[0001] Die Erfindung betrifft einen Systemdampfgarer. Der Systemdampfgarer zum Zubereiten
von Lebensmitteln weist eine Bodenschale auf. Der Systemdampfgarer weist darüber hinaus
einen zur Bodenschale separaten Deckel auf. Der Deckel ist schalenförmig. Der Deckel
ist bestimmungsgemäß auf die Bodenschale aufsetzbar, sodass ein geschlossener Dampfgarraum
des Systemdampfgarers gebildet ist. Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein
Gargerät mit einem derartigen Systemdampfgarer.
[0002] Zu einem Gargerät separate und tragbare Systemdampfgarer sind aus dem Stand der Technik
bekannt. Beispielsweise ist aus der
DE 10 2009 055 118 A1 ein derartiger Systemdampfgarer bekannt.
[0003] Die
CN 2 520 794 Y zeigt eine multifunktionale Pfanne. Die Druckschrift
EP 2 468 150 A1 offenbart einen Dampfbehandlungseinsatz zur Verwendung in einem Gargerät. In dem
Dokument
EP 0 165 187 A1 ist ein Kochgerät mit Dampfeinspritzung bei atmosphärischem Druck beschrieben. Die
CN 203 028 958 U zeigt einen faltbaren Dampfgarer. Die Druckschrift
US 2002/157542 A1 offenbart einen Dampfgarer, der mit einem Dampfdetektor eines Gargeräts in Verbindung
steht. In dem Dokument
DE 10 2010 062505 A1 ist ein Einschub-Gargutträger und Gargeräte zum Betrieb eines Einschub-Gargutträgers,
sowie ein Verfahren zum Behandeln einer Speise unter Dampf beschrieben.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Systemdampfgarer zu schaffen, welcher
nutzerfreundlicher handhabbar ist. Entsprechend ist es auch Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Gargerät mit einem solchen Systemdampfgarer zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Systemdampfgarer gemäß der Ansprüchen gelöst.
[0006] Die Erfindung betrifft einen Systemdampfgarer. Der Systemdampfgarer zum Zubereiten
von Lebensmitteln weist eine Bodenschale auf. Der Systemdampfgarer weist darüber hinaus
einen zur Bodenschale separaten Deckel auf. Der Deckel ist schalenförmig. Der Deckel
ist in einer Nutzungskonfiguration des Systemdampfgarers bestimmungsgemäß auf die
Bodenschale aufsetzbar, sodass ein geschlossener Dampfgarraum des Systemdampfgarers
gebildet ist.
[0007] Erfindungsgemäß ist die Schalenform der Bodenschale oder die Schalenform des Deckels
so gebildet, dass die jeweils andere Komponente in einer zur Nutzungskonfiguration
unterschiedlichen Verstaukonfiguration in ihrem umgedrehten Zustand, in dem die Beschickungsöffnung
dieser schalenförmigen Komponente der dann aufnehmenden Komponente abgewandt ist,
zumindest zu 50 Prozent, insbesondere zumindest zu 60 Prozent, in ihrer Höhe in die
aufnehmende Komponente eintaucht. Dies insbesondere dann, wenn diese beiden Komponenten
ineinander geführt sind und entsprechend gestapelt sind. Ein geschlossener Dampfgarraum
ist in dieser Verstaukonfiguration nicht gebildet. Durch ein solches Ausführungsbeispiel
wird ein Systemdampfgarer bereitgestellt, bei welchem dann, wenn die Bodenschale und
der Deckel nicht mit ihren jeweiligen Beschickungsöffnungen einander zugewandt und
aneinander anliegend positioniert werden, um den geschlossenen Dampfgarraum zu bilden,
diese Komponenten platzsparend zueinander angeordnet sind. Denn dann können sie in
einem Zustand, in dem die beiden Komponenten in die gleiche Richtung mit ihren Beschickungsöffnungen
der jeweiligen Schalenform orientiert sind, sehr umfänglich ineinander geführt und
diesbezüglich auch sehr kompakt gestapelt werden. Dadurch kann der Systemdampfgarer
sehr platzsparend verräumt werden. Durch dieses in Höhenrichtung erfolgende relativ
weite Eintauchen derjenigen Komponente, die in die aufnehmende Komponente eingesetzt
wird, kann in einem derartigen Verstauzustand der beiden Komponenten zueinander auch
das Verrutschen oder Herunterfallen der oberen Komponente von der aufnehmenden Komponente
vermieden werden. Gerade dann, wenn die Bodenschale die aufnehmende Komponente ist
und der Deckel aus einem zerbrechlichen Material, beispielsweise Echtglas, ist, ist
diese Verstaukonfiguration des Systemdampfgarers besonders vorteilhaft. Insbesondere
kann nämlich dann der Deckel in dieser Verstaukonfiguration des Systemdampfgarers
ermöglichen, dass dieser Deckel sehr umfänglich in die Bodenschale eintaucht. Ein
unerwünschtes Herunterfallen oder Verrutschen und ein daraus resultierendes gegebenenfalls
Zerbrechen des Deckels ist dadurch in diesem Ausführungsbeispiel auch vermieden. Möglich
ist es in einem anderen Ausführungsbeispiel jedoch auch, dass der Deckel die aufnehmende
Komponente ist und die Bodenschale dann in dieser Verstaukonfiguration in diesen Deckel
eingesetzt ist. In einer solchen Verstaukonfiguration des Systemdampfgarers ist auch
kein geschlossener Dampfgarraum gebildet, da, wie bereits oben dargelegt, die beiden
Beschickungsöffnungen dieser das Gehäuse des Systemdampfgarers bildenden Komponenten,
nämlich der Deckel und die Bodenschale, mit ihren Beschickungsöffnungen in die gleiche
Richtung orientiert angeordnet sind.
[0008] Erfindungsgemäß weist der Deckel eine Schalenkragenwand auf. Diese Schalenkragenwand
ist die Umlaufwand, die die Wannenform beziehungsweise Schalenform mit prägt. Diese
Schalenkragenwand ist an eine Deckelwand randseitig umlaufend angeordnet. Die Schalenkragenwand
weist eine in Breitenrichtung des Systemdampfgarers betrachtet erste Kragenseitenwand
und eine gegenüberliegende zweite Kragenseitenwand auf. Die Schalenkragenwand ist
insbesondere vollständig umlaufend ausgebildet. Ist der Deckel mit seiner Deckelwand
eckig, beispielsweise viereckig, ausgebildet, so ist die Schalenform des Deckels ebenfalls
viereckig. Dann weist die Schalenkragenwand vier Kragenseitenwände auf. Neben den
beiden genannten gegenüberliegenden seitlichen Kragenseitenwänden sind dann noch eine
Kragenfrontwand und eine Kragenrückwand vorhanden. An einer dem Volumenraum des Deckels
abgewandten Außenseite der ersten Kragenseitenwand und einer diesem Volumenraum des
Deckels abgewandten Außenseite der zweiten Kragenseitenwand ist jeweils ein in Breitenrichtung
seitlich abstehender und in Tiefenrichtung des Systemdampfgarers geradliniger Führungssteg
angeordnet. Der Führungssteg kann auch als Auflageschiene des Deckels bezeichnet werden.
Dieser Führungssteg ist bestimmungsgemäß zur Auflage und Führung des Deckels an einer
Führungseinheit im Garraum eines Gargeräts bei Nutzung des Deckels als Gargutaufnahmewanne
gebildet. Es ist also in einem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass der Deckel multifunktionelle
Komponente des Systemdampfgarers ist. Ist nur der Systemdampfgarer für sich betrachtet,
so kann in einer Gebrauchskonfiguration beziehungsweise Nutzungskonfiguration, in
welcher Gargut im Dampfgarraum zubereitet werden soll, der Deckel mit seiner Beschickungsöffnung
der Bodenschale zugewandt auf diese Bodenschale aufgesetzt werden, sodass, wie bereits
oben dargelegt, der geschlossene Dampfgarraum gebildet ist. Dieser ist dann direkt
durch den Deckel und die Bodenschale begrenzt. Der Deckel und die Bodenschale bilden
in dem Zusammenhang dann auch das Gehäuse des Systemdampfgarers.
[0009] Bei der Erfindung ist es auch ermöglicht, dass der Deckel unabhängig von dem Systemdampfgarer
selbst genutzt wird. Er dient auch, und dazu ist er bestimmungsgemäß vorgesehen, als
separate Gargutaufnahmewanne. Dies ist dann der Fall, wenn der Deckel umgedreht genutzt
wird und mit seiner Bestickungsöffnung nach oben ragend angeordnet ist. Dann kann
in den Deckel auch direkt Gargut eingebracht werden. Gerade bei einer solchen Nutzungsmöglichkeit
ist dann dieser Führungssteg besonders vorteilhaft. Denn dann kann diese Gargutaufnahmewanne
auch als Gargutträger in einen Garraum des Gargeräts eingeschoben werden, insbesondere
auf einer spezifischen Einschubebene. Ein Gargerät kann dazu in diesem Garraum linksseitig
und rechtsseitig Führungseinheiten aufweisen, die bestimmungsgemäß dazu vorgesehen
sind, derartige Führungsstege von Gargutträgern direkt aufzunehmen. Gerade in dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel ist es dann besonders vorteilhaft ermöglicht, dass
diese Führungsstege dann direkt auf dieser Führungseinheit linksseitig und rechtsseitig
aufgenommen sind, sodass dieser Deckel dann in seiner Funktion als Gargutaufnahmewanne
an diesen Führungseinheiten im Garraum aufgehängt ist. Damit kann der Deckel dieses
Systemdampfgarers alleine und für sich betrachtet auch für diese spezielle individuelle
weitere Nutzung hergenommen werden. Dazu ist es jedoch erforderlich, dass genau diese
spezifisch angeordneten und konfigurierten Führungsstege vorhanden sind. Diese sind
dann auch entsprechend stabil, sodass der Deckel auch nur an diesen Führungsstegen
linksseitig und rechtsseitig an den Führungseinheiten direkt aufgehängt werden kann.
Damit sind die Führungsstege auch für sich betrachtet derart stabil, dass sie die
Gewichtskraft des gesamten Deckels aufnehmen können, wenn sie direkt an den Führungseinheiten
angeordnet sind. Insbesondere ist dies dann auch problemlos möglich, wenn dieser Deckel
als Gargutaufnahmewanne umfänglich mit Gargut bestückt ist.
[0010] In einem Ausführungsbeispiel erstrecken sich diese geradlinigen Führungsstege über
die gesamte Länge der Kragenseitenwände. Damit ist einerseits entsprechende mechanische
Stabilität gewährleistet. Andererseits ist somit ein besonders sicheres und einfaches
sowie leichtgängiges Verschieben des Deckels relativ zu den Führungseinheiten ermöglicht.
Darüber hinaus ist auch eine besonders umfängliche mechanische Kopplung der Führungsstege
direkt mit den Führungsschienen ermöglicht. Eine sichere Lagerung des Deckels an den
Führungseinheiten mittels dieser Führungsstege ist dadurch erreicht.
