gemäß dem Stand
der Technik auftritt: dort werden defekte Komponenten bei vollem Streumittelbehältern
ausgebaut, so dass Streumittel unkoordiniert über benachbarte Systemkomponenten läuft.
Dadurch werden Dichtungsebenen und Versorgungsleitungen zusätzlich verschmutzt, die
nachfolgend aufwendig gesäubert werden müssen.
[0030] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Zuführeinrichtung derart ausgebildet,
dass das Streumittel in einen Rad-Schiene-Spalt des Schienenfahrzeugs gezielt einbracht
wird.
[0031] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist der Streumittelbehälter an seinem tiefsten
Punkt einen Flansch mit Durchlassöffnung auf, der mit einem trichterförmigen Flansch
mit Durchlassöffnung der Fördereinrichtung verbunden ist. Diese sind derart geformt,
dass das Streumittel unter ausschließlicher Einwirkung der Schwerkraft direkt in die
Fördereinrichtung bzw. in die Schneckenkammer gelangt.
[0032] Die erfindungsgemäße Streumittelanlage ermöglicht ein gleichmäßiges sowie sparsames
Ausbringen des Streumittels.
[0033] Die erfindungsgemäße Streumittelanlage wird mit einem äußerst geringen Druckluftverbrauch
betrieben, eine benötigte Luftmenge wird auf ein funktionsfähiges Minimum reduziert.
[0034] Die erfindungsgemäße Streumittelanlage kombiniert vorteilhaft zwei Funktionsprinzipien:
- ein erstes Funktionsprinzip, das in einem ersten Teilabschnitt der Streumittelanlage
wirkt und bei dem Streumittel über eine Mechanik gefördert bzw. transportiert wird,
und
- ein zweites Funktionsprinzip, das in einem zweiten Teilabschnitt der Streumittelanlage
wirkt und bei dem das Streumittel über einfach aufgebaute Komponenten mit Hilfe von
Druckluft transportiert und letztlich auf die Schiene aufgebracht wird.
[0035] Durch die Kombination der beiden Funktionsprinzipien wird eine sehr genaue Streumittelausbringung
bei gleichzeitig niedrigem Ressourceneinsatz (Druckluft, Streumittel) erreicht.
[0036] Die erfindungsgemäße Streumittelanlage reduziert eine Feinstaubbelastung der Umwelt.
Dies wird erreicht durch eine individuelle, geschwindigkeitsabhängige Förderung des
Streumittels, die über die Rotationsgeschwindigkeit der Förderschnecke eingestellt
wird.
[0037] Damit wird der Streumittelverbrauch zu Gunsten der Umwelt reduziert und beim Kunden
Kosten eingespart.
[0038] Zusätzlich werden bislang notwendige Wartungsintervalle der Streumittelanalge verlängert
und notwendige Auffüllungen der Streumittelanlage mit Streumittel reduziert.
[0039] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung beispielhaft anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Dabei zeigt:
- FIG 1
- die erfindungsgemäße Anordnung in einer Übersicht, und
- FIG 2
- bis FIG 4 mit Bezug auf FIG 1 Details der erfindungsgemäßen Anordnung.
[0040] FIG 1 zeigt die erfindungsgemäße Anordnung in einer Übersicht.
[0041] Die Streumittelanlage für ein Schienenfahrzeug weist einen Streumittelbehälter 1,
eine Fördereinrichtung 2 und eine Zuführeinrichtung 3 auf.
[0042] Der Streumittelbehälter 1 beinhaltet ein Streumittel SM und ist mit der Fördereinrichtung
2 verbunden, so dass das Streumittel SM vom Streumittelbehälter 1 in die Fördereinrichtung
2 gelangt.
[0043] Die Verbindung Streumittelbehälter 1 zur Fördereinrichtung 2 ist am tiefsten Punkt
des Streumittelbehälters 1 vorgesehen.
