[0001] Die Erfindung betrifft eine schallabsorbierende Absorbereinheit zum Absorbieren von
Schall in einem Raum oder Gebäude, insbesondere in einem Raum oder Gebäude mit erhöhten
Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen, und eine Anordnung mit einer solchen schallabsorbierenden
Absorbereinheit.
[0002] In der Industrie kann es in Gebäuden bzw. Räumen aufgrund von Maschinen im Betrieb
zu hohen Schallemissionen kommen. Diese Schallemissionen sind vor allem für die Mitarbeiter
belastend, da der Zugang zu den Räumen teilweise nur noch mit Gehörschutz gestattet
ist. Die Wände sind in solchen Gebäuden typischerweise als schallharte Wände, beispielsweise
glatte Glasboardelemente, geflieste Wände oder Betonwände ausgeführt. Diese Art von
Wänden absorbieren Schall kaum und reflektieren nahezu den kompletten Schall, der
auf die Wände auftrifft. Um die Schallemissionen zu verringern, werden Schallabsorber,
beispielsweise gelochte Bleche, an den Raumwänden und/oder der Decke montiert.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine flexibel einsetzbare, einfach zu montierende
und zu reinigende Absorbereinheit und Anordnungen mit einer solchen Absorbereinheit
bereitzustellen.
[0004] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1, 14 bzw. 15 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0005] Gemäß Anspruch 1 wird eine Absorbereinheit zum Absorbieren von Schall in einem Raum
oder Gebäude, insbesondere in einem Raum oder Gebäude mit erhöhten Hygiene- und/oder
Reinraumanforderungen, bereitgestellt. Die Absorbereinheit weist auf: ein flächiges
schallabsorbierendes Absorberelement, ein flächiges Gitter- oder Lochplattenelement,
wobei eine Seitenfläche des Absorberelements parallel zu einer Seitenfläche des Gitter-oder
Lochplattenelements angeordnet ist, und ein Rahmenelement, das das Absorberelement
und das Gitter- oder Lochplattenelement hält und miteinander verbindet.
[0006] Die Seitenfläche des Absorberelements liegt vorzugsweise flächig der Seitenfläche
des Gitter- oder Lochplattenelements gegenüber. Vorzugsweise liegen sich die Seitenflächen
des Absorberelements und des Gitter- oder Lochplattenelements überlappend oder vollständig
überlappend gegenüber.
[0007] 'Parallel angeordnet' schließt auch 'im Wesentlichen parallel angeordnet' mit ein.
Beispielsweise können die sich gegenüberliegenden Seitenfläche um bis zu 2°, 4° oder
8° zueinander geneigt sein.
[0008] Wie oben beschrieben kann die Absorbereinheit in einem Raum oder Gebäude mit erhöhten
Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen verwendet werden. Beispielsweise kann die
Absorbereinheit zum Absorbieren von Schall in einem Raum oder Gebäude zur Tierfutterherstellung,
in einem Raum oder Gebäude in der Pharmazie, in der Halbleitertechnik, oder der lebensmittelverarbeitenden
Industrie, verwendet werden.
[0009] Um den Schall in derartigen Räumen bzw. Gebäuden zu reduzieren, kann die genannte
Absorbereinheit an den Wänden und/oder Decken montiert werden. Die Absorbereinheit
kann dabei in beliebiger Position montiert werden. Vorzugsweise wird die Absorbereinheit
mittels einer Haltereinrichtung in einem Abstand vor der Oberfläche der Wand bzw.
Decke montiert.
[0010] Beim Auftreffen der Schallwellen bzw. des Schalls auf die Öffnungen des Gitter- oder
Lochplattenelements werden die Schallwellen durch die Öffnungen zumindest teilweise
absorbiert und gestreut. Die Schallwellen werden durch das Gitter- oder Lochplattenelement
über eine größere Fläche verteilt, wodurch die Möglichkeit der Absorption in den Perforationen
verbessert wird. Die Schallwellen, die das Gitter- oder Lochplattenelement durchdrungen
haben, durchdringen anschließend das Absorberelement wobei die Schallwellen weiter
absorbiert werden und somit an Energie verlieren und verlassen dann die Absorbereinheit.
[0011] Im montierten Zustand trifft der Schall, der rückseitig bzw. wandseitig aus der Absorbereinheit
kommt, auf eine schallharte Fläche beispielsweise eine Wand oder Decke (oder im Falle
einer Baffleanordnung auf ein Zwischenelement siehe unten) und wird an dieser/diesem
reflektiert. Der reflektierte Schall durchdringt dann erneut die Absorbereinheit und
wird weiter absorbiert. Somit ergibt sich eine absorptionserhöhende Wirkung und dadurch
eine gute Schallreduktion.
[0012] Durch die Kombination des Gitter- oder Lochplattenelements mit dem Absorberelement
(d.h. mehrlagiger Aufbau im Vergleich zu einem einlagigen Aufbau) wird der Schall
bzw. die Schallwellen, der/die auf das Absorbereinheit auftrifft/en, stärker reduziert.
[0013] Vorzugsweise ist die montierte Absorbereinheit bzw. das Absorberelement und das Gitter-/Lochplattenelement
eine flächig ebene Einheit. Damit kann die Einheit platzsparend parallel zu einer
Wand montiert werden.
[0014] Vorzugsweise weist die Absorbereinheit und insbesondere das Rahmenelement und/oder
das Gitter-/Lochplattenelement und/oder das Absorberelement eine rechteckige bzw.
quadratische Form auf.
[0015] Neben der Unterstützung der Absorptionswirkung dient das Gitter- oder Lochplattenelement
auch als Schutz vor mechanischer Beschädigung bzw. Abrieb des Absorberelements und
insbesondere der Folie, die das Absorberelement umschließt (siehe unten).
[0016] Bevorzugt stützt das Rahmenelement das Absorberelement und/oder das Gitter- oder
Lochplattenelement an zumindest zwei gegenüberliegenden Seitenkanten oder -flächen.
Zusätzlich oder alternativ stabilisiert das Rahmenelement vorzugsweise das Absorberelement
und/oder das Gitter- oder Lochplattenelement mechanisch, so dass dieses oder diese
flächig aufgespannt bleiben.
[0017] 'Flächig aufgespannt' bedeutet, dass das Absorberelement und/oder das Gitter- oder
Lochplattenelement die vorgegebene flächige Ausbreitung beibehält und sich nicht durchbiegt/durchbiegen.
Beispielsweise sind das Lochplattenelement oder das Absorberelement nicht eigenstabil
und würden sich ohne Stützung krümmen oder verbiegen.
[0018] Vorzugsweise umschließt das Rahmenelement das Gitter- oder Lochplattenelement und/oder
das Absorberelement zumindest teilweise an dessen bzw. deren Seitenkanten oder Seitenflächen.
[0019] Bevorzugt sind das Absorberelement und/oder das Gitter- oder Lochplattenelement entnehmbar
in das Rahmenelement eingesetzt oder eingeschoben oder eingeklemmt. Alternativ oder
zusätzlich kann das Rahmenelement eine seitliche Führung ausbilden, die dazu ausgestaltet
ist, zwei gegenüberliegende Seitenkanten oder -flächen des Absorberelements und/oder
des Gitter- oder Lochplattenelements aufzunehmen.
[0020] Durch die Entnehmbarkeit des Absorberelements und/oder des Gitter- oder Lochplattenelements
aus dem Rahmenelement ist es möglich, die Absorbereinheit einfach und schnell zu montieren
bzw. zu demontieren. Dadurch ist es auch möglich, zur Reinigung oder zur Reparatur
bzw. Wartung die Absorbereinheit schnell und einfach in seine Einzelkomponenten, d.h.
Rahmenelement, Absorberelement und Gitter- oder Lochplattenelement, zu zerlegen.
[0021] Durch die einfache Reinigbarkeit der Absorbereinheit ist der Einsatz der Absorbereinheit
in einem Raum oder Gebäude mit erhöhten Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen möglich.
Beispielsweise kann die Absorbereinheit und insbesondere das Gitter- oder Lochplattenelement
(Vorderseite im montierten Zustand) im montierten Zustand an der Wand oder Decke abgespritzt
werden, beispielsweise mit einem Druck von 3-5 bar. Diese Art der Reinigung kommt
vorzugsweise bei geringer Verschmutzung bzw. zur groben Reinigung zum Einsatz. Alternativ
kann die Absorbereinheit zur Reinigung demontiert und in seine Einzelteile zerlegt
und dann gereinigt werden. Diese Art der Reinigung wird vorzugsweise eingesetzt, wenn
eine gründliche Reinigung der Absorbereinheit notwendig ist, d.h. die Absorbereinheit
stark verschmutzt ist.
[0022] Das Rahmenelement kann als eine Art "Bilderrahmen" ausgestaltet sein, wobei das Absorberelement
und/oder das Gitter- oder Lochplattenelement entnehmbar in dem Rahmenelement eingeklemmt
sind. Bevorzugt ist das Rahmenelement öffenbar ausgestaltet, beispielsweise ist das
Rahmenelement entlang einer Ebene parallel zu den sich parallel zueinander angeordneten
bzw. sich gegenüberliegenden Seitenflächen des Gitter- oder Lochplattenelements und
des Absorberelements zweiteilig ausgestaltet. Beispielsweise kann durch Öffnen des
Rahmenelements das Absorberelement in einer Richtung vertikal aus den sich gegenüberliegenden
Seitenflächen des Absorberelements und Gitter- oder Lochplattenelements entnommen
werden.
[0023] Vorzugsweise ist das Rahmenelement, in das das Absorberelement und das Gitter- oder
Lochplattenelement eingesetzt sind, als eine Einheit ausgebildet, die wiederum in
einem weiteren Rahmenelement eingeklemmt ist, das zum Aufhängen der Absorbereinheit
und des Gitter- oder Lochplattenelements dient. Somit kann bei der Demontage die gesamte
Einheit in einem Stück herausgenommen werden, während das Rahmenelement, das zum Aufhängen
der Einheit dient, nicht demontiert werden muss.
[0024] Alternativ kann das Absorberelement und/oder das Gitter- oder Lochplattenelement
schwenkbar, beispielsweise durch ein Scharnier, mit dem Rahmenelement verbunden sein.
Im geschlossenen Zustand sind das Absorberelement und/oder das Gitter- oder Lochplattenelement
vorzugsweise in dem Rahmenelement eingeklemmt. Nach dem Herausschwenken des Absorberelements
und/oder des Gitter- oder Lochplattenelements kann das Absorberelement und/oder das
Gitter- oder Lochplattenelement aus dem Rahmen entnommen werden.
[0025] Beispielsweise ist das Gitter- oder Lochplattenelements schwenkbar mit dem Rahmenelement
verbunden und das Absorberelement in dem Rahmenelement eingesetzt. Nach dem Herausschwenken
des Gitter- oder Lochplattenelements (bevorzugt Bewegung wie eine Türe) kann das Absorberelement
in einer Richtung vertikal zu den sich gegenüberliegenden Seitenflächen des Gitter-
oder Lochplattenelements und des Absorberelements herausgenommen werden.
[0026] Alternativ kann das Gitter- oder Lochplattenelement schwenkbar mit dem Rahmenelement
verbunden sein und das Absorberelement ist entnehmbar an dem Gitter- oder Lochplattenelement
montiert. In diesem Fall bewegt sich das Absorberelement beim Herausschwenken des
Gitter- oder Lochplattenelements mit. Nach dem Herausschwenken kann das Absorberelement
entnommen werden.
[0027] Vorzugsweise ist die seitliche Führung durch zwei sich gegenüberliegende Führungsprofile
ausgebildet. Besonders bevorzugt sind die Führungsprofile U-förmig. Vorzugsweise weist
das Rahmenelement je eine Führung bzw. zwei sich gegenüberliegende Führungsprofile
für das Absorberelement und eine Führung bzw. zwei sich gegenüberliegende Führungsprofile
für das Gitter- oder Lochplattenelement auf.
[0028] Bevorzugt ist das Rahmenelement an zumindest einer am Gitterelement angrenzenden
Seitenfläche offen ausgestaltet, so dass das Absorberelement und/oder das Gitter-/Lochplattenelement
durch die offene Seitenfläche in das Rahmenelement einsetzbar bzw. einschiebbar ist.
Vorzugsweise ist eine der offenen Seitenfläche gegenüberliegende Seitenfläche des
Rahmenelements zumindest teilweise geschlossen ausgebildet und/oder weist ein Anschlagelement
auf. Vorzugsweise ist das Anschlagselement in der seitlichen Führung intergiert.
[0029] Dadurch wird das Absorberelement und/oder das Gitter- oder Lochplattenelement nach
dem Einschieben in das Rahmenelement bzw. in die jeweilige seitliche Führung durch
die offene Seitenfläche in seiner Endposition im Rahmenelement bzw. in der seitlichen
Führung gehalten. Die Bewegung des Absorberelements in Einschubrichtung wird somit
durch die gegenüberliegende Seitenfläche bzw. das Anschlagelement begrenzt.
[0030] Vorzugsweise ist das Rahmenelement auf einer dem Gitter- oder Lochplattenelement
abgewandten Seite des Absorberelements in einer Richtung senkrecht zur Seitenfläche
des Absorberelements zumindest teilweise offen ausgestaltet. D.h. die Absorbereinheit
ist somit auf der Rückseite (im montierten Zustand an der Wand oder Decke bzw. an
einer einem Zwischenblech zugewandten Seite im Falle einer Baffleanordnung wie unten
beschrieben) zumindest teilweise offen ausgestaltet.
[0031] Dadurch kann der Schall, der das Absorberelement durchdrungen hat, die Absorbereinheit
verlassen und in Richtung schallharte Fläche beispielsweise Wand bzw. Decke (oder
im Falle einer Baffleanordnung wie unten beschrieben in Richtung Zwischenblech) wandern
und wird von dort zurück in Richtung Absorbereinheit reflektiert.
[0032] Vorzugsweise weist das Rahmenelement ein äußeres Rahmenelement und ein inneres Rahmenelement
auf, wobei das innere und äußere Rahmenelement parallel zueinander angeordnet sind
und das innere Rahmenelement in dem äußeren Rahmenelement vollständig oder im Wesentlichen
vollständig aufgenommen ist, und wobei das äußere Rahmenelement das Gitter- oder Lochplattenelement
und das innere Rahmenelement das Absorberelement hält.