[0011] Insbesondere durch die Form des Führungsstegs, nämlich die in Tiefenrichtung geradlinige
Ausgestaltung, begünstigt im besonderen Maße die mechanische Kontaktierung mit deren
Führungseinheiten und das besonders kontinuierliche und leichtgängige sowie sichere
Bewegen, insbesondere linear in Tiefenrichtung des Gargeräts in den Garraum hinein
oder aus dem Garraum heraus. Auch ein sehr ruckfreies und klemmfreies Bewegen des
Deckels bei einer derartigen Nutzungsart ist dadurch erreicht.
[0012] In einem Ausführungsbeispiel sind die Führungsstege Multifunktionskomponenten. Insbesondere
sind die Führungsstege zusätzlich zu der mechanischen Kopplungs- und Führungsfunktion
an Führungseinheiten des Gargeräts auch als Griffe ausgebildet. Diese sind dann bestimmungsgemäß
dazu vorgesehen, dass ein Nutzer direkt daran greifen kann, um den Deckel tragen zu
können. Eine sichere Handhabung und ein sicherer Transport des Deckels sind dadurch
ermöglicht. In einem Ausführungsbeispiel ist es vorgesehen, dass die Führungsstege
zumindest abschnittsweise auch spezifische Zonen aufweisen, die als Griffe ausgebildet
sind. Damit kann in einem Ausführungsbeispiel das Greifverhalten nochmals verbessert
werden. Beispielsweise können derartige Zonen als Mulden gebildet sein, in denen beispielsweise
Finger, insbesondere Fingerkuppen, von unten her eingreifen beziehungsweise kontaktieren
können. Dadurch ist das Greifen dieses Deckels nochmals verbessert. Ein Abrutschen
des Nutzers von diesen Führungsstegen ist dadurch nochmals verbessert verhindert.
[0013] Zusätzlich oder anstatt dazu kann auch vorgesehen sein, dass die Führungsstege zumindest
bereichsweise mit einem thermisch isolierenden Material versehen sind. Beispielsweise
kann dies in den oben genannten vorteilhaft vorhandenen Greifzonen an den Führungsstegen
vorgesehen sein. Damit kann eine unerwünschte Hitzeeinwirkung von einem Führungssteg
auf den Nutzer vermieden werden, wenn dieser mit der Hand beziehungsweise den Fingern
den Deckel an den Führungsstegen greift.
[0014] In einem Ausführungsbeispiel beträgt ein vertikaler Abstand eines Führungsstegs zu
einem oberen Rand der Kragenseitenwand, an welcher dieser Führungssteg angeordnet
ist, zwischen 18 mm und 24 mm. Insbesondere beträgt dieser in Höhenrichtung bemessene
Abstand zwischen 20 mm und 22 mm, insbesondere 21 mm. Dadurch ist ein weiteres sehr
vorteilhaftes Ausführungsbeispiel gegeben. Denn es ist dadurch einerseits eine verbesserte
Kopplung dieses Führungsstegs mit den Führungseinheiten ermöglicht und kann unabhängig
von diesem oberen Rand der Kragenseitenwand erfolgen. Der obere Rand ist derjenige,
der der Deckelwand abgewandt ist. Darüber hinaus ist es durch diese Position des Führungsstegs
zu diesem oberen Rand der Kragenseitenwand auch erreicht, dass dann, wenn der Deckel
auf die Bodenschale aufgesetzt ist, um den geschlossenen Dampfgarraum zu bilden, dennoch
dieser Führungssteg in vertikaler Richtung beabstandet zur Bodenschalenwand angeordnet
ist. Gerade auch dann ist es bei dieser Nutzung des Systemdampfgarers einfach für
einen Nutzer ermöglicht, diese Führungsstege auch als Griffe zu nutzen, die dann auch
gerade durch diese Positionierung entsprechend zusätzlich bestimmungsgemäß als Griffe
vorgesehen sind. Denn dann liegt dieser Führungssteg zur Seite, nach oben und auch
nach unten zur Bodenschale hin völlig frei, sodass dieser Führungssteg durch eine
Hand eines Nutzers von unten und von oben beidseits hervorragend gegriffen werden
kann.
[0015] Insbesondere ist gerade durch diesen Abstand auch eine multifunktionelle Nutzung
des Deckels als Gargutaufnahmewannen ermöglicht. Da es unterschiedlich ausgestaltete
Führungseinheiten bei Gargeräten gibt, kann gerade durch diese Position des Führungsstegs
die Kopplung mit unterschiedlichen Führungseinheiten im Gargerät ermöglicht werden.
Denn gerade dann, wenn eine derartige Führungseinheit eine obere Führungsschiene und
eine untere Führungsschiene aufweist, die in Höhenrichtung beabstandet zueinander
angeordnet sind, kann der Systemdampfgarer mit Führungsschienen an der Bodenschale
in den Führungsraum zwischen diesen beiden Führungsschienen der Führungseinheit eingeführt
werden, ohne dass der Führungssteg des auf die Bodenschale aufgesetzten Deckels im
Weg wäre. Damit kann der Systemdampfgarer bei diesem Ausführungsbeispiel sicher mit
der unten liegenden Bodenschale an diese Führungseinheiten eingehängt werden. Der
Führungssteg des Deckels ist dann diesbezüglich nicht im Weg und kann oberhalb des
oberen Führungsstegs beziehungsweise der oberen Führungsschiene dieser Führungseinheit
im Gargerät positioniert werden. Insbesondere auch dann, wenn in Breitenrichtung des
Gargeräts dieser Führungssteg mit der oberen Führungsschiene der Führungseinheit überlappend
angeordnet ist, ist eine problemlose Bewegung des gesamten Systemdampfgarers in dem
Garraum relativ zur Führungseinheit ermöglicht. Auch dann, wenn der Systemdampfgarer
an derartigen Führungseinheiten aufgehängt ist, kann der Deckel allein einfach abgenommen
werden, insbesondere an seinen Führungsstegen angehoben werden.
[0016] Andererseits ist es auch bei dazu unterschiedlich konfigurierten Führungseinheiten
ebenso möglich, die direkte Auflage beziehungsweise die direkte Aufhängung des gesamten
Systemdampfgarers über die Bodenschale zu ermöglichen, ohne dass der Führungssteg
am Deckel diesbezüglich im Weg wäre.
[0017] In einem Ausführungsbeispiel ist zwischen dem Deckel und der Bodenschale eine Dichtung
angeordnet. Eine Dichtung kann in einem Ausführungsbeispiel an dem Deckel, insbesondere
ortsfest, angeordnet sein. Die Dichtung kann beispielsweise am oberen Rand der Schalenkragenwand
angeordnet sein. Die Dichtung kann dann den obersten Bereich des oberen Rands bilden.
Auch bei einem solchen Ausführungsbeispiel beträgt ein vertikaler Abstand eines Führungsstegs
dem oberen Bereich des oberen Rands der mit der Dichtung versehenen Kragenseitenwand,
an welcher dieser Führungssteg angeordnet ist, zwischen 18 mm und 24 mm. Insbesondere
beträgt dieser in Höhenrichtung bemessene Abstand zwischen 20 mm und 22 mm, insbesondere
21 mm.
[0018] In einem Ausführungsbeispiel ist an zumindest einem Führungssteg des Deckels ein
Auszugsstoppelement angeordnet. Dieses ist bestimmungsgemäß dazu vorgesehen, das Ausziehen
des Deckels entlang des Auszugwegs an der Führungseinheit des Gargeräts zu begrenzen.
Somit bedeutet dies auch, dass insbesondere dann, wenn der Deckel für sich alleine
betrachtet in seiner Nutzungsform als eigene Gargutaufnahmewanne genutzt wird und
somit dann auch mit diesen Führungsstegen direkt mit der Führungseinheit gekoppelt
ist, insbesondere darauf aufliegend angeordnet ist, ein zu weites Herausziehen und
ein daraus resultierendes Herunterfallen des Deckels von der Führungseinheit vermieden
ist. Denn in Tiefenrichtung kann dann dieser Deckel an der Führungseinheit nur so
weit herausgezogen werden, bis das Auszugsstoppelement des Führungsstegs an einem
Gegenstoppelement der Führungseinheit anschlägt.
[0019] In einem Ausführungsbeispiel ist das Auszugsstoppelement einstückig mit dem Führungssteg
hergestellt. Eine derartige integrierte Ausgestaltung ist vorteilhaft. Denn dadurch
können Bauteile und Montageaufwand eingespart werden. Darüber hinaus ist durch diese
integrierte Ausgestaltung die mechanische Stabilität des Auszugsstoppelements erhöht
und dauerhaft die gewünschte Position am Führungssteg aufrecht erhalten.
[0020] In einem Ausführungsbeispiel sind die Führungsstege des Deckels aus Echtglas gebildet.
Insbesondere ist in einem Ausführungsbeispiel der gesamte Deckel einstückig ausgebildet.
Er ist insbesondere vollständig aus Echtglas ausgebildet. Gerade bei einer solchen
materiellen Spezifikation des Deckels sind die oben genannten Ausführungsbeispiele
vorteilhaft. Gerade bei dieser materiellen Ausgestaltung sind die Führungsstege mit
ihrer Multifunktionalität hervorzuheben, da es Derartiges bei bisherigen Glasdeckeln
nicht gibt beziehungsweise nicht realisierbar ist. Vorzugsweise weisen die Führungsstege
in Höhenrichtung betrachtet eine Dicke zwischen 4 mm und 8 mm, insbesondere zwischen
4 mm und 6 mm, auf. Damit ist es nunmehr auch bei Glasdeckeln eines Systemdampfgarer
besonders vorteilhaft ermöglicht, randseitig abstehende Flansche beziehungsweise Stege
multifunktioneller zu nutzen, wie dies oben erläutert ist.
[0021] Erfindungsgemäß weist die Bodenschale eine Bodenwand auf. Darüber hinaus weist die
Bodenschale erfindungsgemäß eine Schalenkragenwand auf. Diese ist randseitig und insbesondere
vollständig umlaufend an der Bodenwand angeordnet. Durch die Bodenwand und die Schalenkragenwand
ist die Schalenform gebildet. Die Schalenkragenwand begrenzt auf der der Bodenwand
abgewandten Seite eine Beschickungsöffnung dieser Schalenform.
[0022] Die Schalenkragenwand weist erfindungsgemäß eine in Breitenrichtung des Systemdampfgarers
betrachtet erste Kragenseitenwand und eine gegenüberliegende zweite Kragenseitenwand
auf. Die Schalenkragenwand weist insbesondere bei einer vierseitigen Schalenkragenwand
auch vorzugsweise eine Kragenfrontwand und eine Kragenrückwand auf.
