[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sanitärarmatur, die insbesondere im Zusammenhang
mit Spülbecken und/oder Waschbecken, verwendbar ist.
[0002] Sanitärarmaturen dienen an Spülbecken, Waschbecken, Badewannen und/oder Duschen der
bedarfsgerechten Bereitstellung einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser. Hierzu können
Sanitärarmaturen ein Armaturengehäuse mit einem Auslauf und einer Auslauföffnung für
die Flüssigkeit aufweisen. Das Armaturengehäuse der Sanitärarmatur ist an einem Träger,
beispielsweise einer Arbeitsplatte oder einem Spül- bzw. Waschbecken, befestigbar.
Ferner können Sanitärarmaturen ein Mischventil aufweisen, durch das Kaltwasser und
Warmwasser zu Mischwasser mit einer gewünschten Mischwassertemperatur mischbar sind.
Bekannt sind zudem Sanitärarmaturen, mit denen verschiedene Flüssigkeiten, zum Beispiel
das Mischwasser, karbonisierte Flüssigkeit, aromatisierte Flüssigkeit, gefilterte
Flüssigkeit, gekühlte Flüssigkeit und/oder Heißwasser zapfbar sind. Zur Führung des
Kaltwassers, Warmwassers, Mischwassers und/oder der weiteren Flüssigkeit durch die
Sanitärarmatur sind eine Vielzahl von Flüssigkeitsleitungen erforderlich, die sich
parallel zueinander durch das Armaturengehäuse und/oder den Auslauf erstrecken. Hieraus
folgt ein hoher Platzbedarf, der eine Gestaltungsfreiheit der Armaturengehäuse bzw.
Ausläufe einschränkt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die mit Bezug auf den Stand der Technik geschilderten
Probleme zumindest teilweise zu lösen und insbesondere eine Sanitärarmatur anzugeben,
durch die verschiedene bzw. mehrere Flüssigkeiten mit geringerem Platzbedarf leitbar
sind.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Sanitärarmatur gemäß den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Sanitärarmatur sind in den
abhängigen Patentansprüchen angegeben. Es ist darauf hinzuweisen, dass die in den
abhängigen Patentansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale in beliebiger technologisch
sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen
der Erfindung definieren. Darüber hinaus werden die in den Patentansprüchen angegebenen
Merkmale in der Beschreibung näher präzisiert und erläutert, wobei weitere bevorzugte
Ausgestaltungen der Erfindung dargestellt werden.
[0005] Hierzu trägt eine Sanitärarmatur bei, die zumindest die folgenden Komponenten aufweist:
- ein Armaturengehäuse mit einem Auslauf und zumindest einer Auslauföffnung;
- ein Mischventil zum Mischen von Kaltwasser und Warmwasser zu Mischwasser;
- einen Kartuschenadapter zur Befestigung des Mischventils in dem Armaturengehäuse,
wobei der Kartuschenadapter einen ersten Kaltwasserkanal, einen ersten Warmwasserkanal
und einen ersten Mischwasserkanal aufweist; und
- einen Gewindeschaft zum Befestigen der Sanitärarmatur an einem Träger, wobei der Gewindeschaft
einen mit dem ersten Kaltwasserkanal verbundenen zweiten Kaltwasserkanal, einen mit
dem ersten Warmwasserkanal verbundenen zweiten Warmwasserkanal und einen mit dem ersten
Mischwasserkanal verbundenen zweiten Mischwasserkanal aufweist und wobei der zweite
Kaltwasserkanal an einem unteren längsseitigen Ende des Gewindeschafts einen Kaltwasserschlauchanschluss
für einen Kaltwasserschlauch, der zweite Warmwasserkanal an dem unteren längsseitigen
Ende des Gewindeschafts einen Warmwasserschlauchanschluss für einen Warmwasserschlauch
und der zweite Mischwasserkanal an dem unteren längsseitigen Ende des Gewindeschafts
einen Mischwasserschlauchanschluss für einen Mischwasserschlauch aufweist.
[0006] Die Sanitärarmatur dient insbesondere der bedarfsgerechten Bereitstellung von Flüssigkeiten,
wie insbesondere Wasser, an Spülbecken und/oder Waschbecken. Die Sanitärarmatur umfasst
ein Armaturengehäuse, das insbesondere zumindest teilweise aus Kunststoff und/oder
(Guss-)Metall, wie zum Beispiel Messing, bestehen kann. Das Armaturengehäuse kann
zumindest teilweise rohrförmig ausgebildet sein. Das Armaturengehäuse ist an einem
Träger, beispielsweise einer Arbeitsplatte, dem Spülbecken oder Waschbecken, befestigbar
und/oder weist einen (hervorstehenden bzw. abzweigenden) Auslauf auf, der starr oder
bewegbar mit dem Armaturengehäuse verbunden ist. Der Auslauf kann zumindest teilweise
rohrförmig ausgebildet sein und/oder weist zumindest eine Auslauföffnung auf. Die
zumindest eine Auslauföffnung kann beispielsweise nach Art eines Strahlbildners oder
Mousseurs ausgebildet sein.
[0007] Die Sanitärarmatur weist ein Mischventil zum Mischen von Kaltwasser mit einer Kaltwassertemperatur
und Warmwasser mit einer Warmwassertemperatur zu Mischwasser mit einer gewünschten
Mischwassertemperatur auf. Die Kaltwassertemperatur beträgt insbesondere maximal 25
°C, bevorzugt 1 °C bis 25 °C, besonders bevorzugt 5 °C bis 20 °C und/oder die Warmwassertemperatur
insbesondere maximal 90 °C, bevorzugt 25 °C bis 90 °C, besonders bevorzugt 55 °C bis
65 °C. Das Mischventil kann beispielsweise nach Art einer Mischkartusche ausgebildet
und/oder zumindest teilweise in dem Armaturengehäuse der Sanitärarmatur angeordnet
sein. Die Sanitärarmatur kann zumindest ein Betätigungselement, beispielsweise nach
Art eines Betätigungsgriffs oder Betätigungshebels, aufweisen, durch das das Mischventil
durch einen Benutzer der Sanitärarmatur betätigbar ist. Beispielsweise kann mit dem
zumindest einen Betätigungshebel die Mischwassertemperatur und/oder eine Abgabemenge
des Mischwassers über die zumindest eine Auslauföffnung steuerbar sein.
[0008] Die Sanitärarmatur weist einen Kartuschenadapter zur Befestigung des Mischventils
in dem Armaturengehäuse auf. Der Kartuschenadapter kann eine, mehrere oder alle der
nachfolgenden Eigenschaften aufweisen:
- zumindest teilweise aus Kunststoff und/oder Metall, wie zum Beispiel Messing, bestehen;
- nach Art eines Kunststoffspritzgussteils ausgebildet sein;
- einteilig und/oder einstückig ausgebildet sein;
- eine Aufnahme für das Mischventil aufweisen, in die das Mischventil zumindest teilweise
anordenbar ist;
- in und/oder an dem Armaturengehäuse befestigt sein.
