[0001] Die Erfindung betrifft ein optisch variables Sicherheitselement, das eine ein von
der Oberseite sichtbares Motiv bereitstellende Mikrostruktur, eine Reflexionsschicht
sowie eine blickwinkelabhängige Schicht aufweist. Die Erfindung betrifft weiter ein
Verfahren zum Erzeugen eines entsprechenden optisch variablen Sicherheitselements.
[0002] Aus der
EP 1506096 B1 ist ein optisch variables Sicherheitselement bekannt. Durch die Kombination von achromatischen
Oberflächenstrukturen mit einer Dünnfilmstruktur wird ein definierter Farbwechsel
beim Drehen oder Kippen des Sicherheitselements bewirkt.
[0003] Aus der
WO 01/03945 A1 ist ebenfalls ein Sicherheitselement bekannt. Durch die Kombination von diffraktiven
Oberflächenstrukturen mit einer darunterliegenden Schicht mit Farbwechseleigenschaften
wird ein visueller Effekt erzeugt, um dadurch die Fälschungssicherheit des Sicherheitselements
zu erhöhen.
[0004] Auch aus der
EP 2390106 A2 ist ein optisch variables Sicherheitselement bekannt. Durch die Kombination von diffraktiven
Oberflächenstrukturen, die mit einer dünnen Metallisierung beschichtet sind, sodass
sie teilweise durchsichtig bleiben, mit einer Dünnfilmstruktur werden optisch variable
Effekte generiert.
[0005] Es soll ein optisch variables Sicherheitselement und ein Verfahren zum Erzeugen des
optisch variablen Sicherheitselements, das bei einer Betrachtung von einer Oberseite
aus eine Schichtenfolge und eine Mikrostruktur aufweist, bereitgestellt werden.
[0007] Die Erfindung ist in den unabhängigen Ansprüchen definiert. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Die bevorzugten Weiterbildungen gelten
für das optisch variable Sicherheitselement und das Verfahren zur Herstellung des
optisch variablen Sicherheitselements.
[0008] Es wird ein optisch variables Sicherheitselement, das eine Schichtenfolge und eine
Mikrostruktur aufweist, bereitgestellt. Die Mikrostruktur präsentiert an der Oberseite
des optisch variablen Sicherheitselements mindestens ein Motiv. Sie ist beispielsweise
in einen Prägelack auf einem Trägersubstrat eingeprägt. Die Mikrostruktur hat Strukturelemente,
die in regelmäßigen Abständen, also periodisch, mit einer Periode von 2 µm bis 50
µm angeordnet sind. Die einzelnen Strukturelemente selbst sind individuell, sie müssen
nicht alle gleich sein. Die Bezeichnung "periodisch" bezieht sich lediglich auf die
Anordnung der Strukturelemente in regelmäßigen Abständen.
[0009] Die Strukturelemente sind individuell derart ausgebildet, z. B. gegenüber einer,
durch die im Wesentlichen plane Ausgestaltung des Trägersubstrats festgelegte, Hauptebene
individuell geneigt, dass sie zusammen mindestens ein Motiv präsentieren. Periodische
Mikrostrukturen im Sinne der Anmeldung sind bei der Betrachtung der Mikrostruktur
in der Schnittdarstellung beispielsweise auch eine Sägezahnstruktur mit individueller
Zahnneigung, eine Wellenstruktur oder Ähnliches. Durch die Periode von 2 µm bis 50
µm beeinflussen Beugungserscheinungen die optischen Eigenschaften nur gering.
[0010] Jedes Strukturelement wirkt z. B. als Pixel, das auf der Oberfläche des Trägersubstrats
angeordnet ist. Die Pixel sind gemäß der Periode angeordnet. Jedes Pixel bildet z.
B. eine optisch wirksame Facette und erzeugt durch deren Ausrichtung einen individuellen
optischen Effekt, sodass kippwinkelabhängig mehrere Motive, bzw. Motivbewegungen oder
Motiveffekte von der Mikrostruktur präsentiert werden.
[0011] Die Mikrostruktur ist achromatisch. Achromatische Mikrostrukturen erzeugen keinen
Farbeffekt. Sie erscheinen für den Betrachter farblos. So wird von der Mikrostruktur
zwar ein von oben betrachtet sichtbares, insbesondere kippwinkelabhängiges Motiv bereitgestellt,
aufgrund des fehlenden Farbeffekts, resultierend aus der achromatischen Eigenschaft
der Mikrostruktur, ist das Motiv allerdings nicht mehrfarbig. Beispiele für achromatische
Mikrostrukturen sind achromatische Blaze-Strukturen, symmetrische Mikrostrukturen
(wie z. B. Sinusgitter) oder Mattstrukturen. Bevorzugt werden als achromatische Mikrostrukturen
Blaze-Strukturen (wie beispielsweise Sägezahngitter), und achromatische symmetrische
Mikrostrukturen (wie beispielsweise Sinusgitter) verwendet.
[0012] Im Verfahren zum Erzeugen des optisch variablen Sicherheitselements wird die beschriebene
Mikrostruktur auf dem Trägersubstrat ausgebildet. Bevorzugt wird dies durch Prägen,
z. B. in einen Prägelack, realisiert.
[0013] Die Schichtenfolge des optisch variablen Sicherheitselements weist eine Reflexionsschicht
und eine blickwinkelabhängige Schicht auf.
[0014] Die Reflexionsschicht kann mindestens eine der folgenden Schichten aufweisen: eine
Metallschicht, eine Buntfarbenschicht, die einen mehrfarbigen visuellen Sinneseindruck
erzeugt und einen farbigen/transparenten Ätzresist.
[0015] Die Reflexionsschicht sorgt im Zusammenwirken mit der Mikrostruktur dafür, dass die
Intensität des einfallenden Lichts verändert und dadurch das von der Mikrostruktur
bewirkte Motiv mit bloßem Auge gut sichtbar wird. Das Motiv ist damit in Bereichen
des Sicherheitselementes sichtbar, in denen die Reflexionsschicht vorhanden ist. Eine
hochbrechende Schicht ist eine Reflexionsschicht.
