[0001] Die Erfindung betrifft eine Bürstenherstellungsmaschine mit einem zentralen Führungsblock,
um den herum Halterungen für zu bearbeitende Borstenkörper längs einer geschlossenen,
umlaufenden Bahn durch verschiedene Stationen transportiert werden.
[0002] Eine solche Bürstenherstellungsmaschine ist aus der
DE 10 2016 107 641 A1 bekannt. Solche Bürstenherstellungsmaschinen werden zum Teil auch als Karussellmaschinen
bezeichnet. Dabei werden gleichzeitig Bürstenkörper in den verschiedenen Stationen
bearbeitet und nach der Bearbeitung durch die maschinenfesten Halterungen weiter zur
darauffolgenden Station getaktet.
[0003] Es gibt zumindest eine Bohrstation, in der Löcher in den Bürstenkörper gebohrt werden,
und eine Stopfstation, in der Borstenbüschel in diese gebohrten Löcher gestopft und
damit im Bürstenkörper befestigt werden. Zusätzlich sind üblicherweise Lade- und/oder
Entladestationen vorgesehen. Das bedeutet, es kann eine kombinierte Lade- und Entladestation
vorgesehen sein oder eine Ladestation und eine davon entfernte, separate Entladestation.
[0004] Die einzelnen Stationen sind sozusagen um den Führungsblock längs der umlaufenden
Bahn, entlang der die Halterungen bewegt werden, angeordnet.
[0005] Diese Bahn kann eine kreisringförmige Bahn sein oder eine ringförmige Bahn mit einer
beliebigen Kontur des Ringes. Die vorliegende Erfindung ist also nicht auf eine kreisringförmige
Bahn beschränkt.
[0006] Solche Bürstenherstellungsmaschinen sind sehr teuer in ihrer Herstellung und weisen
das Problem auf, dass die Kunden sehr individuelle Wünsche bezüglich der Anzahl und
Art der Stationen sowie der Positionierung der Stationen haben. Von daher muss ein
Maschinenhersteller oft verschiedene Arten von Maschinenkonzeptionen vorhalten, um
sämtliche Kundenwünsche befriedigen zu können.
[0007] Ein typisches Layout einer solchen Bürstenherstellungsmaschine ist aus der
DE 2319093 A1 bekannt. Hierbei wird auf einer Seite des Führungsblocks durch den Bediener die Faserzufuhr
manuell erledigt, indem Faserkästen in entsprechende Aufnahmen in der Stopfstation
nachgeschoben werden. Dieselbe Bedienperson muss auch noch die Borstenträger in die
Halterungen der Bürstenherstellungsmaschine einsetzen und damit teilweise um die Bohrstation
herumlaufen. Diese Anordnung der einzelnen Stationen um den Führungsblock herum ist
klassisch. Der Grund hierfür liegt vor allem darin, dass die frisch zugeführten Bürstenkörper
erst gebohrt werden müssen, bevor sie anschließend mit den Borstenbüscheln bestückt
werden. Somit liegt die Beladestation in Taktrichtung vor der Bohrstation und diese
wiederum vor der Stopfstation.
[0008] Um solche Maschinen effektiver zu gestalten wird versucht, die Beladestation unmittelbar
an die Stopfstation anzuschließen. Dies ist dann möglich, wenn keine Nachbearbeitungsstation
vorhanden ist. Bei Nachbearbeitungsstationen am Führungsblock werden die Borsten nach
dem Stopfen beschnitten, um z. B. eine bestimmte Geometrie der Borstenbüschel insgesamt
zu erreichen, oder geschliffen, geschlitzt, entgratet, ausgeputzt, abgerundet oder
anderweitig bearbeitet, z. B. aufgeraut oder am Ende zu einer weichen, breiten Borste
aufgesplisst. Diese Konzeption einer Bürstenherstellungsmaschine erfordert jedoch
eine andere Konstruktion als die zuvor genannte. Eine Variante dieses zweiten Konzepts
solcher Bürstenherstellungsmaschinen ist in der
EP 1 561 396 A1 gezeigt.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bürstenherstellungsmaschine so konzeptionell zu
ändern, dass sie einerseits ohne Aufwand mit oder ohne Nachbearbeitungsstation oder
-stationen ausgeführt werden kann, ohne dabei das Grundkonzept zu ändern, und andererseits
gerade in der Bedienbarkeit durch das Personal, welches die Maschine bestückt, einfacher
und ergonomischer wird.
[0010] Die erfindungsgemäße Bürstenherstellungsmaschine hat einen zentralen Führungsblock,
um den herum Halterungen für zu bearbeitende Bürstenkörper längs einer geschlossen
umlaufenden Bahn durch verschiedene Stationen transportiert werden, darunter eine
Bohrstation, in der Löcher in die Bürstenkörper gebohrt werden, und eine Stopfstation,
in der Borstenbüschel in die Löcher gestopft werden, wobei die Halterungen jeweils
um eine eigene Vertikalachse drehbar sind. Die Bohrstation weist zumindest einen Bohrer
auf, der beim Bohren nach außen, von dem Führungsblock weg weist und die Halterungen
in der Bohrstation sind so geschwenkt, dass ein eingesetzter Bürstenkörper mit einer
zu bohrenden Seite zum Führungsblock weist, und wobei in der Stopfstation ein Stopfwerkzeug
mit nach innen zum Führungsblock hin weisender Stopfrichtung vorgesehen ist.
[0011] Die erfindungsgemäße Bürstenherstellungsmaschine dreht das Bohrwerkzeug sozusagen
um, denn bislang wurde immer von außen nach innen in Richtung zum Führungsblock gebohrt,
d. h., das Bohrwerkzeug saß bezogen auf den Führungsblock in Draufsicht außerhalb
der Bahn. Bei der neuen Bürstenherstellungsmaschine ist das Bohrwerkzeug nach innen
verlegt, sodass die Zustellbewegung des Bohrers nach außen erfolgt. "Innen" bedeutet,
dass von dem Führungsblock ausgehend zuerst das Bohrwerkzeug und weiter außen der
Bürstenkörper angeordnet ist. Dies sorgt für erhebliche ergonomische Vorteile. Das
Bohrwerkzeug steht nämlich nicht mehr nach außen vor, sodass der Bediener nicht um
die Bohrstation herumlaufen muss und hier einen Bogen um das Bohrwerkzeug einschlagen
muss. Vielmehr gibt es einen direkten Weg von der Lade- und/oder Entladestation zur
Stopfstation. Die gesamte Bürstenherstellungsmaschine wird damit nicht nur ergonomischer,
sondern auch kompakter. Darüber hinaus ist sie leichter als Baukastensystem ausführbar,
denn die Positionen von Bohrstation und Lade- und/oder Entladestation zur Stopfstation
müssen nicht prinzipiell völlig geändert werden, wenn der Kunde noch eine oder mehrere
Nachbearbeitungsstationen wünscht oder weglassen möchte. Die Stopfstation kann aber
weiterhin so ausgeführt sein, dass das Stopfwerkzeug von außen nach innen mit den
Borstenbüscheln zustößt, womit die Borstenmagazine von außen zugeführt und die Borstenbüschel
von außen abgenommen werden, um dann nach innen, d. h. in Richtung zum Führungsblock,
gegen den Bürstenkörper bewegt zu werden.