[0009] Der Kartuschenadapter weist einen ersten Kaltwasserkanal für das Kaltwasser, einen
ersten Warmwasserkanal für das Warmwasser und einen ersten Mischwasserkanal für das
Mischwasser auf. Der erste Kaltwasserkanal, erste Warmwasserkanal und/oder erste Mischwasserkanal
können sich von einer Kartuschenadapterunterseite und/oder zumindest teilweise parallel
zu einer Längsachse des Armaturengehäuses, des Kartuschenadapters, einer Flüssigkeitsführung
der Sanitärarmatur und/oder eines Gewindeschafts der Sanitärarmatur in die Aufnahme
für das Mischventil erstrecken. Das Mischventil ist in der Aufnahme des Kartuschenadapters
insbesondere derart anordenbar, dass das Mischventil flüssigkeitsleitend mit der ersten
Kaltwasserleitung, ersten Warmwasserleitung und ersten Mischwasserleitung verbunden
ist. Die erste Kaltwasserleitung, erste Warmwasserleitung und/oder erste Mischwasserleitungen
können einteilig mit dem Kartuschenadapter ausgebildet sein. Dies kann beispielsweise
bedeuten, dass es sich bei der ersten Kaltwasserleitung, ersten Warmwasserleitung
und/oder ersten Mischwasserleitung nicht um separate Komponenten und/oder nicht um
Schläuche handelt. Die erste Kaltwasserleitung, erste Warmwasserleitung und/oder erste
Mischwasserleitung können rohrförmig, kanalförmig, nach Art einer Bohrung und/oder
zumindest teilweise mit einem runden Querschnitt ausgebildet sein. Die erste Kaltwasserleitung,
erste Warmwasserleitung und/oder erste Mischwasserleitung können jeweils einen ersten
Innendurchmesser von beispielsweise 2 mm bis 10 mm aufweisen. Der Kartuschenadapter
kann zumindest einen weiteren ersten Flüssigkeitskanal für zumindest eine weitere
Flüssigkeit aufweisen.
[0010] Die Sanitärarmatur weist einen Gewindeschaft zum Befestigen der Sanitärarmatur an
einem Träger auf. Bei dem Träger kann es sich beispielsweise um eine Arbeitsplatte,
das Spülbecken oder Waschbecken handeln. Der Gewindeschaft kann zumindest teilweise
aus Kunststoff und/oder Metall, wie zum Beispiel Messing, bestehen. Beispielsweise
kann der Gewindeschaft nach Art einer mit Kunststoff umspritzten Messinghülse ausgebildet
sein. Der Gewindeschaft kann:
- an einer äußeren Umfangsfläche ein Gewinde aufweisen;
- (insbesondere parallel zu der Längsachse) eine erste Länge von beispielsweise 50 mm
[Millimeter] bis 200 mm aufweisen; und/oder
- (insbesondere orthogonal zu der Längsachse) einen ersten Durchmesser von beispielsweise
20 mm bis 80 mm aufweisen.
[0011] Die Sanitärarmatur ist mit dem Gewindeschaft insbesondere durch ein Montageloch des
Trägers steckbar. Auf den Gewindeschaft kann eine Mutter schraubbar sein, mit der
die Sanitärarmatur an dem Träger befestigbar ist.
[0012] Der Gewindeschaft weist einen mit dem ersten Kaltwasserkanal des Kartuschenadapters
(flüssigkeitsleitend) verbundenen zweiten Kaltwasserkanal, einen mit dem ersten Warmwasserkanal
des Kartuschenadapters (flüssigkeitsleitend) verbundenen zweiten Warmwasserkanal und
eine mit dem ersten Mischwasserkanal des Kartuschenadapters (flüssigkeitsleitend)
verbundenen zweiten Mischwasserkanal auf. Der zweite Kaltwasserkanal, zweite Warmwasserkanal
und/oder zweite Mischwasserkanal können einteilig mit dem Gewindeschaft ausgebildet
sein. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass es sich bei der zweiten Kaltwasserleitung,
zweiten Warmwasserleitung und/oder zweiten Mischwasserleitung nicht um separate Komponenten
und/oder nicht um Schläuche handelt. Die zweite Kaltwasserleitung, zweite Warmwasserleitung
und/oder zweite Mischwasserleitung können rohrförmig, kanalförmig, nach Art einer
Bohrung und/oder zumindest teilweise mit einem runden Querschnitt ausgebildet sein.
Der zweite Kaltwasserkanal, zweite Warmwasserkanal und/oder zweite Mischwasserkanal
können zumindest teilweise parallel zu einer Längsachse des Armaturengehäuses, des
Kartuschenadapters, der Flüssigkeitsführung der Sanitärarmatur und/oder des Gewindeschafts
verlaufen und/oder sich von einem unteren längsseitigen Ende zu einem oberen längsseitigen
Ende des Gewindeschafts erstrecken. Die zweite Kaltwasserleitung, zweite Warmwasserleitung
und/oder zweite Mischwasserleitung können jeweils einen zweiten Innendurchmesser von
beispielsweise 2 mm bis 10 mm aufweisen. Der Gewindeschaft kann zumindest einen weiteren
zweiten Flüssigkeitskanal für die zumindest eine weitere Flüssigkeit aufweisen, der
(flüssigkeitsleitend) mit dem zumindest einen weiteren ersten Flüssigkeitskanal der
Kartuschenaufnahme verbunden ist.
[0013] Der zweite Kaltwasserkanal kann an dem unteren längsseitigen Ende des Gewindeschafts
einen Kaltwasserschlauchanschluss für einen Kaltwasserschlauch, der zweite Warmwasserkanal
an dem unteren längsseitigen Ende des Gewindeschafts einen Warmwasserschlauchanschluss
für einen Warmwasserschlauch und der zweite Mischwasserkanal an dem unteren längsseitigen
Ende des Gewindeschafts einen Mischwasserschlauchanschluss für einen Mischwasserschlauch
aufweisen. Der zumindest eine weitere zweite Flüssigkeitskanal kann an dem unteren
längsseitigen Ende des Gewindeschafts einen weiteren Flüssigkeitsschlauchanschluss
für einen weiteren Flüssigkeitsschlauch aufweisen. Der Kaltwasserschlauchanschluss,
der Warmwasserschlauchanschluss und/oder der Mischwasserschlauchanschluss können von
dem unteren längsseitigen Ende des Gewindeschafts (insbesondere parallel zu der Längsachse)
beispielsweise 0 mm bis 30 mm in den Gewindeschaft hineinversetzt angeordnet sein.