[0023] An einer Außenseite, die dem Volumenraum der Bodenschale abgewandt ist, weist die
erste Kragenseitenwand erfindungsgemäß einen in Breitenrichtung seitlich abstehenden
und in Tiefenrichtung des Systemdampfgarers geradlinigen Führungssteg auf. Erfindungsgemäßweist
die zweite Kragenseitenwand an einer Außenseite einen in Breitenrichtung seitlich
abstehenden und in Tiefenrichtung des Systemdampfgarers geradlinigen Führungssteg
auf. Auch hier können die Führungsstege als Auflageschienen bezeichnet werden. Die
Führungsstege sind zur Auflage und Führung der Bodenschale an einer Führungseinheit
im Garraum eines Gargeräts gebildet. Sie können somit mechanisch direkt mit der Führungseinheit
gekoppelt werden, um diesen gesamten Systemdampfgarer in dem Garraum verschieben zu
können. Insbesondere dann, wenn der Deckel auf der Bodenschale aufgesetzt ist, um
in einer Nutzungskonfiguration den geschlossenen Dampfgarraum des Systemdampfgarers
zu bilden, kann dieser Systemdampfgarer dann auch als Ganzes betrachtet in dem Garraum
des Gargeräts auf einer spezifischen Einschubebene angeordnet werden. Diese Einschubebene,
die auch vom Boden des Garraums beabstandet ist, wird durch diese Führungseinheiten
definiert vorgegeben.
[0024] Die Bodenschale ist in einem Ausführungsbeispiel einstückig ausgebildet. Sie ist
in einem Ausführungsbeispiel aus Metall ausgebildet.
[0025] Die Führungsstege der Bodenschale erstrecken sich in einem Ausführungsbeispiel über
die gesamte Länge der Kragenseitenwände. In einem Ausführungsbeispiel können die Führungsstege
zusätzlich auch als Multifunktionskomponente bestimmungsgemäß vorgesehen sein. Die
Führungsstege können dann auch als Griffe gebildet sein, an welchen ein Nutzer die
Bodenschale greifen und tragen kann. Bezüglich der Ausgestaltung der Griffe können
Ausführungsbeispiele vorgesehen sein, wie sie als Ausführungsbeispiele der Griffe
an den Führungsstegen des Deckels erläutert wurden. Die Vorteile gelten dann hier
analog.
[0026] In einem Ausführungsbeispiel ist ein Führungssteg an einem oberen Rand der Bodenschale
angeordnet. Es ist in einem Ausführungsbeispiel eine Oberseite des Führungsstegs horizontal
betrachtet bündig mit einer Oberseite dieses Rands der Bodenschale, der auch der obere
Rand der Schalenkragenwand der Bodenschale ist, angeordnet. Der Führungssteg ist somit
bei diesem Ausführungsbeispiel maximal weit nach oben positioniert und bildet in Breitenrichtung
somit auch eine Verbreiterung dieses oberen Rands. In einem Ausführungsbeispiel ist
an einer Innenseite der Kragenseitenwände der Bodenschale im Vergleich zu dem oberen
Rand der Kragenseitenwände nach unten versetzt ein Aufsatzpodest gebildet, auf dem
der Deckel mit seinem Rand, der die Beschickungsöffnung der Schalenform des Deckels
begrenzt, aufsitzt, wenn der Deckel auf der Bodenschale aufgesetzt ist, insbesondere
um den geschlossenen Dampfgarraum des Systemdampfgarers zu bilden. Damit taucht bei
der Nutzungskonfiguration des Systemdampfgarers der Deckel mit seinen Kragenwänden
der Schalenkragenwand bereichsweise in die Bodenschale ein, wenn er auf die Bodenschale
aufgesetzt ist. Damit überlappen die Schalenkragenwand des Deckels und die Schalenkragenwand
der Bodenschale bei dieser Nutzungskonfiguration in definierter Art und Weise. Ein
unerwünschtes Verrutschen des Deckels auf der Bodenschale ist dadurch nochmals besser
verhindert. Insbesondere ist es dadurch dann auch verhindert, dass der Deckel im aufgesetzten
Zustand auf der Bodenschale beim Tragen des gesamten Systemdampfgarers seitlich verrutschen
würde und beispielsweise auf die Führungsstege der Bodenschale rutschen würde. Dadurch
kann auch vermieden werden, dass der Deckel beispielsweise an oder über Finger eines
Nutzers rutscht, mit denen der Nutzer die Bodenschale an den Führungsstegen umgreift.
Ein besonders sicheres und nutzerfreundliches Transportieren des Systemdampfgarers
ist dadurch ermöglicht.
[0027] Erfindungsgemäß ist im aufgesetzten Zustand des Deckels auf die Bodenschale bei der
Nutzungskonfiguration ein vertikaler Abstand zwischen einem Führungssteg des Deckels
und einem Führungssteg der Bodenschale zwischen 11 mm und 15 mm, insbesondere zwischen
12 mm und 14 mm. Ist also bei der Nutzungskonfiguration, bei welcher der Deckel mit
seiner Beschickungsöffnung der Beschickungsöffnung der Bodenschale zugewandt ist,
die aufgesetzte Endposition erreicht, ist in Höhenrichtung betrachtet ein diesbezüglich
definierter Abstand zwischen der Unterseite des Führungsstegs des Deckels und der
auf dieser Seite angeordneten und darunter positionierten Oberseite des Führungsstegs
der Bodenschale ausgebildet. Damit ist auch ein besonders einfaches Greifen des Führungsstegs
des Deckels alleine ermöglicht, um beispielsweise den Deckel sicher von der Bodenschale
abheben zu können. Andererseits ist es dadurch dann auch erreicht, dass der gesamte
Systemdampfgarer einfach getragen werden kann. Dies dahingehend, dass ein Nutzer dann
auch einfach und sicher nur die Führungsstege der Bodenschale umgreifen kann. Er muss
dann nicht gleichzeitig auch die von oben direkt daran angeordneten Führungsstege
des Deckels mit zusätzlich umgreifen. Denn durch diese Spaltbildung und definierte
Beabstandung der Führungsstege kann der Nutzer mit seinen Fingern, insbesondere mit
Daumen, sehr einfach und sicher in diesen Spalt zwischen den Führungsstegen des Deckels
und der Bodenschale eingreifen.
[0028] Die Erfindung betrifft einen Systemdampfgarer. Der Systemdampfgarer zum Zubereiten
von Lebensmitteln weist eine Bodenschale auf. Der Systemdampfgarer weist darüber hinaus
einen zur Bodenschale separaten Deckel auf. Der Deckel ist schalenförmig. Der Deckel
ist in einer Nutzungskonfiguration des Systemdampfgarers bestimmungsgemäß auf die
Bodenschale aufsetzbar, sodass ein geschlossener Dampfgarraum des Systemdampfgarers
gebildet ist. Der Deckel weist eine Schalenkragenwand auf, die eine in Breitenrichtung
des Systemdampfgarers betrachtet erste Kragenseitenwand und einen gegenüberliegende
zweite Kragenseitenwand aufweist, wobei an einer Außenseite der ersten Kragenseitenwand
und an einer Außenseite der zweiten Kragenseitenwand jeweils ein in Breitenrichtung
seitlich abstehender und in Tiefenrichtung des Systemdampfgarers insbesondere geradliniger
Führungssteg angeordnet ist. In einem Aspekt beträgt ein vertikaler Abstand eines
Führungsstegs zu einem die Beschickungsöffnung des Deckels begrenzenden oberen Rand
der Kragenseitenwand zwischen 18 mm und 24 mm, insbesondere zwischen 20 mm und 22
mm.
[0029] Erfindungsgemäß weist die Bodenschale eine Schalenkragenwand auf, die eine in Breitenrichtung
betrachtet erste Kragenseitenwand und eine gegenüberliegende zweite Kragenseitenwand
aufweist, wobei an einer Außenseite der ersten Kragenseitenwand und an einer Außenseite
der zweiten Kragenseitenwand jeweils ein in Breitenrichtung seitlich abstehender und
in Tiefenrichtung des Systemdampfgarers geradliniger Führungssteg angeordnet ist,
wobei im in der Nutzungskonfiguration aufgesetzten Zustand des Deckels auf die Bodenschale
ein vertikaler Abstand zwischen einem Führungssteg des Deckels und einem Führungssteg
der Bodenschale zwischen 11 mm und 15 mm, insbesondere zwischen 12 mm und 14 mm, beträgt.
[0030] Die Erfindung betrifft einen Systemdampfgarer. Der Systemdampfgarer zum Zubereiten
von Lebensmitteln weist eine Bodenschale auf. Der Systemdampfgarer weist darüber hinaus
einen zur Bodenschale separaten Deckel auf. Der Deckel ist schalenförmig. Der Deckel
ist in einer Nutzungskonfiguration des Systemdampfgarers bestimmungsgemäß auf die
Bodenschale aufsetzbar, sodass ein geschlossener Dampfgarraum des Systemdampfgarers
gebildet ist. Die Bodenschale weist eine Schalenkragenwand auf, die eine in Breitenrichtung
betrachtet erste Kragenseitenwand und eine gegenüberliegende zweite Kragenseitenwand
aufweist, wobei an einer Außenseite der ersten Kragenseitenwand und an einer Außenseite
der zweiten Kragenseitenwand jeweils ein in Breitenrichtung seitlich abstehender und
in Tiefenrichtung des Systemdampfgarers geradliniger Führungssteg angeordnet ist.
An einer Innenseite der Kragenseitenwände ist im Vergleich zu einem die Beschickungsöffnung
begrenzenden, oberen Rand der Bodenschale nach unten versetzt ein Aufsitzpodest gebildet,
auf dem der Deckel mit seinem die Beschickungsöffnung des Deckels begrenzenden Rand
der Schalenkragenwand aufsitzt, wenn der Deckel in der Nutzungskonfiguration auf der
Bodenschale aufgesetzt ist.
[0031] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Gargerät. Dieses Gargerät weist ein
Gehäuse auf. Das Gehäuse kann auch als Außengehäuse bezeichnet werden. In dem Gehäuse
ist zumindest ein Garraum gebildet. Dieser ist in einem Ausführungsbeispiel durch
Wände einer Muffel des Gargeräts begrenzt. Die Muffel ist eine zum Gehäuse separate
Komponente des Gargeräts. Das Gargerät weist darüber hinaus zumindest einen Systemdampfgarer
gemäß dem oben genannten Aspekt oder einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel davon
auf. Der Systemdampfgarer ist insbesondere ein tragbarer Systemdampfgarer. Er kann
reversibel in den Garraum eingebracht und wieder entnommen werden. Gerade bei solchen
Ausführungsbeispielen ist eine sehr variable und flexible Nutzung ermöglicht. Denn
der Systemdampfgarer kann dann als Ganzes betrachtet in den Garraum eingebracht werden.
Er kann dabei auf einer ganz spezifischen Einschubebene im Garraum eingebracht werden.
