| (19) |
 |
|
(11) |
EP 4 256 133 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
29.01.2025 Patentblatt 2025/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.11.2021 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/AT2021/060454 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2022/115891 (09.06.2022 Gazette 2022/23) |
|
| (54) |
VERFAHREN ZUR AUTOMATISCHEN AUTONOMEN STEUERUNG EINER STOPFMASCHINE
METHOD FOR AUTOMATIC AUTONOMOUS CONTROL OF A TAMPING MACHINE
PROCÉDÉ DE COMMANDE AUTONOME AUTOMATIQUE D'UNE MACHINE DE BOURRAGE DE VOIES
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
02.12.2020 AT 5023820 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
11.10.2023 Patentblatt 2023/41 |
| (73) |
Patentinhaber: HP3 Real GmbH |
|
1130 Wien (AT) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- LICHTBERGER, Bernhard
1030 Wien (AT)
|
| (74) |
Vertreter: Hübscher & Partner Patentanwälte GmbH |
|
Spittelwiese 4 4020 Linz 4020 Linz (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 957 674 DE-A1- 3 923 733
|
CN-U- 211 142 667
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur automatischen autonomen Steuerung
einer Stopfmaschine zur Verdichtung der Schotterbettung eines Gleises in Weichen mit
einer Vorrichtung zur Bestimmung einer GPS-Position der Gleisbaumaschine im Gleis,
nämlich mit einem GPS oder RTK-GPS System zum genauen und eindeutigen Anfahren von
Weichen oder Schwellen, und mit einer Positionserfassung der Aktoren der Arbeitsaggregate
der Stopfmaschine bei Stopfung neu verlegter, bis auf Schienenoberkante eingeschotterter
Weichen.
[0002] Die meisten Gleise für die Eisenbahn sind als Schotteroberbau ausgeführt. Durch die
wirkenden Radkräfte der darüberfahrenden Züge wird der Schotter abgerundet, teilweise
abgebrochen und abgenutzt. Es entstehen unregelmäßige Setzungen im Schotter und Verschiebungen
der seitlichen Lagegeometrie der Weiche. Durch die Setzungen des Schotterbettes treten
Fehler in der Längshöhe, der Überhöhung (im Bogen), der Verwindung, der Spur und der
Richtlage auf.
[0003] Weichen sind teure Gleisanlagen und aufwendige Konstruktionen. Sie erlauben den Fahrbahnwechsel
zwischen Gleisen je nach Stellung der Weiche. Bei jedem Stellvorgang einer Weiche
werden Zungenschienen bewegt und in der jeweiligen Endlage mechanisch durch ein so
genanntes Zungenschloss fixiert. Eine einfache Weiche kostet so viel wie ein halber
Kilometer freies Streckengleis. Die gewissenhafte und präzise Instandhaltung der Weichen
ist ausschlaggebend für eine lange Nutzungsdauer.
[0004] Weichen lassen sich hinsichtlich ihrer Grundform unterscheiden und sind in ihrer
Länge exakt durch Weichenanfang (WA) und Weichenende (WE) begrenzt. Der Weichenanfang
ist der Tangentenpunkt des Zweiggleises an das Stammgleis. Die Tangente an den Weichenendpunkten
ergibt mit der Gleisachse des Stammgleises die Winkel der Weiche. Der Tangens dieses
Winkels wird als Weichenneigung bezeichnet. Der Zweighalbmesser mit dem der abzweigende
Strang wegführt ist ein wichtiger Parameter. Der Zweiggleisbogen beginnt am Weichenanfang.
Die Weiche setzt sich aus der Zungenvorrichtung, den Zwischenschienen, den Herzstücken
mit Radlenkern und den Fahrschienen zusammen. Von Weichenanfang bis Weichenende werden
die einzelnen Komponenten der Weichenfahrbahn auf den Weichenschwellen befestigt.
Die Weichenkonstruktion bildet ein fixes Gebilde. Ein einfaches Herzstück setzt sich
aus der Herzstückspitze und zwei Flügelschienen zusammen. Um in den Zweigast einzufahren,
müssen Fahrzeuge den geraden Schienenstrang durchkreuzen. Daher ist es notwendig die
Fahrkante zwischen Herzstückspitze und Zwischenschiene zu unterbrechen. Es entsteht
die Herzstücklücke, wo das Rad nicht durch den Spurkranz geführt wird. Zur Führung
wird am gegenüberliegenden Schienenstrang ein Radlenker angebracht der das Rad in
der Spur hält - die Lastabtragung erfolgt aber immer über den Schienenstrang. Die
zwei Flügelschienen bilden die Fortführung der Zwischenschienen. Um den Durchgang
der Räder zu ermöglichen, werden sie seitlich gebogen. Je nach Anzahl der Fahrkantenunterbrechung
unterscheidet man einfache, doppelte und mehrteilige Herzstücke. Doppelte Herzstücke
werden in Kreuzungen und Kreuzungsweichen eingebaut.
[0005] Die Zungenvorrichtung erlaubt dem Fahrzeug die Richtungsänderung, um entweder in
den Hauptstrang oder in den Zweigstrang einzufahren. Hauptbestandteile sind zwei Zungen
und zwei Backenschienen. Paarweise ist je nach Lage entweder die Backen- oder die
Zungenschiene gekrümmt, um die entscheidende Richtungsgebung zu ermöglichen. Dies
geschieht durch die beweglichen Zungenteile, die gemeinsam mit den fix stehenden Backenschienen
je nach Stellung das Befahren der unterschiedlichen Weichenäste erlauben. An der Zungenspitze
werden die Führungskräfte durch das Anliegen der Zunge an der Backenschiene direkt
in diese abgeleitet. Die Kraftübertragung erfolgt über horizontale kraftschlüssige
Verbindungen zwischen Zungenschiene und Backenschiene (Stützknaggen). Der sichere
Betrieb erfordert eine ordnungsgemäße und fixierte Lage der beweglichen Teile der
Weiche. Früher wurden Weichen über die Umlage des Stellhebels und das Absperren des
Weichenschlosses in die gewünschte Richtung gestellt und in ihrer Endlage gesichert.