Der Kaltwasserschlauch kann (insbesondere parallel zu der Längsachse) in den Kaltwasserschlauchanschluss
einsteckbar, der Warmwasserschlauch (insbesondere parallel zu der Längsachse) in den
Warmwasserschlauchanschluss einsteckbar und/oder der Mischwasserschlauch (insbesondere
parallel zu der Längsachse) in den Warmwasserschlauchanschluss einsteckbar sein. Unter
"einsteckbar" kann beispielsweise verstanden werden, dass der Kaltwasserschlauch in
den Kaltwasserschlauchanschluss, der Warmwasserschlauch in den Warmwasserschlauchanschluss
und/oder der Mischwasserschlauch in den Mischwasserschlauchanschluss ohne Drehbewegung
einführbar ist und/oder nicht geschraubt werden muss. Der Kaltwasserschlauchanschluss,
der Warmwasserschlauchanschluss und/oder der Mischwasserschlauchanschluss weisen insbesondere
kein Gewinde auf. Der Kaltwasserschlauchanschluss, Warmwasserschlauchanschluss und/oder
Mischwasserschlauchanschluss können nach Art einer Bohrung, Buchse und/oder parallel
zu der Längsachse ausgebildet sein. Über den Kaltwasserschlauch ist dem Kaltwasserschlauchanschluss
das Kaltwasser insbesondere von einer Kaltwasserquelle, beispielsweise einem öffentlichen
Wasserversorgungsnetz, zuführbar. Über den Warmwasserschlauch ist dem Warmwasserschlauchanschluss
das Warmwasser insbesondere von einer Warmwasserquelle, beispielsweise einem Warmwasserbereiter
oder Boiler, zuführbar. Über den Mischwasserschlauch ist das Mischwasser von dem Mischwasserschlauchanschluss
insbesondere abführbar.
[0014] Durch den an dem unteren längsseitigen Ende des Gewindeschafts ausgebildeten Kaltwasserschlauchanschluss,
Warmwasserschlauchanschluss und Mischwasserschlauchanschluss müssen der Kaltwasserschlauch,
der Warmwasserschlauch und der Mischwasserschlauch nicht durch das Armaturengehäuse
zu dem Mischventil geführt werden, wodurch sich der Platzbedarf in dem Armaturengehäuse
reduziert.
[0015] Der Gewindeschaft kann eine erste Befestigungseinrichtung zum Befestigen des Kaltwasserschlauchs
in dem Kaltwasserschlauchanschluss, eine zweite Befestigungseinrichtung zum Befestigen
des Warmwasserschlauchs in dem Warmwasserschlauchanschluss oder eine dritte Befestigungseinrichtung
zum Befestigen des Mischwasserschlauchs in dem Mischwasserschlauchanschluss aufweisen.
[0016] Die erste Befestigungseinrichtung, zweite Befestigungseinrichtung und/oder dritte
Befestigungseinrichtung können beispielsweise nach Art einer Rasteinrichtung, Schnappkupplung
oder einer sogenannten John Guest-Kupplung ausgebildet sein. Der Kaltwasserschlauch
kann in dem Kaltwasserschlauchanschluss durch die erste Befestigungseinrichtung, der
Warmwasserschlauch kann in dem Warmwasserschlauchanschluss durch die zweite Befestigungseinrichtung
und/oder der Mischwasserschlauch kann in dem Mischwasserschlauchanschluss durch die
dritte Befestigungseinrichtung insbesondere durch Formschluss, lösbar und/oder werkzeuglos
befestigbar sein.
[0017] Die erste Befestigungseinrichtung kann eine erste Ausnehmung und ein erstes Befestigungselement,
die zweite Befestigungseinrichtung eine zweite Ausnehmung und ein zweites Befestigungselement
und/oder die dritte Befestigungseinrichtung eine dritte Ausnehmung und ein drittes
Befestigungselement umfassen. Das erste Befestigungselement kann in die erste Ausnehmung,
das zweite Befestigungselement in die zweite Ausnehmung und/oder das dritte Befestigungselement
in die dritte Ausnehmung einsteckbar sein. Die erste Ausnehmung kann sich insbesondere
von der äußeren Umfangsfläche des Gewindeschafts in den zweiten Kaltwasserkanal, die
zweite Ausnehmung insbesondere von der äußeren Umfangsfläche des Gewindeschafts in
den zweiten Warmwasserkanal und/oder die dritte Ausnehmung insbesondere von der äußeren
Umfangsfläche des Gewindeschafts in den zweiten Mischwasserkanal erstrecken. Die erste
Ausnehmung, zweite Ausnehmung und/oder dritte Ausnehmung können jeweils nach Art eines
Schlitzes ausgebildet sein.
[0018] Bei dem ersten Befestigungselement, dem zweiten Befestigungselement und/oder dem
dritten Befestigungselement kann es sich separate Bauteile oder beweglich an dem Gewindeschaft
befestigte Bauteile handeln. Das erste Befestigungselement kann den Kaltwasserschlauch
in dem Kaltwasserschlauchanschluss, das zweite Befestigungselement den Warmwasserschlauch
in dem Warmwasserschlauchanschluss und/oder das dritte Befestigungselement den Mischwasserschlauch
in dem Mischwasserschlauchanschluss insbesondere formschlüssig befestigen. Hierzu
kann das erste Befestigungselement beispielsweise in eine erste Nut des Kaltwasserschlauchs,
das zweite Befestigungselement beispielsweise in eine zweite Nut des Warmwasserschlauchs
und/oder das dritte Befestigungselement beispielsweise in eine dritte Nut des Mischwasserschlauchs
eingreifen. Das erste Befestigungselement kann insbesondere orthogonal zu der Längsachse
in die erste Ausnehmung, das zweite Befestigungselement insbesondere orthogonal zu
der Längsachse in die zweite Ausnehmung und/oder das dritte Befestigungselement insbesondere
orthogonal zu der Längsachse in die dritte Ausnehmung einsteckbar sein.
[0019] Das erste Befestigungselement, das zweite Befestigungselement und/oder das dritte
Befestigungselement können jeweils U-förmig ausgebildet sein. In diesem Fall können
das erste Befestigungselement, das zweite Befestigungselement und/oder das dritte
Befestigungselement einen ersten Schenkel und zweiten Schenkel aufweisen, die über
einen Steg miteinander verbunden sein können. Das Befestigungselement, der Steg, der
erste Schenkel und/oder der zweite Schenkel können zumindest teilweise gebogen sein
und/oder zumindest eine Biegung aufweisen, durch die eine Reibung zwischen dem ersten
Befestigungselement und der ersten Ausnehmung, dem zweiten Befestigungselement und
der zweiten Ausnehmung und/oder dem dritten Befestigungselement und der dritten Ausnehmung
erhöhbar ist. Hierdurch ist verhinderbar, dass sich die Befestigungselemente aus den
Ausnehmungen selbstständig bzw. ungewollt lösen können.
