[0001] Die Erfindung betrifft eine Kämmmaschine für die Spinnereivorbereitung, aufweisend
wenigstens einen Kämmkopf, wobei der Kämmkopf eine Antriebseingangswelle umfasst,
die mit einem Antriebsmotor der Kämmmaschine in Wirkverbindung gebracht ist, und wobei
der Kämmkopf ein Zangengetriebe mit einer Zangenwelle aufweist, die mit der Antriebseingangswelle
antreibend verbunden ist und zum Antrieb eines Zangenapparates mit einer Unterzange
und mit einer Oberzange eingerichtet ist, wobei wenigstens eine Kupplungseinrichtung
in der antreibenden Wirkverbindung zwischen der Oberzange und der Zangenwelle eingerichtet
ist, mit der die Wirkverbindung wenigstens vorübergehend lösbar ist, um die Öffnungsposition
des Zangenapparates einzustellen. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur
Einstellung der Öffnungsposition des Zangenapparates einer solchen Kämmmaschine.
[0002] Moderne Kämmmaschinen weisen als wesentliche Bestandteile schwingende Zangen auf,
reversierende Abreißzylinder, einen Rundkamm und Reinigungsbürsten. Diese Bestandteile
bilden einen Kämmkopf, der periodisch aufeinanderfolgende Kämmzyklen ausführen kann,
und mit jedem Kämmzyklus führen die Zangen die Schwingbewegung aus, und die Arbeitszylinder
reversieren entsprechend, während der Rundkamm rotiert und mit einer Reinigungsbürste
abgereinigt wird. Das Trennen des Faserverbandes erfolgt durch ein gleichzeitiges
Zurückschwingen des Zangenapparates und eine Vorwärtsdrehung der Abreißzylinder. Anschließend
reversieren die Abreißzylinder wieder und speisen den Kammzug derart zurück, dass
der neu ausgekämmte Faserbart daraufgelegt werden kann, woraufhin die Verbindung im
Faserstrang wieder hergestellt werden kann, was als sogenannte Lötung bezeichnet wird.
[0003] Die Menge der Kämmlingsausscheidung wird durch die Abreißlänge bestimmt, wobei die
Abreißlänge als sogenanntes Ecartement bezeichnet wird. Per Definition ist das Ecartement
der räumliche Abstand zwischen einer Klemmlinie zwischen Oberzange und Unterzange
und der gegenüberliegenden Klemmlinie zwischen den vorderen Abreißzylindern. Das Ecartement
bildet folglich den Abstand zwischen den beiden Klemmmedien, der sich bei größter
Annäherung des Zangenapparates an den vorderen Abreißzylinder ergibt.
[0004] Die Größe des Ecartements bestimmt die Länge des Faserbartes, der bei geschlossenen
Zangen frei heraushängt und vom Rundkamm ausgekämmt werden kann. Bei gleichbleibender
Faserlängenverteilung im Faserband werden umso mehr Fasern herausgekämmt, je größer
das Ecartement ist. Damit steigt die Ausscheidung von Kämmlingen mit der Vergrößerung
des Ecartements und sinkt entsprechend bei einer Verkleinerung des Ecartements.
[0005] Alle bekannten Kämmmaschinen kontrollieren im Wesentlichen die Ausscheidung der Kämmlingsmenge
durch die Möglichkeit zur Veränderung der maschinenseitig bestimmten Größe des Ecartements,
wobei das Ecartement im Wesentlichen dadurch verändert wird, dass der äußere Umkehrpunkt
der Bewegung des Zangenapparates verstellt wird. Die Achsen der angetriebenen Abreißwalzen
sind räumlich fest, und die Abreißwalzen führen lediglich eine oszillierende pilgerschrittartige
Rotationsbewegung aus, um das Auskämmen des Faserbartes und die anschließende Lötung
zu ermöglichen.
[0006] Neben der Einstellung des Ecartements ist eine Einstellung der Öffnung zwischen der
Oberzange und der Unterzange notwendig, wobei die eigentliche Öffnungsbewegung durch
die Oberzange ausgeführt wird. Um die Zangenöffnung zwischen Oberzange und Unterzange
einzustellen, sind Lehren bekannt, die in die Zangenöffnung in der vorderen Umkehrposition
zwischen Oberzange und Unterzange eingesetzt werden, wobei das Abgreifen des Maßes
durch die Lehre bei einer bestimmten Rotationsposition der Zangenwelle ausgeführt
werden kann. Die Rotationsposition der Zangenwelle und damit auch die Position der
Oberzange ist dabei unmittelbar abhängig vom Ecartement, sodass die Zangenöffnung
ecartementabhängig verändert wird, und sodass der Schließzeitpunkt der Zange konstant
bei gleicher Rotationsposition der Zangenwelle bzw. auch der Antriebseingangswelle
erfolgt.
[0007] Für die Einstellung wird folglich eine Lehre benötigt, wobei die Einstellung der
Zangenöffnung schwierig zu automatisieren ist, da für die Einstellung die Lehre in
die geöffnete Zange eingebracht werden muss. Da der Schließzeitpunkt die technologisch
wichtige Einflussgröße ist, ist die Zangenöffnung insofern ein Hilfsmittel, um eine
Einstellung in einer weiteren Kammspielposition innerhalb des Zangenapparates zu vermeiden.
