(19)
(11) EP 4 252 909 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.10.2023  Patentblatt  2023/40

(21) Anmeldenummer: 22165963.4

(22) Anmeldetag:  31.03.2022
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B02C 19/00(2006.01)
B02C 13/18(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B02C 19/0018; B02C 13/1807
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: Unterweger Edelstahl + Maschinenbau GmbH & Co. KG
78554 Aldingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Unterweger, Michael
    78554 Aldingen (DE)

(74) Vertreter: Westphal, Mussgnug & Partner Patentanwälte mbB 
Am Riettor 5
78048 Villingen-Schwenningen
78048 Villingen-Schwenningen (DE)

   


(54) GETREIDEMÜHLE


(57) Die Erfindung betrifft eine Getreidemühle (10) mit einem Gehäuse (20) mit einer Längsachse (lG), welches eine Wandung (21), ein Bodenteil (22) und ein Deckelteil (23) aufweist, wobei in dem Deckelteil (23) eine Einfuhröffnung (24) angeordnet ist, wobei an dem Bodenteil (22) ein Motor (30) angeordnet ist, welcher einen Rotor (40) antreibt, und wobei die Getreidemühle (10) einen ringförmigen Mahlstein (50) aufweist, wobei der Mahlstein (50) zumindest abschnittsweise eine Diamant- oder Saphirschicht (52) aufweist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Getreidemühle gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

[0002] Bekannt sind Getreidemühlen mit einem Gehäuse mit einer Längsachse, wobei das Gehäuse ein Bodenteil und ein Deckelteil aufweist, wobei in dem Deckelteil eine Einfuhröffnung angeordnet ist, und wobei in dem Bodenteil ein Motor angeordnet ist, und wobei in dem Gehäuse ein ringförmiger Mahlstein angeordnet ist, in welchem konzentrisch ein durch den Motor angetriebener Rotor angeordnet ist. Der Motor erzeugt einen Luftstrom, mittels welchem das in das Gehäuse eingeführte Getreide gegen den Mahlstein rotatorisch beschleunigt wird. Das Getreide wird bei dieser Bewegung an dem Mahlstein zu Mehl gerieben. Derartige Getreidemühlen sind auch unter dem Begriff Zentrofan-Mühlen bekannt. Ein Beispiel für eine Zentrofan-Mühle offenbart die DE 10 2004 022 870 A1.

[0003] Bekannt ist es, als Mahlstein einen Naturmahlstein, beispielsweise einen Mahlstein aus Lavagestein, zu verwenden. Die in dem Naturmahlstein vorhandenen Poren setzen sich jedoch im Laufe des Betriebs zu, wodurch das Mahlergebnis beeinträchtigt wird. Zudem ist ein derartiger Mahlstein nicht einfach zu reinigen. Auch kann keine gleichbleibende Qualität gewährleistet werden, da der Naturstein mal mehr, mal weniger Poren aufweist.

[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine Getreidemühle derart weiterzubilden, dass sie einfacher zu reinigen ist und insbesondere das Mahlergebnis verbessert werden bzw. eine gleichbleibende Qualität erzielt werden kann.

[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Getreidemühle mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.

[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

[0007] Die erfindungsgemäße Getreidemühle mit einem Gehäuse mit einer Längsachse, welches eine Wandung, ein Bodenteil und ein Deckelteil aufweist, wobei in dem Deckelteil eine Einfuhröffnung angeordnet ist, wobei an dem Bodenteil ein Motor angeordnet ist, welcher einen Rotor antreibt, und wobei die Getreidemühle einen ringförmigen Mahlstein aufweist, zeichnet sich dadurch aus, dass der Mahlstein zumindest abschnittsweise eine Diamant- oder Saphirschicht aufweist. Eine derartige Beschichtung wird aufgrund ihrer Oberfläche selbständig gereinigt. Aufgrund einer definierten Beschichtungsfläche kann ein kontinuierlich gleichbleibendes Ergebnis erzielt werden. Zudem kann mit einer Diamant- oder Saphirschicht ein besonders feines Mahlergebnis erreicht werden, da eine Rauhigkeit der Beschichtung gezielt beeinflusst werden kann. Ein weiterer grundlegender Vorteil gegenüber einem Naurmahlstein ist die Festigkeit der Diamant- oder Saphirschicht, welche sich nicht abnutzt und somit das Mahlgut nicht verunreinigt.

