[0001] Die Erfindung betrifft eine Getreidemühle gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Bekannt sind Getreidemühlen mit einem Gehäuse mit einer Längsachse, wobei das Gehäuse
ein Bodenteil und ein Deckelteil aufweist, wobei in dem Deckelteil eine Einfuhröffnung
angeordnet ist, und wobei in dem Bodenteil ein Motor angeordnet ist, und wobei in
dem Gehäuse ein ringförmiger Mahlstein angeordnet ist, in welchem konzentrisch ein
durch den Motor angetriebener Rotor angeordnet ist. Der Motor erzeugt einen Luftstrom,
mittels welchem das in das Gehäuse eingeführte Getreide gegen den Mahlstein rotatorisch
beschleunigt wird. Das Getreide wird bei dieser Bewegung an dem Mahlstein zu Mehl
gerieben. Derartige Getreidemühlen sind auch unter dem Begriff Zentrofan-Mühlen bekannt.
Ein Beispiel für eine Zentrofan-Mühle offenbart die
DE 10 2004 022 870 A1.
[0003] Bekannt ist es, als Mahlstein einen Naturmahlstein, beispielsweise einen Mahlstein
aus Lavagestein, zu verwenden. Die in dem Naturmahlstein vorhandenen Poren setzen
sich jedoch im Laufe des Betriebs zu, wodurch das Mahlergebnis beeinträchtigt wird.
Zudem ist ein derartiger Mahlstein nicht einfach zu reinigen. Auch kann keine gleichbleibende
Qualität gewährleistet werden, da der Naturstein mal mehr, mal weniger Poren aufweist.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine Getreidemühle derart weiterzubilden,
dass sie einfacher zu reinigen ist und insbesondere das Mahlergebnis verbessert werden
bzw. eine gleichbleibende Qualität erzielt werden kann.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Getreidemühle mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0007] Die erfindungsgemäße Getreidemühle mit einem Gehäuse mit einer Längsachse, welches
eine Wandung, ein Bodenteil und ein Deckelteil aufweist, wobei in dem Deckelteil eine
Einfuhröffnung angeordnet ist, wobei an dem Bodenteil ein Motor angeordnet ist, welcher
einen Rotor antreibt, und wobei die Getreidemühle einen ringförmigen Mahlstein aufweist,
zeichnet sich dadurch aus, dass der Mahlstein zumindest abschnittsweise eine Diamant-
oder Saphirschicht aufweist. Eine derartige Beschichtung wird aufgrund ihrer Oberfläche
selbständig gereinigt. Aufgrund einer definierten Beschichtungsfläche kann ein kontinuierlich
gleichbleibendes Ergebnis erzielt werden. Zudem kann mit einer Diamant- oder Saphirschicht
ein besonders feines Mahlergebnis erreicht werden, da eine Rauhigkeit der Beschichtung
gezielt beeinflusst werden kann. Ein weiterer grundlegender Vorteil gegenüber einem
Naurmahlstein ist die Festigkeit der Diamant- oder Saphirschicht, welche sich nicht
abnutzt und somit das Mahlgut nicht verunreinigt.
[0008] Vorzugsweise weist der Mahlstein eine Innenseite und eine Außenseite auf, wobei die
Diamant- oder Saphirschicht auf der Innenseite angeordnet ist. Üblicherweise kommt
lediglich die Innenseite des Mahlsteins mit dem zu mahlenden Getreide in Kontakt.
[0009] Bevorzugt weist die Diamant- oder Saphirschicht eine Dicke von weniger als 3 mm,
vorzugsweise weniger als 1 mm, auf. Eine möglichst dünne Schicht kann eine kostengünstigere
Fertigung ermöglichen.
[0010] Besonders bevorzugt weist die Diamant- oder Saphirschicht eine Rauhigkeit zwischen
10 µm und 100 µm auf, wodurch ein besonders feines Mahlergebnis erreicht werden kann.
[0011] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Mahlstein
aus Metall, Keramik oder Kunststoff gefertigt. Dadurch kann die Fertigung im Vergleich
zur Verwendung eines Naturmahlsteins vereinfacht werden.
[0012] Vorzugsweise ist der Rotor konzentrisch in dem Mahlstein angeordnet. Dies ermöglicht
eine platzsparende Anordnung. Weiterhin ermöglicht dies eine besonders günstige rotatorische
Beschleunigung des zu mahlenden Getreides.
