[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ferseneinheit für eine Gleitbrettbindung,
insbesondere für eine Tourenbindung, wobei die Ferseneinheit auf einer Gleitbrettoberfläche
zu montieren ist, welche eine Gleitbrettebene definiert, umfassend einen Bindungskörper
und zwei im Wesentlichen nebeneinander, am Bindungskörper angeordnete Kopplungsstifte
zum Eingreifen in Ausnehmungen eines Fersenabschnitts eines Gleitbrettschuhs, um den
Gleitbrettschuh an der Ferseneinheit zu fixieren, wobei die Kopplungsstifte in einer
Abfahrtsstellung der Ferseneinheit in einer Gleitbrettlängsrichtung, insbesondere
in einer Fahrtrichtung nach vorne, von dem Bindungskörper vorstehen und wenigstens
einer der Kopplungsstifte relativ zu dem anderen Kopplungsstift zwischen einer Abfahrtsstellung
und einer My-Auslöse- bzw. Einstiegsstellung beweglich ist.
[0002] Die in der vorliegenden Offenbarung behandelten Ferseneinheiten sind insbesondere
Ferseneinheiten für Tourenbindungen, die an Skiern bzw. Tourenskiern zu montieren
sind. Als Gleitbrett, an dem eine Ferseneinheit gemäß der vorliegenden Erfindung zu
befestigen ist, kommen jedoch gleichermaßen Split-Boards (in Längsrichtung teilbare
Snowboards, deren Hälften wie Tourenski verwendbar sind) oder ähnliches in Betracht,
so dass die Erfindung auch Ferseneinheiten für Bindungen solcher Gleitbretter betrifft,
wenngleich nachfolgend ohne Einschränkung des Erfindungsgegenstands hauptsächlich
auf Tourenbindungen Bezug genommen wird.
[0003] Ferner wird darauf hingewiesen, dass sich im Rahmen dieser Offenbarung Begriffe wie
"oben", "unten", "vorn", "hinten", "seitlich", "vertikal", "horizontal", "Höhenrichtung",
"Querrichtung", "Breitenrichtung", "Längsrichtung" und dergleichen zur Vereinfachung
der Darstellung auf die Sicht eines Benutzers beziehen, der mit einem Schuh in die
am Gleitbrett montierte Ferseneinheit eingestiegen ist, wobei das Gleitbrett in einer
horizontalen Ebene (der Gleitbrettebene) angeordnet ist.
[0004] Eine Ferseneinheit dieser Art ist beispielsweise aus der
DE 10 2011 079 210 A1 bekannt. Bei der bekannten Ferseneinheit sind die Kopplungsstifte am Bindungskörper
gelagert. Bei einer Krafteinwirkung auf die Kopplungsstifte stützen sich diese direkt
am Bindungskörper ab. Eine derartige Krafteinwirkung kann zum Beispiel beim Fahren
erfolgen, wenn das Gleitbrett durch Unebenheiten verursachte Schläge oder dergleichen
erfährt. Darüber hinaus wirken beim Einsteigen in die Ferseneinheit, sprich beim Koppeln
des Gleitbrettschuhs hohe Kräfte auf die Kopplungsstifte, welche direkt in den Bindungskörper
geleitet werden. Beim einem solchen Kopplungsvorgang drückt der Benutzer für gewöhnlich
mit dem Fersenabschnitt des Gleitbrettschuhs aus im Wesentlichen vertikaler Richtung
von oben auf die Kopplungsstifte, wobei hohe Kräfte entstehen. Durch ein Metallinsert
in der Schuhferse, welches schräge Flächen aufweist, an denen die Kopplungsstifte
in einer Gleitbrettquerrichtung nach außen abgleiten, bewegen sich die Kopplungsstifte
voneinander weg. Das heißt eine vertikale Bewegung des Gleitbrettschuhs wird in eine
horizontale Bewegung der Kopplungsstifte umgewandelt, wobei der Bindungskörper die
entstehenden Kräfte aufnehmen muss. Umgekehrt wirkt bei einem Vorwärtssturz und einer
damit verbundenen My-Auslösung der Ferseneinheit eine Kraft in entgegengesetzter Richtung
(von unten) auf die Kopplungsstifte, die wiederum direkt in den Bindungskörper eingeleitet
wird, da die Kopplungsstifte direkt am Bindungskörper gelagert sind.
[0005] Durch eine relativ kleine Auflage- bzw. Kontaktfläche der Kopplungsstifte am Bindungskörper,
der aus Kosten- und Gewichtsgründen in der Regel aus Kunststoff hergestellt ist, wirken
am Bindungskörper punktuell relativ hohe Kräfte. Diese Kräfte wirken beispielsweise
beim Einsteigen in die Ferseneinheit, bei einer Auslösung, insbesondere einer My-Auslösung,
und auch beim Fahren selbst, da in der Regel nicht die Schuhsohle abgestützt wird,
sondern der Gleitbrettschuh mittels der Inserts im Bereich der Schuhferse auf den
Kopplungsstiften aufsteht und mit dem vollen Gewicht des Benutzers, dessen Wirkung
durch Schläge, Sprünge oder Kompressionen noch vervielfacht werden kann, auf die Kopplungsstifte
drückt. Dies verursacht häufig Verschleiß und/oder Defekte am Bindungskörper im Bereich
der Lagerung der Kopplungsstifte.