[0033] Bevorzugt sind die Außenkonturen des inneren und äußeren Rahmenelements zueinander
ausgerichtet, d.h. jeweils gegenüberliegende Außenkanten des inneren und äußeren Rahmenelements
sind vorzugsweise parallel zueinander angeordnet (die Rahmenelemente sind nicht zueinander
verdreht). Dadurch ist eine kompakte Ausgestaltung der gesamten Absorbereinheit möglich.
[0034] Vorzugsweise ist das innere Rahmenelement entnehmbar in dem äußeren Rahmenelement
eingesetzt oder eingeschoben, und/oder das Absorberelement ist entnehmbar in dem inneren
Rahmenelement eingesetzt oder eingeschoben.
[0035] Bevorzugt umschließt und/oder stützt das äußere Rahmenelement das Gitter- oder Lochplattenelement
an zumindest zwei gegenüberliegenden Seitenkanten oder -flächen. Bevorzugt umschließt
und/oder stützt das äußere Rahmenelement das innere Rahmenelement an zumindest zwei
gegenüberliegenden Seitenkanten oder -flächen des inneren Rahmenelements, und/oder
das innere Rahmenelement umschließt und/oder stützt das Absorberelement an zumindest
zwei gegenüberliegenden Seitenkanten oder -flächen.
[0036] Durch das zweiteilige Rahmenelement mit den ineinander geschobenen bzw. eingesetzten
Rahmenelementen ist es möglich, die Absorbereinheit einfach und schnell, insbesondere
ohne den Einsatz von Werkzeug, in seine Bestandteile zu zerlegen bzw. zu montieren.
Somit ist eine gründliche Reinigung aller Komponenten der Absorbereinheit möglich.
Insbesondere ist es durch das Zerlegen möglich, schwer zugängliche Stellen der Absorbereinheit
zugänglich zu machen, wodurch eine gründliche Reinigung der gesamten Absorbereinheit
gewährleistet werden kann. Durch die einfache Reinigbarkeit der Absorbereinheit ist
der Einsatz der Absorbereinheit in einem Raum oder Gebäude mit erhöhten Hygiene- und/oder
Reinraumanforderungen möglich.
[0037] Außerdem können durch die Entnehmbarkeit des inneren Rahmenelements aus dem äußeren
Rahmenelement und des Absorberelements aus dem inneren Rahmenelement und/oder des
Gitter- oder Lochplattenelements aus dem äußeren Rahmenelement verschlissene oder
defekte Einzelkomponenten der Absorbereinheit schnell und einfach ausgetauscht werden.
[0038] Bevorzugt ist das äußere Rahmenelement an zumindest einer Seitenfläche offen ausgestaltet,
so dass das innere Rahmenelement mit dem Absorberelement durch die offene Seitenfläche
des äußeren Rahmenelements in das Innere des äußeren Rahmenelements eingeschoben werden
kann. Vorzugsweise ist das innere Rahmenelement an einer Seitenfläche offen ausgestaltet,
so dass das Absorberelement durch die offene Seitenfläche des inneren Rahmenelements
in das Innere des inneren Rahmenelements eingeschoben werden kann.
[0039] Besonders bevorzugt sind im montierten Zustand der Absorbereinheit die offenen Seitenflächen
des äußeren und inneren Rahmenelements gegenüberliegend und/oder parallel zueinander
angeordnet. Somit sind die Einschub- bzw. Entnahmerichtungen bei der Montage bzw.
Demontage für das innere Rahmenelement und das Absorberelement gleichgerichtet. Dadurch
wird die Handhabung bei der Montage bzw. Demontage der Absorbereinheit vereinfacht.
[0040] Vorzugsweise bildet das äußere Rahmenelement eine erste seitliche Führung aus, die
dazu ausgestaltet ist, zwei gegenüberliegende Seitenkanten oder -flächen des inneren
Rahmenelements aufzunehmen, und/oder das innere Rahmenelement kann eine zweite seitliche
Führung ausbilden, die dazu ausgestaltet ist, zwei gegenüberliegende Seitenkanten
oder -flächen des Absorberelements aufzunehmen. Durch die Führungen kann das Absorberelement
einfach und schnell in das innere Rahmenelement bzw. das innere Rahmenelement in das
äußere Rahmenelement eingesetzt bzw. eingeschoben werden.
[0041] Alternativ kann die Absorbereinheit auch nur das äußere Rahmenelement aufweisen,
d.h. die Absorbereinheit weist nur ein Rahmenelement auf, das das Gitter-/Lochplattenelement
und das Absorberelement hält. In diesem Fall ist die erste Führung vorzugsweise dazu
ausgestaltet, zwei gegenüberliegende Seitenkanten oder -flächen des Absorberelements
und des Gitter- oder Lochplattenelements aufzunehmen. In diesem Fall ist die Führung
für das Absorberelement in dem einen Rahmenelement, das auch das Gitter- oder Lochplattenelement
hält, integriert (d.h. nicht in einen separaten inneren Rahmenelement, der wiederum
in einem äußeren Rahmen aufgenommen ist). Dadurch weist die Absorbereinheit weniger
Komponenten auf, was wiederum den Reinigungsaufwand der Absorbereinheit begünstigt.
[0042] Alternativ oder zusätzlich ist das innere Rahmenelement vorzugsweise in einer Richtung
senkrecht zum Gitter- oder Lochplattenelement zumindest teilweise offen ausgeführt
und das äußere Rahmenelement ist auf einer dem Gitter- oder Lochplattenelement gegenüberliegenden
Seite des äußeren Rahmenelements zumindest teilweise offen ausgestaltet. Dadurch können
Schallwellen durch die gesamte Absorbereinheit wandern, d.h. vom Gitter- oder Lochplattenelement
durch das Absorberelement, und dieses anschließend verlassen und im montierten Zustand
an einem schallharten Element beispielsweise an einer schallharten Wand, reflektiert
und erneut durch die Absorbereinheit wandern.
[0043] Vorzugsweise weist die erste Führung gegenüberliegende U-Profile auf, die zum Inneren
des äußeren Rahmenelements hin geöffnet sind und dazu ausgestaltet sind, um zwei gegenüberliegende
Seitenkanten oder -flächen des inneren Rahmenelements zwischen sich aufzunehmen. Alternativ
oder zusätzlich weist die zweite Führung bevorzugt gegenüberliegende U-Profile auf,
die zum Inneren des inneren Rahmenelements hin geöffnet sind und dazu ausgestaltet
sind, um zwei gegenüberliegende Seitenkanten oder - flächen des Absorberelements zwischen
sich aufzunehmen.
[0044] Die gegenüberliegenden U-Profile der jeweiligen Führung sind bevorzugt symmetrisch
zueinander angeordnet. Die U-Profile können durchgängige Profile sein. Alternativ
kann jede Führung auf jeder Seite jeweils sich gegenüberliegende Führungselemente,
beispielsweise in Form eines U-Profils, aufweisen.
[0045] Vorzugsweise sind die U-Profile des äußeren Rahmenelements durch Seitenflächen des
äußeren Rahmenelements, insbesondere durch das Gitter- oder Lochplattenelement und
eine dem Gitter- oder Lochplattenelement gegenüberliegende Seitenfläche des äußeren
Rahmenelements und Seitenflächen, die das Gitter- oder Lochplattenelement und die
gegenüberliegende Seitenfläche miteinander verbinden, ausgebildet.
[0046] Vorzugsweise sind die U-Profile, insbesondere des inneren Rahmenelements, aus Kunststoff
ausgebildet und besonders bevorzugt im Spritzgussverfahren hergestellt. Durch den
Einsatz von Kunststoff wird verhindert, dass das Absorberelement, insbesondere die
Folie des Absorberelements (siehe unten), beim Montieren und Demontieren beschädigt
wird.
[0047] In einer Ausgestaltung kann das Absorberelement ein Gitter- oder Lochplattenelement
sein (anstelle oder zusätzlich zu dem hierin auch beschriebenen absorbierenden Kern),
insbesondere ein mikroperforiertes Blech. D.h. Absorbereinheit weist zwei (oder drei)
Gitter- oder Lochplattenelemente auf. Die hierin aufgeführten Spezifikationen hinsichtlich
des Gitter- oder Lochplattenelements bzw. des mikroperforierten Blechs sind vorzugsweise
ebenfalls für das Absorberelement in Form eines Gitter- oder Lochplattenelements zutreffend.
[0048] Besonders bevorzugt weist das Absorberelement auf: einen flächigen Kern aus einem
schallabsorbierenden Material, und optional eine den Kern außenseitig umschließende
Folie.
[0049] Vorzugsweise ist der Kern in die Folie eingeschweißt und/oder eingeklebt. Besonders
bevorzugt ist der Kern vollständig von der Folie umschlossen. Die Folie kann zur Innenseite
(Seite des Kerns) mit Kleberschicht beschichtet sein. Alternativ ist die Folie eine
Beschichtung, die den Kern 'folienartig' umschließt bzw. die Außenflächen des Kerns
abdichtet. Weiter alternativ kann die 'Folie' eine Hülle sein, in der der Kern eingebracht
ist. Beispielsweis kann in eine dünne Kunststoffhülle ein Schaum eingespritzt werden,
der sich in der Hülle ausdehnt und nach Aushärten die gewünschte Außenform ergibt.
[0050] Bevorzugt ist die Folie wasserdicht, besonders bevorzugt ist die Folie dampfsperrend
bzw. dampfbremsend, insbesondere mit einem SD-Wert zwischen 0,5 m und 1500 m. Vorzugsweise
ist die Folie dampfdicht mit einem SD-Wert > 1500 m.
[0051] Durch die umschließende Folie wird verhindert, dass Verunreinigungen und/oder Bakterien
in das Innere zum Kern des Absorberelements gelangen können. Die Außenfläche der Folie
kann durch regelmäßige Reinigung von Bakterien befreit werden. Dadurch ist beispielsweise
der Einsatz des Absorberelements in einem Raum oder Gebäude mit erhöhten Hygiene-
und/oder Reinraumanforderungen wie beispielsweise der Lebensmittelindustrie möglich.
Beim Einsatz in einem Raum oder Gebäude mit erhöhten Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen
sollte die Folie bei Beschädigung ausgetauscht werden, um zu verhindern, dass Bakterien
in das Innere zum Kern gelangen können. Bei einer beschädigten Folie würden sich immer
mehr Bakterien im Inneren des Absorberelements ansammeln, die auch durch eine Reinigung
nicht mehr beseitigt werden könnten.
[0052] Vorzugsweise ist das Absorberelement kissenartig ausgebildet, d.h. die Folie ist
bevorzugt nicht gespannt, so dass die Absorptionswirkung begünstigt ist.
[0053] Der Kern kann aufweisen oder ausgebildet sein aus: Vliesstoffmaterialien (wie z.B.)
Mineralwolle, Steinwolle, Glaswolle), Filzmaterialien (z.B. Schafwolle, Holzwolle)
oder porösem Material (z.B. Schaumstoff, Harzschaum, Basotect oder poröser Mineralstoff).
Beispielsweise ist der Schaumstoff aus Polyurethan ausgebildet.
[0054] Alternativ oder zusätzlich hat der Kern einen Absorptionsgrad α ≥ 0.7 bei 1 kHz,
bevorzugt von α ≥ 0.8, 0.85 oder 0,9.
[0055] Beispielsweise wenn der Kern aus Mineralwolle mit einer Dicke von 50 mm ausgebildet
ist und insbesondere das Gitter- oder Lochplattenelement eine Dicke von 1 mm und eine
Lochfläche von 40% aufweist, beträgt der Absorptionsgrad der gesamten Absorbereinheit
α = 0.9 bei 0.5 kHz, α = 1.0 bei 1 kHz, α = 0.98 bei 2 kHz bei einfachem Durchtritt
des Schalls durch die Absorbereinheit (d.h. ohne Berücksichtigung der Reflektion des
Schalls an schallharter Wand und erneutes Durchdringen der Absorbereinheit).
[0056] Bei einfachen Durchtritt des Schalls durch den Kern ergibt sich folgendes:
- bei einem Kern aus Schaumstoff, insbesondere Polyurethan mit einer Dicke von 15 mm,
beträgt der Absorptionsgrad α = 0.7 bei 1 kHz und α = 0.85 bei 2 kHz,
- bei einem Kern aus Schaumstoff, insbesondere Polyurethan mit einer Dicke von 25 mm,
beträgt der Absorptionsgrad α = 1.0 bei 1 kHz und α = 0.92 bei 2 kHz,
- bei einem Kern aus Mineralwolle mit einer Dicke von 20 mm ohne Wandabstand, beträgt
der Absorptionsgrad α = 0.95 bei 1 kHz und α = 1.0 bei 2 kHz,
- bei einem Kern aus einer Holzwolleleichtbauplatte mit einer Dicke von 25 mm, beträgt
der Absorptionsgrad α = 0.75 bei 1 kHz, und
- bei einem Kern aus einer Glaswollmatte mit einer Dicke von 30 mm, beträgt der Absorptionsgrad
α = 0.8 bei 0.5 kHz, α = 0.95 bei 1 kHz und α = 0.95 bei 2 kHz.
[0057] Vorzugsweise hat die Folie eine Dicke im Bereich von 20-200 µm, 20-60 µm, 50-90 µm,
80-120 µm, 120-160 µm, oder 140-200 µm, und/oder die Folie besteht aus einem der folgenden
Kunststoff-Materialien: Polyethylen PE, vorzugsweise Polyethylen mit niedriger Dichte
(LDPE) oder Polyethylen mit hoher Dichte (HDPE), Polypropylen PP, Polyamid, PET, PS.
Alternativ oder zusätzlich kann die Dicke des Absorberelements im Bereich von 60-200
mm, 60-100 mm, 80-120 mm, 110-150 mm, 140-180 mm, oder 160-200 mm liegen, und/oder
die Gesamtdicke der Absorbereinheit liegt bevorzugt im Bereich von 60-400 mm, 60-140
mm, 100-180 mm, 140-220 mm, 200-280 mm, 250-350 oder 300-400 mm, wobei die Gesamtdicke
der Absorbereinheit vorzugsweise 100 mm oder im Wesentlichen 100 mm beträgt.