[0020] Der Kartuschenadapter kann mit zumindest einer ersten Befestigungsvorrichtung in
dem Armaturengehäuse befestigt sein. Die zumindest eine erste Befestigungsvorrichtung
kann beispielsweise nach Art einer Schraube ausgebildet sein.
[0021] Zwischen dem Kartuschenadapter und dem Gewindeschaft kann zumindest eine Flüssigkeitsführung
mit einem dritten Kaltwasserkanal, dritten Warmwasserkanal und dritten Mischwasserkanal
angeordnet sein. Der Kartuschenadapter kann zumindest teilweise aus Kunststoff und/oder
Metall, wie zum Beispiel Messing, bestehen. Insbesondere kann der Kartuschenadapter
nach Art eines Kunststoffspritzgussteils ausgebildet sein. Der dritte Kaltwasserkanal
ist insbesondere (flüssigkeitsleitend) mit dem ersten Kaltwasserkanal des Kartuschenadapters
und dem zweiten Kaltwasserkanal des Gewindeschafts, der dritte Warmwasserkanal insbesondere
(flüssigkeitsleitend) mit dem ersten Warmwasserkanal des Kartuschenadapters und dem
zweiten Warmwasserkanal des Gewindeschafts und/oder der dritte Mischwasserkanal insbesondere
(flüssigkeitsleitend) mit dem ersten Mischwasserkanal des Kartuschenadapters und dem
zweiten Mischwasserkanal des Gewindeschafts verbunden. Der dritte Kaltwasserkanal,
dritte Warmwasserkanal und/oder dritte Mischwasserkanal können einteilig mit Flüssigkeitsführung
ausgebildet sein. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass es sich bei der dritten
Kaltwasserleitung, dritten Warmwasserleitung und/oder dritten Mischwasserleitung nicht
um separate Komponenten und/oder nicht um Schläuche handelt. Die dritte Kaltwasserleitung,
dritte Warmwasserleitung und/oder dritte Mischwasserleitung können rohrförmig, kanalförmig,
nach Art einer Bohrung und/oder zumindest teilweise mit einem runden Querschnitt ausgebildet
sein. Der dritte Kaltwasserkanal, dritte Warmwasserkanal und/oder dritte Mischwasserkanal
können zumindest teilweise parallel zu der Längsachse des Armaturengehäuses, des Kartuschenadapters,
der Flüssigkeitsführung der Sanitärarmatur und/oder des Gewindeschafts verlaufen und/oder
sich von einer Flüssigkeitsführungsunterseite zu einer Flüssigkeitsführungsoberseite
der Flüssigkeitsführung erstrecken. Die dritte Kaltwasserleitung, dritte Warmwasserleitung
und/oder dritte Mischwasserleitung können jeweils einen dritten Innendurchmesser von
beispielsweise 2 mm bis 10 mm aufweisen. Die Flüssigkeitsführung kann zumindest einen
weiteren dritten Flüssigkeitskanal für die zumindest eine weitere Flüssigkeit aufweisen,
der (flüssigkeitsleitend) mit dem zumindest einen weiteren ersten Flüssigkeitskanal
der Kartuschenaufnahme und dem zumindest einen weiteren zweiten Flüssigkeitskanal
des Gewindeschafts verbunden ist.
[0022] Die zumindest eine Flüssigkeitsführung kann mit zumindest einer zweiten Befestigungsvorrichtung
in dem Armaturengehäuse befestigt sein. Die zumindest eine zweite Befestigungsvorrichtung
kann nach Art einer Befestigungsmutter ausgebildet sein und/oder in eine Montageöffnung
des Armaturengehäuses schraubbar sein.
[0023] Die Sanitärarmatur kann einen Mehrlumenschlauch aufweisen, der mit der zumindest
eine Auslauföffnung verbunden ist und sich durch das Armaturengehäuse und den Gewindeschaft
erstreckt. Insbesondere verläuft der Mehrlumenschlauch durch einen ersten Kanal des
Gewindeschafts, einen zweiten Kanal der Flüssigkeitsführung, einen dritten Kanal des
Kartuschenadapters, das Armaturengehäuse und/oder den Auslauf zu der zumindest einen
Auslauföffnung. Der Mehrlumenschlauch weist insbesondere einen runden Querschnitt
auf. Der Mehrlumenschlauch kann zumindest teilweise aus einem für Trinkwasser zugelassenen
und/oder geeigneten Material bestehen. Der Mehrlumenschlauch ist insbesondere zumindest
teilweise flexibel, d. h. insbesondere zumindest teilweise nicht starr, ausgebildet.
Das Material kann insbesondere mindestens eine, mehrere oder sogar jede der folgenden
Eigenschaften aufweisen:
- temperaturbeständig bei -40 °C bis 200 °C [Celsius] sein;
- transluzent sein;
- eine Dichte von 1,22 g/cm3 [Gramm pro Kubikzentimeter] bis 1,26 g/cm3, bevorzugt (circa) 1,24 g/cm3, aufweisen;
- eine Reißfestigkeit von 8,6 N/mm2 [Newton pro Quadratmillimeter] bis 8,8 N/mm2, bevorzugt (circa) 8,7 N/mm2, aufweisen;
- eine Reißdehnung von 390 % bis 410 %, bevorzugt (circa) 400 %, aufweisen;
- eine Weiterreißfestigkeit von 30 N/mm [Newton pro Millimeter] bis 34 N/mm, bevorzugt
(circa) 32 N/mm, aufweisen.
[0024] Der Mehrlumenschlauch weist zumindest ein erstes Lumen zum Führen einer ersten Flüssigkeit
zu der zumindest einen Auslauföffnung und ein zweites Lumen zum Führen einer zweiten
Flüssigkeit zu der zumindest einen Auslauföffnung auf. Der Mehrlumenschlauch kann
ein drittes Lumen zum Führen einer dritten Flüssigkeit zu der zumindest einen Auslauföffnung
und/oder zumindest ein weiteres Lumen zum Führen zumindest einer weiteren Flüssigkeit
zu der zumindest einen Auslauföffnung aufweisen. Bei den Lumen handelt es sich insbesondere
jeweils um einen (röhrenförmigen) Flüssigkeitskanal, der sich von einem ersten längsseitigen
Schlauchende des Mehrlumenschlauchs zu einem zweiten längsseitigen Schlauchende des
Mehrlumenschlauchs durch den Mehrlumenschlauch erstreckt. Das erste längsseitige Schlauchende
kann mit einer ersten Flüssigkeitsquelle für die erste Flüssigkeit, einer zweiten
Flüssigkeitsquelle für die zweite Flüssigkeit und/oder einer dritten Flüssigkeitsquelle
für die dritte Flüssigkeit (und ggf. zumindest einer weiteren Flüssigkeitsquelle für
zumindest eine weitere Flüssigkeit) verbunden sein. Das zweite längsseitige Ende des
Schlauchs kann mit der zumindest einen Auslauföffnung verbunden sein. Die einzelnen
Lumen verlaufen insbesondere parallel zueinander durch den Mehrlumenschlauch und/oder
werden durch das Material des Mehrlumenschlauchs begrenzt. Die Lumen sind durch das
Material des Mehrlumenschlauchs insbesondere (gemeinsam) einstückig ausgebildet. Die
Lumen verlaufen insbesondere nicht konzentrisch zueinander.