[0044] Die Fördereinrichtung 2 ist mit der Zuführeinrichtung 3 verbunden, so dass das Streumittel
SM von der Fördereinrichtung 2 in die Zuführeinrichtung 3 gelangt.
[0045] Die Zuführeinrichtung 3 ist derart ausgebildet, dass das Streumittel SM in einen
Bereich des Rads R und/oder in einen Bereich der Schiene SCH bzw. in einen Rad-Schiene-Spalt
RSCHS des Schienenfahrzeugs gezielt einbringbar ist.
[0046] FIG 2 und FIG 3 zeigen Details zur Fördereinrichtung 2 und zur Zuführeinrichtung
3.
[0047] Die Fördereinrichtung 2 beinhaltet eine angetriebene, um eine Längsachse rotierende
Förderschnecke 2.5, mit der das Streumittel SM vom Streumittelbehälter 1 in die Zuführeinrichtung
3 transportiert wird.
[0048] Die Fördereinrichtung 2 weist eine längliche Schneckenkammer 2.2 auf, in der die
Förderschnecke 2.5 angeordnet ist. Hier sind Schneckenkammer 2.2 und die Förderschnecke
2.5 horizontal ausgerichtet.
[0049] Die Förderschnecke 2.5 ist mit einem Elektromotor 2.1 verbunden, der die Förderschnecke
2.5 dreht bzw. in Rotation versetzt.
[0050] Der Elektromotor 2.1 ist zur Steuerung der Rotationsgeschwindigkeit ansteuerbar,
so dass eine Fördermenge des Streumittels SM bei einer vorgegebenen Korngröße des
Streumittels SM durch Änderung der Rotationsgeschwindigkeit einstellbar ist.
[0051] Durch stufenweise Veränderungen einer elektrischen Spannung bzw. Stromstärke dreht
der Elektromotor 2.1 langsamer oder schneller, so dass die Menge des zu fördernden
Streumittels SM sehr genau einstellbar ist.
[0052] Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Förderschnecke 2.5 wird also je nach Korngröße
des Streumittels SM verändert bzw. angepasst. Damit wird eine hochgenaue Fördermenge
erreicht.
[0053] Zwischen der Fördereinrichtung 2 und der Zuführeinrichtung 3 ist eine hohle Förderkammer
2.4 angeordnet, so dass das Streumittel SM, das von einer Einlaufzone EZ der Fördereinrichtung
2 über die gesamte Schneckenkammer 2.2 in eine Auslasszone AZ der Fördereinrichtung
2 befördert wird, vertikal in die Förderkammer 2.4 einfällt und dort einen tiefsten
Punkt der Förderkammer 2.4 erreicht.
[0054] An der Förderkammer 2.4 ist eine Druckluftzuführung 2.3 vorgesehen. Diese Druckluftzuführung
kann beispielsweise als Druckluftschlauch ausgebildet sein, um der Förderkammer 2.4
über eine steuerbare Druckluftdüse 2.6 Druckluft zuzuführen.
[0055] Der Streumittelbehälter 1 weist an seinem tiefsten Punkt einen Flansch mit Durchlassöffnung
auf, der mit einem Flansch mit Durchlassöffnung der Fördereinrichtung 2 verbunden
ist. Diese bilden gemeinsam einen Trichter, so dass Streumittel SM unter Einwirkung
der Schwerkraft direkt in die Fördereinrichtung 2 bzw. in die Schneckenkammer 2.2
gelangt.
[0056] Dadurch kann das Streumittel SM anhand der Schwerkraft direkt, d.h. ohne zusätzliche
Auflockerungselemente, Rührer, etc., in die Schneckenkammer 2.2 fallen bzw. gelangen.
[0057] Aufgrund der gewählten Schnittstelle zwischen Streumittelbehälter 1 und Fördereinrichtung
2 werden Brückenbildungen des Streumittels in diesem Bereich verhindert.