Vorzugsweise weist das Gargerät Führungseinheiten auf. Diese sind insbesondere linksseitig
und rechtsseitig an vertikalen Seitenwänden der Muffel angeordnet. Der Systemdampfgarer
kann diesbezüglich direkt linksseitig und rechtsseitig mit diesen Führungseinheiten
mechanisch gekoppelt werden. Insbesondere erfolgt dies durch die oben genannten vorteilhaften
Führungsstege. Dadurch ist der Systemdampfgarer, insbesondere nur, mit diesen Führungsstegen
der Bodenschale auf diesen Führungseinheiten aufgesetzt. Er kann dann in Tiefenrichtung
des Gargeräts in dem Garraum verschoben werden.
[0032] Mit Angaben "oben", "unten", "vorne", "hinten, "horizontal", "vertikal", "Tiefenrichtung",
"Breitenrichtung", "Höhenrichtung" etc. sind die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch und
bestimmungsgemäßem Anordnen des Geräts gegebenen Positionen und Orientierungen angegeben.
[0033] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung.
[0034] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Systemdampfgarers;
- Fig. 2
- eine Vertikalschnittdarstellung durch den Systemdampfgarer gemäß Fig. 1 in einer Nutzungskonfiguration;
- Fig. 3
- eine Vertikalschnittdarstellung durch den Systemdampfgarer in einer Verstaukonfiguration;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Deckels des Systemdampfgarers;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines Deckels des Systemdampfgarers;
- Fig. 6
- eine Vertikalschnittdarstellung durch den Deckel gemäß Fig. 5;
- Fig. 7
- eine vergrößerte Darstellung eines Teilbereichs der Ansicht in Fig. 6;
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Bodenschale des
Systemdampfgarers;
- Fig. 9
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gargeräts mit einem Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Systemdampfgarers und einem Ausführungsbeispiel eines als
Gargerätaufnahmewanne genutzten Deckels eines Systemdampfgarers;
- Fig. 10
- eine Frontansicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gargeräts
mit einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systemdampfgarers;
- Fig. 11
- eine vergrößerte Darstellung eines Teilbereichs von Fig. 10 für ein erstes Ausführungsbeispiel
einer Einhängeeinheit des Gargeräts; und
- Fig. 12
- eine vergrößerte Darstellung entsprechend wie in Fig. 11 für ein dazu unterschiedliches
Ausführungsbeispiel einer Einhängeeinheit eines Gargeräts.
[0035] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0036] In Fig. 1 ist in einer perspektivischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines
Systemdampfgarers 1 gezeigt. Der Systemdampfgarer 1 ist bestimmungsgemäß zum Zubereiten
von Lebensmitteln mit Dampf ausgebildet. Der Systemdampfgarer 1 ist ein tragbarer
Systemdampfgarer. Der Systemdampfgarer 1 weist eine Bodenschale 2 auf. Er weist darüber
hinaus einen zur Bodenschale 2 separaten Deckel 3 auf. Die Bodenschale 2 ist schalenförmig
beziehungsweise wannenförmig ausgebildet. Der Deckel 3 ist schalenförmig beziehungsweise
haubenförmig ausgebildet. Insbesondere ist der Deckel 3 auch wannenförmig gebildet.
[0037] Sowohl bei der Bodenschale 2 als auch bei dem Deckel 3 ist die vorzugsweise vorgesehene
Wannenform dahingehend gestaltet, dass die Ausmaße der jeweiligen Komponente in einer
Horizontalebene, bei bestimmungsgemäßem Anordnen und Aufstellen des Systemdampfgarers
1, größer sind, als in der Höhenrichtung. Dies bedeutet, dass die Ausmaße des Deckels
3 und der Bodenschale 2 in der durch die Breitenrichtung (x-Richtung) und durch die
Tiefenrichtung (z-Richtung) aufgespannten Ebene größer, insbesondere viel größer,
sind, als in Höhenrichtung (y-Richtung).
[0038] Durch die Bodenschale 2 und den Deckel 3 ist auch ein Gehäuse, insbesondere ein Außengehäuse,
des Systemdampfgarers 1 gebildet.
[0039] In Fig. 1 ist der Systemdampfgarer 1 in einer Nutzungskonfiguration gezeigt. In dieser
ist der in Höhenrichtung auf die Bodenschale 2 aufgesetzte Deckel 3 gezeigt. Dabei
ist der Deckel 3 einer Beschickungsöffnung der Bodenschale 2 zugewandt. Die beiden
Beschickungsöffnungen der Bodenschale 2 und des Deckels 3 sind somit einander zugewandt.
Der Deckel 3 ist direkt von oben auf die Bodenschale 2 aufgesetzt. Dadurch ist ein
durch die Bodenschale 2 und den Deckel 3 gebildeter Dampfgarraum 4 begrenzt. Dies
ist insbesondere ein vollständig geschlossener Dampfgarraum 4.
[0040] Der Deckel 3 weist in einem Ausführungsbeispiel eine Deckelwand 5 auf. Diese ist
in der Nutzungskonfiguration gemäß Fig. 1 eine Deckenwand. Des Weiteren weist der
Deckel 3 eine Schalenkragenwand 6 auf. Diese ist umfangsseitig umlaufend um die Deckenwand
5 gebildet. Dadurch ist die Wannenform definiert. Die Schalenkragenwand 6 weist eine
in Breitenrichtung (x-Richtung) des Systemdampfgarers 1 ausgebildete erste Kragenseitenwand
7 und eine gegenüberliegende zweite Kragenseitenwand 8 auf. Darüber hinaus weist die
Schalenkragenwand 6 auch noch eine Kragenfrontwand 9 und eine Kragenrückwand 10 auf.
Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, ist an einer Außenseite 7a der ersten Kragenseitenwand
7 ein in Breitenrichtung seitlich davon abstehender Führungssteg 11 ausgebildet. Dieser
ist einstückig mit dem Deckel 3 gebildet. Der Führungssteg 11 kann auch als Auflageschiene
bezeichnet werden. Der Führungssteg 11 erstreckt sich in Tiefenrichtung unterbrechungsfrei
und insbesondere über die gesamte Länge der ersten Kragenseitenwand 7. Der Führungssteg
11 ist in dieser Tiefenrichtung geradlinig ausgebildet. Darüber hinaus ist in einem
Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass auch an einer Außenseite 8a der zweiten Kragenseitenwand
8 ein Führungssteg 12 angeordnet ist. Dieser ist ebenfalls in Breitenrichtung seitlich
von dieser Außenseite 8a abstehend. Er erstreckt sich in Tiefenrichtung unterbrechungsfrei
über die gesamte Länge der Kragenseitenwand 8. Er ist in dieser Tiefenrichtung geradlinig
ausgebildet.
[0041] Die Bodenschale 2 weist in einem Ausführungsbeispiel eine Bodenwand 13 auf. Darüber
hinaus weist die Bodenschale 2 eine Schalenkragenwand 14 auf. Diese ist randseitig
umlaufend an der Bodenwand 13 ausgebildet. Auch hier ist durch die Bodenwand 13 und
die Schalenkragenwand 14 die Wannenform der Bodenschale 2 definiert.
[0042] In einem Ausführungsbeispiel weist diese Schalenkragenwand 14 in Breitenrichtung
betrachtet an gegenüberliegenden Seiten Kragenseitenwände 15 und 16 auf. Diese weisen
an Außenseiten 15a und 16a Führungsstege 17 und 18 auf. Diese Führungsstege 17 und
18 erstrecken sich in Tiefenrichtung unterbrechungsfrei und geradlinig. In Breitenrichtung
sind sie von den Außenseiten 15a und 16a seitlich abstehend.
[0043] Die Führungsstege 11 und 12 sind in einem Ausführungsbeispiel bestimmungsgemäß dazu
vorgesehen, dass sie zur Auflage und Führung des Deckels 3 an einer zum Systemdampfgarer
1 separaten Führungseinheit in einem Garraum eines Gargeräts genutzt werden. Dies
insbesondere dann, wenn dieser Deckel 3 in einer vom Systemdampfgarer 1 unterschiedlichen
Nutzung alleine als Gargutaufnahmewanne, insbesondere als Gargutträger, genutzt wird.
In einer solchen zweiten Nutzungsart des Deckels 3 wird dieser unabhängig von der
Bodenschale 2 separat selbst zum Zubereiten von Lebensmittel genutzt. Er ist dann
in einer um 180° umgedrehten Position angeordnet, sodass dann seine Beschickungsöffnung
nach oben angeordnet ist und die Deckelwand 5 unten positioniert ist und somit dann
quasi den Boden bildet. In einer solchen Nutzungsart in einer solchen Position kann
der Deckel 3 dann mit seinen Führungsstegen 11 und 12 direkt in diesbezüglich gegenüberliegend
angeordnete Führungseinheiten gekoppelt werden. Dieser Deckel 3 liegt dann, insbesondere
nur, mit den Führungsstegen 11 und 12 direkt auf diesen Führungseinheiten auf. Er
kann dann in einem Ausführungsbeispiel auch relativ dazu verschoben werden. Dadurch
kann der Deckel in Tiefenrichtung des Gargeräts betrachtet linear in dem Garraum verschoben
werden, insbesondere herausgezogen und hineingeschoben werden.
[0044] Durch die Führungsstege 17 und 18 der Bodenschale 2 ist es darüber hinaus bestimmungsgemäß
auch möglich und vorgesehen, dass der gesamte Systemdampfgarer 1 in der in Fig. 1
beispielhaft gezeigten Nutzungskonfiguration ebenfalls in einen solchen Garraum eingebracht
werden kann und insbesondere auch an gegenüberliegenden Führungseinheiten gelagert
werden kann. Insbesondere ist dann auch hier vorgesehen, dass der Systemdampfgarer
1 nur mit diesen Führungsstegen 17 und 18 in direkten Kontakt mit diesen Führungseinheiten
angeordnet ist und somit linksseitig und rechtsseitig mit den Führungsstegen 17 und
18 direkt mit den Führungseinheiten gekoppelt und daran aufgehängt ist.
[0045] In einem Ausführungsbeispiel sind die Führungsstege 11 und 12 zumindest bereichsweise
auch als Griffe ausgebildet. Dadurch ist in einem Ausführungsbeispiel bestimmungsgemäß
vorgesehen, dass diese Führungsstege 11 und 12 bereichsweise insbesondere auch mit
Griffzonen versehen sind. Ein Nutzer kann den Deckel 3 dann individuell und sicher
greifen, unabhängig von der Bodenschale 2. Damit ist auch ein einfaches und sicheres
Tragen des Deckels 3 ermöglicht.
[0046] In einem Ausführungsbeispiel können die Führungsstege 17 und 18 zumindest bereichsweise
als Griffe ausgebildet sein. Auch hier ist dann bestimmungsgemäß vorgesehen, dass
diese Führungsstege auch direkt von einem Nutzer gegriffen werden können, insbesondere
in Griffzonen an den Führungsstegen. Auch dadurch kann dann der gesamte Systemdampfgarer
1 oder die Bodenschale 2 alleine sichergegriffen und getragen werden.
[0047] In dem Zusammenhang sind die Führungsstege 11 und 12 und/oder die Führungsstege 17
und 18 Multifunktionskomponenten des Systemdampfgarers 1.