[0016] Die blickwinkelabhängige Schicht erzeugt einen betrachtungswinkelabhängigen (sog.
OVD-) Farbeindruck. Die Farbe des Bereichs des optisch variablen Sicherheitselements,
in dem die blickwinkelabhängige Schicht sichtbar ist, verändert sich je nach Beleuchtungs-
oder Betrachtungsrichtung.
[0017] Bevorzugt ist die blickwinkelabhängige Schicht als Colourshift-Schichtsystem mit
einer Schichtenfolge aus einer teildurchlässigen Reflektorschicht, einer dielektrischen
Abstandsschicht und einer Reflektorschicht ausgebildet. Bevorzugt kann die blickwinkelabhängige
Schicht eine optisch variable Tinte aufweisen, die einen blickwinkelabhängigen Farbeeffekt
erzeugt. Die optisch variable Tinte ist ein bevorzugt farbloser Stoff, der von optisch
variablen Pigmenten durchsetzt ist. Die Pigmente weisen einen z. B. symmetrischen
Dünnschichtaufbau auf, der durch Interferenzeffekte einen blickwinkelabhängigen Farbwechsel,
wie beispielsweise von grün zu blau oder von magenta zu grün, erzielt. Die Pigmente
liegen z. B. in Plättchenform vor und ihre lateralen Abmessungen liegen bevorzugt
in einem Bereich von 1 µm bis 200 µm, besonders bevorzugt in einem Bereich von 10
µm bis 50 µm. Die Dicken der Plättchen liegen bevorzugt in einem Bereich von 200 nm
bis 10 µm, besonders bevorzugt in einem Bereich von 350 nm bis 1500 nm.
[0018] Das optisch variable Sicherheitselement umfasst also die Mikrostruktur, welche auf/in
dem Trägersubstrat ausgebildet ist, und die erläuterte Schichtenfolge mit der Reflexionsschicht
und der blickwinkelabhängige Schicht. Die Reflexionsschicht und die blickwinkelabhängige
Schicht können in zwei Varianten ausgebildet sein.
[0019] In einer ersten Variante liegen beide Schichten über der Mikrostruktur und oben liegende
Schicht, d. h. die Reflexionsschicht oder die blickwinkelabhängige Schicht, weist
mindestens eine Aussparung auf. Die andere der beiden Schichten ist unstrukturiert.
In der Schichtenfolge liegt diejenige Schicht, die die Aussparung aufweist, von der
Oberseite aus gesehen über der anderen Schicht, die unstrukturiert ist. Umstrukturiert
heißt, dass diese Schicht keine Aussparung hat. Sie kann aber durchaus geprägt sein,
d. h. eine strukturierte Oberfläche haben.
[0020] Die Aussparung sorgt dafür, dass in der Aussparung der optische Effekt der unteren
Schicht und außerhalb der Aussparung der optische Effekt der oberen Schicht sichtbar
ist. Dadurch erzeugt die Aussparung ein zweites Motiv.
[0021] Ist die obere Schicht die blickwinkelabhängige Schicht, wird das optisch variable
Sicherheitselement von oben mit einer blickwinkelabhängigen Einfärbung wahrgenommen.
In der Aussparung wirkt nur die in der Schichtenfolge unten liegende Reflexionsschicht,
sodass von oben gesehen in der Aussparung das Motiv, das durch die Reflexionsschicht
erzeugt wird, wahrgenommen wird, aber ohne den ansonsten vorhandenen blickwinkelabhängigen
Farbeindruck. Das zweite Motiv ist somit die Aussparung, in welcher der OVD-Farbeindruck
fehlt.
[0022] Ist die obere Schicht die Reflexionsschicht, ist von oben gesehen das Motiv, sichtbar;
aufgrund der Deckwirkung der Reflexionsschicht aber ohne OVD-Farbeindruck. In der
Aussparung wirkt hingegen die tiefer angeordnete blickwinkelabhängige Schicht, sodass
in der Aussparung ein blickwinkelabhängiger Farbeindruck wahrgenommen wird - allerdings
wegen dort nicht vorhandener Reflexionsschicht kein Motiv. In diesem Fall tritt der
blickwinkelabhängige Farbeffekt nur in der Aussparung auf.
[0023] Im Verfahren gemäß der ersten Variante zum Erzeugen des optischen Sicherheitselements
wird die Reflexionsschicht auf die Mikrostruktur und die blickwinkelabhängige Schicht
auf das Trägersubstrat oder die Reflexionsschicht aufgebracht, wobei in die Reflexionsschicht
oder die blickwinkelabhängige Schicht die mindestens eine Aussparung eingebracht wird
und die andere der beiden Schichten unstrukturiert belassen wird. Dabei wird diejenige
Schicht, in die die Aussparung eingebracht wurde, von der Oberseite aus gesehen über
der anderen Schicht angeordnet, die unstrukturiert ist. Dies erleichtert die Herstellung
und begünstigt einen fälschungssicheren Effekt.
[0024] Wird in der ersten Variante die Aussparung in der Reflexionsschicht oder der blickwinkelabhängigen
Schicht vorgesehen, sollte bevorzugt eine Flächendeckung der Aussparung zwischen 10
% und 90 % liegen, besonders bevorzugt zwischen 30 % und 70 %.
[0025] Die Aussparung in der Reflexionsschicht oder der blickwinkelabhängigen Schicht können
auf unterschiedliche Art und Weise erzeugt werden, welche im Folgenden erläutert werden.
Selbstverständlich können auch mehrere Aussparungen erzeugt werden.
[0026] In einer Option wird vor dem Aufbringen der Schicht eine Waschfarbe auf die Mikrostruktur
in den Bereichen, in denen die Aussparung in der Schicht erzeugt werden soll, aufgedruckt.
Erst nach Aufbringen der Waschfarbe auf diese Bereiche wird die Schicht auf die Mikrostruktur
aufgebracht. Anschließend wird die Waschfarbe von der Mikrostruktur entfernt, indem
sie mit dem Medium in Kontakt gebracht wird, in dem sie löslich ist (z.B. Wasser),
wodurch in den Bereichen, in denen die Mikrostruktur mit der Waschfarbe bedruckt wurde,
auch die darüber liegende Schicht entfernt wird. Benachbarte Bereiche der Schicht,
wo unter der Schicht keine Waschfarbe aufgebracht wurde, werden dabei nicht beeinträchtigt.
