[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen beta-Behälter für ein alpha-beta-Portsystem,
ein alpha-beta-Portsystem mit dem beta-Behälter, eine Verwendung des beta-Behälters
sowie ein Verfahren zum Herstellen des beta-Behälters.
[0002] alpha-beta-Portsysteme (auch "Rapid Transfer Port") sind grundsätzlich bekannt und
dienen dazu, Material schnell und kontaminationsfrei aus einem Behälter, dem beta-Behälter,
in einen Isolierraum und/oder aus dem Isolierraum in den Behälter zu schleusen.
[0003] Dabei weist der sogenannte alpha-Port einen alpha-Anschluss und eine alpha-Tür auf,
der beta-Behälter ein Flanschteil zum Anschluss an den alpha-Anschluss (des Isolierraums).
An dem Flanschteil ist ein beta-Deckel zum Verschließen des beta-Behälters lösbar
befestigbar, der nach Anschluss des beta-Behälters bzw. Flanschteils an den alpha-Anschluss
mit der alpha-Tür verbunden und von dem beta-Behälter gelöst bzw. an diese übergeben
wird, so dass er zusammen mit dieser geöffnet werden kann, wobei die nicht sterile
Stirnseite des beta-Deckels durch die alpha-Tür abgedeckt wird.
[0004] Eine Aufgabe einer Ausführung der vorliegenden Erfindung ist es, ein vorteilhaftes
alpha-beta-Portsystem und/oder einen vorteilhaften beta-Behälter hierfür zur Verfügung
zu stellen und/oder dessen Herstellung zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen beta-Behälter mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Ansprüche 10-12 stellen ein alpha-beta-Portsystem mit einem oder mehreren hier beschriebenen
beta-Behältern, eine Verwendung eines hier beschriebenen beta-Behälters bzw. ein Verfahren
zu dessen Herstellung unter Schutz. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen.
[0006] Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weist ein beta-Behälter für ein,
insbesondere eines, alpha-beta-Portsystem(s) eine Hülle auf, die Transportmaterial,
in einer Ausführung Transportgüter aufnimmt bzw. hierzu eingerichtet ist bzw. verwendet
wird.
[0007] In einer Ausführung ist die Hülle flexibel. Hierdurch kann in einer Ausführung die
Handhabung verbessert werden. In einer anderen Ausführung ist die Hülle starr. Hierdurch
kann in einer Ausführung deren Inhalt geschützt werden. In einer Ausführung ist die
Hülle bis auf ihren nachfolgend genannten Rand bzw. ihre Anbindung an das nachfolgend
genannte Flanschteil geschlossen, insbesondere hermetisch abgeschlossen.
[0008] Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weist der beta-Behälter ein Flanschteil
auf, das eine Durchgangsöffnung zum Transfer von Transportmaterial aus der und/oder
in die Hülle, eine erste Schnittstelle zum reversiblen Anschluss an einen alpha-Anschluss
des alpha-beta-Portsystems, und eine zweite Schnittstelle zum lösbaren Befestigen
eines beta-Deckels zum Verschließen der Durchgangsöffnung aufweist.
[0009] In einer Ausführung sind die erste und/oder zweite Schnittstelle (jeweils) eine Bajonettverschlussschnittstelle.
Hierdurch können in einer Ausführung das Flanschteil an dem alpha-Anschluss bzw. -Port
bzw. der beta-Deckel an dem Flanschteil besonders sicher, einfach und/oder schnell
befestigt werden.