[0008] Aus der
US 5 197 163 A ist eine Kämmmaschine bekannt, bei der zum Ausgleich von Ecartement-Verstellungen
der Zange vorgeschlagen wird, das wenigstens ein Zahnrad einer weiteren Getriebestufe
über eine lösbare Verbindung mit der jeweiligen Antriebswelle verbunden ist. Hiernach
soll die Änderung des Abstandes (Ecartement) zwischen dem Klemmpunkt der Abreisswalzen
und dem Klemmpunkt zwischen der Speisewalze und der Unterzangenplatte in vorderster
Stellung des Zangenaggregates durch das Lösen und Verdrehen eines Führungsteiles in
Bezug auf die Zangenwelle um einen bestimmten Winkel erfolgen. Nach dem Verdrehen
wird die drehfeste Verbindung zwischen der Welle und dem Führungsteil wiederhergestellt.
Durch diese Verstellung ändert sich auch die Bewegung der Oberzangenplatte, welche
durch die Bewegung der Unterzangenplatte beeinflusst wird. Um nun wieder die ursprünglichen
Bewegungsverhältnisse zwischen der Unterzangenplatte und der Oberzangenplatte herzustellen,
wird vorgeschlagen, das Antriebsrad in Bezug auf die Antriebswelle zu verdrehen.
[0009] Aus der
GB 879 106 A ist eine weitere Kämmmmaschine mit manuell einstellbarem Ecartement bekannt.
[0010] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kämmmaschine und ein Verfahren
zum Betrieb einer Kämmmaschine zu schaffen, bei der eine verbesserte Einstellung der
Oberzangenöffnung ausgeführt werden kann. Insbesondere ist es die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, die Einstellung der Oberzangenöffnung zu automatisieren.
[0011] Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Kämmmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 und ausgehend von einem Verfahren gemäß Anspruch 9 in Verbindung mit den jeweils
kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0012] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass die Kupplungseinrichtung ein
elektrisch aktivierbares Betätigungsmittel auf.
[0013] Kerngedanke der Erfindung ist die Möglichkeit der vorübergehenden Entkopplung der
Oberzange vom restlichen Zangenapparat, sodass der Kämmkopf zunächst in eine definierte
Kammspielposition gebracht werden kann, insbesondere eben eine definierte Ecartement-Position,
und sodass anschließend die Zange definiert geschlossen werden kann. Erfindungsgemäß
ist hierfür eine Kupplungseinrichtung vorzusehen, die in der antreibenden Verbindung
der Zangenwelle zum Antrieb der Unterzange und der Oberzange eingerichtet ist.
[0014] Die Einstellung der Zangenberührung, also des Punktes, in dem die Oberzange die Unterzange
gerade eben berührt, jedoch noch keine Klemmkraft zwischen den Zangen aufgebaut wird,
kann bei einer bestimmten Rotationsposition der Zangenwelle erfolgen, die mit einem
definierten Abstand zur eigentlichen Ecartement-Position definiert sind, und die Oberzange
kann frei beweglich in die Schließposition gebracht werden. Diese Position wird nachfolgend
als die Ecartement-Nebenposition bezeichnet. Anschließend kann die Kupplungseinrichtung
wieder geschlossen werden, und die sich so einstellende Zangenbewegung korrespondiert
in richtiger Weise mit dem Phasenverlauf des Kammzyklus und insofern auch mit der
Ecartement-Position, ohne dass eine Lehre erforderlich wäre, die in zwischen die geöffneten
Zangen eingebracht werden muss.
[0015] Dabei kann die Kupplungseinrichtung in einer Getriebestufe zwischen der Oberzange
und der Zangenwelle eingebunden sein. Die Getriebestufe kann eine Verzahnung oder
eine Zugmittelverbindung sein, beispielsweise ein Zahnriemen, eine Kette oder dergleichen,
wobei die Kupplungseinrichtung, beispielsweise auf einem Zahnrad, einem Kettenrad
oder dergleichen eingerichtet ist, um beispielsweise eine Welle-Nabe-Verbindung vorübergehend
zu lösen. Alternativ kann die Kupplungseinrichtung in Verbindung mit einem Federbein
eingerichtet sein, das dazu dient, die Klemmkraft zwischen den Zangen aufzubauen und
das in an sich bekannter Weise die Oberzange kraftbeaufschlagt.
[0016] Weiterhin ist eine Steuereinheit vorgesehen, mit der die Kupplungseinrichtung und
insbesondere das Betätigungsmittel ansteuerbar sind, um die Wirkverbindung zwischen
der Oberzange und der Zangenwelle zu lösen und zu schließen. Mit der Steuereinheit
kann folglich die Kupplungseinrichtung und insbesondere das Betätigungsmittel angesteuert
werden, sodass diese Ansteuerung auch ortsfern von der Einrichtung der Kupplung und
des Betätigungsmittels erfolgen kann. Die Steuereinheit betrifft ist dabei insbesondere
die Steuereinheit, die zur Steuerung der Kämmmaschine dient.
[0017] Mit weiterem Vorteil ist ein Drehwinkelsensor eingerichtet, beispielsweise in Anordnung
an der Antriebseingangswelle oder in Anordnung an der Zangenwelle, wobei mit dem Drehwinkelsensor
eine Winkelposition der Zangenwelle bestimmbar oder erfassbar und an die Steuereinheit
ausgebbar ist. Insofern kann die Steuereinheit über den Drehwinkelsensor auch die
Ecartement-Position erfassen, sodass das Lösen der Oberzange vom restlichen Zangenapparat
an der definierten Ecartement-Position stattfinden kann, indem die Steuereinheit die
Kupplungseinrichtung bzw. das Betätigungsmittel entsprechend ansteuert.