[0027] In einer anderen Option wird zur Einbringung der Aussparungen in die Schicht nach
Aufbringen der Schicht auf die Mikrostruktur bereichsweise (in den Bereichen, in denen
keine Aussparungen entstehen sollen) ein Ätzresist aufgebracht. In einem darauf folgenden
Ätzschritt werden nur die nicht mit dem Ätzresist bedeckten Bereiche geätzt und dadurch
Aussparungen in der Schicht erzeugt.
[0028] In einer weiteren Option werden die Aussparungen in der Schicht durch Laserablation
erzeugt. Dabei werden kurze Lichtpulse mit hoher Intensität rasterartig auf der Oberfläche
der Reflexionsschicht geführt, sodass an den belichteten Stellen die Reflexionsschicht
abgetragen wird und so die Aussparungen in der Reflexionsschicht erzeugt werden. Dabei
rastert ein kurzer Laserpuls mit hoher Intensität über die Bereiche, in denen die
Aussparungen vorgesehen werden sollen. In den Bereichen, die von den Laserpulsen erfasst
werden, wird die Schicht abgetragen und die darunter liegende Schicht wird bei der
Betrachtung von der Oberseite aus sichtbar.
[0029] In einer weiteren Option werden die Aussparungen in der Schicht durch einen Transfer
erzeugt. Dabei wird die Oberfläche der Mikrostruktur vor dem Aufbringen der Schicht
so behandelt oder beschichtet, dass die Haftung der Schicht verschlechtert wird. Anschließend
wird eine Folie mit guten Haftungseigenschaften gemäß der Aussparungen, die entstehen
sollen, strukturiert, indem der Bereich, in dem die Aussparung entstehen soll, die
übrigen Bereiche axial überragt und die erhobenen Bereiche der Folie direkt gegen
die Mikrostruktur mit der darauf befindlichen Schicht gedrückt werden. Anschließend
wird die strukturierte Folie wieder entfernt und in den behandelten Bereichen löst
sich die Schicht von der Mikrostruktur und bleibt an der strukturierten Folie in dem
erhobenen Bereich haften, sodass die Aussparung entsteht. Der gleiche Effekt kann
bevorzugt erzielt werden, wenn die Haftungseigenschaften umgekehrt sind. Das bedeutet,
dass das Metall zunächst auf die strukturierte Folie (mit axial erhobenen und abgesenkten
Oberflächenbereichen) aufgetragen und dann partiell auf die Mikrostruktur übertragen
wird, indem die Mikrostruktur in Bereichen bessere Haftungseigenschaften aufweist
als die strukturierte Folie. In einer weiteren Alternative des Transfers werden die
Bereiche, in denen die Aussparungen vorgesehen werden sollen, als flache Bereiche
ausgeführt, die die benachbarten strukturierten Bereiche axial überragen. Dann kann
die Folie mit den besseren Haftungseigenschaften unstrukturiert ausgeführt werden,
und das Metall wird nur von den erhöhten flachen Bereichen der Mikrostruktur entfernt.
Im Fall einer Buntfarbe kann diese auch direkt mit der gewünschten Aussparung gedruckt
werden.
[0030] Wird die Aussparung in der blickwinkelabhängigen Schicht erzeugt, wird dies bevorzugt
dadurch erreicht, dass die Mikrostruktur zunächst mit der Reflexionsschicht beschichtet
wird und diese anschließend partiell mit der optisch variablen Tinte überdruckt wird.
Man nimmt folglich bei der Betrachtung von der Oberseite aus in Bereichen die optisch
variable Tinte und in der Aussparung die auf die Mikrostruktur aufgebrachte Reflexionsschicht
wahr.
[0031] In Ausführungsformen kann die optisch variable Tinte auch mit niedriger Partikeldichte
vollflächig aufgebracht werden. Dabei wird die Partikeldichte so gewählt, dass ein
gewisser Prozentsatz der Fläche der Reflexionsschicht von Partikeln bedeckt wird und
die restliche Fläche unbedeckt bleibt. Es wird über eine entsprechende Verdünnung
der Tinte bzw. Konzentration von Pigmenten in einer Matrix eine Deckung der Oberfläche
von 10-90 %, vorzugsweise 30 % - 70 %, realisiert. Auch dadurch wird der Effekt erzielt,
dass bei Betrachtung von der Oberseite aus sowohl Bereiche der optisch variablen Tinte
als auch Bereiche der Reflexionsschicht sichtbar sind.
[0032] Die Bereiche ohne Aussparung können in beliebigen Formen vorliegen, wobei bevorzugt
ihre Abmessungen in mindestens einer Dimension zwischen 5 µm und 200 µm liegen, besonders
bevorzugt zwischen 20 µm und 100 µm. Die Flächendeckung der bedruckten Bereiche liegt
bevorzugt in einem Wertebereich von 5 % bis 95 %, besonders bevorzugt von 40 % bis
60 %.
[0033] In einer zweiten Variante des optisch variablen Sicherheitselements ist die Reflexionsschicht
auf der Mikrostruktur als unstrukturierte, aber über ihre Fläche teildurchlässige
Schicht ausgebildet und die blickwinkelabhängige Schicht liegt von der Oberseite aus
gesehen unterhalb der Mikrostruktur. Sie ist ebenfalls unstrukturiert. In der zweiten
Variante wird einfallendes Licht von der Reflexionsschicht nicht rein reflektiert,
sondern die Reflexionsschicht reflektiert Teile des einfallenden Lichts und transmittiert
Teile des einfallenden Lichts. Sie ist teildurchlässig und hinsichtlich dieser Eigenschaft
nicht strukturiert. Diese Variante kommt gänzlich ohne Strukturierungsschritt aus
und zeigt dennoch einen guten Effekt, da das Motiv einen OVD-Farbeffekt hat.