[0010] Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist bzw. wird ein Rand der Hülle stoffschlüssig
mit einer, vorzugsweise radial äußeren, Oberfläche eines Rings, die vorliegend ohne
Beschränkung der Allgemeinheit als erste Oberfläche bezeichnet wird, verbunden, der
eine Mantelfläche des Flanschteils umgreift, in einer Weiterbildung verschweißt. In
einer Ausführung ist bzw. wird der Rand der Hülle über den gesamten Ringumfang und/oder
auf einer axialen Breite von wenigstens 5 mm mit der ersten Oberfläche des Rings stoffschlüssig
verbunden und/oder ist die erste Oberfläche des Rings eine mantelflächenabgewandte
bzw. radial äußere Oberfläche und/oder bedeckt die Hülle den Ring auf wenigstens 50%,
vorzugsweise wenigstens 90%, der ersten Oberfläche. In einer Ausführung ist bzw. wird
der Ring mit dem Flanschteil, insbesondere der Mantelfläche des Flanschteils, form-
und/oder stoffschlüssig verbunden, vorzugsweise über die bzw. mittels der nachfolgend
erläuterte(n) erste(n) Dichtung. Insbesondere hierzu weist in einer Ausführung die
erste Oberfläche und/oder Mantelfläche einen oder mehrere Absätze, vorzugsweise wenigstens
eine Vertiefung, vorzugsweise eine Ringnut, und/oder wenigstens einen, vorzugsweise
umlaufenden, Vorsprung, auf. Dadurch kann in einer Ausführung die Dichtheit und/oder
Anbindung zwischen Hülle und Flanschteil verbessert werden.
[0011] Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weisen die erste Oberfläche (des
Rings) und die Mantelfläche (des Flanschteils) unterschiedliches Material auf, in
einer Ausführung bestehen die erste Oberfläche und die Mantelfläche, in einer Weiterbildung
der Ring und das Flanschteil, aus unterschiedlichem Material.
[0012] Dies ermöglicht in einer Ausführung eine besonders vorteilhafte Anbindung der Hülle
an das Flanschteil, insbesondere, wenn Hüllen(rand)material nicht oder nur schwer
mit der Mantelfläche verschweißbar, insbesondere nicht oder nur schwer stoffschlüssig
verbindbar, ist, und zugleich eine optimale Materialwahl für Hülle und Flanschteil,
insbesondere ein (besser) sterilisierbares, insbesondere autoklavierbares, Flanschteil
oder dergleichen.
[0013] Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, der besonders vorteilhaft
mit dem Aspekt des Rings kombiniert, aber auch unabhängig von diesem realisiert sein
kann, ist bzw. wird an dem Flanschteil, vorzugsweise in der Durchgangsöffnung, ein
elastischer Faltenbalg derart befestigt, dass er in entspanntem Zustand die zweite
Schnittstelle übergreift und/oder auf der hüllenabgewandten Seite aus der Durchgangsöffnung
herausragt und dass er, in einer Ausführung durch einen bzw. den an der zweiten Schnittstelle
befestigten beta-Deckel und/oder auf eine hüllenzugewandte Seite der zweiten Schnittstelle,
komprimierbar bzw. komprimiert ist bzw. wird.
[0014] Somit entspannt in einer Ausführung der durch den an der zweiten Schnittstelle befestigten
Deckel zunächst komprimierte Faltenbalg bei bzw. durch bzw. nach Öffnen des Deckels
selbsttätig über die zweite Schnittstelle hinaus und/oder aus der Durchgangsöffnung,
bevorzugt aus dem Flanschteil heraus bzw. über eine hüllenabgewandte äußere Stirnseite
des Flanschteils hinaus.
[0015] Dadurch kann in einer Ausführung vorteilhaft Transportmaterial beim Transfer besser
geschützt werden.
[0016] Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, der besonders vorteilhaft
mit dem Aspekt des Rings und/oder dem Aspekt des Faltenbalgs kombiniert, aber auch
unabhängig hiervon realisiert sein kann, ist bzw. wird wenigstens ein, in einer Ausführung
passiver, Transponder, der eine Identifikation übermittelt bzw. hierzu eingerichtet
ist bzw. verwendet wird, vorzugsweise ein RFID-Transponder oder dergleichen, an, in
einer Ausführung in, dem Flanschteil angeordnet.
[0017] Hierdurch kann in einer Ausführung die Handhabung des beta-Behälters verbessert werden,
insbesondere dessen Logistik und/oder Sicherheit. Durch die Anordnung in dem Flanschteil
bzw. unter einer Außenfläche des Flanschteils kann der Transponder in einer Ausführung
besonders gut geschützt werden.