Heute werden Weichen in erster Linie mechanisch oder elektrisch ferngesteuert. Der
Stellbefehl wird bei einem mechanischen Stellwerk über Ketten und Drähte an die Weiche
weitergegeben. Moderne Stellwerke senden Befehle direkt an die Weiche, die Umstellung
wird von vor Ort installierten elektrischen oder elektrohydraulischen Antrieben ausgeführt.
[0006] Verschlüsse garantieren das kraftschlüssige Anliegen der Zungenschiene an die Backenschiene.
Während auf der einen Seite die Zungenschiene an der Backenschiene anliegt, garantiert
das Verschlusssystem auf der gegenüberliegenden Seite den nötigen Abstand für das
Rad. Über Stellgestänge und zugehörige Verschlussmodule wird die Endlage der Weiche
hergestellt und über Endlagenprüfer überwacht. Die Stellgestänge sind zwischen den
Schwellen im Zwischenfach angebracht und stellen mit den Antrieben Hindernisse für
die Stopfwerkzeuge der Weichenstopfmaschine dar. Sie befinden sich in jenem Bereich
wo die Stopfwerkzeuge in das Schotterbett eindringen sollen um den Schotter unter
den Schwellen zu verdichten. Diese Positionen müssen bekannt sein, damit die Einrichtungen
durch die Stopfwerkzeuge nicht beschädigt werden. Im Kollisionsbereich werden die
Stopfwerkzeuge (Stopfpickel) seitlich hochgeschwenkt. Zudem muss an kritischen Stellen
die Position des Eindringens und die Art der Stopfung z.B. Rückwärtsstopfung genau
vorgegeben werden. Bei langen Hochgeschwindigkeitsweichen werden auch mehrere Stellantriebe
für die Zunge vorgesehen. Seitlich neben dem Gleis befinden sich die Weichenantriebskästen
die ein Hindernis für die Arbeitswerkzeuge der Stopfmaschine darstellen. Neben diesen
Hindernissen gibt es noch Achszähler, Sicherheitseinrichtungen etc.
[0007] Im Abzweigbereich werden lange durchgehende Schwellen eingesetzt (Langschwellen)
die eine Schräglage (halber Weichenwinkel) aufweisen.
Stand der Technik
[0008] Die
WO2016/081971 A1 beschreibt eine Vorrichtung die die Position der Schienen, des Herzstückes und von
Hindernissen im Gleis erfasst und davon abhängig die Arbeitsaggregate der Weichenstopfmaschine
steuert. Aus der
AT518692 A1 ist ein Verfahren zur Isterfassung von Fahrwegen und deren Komponenten bekannt. Die
bekannten Systeme erfassen die Istlage der Weichenkomponenten, der Schiene und der
Hindernisse. Wie weitgehend der Stopfer unterstützt wird, ist von der Funktion der
Messeinrichtungen abhängig. Bei voller Einschotterung (neu eingebaute und eingeschotterte
Weichen) ist die Funktion der Messsysteme stark eingeschränkt bzw. sie funktionieren
nicht.
[0009] Die
DE 3 923 733 A1 sowie die
CN 211 142 667 U1 beschreiben ein ähnliches Verfahren zur automatischen autonomen Steuerung einer Stopfmaschine
in Weichen.
[0010] Damit die Arbeitswerkzeuge der Weichenstopfmaschine die Weiche an allen Stellen unterstopfen
können sind die Stopfaggregate teilbar (Split-Head-Stopfaggregate) und seitlich verschiebbar,
wegen der schräg liegenden Langschwellen auch drehbar ausgeführt. Die Stopfpickel
könne einzeln seitlich hoch geschwenkt werden. Bei reinen Streckenstopfmaschinen wird
die Schiene am Kopf mit Rollzangen erfasst und in die geometrische Soll-Lage gehoben.
In Weichen ist eine Anwendung der Rollzange oft wegen des geringen Abstands zwischen
den Schienen und im Herzstück nicht möglich. Damit auch diese Stellen bearbeitbar
sind werden Hebehaken eingesetzt. Neben reinen Weichenstopfmaschinen und Streckenstopfmaschinen
gibt es auch Universalmaschinen die sowohl für den Streckenbereich als auch für den
Weichenbereich einsetzbar sind. Von der Weichenstopfkabine aus steuert der Maschinenführer
die Position des Stopfaggregates, der Pickel, er wählt je nach den Verhältnissen die
Rollenzange oder den Hebehaken, die Position des Hebehakens sowie den Angriffspunkt
desselben am Schienenkopf oder am Schienenfuß. Die Hebeeinrichtung kann in Gleislängsrichtung
verschoben werden. Dies ist dann notwendig, wenn der Hebehaken am Schienenfuß angreift
- dies ist nur im Bereich des Zwischenfaches möglich - oder wenn durch einen Isolierstoß
z.B. die Rollzange oder der Hebehaken nicht am Schienenkopf schließen kann. Die manuelle
Einstellung der Hebeeinrichtung: die Wahl der Rollenzange oder des Hebehakens, Positionierung
des Hebehakens und des Kraftangriffspunkts, sowie die Verschiebung der Hebeeinrichtung
in Gleislängsrichtung erfordert Zeit. Bekannt sind Verfahren die die Schienenbefestigung
erfassen und damit auch die örtliche Lage der Schwellen und der Zwischenfächer. Mit
Hilfe dieser Einrichtung können Stopfmaschine automatisch vorfahren und einen Stopfzyklus
durchführen.