[0058] Die Dicke der Absorbereinheit bzw. des Absorberelements entspricht vorzugsweise jeweils
der Ausdehnung der Absorbereinheit bzw. des Absorberelements senkrecht zu den parallel
zueinander und gegenüberliegend angeordneten Seitenflächen des Gitter- oder Lochplattenelements
und des Absorberelements.
[0059] Vorzugsweise ist das Gitter- oder Lochplattenelement ein mikroperforiertes Blech,
und/oder das Blech weist eine Dicke im Bereich von 0.5-0.8 mm, 0.7-1.0 mm, 0.9-1.2
mm, 1.1-1.5 mm, 1.4-1.8 mm oder 1.6-2.0 mm auf, und hat bevorzugt eine Dicke von oder
im Wesentlichen von 0.7 mm, 1 mm, 1.25 mm, 1.5 mm oder 2.0 mm Alternativ oder zusätzlich
kann das Lochblech aus Stahl, Aluminium, oder Edelstahl ausgebildet sein.
[0060] Die Perforationen können als Löcher und/oder Schlitze ausgebildet sein. Die Perforationen
sind vorzugsweise gleichmäßig über das gesamte oder im Wesentlichen gesamte Blech
verteilt angeordnet. Die Löcher des mikroperforierten Blechs haben vorzugsweise einen
Durchmesser im Bereich von 0.02-0.04 mm, 0.03-0.05 mm oder 0.04-0.06 mm. Die Schlitze
des mikroperforierten Blechs haben vorzugsweise eine Schlitzweite im Bereich von 0.03-0.06
mm, 0.05-0.08 mm, 0.07-0.1 mm oder 0.09-0.12 mm. Vorzugsweise ist der Lochanteil des
Lochelements bzw. mikroperforierten Blechs kleiner als 5%, 4% oder 3%. Vorzugsweise
liegt der Lochanteil bei einem mikroperforierten Lochelement bzw. Blech in einem Bereich
von 0-2%, 1-3%, oder 2-5%. Der Lochanteil ist vorzugsweise das Verhältnis zwischen
der Summe der eintritts- bzw. vorderseitigen Flächen aller Löcher oder Schlitze zur
(vorderseitigen) Gesamtoberfläche des Lochplattenelements. Bei einem solchen (geringen)
Lochanteil des Lochplattenelements trägt dieses ebenfalls zur Schallabsorption bei.
Erfüllt dagegen das Gitter- oder Lochplattenelement (überwiegend) eine Schutz- bzw.
Abschirmfunktion gegen mechanische Beschädigung für das Absorberelement, so beträgt
vorzugsweise der Lochanteil des Gitter- oder Lochplattenelements mindestens 30%, 40%,
50% oder 60%.
[0061] Vorzugsweise werden durch das perforierte Blech vor allem Schallwellen mit niedrigen
und mittleren Frequenzen abgeschwächt bzw. reduziert.
[0062] Aufgrund des beständigen Materials kann das Gitter- oder Lochplattenelement bzw.
das perforierte Blech mit einem Reinigungsmittel, wie einer Säure oder Lauge, hygienisch
gereinigt werden. Beispielsweise kann die Absorbereinheit einfach mit dem Reinigungsmittel
abgespritzt werden.
[0063] Abstand zwischen Elementen / Luftspalt: Bevorzugt sind das Gitter- oder Lochplattenelement
und das Absorberelement und/oder das Absorberelement und eine Seitenfläche des Rahmenelements,
insbesondere des äußeren Rahmenelements, die auf einer dem Gitter- oder Lochplattenelement
gegenüberliegenden Seite des Absorberelements parallel zum Absorberelement angeordnet
ist, zueinander beabstandet angeordnet. Der Abstand liegt vorzugsweise in einem Bereich
von 10-60 mm, 10-30 mm, 20-40 mm, 30-50 mm oder 40-60 mm, und beträgt besonders bevorzugt
20 mm oder im Wesentlichen 20 mm.
[0064] Der Abstand entspricht dabei dem Abstand der sich gegenüberliegenden Oberflächen
des Gitter- oder Lochplattenelements und des Absorberelements bzw. des Absorberelements
und der gegenüberliegenden parallelen Seitenfläche des Rahmenelements. Durch den Abstand
ergibt sich ein Luftspalt bzw. Luftpolster, der die Schallreduktion begünstigt. Insbesondere
ergibt sich durch den Luftspalt ein Phasenübergang für die Schallwellen, wodurch die
Schallwellen vom Gitter- oder Lochplattenelement besser in die Folie übertreten können.
Ausgehend von dem Gitter- oder Lochplattenelement ist der Aufbau der Absorbereinheit
vorzugsweise wie folgt: Gitter- oder Lochplattenelement - Luftspalt - Absorberelement
- Luftspalt - Seitenfläche des Rahmenelement bzw. des äußeren Rahmenelements.
[0065] Durch den Abstand zwischen dem Absorberelement und der gegenüberliegenden Stirnfläche
des Rahmenelements bzw. des äußeren Rahmenelements wird gewährleistet, dass nach der
Montage an der Wand bzw. Decke ausreichend Abstand zwischen der Wand bzw. Decke und
dem Absorberelement vorhanden ist. Dadurch wird die Schallreduktion begünstigt.
[0066] Vorzugsweise sind das Material oder die Oberflächen der Absorbereinheit, insbesondere
des Rahmenelements, vorzugsweise des inneren und/oder äußeren Rahmenelements, und/oder
des Absorberelements und/oder des Gitter- oder Lochplattenelements, korrosionsbeständig
und/oder laugenbeständig und/oder säurebeständig und/oder CIP-behandelbar und/oder
reißfest ausgebildet sind. Dadurch ist eine einfache Reinigung der Absorbereinheit
bzw. der einzelnen Komponenten der Absorbereinheit mit beliebigen Reinigungsmitteln
möglich. Bevorzugt kann zumindest eine Oberflächenreinigung des Gitter- oder Lochplattenelements
auch vor Ort erfolgen, ohne die Absorbereinheit demontieren zu müssen (d.h. CIP =
Cleaning in Place).
[0067] Alternativ kann zur Reinigung die gesamte Absorbereinheit demontiert und in seine
Einzelteile zerlegt werden.
[0068] Vorzugsweise ist die gesamte Absorbereinheit (abgesehen von dem Absorberelement in
Falle des Kerns mit umschließender Folie und/oder der U-Profile) aus Stahl, Aluminium
oder Edelstahl ausgebildet. Besonders bevorzugt ist das gesamte oder nahezu gesamte
Rahmenelement, insbesondere das innere und äußere Rahmenelement (abgesehen von den
Führungselementen, wenn diese aus Kunststoff ausgebildet sind), und/oder das Gitter-
oder Lochplattenelement (und/oder das Absorberelement, wenn als perforiertes Blech
ausgebildet) und/oder mögliche Halteeinrichtungen aus Stahl, Aluminium oder Edelstahl
ausgebildet.
[0069] Bevorzugt weist die Absorbereinheit eine Halte- oder Halteeinrichtung zum Befestigen
der Absorbereinheit an einer Wand und/oder Decke auf. Beispielsweise können an der
Wand bzw. Decke Wandprofile oder Schienenelemente montiert sein, wobei die Absorbereinheit
mittels der Halteeinrichtung, vorzugsweise wiederlösbar, an den Schienen montiert
werden kann. Durch die Wiederlösbarkeit kann eine schnelle Montage und Demontage zum
Austauschen oder Reinigen der Absorbereinheit oder der Komponenten der Absorbereinheit
erfolgen.
[0070] Beispielsweise weisen die Wandprofile Hakenelemente auf und die Halteeinrichtung
der Absorbereinheit weist Öffnungen, beispielsweise Schlitze auf, die dazu ausgestaltet
sind, Hakenelemente in sich aufzunehmen. Somit kann die Absorbereinheit einfach und
schnell ein- und ausgehängt werden ohne den Einsatz eines Werkzeugs.
[0071] Alternativ kann die Absorbereinheit mittels eines Seilelements von der Decke hängend
montiert werden. Dabei kann das Seilelement an bereits vorhandenen Elementen an der
Decke montiert werden, beispielsweise an vorhandenen Rohrleitungen. Somit müssen keine
zusätzlichen Löcher zur Montage in die Decke eingebracht werden.
[0072] Die Absorbereinheit kann mit dem Seilelement mitten im Raum an der Decke montiert
sein oder in einem Randbereich der Decke, so dass die Absorbereinheit an einer Seitenwand
des Raumes herunterhängt und/oder an dieser anliegt. Durch das Abhängen im Randbereich
der Decke kann vermieden werden, dass zur Montage Löcher in die Seitenwand des Raumes
eingebracht werden müssen.
[0073] Vorzugsweise ist bei der herabhängenden Montage an der Decke ein Seilzug vorgesehen,
der dazu ausgestaltet ist, die Absorbereinheit bei Bedarf auf eine gewünschte Arbeitshöhe
herabzulassen. In der gewünschten Arbeitshöhe kann dann die Absorbereinheit gereinigt
bzw. gewartet werden bzw. demontiert werden. Vorzugsweise wird ein solcher Seilzug
eingesetzt, wenn die Zugänglichkeit der Absorbereinheit an der Decke für den Mitarbeiter
schwierig ist (beispielsweise, wenn die Decke und somit die Absorbereinheit sehr weit
oben hängt).
[0074] Weiterhin wird eine Anordnung (Baffleanordnung) bereitgestellt, die aufweist: eine
erste und zweite Absorbereinheit wie hierin beschrieben, und ein Zwischenelement,
vorzugsweise eine Zwischenplatte, wobei die erste Absorbereinheit mit einer ersten
Seitenfläche des Zwischenelements und die zweite Absorbereinheit mit einer zweiten
und der ersten Seitenfläche gegenüberliegenden Seitenfläche des Zwischenelements verbunden
ist, und wobei die Gitter- oder Lochplattenelemente des ersten und zweiten Absorberelements
jeweils von dem Zwischenelement abgewandt angeordnet sind. Vorzugsweise ist die Zwischenplatte
eine schallharte Platte, die auftreffenden Schall gut reflektiert. Alternativ kann
eine Platte zur Anwendung kommen, bei der der Schall bei der Reflektion absorbiert
wird.
[0075] Vorzugsweise sind die Absorbereinheiten symmetrisch zum Zwischenelement angeordnet.
[0076] Bevorzugt weist das Zwischenelement Befestigungsmittel zur Befestigung der Anordnung
an auf. Die Befestigungsmittel sind vorzugsweise an sich gegenüberliegenden Seiten
des Zwischenelements angeordnet. Die Anordnung kann mittels der Befestigungsmittel
an der Decke abgehängt werden. Beispielsweise wird die Anordnung über ein Seil von
der Decke hängend montiert.
[0077] Vorzugsweise ragt zumindest ein Abschnitt des Zwischenelements über die Absorbereinheiten
hinaus, und besonders bevorzugt sind in diesem hinausragenden Abschnitt die Befestigungsmittel
angeordnet.
[0078] Die Schallwellen, die das erste und zweite Absorbereinheit durchdrungen haben, werden
an der jeweiligen Oberfläche des Zwischenelements reflektiert und durchdringen somit
die Absorbereinheiten erneut. Somit werden die Schallwellen erneut von den Absorbereinheiten
absorbiert und es ergibt sich eine erhöhte Gesamtabsorption der Schallwellen.
[0079] Weiterhin wird eine Anordnung einer Absorbereinheit an einer Wand oder Decke bereitgestellt,
wobei die Anordnung aufweist: eine Absorbereinheit wie hierin beschrieben, zumindest
eine Haltereinrichtung zum lösbaren Halten der Absorbereinheit an der Wand oder Decke,
wobei die Absorbereinheit mittels der Halteeinrichtung an der Wand oder der Decke
montiert ist, und wobei das Gitter- oder Lochplattenelement von der Wand oder Decke
abgewandt ist.
[0080] Vorzugsweise ist die Halteeinrichtung ausgestaltet, die Absorbereinheit parallel
vor der Wand zu halten. Bevorzugt ist kein Material, insbesondere kein schallhartes
Material zwischen der Rückseite (im montierten Zustand) des Absorberelements und der
Oberfläche der Wand angeordnet. Alternativ kann ein schallhartes Element, beispielsweise
ein schallhartes Blech an der Rückseite (im montierten Zustand) an der Wand oder Decke
montiert sein.
[0081] Vorzugsweise ist das Absorberelement der Absorbereinheit durch das Rahmenelement
von der Rückseite des Absorberelements beabstandet, so dass bei der Montage der Absorbereinheit
ohne Abstand zur Wand oder Decke trotzdem ein Abstand zwischen Wand oder Decke und
Absorberelement vorhanden ist.
[0082] Alternativ oder zusätzlich kann die Halteeinrichtung derart ausgestaltet sein, dass
die Halteeinrichtung im montierten Zustand der Absorbereinheit die Absorbereinheit
in einem Abstand vor der Oberfläche der Wand oder Decke hält.
[0083] Die oben angeführten Ausgestaltungen der Absorbereinheit sind vollumfänglich für
die folgenden Ausgestaltungen der Absorbereinheit anwendbar und ebenso sind vollumfänglich
die unten angeführten Ausgestaltungen der Absorbereinheit für die obigen Ausgestaltungen
der Absorbereinheit anwendbar.
[0084] Weiterhin wird eine schallabsorbierende Absorbereinheit zum Absorbieren von Schall
in einem Raum oder Gebäude oder in einer Maschineneinhausung, insbesondere in einem
Raum oder Gebäude mit erhöhten Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen oder einer
Maschineneinhausung in einem solchen Raum oder Gebäude bereitgestellt. Die schallabsorbierende
Absorbereinheit weist auf: ein schallabsorbierendes Absorberelement, und eine Halteeinrichtung,
an der das Absorberelement, vorzugsweise lösbar, montiert ist, und die dazu ausgestaltet
ist, um an einem Leitungselement montiert zu werden, so dass das Absorberelement beabstandet
zum Leitungselement angeordnet ist.
