[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Wärmespeichereinheit mit mindestens einem Speicherblock,
der als Bündel aus mehreren parallel zueinander verlaufenden, in z-Richtung längserstreckten,
geschlossenen, aus Hohlprofilen hergestellten Hohlkammern ausgestaltet ist, die jeweils
mit PCM-Material befüllt sind, wobei in der in x-y-Richtung ausgedehnten Querschnittsebene
sowohl in x-Richtung als auch in y-Richtung des Speicherblocks mindestens zwei Hohlkammern
mit Wandabschnitten (a, b, c, d) ihrer Umfangswandungen flächig unmittelbar oder über
eine dünne gut wärmeleitende Kontaktschicht mittelbar dicht aneinanderliegend angeordnet
sind, die Umfangswandungen zumindest in einem Teil ihrer sich paarweise gegenüberliegenden
Wandabschnitte (a, b) mit in Längsrichtung über ihre gesamte Länge verlaufenden Einmuldungen
versehen sind, die Einmuldungen in den Umfangswandungen jeweils zweier einander benachbarter
Hohlkammern sich im Querschnitt zu einem geschlossenen, insbesondere kreisförmigen,
Ring ergänzen und durch den Speicherblock zum Durchleiten eines Wärme transportierenden
Fluids eine Leitungsanordnung geführt ist, die mindestens eine Leitung mit mehreren
Leitungsabschnitten aufweist, welche in die Einmuldungen in unmittelbarem oder über
ein Wärmeleitmittel hergestelltem Kontakt wärmeleitend mit den jeweils angrenzenden
Bereichen der Umfangswandung und darüber mit dem PCM-Material verbunden sind. Ferner
bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Zusammenbau einer solchen Wärmespeichereinheit.
[0002] Eine Wärmespeichereinheit dieser Art und auch Montageschritte zu ihrem Zusammenbau
sind in der von der Anmelderin stammenden
WO 2021/078437 angegeben. Bei dieser bekannten Wärmespeichereinheit sind Einmuldungen insbesondere
in Kantenbereichen parallel nebeneinander verlaufender, aus Vierkanthohlprofilen gebildeten
Hohlkammern vorgesehen, in die Leitungsabschnitte einer Leitungsanordnung eingesetzt,
um ein Wärmeträgerfluid, insbesondere Wasser, hindurchzuführen. In den Hohlkammern
ist ein sogenanntes Phasenwechselmaterial, PCM-Material, eingefüllt, um in dem Wärmeträgerfluid
enthaltene Wärme zwischenzuspeichern und bei Bedarf auch wieder an dieses abzugeben.
Die so aus mehreren zu einem Bündel zusammengefassten Hohlkammern sind umfangsseitig
von Wärmedämmmaterial eingehüllt und bezüglich ihrer vertikalen Ausrichtung unten
in einem Sockel aufgenommen und oben mittels einer wärmedämmenden Kappe abgedeckt.
Dieser Aufbau ermöglicht zwar eine günstige Herstellungsweise; jedoch bestehen noch
Verbesserungsmöglichkeiten für eine möglichst effiziente Energienutzung.
[0003] In der
EP 2 468 977 A1 ist ein Flächenelement mit einer wärmeleitenden Hülle gezeigt, die ein Phasenwechselmaterial
umgibt, wobei das Flächenelement direkt oder indirekt mit einer Heiz- bzw. Kühlleitung
in wärmeleitender Verbindung steht. Durch die Umhüllung des Phasenwechselmaterials
(PCM-Materials) in Platten- oder Lamellenform, kann dieses Material in einfacher Weise
in Heiz- bzw. Kühldecken oder auch in Wand- und Fußbodenheizungen integriert werden,
wobei ein mit PCM-Material gefülltes Hohlprofil oder eine Platte in wärmeleitender
Verbindung mit einer Betondecke angeordnet sein kann. Bei einer Ausführung können
zwei Hohlprofile jeweils mit einer Vertiefung aneinanderliegenden Seitenflächen versehen
sein, um eine Leitung für ein wärmeleitendes Fluid aufzunehmen und ganzflächig zu
umschließen. Die aneinanderliegenden Seitenflächen sind dabei z. B. mit einer Halteelementanordnung
aus T-förmigen Nuten einerseits und an diese angepassten Stegen andererseits versehen,
sodass sie in Längsrichtung ineinandergeschoben oder ineinandergesteckt werden können,
um eine formschlüssige Verbindung herzustellen. Dabei ist es jedoch schwierig, eine
einfache Montage und gleichzeitig eine für eine gute Wärmeleitung enge Verbindung
zwischen den wärmeübertragenden Komponenten zu erreichen.
[0004] Eine weitere Wärmespeichereinheit ist in der
DE 20 2018 100 856 U1 gezeigt. Bei dieser bekannten Wärmespeichereinheit ist ein Wärmespeicher bzw. Pufferspeicher,
der zum Liefern von Brauchwasser, insbesondere Heizungs- und/oder Trinkwasser ausgebildet
ist, außen auf seiner Behälterwand wärmeleitend mit einem taschenartigen Träger umgeben,
in den ein Phasenwechselmaterial (PCM-Material) eingefüllt ist. Auch bei dieser Ausbildung
kann mittels des Phasenwechselmaterials in an sich bekannter Weise Wärme latent, d.
h. im Wesentlichen ohne Temperaturänderung, in Folge eines Phasenwechsels, gespeichert
werden.
[0005] Die
DE 10 2017 125 669 A1 zeigt eine gebündelte Anordnung von z. B. rotationssymmetrischen Hohlkörpern als
Wärmespeicherelemente, in denen Latentwärmespeichermedium aufgenommen wird. Die Wärmespeicherelemente
sind in einem ersten Behälterabschnitt eines Behälters angeordnet und zu einem zweiten
Behälterabschnitt des Behälters hin offen. Die Wärmespeicherelemente mit dem Latentwärmespeichermedium
werden in dem ersten Behälterabschnitt von einem Wärmeträgermedium (insbesondere Wasser)
umspült, das durch einen dritten Hohlraum des Behälters fließt, welcher den zweiten
Behälterabschnitt umgibt. Mit den offenen Wärmespeicherelementen sollen Volumenänderungen
des Wärmespeichermediums ermöglicht und gleiche thermodynamische Gleichgewichtszustände
in den Wärmespeicherelementen erreicht werden.
[0006] Die
DE 10 2011 004 202 A1 zeigt ein Latentwärmespeicherelement mit kreiszylinderförmiger Außenform, in dem
Latentwärmespeichermaterial zusammen mit einer Matrix aus einem Material mit gegenüber
dem Latentwärmespeichermaterial erhöhter Wärmeleitfähigkeit aufgenommen ist. Bei einer
Anordnung mehrerer derartiger Latentwärmespeicherelemente in einem Energiespeicher
werden die einzelnen Latentwärmespeicherelemente von einem Wärmeträgerfluid umspült.
[0007] Die
DE 20 2010 000 027 A1 zeigt einen weiteren Latentwärmespeicher mit einer in einem Behälter angeordneten
und darin mittels einer Stützkonstruktion gehaltenen Leitungsanordnung, in dem ein
Wärmeträgerfluid geführt ist, wobei in dem von dem Außenmantel umgebenen Hohlraum
das Wärmespeichermedium in wärmeleitendem Kontakt mit dem Leitungssystem angeordnet
ist.
[0008] Die
DE 10 2009 036 550 A1 zeigt ebenfalls ein Latentwärmespeichersystem. Hierbei sind für das das Wärmeträgermedium
führende Rohrleitungssystem und das Wärmespeichermedium zwei Teilbereiche gebildet
und das Wärmeträgermedium (Arbeitsmedium) wird zudem durch Strömungsräume geführt,
die in dem Speichermedium selbst ausgebildet sind. Das Speichermedium ist hierbei
z. B. als von Strömungsräumen durchzogener einstückiger, monolithischer Feststoffkörper
oder als Schüttgut-Feststoffkörper ausgebildet.