[0025] Der Mehrlumenschlauch kann mit einer Verteilervorrichtung verbunden sein. Insbesondere
kann das erste längsseitige Ende des Schlauchs mit der Verteilervorrichtung für die
zumindest eine erste Flüssigkeit, zweite Flüssigkeit und/oder dritte Flüssigkeit (und
ggf. für die zumindest eine weitere Flüssigkeit) verbunden sein. Die Verteilervorrichtung
kann außerhalb des Armaturengehäuses und/oder unterhalb des Gewindeschafts angeordnet
sein.
[0026] Die Verteilervorrichtung kann einen ersten Einlass für das Mischwasser und einen
zweiten Einlass für eine zweite Flüssigkeit aufweisen. Die Verteilervorrichtung kann
einen dritten Einlass für eine dritte Flüssigkeit und/oder zumindest einen weiteren
Einlass für zumindest eine weitere Flüssigkeit aufweisen.
[0027] Bei der ersten Flüssigkeit kann es sich beispielsweise um das Mischwasser handeln.
Bei der zweiten Flüssigkeit, der dritten Flüssigkeit und/oder der zumindest einen
weiteren Flüssigkeit kann es sich zum Beispiel um Trinkwasser, Mischwasser, Kaltwasser,
Warmwasser, karbonisierte Flüssigkeit, aromatisierte Flüssigkeit, gefilterte Flüssigkeit,
gekühlte Flüssigkeit (beispielsweise mit einer Kühlwassertemperatur von 1 °C bis 10
°C) und/oder Heißwasser (beispielsweise mit einer Heißwassertemperatur von 90 °C bis
100 °C) handeln.
[0028] Der erste Einlass kann in ein erstes Lumen des Mehrlumenschlauchs und der zweite
Einlass in ein zweites Lumen des Mehrlumenschlauchs münden. Der dritte Einlass und/oder
der zumindest eine weitere Einlass können in das dritte Lumen des Mehrlumenschlauchs
und/oder in das zumindest eine weitere Lumen des Mehrlumenschlauchs münden.
[0029] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der Figuren näher
erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Figuren eine besonders bevorzugte Ausführungsvariante
der Erfindung zeigen, diese jedoch nicht darauf beschränkt ist. Dabei sind gleiche
Bauteile in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen. Es zeigen beispielhaft
und schematisch:
- Fig. 1:
- eine Sanitärarmatur in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 2:
- eine Teilansicht der Sanitärarmatur in einer Seitenansicht;
- Fig. 3:
- ein Kartuschenadapter der Sanitärarmatur in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 4:
- ein Gewindeschaft der Sanitärarmatur in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 5:
- eine Flüssigkeitsführung der Sanitärarmatur in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 6:
- eine Teilansicht des Gewindeschafts in einer Seitenansicht;
- Fig. 7:
- ein erstes Befestigungselement der Sanitärarmatur in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 8:
- eine Verteilervorrichtung der Sanitärarmatur; und
- Fig. 9:
- ein Mehrlumenschlauch der Sanitärarmatur in einem Querschnitt.
[0030] Die Fig. 1 zeigt eine Sanitärarmatur 1 in einer perspektivischen Darstellung. Die
Sanitärarmatur 1 weist ein Armaturengehäuse 2 auf, das einen drehbar gelagerten Auslauf
3 mit einer Auslauföffnung 4 umfasst. Das Armaturengehäuse 2 ist mit einer unteren
Montageöffnung 41 an einem in der Fig. 2 gezeigten Träger 11 befestigbar.
[0031] Die Fig. 2 zeigt eine Teilansicht der Sanitärarmatur 1 in einer Seitenansicht ohne
das in der Fig. 1 gezeigte Armaturengehäuse 2. Die Sanitärarmatur 1 weist ein Mischventil
5 zum Mischen von Kaltwasser und Warmwasser zu Mischwasser mit einer gewünschten Mischwassertemperatur
auf. Das Mischventil 5 ist durch ein Betätigungselement 42 betätigbar, das hier nach
Art eines Betätigungshebels ausgebildet ist. Über das Betätigungselement 42 ist durch
einen Benutzer der Sanitärarmatur 1 insbesondere die Mischwassertemperatur und eine
Abgabemenge des Mischwassers über die in der Fig. 1 gezeigte Auslauföffnung 4 einstellbar.
Das Mischventil 5 ist an einem Kartuschenadapter 6 befestigt. Der Kartuschenadapter
6 ist über die in der Fig. 1 gezeigte Montageöffnung 41 in dem Armaturengehäuse 2
anordenbar und anschließend mit ersten Befestigungsvorrichtungen 27, die hier nach
Art von Schrauben ausgebildet sind, in dem in der Fig. 1 gezeigten Armaturengehäuse
2 befestigbar.
[0032] Der Kartuschenadapter 6 ist mit einer Flüssigkeitsführung 29 verbunden. Hierzu wurde
die Flüssigkeitsführung 29 über die in der Fig. 1 gezeigte Montageöffnung 41 in dem
Armaturengehäuse 2 angeordnet, sodass die Flüssigkeitsführung 29 in dem Armaturengehäuse
2 angeordnet und auf den Kartuschenadapter 6 gesteckt ist. Die Flüssigkeitsführung
29 ist mit einem Gewindeschaft 10 verbunden. Hierzu wurde der Gewindeschaft 10 auf
die Flüssigkeitsführung 29 gesteckt. Der Gewindeschaft 10 und die Flüssigkeitsführung
29 sind mit einer zweiten Befestigungsvorrichtung 28, die hier nach Art einer Befestigungsmutter
ausgebildet ist, in bzw. an dem Armaturengehäuse 2 befestigt. Hierzu ist die zweite
Befestigungsvorrichtung 28 in die in der Fig. 1 gezeigte Montageöffnung 41 des Armaturengehäuses
2 schraubbar. Der Gewindeschaft 10 erstreckt sich entlang einer Längsachse 44 und
weist an einer äußeren Umfangsfläche 45 ein Außengewinde 46 auf.
[0033] Die Sanitärarmatur 1 ist mit dem Gewindeschaft 10 durch ein Montageloch 43 des Trägers
11 gesteckt, sodass das in der Fig. 1 gezeigte Armaturengehäuse 2 und/oder die zweite
Befestigungsvorrichtung 28 eine Oberseite 47 des Trägers 11 kontaktiert. Anschließend
wurde auf das Außengewinde 46 des Gewindeschafts 10 eine Mutter 49 gegen eine Unterseite
48 des Trägers 11 geschraubt, sodass die Sanitärarmatur 1 an dem Träger 11 befestigt
ist.