[0006] Vor diesem Hintergrund war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gattungsgemäß
bekannte Ferseneinheit für eine Gleitbrettbindung, insbesondere für eine Tourenbindung,
derart weiterzubilden, dass weniger Verschleiß und/oder Defekte, insbesondere am Bindungskörper
im Bereich der Lagerung der Kopplungsstifte, auftreten und die Ferseneinheit somit
wartungsfreundlicher und weniger anfällig gegenüber Defekten ist.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe umfasst die erfindungsgemäße Ferseneinheit ferner ein Verstärkungselement
in der Form einer Verstärkungsplatte, welche am Bindungskörper angeordnet ist und
sich im Wesentlichen in einer Ebene im Wesentlichen orthogonal zur Gleitbrettebene
erstreckt, wobei das Verstärkungselement dazu eingerichtet ist, zumindest bei einer
auf die Kopplungsstifte wirkenden Last, insbesondere bei einer in einer Richtung im
Wesentlichen orthogonal zur Gleitbrettebene auf die Kopplungsstifte wirkenden Last,
wenigstens einen Kontaktabschnitt für einen Kontakt mit wenigstens einem der Kopplungsstifte
zu bilden.
[0008] Ein wichtiger Aspekt der erfindungsgemäßen Lösung liegt somit in einer Abstützung
der Kopplungsstifte an dem Verstärkungselement bei einer Krafteinwirkung auf die Kopplungsstifte,
insbesondere in der Richtung im Wesentlichen orthogonal zur Gleitbrettebene. Dadurch
kann die auf die Kopplungsstifte wirkende Kraft über das Verstärkungselement in den
Bindungskörper eingeleitet werden und der Bindungskörper kann entlastet werden. Auf
diese Weise kann Verschleiß am Bindungskörper im Bereich einer Lagerung der Kopplungsstifte
verringert werden und die Ferseneinheit wird wartungsfreundlicher und weniger anfällig
gegenüber Defekten.
[0009] Zur Bereitstellung des wenigstens einen Kontaktabschnitts kann das Verstärkungselement
besonders bevorzugt wenigstens eine Ausnehmung für die Kopplungsstifte umfassen, welche
dazu eingerichtet ist, den wenigstens einen Kontaktabschnitt für den Kontakt mit wenigstens
einem der Kopplungsstifte zu bilden. Insbesondere können zwei Ausnehmungen im Verstärkungselement
in Form der Verstärkungsplatte bereitgestellt sein, jeweils eine für jeden Kopplungsstift.
Ausnehmungen im Verstärkungselement bieten den Vorteil, dass die Kopplungsstifte beispielsweise
in der jeweiligen Ausnehmung aufgenommen sein können und dadurch Kontaktabschnitte
bzw. eine Abstützung für die Kopplungsstifte zu mehreren Seiten bzw. in verschiedenen
Richtungen, beispielsweise nach unten, nach oben und/oder zu einer oder beiden Seiten,
bereitgestellt werden können. Durch eine derartige Konfiguration kann die Stabilität
der Ferseneinheit verbessert und der Verschleiß am Bindungskörper weiter reduziert
werden.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Ferseneinheit
ferner eine Basis mit einer Befestigungsanordnung zur Befestigung auf der Gleitbrettoberfläche
umfassen, wobei der Bindungskörper, insbesondere zur Verstellung der Ferseneinheit
zwischen einer Abfahrtsstellung und einer Mz-Auslösestellung, um eine zur Gleitbrettebene
orthogonale Auslösedrehachse drehbar an der Basis angeordnet ist. Durch die Möglichkeit
einer Drehung des Bindungskörpers relativ zur Basis kann die Ferseneinheit zum Beispiel
zwischen der Abfahrtsstellung, in welcher die am Bindungskörper angeordneten Kopplungsstifte
in Gleitbrettlängsrichtung vom Bindungskörper vorstehen, und einer Gehstellung verstellt
werden, in welcher die Kopplungsstifte nicht nach vorne weisen, insbesondere um beispielsweise
um etwa 90° oder etwa 180° verdreht sind, und so nicht mehr mit dem Fersenabschnitt
des Gleitbrettschuhs in Eingriff treten können, wodurch der Fersenabschnitt des mit
einer Vordereinheit einer Tourenbindung gekoppelten Gleitbrettschuhs zum Gehen von
der Ferseneinheit abheben kann.