[0018] Mit besonderem Vorteil kann die Oberzange so eingerichtet sein, dass diese bei geöffneter
Kupplungseinrichtung schwerkraftbedingt in Schließposition gegen die Unterzange fallen
kann. Insbesondere dadurch gestaltet sich das Einstellen des Schließzustandes zwischen
Oberzange und Unterzange besonders einfach, wobei zusätzlich oder alternativ auch
ein entsprechender Aktor vorgesehen sein kann, mit dem die Oberzange in die kraftlose
Schließposition gegen die Unterzange bewegt werden kann, wenn die Kupplungseinrichtung
geöffnet ist. Anschließend kann die Kupplungseinrichtung wieder geschlossen werden.
[0019] Die Steuereinheit zur Steuerung der Kämmmaschine ist insbesondere dazu ausgebildet,
eine definierte Ecartement-Nebenposition der Unterzange anzufahren und den Zangenapparat
in der definierten Ecartement -Nebenposition zu stoppen. Die definierte Ecartement
-Position ist zunächst die Position, bei der die Zangen den minimalen Abstand zu den
vorderseitigen Abreißzylindern aufweisen. In dieser Position ist die Oberzange relativ
zur Unterzange am weitesten geöffnet, und diese Position bildet auch den vorderen
Umkehrpunkt der Zangen relativ zu den Abreißwalzen. Ausgehend von dieser Ecartement-Position
wird das Kammspiel soweit fortgeführt, bis eine bestimmte Winkelposition angefahren
werden kann, bei der die Ecartement-Nebenposition erreicht ist. In genau dieser Position
kann die Kupplungseinrichtung die Verbindung der Oberzange zum restlichen Zangenapparat
lösen, und die Oberzange kann kraftlos gegen die Unterzange geschlossen werden. Anschließend
kann die Kupplungseinrichtung wieder geschlossen werden. Darauffolgend kann der Aufbau
der Klemmkraft erfolgen, und der Kämmzyklus kann periodisch wiederholt ablaufen. Das
Anfahren der entsprechenden Position im Kammzyklus kann dabei sowohl für eine Vorlaufspeisung
als auch für eine Rücklaufspeisung vorgesehen werden, wobei die Kammspielposition,
bei die Zangen gerade eben noch geschlossen sein soll, bevor die Klemmkraft zwischen
Oberzange und Unterzange aufgebaut wird, bekannt ist. Diese bekannte Position wird
entsprechend angefahren, die vorliegend als die Ecartement-Nebenposition der Unterzange
relativ zu den Abreißzylindern bezeichnet wird.
[0020] Um diese Position anzufahren, ist die Steuereinheit zur Steuerung der Kämmmaschine
dazu ausgebildet, diese definierte Ecartement-Position der Unterzange anzufahren und
den Zangenapparat in der definierten Ecartement-Position zu stoppen.
[0021] Die Erfindung richtet sich weiterhin auf ein Verfahren zur Einstellung der Öffnungsposition
des Zangenapparates der Kämmmaschine gemäß vorstehender Beschreibung, wobei das Verfahren
wenigstens die folgenden Schritte aufweist: Anfahren der definierten Ecartement-Position
der Unterzange, Lösen der antreibenden Wirkverbindung zwischen der Oberzange und der
Zangenwelle mittels der Kupplungseinrichtung, Überführen der Oberzange in eine Schließposition
gegen die Unterzange und Schließen der Wirkverbindung zwischen der Oberzange und der
Zangenwelle mittels der Kupplungseinrichtung.
[0022] Mittels diesem Verfahren kann also zunächst die Position des Fixkamms zu den Abreißwalzen
angestellt werden, und anschließend kann auf einfache Weise der Schließzeitpunkt des
Zangenapparates eingestellt werden. So kann mit einer automatischen Fixkammtiefeneinstellung
die Einstellung der technologischen Parameter im Kämmkopf vervollständigt werden.
Die Veränderung des Speisebetrages und die Speisemuldeneinstellung innerhalb der Zange
kann automatisiert werden, wobei lediglich eine einfache Kupplungseinrichtung und
eine entsprechende Programmierung in der Maschinensteuerung notwendig sind.
[0023] Dabei kann die heute übliche Skalierung an der Oberzangenwelle entfallen, und für
eine Kämmmaschine mit einer automatischen Einstellung des Schließens der Oberzange
relativ zur Unterzange können die vorhandenen Klemmverbindungen an einer oder an den
üblicherweise beiden Endseiten der Zangenwelle deutlich einfacher ausgeführt werden.
[0024] Die definierte Ecartement - Nebenposition entspricht der Position, in der die Oberzange
kraftlos gegen die Unterzange schließen muss, und zwar unmittelbar bevor im ablaufenden
Kämmzyklus die Schließkraft zwischen der Oberzange und der Unterzange aufgebaut wird.
Diese Position ist zu differenzieren von der eigentlichen Ecartement -Position, in
der der Abstand zwischen der Unterzange und den Abreißzylindern minimal ist, die Wegstrecke
zwischen der Ecartement-Position und der Ecartement-Nebenposition ist aber technologisch
definiert und damit für jedes Ecartement bekannt.
[0025] Insbesondere dann, wenn die definierte Ecartement -Nebenposition des Zangenapparates
angefahren und die Kupplungseinrichtung geöffnet ist, kann die Oberzange schwerkraftbedingt
in die Schließposition gegen die Unterzange fallengelassen werden. Sollte das selbsttätige,
schwerkraftbedingte Schließen der Oberzange relativ zur Unterzange nicht funktionieren,
kann ein entsprechender Aktor, beispielsweise ein kleiner Stellmotor, vorgesehen werden.