[0034] Die Fig. 3 zeigt den Kartuschenadapter 6 in einer perspektivischen Darstellung. Der
Kartuschenadapter 6 weist eine Aufnahme 50 für das in der Fig. 2 gezeigte Mischventil
5 auf. Die Aufnahme 50 ist orthogonal zu der Längsachse 44 orientiert. Das Mischventil
5 ist derart in der Aufnahme 50 anordenbar, dass das Mischventil 5 mit einem ersten
Kaltwasserkanal 7 des Kartuschenadapters 6, einem ersten Warmwasserkanal 8 des Kartuschenadapters
6 und einem ersten Mischwasserkanal 9 des Kartuschenadapters 6 (flüssigkeitsleitend)
verbunden ist. Der erste Kaltwasserkanal 7, der erste Warmwasserkanal 8 und der erste
Mischwasserkanal 9 erstrecken sich von einer Kartuschenadapterunterseite 51 in die
Aufnahme 50.
[0035] Die Fig. 4 zeigt den Gewindeschaft 10 in einer perspektivischen Darstellung. Der
Gewindeschaft 10 umfasst einen umlaufenden Kragen 53, über den der Gewindeschaft 10
mit der in der Fig. 2 gezeigten zweiten Befestigungsvorrichtung 28 an dem in der Fig.
1 gezeigten Armaturengehäuse 2 befestigbar ist. Der Gewindeschaft 10 weist einen zweiten
Kaltwasserkanal 12, zweiten Warmwasserkanal 13 und zweiten Mischwasserkanal 14 auf.
Der zweite Kaltwasserkanal 12, zweite Warmwasserkanal 13 und zweite Mischwasserkanal
14 erstrecken sich parallel zu der Längsachse 44 von einem unteren längsseitigen Ende
15 des Gewindeschafts 10 zu einem oberen längsseitigen Ende 52 des Gewindeschafts
10. Der zweite Kaltwasserkanal 12 weist an dem unteren längsseitigen Ende 15 einen
Kaltwasserschlauchanschluss 16 für einen in der Fig. 6 gezeigten Kaltwasserschlauch
19, der zweite Warmwasserkanal 13 an dem unteren längsseitigen Ende 15 einen Warmwasserschlauchanschluss
17 für einen in der Fig. 6 gezeigten Warmwasserschlauch 20 und der zweite Mischwasserkanal
14 an dem unteren längsseitigen Ende 15 einen Mischwasserschlauchanschluss 18 für
einen in der Fig. 6 gezeigten Mischwasserschlauch 21 auf.
[0036] Der Kaltwasserschlauch 19 ist in dem Kaltwasserschlauchanschluss 16 mit einer ersten
Befestigungseinrichtung 22 und der Warmwasserschlauch 20 in dem Warmwasserschlauchanschluss
17 mit einer zweiten Befestigungseinrichtung 23 befestigbar. Die erste Befestigungseinrichtung
22 weist eine erste Ausnehmung 24 und ein in der Fig. 7 gezeigtes erstes Befestigungselement
26 auf. Die zweite Befestigungseinrichtung 23 weist eine zweite Ausnehmung 25 und
ein nicht gezeigtes zweites Befestigungselement auf, das identisch zu dem in der Fig.
7 gezeigten ersten Befestigungselement 26 ausgebildet ist. Die erste Ausnehmungen
24 erstreckt sich orthogonal zu der Längsachse 44 von der äußeren Umfangsfläche 45
des Gewindeschafts 10 in den Kaltwasserschlauchanschluss 16. Die zweite Ausnehmung
25 erstreckt sich orthogonal zu der Längsachse 44 von der äußeren Umfangsfläche 45
des Gewindeschafts 10 in den Warmwasserschlauchanschluss 17. In der Fig. 7 ist ersichtlich,
dass das erste Befestigungselement 26 einen ersten Schenkel 69 und einen zweiten Schenkel
70 aufweist, die über einen Steg 71 miteinander verbunden sind. Das erste Befestigungselement
26 ist daher U-förmig ausgebildet. Zur Befestigung des in der Fig. 6 gezeigten Kaltwasserschlauchs
19 in dem in der Fig. 4 gezeigten Kaltwasserschlauchanschluss 16 wird das erste Befestigungselement
26 in die erste Ausnehmung 24 gesteckt, nachdem der Kaltwasserschlauch 19 in den Kaltwasserschlauchanschluss
16 gesteckt wurde. Dabei greifen die Schenkel 69, 70 in eine umlaufende äußere Nut
des Kaltwasserschlauchs 19 ein, sodass der Kaltwasserschlauch 19 formschlüssig in
dem Kaltwasserschlauchanschluss 17 befestigt und nicht aus dem Kaltwasserschlauchanschluss
17 herausziehbar ist. Entsprechend ist der in der Fig. 6 gezeigte Warmwasserschlauch
20 in dem in der Fig. 4 gezeigten Warmwasserschlauchanschluss 17 mit dem zweiten Befestigungselement
befestigbar bzw. sicherbar. Der in der Fig. 6 gezeigte Mischwasserschlauch 21 kann
mit einer entsprechenden (hier nicht gezeigten) dritten Befestigungseinrichtung in
dem in der Fig. 4 gezeigten Mischwasserschlauchanschluss 18 befestigbar sein.
[0037] Die Fig. 5 zeigt die Flüssigkeitsführung 29 in einer perspektivischen Darstellung.
Die Flüssigkeitsführung 29 weist einen dritten Kaltwasserkanal 30, einen dritten Warmwasserkanal
31 und einen dritten Mischwasserkanal 32 auf. Der dritte Kaltwasserkanal 30, dritte
Warmwasserkanal 31 und dritte Mischwasserkanal 32 erstrecken sich parallel zu der
Längsachse 44 von einer Flüssigkeitsführungsunterseite 54 der Flüssigkeitsführung
29 zu einer Flüssigkeitsführungsoberseite 55 der Flüssigkeitsführung 29.