[0008] Vorzugsweise weist der Mahlstein eine Innenseite und eine Außenseite auf, wobei die Diamant- oder Saphirschicht auf der Innenseite angeordnet ist. Üblicherweise kommt lediglich die Innenseite des Mahlsteins mit dem zu mahlenden Getreide in Kontakt.

[0009] Bevorzugt weist die Diamant- oder Saphirschicht eine Dicke von weniger als 3 mm, vorzugsweise weniger als 1 mm, auf. Eine möglichst dünne Schicht kann eine kostengünstigere Fertigung ermöglichen.

[0010] Besonders bevorzugt weist die Diamant- oder Saphirschicht eine Rauhigkeit zwischen 10 µm und 100 µm auf, wodurch ein besonders feines Mahlergebnis erreicht werden kann.

[0011] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Mahlstein aus Metall, Keramik oder Kunststoff gefertigt. Dadurch kann die Fertigung im Vergleich zur Verwendung eines Naturmahlsteins vereinfacht werden.

[0012] Vorzugsweise ist der Rotor konzentrisch in dem Mahlstein angeordnet. Dies ermöglicht eine platzsparende Anordnung. Weiterhin ermöglicht dies eine besonders günstige rotatorische Beschleunigung des zu mahlenden Getreides.

[0013] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Rotor als Flügelrad mit einer Rotorscheibe ausgebildet ist. Ein derartiger Rotor kann eine für ein feines Mahlergebnis besonders günstige Luftverwirbelung im Innern des Gehäuses erzeugen.

[0014] Vorzugsweise weist die Rotorscheibe an ihrer dem Motor abgewandten Seite mehrere radial verlaufende erste Flügel auf. Derartige erste Flügel können den Transport des gemahlenen Getreides in den oberen Bereich des Gehäuses, von wo aus in der Regel die Ausfuhr erfolgen kann, begünstigen.

[0015] Vorteilhafterweise weist die Rotorscheibe an ihrer dem Motor zugewandten Seite mehrere gegen den Radius gebogen oder zumindest abschnittsweise im Winkel verlaufende zweite Flügel auf. Derartige zweite Flügel können die rotatorische Beschleunigung des in das Gehäuse eingeführten Getreides gegen den Mahlstein begünstigen.

[0016] Vorzugsweise ist die Zahl der ersten Flügel größer ist als die Zahl der zweiten Flügel, insbesondere doppelt so groß, was die Strömungsverhältnisse im Innern des Gehäuses weiter verbessern kann.

[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Mahlstein feststehend in dem Gehäuse angeordnet, was einen einfachen konstruktiven Aufbau der Getreidemühle ermöglicht.

[0018] Vorzugsweise fällt die Drehachse des Motors mit der Längsachse des Gehäuses zusammen. Dadurch kann sich eine rotationssymmetrische Strömungsverteilung im Gehäuse ergeben, wodurch ein gleichmäßiges Mahlergebnis erzielt werden kann.

[0019] Vorzugsweise ist an der Einfuhröffnung ein Trichter angeordnet. Dadurch kann das Einfüllen des Getreides in die Getreidemühle vereinfacht werden.

[0020] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist in dem Gehäuse ein Fallrohr angeordnet, welches insbesondere bis zu einem Adapter, welcher insbesondere zwischen dem Motor und dem Rotor angeordnet ist, reicht. Damit kann eine gezielte Zufuhr des Getreides zwischen Mahlstein und Rotor ermöglicht werden.