[0018] In einer Ausführung ist bzw. wird eine Dichtung, die vorliegend ohne Beschränkung
der Allgemeinheit als erste Dichtung bezeichnet wird, zwischen dem Ring, insbesondere
einer inneren Umfangsfläche des Rings, und der Mantelfläche angeordnet. In einer Weiterbildung
ist bzw. wird die Dichtung form- und/oder stoffschlüssig an dem Ring, insbesondere
der inneren Umfangsfläche, und/oder form- und/oder stoffschlüssig an der Mantelfläche
(des Flanschteils) befestigt bzw. damit verbunden, in einer Ausführung beim Herstellen
der Dichtung, insbesondere durch Ein- bzw. Anspritzen bzw. Spritzgießen oder dergleichen.
[0019] Dadurch kann in einer Ausführung die Dichtheit und/oder Anbindung zwischen Hülle
bzw. Ring und Flanschteil verbessert werden.
[0020] In einer Ausführung weisen die Mantelfläche (des Flanschteils) und die erste Dichtung
unterschiedliches Material auf, in einer Ausführung bestehen die Mantelfläche, in
einer Weiterbildung das Flanschteil, und die erste Dichtung aus unterschiedlichem
Material. Zusätzlich oder alternativ weisen in einer Ausführung wenigstens eine Fläche,
insbesondere die erste Oberfläche und/oder eine bzw. die der Mantelfläche gegenüberliegende
innere Umfangsfläche, des Rings einerseits und die erste Dichtung andererseits unterschiedliches
Material auf, in einer Ausführung bestehen die wenigstens eine Fläche des Rings, insbesondere
die erste Oberfläche und/oder innere Umfangsfläche, in einer Weiterbildung der Ring,
und die Dichtung aus unterschiedlichem Material.
[0021] Dadurch kann vorteilhaft eine Abdichtung des Behälters verbessert werden, in einer
Weiterbildung können hierdurch unterschiedliche thermische Ausdehnungen von Ring und
Flanschteil kompensiert werden.
[0022] In einer Ausführung ist bzw. wird auf einer hüllenabgewandten Seite der zweiten Schnittstelle
des Flanschteils, bevorzugt an einer hüllenabgewandten Stirnseite des Flanschteils,
eine Dichtung, die vorliegend ohne Beschränkung der Allgemeinheit als zweite Dichtung
bezeichnet wird, angeordnet, die einen an der zweiten Schnittstelle befestigten beta-Deckel
abdichtet, in einer Ausführung umgreift, bzw. hierzu eingerichtet ist. Die zweite
Dichtung ist bzw. wird vorzugsweise an einer Innenumfangsfläche des Flanschteils angeordnet.
[0023] Dadurch kann in einer Ausführung Transportmaterial beim Transfer besser geschützt
werden.
[0024] In einer Ausführung ist bzw. wird die zweite Dichtung mit der ersten Dichtung, insbesondere
durch einen oder mehrere, über den Umfang verteilte, Stege, verbunden, in einer Weiterbildung
zusammen mit diesem bzw. diesen hergestellt, vorzugsweise durch Ein- bzw. Anspritzen
bzw. Spritzgießen oder dergleichen.
[0025] Dadurch kann in einer Ausführung die Herstellung verbessert und/oder die erste und
zweite Dichtung gesichert werden.
[0026] In einer Ausführung durchgreift der bzw. einer oder mehrere der Steg(e jeweils) einen
Kanal des Flanschteiles.
[0027] Dadurch können in einer Ausführung die Herstellung verbessert und/oder der bzw. die
Stege geschützt werden.
[0028] In einer bevorzugten Ausführung ist bzw. wird der Transponder in der ersten Dichtung,
der zweiten Dichtung oder besonders bevorzugt in dem bzw. einem der Steg(e) und/oder
einem Kanal des Flanschteiles, vorzugsweise in dem einen Kanal des Flanschteiles durchgreifenden
Steg bzw. einem der einen Kanal des Flanschteiles durchgreifenden Stege angeordnet,
vorzugsweise beim Herstellen des Steges, zusammen mit der ersten und/oder zweiten
Dichtung, eingegossen.