[0013] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Rotor
als Flügelrad mit einer Rotorscheibe ausgebildet ist. Ein derartiger Rotor kann eine
für ein feines Mahlergebnis besonders günstige Luftverwirbelung im Innern des Gehäuses
erzeugen.
[0014] Vorzugsweise weist die Rotorscheibe an ihrer dem Motor abgewandten Seite mehrere
radial verlaufende erste Flügel auf. Derartige erste Flügel können den Transport des
gemahlenen Getreides in den oberen Bereich des Gehäuses, von wo aus in der Regel die
Ausfuhr erfolgen kann, begünstigen.
[0015] Vorteilhafterweise weist die Rotorscheibe an ihrer dem Motor zugewandten Seite mehrere
gegen den Radius gebogen oder zumindest abschnittsweise im Winkel verlaufende zweite
Flügel auf. Derartige zweite Flügel können die rotatorische Beschleunigung des in
das Gehäuse eingeführten Getreides gegen den Mahlstein begünstigen.
[0016] Vorzugsweise ist die Zahl der ersten Flügel größer ist als die Zahl der zweiten Flügel,
insbesondere doppelt so groß, was die Strömungsverhältnisse im Innern des Gehäuses
weiter verbessern kann.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Mahlstein feststehend in dem Gehäuse
angeordnet, was einen einfachen konstruktiven Aufbau der Getreidemühle ermöglicht.
[0018] Vorzugsweise fällt die Drehachse des Motors mit der Längsachse des Gehäuses zusammen.
Dadurch kann sich eine rotationssymmetrische Strömungsverteilung im Gehäuse ergeben,
wodurch ein gleichmäßiges Mahlergebnis erzielt werden kann.
[0019] Vorzugsweise ist an der Einfuhröffnung ein Trichter angeordnet. Dadurch kann das
Einfüllen des Getreides in die Getreidemühle vereinfacht werden.
[0020] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist in dem Gehäuse
ein Fallrohr angeordnet, welches insbesondere bis zu einem Adapter, welcher insbesondere
zwischen dem Motor und dem Rotor angeordnet ist, reicht. Damit kann eine gezielte
Zufuhr des Getreides zwischen Mahlstein und Rotor ermöglicht werden.
[0021] Vorteilhafterweise ist an dem Gehäuse, insbesondere zwischen dem Rotor und dem Deckelteil,
insbesondere in einem oberen Mühlengehäuse, eine radiale Ausfuhröffnung angeordnet.
Das gemahlene Getreide wird durch den Luftstrom in den oberen Bereich nahe des Deckels
des Gehäuses geführt und kann dort radial ausgeführt werden.
[0022] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren ausführlich
erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Getreidemühle,
- Fig. 2
- eine weitere Seitenansicht der Getreidemühle gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Getreidemühle gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- eine Ansicht von unten auf die Getreidemühle gemäß Fig. 1,
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch die Getreidemühle gemäß der Linie B-B in Fig. 4,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht des Mahlsteins der Getreidemühle gemäß Fig. 5,
- Fig. 7
- einen Längsschnitt durch den Mahlstein gemäß Fig. 6,
- Fig. 8
- eine Ausschnittvergrößerung aus Fig. 7,
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht des Rotors der Getreidemühle gemäß Fig. 5,
- Fig. 10
- eine weitere perspektivische Ansicht des Rotors gemäß Fig. 9,
- Fig. 11
- eine Seitenansicht eines ersten Flügels des Rotors gemäß Fig. 9,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht eines zweiten Flügels des Rotors gemäß Fig. 9 und
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf den zweiten Flügel gemäß Fig. 12.
[0023] Die Figuren 1 bis 5 zeigen verschiedene Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Getreidemühle 10, wobei zur besseren Übersicht nicht sämtliche
Bezugsziffern in sämtlichen Figuren angegeben sind.
[0024] Die Getreidemühle 10 weist ein Gehäuse 20 mit einer Längsachse lG auf. Das Gehäuse
20 weist eine Wandung 21, ein Bodenteil 22 und ein Deckelteil 23 auf, wobei das Bodenteil
21 oder das Deckelteil 22 auch einstückig mit der Wandung 21 ausgebildet sein können.
Insbesondere ist die Wandung 21 zylindrisch, vorzugsweise kreiszylindrisch, ausgebildet.
In dem Deckelteil 23 ist eine Einfuhröffnung 24 angeordnet, welche insbsondere konzentrisch
um die Längsachse lG angeordnet ist. An der Einfuhröffnung 24 kann ein Trichter 25
angeordnet sein.