[0026] Nach dem kraftlosen Schließen der Oberzange gegen die Unterzange kann die Kupplungseinrichtung,
insbesondere mittels des Betätigungsmittels wieder geschlossen werden.
[0027] Der Vorgang kann insbesondere automatisiert werden. Dabei ist vorgesehen, dass das
Anfahren der definierten Ecartement-Nebenposition der Unterzange und/oder das Betätigen
der Kupplungseinrichtung mittels des Betätigungsmittels und/oder das kraftlose Schließen
der Oberzange gegen die Unterzange mittels der Steuereinheit ausgeführt wird, sodass
die Öffnungsposition des Zangenapparates automatisch eingestellt wird.
[0028] Mit besonderem Vorteil kann die Steuereinheit eine Eingabe-Ausgabeschnittstelle aufweisen,
beispielsweise in Form eines berührungssensitiven Bildschirms. Damit ist das automatische
Einstellen der Öffnungsposition des Zangenapparates von einem Bediener auslösbar und/oder
überwachbar.
[0029] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren
näher dargestellt. Es zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht des Kämmkopfes mit dem Zangenapparat, umfassend die
Unterzange und die Oberzange, sowie mit den Abreißzylindern,
- Figur 2
- eine Ansicht eines Getriebe-Ersatzschaubildes des Kämmkopfes mit der erfindungsgemäßen
Anordnung der Kupplungseinrichtung,
- Figur 2a
- die Kupplungseinrichtung in Verbindung mit dem Betätigungsmittel in einer geöffneten
Position,
- Figur 2b
- die Kupplungseinrichtung gemäß Figur 2a in einer geschlossen Position und
- Figur 3a-c
- eine Abfolge eines Teils des Kämmzyklus mit einer geöffneten Oberzange (Fig. 3a) mit
einer kraftlos geschlossenen Oberzange (Fig. 3b) und mit einer kraftbeaufschlagten
Oberzange (Fig. 3c),
- Figur 4
- ein Diagramm der Schließkraft der Oberzange gegen die Unterzange über der Winkelposition
der Antriebseingangswelle.
[0030] Figur 1 zeigt einen Kämmkopf 1, der zum Auskämmen eines Faserstranges 20 dient, wobei
der Faserstrang 20 auch als Faservlies oder als Watte bezeichnet werden kann. Der
Faserstrang 20 wird bevorratet auf einer Faserwickel 21 in einem unausgekämmten Zustand,
und der Faserwickel 21 ist auf zwei Wickelwalzen 22 aufgenommen. Damit kann der Faserwickel
21 durch Rotation der Wickelwalzen 22 abgewickelt und dem Kämmkopf 1 zugeführt werden.
[0031] Zunächst läuft der Faserstrang 20 über einen Speisezylinder 23 und wird anschließend
dem Zangenapparat zugeführt, der den Hauptbestandteil des Kämmkopfes 1 bildet. Der
Zangenapparat weist eine Unterzange 14 und eine Oberzange 15 auf, wobei der Faserstrang
20 zwischen Oberzange 14 und Unterzange 15 hindurchläuft. Schließen Oberzange 14 und
Unterzange 15, wird der Faserstrang 20 festgehalten und dieser kann über die Abreißzylinder
24 abgerissen werden, während sich der Zangenapparat von den Abreißzylindern 24 wegbewegt
(in der Bildebene nach rechts). Für diesen Teilzyklus sind Oberzange 14 und Unterzange
15 geschlossen und kraftbeaufschlagt, sodass der Faserstrang 20 festgehalten wird
und abreißt.
[0032] Unterseitig des Speisezylinders 23 ist eine Rundkammwalze 28 mit einem Rundkammsegment
29 angeordnet, mit der durch Rotation der Rundkammwalze 28 mittels des Rundkammsegmentes
29 den Faserstrang 20 am gerissenem Ende, dem sogenannten Faserbart, auszukämmen,
der aus den Zangen 14 und 15 herausragt (auf diese Phase des Kammzyklus ist in der
Darstellung nicht gezeigt).
[0033] Der ausgekämmte Faserstrang 20 läuft in die vorderen und hinteren Abreißzylinder
24 hinein, wobei anschließend der Faserstrang 20 in die paarweise angeordneten Abzugwalzen
25 einläuft, und anschließend, beispielsweise in entsprechende Kannen, abgelegt werden
kann.
[0034] Die Oberzange 15 ist in einem Drehpunkt 26 relativ zur Unterzange 14 schwenkbeweglich
aufgenommen. Die Unterzange 14 ist an einem Zangenarm 27 angebunden, der auf der Zangenwelle
13 befestigt ist, und aufgrund der oszillierenden Bewegung der Zangenwelle 13 führt
der Zangenarm 27 und damit auch die Oberzange 15 eine oszillierende Bewegung aus,
sodass sich die Zangen 14, 15 periodisch von den Abreißzylindern 24 entfernen und
wieder annähern.
[0035] Figur 2 zeigt ein Getriebe-Ersatzschaubild des Kämmkopfes 1, wobei nachfolgend die
wesentlichen Funktionen beschrieben sind. Der Kämmkopf 1 weist eine Antriebseingangswelle
10 auf, die über einen Antriebsmotor 11 angetrieben wird. Der Antriebsmotor 11 treibt
zunächst eine Nebenwelle 30 an, die Teil eines Nebengetriebes 31 ist, wobei das Nebengetriebe
beispielsweise die Tischkalenderwalzen 32 und beispielsweise Lieferwalzen 33 antreibt.