[0058] Die Förderschnecke 2.5 unterstützt diesen Effekt noch, indem aufgrund der durch sie
ausgeführten (Rühr-) Bewegung im unteren Schnittstellenbereich eine Bewegung des Streumittels
SM unterstützt wird.
[0059] Mit dieser Anordnung wird das Streumittel bis auf das letzte Korn aus dem Streumittelbehälter
1 entnommen, ein Zurückbleiben von Altstreumittel wird vermieden.
[0060] Die Fördereinrichtung 2 bzw. die Schneckenkammer 2.2 weist an ihrer tiefsten Stelle
eine Revisionsöffnung WOE für Reinigungszwecke auf. Damit wird ein erleichterter Zugriff
auf das gesamte System zu Reinigungszwecken erreicht. Größere Verunreinigungen (z.B.
Zigarettenstummel, Blätter, etc.) des Streumittels SM können leicht über die Revisionsöffnung
WOE entfernt werden, ohne Systemkomponenten demontieren zu müssen.
[0061] FIG 4 zeigt Details zur Förderkammer 2.4.
[0062] Die Förderkammer 2.4 ist in einem seitlichen Bereich mit einer Druckluftdüse 2.6
verbunden. Diese ist derart gesteuert,
- dass Druckluft bei einer aktiven Fördereinrichtung 2 bzw. bei einer aktiven Förderschnecke
2.5 das in die Förderkammer 2.4 einfallende Streumittel SM erfasst und dieses Druckluft-unterstützt
in die Zuführeinrichtung 3 transportiert, oder
- dass Druckluft bei einer inaktiven Fördereinrichtung 2 bzw. bei einer inaktiven Förderschnecke
2.5 über die Förderkammer 2.4 in die Zuführeinrichtung 3 eingebracht wird, um diese
zu reinigen bzw. um diese zu trocknen.
[0063] Ein Übergang von der Förderkammer 2.4 zur Zuführeinrichtung 3 ist bevorzugt wie hier
gezeigt als Venturidüse VT oder als Lavaldüse ausgebildet.
1. Streumittelanlage für ein Schienenfahrzeug, mit einem Streumittelbehälter (1), mit
einer Fördereinrichtung (2), mit einer Zuführeinrichtung (3) und mit einem Elektromotor
(2.1),
- bei der der Streumittelbehälter (1) ein Streumittel (SM) beinhaltet und mit der
Fördereinrichtung (2) verbunden ist, so dass das Streumittel (SM) vom Streumittelbehälter
(1) in die Fördereinrichtung (2) gelangt,
- bei der die Fördereinrichtung (2) mit der Zuführeinrichtung (3) verbunden ist, so
dass das Streumittel (SM) von der Fördereinrichtung (2) in die Zuführeinrichtung (3)
gelangt,
- bei der die Zuführeinrichtung (3) derart ausgebildet ist, dass das Streumittel (SM)
in einen Rad- (R) und/oder in einen Schienen-Bereich (SCH) eines Schienenfahrzeugs
gezielt einbringbar ist,
- bei der die Fördereinrichtung (2) eine angetriebene, um eine Längsachse rotierende
Förderschnecke (2.5) beinhaltet, mit der das Streumittel (SM) vom Streumittelbehälter
(1) in eine Förderkammer (2.4) gelangt,
- bei der die Förderschnecke (2.5) zum Antrieb mit dem Elektromotor (2.1) verbunden
ist, um die Förderschnecke (2.5) in Rotation zu versetzen,
- bei der der Elektromotor (2.1) als stufenlos drehzahlgesteuerter Antrieb ausgestaltet
ist,
- bei der der Elektromotor (2.1) zur Steuerung der Rotationsgeschwindigkeit der Förderschnecke
(2.5) über eine Steuerung der Streumittelanlage derart stufenlos gesteuert ist,
- dass die Rotationsgeschwindigkeit der Förderschnecke (2.5) je nach Korngröße des
Streumittels (SM) verändert wird, um das Streumittel gleichmäßig und sparsam auszubringen,
- dass bei einer vorgegebenen Korngröße des Streumittels (SM) eine Fördermenge des
Streumittels (SM) durch Änderung der Rotationsgeschwindigkeit eingestellt wird,
- bei der in die Förderkammer Druckluft einleitbar ist, um das Streumittel von der
Förderkammer in die Zuführeinrichtung (3) zu transportierten.