[0011] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die
Ferseneinheit ferner eine My-Auslöseanordnung, welche dazu eingerichtet ist, den wenigstens
einen der Kopplungsstifte zu seiner Abfahrtsstellung hin vorzuspannen, und/oder eine
Mz-Auslöseanordnung umfassen, welche dazu eingerichtet ist, den Bindungskörper zu
seiner Abfahrtsstellung hin vorzuspannen. Im Fall eines so gennannten Vorwärtssturzes
kann somit eine Frontalauslösung bereitgestellt werden, die auch My-Auslösung genannt
wird. Bei einem Vorwärtssturz fällt ein Benutzer der Ferseneinheit nach vorne, wodurch
durch den Fersenabschnitt des Gleitbrettschuhs eine von unten wirkende Kraft an den
Kopplungsstiften angreift. Durch schräge Flächen an einem im Fersenbereich des Gleitbrettschuhs
vorgesehenen Insert können die durch den My-Auslösemechanismus in Richtung zueinander
vorgespannten Kopplungsstifte in einer Ebene parallel zur Gleitbrettebene voneinander
wegbewegt werden, um den Gleitbrettschuh freizugeben. Zusätzlich oder alternativ kann
im Fall eines Sturzes bei einem seitlichen Verdrehen des Schuhs eine Seitenauslösung
bereitgestellt werden, die auch Mz-Auslösung genannt wird. Eine Mz-Auslösung kann
insbesondere durch eine Drehung des Bindungskörpers in Bezug auf das Gleitbrett oder
eine am Gleitbrett befestigte Basis um eine Auslösedrehachse orthogonal zur Gleitbrettebene
erfolgen. Wird der Bindungskörper zusammen mit den Kopplungsstiften durch eine äußere
Krafteinwirkung wie etwa seitliche Schläge oder dergleichen ausreichend weit von der
Abfahrtsstellung in seitlicher Richtung verdreht, kann der Fersenabschnitt des Gleitbrettschuhs
freigegeben werden. Auf diese Weise kann eine vollständige Sicherheitsauslösung, umfassend
Frontal- und Seitenauslösung bereitgestellt werden, wodurch die Sicherheit für einen
Benutzer der Ferseneinheit deutlich erhöht wird.
[0012] Mz und My sind Auslösedrehmomente von Gleitbrettbindungen. My ist das Drehmoment
für ein Auslösen bei Einwirkung eines Drehmoments um eine Gleitbrettquerachse (Y-Achse),
wenn dieses Drehmoment ein My-Auslösedrehmoment überschreitet. Die für die My-Auslösung
notwendige Bewegung der Kopplungsstifte relativ zueinander kann beispielsweise entgegen
der Vorspannkraft von in Gleitbrettlängsrichtung angeordneten Druckfedern erfolgen,
deren Vorspannkraft über geneigte Keilflächen von Keilelementen auf die Kopplungsstifte
übertragen wird, um dieselben in einer zur Anordnungsrichtung der Druckfedern verschiedenen
Richtung zu bewegen, insbesondere aufeinander zu vorzuspannen, sprich ein Drehmoment
zu erzeugen. Insbesondere sind aber auch Torsionsfedern zur Erzeugung der Vorspannkraft
für die Kopplungsstifte möglich, die zum Beispiel direkt auf die Kopplungsstifte wirken
können. Mz ist das Drehmoment für ein Auslösen bei einer Drehung des Gleitbrettschuhs
in der Gleitbrettbindung und My ist das Drehmoment bei einer Vorwärtsneigung, beispielsweise
einem Vorwärtssturz. Demnach gewährleistet eine Mz-Sicherheitsauslösung eine Freigabe
des Gleitbrettschuhs aus der Gleitbrettbindung bei Einwirkung eines Drehmoments um
eine Z-Achse, wenn dieses Drehmoment ein Mz-Auslösedrehmoment überschreitet. Die Z-Achse
verläuft parallel zu einer zur Gleitbrettebene orthogonalen Auslösedrehachse. Der
Mz-Auslösemechanismus ist dafür vorgesehen, eine derartige Mz-Sicherheitsauslösung
in möglichst definierter Art und Weise bereitzustellen.
[0013] Außerdem können die Kopplungsstifte auf vorteilhafte Art und Weise dazu eingerichtet
sein, sich bei einer Bewegung zwischen der Abfahrtsstellung und der My-Auslöse- bzw.
Einstiegsstellung im Wesentlichen in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zur
Gleitbrettlängsrichtung und im Wesentlichen parallel zur Gleitbrettebene oder in einer
Richtung mit einer Bewegungskomponente in Richtung im Wesentlichen senkrecht zur Gleitbrettlängsrichtung
und im Wesentlichen parallel zur Gleitbrettebene und einer Bewegungskomponente in
einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zur Gleitbrettebene voneinander weg zu bewegen,
sodass sich ein Abstand zwischen den Kopplungsstiften erhöht. Eine Bewegung der Kopplungsstifte
voneinander weg gibt im Fall eines Vorwärtssturzes den Schuh frei. Eine zusätzliche
Bewegung der Kopplungsstifte voneinander weg und nach oben verlängert einen Auslöseweg
und kann auf vorteilhafte Weise Fehlauslösungen durch Schläge oder ähnliches verhindern.