[0048] In Fig. 2 ist in einer Vertikalschnittdarstellung entlang der Schnittlinie II-II
in Fig. 1 der Systemdampfgarer 1 gezeigt.
[0049] Wie in diesem Ausführungsbeispiel und in der gezeigten Nutzungskonfiguration zu erkennen
ist, sind die Beschickungsöffnung 19 des Deckels 3 und die Beschickungsöffnung 20
der Bodenschale 2 einander zugewandt. Dadurch ist der diesbezüglich größere Dampfgarraum
4 gebildet. Wie in diesem Beispiel auch zu erkennen ist, ist der Führungssteg 11 als
auch der Führungssteg 12 in Höhenrichtung betrachtet zur Deckelwand 5 hin versetzt
im Vergleich zu einem die Beschickungsöffnung 19 begrenzenden Rand 21, der auch als
oberer Rand 21 bezeichnet werden kann, der Schalenkragenwand 6 angeordnet. Dieser
in Höhenrichtung bemessene Abstand beziehungsweise Versatz zwischen einer dem oberen
Rand 21 zugewandten Seite 11a des Führungsstegs 11 sowie einer dem oberen Rand 21
zugewandten Seite 12a des Führungsstegs 12 beträgt vorzugsweise zwischen 18 mm und
24 mm, insbesondere zwischen 20 mm und 22 mm. Dieser Abstand a1, wie er auch in einer
vergrößerten Teildarstellung in Fig. 7 zu erkennen ist, ermöglicht es auch, dass in
dieser Nutzungskonfiguration, wie sie in Fig. 2 gezeigt ist, die Führungsstege 11
und 12 beabstandet zu den Führungsstegen 17 und 18 positioniert werden können.
[0050] Möglich ist es auch, dass zwischen dem Deckel 3 und der Bodenschale 2 eine Dichtung,
insbesondere eine Silikondichtung, angeordnet ist. Diese Dichtung kann vorzugsweise
an dem oberen Rand 21, insbesondere ortsfest, angeordnet sein. Sie kann über den oberen
Rand 21 übergezogen beziehungsweise übergestülpt sein. Bei einem derartigen Ausführungsbeispiel
ist der vertikale Abstand a1 ebenfalls ausgebildet, insbesondere mit den Werten, wie
sie oben genannt wurden. Dieser Abstand a1 ist dann zwischen der Seite 12a und dem
oberen Bereich der Dichtung gebildet, der dann den oberen Rand 21 darstellt.
[0051] Vorzugsweise beträgt ein in dieser Höhenrichtung bemessener Abstand a2 zwischen der
Seite 11a des Führungsstegs 11 und der dem Führungssteg 11 zugewandten Seite 17a des
Führungsstegs 17 zwischen 11 mm und 15 mm, insbesondere zwischen 12 mm und 14 mm,
insbesondere 13 mm. Selbiges gilt für den Abstand a2 zwischen den Seiten 12a des Führungsstegs
12 und einer dem Führungssteg 12 zugewandten Seite 18a des Führungsstegs 18.
[0052] Wie darüber hinaus in Fig. 2 zu erkennen ist, ist in einem Ausführungsbeispiel vorgesehen,
dass die Führungsstege 17 und 18 direkt an einem oberen Rand 22 der Kragenseitenwände
15 und 16 angeordnet sind. Insbesondere sind die Seiten 17a und 18a bündig mit diesem
oberen Rand 22, der die Beschickungsöffnung 20 begrenzt, angeordnet. Bei der Bodenschale
2 bilden somit diese Führungsstege 17 und 18 auch den in Höhenrichtung bemessenen
oberen Abschluss der Bodenschale 2.
[0053] Wie darüber hinaus in Fig. 2 zu erkennen ist, ist in einem Ausführungsbeispiel vorgesehen,
dass an, insbesondere der Innenseite, der Kragenseitenwand 15 ein Aufsitzpodest beziehungsweise
ein Aufsatzpodest 23 ausgebildet ist. Insbesondere ist auch an der Kragenseitenwand
16 ein derartiges Aufsatzpodest 24 gebildet. Diese sind in Breitenrichtung betrachtet
nach innen versetzt zu den Führungsstegen 17 und 18 ausgebildet. In Höhenrichtung
betrachtet sind diese Aufsitzpodeste beziehungsweise Aufsatzpodeste 23 und 24 gegenüber
den Führungsstegen 17 und 18 nach unten versetzt. Insbesondere sind sie zumindest
um die in Höhenrichtung bemessene Dicke der Führungsstege 17 und 18 nach unten versetzt.
Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, ist der Deckel 3 dann in dieser Nutzungskonfiguration
mit dem oberen Rand 21 auf diesen Aufsatzpodesten 23 und 24 aufsitzend angeordnet,
insbesondere direkt darauf aufsitzend angeordnet. Damit taucht der Deckel 3 in ganz
spezifischer Art und Weise zumindest bereichsweise in die Bodenschale 2 bei dieser
Nutzungskonfiguration ein. Der Deckel 3 ist dadurch in besonderer Art und Weise in
seiner Lage gesichert. Dennoch kann sowohl der Deckel 3 alleine über die Führungsstege
11 und 12 von einem Nutzer gegriffen und abgenommen werden. Andererseits ist es dann
auch einfach ermöglicht, den gesamten Systemdampfgarer 1, insbesondere nur durch Greifen
der Führungsstege 17 und 18 der Bodenschale 2, aufzunehmen und zu tragen.
[0054] In Fig. 2 sind auch beispielhaft zwei separate Aufnahmeschalen 25 und 26 gezeigt,
die in der dazu separaten Bodenschale 2 angeordnet sind. Diese Aufnahmeschalen 25
und 26 sind zur direkten Aufnahme von Gargut vorgesehen. Sie sind, wie dies zu erkennen
ist, so in der Bodenschale 2 angeordnet, dass sie vorzugsweise berührungslos zur Bodenwand
13 angeordnet sind. In die Bodenschale 2 kann dann beispielsweise Wasser zum Verdampfen
eingebracht werden, sodass die Gargüter in den Aufnahmeschalen 25 und 26 dann durch
den dabei erzeugten Dampf gegart werden können.
[0055] In Fig. 3 ist in einer Vertikalschnittdarstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel
des Systemdampfgarers 1 gezeigt. Wie hier zu erkennen ist, ist in einer Verstaukonfiguration,
in der keine Zubereitung von Lebensmitteln in dem Systemdampfgarer 1 innerhalb des
Dampfgarraums 4 erfolgen soll, ein ineinander gestapelter Zustand der beiden Basiskomponenten,
nämlich der Bodenschale 2 und des Deckels 3, vorgesehen. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist vorgesehen, dass der Deckel 3 die aufnehmende Komponente für die Bodenschale 2
ist. Es ist also vorgesehen, dass hier der Deckel 3 in umgedrehter Position angeordnet
wird, nämlich mit seiner Beschickungsöffnung 19 nach oben hin und somit der Bodenschale
2 abgewandt orientiert ist. Über diese Beschickungsöffnung 19 ist dann die Bodenschale
2 in den Volumenraum des Deckels 3 eingesetzt. Wie hier zu erkennen ist, ist die Formgebung
der Schale beziehungsweise der Wanne des Deckels 3 so, dass die Bodenschale 2 in dieser
Höhenrichtung zumindest zu 50 Prozent, insbesondere zumindest zu 60 Prozent ihrer
Höhe in die aufnehmende Komponente, hier den Deckel 3, aufgenommen ist. Ein in Höhenrichtung
besonders kompakter Aufbau dieses Systemdampfgarers 1 in dieser Verstaukonfiguration
ist dadurch erreicht.
[0056] Wie auch hier zu erkennen ist, ist auch in dieser Verstaukonfiguration ein Abstand
zwischen den Führungsstegen 11 und 17 einerseits sowie 12 und 18 andererseits erreicht.
Auch dadurch kann sehr einfach beispielsweise die Bodenschale 2 wieder aus dem Deckel
3 entnommen werden oder beide Komponenten durch Greifen der Führungsstege 11 und 12
alleine getragen werden.
[0057] Wie darüber hinaus auch zu erkennen ist, sitzt bei dieser Verstaukonfiguration in
einem Ausführungsbeispiel die Bodenschale 2 mit ihren Aufsatzpodesten 23 und 24 von
oben auf dem oberen Rand 21 der Schalenkragenwand 6 des Deckels 3 auf. Auch dadurch
ist in besonders vorteilhafter Weise die Eintauchtiefe der Bodenschale 2 in den Deckel
3 definiert vorgegeben. Besonders vorteilhaft ist es dabei auch, dass in dieser Verstaukonfiguration
die Schalenkragenwand 14 der Bodenschale 2 seitlich beabstandet von der Schalenkragenwand
6 des Deckels 3 angeordnet ist. Dadurch wird ein unerwünschtes aneinander Reiben oder
ein Verklemmen oder Verspreizen beim Ineinanderführen vermieden. Eine hohe Verschleißarmut
ist dadurch auch gewährleistet.
[0058] In einem anderen Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, dass die Stapelung, wie
sie in Fig. 3 in der Verstaukonfiguration gezeigt ist, genau umgedreht ist. Dies bedeutet,
dass dann die Bodenschale 2 die aufnehmende Komponente ist und der Deckel 3 von oben
in die Bodenschale 2 eingesenkt wird. Auch hier sind dann die Bodenschale 2 und der
Deckel 3 so gebildet, dass die einzusenkende Komponente, bei diesem Ausführungsbeispiel
dann der Deckel 3, mit zumindest 50 Prozent, insbesondere zumindest 60 Prozent, seiner
Höhe in die aufnehmende Komponente, bei diesem Ausführungsbeispiel dann die Bodenschale
2, eintaucht. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel sind dann beide Beschickungsöffnungen
19 und 20 nach oben orientiert.
[0059] In Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel des Deckels 3 gezeigt. In dem Führungssteg
11 ist hier ein zumindest ein Auszugstoppelement 27 ausgebildet. Dieses Auszugstoppelement
27 stellt gegenüber dem Führungssteg 11 nach oben und/oder nach unten eine Erhöhung
dar. Das Auszugstoppelement 27 ist bestimmungsgemäß dazu vorgesehen, wenn der Deckel
3 an einer Führungseinheit im Gargerät angeordnet ist, wie dies bereits oben erläutert
wurde, und in Tiefenrichtung des Gargeräts nach vorne aus dem Garraum herausgezogen
wird, ein zu weites Ausziehen zu verhindern. Das Auszugstoppelement 27 kontaktiert
dann bei einer spezifischen Auszugposition mit einem Gegenstoppelement des Gargeräts,
sodass der weitere Auszug dann diesbezüglich gestoppt ist. Ein unerwünschtes Herunterfallen
des Systemdampfgarers 1 oder ein bei sehr weitem Herausziehen nach unten Kippen des
Systemdampfgarers 1, insbesondere des Deckels 3, von einer Führungseinheit ist dadurch
verhindert. Insbesondere ist dies dann vorteilhaft, wenn der Deckel 3 in seiner oben
bereits erläuterten zweiten bestimmungsgemäß vorgesehenen Nutzungsart ohne die Bodenschale
2 alleine als Gargutaufnahmewanne genutzt wird. In einem Ausführungsbeispiel ist vorzugsweise
auch an dem gegenüberliegenden Führungssteg 12 ein entsprechendes Auszugstoppelement
27, das in Fig. 4 nicht zu erkennen ist, ausgebildet.