[0029] Hierdurch kann in einer Ausführung der Transponder ganz besonders gut geschützt werden.
[0030] In einer Ausführung ist bzw. wird der Faltenbalg über einen, vorzugsweise ringförmigen,
Verbindungskörper reib-, form- und/oder stoffschlüssig in der Durchgangsöffnung befestigt.
[0031] Dadurch kann in einer Ausführung die Befestigung des Faltenbalgs verbessert, insbesondere
vereinfacht und/oder ihre Zuverlässigkeit erhöht werden.
[0032] In einer Ausführung weist das Flanschteil eine höhere Wärmeformbeständigkeitstemperatur
nach der DIN EN ISO 75-1, -2, -3 auf als der Ring und/oder die Hülle.
[0033] Zusätzlich oder alternativ sind in einer Ausführung die Mantelfläche des Flanschteils
und eine bzw. die dieser gegenüberliegende innere Umfangsfläche des Rings, vorzugsweise
das Flanschteil und der Ring, nicht miteinander verschweißbar bzw. aus nicht miteinander
verschweißbaren Materialien.
[0034] Zusätzlich oder alternativ weist in einer Ausführung das Flanschteil, insbesondere
seine Mantelfläche, und/oder der Verbindungskörper und/oder der beta-Deckel (jeweils)
Polycarbonat (PC) oder dergleichen auf, in einer Weiterbildung besteht die Mantelfläche,
insbesondere das Flanschteil, und/oder der Verbindungskörper und/oder der beta-Deckel
hieraus.
[0035] Zusätzlich oder alternativ weist in einer Ausführung der Ring, insbesondere seine
erste Oberfläche und/oder der Mantelfläche gegenüberliegende innere Umfangsfläche,
und/oder die Hülle, insbesondere ihr Rand, (jeweils) Polyethylen (PE) oder dergleichen,
vorzugsweise PE-HD oder PE-EVOH-PE oder dergleichen, auf, in einer Weiterbildung besteht
die erste Oberfläche und/oder innere Umfangsfläche, insbesondere der Ring, und/oder
der Rand, insbesondere die Hülle, hieraus. In einer Weiterbildung kann die Hülle zusätzlich
oder alternativ eine Tyvek-Folie oder dergleichen aufweisen.
[0036] Zusätzlich oder alternativ weisen in einer Ausführung die erste und/oder die zweite
Dichtung und/oder der Faltenbalg und/oder der bzw. die Steg(e jeweils) EPDM oder besonders
bevorzugt Silikon oder dergleichen auf, in einer Weiterbildung bestehen die erste
und/oder die zweite Dichtung und/oder der Faltenbalg und/oder der bzw. die Steg(e)
hieraus.
[0037] Hierdurch können in einer Ausführung Flanschteil und beta-Deckel besonders gut sterilisiert
und/oder der Anschluss an den Alpha-Anschluss bzw. die Befestigung des Deckels verbessert
werden und zusätzlich oder alternativ besonders vorteilhafte, insbesondere günstige
und/oder flexible, Hüllen verwendet und/oder die Abdichtung und/oder Anbindung zwischen
Ring-Oberfläche und Dichtung bzw. Dichtung und Flanschteil-Mantelfläche verbessert
werden.
[0038] Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weist ein bzw. das alpha-beta-Portsystem
einen oder vorzugsweise mehrere beta-Behälter, wie sie hier beschrieben sind, und
einen oder mehrere alpha-Ports mit (je) einer Gegenschnittstelle zum reversiblen Anschluss
dieses bzw. eines dieser beta-Behälter(s) über dessen erste Schnittstelle auf.
[0039] Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung wird ein hier beschriebener beta-Behälter
zum sterilen Übergeben von Material aus dem Behälterinneren in einen Isolierraum eines
bzw. des alpha-beta-Portsystems und/oder aus dem Isolierraum in das Behälterinnere
verwendet bzw. ist hierzu vorgesehen, insbesondere eingerichtet.