[0036] Auf der Nebenwelle 30 ist ein Zahnrad 34 aufgebracht, welches mit einem Hauptantriebsrad
35 ineinandergreift, und das Hauptantriebsrad 35 weist eine starre Verbindung zur
Antriebseingangswelle 10 auf, die somit vom Antriebsmotor 11 kontinuierlich drehend
angetrieben wird.
[0037] Die Antriebseingangswelle 10 treibt mit ihrer Drehbewegung die Rundkammwalze 28 an,
und weiterhin werden mit der Drehbewegung der Antriebseingangswelle 10 über eine Getriebestufe
36, die Abreißzylinder 24 angetrieben. Die Abreißzylinder 24 können alternativ auch
jeweils zugeordnete eigene elektromotorische Antriebe aufweisen.
[0038] An dem Hauptantriebsrad 35 ist eine Kurbelschwinge 37 angeordnet, über die die Zangenwelle
13 oszillierend angetrieben wird. Die oszillierende Bewegung der Zangenwelle 13 wird
in einen nicht näher dargestellten Zangenapparat überführt, um eine Oberzange auf
einer entsprechenden Oberzangenwelle, dargestellt mit der Position 15, und einer Unterzange
auf der Unterzangenwelle 15 anzutreiben. Durch die oszillierende Bewegung der Zangenwelle
13 und damit der nicht dargestellten Unterzange, kann eine Öffnungsbewegung und eine
Schließbewegung des Zangenapparates erreicht werden, indem die Oberzange 15 gegen
die nicht dargestellte Unterzange öffnet und schließt.
[0039] Auf der Zangenwelle 13 ist eine Drehwinkelsensor 19 beispielhaft dargestellt angeordnet,
um die Winkelposition der Zangenwelle 13 an eine Steuereinheit 18 zu übertragen.
[0040] Die Oberzange 15, dargestellt als Zangenwelle, ist mittels Kupplungseinrichtungen
16 mit der Zangenwelle 13 verbunden, sodass die oszillierende Bewegung in der Zangenwelle
13 über die Kupplungseinrichtung 16 auf die Oberzange 15 übertragen werden kann. Beispielhaft
sind zwei Kupplungseinrichtungen 16 eingerichtet, da die Zangenwelle der Oberzange
15 beidseitig an ihren Enden mit einer entsprechenden Wirkverbindung mit der Zangenwelle
13 verbunden sein kann. Durch die Kupplungseinrichtungen 16 wird die Möglichkeit geschaffen,
die Oberzange 15 von der Unterzange 14 auf der Zangenwelle 13 zu entkoppeln, um im
entkoppelten Zustand die Zangenöffnung einzustellen.
[0041] Das Detail X gemäß Figur 2 ist in den Figuren 2a und 2b dargestellt, wobei in Figur
2a die Kupplungseinrichtung 16 in einem geöffneten und in Figur 2b in einem geschlossenen
Zustand gezeigt ist. Lediglich schematisch ist ein Betätigungsmittel 17 dargestellt,
das mit der Steuereinheit 18 angesteuert werden kann. Mittels des Betätigungsmittels
17 kann der Öffnungs- und Schließzustand der Kupplungseinrichtung 16 angesteuert bzw.
ausgelöst werden.
[0042] Die Figuren 3a, 3b und 3c zeigen verschiedene Positionen der Oberzange 15 relativ
zur Unterzange 14 im ablaufenden, periodisch sich wiederholenden Kämmzyklus. In Figur
3a ist die Oberzange 15 relativ zur Unterzange 14 maximal geöffnet, wobei genau in
dieser Position der Abstand des Zangenapparates zu den Abreißzylindern minimal ist,
sodass in dieser Position das eigentliche Ecartement eingestellt wird bzw. sich ergibt.
An der Oberzange 15 ist ein Federbein 38 angeordnet, das gemäß der Öffnungsposition
nicht zusammengedrückt ist, da in der Öffnungsposition die Oberzange 15 kraftlos der
Unterzange 14 gegenübersteht. Um die Oberzange 15 relativ zur Unterzange 14 zu bewegen,
ist auf der Oberzangenwelle 40 ein Exzenter 39 aufgebracht, sodass bei Rotation der
Oberzangenwelle 40 die Oberzange 15 gegen die Unterzange 14 gefahren werden kann,
wie in Figur 3b gezeigt. In dieser Position ist die Berührung der Oberzange 15 an
der Unterzange 14 noch kraftlos, und das Federbein 38 ist nicht zusammengedrückt.
Figur 3c zeigt ein weiteres Fortschreiten der Rotation der Oberzangenwelle 40, sodass
über den Exzenter 39 das Federbein 38 komprimiert, wodurch eine definierte Kraft von
der Oberzange 15 auf die Unterzange 14 aufgebracht wird. Dieser Kraftverlauf ist in
der nachfolgenden Figur 5 näher dargestellt.
[0043] Figur 5 zeigt den Verlauf der Schließkraft F über der Winkelposition W der Oberzangenwelle
40. Zunächst beginnt der Verlauf der Kraft gemäß der Darstellung in der ersten Position
P1 und verläuft im Weiteren mit dem Wert 0 bis zur zweiten Position P2, woraufhin
über den Abschnitt A1 der Kraftanstieg folgt. Der nachfolgende Abschnitt A2 ist der
Abschnitt, über den die Oberzange 15 von der Unterzange 14 wieder gelöst ist, wobei
nach dieser Zangenöffnung gemäß Abschnitt A2 wieder der Abschnitt A1 folgt.