[0025] An dem Bodenteil 22 ist ein Motor 30 angeordnet, insbesondere derart, dass ein Gehäuse
32 des Motors 30 auf der Außenseite des Bodenteils 22 angeordnet ist. Der Motor 30
treibt einen Rotor 40 an, welcher insbesondere in dem Gehäuse 30 angeordnet ist. Der
Motor 30 weist eine Drehachse lM auf, welche insbesondere mit der Längsachse lG des
Gehäuses zusammenfällt.
[0026] Die Getreidemühle 10 weist einen ringförmigen Mahlstein 50 auf (vgl. insbesondere
Figur 5), welcher insbesondere feststehend in oder an dem Gehäuse 20 angeordnet ist.
Die Figuren 6 bis 8 zeigen verschiedene Ansichten des Mahlsteins 50, wobei zur besseren
Übersicht nicht sämtliche Bezugsziffern in sämtlichen Figuren angegeben sind. Der
Mahlstein 50 weist zumindest abschnittsweise eine Diamant- oder Saphirschicht 52 auf.
Der Mahlstein 50 weist eine Innenseite 51a und eine Außenseite 51b auf, wobei die
Diamant- oder Saphirschicht 52 insbesondere auf der Innenseite 51a angeordnet ist.
Bevorzugt ist die gesamte Innenseite 51a mit der Diamant- oder Saphirschicht 52 bedeckt.
Die Diamant- oder Saphirschicht 52 kann eine Dicke d von weniger als 3 mm, vorzugsweise
weniger als 1 mm, besonders bevorzugt zwischen 0,1 mm und 0,5 mm, aufweisen. Der Diamant
oder Saphir kann beispielsweise in eine Trägerschicht aus Nickel eingebettet werden
und dadurch die Verbindung zu dem Mahlstein 50 herstellen. Weiterhin kann die Diamant-
oder Saphirschicht 52 eine Rauhigkeit zwischen 10 µm und 100 µm aufweisen.
[0027] Der Mahlstein 50 selbst kann aus Metall, Keramik oder Kunststoff gefertigt sein.
Wie in Figur 5 erkennbar, ist der Mahlstein 50 als eigenständiges Bauteil in dem Gehäuse
20 angeordnet. Es besteht grundsätzlich aber auch die Möglichkeit, dass die Wandung
23 des Gehäuses den Mahlstein 50 bildet und die Diamant- oder Saphirschicht 52 direkt
auf die Innenseite der Wandung 23 aufgebracht ist.
[0028] Der Rotor 40 ist vorzugsweise konzentrisch in dem Mahlstein 50 angeordnet. Die Anordnung
des Rotors 40 in dem Mahlstein 50 soll insbesondere bedeuten, dass sich die Abschnitte
entlang der Längsachse lG, in welchen einerseits der Rotor 40 und andererseits der
Mahlstein 50 angeordnet sind, überlappen und vorzugsweise der kürzere der beiden Abschnitte
vollständig in dem längeren der beiden Abschnitte angeordnet ist.
[0029] Die Figuren 9 bis 13 zeigen verschiedene Ansichten des Rotors 40 sowie Teile des
Rotors 40, wobei zur besseren Übersicht nicht sämtliche Bezugsziffern in sämtlichen
Figuren angegeben sind.
[0030] Der Rotor 40 kann als Flügelrad mit einer Rotorscheibe 41 ausgebildet sein. Die Ebene
der Rotorscheibe 41 ist dabei insbesondere senkrecht zu der Drehachse lM des Motors
bzw. der Längsachse lG des Gehäuses 20 angeordnet. Die Rotorscheibe 41 weist eine
dem Motor 30 abgewandte Seite 41a und eine dem Motor 30 zugewandte Seite 41b auf.