[0060] Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 4 ist vorgesehen, was jedoch auch bei den anderen
Ausführungsbeispielen der Fall sein kann, dass nicht nur Führungsstege 11 und 12 an
den gegenüberliegenden Kragenseitenwänden 7 und 8 angeformt sein können, sondern dass
diese Führungsstege 11 und 12 vollständig umlaufend ausgebildet sind und somit als
umlaufender Flansch gestaltet ist.
[0061] In einem Ausführungsbeispiel ist der Deckel 3 einstückig hergestellt. Er ist insbesondere
aus Echtglas. Dadurch ist er in einem Ausführungsbeispiel auch zumindest bereichsweise
transparent ausgebildet.
[0062] In Fig. 5 ist in einer Draufsicht ein Ausführungsbeispiel eines Deckels 3 gezeigt.
Dieser weist hier nur an den Kragenseitenwänden 7 und 8 entsprechende Führungsstege
11 und 12 auf.
[0063] In Fig. 6 ist der Deckel 3 entlang der Schnittlinie VI-VI in Fig. 5 gezeigt. Hier
sind auch beispielhafte und nicht abschließend zu verstehende Maße des Deckels 3 gezeigt.
[0064] In Fig. 7 ist in einer vergrößerten Darstellung der Ausschnitt I in Fig. 6 gezeigt.
Wie bereits bei Fig. 1 erläutert, ist hier auch der Abstand a1 gezeigt. In einem Ausführungsbeispiel
weist ein Führungssteg 12 eine Dicke d1 auf, die zwischen 4 mm und 8 mm, insbesondere
zwischen 4 mm und 6 mm, beträgt. Eine Höhe h, die zwischen der Unterseite der Deckelwand
5 und dem oberen Rand 21 bemessen ist, beträgt vorzugsweise zwischen 58 mm und 64
mm, insbesondere zwischen 59 mm und 62 mm. Auch hier sind die Beispiele nicht abschließend
zu verstehen. In einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Deckelwand
5 eine Dicke d2 aufweist, die vorzugsweise zwischen 4 mm und 6 mm, insbesondere 5
mm, beträgt.
[0065] In Fig. 8 ist in einer perspektivischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel der Bodenschale
2 alleine gezeigt. Die Aufnahmeschalen 25 und 26 sind dargestellt.
[0066] In Fig. 9 ist in einer Frontansicht ein Ausführungsbeispiel eines Gargeräts 28 gezeigt.
Das Gargerät 28 weist ein Gehäuse 29 auf. In diesem Gehäuse 29 ist eine Muffel 30
angeordnet. Die Muffel 30 begrenzt mit ihren Wänden einen Garraum 31 des Gargeräts
28. Die Muffel 30 weist vertikale Seitenwände 32 und 33 auf. An diesen vertikalen
Seitenwänden 32 und 33 sind Führungseinheiten 34 und 35 angeordnet. Diese Führungseinheiten
34 und 35 sind bestimmungsgemäß dazu vorgesehen, dass Gargutträger an ihren gegenüberliegenden
Randseiten direkt daran aufgenommen werden können, insbesondere auf verschiedenen
Einschubebenen daran positioniert werden können.
[0067] Die Führungseinheiten 34 und 35 können vielfältig gestaltet sein. Sie können beispielsweise
Einhängegitter sein. Solche Einhängegitter können als Traggestelle gebildet sein,
die an den Seitenwänden 32 und 33 reversibel lösbar angebracht werden können. Andere
Ausführungsbeispiele von Führungseinheiten 34 und 35 können beispielsweise auch Teleskopauszugsschienen
sein. Die Führungseinheiten 34 und 35 weisen in allgemeiner Betrachtung Aufnahmeeinheiten
36 und 37 auf. Diese sind bestimmungsgemäß dazu vorgesehen, dass die Gargutträger
direkt daran angeordnet, insbesondere aufgesetzt, werden können. Im Ausführungsbeispiel
sind diese Aufnahmeeinheiten 36 und 37 durch ein unteres Aufnahmeelement 36a und ein
oberes Aufnahmeelement 36b gebildet. Diese können auch als Führungsschienen bezeichnet
werden. Entsprechendes gilt auch für die Aufnahmeelemente 37a und 37b. Es sind hier
an den gegenüberliegenden Seiten jeweils nur eine dieser Aufnahmeeinheiten 36 und
37 erläutert. Es können, wie dies in Fig. 9 gezeigt ist, in Höhenrichtung betrachtet
auf unterschiedlichen definierten Höhenlagen weitere derartige Aufnahmeeinheiten 36
und 37 vorgesehen sein. Durch diese Aufnahmeeinheiten 36 und 37 sind die verschiedenen
diskreten Einschubebenen für die Gargutträger im Garraum 31 vorgegeben.
[0068] In dem Ausführungsbeispiel in Fig. 9 ist ein Ausführungsbeispiel eines Systemdampfgarers
1, wie es zu den Fig. 1 bis 7 erläutert wurde, hier beispielhaft in der untersten
Einschubebene an den dort vorgesehenen Aufnahmeeinheiten 36 und 37 der Führungseinheiten
34 und 35 aufgehängt. Es ist hier vorgesehen, dass der gesamte Systemdampfgarer 1
nur über die Führungsstege 17 und 18 direkt mit diesen Aufnahmeeinheiten 36 und 37
mechanisch kontaktiert ist. Die Führungsstege 17 und 18 sind dabei zwischen den hier
vorgesehenen unteren und oberen Aufnahmeelementen 36a und 36b sowie 37a und 37b aufgenommen.
Die Führungsstege 11 und 12 des Deckels 3 sind dabei oberhalb der oberen Aufnahmeelemente
36b und 37b angeordnet und berührungslos dazu positioniert. Wie hier auch zu erkennen
ist, ist die vorteilhaft vorgesehene Beabstandung zwischen den Führungsstegen 17 und
11 einerseits sowie 18 und 12 andererseits auch dahingehend vorteilhaft, um die in
Fig. 9 gezeigte Positionierung des gesamten Systemdampfgarers 1 an solchen Aufnahmeeinheiten
36 und 37 zu ermöglichen. Die Führungsstege 11 und 12 sind dabei nicht im Weg und
hindern das Einführen und Entlangführen der Führungsstege 17 und 18 zwischen diesen
oberen und unteren Aufnahmeelementen 36a, 36b und 37a und 37b nicht. Der Deckel 3
kann des Weiteren einfach von der Bodenschale 2 abgenommen, insbesondere angehoben,
werden, die die Führungsstege 11 und 12 auch einfach alleine gegriffen werden können.
[0069] Darüber hinaus ist in Fig. 9 auch in einem weiteren Ausführungsbeispiel ein Deckel
3 eines Systemdampfgarers alleine gezeigt. Dieser ist hier in seiner zweiten Nutzungsart
unabhängig von der Bodenschale 2 als eigene Gargutaufnahmewanne genutzt. Hier ist
dann die Beschickungsöffnung 19 des Deckels 3 nach oben gerichtet. Dieser Deckel 3
ist mit seinen Führungsstegen 11 und 12 direkt mit Aufnahmeeinheiten 36 und 37 gekoppelt.
Insbesondere sind bei diesem Ausführungsbeispiel nur die Führungsstege 11 und 12 mit
diesen Aufnahmeeinheiten 36 und 37 gekoppelt. Die Führungsstege 11 und 12 liegen dabei
von oben auf den unteren Aufnahmeelementen 36a und 37a auf. Wie hier zu erkennen ist,
ist in diesem Ausführungsbeispiel beispielhaft zu verstehen der alleinige und separate
Deckel 3 in einer höheren Einschubebene angeordnet, als der weitere gesamte Systemdampfgarer
1. Der Deckel 3 ist hier alleine betrachtet in der zweitobersten Einschubebene angeordnet.
Damit kann bei diesem Ausführungsbeispiel sowohl im Systemdampfgarer 1 als auch gleichzeitig
in dem dazu weiteren separaten zweiten Deckel 3 jeweils Gargut zubereitet werden.
Selbstverständlich ist es auch möglich, dass jeweils nur eine dieser beiden Komponenten,
nämlich der Systemdampfgarer 1 oder nur der separate weitere Deckel 3 in dem Garraum
31 angeordnet ist. Auch können selbstverständlich unterschiedlichste Einschubebenen,
wie sie vorgesehen sein können und in Fig. 9 beispielhaft gezeigt sind, genutzt werden,
um einen Systemdampfgarer 1 darauf zu positionieren und/oder einen weiteren separaten
Deckel 3 darauf zu positionieren. Es kann auch nur ein Systemdampfgarer 1 vorhanden
sein, der dann entweder als Systemdampfgarer 1 genutzt wird oder in einer weiteren
Nutzungsart der Deckel 3 alleine als Gargutaufnahmewanne genutzt ist.
[0070] In einem anderen Ausführungsbeispiel kann auch die Bodenschale 2 separat zum Deckel
3 als eigene Gargutaufnahmewanne genutzt werden. Die Bodenschale 2 weist dann auch
neben ihrer primären Nutzungsart beim gesamten Systemdampfgarer 1 eine zweite, sekundäre
Nutzungsart allein und unabhängig von dem Deckel 3 auf.
[0071] In Fig. 10 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Gargeräts 28 gezeigt. Bei diesem
Ausführungsbeispiel ist der Garraum 31 durch einen Garraumteiler 38 in einen oberen
Garraumteilbereich 31a und in einen unteren Garraumteilbereich 31b separiert. Beispielhaft
ist hier gezeigt, dass ein Systemdampfgarer 1 in dem unteren Garraumteilbereich 31b
angeordnet ist. Die Positionierung und Anordnung auf einer diesbezüglich spezifischen
Einschubebene ist entsprechend, wie es zu Fig. 9 bereits erläutert wurde. Dazu kann
dann gleichzeitig und unabhängig in dem oberen Garraumteilbereich 31a weiteres Gargut
zubereitet werden. Dazu kann beispielsweise auf dem Garraumteiler 38 von oben ein
weiterer Gargutträger, wie beispielsweise ein Backblech oder eine Fettpfanne oder
dergleichen, aufgesetzt werden. Möglich ist es auch, dass beispielsweise ein weiterer
Systemdampfgarer 1 in diesem oberen Garraumteilbereich 31a angeordnet wird, beispielsweise
auf einer dort spezifischen Einschubebene. Möglich ist es auch, dass zusätzlich zu
der Darstellung in Fig. 10 in dem oberen Garraumteilbereich 31a ein separater Deckel
3 auf einer spezifischen Einschubebene angeordnet ist und in seiner zweiten Nutzungsart
als Gargutaufnahmewanne dient.