2. Streumittelanlage nach Anspruch 1, bei der die Fördereinrichtung (2) eine längliche
Schneckenkammer (2.2) aufweist, in der die Förderschnecke (2.5) angeordnet ist, wobei
die Schneckenkammer (2.2) und/oder die Förderschnecke (2.5) horizontal oder aus der
horizontalen Ebene nach oben oder nach unten geneigt ausgerichtet ist.
3. Streumittelanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der zwischen der Fördereinrichtung
(2) und der Zuführeinrichtung (3) die Förderkammer (2.4) hohl ausgestaltet angeordnet
ist, so dass das Streumittel (SM), das von einer Einlaufzone der Fördereinrichtung
(2) über die gesamte Schneckenkammer (2.2) in eine Auslasszone der Fördereinrichtung
(2) befördert wird, vertikal in die Förderkammer (2.4) einfällt.
4. Streumittelanlage nach Anspruch 3, bei der die Förderkammer (2.4) mit einer Druckluftdüse
(2.6) verbunden ist, die bevorzugt in einem seitlichen Bereich der Förderkammer (2.4)
angeordnet ist.
5. Streumittelanlage nach Anspruch 4, bei der die Druckluftdüse (2.6) derart gesteuert
ist,
- dass Druckluft bei einer aktiven Fördereinrichtung (2) das in die Förderkammer (2.4)
einfallende Streumittel (SM) erfasst und in die Zuführeinrichtung (3) transportiert,
oder
- dass Druckluft bei einer inaktiven Fördereinrichtung (2) über die Förderkammer (2.4)
in die Zuführeinrichtung (3) eingebracht wird, um diese zu reinigen bzw. um diese
zu trocknen.
6. Streumittelanlage nach Anspruch 1, bei der ein Übergang von der Förderkammer (2.4)
zur Zuführeinrichtung (3) als Venturidüse (VT) oder als Lavaldüse ausgestaltet ist.
7. Streumittelanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Fördereinrichtung
(2) bzw. die Schneckenkammer (2.2) bevorzugt an ihrer tiefsten Stelle eine Revisionsöffnung
(WOE) für Reinigungszwecke und/oder zur Streumittelentleerung aufweist.
8. Streumittelanlage nach Anspruch 1, bei der die Zuführeinrichtung (3) derart ausgebildet
ist, dass das Streumittel (SM) in einen Rad-Schiene-Spalt (RSCHS) des Schienenfahrzeugs
gezielt einbracht wird.
9. Streumittelanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Streumittelbehälter
(1) an seinem tiefsten Punkt einen Flansch mit Durchlassöffnung aufweist, der mit
einem Flansch mit Durchlassöffnung der Fördereinrichtung (2) verbunden ist und diese
derart geformt sind, dass das Streumittel (SM) unter Einwirkung der Schwerkraft direkt
in die Fördereinrichtung (2) bzw. in die Schneckenkammer (2.2) gelangt.