Die Rotorscheibe 41 kann an ihrer dem Motor 30 abgewandten Seite 41a mehrere radial
verlaufende erste Flügel 44 aufweisen (vgl. Figuren 9 und 11). Die ersten Flügel 44
können plattenartig mit einem fünfeckigen Umriss, welcher insbesondere drei rechte
Winkel umfasst, ausgebildet sein (vgl. Figur 11). Die ersten Flügel 44 können über
an einer Seitenkante angeordnete Vorsprünge 44a in Ausnehmungen 48 der Rotorscheibe
41 eingesetzt und darüber befestigt werden. Die Rotorscheibe 41 kann an ihrer dem
Motor 30 zugewandten Seite 41b mehrere gegen den Radius gebogen oder zumindest abschnittsweise
im Winkel verlaufende zweite Flügel 46 aufweisen (vgl. Figuren 10, 12 und 13). Die
zweiten Flügel 44 können plattenartig mit einem rechteckigen Umriss ausgebildet sein,
wobei sie jeweils entlang zweier parallel verlaufender Knickkanten 47 in einem Winkel
α1, α2 abgeknickt sind (vgl. Figur 12 und 13). Die Winkel α1, α2 zwischen den abgeknickten
äußeren Teilflächen und der Mittelfläche, welche zwischen den beiden Knickkanten 47
angeordnet ist, können beispielsweise etwa 165° betragen (vgl. Figur 13). Anstatt
die zweiten Flügel 46 zu knicken, können diese auch entsprechend gebogen ausgebildet
sein. Die zweiten Flügel 46 können über an einer Seitenkante angeordnete Vorsprünge
46a in Ausnehmungen 48 der Rotorscheibe 41 eingesetzt und darüber befestigt werden.
[0031] Die Zahl der ersten Flügel 44 ist vorzugsweise größer als die Zahl der zweiten Flügel
46, insbesondere doppelt so groß. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind an
der Rotorscheibe 41 neun zweite Flügel 46 und achtzehn erste Flügel 44 angeordnet.
[0032] Die Getreidemühle 10 kann ein Fallrohr 27 mit einem ersten Ende 27a und einem zweiten
Ende 27b aufweisen. Über das Fallrohr 27 kann insbesondere das zu mahlende Getreide
zugeführt werden. Das erste Ende 27a des Fallrohrs 27 kann beispielsweise an die Einfuhröffnung
24 in dem Deckelteil 22 und/oder an den Trichter 25 anschließen. Das zweite Ende 27b
des Fallrohrs 27 ist insbesondere im Bereich eines Adapters 71, welcher insbesondere
zwischen dem Motor 30 und dem Rotor 40 angeordnet ist, angeordnet.
[0033] An dem Gehäuse 20, insbesondere einem oberen Mühlengehäuse 29, welches insbesondere
zwischen dem Rotor 40 und dem Deckelteil 22 angeordnet sein kann, kann eine Ausfuhröffnung
29 angeordnet sein. Durch diese kann das gemahlene Getreide in einen Sammelbehälter
ausgeführt werden, wobei insbesondere zwischen der Ausfuhröffnung 29a und dem Sammelbehälter
ein Filterelement angeordnet sein kann. Wird das gemahlene Getreide rotatorisch in
dem Gehäuse 20 bewegt, kann es insbesondere tangential ausgeführt werden. Dazu kann
insbesondere in dem oberen Mühlengehäuse 29 ein weiterer Rotor 60 angeordnet sein,
welcher vorzugsweise lediglich insbesondere radial verlaufende Flügel 62 aufweist.
[0034] Zwischen dem Gehäuse 20 und dem oberen Mühlengehäuse 29 kann eine auswechselbare
Einlegescheibe 28 eingelegt sein, welche einen definierten Innendurchmesser aufweist,
welcher den Mahlgrad bestimmen kann. Durch Veränderung des Durchmessers der Einlegescheibe
28 kann die Mahlzeit bestimmt werden. Das Mahlgut wird durch die Fliehkraft am Mahlstein
50 gerieben, bis es flüchtig wird und in das Zentrum Richtung Fallrohr 27 bewegt und
in das obere Mühlengehäuse 29 gelangt.
[0035] Ein Mahlvorgang mit der Getreidemühle 10 kann beispielsweise auf folgende Weise erfolgen.
Der Motor 30 wird eingeschaltet und der Rotor 40 in Bewegung versetzt. Das zu mahlende
Getreide wird anschließend durch den Trichter 25 in das Gehäuse 20 geschüttet und
fällt durch das Fallrohr 27 in den Bereich den Rotors 40. Durch den Rotor 40 wird
eine Luftströmung durch die Luftzufuhröffnung 70 erzeugt, welche das Getreide rotatorisch
beschleunigt und gegen die Innenseite 51a des Mahlsteins 50 bewegt. Dabei reiben die
Getreidekörner an der Diamant- oder Saphirschicht 52 des Mahlsteins 50 und werden
zu feinem Mehlstaub aufgerieben. Der Mehlstaub wird aufgrund der Luftströmung bewegt
und wandert in das obere Mühlengehäuse 29. Dabei bestimmt insbesondere die Einlegescheibe
28, wie lange das Mahlgut gemahlen wird. Der feine Mehlstaub sammelt sich im oberen
Mühlengehäuse 29, und kann radial durch die Ausfuhröffnung 29a ausgeführt werden.