[0034] Im Verfahren der zweiten Variante zum Erzeugen des optisch variablen Sicherheitselements
wird auf die Mikrostruktur die unstrukturierte, teildurchlässige Reflexionsschicht
aufgebracht und die unstrukturierte, blickwinkelabhängige Schicht wird auf das Trägersubstrat,
beispielsweise durch einen Klebeschritt aufgebracht, sodass sie sich axial unterhalb
der mit der Reflexionsschicht beschichteten Mikrostruktur befindet.
[0035] In der zweiten Variante wird die Mikrostruktur bevorzugt vollflächig mit der teildurchlässigen
Reflexionsschicht, bestehend aus einem transparenten Material beschichtet, das einen
hohen Brechungsindex aufweist. Die teildurchlässige Reflexionsschicht weist bevorzugt
einen Brechungsindex größer zwei auf. Ein Beispiel für eine derartige teildurchlässige
Reflexionsschicht ist eine ZnS-Beschichtung. Die Beschichtung wird bevorzugt durch
Vakuumbedampfung auf die Mikrostruktur aufgetragen. Die Dicke der hochbrechenden Schicht
kann bevorzugt in einem Bereich von 1 nm bis 100 nm liegen, besonders bevorzugt in
einem Bereich von 10 nm bis 50 nm. Eine derartige teildurchlässige Reflexionsschicht
reflektiert und transmittiert jeweils signifikante Anteile des einfallenden Lichts.
Dadurch bleibt einerseits der optisch variable Effekt der mit der teildurchlässigen
Reflexionsschicht beschichteten Mikrostruktur sichtbar, sodass ein Motiv erzeugt wird,
und andererseits erzeugt die unterhalb der Mikrostruktur angeordnete blickwinkelabhängige
Schicht den optischen Effekt, dass der gesamte Bereich, wenn er von der Oberseite
aus betrachtet wird, mit einer blickwinkelabhängigen Einfärbung wahrgenommen wird.
Die blickwinkelabhängige Schicht kann dabei bevorzugt als Colourshift-Schichtsystem,
wie es bereits beschrieben wurde, ausgeführt sein; sie kann aber auch eine optisch
variable Tinte sein.
[0036] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der zweiten Variante kann es sich bei
der teildurchlässigen Reflexionsschicht um eine dünne Metallschicht handeln, deren
Schichtdicke so gewählt ist, dass einfallendes Licht nur teilweise an der Schicht
reflektiert wird. Der Effekt ist dann mit dem Effekt, den die hochbrechende Beschichtung
hervorruft, vergleichbar. Die dünne Metallschicht weist bevorzugt eine Schichtdicke
von 1 nm bis 30 nm auf, besonders bevorzugt eine Schichtdicke von 1 nm bis 8 nm. Das
Metall wird bevorzugt durch Vakuumbedampfung auf die Mikrostruktur aufgetragen.
[0037] Bevorzugt kann die teildurchlässige Schicht auch zusätzlich strukturiert werden.
Dies kann beispielsweise durch die bereits beschriebenen Verfahren Laserablation,
Aufbringen einer Waschfarbe, Ätzen, oder Ähnliches erreicht werden. Dadurch können
weitere Motive erzeugt werden.
[0038] Soweit hier von Aussparung die Rede ist, kann diese auch mehrere, nicht miteinander
verbundene Aussparungen umfassen.
[0039] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielhalber
noch näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- ein optisch variables Sicherheitselement in einer ersten Variante in einer Schnittdarstellung;
- Fig. 2
- das optisch variable Sicherheitselement in der ersten Variante bei einer Betrachtung
von einer Oberseite aus;
- Fig. 3
- das optisch variable Sicherheitselement in der ersten Variante in einer weiteren Ausführungsform
in der Schnittdarstellung;
- Fig. 4
- das optisch variable Sicherheitselement in der ersten Variante in der weiteren Ausführungsform
bei der Betrachtung von der Oberseite aus;
- Fig. 5 und 6
- ein optisch variables Sicherheitselement in einer zweiten Variante in der Schnittdarstellung,
und
- Fig. 7
- das optisch variable Sicherheitselement in der zweiten Variante bei der Betrachtung
von der Oberseite aus.
[0040] In Fig. 1 ist ein optisch variables Sicherheitselement in einer Schnittdarstellung
dargestellt. Es ist eine Mikrostruktur 2 und eine Schichtenfolge zu erkennen. Auf
einem Trägersubstrat 1, in der Regel an dessen Oberseite befindet sich die Mikrostruktur
2, die ein Motiv bereitstellt. Die Mikrostruktur 2 ist beispielsweise in einen Prägelack
auf das Trägersubstrat 1 aufgebracht. Die Ausgestaltung der Mikrostruktur 2 wurde
bereits beschrieben. Die Mikrostruktur 2 ist bereichsweise mit einer Reflexionsschicht
4, die das von der Mikrostruktur 2 bereitgestellte Motiv sichtbar macht, beschichtet,
so dass im beschichteten Bereich mindestens eine Aussparung 15 vorgesehen ist, wo
die Reflexionsschicht 4 auf die Mikrostruktur 2 gar nicht erst aufgetragen oder nachträglich
entfernt wurde. Durch die Aussparung 15 wird ein weiteres Motiv erzeugt. Die Reflexionsschicht
4 kann bevorzugt eine mindestens eine der folgenden Schichten aufweisen: eine Metallschicht,
eine Buntfarbschicht, die einen mehrfarbigen visuellen Sinneseindruck erzeugt, einfarbiger
oder transparenter Ätzresist.
[0041] Unterhalb des Trägersubstrats 1, in der Regel an dessen Unterseite, ist eine blickwinkelabhängige
Schicht angeordnet. Die blickwinkelabhängige Schicht erzeugt an sich kein Motiv, verleiht
dem optisch variablen Sicherheitselement einen Farbeindruck, der vom Blickwinkel eines
Betrachters abhängig ist. Bei der blickwinkelabhängigen Schicht in Fig. 1 handelt
es sich z. B. um ein Colourshift-Schichtsystem 6, welches aus einer teildurchlässigen
Reflektorschicht 8, einer dielektrischen Abstandsschicht 10 und einer Reflektorschicht
12 aufgebaut ist. Bei der blickwinkelabhängigen Schicht kann es sich alternativ um
eine optisch variable Tinte 14 handeln. Die Zusammensetzung der optisch variablen
Tinte 14 wurde bereits erläutert.