[0011] Weichen werden heute in Weichenwerken präzise vormontiert und fertig zum Einbauort
gebracht. Dort werden sie eingebaut (z.B. mit einem Kran einem Waggon entnommen und
an der vorgesehenen Stelle abgelegt). Wird die Weiche in mehreren Teilen angeliefert,
dann werden die Teile hintereinander abgelegt und miteinander verschweißt. Zu den
Weichen gibt es Weichenkonstruktionspläne in der die Weichenelemente genau verzeichnet
und bemaßt sind. Aus diesen Weichenplänen sind die Schwellenabstände, der Abzweigradius,
die Tangentenlänge, die Länge der Schwellen und ihre Schräglage, die Lage der Weichengestänge
und Antriebe, die Lage des Herzstückes und Lage und Länge der Flügelschienen und der
Radlenker usw. bekannt. Weichen werden heute mittels CAD gezeichnet - die Weichenkonstruktionspläne
liegen in elektronischer Form vor. Es gibt verschiedenste Arten von Weichen wie "Einfache"
Weichen, Außenbogen- und Innenbogenweichen, Doppelweichen oder einseitige Doppelweichen
sowie Kreuzungen. Die Weichen werden durch eine bestimmte Bezeichnung charakterisiert
und genormt. Eine derartige Bezeichnung ist EW 60-500-1:12-L-Fz-H.
[0012] Die voranstehenden Buchstaben stehen dabei z.B. für "Einfache Weiche" (EW); Außenbogenweiche
(ABW), Innenbogenweiche (IBW), Doppelweiche (DW), einseitige Doppelweiche (EinsDW)
etc. Daran anschließend folgt das Schienenprofil: UIC60 (60); S49 (49); S54 (54).
Die nächste Angabe benennt den Radius des abzweigenden Gleises in Meter: Radius=500m
(500). Es folgt die Weichenneigung am Weichenende (Tangens des Weichenwinkels) 1:12.
Der nächste Buchstabe steht für die Abzweigrichtung (links (L) oder rechts (R). Dann
folgt die Angabe der Zungenart: Federzunge (Fz), Gelenkzunge (Gz) etc. Der letzte
Buchstand gibt die Schwellenbauart an: Holzschwelle (H), Hartholz (Hh), Stahl (St)
und Beton (B).
[0013] Weichenstopfmaschine sind auf das Stopfen von Weichen spezialisiert (mit teilbaren
Stopfaggregaten - so genannte Splitheadstopfaggregate, Zusatzhebeeinrichtungen für
den abzweigenden Strang, schwenkbare Pickel etc.). Stopfmaschinen sind zyklisch aber
auch kontinuierlich arbeitend bekannt. Daneben gibt es Einschwellen- und Mehrschwellenstopfmaschinen.
Mehrschwellenstopfmaschinen stopfen in einem Arbeitszyklus mehrere Schwellen auf einmal.
Stopfaggregate fixieren die Lage eines Gleises während einer Instandhaltungsmaßnahme.
Dies geschieht über Stopfwerkzeuge, so genannte Stopfpickel, die in den Schotter neben
den Schwellen eintauchen und über eine lineare Schließbewegung die durch eine Verdichtschwingung
überlagert wird, den Schotter unter der Schwelle verdichten. Zuvor wurde der Gleisrost
mit Hilfe eines Hebe-Richtaggregates in die Soll-Lage gebracht. Dort wird der Gleisrost
während des Verdichtvorgangs gehalten und so in berichtigter Lage fixiert. Standardmäßig
wird die lineare Schließbewegung durch einen Hydraulikzylinder und durch eine mit
Exzenterwelle mechanisch erzeugte Schwingamplitude überlagert. Neuere vollhydraulische
Stopfantriebe erzeugen die lineare Schließbewegung und Vibration gleichzeitig.
[0014] Mit Hilfe von an Stopfmaschinen installierten GPS-Systemen kann eine genaue Zuordnung
der Schwellen zum Gleiskilometer über die GPS-Koordinaten gemacht werden. Bekannt
sind virtuelle GPS-Korrekturdatendienste die RTK-Korrekturdaten an geeignete GPS-Empfänger
senden. Dadurch wird nur ein bewegtes GPS-gestütztes sich auf dem Gleis bewegendes
Messfahrzeug benötigt. RTK-GPS hat den Vorteil, dass es mit Hilfe von RTK-Korrekturdaten
sehr präzise den absoluten Ort bestimmen kann (ca. 5mm in der Lage und 10-15mm in
der Höhe). Die Genauigkeit im Bereich von 5-15 mm ist präzise genug um Schwellen im
Gleis und andere Stellen eindeutig und präzise lokalisieren zu können. Weichen oder
Schwellen können mit Oberbaumaschinen, die mit einem GPS (oder rtk-GPS) System versehen
sind, genau und eindeutig angefahren werden.