[0040] In einer Ausführung wird eine Identifikation von dem Transponder übermittelt, wodurch
in einer Ausführung die Logistik und/oder Sicherheit verbessert werden kann.
[0041] Zusätzlich oder alternativ wird der beta-Behälter bzw. sein Flanschteil über seine
erste Schnittstelle reversibel an einem bzw. dem alpha-Port des alpha-beta-Portsystems
angeschlossen und sein beta-Deckel mit einer alpha-Tür des alpha-Ports verbunden und
geöffnet.
[0042] In einer Ausführung erfolgt das Übermitteln der Identifikation von dem Transponder
vor dem Anschließen, wodurch in einer Ausführung die Logistik verbessert werden kann.
Zusätzlich oder alternativ erfolgt in einer Ausführung das Übermitteln der Identifikation
von dem Transponder bei dem Anschließen, wodurch in einer Ausführung die Sicherheit
verbessert werden kann. Zusätzlich oder alternativ erfolgt in einer Ausführung das
Übermitteln der Identifikation von dem Transponder nach dem Anschließen, wodurch in
einer Ausführung die Logistik und/oder Sicherheit (weiter) verbessert werden kann.
[0043] Zusätzlich oder alternativ entspannt in einer Ausführung, vorzugsweise durch dieses
Öffnen, der Faltenbalg und ragt dadurch vorzugsweise aus der Durchgangsöffnung heraus
und/oder übergreift die zweite Schnittstelle.
[0044] Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weist ein Verfahren zum Herstellen
eines hier beschriebenen beta-Behälters den Schritt auf: stoffschlüssiges Verbinden
des Rands der Hülle mit dem Ring, und in einer Ausführung form- und/oder stoffschlüssiges
Verbinden von Ring und Flanschteil und/oder, vorzugsweise hierzu bzw. durch, Anordnen,
vorzugsweise Herstellen, der ersten Dichtung zwischen der Mantelfläche und dem Ring,
in einer Ausführung zusammen mit der zweiten Dichtung und gegebenenfalls dem bzw.
den Steg(en), insbesondere unter Eingießen des Transponders.
[0045] In einer Weiterbildung wird der Rand der Hülle mit dem (noch) von dem Flanschteil
beabstandeten Ring verbunden, wodurch in einer Ausführung die Handhabung von Hülle
und Ring erleichtert werden kann. In einer anderen Weiterbildung wird der Rand der
Hülle mit dem bereits mit dem Flanschteil gefügten Ring verbunden, wodurch in einer
Ausführung das Verbinden verbessert werden kann.
[0046] Zusätzlich oder alternativ wird in einer Weiterbildung die erste Dichtung, in einer
Ausführung zusammen mit der zweiten Dichtung und gegebenenfalls dem bzw. den Steg(en),
insbesondere unter Eingießen des Transponders, vor oder nach stoffschlüssigem Verbinden
des Rings mit dem Rand der Hülle zwischen der Mantelfläche und dem Ring angeordnet,
insbesondere hergestellt.
[0047] Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weist ein bzw. das Verfahren zum
Herstellen eines hier beschriebenen beta-Behälters den Schritt auf: Befestigen des
Faltenbalgs an dem Flanschteil, vorzugsweise in der Durchgangsöffnung, und in einer
Weiterbildung Komprimieren des in der Durchgangsöffnung befestigten Faltenbalgs durch
den an der zweiten Schnittstelle befestigten Deckel.
[0048] Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weist ein bzw. das Verfahren zum
Herstellen eines hier beschriebenen beta-Behälters den Schritt auf: Anordnen des wenigstens
einen Transponders an, insbesondere in, dem Flanschteil, insbesondere in dem Kanal
und/oder vor Herstellen des Stegs.
[0049] Das Flanschteil des beta-Behälters ist in einer Ausführung einstückig (hergestellt).
Hierdurch kann in einer Ausführung die Stabilität und/oder Dichtheit verbessert werden.