[0072] Wie in dem Zusammenhang auch zu erkennen ist, weist das Gargerät 28 auch ein Heißluftsystem
39 auf. Insbesondere ist in einem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass dieses Heißluftsystem
39 so angeordnet ist, dass es dann, wenn der Garraumteiler 38 in seiner Endposition
im Garraum 31 angeordnet ist, das Heißluftsystem 39 nur in diesem oberen Garraumteilbereich
31a wirkt. Damit kann beispielsweise in dem oberen Garraumteilbereich 31a eine Zubereitung
mit dem Heißluftsystem 39 erfolgen und gleichzeitig in dem unteren Garraumteilbereich
31b in dem Systemdampfgarer 1 eine Zubereitung von Gargut anderweitig und unabhängig
davon erfolgen. In Fig. 10 sind die hier mehreren einzelnen Aufnahmeeinheiten 36 und
37 mit den Bezugszeichen versehen.
[0073] In Fig. 11 ist darüber hinaus eine vergrößerte Darstellung eines Ausführungsbeispiels
gezeigt, wie ein Systemdampfgarer 1 an einer Aufnahmeeinheit 36 angeordnet sein kann.
Insbesondere ist hier auch die Aufnahmeeinheit 36 gezeigt. Es liegt hier der Führungssteg
17 der Bodenschale 2 von oben auf einem unteren Aufnahmeelement 36a auf. Dieses kann
in diesem Ausführungsbeispiel beispielsweise eine Auszugsschiene eines Teleskopauszugs
sein. Beispielhafte Abstände zwischen den einzelnen Komponenten sind hier ebenfalls
gezeigt.
[0074] Darüber hinaus ist in Fig. 12 ein weiteres Ausführungsbeispiel in einer vergrößerten
Darstellung entsprechend wie in Fig. 11 gezeigt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist
im Unterschied zu Fig. 11 das untere Aufnahmeelement 36a der Aufnahmeeinheit 36 keine
Auszugsschiene, sondern ein feststehender Gitterstab als Trägerstab. Dieser ist parallel
zu dem dann ebenfalls vorzugsweise als Gitterstab ausgebildeten oberen Aufnahmeelement
36b gebildet. Auch hier sind dann beispielhafte Abstandswerte für die einzelnen Komponenten
gezeigt.
Bezugszeichenliste
[0075]
- 1
- Systemdampfgarer
- 2
- Bodenschale
- 3
- Deckel
- 4
- Dampfgarraum
- 5
- Deckelwand
- 6
- Schalenkragenwand
- 7
- erste Kragenseitenwand
- 7a
- Außenseite
- 8
- zweite Kragenseitenwand
- 8a
- Außenseite
- 9
- Kragenfrontwand
- 10
- Kragenrückwand
- 11
- Führungssteg
- 11a
- Seite
- 12
- Führungssteg
- 12a
- Seite
- 13
- Bodenwand
- 14
- Schalenkragenwand
- 15
- Seitenwand
- 15a
- Außenseite
- 16
- Seitenwand
- 16a
- Außenseite
- 17
- Führungssteg
- 17a
- Seite
- 18
- Führungssteg
- 18a
- Seite
- 19
- Beschickungsöffnung
- 20
- Beschickungsöffnung
- 21
- oberer Rand
- 22
- oberer Rand
- 23
- Aufsatzpodest
- 24
- Aufsatzpodest
- 25
- Aufnahmeschale
- 26
- Aufnahmeschale
- 27
- Auszugstoppelement
- 28
- Gargerät
- 29
- Gehäuse
- 30
- Muffel
- 31
- Garraum
- 31a
- oberer Garraumteilbereich
- 31b
- unterer Garraumteilbereich
- 32
- vertikale Seitenwand
- 33
- vertikale Seitenwand
- 34
- Führungseinheit
- 35
- Führungseinheit
- 36
- Aufnahmeeinheit
- 36a
- unteres Aufnahmeelement
- 36b
- oberes Aufnahmeelement
- 37
- Aufnahmeeinheit
- 37a
- Aufnahmeelement
- 37b
- Aufnahmeelement
- 38
- Garraumteiler
- 39
- Heißluftsystem
- a1
- Abstand
- a2
- Abstand
- d1
- Dicke
- d2
- Dicke
- h
- Höhe
- x
- Breitenrichtung
- y
- Höhenrichtung
- z
- Tiefenrichtung
1. Systemdampfgarer (1) mit einer Bodenschale (2) und mit einem dazu separaten, schalenförmigen
Deckel (3), der auf die Bodenschale (2) aufsetzbar ist, so dass ein geschlossener
Dampfgarraum (4) gebildet ist, wobei
die Schalenform der Bodenschale (2) oder des Deckels (3) so gebildet ist, dass die
andere Komponente (2, 3) in ihrem umgedrehten Zustand, in dem die Beschickungsöffnung
(10, 20) dieser schalenförmigen Komponente (2, 3) der aufnehmenden Komponente (2,
3) abgewandt ist, zumindest zu 50%, insbesondere zumindest zu 60%, ihrer Höhe in die
aufnehmende Komponente (2, 3) eintaucht, wobei der Deckel (3) eine Schalenkragenwand
(6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalenkragenwand (6)
eine in Breitenrichtung (x) betrachtet erste Kragenseitenwand (7) und eine gegenüberliegende
zweite Kragenseitenwand (8) aufweist, wobei an einer Außenseite (7a) der ersten Kragenseitenwand
(7) und an einer Außenseite (8a) der zweiten Kragenseitenwand (8) jeweils ein in Breitenrichtung
(x) seitlich abstehender und in Tiefenrichtung (z) des Systemdampfgarers (1) geradliniger
erster Führungssteg (11, 12) angeordnet ist, wobei die Bodenschale (2) eine Schalenkragenwand
(14) aufweist, die eine in Breitenrichtung (x) betrachtet erste Kragenseitenwand (15)
und eine gegenüberliegende zweite Kragenseitenwand (16) aufweist, wobei an einer Außenseite
(15a) der ersten Kragenseitenwand (15) und an einer Außenseite (16a) der zweiten Kragenseitenwand
(16) jeweils ein in Breitenrichtung (x) seitlich abstehender und in Tiefenrichtung
(z) des Systemdampfgarers (1) geradliniger zweiter Führungssteg (17, 18) angeordnet
ist, welcher zur Auflage und Führung der Bodenschale (2) an einer Führungseinheit
(36, 37) im Garraum (31) eines Gargeräts (28) gebildet ist, wobei im aufgesetzten
Zustand des Deckels (3) auf die Bodenschale (2) ein vertikaler Abstand (a2) zwischen
einem ersten Führungssteg (11, 12) des Deckels (3) und einem zweiten Führungssteg
(17, 18) der Bodenschale (2) zwischen 11 mm und 15 mm, insbesondere zwischen 12 mm
und 14 mm, beträgt.
2. Systemdampfgarer (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aufnehmende Komponente die Bodenschale (2) ist.
3. Systemdampfgarer (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aufnehmende Komponente der Deckel (3) ist.
4. Systemdampfgarer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (3) auch als separate Gargutaufnahmewanne vorgesehen ist, wenn der Deckel
(3) umgedreht genutzt wird, wobei der erste Führungssteg (11, 12) zur Auflage und
Führung des Deckels (3) an einer Führungseinheit (36, 37) im Garraum (31) eines Gargeräts
(28) bei Nutzung des Deckels (3) als separate Gargutaufnahmewanne gebildet ist.
5. Systemdampfgarer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die ersten Führungsstege (11, 12) über die gesamte Länge der Kragenseitenwände
(7, 8) erstrecken.
6. Systemdampfgarer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Führungsstege (11, 12) auch Griffe sind, an welchen ein Nutzer den Deckel
(3) greifen und tragen kann.
7. Systemdampfgarer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand (a1) eines ersten Führungsstegs (11, 12) zu einem oberen Rand (21) der
Kragenseitenwand (7, 8) zwischen 18 mm und 24 mm, insbesondere zwischen 20 mm und
22 mm, beträgt.
8. Systemdampfgarer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einem ersten Führungssteg (11, 12) ein Auszugstoppelement (27) angeordnet
ist, mit welchem das Ausziehen entlang des Auszugswegs an der Führungseinheit (36,
37) begrenzt ist.
9. Systemdampfgarer (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Auszugstoppelement (27) einstückig mit dem ersten Führungssteg (11, 12) hergestellt
ist.
10. Systemdampfgarer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die ersten Führungsstege (11, 12) aus Echtglas sind.
11. Systemdampfgarer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die zweiten Führungsstege (17, 18) über die gesamte Länge der Kragenseitenwände
(15, 16) erstrecken, und/oder die zweiten Führungsstege (17, 18) auch Griffe sind,
an welchen ein Nutzer die Bodenschale (2) greifen und tragen kann.
12. Systemdampfgarer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Innenseite der Kragenseitenwände (15, 16) der Bodenschale (2) im Vergleich
zu dem oberen Rand (22) nach unten versetzt ein Aufsitzpodest (23, 24) gebildet ist,
auf dem der Deckel (3) mit seinem Rand (21) der Schalenkragenwand (6) des Deckels
(3), der die Beschickungsöffnung (19) der Schalenform des Deckels (3) begrenzt, aufsitzt,
wenn der Deckel (3) in der Nutzungskonfiguration auf der Bodenschale (2) aufgesetzt
ist.
13. Gargerät (28) mit einem Gehäuse (29), in dem ein Garraum (31) gebildet ist, und mit
einem Systemdampfgarer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, der reversibel
entnehmbar in dem Garraum (31) angeordnet ist.
14. Gargerät (28) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Gargerät (28) linksseitig und rechtsseitig an vertikalen Seitenwänden (32, 33)
einer Muffel (30) des Gargeräts (28) Führungseinheiten (34, 35) aufweist, wobei der
Systemdampfgarer (1) mit den zweiten Führungsstegen (17, 18) der Bodenschale (2) auf
den Führungseinheiten (34, 35) aufgesetzt ist.
15. Gargerät (28) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinheiten (34, 35) Aufnahmeeinheiten (36, 37) aufweisen, die durch eine
untere Führungsschiene (36a, 37a) und eine obere Führungsschiene (36b, 37b) gebildet
sind, wobei die zweiten Führungsstege (17, 18) der Bodenschale (2) zwischen den unteren
Führungsschienen (36a, 37a) und den oberen Führungsschienen (36b, 37b) aufgenommen
sind, wobei die ersten Führungsschienen (11, 12) des Deckels (3) oberhalb der oberen
Führungsschienen (36b, 37b) angeordnet sind und berührungslos dazu positioniert sind.