[0014] Insbesondere ist daran gedacht, dass das Verstärkungselement in Fahrtrichtung vor
dem Bindungskörper angeordnet ist, d.h., dass das Verstärkungselement in Richtung
einer Ferse des Gleitbrettschuhs weist. Dadurch kann das Verstärkungselement direkt
mit den Kopplungsstiften zusammenwirken, die ebenfalls in Richtung der Schuhferse
vom Bindungskörper nach vorne vorstehen, und so den wenigstens einen Kontaktabschnitt
zur Abstützung der Kopplungsstifte bei einer Krafteinwirkung bereitstellen. Dadurch
kann die Stabilität sowie eine Verschleißresistenz der Ferseneinheit, insbesondere
des Bindungskörpers, weiter verbessert werden.
[0015] Bevorzugt können der Bindungskörper und das Verstärkungselement mittels einer Verbindungsanordnung
miteinander verbunden sein, wobei die Verbindungsanordnung eine Schraub- oder Stiftverbindung
umfasst, insbesondere wobei eine Montagerichtung der Schraub- oder Stiftverbindung
im Wesentlichen parallel zur Gleitbrettebene verläuft. Die Montagerichtung entspricht
einer Axialrichtung einer Schrauben- oder Stiftachse. Die Schraub- oder Stiftverbindung
kann Schrauben und/oder Stifte bzw. Bolzen, wie Passstifte, insbesondere Rändelbolzen,
aufweisen. Insbesondere kann die Schraub- oder Stiftverbindung zwei oder mehr Schrauben
umfassen, mittels welchen das Verstärkungselement am Bindungskörper verschraubt ist.
Der Bindungskörper der Gleitbrettbindung ist dadurch dazu in der Lage, auch größere
Kräfte, insbesondere Frontalauslösekräfte bei einer My-Auslösung (Drehmoment um eine
Y-Achse) in vertikaler Richtung dauerhaft aufzunehmen. Die so geschaffene Verbindungsanordnung
ermöglicht eine konstruktiv einfache, bei Bedarf lösbare und dauerhaft verschleißresistente
Verbindung zwischen Verstärkungselement und Bindungskörper auch nach längerer intensiver
Benutzungsdauer. Mit anderen Worten können bei einer My-Auslösung auftretende in einer
zur Gleitbrettebene im Wesentlichen senkrechten Richtung wirkende Frontalauslösekräfte,
auch FAV-Kräfte genannt, vorteilhaft über die erste Schraub- oder Stiftverbindung
absorbiert bzw. in den Bindungskörper eingeleitet werden, insbesondere, wenn diese
eine im Wesentlichen parallel zur Gleitbrettebene verlaufende Montagerichtung aufweist.
Somit kann die Widerstandsfähigkeit der Ferseneinheit weiter verbessert werden.
[0016] Alternativ oder insbesondere zusätzlich zu einer Schraub- oder Stiftverbindung können
der Bindungskörper und das Verstärkungselement mittels einer Verbindungsanordnung
miteinander verbunden sein, wobei die Verbindungsanordnung eine formschlüssige Verbindung
umfasst. Eine derartige formschlüssige Verbindung kann insbesondere durch einen Formschluss
zwischen Bindungskörper und Verstärkungselement gebildet sein. Auf diese Weise kann
die Stabilität der Anordnung weiter verbessert werden. Während der Verwendung der
Ferseneinheit auftretende Kräfte und/oder Stöße, welche eine möglicherweise bereitgestellte
Schraub- oder Stiftverbindung stark beanspruchen würden, können zudem zu großen Teilen
in die formschlüssige Verbindung eingeleitet werden, sodass eine übermäßige Beanspruchung
und damit frühzeitiger Verschleiß der Schraub- oder Stiftverbindungen vermieden werden
kann.
[0017] Die formschlüssige Verbindung kann wenigstens einen bindungskörperseitigen Vorsprung
und wenigstens eine entsprechende Ausnehmung am Verstärkungselement umfassen, wobei
die Ausnehmung am Verstärkungselement dazu eingerichtet ist, den jeweiligen bindungskörperseitigen
Vorsprung im Wesentlichen formschlüssig darin aufzunehmen. Insbesondere können zwei
Vorsprünge am Bindungskörper und dementsprechend zwei Ausnehmungen im Verstärkungselement
bereitgestellt sein. Mit einem Vorsprung und einer Ausnehmung kann die formschlüssige
Verbindung mit konstruktiv einfachen Mitteln realisiert werden und die Stabilität
der Anordnung weiter verbessert werden.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann das Verstärkungselement
aus einem Material hergestellt sein, welches sich von dem Material unterscheidet,
aus welchem der Bindungskörper hergestellt ist. Insbesondere kann das Verstärkungselement
in Form der Verstärkungsplatte aus einem verschleißresistenteren bzw. härteren Material
hergestellt sein als der Bindungskörper. Auf diese Weise kann eine verbesserte Stabilität
und Verschleißresistenz erreicht werden, während die Kosten für die Ferseneinheit
und das Gewicht der Ferseneinheit niedrig bleiben.