[0015] Ist eine Weiche neu verlegt, ist sie bis auf Schienenoberkante eingeschottert - dies
verunmöglicht die Erkennung der Weichenkomponenten. Die meist manuell vorgenommene
Einstellung der Arbeitsaggregate durch den Bediener ist anstrengend und reduziert
die Maschinenleistung. Bei Weichen wird zuerst der durchgehende Schienenstrang gestopft
und in einem zweiten Arbeitsgang der abzweigende Schienenstrang. Wann und wo die geteilten
Stopfaggregate ausgelenkt und eingesetzt werden bleibt dem Stopfer überlassen. Es
fehlt eine genau vorgegebene optimale Arbeitsweise der Durcharbeit die an die verschiedenen
Weichen angepasst ist. Die Arbeitsweise bleibt dem Stopfer überlassen. Die Qualität
der Durcharbeit der Weichen ist daher vom Stopfer abhängig und kann mangel- und fehlerhaft
sein. Die Verstelleinrichtungen (Aktoren) der Arbeitsaggregate der Stopfmaschine sind
mit Sensoren zur Erfassung der Position ausgerüstet. Dies erlaubt die zielgenaue Ansteuerung
der Arbeitsaggregate.
Darstellung der Erfindung
[0016] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur automatischen autonomen
Steuerung einer Weichenstopfmaschine anzugeben welches die oben angegebenen Nachteile
vermeidet und auch eine Stopfung neu verlegter, bis auf Schienenoberkante eingeschotterter
Weichen erlaubt.
[0017] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1, nämlich
unter anderem dadurch, dass die GPS-Position der Stopfmaschine im Gleis dazu benutzt
wird eine zu bearbeitende Weiche zu identifizieren, wonach die Positionieranweisungen
für Arbeitsaggregate für diese Weiche aus einer Datenbank abgerufen werden, zunächst
Weichendaten der zu bearbeitenden Weiche in einen Steuercomputer der Stopfmaschine
eingelesen werden, dass der Steuercomputer in weiterer Folge positionsgenaue Daten
der Positionieranweisungen für die Arbeitsaggregate an jeder zu stopfenden Schwelle
im Weichenbereich erstellt, dass die Stopfmaschine abhängig von ihrer Position in
der Weiche und von den erstellten Daten der Positionieranweisungen diese Positionen
mit der jeweiligen Position zugeordneten Arbeitsaggregaten ansteuert und den Stopfvorgang
an der Stelle der angesteuerten Position vollautomatisch und autonom durchführt und
dabei über eine Vorfahrautomatik automatisch von Schwelle zu Schwelle verfährt, bis
der vorgesehene Arbeitsbereich abgearbeitet ist.
[0018] Dem Steuercomputer der Stopfmaschine werden positionsgenaue Positionsanweisungen
für jeden zu stopfenden Schwellenbereich übergeben. Diese umfassen z.B.: Verdrehstellung
der Stopfaggregate, seitliche Position der Stopfaggregate, Öffnungsweite der einzelnen
Stopfzylinder, Schwenkwinkel der Pickel, Stopfdruck, Vorgabe der maximalen Verdichtkraft,
der Stopftiefe, Stopfzeit, Hebehaken oder Heberolle, Höhen- und Querposition für den
Haken am Schienenfuß oder Schienenkopf, Ausfahrposition der Zusatzhebung, Längsposition
des Hebe-Richt-Aggregates etc.). Über ein Odometer oder eine GPS-Messung werden die
Positionsanweisungen je nach Arbeitsrichtung mit dem Weichenanfang bzw. Weichenende
synchronisiert. Die Stopfmaschine wird in der Weiche genau an der zu stopfenden Schwelle
positioniert. Die Stopfmaschine führt an der erreichten Position in der Weiche abhängig
von den vorgegebenen Positionieranweisungen die entsprechenden Einstellungen der Arbeitsaggregate
vollautomatisch und autonom durch und stopft die entsprechende Schwelle. Anschließend
fährt sie über die Vorfahrtautomatik zur nächsten Schwelle vor und wiederholt den
Ablauf entsprechend den Vorgaben bis der gesamte vorgesehene Arbeitsbereich abgearbeitet
wurde.
[0019] Es kann vorgesehen sein, dass die erstellten Positionieranweisungen je Schwelle im
Weichenbereich einem Bediener auf einer Anzeigevorrichtung angezeigt werden, der die
Positioniervorgaben gegebenenfalls nachjustiert. Weitere Vorteilhafte Weiterbildungen
des Erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen dargestellt.
[0020] Die Erfindung sieht auch vor, dass wenn sonst keine Weichendaten vorliegen außer
der genormten Bezeichnung der Weiche oder bekannter Weichenparameter nach Eingabe
dieser in den Steuercomputer ein Großteil der notwendigen Positionieranweisungen errechnet
werden. Für den Fall, dass ein Weichenplan vorliegt können die Daten am Steuercomputer
über einen Weicheneditor eingegeben werden. Gibt es CAD-Daten dann werden diese Daten
durch den Steuercomputer übernommen und entsprechend verarbeitet und daraus Positionieranweisungen
abgeleitet. Da die Weichen genormt sind, können für eine Vielzahl von Weichen die
Positionieranweisungen auf dem Rechner gespeichert werden oder aber von einer zentralen
Datenbank oder Cloud heruntergeladen und vom Bediener vor Bearbeitung einer Weiche
aus einer Liste ausgewählt werden.
Kurze Beschreibung der Erfindung
[0021] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf eine einfache Weiche,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Teilstücks einer Weiche mit elektrischem Antrieb
und
- Fig. 3
- ein Schema einer Weichenstopfmaschine.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0022] Fig. 1 zeigt schematisch eine einfache Weiche mit links abgehendem Strang. Der Abstand
zwischen den Schwellen a
i,j kann von Schwelle zu Schwelle variieren, bewegt sich üblicherweise in einem Bereich
zwischen 58 und 62 cm. Der typische Schwellenabstand in Gleisen beträgt 60 cm. Die
Weiche umfasst einen Weichenanfang WA und ein Weichenende WE. Das abzweigende Gleis
weist einen Radius R auf. Die Weiche weist zudem eine Tangentenlänge t und eine Gesamtlänge
L (Differenz zwischen WA und WE) auf. Weichenanfang und Weichenende sind in der Weiche
markiert. Der Abstand x
H liegt zwischen Weichenpunkt WP und Herzstück H. Die auf die x-Koordinate projizierte
Länge der Tangente ist xt. Die Weiche hat die Neigung 1:n. β ist der Winkel der schrägliegenden
Schwellen.