[0044] In der ersten Position P1 sind die Zangen am weitesten geöffnet und das Ecartement
ist so eingestellt, dass sich die Zangen 14 und 15 in einem minimalen Abstand zu den
Abreißzylindern 24 befinden, also der hier so bezeichneten Ecartement- Position. Beim
Verlauf bis zur zweiten Position P2, der hier so bezeichneten Ecartement- Nebenposition,
schließen die Zangen, sodass die Oberzange 14 die Unterzange 15 gerade eben berührt,
wobei die Schließkraft noch nicht aufgebracht wird. Genau an dieser Position, die
zum Ecartement exakt den immer gleichen technologisch bekannten Winkelfortschritt
der Winkelposition W nach sich zieht, kann nun die Kupplungseinrichtung 16 geöffnet
werden, und die Oberzange 15 fällt idealerweise schwerkraftbedingt auf die Unterzange
14 oder wird ohne Aufbringung einer Schließkraft F mittels eines entsprechenden Aktuators
aufeinander gebracht. Anschließend kann die Kupplungseinrichtung 16 wieder geschlossen
werden, wobei das Öffnen und Schließen der Kupplungseinrichtung 16 sowie das Aufbringen
der Oberzange 15 auf die Unterzange 14 allein im zweiten Punkt P2 erfolgt.
[0045] Mit dieser Erkenntnis wird die Möglichkeit geschaffen, neben der Ecartement-Einstellung
auch die Zangenöffnung auf einfache Weise einzustellen, indem der zweite Punkt P2
angefahren wird, der relativ zum ersten Punkt P1 immer den gleichen Winkelabschnitt
der Winkelposition W durchläuft. So kann bei eingestelltem Ecartement am ersten Punkt
der ersten Position P1 der Winkelabschnitt im Kammzyklus weiter verlaufen, sodass
gemäß der sodann bekannten zweiten Position P2 die Zangeneinstellung mittels einem
vorübergehenden Öffnen der Kupplungseinrichtung 16 erfolgen kann.
Bezugszeichen
[0046]
- 1
- Kämmkopf
- 10
- Antriebseingangswelle
- 11
- Antriebsmotor
- 12
- Zangengetriebe
- 13
- Zangenwelle
- 14
- Unterzange
- 15
- Oberzange
- 16
- Kupplungseinrichtung
- 17
- Betätigungsmittel
- 18
- Steuereinheit
- 19
- Drehwinkelsensor
- 20
- Faserstrang
- 21
- Faserwickel
- 22
- Wickelwalze
- 23
- Speisezylinder
- 24
- Abreißzylinder
- 25
- Abzugwalzen
- 26
- Drehpunkt
- 28
- Rundkammwalze
- 29
- Rundkammsegment
- 30
- Nebenwelle
- 31
- Nebengetriebe
- 32
- Tischkalenderwalzen
- 33
- Lieferwalzen
- 34
- Zahnrad
- 35
- Hauptantriebsrad
- 36
- Getriebestufe
- 37
- Kurbelschwinge
- 38
- Federbein
- 39
- Exzenter
- 40
- Oberzangenwelle
- F
- Schließkraft
- W
- Winkelposition
1. Kämmmaschine für die Spinnereivorbereitung aufweisend wenigstens einen Kämmkopf (1),
wobei der Kämmkopf (1) eine Antriebseingangswelle (10) umfasst, die mit einem Antriebsmotor
(11) der Kämmmaschine in Wirkverbindung gebracht ist, und wobei der Kämmkopf (1) ein
Zangengetriebe (12) mit einer Zangenwelle (13) aufweist, die mit der Antriebseingangswelle
(10) antreibend verbunden ist und zum Antrieb eines Zangenapparates mit einer Unterzange
(14) und mit einer Oberzange (15) eingerichtet ist, wobei wenigstens eine Kupplungseinrichtung
(16) in der antreibenden Wirkverbindung zwischen der Oberzange (15) und der Zangenwelle
(13) eingerichtet ist, mit der die Wirkverbindung wenigstens vorübergehend lösbar
ist, um die Öffnungsposition des Zangenapparates einzustellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungseinrichtung (16) ein elektrisch aktivierbares Betätigungsmittel (17)
aufweist.
2. Kämmmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungseinrichtung (16) in einer Getriebestufe (36) zwischen der Oberzange
(15) und der Zangenwelle (13) eingebunden ist.
3. Kämmmaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (18) vorgesehen ist, mit der die Kupplungseinrichtung (16) und
insbesondere das Betätigungsmittel (17) ansteuerbar ist, um die Wirkverbindung zwischen
der Oberzange (15) und der Zangenwelle (13) zu lösen und zu öffnen.
4. Kämmmaschine (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (18) zur Steuerung der Kämmmaschine (1) ausgebildet ist.
5. Kämmmaschine (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennz eichnet, dass ein Drehwinkelsensor (19) eingerichtet ist, insbesondere in Anordnung an der
Antriebseingangswelle (10) und/oder an der Zangenwelle (13), mit dem eine Winkelposition
der Zangenwelle (13) bestimmbar und/oder erfassbar und an die Steuereinheit (18) ausgebbar
ist.
6. Kämmmaschine (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennz eichnet, dass die Oberzange (15) so eingerichtet ist, dass diese bei geöffneter Kupplungseinrichtung
(16) schwerkraftbedingt in Schließposition gegen die Unterzange (14) fällt.
7. Kämmmaschine (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennz eichnet, dass die Steuereinheit (18) zur Steuerung der Kämmmaschine (1) dazu ausgebildet
ist, eine definierte Ecartement- Position der Unterzange (14) anzufahren und den Zangenapparat
in der definierten Ecartement- Position zu stoppen.