[0085] Vorzugsweise ist das Leitungselement ein Sparten-Leitungselement, in dem eines oder
mehrere der folgenden Medien entlanggeleitet werden: flüssiges Medium (wie Wasser)
gasförmiges Medium (wie Druckluft, gereinigtes Gas, Prozessgas, gasförmiger Brennstoff),
Daten, Strom. Bevorzugt ist das Leitungselement ein Rohrelement bzw. eine Rohrleitung
mit einem vorzugsweisen kreisförmigen oder nahezu kreisförmigen Querschnitt. Besonders
bevorzugt ist das Leitungselement eine Rohrleitung, die in einem Raum oder Gebäude
mit erhöhten Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen, beispielsweise in einem lebensmittelverarbeitenden
Gebäude oder Raum, angeordnet ist.
[0086] Bei Schall-belasteten Räumen ist oftmals das Problem, dass in den Räumen nicht ausreichend
Platz an den Wänden bzw. Decken zur Verfügung steht, um genügend Absorber für eine
gewünschte Schallreduktion montieren zu können. Beispielsweise versperren Rohrleitungen,
Sprinkler- und Beleuchtungsanlagen oder Maschinenteile die Montageflächen für die
Absorber und/oder es kann dadurch nicht mehr die Zugänglichkeit der montierten Absorber
zur Reinigung und Wartung gewährleistet werden. Da beispielsweise in der lebensmittelverarbeitenden
Industrie hohe Hygienestandards gelten, kommen hierbei nur Absorber in Frage, die
entsprechende Standards wie beispielsweise die einfache Reinigung der Absorber erfüllen
können.
[0087] Die erfindungsgemäße Absorbereinheit ermöglicht es, Schallabsorber in einem Raum
bzw. Gebäude an bestehenden Leitungselementen wie Rohrleitungen zu montieren. Derartige
Rohrleitungen sind in der Industrie, beispielsweise in der lebensmittelverarbeitenden
Industrie oder in Räumen oder Gebäuden der Tierfutterherstellung, Pharmazie oder der
Halbleitertechnik, in rauen Mengen verbaut. Durch solche Leitungselemente werden beispielsweise
Flüssigkeiten wie Wasser, Milchprodukte, gasförmige Medien, pulverförmige Medien wie
Zucker oder Mehl, oder ähnliches transportiert.
[0088] Zur Montage der Absorbereinheit werden bestehende Leitungselemente, die sowieso schon
vorhanden sind, verwendet. Es ist also kein zusätzliches Montagematerial notwendig.
Dadurch können auch Flächen im Raum mit den Absorbereinheiten versehen werden, an
denen Rohrleitungen angeordnet sind und die bisher mit herkömmlichen Absorbern nicht
als Montageflächen genutzt werden können.
[0089] Die Montage der Absorbereinheit ist einfach und schnell und ohne Fachpersonal bzw.
Fachkenntnisse möglich. Bei herkömmlichen Absorbern hingegen müssen bei der Montage
Löcher bzw. Verschraubungen in den Wänden eingebracht werden, insbesondere müssen
Isolierungen in den Wänden durchdrungen werden. Die Löcher und Durchdringungen stellen
potentielle Schwachstellen dar, insbesondere in klimatisierten Hygieneräumen werden
Wärmebrücken geschaffen oder in Räumen mit hohen hygienischen Anforderungen werden
schwer zu reinigende Nischen und Löcher geschaffen.
[0090] Durch die lösbare Montage des Absorberelements an der Halteeinrichtung, beispielsweise
durch Schrauben oder Schnappverbindungen, kann das Absorberelement für Reinigungs-oder
Wartungszwecke (beispielsweise Austausch des verschlissenen Absorberelements gegen
ein neues) schnell und einfach demontiert werden.
[0091] Durch den Abstand zwischen Leitungselement und Absorberelement nach der Montage ergibt
sich dazwischen ein Luftpolster, das die schallreduzierende Wirkung der Absorbereinheit
verbessert.
[0092] Durch die Befestigung der Absorbereinheit an einem Leitungselement wird nicht nur
Raumschall absorbiert, sondern auch die Leitung gegen mechanische Krafteinwirkung
im Bereich der Absorbereinheit abgeschirmt.
[0093] Vorzugsweise ist das Absorberelement ein gekrümmtes bzw. gebogenes Plattenelement.
Dadurch kann die Absorbereinheit kompakter ausgeführt werden, insbesondere kann die
Absorbereinheit bzw. das Absorberelement an die Form des Leitungselements angepasst
werden, wodurch bei Montage Platz eingespart werden kann. Insbesondere im Vergleich
zu einem horizontal angeordneten Absorberelement in Form eines nicht gebogenen Plattenelements
weist das gekrümmte Absorberelement aufgrund der Krümmung bzw. Biegung bei gleichgroßer
Oberfläche eine geringere Breite auf. Durch die kompaktere Ausgestaltung kann mehr
Fläche des Raumes bzw. des Gebäudes mit Absorberelementen abgedeckt werden. Dadurch
kann eine höhere Schallreduktion erreicht werden.
[0094] Vorzugsweise ist die Fläche, insbesondere die Gesamtfläche, des Absorberelements
gebogen oder gekrümmt, insbesondere mit einem vorgegebenen Biegeradius oder parabelförmig
gebogen oder gekrümmt. Bevorzugt ist mindestens 40, 50, 60, 75, 85 oder 95 % der Fläche
gebogen, insbesondere mit einem einheitlichen Biegeradius oder parabelförmig oder
mit eine Polygon-Biegeverlauf gebogen. Bei einer parabelförmigen Biegung ist der Scheitelpunkt
der Krümmung vorzugsweise mittig auf der Krümmungslinie gelegen.
[0095] Die Krümmung kann entlang der Krümmungskurve bogenförmig sein oder als Parabelabschnitt
oder als kantige, bevorzugt als vielkantige Biegung ausgestaltet sein. Vorzugsweise
ist die Mittenachse der Krümmung entlang der Ausdehnung des Absorberelements linear
bzw. parallel ausgerichtet.
[0096] Bevorzugt bildet das Absorberelement einen Ausschnitt einer Rohr- oder Zylinderwand
aus, der nicht den gesamten Umfang umspannt. Nicht den gesamten Umfang umspannt bedeutet,
dass der Ausschnitt der Rohr- oder Zylinderwand am nicht umspannten Bereich des Umfangs
einseitig geöffnet ausgebildet ist. Die Öffnung ist vorzugsweise der Halteeinrichtung
zugewandt. Der Ausschnitt der Rohr- bzw. Zylinderwand kann im Querschnitt (also Rohr-
bzw. Zylinderwand entlang des Umfangs) ein Polygon sein.
[0097] Vorzugsweise ist die Halteeinrichtung am (linearen) Leitungselement so anordenbar
oder angeordnet, dass die Mittenachse der Krümmung oder Biegung des Absorberelements
parallel, vorzugsweise koaxial, zum (linearen) Leitungselement ausgerichtet ist (d.h.
die Krümmung des Absorberelements erfolgt zu dem Leitungselement). Vorzugsweise ist
im Falle eines Parabelabschnitts das Absorberelement zum Befestigungselement bzw.
zum Leitungselement so ausgerichtet, dass das Befestigungselement bzw. das Leitungselement
im Brennpunkt liegt und/oder das Absorberelement spiegelsymmetrisch zum Brennpunkt
(bzw. Achse Brenn- und Scheitelpunkt) ist.
[0098] Vorzugsweise verläuft die Krümmung entlang einer Krümmungskurve und ist bogenförmig
oder kantig ausgestaltet, wobei gemessen vom Zentrum der Krümmung bzw. Biegung die
beiden Enden der Krümmungskurve einen Winkel (α) einschließen, der in einem Bereich
von 0 - 90°, 30 - 120°, 60 - 150°, 90 - 180°, 140 - 230° oder 190 - 270° liegt, vorzugsweise
180° oder im Wesentlichen 180° beträgt. In anderen Worten, ist das Absorberelement
vorzugsweise rohrwand- oder zylinderwand-förmig gebogen bzw. gekrümmt ausgebildet,
wobei das Absorberelement in Umfangsrichtung nur einen Bogenbereich von 0 - 90°, 30
- 120°, 60 - 150°, 90 - 180°, 140 - 230° oder 190 - 270° abdeckt.
[0099] Bevorzugt liegt im montierten Zustand der Absorbereinheit der Abstand zwischen dem
Absorberelement und dem Leitungselement oder dem Befestigungselement in einem Bereich
von 80 - 140 mm, 100 - 160 mm, 120 - 180 mm oder 140 - 200 mm, besonders bevorzugt
beträgt der Abstand 100 mm. Durch den Abstand verbessert sich die schallreduzierende
Wirkung der Absorbereinheit. Mit zunehmendem Abstand nimmt die Wirkung der Schallreduktion
zu.
[0100] Vorzugsweise ist der Abstand der Abstand zwischen der Außenfläche des Leitungselements
oder des Befestigungselements und der dem Leitungselement zugewandten Oberfläche des
Absorberelements. Wenn das Absorberelement aus mehreren Lagen aufgebaut ist (nachfolgend
beschrieben), dann ist der Abstand vorzugsweise der Abstand zwischen der Außenfläche
des Leitungselements oder des Befestigungselements und der Oberfläche der Lage des
Absorberelements, die dem Leitungselement zugewandt ist.
[0101] Vorzugsweise beträgt der Mindestabstand oder die lichte Weite zwischen der Rückseite
des Absorberelements und einem Leitungselement, auf dem die Absorbereinheit montiert
wird, und/oder die Länge mindestens eines Abstandhalters (beispielsweise des nachfolgend
beschriebenen Verbindungselements) der Halteeinrichtung mindestens 50, 70 oder 100
mm oder liegt im Bereich von 80 - 140 mm, 100 - 160 mm, 120 - 180 mm oder 140 - 200
mm.
[0102] Der oben beschriebene Abstand bzw. dieser Mindestabstand ermöglichen es, mit einer
Sprühlanze zwischen Außenseite der Leitung und Innenseite des Absorberelements (d.h.
die Seite, die der Außenseite der Leitung zugewandt ist) eine Reinigungsflüssigkeit
einzusprühen. Dadurch kann eine hygienische Reinigung der Absorbereinheit bzw. des
Absorberelements im montierten Zustand gewährleistet werden.
[0103] Vorzugsweise weist die Halteeinrichtung zumindest ein Halteelement mit einem Befestigungselement
zum Befestigen an dem Leitungselement und/oder zumindest ein Verbindungselement zum
Verbinden des Befestigungselements mit dem Absorberelement auf. Das Befestigungselement
ist vorzugsweise dazu ausgestaltet, an dem Leitungselement montiert zu werden.
[0104] Vorzugsweise ist das Befestigungselement an den Durchmesser des Leitungselements
angepasst. Beispielsweise ist das Befestigungselement ein ringförmiges Element wie
eine Rohrschelle, die das Leitungselement nach der Montage zumindest teilweise umgreift
und/oder in sich einklemmt. Durch den Einsatz eines variablen Befestigungselements
wie einer Rohrschelle kann die Absorbereinheit an Leitungselementen mit unterschiedlichen
Durchmessern montiert werden. Die Absorbereinheit mit der Rohrschelle deckt einen
breiten Durchmesserbereich bezüglich der Leitungselemente ab. Es müssen nicht für
jeden Leitungsdurchmesser unterschiedliche Absorbereinheiten bzw. Halteeinrichtungen
bereitgestellt werden. Die Montage der Absorbereinheit über die Rohrschelle ist sehr
einfach und für jeden ohne fachliche Ausbildung schnell durchführbar.
[0105] Die Rohrschelle kann eine beliebige Rohrschelle umfassen. Beispielsweise ist sie
einteilig oder zweiteilig ausgeführt. Ein Oberteil der Rohrschelle bei zweiteiligen
Schellen kann beispielsweise mit zwei Schrauben an einem Unterteil befestigt werden.
Bei einer einteiligen Rohrschelle kann ein Oberteil und ein Unterteil mit einem Scharnier
beweglich miteinander verbunden sein, wobei die offenen Enden mit beispielsweise einer
Klemmschraube oder einem Schnappverschluss miteinander verbindbar sind.
[0106] Vorzugsweise ist das Verbindungselement ein Abstandshalter beispielsweise in Form
einer Strebe oder eines rohrförmigen Elements, das den Abstand des Befestigungselements
z. B. der Rohrschelle zum Absorberelement definiert bzw. festlegt (und somit im montierten
Zustand den Abstand zwischen Leitungselement und Absorberelement festlegt). Der Querschnitt
des Verbindungselements kann auch jede weitere erdenkliche Form aufweisen.
[0107] Besonders bevorzugt weist das Halteelement mindestens 2, 3 oder 4 Verbindungselemente
auf, die vom Befestigungselement zum Absorberelement ragen. Die Verbindungselemente
ragen vorzugsweise von dem Befestigungselement radial nach außen zum Absorberelement.
Die Verbindungselemente sind vorzugsweise in gleichmäßigen Abständen an der Außenfläche
des Befestigungselements verteilt angeordnet.
[0108] Vorzugsweise ist das Verbindungselement fest mit dem Befestigungselement verbunden,
beispielsweise durch Schweißen und/oder lösbar mit dem Absorberelement verbunden,
beispielsweise durch eine Schraubverbindung oder eine Spann- oder Klickverbindung.
[0109] Bevorzugt ist das Befestigungselement ein ringförmiges Element und das Absorberelement
ist äquidistant oder im Wesentlichen äquidistant zum ringförmigen Element ausgerichtet,
wobei insbesondere das Absorberelement gekrümmt ist und das Zentrum der Krümmung koaxial
zum ringförmigen Element ausgerichtet ist.
[0110] Das Befestigungselement wird durch die Verbindungselemente vorzugsweise in einer
Position koaxial zum Absorberelement gehalten. Die Verbindungselemente ragen vorzugsweise
von dem ringförmigen Element radial nach außen zum Absorberelement. Dabei sind die
Verbindungselemente vorzugsweise in gleichmäßigen Abständen am Umfang der Rohrschelle
verteilt angeordnet.
[0111] Vorzugsweise weist die Halteeinrichtung ein erstes und zweites Haltelement auf, wobei
das erste und zweite Halteelement an sich gegenüberliegenden Endbereichen des Absorberelements
angeordnet sind. Die Halteeinrichtung kann auch mehr als das erste und zweite Halteelement
aufweisen, wobei die weiteren Halteelemente zwischen dem ersten und zweiten Haltelement
an dem Absorberelement angeordnet sind.