[0023] Falls nur die genormte Bezeichnung der Weiche in der Form z.B. EW60-760-1:18-r-Fz-B
gegeben ist, dann lässt sich der Tangentenwinkel der einfachen Weiche zu 1:18 ablesen,
der Radius zu 760m, die Schiene als eine UIC60 und dass es eine rechtsabzweigende
Weiche mit Federzunge ist die auf Betonschwellen liegt.
[0024] Sind sonst keine Angaben vorhanden, dann können aus dieser Angabe viele SollPositionen
der Aggregate abgeleitet werden. Mit der Angabe der Schiene UIC60 und der Betonschwellen
kann die Stopftiefe errechnet werden.
[0025] Für die Kreisgleichung der abzweigenden Schiene gilt:

[0026] Die Ableitung kann der Tangentenneigung gleichgesetzt werden. Es gilt dann:

[0027] Aufgelöst nach x ergibt sich:

[0028] Daraus folgt für die Tangentenlänge:

[0029] Kennt man die Tangentenlänge dann ist der Punkt WP vom Weichenanfang (WA) t weit
entfernt. Über die Kreisgleichung kann abhängig von der x-Koordinate der Verlauf der
inneren und bogenäußeren Schiene y und der Zunge mit der inneren Schiene berechnet
und als Positionierwerte für die Arbeitsaggregate an den
[0030] Steuercomputer übergeben werden. Die Lage des Herzstücks folgt aus der Formel (s
mittlere Spurweite)

[0031] Das Ende des Radius ergibt sich nach der Länge t+x
t. x
t kann einfach wie folgt berechnet werden:

[0032] Damit kann über den Steuerrechner errechnet werden wo der Radius der abzweigenden
Schienen endet und die Schienen tangential geradeaus weiter verlaufen. Mit diesen
Angaben kann die Ausfahrposition der Dreipunkthebung im abzweigenden Strang bestimmt
werden und auch die Positionen der geteilten Aggregate links und rechts je nach Schienenposition.
Die Schräglage der Langschwellen errechnet sich aus dem halben Weichenwinkel zu:

[0033] Damit ist der Verdrehwinkel bekannt mit dem die Stopfaggregate ab Beginn der Langschwellen
gedreht werden müssen. Die Position des Herzstücks ist bekannt und damit auch die
Position der Flügelschienen, was die entsprechende Wahl der Hebewerkzeuge (Haken unten)
erlaubt. Im Bereich der Zunge greift man auf bekannte Abstandsmaße zur Steuerung der
geteilten Stopfaggregate zurück. Nach dem Weichenende folgen noch 5 Langschwellen.
Im Bereich der Langschwellen wird die Zusatzhebung eingesetzt. Nach den Langschwellen
wird der Drehrahmen auf welchen sich die Stopfaggregate befinden wieder auf 0° zurückgedreht.
Die Radlenker sind 5 m lang und liegen symmetrisch auf Höhe des Herzstücks. Nach dem
Weichenende folgen noch im Regelfall 5 Langschwellen. Die Flügelschienen erstrecken
sich beim Herzstück über 3 Schwellen.
[0034] Es gibt vier Stopfaggregate, zwei auf jeder Seite L
a, L
i und R
a, R
i, ein inneres und ein äußeres die auf horizontalen Führungssäulen seitlich verschiebbar
angeordnet sind. Die Schwellen sind durchnummeriert, ihre genaue Anzahl in einer Weiche
ist bekannt. Die Stellung der Stopfpickel und die Stellung der Stopfaggregate sind
bei Schwelle 2 symbolisch dargestellt. Die vier Aggregate befinden sich in ihrer Grundstellung
und alle Stopfpickel sind im Einsatz. Bei Schwelle 29 z.B. ist das linke äußere Stopfaggregat
L
a nach außen geschwenkt um den abzweigenden Strang zu unterstopfen. Die anderen drei
befinden sich in der Normalstellung. Bei Schwelle 37 z.B. ist das rechte äußere Aggregat
R
a in Normalstellung, das innere rechte R
i ist wegen dem Radlenker etwas nach innen geschwenkt, das innere linke L
i ist wegen der Flügelschiene ebenfalls etwas nach innen verschwenkt während das linke
äußere L
a nach außen geschwenkt ist und den abzweigenden Strang stopft. Der tragende Aggregatrahmen
ist um den Winkel
β verdreht.
[0035] Die Stopfrichtung ist in Richtung der x-Achse in Gleislängsrichtung angenommen, die
Verschwenkungen in Richtung der Y-Achse. Die Stopfaggregate haben als Bezugsachse
die linke oder die rechte Schienenmitte, der Verdrehwinkel der Stopfaggregate bezieht
sich auf die lotrechte zur Maschinenachse, für das Haupt-Hebe-Richtagregat ist die
Fahrkante der Schienen und die Schienenlauffläche (SOK) die Referenz. Für die Zusatzhebung
ist die nähere Schiene des durchgehenden Hauptstranges die Referenz. Null Verschiebung
bedeutet jeweils die Aggregate befinden sich in einer definierten Position.