[0019] Dabei ist insbesondere daran gedacht, dass der Bindungskörper aus einem Kunststoffmaterial
hergestellt ist und das Verstärkungselement aus einem metallischen Material hergestellt
ist. Eine Kombination aus einem Metallmaterial und einem Kunststoffmaterial bringt
eine Kombination aus Gewichts- und Kostenersparnis (Kunststoff) auf der einen Seite
und Stabilität und Verschleißresistenz (Metall) auf der anderen Seite mit sich. Es
ist daran gedacht, dass der Bindungskörper aus einem Kunststoff wie etwa Polyoxymethylen
(POM) oder glasfaserverstärktem Polyamid (PA-GF) hergestellt ist und das Verstärkungselement
insbesondere aus Titan, alternativ aus Stahl oder Aluminium, oder aus Legierungen
davon hergestellt ist. Insbesondere ist dabei an ein Blechmaterial gedacht.
[0020] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die wenigstens eine Ausnehmung
dazu eingerichtet sein, eine Führung für die Kopplungsstifte bereitzustellen, um die
Bewegungsbahn der Kopplungsstifte aufeinander zu und/oder voneinander weg zu begrenzen.
Eine solche Begrenzung kann insbesondere durch Anschläge jeweils in Gleitbrettquerrichtung
bzw. y-Richtung nach innen und außen erfolgen. Dadurch kann ein definierter Auslöseweg
für eine My-Auslösung erreicht werden. Zudem kann am Bindungskörper auftretender Verschleiß
weiter reduziert werden.
[0021] Besonders bevorzugt kann eine Dicke des Verstärkungselements in Form der Verstärkungsplatte
zwischen 1 mm und 4 mm, insbesondere zwischen 2 mm und 3 mm, vorzugsweise 2,5 mm,
betragen. Es hat sich herausgestellt, dass eine derartige Plattenstärke, insbesondere
in Gleitbrettlängsrichtung gemessen, ein optimales Verhältnis aus Gewicht zu Stabilität
mit sich bringt.
[0022] Die eingangs formulierte Erfindungsaufgabe wird ebenfalls gelöst durch eine Tourenbindung,
umfassend eine Ferseneinheit gemäß der vorliegenden Erfindung. Mit einer Ferseneinheit
gemäß der vorliegenden Erfindung kann wiederum Verschleiß am Bindungskörper im Bereich
einer Lagerung der Kopplungsstifte verringert werden und die Tourenbindung wird wartungsfreundlicher
und weniger anfällig gegenüber Defekten.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer Ferseneinheit gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer Abfahrtstellung,
- Figur 2
- eine Vorderansicht der Ferseneinheit aus Figur 1 in der Abfahrtsstellung,
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht der Ferseneinheit gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer Auslösestellung und
- Figur 4
- eine Vorderansicht der Ferseneinheit aus Figur 3 in der Auslösestellung.
[0024] Unter Bezugnahme auf Figur 1 umfasst eine in den Figuren allgemein mit 10 bezeichnete
Ferseneinheit einen Bindungskörper 16 und zwei im Wesentlichen nebeneinander, am Bindungskörper
16 angeordnete Kopplungsstifte 18 zum Eingreifen in Ausnehmungen eines Fersenabschnitts
eines Gleitbrettschuhs, um den Gleitbrettschuh an der Ferseneinheit 10 zu fixieren.
Die Ferseneinheit 10 ist auf einer Gleitbrettoberfläche eines nicht dargestellten
Gleitbretts zu montieren.
[0025] Die Gleitbrettoberfläche definiert eine Gleitbrettebene E. In Bezug auf die Gleitbrettebene
E sind ferner eine X-Achse (Gleitbrettlängsrichtung bzw. x-Richtung), welche in Fahrtrichtung
des Gleitbretts orientiert ist und parallel zur Gleitbrettebene E verläuft, eine orthogonal
zur X-Achse und parallel zur Gleitbrettebene E verlaufende Y-Achse (Gleitbrettquerrichtung
bzw. y-Richtung) sowie eine orthogonal zur Gleitbrettebene E verlaufende Z-Achse (vertikale
Richtung oder z-Richtung) definiert.
[0026] Die Ferseneinheit 10 kann ferner eine Basis 12 mit einer Befestigungsanordnung zur
Befestigung der Ferseneinheit 10 auf der Gleitbrettoberfläche umfassen. Eine derartige
Befestigungsanordnung kann im vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielsweise durch
Befestigungslöcher 14 für Befestigungsschrauben verwirklicht sein.
[0027] Die Basis 12 kann zweiteilig ausgebildet sein, mit einem ersten Basiselement 20,
insbesondere in Form einer Basisplatte 20, welches zur Befestigung am Gleitbrett beispielsweise
die Befestigungsanordnung zur Befestigung mittels Schrauben aufweist (entsprechende
Bohrungen 14 im ersten Basiselement 20), sowie mit einem zweiten Basiselement 22,
insbesondere in Form eines längsverschiebbaren Schlittens 22, welches am ersten Basiselement
20 angebracht sein kann. Das zweite Basiselement 22 kann in x-Richtung verschiebbar
am ersten Basiselement 20 gehalten sein, um eine Längspositionierung der Ferseneinheit
10 zur Anpassung an eine Schuhgröße zu ermöglichen oder/und eine gewisse Beweglichkeit
der Ferseneinheit 10 gegenüber dem Gleitbrett entlang der X-Achse in einem vorbestimmten
dynamischen Bewegungsbereich zu ermöglichen.