[0021] Vorteilhafterweise ist an dem Gehäuse, insbesondere zwischen dem Rotor und dem Deckelteil, insbesondere in einem oberen Mühlengehäuse, eine radiale Ausfuhröffnung angeordnet. Das gemahlene Getreide wird durch den Luftstrom in den oberen Bereich nahe des Deckels des Gehäuses geführt und kann dort radial ausgeführt werden.

[0022] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren ausführlich erläutert. Es zeigen
Fig. 1
eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Getreidemühle,
Fig. 2
eine weitere Seitenansicht der Getreidemühle gemäß Fig. 1,
Fig. 3
eine Draufsicht auf die Getreidemühle gemäß Fig. 1,
Fig. 4
eine Ansicht von unten auf die Getreidemühle gemäß Fig. 1,
Fig. 5
einen Längsschnitt durch die Getreidemühle gemäß der Linie B-B in Fig. 4,
Fig. 6
eine perspektivische Ansicht des Mahlsteins der Getreidemühle gemäß Fig. 5,
Fig. 7
einen Längsschnitt durch den Mahlstein gemäß Fig. 6,
Fig. 8
eine Ausschnittvergrößerung aus Fig. 7,
Fig. 9
eine perspektivische Ansicht des Rotors der Getreidemühle gemäß Fig. 5,
Fig. 10
eine weitere perspektivische Ansicht des Rotors gemäß Fig. 9,
Fig. 11
eine Seitenansicht eines ersten Flügels des Rotors gemäß Fig. 9,
Fig. 12
eine Seitenansicht eines zweiten Flügels des Rotors gemäß Fig. 9 und
Fig. 13
eine Draufsicht auf den zweiten Flügel gemäß Fig. 12.


[0023] Die Figuren 1 bis 5 zeigen verschiedene Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Getreidemühle 10, wobei zur besseren Übersicht nicht sämtliche Bezugsziffern in sämtlichen Figuren angegeben sind.

[0024] Die Getreidemühle 10 weist ein Gehäuse 20 mit einer Längsachse lG auf. Das Gehäuse 20 weist eine Wandung 21, ein Bodenteil 22 und ein Deckelteil 23 auf, wobei das Bodenteil 21 oder das Deckelteil 22 auch einstückig mit der Wandung 21 ausgebildet sein können. Insbesondere ist die Wandung 21 zylindrisch, vorzugsweise kreiszylindrisch, ausgebildet. In dem Deckelteil 23 ist eine Einfuhröffnung 24 angeordnet, welche insbsondere konzentrisch um die Längsachse lG angeordnet ist. An der Einfuhröffnung 24 kann ein Trichter 25 angeordnet sein.

[0025] An dem Bodenteil 22 ist ein Motor 30 angeordnet, insbesondere derart, dass ein Gehäuse 32 des Motors 30 auf der Außenseite des Bodenteils 22 angeordnet ist. Der Motor 30 treibt einen Rotor 40 an, welcher insbesondere in dem Gehäuse 30 angeordnet ist. Der Motor 30 weist eine Drehachse lM auf, welche insbesondere mit der Längsachse lG des Gehäuses zusammenfällt.

[0026] Die Getreidemühle 10 weist einen ringförmigen Mahlstein 50 auf (vgl. insbesondere Figur 5), welcher insbesondere feststehend in oder an dem Gehäuse 20 angeordnet ist. Die Figuren 6 bis 8 zeigen verschiedene Ansichten des Mahlsteins 50, wobei zur besseren Übersicht nicht sämtliche Bezugsziffern in sämtlichen Figuren angegeben sind. Der Mahlstein 50 weist zumindest abschnittsweise eine Diamant- oder Saphirschicht 52 auf. Der Mahlstein 50 weist eine Innenseite 51a und eine Außenseite 51b auf, wobei die Diamant- oder Saphirschicht 52 insbesondere auf der Innenseite 51a angeordnet ist. Bevorzugt ist die gesamte Innenseite 51a mit der Diamant- oder Saphirschicht 52 bedeckt. Die Diamant- oder Saphirschicht 52 kann eine Dicke d von weniger als 3 mm, vorzugsweise weniger als 1 mm, besonders bevorzugt zwischen 0,1 mm und 0,5 mm, aufweisen. Der Diamant oder Saphir kann beispielsweise in eine Trägerschicht aus Nickel eingebettet werden und dadurch die Verbindung zu dem Mahlstein 50 herstellen. Weiterhin kann die Diamant- oder Saphirschicht 52 eine Rauhigkeit zwischen 10 µm und 100 µm aufweisen.