1. Steam cooker system (1) with a base shell (2) and with a shell-shaped cover (3) separate
therefrom, which can be placed onto the base shell (2) such that a closed steam cooking
compartment (4) is formed, wherein the shell shape of the base shell (2) or of the
cover (3) is formed such that the other component (2, 3), in its inverted state in
which the loading opening (10, 20) of this shell-shaped component (2, 3) is facing
away from the receiving component (2, 3), slots into the receiving component (2, 3)
to a depth corresponding to at least 50%, in particular at least 60%, of its height,
wherein the cover (3) has a shell collar wall (6), characterised in that the shell collar wall (6), viewed in the width direction (x), has a first collar
side wall (7) and a second collar side wall (8) opposite thereto, wherein a first
guide web (11, 12) protruding laterally when viewed in the width direction (x) and
extending in a straight line when viewed in the depth direction (z) of the steam cooker
system (1) is arranged on an outer side (7a) of the first collar side wall (7) and
on an outer side (8a) of the second collar side wall (8) respectively, wherein the
base shell (2) has a shell collar wall (14) which, viewed in the width direction (x),
has a first collar side wall (15) and a second collar side wall (16) opposite thereto,
wherein a second guide web (17, 18) protruding laterally when viewed in the width
direction (x) and extending in a straight line when viewed in the depth direction
(z) of the steam cooker system (1) is arranged on an outer side (15a) of the first
collar side wall (15) and on an outer side (16a) of the second collar side wall (16)
respectively, which guide web is formed to position and guide the base shell (2) on
a guide unit (36, 37) in the cooking compartment (31) of a cooking appliance (28),
wherein in the state in which the cover (3) is resting on the base shell (2) a vertical
spacing (a2) between a first guide web (11, 12) of the cover (3) and a second guide
web (17, 18) of the base shell (2) measures between 11 mm and 15 mm, in particular
between 12 mm and 14 mm.
2. Steam cooker system (1) according to claim 1, characterised in that the receiving component is the base shell (2).
3. Steam cooker system (1) according to claim 1, characterised in that the receiving component is the cover (3).
4. Steam cooker system (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the cover (3) is also provided as a separate trough for receiving food to be cooked
when the cover (3) is used in an inverted position, wherein the first guide web (11,
12) is formed for positioning and guiding the cover (3) on a guide unit (36, 37) in
the cooking compartment (31) of a cooking appliance (28) when the cover (3) is used
as a separate trough for receiving food to be cooked.
5. Steam cooker system (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the first guide webs (11, 12) extend over the entire length of the collar side walls
(7, 8).
6. Steam cooker system (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the first guide webs (11, 12) are also handles with which a user can grip and carry
the cover (3).
7. Steam cooker system (1) according to one of the preceding claims, characterised in that a spacing (a1) between a first guide web (11, 12) and an upper edge (21) of the collar
side wall (7, 8) measures between 18 mm and 24 mm, in particular between 20 mm and
22 mm.
8. Steam cooker system (1) according to one of the preceding claims, characterised in that an extension stop element (27), with which the extension along the extension path
on the guide unit (36, 37) is limited, is arranged on at least one first guide web
(11, 12).
9. Steam cooker system (1) according to claim 8, characterised in that the extension stop element (27) is produced in one piece with the first guide web
(11, 12).
10. Steam cooker system (1) according to one of the preceding claims, characterised in that at least the first guide webs (11, 12) are made from real glass.
11. Steam cooker system (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the second guide webs (17, 18) extend over the entire length of the collar side walls
(15, 16), and/or the second guide webs (17, 18) are also handles with which a user
can grip and carry the base shell (2).
12. Steam cooker system (1) according to one of the preceding claims, characterised in that on an inner side of the collar side walls (15, 16) of the base shell (2), a support
pedestal (23, 24) is formed, offset downwards relative to the upper edge (22), on
which the cover (3) with its edge (21) of the shell collar wall (6) of the cover (3),
which delimits the loading opening (19) of the shell shape of the cover (3), is supported
when the cover (3) is placed on the base shell (2) in the usage configuration.
13. Cooking appliance (28) with a housing (29), in which a cooking compartment (31) is
formed, and with a steam cooker system (1) according to one of the preceding claims,
which is arranged in the cooking compartment (31) such that it can be reversibly removed.
14. Cooking appliance (28) according to claim 13, characterised in that the cooking appliance (28) has guide units (34, 35) on the left side and right side
on vertical side walls (32, 33) of a muffle (30) of the cooking appliance (28), wherein
the steam cooker system (1) is placed on the guide units (34, 35) with the second
guide webs (17, 18) of the base shell (2).
15. Cooking appliance (28) according to claim 14, characterised in that the guide units (34, 35) have receiving units (36, 37), which are formed by a lower
guide rail (36a, 37a) and an upper guide rail (36b, 37b), wherein the second guide
webs (17, 18) of the base shell (2) are received between the lower guide rails (36a,
37a) and the upper guide rails (36b, 37b), wherein the first guide rails (11, 12)
of the cover (3) are arranged above the upper guide rails (36b, 37b) and are positioned
contactlessly relative thereto.
1. Système de cuisson à la vapeur (1) avec une coque de fond (2) et avec un couvercle
(3) en forme de coque séparé de celle-ci, qui peut être posé sur la coque de fond
(2), de sorte qu'un espace de cuisson à la vapeur (4) fermé est formé, dans lequel
la forme de la coque de fond (2) ou du couvercle (3) est telle que l'autre composant
(2, 3), dans son état retourné, dans lequel l'ouverture de chargement (10, 20) de
ce composant en forme de coque (2, 3) est opposée au composant récepteur (2, 3), plonge
au moins à 50 %, en particulier au moins à 60 %, de sa hauteur dans le composant récepteur
(2, 3), le couvercle (3) présentant une paroi de col de coque (6), caractérisé en ce que la paroi de col de coque (6) présente une première paroi latérale de col (7) vue
dans la direction de la largeur (x) et une seconde paroi latérale de col opposée (8),
dans lequel sur un côté extérieur (7a) de la première paroi latérale de col (7) et
sur un côté extérieur (8a) de la seconde paroi latérale de col (8) respectivement,
une première barrette de guidage (11, 12) est disposée, qui fait saillie latéralement
dans le sens de la largeur (x) et est droite dans le sens de la profondeur (z) du
système de cuisson à la vapeur (1), dans lequel la coque de fond (2) présente une
paroi de col de coque (14) qui présente dans la direction de la largeur (x) une première
paroi latérale de col (15) et une seconde paroi latérale de col (16) opposée, dans
lequel sur un côté extérieur (15a) de la première paroi latérale de col (15) et sur
un côté extérieur (16a) de la seconde paroi latérale de col (16) respectivement, une
seconde barrette de guidage (17, 18) est disposée qui fait saillie latéralement dans
le sens de la largeur (x) et est droite dans la direction de la profondeur (z) du
système de cuisson à la vapeur(1), et qui est formée pour soutenir et guider la coque
de fond (2) sur une unité de guidage (36, 37) dans l'espace de cuisson (31) d'un appareil
de cuisson (28), dans lequel lorsque le couvercle (3) est placé sur la coque de fond
(2), il existe une distance verticale (a2) entre une première barrette de guidage
(11, 12) du couvercle (3) et une seconde barrette de guidage (17, 18) de la coque
de fond (2) entre 11 mm et 15 mm, en particulier entre 12 mm et 14 mm.
2. Système de cuisson à la vapeur (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le composant récepteur est la coque de fond (2).
3. Système de cuisson à la vapeur (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le composant récepteur est le couvercle (3).
4. Système de cuisson à la vapeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle (3) est également prévu comme bac de réception d'aliments à cuire séparé
lorsque le couvercle (3) est utilisé à l'envers, la première barrette de guidage (11,
12) étant formée pour l'appui et le guidage du couvercle (3) sur une unité de guidage
(36, 37) dans l'espace de cuisson (31) d'un appareil de cuisson (28) lorsque le couvercle
(3) est utilisé comme bac de réception d'aliments à cuire séparé.
5. Système de cuisson à la vapeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les premières barrettes de guidage (11, 12) s'étendent sur toute la longueur des
parois latérales de col (7, 8).
6. Système de cuisson à la vapeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les premières barrettes de guidage (11, 12) sont également des poignées par lesquelles
un utilisateur peut saisir et porter le couvercle (3).
7. Système de cuisson à la vapeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une distance (a1) d'une première barrette de guidage (11, 12) à un bord supérieur
(21) de la paroi latérale de col (7, 8) est comprise entre 18 mm et 24 mm, en particulier
entre 20 mm et 22 mm.
8. Système de cuisson à la vapeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un élément d'arrêt d'extraction (27) est disposé sur au moins une première barrette
de guidage (11, 12), avec lequel l'extraction est limitée le long de la course d'extraction
sur l'unité de guidage (36, 37).
9. Système de cuisson à la vapeur (1) selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'élément d'arrêt d'extraction (27) est fabriqué d'une seule pièce avec la première
barrette de guidage (11, 12).
10. Système de cuisson à la vapeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins les premières barrettes de guidage (11, 12) sont en verre véritable.
11. Système de cuisson à la vapeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les secondes barrettes de guidage (17, 18) s'étendent sur toute la longueur des parois
latérales de col (15, 16), et/ou les secondes barrettes de guidage (17, 18) sont également
des poignées par lesquelles un utilisateur peut saisir et porter la coque de fond
(2).
12. Système de cuisson à la vapeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une plate-forme d'assise (23, 24) décalée vers le bas par rapport au bord supérieur
(22) est formée sur un côté intérieur des parois latérales de col (15, 16) de la coque
de fond (2), sur laquelle le couvercle (3) repose avec son bord (21) de la paroi de
col de coque (6) du couvercle (3), qui délimite l'ouverture de chargement (19) de
la forme de coque du couvercle (3), lorsque le couvercle (3) est posé sur la coque
de fond (2) dans la configuration d'utilisation.
13. Appareil de cuisson (28) comprenant un boîtier (29) dans lequel est formé un espace
de cuisson (31), et un système de cuisson à la vapeur (1) selon l'une des revendications
précédentes, qui est disposé dans l'espace de cuisson (31) de manière à pouvoir être
retiré de manière réversible.
14. Appareil de cuisson (28) selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'appareil de cuisson (28) présente des unités de guidage (34, 35) du côté gauche
et du côté droit sur des parois latérales verticales (32, 33) d'un moufle (30) de
l'appareil de cuisson (28), le système de cuisson à la vapeur (1) étant posé sur les
unités de guidage (34, 35) avec les secondes barrettes de guidage (17, 18) de la coque
de fond (2).
15. Appareil de cuisson (28) selon la revendication 14, caractérisé en ce que les unités de guidage (34, 35) présentent des unités de réception (36, 37) qui sont
formées par un rail de guidage inférieur (36a, 37a) et un rail de guidage supérieur
(36b, 37b), dans lequel les secondes barrettes de guidage (17, 18) de la coque de
fond (2) sont reçues entre les rails de guidage inférieurs (36a, 37a) et les rails
de guidage supérieurs (36b, 37b), les premiers rails de guidage (11, 12) du couvercle
(3) étant disposés au-dessus des rails de guidage supérieurs (36b, 37b) et étant positionnés
sans contact avec ceux-ci.