[0038] Die Flüssigkeitsführungsoberseite 55 der Flüssigkeitsführung 29 ist im montierten
Zustand der in der Fig. 2 gezeigten Sanitärarmatur 1 auf die in der Fig. 3 gezeigte
Kartuschenadapterunterseite 51 des Kartuschenadapters 6 gesteckt, sodass der erste
Kaltwasserkanal 7 des Kartuschenadapters 6 flüssigkeitsleitend mit dem dritten Kaltwasserkanal
30 der Flüssigkeitsführung 29, der erste Warmwasserkanal 8 des Kartuschenadapters
6 flüssigkeitsleitend mit dem dritten Warmwasserkanal 31 der Flüssigkeitsführung 29
und der erste Mischwasserkanal 9 des Kartuschenadapters 6 flüssigkeitsleitend mit
dem dritten Mischwasserkanal 32 der Flüssigkeitsführung 29 verbunden ist. Das in der
Fig. 4 gezeigte obere längsseitige Ende 52 des Gewindeschafts 10 ist im montierten
Zustand der in der Fig. 2 gezeigten Sanitärarmatur 1 auf die in der Fig. 5 gezeigte
Flüssigkeitsführungsunterseite 54 der Flüssigkeitsführung 29 gesteckt, sodass der
zweite Kaltwasserkanal 12 des Gewindeschafts 10 flüssigkeitsleitend mit dem dritten
Kaltwasserkanal 30 der Flüssigkeitsführung 29, der zweite Warmwasserkanal 13 des Gewindeschafts
10 flüssigkeitsleitend mit dem dritten Warmwasserkanal 31 der Flüssigkeitsführung
29 und der zweite Mischwasserkanal 14 des Gewindeschafts 10 flüssigkeitsleitend mit
dem dritten Mischwasserkanal 32 der Flüssigkeitsführung 29 verbunden ist.
[0039] Hierdurch sind das Kaltwasser von dem in der Fig. 6 gezeigten Kaltwasserschlauch
19 über die Kaltwasserkanäle 7, 12, 30 dem in der Fig. 2 gezeigten Mischventil 5 und
das Warmwasser von dem in der Fig. 6 gezeigten Warmwasserschlauch 20 über die Warmwasserkanäle
8, 13, 31 dem in der Fig. 2 gezeigten Mischventil 5 zuführbar. Das Kaltwasser ist
durch den in der Fig. 6 gezeigten Kaltwasserschlauch 19 den Kaltwasserkanälen 7, 12,
30 von einer hier nicht gezeigten Kaltwasserquelle und das Warmwasser durch den in
der Fig. 6 gezeigten Warmwasserschlauch 20 den Warmwasserkanälen 8, 13, 31 von einer
hier nicht gezeigten Warmwasserquelle zuführbar. Das durch das in der Fig. 2 gezeigte
Mischventil 5 gemischte Mischwasser ist über die Mischwasserkanäle 9, 14, 32 dem in
der Fig. 6 gezeigten Mischwasserschlauch 21 zuführbar.
[0040] Die Fig. 8 zeigt schematisch eine Verteilervorrichtung 34, die außerhalb des in der
Fig. 1 gezeigten Armaturengehäuses 2 und/oder unterhalb des in der Fig. 2 gezeigten
Gewindeschafts 10 angeordnet ist. Die Verteilervorrichtung 34 umfasst ein Verteilergehäuse
56 mit einem ersten Einlass 35 für eine erste Flüssigkeit in Form des Mischwassers,
einem zweiten Einlass 36 für eine zweite Flüssigkeit und einem dritten Einlass 37
für eine dritte Flüssigkeit. Der Mischwasserschlauch 21 ist als erste Zuführleitung
57 an den ersten Einlass 35 angeschlossen, sodass dem ersten Einlass 35 das Mischwasser
von dem Mischventil 5 als erster Flüssigkeitsquelle 60 der in der Fig. 2 gezeigten
Sanitärarmatur 1 zuführbar ist. Eine zweite Zuführleitung 58 ist an den zweiten Einlass
36 angeschlossen, sodass dem zweiten Einlass 36 die zweite Flüssigkeit von einer zweiten
Flüssigkeitsquelle 61 zuführbar ist. Eine dritte Zuführleitung 59 ist an den dritten
Einlass 37 angeschlossen, sodass dem dritten Einlass 37 die dritte Flüssigkeit von
einer dritten Flüssigkeitsquelle 62 zuführbar ist. Bei der zweiten Flüssigkeit kann
es sich beispielsweise um Heißwasser und der dritten Flüssigkeit um gefilterte Flüssigkeit
bzw. gefiltertes Wasser handeln.
[0041] Das Verteilergehäuse 56 weist einen Auslass 63 auf, an den ein Mehrlumenschlauch
33 angeschlossen ist. Das Mischwasser bzw. die erste Flüssigkeit ist von dem ersten
Einlass 35 über einen ersten Flüssigkeitskanal 64 der Verteilervorrichtung 34 einem
in der Fig. 9 gezeigten ersten Lumen 38 des Mehrlumenschlauchs 33, die zweite Flüssigkeit
von dem zweiten Einlass 36 über einen zweiten Flüssigkeitskanal 65 der Verteilervorrichtung
34 einem in der Fig. 9 gezeigten zweiten Lumen 39 des Mehrlumenschlauchs 33 und die
dritte Flüssigkeit von dem dritten Einlass 37 über einen dritten Flüssigkeitskanal
66 der Verteilervorrichtung 34 einem in der Fig. 9 gezeigten dritten Lumen 40 des
Mehrlumenschlauchs 33 zuführbar.
[0042] Der Mehrlumenschlauch 33 erstreckt sich von der Verteilervorrichtung 34 durch den
Gewindeschaft 10, die Flüssigkeitsführung 29, das Armaturengehäuse 2 und den Auslauf
3 zu der Auslauföffnung 4, sodass das Mischwasser, die zweite Flüssigkeit und die
dritte Flüssigkeit der Auslauföffnung 4 zuführbar sind (vgl. Fig. 1 und 2). Hierzu
weist der Gewindeschaft 10 einen ersten Kanal 67 für den Mehrlumenschlauch 33 (vgl.
Fig. 4) und die Flüssigkeitsführung 29 einen zweiten Kanal 68 für den Mehrlumenschlauch
33 auf (vgl. Fig. 5). Der erste Kanal 67 erstreckt sich parallel zu der Längsachse
44 vollständig durch den Gewindeschaft 10 und der zweite Kanal 68 parallel zu der
Längsachse 44 vollständig durch die Flüssigkeitsführung 29.
[0043] Die Fig. 9 zeigt den Mehrlumenschlauch 33 mit dem ersten Lumen 38, zweiten Lumen
39 und dritten Lumen 40 in einem Querschnitt entlang der in der Fig. 8 gezeigten Schnittebene
IX-IX.