[0027] Der Mahlstein 50 selbst kann aus Metall, Keramik oder Kunststoff gefertigt sein. Wie in Figur 5 erkennbar, ist der Mahlstein 50 als eigenständiges Bauteil in dem Gehäuse 20 angeordnet. Es besteht grundsätzlich aber auch die Möglichkeit, dass die Wandung 23 des Gehäuses den Mahlstein 50 bildet und die Diamant- oder Saphirschicht 52 direkt auf die Innenseite der Wandung 23 aufgebracht ist.

[0028] Der Rotor 40 ist vorzugsweise konzentrisch in dem Mahlstein 50 angeordnet. Die Anordnung des Rotors 40 in dem Mahlstein 50 soll insbesondere bedeuten, dass sich die Abschnitte entlang der Längsachse lG, in welchen einerseits der Rotor 40 und andererseits der Mahlstein 50 angeordnet sind, überlappen und vorzugsweise der kürzere der beiden Abschnitte vollständig in dem längeren der beiden Abschnitte angeordnet ist.

[0029] Die Figuren 9 bis 13 zeigen verschiedene Ansichten des Rotors 40 sowie Teile des Rotors 40, wobei zur besseren Übersicht nicht sämtliche Bezugsziffern in sämtlichen Figuren angegeben sind.

[0030] Der Rotor 40 kann als Flügelrad mit einer Rotorscheibe 41 ausgebildet sein. Die Ebene der Rotorscheibe 41 ist dabei insbesondere senkrecht zu der Drehachse lM des Motors bzw. der Längsachse lG des Gehäuses 20 angeordnet. Die Rotorscheibe 41 weist eine dem Motor 30 abgewandte Seite 41a und eine dem Motor 30 zugewandte Seite 41b auf. Die Rotorscheibe 41 kann an ihrer dem Motor 30 abgewandten Seite 41a mehrere radial verlaufende erste Flügel 44 aufweisen (vgl. Figuren 9 und 11). Die ersten Flügel 44 können plattenartig mit einem fünfeckigen Umriss, welcher insbesondere drei rechte Winkel umfasst, ausgebildet sein (vgl. Figur 11). Die ersten Flügel 44 können über an einer Seitenkante angeordnete Vorsprünge 44a in Ausnehmungen 48 der Rotorscheibe 41 eingesetzt und darüber befestigt werden. Die Rotorscheibe 41 kann an ihrer dem Motor 30 zugewandten Seite 41b mehrere gegen den Radius gebogen oder zumindest abschnittsweise im Winkel verlaufende zweite Flügel 46 aufweisen (vgl. Figuren 10, 12 und 13). Die zweiten Flügel 44 können plattenartig mit einem rechteckigen Umriss ausgebildet sein, wobei sie jeweils entlang zweier parallel verlaufender Knickkanten 47 in einem Winkel α1, α2 abgeknickt sind (vgl. Figur 12 und 13). Die Winkel α1, α2 zwischen den abgeknickten äußeren Teilflächen und der Mittelfläche, welche zwischen den beiden Knickkanten 47 angeordnet ist, können beispielsweise etwa 165° betragen (vgl. Figur 13). Anstatt die zweiten Flügel 46 zu knicken, können diese auch entsprechend gebogen ausgebildet sein. Die zweiten Flügel 46 können über an einer Seitenkante angeordnete Vorsprünge 46a in Ausnehmungen 48 der Rotorscheibe 41 eingesetzt und darüber befestigt werden.