[0036] Fig. 2 zeigt ein vormontiertes Weichenstück B wie es zum Einbau zur Baustelle transportiert
wird. AR gibt die Arbeitsrichtung an. An Hand dieses Weichenstücks B wird erkenntlich,
dass nicht an jeder Schwelle alle Stopfwerkzeuge eingesetzt werden können. Es bedeuten:
- 1
- Übertragungsdoppelgestänge
- 2
- Backenschiene
- 3
- abliegende Zunge
- 4
- anliegende Zunge
- 5
- elektrischer Weichenantrieb
- 6
- Klinkenspitzenverschluss
- 7
- Klinkenmittelverschluss
- 8
- Beistellvorrichtung
- 9
- Verbindungsstange
- 10
- Stellstange
- 11
- Zungenprüferstangen
- 12
- Zungenverbindungsstange
- 13
- Schiene
- 14
- Schwelle
- S1 - S3
- Schwellen
[0037] Bei den beiden Schwellen S2, S3 wo der elektrische Weichenantrieb 5 eingebaut ist
(rechts in AR), kann zwischen den beiden Schwellen mit den Stopfwerkzeugen nicht getaucht
werden (punktiert eingezeichnet), die Pickel in diesem Bereich müssen beim Stopfen
bei beiden Aggregathälften einmal vorne und dann hinten hoch geschwenkt werden. Die
grauen Rechtecke stehen für die Stopfpickel. Auf der linken Seite kann nur die Schwelle
S2 außen L
a regulär und die Schwelle S3 im nächsten Arbeitsschritt nur von einer Seite gestopft
werden. Wegen des Abstandes der Backenschiene 2 zur abliegenden Zunge 3 muss das innere
Stopfaggregat L
i weiter nach innen verschoben werden, während das äußere Stopfaggregat L
a in der Referenzposition bleiben kann. Im Bereich der Gestänge kann meist eine Schwelle
nur von einer Seite gestopft werden, da z.B. der Platz zwischen Gestänge 8 und Schwelle
S1 nicht ausreicht.
[0038] Fig. 3 zeigt schematisch eine Weichenstopfmaschine C in Arbeitsrichtung AR mit dem
Odometer 28, einer GPS-Anlage 29 und einer Funkanlage 30 zur drahtlosen Kommunikation
mit einem Server. Die Maschine 17 ruht auf zwei Drehgestellen 15 die auf Schienen
13 bewegt werden können. 23 sind teilbare Weichenstopfaggregate, 22 ist das Hebe-Richtaggregate,
24 ist eine Zusatzhebeeinrichtung die im abzweigenden Strange mitheben kann, 20 zeigt
den Hebehaken und die Heberolle. 19 deutet an, dass das gesamte Hebe-Richtaggregat
22 in Längsrichtung des Gleises mit Hilfe eines Antriebs 18 verschoben werden kann.
Damit die Haupthebezylinder 26 und die Zusatzhebezylinder 21 beim Arbeiten immer senkrecht
stehen bewegt sich die Anlenkvorrichtung 16 für die Hebezylinder synchron mit der
Verschiebung 19 der Hebe-Richtvorrichtung mit. 25 ist die Stopfkabine und 27 ist der
Steuercomputer.
[0039] Tabelle 1 zeigt beispielhaft wie die Positionieranweisungen für die zu stopfenden
Schwellen aussehen könnten.
[0040] Weiche: EW60-500-1:12,5-I-Fz-B - Arbeitsrichtung vom Spitz zum Stumpf
| Pi/ai |
STli |
STla |
STri |
STra |
Z |
Rolle |
Haken |
β |
... |
| 1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
- |
1 |
- |
0 |
... |
| ... |
... |
... |
... |
... |
... |
... |
... |
... |
... |
| 29 |
0 |
-850 |
0 |
0 |
-750 |
1 |
- |
0 |
|
| ... |
... |
... |
... |
... |
... |
... |
... |
... |
... |
| 37 |
220 |
-910 |
-180 |
0 |
-1250 |
- |
1 |
-2,28° |
|
| ... |
... |
... |
... |
... |
... |
... |
... |
... |
... |
[0041] So würden die Positionieranweisungen P
i an der Schwelle a
i=37 beispielsweise bedeuten (siehe Fig. 1):
- STli
- Linkes inneres Stopfaggregat um 220 mm nach innen verschieben
- STla
- Linkes äußeres Stopfaggregat um 910 mm nach außen verschieben
- STri
- rechtes inneres Stopfaggregat um 180 mm nach innen verschieben
- STra
- rechtes äußeres Stopfaggregat in Referenzstellung
- Z
- Zusatzhebeaggregat ist in Verwendung und 1250 mm in Richtung Abzweig nach außen verschoben
- H
- der Hebehaken ist im Einsatz
- β
- Der Drehrahmen mit den Stopfaggregaten ist um 2,28° gegen den Uhrzeigersinn verdreht
[0042] Neben diesen beispielhaft angeführten Positionierdaten sind auch die folgenden Positionen
vorzugeben:
- Distanz der Maschine von WA (oder WE, wenn vom Stumpf her gearbeitet wird)
- Heberollenposition vertikal und horizontal
- Hakenposition vertikal und horizontal
- Längsverschiebung des Hebe-Richtaggregates
- Öffnungsweite der einzelnen Beistellzylinder der Stopfaggregate
- Schwenkwinkelposition der einzelnen Stopfpickel
- Stopftiefe
- Stopfart - Rückwärtsstopfung - Doppelstopfen etc.