[0009] Auch die
DE 10 2011 107 270 A1 zeigt einen Wärmespeicher mit einem Behälter, in den ein Fluid, insbesondere Wasser,
gefüllt ist, in Verbindung mit einer Anordnung von Phasenwechselmaterial zum Speichern
von Wärmeenergie. Das Phasenwechselmaterial ist dabei in wärmeleitend mit dem Fluid
in Verbindung stehenden Körpern in dem Fluid angeordnet oder in einer anderen Ausführung
in einer Speichererweiterung in Form einer schalen- oder schichtenförmigen zusätzlichen
Ummantelung außen auf dem Behälter untergebracht. Dabei sind auch Schichtwärmespeicher
angegeben, wobei die Schichten Fluid mit unterschiedlichen Temperaturen aufweisen
und den Schichten Phasenwechselmaterialien mit unterschiedlicher Umwandlungs- bzw.
Übergangstemperatur (Schwellentemperatur) zugeordnet sind.
[0010] Bei einer in der
DE 10 2013 114 507 B3 gezeigten weiteren Ausführungsform für eine Wärmespeichereinheit ist ein Behälter
mit einer Mischung aus Phasenwechselmaterial und Grafitpulver offenbart. Das Phasenwechselmaterial
ist dabei in einen Raum zwischen einer inneren und äußeren Behälterwand eingebracht.
[0011] In der
US 2011/0239673 A1 ist ein Gerät zur Erwärmung von Wasser mit einem Warmwasserspeicherbehälter, einer
Heizanordnung, die vorgesehen ist, um Wasser in dem Speicherbehälter zu erhitzen,
und einer Wärmeaustauschvorrichtung dargestellt, die in der Wärmespeichereinheit in
einer festen Beziehung relativ zu einer Position der Heizanordnung angeordnet ist,
wobei die Wärmeaustauschvorrichtung einen hohlen Gegenstand und ein Phasenwechselmaterial
innerhalb des hohlen Objekts umfasst.
[0013] Bei der Ausrüstung der Speicherbehälter mit dem Phasenwechselmaterial ist stets ein
nicht unerheblicher Aufwand und gegebenenfalls auch Platzbedarf erforderlich.
[0014] Bekannte Ausführungen der genannten Art von Wärmespeichersystemen weisen relativ
umfangreiche konstruktive Maßnahmen auf, die einfachen Einbau-, Ergänzungs- und Umrüstmöglichkeiten
und auch einem effizienten Betrieb entgegenstehen.
[0015] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wärmespeichereinheit
bereitzustellen, die bei möglichst wenig Herstellungsaufwand und möglichst weitgehenden
Verwendungsmöglichkeiten insbesondere im Zusammenhang mit Speicherbehältern für Warmwasser
oder ähnliche Fluide einen möglichst effizienten Betrieb ergibt, und ein Verfahren
zur Herstellung der Wärmespeichereinheit anzugeben.
[0016] Diese Aufgabe wird bei einer Wärmespeichereinheit mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Hierbei ist vorgesehen, dass durch den Speicherblock eine Leitungsanordnung
zum Durchleiten eines Wärme transportierenden Fluids geführt ist, dass der Speicherblock
als Bündel aus mehreren parallel zueinander verlaufenden, mit Wandabschnitten ihrer
Umfangswandung dicht (unmittelbar oder über eine gut wärmeleitende dünne Zwischenschicht)
aneinanderliegenden, längserstreckten geschlossenen Hohlkammern ausgestaltet ist,
die jeweils mit PCM-Material befüllt sind, dass die Umfangswandungen jeweils mit in
Längsrichtung verlaufenden Einmuldungen versehen sind, und dass die Leitungsanordnung
mindestens eine Leitung mit mehreren Leitungsabschnitten aufweist, die in die Einmuldungen
in unmittelbarem oder über ein Wärmeleitmittel hergestelltem Kontakt wärmeleitend
mit den angrenzenden Bereichen der Umfangswandung und darüber mit dem PCM-Material
verbunden sind.
[0017] Der so als Bündel aus mehreren eng und wärmeleitend mit ihren Umfangswandungen aneinanderliegenden,
allseitig geschlossenen Hohlkammern mit dem darin aufgenommenen Phasenwechselmaterial
ausgestaltete Speicherblock ergibt eine kompakte wärmespeichernde Einheit, die also
z. B. nicht in einem mit Flüssigkeit befüllten Behälter eingebaut und aufgrund ihres
Aufbaus einfach handhabbar ist und räumlich gute Unterbringungsmöglichkeiten bietet.
Das Bündel aus mehreren in x- und y-Richtung nebeneinander angeordneten Hohlkammern
kann zum einen mittels der Halteelementanordnungen einfach durch seitliches Aneinanderfügen
zusammengesetzt werden, die auch zu einer engen, kompakten, eine gute Wärmeübertragung
unterstützenden Aneinanderlage der Hohlkammern beitragen, und kann zudem z. B. über
außen angelegte Bänder bzw. Gurte und/oder eine z. B. wärmeisolierende Umhüllung und/oder
gut wärmeleitende stoffliche Verbindung untereinander zusammengehalten sein. Die Wandstärken
der Umfangswandungen der Hohlkammern lassen sich dünn, z. B. im Bereich eines oder
mehrerer mm, z. B. zwischen 0,5 und 3 oder 4 mm, und dennoch stabil ausführen, und
die Querschnittsabmessungen der Kammern können z. B. bei quadratischem oder rechteckförmigem
Querschnitt, etwa zwischen 1 cm und 10 cm, z. B. zwischen 3 cm und 5 cm oder 8 cm
liegen, oder gegebenenfalls auch von diesen Abmessungen abweichen, je nach erforderlicher
Größe bzw. Speicherkapazität des Speicherblocks.
[0018] Die Leitungsabschnitte lassen sich dicht und in engem Kontakt mit den sie umgebenden
Wandabschnitten z. B. mittels eines Klebers bzw. Dichtungsmaterials einfügen, so dass
sich z. B. auch Beschädigungen zwischen unterschiedlichen Materialien, insbesondere
Metallen, in Folge verschiedener elektrochemischer Potentiale bei gleichzeitig gutem
Wärmeübergang vermeiden lassen.
[0019] Zu einer effizienten Funktionsweise und einem kompakten Aufbau tragen die erfindungsgemäßen
Maßnahmen bei, dass die allseitig geschlossenen Hohlkammern jeweils aus ringsum geschlossenen
Hohlprofilstäben gebildet sind. Die Hohlprofilstäbe lassen sich einfach in geeigneter
Länge (z. B. durch Ablängen eines längeren Hohlprofilstabs) und Anzahl bereitstellen.
Sie sind auf einer Stirnseite (bei senkrechter Aufstellung auf der unteren Seite)
vorzugsweise fest verschlossen und im befüllten Zustand auch auf der anderen Seite
(bei senkrechter Aufstellung auf der oberen Seite) fest oder vorzugsweise öffenbar
mit einem Deckelteil bzw. einem darin öffenbar eingebrachten Verschlusselement verschlossen,
wobei über den Deckelteil auch eventuelle Volumenänderungen ausgleichbar sind.