[0042] In Fig. 2 ist das in Fig. 1 in Schnittdarstellung dargestellte optisch variable Sicherheitselement
von einer Oberseite aus gesehen dargestellt. Betrachtet man das Sicherheitselement
in Fig. 1 von oben her, ist in Bereichen die Reflexionsschicht 4 und in weiteren Bereichen
die Aussparung 15 mit dem unter der Reflexionsschicht 4 angeordneten Colourshift-Schichtsystem
6 erkennbar.
[0043] Beim optisch variablen Sicherheitselement gemäß der Fig. 1 und 2 ist die Mikrostruktur
2 auf dem Trägersubstrat 1 ausgebildet. Diese wird bevorzugt durch einen Prägeprozess
zum Beispiel in einen Prägelack auf dem Trägersubstrat 1 eingeprägt. Die Mikrostruktur
2 weist eine Periode von 2 µm bis 50 µm auf und ist achromatisch. Der Aufbau der Mikrostruktur
2 wurde bereits erläutert. Die Mikrostruktur 2 stellt mindestens ein Motiv bereit,
erscheint bei der Betrachtung von der Oberseite aus aber aufgrund ihrer achromatischen
Eigenschaft als farblos. Beispiele für achromatische Mikrostrukturen 2 wurden ebenfalls
bereits erläutert. Blaze-Strukturen sind bereichsweise als lineare Strukturen beschreibbar
und sind als Sägezahnprofil (Fig. 1) in der Schnittdarstellung erkennbar. Durch die
Periode der Mikrostruktur 2 von 2 µm bis 50 µm beeinflussen Beugungserscheinungen
die optischen Eigenschaften nur gering. Dadurch wirken die Mikrostrukturen 2 wie gekippte
Spiegel; sie erzeugen keinen Farbeffekt. Durch das Beschichten der Mikrostruktur 2
mit der Reflexionsschicht 4 wird das von der Mikrostruktur 2 bereitgestellte Motiv
sichtbar gemacht.
[0044] Die blickwinkelabhängige Schicht erzeugt beim Betrachter einen Farbeindruck, der
vom Betrachtungswinkel abhängt. Das Vorsehen der Aussparung 15 sorgt dafür, dass in
Bereichen, in denen keine Aussparung 15 vorgesehen ist, bei der Betrachtung von oben
das von der Reflexionsschicht 4 im Zusammenwirken mit der Mikrostruktur 2 erzeugte
Motiv sichtbar ist und in der Aussparung 15 ein blickwinkelabhängiger Farbeindruck,
hervorgerufen durch die blickwinkelabhängige Schicht, entsteht. So wird von der Aussparung
15 ein Motiv erzeugt. Generell sind neben mikroskopisch gerasterten Aussparungen,
makroskopischen Aussparungen auch gerasterte Darstellungen wie Halbtonbilder möglich.
Diese Aussparung 15 in der Reflexionsschicht 4 kann auf unterschiedliche Art und Weise
erzeugt werden, wie sie bereits erläutert wurden. Möglichkeiten zur Erzeugung der
Aussparung 15 sind das Aufbringen einer Waschfarbe, das Aufbringen eines Ätzresists
in Bereichen, die nicht ausgespart werden sollen, das Erzeugen der Aussparung 15 durch
Laserablation, oder ein bereits beschriebener Transfer. Es können auch mehrere Aussparungen
15 erzeugt werden, die Formen der Aussparung 15 sind dabei beliebig. Die Flächendeckung
der Aussparung 15 liegt z. B. in einem Bereich von 10 % bis 90 %, besonders bevorzugt
von 40 % bis 60 %.
[0045] In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform des optisch variablen Sicherheitselements
in der Schnittdarstellung dargestellt. Auf das Trägersubstrat 1 ist wie in Fig. 1
die Mikrostruktur 2 aufgebracht. Diese Mikrostruktur 2 ist nun vollflächig in der
Regel an ihrer Oberseite mit der Reflexionsschicht 4 beschichtet. Die Reflexionsschicht
4 ist dabei unstrukturiert. Auf der Reflexionsschicht 4 befindet sich bereichsweise
die optisch variable Tinte 14 oder eine andere blickwinkelabhängige Beschichtung,
sodass die Aussparung 15 entsteht. Fig. 4 zeigt das optisch variable Sicherheitselement
gemäß Fig. 3 bei der Betrachtung von oben. Dabei ist die optisch variable Tinte 14
und in der Aussparung 15 die darunter liegende Reflexionsschicht 4 erkennbar.
[0046] In dieser Ausführungsform wird die Reflexionsschicht 4 partiell mit der optisch variablen
Tinte 14 überdruckt. Dabei eignen sich alle gängigen Druckverfahren, es ist allerdings
besonders auf die Registergenauigkeit zu achten. Bevorzugt kann die optisch variable
Tinte 14 auch vollflächig auf die Reflexionsschicht 4 aufgedruckt werden und dann
durch Laserablation strukturiert werden. Dabei rastern kurze Laserpulse mit hoher
Intensität über die Flächen, von denen die optisch variable Tinte 14 abgetragen oder
modifiziert werden soll, sodass die Aussparung 15 entsteht. Die optisch variable Tinte
14 kann bevorzugt auch mit niedriger Partikeldichte vollflächig aufgebracht werden.
Dabei wird die Partikeldichte so gewählt, dass ein gewisser Prozentsatz der Fläche
von Partikeln bedeckt wird und die restliche Fläche unbedeckt bleibt (s.o.).
[0047] Ist in der blickwinkelabhängigen Schicht die Aussparung 15 vorgesehen, wird in der
Aussparung 15, bei der Betrachtung von oben, die sich in der Schichtenfolge unterhalb
der blickwinkelabhängigen Schicht befindliche Reflexionsschicht 4 sichtbar, die auf
die Mikrostruktur 2 aufgebracht ist und so ein Motiv erzeugt. In den Bereichen, in
denen keine Aussparung 15 vorgesehen ist, erzeugt die blickwinkelabhängige Schicht
einen blickwinkelabhängigen Farbeindruck. So erzeugt die Aussparung 15 auch in diesem
Fall ein Motiv.