8. Kämmmaschine (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die definierte Ecartement- Position der Position entspricht, in der die Oberzange
(15) kraftlos gegen die Unterzange (14) schließt, unmittelbar bevor im ablaufenden
Kammzyklus die Schließkraft zwischen der Oberzange (15) und der Unterzange (14) aufgebaut
wird.
9. Verfahren zur Einstellung der Öffnungsposition des Zangenapparates einer Kämmmaschine
(1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, aufweisend wenigstens die folgenden Schritte:
- Anfahren einer definierten Ecartement- Position der Unterzange (14),
- Lösen der antreibenden Wirkverbindung zwischen der Oberzange (15) und der Zangenwelle
(13) mittels der Kupplungseinrichtung (16),
- Überführen der Oberzange (15) in eine Schließposition gegen die Unterzange (14)
und
- Schließen der Wirkverbindung zwischen der Oberzange (15) und der Zangenwelle (13)
mittels der Kupplungseinrichtung (16).
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die definierte Ecartement- Position der Position entspricht, in der die Oberzange
(15) kraftlos gegen die Unterzange (14) schließt, unmittelbar bevor im ablaufenden
Kammzyklus die Schließkraft zwischen der Oberzange (15) und der Unterzange (14) aufgebaut
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn die definierte Ecartement- Position des Zangenapparates angefahren und
die Kupplungseinrichtung (16) geöffnet ist, die Oberzange (15) schwerkraftbedingt
in die Schließposition gegen die Unterzange (14) fallen gelassen wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem kraftlosen Schließen der Oberzange (15) gegen die Unterzange (14) die Kupplungseinrichtung
(16) mittels des Betätigungsmittels (17) wieder geschlossen wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Anfahren der definierten Ecartement- Position der Unterzange (14) und/oder das
Betätigen der Kupplungseinrichtung (16) mittels des Betätigungsmittels (17) und/oder
das kraftlose Schließen der Oberzange (15) gegen die Unterzange (14) mittels der Steuereinheit
(18) ausgeführt wird, sodass die Öffnungsposition des Zangenapparates automatisch
eingestellt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (18) eine Eingabe-Ausgabeschnittstelle aufweist, insbesondere in
Form eines berührungssensitiven Bildschirms, wobei das automatische Einstellen der
Öffnungsposition des Zangenapparates von einem Bediener auslösbar und/oder überwachbar
ist.
1. Combing machine for spinning preparation, having at least one combing head (1), wherein
the combing head (1) comprises a drive input shaft (10) which has been brought into
operative connection with a drive motor (11) of the combing machine, and wherein the
combing head (1) has a nipper gear (12) having a nipper shaft (13) which is connected
to and driven by the drive input shaft (10) and is adapted for driving a nipper unit
having a lower nipper (14) and having an upper nipper (15), wherein at least one coupling
device (16) is provided in the driving operative connection between the upper nipper
(15) and the nipper shaft (13), with which coupling device the operative connection
can be released at least temporarily in order to adjust the opening position of the
nipper unit, characterised in that the coupling device (16) has an electrically activatable actuating means (17).
2. Combing machine (1) according to claim 1, characterised in that the coupling device (16) is integrated in a gear stage (36) between the upper nipper
(15) and the nipper shaft (13).
3. Combing machine (1) according to claim 1 or 2, characterised in that there is provided a control unit (18) with which the coupling device (16) and especially
the actuating means (17) can be controlled in order to release and to open the operative
connection between the upper nipper (15) and the nipper shaft (13).
4. Combing machine (1) according to claim 3, characterised in that the control unit (18) is configured for controlling the combing machine (1).
5. Combing machine (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that a rotation angle sensor (19) is provided, especially arranged on the drive input
shaft (10) and/or on the nipper shaft (13), with which an angular position of the
nipper shaft (13) can be determined and/or detected and can be outputted to the control
unit (18).
6. Combing machine (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the upper nipper (15) is so adapted that, when the coupling device (16) is open,
the upper nipper falls under the force of gravity into a closed position against the
lower nipper (14).
7. Combing machine (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the control unit (18) for controlling the combing machine (1) is configured to effect
movement to a defined ecartement position of the lower nipper (14) and to stop the
nipper unit in the defined ecartement position.
8. Combing machine (1) according to claim 7, characterised in that the defined ecartement position corresponds to the position in which the upper nipper
(15) closes without force against the lower nipper (14), immediately before the closing
force between the upper nipper (15) and the lower nipper (14) is built up in the combing
cycle that is taking place.
9. Method for adjusting the opening position of the nipper unit of a combing machine
(1) according to any one of claims 1 to 8, comprising at least the following steps:
- effecting movement to a defined ecartement position of the lower nipper (14),
- releasing the driving operative connection between the upper nipper (15) and the
nipper shaft (13) by means of the coupling device (16),
- transferring the upper nipper (15) into a closed position against the lower nipper
(14), and
- closing the operative connection between the upper nipper (15) and the nipper shaft
(13) by means of the coupling device (16).
10. Method according to claim 9, characterised in that the defined ecartement position corresponds to the position in which the upper nipper
(15) closes without force against the lower nipper (14), immediately before the closing
force between the upper nipper (15) and the lower nipper (14) is built up in the combing
cycle that is taking place.
11. Method according to claim 9 or 10, characterised in that, when the defined ecartement position of the nipper unit has been reached and the
coupling device (16) has been opened, the upper nipper (15) is allowed to fall under
the force of gravity into the closed position against the lower nipper (14).