1. Verfahren zur automatischen autonomen Steuerung einer Stopfmaschine (C) bei Stopfung
neu verlegter, bis auf Schienenoberkante eingeschotterter Weichen, zur Verdichtung
der Schotterbettung eines Gleises in Weichen (A, B) mit einer Vorrichtung zur Bestimmung
einer GPS-Position (29) der Gleisbaumaschine im Gleis, nämlich mit einem GPS oder
RTK-GPS System zum genauen und eindeutigen Anfahren von Weichen oder Schwellen, und
mit einer Positionserfassung der Aktoren der Arbeitsaggregate (L
a, L
i, R
a, R
i, 16, 18, 19, 20, 22, 23) der Stopfmaschine
wobei zunächst Weichendaten (ai,j , ß, WP, t, L, n) der zu bearbeitenden Weiche in einen Steuercomputer (27) der Stopfmaschine
(C) eingelesen werden,
wobei die GPS-Position (29) der Stopfmaschine (C) im Gleis dazu benutzt wird eine
zu bearbeitende Weiche zu identifizieren, wonach Positionieranweisungen (Pi) für Arbeitsaggregate (La, Li, Ra, Ri, 16, 18, 19, 20, 22, 23) für diese Weiche aus einer Datenbank abgerufen werden,
wobei der Steuercomputer (27) in weiterer Folge positionsgenaue Daten der Positionieranweisungen
(Pi) für die Arbeitsaggregate (La, Li, Ra, Ri, 16, 18, 19, 20, 22, 23) an jeder zu stopfenden Schwelle (ai,j) im Weichenbereich (1-51) erstellt,
wobei die Stopfmaschine (C) abhängig von ihrer Position in der Weiche (A, B) und von
den erstellten Daten der Positionieranweisungen (Pi) diese Positionen mit der jeweiligen Position zugeordneten Arbeitsaggregaten (La, Li, Ra, Ri, 16, 18, 19, 20, 22, 23) ansteuert und den Stopfvorgang an der Stelle der angesteuerten
Position vollautomatisch und autonom durchführt und
wobei mit Hilfe des an der Stopfmaschine (C) installierten GPS oder RTK-GPS Systems
über die GPS-Koordinaten eine genaue Zuordnung der Schwellen zum Gleiskilometer gemacht
wird, und die Stopfmaschine (C) dabei über eine Vorfahrautomatik automatisch von Schwelle
(ai,j) zu Schwelle (ai,j) verfährt, bis der vorgesehene Arbeitsbereich abgearbeitet ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erstellten Positionieranweisungen (Pi) je Schwelle (ai,j) im Weichenbereich einem Bediener auf einer Anzeigevorrichtung angezeigt werden (25,
27), der Positioniervorgaben gegebenenfalls nachjustiert.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Weichendaten (ai,j , β, WP, t, L, n) in den Steuercomputer (27) in Form einer charakteristischen Weichenbezeichnung
eingegeben werden und der Steuercomputer (27) daraus die positionsgenauen Positionieranweisungen
(Pi) für die Arbeitsaggregate (La, Li, Ra, Ri, 16, 18, 19, 20, 22, 23) errechnet.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Weichendaten (ai,j , β, WP, t, L, n) an Hand eines Weichenplanes (A) manuell in den Steuercomputer (27)
eingegeben werden und daraus die positionsgenauen Positionieranweisungen (Pi) für die Arbeitsaggregate (La, Li, Ra, Ri, 16, 18, 19, 20, 22, 23) errechnet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die als CAD-Weichendaten vorliegenden Weichendaten (ai,j , β, WP, t, L, n) elektronisch in den Steuercomputer (27) eingelesen werden und daraus
die positionsgenauen Positionieranweisungen (Pi) für die Arbeitsaggregate (La, Li, Ra, Ri, 16, 18, 19, 20, 22, 23) errechnet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionieranweisungen (Pi) für bestimmte Weichendaten (ai,j , β, WP, t, L, n) aus einer dem Steuercomputer (27) zur Verfügung stehenden Datenbank
abgerufen werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionieranweisungen (Pi) für die Weichendaten (ai,j , β, WP, t, L, n) drahtlos (30) auf den Steuercomputer (27) zur Abarbeitung geladen
werden.
1. Method for automatic autonomous control of a tamping machine (C) when tamping newly
laid switches ballasted to the top of the rail, for compacting the ballast bedding
of a track in switches (A, B) with a device for determining a GPS position (29) of
the track maintenance machine in the track , namely with a GPS or RTK-GPS system for
the precise and unambiguous approach of switches or sleepers , and with a position
detection of the actuators of the working units (L
a, L
i , R
a , R
i , 16, 18, 19, 20, 22, 23) of the tamping machine, whereby firstly switch data (a
i,,j, β, WP, t, L, n) of the switch to be processed are read into a control computer (27)
of the tamping machine (C), whereby
the GPS position (29) of the tamping machine (C) in the track is used to identify
a switch to be processed, after which positioning instructions (Pi ) for working units (La, Li , Ra , Ri , 16, 18, 19, 20, 22, 23) for this switch are retrieved from a database ,
wherein the control computer (27) subsequently generates position-accurate data of
the positioning instructions (Pi) for the working units (La, Li , Ra , Ri , 16, 18, 19, 20, 22, 23) at each sleeper (ai,j) to be tamped in the switch area (1-51),
wherein the tamping machine (C), depending on its position in the switch (A, B) and
on the created data of the positioning instructions (Pi ), moves to these positions with working units (La, Li , Ra, Ri , 16, 18, 19, 20, 22, 23) assigned to the respective position and carries out the
tamping process fully automatically and autonomously at the location of the respective
position, and wherein with the aid of the GPS or RTK-GPS system installed on the tamping
machine (C), an exact assignment of the sleepers to the track kilometer is made via
the GPS coordinates, and the tamping machine (C) moves automatically from sleeper
(ai,j) to sleeper (ai,j) via an automatic advance mechanism until the intended working area has been processed.