[0048] Die Fig. 5 und 6 zeigen eine zweite Variante des optisch variablen Sicherheitselements.
Wie in der ersten Variante ist in der Ausführungsform in Fig. 5 auf dem Trägersubstrat
1 die Mikrostruktur 2 aufgebracht. Auf diese Mikrostruktur 2 ist als teildurchlässige
Reflexionsschicht eine hochbrechende Schicht 16 in der Regel an ihrer Oberseite als
unstrukturierte Schicht aufgebracht. Die teildurchlässige Reflexionsschicht reflektiert
und transmittiert Teile des einfallenden Lichts. In der Ausführungsform von Fig. 6
ist ebenfalls eine teildurchlässige Reflexionsschicht vorgesehen, in diesem Fall in
Form einer dünnen, unstrukturierten Metallschicht 18. An der Unterseite des Trägersubstrats
1 ist die blickwinkelabhängige Schicht angeordnet. Im Ausführungsbeispiel von Fig.
5 ist die blickwinkelabhängige Schicht als optisch variable Tinte 14 ausgebildet.
Im Falle von Fig. 6 ist die blickwinkelabhängige Schicht als Colourshift-Schichtsystem
6 ausgebildet.
[0049] Fig. 7 zeigt die zweite Variante des optisch variablen Sicherheitselements, mit einem
Aufbau gemäß der Fig. 5 und 6 von der Oberseite aus gesehen. Im Bereich 20 sind sowohl
die optischen Effekte, die durch die teildurchlässige Reflexionsschicht in Verbindung
mit der Mikrostruktur 2 hervorgerufen werden (es wird ein Motiv erzeugt), als auch
blickwinkelabhängige Farbeffekte, die durch die blickwinkelabhängige Schicht hervorgerufen
werden, zu erkennen. In dieser Variante ist weder in der teildurchlässigen Reflexionsschicht,
noch in der blickwinkelabhängigen Schicht eine Aussparungen 15 vorgesehen. Beide Schichten
sind unstrukturiert.
[0050] In der Ausführungsform gemäß Fig. 5 und 7 wird die Mikrostruktur 2 vollflächig mit
einem semitransparenten Material beschichtet, das einen hohen Brechungsindex aufweist,
so dass eine teildurchlässige Reflexionsschicht entsteht. Eine derartige hochbrechende
Beschichtung 16 reflektiert und transmittiert jeweils signifikante Anteile des einfallenden
Lichts. Dadurch bleibt einerseits der optisch variable Effekt der mit der hochbrechenden
Schicht 16 beschichteten Mikrostruktur 2 sichtbar (es wird ein Motiv erzeugt), und
andererseits sorgt die unterhalb angeordnete optisch variable Tinte 14 dafür, dass
der gesamte Bereich von einem Betrachter mit einer blickwinkelabhängigen Einfärbung
wahrgenommen wird. Die hochbrechende Beschichtung 16 weist bevorzugt einen Brechungsindex
auf, der größer als zwei ist. Ein Beispiel für die hochbrechende Beschichtung 16 ist
eine ZnS-Beschichtung. Das Material wird vorzugsweise durch Vakuumbedampfung auf die
Mikrostruktur 2 aufgetragen. Die Dicke der hochbrechenden Schicht 16 kann in einem
Bereich von 1 nm bis 100 nm liegen, besonders bevorzugt von 10 nm bis 50 nm. Alternativ
kann die hochbrechende Schicht auch zusätzlich strukturiert werden. Dies kann durch
die bereits beschriebenen Verfahren der Laserablation, des Aufbringens der Waschfarbe
oder des Ätzens erreicht werden.
[0051] In einer bevorzugten Ausführungsform wird gemäß der Fig. 6 und 7 auf die Oberseite
der Mikrostruktur 2 eine dünne Metallschicht 18 aufgebracht. Dies erzeugt nahezu denselben
Effekt wie die Beschichtung der Mikrostruktur 2 mit der hochbrechenden Beschichtung
16. Die Schichtdicke wird so dünn gewählt, dass einfallendes Licht nur teilweise an
der dünnen Metallschicht 18 reflektiert wird, wodurch dennoch das Motiv durch die
mit der Reflexionsschicht 4 beschichtete Mikrostruktur 2 erkennbar ist. Es werden
also Anteile des einfallenden Lichts reflektiert und Anteile des einfallenden Lichts
transmittiert, sodass das unterhalb des Trägersubstrats 1 angeordnete Colourshift-Schichtsystem
6 den gesamten Bereich 20 bei der Betrachtung von der Oberseite aus mit einer blickwinkelabhängigen
Einfärbung wahrnehmen lässt. Statt des Colourshift-Schichtsystems 6 kann bevorzugt
auch die optisch variable Tinte 14 unterhalb der Mikrostruktur 2 angeordnet werden.
Die dünne Metallschicht 18 sollte bevorzugt eine Schichtdicke von 1 nm bis 30 nm aufweisen,
besonders bevorzugt von 1 nm bis 8 nm. Die dünne Metallschicht 18 wird vorzugsweise
durch Vakuumbedampfung auf die Mikrostruktur 2 aufgetragen.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- Trägersubstrat
- 2
- Mikrostruktur
- 4
- Reflexionsschicht
- 6
- Colourshif-Schichtsystem
- 8
- teildurchlässige Reflektorschicht
- 10
- dielektrische Abstandsschicht
- 12
- Reflektorschicht
- 14
- optisch variable Tinte
- 15
- Aussparung
- 16
- hochbrechende Schicht
- 18
- dünne Metallschicht
- 20
- Bereich
1. Optisch variables Sicherheitselement, das aufweist
- eine ein von der Oberseite sichtbares Motiv bereitstellenden Mikrostruktur (2),
- eine über der Mikrostruktur (2) angeordnete Reflexionsschicht (4), die einfallendes
Licht reflektiert, wobei die Mikrostruktur (2) eine Periode von 2 µm bis 50 µm hat
und achromatisch ist, dadurch gekennzeichnet, dass
- das optisch variable Sicherheitselement eine blickwinkelabhängige Schicht (6; 14)
aufweist und
- die Reflexionsschicht (4) oder die blickwinkelabhängige Schicht (6; 14) mindestens
eine Aussparung (15) aufweist und die andere der beiden unstrukturiert ist, wobei
diejenige Schicht, die die Aussparung (15) aufweist, von der Oberseite aus gesehen
über der anderen Schicht liegt, die unstrukturiert ist.