[0031] Die Zahl der ersten Flügel 44 ist vorzugsweise größer als die Zahl der zweiten Flügel 46, insbesondere doppelt so groß. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind an der Rotorscheibe 41 neun zweite Flügel 46 und achtzehn erste Flügel 44 angeordnet.

[0032] Die Getreidemühle 10 kann ein Fallrohr 27 mit einem ersten Ende 27a und einem zweiten Ende 27b aufweisen. Über das Fallrohr 27 kann insbesondere das zu mahlende Getreide zugeführt werden. Das erste Ende 27a des Fallrohrs 27 kann beispielsweise an die Einfuhröffnung 24 in dem Deckelteil 22 und/oder an den Trichter 25 anschließen. Das zweite Ende 27b des Fallrohrs 27 ist insbesondere im Bereich eines Adapters 71, welcher insbesondere zwischen dem Motor 30 und dem Rotor 40 angeordnet ist, angeordnet.

[0033] An dem Gehäuse 20, insbesondere einem oberen Mühlengehäuse 29, welches insbesondere zwischen dem Rotor 40 und dem Deckelteil 22 angeordnet sein kann, kann eine Ausfuhröffnung 29 angeordnet sein. Durch diese kann das gemahlene Getreide in einen Sammelbehälter ausgeführt werden, wobei insbesondere zwischen der Ausfuhröffnung 29a und dem Sammelbehälter ein Filterelement angeordnet sein kann. Wird das gemahlene Getreide rotatorisch in dem Gehäuse 20 bewegt, kann es insbesondere tangential ausgeführt werden. Dazu kann insbesondere in dem oberen Mühlengehäuse 29 ein weiterer Rotor 60 angeordnet sein, welcher vorzugsweise lediglich insbesondere radial verlaufende Flügel 62 aufweist.

[0034] Zwischen dem Gehäuse 20 und dem oberen Mühlengehäuse 29 kann eine auswechselbare Einlegescheibe 28 eingelegt sein, welche einen definierten Innendurchmesser aufweist, welcher den Mahlgrad bestimmen kann. Durch Veränderung des Durchmessers der Einlegescheibe 28 kann die Mahlzeit bestimmt werden. Das Mahlgut wird durch die Fliehkraft am Mahlstein 50 gerieben, bis es flüchtig wird und in das Zentrum Richtung Fallrohr 27 bewegt und in das obere Mühlengehäuse 29 gelangt.

[0035] Ein Mahlvorgang mit der Getreidemühle 10 kann beispielsweise auf folgende Weise erfolgen. Der Motor 30 wird eingeschaltet und der Rotor 40 in Bewegung versetzt. Das zu mahlende Getreide wird anschließend durch den Trichter 25 in das Gehäuse 20 geschüttet und fällt durch das Fallrohr 27 in den Bereich den Rotors 40. Durch den Rotor 40 wird eine Luftströmung durch die Luftzufuhröffnung 70 erzeugt, welche das Getreide rotatorisch beschleunigt und gegen die Innenseite 51a des Mahlsteins 50 bewegt. Dabei reiben die Getreidekörner an der Diamant- oder Saphirschicht 52 des Mahlsteins 50 und werden zu feinem Mehlstaub aufgerieben. Der Mehlstaub wird aufgrund der Luftströmung bewegt und wandert in das obere Mühlengehäuse 29. Dabei bestimmt insbesondere die Einlegescheibe 28, wie lange das Mahlgut gemahlen wird. Der feine Mehlstaub sammelt sich im oberen Mühlengehäuse 29, und kann radial durch die Ausfuhröffnung 29a ausgeführt werden. Der ausgeführte Mehlstaub kann in einem nicht dargestellten Sammelbehälter insbesondere nach Passieren eines Filters, mit welchem gegebenenfalls noch vorhandene gröbere Kornpartikel ausgefiltert werden können, gesammelt werden.