[0028] Im bevorzugten Ausführungsbeispiel kann der Bindungskörper 16 um eine parallel zur
z-Richtung verlaufende Auslösedrehachse drehbar an der Basis 12 angeordnet sein. Insbesondere
kann im bevorzugten Ausführungsbeispiel durch eine derartige Drehung des Bindungskörpers
16 in Bezug auf die Basis 12 die Ferseneinheit zwischen einer Abfahrtsstellung und
einer Mz-Auslösestellung und/oder zwischen einer Abfahrtsstellung und einer Gehstellung
verstellbar sein.
[0029] Erfindungsgemäß stehen die Kopplungsstifte 18 in einer Abfahrtsstellung der Ferseneinheit
10 in der Gleitbrettlängsrichtung x, insbesondere in Fahrtrichtung nach vorne, von
dem Bindungskörper 16 vor und wenigstens einer der Kopplungsstifte 18 ist relativ
zu dem anderen Kopplungsstift 18 zwischen einer Abfahrtsstellung (Figuren 1 und 2)
und einer My-Auslöse- bzw. Einstiegsstellung (Figuren 3 und 4) beweglich.
[0030] Um den Bindungskörper 16 zu verstärken bzw. gegenüber Verschleiß zu schützen umfasst
die Ferseneinheit 10 ferner ein Verstärkungselement 30 in der Form einer Verstärkungsplatte
30, die in Figur 2, einer Vorderansicht der Ferseneinheit 10, besser zu erkennen ist.
Die Verstärkungsplatte 30 ist am Bindungskörper 16 angeordnet und erstreckt sich im
Wesentlichen in einer Ebene im Wesentlichen orthogonal zur Gleitbrettebene E. Das
Verstärkungselement 30 ist dazu eingerichtet, zumindest bei einer auf die Kopplungsstifte
18 wirkenden Last, insbesondere bei einer in einer Richtung z im Wesentlichen orthogonal
zur Gleitbrettebene E auf die Kopplungsstifte 18 wirkenden Last, wenigstens einen
Kontaktabschnitt 34 für einen Kontakt mit wenigstens einem der Kopplungsstifte 18
zu bilden. Ein derartiger Kontaktabschnitt 34 gewährleistet eine Abstützung der Kopplungsstifte
an dem Verstärkungselement 30 bei einer Krafteinwirkung auf die Kopplungsstifte 18,
insbesondere in der Richtung im Wesentlichen orthogonal zur Gleitbrettebene E. Dadurch
kann die auf die Kopplungsstifte 18 wirkende Kraft über das Verstärkungselement 30
in den Bindungskörper 16 geleitet werden und der Bindungskörper 16 kann entlastet
werden. Auf diese Weise kann Verschleiß am Bindungskörper 16 im Bereich einer Lagerung
der Kopplungsstifte 18 reduziert werden
[0031] Eine derartige Verstärkungsplatte 30 kann insbesondere aus einem metallischen Blechmaterial
hergestellt sein, wie bevorzugt aus Titan, Stahl, Aluminium oder Legierungen davon,
während der Bindungskörper 16 bevorzugt aus Kunststoff hergestellt sein kann. Dadurch
kann die Verstärkungsplatte 30 den Bindungskörper 16 hinsichtlich darauf wirkender
Kräfte unterstützen und ihn vor Verschleiß schützen. Zu diesem Zweck ist die Verstärkungsplatte
30 bevorzugt in Fahrtrichtung x vor dem Bindungskörper 26 angeordnet, um direkt mit
den Kopplungsstiften 18 zusammenwirken zu können, die in Fahrtrichtung x von dem Bindungskörper
18 vorstehen.
[0032] Die Verstärkungsplatte 30 kann wenigstens eine Ausnehmung 32 für die Kopplungsstifte
18 umfassen, welche dazu eingerichtet ist, den wenigstens einen Kontaktabschnitt 34
für den Kontakt mit wenigstens einem der Kopplungsstifte 18 zu bilden. Im bevorzugten
Ausführungsbeispiel kann die Verstärkungsplatte 30 zwei Ausnehmungen 32 umfassen,
eine für jeden Kopplungsstift 18. Die Kontaktabschnitte 34 stellen eine Art Anschlag
für die Kopplungsstifte 18 dar und können insbesondere in z-Richtung wirkende Kräfte
direkt aufnehmen und in den Bindungskörper 16 einleiten.
[0033] Um die wirkenden Kräfte noch besser aufnehmen und verteilen zu können, kann eine
formschlüssige Verbindung zwischen Bindungskörper 16 und Verstärkungselement 30 bereitgestellt
sein. Dazu kann wenigstens ein Vorsprung 27, 29 am Bindungskörper 16 bereitgestellt
sein, der in wenigstens einer am Verstärkungselement 30 vorgesehenen, passenden Ausnehmung
37, 39 im Wesentlichen formschlüssig aufgenommen sein kann. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel
können insbesondere zwei Vorsprünge 27, 29 und zwei Ausnehmungen 37, 39 vorgesehen
sein. Ein unterer 27 der beiden bindungskörperseitigen Vorsprünge kann zum Beispiel
in einer pilzartigen Form mit einem in y-Richtung verbreiterten Abschnitt 28 bereitgestellt
sein. Eine dadurch bedingte in y-Richtung breitere Auflagefläche zwischen dem verbreiterten
Abschnitt 28 des Vorsprungs 27 des Bindungskörpers 16 und der Ausnehmung 37 der Verstärkungsplatte
30 begünstigt die Krafteinleitung der auf die Kopplungsstifte 18 wirkenden Kräfte
über die Verstärkungsplatte 30 in den Bindungskörper 16, da die Kräfte aufgrund der
breiteren Auflagefläche besser verteilt werden können.