[0020] Für den Aufbau der Wärmespeichereinheit ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass einzelne
Hohlkammern, die mit im Querschnitt vierkantförmigen rechteckigen oder quadratischen
Hohlprofilen gebildet sind, mittels an ihren Umfangswandungen außen angeformten Halteelementanordnungen
mit zueinander komplementären, längs in z-Richtung verlaufenden Halteelementen in
einer Anreihrichtung (x oder y) zu einer Schicht aus mehreren aneinandergesetzten
Hohlkammern eng zusammengefügt werden, wobei in Einmuldungen zwischen Wandabschnitten
der Hohlkammern Leitungsabschnitte eingelegt werden, dass mehrere Schichten zusammengefügter
Hohlkammern mit ihren endseitigen, rechtwinklig zur Anreihrichtung orientierten Wandabschnitten
fluchtend aufeinander geschichtet werden, dass die aufeinandergelegten Schichten zu
einem Bündel mittels mindestens eines umgelegten Bandes und/oder mittels einer auf
mindestens einen endseitigen Abschnitt des Bündels oben aufgesetzten Kappe und/oder
unten aufgesetzten Sockels zusammengehalten wird, dass die Leitungsabschnitte über
Verbindungsstücke zu einer Leitungsanordnung verbunden werden und dass der Speicherblock
umfangsseitig vor oder nach Aufsetzen der Kappe und/oder des Sockels mittels wärmeisolierendem
Material eingehüllt wird.
[0021] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben. Für die Bündelung
und kompakte Zusammenstellung mit guten Wärmeübergängen sind die Maßnahmen von Vorteil,
dass die aus Hohlprofilen ausgebildeten Hohlkammern mit ihrer Umfangswandung bis auf
die Einmuldungen und Halteelementanordnungen und gegebenenfalls einen ausgesparten
Kantenbereich neben dem Haltesteg jeweils gleichen, im Wesentlichen rechteckförmigen
oder quadratischen Querschnitt mit zur x-z-Ebene und zur y-z-Ebene planparallelen
Wandabschnitten (c, d; a, b) aufweisen und dass die in x-Richtung aneinandergereihten
Hohlkammern mit ihren beiden in der x-z-Ebene orientierten Wandabschnitten (c, d)
und die in y-Richtung aneinandergereihten Hohlkammern mit ihren beiden in der y-z-Ebene
orientierten Wandabschnitten (a, b) miteinander fluchten.
[0022] Eine vorteilhafte Montage bei der Aneinanderreihung mehrerer Hohlprofile bzw. Hohlkammern
in einer einlagigen Schicht nebeneinander wird dadurch ermöglicht, dass bei jedem
Hohlprofil nur der eine rechtwinklig zu einer Anreihrichtung (x oder y) ausgedehnte
Wandabschnitt (y-z-Ebene oder x-z-Ebene) mit einer Einhängenut (14) und nur der andere
rechtwinklig zu dieser Anreihrichtung (x oder y) ausdehnte Wandabschnitt (y-z-Ebene
oder x-z-Ebene) mit einem Haltesteg versehen sind, wobei die Einhängenut und der Haltesteg
des Hohlprofils in gleichem Abstand (d) bezüglich demselben in Anreihrichtung (x oder
y) ausgedehnten Wandabschnitt (x-z-Ebene oder y-z-Ebene) entfernt sind, so dass letztere
Wandabschnitte in Anreihrichtung (x oder y) benachbarter Hohlprofile im zusammengesetzten
Zustand fluchtend in einer gemeinsamen Ebene liegen.
[0023] Die Montage beim Aneinandersetzen nebeneinander angeordneter Hohlprofile bzw. Hohlkammern
und auch das Einsetzen der Leitungsabschnitte in sich gegenüberliegende Einmuldungen
wird ferner dadurch begünstigt, dass der Wandabschnitt (a), in dem die Einhängenut
angeordnet ist, bis auf die Nutöffnung einer lichten Öffnungsweite und mindestens
eine Einmuldung eben ist und sich im Übrigen bis an die sie begrenzenden, in z-Richtung
verlaufenden, gegebenenfalls etwas abgerundeten, Profilkanten ausgedehnt ist, dass
die lichte Öffnungsweite der Einhängenut höchstens ein Sechstel oder Achtel der Breite
des betreffenden Wandabschnitts beträgt und dass die Haltenut bezüglich der Mitte
ihrer Nutöffnung näher an der einen dieser beiden Profilkanten angeordnet ist als
an der anderen Profilkante, insbesondere im äußeren kantenseitigen Viertel dieses
Wandabschnitts, wobei der Abstand zwischen dem kantenseitigen Öffnungsrand der Haltenut
und der nahen Profilkante dem Abstand zwischen der dem Öffnungsrand benachbarten Seite
des Vorsprungteils des Haltestegs und der nahen Profilkante (im Wesentlichen) entspricht,
so dass die rechtwinklig zu diesen Wandabschnitten orientierten Wandabschnitte nebeneinanderliegender
Hohlprofile miteinander fluchten.
[0024] Ist vorgesehen, dass der mit dem Haltesteg versehene Wandabschnitt (b) im Bereich
zwischen der kantenseitigen Ansatzstelle des Vorsprungteils und der nahen Profilkante
dieses Hohlprofils mit einer sich nach außen zum Kantenbereich hin erweiternden Aussparung,
insbesondere Abschrägung um einen Winkel, gegenüber seiner (verlängerten) Anlageebene
versehen ist, so können zwei zusammenzusetzende Hohlprofile bzw. Hohlkammern zunächst
schräg bezüglich der Anreihrichtung zueinander positioniert und in bzw. entgegen der
Anreihrichtung mit ihren Halteelementen (Haltenut und Haltesteg) ineinandergefügt
und anschließend gegeneinander um die z-Achse geschwenkt werden, bis sie mit ihren
einander zugekehrten Anlageflächen der Wandabschnitte dicht (eng) aneinanderliegen.
Vor dem vollständigen Zusammenschwenken kann ein Leitungsabschnitt einfach gegebenenfalls
nach Aufbringen einer geeigneten wärmeleitenden Kontaktschicht eingelegt werden.
[0025] Eine zuverlässige Verbindung zwischen mittels ihrer Halteelemente aneinandergefügten
Hohlprofilen bzw. Hohlkammern wird dadurch sichergestellt, dass die lichte Öffnungsweite
der Nutöffnung größer ist als die in gleicher Richtung gemessene Dicke des Vorsprungteils
des Haltestegs aber geringer als die Summe aus der Dicke des Vorsprungteils und der
Länge der in der gleichen Richtung vorstehenden, den Halterand im zusammengesetzten
Zustand hintergreifenden Haltenase, die höchstens so lang ist wie die Breite des Halterands
in dieser Richtung, und dass die Nuttiefe größer ist als die Länge des Vorsprungteils
mit der Haltenase in Tiefenrichtung der Einhängenut. Die aneinandergefügten Hohlprofile
können so in Anreihrichtung nicht auseinandergezogen werden. Der Vorsprungteil ist
dabei auf seiner von der Haltenase abgekehrten Seite im Übergangsbereich zur Haltenase
so abgerundet, dass bei der Montage ein ungehindertes schräges Einsetzen und Einschwenken
des Haltestegs in die Haltenut ermöglicht ist.
[0026] Vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten bestehen dabei darin, dass die Einmuldungen
- bezüglich einer gedachten nicht eingemuldeten und nicht mit einer Halteelementanordnung
versehenen Form - entlang flacher Wandabschnitte der Umfangswandung angeordnet sind.
[0027] Ein besonders guter Wärmeübergang zwischen dem die Leitungsabschnitte durchfließenden
Fluid, insbesondere Wasser, und dem Phasenwechselmaterial wird dadurch erreicht, dass
die Umfangswandungen der Hohlkammern aus Metall, insbesondere Aluminium, bestehen.
[0028] Eine für die Herstellung und Funktion mit gutem Wärmeübergang weitere vorteilhafte
Ausgestaltung besteht darin, dass die Leitungsabschnitte aus Metall, insbesondere
aus Kupfer, bestehen.