In einer anderen Ausführung ist es mehrteilig bzw. -stückig. Mit anderen Worten impliziert
der Begriff Flanschteil nicht notwendigerweise ein einstückiges Bauteil.
[0050] In einer Ausführung ist der beta-Behälter zum einmaligen Gebrauch ("single use")
vorgesehen, insbesondere eingerichtet, bzw. wird hierzu verwendet. Dadurch kann in
einer Ausführung insbesondere die Hülle optimiert werden, insbesondere hinsichtlich
Gewicht, Dauerfestigkeit oder dergleichen. In einer anderen Ausführung ist der beta-Behälter
zum mehrmaligen bzw. Wiedergebrauch vorgesehen, insbesondere eingerichtet, bzw. wird
hierzu verwendet. Dadurch kann in einer Ausführung die Umwelt geschont werden.
[0051] Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen und den Ausführungsbeispielen.
Hierzu zeigt, teilweise schematisiert:
- Fig. 1:
- einen beta-Behälter nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung in Explosionsdarstellung;
- Fig. 2:
- einen Schnitt durch ein Flanschteil des Behälters mit befestigtem beta-Deckel und
komprimiertem Faltenbalg;
- Fig. 3:
- den Schnitt der Fig. 2 mit entferntem Deckel und entspanntem Faltenbalg;
- Fig. 4:
- eine perspektivische Ansicht des Flanschteils; und
- Fig. 5:
- ein alpha-beta-Portsystem mit dem beta-Behälter nach einer Ausführung der vorliegenden
Erfindung.
[0052] Fig. 1 zeigt einen beta-Behälter nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung
in Explosionsdarstellung mit
- einem Flanschteil 1, der eine erste Schnittstelle 1.1 zum reversiblen Anschluss an
einen alpha-Anschluss 10 eines alpha-beta-Portsystems in an sich bekannter Weise sowie
eine Durchgangsöffnung 1.3 aufweist,
- einer Hülle 6, deren Rand 6.1 mit einer ersten Oberfläche 2.1 eines Rings 2 verschweißt
ist bzw. wird,
- einer ersten Dichtung 3, die zwischen einer inneren Umfangsfläche 2.2 des Rings 2
und einer Mantelfläche 1.4 des Flanschteils 1 angeordnet ist bzw. wird und dadurch
Mantel- und innere Umfangsfläche bzw. Flanschteil und Ring miteinander verbindet,
- einer zweiten Dichtung 4, die zusammen mit der ersten Dichtung hergestellt ist bzw.
wird,
- einem beta-Deckel 5, der in an sich bekannter Weise mittels bzw. an einer zweiten
Schnittstelle 1.2 des Flanschteils 1 lösbar befestigt ist bzw. wird bzw. hierzu eingerichtet
ist,
- einem elastischen Faltenbalg 8, der über einen Verbindungskörper 7 in der Durchgangsöffnung
befestigt ist bzw. wird, und
- einem RFID-Chip 9, der in einem Steg 34, der die erste und zweite Dichtung verbindet
und in einem Kanal 1.34 des Flanschteils 1 angeordnet bzw. hergestellt ist bzw. wird,
eingegossen ist bzw. wird.
[0053] Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das Flanschteil des Behälters mit an der zweiten
Schnittstelle befestigtem beta-Deckel, der dadurch den Faltenbalg auf eine hüllenzugewandte
Seite der zweiten Schnittstelle (links in Fig. 2) komprimiert.
[0054] Fig. 3 zeigt den Schnitt der Fig. 2 mit entferntem Deckel. Der dadurch entspannte
Faltenbalg übergreift die zweite Schnittstelle und ragt auf der hüllenabgewandten
Seite (rechts in Fig. 3) aus der Durchgangsöffnung heraus.
[0055] Zudem ist in Fig. 3 eine Schweißnaht 26 zwischen Hüllenrand 6.1 und Ringoberfläche
2.1 angedeutet.