[0034] Um das Verstärkungselement 30 bzw. die Verstärkungsplatte 30 auch in x-Richtung an
der Ferseneinheit 10 zu sichern, können im vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei Schrauben
46 vorgesehen sein, die durch Schraubenlöcher 36 in der Verstärkungsplatte 30 hindurchgeführt
und in einer Montagerichtung im Wesentlichen parallel zur Gleitbrettebene E mit dem
Bindungskörper 16 verschraubt sind.
[0035] In den Figuren 3 und 4 ist die Ferseneinheit 10 des bevorzugten Ausführungsbeispiels
in einer My-Auslöse- bzw. Einstiegsstellung dargestellt. Beim einem solchen Einstiegsvorgang,
bei dem der Gleitbrettschuh mit der Ferseneinheit 10 gekoppelt wird, drückt der Benutzer
mit dem Fersenabschnitt des Gleitbrettschuhs aus im Wesentlichen vertikaler Richtung
von oben auf die Kopplungsstifte 18. Zum Beispiel durch ein Metallinsert in der Schuhferse
mit schrägen Flächen, an denen die Kopplungsstifte 18 abgleiten, bewegen sich die
Kopplungsstifte 18 im Wesentlichen in y-Richtung oder in y-Richtung mit einer zusätzlichen
Bewegungskomponente in z-Richtung nach oben voneinander weg. Bei einem Vorwärtssturz
und einer damit verbundenen My-Auslösung der Ferseneinheit 10 wirkt eine Kraft in
z-Richtung von unten auf die Kopplungsstifte 18. Wiederum werden die Kopplungsstifte
18 durch am Gleitbrettschuh vorgesehene schräge Flächen in y-Richtung voneinander
wegbewegt, wie in Figur 4 dargestellt ist.
[0036] Darüber hinaus ist zu erkennen, dass die beiden Ausnehmung 32 bei der Bewegung, welche
die Kopplungsstifte 18 bei einem My-Auslöse- oder Einstiegsvorgang ausführen, eine
Art Führung für die Kopplungsstifte 18 bereitstellen und damit die Bewegungsbahn der
Kopplungsstifte 18 aufeinander zu und/oder voneinander weg begrenzen. So stehen die
Kopplungsstifte 18 unter Bezugnahme auf Figur 2, in der Abfahrtsstellung der Ferseneinheit
10, an einem in y-Richtung inneren Ende bzw. an einem inneren Kontaktabschnitt der
Ausnehmungen 32 an, während sie unter Bezugnahme auf Figur 4, in der My-Auslöse- bzw.
Einstiegsstellung der Abfahrtsstellung der Ferseneinheit 10, an einem in y-Richtung
äußeren Ende bzw. an einem äußeren Kontaktabschnitt der Ausnehmungen 32 anstehen.
Auf diese Weise kann ein definierter Auslöseweg für eine My-Auslösung erreicht werden
und die Bewegung der Kopplungsstifte 18 bei einem Einstiegsvorgang voneinander weg
durch an der insbesondere aus einem metallischen Material hergestellten Verstärkungsplatte
vorgesehene Anschläge begrenzt werden. Dadurch kann wiederum Verschleiß am Bindungskörper
reduziert werden.
1. Ferseneinheit (10) für eine Gleitbrettbindung, insbesondere für eine Tourenbindung,
wobei die Ferseneinheit (10) auf einer Gleitbrettoberfläche zu montieren ist, welche
eine Gleitbrettebene (E) definiert, umfassend:
einen Bindungskörper (16) und
zwei im Wesentlichen nebeneinander, am Bindungskörper (16) angeordnete Kopplungsstifte
(18) zum Eingreifen in Ausnehmungen eines Fersenabschnitts eines Gleitbrettschuhs,
um den Gleitbrettschuh an der Ferseneinheit (10) zu fixieren, wobei die Kopplungsstifte
(18) in einer Abfahrtsstellung der Ferseneinheit (10) in einer Gleitbrettlängsrichtung
(x), insbesondere in einer Fahrtrichtung nach vorne, von dem Bindungskörper (16) vorstehen
und wenigstens einer der Kopplungsstifte (18) relativ zu dem anderen Kopplungsstift
(18) zwischen einer Abfahrtsstellung und einer My-Auslöse- bzw. Einstiegsstellung
beweglich ist,
gekennzeichnet durch
ein Verstärkungselement (30) in der Form einer Verstärkungsplatte (30), welche am
Bindungskörper (16) angeordnet ist und sich im Wesentlichen in einer Ebene im Wesentlichen
orthogonal zur Gleitbrettebene (E) erstreckt, wobei das Verstärkungselement (30) dazu
eingerichtet ist, zumindest bei einer auf die Kopplungsstifte (18) wirkenden Last,
insbesondere bei einer in einer Richtung (z) im Wesentlichen orthogonal zur Gleitbrettebene
(E) auf die Kopplungsstifte (18) wirkenden Last, wenigstens einen Kontaktabschnitt
(34) für einen Kontakt mit wenigstens einem der Kopplungsstifte (18) zu bilden.