1. Grit system for a rail vehicle, having a grit container (1), having a conveying device
(2), having a feeding device (3) and having an electric motor (2.1),
- wherein the grit container (1) contains a grit (SM) and is connected to the conveying
device (2) such that the grit (SM) passes from the grit container (1) into the conveying
device (2),
- wherein the conveying device (2) is connected to the feeding device (3) such that
the grit (SM) passes from the conveying device (2) into the feeding device (3),
- wherein the feeding device (3) is designed in such a way that the grit (SM) can
be introduced in a targeted manner into a wheel region (R) and/or into a rail region
(SCH) of a rail vehicle,
- wherein the conveying device (2) comprises a driven conveying worm (2.5) which rotates
about a longitudinal axis and by means of which the grit (SM) passes from the grit
container (1) into a conveying chamber (2.4),
- wherein the conveying worm (2.5) is connected for drive purposes to the electric
motor (2.1) in order to set the conveying worm (2.5) in rotation,
- wherein the electric motor (2.1) is configured as a steplessly speed-controlled
drive,
- wherein, to control the rotational speed of the conveying worm (2.5), the electric
motor (2.1) is steplessly controlled via a controller of the grit system in such a
way
- that the rotational speed of the conveying worm (2.5) is changed depending on the
grain size of the grit (SM) in order to discharge the grit uniformly and sparingly,
- that, for a predetermined grain size of the grit (SM), a delivery amount of the
grit (SM) is set by changing the rotational speed,
- wherein compressed air can be introduced into the conveying chamber in order to
transport the grit from the conveying chamber into the feeding device (3).
2. Grit system according to Claim 1, wherein the conveying device (2) has an elongate
worm chamber (2.2) in which the conveying worm (2.5) is arranged, wherein the worm
chamber (2.2) and/or the conveying worm (2.5) are or is oriented horizontally or with
an upward or downward inclination from the horizontal plane.
3. Grit system according to one of the preceding claims, wherein the conveying chamber
(2.4) is arranged with a hollow configuration between the conveying device (2) and
the feeding device (3) such that the grit (SM), which is conveyed from an inlet zone
of the conveying device (2) into an outlet zone of the conveying device (2) over the
entire worm chamber (2.2), falls vertically into the conveying chamber (2.4).
4. Grit system according to Claim 3, wherein the conveying chamber (2.4) is connected
to a compressed-air nozzle (2.6) which is preferably arranged in a lateral region
of the conveying chamber (2.4).
5. Grit system according to Claim 4, wherein the compressed-air nozzle (2.6) is controlled
in such a way
- that, for an active conveying device (2), compressed air catches the grit (SM) falling
into the conveying chamber (2.4) and transports it into the feeding device (3), or
- that, for an inactive conveying device (2), compressed air is introduced via the
conveying chamber (2.4) into the feeding device (3) in order to clean it or in order
to dry it.
6. Grit system according to Claim 1, wherein a transition from the conveying chamber
(2.4) to the feeding device (3) is configured as a Venturi nozzle (VT) or as a de
Laval nozzle.
7. Grit system according to one of the preceding claims, wherein the conveying device
(2) or the worm chamber (2.2) has preferably at its lowest point an inspection opening
(WOE) for cleaning purposes and/or for emptying grit.
8. Grit system according to Claim 1, wherein the feeding device (3) is designed in such
a way that the grit (SM) is introduced in a targeted manner into a wheel-rail gap
(RSCHS) of the rail vehicle.
9. Grit system according to one of the preceding claims, wherein the grit container (1)
has at its lowest point a flange with through-opening that is connected to a flange
with through-opening of the conveying device (2) and the latter are formed in such
a way that the grit (SM) passes directly under the action of gravity into the conveying
device (2) or into the worm chamber (2.2) .