[0056] In der perspektivischen Flanschteilansicht der Fig. 4 ist das Flanschteil durchsichtig
dargestellt, um die erste und zweite Dichtung 3, 4 sowie die sie verbindenden vier
über den Umfang verteilten Stege 34 zu illustrieren, wobei in einem der Stege der
RFID-Chip 9 eingegossen ist. Hierzu wird Silikon in einem Schuß eingespritzt, so dass
zugleich die zweite Dichtung 4 hergestellt, der RFID-Chip fixiert und der Ring mit
dem Flanschteil verbunden wird.
[0057] Obwohl in der vorhergehenden Beschreibung exemplarische Ausführungen erläutert wurden,
sei darauf hingewiesen, dass eine Vielzahl von Abwandlungen möglich ist. Außerdem
sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den exemplarischen Ausführungen lediglich
um Beispiele handelt, die den Schutzbereich, die Anwendungen und den Aufbau in keiner
Weise einschränken sollen. Vielmehr wird dem Fachmann durch die vorausgehende Beschreibung
ein Leitfaden für die Umsetzung von mindestens einer exemplarischen Ausführung gegeben,
wobei diverse Änderungen, insbesondere in Hinblick auf die Funktion und Anordnung
der beschriebenen Bestandteile, vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich
zu verlassen, wie er sich aus den Ansprüchen und diesen äquivalenten Merkmalskombinationen
ergibt.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 1
- Flanschteil
- 1.1
- erste Schnittstelle
- 1.2
- zweite Schnittstelle
- 1.3
- Durchgangsöffnung
- 1.4
- Mantelfläche
- 1.34
- Kanal
- 2
- Ring
- 2.1
- erste Oberfläche
- 2.2
- innere Umfangsfläche
- 3
- erste Dichtung
- 4
- zweite Dichtung
- 5
- Beta-Deckel
- 6
- Hülle
- 6.1
- Rand
- 7
- Verbindungskörper
- 8
- Faltenbalg
- 9
- Transponder
- 10
- Alpha-Anschluss
- 26
- Schweißnaht
- 34
- Steg
1. beta-Behälter für ein alpha-beta-Portsystem, mit:
einer, insbesondere flexiblen, Hülle (6) zur Aufnahme von Transportmaterial; und
einem Flanschteil (1), das
eine Durchgangsöffnung (1.3) zum Transfer von Transportmaterial aus der und/oder in
die Hülle,
eine erste Schnittstelle (1.1) zum reversiblen Anschluss an einen alpha-Anschluss
des alpha-beta-Portsystems, und
eine zweite Schnittstelle (1.2) zum lösbaren Befestigen eines beta-Deckels (5) zum
Verschließen der Durchgangsöffnung
aufweist;
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein, insbesondere passiver, Transponder (9) zur Übermittlung einer Identifikation
an, insbesondere in, dem Flanschteil angeordnet ist; und/oder dadurch, dass
ein Rand (6.1) der Hülle stoffschlüssig mit einer ersten Oberfläche (2.1) eines Rings
(2) verbunden ist, der eine Mantelfläche (1.4) des Flanschteils umgreift,
wobei die erste Oberfläche und Mantelfläche unterschiedliches Material aufweisen;
und/oder dadurch dass
an dem Flanschteil, insbesondere in der Durchgangsöffnung, ein elastischer Faltenbalg
(8) derart befestigt ist, dass er in entspanntem Zustand die zweite Schnittstelle
übergreift und/oder auf der hüllenabgewandten Seite aus der Durchgangsöffnung herausragt
und dass er, insbesondere durch einen an der zweiten Schnittstelle befestigten beta-Deckel
(5) und/oder auf eine hüllenzugewandte Seite der zweiten Schnittstelle, komprimierbar
ist.
2. beta-Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Ring und der Mantelfläche eine erste Dichtung (3) angeordnet, insbesondere
form- und/oder stoffschlüssig an dem Ring und/oder der Mantelfläche befestigt ist.