[0044] Durch die vorliegende Erfindung sind die Flüssigkeiten mit geringerem Platzbedarf
zu der Auslauföffnung 4 leitbar.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Sanitärarmatur
- 2
- Armaturengehäuse
- 3
- Auslauf
- 4
- Auslauföffnung
- 5
- Mischventil
- 6
- Kartuschenadapter
- 7
- erster Kaltwasserkanal
- 8
- erster Warmwasserkanal
- 9
- erster Mischwasserkanal
- 10
- Gewindeschaft
- 11
- Träger
- 12
- zweiter Kaltwasserkanal
- 13
- zweiter Warmwasserkanal
- 14
- zweiter Mischwasserkanal
- 15
- unteres längsseitiges Ende
- 16
- Kaltwasserschlauchanschluss
- 17
- Warmwasserschlauchanschluss
- 18
- Mischwasserschlauchanschluss
- 19
- Kaltwasserschlauch
- 20
- Warmwasserschlauch
- 21
- Mischwasserschlauch
- 22
- erste Befestigungseinrichtung
- 23
- zweite Befestigungseinrichtung
- 24
- erster Ausnehmung
- 25
- zweite Ausnehmung
- 26
- erstes Befestigungselement
- 27
- erste Befestigungsvorrichtung
- 28
- zweiter Befestigungsvorrichtung
- 29
- Flüssigkeitsführung
- 30
- dritter Kaltwasserkanal
- 31
- dritter Warmwasserkanal
- 32
- dritter Mischwasserkanal
- 33
- Mehrlumenschlauch
- 34
- Verteilervorrichtung
- 35
- erster Einlass
- 36
- zweiter Einlass
- 37
- dritter Einlass
- 38
- erstes Lumen
- 39
- zweites Lumen
- 40
- drittes Lumen
- 41
- Montageöffnung
- 42
- Betätigungselement
- 43
- Montageloch
- 44
- Längsachse
- 45
- äußere Umfangsfläche
- 46
- Außengewinde
- 47
- Oberseite
- 48
- Unterseite
- 49
- Mutter
- 50
- Aufnahme
- 51
- Kartuschenadapterunterseite
- 52
- oberes längsseitiges Ende
- 53
- Kragen
- 54
- Flüssigkeitsführungsunterseite
- 55
- Flüssigkeitsführungsoberseite
- 56
- Verteilergehäuse
- 57
- erste Zuführleitung
- 58
- zweite Zuführleitung
- 59
- dritte Zuführleitung
- 60
- erste Flüssigkeitsquelle
- 61
- zweite Flüssigkeitsquelle
- 62
- dritte Flüssigkeitsquelle
- 63
- Auslass
- 64
- erster Flüssigkeitskanal
- 65
- zweiter Flüssigkeitskanal
- 66
- dritter Flüssigkeitskanal
- 67
- erster Kanal
- 68
- zweiter Kanal
- 69
- erster Schenkel
- 70
- zweiter Schenkel
- 71
- Steg
1. Sanitärarmatur (1), zumindest aufweisend:
- ein Armaturengehäuse (2) mit einem Auslauf (3) und zumindest einer Auslauföffnung
(4);
- ein Mischventil (5) zum Mischen von Kaltwasser und Warmwasser zu Mischwasser;
- einen Kartuschenadapter (6) zur Befestigung des Mischventils (5) in dem Armaturengehäuse
(2), wobei der Kartuschenadapter (6) einen ersten Kaltwasserkanal (7), einen ersten
Warmwasserkanal (8) und einen ersten Mischwasserkanal (9) aufweist; und
- einen Gewindeschaft (10) zum Befestigen der Sanitärarmatur (1) an einem Träger (11),
wobei der Gewindeschaft (10) einen mit dem ersten Kaltwasserkanal (7) verbundenen
zweiten Kaltwasserkanal (12), einen mit dem ersten Warmwasserkanal (8) verbundenen
zweiten Warmwasserkanal (13) und einen mit dem ersten Mischwasserkanal (9) verbundenen
zweiten Mischwasserkanal (14) aufweist und wobei der zweite Kaltwasserkanal (12) an
einem unteren längsseitigen Ende (15) des Gewindeschafts (10) einen Kaltwasserschlauchanschluss
(16) für einen Kaltwasserschlauch (19), der zweite Warmwasserkanal (13) an dem unteren
längsseitigen Ende (15) des Gewindeschafts (10) einen Warmwasserschlauchanschluss
(17) für einen Warmwasserschlauch (20) und der zweite Mischwasserkanal (14) an dem
unteren längsseitigen Ende (15) des Gewindeschafts (10) einen Mischwasserschlauchanschluss
(18) für einen Mischwasserschlauch (21) aufweist.
2. Sanitärarmatur (1) nach Patentanspruch 1, wobei der Gewindeschaft (10) eine erste
Befestigungseinrichtung (22) zum Befestigen des Kaltwasserschlauchs (19) in dem Kaltwasserschlauchanschluss
(16), eine zweite Befestigungseinrichtung (23) zum Befestigen des Warmwasserschlauchs
(20) in dem Warmwasserschlauchanschluss (17) odereine dritte Befestigungseinrichtung
zum Befestigen des Mischwasserschlauchs (21) in dem Mischwasserschlauchanschluss (18)
aufweist.
3. Sanitärarmatur (1) nach Patentanspruch 2, wobei die erste Befestigungseinrichtung
(22) eine erste Ausnehmung (24) und ein erstes Befestigungselement (26), die zweite
Befestigungseinrichtung (23) eine zweite Ausnehmung (25) und ein zweites Befestigungselement
oder die dritte Befestigungseinrichtung eine dritte Ausnehmung und ein drittes Befestigungselement
umfasst.
4. Sanitärarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei der Kartuschenadapter
(6) mit zumindest einer ersten Befestigungsvorrichtung (27) in dem Armaturengehäuse
(2) befestigt ist.
5. Sanitärarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei zwischen dem
Kartuschenadapter (6) und dem Gewindeschaft (10) zumindest eine Flüssigkeitsführung
(29) mit einem dritten Kaltwasserkanal (30), dritten Warmwasserkanal (31) und dritten
Mischwasserkanal (32) angeordnet ist.
6. Sanitärarmatur (1) nach Patentanspruch 5, wobei die zumindest eine Flüssigkeitsführung
(29) mit zumindest einer zweiten Befestigungsvorrichtung (28) in dem Armaturengehäuse
(2) befestigt ist.
7. Sanitärarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, aufweisend einen
Mehrlumenschlauch (33), der mit der zumindest einen Auslauföffnung (4) verbunden ist
und sich durch das Armaturengehäuse (2) und den Gewindeschaft (10) erstreckt.
8. Sanitärarmatur (1) nach Patentanspruch 7, wobei der Mehrlumenschlauch (33) mit einer
Verteilervorrichtung (34) verbunden ist.
9. Sanitärarmatur (1) nach Patentanspruch 8, wobei die Verteilervorrichtung (34) einen
ersten Einlass (35) für das Mischwasser und einen zweiten Einlass (36) für eine zweite
Flüssigkeit aufweist.
10. Sanitärarmatur (1) nach Patentanspruch 9, wobei der erste Einlass (35) in ein erstes
Lumen (38) des Mehrlumenschlauchs (33) und der zweite Einlass (35) in ein zweites
Lumen (39) des Mehrlumenschlauchs (33) münden.