2. Optisch variables Sicherheitselement, das aufweist
- eine ein von der Oberseite sichtbares Motiv bereitstellenden Mikrostruktur (2),
- eine über der Mikrostruktur (2) angeordnete, unstrukturierte, teildurchlässige Reflexionsschicht
(16; 18), wobei die Mikrostruktur (2) eine Periode von 2 µm bis 50 µm hat und achromatisch
ist, dadurch gekennzeichnet, dass
- das optisch variable Sicherheitselement eine unstrukturierte, blickwinkelabhängige
Schicht (6; 14) aufweist, wobei die blickwinkelabhängige Schicht (6; 14) von der Oberseite
aus gesehen unterhalb der Mikrostruktur (2) liegt.
3. Optisch variables Sicherheitselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die teildurchlässige Reflexionsschicht eine hochbrechende Schicht (16) ist.
4. Optisch variables Sicherheitselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die teildurchlässige Reflexionsschicht eine dünne Metallschicht (18) ist.
5. Optisch variables Sicherheitselement nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die blickwinkelabhängige Schicht (6; 14) ein Colourshift-Schichtsystem (6) aufweist.
6. Optisch variables Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die blickwinkelabhängige Schicht eine optisch variable Tinte (14) aufweist.
7. Verfahren zum Erzeugen eines optisch variablen Sicherheitselements, wobei
- eine ein von der Oberseite sichtbares Motiv bereitstellende Mikrostruktur (2) auf/in
ein Trägersubstrat (1) aufgebracht wird,
- eine Reflexionsschicht (4), die einfallendes Licht reflektiert, über der Mikrostruktur
(2) aufgebracht wird, und
- eine blickwinkelabhängige Schicht (6; 14) auf das Trägersubstrat oder die Reflexionsschicht
(4) aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass
- die Mikrostruktur (2) eine Periode von 2 µm bis 50 µm hat und achromatisch ist,
und
- in die Reflexionsschicht (4) oder die blickwinkelabhängige Schicht (6; 14) mindestens
eine Aussparung (15) eingebracht wird und die andere der beiden Schichten unstrukturiert
belassen wird, wobei diejenige Schicht, in die die Aussparung (15) eingebracht wurde,
von der Oberseite aus gesehen über der anderen Schicht liegt, die unstrukturiert ist.
8. Verfahren zum Erzeugen eines optisch variablen Sicherheitselements, wobei
- eine ein von der Oberseite sichtbares Motiv bereitstellende Mikrostruktur (2) auf/in
ein Trägersubstrat (1) aufgebracht wird,
- eine unstrukturierte, teildurchlässige Reflexionsschicht (16; 18) auf die Mikrostruktur
(2) aufgebracht wird, und
- eine unstrukturierte, blickwinkelabhängige Schicht (6; 14) auf das Trägersubstrat
(1) aufgebracht wird, wobei die blickwinkelabhängige Schicht (6; 14) von der Oberseite
aus gesehen unter der Mikrostruktur (2) liegt, dadurch gekennzeichnet, dass
- die Mikrostruktur (2) eine Periode von 2 µm bis 50 µm hat und achromatisch ist.
9. Verfahren zum Erzeugen eines optisch variablen Sicherheitselements nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die teildurchlässige Reflexionsschicht eine hochbrechende Schicht (16) ist.
10. Verfahren zum Erzeugen eines optisch variablen Sicherheitselements nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die teildurchlässige Reflexionsschicht eine dünne Metallschicht (18) ist.
11. Verfahren zum Erzeugen eines optisch variablen Sicherheitselements nach einem der
Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die blickwinkelabhängige Schicht ein Colourshift-Schichtsystem (6) aufweist.
12. Verfahren zum Erzeugen eines optisch variablen Sicherheitselements nach einem der
Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die blickwinkelabhängige Schicht (6; 14) eine optisch variable Tinte (14) aufweist.
1. Optically variable security element comprising
- a microstructure (2) providing a motif visible from the upper side,
- a reflection layer (4), which is arranged over the microstructure (2) and reflects
incident light, wherein the microstructure (2) has a period of from 2 µm to 50 µm
and is achromatic,
characterized in that
- the optically variable security element has a viewing-angle-dependent layer (6;
14) and
- the reflection layer (4) or the viewing-angle-dependent layer (6; 14) has at least
one cutout (15) and the other of the two is unstructured, wherein the layer having
the cutout (15) lies, viewed from the upper side, over the other layer, which is unstructured.
2. Optically variable security element comprising
- a microstructure (2) providing a motif visible from the upper side,
- an unstructured, partially transmissive reflection layer (16; 18), which is arranged
over the microstructure (2), wherein the microstructure (2) has a period of from 2
µm to 50 µm and is achromatic,
characterized in that
- the optically variable security element has an unstructured, viewing-angle-dependent
layer (6; 14), wherein the viewing-angle-dependent layer (6; 14) lies, viewed from
the upper side, below the microstructure (2).
3. Optically variable security element according to Claim 2, characterized in that the partially transmissive reflection layer is a highly refractive layer (16).
4. Optically variable security element according to Claim 2, characterized in that the partially transmissive reflection layer is a thin metal layer (18).
5. Optically variable security element according to any of the above claims, characterized in that the viewing-angle-dependent layer (6; 14) has a colour-shift layer system (6).
6. Optically variable security element according to any of Claims 1 to 4, characterized in that the viewing-angle-dependent layer has an optically variable ink (14).