[0112] Die einzelnen Halteelemente sind vorzugsweise koaxial zueinander angeordnet damit
die Absorbereinheit mit allen Halteelementen an einem vorzugsweise geraden Leitungselement
montiert werden kann.
[0113] Durch das Bereitstellen eines variablen Befestigungselements wie einer Rohrschelle
können vorzugsweise Toleranzen entlang des Leitungselements wie beispielsweise variierende
Außendurchmesser zwischen den Halteelementen ausgeglichen werden.
[0114] Vorzugsweise weist das Absorberelement zumindest eine Lage aus einem perforierten
Blech, insbesondere einem Blech aus Stahl, Aluminium, oder Edelstahl, auf. Die Perforationen
können als Löcher oder vorzugsweise als Schlitze ausgebildet sein. Die Perforationen
sind vorzugsweise gleichmäßig über das gesamte oder im Wesentlichen gesamte Absorberelement
verteilt angeordnet. Beim Auftreffen der Schallwellen bzw. des Schalls auf die Perforationen
werden die Schallwellen abgeschwächt, und der Schall im Raum reduziert.
[0115] Vorzugsweise werden durch das perforierte Blech vor allem Schallwellen mit niedrigen
und mittleren Frequenzen abgeschwächt bzw. reduziert.
[0116] Das perforierte Blech kann mit einem Reinigungsmittel, wie einer Säure oder Lauge,
hygienisch gereinigt werden. Beispielsweise kann die Absorbereinheit bzw. das Absorberelement
einfach mit dem Reinigungsmittel abgespritzt werden. Vorzugsweise ist die Halteeinrichtung
auch aus einem säure und laugenbeständigen Material hergestellt, beispielsweise aus
Aluminium, Stahl oder Edelstahl wie beispielsweise Edelstahl 1.4301. Dadurch kann
die gesamte Absorbereinheit problemlos durch Abspritzen gereinigt werden. Die Reinigung
kann im montierten Zustand der Absorbereinheit bzw. des Absorberelements oder in einem
demontierten Zustand des Absorberelements erfolgen.
[0117] Vorzugsweise weist das Absorberelement eine erste Lage und eine zweite Lage auf,
wobei beide Lagen oder zumindest eine der Lagen aus einem perforierten Blech ausgebildet
ist, wobei die zweite Lage an einer der Halteeinrichtung abgewandten Seite der ersten
Lage angeordnet ist, und weist vorzugsweise eine dritte Lage auf, die zwischen der
ersten und zweiten Lage angeordnet ist, wobei die dritte Lage vorzugsweise aus einem
gut schallabsorbierenden Material ausgebildet ist. Beispielsweise aus einem Vliesstoffmaterial,
einem Filzmaterial oder aus porösem Material.
[0118] Die einzelnen Lagen können über Befestigungselemente wie beispielsweise Schrauben
miteinander verbunden sein. Alternativ kann ein Rahmenelement bereitgestellt sein,
in dem die einzelnen Lagen aufgenommen sind, wobei das Rahmenelement als solches an
der Halteeinrichtung montiert ist.
[0119] Im Vergleich zum einlagigen Aufbau kann durch den mehrlagigen Aufbau der Schall bzw.
die Schallwellen, der/die auf das Absorberelement auftrifft/en, weiter reduziert werden.
[0120] Der schallabsorbierende Absorber kann beispielsweise Mineralwolle oder Glaswolle
oder Harzschaum, insbesondere Melaminharzschaum, aufweisen, die vorzugsweise in einer
handelsüblichen Kunststofffolie eingeschweißt ist (das ist vor allem beim Einsatz
in einem Raum oder Gebäude mit erhöhten Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen wie
beispielsweise der Lebensmittelindustrie notwendig). Durch den schallabsorbierenden
Absorber kann eine Absorption von hochfrequenten Schallwellen erreicht werden.
[0121] Durch die Kombination von schallabsorbierendem Absorber und perforiertem Blech kann
dadurch eine breitbandige Reduktion der Schallwellen, d.h. von niedrigen bis hohen
Frequenzen erreicht werden.
[0122] In einem Raum oder Gebäude mit erhöhten Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen wie
beispielsweise der Lebensmittelindustrie muss ein schallabsorbierender Absorber in
Folie eingeschweißt sein, um die Hygienestandards zu erfüllen. Wenn die Folie beschädigt
ist, muss der Absorber ausgetauscht werden. Das perforierte Blech (vorzugsweise erste
und zweite Lage auf beiden Seiten des schallabsorbierenden Absorbers angeordnet) dient
als Schutz vor mechanischer Beschädigung bzw. Abrieb des schallabsorbierenden Absorbers
und seiner Schutzfolie.
[0123] Vorzugsweise sind sich zwei gegenüberliegende Lagen zueinander beabstandet angeordnet.
Der Abstand zwischen den zwei Lagen (beispielsweise zwischen der ersten und zweiten
Lage, oder falls eine dritte Lage vorhanden zwischen der ersten und dritten und der
dritten und zweiten Lage) entspricht dabei dem Abstand der sich gegenüberliegenden
Oberflächen der zwei Lagen. Beispielsweise liegt der Abstand in einem Bereich von
0-2 cm, 1-3 cm, 2-4 cm, 3-5 cm, 4-6 cm, 5-7 cm, 6-8 cm oder 7-10 cm. Dadurch ergeben
sich zwischen den einzelnen Lagen Luftspalte bzw. Luftpolster, die die Schallreduktion
begünstigen.
[0124] Bevorzugt sind das Material oder die Oberflächen des Absorberelements und/oder der
Absorbereinheit laugenbeständig und/oder säurebeständig und/oder CIP-behandelbar (CIP
= Cleaning in Place) und/oder reißfest ausgebildet. Dadurch ist eine einfache Reinigung
der Absorbereinheit bzw. des Absorberelements mit beliebigen Reinigungsmitteln möglich.
Insbesondere kann die Reinigung vor Ort erfolgen, ohne die Absorbereinheit oder das
Absorberelement demontieren zu müssen.
[0125] Weiterhin wird eine Anordnung bereitgestellt, wobei die Anordnung aufweist: zumindest
ein Leitungselement, das in einem Raum oder Gebäude, vorzugsweise einem Raum oder
Gebäude mit erhöhten Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen, angeordnet ist, und
zumindest eine Absorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Halteeinrichtung der Absorbereinheit an dem Leitungselement befestigt bzw. montiert
ist.
[0126] Vorzugsweise ist die Halteeinrichtung so an dem Leitungselement befestigt bzw. montiert,
so dass das Absorberelement beabstandet zum Leitungselement angeordnet ist. Besonders
bevorzugt ist die Halteeinrichtung so an dem Leitungselement montiert, dass das Absorberelement
einer Wand des Raumes oder Gebäudes zugewandt ist. Wenn das Leitungselement in der
Nähe einer Wand angeordnet ist, ist das Absorberelement vorzugsweise auf der der Wand
gegenüberliegenden Seite des Leitungselements angeordnet.
[0127] Vorzugsweise sind eine Vielzahl von Absorbereinheiten an dem Leitungselement hintereinander
angeordnet, beispielswiese mindestens 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8 Absorbereinheiten.
[0128] Es können auch eine Vielzahl von Leitungselementen in dem Gebäude angeordnet sein,
beispielsweise mehrere parallel zueinander angeordnete Leitungselemente. Dabei kann
an zumindest zwei Leitungselementen jeweils zumindest eine Absorbereinheit angeordnet
sein. Vorzugsweise ist an jedem Leitungselement zumindest eine Absorbereinheit angeordnet.
[0129] An den Leitungselementen, die bei mehreren parallelen Leitungselementen außen angeordnet
sind (d.h. bei zwei parallel angeordneten Leitungselementen an beiden Leitungselementen),
können die Absorbereinheiten nicht nur unterhalb oder oberhalb der Leitungselemente
angeordnet sein, sondern auch seitlich. Dies ist ebenfalls bei alleinstehenden Leitungselementen
möglich (d.h. keine weiteren Leitungselemente sind daneben angeordnet).
[0130] Vorzugsweise werden die Absorbereinheiten möglichst gleichmäßig im Raum bzw. dem
Gebäude verteilt angeordnet, um eine optimale Reduktion des Schalls zu erreichen.
Besonders bevorzugt entspricht die Summe aller Flächen der im Raum angeordneten Absorbereinheiten
(d.h. der Oberfläche der Absorberelemente) mindestens 50, 60, 70 oder 75 % der Oberfläche
des Raumes bzw. des Gebäudes.
[0131] Einzelne Merkmale, die in dieser Beschreibung oben oder unten oder in den Ansprüchen
offenbart sind, können in jeglicher Kombination oder Unterkombination miteinander
beansprucht werden. Merkmale der Absorbereinheit und der Anordnung(en) können untereinander
kombiniert sein als Einzelmerkmal oder in beliebiger Unterkombination von Merkmalen.
Wenn hier die Konjunktion "und/oder" verwendet wird, werden alle logischen Elemente
und Kombinationen einzeln offenbart; z.B. offenbart a, b und/oder c die Elemente/Kombinationen
a, b, c, ab, ac, bc sowie abc.
[0132] Anhand von Figuren sind Ausführungsformen der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Ansicht einer schallabsorbierenden Absorbereinheit,
- Fig. 2
- eine schematische Schnittansicht der Absorbereinheit aus Fig. 1 entlang der Schnittebene
D,
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht der schallabsorbierenden Absorbereinheit aus Fig.
1 von unten,
- Fig. 4
- eine schematische perspektivische Seitenansicht des äußeren Rahmenelements mit Gitter-
oder Lochplattenelement,
- Fig. 5
- eine schematische Seitenansicht des äußeren Rahmenelements aus Fig. 4 von hinten,
- Fig. 6
- eine schematische Seitenansicht des äußeren Rahmenelements aus Fig. 4 von unten,
- Fig. 7
- eine schematische perspektivische Seitenansicht des inneren Rahmenelements,
- Fig. 8
- eine schematische Seitenansicht des inneren Rahmenelements aus Fig. 7 von oben,
- Fig. 9
- eine schematische perspektivische Explosionsansicht der Absorbereinheit aus Fig. 1,
- Fig. 10
- eine schematische perspektivische Seitenansicht einer Baffleanordnung mit zwei Absorbereinheiten
aus Fig. 1 getrennt durch ein Zwischenelement,
- Fig. 11
- eine schematische Seitenansicht einer weiteren schallabsorbierenden Absorbereinheit,
- Fig. 12
- eine schematische Schnittansicht der Absorbereinheit aus Fig. 11 entlang der Schnittlinie
A-A,
- Fig. 13
- eine schematische Seitenansicht einer weiteren schallabsorbierenden Absorbereinheit,
- Fig. 14
- eine schematische Querschnittsdarstellung eines Absorberelements,
- Fig. 15
- eine schematische Draufsicht einer Anordnung mit Absorbereinheiten aus Fig. 11, und
- Fig. 16
- eine schematische Seitenansicht einer Anordnung mit der Absorbereinheit aus Fig. 11.
[0133] Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer schallabsorbierenden
Absorbereinheit 30 und Fig. 3 eine schematische Seitenansicht der schallabsorbierenden
Absorbereinheit aus Fig. 1 von unten. Die Absorbereinheit 30 dient zum Absorbieren
von Schall in einem Raum oder Gebäude, insbesondere in einem Raum oder Gebäude mit
erhöhten Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen wie beispielsweise der lebensmittelverarbeitenden
Industrie. Die Absorbereinheit 30 weist auf: ein flächiges schallabsorbierendes Absorberelement
32, ein flächiges Gitter- oder Lochplattenelement 34, und ein Rahmenelement 36, 38,
40 (siehe Figuren 2 oder 4), das das Absorberelement 32 und das Gitter- oder Lochplattenelement
34 hält und miteinander verbindet. Eine Seitenfläche des Absorberelements 32 ist parallel
zu einer Seitenfläche des Gitter- oder Lochplattenelements 34 angeordnet.
[0134] Fig. 2 zeigt eine schematische Schnittansicht der Absorbereinheit aus Fig. 1 entlang
der Schnittebene D. Das Rahmenelement 36 weist ein inneres und ein äußeres Rahmenelement
38, 40 auf, wobei das innere und äußere Rahmenelement 38, 40 parallel zueinander angeordnet
sind und das innere Rahmenelement 40 in dem äußeren Rahmenelement 38 vollständig oder
im Wesentlichen vollständig aufgenommen ist. Insbesondere ist das innere Rahmenelement
40 entnehmbar in dem äußeren Rahmenelement und das Absorberelement 32 entnehmbar in
dem inneren Rahmenelement 40 eingeschoben. Wie in Fig. 2 dargestellt ist das Gitter-
oder Lochplattenelement 34 durch einen Luftspalt L1 von einer gegenüberliegenden Seitenfläche
des Absorberelements 32 und eine dem Gitter- oder Lochplattenelement 34 abgewandte
Seitenfläche des Absorberelements 32 durch einen Luftspalt L2 von einer dritten Seitenfläche
38c beabstandet angeordnet. Durch die Luftspalte wird eine Abschwächung der Schallwellen,
die die Absorbereinheit durchdringen begünstigt.
[0135] Die Dicke des Absorberelements kann beispielsweise im Bereich von 20-60 mm, 40-80
mm, 60-120 mm oder 100-150 mm liegen und/oder die Gesamtdicke der Absorbereinheit
beträgt vorzugsweise 80-120 mm, 100-200 mm, 120-250 mm oder im Wesentlichen 100 mm.
Beispielsweise beträgt der Abstand L1 und/oder L2 20 mm oder im Wesentlichen 20 mm.
[0136] Fig. 4 zeigt eine schematische perspektivische Seitenansicht des äußeren Rahmenelements
38 mit dem Gitter- oder Lochplattenelement 34. Das Gitter- oder Lochplattenelement
34 wird von dem äußeren Rahmenelement 38 gehalten bzw. ist mit diesem verbunden. Vorzugsweise
ist das Gitter- oder Lochplattenelement 34 wiederlösbar mit dem äußeren Rahmenelement
38 verbunden bzw. wird von diesem gehalten. Das äußere Rahmenelement 38 wird vorzugsweise
durch das Gitter- oder Lochplattenelement 34, der dem Gitter- oder Lochplattenelement
34 gegenüberliegenden und parallel angeordneten Seitenfläche 38c und durch zumindest
eine erste und einer der ersten Seitenfläche 38a, 38b gegenüberliegende zweite Seitenfläche
38b gebildet. Die erste und zweite Seitenfläche 38a, 38b verbinden jeweils sich gegenüberliegende
Außenkanten des Gitter- oder Lochplattenelement 34 und der dritten Seitenfläche 38c
miteinander. Die erste und zweite Seitenfläche 38a, 38b stehen vorzugsweise senkrecht
auf dem Gitter- oder Lochplattenelement 34 und der dritten Seitenfläche 38c.
[0137] Das äußere Rahmenelement 38 bildet eine erste seitliche Führung 44a aus, die dazu
ausgestaltet ist, zwei gegenüberliegende Seitenflächen des inneren Rahmenelements
40 in sich aufzunehmen. Wie in Fig. 5 dargestellt schließen das Gitter- oder Lochplattenelement
34 sowie die erste, zweite und dritte Seitenfläche 38a-c zwischen sich ein Volumen
ein, in das das Absorberelement 32 aufgenommen ist.
[0138] Die erste und zweite Seitenfläche 38a, 38b können sich gegenüberliegende Befestigungselemente
42a aufweisen, die zur Montage der Absorbereinheit an beispielweise einer Decke dienen.
Die Befestigungselemente 42a sind vorzugsweise an einem Endbereich der Seitenflächen
38a, 38b angeordnet.
[0139] Die dritte Seitenfläche ist vorzugsweise zumindest teilweise offen ausgeführt. Beispielsweise
weist die dritte Seitenfläche eine rechteckige oder quadratische Öffnung 50 auf -
siehe Fig. 5. Bei Montage der Absorbereinheit 30 an einer Wand oder Decke können die
Schallwellen die Absorbereinheit durch die Öffnung verlassen und werden dann an der
Wand oder Decke reflektiert und durchdringen die Absorbereinheit 30 erneut. Durch
den doppelten Durchtritt des Schalls durch die Absorbereinheit wird die Absorption
der Schallwellen begünstigt.
[0140] Alternativ oder zusätzlich zu den Befestigungselementen 42a, kann die dritte Seitenfläche
38c Befestigungselemente 42b in Form von Öffnungen, beispielsweise Schlitzen wie in
Fig. 5 zu sehen, aufweisen, die zur Montage der Absorbereinheit an einer Wand und/oder
Decke dienen. Beispielsweise kann an der Wand eine Halteeinrichtung mit Hakenelementen
montiert sein und die Absorbereinheit 30 kann mittels der Schlitze 42b an den Hakenelementen
aufgehängt werden.
[0141] Das Rahmenelement 38 ist vorzugsweise an einer Seitenfläche, die senkrecht zu der
ersten und zweiten Seitenfläche 38a, 38b steht, offen ausgeführt, so dass das innere
Rahmenelement 40 mit dem Absorberelement 32 durch die offene Seitenfläche in das äußere
Rahmenelement 38 eingeschoben werden kann.
[0142] Wie in Fig. 6 zu sehen, ist das äußere Rahmenelement 38 bevorzugt an einer der offenen
Seitenfläche gegenüberliegenden Seitenfläche zumindest teilweise geschlossen ausgestaltet
(beispielsweise durch nach innen ragende Anschlagelemente 48), so dass das innere
Rahmenelement 40 mit dem Absorberelement 32 beim Einschieben in das äußere Rahmenelement
38 in einer Endposition gehalten wird.
[0143] Wie in Fig. 4 dargestellt, ist das Gitter- oder Lochplattenelement 34 bevorzugt ein
mikroperforiertes Blech, das beispielsweise aus Edelstahl oder Aluminium hergestellt
ist. Das Blech kann eine Dicke von oder im Wesentlichen von 0.7 mm, 1 mm, 1.25 mm,
1.5 mm oder 2.0 mm aufweisen. Das Gitter- oder Lochplattenelement 34 dient als Schutz
vor mechanischer Beschädigung bzw. Abrieb des Absorberelements 32 und insbesondere
der Folie, die das Absorberelement 32 umschließt. Im dargestellten Beispiel ist das
Gitter- oder Lochplattenelement 34 zur Erhöhung der Eigenstabilität trapezförmig gewellt.
[0144] Fig. 7 zeigt eine schematische perspektivische Seitenansicht des inneren Rahmenelements
40. Das innere Rahmenelement 40 bildet eine zweite seitliche Führung 44b aus, die
dazu ausgestaltet ist, zwei gegenüberliegende Seitenkanten oder -flächen des Absorberelements
32 aufzunehmen. Wie in Fig. 7 dargestellt weist die zweite Führung 44b Führungselemente
46 auf, die auf sich gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind. Die Führungselemente
46 sind vorzugsweise U-Profile, die zum Inneren des inneren Rahmenelements 40 hin
geöffnet sind. Auf jeder Seite sind jeweils zwei U-Profile 46 angeordnet, die jeweils
über ein Verbindungselement 41a, 41b, beispielsweise Verbindungsschienen, miteinander
verbunden sind. Die Verbindungselemente 41a, 41b sind vorzugsweise parallel zueinander
angeordnet.
[0145] Ein erster Endbereich des ersten Verbindungselements 41a ist vorzugsweise mit einem
gegenüberliegenden ersten Endbereich des zweiten Verbindungselements 41b mittels dritter
Verbindungselemente 41c verbunden. Ein zweiter Endbereich des ersten Verbindungselements
41a ist vorzugsweise mit einem gegenüberliegenden zweiten Endbereich des zweiten Verbindungselements
41b mittels vierter Verbindungselemente 41d verbunden.
[0146] Vorzugsweise sind die dritten und vierten Verbindungselemente 41c, 41d senkrecht
zu den ersten und zweiten Verbindungselementen 41a, 41b angeordnet. Die dritten und
vierten Verbindungselemente 41c, 41d sind vorzugsweise derart an den Verbindungsschienen
41a, 41b angeordnet, dass sich zwischen den Führungselementen ein Platz zur Aufnahme
des Absorberelement 32 ausbildet. Beispielsweise sind die dritten und vierten Verbindungselemente
41c, 41d außerhalb der Schenkel der U-Profile 46, d.h. links und rechts der Schenkel
der U-Profile 46, angeordnet. Wie in Fig. 7 zu sehen können die dritten und vierten
Verbindungselemente 41c, 41d beispielsweise als Stangenelemente ausgebildet sein.
Das innere Rahmenelement 40 ist an zumindest einer Seite parallel zu den Verbindungsschienen
41a, 41b offen ausgestaltet, so dass das Absorberelement durch die offene Seite in
das Innere des inneren Rahmenelements 40 eingeschoben werden kann.
[0147] Fig. 8 zeigt eine schematische Seitenansicht des inneren Rahmenelements aus Fig.
7 von oben. Das innere Rahmenelement 40 ist bevorzugt an einer senkrecht zu den Verbindungselementen
41a, 41b stehenden Seitenfläche (in Fig. 7 an der Unterseite) zumindest teilweise
geschlossen ausgestaltet (beispielsweise durch nach innen ragende Anschlagelemente
49). Durch die Anschlagelemente 49 wird das Absorberelement 32 beim Einschieben in
das innere Rahmenelement 40 in einer Endposition gehalten.
[0148] Fig. 9 zeigt eine schematische perspektivische Explosionsansicht der Absorbereinheit
aus Fig. 1. Die gezeigte Absorberelement 32 weist einen flächigen Kern aus einem schallabsorbierenden
Material und eine den Kern außenseitig umschließende Folie auf, beispielsweise aus
LDPE. Der Kern kann beispielsweise aus einem Vliesstoffmaterial (z.B. Mineralwolle
oder Steinwolle), Filzmaterial oder einem porösen Material (z.B. poröser Mineralstoff)
ausgebildet sein. Die Folie umschließt den Kern bevorzugt vollständig und ist vorzugsweise
wasser- und dampfdicht ausgestaltet. Dadurch kann verhindert werden, dass Bakterien
und/oder Verunreinigungen in das Innere des Absorberelement zum Kern gelangen können.
Das Absorberelement 32 kann somit einfach und schnell von außen gereinigt werden und
ist somit auch für den Einsatz in einem Raum oder Gebäude mit erhöhten Hygiene- und/oder
Reinraumanforderungen wie beispielsweise der Lebensmittelindustrie geeignet.
[0149] Weiterhin können anhand der Fig. 9 die Montageschritte der Absorbereinheit 30 erläutert
werden. Das Absorberelement 32 wird geführt durch die zweite Führung 44b entlang einer
Einschubrichtung E entnehmbar in das innere Rahmenelement 40 eingeschoben. Das innere
Rahmenelement 40 mit dem eingeschobenen Absorberelement 32 wird mittels der Führung
44a entlang der Einschubrichtung E entnehmbar in das äußere Rahmenelement 38 eingeschoben.
Die Einschubrichtung E verläuft wie in Fig. 9 zu sehen parallel seitlichen Führungen
44a, 44b.
[0150] Fig. 10 zeigt eine schematische perspektivische Seitenansicht einer Baffleanordnung
mit zwei der Absorbereinheiten aus Fig. 1. Die Anordnung 52 weist eine erste und zweite
Absorbereinheit 30a, 30b auf, die dem Aufbau der in den Figuren 1 bis 9 beschriebenen
Absorbereinheit entspricht. Die Anordnung 52 weist ein Zwischenelement bzw. eine Zwischenplatte
54 auf, wobei die erste Absorbereinheit 30a mit einer ersten Seitenfläche des Zwischenelements
54 und die zweite Absorbereinheit 30b mit einer zweiten und der ersten Seitenfläche
gegenüberliegenden Seitenfläche des Zwischenelements 42 verbunden ist. Vorzugsweise
sind das Zwischenelement, insbesondere die Zwischenplatte, schallhart und reflektieren
den auftreffenden Schall gut.
[0151] Die Absorbereinheiten 30a, 30b sind jeweils so montiert, dass die Gitter- oder Lochplattenelemente
34 des ersten und zweiten Absorberelements 30a, 30b jeweils von dem Zwischenelement
54 abgewandt angeordnet sind. Wie in Fig. 10 dargestellt sind die Absorbereinheiten
30a, 30b symmetrisch zum Zwischenelement 54 angeordnet.
[0152] Das Zwischenelement 54 weist einen Abschnitt 54a auf, der über die Absorbereinheiten
30a, 30b hinausragt, wobei in diesem Abschnitt 54a Befestigungsmittel 42 angeordnet
sein können, die zur Montage der Anordnung 52 an beispielsweise einer Decke dienen.
[0153] Die Schallwellen, die das erste und zweite Absorbereinheit 30a, 30b durchdrungen
haben, werden an sich gegenüberliegenden Seitenflächen des Zwischenelements 54 reflektiert
und durchdringen somit die Absorbereinheiten 30a, 30b erneut. Somit werden die Schallwellen
erneut von den Absorbereinheiten 30a, 30b absorbiert und es ergibt sich eine erhöhte
Gesamtabsorption der Schallwellen.
[0154] Fig. 11 ist eine schematische Seitenansicht einer schallabsorbierenden Absorbereinheit
2 und Fig. 12 ist eine schematische Schnittansicht der Absorbereinheit aus Fig. 11
entlang der Schnittlinie A-A.
[0155] Die Absorbereinheit 2 zum Absorbieren von Schall in einem Raum oder Gebäude oder
einer Maschineneinhausung weist ein schallabsorbierendes Absorberelement 6, und eine
Halteeinrichtung 8 auf, an der das Absorberelement 6, vorzugsweise lösbar, montiert
ist. Die Halteeinrichtung 8 ist dazu ausgestaltet, um an einem Leitungselement 14
montiert zu werden, so dass das Absorberelement 6 beabstandet zum Leitungselement
14 angeordnet ist (siehe Fig. 12). Wie in Fig. 11 dargestellt werden nicht abgeschwächte
Schallwellen 4a, die von der Außenseite auf das Absorberelement 6 (d.h. der Seite,
die der Halteeinrichtung 8 abgewandt ist) treffen beim Durchqueren des Absorberelements
6 durch das Absorberelement 6 abgeschwächt und verlassen das Absorberelement 6 auf
der der Halteeinrichtung 8 zugewandten Seite als abgeschwächte Schallwellen 4b. Wie
in Fig. 11 dargestellt können die abgeschwächten Schallwellen 4b weiterhin auf das
Leitungselement 14 treffen und an diesem reflektiert werden. Das Leitungselement 14
bildet dabei eine schallharte Rückseite für die Absorbereinheit 2 aus. Durch die Reflektion
an dem Leitungselement 14 ergibt sich eine weitere Abschwächung der Schallwellen.
[0156] Die Halteeinrichtung 8 weist wie dargestellt beispielsweise ein erstes und ein zweites
Halteelement 10a, 10b auf. Das erste und/oder zweite Halteelement 10a, 10b weist vorzugsweise
ein Befestigungselement 12 zum Befestigen an dem Leitungselement 14 und/oder zumindest
ein Verbindungselement (Abstandshalter) 13 zum Verbinden des Befestigungselements
12 mit dem Absorberelement 6 auf. Das erste Halteelement 10a ist an einem ersten Endbereich
des Absorberelements 6 und das zweite Halteelement 10b an einem dem ersten Endbereich
gegenüberliegenden zweiten Endbereich des Absorberelements 6 angeordnet (siehe Fig.
12). Es können weitere Halteelemente zwischen dem ersten und zweiten Halteelement
10a, 10b angeordnet sein. Alternativ kann das Absorberelement 6 nur ein Halteelement
aufweisen, das vorzugsweise mittig oder nahezu mittig des Absorberelements angeordnet
ist. Wie in Fig. 11 zu sehen ist das Befestigungselement 12 vorzugsweise ein ringförmiges
Element (hier beispielhaft als Rohrschelle ausgeführt).
[0157] Das Absorberelement 6 ist vorzugsweise als ein gekrümmtes bzw. gebogenes Plattenelement
ausgestaltet. Insbesondere ist vorzugsweise die Gesamtfläche des Absorberelements
mit einem vorgegebenen Biegeradius gebogen oder gekrümmt. Wie in Fig. 11 und 12 zu
sehen ist das Absorberelement 6 als ein Ausschnitt einer Rohr- bzw. Zylinderwand ausgestaltet,
die nicht den gesamten azimutalen Umfang umspannt. Der nicht umspannte Bereich des
Umfangs ist vorzugsweise der Halteeinrichtung 8 zugewandt. Die Krümmung des Absorberelements
6 verläuft entlang einer Krümmungskurve und ist bogenförmig oder als ein einer bogenförmigen
Krümmung folgendes Polygon oder als Abschnitt einer Parabel ausgestaltet, wobei gemessen
vom Zentrum der Krümmung die beiden Enden der Krümmungskurve einen Bogen- bzw. Azimutal-Winkel
α (Krümmungswinkel) einschließen, der im dargestellten Fall 180° beträgt. Der Umfang
des Ausschnitts der Rohr- bzw. Zylinderwand deckt demnach einen Winkel von 180° ab.
Alternativ kann der Bogen-Winkel α in einem Bereich von 0 - 90°, 30 - 120°, 60 - 150°,
90 - 180°, 140 - 230° oder 190 - 270° liegen.
[0158] Im dargestellten Fall besteht das Absorberelement 6 aus einer einzelnen Lage 16,
die vorzugsweise aus einem perforierten Blech ausgebildet ist. Besonders bevorzugt
ist das Absorberelement 6 äquidistant oder im Wesentlichen äquidistant zum ringförmigen
Element 12 ausgerichtet, d.h. das Zentrum der Krümmung bzw. die Mittenachse C der
Krümmung ist koaxial zum Absorberelement 6 ausgerichtet ist. Im montierten Zustand
der Absorbereinheit 2 liegt der Abstand a zwischen dem Absorberelement 6 und dem Leitungselement
14 oder dem Befestigungselement 12 (ohne Berücksichtigung des/der Verbindungselement(e)
13) vorzugsweise in einem Bereich von 80 - 140 mm, 100 - 160 mm, 120 - 180 mm oder
140 - 200 mm, besonders bevorzugt beträgt der Abstand 100 mm.
[0159] Die Verbindungselemente 12 ragen vorzugsweise radial von der Außenfläche des Befestigungselements
12 nach außen zur Innenseite des Absorberelements 6. Im dargestellten Fall weisen
die Halteelemente 10a, 10b jeweils drei Verbindungselemente 13 auf, die vorzugsweise
in gleichen Abständen zueinander angeordnet sind. Alternativ können auch nur 1 oder
2, oder 4, 5 oder 6 Verbindungselemente bereitgestellt sein.
[0160] In Fig. 12 ist die Absorbereinheit 2 im montierten Zustand an einem Leitungselement
14 beispielswiese einer Rohrleitung dargestellt. Das Absorberelement 6 weist eine
Ausdehnung entlang der Längsachse B des Leitungselements 14 auf. Im dargestellten
Fall ist die Mittenachse C der Krümmung koaxial zur Längsachse B der Rohrleitung angeordnet.
[0161] Fig. 13 ist eine schematische Seitenansicht einer weiteren schallabsorbierenden Absorbereinheit.
Im Vergleich zur Absorbereinheit 2 der Figuren 11 und 12, ist die Ausführung der Verbindungselemente
13 der Absorbereinheit 2 in Fig. 13 unterschiedlich. In Fig. 13 sind die Verbindungselemente
13 länger ausgeführt, wodurch sich ein größerer Abstand a zwischen dem Absorberelement
6 und dem Leitungselement 14 ergibt. Dadurch ist das Befestigungselement 12 in dieser
Ausgestaltung nicht äquidistant zum Absorberelement 6 angeordnet und die Mittenachse
C der Krümmung des Absorberelements 6 nicht koaxial zum Leitungselements 14 (d.h.
Mittenachse C und Längsachse B des Leitungselements 14 sind nicht deckungsgleich)
angeordnet, sondern parallel mit einem Abstand b versetzt. Die Mittenachse C ist um
den Abstand b vertikal nach oben und parallel zur Längsachse B verschoben. In der
Absorbereinheit 2 der Figuren 11 und 12 ist der Abstand b gleich null, da die Mittenachse
C der Krümmung des Absorberelements 6 koaxial zum Leitungselement 14 angeordnet ist
(d.h. die Mittenachse C ist deckungsgleich zur Längsachse B des Leitungselements 14).
[0162] Fig. 14 zeigt die Absorbereinheit 2 aus Fig. 13 mit einem weiteren Absorberelement
2 und einem Verbindungselement 13. Im Vergleich zur Fig. 14 ist in den Figuren 11
bis 13 das Absorberelement als einlagiges Element ausgestaltet. Wie in Fig. 14 dargestellt
kann das Absorberelement 6 alternativ auch mehrlagig ausgeführt sein. Beispielsweise
kann das Absorberelement 6 eine erste Lage 16 und eine zweite Lage 18 aufweisen, wobei
beide Lagen 16, 18 oder zumindest eine der Lagen aus einem perforierten Blech ausgebildet
ist/sind, und wobei die zweite Lage 18 an einer der Halteeinrichtung bzw. dem Verbindungselement
13 zugewandten Seite der ersten Lage 16 angeordnet ist. Beispielsweise kann die erste
Lage 16 ein perforiertes Blech und die zweite Lage einen schallabsorbierenden Absorber
aufweisen. Wie in Fig. 14 dargestellt kann das Absorberelement 6 zusätzlich eine dritte
Lage 20 aufweisen, die zwischen der ersten und zweiten Lage 16, 18 angeordnet ist,
wobei die dritte Lage 20 vorzugsweise aus einem schallabsorbierenden Absorber ausgebildet
ist. Beispielsweise kann das Absorberelement 6 dreilagig ausgeführt sein, wobei die
erste Lage 16 und zweite Lage 18 jeweils durch ein perforiertes Blech und die dritte
Lage 20 durch einen schallabsorbierenden Absorber ausgebildet sind. Vorzugsweise sind
sich zwei gegenüberliegende Lagen 16, 18, 20 (d.h. in Fig. 14 die erste Lage 16 und
die dritte Lage 20 und/oder die dritte Lage 20 und die zweite Lage 18) zueinander
beabstandet angeordnet. Dadurch entsteht ein Luftpolster zwischen den einzelnen Lagen,
was wiederum die Schallreduktion begünstigt.
[0163] Das Absorberelement 6 kann auch mehr als die drei oben beschriebenen Lagen 16, 18,
20 aufweisen. Die erste Lage 16 (d.h. die auf der Halteeinrichtung 8 abgewandten Seite
äußerste Lage des Absorberelements 6) ist dabei vorzugsweise aus einem perforierten
Blech ausgebildet. Alle weiteren Lagen können aus einem perforierten Blech oder einem
schallabsorbierenden Absorber ausgebildet sein. Dabei sind jegliche Kombinationen
denkbar. Vorzugsweise ist dabei zwischen sich gegenüberliegenden Lagen jeweils ein
Luftspalt ausgebildet.
[0164] Durch die Kombination aus perforiertem Blech und schallabsorbierendem Absorber kann
eine breitbandige Schallreduktion von niedrigen bis hohen Frequenzen erreicht werden.
Vorzugsweise ist das Material oder sind die Oberflächen des Absorberelements 6 und/oder
der Absorbereinheit laugenbeständig und/oder säurebeständig und/oder CIP-behandelbar
ausgebildet. Beispielsweise ist die oder sind die erste und zweite Lage 16, 18 oder
bei einlagigem Absorberelement 6 das Absorberelement 6 aus Stahl und vorzugsweise
aus Edelstahl ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich sind die Abstandshalter 13 und/oder
das Befestigungselement 12 aus Stahl, vorzugsweise aus Edelstahl, ausgebildet.
[0165] Vorzugsweise sind die einzelnen Lagen in einem Rahmenelement 22 angeordnet bzw. eingespannt
und die Halteeinrichtung bzw. die Verbindungselemente 13 der Halteeinrichtung sind
an dem Rahmenelement 22 befestigt.
[0166] Fig. 15 zeigt eine schematische Draufsicht einer Anordnung mit Absorbereinheiten
2 aus Fig. 11. Es sind mehrere parallel zueinander angeordnete Leitungselemente 14
dargestellt. Auf einem Leitungselement 14 können dabei mehrere Absorberelemente 2
hintereinander angeordnet sein. Vorzugsweise ist an jedem der Leitungselemente mindestens
eine Absorbereinheit 2 angeordnet.
[0167] Fig. 16 ist eine schematische Seitenansicht einer Anordnung mit der Absorbereinheit
2 aus Fig. 11.
[0168] Das Leitungselement 14 ist in der Nähe einer Wand 24 angeordnet. In Fig. 16 ist die
Absorbereinheit 2, insbesondere das Absorberelement 6, auf der der Wand 24 abgewandten
Seite des Leitungselements 14 angeordnet.
[0169] Eine Schallreflektion und -dämpfung S einer Schallwelle ist in Fig. 16 exemplarisch
dargestellt. Es kann zumindest ein Teil der Schallwellen, die auf das Absorberelement
6 auftreffen, das Absorberelement 6 in Richtung des Leitungselements 14 durchqueren,
wobei die Schallwellen durch das Absorberelement 6 abgeschwächt werden. Zumindest
ein Teil der abgeschwächten Schallwellen auf der der Seite der Halteeinrichtung 8
kann ferner auf das Leitungselement 14 treffen und an diesem reflektiert werden. Das
Leitungselement 14 bildet dabei eine schallharte Rückseite für die Absorbereinheit
2 aus. Durch die Reflektion an dem Leitungselement 14 ergibt sich eine weitere Abschwächung
der Schallwellen. Die auf das Leitungselement 14 auftreffenden Schallwellen werden
vom Leitungselement 14 zurück zum Absorberelement 6 reflektiert. Die Schallwellen
können auf diese Weise mehrfach zwischen dem Absorberelement 6 und dem Leitungselement
14 hin und her reflektiert werden (d.h. Mehrfachschallreflektion) bevor sie das Absorberelement
erneut durchqueren, wobei es zum Abschwächen bzw. zur Dämpfung des Schalls kommt.
Falls das Absorberelement 6 als Parabelabschnitt mit einer Brennlinie koaxial zur
Leitung 14 oder zum Halteelement 12 ausgebildet ist, wird die Mehrfachschallreflektion
und damit Dämpfung weiter erhöht.
[0170] Nachfolgend sind weitere Ausführungsformen beschrieben, auf die Ansprüche der vorliegenden
Anmeldung oder einer Teilanmeldung gerichtet werden können.
A1. Schallabsorbierende Absorbereinheit (2) zum Absorbieren von Schall (4a) in einem
Raum oder Gebäude oder einer Maschineneinhausung, insbesondere in einem Raum oder
Gebäude mit erhöhten Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen oder einer Maschineneinhausung
in einem solchen Raum oder Gebäude, wobei die Absorbereinheit aufweist: ein schallabsorbierendes
Absorberelement (6), und eine Halteeinrichtung (8), an der das Absorberelement (6),
vorzugsweise lösbar, montiert ist, und die dazu ausgestaltet ist, um an einem Leitungselement
(14) montiert zu werden, so dass das Absorberelement (6) mittels der Halteeinrichtung
beabstandet zum Leitungselement (14) angeordnet ist.
A2. Absorbereinheit nach Ausführung A1, wobei das Absorberelement (6) ein gekrümmtes
bzw. gebogenes Plattenelement ist.
A3. Absorbereinheit nach Ausführung A1 oder A2, wobei die Fläche, insbesondere die
Gesamtfläche, des Absorberelements (6) gebogen oder gekrümmt ist, insbesondere mit
einem vorgegebenen Biegeradius gebogen oder gekrümmt ist.
A4. Absorbereinheit nach Ausführung A2 oder A3, wobei die Krümmung entlang einer Krümmungskurve
verläuft und bogenförmig oder kantig ausgestaltet ist, und wobei gemessen vom Zentrum
der Krümmung die beiden Enden der Krümmungskurve einen Winkel (α) einschließen, der
in einem Bereich von 0 - 90°, 30 - 120°, 60 - 150°, 90 - 180°, 140 - 230° oder 190
- 270° liegt, vorzugsweise 180° oder im Wesentlichen 180° beträgt.
A5. Absorbereinheit nach einer der Ausführungen A1 bis A4, wobei das Absorberelement
(6) einen Ausschnitt einer Rohr- oder Zylinderwand und/oder die Krümmung im Schnitt
einen Bogenabschnitt oder Parabelabschnitt ausbildet, der nicht den gesamten Umfang
umspannt.
A6. Absorbereinheit nach einer der Ausführungen A1 bis A5, wobei im montierten Zustand
der Absorbereinheit (2) der Abstand zwischen dem Absorberelement (6) und dem Leitungselement
(14) oder dem mit einem Leitungselement (14) verbindbaren Teil der Halteeinrichtung
(8) oder dem Befestigungselement (12) vorzugsweise in einem Bereich von 80 - 140 mm,
100 - 160 mm, 120 - 180 mm oder 140 - 200 mm liegt, besonders bevorzugt 100 mm beträgt,
wobei vorzugsweise zumindest 50%, 65%, 80% oder 90% der Gesamtoberfläche der Absorbereinheit
in oder im Wesentlichen in einem Abstandsbereich von 80 - 140 mm, 100 - 160 mm, 120
- 180 mm oder 140 - 200 mm von dem oder einem Befestigungselement (12) der Halteeinrichtung
(8) liegt.
A7. Absorbereinheit nach einer der Ausführungen A1 bis A6, wobei die Halteeinrichtung
(8) zumindest ein Halteelement (10a, 10b) mit einem Befestigungselement (12) zum Befestigen
an dem Leitungselement (14) und/oder zumindest ein Verbindungselement (13) zum Verbinden
des Befestigungselements (12) mit dem Absorberelement (6) aufweist, wobei insbesondere
das Verbindungselement (13) von dem Befestigungselement (12) mit einer Länge im Bereich
von 80 - 140 mm, 100 - 160 mm, 120 - 180 mm oder 140 - 200 mm nach Außen absteht.
A8. Absorbereinheit nach Ausführung A7, wobei das Befestigungselement (12) ein ringförmiges
Element ist und das Absorberelement (6) äquidistant oder im Wesentlichen äquidistant
zum ringförmigen Element (12) ausgerichtet ist, wobei insbesondere das Absorberelement
(6) gekrümmt ist und das Zentrum der Krümmung koaxial zum ringförmigen Element (12)
ausgerichtet ist, und/oder wobei die Halteeinrichtung (8) ein erstes und zweites Halteelement
(10a, 10b) aufweist, und wobei das erste und zweite Halteelement (10a, 10b) an sich
gegenüberliegenden Endbereichen des Absorberelements (6) angeordnet sind.
A9. Absorbereinheit nach einer der Ausführungen A1 bis A8, wobei das Absorberelement
(6) zumindest eine Lage (16, 18) aus einem perforierten Blech, insbesondere einem
Blech aus Stahl, Aluminium oder Edelstahl, aufweist.
A10. Absorbereinheit nach einer der Ausführungen A1 bis A9, wobei das Absorberelement
(6) aufweist: eine erste Lage (16) und eine zweite Lage (18), wobei beide Lagen oder
zumindest eine der Lagen aus einem perforierten Blech ausgebildet ist, wobei die zweite
Lage (18) an einer der Halteeinrichtung (8) zugewandten Seite der ersten Lage (16)
angeordnet ist, und vorzugsweise eine dritte Lage (20), die zwischen der ersten und
zweiten Lage (16, 18) angeordnet ist, wobei die dritte Lage vorzugsweise aus einem
schallabsorbierenden Absorber ausgebildet ist; wobei vorzugsweise zwei gegenüberliegende
Lagen (16, 18, 20) zueinander beabstandet angeordnet sind.
A11. Absorbereinheit nach einer der Ausführungen A1 bis A10, wobei das Material oder
die Oberflächen des Absorberelements (6) und/oder der Absorbereinheit (2) laugenbeständig
und/oder säurebeständig und/oder CIP-behandelbar und/oder reißfest ausgebildet sind,
und/oder wobei die Absorbereinheit und/oder die zumindest eine Halteeinrichtung (8)
aus Stahl, Aluminium oder Edelstahl ausgebildet ist/sind.
A12. Anordnung, die aufweist: zumindest ein Leitungselement (14), das in einem Raum
oder Gebäude oder einer Maschineneinhausung, vorzugsweise einem Raum oder Gebäude
mit erhöhten Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen oder einer Maschineneinhausung
in einem solchen Raum oder Gebäude, angeordnet ist, und zumindest eine Absorbereinheit
(2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Halteeinrichtung (8) der Absorbereinheit
(2) an dem Leitungselement (14) befestigt bzw. montiert ist so dass das Absorberelement
(6) beabstandet zum Leitungselement angeordnet ist.
A13. Anordnung nach Ausführung A13, wobei, wenn das Leitungselement in der Nähe einer
Wand (24) angeordnet ist, bezüglich des Leitungselements (14) das Absorberelement
(6) auf der der Wand (24) gegenüberliegenden Seite angeordnet ist.
Bezugszeichenliste:
[0171]
- 2
- Schallabsorbierende Absorbereinheit
- 4a, 4b
- nicht-abgeschwächte (abgeschwächte) Schallwellen
- 6
- Absorberelement
- 8
- Halteeinrichtung
- 10a, 10b
- erstes / zweites Halteelement
- 12
- Befestigungselement (Rohrschelle)
- 13
- Verbindungselement / Abstandshalter
- 14
- Leitungselement (Rohrelement oder -leitung)
- 16
- erste Lage (erstes perforiertes Blech)
- 18
- zweite Lage (zweites perforiertes Blech)
- 20
- dritte Lage (schallabsorbierender Absorber)
- 22
- Rahmenelement
- 24
- Wand
- 30, 30a, 30b
- (erste / zweite) schallabsorbierende Absorbereinheit
- 32
- flächiges Absorberelement
- 34
- Gitter- oder Lochplattenelement
- 36
- Rahmenelement
- 38
- äußeres Rahmenelement
- 38a
- erste Seitenfläche des äußeren Rahmenelements
- 38b
- erste Seitenfläche des äußeren Rahmenelements
- 38c
- dritte Seitenfläche des äußeren Rahmenelements
- 40
- inneres Rahmenelement
- 41a-d
- erstes / zweites / drittes / viertes Verbindungselement
- 42a-c
- Befestigungselement
- 44a, 44b
- erste / zweite seitliche Führung
- 46
- Führungselement
- 48, 49
- Anschlagelement
- 50
- Öffnung
- 52
- Baffleanordnung
- 54
- Zwischenelement
- 54a
- herausragendes Teilelement
- a
- Abstand zwischen Absorberelement und Rohrelement
- b
- Abstand zwischen Längsachse und des Leitungselements und der Mittenachse der Krümmung
/ Biegung
- α
- Krümmungswinkel des Absorberelements
- B
- Längsachse des Leitungselements
- C
- Mittenachse der Krümmung / Biegung des Absorberelements
- E
- Einschubrichtung des inneren Rahmenelements bzw. des Absorberelements
- L1, L2
- Luftspalt
- S
- Schallreflektion und -dämpfung
1. Absorbereinheit (30) zum Absorbieren von Schall in einem Raum oder Gebäude, insbesondere
in einem Raum oder Gebäude mit erhöhten Hygiene- und/oder Reinraumanforderungen, wobei
die Absorbereinheit (30) aufweist:
ein flächiges schallabsorbierendes Absorberelement (32),
ein flächiges Gitter- oder Lochplattenelement (34), wobei eine Seitenfläche des Absorberelements
(32) parallel zu einer Seitenfläche des Gitter- oder Lochplattenelements (34) angeordnet
ist, und
ein Rahmenelement (36, 38, 40), das das Absorberelement (32) und das Gitter- oder
Lochplattenelement (34) hält und miteinander verbindet.
2. Absorbereinheit nach Anspruch 1,
wobei das Rahmenelement (36, 38, 40) das Absorberelement (32) und/oder das Gitter-
oder Lochplattenelement (34) an zumindest zwei gegenüberliegenden Seitenkanten stützt,
und/oder
wobei das Rahmenelement (36, 38, 40) das Absorberelement (32) und/oder das Gitter-
oder Lochplattenelement (34) mechanisch stabilisiert, so dass dieses oder diese flächig
aufgespannt sind.
3. Absorbereinheit nach Anspruch 1 oder 2,
wobei das Absorberelement (32) und/oder das Gitter- oder Lochplattenelement (34) entnehmbar
in das Rahmenelement (36, 38, 40) eingesetzt oder eingeschoben oder eingeklemmt sind,
und/oder
wobei das Rahmenelement (36, 38, 40) eine seitliche Führung (44a, 44b) ausbildet,
die dazu ausgestaltet ist, zwei gegenüberliegende Seitenkanten oder -flächen des Absorberelements
(32) und/oder des Gitter- oder Lochplattenelements (34) aufzunehmen.
4. Absorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Rahmenelement (36,
38, 40) auf einer dem Gitter- oder Lochplattenelement (34) abgewandten Seite des Absorberelements
(32) in einer Richtung senkrecht zur Seitenfläche des Absorberelements (32) zumindest
teilweise offen ausgestaltet ist.
5. Absorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Rahmenelement (36, 38, 40) ein äußeres Rahmenelement (38) und ein inneres
Rahmenelement (40) aufweist,
wobei das innere und äußere Rahmenelement (38, 40) parallel zueinander angeordnet
sind und das innere Rahmenelement (40) in dem äußeren Rahmenelement (38) vollständig
oder im Wesentlichen vollständig aufgenommen ist, und
wobei das äußere Rahmenelement (38) das Gitter- oder Lochplattenelement (34) und das
innere Rahmenelement (40) das Absorberelement (32) hält.
6. Absorbereinheit nach 5,
wobei das innere Rahmenelement (40) entnehmbar in dem äußeren Rahmenelement (38) eingesetzt
oder eingeschoben ist, und/oder
wobei das Absorberelement (32) entnehmbar in dem inneren Rahmenelement (40) eingesetzt
oder eingeschoben ist.
7. Absorbereinheit nach Anspruch 5 oder 6,
wobei das äußere Rahmenelement (38) eine erste seitliche Führung (44a) ausbildet,
die dazu ausgestaltet ist, zwei gegenüberliegende Seitenkanten oder -flächen des inneren
Rahmenelements (40) aufzunehmen, und/oder
wobei das innere Rahmenelement (40) eine zweite seitliche Führung (44b) ausbildet,
die dazu ausgestaltet ist, zwei gegenüberliegende Seitenkanten oder -flächen des Absorberelements
(32) aufzunehmen, und/oder
wobei das innere Rahmenelement (40) in einer Richtung senkrecht zum Gitter- oder Lochplattenelement
(34) zumindest teilweise offen ausgeführt ist und das äußere Rahmenelement (38) auf
einer dem Gitter- oder Lochplattenelement gegenüberliegenden Seitenfläche (38c) des
äußeren Rahmenelements zumindest teilweise offen ausgestaltet ist.
8. Absorbereinheit nach Anspruch 7,
wobei die erste Führung (44a) gegenüberliegende U-Profile aufweist, die zum Inneren
des äußeren Rahmenelements (38) hin geöffnet sind und dazu ausgestaltet sind, um zwei
gegenüberliegende Seitenkanten oder -flächen des inneren Rahmenelements (40) zwischen
sich aufzunehmen, und/oder
wobei die zweite Führung (44b) gegenüberliegende U-Profile (46) aufweist, die zum
Inneren des inneren Rahmenelements (40) hin geöffnet sind und dazu ausgestaltet sind,
um zwei gegenüberliegende Seitenkanten oder -flächen des Absorberelements (32) zwischen
sich aufzunehmen.
9. Absorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Absorberelement (32) aufweist: einen flächigen Kern aus einem schallabsorbierenden
Material, und optional eine den Kern außenseitig umschließende Folie; oder
wobei das Absorberelement (32) aus einem mikroperforierten Blech ausgebildet ist.
10. Absorbereinheit nach Anspruch 9,
wobei der Kern aufweist oder ausgebildet ist aus: Vliesstoffmaterial (z.B. Mineralwolle,
Steinwolle, Glaswolle), Filzmaterialien (z.B. Holzwolle), oder poröses Material (z.B.
Schaumstoff, Harzschaum, Basotect oder poröser Mineralstoff), und/oder
wobei der Kern einen Absorptionsgrad α ≥ 0.7 bei 1 kHz aufweist, bevorzugt von α ≥
0.8, 0.85 oder 0,9.
11. Absorbereinheit nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
wobei die Folie eine Dicke hat im Bereich von 20-200 µm, 20-60 µm, 50-90 µm, 80-120
µm, 120-160 µm, oder 140-200 µm, und/oder
wobei die Folie aus einem der folgenden Kunststoff-Materialien besteht: Polyethylen
PE, vorzugsweise Polyethylen mit niedriger Dichte (LDPE) oder Polyethylen mit hoher
Dichte (HDPE), Polypropylen PP, Polyamid, PET, PS, und/oder
wobei die Dicke des Absorberelements im Bereich von 25-50 mm, 40-80 mm, 70-100 mm,
90-130 mm, 120-180 mm, oder 160-200 mm liegt, und/oder
wobei die Gesamtdicke der Absorbereinheit im Bereich von 80-150 mm, 90-150 mm, 100-180
mm, 140-220 mm, 200-280 mm, 250-350 oder 300-400 mm liegt, wobei die Gesamtdicke der
Absorbereinheit vorzugsweise 100 mm oder im Wesentlichen 100 mm beträgt.
12. Absorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Gitter- oder Lochplattenelement (34) ein mikroperforiertes Blech ist, und/oder
wobei das Blech eine Dicke im Bereich von 0.5-0.8 mm, 0.7-1.0 mm, 0.9-1.2 mm, 1.1-1.5
mm, 1.4-1.8 mm oder 1.6-2.0 mm aufweist, und bevorzugt eine Dicke von oder im Wesentlichen
von 0.7 mm, 1 mm, 1.25 mm, 1.5 mm oder 2.0 mm hat, und/oder
wobei das Lochblech aus Stahl, Aluminium, oder Edelstahl ausgebildet ist.
13. Absorbereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Gitter- oder Lochplattenelement (34) und das Absorberelement (32) und/oder
das Absorberelement (32) und eine Seitenfläche (38c) des Rahmenelements, insbesondere
des äußeren Rahmenelements (38), die auf einer dem Gitter- oder Lochplattenelement
(34) gegenüberliegenden Seite des Absorberelements (32) parallel zum Absorberelement
(32) angeordnet ist, zueinander beabstandet angeordnet sind, und
wobei vorzugsweise der Abstand in einem Bereich von 10-60 mm, 10-30 mm, 20-40 mm,
30-50 mm oder 40-60 mm liegt, besonders bevorzugt 20 mm oder im Wesentlichen 20 mm
beträgt.
14. Anordnung, die aufweist:
eine erste und zweite Absorbereinheit (30a, 30b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
und
ein Zwischenelement (52), vorzugsweise eine schallharte Zwischenplatte,
wobei die erste Absorbereinheit (30a) mit einer ersten Seitenfläche des Zwischenelements
(52) und die zweite Absorbereinheit (30b) mit einer zweiten und der ersten Seitenfläche
gegenüberliegenden Seitenfläche des Zwischenelements (52) verbunden ist, und
wobei die Gitter- oder Lochplattenelemente (34) des ersten und zweiten Absorberelements
(30a, 30b) jeweils von dem Zwischenelement (52) abgewandt angeordnet sind.
15. Anordnung einer Absorbereinheit an einer Wand oder Decke, wobei die Anordnung aufweist:
eine Absorbereinheit (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, und
zumindest eine Haltereinrichtung (42a, 42b) zum lösbaren Halten der Absorbereinheit
(30) an der Wand oder Decke,
wobei die Absorbereinheit (30) mittels der Halteeinrichtung (42a, 42b) an der Wand
oder der Decke montiert ist, und wobei das Gitter- oder Lochplattenelement (34) von
der Wand oder Decke abgewandt ist.