[0012] Vorzugsweise ist eine Lade- und/oder Entladestation vorgesehen, wobei diese so ausgebildet
ist, dass die Halterung mit aufgenommenem Bürstenkörper nach außen weist, d. h. von
außen können die Bürstenkörper zugeführt und entfernt werden.
[0013] Gemäß einer Variante der Erfindung ist zumindest eine Nachbearbeitungsstation vorgesehen,
in der die gestopften Borsten nachbearbeitet werden, wobei die Halterung in der Nachbearbeitungsstation
beim Nachbearbeiten so ausgerichtet ist, dass der aufgenommene Bürstenkörper nach
außen weist. Das bedeutet, die Werkzeuge zur Nachbearbeitung sitzen in Draufsicht
außen. Dies ist jedoch nur eine Variante der vorliegenden Erfindung.
[0014] Die erfindungsgemäße Bürstenherstellungsmaschine kann eine Steuerung haben, welche
so eingerichtet ist, dass in allen Stationen, ausgenommen der Bohrstation, die Halterungen
mit ihren zugeordneten Bürstenkörpern nach außen weisen, d. h. die Steuerung sorgt
für eine entsprechende Verschwenkung der Halterungen. Eventuelle Werkzeuge sind in
Draufsicht vorzugsweise außerhalb der Bahn angeordnet und in der Lade- und/oder Entladestation
wird von außen zugeführt bzw. abgeführt. Die Bohrstation stellt damit die einzige
Station dar, welche eine andere Anordnung der Bürstenkörper vorsieht, um in diesem
Bereich kompakt zu bauen. In den übrigen Stationen können die Werkzeuge, auch die
Zuführ- oder Entnahmewerkzeuge, wenn es sich um eine automatische Zuführung und Entnahme
von Bürstenkörpern handelt, weiter vom Führungsblock entfernt angeordnet sein. In
diesen Bereichen ist die Kompaktheit weniger entscheidend als in der Bohrstation,
wie durch die Erfindung herausgefunden wurde.
[0015] Eine Variante der Erfindung sieht vor, dass die Lade- und/oder Entladestation auch
die Bohrstation bildet, also zu einer Station zusammengefasst werden. Hierbei ist
eine Steuerung vorgesehen, welche die Antriebe so ansteuert, dass zum Laden und/oder
Entladen die Halterung nach außen weist, d. h. der Bürstenkörper kann von außen gesetzt
oder entnommen werden. Zum Bohren wird die Halterung nach innen verschwenkt, sodass
der innen sitzende Bohrer vom Führungsblock weg zugestellt wird und die Löcher im
Bürstenkörper bohrt. Diese Variante zeichnet sich durch eine extreme Kompaktheit aus.
In der maximal reduzierten Variante dieser Bürstenherstellungsmaschine sind nur zwei
Stationen vorgesehen, nämlich die kombinierte Lade- und Entladestation samt Bohrstation
und als zweite Station die Stopfstation. Bei einer solchen Bürstenherstellungsmaschine
ist es dann aufgrund der Kompaktheit möglich, am selben Führungsblock mehrere kombinierte
Lade- und Entladestationen samt Bohrstationen sowie Stopfstationen vorzusehen. Ist
beispielsweise die Bahn eine ovale Bahn oder eine kreisförmige Bahn, so sind beispielsweise
in den unteren 180° (in Draufsicht auf die Bürstenherstellungsmaschine betrachtet)
die kombinierte Lade-, Entlade- und Bohrstation sowie die Stopfstation für eine erste
Bedienperson vorgesehen, wogegen in der anderen Hälfte entsprechende Stationen für
eine zweite Bedienperson vorgesehen sind. Je nach Größe der Bahn oder nach ihren Abmessungen
(z. B. bei einer rechteckigen Bahn mit abgerundeten Ecken können auch z. B. drei oder
vier Bedienpersonen ihre eigenen Stationen bedienen). Dies maximiert die Kompaktheit
der erfindungsgemäßen Bürstenherstellungsmaschine und reduziert den Bauaufwand erheblich.
[0016] Eine andere Variante der Erfindung sieht vor, dass die Ladestation in Umlaufrichtung
der Halterungen vor der Bohrstation, insbesondere unmittelbar vor der Bohrstation,
positioniert ist. Bei dieser Variante gibt es von der Bohrstation getrennte Lade-
und/oder Entladestationen.
[0017] In Draufsicht auf die Bürstenherstellungsmaschine sind bei dieser Variante gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung die Bohrstation und die Stopfstation so zum Führungsblock
an der Bahn angeordnet, dass sie nur maximal 25 % der Bahnstrecke zusammen an Platz
benötigen, vorzugsweise sogar maximal nur 20 %. Das bedeutet, diese beiden Stationen
sind extrem nahe beieinander positioniert, sodass für den Rest der Bahn beliebige
weitere Stationen angesetzt werden können, was die möglichen Layouts, die Kunden wünschen,
sehr einfach verwirklichbar macht, ohne ein komplett anderes Maschinenkonzept verfolgen
zu müssen.
[0018] Die zuvor erwähnte Steuerung kann ferner so eingerichtet sein, dass die Halterung
während oder, optional ausschließlich während, der Transportbewegung zwischen Bohrstation
und Stopfstation um ihre eigene Drehachse gedreht wird, um den oder die Bürstenkörper
nach außen auszurichten, wenn sie dann in die Stopfstation einlaufen. Das bedeutet,
der Verfahrweg und die Verfahrbewegung werden genutzt, um die Drehung der Halterung
zwischen der Bohrstation und der anschließenden Stopfstation zu realisieren. Damit
kann die Taktzeit reduziert werden. Die Bürstenkörper fahren somit bezüglich ihrer
Ausrichtung bereits korrekt in die Stopfstation ein. In der Stopfstation kommt es
dann nur noch zur genauen Feinausrichtung bezüglich der exakten Lage und Ausrichtung
zum Stopfwerkzeug. Dasselbe kann zwischen der Lade- und Entladestation und der Bohrstation
erfolgen, sollten diese nicht kombiniert werden.
[0019] Die umlaufende Bahn kann beispielsweise dadurch gebildet werden, dass in Draufsicht
auf die erfindungsgemäße Bürstenherstellungsmaschine eine ringförmige Führung am Führungsblock
vorhanden ist. Entlang dieser Führung werden dann die Halterungen gefahren. Zu betonen
ist, dass optional nur eine Führung vorgesehen sein kann, oder natürlich auch in der
vertikalen Richtung versetzt mehrere Führungen, um die Stabilität der Halterungen
während der Bearbeitung zu erhöhen.
[0020] Die Halterungen können eigene Antriebe aufweisen. Eine Steuerung ist so eingerichtet,
dass die Halterungen von den Bearbeitungsstationen zur jeweils nächsten zeitlich versetzt
getaktet werden können. Das bedeutet, wenn beispielsweise in einer Station eine längere
Bearbeitung als in der anderen Station vorgenommen wird, so kann die schnellere Bearbeitung
nach ihrer Beendigung dazu führen, dass die Halterung bereits weitergetaktet wird
und beispielsweise der Bürstenkörper dann bereits sehr nahe an der darauffolgenden
"langsameren" Station steht und auf die Bearbeitung dort wartet. Somit kann die Gesamttaktzeit
reduziert werden, indem man die Einzeltakte flexibel zueinander setzt. Diese Variante
hat auch große Vorteile dadurch, dass flexibel auf diese einzelnen Taktzeiten in den
Bearbeitungsstationen reagiert werden kann, wenn die Maschine umgerüstet werden muss,
beispielsweise indem größere Bürstenkörper verarbeitet werden, bei denen mehr Löcher
gebohrt werden müssen und damit mehr Zeit in der Bohrstation und der Stopfstation
benötigt wird.
[0021] Um insgesamt den Ausstoß an fertigen Bürsten zu erhöhen, können mehrere Halterungs-Traggestelle
um den Führungsblock umlaufen, d. h. längs der Bahn umlaufen, wobei diese Halterungs-Traggestelle
jeweils mehrere Halterungen aufnehmen, um diese gemeinsam zu bewegen. Es ist damit
beispielsweise möglich, nebeneinander oder vertikal versetzt mehrere Bohrer in der
Bohrstation einzusetzen, sodass ein z. B. oberer Bohrer einen oben positionierten
Bürstenkörper bearbeitet und ein unterer Bohrer den darunter angeordneten Bürstenkörper.
Die Bewegungen der Bürstenkörper sind damit innerhalb der Station insbesondere synchron,
da die Bürstenkörper in demselben Halterungs-Traggestell sitzen.
[0022] Jeder Halterung können mehrere Antriebe zugeordnet sein, um sie in mehrere Richtungen
in einer Bearbeitungsstation zu bewegen und relativ zu einem dort vorhandenen Bearbeitungswerkzeug
auszurichten. Dies dient dazu, die Ausrichtbewegung oder Taktbewegung z. B. von einer
Bohrung zur nächsten Bohrung oder von einem Stopfhub zum nächsten Stopfhub an der
Halterung zu vollziehen und nicht im Werkzeug. Insbesondere kann die Halterung dabei
in allen drei Raumrichtungen ausgerichtet werden, sodass der Bohrer oder das Stopfwerkzeug
nur fest in einer Richtung bewegt werden können und müssen. Dies erhöht die Stabilität
der zum Teil sehr massiv bauenden Werkzeuge und verbessert die Bearbeitungsgenauigkeit.
[0023] Neben der rein manuellen Beladung und/oder Entladung kann die erfindungsgemäße Bürstenherstellungsmaschine
natürlich auch mit einer automatischen Lade- und/oder Entladevorrichtung in der Lade-
und/oder Entladestation vorgesehen sein, mit der Bürstenkörper in bzw. aus den Halterungen
bewegt werden können. Auch für diese Variante ist kein neues Konzept notwendig.
[0024] Ferner wird die Aufgabe durch ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Bürstenherstellung
gelöst, mit einer Bürstenherstellungsmaschine, insbesondere mit der zuvor beschriebenen
erfindungsgemäßen Bürstenherstellungsmaschine, wobei das Verfahren folgende Schritte
umfasst:
- Transport von zumindest einer Halterung und einem von der Halterung aufgenommenen
Bürstenkörper um einen zentralen Führungsblock herum längs einer geschlossen umlaufenden
Bahn zu einer Bohrstation;
- Ausrichten des Bürstenenkörpers derart, dass eine zu bohrenden Seite des Bürstenkörpers
zum Führungsblock hin weist;
- Bohren von Löchern in die Bürstenkörper, wobei zumindest ein Bohrer in eine nach außen
vom Führungsblock weg weisende Bohrrichtung bohrt;
- Transport der Halterungen mit dem Bürstenkörper um den zentralen Führungsblock herum
längs der geschlossen umlaufenden Bahn zu einer Stopfstation ; und
- Stopfen von Borstenbüschel mit einem Stopfwerkzeug in die gebohrten Löcher, wobei
das Stopfwerkzeug in eine nach innen zum Führungsblock hin weisende Stopfrichtung
stopft.
[0025] Das Verfahren bringt den Vorteil, dass die Zustellbewegung des Bohrers nach "außen"
erfolgt und das Bohrwerkzeug "innen" liegen kann. "Innen" bedeutet, dass von dem Führungsblock
ausgehend zuerst das Bohrwerkzeug und weiter außen der Bürstenkörper angeordnet ist.
Dies sorgt für erhebliche ergonomische Vorteile, da das Bohrwerkzeug nicht mehr nach
außen vor stehen muss, sondern beispielsweise auf dem Führungsblock platziert werden
kann. Das Verfahren ermöglicht somit eine ergonomischere und kompaktere Bürstenherstellung.
[0026] Vorteilhafterweise umfasst das Verfahren nach dem Stopfen einen weiteren Schritt,
bei dem die Halterung und der Bürstenkörper um den zentralen Führungsblock herum längs
der geschlossen umlaufenden Bahn zu einer Nachbearbeitungsstation transportiert werden
und anschließend die gestopften Borsten nachbearbeitet werden. Der Transport zur Nachbearbeitungsstation
erfolgt somit ebenfalls über die geschlossen umlaufende Bahn, wodurch geringe Taktzeiten
erreicht werden können, da kurze Wege zwischen der Bohrstation und der Stopfstation
realisiert werden können und der Bürstenkörper in der Halterung verbleiben kann.
[0027] Gemäß einem Aspekt der Erfindung umfasst das Verfahren einen weiteren Schritt, bei
dem die Halterung und der Bürstenkörper um den zentralen Führungsblock herum längs
der geschlossen umlaufenden Bahn zu einer Lade-und/oder Entladestation transportiert
werden und die Halterung so ausgerichtet wird, dass der aufgenommene Bürstenkörper
nach außen von dem Führungsblock weg weist. Auch der Transport zur Nachbearbeitungsstation
erfolgt über die geschlossen umlaufende Bahn, wodurch sich der vorhin beschriebene
Vorteil der geringen Taktzeiten im Vergleich zu einer anderweitig angeordneten Lade-und/oder
Entladestation nochmals vergrößert.
[0028] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und aus den nachfolgenden Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen
zeigen:
- Figur 1 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bürstenherstellungsmaschine
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Figur 2 eine perspektivische Seitenansicht der Bürstenherstellungsmaschine nach Figur
1,
- Figur 3 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bürstenherstellungsmaschine
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Figur 4 eine perspektivische Seitenansicht der Bürstenherstellungsmaschine nach Figur
3, und
- Figur 5 eine schematische Draufsicht auf die Nachbearbeitungsstation, die bei den
erfindungsgemäßen Bürstenherstellungsmaschinen eingesetzt werden kann.
[0029] In Figur 1 ist schematisch eine Bürstenherstellungsmaschine 10 dargestellt, die einen
zentralen Führungsblock 12 aufweist, über den die Energie- und Signalzufuhr erfolgt.
[0030] Der Führungsblock hat eine oder mehrere ringförmige Führungen 14, wobei bei mehreren
Führungen diese Führungen 14 vertikal übereinander angeordnet sind. Die Führung 14
bildet eine geschlossen umlaufende Bahn, entlang welcher Halterungen 16 für zu bearbeitende
Bürstenkörper 18 angetrieben werden, und zwar über Elektromotoren.
[0031] Vorzugsweise, dies ist nicht einschränkend zu verstehen, gibt es mehrere längs der
Führung 14 und damit längs der Bahn verfahrbare Halterungs-Traggestelle 19 (siehe
Figur 2), die jeweils mehrere Halterungen 16 aufnehmen. Jede Halterung dient dazu,
ein oder mehrere Bürstenkörper 18 zu positionieren und zu halten, wenn diese Bürstenkörper
18 an der Bürstenherstellungsmaschine 10 bearbeitet werden.
[0032] Um den Führungsblock 12 herum sind mehrere Bearbeitungsstationen angeordnet, nämlich
eine kombinierte Lade- und Entladestation 20, eine in Umlaufrichtung U nachfolgende
Bohrstation 22, die von einer Stopfstation 24 und diese wiederum von einer Nachbearbeitungsstation
26 gefolgt werden.
[0033] In der dargestellten Variante, die nicht einschränkend zu verstehen ist, sind diese
Stationen 20 bis 26 etwa 90° zueinander in Draufsicht auf die Bürstenherstellungsmaschine
versetzt zueinander angeordnet.
[0034] In der Stopfstation 22 sitzt ein Bohrwerkzeug 28 mit einem Bohrer 30, um Löcher in
den Bürstenkörper 18 zu bohren.
[0035] Das Bohrwerkzeug 28 mit dem Bohrer 30 ist dabei einwärts, d. h. nach innen einwärts
von der umlaufenden Bahn angeordnet, sodass der Bohrer 30 bezogen auf den Führungsblock
12 und seinen Mittelpunkt M nach außen weist. Das bedeutet, die Halterung 16 ist in
der Bohrsituation, die in Figur 1 dargestellt ist, so ausgerichtet, dass die zu bohrende
Seite 32 des Bürstenkörpers 18 nach innen, d. h. zum Führungsblock 12 weist.
[0036] Die Halterung 16 kann nicht nur längs der Bahn gefahren werden, sondern ist auch
in verschiedenen Raumrichtungen, vorzugsweise in zumindest zwei Raumrichtungen oder
sogar in drei Raumrichtungen beweglich, um eine Ausrichtung z. B. zum Bohrer 30 zu
erreichen und um die Bürstenkörper relativ zum Bohrer 30 von Loch zu Loch zu verfahren
und den Bürstenkörper 18 neu zu positionieren, wenn das nächste Loch gebohrt werden
muss.
[0037] Die Halterungen 16 sind darüber hinaus jeweils um eine eigene vertikale Drehachse
34 schwenkbar.
[0038] In der Stopfstation 24 ist die Halterung um die Vertikalachse 34 nach außen geschwenkt,
d. h., die Seite 32, die bearbeitet wird, weist vom Führungsblock 12 weg nach außen.
Dasselbe gilt für die Position der Halterung 16 und damit des zugeordneten Bürstenkörpers
18 in der Nachbearbeitungsstation 26 und auch in der Lade- und Entladestation 20.
Auch hier weist die entsprechende Seite 32 nach außen und die Halterung 16 ist entsprechend
so geschwenkt, dass der Bürstenkörper 18 nach außen, weg von der Bahn 14 weist und
damit weiter vom Mittelpunkt M entfernt ist als in der Bohrstation 22.
[0039] In der Stopfstation 24 gibt es ein oder mehrere Borstenmagazine 40, in die Faserkästen
42 von einer Bedienperson 44 eingesetzt werden. Ein Vereinzelungswerkzeug 46 entnimmt
dem Borstenmagazin 40 einzelne Borstenbüschel und führt sie einem Stopfwerkzeug 48
zu, welches in Pfeilrichtung die Borstenbüschel in die zuvor gebohrten Öffnungen stößt
und darin verankert.
[0040] Die Nachbearbeitungsstation 26 umfasst eine oder mehrere Werkzeuge 50, mit denen
die im Bürstenkörper 18 verankerten Borsten nachbearbeitet werden, z. B. ausgeputzt,
geschliffen, geschnitten und/oder abgeschert oder geschlitzt werden. Hier können auch
mehrere Unterstationen vorhanden sein mit mehreren Werkzeugen 50, die aufeinanderfolgend
die Bürste bearbeiten und zusammen die Nachbearbeitungsstation 26 bilden.
[0041] Gut zu erkennen ist anhand von Figur 1, dass aufgrund der Positionierung des Bohrwerkzeugs
28 einwärts der umlaufenden Bahn die Bürstenherstellungsmaschine 10 in diesem Bereich
wesentlich kompakter ist. Die Bedienperson wird dadurch von der Bohrstation 22 nicht
in ihrem Bewegungsumfeld eingeschränkt und kann ohne Weiteres auf kürzestem Wege zur
Lade- und Entladestation 20 gehen, um auch diese Station zu bedienen. Würde das Bohrwerkzeug
28 sowie das Werkzeug 50 außen positioniert sein, d. h. die Halterung 16 wäre nach
außen und nicht nach innen geschwenkt, so stünde es der Bedienperson 44 deutlich im
Wege, wenn diese zusätzlich die Lade- und Entladestation 20 bedienen müsste.
[0042] In Figur 2 ist zu sehen, dass im vorliegenden Fall nur eine Führung 14 vorhanden
ist, was wiederum bedeutet, dass die Halterungs-Traggestelle 19 nach unten frei auskragen.
Das heißt, dass im unteren Bereich des Führungsblocks 12 die Halterungs-Traggestelle
19 keinen Platz einnehmen und für die Bedienperson 44 keine Hindernisse darstellen.
[0043] Auch in Figur 2 ist zu sehen, dass vertikal übereinander mehrere Bohrwerkzeuge 28
und mehrere Nachbearbeitungswerkzeuge 50 vorgesehen sind. Optional können auch mehrere
Stopfwerkzeuge 48 vorhanden sein. Arbeitet das Stopfwerkzeug 48 jedoch schnell genug,
kann eines dieser Stopfwerkzeuge 48 allein in dieser Station während einer Taktung
mehrere Bürstenkörper 18 stopfen.
[0044] Figur 3 zeigt eine einfachere Variante der Bürstenherstellungsmaschine nach den Figuren
1 und 2, da hier die Bohrstation 22 mit der Lade- und Entladestation 20 zusammengefasst
wurde. Dies wird dadurch möglich, dass die Halterung 16, genauer gesagt, das Halterungs-Traggestell
19, in dieser gemeinsamen Station um die Vertikalachse 34 geschwenkt wird. Ist die
Halterung 16 nach außen geschwenkt, wie dies in Figur 3 dargestellt ist, kann die
Bedienperson 44 die Bürstenkörper 18 einsetzen. Anschließend wird das Halterungs-Traggestell
19 mitsamt den Halterungen 16 um die Vertikalachse 34 nach innen geschwenkt, sodass
die Seite 32 wieder dem Bohrer 30 oder den mehreren Bohrern 30 gegenüberliegt. Danach
werden die Öffnungen in den Bürstenkörper 18 eingebracht.
[0045] Anschließend wird der oder werden alle Bürstenkörper 18 aus der kombinierten Bohr-,
Lade- und Entladestation 20, 22 weitergetaktet zur Stopfstation 24 und schließlich
wieder weitergetaktet zur Nachbearbeitungsstation 26. Man sieht anhand des Layouts
in Figur 3, dass hier die Bedienperson 44 auf noch engerem Raum alle notwendigen Bedienschritte
vornehmen kann.
[0046] Die Nachbearbeitungsstation 26 kann auch komplett entfallen.
[0047] In diesem Zug wäre es theoretisch möglich, dort, wo jetzt in Figur 3 die Nachbearbeitungsstation
ist, d. h. bei neun Uhr, eine weitere kombinierte Bohr-, Lade- und Entladestation
zu positionieren und bei sechs Uhr eine weitere Stopfstation 24, sodass in dieser
Hälfte der Bürstenherstellungsmaschine 10 eine weitere Bedienperson arbeiten könnte.
[0048] In Figur 5 ist eine Option dargestellt, wie die Bürstenkörper 18 bewegt werden können,
wenn sie in den einzelnen Stationen relativ zum Bearbeitungswerkzeug (d.h. zum Bohrer
30, zum Stopfwerkzeug 48 und zum Nachbearbeitungswerkzeug 50) positioniert werden.
Es sind hierfür jede Halterung 16 oder, falls ein Halterungs-Traggestell 19 vorhanden
ist, für jedes dieser Halterungs-Traggestelle 19, eigene, zugeordnete elektromotorische
Antriebe vorgesehen, beispielsweise ein Schwenkantrieb 60 zum Schwenken der Halterung
um die Vertikalachse 34, ein Elektroantrieb zum Verfahren des Halterungs-Traggestell
19 längs der Bahn und Elektroantrieb 62 zum Bewegen des Halterungs-Traggestells 19
in vertikaler Richtung, z. B. während des Bohrens zwischen zwei Bohrvorgängen oder
des Stopfens. Darüber hinaus können natürlich auch Antriebe 64 an den Werkzeugen,
hier z. B. am Werkzeug 50 vorgesehen sein, um dieses relativ zum Bürstenkörper 18
zu bewegen.
[0049] Dadurch, dass die Antriebe einem eigenen Halterungs-Traggestell 19 zugeordnet sind,
kann eine Steuerung 70 (siehe Figuren 2 und 4) der Bürstenherstellungsmaschine die
entsprechenden Antriebe so ansteuern, dass die Halterungen 16 und damit die Halterungs-Traggestelle
19 von den jeweiligen Bearbeitungsstationen zur jeweils zeitlich versetzt nächsten
getaktet werden können. Somit kann für einen längeren Bearbeitungsprozess in einer
Station die notwendige zusätzliche Zeit aufgewandt werden, während beispielsweise
das nachfolgende Halterungs-Traggestell 19 bereits herangefahren werden kann, sodass
hier Zeit gespart werden kann durch sich überlagernde Einzeltaktzeiten der Bearbeitungsstationen.
[0050] Die Steuerung 70 ist auch für die Ausrichtung der Halterungen 16 zum jeweiligen Werkzeug
und zum Führungsblock 12 in jeder Station verantwortlich, weil sie die Antriebe entsprechend
ansteuert.
[0051] Da die Halterungen 16 nach der Bohrstation 22 geschwenkt werden müssen, sieht die
Steuerung 70 vor, dass nach dem Bohren die Halterungen 16 aus der Bohrstation 22 herausgefahren
werden und zur nachfolgenden Stopfstation 24 bewegt werden. Während dieses Transports
längs der Bahn folgt gleichzeitig das Schwenken der Halterungen 16 nach innen. Das
heißt, das Schwenken wird initiiert und wird beendet, während die Halterungen 16 auf
der Bahn in Richtung zur nächsten Station schon bewegt werden.
[0052] Dasselbe kann auch für die Schwenkbewegung von der Lade- und Entladestation 20 zur
Bohrstation 22 erfolgen, sodass die Halterungen schon nach innen geschwenkt in die
Bohrstation 22 einfahren. Damit kann Taktzeit gewonnen werden.
[0053] Die Figuren 2 und 4 zeigen auch, dass der Führungsblock 12 ein Außengehäuse 72 aufweist,
welches im Wesentlichen zylindrische Gestalt aufweist und außen keine unnötigen Kanten
und Vorsprünge sowie Hinterschnitte aufweist, um die Reinigbarkeit der Bürstenherstellungsmaschine
zu verbessern. Lediglich im Bereich der Bohrwerkzeuge 28 weist dieses Außengehäuse
72 einen Ausschnitt 74 auf.
[0054] Diese Konstruktion ist deshalb sehr gut, weil gerade in der Nachbearbeitungsstation
26 sehr viel Abfall anfällt, der durch das Außengehäuse 72 nicht in das Innere des
Führungsblocks 12 gelangen kann.
[0055] In den Figuren ist jeweils dargestellt, dass die Bedienperson 44 auch die Lade-und
Beladestation 20 bedient. Alternativ hierzu kann die Bürstenherstellungsmaschine 10
auch umkonfiguriert werden, und die Beladung und Entladung kann automatisch erfolgen,
wie dies in Figur 1 schematisch anhand von mehrachsigen, frei programmierbaren Roboterwerkzeugen
80 symbolisiert wird, welche automatische Lade-und Entladevorrichtungen darstellen.
Auch können, wie in Figur 1 symbolisiert dargestellt, Belade- und Entladestationen
separat und nebeneinander ausgeführt sein.
1. Bürstenherstellungsmaschine, mit einem zentralen Führungsblock (12), um den herum
Halterungen (16) für zu bearbeitende Bürstenkörper (18) längs einer geschlossen umlaufenden
Bahn durch verschiedene Stationen transportiert werden, darunter eine Bohrstation
(22), in der Löcher in die Bürstenkörper (18) gebohrt werden, und eine Stopfstation
(24), in der Borstenbüschel in die Löcher gestopft werden, wobei die Halterungen (16)
jeweils um eine eigene Vertikalachse (34) drehbar sind, wobei in der Stopfstation
(24) ein Stopfwerkzeug (48) mit nach innen zum Führungsblock (12) hin weisender Stopfrichtung
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bohrstation (22) zumindest ein Bohrer (30) beim Bohren nach außen von dem
Führungsblock (12) weg weist und die Halterung (16) in der Bohrstation (22) so geschwenkt
ist, dass ein eingesetzter Bürstenkörper (18) mit einer zu bohrenden Seite (32) zum
Führungsblock (12) weist.
2. Bürstenherstellungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Nachbearbeitungsstation (26) vorgesehen ist, in der die gestopften
Borsten nachbearbeitet werden, wobei die Halterung (16) in der Nachbearbeitungsstation
(26) beim Nachbearbeiten so ausgerichtet ist, dass der aufgenommene Bürstenkörper
(18) nach außen weist.
3. Bürstenherstellungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung (70) vorgesehen ist, welche so eingerichtet ist, dass sie in allen
Stationen, ausgenommen der Bohrstation (24), die Halterungen (16) mit zugeordneten
Bürstenkörpern (18) nach außen weisend schwenkt.
4. Bürstenherstellungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lade- und/oder Entladestation (20) für unbearbeitete und bestopfte Bürstenkörper
(18) vorgesehen ist, und in dieser die Halterung (16) so ausgerichtet ist, dass der
aufgenommene Bürstenkörper (18) nach außen weist.
5. Bürstenherstellungsmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lade- und/oder Entladestation (20) zusätzlich auch die Bohrstation (22) bildet,
wobei eine Steuerung (70) vorgesehen ist, welche so eingerichtet ist, dass sie zum
Laden und/oder Beladen die Halterung (16) nach außen weisend schwenkt und zum Bohren
nach innen schwenkt.
6. Bürstenherstellungsmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lade- und/oder Entladestation (20) in Umlaufrichtung der Halterungen (16) vor
der Bohrstation (22), positioniert ist.
7. Bürstenherstellungsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lade- und/oder Entladestation (20) in Umlaufrichtung der Halterungen (16) unmittelbar
vor der Bohrstation (22), positioniert ist.
8. Bürstenherstellungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung (70) vorgesehen ist, welche so eingerichtet ist, dass sie die Halterungen
(16) während der Transportbewegung zwischen der Bohrstation (22) und der Stopfstation
(24) dreht, um den Bürstenkörper (18) nach außen auszurichten.
9. Bürstenherstellungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Draufsicht auf die Bürstenherstellungsmaschine (10) gesehen eine ringförmige Führung
(14) am Führungsblock (12) vorhanden ist, entlang der die Halterungen (16) verfahren
werden.
10. Bürstenherstellungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (16) eigene Antriebe aufweisen und eine Steuerung (70) vorgesehen
ist, die so eingerichtet ist, dass die Halterungen (16) von den Stationen zur jeweils
nächsten Station zeitlich versetzt getaktet werden können.
11. Bürstenherstellungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Halterungs-Traggestelle (19) längs des Führungsblocks (12) umlaufen, die
jeweils mehrere Halterungen (16) aufnehmen, um diese gemeinsam zu bewegen.
12. Bürstenherstellungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Halterung (16) mehrere Antriebe (60, 61, 62) zugeordnet sind, um sie in mehrere
Richtungen in einer Station zu bewegen und relativ zu einem dort vorhandenen Bearbeitungswerkzeug
auszurichten.
13. Bürstenherstellungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine automatische Lade- und/oder Entladevorrichtung in der Lade- und/oder Entladestation
(20) vorgesehen ist, mit der Bürstenkörper (18) in die bzw. aus den Halterungen (16)
bewegt werden können.
14. Verfahren zur Bürstenherstellung mit einer Bürstenherstellungsmaschine, insbesondere
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
- Transport von zumindest einer Halterung (16) und einem von der Halterung (16) aufgenommenen
Bürstenkörper (18) um einen zentralen Führungsblock (12) herum längs einer geschlossen
umlaufenden Bahn zu einer Bohrstation (22);
- Ausrichten des Bürstenkörpers (18) derart, dass eine zu bohrenden Seite (32) des
Bürstenkörpers (18) zum Führungsblock (12) hin weist;
- Bohren von Löchern in die Bürstenkörper (18), wobei zumindest ein Bohrer (30) in
eine nach außen vom Führungsblock (12) weg weisende Bohrrichtung bohrt;
- Transport der Halterungen (16) mit dem Bürstenkörper (18) um den zentralen Führungsblock
(12) herum längs der geschlossen umlaufenden Bahn zu einer Stopfstation (24); und
- Stopfen von Borstenbüschel mit einem Stopfwerkzeug (48) in die gebohrten Löcher,
wobei das Stopfwerkzeug (48) in eine nach innen zum Führungsblock (12) hin weisende
Stopfrichtung stopft.
15. Verfahren zur Bürstenherstellung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren nach dem Stopfen einen weiteren Schritt umfasst, bei dem die Halterung
(16) und der Bürstenkörper (18) um den zentralen Führungsblock (12) herum längs der
geschlossen umlaufenden Bahn zu einer Nachbearbeitungsstation (26) transportiert werden
und anschließend die gestopften Borsten nachbearbeitet werden.
16. Verfahren zur Bürstenherstellung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren einen weiteren Schritt umfasst, bei dem die Halterung (16) und der
Bürstenkörper (18) um den zentralen Führungsblock (12) herum längs der geschlossen
umlaufenden Bahn zu einer Lade- und/oder Entladestation (20) transportiert werden
und die Halterung (16) so ausgerichtet wird, dass der aufgenommene Bürstenkörper (18)
nach außen von dem Führungsblock (12) weg weist.
1. A brush manufacturing machine comprising a central guide block (12) around which holders
(16) for brush bodies (18) to be processed are transported along a closed circumferential
path through different stations, including a drilling station (22) in which holes
are drilled in the brush bodies (18), and a tufting station (24) in which tufts of
bristles are tufted into the holes, the holders (16) each being rotatable about their
own vertical axis (34), wherein in the tufting station (24), a tufting tool (48) is
provided having a tufting direction facing inwards towards the guide block (12), characterized in that in the drilling station (22), at least one drill (30) faces outwards away from the
guide block (12) during drilling, and the holder (16) in the drilling station (22)
is pivoted such that an inserted brush body (18) has a side (32) to be drilled facing
the guide block (12).
2. The brush manufacturing machine according to claim 1, characterized in that at least one post-processing station (26) is provided, in which the tufted bristles
are post-processed, the holder (16) in the post-processing station (26) being aligned
during post-processing such that the received brush body (18) faces outwards.
3. The brush manufacturing machine according to claim 1 or 2, characterized in that a control unit (70) is provided which is set up to pivot the holders (16) along with
associated brush bodies (18) such that they face outwards in all stations except the
drilling station (24).
4. The brush manufacturing machine according to any of the preceding claims, characterized in that a loading and/or unloading station (20) for unprocessed and tufted brush bodies (18)
is provided, and the holder (16) is aligned therein such that the received brush body
(18) faces outwards.
5. The brush manufacturing machine according to claim 4, characterized in that the loading and/or unloading station (20) additionally also forms the drilling station
(22), a control unit (70) being provided which is set up to pivot the holder (16)
such that it faces outwards for loading and/or unloading and inwards for drilling.
6. The brush manufacturing machine according to claim 4, characterized in that the loading and/or unloading station (20) is positioned upstream of the drilling
station (22) in the circumferential direction of the holders (16).
7. The brush manufacturing machine according to claim 6, characterized in that the loading and/or unloading station (20) is positioned immediately upstream of the
drilling station (22) in the circumferential direction of the holders (16).
8. The brush manufacturing machine according to any of the preceding claims, characterized in that a control unit (70) is provided, which is set up to rotate the holders (16) during
the transport movement between the drilling station (22) and the tufting station (24)
to align the brush body (18) outwards.
9. The brush manufacturing machine according to any of the preceding claims, characterized in that, seen in a top view of the brush manufacturing machine (10), there is a ring-shaped
guide (14) on the guide block (12) along which the holders (16) are moved.
10. The brush manufacturing machine according to any of the preceding claims, characterized in that the holders (16) have their own drives and a control unit (70) is provided which
is set up such that the holders (16) can be clocked from the stations to the respective
next station in a time-shifted manner.
11. The brush manufacturing machine according to any of the preceding claims, characterized in that a plurality of holder support frames (19) circulate along the guide block (12), which
each receive a plurality of holders (16) for moving them together.
12. The brush manufacturing machine according to any of the preceding claims, characterized in that a plurality of drives (60, 61, 62) are associated with each holder (16) for moving
it in a plurality of directions within a station and aligning it relative to a processing
tool present there.
13. The brush manufacturing machine according to any of the preceding claims, characterized in that an automatic loading and/or unloading device is provided in the loading and/or unloading
station (20) by means of which brush bodies (18) can be moved into and out of the
holders (16).
14. A method of brush manufacturing using a brush manufacturing machine, in particular
according to any of the preceding claims, the method comprising the following steps:
- transporting at least one holder (16) and a brush body (18) received by the holder
(16) around a central guide block (12) along a closed circumferential path to a drilling
station (22);
- aligning the brush body (18) such that a side (32) to be drilled of the brush body
(18) faces toward the guide block (12);
- drilling holes into the brush bodies (18), at least one drill (30) drilling in a
drilling direction facing outwards away from the guide block (12);
- transporting the holders (16) along with the brush body (18) around the central
guide block (12) along the closed circumferential path to a tufting station (24);
and
- tufting tufts of bristles into the drilled holes using a tufting tool (48), the
tufting tool (48) tufting in a tufting direction facing inwards towards the guide
block (12).
15. The method of brush manufacturing according to claim 14, characterized in that the method comprises, after tufting, a further step of transporting the holder (16)
and the brush body (18) around the central guide block (12) along the closed circumferential
path to a post-processing station (26) and subsequently post-processing the tufted
bristles.
16. The method of brush manufacturing according to claim 14 or 15, characterized in that the method comprises a further step of transporting the holder (16) and the brush
body (18) around the central guide block (12) along the closed circumferential path
to a loading and/or unloading station (20) and aligning the holder (16) such that
the received brush body (18) faces outwards away from the guide block (12).
1. Machine de fabrication de brosses, comprenant un bloc de guidage central (12) autour
duquel des supports (16) pour des corps de brosse (18) à usiner sont transportés le
long d'une trajectoire circulaire fermée à travers différentes stations, dont une
station de perçage (22) dans laquelle des trous sont percés dans les corps de brosse
(18), et une station de bourrage (24), dans laquelle des touffes de poils sont bourrées
dans les trous, les supports (16) étant respectivement rotatifs autour de leur propre
axe vertical (34), un outil de bourrage (48) dont le sens de bourrage est orienté
vers l'intérieur, en direction du bloc de guidage (12), étant prévu dans la station
de bourrage (24), caractérisée en ce que, dans la station de perçage (22), au moins un foret (30) est orienté, lors du perçage,
vers l'extérieur, à l'opposé du bloc de guidage (12), et le support (16) dans la station
de perçage (22) est pivoté de sorte qu'un corps de brosse (18) inséré est tourné,
avec une face à percer (32), vers le bloc de guidage (12).
2. Machine de fabrication de brosses selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins une station de post-traitement (26), dans laquelle les poils
bourrés sont soumis à un post-traitement, le support (16) étant orienté dans la station
de post-traitement (26) lors du post-traitement de sorte que le corps de brosse (18)
reçu est tourné vers l'extérieur.
3. Machine de fabrication de brosses selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'il est prévu une commande (70) qui est aménagée de manière à faire pivoter les supports
(16) avec les corps de brosse (18) associés de sorte qu'ils sont tournés vers l'extérieur
dans toutes les stations, à l'exception de la station de perçage (24).
4. Machine de fabrication de brosses selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu une station de chargement et/ou de déchargement (20) pour des corps de
brosse (18) non usinés et bourrés, et en ce que, dans celle-ci, le support (16) est orienté de sorte que le corps de brosse (18)
reçu est tourné vers l'extérieur.
5. Machine de fabrication de brosses selon la revendication 4, caractérisée en ce que la station de chargement et/ou de déchargement (20) forme en outre également la station
de perçage (22), une commande (70) étant prévue, laquelle est aménagée de manière
à faire pivoter le support (16) de sorte qu'il est tourné vers l'extérieur et, pour
le perçage, vers l'intérieur pour le chargement et/ou le déchargement.
6. Machine de fabrication de brosses selon la revendication 4, caractérisée en ce que la station de chargement et/ou de déchargement (20) est positionnée en amont de la
station de perçage (22) dans le sens de circulation des supports (16).
7. Machine de fabrication de brosses selon la revendication 6, caractérisée en ce que la station de chargement et/ou de déchargement (20) est positionnée immédiatement
en amont de la station de perçage (22) dans le sens de circulation des supports (16).
8. Machine de fabrication de brosses selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu une commande (70) qui est aménagée de manière à faire tourner les supports
(16) pendant le mouvement de transport entre la station de perçage (22) et la station
de bourrage (24), afin d'orienter le corps de brosse (18) vers l'extérieur.
9. Machine de fabrication de brosses selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, dans une vue de dessus de la machine de fabrication de brosses (10), une coulisse
annulaire (14) le long de laquelle les supports (16) sont déplacés, est présente sur
le bloc de guidage (12).
10. Machine de fabrication de brosses selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les supports (16) présentent leurs propres entraînements et en ce qu'il est prévu une commande (70) aménagée de telle sorte que les supports (16) peuvent
être synchronisés de manière décalée dans le temps depuis les stations vers la station
suivante respective.
11. Machine de fabrication de brosses selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que plusieurs cadres porteurs de supports (19) circulent le long du bloc de guidage (12)
et reçoivent chacun plusieurs supports (16) afin de les déplacer conjointement.
12. Machine de fabrication de brosses selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que plusieurs entraînements (60, 61, 62) sont associés à chaque support (16) afin de
le déplacer dans plusieurs sens au sein d'une station et de l'orienter par rapport
à un outil d'usinage qui s'y trouve.
13. Machine de fabrication de brosses selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un dispositif automatique de chargement et/ou de déchargement est prévu dans la station
de chargement et/ou de déchargement (20), au moyen duquel des corps de brosse (18)
peuvent être déplacés dans les supports (16) ou hors de ceux-ci.
14. Procédé de fabrication de brosses au moyen d'une machine de fabrication de brosses,
en particulier selon l'une des revendications précédentes, le procédé comprenant les
étapes suivantes :
- le transport d'au moins un support (16) et d'un corps de brosse (18) reçu dans le
support (16) autour d'un bloc de guidage central (12) le long d'une trajectoire circulaire
fermée vers une station de perçage (22) ;
- l'orientation du corps de brosse (18) de sorte qu'une face (32) du corps de brosse
(18) à percer est tournée vers le bloc de guidage (12) ;
- le perçage de trous dans les corps de brosse (18), au moins un foret (30) perçant
dans un sens de perçage orienté vers l'extérieur en éloignement du bloc de guidage
(12) ;
- le transport des supports (16) avec le corps de brosse (18) autour du bloc de guidage
central (12), le long de la trajectoire circulaire fermée, vers une station de bourrage
(24) ; et
- le bourrage de touffes de poils dans les trous percés au moyen d'un outil de bourrage
(48), l'outil de bourrage (48) bourrant dans un sens de bourrage orienté vers l'intérieur,
en direction du bloc de guidage (12).
15. Procédé de fabrication de brosses selon la revendication 14, caractérisé en ce que le procédé comprend, après le bourrage, une étape supplémentaire au cours de laquelle
le support (16) et le corps de brosse (18) sont transportés autour du bloc de guidage
central (12) le long de la trajectoire circulaire fermée vers une station de post-traitement
(26) et les poils bourrés sont ensuite soumis à un post-traitement.
16. Procédé de fabrication de brosses selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que le procédé comprend une étape supplémentaire au cours de laquelle le support (16)
et le corps de brosse (18) sont transportés autour du bloc de guidage central (12)
le long de la trajectoire circulaire fermée vers une station de chargement et/ou de
déchargement (20) et le support (16) est orienté de sorte que le corps de brosse (18)
reçu est tourné vers l'extérieur, à l'opposé du bloc de guidage (12).