1. Système de sablage pour un véhicule ferroviaire avec un réservoir de sable (1), avec
un dispositif de transport (2), avec un dispositif d'alimentation (3) et avec un moteur
électrique (2.1),
- dans lequel le réservoir de sable (1) contient du sable (SM) et est relié au dispositif
de transport (2) de telle sorte que le sable (SM) passe du réservoir de sable (1)
au dispositif de transport (2),
- dans lequel le dispositif de transport (2) est relié au dispositif d'alimentation
(3), de telle sorte que le sable (SM) passe du dispositif de transport (2) au dispositif
d'alimentation (3),
- dans lequel le dispositif d'alimentation (3) est conçu de telle sorte que le sable
(SM) peut être introduit d'une manière ciblée dans une zone de roue (R) et/ou dans
une zone de rail (SCH) d'un véhicule ferroviaire,
- dans lequel le dispositif de transport (2) comporte une vis sans fin (2.5) entraînée,
tournant autour d'un axe longitudinal, avec laquelle le sable (SM) passe du réservoir
de sable (1) à une chambre de transport (2.4),
- dans lequel la vis sans fin (2.5) pour l'entraînement est reliée au moteur électrique
(2.1) afin de mettre en rotation la vis sans fin (2.5),
- dans lequel le moteur électrique (2.1) est configuré comme un entrainement à vitesse
contrôlée en continu,
- dans lequel le moteur électrique (2.1) pour le contrôle de la vitesse de rotation
de la vis sans fin (2.5) est commandé en continu via une commande du dispositif de
sablage de telle sorte
- que la vitesse de rotation de la vis sans fin (2.5) est modifiée en fonction de
la granulométrie du sable (SM) pour répandre le sable uniformément et avec modération,
- qu'avec une granulométrie prédéfinie du sable (SM), un débit du sable (SM) est réglé
par modification de la vitesse de rotation,
- dans lequel de l'air comprimé peut être introduit dans la chambre de transport afin
de transporter le sable de la chambre de transport au dispositif d'alimentation (3).
2. Système de sablage selon la revendication 1, dans lequel le dispositif de transport
(2) présente une chambre en spirale oblongue (2.2) dans laquelle est disposée la vis
sans fin (2.5), dans lequel la chambre en spirale (2.2) et/ou la vis sans fin (2.5)
est orientée horizontalement ou en étant inclinée à partir du plan horizontal vers
le haut ou vers le bas.
3. Système de sablage selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, entre
le dispositif de transport (2) et le dispositif d'alimentation (3), la chambre de
transport (2.4) est disposée avec une configuration en creux de telle sorte que le
sable (SM), qui est acheminé d'une zone d'entrée du dispositif de transport (2) à
une zone de sortie du dispositif de transport (2) en passant par toute la chambre
en spirale (2.2), tombe verticalement dans la chambre de transport (2.4).
4. Système de sablage selon la revendication 3, dans lequel la chambre de transport (2.4)
est reliée à une buse d'air comprimé (2.6) qui est disposée, de préférence, dans une
zone latérale de la chambre de transport (2.4).
5. Système de sablage selon la revendication 4, dans lequel la buse d'air comprimé (2.6)
est commandée de manière telle
- que l'air comprimé, dans un dispositif de transport actif (2), détecte le sable
(SM) tombant dans la chambre de transport (2.4) et le transporte dans le dispositif
d'alimentation (3), ou
- que l'air comprimé, dans un dispositif de transport inactif (2), est introduit dans
le dispositif d'alimentation (3) par la chambre de transport (2.4) pour nettoyer celui-ci
resp. sécher celui-ci.
6. Système de sablage selon la revendication 1, dans lequel un passage de la chambre
de transport (2.4) au dispositif d'alimentation (3) est configuré comme une buse Venturi
(VT) ou comme une tuyère de Laval.
7. Système de sablage selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le dispositif
de transport (2) resp. la chambre en spirale (2.2) présente, de préférence, en son
endroit le plus profond une ouverture de contrôle (WOE) aux fins de nettoyage et/ou
de vidange du sable.
8. Système de sablage selon la revendication 1, dans lequel le dispositif d'alimentation
(3) est conçu de telle sorte que le sable (SM) est introduit d'une manière ciblée
dans un espace entre roue et rail (RSCHS) du véhicule ferroviaire.
9. Système de sablage selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le réservoir
de sable (1) présente, en son point le plus bas, une bride avec une ouverture de passage
qui est reliée à une bride avec une ouverture de passage du dispositif de transport
(2) et celles-ci sont formées de telle sorte que le sable (SM), sous l'effet de la
gravité, parvient directement dans le dispositif de transport (2) resp. dans la chambre
en spirale (2.2).