3. beta-Behälter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Dichtung und wenigstens eine Fläche des Rings, insbesondere die erste Oberfläche,
und/oder die erste Dichtung und die Mantelfläche unterschiedliches Material aufweisen
und/oder auf einer hüllenabgewandten Seite der zweiten Schnittstelle, insbesondere
an einer Innenumfangsfläche des Flanschteils, eine zweite Dichtung (4) angeordnet
ist, um einen an der zweiten Schnittstelle befestigten beta-Deckel abzudichten, insbesondere
zu umgreifen.
4. beta-Behälter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Dichtung mit der ersten Dichtung, insbesondere durch wenigstens einen
Steg (34), verbunden, insbesondere zusammen mit dieser hergestellt ist.
5. beta-Behälter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Steg einen Kanal (1.34) des Flanschteiles durchgreift,
6. beta-Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Transponder in der ersten Dichtung, der zweiten Dichtung oder dem Steg und/oder
einem, insbesondere dem, Kanal des Flanschteiles angeordnet ist.
7. beta-Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltenbalg über einen Verbindungskörper (7) reib-, form- und/oder stoffschlüssig
in der Durchgangsöffnung befestigt ist.
8. beta-Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Ring und Hülle miteinander verschweißt sind, dass das Flanschteil eine höhere Wärmeformbeständigkeitstemperatur
nach der DIN EN ISO 75-1, -2, -3 aufweist als der Ring und/oder die Hülle, dass die
Mantelfläche des Flanschteils und eine dieser gegenüberliegende innere Umfangsfläche
(2.2) des Rings nicht miteinander verschweißbar sind, dass das Flanschteil, insbesondere
seine Mantelfläche, und/oder der Verbindungskörper und/oder der beta-Deckel Polycarbonat
oder dergleichen aufweist, dass der Ring, insbesondere seine erste Oberfläche, und/oder
die Hülle Polyethylen oder dergleichen aufweist, dass die erste und/oder zweite Dichtung
und/oder der Steg und/oder der Faltenbalg EPDM, Silikon oder dergleichen aufweist,
und/oder dass der Transponder ein RFID-Transponder ist.
9. beta-Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit dem an der zweiten Schnittstelle
lösbar befestigbaren beta-Deckel.
10. alpha-beta-Portsystem mit wenigstens einem beta-Behälter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche und wenigstens einem alpha-Port mit einer Gegenschnittstelle zum reversiblen
Anschluss dieses beta-Behälters über dessen erste Schnittstelle.
11. Verwendung eines beta-Behälters nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum sterilen
Übergeben von Material aus dem Behälterinneren in einen Isolierraum eines alpha-beta-Portsystems
und/oder aus dem Isolierraum in das Behälterinnere, wobei
- eine Identifikation von dem Transponder übermittelt wird; und/oder;
- insbesondere davor, dabei und/oder danach, der beta-Behälter über seine erste Schnittstelle
reversibel an einem alpha-Port des alpha-beta-Portsystems angeschlossen und sein beta-Deckel
mit einer alpha-Tür des alpha-Ports verbunden und geöffnet wird; und/oder
- insbesondere durch dieses Öffnen, der Faltenbalg entspannt und dadurch die zweite
Schnittstelle übergreift und/oder aus der Durchgangsöffnung herausragt.
12. Verfahren zum Herstellen eines beta-Behälters nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
mit wenigstens einem der Schritte:
- stoffschlüssiges Verbinden des Rands der Hülle mit dem, insbesondere von dem Flanschteil
beabstandeten oder mit diesem gefügten, Ring, und insbesondere Anordnen, insbesondere
Herstellen, der ersten Dichtung zwischen der Mantelfläche und dem Ring, insbesondere
zusammen mit der zweiten Dichtung und/oder vor oder nach stoffschlüssigem Verbinden
des Rings mit dem Rand der Hülle;
- Befestigen des Faltenbalgs an dem Flanschteil, insbesondere in der Durchgangsöffnung,
und insbesondere Komprimieren des in der Durchgangsöffnung befestigten Faltenbalgs
durch den an der zweiten Schnittstelle befestigten Deckel; und/oder
- Anordnen des wenigstens einen Transponders an, insbesondere in, dem Flanschteil,
insbesondere in dem Kanal und/oder vor Herstellen des Stegs.