Der ausgeführte Mehlstaub kann in einem nicht dargestellten Sammelbehälter insbesondere
nach Passieren eines Filters, mit welchem gegebenenfalls noch vorhandene gröbere Kornpartikel
ausgefiltert werden können, gesammelt werden.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 10
- Getreidemühle
- 20
- Gehäuse
- 21
- Wandung
- 22
- bodenteil
- 23
- Deckelteil
- 24
- Einfuhröffnung
- 25
- Trichter
- 27
- Fallrohr
- 27a
- erstes Ende
- 27b
- zweites Ende
- 28
- Einlegescheibe
- 29
- oberes Mühlengehäuse
- 29a
- Ausfuhröffnung
- 30
- Motor
- 40
- Rotor
- 41
- Rotorscheibe
- 41a
- Seite
- 41b
- Seite
- 44
- erster Flügel
- 44a
- Vorsprung
- 46
- zweiter Flügel
- 46a
- Vorsprung
- 47
- Knickkante
- 48
- Ausnehmung
- 50
- Mahlstein
- 51a
- Innenseite
- 51b
- Außenseite
- 52
- Diamant- oder Saphirschicht
- 60
- weiterer Rotor
- 62
- Flügel
- 70
- Luftzufuhröffnung
- 71
- Adapter
- lG
- Längsachse
- lM
- Drehachse
- d
- Dicke
- α1
- Winkel
- α2
- Winkel
1. Getreidemühle (10) mit einem Gehäuse (20) mit einer Längsachse (lG), welches eine
Wandung (21), ein Bodenteil (22) und ein Deckelteil (23) aufweist, wobei in dem Deckelteil
(23) eine Einfuhröffnung (24) angeordnet ist, wobei an dem Bodenteil (22) ein Motor
(30) angeordnet ist, welcher einen Rotor (40) antreibt, und wobei die Getreidemühle
(10) einen ringförmigen Mahlstein (50) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mahlstein (50) zumindest abschnittsweise eine Diamant- oder Saphirschicht (52)
aufweist.
2. Getreidemühle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mahlstein (50) eine Innenseite (51a) und eine Außenseite (51b) aufweist, wobei
die Diamant- oder Saphirschicht (52) auf der Innenseite (51a) angeordnet ist.
3. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Diamant- oder Saphirschicht (52) eine Dicke (d) von weniger als 3 mm, vorzugsweise
weniger als 1 mm, aufweist.
4. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Diamant- oder Saphirschicht (52) eine Rauhigkeit zwischen 10 µm und 100 µm aufweist.
5. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mahlstein (50) aus Metall, Keramik oder Kunststoff gefertigt ist.
6. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (40) konzentrisch in dem Mahlstein (50) angeordnet ist.
7. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (40) als Flügelrad mit einer Rotorscheibe (41) ausgebildet ist.
8. Getreidemühle nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorscheibe (41) an ihrer dem Motor (30) abgewandten Seite (41a) mehrere radial
verlaufende erste Flügel (44) aufweist.
9. Getreidemühle nach einem der Ansprüche 7 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorscheibe (41) an ihrer dem Motor (30) zugewandten Seite mehrere gegen den
Radius gebogen oder zumindest abschnittsweise im Winkel verlaufende zweite Flügel
(46) aufweist.
10. Getreidemühle nach den Ansprüchen 8 und 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der ersten Flügel (44) größer ist als die Zahl der zweiten Flügel (46),
insbesondere doppelt so groß.
11. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mahlstein (50) feststehend in dem Gehäuse (20) angeordnet ist.
12. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (lM) des Motors (30) mit der Längsachse (lG) des Gehäuses (20) zusammenfällt.
13. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Einfuhröffnung (24) ein Trichter (25) angeordnet ist.
14. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (20) ein Fallrohr (27) angeordnet ist, welches insbesondere vom Deckelteil
(23) zumindest bis zu einem Adapter (71) reicht.
15. Getreidemühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (20), insbesondere zwischen dem Rotor (40) und dem Deckelteil (23),
insbesondere in einem oberen Mühlengehäuse (29), eine Ausfuhröffnung (29a) angeordnet
ist.