2. Ferseneinheit (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verstärkungselement (30) wenigstens eine Ausnehmung (32) für die Kopplungsstifte
(18) umfasst, welche dazu eingerichtet ist, den wenigstens einen Kontaktabschnitt
(34) für den Kontakt mit wenigstens einem der Kopplungsstifte (18) zu bilden.
3. Ferseneinheit (10) nach Anspruch 1 oder 2, ferner umfassend
eine Basis (12) mit einer Befestigungsanordnung (14) zur Befestigung auf der Gleitbrettoberfläche,
wobei der Bindungskörper (16), insbesondere zur Verstellung der Ferseneinheit (10)
zwischen einer Abfahrtsstellung und einer Mz-Auslösestellung, um eine zur Gleitbrettebene
(E) orthogonale Auslösedrehachse drehbar an der Basis (12) angeordnet ist.
4. Ferseneinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend
eine My-Auslöseanordnung, welche dazu eingerichtet ist, den wenigstens einen der Kopplungsstifte
(18) zu seiner Abfahrtsstellung hin vorzuspannen, und/oder
eine Mz-Auslöseanordnung, welche dazu eingerichtet ist, den Bindungskörper (16) zu
seiner Abfahrtsstellung hin vorzuspannen.
5. Ferseneinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kopplungsstifte (18) dazu eingerichtet sind, sich bei einer Bewegung zwischen
der Abfahrtsstellung und der My-Auslöse- bzw. Einstiegsstellung im Wesentlichen in
einer Richtung (y) im Wesentlichen senkrecht zur Gleitbrettlängsrichtung (x) und im
Wesentlichen parallel zur Gleitbrettebene (E) oder in einer Richtung mit einer Bewegungskomponente
in Richtung (y) im Wesentlichen senkrecht zur Gleitbrettlängsrichtung (x) und im Wesentlichen
parallel zur Gleitbrettebene (E) und einer Bewegungskomponente in einer Richtung (z)
im Wesentlichen senkrecht zur Gleitbrettebene (E) voneinander weg zu bewegen, sodass
sich ein Abstand zwischen den Kopplungsstiften (18) erhöht.
6. Ferseneinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verstärkungselement (30) in Fahrtrichtung (x) vor dem Bindungskörper (16) angeordnet
ist.
7. Ferseneinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Bindungskörper (16) und das Verstärkungselement (30) mittels einer Verbindungsanordnung
(27, 29, 36, 37, 39, 46) miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungsanordnung
eine Schraub- oder Stiftverbindung (36, 46) umfasst, insbesondere wobei
eine Montagerichtung der Schraub- oder Stiftverbindung (36, 46) im Wesentlichen parallel
zur Gleitbrettebene (E) verläuft.
8. Ferseneinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Bindungskörper (16) und das Verstärkungselement (30) mittels einer Verbindungsanordnung
(27, 29, 36, 37, 39, 46) miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungsanordnung
eine formschlüssige Verbindung (27, 29, 37, 39) umfasst.
9. Ferseneinheit (10) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die formschlüssige Verbindung (27, 29, 37, 39) wenigstens einen bindungskörperseitigen
Vorsprung (27, 29) und wenigstens eine entsprechende Ausnehmung (37, 39) am Verstärkungselement
(30) umfasst,
wobei die Ausnehmung (37, 39) am Verstärkungselement (30) dazu eingerichtet ist, den
jeweiligen bindungskörperseitigen Vorsprung (27, 29) im Wesentlichen formschlüssig
darin aufzunehmen.
10. Ferseneinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verstärkungselement (30) aus einem Material hergestellt ist, welches sich von
dem Material unterscheidet, aus welchem der Bindungskörper (16) hergestellt ist.
11. Ferseneinheit (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
der Bindungskörper (16) aus einem Kunststoffmaterial hergestellt ist und das Verstärkungselement
(30) aus einem metallischen Material hergestellt ist.
12. Ferseneinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens eine Ausnehmung (32) dazu eingerichtet ist, eine Führung für die Kopplungsstifte
(18) bereitzustellen, um die Bewegungsbahn der Kopplungsstifte (18) aufeinander zu
und/oder voneinander weg zu begrenzen.
13. Ferseneinheit (10) einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Dicke des Verstärkungselements (30) in Form der Verstärkungsplatte (30) zwischen
1 mm und 4 mm, insbesondere zwischen 2 mm und 3 mm, insbesondere 2,5 mm, beträgt.
14. Tourenbindung, umfassend eine Ferseneinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.