12. Method according to any one of claims 9 to 11, characterised in that, after the upper nipper (15) has closed without force against the lower nipper (14),
the coupling device (16) is closed again by means of the actuating means (17).
13. Method according to any one of claims 9 to 12, characterised in that movement to the defined ecartement position of the lower nipper (14) and/or actuation
of the coupling device (16) by means of the actuating means (17) and/or closing of
the upper nipper (15) without force against the lower nipper (14) is carried out by
means of the control unit (18), so that the opening position of the nipper unit is
adjusted automatically.
14. Method according to any one of claims 9 to 13, characterised in that the control unit (18) has an input-output interface, especially in the form of a
touch-sensitive screen, wherein the automatic adjustment of the opening position of
the nipper unit can be initiated and/or monitored by an operator.
1. Peigneuse pour la préparation de filature présentant au moins une tête de peignage
(1), dans laquelle la tête de peignage (1) comprend un arbre d'entraînement principal
(10) qui est relié de manière opérationnelle avec un moteur d'entraînement (11) de
la peigneuse, et dans laquelle la tête de peignage (1) présente une transmission des
pinces (12) avec un arbre à pinces (13) qui est connecté de manière motrice avec l'arbre
d'entraînement principal (10) et prévu pour l'entraînement d'un mécanisme à pinces
avec une pince inférieure (14) et avec une pince supérieure (15), dans laquelle au
moins un dispositif d'accouplement (16) est prévu dans la liaison active motrice entre
la pince supérieure (15) et l'arbre à pinces (13) qui permet de desserrer au moins
temporairement la liaison active afin de régler la position d'ouverture du mécanisme
à pinces, caractérisée en ce que le dispositif d'accouplement (16) présente un moyen d'actionnement (17) pouvant être
activé électriquement.
2. Peigneuse (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif d'accouplement (16) est intégré dans un étage de transmission (36)
entre la pince supérieure (15) et l'arbre à pinces (13).
3. Peigneuse (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'une unité de commande (18) est prévue permettant de piloter le dispositif d'accouplement
(16) et notamment le moyen d'actionnement (17) afin de desserrer et d'ouvrir la liaison
active entre la pince supérieure (15) et l'arbre à pinces (13).
4. Peigneuse (1) selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'unité de commande (18) est conçue pour commander la peigneuse (1).
5. Peigneuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que qu'un capteur de position angulaire (19) est installé, notamment en disposition sur
l'arbre d'entraînement principal (10) et/ou sur l'arbre à pinces (13), permettant
de déterminer et/ou de détecter une position angulaire de l'arbre à pinces (13) et
de la transmettre à l'unité de commande (18).
6. Peigneuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la pince supérieure (15) est installée de telle manière qu'elle tombe en position
de fermeture contre la pince inférieure (14) en raison de la gravité lorsque le dispositif
d'accouplement (16) est ouvert.
7. Peigneuse (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'unité de commande (18) pour la commande de la peigneuse (1) est conçue pour accoster
une position d'écartement définie de la pince inférieure (14) et d'arrêter le mécanisme
à pinces dans la position d'écartement définie.
8. Peigneuse (1) selon la revendication 7, caractérisée en ce que la position d'écartement définie correspond à la position dans laquelle la pince
supérieure (15) ferme sans force contre la pince inférieure (14), juste avant que
la force de serrage ne soit générée entre la pince supérieure (15) et la pince inférieure
(14) dans le cycle de peignage en cours.
9. Procédé de réglage de la position d'ouverture du mécanisme à pinces d'une peigneuse
(1) selon l'une des revendications 1 à 8, présentant au moins les étapes suivantes
:
- Accostage d'une position d'écartement définie de la pince inférieure (14),
- Desserrage de la liaison active motrice entre la pince supérieure (15) et l'arbre
à pinces (13) au moyen du dispositif d'accouplement (16),
- Transfert de la pince supérieure (15) en une position de fermeture contre la pince
inférieure (14) et
- Fermeture de la liaison active entre la pince supérieure (15) et l'arbre à pinces
(13) au moyen du dispositif d'accouplement (16).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la position d'écartement définie correspond à la position dans laquelle la pince
supérieure (15) ferme sans force contre la pince inférieure (14), juste avant que
la force de serrage ne soit générée entre la pince supérieure (15) et la pince inférieure
(14) dans le cycle de peignage en cours.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que, lorsque la position d'écartement définie du mécanisme à pinces est accostée et que
le dispositif d'accouplement (16) est ouvert, la pince supérieure (15) est laissée
tomber en position de fermeture contre la pince inférieure (14) en raison de la gravité.
12. Procédé selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que le dispositif d'accouplement (16) est refermé au moyen du moyen d'actionnement (17)
après la fermeture sans force de la pince supérieure (15) contre la pince inférieure
(14).
13. Procédé selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que l'accostage de la position d'écartement définie de la pince inférieure (14) et/ou
l'actionnement du dispositif d'accouplement (16) au moyen du moyen d'actionnement
(17) et/ou la fermeture sans force de la pince supérieure (15) contre la pince inférieure
(14) est exécuté·e au moyen de l'unité de commande (18) de manière à ce que la position
d'ouverture du mécanisme à pinces soit réglée automatiquement.
14. Procédé selon l'une des revendications 9 à 13, caractérisé en ce que l'unité de commande (18) présente une interface d'entrée-sortie, notamment sous forme
d'un écran tactile, dans lequel le réglage automatique de la position d'ouverture
du mécanisme à pinces peut être déclenché et/ou surveillé par un opérateur.