[0029] Eine für die Funktion vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, dass in jedem Wandabschnitt
eines jeden mehrkantigen Hohlprofils, insbesondere rechteckigen oder quadratischen
Vierkanthohlprofils, eine Einmuldung mittig bezüglich der Querschnittsbreite des Wandabschnitts
angeordnet ist, und ferner darin, dass die Hohlkammern stirnseitig beidseitig mit
einem Deckelteil dicht verschlossen sind, wobei insbesondere ein im aufgestellten
Zustand oberes Deckelteil mit einem öffenbaren Verschlussteil versehen ist.
[0030] Für den Anschluss an einen Speicherbehälter, wie Warmwasserbehälter, oder eine Gruppe
von Speicherbehältern oder eine andere Warmwasserbereitstellungsanlage ist vorteilhaft
vorgesehen, dass die Leitungsanordnung mindestens einen Eingangsabschnitt und mindestens
einen Ausgangsabschnitt zum Anschluss an einen Warmwasserspeicher aufweist. An einem
Eingangsabschnitt bzw. Ausgangsabschnitt kann entweder eine Leitung angeschlossen
sein, die den gesamten Speicherblock zwischen den Hohlkammern bzw. deren Umfangswandungen
durchzieht, oder es können von einem Eingangsabschnitt bzw. Ausgangsabschnitt mehrere
Leitungsabschnitte parallel abzweigen, so dass z. B. eine geringere Durchflussgeschwindigkeit
durch die einzelnen Leitungsabschnitte mit entsprechend den Wärmeübergangszeiten vorteilhaften
Strömungsgeschwindigkeiten erhalten werden kann. Unterschiedliche Größen von Wärmespeichereinheiten
hinsichtlich Geometrie und/oder Wärmespeicherkapazität können einfach dadurch bereitgestellt
werden, dass mehrere Speicherblöcke in Längsrichtung (z-Richtung) aneinanderliegend
und/oder in Querrichtung (x-y-Richtung) nebeneinanderliegend zu einer Speicherblockeinheit
zusammengefasst sind.
[0031] Innerhalb eines Speicherblocks können in den einzelnen Hohlkammern auch PCM-Materialien
mit relativ zueinander unterschiedlichen Umwandlungstemperaturen, wie z. B in geeigneten
Gruppierungen von Hohlkammern eingefüllt werden, wobei auch die Leitungsanordnung
mit mehreren Eingangsabschnitten und Ausgangsabschnitten sowie zugeordneten Leitungsabschnitten
versehen sein kann, um z. B. Wärme entsprechend der Temperatur unterschiedlicher Fluidschichten
bzw. Wasserschichten innerhalb des Speicherbehälters angemessen bzw. gezielt zu speichern.
[0032] Zu einer präzisen Montage und guten Funktion tragen ferner die Maßnahmen bei, dass
das Bündel der Hohlkammern eines Speicherblocks aus mehreren linear in einer Anreihrichtung
(x-Richtung oder y-Richtung rechtwinklig zur z-Richtung bzw. Längsrichtung) aneinandergereihten,
mittels der Halteelementanordnung zu einer Hohlkammerschicht zusammengehaltenen Hohlkammern
und mehreren aufeinandergelegten, mit ihren beiden endseitigen Wandabschnitten miteinander
in einer Ebene fluchtenden Schichten gebildet ist.
[0033] Der Zusammenbau und die Funktion werden auch dadurch begünstigt, dass das Bündel
der Hohlkammern eines Speicherblocks mittels mindestens eines umgelegten, verspannten
Bandes zusammengehalten ist.
[0034] Zu einem vorteilhaften Aufbau und einer guten Funktion tragen zudem die Maßnahmen
bei, dass das Bündel der Hohlkammern eines Speicherblocks mit einem endseitigen unteren
Abschnitt in einem wärmeisolierenden Sockel aufgenommen, insbesondere eingesteckt,
ist und dass das Bündel umfangsseitig und auf seiner Oberseite von einer Außenisolation
aus, insbesondere plattenförmigem, Wärmedämmmaterial eingehüllt ist.
[0035] Im Zusammenhang mit der Vorgehensweise beim Aufbau ist vorteilhaft, dass auch zwischen
den Schichten in den Wandabschnitten der Hohlprofile Einmuldungen vorhanden sind,
in die Leitungsabschnitte der Leitungsanordnung eingelegt werden.
[0036] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1A
- eine (geöffnete) Wärmespeichereinheit mit einem Speicherblock in perspektivischer
Ansicht,
- Fig. 1B
- einen vergrößerten Ausschnitt A des Speicherblocks nach Fig. 1A,
- Fig. 2A
- ein Bündel aus vier seitlich nebeneinander angeordneten Hohlprofilstäben - zwei in
x-Richtung und zwei in y-Richtung - in Draufsicht in Richtung der Längsachse und
- Fig. 2B
- einen Ausschnitt A nach Fig. 2A zweier in x-Richtung nebeneinander angeordneter Hohlprofilstäbe
im Bereich einer Halteelementanordnung in Draufsicht in Richtung der Längsachse.
[0037] Fig. 1A zeigt einen sich entlang einer Längsachse (in Richtung z) erstreckenden Speicherblock
3 einer Wärmespeichereinheit 1 mit einem Bündel aus eng zusammengefassten, Hohlkammern
bildenden Hohlprofilstäben 10 und einer Leitungsanordnung 2 mit in Längsrichtung zwischen
den Hohlprofilstäben 10 verlaufenden Leitungsabschnitten 23 (vgl. vergrößerten Ausschnitt
A in Fig. 1B). Die Leitungsabschnitte 23, die über Zwischenstücke fluidleitend miteinander
verbunden sind, bilden Teile von Leitungen 20, die eingangsseitig mit einem Eingangsabschnitt
21 und ausgangsseitig mit einem Ausgangsabschnitt 22 zum Zuführen bzw. Abführen eines
Fluids (Wärmeträgerfluid), insbesondere einer Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser oder
einer ähnlichen Flüssigkeit, fluidleitend verbunden sind.
[0038] Die Ausbildung der Hohlkammern aus den Hohlprofilstäben 10 ergibt gut an jeweilige
Erfordernisse anpassbare Gestaltungsmöglichkeiten für Speicherblöcke 3. Die Hohlprofilstäbe
10 können in gewünschter Länge aus längeren Hohlprofilen abgelängt werden. Sie werden
mit einem Phasenwechselmaterial (PCM-Material) in ihrem Hohlraum 11 befüllt und nach
Einfüllen des PCM-Materials stirnseitig dicht abgeschlossen, wobei der Abschluss der
einen (bei senkrechter Aufstellung unteren) Stirnseite vorteilhaft fest angebracht
ist und der Abschluss auf der anderen (bei senkrechter Aufstellung oberen) Stirnseite
vorteilhaft zumindest zum Teil abnehmbar als Deckelteil angebracht ist. Beispielsweise
ist in den Deckelteil ein Verschlussteil eingebracht, z. B. mit Gewinde eingeschraubt,
mit Bajonettverschlussteilen festgelegt oder eingeschnappt oder eingepresst. Der Deckelteil,
z. B. im Bereich des Verschlussteils, ist vorzugsweise so ausgestaltet bzw. angebracht,
dass er auf Volumenänderungen des PCM-Materials reagieren kann. Der gesamte Speicherblock
3 kann z B. auf oder in einem stabilen Sockel 5 stehend oder auf Tragestreben oder
dergleichen liegend positioniert werden.
[0039] Wie Fig. 1B vergrößert zeigt, sind die Leitungsabschnitte 23 in Einmuldungen 13 in
den Umfangswandungen 12 der Hohlprofilstäbe 10 eingesetzt und über die Zwischenstücke,
beispielsweise bogenförmige Abschnitte, untereinander verbunden sowie an ihren eingangsseitigen
Enden mit dem Eingangsabschnitt 21 und an ihren ausgangsseitigen Enden mit dem Ausgangsabschnitt
22 fluidleitend verbunden. Das in die Hohlräume 11 der rundum und auch stirnseitig
dicht abgeschlossenen Hohlprofilstäbe 10 eingefüllte PCM-Material speichert bei einer
bestimmten Umwandlungstemperatur in Folge eines Phasenwechsels latent Wärme beziehungsweise
nimmt latent Wärme auf, d. h. ohne seine Temperatur (wesentlich) zu ändern, und kann
auch wieder ohne Temperaturänderung Wärme abgeben, wie z. B. in den eingangs genannten
Druckschriften näher erläutert ist. Die Schwellentemperatur, bei der die Phasenumwandlung
bzw. Wärmespeicherung und Wärmeabgabe ohne Temperaturänderung stattfindet, ist dabei
von der Art des PCM-Materials abhängig und z. B. in einem für die Konstanthaltung
einer Wassertemperatur im Rahmen seiner Speicherkapazität zweckmäßigen Temperaturbereich
zwischen z. B. 35 °C und 80 °C festgelegt. Im Zusammenhang mit einem mittels Solarenergie
beheizten Warmwasserbehälter ist es vorteilhaft, ein oder mehrere PCM-Materialien
mit einer Schwellentemperatur im Bereich zwischen 55 °C und 80 °C zu wählen.
[0040] Die Hohlprofilstäbe 10 bestehen aus einem gut wärmeleitenden Material, insbesondere
Metall, vorzugsweise Aluminium, und besitzen im Großen vorteilhaft mehreckigen, vorzugsweise
rechteckigen oder quadratischen, oder aber z. B. sechseckigen oder dreieckigen Außenquerschnitt
bis auf kleine Abweichungen wie Halteelemente und die Einmuldungen 13. Die Einmuldungen
13 sind vorliegend in den sich paarweise eng (unmittelbar oder mittelbar über eine
gut Wärme übertragende Kontaktschicht) gegenüberliegenden Wandabschnitten der Hohlprofilstäbe
10 ausgebildet (vgl. Fig. 2A). In die im Querschnitt gerundeten, vorliegend halbkreisförmigen
Einmuldungen 13 sind die im Querschnitt entsprechend angepassten, vorliegend also
ebenfalls gerundeten, und zwar kreisförmigen Leitungsabschnitte 23 dicht anliegend
eingesetzt, um eine gute Wärmeleitung von dem Fluid über die Leitungswandung, gegebenenfalls
die Kontaktschicht, und die Umfangswandung 12 der Hohlprofilstäbe 10 zu dem PCM-Material
herzustellen. Vorteilhaft ist im Übergangsbereich zwischen den Umfangsflächen der
Leitungsabschnitte 23 und den Einmuldungen 13 gut wärmeleitendes Dichtungsmaterial
bzw. Klebermaterial eingebracht, um Feuchtigkeitseinlagerungen auszuschließen. Damit
können auch negative Einflüsse von elektrochemischen Potentialen zwischen verschiedenen
Metallen der Leitungsabschnitte 23 und den Hohlprofilstäben 10 vermieden werden, wenn
z. B. die Leitungsabschnitte 23 bzw. Leitungen 20 aus Kupfer und die Hohlprofilstäbe
10 aus Aluminium hergestellt sind. Die Hohlprofilstäbe 10 und die Leitungen 20 können
aber auch aus gleichen oder ähnlichen, jedenfalls gut wärmeleitenden Metallen hergestellt
sein. Die Hohlprofilstäbe 10 liegen mit den flachen Wandabschnitten a/b, c/d ihrer
Umfangswandung 12 entlang ihrer benachbarten Seiten unmittelbar oder mittelbar über
eine Kontaktschicht gut wärmeleitend eng aneinander und bilden mit ihren sich gegenüberliegenden
paarweise komplementären Einmuldungen 13 die Aufnahmen für die zugeordneten Leitungsabschnitte
23, die sie im Querschnitt vollumfänglich (bis auf einen praktisch nicht vollkommen
zu vermeidenden Spalt) gegebenenfalls zusammen mit der Kontaktschicht einschließen.
In einer in x-Richtung und y-Richtung liegenden, zur Längserstreckung z senkrechten
Ebene sind mehrere Hohlprofilstäbe 10, mindestens zwei in x-Richtung und mindestens
zwei in y-Richtung, in Reihen und Spalten nebeneinander angeordnet, so dass sich der
bündelartig aufgebaute Speicherblock 3 ergibt. Über den Eingangsabschnitt 21 und den
Ausgangsabschnitt 22 kann der Speicherblock 3 an ein Fluidreservoir, insbesondere
einen Warmwasserbehälter, zur Zufuhr bzw. Abfuhr des zu temperierenden Fluids, insbesondere
Wasser, angeschlossen werden. Der Eingangsabschnitt oder gegebenenfalls mehrere Eingangsabschnitte
21 und/oder der oder gegebenenfalls mehrere Ausgangsabschnitte 22 kann bzw. können
stirnseitig oder an einer oder mehreren Seiten eines Speicherblocks 3 abstehend angeordnet
sein, sodass eine einfache Anschlussmöglichkeit gegeben ist.
[0041] Es können Speicherblöcke 3 in unterschiedlicher Länge L in z-Richtung sowie Breite
bzw. Dicke in x- bzw. y-Richtung aufgebaut werden. Somit können Speicherblöcke 3 bereitgestellt
werden, die insgesamt ein dem jeweiligen Wärmespeicherzweck angemessenes Hohlraumvolumen
der Hohlräume 11 mit dem eingefüllten PCM-Material und damit eine angemessene Speicherkapazität
ergeben. Auch der Querschnitt der Hohlräume 11 der einzelnen Hohlprofilstäbe 10 sowie
auch die Stärke der Umfangswandung 12 können geeignet gewählt werden, wobei die Breite
bzw. Dicke der einzelnen Hohlprofilstäbe 10 z. B. im Bereich zwischen 1 cm und 10
cm, wie z. B. zwischen 3 cm und 5 oder 6 cm oder 8 cm liegen kann und die Stärke der
Umfangswandung 12 im mm-Bereich, z. B. zwischen 0,5 und 3 mm liegen kann. Zudem können
die Hohlprofilstäbe 10, wie gezeigt, in den Hohlraum11 ragende rippenartige Strukturen
aufweisen, um die Wärmeübertragung zu unterstützen.
[0042] Um Schwellentemperaturen den Temperaturbereichen der unterschiedlichen Temperaturschichten
innerhalb eines Warmwasserspeichers oder mehrerer Warmwasserspeicher anzupassen, können
mehrere Speicherblöcke 3 des vorstehend beschriebenen Aufbaus zusammengefasst werden,
die mit unterschiedlichem PCM-Material befüllt sind, beispielsweise mit Schwellentemperaturen
im Bereich von 40 °C, 50 °C, 60 °C und 70 °C oder 80 °C. Alternativ können auch innerhalb
eines Speicherblocks 3 in die Hohlräume 11 verschiedener Hohlprofilstäbe 10 PCM-Materialien
mit unterschiedlicher Schwellentemperatur eingefüllt werden, wobei die Leitungsanordnung
2 mit zugeordneten Eingangsabschnitten 21, Ausgangsabschnitten 22 und Leitungsabschnitten
23 sowie angepassten Zwischenstücken versehen ist.
[0043] Eine andere Ausgestaltungsvariante bzw. Möglichkeit der Anpassung an unterschiedliche
Wärmespeicherkapazitäten ergibt sich, indem mehrere Speicherblöcke 3 zusammengesetzt
zu einer größeren Wärmespeichereinheit 1 zusammengefasst werden, wobei z. B. mehrere
Speicherblöcke 3 nebeneinander oder in Längsrichtung aneinandergereiht angeordnet
sind.
[0044] Eine andere oder zusätzliche Variationsmöglichkeit ergibt sich durch Zusammenfassung
einzelner Leitungsabschnitte innerhalb eines Speicherblocks durch feste oder (z. B.
über Ventile) gesteuerte Parallel- und/oder Reihenschaltung mittels entsprechender
Anordnung bzw. Ausgestaltung der Zwischenstücke.
[0045] Die Bündel aus den Hohlprofilstäben 10 werden z. B. mittels umlaufender Haltegurte
bzw. einer Ummantelung zusammengehalten. Zudem kann die Wärmespeichereinheit 1 bzw.
ein Speicherblock 3 von einer wärmeisolierenden Ummantelung umgeben sein, wie z. B.
einer thermischen Außenisolation aus vier flachen, plattenförmigen thermischen Isolierplatten,
die beispielsweise mittels Klettverbindern an dem Speicherblock 3 abnehmbar angebracht
sein können. Umfasst eine Wärmespeichereinheit 1 Hohlprofilstäbe 10, in die PCM-Materialien
mit unterschiedlicher Schwellentemperatur eingefüllt sind, so können diejenigen mit
niedrigerer Schwellentemperatur mehr außen und diejenigen mit höherer Schwellentemperatur
mehr innen angeordnet sein, um einen Wärmeübergang zur Umgebung möglichst gering zu
halten.
[0046] Der Aufbau der Wärmespeichereinheit 1 mit einem Speicherblock 3, der als Bündel aus
mehreren in Reihen und Spalten (in x- und y-Richtung) nebeneinander angeordneten Hohlprofilen
bzw. Hohlprofilstäben 10 ausgebildet ist, ergibt eine räumlich kompakte Bauform, wobei
der Wärmeaustausch zwischen dem durch die Leitungsabschnitte 23 fließenden Wärmeträgerfluid
und dem PCM-Material also in dem Speicherblock 3 stattfindet, wozu für den effizienten
Wärmeaustausch und damit Betrieb der Wärmespeichereinheit 1 ein möglichst enger, eine
möglichst effektive Wärmeübertragung ergebender Kontakt zwischen den Hohlprofilstäben
10 untereinander und mit den Leitungsabschnitten 23 wesentlich ist. Der in den Fig.
1A, 1B gezeigte Aufbau des Speicherblocks 3, insbesondere mit den in den Fig. 2A und
2B im Querschnitt dargestellten Hohlprofilen ergibt eine eindeutige exakte Aneinanderreihung
mit einfachen Montageschritten und enger, gut wärmeleitender Aneinanderlage zwischen
benachbarten Wandabschnitten a/b bzw. c/d und den das wärmetransportierende Fluid
führenden Leitungsabschnitten 23.
[0047] Wie Fig. 2A anhand eines Bündels aus vier Hohlprofilstäben 10 (bzw. Hohlprofilen)
in einer Querschnittsebene, zwei in x-Richtung und zwei in y-Richtung, zeigt, bestehen
die Hohlprofile 10 im Großen (unter Vernachlässigung kleinerer Konturierungen in ihrer
Umfangswandung 12) in Vierkanthohlprofilen, und zwar vorliegend mit quadratischem
Querschnitt. Ähnlich wäre auch ein Aufbau mit Rechteck-Hohlprofilen möglich. In jedem
der vier Wandabschnitte a, b, c und d ist bezüglich der Ausdehnung in der Querschnittsebene
mittig eine halbkreisförmige Einmuldung 13 vorhanden, die sich jeweils mit einer gegenüberliegenden
Einmuldung eines unmittelbar benachbarten Hohlprofils zu einem vollständigen, im Querschnitt
kreisförmigen Freiraum ergänzt, wobei die in Anreihrichtung verlaufenden Wandabschnitte
benachbarter Hohlprofile miteinander fluchten bzw. in derselben Ebene liegen. Bei
der Montage, vor dem vollständigen Zusammensetzen benachbarter Hohlprofile, werden
in die sich ergebenden kreisförmigen Freiräume jeweilige Leitungsabschnitte 23 eingesetzt,
die dann nach Aneinanderlage der benachbarten Hohlprofile vollständig von diesen in
enger Anlage umfasst sind, wie aus Fig. 1B ersichtlich.
[0048] Um die einzelnen Hohlprofile 10 in einer Anreihrichtung, vorliegend in x-Richtung,
einfach und eindeutig und in vorstehend angegebener Weise zueinander ausgerichtet
exakt in enge Anlage miteinander zu bringen, sind die beiden rechtwinklig zur Anreihrichtung
x orientierten Wandabschnitte a, b eines jeden Hohlprofils 10 nahe ihrer in dieselbe
Profilseite übergehenden Profilkante K1 mit Halteelementen versehen, die aus einer
Einhängenut 14 an dem einen Wandabschnitt a und einem Haltesteg 15 an dem anderen
Wandabschnitt b bestehen. Somit bilden die Einhängenut 14 und der Haltesteg 15 zweier
in Anreihrichtung x benachbarter Hohlprofile 10 komplementär ineinandergreifende Halteelemente
einer Halteanordnung 16.
[0049] Die Halteelemente in Form der Einhängenut 14 einerseits und des Haltestegs 15 andererseits
verlaufen in z-Richtung vorzugsweise durchgehend über die gesamte Länge des Hohlprofils
10 (wobei Unterbrechungen zwar nicht ausgeschlossen, aber für die Profilausbildung
ungünstiger wären) und sind so ausgebildet, dass sie in einer Kombination aus einer
Translationsbewegung und Rotationsbewegung ineinandergefügt werden können, wobei die
beiden Wandabschnitte a, b in der Querschnittsebene zunächst in schräger Orientierung
zueinander ineinandergesetzt und anschließend durch eine Schwenkbewegung scharnierartig
gegeneinander geschwenkt werden, bis sie mit ihren Wandabschnitten a, b flächig in
Anlage kommen, nachdem zuvor in den kreisförmigen Freiraum zwischen den betreffenden
Einmuldungen 13 ein jeweiliger Leitungsabschnitt 23 eingelegt worden ist. Um das Ineinandersetzen
in der zunächst schrägen Orientierung der beiden anzureihenden Hohlprofile bewirken
zu können, ist das mit dem Haltesteg 15 versehene Hohlprofil zwischen dem Haltesteg
15 und seiner (gedachten) benachbarten Profilkante um einen Winkel α gegenüber dem
weiteren (im Querschnitt) geradlinigen Verlauf des Wandabschnitts b abgeschrägt, sodass
sich zwischen dem mit der Einhängenut 14 versehenen Wandabschnitt a und der Abschrägung
eine Aussparung bb ergibt. Damit kann das den Haltesteg 15 aufweisende Hohlprofil
mit seinem Wandabschnitt b unter schräger Orientierung zu dem benachbarten Wandabschnitt
a des die Einhängenut 14 aufweisenden Hohlprofils mit dem Haltesteg 15 ungehindert
in die Einhängenut 14 eingefügt und anschließend unter Schwenken mit seinem Wandabschnitt
b in flächige Anlage an den Wandabschnitt a bewegt werden.
[0050] Wie aus Fig. 2B weiterhin ersichtlich, ist der mit einem Vorsprungteil 151 an dem
Wandabschnitt b vorstehende Haltesteg 15 mit einer parallel zu dem Wandabschnitt b
gerichteten, nach außen (in Richtung Profilkante) zeigenden Haltenase 150 versehen.
Die Einhängenut 14 ist mit einem in der gleichen Richtung wie der anschließende Wandabschnitt
a gerichteten, von der Profilkante K1 wegzeigenden Halterand 140 (in Form eines Profilabschnitts)
versehen, der die Nutöffnung zu dem von der Einhängenut 14 gebildeten Nutraum auf
eine lichte Weite w begrenzt, die etwas größer ist als die parallel zu dem Wandabschnitt
a bzw. b verlaufende Dicke s des Vorsprungteils 151 des Haltestegs 15. Die parallel
zum Wandabschnitt a bzw. b (im Anreihzustand) verlaufende Länge I der Haltenase 150
ist etwa so lang (bzw. geringfügig kürzer) als der in die gleiche Richtung zeigende
Halterand 150 der Einhängenut 14. Die Nuttiefe t (zwischen der Außenseite des Wandabschnitts
a und dem Nutgrund) ist etwas größer als die in Tiefenrichtung zeigende Ausdehnung
des Vorsprungteils 151 und die Summe aus der Dicke des Vorsprungteils s und der Länge
der Haltenase I ist etwas geringer als die Ausdehnung des Nutraums in Richtung des
Wandabschnitts a hinter dem Halterand 140. Ferner ist der Abstand d des zur Profilkante
zeigenden Rands des Vorsprungteils 151 in etwa so groß wie der Abstand zwischen der
Profilkante K1 und dem die lichte Weite der Nutöffnung begrenzenden Rand des Halterands
140, sodass im zusammengesetzten Zustand der aneinandergereihten Hohlprofile 10 die
in Anreihrichtung (vorliegend x-Richtung) verlaufenden Wandabschnitte c, d miteinander
fluchtend in der gleichen Ebene liegen (wobei die Hohlprofilstäbe 10 jeweils gleiche
Querschnittskontur besitzen). Dabei sind die Halteelemente, Einhängenut 14 und Haltesteg
15, mit ihren vorstehend genannten Komponenten so aufeinander abgestimmt, dass die
aneinandergereihten benachbarten Hohlprofile 10 mit ihren einander zugekehrten Wandabschnitten
a, b eng aneinanderliegen, was durch den Einschwenkvorgang unterstützt wird. Im zusammengesetzten
Zustand können die Profile in Anreihrichtung nicht auseinandergezogen werden, da die
Haltenase 150 den Halterand 140 hintergreift. Zum ungehinderten Ineinanderfügen der
Halteelemente ist zudem der Vorsprungteil 151 des Haltestegs 15 auf seiner von der
Haltenase 150 abgelegenen Seite zum Nutgrund hin abgerundet. Der Einschwenkvorgang
wird auch dadurch unterstützt, dass die Halteelementanordnung 16 und die Aussparung
bb in der genannten Ausbildung nahe der einen Profilkante K1 und entfernt von der
den gleichen Wandabschnitt begrenzenden anderen Profilkante K2 liegen.
[0051] Sind mehrere Hohlprofile 10 in vorstehend beschriebener Weise in einer Schicht in
der gewünschten Breite des Speicherblocks 3 (z. B. in x-Richtung) aneinandergereiht,
kann die nächste Schicht aus entsprechend aneinandergereihten Hohlprofilen 10 gebildet
und (z. B. in y-Richtung) auf die vorangehende Schicht so aufgelegt werden, dass die
endseitigen Wandabschnitt c, d der aufeinandergelegten Schichten miteinander in einer
Ebene fluchten. Sind genügend Schichten aus aneinandergereihten Hohlprofilen in gewünschter
Anzahl bzw. Dicke des Speicherblocks 3 aufeinandergelegt, kann das Bündel mit Bändern,
wie z. B. Klettbändern, zusammengeschnürt und anschließend wärmedämmend verkleidet
werden. Dazu kann der Speicherblock in einen angepassten Sockel 5 gesteckt werden,
der einen an die Außenkontur des Speicherblocks 3 angepassten Aufnahmeraum aufweist.
Ähnlich kann auf den oberen Endabschnitt des Speicherblocks 3 eine angepasste Kappe
aus wärmeisolierendem Material aufgesetzt werden, durch die Anschlussleitungen geführt
werden können. Schließlich können die Außenseiten des Speicherblocks 3 mit wärmeisolierendem
Material eingehüllt werden.
[0052] Der dargestellte Aufbau der Wärmespeichereinheit 1 mit mindestens einem Speicherblock
3 ergibt eine kompakte, gut handhabe Ausführung, die auch vorteilhaft an unterschiedliche
räumliche Gegebenheiten angepasst werden kann.
1. Wärmespeichereinheit (1) mit mindestens einem Speicherblock (3), der als Bündel aus
mehreren parallel zueinander verlaufenden, in z-Richtung längserstreckten, geschlossenen,
aus Hohlprofilen hergestellten Hohlkammern ausgestaltet ist, die jeweils mit PCM-Material
(4) befüllt sind, wobei
- in der in x-y-Richtung ausgedehnten Querschnittsebene sowohl in x-Richtung als auch
in y-Richtung des Speicherblocks (3) mindestens zwei Hohlkammern mit Wandabschnitten
(a, b, c, d) ihrer Umfangswandungen (12) flächig unmittelbar oder über eine dünne
gut wärmeleitende Kontaktschicht mittelbar dicht aneinanderliegend angeordnet sind,
- die Umfangswandungen (12) zumindest in einem Teil ihrer sich paarweise gegenüberliegenden
Wandabschnitte (a, b) mit in Längsrichtung über ihre gesamte Länge verlaufenden Einmuldungen
(13) versehen sind,
- die Einmuldungen (13) in den Umfangswandungen (12) jeweils zweier einander benachbarter
Hohlkammern sich im Querschnitt zu einem geschlossenen, insbesondere kreisförmigen,
Ring ergänzen und
- durch den Speicherblock (3) zum Durchleiten eines Wärme transportierenden Fluids
eine Leitungsanordnung (2) geführt ist, die mindestens eine Leitung (20) mit mehreren
Leitungsabschnitten (23) aufweist, welche in die Einmuldungen (13) in unmittelbarem
oder über ein Wärmeleitmittel hergestelltem Kontakt wärmeleitend mit den jeweils angrenzenden
Bereichen der Umfangswandung (12) und darüber mit dem PCM-Material (4) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die sich paarweise gegenüberliegenden Wandabschnitte (a, b) bezüglich lediglich einer
Anreihrichtung (x oder y) über ihre gesamte Länge mit einer Halteelementanordnung
(16) versehen sind, die in dem einen Wandabschnitt (a) eine Einhängenut (14) mit Nutvertiefung,
Nutöffnung und Halterand (140) und in dem anderen Wandabschnitt (b) einen in die Einhängenut
(14) seitlich, rechtwinklig zur z-Richtung, einführbaren Haltesteg (15) mit Vorsprungteil
(151) und Haltenase (150) aufweist, die den Halterand (140) im zusammengesetzten Zustand
hintergreift, wobei die Einhängenut (14) und der Haltesteg (15) so geformt und dimensioniert
sind, dass sie in Anreihrichtung (x oder y) und soweit ineinandersetzbar sind, dass
die sich paarweise gegenüberliegenden Wandabschnitte (a, b) unmittelbar oder über
die gegebenenfalls dazwischen befindliche Kontaktschicht mittelbar in Anlage aneinander
kommen.
2. Wärmespeichereinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die aus Hohlprofilen ausgebildeten Hohlkammern mit ihrer Umfangswandung (12) bis
auf die Einmuldungen (13) und Halteelementanordnungen (16) und gegebenenfalls einen
ausgesparten Kantenbereich neben dem Haltesteg (15) jeweils gleichen, im Wesentlichen
rechteckförmigen oder quadratischen Querschnitt mit zur x-z-Ebene und zur y-z-Ebene
planparallelen Wandabschnitten (c, d; a, b) aufweisen und
dass die in x-Richtung aneinandergereihten Hohlkammern mit ihren beiden in der x-z-Ebene
orientierten Wandabschnitten (c, d) und die in y-Richtung aneinandergereihten Hohlkammern
mit ihren beiden in der y-z-Ebene orientierten Wandabschnitten (a, b) miteinander
fluchten.
3. Wärmespeichereinheit nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei jedem Hohlprofil nur der eine rechtwinklig zu einer Anreihrichtung (x oder y)
ausgedehnte Wandabschnitt (y-z-Ebene oder x-z-Ebene) mit einer Einhängenut (14) und
nur der andere rechtwinklig zu dieser Anreihrichtung (x oder y) ausdehnte Wandabschnitt
(y-z-Ebene oder x-z-Ebene) mit einem Haltesteg (15) versehen sind, wobei die Einhängenut
(14) und der Haltesteg (15) des Hohlprofils in gleichem Abstand (d) bezüglich demselben
in Anreihrichtung (x oder y) ausgedehnten Wandabschnitt (x-z-Ebene oder y-z-Ebene)
entfernt sind, so dass letztere Wandabschnitte in Anreihrichtung (x oder y) benachbarter
Hohlprofile im zusammengesetzten Zustand fluchtend in einer gemeinsamen Ebene liegen.
4. Wärmespeichereinheit nach Anspruch 3, soweit auf Anspruch 2 bezogen,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wandabschnitt (a), in dem die Einhängenut (14) angeordnet ist, bis auf die Nutöffnung
einer lichten Öffnungsweite (w) und mindestens eine Einmuldung (13) eben ist und sich
im Übrigen bis an die sie begrenzenden, in z-Richtung verlaufenden, gegebenenfalls
etwas abgerundeten, Profilkanten ausgedehnt ist,
dass die lichte Öffnungweite (w) der Einhängenut (14) höchstens ein Sechstel oder Achtel
der Breite des betreffenden Wandabschnitts (a) beträgt und dass die Haltenut (14)
bezüglich der Mitte ihrer Nutöffnung näher an der einen dieser beiden Profilkanten
(K1) angeordnet ist als an der anderen Profilkante (K2), insbesondere im äußeren kantenseitigen
Viertel dieses Wandabschnitts (a), wobei der Abstand (d) zwischen dem kantenseitigen
Öffnungsrand der Haltenut (14) und der nahen Profilkante (K1) dem Abstand (d) zwischen
der dem Öffnungsrand benachbarten Seite des Vorsprungteils des Haltestegs (15) und
der nahen Profilkante (K1) entspricht, so dass die rechtwinklig zu diesen Wandabschnitten
(a, b) orientierten Wandabschnitte (c, d) nebeneinanderliegender Hohlprofile miteinander
fluchten.
5. Wärmespeichereinheit nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mit dem Haltesteg (15) versehene Wandabschnitt (b) im Bereich zwischen der kantenseitigen
Ansatzstelle des Vorsprungteils (151) und der nahen Profilkante (K1) dieses Hohlprofils
mit einer sich nach außen zum Kantenbereich hin erweiternden Aussparung (bb), insbesondere
Abschrägung um einen Winkel (α), gegenüber seiner Anlageebene versehen ist.
6. Wärmespeichereinheit nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die lichte Öffnungsweite (w) der Nutöffnung größer ist als die in gleicher Richtung
gemessene Dicke (s) des Vorsprungteils (151) des Haltestegs (15) aber geringer als
die Summe aus der Dicke (s) des Vorsprungteils (151) und der Länge (l) der in der
gleichen Richtung vorstehenden, den Halterand (140) im zusammengesetzten Zustand hintergreifenden
Haltenase (150), die höchstens so lang ist wie die Breite des Halterands (140) in
dieser Richtung, und dass die Nuttiefe (t) größer ist als die Länge des Vorsprungteils
(151) mit der Haltenase in Tiefenrichtung der Einhängenut (14).
7. Wärmespeichereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umfangswandungen (12) der Hohlkammern aus gut wärmeleitendem Metall, insbesondere
aus Aluminium, und zumindest die Leitungsabschnitte (23) der Leitungsanordnung (2)
aus Metall, insbesondere aus Kupfer, hergestellt sind.
8. Wärmespeichereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in jedem Wandabschnitt eines jeden mehrkantigen Hohlprofils, insbesondere rechteckigen
oder quadratischen Vierkanthohlprofils, eine Einmuldung (13) mittig bezüglich der
Querschnittsbreite des Wandabschnitts angeordnet ist.
9. Wärmespeichereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hohlkammern stirnseitig beidseitig mit einem Deckelteil dicht verschlossen sind,
wobei insbesondere ein im aufgestellten Zustand oberes Deckelteil mit einem öffenbaren
Verschlussteil versehen ist.
10. Wärmespeichereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitungsanordnung (2) mindestens einen Eingangsabschnitt (21) und mindestens
einen Ausgangsabschnitt (22) zum Anschluss an einen Warmwasserspeicher aufweist.
11. Wärmespeichereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in die Hohlkammern eines Speicherblocks (3) jeweils gleiches PCM-Material eingefüllt
ist, oder
dass innerhalb eines Speicherblocks (3) mindestens zwei Gruppen von Hohlkammern gebildet
sind, in die PCM-Materialien mit unterschiedlichen Umwandlungstemperaturen eingefüllt
sind, wobei den verschiedenen Gruppen mittels der Leitungsanordnung (2) verschiedene
Wärmekreisläufe zugeordnet sind.
12. Wärmespeichereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bündel der Hohlkammern eines Speicherblocks (3) aus mehreren linear in einer
Anreihrichtung (x-Richtung oder y-Richtung) aneinandergereihten, mittels der Halteelementanordnung
(16) zu einer Hohlkammerschicht zusammengehaltenen Hohlkammern und mehreren aneinandergelegten,
mit ihren beiden endseitigen Wandabschnitten miteinander in einer Ebene fluchtenden
Schichten gebildet ist.
13. Wärmespeichereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bündel der Hohlkammern eines Speicherblocks (3) mittels mindestens eines umgelegten,
verspannten Bandes zusammengehalten ist,
dass das Bündel der Hohlkammern eines Speicherblocks (3) mit einem endseitigen unteren
Abschnitt in einem wärmeisolierenden Sockel (5) aufgenommen, insbesondere eingesteckt,
ist und
dass das Bündel umfangsseitig und auf seiner Oberseite von einer Außenisolation (4) aus,
insbesondere plattenförmigem, Wärmedämmmaterial eingehüllt ist.
14. Verfahren zum Aufbau einer Wärmespeichereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass einzelne Hohlkammern, die mit im Querschnitt vierkantförmigen rechteckigen oder quadratischen
Hohlprofilen gebildet sind, mittels an ihren Umfangswandungen (12) außen angeformten
Halteelementanordnungen (16) mit zueinander komplementären, längs in z-Richtung verlaufenden
Halteelementen in einer Anreihrichtung (x oder y) zu einer Schicht aus mehreren aneinandergesetzten
Hohlkammern eng zusammengefügt werden, wobei in Einmuldungen (13) zwischen Wandabschnitten
(a, b) der Hohlkammern Leitungsabschnitte (23) eingelegt werden,
dass mehrere Schichten zusammengefügter Hohlkammern mit ihren endseitigen, rechtwinklig
zur Anreihrichtung orientierten Wandabschnitten fluchtend aufeinander geschichtet
werden,
dass die aufeinandergelegten Schichten zu einem Bündel mittels mindestens eines umgelegten
Bandes und/oder mittels einer auf mindestens einen endseitigen Abschnitt des Bündels
oben aufgesetzten Kappe und/oder unten aufgesetzten Sockels (5) zusammengehalten wird,
dass die Leitungsabschnitte über Verbindungsstücke zu einer Leitungsanordnung verbunden
werden und
dass der Speicherblock (3) umfangsseitig vor oder nach Aufsetzen der Kappe und/oder des
Sockels mittels wärmeisolierendem Material eingehüllt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass auch zwischen den Schichten in den Wandabschnitten der Hohlprofile Einmuldungen vorhanden
sind, in die Leitungsabschnitte (23) der Leitungsanordnung eingelegt werden.