7. Method for producing an optically variable security element, wherein
- a microstructure (2) providing a motif visible from the upper side is applied to/in
a carrier substrate (1),
- a reflection layer (4), which reflects incident light, is applied over the microstructure
(2), and
- a viewing-angle-dependent layer (6; 14) is applied to the carrier substrate or the
reflection layer (4), characterized in that
- the microstructure (2) has a period of from 2 µm to 50 µm and is achromatic, and
- at least one cutout (15) is introduced into the reflection layer (4) or the viewing-angle-dependent
layer (6; 14) and the other one of the two layers is left unstructured, wherein the
layer in which the cutout (15) was introduced lies, viewed from the upper side, over
the other layer, which is unstructured.
8. Method for producing an optically variable security element, wherein
- a microstructure (2) providing a motif visible from the upper side is applied to/in
a carrier substrate (1),
- an unstructured, partially transmissive reflection layer (16; 18) is applied on
the microstructure (2), and
- an unstructured, viewing-angle-dependent layer (6; 14) is applied to the carrier
substrate (1), wherein the viewing-angle-dependent layer (6; 14) lies, viewed from
the upper side, below the microstructure (2),
characterized in that
- the microstructure (2) has a period of from 2 µm to 50 µm and is achromatic.
9. Method for producing an optically variable security element according to Claim 8,
characterized in that the partially transmissive reflection layer is a highly refractive layer (16).
10. Method for producing an optically variable security element according to Claim 8,
characterized in that the partially transmissive reflection layer is a thin metal layer (18).
11. Method for producing an optically variable security element according to any of Claims
7 to 10, characterized in that the viewing-angle-dependent layer has a colour-shift layer system (6).
12. Method for producing an optically variable security element according to any of Claims
7 to 10, characterized in that the viewing-angle-dependent layer (6; 14) has an optically variable ink (14).
1. Elément de sécurité à effet optique variable, présentant
- une microstructure (2) fournissant un motif visible à partir de la face supérieure,
- une couche de réflexion (4) disposée au-dessus de la microstructure (2) et qui réfléchit
la lumière incidente, dans lequel la microstructure (2) présente une période de 2
µm à 50 µm et est achromatique,
caractérisé en ce que
- l'élément de sécurité à effet optique variable présente une couche (6 ; 14) dépendante
de l'angle de vue ; et
- la couche de réflexion (4) ou la couche dépendante de l'angle de vue (6 ; 14) présente
au moins un évidement (15), et l'autre des deux couches n'est pas structurée, dans
lequel vue à partir de la face supérieure, la couche qui présente l'évidement (15)
est située au-dessus de l'autre couche qui n'est pas structurée.
2. Elément de sécurité à effet optique variable, présentant
- une microstructure (2) fournissant un motif visible à partir de la face supérieure,
- une couche de réflexion (16 ; 18) partiellement transparente, non structurée, disposée
au-dessus de la microstructure (2), dans lequel la microstructure (2) présente une
période de 2 µm à 50 µm et est achromatique,
caractérisé en ce que
- l'élément de sécurité à effet optique variable présente une couche dépendante de
l'angle de vue (6 ; 14), non structurée, dans lequel vue à partir de la face supérieure,
la couche dépendante de l'angle de vue (6 ; 14) est située au-dessous de la microstructure
(2) .
3. Elément de sécurité à effet optique variable selon la revendication 2, caractérisé en ce que la couche de réflexion partiellement transparente est une couche hautement réfringente
(16).
4. Elément de sécurité à effet optique variable selon la revendication 2, caractérisé en ce que la couche de réflexion partiellement transparente est une fine couche de métal (18).
5. Elément de sécurité à effet optique variable selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la couche dépendante de l'angle de vue (6 ; 14) présente un système de couches à
couleur variable (6).
6. Elément de sécurité à effet optique variable selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, caractérisé en ce que la couche dépendante de l'angle de vue présente de l'encre (14) à effet optique variable.
7. Procédé permettant de générer un élément de sécurité à effet optique variable, dans
lequel
- une microstructure (2) fournissant un motif visible à partir de la face supérieure
est appliquée sur/dans un substrat de support (1),
- une couche de réflexion (4) qui réfléchit la lumière incidente est appliquée sur
la microstructure (2), et
- une couche dépendante de l'angle de vue (6 ; 14) est appliquée au substrat de support
ou à la couche de réflexion (4),
caractérisé en ce que
- la microstructure (2) présente une période de 2 µm à 50 µm et est achromatique,
et
- au moins un évidement (15) est pratiqué dans la couche de réflexion (4) ou la couche
dépendante de l'angle de vue (6 ; 14) et l'autre des deux couches reste non structurée,
dans lequel vue à partir de la face supérieure, la couche dans laquelle l'évidement
(15) a été pratiqué est située au-dessus de l'autre couche qui n'est pas structurée.
8. Procédé permettant de générer un élément de sécurité à effet optique variable, dans
lequel
- une microstructure (2) fournissant un motif visible à partir de la face supérieure
est appliquée sur/dans un substrat de support (1),
- une couche de réflexion (16 ; 18) partiellement transparente, non structurée, est
appliquée à la microstructure (2), et
- une couche dépendante de l'angle de vue (6 ; 14), non structurée, est appliquée
au substrat de support (1), dans lequel vue à partir de la face supérieure, la couche
dépendante de l'angle de vue (6 ; 14) est située au-dessous de la microstructure (2),
caractérisé en ce que
- la microstructure (2) présente une période de 2 µm à 50 µm et est achromatique.
9. Procédé permettant de générer un élément de sécurité à effet optique variable selon
la revendication 8, caractérisé en ce que la couche de réflexion partiellement transparente est une couche (16) hautement réfringente.
10. Procédé permettant de générer un élément de sécurité à effet optique variable selon
la revendication 8, caractérisé en ce que la couche de réflexion partiellement transparente est une fine couche de métal (18).
11. Procédé permettant de générer un élément de sécurité à effet optique variable selon
l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que la couche dépendante de l'angle de vue présente un système de couches à couleur variable
(6).
12. Procédé permettant de générer un élément de sécurité à effet optique variable selon
l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que la couche dépendante de l'angle de vue (6 ; 14) présente de l'encre à effet optique
variable (14).