Bezugszeichenliste



[0036] 
10
Getreidemühle
20
Gehäuse
21
Wandung
22
bodenteil
23
Deckelteil
24
Einfuhröffnung
25
Trichter
27
Fallrohr
27a
erstes Ende
27b
zweites Ende
28
Einlegescheibe
29
oberes Mühlengehäuse
29a
Ausfuhröffnung
30
Motor
40
Rotor
41
Rotorscheibe
41a
Seite
41b
Seite
44
erster Flügel
44a
Vorsprung
46
zweiter Flügel
46a
Vorsprung
47
Knickkante
48
Ausnehmung
50
Mahlstein
51a
Innenseite
51b
Außenseite
52
Diamant- oder Saphirschicht
60
weiterer Rotor
62
Flügel
70
Luftzufuhröffnung
71
Adapter
lG
Längsachse
lM
Drehachse
d
Dicke
α1
Winkel
α2
Winkel



Ansprüche

1. Getreidemühle (10) mit einem Gehäuse (20) mit einer Längsachse (lG), welches eine Wandung (21), ein Bodenteil (22) und ein Deckelteil (23) aufweist, wobei in dem Deckelteil (23) eine Einfuhröffnung (24) angeordnet ist, wobei an dem Bodenteil (22) ein Motor (30) angeordnet ist, welcher einen Rotor (40) antreibt, und wobei die Getreidemühle (10) einen ringförmigen Mahlstein (50) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mahlstein (50) zumindest abschnittsweise eine Diamant- oder Saphirschicht (52) aufweist.
 
2. Getreidemühle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mahlstein (50) eine Innenseite (51a) und eine Außenseite (51b) aufweist, wobei die Diamant- oder Saphirschicht (52) auf der Innenseite (51a) angeordnet ist.
 
3. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Diamant- oder Saphirschicht (52) eine Dicke (d) von weniger als 3 mm, vorzugsweise weniger als 1 mm, aufweist.
 
4. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Diamant- oder Saphirschicht (52) eine Rauhigkeit zwischen 10 µm und 100 µm aufweist.
 
5. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mahlstein (50) aus Metall, Keramik oder Kunststoff gefertigt ist.
 
6. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (40) konzentrisch in dem Mahlstein (50) angeordnet ist.
 
7. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (40) als Flügelrad mit einer Rotorscheibe (41) ausgebildet ist.
 
8. Getreidemühle nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorscheibe (41) an ihrer dem Motor (30) abgewandten Seite (41a) mehrere radial verlaufende erste Flügel (44) aufweist.
 
9. Getreidemühle nach einem der Ansprüche 7 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorscheibe (41) an ihrer dem Motor (30) zugewandten Seite mehrere gegen den Radius gebogen oder zumindest abschnittsweise im Winkel verlaufende zweite Flügel (46) aufweist.
 
10. Getreidemühle nach den Ansprüchen 8 und 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der ersten Flügel (44) größer ist als die Zahl der zweiten Flügel (46), insbesondere doppelt so groß.
 
11. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mahlstein (50) feststehend in dem Gehäuse (20) angeordnet ist.
 
12. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (lM) des Motors (30) mit der Längsachse (lG) des Gehäuses (20) zusammenfällt.
 
13. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Einfuhröffnung (24) ein Trichter (25) angeordnet ist.
 
14. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (20) ein Fallrohr (27) angeordnet ist, welches insbesondere vom Deckelteil (23) zumindest bis zu einem Adapter (71) reicht.
 
15. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (20), insbesondere zwischen dem Rotor (40) und dem Deckelteil (23), insbesondere in einem oberen Mühlengehäuse (29), eine Ausfuhröffnung (29a) angeordnet ist.
 




Zeichnung
















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente