Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Bearbeitung von Formsteinen.
Stand der Technik
[0002] Maschinen zur Bearbeitung von Steinen, insbesondere zur Bearbeitung von aus Zement
oder Beton hergestellten Formsteinen, sind aus dem Stand der Technik bekannt. Ziel
der Bearbeitung ist es, die Steine an zumindest einer ihrer Oberflächen mit einer
bruchsteinartigen Struktur zu versehen und die diese Oberfläche begrenzenden Kanten
zu brechen.
[0003] Formsteine im Sinne des vorliegenden Textes weisen in der Regel eine quaderförmige
Struktur auf, wobei selbstverständlich auch ein Kubus von dem Begriff "quaderförmige
Struktur" umfasst ist. In seltenen Fällen werden Formsteine in Form eines Parallelepipeds,
in Form eines Pyramidenstumpfs oder in Form eines Keils hergestellt. All diese Ausprägungen
haben gemeinsam, dass die Oberflächen der Körper durch gerade Kanten begrenzt sind.
Unter der "Oberfläche eines Steins" und unter der "Oberfläche eines Formsteins" wird
also im gesamten vorliegenden Text eine durch gerade Kanten begrenzte Oberfläche verstanden,
die in der Regel als Rechteck oder Quadrat ausgebildet ist, die aber an sich eine
in weitem Umfang beliebige Form aufweisen kann.
[0004] Bekannte Maschinen zur Bearbeitung von Formsteinen weisen immer eine Vielzahl von
hammerartig wirkenden und durch beispielsweise einen Vibrationsantrieb für eine schlagende
Bearbeitung der Steine angetriebenen Werkzeugen auf. Die Bearbeitung der Steine erfolgt
im Laufe einer Relativbewegung zwischen dem jeweils zu bearbeitenden Stein und der
Bearbeitungsmaschine, wobei der Stein relativ zu der ortsfest angeordneten Bearbeitungsmaschine
bewegt wird.
[0005] US 972969A offenbart eine Bearbeitungsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Aus der
DE 10 2007 020 660 A1 ist beispielsweise eine Bearbeitungsmaschine mit einem umlaufenden Transportelement
bekannt, welches als rad- oder speichenradartiges Element ausgebildet ist. Dieses
rad- oder speichenradartige Element ist oberhalb der zu bearbeitenden Steinoberfläche
angeordnet und wird um eine Achse senkrecht zur Ebene der Oberseite der Steinlage
umlaufend angetrieben. An dem Transportelement sind als Bearbeitungselemente hängend
Ketten gehalten, die bei umlaufendem Transportelement gegen die Oberfläche der Steine
bzw. gegen die Kanten der Steine anschlagen. Für die Bearbeitung wird das Transportelement
über die Steinlage bewegt.
[0007] Die
WO 02/096610 A1 beschreibt eine Bearbeitungsmaschine, bei der in Transportrichtung eines Förderbandes,
auf dem die zu bearbeitenden Steine jeweils einzeln nacheinander durch die Bearbeitungsmaschine
bewegt werden, mehrere um horizontale Achsen umlaufend angetriebene trommelartige
Elemente vorgesehen sind. Diese trommelartigen Elemente befinden sich über der Bewegungsbahn
der zu bearbeitenden Steine und tragen Ketten, die gegen die Oberfläche der zu bearbeitenden
Steine bzw. gegen die Kanten der Steine schlagen.
[0008] Aus der
DE 10 2009 007 972 A1 ist ebenfalls eine Bearbeitungsmaschine zum Bearbeiten von mehreren auf einer Auflage
angeordneten und eine Steinlage bildenden Steinen im Bereich der Oberseite der Steine
bekannt. Die Bearbeitungsmaschine weist wenigstens ein Bearbeitungsaggregat mit mindestens
einem umlaufend antreibbaren Transportelement auf. An dem umlaufenden Transportelement
ist eine Vielzahl von die Steine bearbeitenden Bearbeitungswerkzeugen angeordnet.
Das Transportelement ist in Form einer Kette ausgebildet, die eine in sich geschlossene
Schlaufe bildet, welche in einer Ebene parallel oder im Wesentlichen parallel zu der
Ebene der Oberseite der Steinlage angeordnet ist. Die Schlaufe erstreckt sich über
die gesamte Breite der Steinlage in Achsrichtung der Schlaufe.
[0009] Neben der Erzeugung einer bruchsteinartigen Struktur und dem Brechen der Kanten ist
es vielfach auch erwünscht, dass die Steine an zumindest einer ihrer Oberflächen eine
"bauchige" Gestalt aufweisen, d.h. dass die Steinoberfläche im Bereich einer oberen
und einer unteren Kante relativ zu dem mittig zwischen diesen Kanten liegenden Bereich
nach hinten zurücktritt. Dabei sollen die Kanten der Steine optisch ansprechend gerundet
oder leicht gebrochen werden.
[0010] Mit den aus dem Stand der Technik bekannten Bearbeitungsmaschinen ist das Erzeugen
einer bruchsteinartigen Struktur wie auch das Brechen der Kanten oft nur mit unbefriedigendem
Ergebnis zu erreichen. Insbesondere bereitet es Schwierigkeiten, die Steine mit einer
bauchigen Form zu versehen.
[0011] Es besteht daher weiterhin Bedarf an Bearbeitungsvorrichtungen zur Bearbeitung von
Formsteinen, die eine optische ansprechende, einem Naturstein nachgebildete Steinoberfläche
erzeugen und insbesondere dem Stein eine bauchige Form verleihen.
Darstellung der Erfindung
[0012] Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Bearbeitungsvorrichtung zur Bearbeitung von Formsteinen bereitzustellen, mit
deren Hilfe eine optisch besonders ansprechende Steinoberfläche erzeugt und gleichzeitig
dem Stein eine bauchige Form verliehen werden kann.
[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Bearbeitungsvorrichtung zur Bearbeitung
von Formsteinen gemäß Anspruch 1, die Bearbeitungsanlage zur Bearbeitung von Formsteinen
gemäß Anspruch 10 und das Verfahren zur Bearbeitung von Formsteinen gemäß Anspruch
14 gelöst. Weitere vorteilhafte Details, Aspekte und Ausgestaltungen der vorliegenden
Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung, den Beispielen
und den Figuren.
[0014] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bearbeitungsvorrichtung zur Bearbeitung von
Formsteinen, wobei die Bearbeitungsvorrichtung zumindest eine Antriebseinheit und
zumindest eine langgestreckte, eine Rotationsachse aufweisende Welle aufweist. Dabei
ist die Welle so ausgebildet, dass sie durch die Antriebseinheit in eine Rotationsbewegung
um ihre Rotationsachse versetzt werden kann. An der Welle sind zumindest drei fest
mit der Welle verbundene, ringförmige Tragelemente angeordnet, wobei ein erstes endständiges
Tragelement benachbart zu dem der Antriebseinheit benachbarten Ende der Welle an der
Welle angeordnet ist, ein zweites endständiges Tragelement benachbart zu dem der Antriebseinheit
abgewandten Ende der Welle an der Welle angeordnet ist, und zumindest ein drittes
Tragelement zwischen dem ersten endständigen Tragelement und dem zweiten endständigen
Tragelement an der Welle angeordnet ist. An dem ersten endständigen Tragelement sind
zumindest zwei erste Bearbeitungswerkzeuge elastisch befestigt, an dem zweiten endständigen
Tragelement sind zumindest zwei zweite Bearbeitungswerkzeuge elastisch befestigt und
an dem dritten Tragelement sind zumindest zwei dritte Bearbeitungswerkzeuge elastisch
befestigt. Jedes der Bearbeitungswerkzeuge weist an seinem von dem Tragelement beabstandeten
Ende einen Bearbeitungskopf für ein Zusammenwirken mit einer zu bearbeitenden Oberfläche
der Formsteine auf. Jedes der Bearbeitungswerkzeuge weist außerdem eine ausgehend
von dem jeweiligen Tragelement radial nach außen orientierte Werkzeugachse auf. Die
an dem ersten endständigen Tragelement befestigten ersten Bearbeitungswerkzeuge weisen
in Richtung ihrer jeweiligen Werkzeugachse eine erste Ausdehnung auf, die an dem zweiten
endständigen Tragelement befestigten zweiten Bearbeitungswerkzeuge weisen in Richtung
ihrer jeweiligen Werkzeugachse eine zweiten Ausdehnung auf, und die an dem zumindest
einen dritten Tragelement angeordneten dritten Bearbeitungswerkzeuge weisen in Richtung
ihrer jeweiligen Werkzeugachse eine Ausdehnung auf. Erfindungsgemäß ist die erste
Ausdehnung der ersten Bearbeitungswerkzeuge größer als die Ausdehnung der dritten
Bearbeitungswerkzeuge und die zweite Ausdehnung der zweiten Bearbeitungswerkzeuge
ist größer als die Ausdehnung der dritten Bearbeitungswerkzeuge.
[0015] Unter einer Welle wird im Rahmen des vorliegenden Textes ein längliches, zylinderförmiges
und rotierendes Maschinenelement verstanden, das zur Übertragung von Drehbewegungen
und Drehmomenten dient.
[0016] Bei Einsatz der erfindungsgemäßen Bearbeitungsvorrichtung werden die Bearbeitungswerkzeuge
in Rotation um eine Achse versetzt. Die Anordnung und Bewegung der Bearbeitungswerkzeuge
ist mit dem Vorteil verbunden, dass sich die Rotationsachse und damit auch die Bewegungsrichtung,
in der die Bearbeitungswerkzeuge auf die Oberfläche der Formsteine einwirken, beliebig
verändern lässt. Zur Erzielung eines ansprechenden optischen Erscheinungsbildes, insbesondere
eines optisch an das Erscheinungsbild von gespitzten Natursteinen angelehnten Erscheinungsbildes
werden die Formsteine an zumindest einer ihrer Oberflächen und an den diese Oberfläche
begrenzenden Kanten mit Hilfe der Bearbeitungswerkzeuge bearbeitet. Die Bearbeitungswerkzeuge
werden dabei reibend bzw. schrammend über die Oberfläche und Kanten des Formsteins
bewegt, und zwar derart, dass durch die Bearbeitungswerkzeuge sämtliche bearbeiteten
Kanten willkürlich gebrochen werden und sich auf der Oberfläche willkürlich ausgebildete
Bearbeitungsstrukturen ergeben.
[0017] Das Erscheinungsbild dieser Bearbeitungsstrukturen kann durch eine Veränderung des
Winkels zwischen Rotationsachse der Welle und der Richtung, in der die Formsteine
an der Bearbeitungsvorrichtung vorbeibewegt werden, verändert werden. Steht die Rotationsachse
der Welle beispielsweise senkrecht auf der Transportrichtung, so wirken die rotierenden
Bearbeitungswerkzeuge in einer Richtung parallel zur Transportrichtung auf die Oberfläche
der Formsteine ein. Dadurch kann auf der Oberfläche der Formsteine ein streifenartiges
Bearbeitungsmuster erzeugt werden. Wenn ein solches Muster aber nicht gewünscht ist,
sondern eine willkürlich ausgebildete Bearbeitungsstruktur bevorzugt wird, ist die
Welle der Bearbeitungsvorrichtung zwar immer parallel zu der zu bearbeitenden Oberfläche
der Formsteine, aber in der Regel schräg zur Transportrichtung der Formsteine orientiert.
[0018] Wie bereits erwähnt weisen die an dem ersten endständigen Tragelement befestigten
ersten Bearbeitungswerkzeuge in Richtung ihrer jeweiligen Werkzeugachse eine erste
Ausdehnung auf, die an dem zweiten endständigen Tragelement befestigten zweiten Bearbeitungswerkzeuge
weisen in Richtung ihrer jeweiligen Werkzeugachse eine zweiten Ausdehnung auf, und
die an dem zumindest einen dritten Tragelement angeordneten dritten Bearbeitungswerkzeuge
weisen in Richtung ihrer jeweiligen Werkzeugachse eine Ausdehnung auf. Erfindungsgemäß
ist die erste Ausdehnung der ersten Bearbeitungswerkzeuge größer als die Ausdehnung
der dritten Bearbeitungswerkzeuge und die zweite Ausdehnung der zweiten Bearbeitungswerkzeuge
ist größer als die Ausdehnung der dritten Bearbeitungswerkzeuge.
[0019] Mit anderen Worten ausgedrückt ragen die im Bereich der Enden der Welle angeordneten
ersten und zweiten Bearbeitungswerkzeuge weiter von der Welle weg als die im mittleren
Bereich der Welle angeordneten dritten Bearbeitungswerkzeuge. Bei der Bearbeitung
der Formsteine treten daher die im Bereich der Enden der Welle angeordneten, längeren
Bearbeitungswerkzeuge im Vergleich zu den im mittleren Bereich der Welle angeordneten
Bearbeitungswerkzeuge in einen intensiveren Kontakt mit dem Formstein. Dieser intensivere
Kontakt bewirkt eine intensivere Bearbeitung und damit ein Herausbrechen einer vergrößerten
Menge an Material aus dem Formstein. Bei einer an die Größe des Formsteins angepassten
Anzahl an Tragelementen befinden sich die an den endständigen Tragelementen befestigten
Bearbeitungswerkzeuge im Bereich der die zu bearbeitende Oberfläche begrenzenden oberen
bzw. unteren Kanten. Der Bereich der Kanten wird also intensiver bearbeitet als der
mittlere Bereich des Formsteins, wodurch die gewünschte bauchige Gestalt der Steine
auf einfache Weise in hoher Qualität erreicht wird.
[0020] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Bearbeitungsvorrichtung können somit Formsteine derart
bearbeitet werden, dass sie eine optische ansprechende, einem Naturstein nachgebildete
Steinoberfläche und gleichzeitig eine bauchige Form aufweisen.
[0021] Bevorzugt sind jeweils zwei an einem der Tragelemente befestigte Bearbeitungswerkzeuge
miteinander fluchtend an dem jeweiligen Tragelement angeordnet und die beiden Bearbeitungswerkzeuge
weisen jeweils eine gemeinsame Werkzeugachse auf. Durch die fluchtende Anordnung werden
die bei Einwirkung der Bearbeitungswerkzeuge auf die Steinoberfläche auftretenden
Kräfte am günstigsten verteilt und abgeleitet.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist an der Welle eine Anzahl m an dritten
Tragelementen angeordnet, wobei m = 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 oder 11 ist, oder m
> 2 ist, oder 2 ≤ m ≤ 9 ist. Übliche Formsteine weisen eine maximale Höhe von 40 cm
auf. Eine Bearbeitung der gesamten Oberfläche eines solchen Formsteins in vertikaler
Richtung kann durch 11 in vertikaler Richtung übereinander angeordnete Tragelemente
vorgenommen werden, also einem ersten endständigen Tragelement, einem zweiten endständigen
Tragelement und 9 dritten Tragelementen. Ein einzelnes Bearbeitungswerkzeug bzw. ein
einzelnes Tragelement weist nämlich bevorzugt eine Ausdehnung in vertikaler Richtung
von rund 4 cm auf. Die Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Bearbeitungsvorrichtung
erlaubt eine einfach vorzunehmende Anpassung an Formsteine unterschiedlicher Dimensionierung.
Sollen beispielsweise Formsteine mit einer Höhe von 20 cm bearbeitet werden, so werden
an der Welle lediglich 6 Tragelemente mit daran befestigten Bearbeitungswerkzeugen
angebracht.
[0023] Die mit Hilfe der erfindungsgemäßen Bearbeitungsvorrichtung erzielte bauchige Form
der Steine kann weiter verbessert werden, wenn die an den verschiedenen dritten Tragelementen
angeordneten dritten Bearbeitungswerkzeuge eine unterschiedliche Ausdehnung in Richtung
ihrer jeweiligen Werkzeugachse aufweisen. Es gilt zwar in jedem Fall, wie erfindungsgemäß
vorgesehen, dass die erste Ausdehnung der ersten Bearbeitungswerkzeuge größer ist
als die Ausdehnung aller dritten Bearbeitungswerkzeuge und die zweite Ausdehnung der
zweiten Bearbeitungswerkzeuge größer ist als die Ausdehnung aller dritten Bearbeitungswerkzeuge,
die an den verschiedenen dritten Tragelementen angeordneten dritten Bearbeitungswerkzeuge
können aber gemäß einer bevorzugten Ausführungsform eine unterschiedliche Ausdehnung
in Richtung ihrer jeweiligen Werkzeugachse aufweisen. So können die dritten Bearbeitungswerkzeuge
beispielsweise eine umso größere Ausdehnung in Richtung ihrer Werkzeugachse aufweisen,
je näher bzw. je benachbarter das sie jeweils tragende dritte Tragelement zu dem ersten
endständigen Tragelement bzw. zu dem zweiten endständigen Tragelement angeordnet ist.
[0024] Bei einer Ausführungsform mit einer Anzahl m = 3 an dritten Tragelementen weisen
beispielsweise die an den beiden, dem ersten endständigen Tragelement bzw. dem zweiten
endständigen Tragelement benachbarten dritten Tragelementen angeordneten dritten Bearbeitungswerkzeuge
eine größere Ausdehnung auf als die an dem mittig zwischen diesen beiden dritten Tragelementen
angeordneten dritten Tragelement. Die bauchige Form der bearbeiteten Steine wird dadurch
weiter verbessert, da das mittig angeordnete Tragelement die kürzesten dritten Bearbeitungswerkzeuge
trägt. Die beiden in Richtung der Enden der Welle nachfolgend angeordneten Tragelemente
tragen Bearbeitungswerkzeuge, die zwar kürzer als die ersten und die zweiten Bearbeitungswerkzeuge
sind, aber länger als die am mittigen Tragelement angeordneten dritten Bearbeitungswerkzeuge.
Da bei der Bearbeitung der Formsteine die Intensität des Kontakts zwischen Bearbeitungswerkzeug
und Stein mit der Länge des Bearbeitungswerkzeugs zunimmt und da ein intensiverer
Kontakt eine intensivere Bearbeitung und damit ein Herausbrechen einer vergrößerten
Menge an Material aus dem Formstein bewirkt, wird bei Einsatz des beschriebenen Ausführungsbeispiels
ausgehend von dem mittigen Bereich des Steins in Richtung zu dessen sich gegenüberliegenden
Kanten immer mehr Material aus dem Formstein herausgebrochen, was zu einer plastischeren
Gestaltung des Steins und zu einer verbesserten bauchigen Form führt.
[0025] Grundsätzlich können die Längen der dritten Bearbeitungswerkzeuge in weiten Bereichen
beliebig aufeinander abgestimmt werden. So ist es auch denkbar, eine in Bezug auf
den mittleren Bereich des Steins asymmetrische Bearbeitung des Steins vorzunehmen,
sodass die Wölbung des Steins in Richtung auf eine Steinkante hin steiler zurücktritt
als in Richtung auf die gegenüberliegende Kante hin. Bei größeren Steinoberflächen
könnten sogar Wellenmuster erzeugt werden, wenn abwechselnd längere und kürzere dritte
Bearbeitungswerkzeuge vorgesehen werden. Weitere, technisch einfach zu realisierende
Varianten ergeben sich für den Fachmann in naheliegender Weise.
[0026] Gemäß einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
sind an jedem der ersten, zweiten und dritten Tragelemente 4, 6, 8 oder 10 oder zumindest
4 oder zumindest 6 oder zumindest 8 Bearbeitungswerkzeuge befestigt. Eine zunehmende
Zahl an Bearbeitungswerkzeugen pro Tragelement ist zwar mit einem erhöhten Energieaufwand
für die Steinbearbeitung pro Zeit verbunden, allerdings kann die Bearbeitung der Oberfläche
der Formsteine in einer geringeren Bearbeitungszeit erfolgen. Es wird also ein erhöhter
Durchsatz an Steinen erreicht.
[0027] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind an der Welle 8 dritte Tragelemente
angeordnet, wobei an jedem der ersten, zweiten und dritten Tragelemente 4 Bearbeitungswerkzeuge
befestigt sind. In Testläufen hat sich herausgestellt, dass diese Kombination von
8 Tragelementen und 4 Bearbeitungswerkzeugen pro Tragelement ideale Eigenschaften
im Hinblick auf Geschwindigkeit und Qualität der Oberflächenbearbeitung mit sich bringt.
[0028] Besonders bevorzugt weisen die ersten, zweiten und dritten Bearbeitungswerkzeuge
an ihrem, dem jeweiligen Trageelement zugewandten Ende ein elastisches Element auf.
Ein solches elastisches Element kann beispielsweise aus einem Schwingmetallpuffer
bestehen. Durch die elastischen Eigenschaften dieses Elements kann das Bearbeitungswerkzeug
bei Einwirkung auf die Oberfläche des zu bearbeitenden Formsteins geringfügig aus
seiner Orientierung entlang der Werkzeugachse bewegt werden. Die Bearbeitungsköpfe
der Bearbeitungswerkzeuge bewegen sich bei Kontakt mit der Formsteinoberfläche unter
elastischer Verformung ihrer elastischen Elemente meißelnd, schrammend und reibend
an der Formsteinoberfläche entlang. Auf diese Weise werden die gewünschten Bearbeitungsstrukturen
in hoher Qualität erreicht. Unterschiedliche Erscheinungsbilder der bearbeiteten Steinoberfläche
können auch durch Verwendung unterschiedlich gestalteter Bearbeitungsköpfe erreicht
werden. Zudem eröffnen die elastischen Elemente die Option durch entsprechende Platzierung
der Bearbeitungsvorrichtung relativ zu der Transportvorrichtung die elastische Verformung
der Bearbeitungswerkzeuge und damit die Intensität der Bearbeitung zur Erzielung der
jeweils gewünschten Bearbeitungsstruktur einzustellen. Da die Welle bei der Bearbeitung
der Formsteine parallel zu der zu bearbeitenden Oberfläche der Formsteine angeordnet
ist, treten die Bearbeitungswerkzeuge in umso intensiveren Kontakt mit der Formsteinoberfläche,
je näher die Bearbeitungsvorrichtung an der Transportvorrichtung platziert ist.
[0029] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind an der Welle zwischen dem
ersten endständigen Tragelement und dem zweiten endständigen Tragelement zumindest
3 dritte Tragelemente angeordnet. Dabei sind die ersten, zweiten und dritten Tragelemente
derart mit der Welle verbunden, dass die Schnittpunkte der Werkzeugachsen mit dem
Mantel eines geraden Kreiszylinders, dessen Zylinderachse mit der Rotationsachse der
Welle zusammenfällt, auf einer oder mehreren gemeinsamen Schraubenlinien liegen.
[0030] Bei einer Schraubenlinie, die auch als Schraublinie oder Helix bezeichnet wird, handelt
es sich um eine Kurve im 3-dimensionalen Raum, die durch eine Kombination von Drehung
(Rotation) und Verschiebung (Translation) entlang der Rotationsachse entsteht. Schraublinien
spielen eine wichtige Rolle bei der Darstellung von Wendeltreppen, Gewinden und Spiralbohrern.
Schraublinien lassen sich mit Hilfe eines straff gespannten Fadens zwischen zwei Punkten
auf einem Zylindermantel herstellen. Es handelt sich um die kürzeste Verbindung zweier
Punkte auf einem Zylindermantel. Erfindungsgemäß sind die ringförmigen Tragelemente
derart mit der Welle verbunden, dass die Schnittpunkte der Werkzeugachsen mit dem
Mantel eines geraden Kreiszylinders, dessen Zylinderachse mit der Rotationsachse der
Welle zusammenfällt, auf einer oder mehreren gemeinsamen Schraubenlinien liegen.
[0031] Bevorzugt sind also die ersten, zweiten und dritten ringförmigen Tragelemente so
mit der Welle verbunden, dass die Schnittpunkte der Werkzeugachsen mit dem Mantel
eines geraden Kreiszylinders, dessen Zylinderachse mit der Rotationsachse der Welle
zusammenfällt, auf einer oder mehreren gemeinsamen Schraubenlinien liegen. Dies ist
mit dem Vorteil verbunden, dass nicht mehrere Bearbeitungswerkzeuge exakt gleichzeitig
mit der Oberfläche des zu bearbeitenden Formsteins in Kontakt treten. Da durch die
Bearbeitungswerkzeuge relativ große Kräfte auf die Formsteine übertragen werden, würde
eine linear übereinander angeordnete Reihe von Bearbeitungswerkzeugen die gesamte
Bearbeitungsvorrichtung einschließlich der Antriebseinheit in Schwingungen versetzen,
wodurch eine deutlich erhöhte Materialermüdung bewirkt würde. Durch die schraubenlinienartige
Anordnung der Bearbeitungswerkzeuge um die Welle wird dies verhindert.
[0032] Gemäß einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
sind die erste Ausdehnung der ersten Bearbeitungswerkzeuge und die zweite Ausdehnung
der zweiten Bearbeitungswerkzeuge gleich groß. Dadurch wird es möglich, zwei sich
gegenüberliegende Kanten eines Formsteins in gleicher Ausprägung zu bearbeiten. Da
der Materialabtrag an beiden Kanten im Wesentlichen gleich stark ausgeprägt ist, entsteht
eine relativ zu einer horizontalen Ebene symmetrisch ausgebildete Steinoberfläche.
Die bauchige Form des Steins verläuft in diesem Fall von beiden sich gegenüberliegenden
Kanten ausgehend mit ungefähr gleicher Krümmung nach vorne.
[0033] Bei Ausführungsformen, bei denen die erste Ausdehnung der ersten Bearbeitungswerkzeuge
und die zweite Ausdehnung der zweiten Bearbeitungswerkzeuge nicht gleich groß sind,
werden die sich gegenüberliegenden Kanten unterschiedlich stark bearbeitet. Auf diese
Weise kann beispielsweise eine Formsteinoberfläche gebildet werden, bei der eine Kante
z.B. relativ scharf in einem annähernd 90° großen Winkel nach vorne springt, während
die gegenüberliegende Kante z.B. in einer weichen, leicht gekrümmten Biegung in die
vertikale Steinoberfläche übergeht.
[0034] Besonders bevorzugt ist die erste Ausdehnung der ersten Bearbeitungswerkzeuge und/oder
die zweite Ausdehnung der zweiten Bearbeitungswerkzeuge zwischen 0,5 cm und 5 cm,
bevorzugt zwischen 1 cm und 3 cm, größer als die Ausdehnung der dritten Bearbeitungswerkzeuge.
Wie bereits ausgeführt treten die an den endständigen Tragelementen befestigten, längeren
Bearbeitungswerkzeuge im Vergleich zu den im mittleren Bereich der Welle angeordneten
Bearbeitungswerkzeugen in einen intensiveren Kontakt mit dem Formstein. Dieser intensivere
Kontakt bewirkt eine intensivere Bearbeitung und damit ein Herausbrechen einer vergrößerten
Menge an Material aus dem Formstein. Für den Fachmann ist es klar, dass die gesamte
Bearbeitungsvorrichtung immer so angeordnet wird, dass auch die dritten Bearbeitungswerkzeuge,
also die an den zwischen den endständigen Tragelementen angeordneten dritten Tragelementen
befestigten Bearbeitungswerkzeuge, mit der Steinoberfläche in Kontakt gebracht werden.
Es soll ja die gesamte Oberfläche des Formsteins bearbeitet werden. Je größer also
der Unterschied in der ersten Ausdehnung der ersten Bearbeitungswerkzeuge und der
zweiten Ausdehnung der zweiten Bearbeitungswerkzeuge im Vergleich zur Ausdehnung der
dritten Bearbeitungswerkzeuge ausgebildet ist, umso stärker werden die Kanten des
Formsteins bearbeitet. Durch den auf diese Weise verursachten vermehrten Materialabtrag
an den Kanten springen diese im Vergleich zur mittigen Wölbung des Steins stärker
zurück. Ein Unterschied in der ersten Ausdehnung der ersten Bearbeitungswerkzeuge
und/oder der zweiten Ausdehnung der zweiten Bearbeitungswerkzeuge im Vergleich zur
Ausdehnung der dritten Bearbeitungswerkzeuge von zwischen 0,5 cm und 5 cm, bevorzugt
von zwischen 1 cm und 3 cm, hat sich in der Praxis als ganz besonders gut geeignet
herausgestel it.
[0035] Die vorliegende Erfindung umfasst auch eine Bearbeitungsanlage zur Bearbeitung von
Formsteinen, wobei die Bearbeitungsanlage zumindest eine der oben beschriebenen Bearbeitungsvorrichtungen
umfasst. Außerdem ist eine Transportvorrichtung zum Transport der zu bearbeitenden
Formsteine in einer Transportrichtung durch eine Bearbeitungsstrecke vorgesehen. Die
Bearbeitung der Formsteine mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Bearbeitungsvorrichtung
erfolgt während einer Relativbewegung zwischen dem jeweils zu bearbeitenden Formstein
und der Bearbeitungsvorrichtung. Durch die Transportvorrichtung wird der Formstein
relativ zu der ortsfest angeordneten Bearbeitungsvorrichtung bewegt und von dieser
im Bereich der Bearbeitungsstrecke bearbeitet.
[0036] Die Bearbeitungsvorrichtung ist relativ zu der Transportvorrichtung so angeordnet,
dass im Bereich der Bearbeitungsstrecke die Bearbeitungswerkzeuge mit ihren Bearbeitungsköpfen
mit der zu bearbeitenden Oberfläche der Formsteine in Wirkverbindung treten. Die Bearbeitungsköpfe
bewegen sich dabei unter elastischer Verformung beispielsweise ihrer elastischen Elemente
meißelnd, schrammend und reibend an der Formsteinoberfläche entlang und erfassen dabei
zugleich auch sämtliche die jeweilige Formsteinoberfläche begrenzenden Kanten. Durch
entsprechende Platzierung der Bearbeitungsvorrichtung relativ zu der Transportvorrichtung
können die elastische Verformung der Bearbeitungswerkzeuge und damit die Intensität
der Bearbeitung zur Erzielung der jeweils gewünschten Bearbeitungsstruktur eingestellt
werden.
[0037] Bevorzugt ist die Transportvorrichtung derart ausgebildet, dass die zu bearbeitenden
Formsteine zumindest im Bereich der Bearbeitungsstrecke so angeordnet sind, dass die
jeweils zu bearbeitende Oberfläche der Formsteine in einer vertikalen oder im Wesentlichen
vertikalen Ebene orientiert ist. In diesem Fall kann die Bearbeitungsvorrichtung so
angeordnet werden, dass deren Welle ebenfalls in vertikaler Richtung verläuft. Die
Installation der gesamten Bearbeitungsanlage gestaltet sich so am einfachsten.
[0038] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bearbeitungsanlage
sind zumindest zwei Bearbeitungsvorrichtungen vorgesehen, wobei in horizontaler Richtung
auf beiden Seiten der Bearbeitungsstrecke zumindest jeweils eine Bearbeitungsvorrichtung
angeordnet ist. Mit Hilfe einer derartigen Bearbeitungsanlage können gleichzeitig
zwei einander gegenüberliegende Oberflächen der Formsteine bearbeitet werden. Da die
bearbeiteten Formsteine häufig zum Errichten von Mauern mit lediglich einer Steinlage
in horizontaler Richtung verwendet werden, ist es häufig gewünscht, dass die Formsteine
zwei sich gegenüberliegende bearbeitete Oberflächen aufweisen. Diese Anforderung kann
mit Hilfe einer Bearbeitungsanlage mit zwei in horizontaler Richtung auf beiden Seiten
der Bearbeitungsstrecke angeordneten Bearbeitungsvorrichtungen effizient erfüllt werden.
[0039] Bevorzugt ist die Welle der Bearbeitungsvorrichtung so angeordnet, dass die Rotationsachse
der Welle parallel zu der zu bearbeitenden Oberfläche der Formsteine verläuft, wobei
die Rotationsachse der Welle mit der Transportrichtung einen Winkel β einschließt,
wobei 0° ≤ β ≤ 180° gilt, besonders bevorzugt 30° ≤ β ≤ 60° oder 120° ≤ β ≤ 150°,
insbesondere bevorzugt β ungefähr gleich 45° oder β ungefähr gleich 135° ist. Wie
bereits erwähnt ist es das Ziel der Bearbeitung der Formsteine diesen eine bauchige
Form und ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild zu verleihen, insbesondere ein
optisch an das Erscheinungsbild von gespitzten Natursteinen angelehntes Erscheinungsbild.
Dazu werden die Formsteine an zumindest einer ihrer Oberflächen und an den diese Oberfläche
begrenzenden Kanten mit Hilfe der Bearbeitungswerkzeuge bearbeitet. Die Bearbeitungswerkzeuge
werden dabei reibend bzw. schrammend über die Oberfläche und Kanten des Formsteins
bewegt, und zwar derart, dass durch die Bearbeitungswerkzeuge sämtliche bearbeiteten
Kanten willkürlich gebrochen werden und sich auf der Oberfläche willkürlich ausgebildete
Bearbeitungsstrukturen ergeben. Das Erscheinungsbild dieser Bearbeitungsstrukturen
kann durch eine Veränderung des Winkels zwischen Rotationsachse der Welle und der
Richtung, in der die Formsteine an der Bearbeitungsvorrichtung vorbeibewegt werden,
verändert werden. Dabei soll bevorzugt eine willkürlich erscheinende Bearbeitungsstruktur
ausgebildet werden, wozu die Welle der Bearbeitungsvorrichtung immer parallel zu der
zu bearbeitenden Oberfläche der Formsteine und schräg zur Transportrichtung der Formsteine
orientiert ist. Besonders ansprechende Oberflächenstrukturen werden erzielt, wenn
die Rotationsachse der Welle mit der Transportrichtung einen Winkel β einschließt,
wobei 0° ≤ β ≤ 180° gilt, besonders bevorzugt 30° ≤ β ≤ 60° oder 120° ≤ β ≤ 150°,
insbesondere bevorzugt β ungefähr gleich 45° oder β ungefähr gleich 135° ist. Die
Unterscheidung zwischen den Winkeln 45° und 135° ist lediglich darin begründet, dass
die Transportvorrichtung in zwei zueinander gegenläufigen Richtungen ausgeprägt sein
kann.
[0040] Je nach Größe des Winkels β, den die Rotationsachse der Welle mit der Transportrichtung
einschließt, treten die an dem ersten endständigen Tragelement befestigten ersten
Bearbeitungswerkzeuge und die an dem zweiten endständigen Tragelement befestigten
zweiten Bearbeitungswerkzeuge über einen in vertikaler Richtung unterschiedlich ausgedehnten
Bereich mit der zu bearbeitenden Oberfläche des Formsteins in dessen Kantenbereich
in Kontakt. Ist die Rotationsachse exakt vertikal ausgerichtet, so treten die ersten
und zweiten Bearbeitungswerkzeuge nur in dem relativ schmalen Bereich ihrer jeweiligen
Rotationsebene mit dem Formstein in Kontakt. Mit zunehmender Schrägstellung der Rotationsachse
schrammen die Bearbeitungswerkzeuge über einen in vertikaler Richtung zunehmend größeren
Bereich über die Oberfläche der zu bearbeitenden Formsteine. Die genaue Ausbildung
der gewünschten bauchigen Gestalt der Formsteine kann also zusätzlich über die Schrägstellung
der Rotationsachse relativ zur Formsteinoberfläche gesteuert werden.
[0041] Die vorliegenden Erfindung umfasst auch ein Verfahren zur Bearbeitung von Formsteinen
unter Verwendung einer oben beschriebenen Bearbeitungsanlage. Das Verfahren umfasst
die Schritte
- durch die Transportvorrichtung bewirkter Transport der zu bearbeitenden Formsteine
in einer Transportrichtung durch eine Bearbeitungsstrecke und
- Durchführung einer durch die Antriebseinheit bewirkten Rotationsbewegung der Welle
um ihre Rotationsachse.
Dabei ist die Bearbeitungsvorrichtung, die einen Bestandteil der Bearbeitungsanlage
darstellt, derart relativ zu der Transportvorrichtung angeordnet, dass im Bereich
der Bearbeitungsstrecke die Bearbeitungswerkzeuge mit ihren Bearbeitungsköpfen mit
der zu bearbeitenden Oberfläche der Formsteine in Wirkverbindung treten.
[0042] Die Bearbeitung der Formsteinoberfläche erfolgt bei aktivierter Transporteinheit
dadurch, dass die Formsteine in einer Transportrichtung durch die Bearbeitungsstrecke
bewegt werden. Bei aktivierter Antriebseinheit wird die Welle der Bearbeitungsvorrichtung
und damit auch die über die Tragelemente an der Welle befestigten Bearbeitungswerkzeuge
in Rotation versetzt. Die Bearbeitungsvorrichtung ist relativ zu der Transportvorrichtung
so angeordnet, dass im Bereich der Bearbeitungsstrecke die Bearbeitungswerkzeuge mit
ihren Bearbeitungsköpfen mit der zu bearbeitenden Oberfläche der Formsteine in Wirkverbindung
treten. Die Bearbeitungsköpfe bewegen sich dabei unter elastischer Verformung ihrer
elastischen Elemente meißelnd, schrammend und reibend an der Formsteinoberfläche entlang
und erfassen dabei zugleich auch sämtliche die jeweilige Formsteinoberfläche begrenzenden
Kanten. Durch entsprechende Platzierung der Bearbeitungsvorrichtung relativ zu der
Transportvorrichtung können die elastische Verformung der Bearbeitungswerkzeuge und
damit die Intensität der Bearbeitung zur Erzielung der jeweils gewünschten Bearbeitungsstruktur
eingestellt werden.
[0043] Bevorzugt wird bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens die zu bearbeitende
Oberfläche der Formsteine zumindest im Bereich der Bearbeitungsstrecke in einer vertikalen
oder im Wesentlichen vertikalen Ebene orientiert. In diesem Fall kann die Bearbeitungsvorrichtung
so angeordnet werden, dass deren Welle ebenfalls in vertikaler Richtung verläuft.
Die Installation der gesamten Bearbeitungsanlage gestaltet sich so am einfachsten.
[0044] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist die Welle der Bearbeitungsvorrichtung so angeordnet, dass die Rotationsachse der
Welle parallel zu der zu bearbeitenden Oberfläche der Formsteine verläuft, wobei die
Rotationsachse der Welle mit der Transportrichtung einen Winkel β einschließt, wobei
0° ≤ β ≤ 180° gilt, bevorzugt 30° ≤ β ≤ 60° oder 120° ≤ β ≤ 150°, besonders bevorzugt
β ungefähr gleich 45° oder β ungefähr gleich 135° ist. Die mit dieser Ausführungsform
verbundenen Vorteile wurden bereits im Zusammenhang mit der Bearbeitungsvorrichtung
und der Bearbeitungsanlage gemäß der vorliegenden Erfindung erläutert.
[0045] Besonders bevorzugt ist in horizontaler Richtung auf beiden Seiten der Bearbeitungsstrecke
zumindest jeweils eine Bearbeitungsvorrichtung angeordnet, wobei eine gleichzeitige
Bearbeitung zweier einander gegenüberliegender Oberflächen der Formsteine erfolgt.
Mit Hilfe eines derartigen Verfahrens können gleichzeitig zwei einander gegenüberliegende
Oberflächen der Formsteine bearbeitet werden. Da die bearbeiteten Formsteine häufig
zum Errichten von Mauern mit lediglich einer Steinlage in horizontaler Richtung verwendet
werden, ist es häufig gewünscht, dass die Formsteine zwei sich gegenüberliegende bearbeitete
Oberflächen aufweisen. Diese Anforderung kann mit einem Verfahren unter Einsatz einer
Bearbeitungsanlage mit zwei in horizontaler Richtung auf beiden Seiten der Bearbeitungsstrecke
angeordneten Bearbeitungsvorrichtungen effizient erfüllt werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0046] Zur Illustration der Erfindung und zur Verdeutlichung ihrer Vorzüge werden nachfolgend
Ausführungsbeispiele angegeben. Diese Ausführungsbeispiele sollen im Zusammenhang
mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Es versteht sich von selbst, dass diese
Angaben die Erfindung nicht beschränken sollen. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Bearbeitungsvorrichtung gemäß der Erfindung;
- Fig. 2A
- in schematischer Darstellung einen Stapel von drei bearbeiteten Formsteinen;
- Fig. 2B
- in schematischer Darstellung einen bearbeiteten Formstein;
- Fig. 2C
- eine fotografische Abbildung der Oberfläche eines bearbeiteten Formsteins;
- Fig. 3
- ein Bearbeitungswerkzeug;
- Fig. 4
- ein Tragelement mit vier Bearbeitungswerkzeugen;
- Fig. 5
- eine Bearbeitungsanlage gemäß der Erfindung in Seitenansicht.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0047] Die Figur 1 zeigt eine Bearbeitungsvorrichtung 1 zur Bearbeitung von Formsteinen
mit einer Antriebseinheit 2 und einer langgestreckten, eine Rotationsachse R aufweisenden
Welle 3. Bei der Antriebseinheit 2 handelt es sich um einen Elektromotor.
[0048] Mit der Welle 3 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel insgesamt 10 ringförmige
Tragelemente verbunden. Zwischen dem benachbart zu dem der Antriebseinheit 2 benachbarten
Ende der Welle 3 an der Welle 3 angeordneten ersten endständigen Tragelement T1 und
dem benachbart zu dem der Antriebseinheit 2 abgewandten Ende der Welle 3 an der Welle
3 angeordneten zweiten endständigen Tragelement T2 sind insgesamt 8 weitere dritte
Tragelemente Tx angeordnet.
[0049] Jeweils zwei an einem ringförmigen Tragelement befestigte Bearbeitungswerkzeuge sind
miteinander fluchtend angeordnet und weisen eine gemeinsame Werkzeugachse WA1, WAx,
WA2 auf. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die ringförmigen Tragelemente T1,
T2, Tx derart mit der Welle 3 verbunden, dass die Schnittpunkte der Werkzeugachsen
WA1, WAx, WA2 mit dem Mantel eines geraden Kreiszylinders (nicht gezeigt), dessen
Zylinderachse mit der Rotationsachse R der Welle 3 zusammenfällt, auf vier gemeinsamen
Schraubenlinien liegen.
[0050] An jedem der ringförmigen Tragelemente T1, T2, Tx sind jeweils vier Bearbeitungswerkzeuge
4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB elastisch befestigt. Im montierten und nicht belasteten
Zustand sind die Bearbeitungswerkzeuge 4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB senkrecht
zu der Welle 3 orientiert. Aus der Figur 1 geht deutlich hervor, dass die erste Ausdehnung
A1 der ersten Bearbeitungswerkzeuge 4.1A, 4.1B und die zweite Ausdehnung A2 der zweiten
Bearbeitungswerkzeuge 4.2A, 4.2B größer sind als die Ausdehnung Ax der dritten Bearbeitungswerkzeuge
4.xA, 4.xB.
[0051] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die erste Ausdehnung A1 der ersten Bearbeitungswerkzeuge
4.1A, 4.1B und die zweite Ausdehnung A2 der zweiten Bearbeitungswerkzeuge 4.2A, 4.2B
gleich groß. Die Differenz zu der Ausdehnung Ax der dritten Bearbeitungswerkzeuge
4.xA, 4.xB beträgt rund 2 cm. Die im Bereich der Enden der Welle 3 angeordneten, längeren
Bearbeitungswerkzeuge 4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B treten im Vergleich zu den im mittleren
Bereich der Welle 3 angeordneten dritten Bearbeitungswerkzeugen 4.xA, 4.xB in einen
intensiveren Kontakt mit dem zu bearbeitenden Formstein. Dieser intensivere Kontakt
bewirkt eine intensivere Bearbeitung und damit ein Herausbrechen einer vergrößerten
Menge an Material aus dem Formstein. Dadurch wird im Bereich der die zu bearbeitende
Oberfläche begrenzenden oberen bzw. unteren Kanten eine größere Menge an Material
herausgebrochen als im mittleren Bereich des Formsteins, wodurch die gewünschte bauchige
Gestalt der Steine auf einfache Weise in hoher Qualität erreicht wird.
[0052] Entsprechend bearbeitete Steine sind in den Figuren 2A, 2B, 2C gezeigt. Die Figur
2A zeigt einen Stapel aus drei bearbeiteten Formsteinen in schematischer Darstellung.
In der Figur 2B ist ein einzelner bearbeiteter Formstein schematisch aus einer anderen
Perspektive dargestellt. Wie aus beiden Figuren deutlich zu erkennen ist, springen
aufgrund des durch die Bearbeitung verursachten vermehrten Materialabtrags an der
oberen und unteren Kante K der Steine die Kanten im Vergleich zur mittigen Wölbung
B der Steine zurück. Die Figur 2C zeigt eine fotografische Abbildung der Oberfläche
eines bearbeiteten Formsteins, da diese zeichnerisch nur schwer wiedergegeben werden
kann. Wie in Figur 2C zu erkennen ist, weist der Stein das gewünschte, optisch an
das Erscheinungsbild von gespitzten Natursteinen angelehnte Erscheinungsbild auf.
[0053] Jedes der in Figur 1 gezeigten Bearbeitungswerkzeuge 4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA,
4.xB weist an seinem von dem Tragelement T1, T2, Tx beabstandeten Ende einen Bearbeitungskopf
5 für ein Zusammenwirken mit einer zu bearbeitenden Oberfläche der Formsteine auf.
Beispielhaft ist in der Figur 3 ein zur Befestigung an einem ersten endständigen Tragelement
T1 vorgesehenes erstes Bearbeitungswerkzeug 4.1A im Detail dargestellt. Die oben beschriebenen
zweiten und dritten Bearbeitungswerkzeuge weisen eine identische Gestaltung auf. Eine
Ausnahme stellt die bereits hinreichend beschriebene Ausdehnung in Richtung der Werkzeugachse
dar.
[0054] Das Bearbeitungswerkzeug 4.1A besteht bei der dargestellten Ausführungsform aus einem
elastischen Element 6, einem aus Stahl gefertigten Werkzeugkörper und einem Bearbeitungskopf
5. Das elastische Element 6 ist beispielsweise ein Schwingmetallpuffer mit einvulkanisiertem
Gewindeabschnitt für eine Schraubverbindung mit dem Tragelement. An dem dem Tragelement
abgewandten Ende des ersten Bearbeitungswerkzeugs 4.1A ist der Bearbeitungskopf 5
austauschbar befestigt. Der Bearbeitungskopf 5 ist aus einem gehärteten Stahl gefertigt
und mit dem Werkzeugkörper verschraubt. Als Bearbeitungswerkzeug kann auch ein Meissel
mit Hartmetallspitze verwendet werden. Durch Verwendung unterschiedlich gestalteter
Bearbeitungsköpfe können unterschiedliche Erscheinungsbilder der bearbeiteten Steinoberfläche
erreicht werden. Das beispielhaft gezeigte erste Bearbeitungswerkzeug 4.1A weist in
Richtung seiner Werkzeugachse WA1 eine erste Ausdehnung A1 auf.
[0055] Die Figur 4 zeigt beispielhaft im Detail ein ringförmiges erstes Tragelement T1 mit
vier daran befestigten ersten Bearbeitungswerkzeugen 4.1A, 4.1B, 4.1C, 4.1D. Im montierten
und nicht belasteten Zustand sind die ersten Bearbeitungswerkzeuge 4.1A, 4.1B, 4.1C,
4.1D senkrecht zu der Welle 3 orientiert. Die beiden ersten Bearbeitungswerkzeuge
4.1A, 4.1B sind miteinander fluchtend angeordnet und weisen eine gemeinsame Werkzeugachse
WA1 auf. Analog sind auch die beiden Bearbeitungswerkzeuge 4.1C, 4.1D miteinander
fluchtend angeordnet und weisen eine gemeinsame Werkzeugachse WA1 auf.
[0056] Zur Bearbeitung der Formsteine wird die Welle 3 durch die Antriebseinheit 2 in eine
Rotationsbewegung um ihre Rotationsachse R versetzt. Durch die elastischen Eigenschaften
des elastischen Elements 6 kann das Bearbeitungswerkzeug bei Einwirkung auf die Oberfläche
des zu bearbeitenden Formsteins geringfügig aus seiner Orientierung entlang der Werkzeugachse
WA1 bewegt werden. Der Bearbeitungskopf 5 des Bearbeitungswerkzeugs bewegt sich bei
Kontakt mit der Formsteinoberfläche unter elastischer Verformung seines elastischen
Elements 6 meißelnd, schrammend und reibend an der Formsteinoberfläche entlang.
[0057] Es soll an dieser Stelle nochmals auf die Figur 1 eingegangen werden. Gemäß der dort
gezeigten Ausführungsform weisen die vier an dem der Antriebseinheit 2 benachbarten
ersten endständigen Tragelement T1 befestigten Bearbeitungswerkzeuge 4.1A, 4.1B, 4.1C,
4.1D (siehe Figur 3) und die vier an dem der Antriebseinheit abgewandten zweiten endständigen
Tragelement T2 befestigten Bearbeitungswerkzeuge in Richtung ihrer jeweiligen Werkzeugachse
WA1, WA2 eine Ausdehnung auf, die größer ist als die Ausdehnung der an den zwischen
dem ersten endständigen Tragelement T1 und dem zweiten endständigen Tragelement T2
angeordneten Tragelementen Tx angeordneten dritten Bearbeitungswerkzeugen 4.xA, 4.xB
in Richtung der Werkzeugachsen WAx.
[0058] Die an den Enden der Welle 3 angeordneten Bearbeitungswerkzeuge ragen damit weiter
von der Welle 3 weg als die im mittleren Bereich der Welle 3 angeordneten Bearbeitungswerkzeuge.
Die im Bereich der Enden der Welle 3 angeordneten, längeren Bearbeitungswerkzeuge
treten im Vergleich zu den im mittleren Bereich der Welle angeordneten Bearbeitungswerkzeugen
in einen intensiveren Kontakt mit dem Formstein. Dieser intensivere Kontakt bewirkt
eine intensivere Bearbeitung und damit ein Herausbrechen einer vergrößerten Menge
an Material aus dem Formstein. Bei einer an die Größe des Formsteins angepassten Anzahl
an Tragelementen befinden sich die an den endständigen Tragelementen befestigten Bearbeitungswerkzeuge
im Bereich der die zu bearbeitende Oberfläche begrenzenden oberen bzw. unteren Kanten.
Der Bereich der Kanten wird also intensiver bearbeitet als der mittlere Bereich des
Formsteins, wodurch die gewünschte, bauchige Gestalt der Steine auf einfache Weise
in hoher Qualität erreicht wird. Ein so bearbeiteter Stein wurde bereits im Zusammenhang
mit der Figur 2 beschrieben.
[0059] In der Figur 5 ist schematisch eine Bearbeitungsanlage 10 dargestellt. Die Bearbeitungsanlage
10 weist eine Mehrzahl an Bearbeitungsvorrichtungen 1.V1, 1.V2, 1.V3, 1.V4, 1.H1,
1.H2, 1.H3 auf. In der Figur 5 sind daneben mehrere großformatige Formsteine F aus
einem zementgebundenem Material bzw. aus Beton gezeigt, die durch eine Transportvorrichtung
T in einer Transportrichtung TR bewegt werden.
[0060] Die Bearbeitung der Formsteinoberfläche erfolgt bei aktivierter Transporteinheit
T dadurch, dass die Formsteine F in Transportrichtung TR durch die Bearbeitungsstrecke
bewegt werden. Bei aktivierter Antriebseinheit wird die jeweilige Welle jeder der
Bearbeitungsvorrichtungen 1.V1, 1.V2, 1.V3, 1.V4, 1.H1, 1.H2, 1.H3 und damit auch
die über die Tragelemente an der jeweiligen Welle befestigten Bearbeitungswerkzeuge
in Rotation versetzt. Die Bearbeitungsvorrichtungen 1.V1, 1.V2, 1.V3, 1.V4, 1.H1,
1.H2, 1.H3 sind relativ zu der Transportvorrichtung so angeordnet, dass im Bereich
der Bearbeitungsstrecke die Bearbeitungswerkzeuge mit ihren Bearbeitungsköpfen mit
der jeweils zu bearbeitenden Oberfläche der Formsteine in Wirkverbindung treten. Die
Intensität der Bearbeitung kann durch entsprechende Platzierung der Bearbeitungsvorrichtungen
1.V1, 1.V2, 1.V3, 1.V4, 1.H1, 1.H2, 1.H3 relativ zur Transportvorrichtung T variiert
werden. Je näher die Bearbeitungsvorrichtung an der zu bearbeitenden Oberfläche des
jeweiligen Formsteins F angeordnet ist, umso stärker ergibt sich die elastische Verformung
der Bearbeitungswerkzeuge und damit die Intensität der Bearbeitung zur Erzielung der
jeweils gewünschten Bearbeitungsstruktur.
[0061] Die in der Figur 5 gezeigte Bearbeitungsanlage 10 weist mehrere Bearbeitungsvorrichtungen
1.V1, 1.V2, 1.V3, 1.V4, 1.H1, 1.H2, 1.H3 auf, wobei in horizontaler Richtung auf beiden
Seiten der Bearbeitungsstrecke jeweils eine gleiche Anzahl an Bearbeitungsvorrichtungen
angeordnet ist. Mit Hilfe einer derartigen Bearbeitungsanlage 10 können gleichzeitig
zwei einander gegenüberliegende Oberflächen der Formsteine F bearbeitet werden. Da
die bearbeiteten Formsteine häufig zum Errichten von Mauern mit lediglich einer Steinlage
in horizontaler Richtung eingesetzt werden, ist es häufig gewünscht, dass die Formsteine
zwei sich gegenüberliegende bearbeitete Oberflächen aufweisen. Diese Anforderung kann
mit Hilfe einer Bearbeitungsanlage 10 mit mehreren in horizontaler Richtung auf beiden
Seiten der Bearbeitungsstrecke angeordneten Bearbeitungsvorrichtungen 1.V1, 1.V2,
1.V3, 1.V4, 1.H1, 1.H2, 1.H3 effizient erfüllt werden.
[0062] Die Bearbeitungsvorrichtungen 1.V1, 1.V2, 1.V3, 1.V4, 1.H1, 1.H2, 1.H3 sind an einem
schematisch angedeuteten Gestell befestigt. Die Wellen der Bearbeitungsvorrichtungen
1.V1, 1.V2, 1.V3, 1.V4, 1.H1, 1.H2, 1.H3 sind so angeordnet, dass die Rotationsachse
der Welle parallel zu der zu bearbeitenden Oberfläche der Formsteine verläuft. Aus
der Figur 5 ist ersichtlich, dass die Rotationsachsen der Wellen der Bearbeitungsvorrichtungen
1.V1, 1.V2, 1.V3, 1.V4 mit der Transportrichtung TR einen Winkel β ≈ 105° einschließen.
Die auf der gegenüberliegenden Seite der Formsteine F angeordneten Bearbeitungsvorrichtungen
1.H1, 1.H2, 1.H3 schließen mit der Transportrichtung TR einen Winkel β ≈ 75° ein (nicht
dargestellt). Durch diese Orientierung der Rotationsachsen relativ zur Transportrichtung
können besonders ansprechende Oberflächenstrukturen erzielt werden. Zur Einstellung
alternativer Winkel zwischen Welle und Transportrichtung können die Bearbeitungsvorrichtungen
schwenkbar an dem Gestell befestigt werden.
[0063] Die Formsteine F sind auf der Transportvorrichtung T derart angeordnet, dass ihre
zu bearbeitenden Oberflächen vertikal nach oben weisen. Während der Bearbeitung sind
die Formsteine F gegen Umkippen gesichert. Eine solche Sicherung gegen Umkippen ist
insbesondere dann erforderlich, wenn es sich um plattenförmige Formsteine handelt,
die hochkant durch die Bearbeitungsstrecke transportiert werden. Als Sicherung kann
beispielsweise eine höhenverstellbare Führung vorgesehen werden, die ein seitliches
Ausweichen oder Umkippen der Formsteine verhindert.
[0064] Durch eine entsprechende Anpassung der an der Welle vorgesehenen Anzahl m an dritten
Tragelementen kann sichergestellt werden, dass eine gleichmäßige Bearbeitung der Oberfläche
des Formsteins über dessen gesamte Höhe in vertikaler Richtung bei gleichzeitig intensivierter
Bearbeitung der Kanten zur Bildung einer bauchigen Gestalt erfolgt.
Bezugszeichenliste
[0065]
- 1
- Bearbeitungsvorrichtung
- 1.V1, 1.V2
- Bearbeitungsvorrichtung
- 1.V3, 1.V4
- Bearbeitungsvorrichtung
- 1.H1, 1.H2, 1.H3
- Bearbeitungsvorrichtung
- 2
- Antriebseinheit
- 3
- Welle
- 4.1A, 4.1B
- erstes Bearbeitungswerkzeug
- 4.2A, 4.2B
- zweites Bearbeitungswerkzeug
- 4.xA, 4.xB
- drittes Bearbeitungswerkzeug
- 5
- Bearbeitungskopf
- 6
- elastisches Element
- 10
- Bearbeitungsanlage
- A1
- erste Ausdehnung des ersten Bearbeitungswerkzeugs
- A2
- zweite Ausdehnung des zweiten Bearbeitungswerkzeugs
- Ax
- Ausdehnung des dritten Bearbeitungswerkzeugs
- B
- bauchiger Bereich des Formsteins
- F
- Formstein
- K
- Kante des Formsteins
- R
- Rotationsachse
- T
- Transportvorrichtung
- TR
- Transportrichtung
- T1
- erstes endständiges Tragelement
- T2
- zweites endständiges Tragelement
- Tx
- drittes Tragelement
- WA1, WA2, WAx
- Werkzeugachse
- β
- Winkel
1. Bearbeitungsvorrichtung (1) zur Bearbeitung von Formsteinen (F), wobei die Bearbeitungsvorrichtung
(1) zumindest eine Antriebseinheit (2) und zumindest eine langgestreckte, eine Rotationsachse
(R) aufweisende Welle (3) aufweist, wobei die Welle (3) durch die Antriebseinheit
(2) in eine Rotationsbewegung um ihre Rotationsachse (R) versetzbar ausgebildet ist,
wobei an der Welle (3) zumindest drei fest mit der Welle (3) verbundene, ringförmige
Tragelemente (T1, T2, Tx) angeordnet sind,
wobei ein erstes endständiges Tragelement (T1) benachbart zu dem der Antriebseinheit
(2) benachbarten Ende der Welle (3) an der Welle (3) angeordnet ist, ein zweites endständiges
Tragelement (T2) benachbart zu dem der Antriebseinheit (2) abgewandten Ende der Welle
(3) an der Welle (3) angeordnet ist, und zumindest ein drittes Tragelement (Tx) zwischen
dem ersten endständigen Tragelement (T1) und dem zweiten endständigen Tragelement
(T2) an der Welle (3) angeordnet ist,
wobei an dem ersten endständigen Tragelement (T1) zumindest zwei erste Bearbeitungswerkzeuge
(4.1A, 4.1B) elastisch befestigt sind, an dem zweiten endständigen Tragelement (T2)
zumindest zwei zweite Bearbeitungswerkzeuge (4.2A, 4.2B) elastisch befestigt sind
und an dem dritten Tragelement (Tx) zumindest zwei dritte Bearbeitungswerkzeuge (4.xA,
4.xB) elastisch befestigt sind,
wobei jedes der Bearbeitungswerkzeuge (4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB) an seinem
von dem Tragelement (T1, T2, Tx) beabstandeten Ende einen Bearbeitungskopf (5) für
ein Zusammenwirken mit einer zu bearbeitenden Oberfläche der Formsteine (F) aufweist
und jedes der Bearbeitungswerkzeuge (4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB) eine ausgehend
von dem jeweiligen Tragelement (T1, T2, Tx) radial nach außen orientierte Werkzeugachse
aufweist,
wobei die an dem ersten endständigen Tragelement (T1) befestigten ersten Bearbeitungswerkzeuge
(4.1A, 4.1B) in Richtung ihrer jeweiligen Werkzeugachse (WA1) eine erste Ausdehnung
(A1) aufweisen, die an dem zweiten endständigen Tragelement (T2) befestigten zweiten
Bearbeitungswerkzeuge (4.2A, 4.2B) in Richtung ihrer jeweiligen Werkzeugachse (WA2)
eine zweiten Ausdehnung (A2) aufweisen, und die an dem zumindest einen dritten Tragelement
(Tx) angeordneten dritten Bearbeitungswerkzeuge (4.xA, 4.xB) in Richtung ihrer jeweiligen
Werkzeugachse (WAx) eine Ausdehnung (Ax) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Ausdehnung (A1) der ersten Bearbeitungswerkzeuge (4.1A, 4.1B) größer ist
als die Ausdehnung (Ax) der dritten Bearbeitungswerkzeuge (4.xA, 4.xB) und die zweite
Ausdehnung (A2) der zweiten Bearbeitungswerkzeuge (4.2A, 4.2B) größer ist als die
Ausdehnung (Ax) der dritten Bearbeitungswerkzeuge (4.xA, 4.xB).
2. Bearbeitungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei an einem der Tragelemente (T1, T2, Tx) befestigte Bearbeitungswerkzeuge
miteinander fluchtend an dem jeweiligen Tragelement angeordnet sind und die beiden
Bearbeitungswerkzeuge jeweils eine gemeinsame Werkzeugachse (WA1, WAx, WA2) aufweisen.
3. Bearbeitungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Welle (3) eine Anzahl m an dritten Tragelementen (Tx) angeordnet ist, wobei
m = 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 oder 11 ist, oder m ≥ 2 ist, oder 2 ≤ m ≤ 9 ist.
4. Bearbeitungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem der ersten, zweiten und dritten Tragelemente (T1, T2, Tx) 4, 6, 8 oder 10
oder zumindest 4 oder zumindest 6 oder zumindest 8 Bearbeitungswerkzeuge (4.1A, 4.1B,
4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB) befestigt sind.
5. Bearbeitungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Welle (3) 8 dritte Tragelemente (Tx) angeordnet sind, wobei an jedem der ersten,
zweiten und dritten Tragelemente (T1, T2, Tx) 4 Bearbeitungswerkzeuge (4.1A, 4.1B,
4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB) befestigt sind.
6. Bearbeitungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten, zweiten und dritten Bearbeitungswerkzeuge (4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA,
4.xB) an ihrem, dem jeweiligen Trageelement (T1, T2, Tx) zugewandten Ende ein elastisches
Element (6) aufweisen.
7. Bearbeitungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Welle (3) zumindest 3 dritte Tragelemente (Tx) angeordnet sind und die ersten,
zweiten und dritten Tragelemente (T1, T2, Tx) derart mit der Welle (3) verbunden sind,
dass die Schnittpunkte der Werkzeugachsen (WA1, WAx, WA2) mit dem Mantel eines geraden
Kreiszylinders, dessen Zylinderachse mit der Rotationsachse (R) der Welle (3) zusammenfällt,
auf einer oder mehreren gemeinsamen Schraubenlinien liegen.
8. Bearbeitungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ausdehnung (A1) der ersten Bearbeitungswerkzeuge (4.1A, 4.1B) gleich der
zweiten Ausdehnung (A2) der zweiten Bearbeitungswerkzeuge (4.2A, 4.2B) ist.
9. Bearbeitungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ausdehnung (A1) der ersten Bearbeitungswerkzeuge (4.1A, 4.1B) und/oder
die zweite Ausdehnung (A2) der zweiten Bearbeitungswerkzeuge (4.2A, 4.2B) zwischen
0,5 cm und 5 cm, bevorzugt zwischen 1 cm und 3 cm, größer ist als die Ausdehnung (Ax)
der dritten Bearbeitungswerkzeuge (4.xA, 4.xB).
10. Bearbeitungsanlage (10) zur Bearbeitung von Formsteinen, wobei die Bearbeitungsanlage
(10) zumindest eine Bearbeitungsvorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9
und eine Transportvorrichtung (T) zum Transport der zu bearbeitenden Formsteine (F)
in einer Transportrichtung (TR) durch eine Bearbeitungsstrecke aufweist.
11. Bearbeitungsanlage (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportvorrichtung (T) derart ausgebildet ist, dass die Formsteine (F) zumindest
im Bereich der Bearbeitungsstrecke so angeordnet sind, dass die jeweils zu bearbeitende
Oberfläche der Formsteine (F) in einer vertikalen oder im Wesentlichen vertikalen
Ebene orientiert ist.
12. Bearbeitungsanlage (10) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Bearbeitungsvorrichtungen (1.V1, 1.H1) vorgesehen sind, wobei in horizontaler
Richtung auf beiden Seiten der Bearbeitungsstrecke zumindest jeweils eine Bearbeitungsvorrichtung
angeordnet ist.
13. Bearbeitungsanlage (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (3) der Bearbeitungsvorrichtung (1.V4) so angeordnet ist, dass die Rotationsachse
(R) der Welle (3) parallel zu der zu bearbeitenden Oberfläche der Formsteine verläuft,
wobei die Rotationsachse (R) der Welle mit der Transportrichtung (TR) einen Winkel
β einschließt, wobei 0° ≤ β ≤ 180° gilt, bevorzugt 30° ≤ β ≤ 60° oder 120° ≤ β ≤ 150°,
besonders bevorzugt β ungefähr gleich 45° oder β ungefähr gleich 135° ist.
14. Verfahren zur Bearbeitung von Formsteinen unter Verwendung einer Bearbeitungsanlage
(10) gemäß den Ansprüchen 10 bis 13 mit den Schritten
- durch die Transportvorrichtung (T) bewirkter Transport der zu bearbeitenden Formsteine
(F) in einer Transportrichtung (TR) durch eine Bearbeitungsstrecke und
- Durchführung einer durch die Antriebseinheit (2) bewirkten Rotationsbewegung der
Welle (3) um ihre Rotationsachse (R),
wobei die Bearbeitungsvorrichtung (1) derart relativ zu der Transportvorrichtung (T)
angeordnet ist, dass im Bereich der Bearbeitungsstrecke die Bearbeitungswerkzeuge
(4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B) mit ihren Bearbeitungsköpfen (5) mit der zu bearbeitenden
Oberfläche der Formsteine (F) in Wirkverbindung treten.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zu bearbeitende Oberfläche der Formsteine (F) zumindest im Bereich der Bearbeitungsstrecke
in einer vertikalen oder im Wesentlichen vertikalen Ebene orientiert ist.
1. Processing device (1) for the processing of moulded blocks (F), wherein
the processing device (1) comprises at least one drive unit (2) and at least one elongated
shaft (3) having an axis of rotation (R), wherein
the shaft (3) is designed such that it can be set in a rotational movement about its
axis of rotation (R) by the drive unit (2), wherein
at least three annular carrier elements (T1, T2, Tx) are arranged on the shaft (3)
and are fixedly connected to the shaft (3), wherein
a first terminal carrier element (T1) is arranged on the shaft (3) adjacent to the
end of the shaft (3) adjacent to the drive unit (2), a second terminal carrier element
(T2) is arranged on the shaft (3) adjacent to the end of the shaft (3) remote from
the drive unit (2), and at least one third carrier element (Tx) is arranged on the
shaft (3) between the first terminal carrier element (T1) and the second terminal
carrier element (T2), wherein
at least two first processing tools (4.1A, 4.1B) are elastically attached to the first
terminal carrier element (T1), at least two second processing tools (4.2A, 4.2B) are
elastically attached to the second terminal carrier element (T2), and at least two
third processing tools (4.xA, 4.xB) are elastically attached to the third carrier
element (Tx), wherein
each of the processing tools (4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB) comprises at its
end remote from the carrier element (T1, T2, Tx) a processing head (5) for an interaction
with a surface of the moulded blocks (F) that is to be processed, and each of the
processing tools (4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB) has a tool axis orientated radially
outwards from the respective carrier element (T1, T2, Tx), wherein
the first processing tools (4.1A, 4.1B) attached to the first terminal carrier element
(T1) have a first extent (A1) in the direction of their respective tool axis (WA1),
the second processing tools (4.2A, 4.2B) attached to the second terminal carrier element
(T2) have a second extent (A2) in the direction of their respective tool axis (WA2),
and the third processing tools (4.xA, 4.xB) arranged on the at least one third carrier
element (Tx) have an extent (Ax) in the direction of their respective tool axis (WAx),
characterised in that,
the first extent (A1) of the first processing tools (4.1A, 4.1B) is greater than the
extent (Ax) of the third processing tools (4.xA, 4.xB), and the second extent (A2)
of the second processing tools (4.2A, 4.2B) is greater than the extent (Ax) of the
third processing tools (4.xA, 4.xB).
2. Processing device (1) according to claim 1, characterised in that, two processing tools attached to one of the carrier elements (T1, T2, Tx) in each
case are arranged in alignment with one another on the respective carrier element,
and the two processing tools in each case have a common tool axis (WA1, WAx, WA2).
3. Processing device (1) according to claim 1 or 2, characterised in that, a number m of third carrier elements (Tx) is arranged on the shaft (3), wherein
m = 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, or 11, or m ≥ 2, or 2 ≤ m ≤ 9.
4. Processing device (1) according to one of the claims 1 to 3, characterised in that, 4, 6, 8, or 10, or at least 4, or at least 6, or at least 8, processing tools (4.1A,
4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB) are attached to each of the first, second and third
carrier elements (T1, T2, Tx).
5. Processing device (1) according to one of the claims 1 to 4, characterised in that, 8 third carrier elements (Tx) are arranged on the shaft (3), wherein 4 processing
tools (4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB) are attached to each of the first, second
and third carrier elements (T1, T2, Tx).
6. Processing device (1) according to one of the claims 1 to 5, characterised in that, the first, second and third processing tools (4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB)
comprise an elastic element (6) at their end facing towards the respective carrier
element (T1, T2, Tx).
7. Processing device (1) according to one of the claims 1 to 6, characterised in that, at least 3 third carrier elements (Tx) are arranged on the shaft (3), and the first,
second and third carrier elements (T1, T2, Tx) are connected to the shaft (3) such
that the points of intersection of the tool axes (WA1, WAx, WA2) with the shell of
a straight circular cylinder, the axis of which cylinder coincides with the axis of
rotation (R) of the shaft (3), lie on one or a plurality of common helical lines.
8. Processing device (1) according to one of the claims 1 to 7, characterised in that, the first extent (A1) of the first processing tools (4.1A, 4.1B) is equal to the
second extent (A2) of the second processing tools (4.2A, 4.2B).
9. Processing device (1) according to one of the claims 1 to 8, characterised in that, the first extent (A1) of the first processing tools (4.1A, 4.1B), and/or the second
extent (A2) of the second processing tools (4.2A, 4.2B), is between 0.5 cm and 5 cm,
preferably between 1 cm and 3 cm, greater than the extent (Ax) of the third processing
tools (4.xA, 4.xB).
10. Processing system (10) for the processing of moulded blocks, wherein the processing
system (10) comprises at least one processing device (1) in accordance with one of
the claims 1 to 9, and a transport device (T) for the transport of the moulded blocks
(F) to be processed in a direction of transport (TR) through a processing path.
11. Processing system (10) according to claim 10, characterised in that, the transport device (T) is designed such that the moulded blocks (F) are arranged,
at least in the region of the processing path, such that in each case the respective
surface of the moulded blocks (F) to be processed is oriented in a vertical, or an
essentially vertical, plane.
12. Processing system (10) according to claim 10 or 11, characterised in that, at least two processing devices (1.V1, 1.H1) are provided, wherein on both sides
of the processing path in a horizontal direction at least one processing device is
arranged in each case.
13. Processing system (10) according to one of the claims 10 to 12, characterised in that, the shaft (3) of the processing device (1.V4) is arranged such that the axis of
rotation (R) of the shaft (3) runs parallel to the surface of the moulded blocks to
be processed, wherein the axis of rotation (R) of the shaft forms an angle β with
the transport direction (TR), wherein 0° ≤ β ≤ 180°, preferably 30° ≤ β ≤ 60°, or
120° ≤ β ≤ 150°, particularly preferably β is approximately equal to 45°, or β is
approximately equal to 135°.
14. Method for the processing of moulded blocks using a processing system (10) in accordance
with the claims 10 to 13, comprising the steps:
- transport of the moulded blocks (F) to be processed through a processing section
in a direction of transport (TR) effected by the transport device (T), and
- execution of a rotational movement of the shaft (3) about its axis of rotation (R)
effected by the drive unit (2),
wherein the processing device (1) is arranged relative to the transport device (T)
such that the processing tools (4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B) with their processing heads
(5) enter into an operative connection with the surface of the moulded blocks (F)
to be processed, in the region of the processing path.
15. Method according to claim 14, characterised in that, the surface of the moulded blocks (F) to be processed is oriented in a vertical,
or an essentially vertical, plane, at least in the region of the processing path.
1. Dispositif d'usinage (1) pour l'usinage de briques moulées (F), sachant que le dispositif
d'usinage (1) comporte au moins une unité d'entraînement (2) et au moins un arbre
(3) allongé, comportant un axe de rotation (R), sachant que l'arbre (3) est constitué
pouvant être déporté par l'unité d'entraînement (2) dans un mouvement de rotation
autour de son axe de rotation (R),
sachant qu'au moins trois éléments porteurs (T1, T2, Tx) annulaires reliés fermement
à l'arbre (3) sont disposés sur l'arbre (3),
sachant qu'un premier élément porteur (T1) terminal voisin de l'extrémité d'arbre
(3) voisine de l'unité d'entraînement (2) est disposé sur l'arbre (3),
un deuxième élément porteur (T2) terminal voisin de l'extrémité d'arbre (3) éloignée
de l'unité d'entraînement (2) est disposé sur l'arbre (3) et au moins un troisième
élément porteur (Tx) est disposé sur l'arbre (3) entre le premier élément porteur
(T1) terminal et le deuxième élément porteur (T2) terminal,
sachant qu'au moins deux premiers outils d'usinage (4.1A, 4.1B) sont fixés de façon
élastique au premier élément porteur (T1) terminal, au moins deux deuxièmes outils
d'usinage (4.2A, 4.2B) sont fixés de façon élastique au deuxième élément porteur (T2)
terminal et au moins deux troisièmes outils d'usinage (4.xA, 4.xB) sont fixés de façon
élastique au troisième élément porteur (Tx),
sachant que chacun des outils d'usinage (4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB) comporte
à son extrémité à distance de l'élément porteur (T1, T2, Tx) une tête d'usinage (5)
pour une action conjointe avec une surface à usiner des briques moulées (F) et chacun
des outils d'usinage (4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB) comporte un axe d'outil
partant de l'élément porteur respectif (T1, T2, Tx), orienté radialement vers l'extérieur,
sachant que les premiers outils d'usinage (4.1A, 4.1B) fixés au premier élément porteur
terminal (T1) comportent une première extension (A1) en direction de leur axe d'outil
respectif (WA1), les deuxièmes outils d'usinage (4.2A, 4.2B) fixés au deuxième élément
porteur terminal (T2) comportent une deuxième extension (A2) en direction de leur
axe d'outil respectif (WA2) et les troisièmes outils d'usinage (4.xA, 4.xB) disposés
sur au moins un troisième élément porteur terminal (Tx) comportent une extension (Ax)
en direction de leur axe d'outil respectif (WAx),
caractérisé en ce que
la première extension (A1) des premiers outils d'usinage (4.1A, 4.1B) est plus grande
que l'extension (Ax) des troisièmes outils d'usinage (4.xA, 4.xB) et la deuxième extension
(A2) des deuxièmes outils d'usinage (4.2A, 4.2B) est plus grande que l'extension (Ax)
des troisièmes outils d'usinage (4.xA, 4.xB).
2. Dispositif d'usinage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que deux outils d'usinage fixés respectivement sur un des éléments porteurs (T1, T2,
Tx) sont disposés sur l'élément porteur respectif alignés en affleurement l'un par
rapport à l'autre et les deux outils d'usinage comportent respectivement un axe d'outil
commun (WA1, WAx, WA2).
3. Dispositif d'usinage (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que sur l'arbre (3) est disposé un nombre m de troisièmes éléments porteurs (Tx), sachant
que m = 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 ou 11 ou m est ≥ 2, ou 2 ≤ m ≤ 9.
4. Dispositif d'usinage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que 4, 6, 8 ou 10 ou au moins 4 ou au moins 6 ou au moins 8 outils d'usinage (4.1A, 4.1B,
4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB) sont fixés sur chacun des premiers, deuxièmes et troisièmes
éléments porteurs (T1, T2, Tx).
5. Dispositif d'usinage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que 8 troisièmes éléments porteurs (Tx) sont disposés sur l'arbre (3), sachant que sur
chacun des premiers, deuxièmes et troisièmes éléments porteurs (T1, T2, Tx) sont fixés
4 outils d'usinage (4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA, 4.xB).
6. Dispositif d'usinage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les premiers, deuxièmes et troisièmes outils d'usinage (4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B, 4.xA,
4.xB) comportent un élément élastique (6) à leur extrémité tournée vers l'élément
porteur respectif (T1, T2, Tx).
7. Dispositif d'usinage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins 3 troisièmes éléments porteurs (Tx) sont disposés sur l'arbre (3) et les
premiers, deuxièmes et troisièmes éléments porteurs (T1, T2, Tx) sont reliés à l'arbre
(3) de telle manière que les points d'intersection des axes d'outil (WA1, WAx WA2)
avec l'enveloppe d'un cylindre circulaire droit, dont l'axe cylindrique coïncide avec
l'axe de rotation (R) de l'arbre (3), se situent sur une ou plusieurs lignes hélicoïdales
communes.
8. Dispositif d'usinage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la première extension (A1) des premiers outils d'usinage (4.1A, 4.1B) est égale à
la deuxième extension (A2) des deuxièmes outils d'usinage (4.2A, 4.2B).
9. Dispositif d'usinage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la première extension (A1) des premiers outils d'usinage (4.1A, 4.1B) et/ou la deuxième
extension (A2) des deuxièmes outils d'usinage (4.2A, 4.2B) est entre 0,5 cm et 5 cm,
de préférence entre 1cm et 3 cm, plus grande que l'extension (Ax) des troisièmes outils
d'usinage (4.xA, 4.xB).
10. Installation d'usinage (10) pour l'usinage de briques moulées, sachant que l'installation
d'usinage (10) comporte au moins un dispositif d'usinage (1) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 9 et un dispositif de transport (T) pour le transport des briques
moulées à usiner (F) dans une direction de transport (TR) à travers une distance d'usinage.
11. Installation d'usinage (10) selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif de transport (T) est constitué de telle manière que les briques moulées
(F) sont disposées au moins dans la zone de la distance d'usinage de telle sorte que
la surface respectivement à usiner des briques moulées (F) est orientée dans un plan
vertical ou pour l'essentiel vertical.
12. Installation d'usinage (10) selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce qu'au moins deux dispositifs d'usinage (1.V1, 1.H1) sont prévus, sachant qu'au moins
un dispositif d'usinage est respectivement disposé en direction horizontale sur les
deux côtés de la distance d'usinage.
13. Installation d'usinage (10) selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que l'arbre (3) du dispositif d'usinage (1.V4) est disposé de telle manière que l'axe
de rotation (R) de l'arbre (3) passe parallèlement à la surface à usiner des briques
moulées, sachant que l'axe de rotation (R) de l'arbre forme un angle β avec la direction
de transport (TR), sachant que l'on a 0° ≤ β ≤ 180°, de préférence 30° ≤ β ≤ 60° ou
120° ≤ β ≤ 150°, en particulier de préférence β est à peu près égal à 45° ou β est
à peu près égal à 135°.
14. Procédé pour l'usinage de briques moulées en utilisant une installation d'usinage
(10) selon les revendications 10 à 13 avec les étapes de :
- transport réalisé par le dispositif de transport (T) des briques moulées (F) à usiner
dans une direction de transport (TR) à travers une distance d'usinage, et
- exécution d'un mouvement de rotation causé par l'unité d'entraînement (2) de l'arbre
(3) autour de son axe de rotation (R),
sachant que le dispositif d'usinage (1) est disposé par rapport au dispositif de transport
(T) de telle manière que dans la zone de distance d'usinage, les outils d'usinage
(4.1A, 4.1B, 4.2A, 4.2B) entrent en liaison fonctionnelle avec leurs têtes d'usinage
(5) avec la surface à usiner des briques moulées (F).
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que la surface à usiner des briques moulées (F) est orientée au moins dans la zone de
la distance d'usinage dans un plan vertical ou dans un plan pour l'essentiel vertical.