2. Method according to claim 1, characterized in that the positioning instructions (Pi ) created for each sleeper (ai,j ) in the switch area are displayed (25, 27) to an operator on a display device, who
readjusts the positioning instructions if necessary.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the switch data (ai,,j, β, WP, t, L, n) are entered into the control computer (27) in the form of a characteristic
switch designation and the control computer (27) uses this to calculate the position-accurate
positioning instructions (Pi ) for the working units (La, Li , Ra , Ri , 16, 18, 19, 20, 22, 23).
4. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the switch data (ai,,j, β, WP, t, L, n) are entered manually into the control computer (27) on the basis
of a switch plan (A) and the position-accurate positioning instructions (Pi ) for the working units (La, Li , Ra , Ri , 16, 18, 19, 20, 22, 23) are calculated therefrom.
5. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the switches data (ai,,j, β, WP, t, L, n), available as CAD switch data, are electronically read into the
control computer (27) and the positioning instructions (Pi ) for the working units (La , Li , Ra , Ri , 16, 18, 19, 20, 22, 23) are calculated therefrom.
6. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the positioning instructions (Pi) for certain switch data (ai,,j, β, WP, t, L, n), are retrieved from a database available to the control computer
(27).
7. Method according to claim 6, characterized in that the positioning instructions (Pi) for the switch data (ai,,j, β, WP, t, L, n), are loaded wirelessly (30) onto the control computer (27) for processing.
1. Procédé pour commander de manière automatique et autonome une machine de bourrage
(C), lors du bourrage d'aiguillages nouvellement posés, ballastés jusqu'au bord supérieur
des rails, pour compacter le lit de ballast d'une voie dans des aiguillages (A, B),
avec un dispositif de détermination de la position GPS (29) de la machine de pose
de voie ferrée sur la voie, à savoir avec un système GPS ou RTK-GPS pour le parcours
clair et précis d'aiguillages ou de traverses, et avec une détection de position des
actionneurs des unités de travail (L
a, L
i, R
a, R
i, 16, 18, 19, 20, 22, 23) de la machine de bourrage,
selon lequel des données d'aiguillage (ai,j, β, WP, t, L, n) de l'aiguillage à traiter sont d'abord lues dans un ordinateur de
commande (27) de la machine de bourrage (C), la position GPS (29) de la machine de
bourrage (C) étant utilisée pour identifier un aiguillage à traiter, puis des instructions
de positionnement (Pi) pour les unités de travail (La, Li, Ra, Ri, 16, 18, 19, 20, 22, 23) sont extraites d'une base de données pour cet aiguillage,
selon lequel l'ordinateur de commande (27) établit en conséquence des données d'instructions
de positionnement (Pi) précises pour les unités de travail (La, Li, Ra, Ri, 16, 18, 19, 20, 22, 23) au niveau de chaque traverse (ai,j) à compacter dans la région de l'aiguillage (1-51),
selon lequel la machine de bourrage (C), en fonction de sa position dans l'aiguillage
(A, B) et des données établies des instructions de positionnement (Pi), actionne ces positions avec les unités de travail (La, Li, Ra, Ri, 16, 18, 19, 20, 22, 23) associées à chaque position et exécute l'opération de compactage
à l'emplacement de la position actionnée de manière entièrement automatique et autonome
et
selon lequel, à l'aide du système GPS ou RTK-GPS installé sur la machine de bourrage
(C), une association précise des traverses avec le kilomètre de voie est effectuée
par le biais des coordonnées GPS, et la machine de bourrage (C) progresse automatiquement
de traverse (ai,j) en traverse (ai,j) par le biais d'un automatisme de progression, jusqu'à ce que la zone de travail
prévue soit traitée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les instructions de positionnement (Pi) de chaque traverse (ai,j) dans la zone d'aiguillage sont indiquées sur un dispositif d'affichage (25, 27)
à un opérateur qui réajuste le cas échéant des directives de positionnement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les données d'aiguillage (ai,j, β, WP, t, L, n) sont entrées dans l'ordinateur de commande (27) sous la forme d'une
désignation d'aiguillage spécifique et que l'ordinateur de commande (27) calcule à
partir de cela les instructions de positionnement (Pi) précises pour les unités de travail (La, Li, Ra, Ri, 16, 18, 19, 20, 22, 23).
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les données d'aiguillage (ai,j, β, WP, t, L, n) sont entrées manuellement à l'aide d'un plan d'aiguillage (A) dans
l'ordinateur de commande (27) et que les instructions de positionnement (Pi) précises sont calculées à partir de cela pour les unités de travail (La, Li, Ra, Ri, 16, 18, 19, 20, 22, 23).
5. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les données d'aiguillage (ai,j, β, WP, t, L, n) présentes sous la forme de données de CAO sont lues électroniquement
dans l'ordinateur de commande (27) et que les instructions de positionnement (Pi) précises sont calculées à partir de cela pour les unités de travail (La, Li, Ra, Ri, 16, 18, 19, 20, 22, 23).
6. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les instructions de positionnement (Pi) pour certaines données d'aiguillage (ai,j, β, WP, t, L, n) sont extraites d'une base de données mise à la disposition de l'ordinateur
de commande (27).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que les instructions de positionnement (Pi) pour les données d'aiguillage (ai,j, β, WP, t, L, n) sont chargées sans fil (30) sur l'ordinateur de commande (27) pour
le traitement.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente