[0001] Die Erfindung betrifft ein Möbelstück mit Stützbeinen und mit einer Gelenkanordnung
zur Anbindung der Stützbeine gemäß Patentanspruch 1.
[0002] Derartige Gelenkanordnungen werden beispielsweise verwendet, um ein Sitzmöbel oder
einen Tisch in der Höhe zu verstellen. Die Gelenkanordnung ist vorzugsweise derart
ausgeführt, dass zwei Stützbeinpaare zwischen einer Grund- oder Normalstellung, in
der die Stützbeine in etwa parallel zu einander verlaufen oder leicht U- oder V-förmig
zu einander angestellt sind, in eine Scheren- oder Überkreuzstellung verschwenkbar
sind.
[0003] Der Aufbau einer eine derartige Verschwenkung ermöglichenden Gelenkanordnung ist
beispielsweise in den Druckschriften
US 2,932,344 und
DE 1 292 344 A beschrieben. Demgemäß ist ein Sitzmöbel mit vier Stützbeinen ausgeführt, die schwenkbar
an einem Sitzkorpus, beispielsweise einem Rahmen einer Sitzfläche angelenkt sind.
Dabei sind jeweils zwei Stützbeine zu einem Stützbeinpaar zusammengefügt, wobei beide
Stützbeinpaare mittels einer Gelenkanordnung derart in Wirkverbindung stehen, dass
die beiden Sitzbeinpaare in der vorbeschriebenen Weise zwischen der Normalstellung
und der Überkreuz-/Scherenstellung synchron verschwenkbar sind. In diesen beiden Schwenkstellungen
liegen die Sitzbeinpaare jeweils an Anschlägen an. Die Gelenkanordnung hat einen an
einer Basis des Sitzmöbels schwenkbar gelagerten Koppelarm, dessen Endabschnitte jeweils
mit einem Schwenklenker verbunden sind, der seinerseits an einem der Stützbeine angreift.
Der Koppelarm und die beiden mit dessen Endabschnitten verbundenen Schwenklenker synchronisieren
die Schwenkbewegung der beiden Stützbeinpaare und nehmen in der beschriebenen Normalstellung
in etwa eine gestreckte Lage ein, in der die Lenker (Koppelarm und damit verbundene
Schwenklenker) leicht zick-zack-förmig zu einander angestellt sind. Beim Verstellen
in die Überkreuzstellung wird der Anstellwinkel zwischen den Lenkern verringert, wobei
der Koppelarm in Richtung einer Vertikalposition (bezogen auf die Standfläche des
Möbels) verschwenkt wird. Die beiden Stützbeinpaare sind jeweils über Querstreben
mit einander verbunden, so dass zur Synchronisierung der Schwenkbewegung lediglich
eine Koppellenkeranordnung erforderlich ist.
[0004] Bei diesen bekannten Lösungen greift im Verbindungsbereich des Koppelarms mit einem
der Schwenklenker eine Zugfeder an, die an einem Rahmen oder einer Basis des Möbelstücks
festgelegt ist. Die Positionierung dieser Zugfeder erfolgt derart, dass die beiden
Stützbeinpaare in den beiden Stellungen (Normalstellung, Überkreuzstellung) durch
eine Vorspannung der Zugfeder an den Anschlägen gehalten werden und während der Verschwenkung
im Endschwenkbereich die Schwenkbewegung in Richtung zum Anschlag unterstützen.
[0005] In der Druckschrift
DE 20 2013 100 020 U1 ist eine ähnliche Gelenkanordnung beschrieben, bei der die Verschwenkung zweier Stützbeinpaare
ebenfalls über eine Gelenkanordnung mit einem etwa mittig angeordneten Koppelarm und
zwei damit verbundenen Schwenklenkern synchronisiert wird. Bei dieser Lösung ist ebenfalls
eine Zugfeder vorgesehen, die die Gelenkanordnung und somit auch die beiden Stützbeinpaare
in Richtung der Normalposition beaufschlagt. Das Verschwenken in die Überkreuzposition
erfolgt dann gegen die Kraft der Zugfeder.
[0006] Diese bekannten Gelenkanordnungen ermöglichen zwar ein sehr einfaches Verstellen
der Stützbeine zwischen der Normalposition und der Überkreuzposition, nachteilig ist
jedoch, dass die Gelenkanordnung mit der Koppellenkeranordnung und der daran angreifenden
Zugfeder zum einen einen erheblichen Bauraum (insbesondere in der Überkreuzstellung)
erfordert und dadurch die optische Anmutung des Möbelstücks nicht unerheblich prägt.
Des Weiteren ist ein erheblicher vorrichtungstechnischer Aufwand erforderlich, um
die Koppelgelenkanordnung und die Zugfeder in das Möbelstück zu integrieren.
[0007] Die
DE 199 28 829 A1 offenbart eine nach Art einer Hubplattform ausgeführte Sitzkonstruktion, bei der
an einem bodenseitigen Unterrahmen über vier Kreuzgelenke ein Oberrahmen gehalten
ist. Diese Sitzmechanik erfordert einen erheblichen vorrichtungstechnischen Aufwand,
der mit einem hohen Gewicht einhergeht und zudem hohen ästhetischen Ansprüchen nicht
genügt.
[0008] In der Patentanmeldung
GB 554671 A ist eine ebenfalls nach Art einer Hubplattform ausgeführte Sitzkonstruktion dargestellt,
bei der zwischen einem bodenseitigen Unterrahmen und einem Oberrahmen Kreuzgelenke
angeordnet sind, wobei diese durch eine Hebelkonstruktion zwischen einer niedrigeren
Position und einer höheren Position verstellbar sind. Diese Hebelkonstruktion hat
eine Kulissenscheibe, die bei der Verschwenkung des Hebels auf eine Basis abgleitet,
wobei die Geometrie der Kulissenführung die Höhenverstellung vorgibt. In einer maximalen
Höhenposition ist diese Kulissenführung mit einer ebenen Fläche auf dem Unterrahmen
abgestützt.
[0009] Ein derartiges Konzept ist ebenfalls nur mit einem erheblichen vorrichtungstechnischen
Aufwand realisierbar und genügt im Hinblick auf die ästhetischen Ansprüche nicht den
Anforderungen an hochwertige Möbelstücke.
[0010] In der Druckschrift
FR 2 757 752 A1 ist ein Tisch offenbart, der aus einer niedrigen Position in eine höhere Position
verstellbar ist, wobei dieser Tisch vier lange und vier kurze Tischbeine hat, wobei
jeweils ein langes und ein kurzes Tischbein Y-förmig zusammengefügt sind. Die Tischbeine
sind paarweise über Querstreben verbunden und an einer Tischplatte angelenkt. In einer
Position können die längeren Tischbeine an die Unterseite der Tischseite angeklappt
werden, sodass der Tisch über die kurzen Tischbeine auf den Boden abgestützt ist.
In einer anderen Position lassen sich die langen Tischbeine paarweise nach unten verschwenken,
sodass entsprechend die Tischhöhe vergrößert wird und die kürzeren Tischbeine eine
seitlich auskragende Auflage für zwei Tischplattenverlängerungen ausbilden. Eine derartige
Lösung erfordert zum einen einen erheblichen vorrichtungstechnischen Aufwand, zudem
ist die ästhetische Anmutung gewöhnungsbedürftig, da die Größe der Tischplatte von
der Höhe des Tischs abhängig ist und bei ungenutzten Tischplattenverlängerungen die
kürzeren Tischbeine seitlich auskragen.
[0011] In der nachveröffentlichten
DE 10 2019 117 223 B1 sind eine Gelenkanordnung und mit derartigen Gelenkanordnungen ausgeführte Möbelstücke
offenbart, bei denen die vorbeschriebenen Nachteile weitestgehend beseitigt sind.
Die Gelenkanordnung hat eine Koppellenkeranordnung, über die Stützbeine paarweise
miteinander in Wirkverbindung stehen, sodass diese zur Höhenverstellung zwischen einer
Scherenstellung in eine U- oder V-Stellung verschwenkbar sind. Die Gelenkanordnung
hat des Weiteren eine Vorspanneinrichtung, über die die betreffenden Stützbeine in
Richtung einer der Stellungen vorgespannt sind. Gemäß der technischen Lehre der
DE 10 2019 117 223 B1 sind dabei die Vorspanneinrichtung und die Koppellenkeranordnung quer versetzt zueinander
angeordnet, sodass sich das höhenverstellbare Möbelstück in einer sehr kompakten Bauweise
realisieren lässt.
[0012] Beim praktischen Gebrauch zeigte sich, dass bei ungünstigen Bedingungen, beispielsweise
beim Aufkanten des Möbelstücks, sodass es lediglich auf zwei Stützbeinen steht, die
Koppellenkeranordnung unerwünscht in Richtung der Scheren- oder Überkreuzstellung
verschwenken kann.
[0013] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein mit einer Gelenkanordnung
ausgeführtes Möbelstück zu schaffen, bei dem die Funktionssicherheit gegenüber dem
vorbeschriebenen Stand der Technik verbessert ist.
[0014] Diese Aufgabe wird durch ein Möbelstück mit Stützbeinen und mit einer Gelenkanordnung
zur Anbindung der Stützbeine gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
[0015] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0016] Die erfindungsgemäße Gelenkanordnung bindet Stützbeine an ein Möbelstück an und hat
eine Koppellenkeranordnung, die zumindest einen schwenkbaren Koppelarm hat, der an
einer Basis gelagert ist. Die Endabschnitte des Koppelarms sind mittelbar oder unmittelbar
derart an den Stützbeinen angelenkt, dass sich diese zur Höhenverstellung zwischen
einer niedrigeren Scheren- oder Überkreuzstellung und einer höheren Parallel-, U-
oder V-Stellung verschwenken lassen. Die Stützbeine sind dabei direkt oder mittelbar
über Adapter oder dergleichen in die Gelenkanordnung integriert und sind somit ein
Teil der Gelenkanordnung. Erfindungsgemäß ist noch eine Vorspanneinrichtung vorgesehen,
die zumindest eines der Stützbeine in Richtung einer der Stellungen vorspannt.
[0017] Zur Vermeidung einer versehentlichen Verstellung ist die Gelenkanordnung mit einer
Sperreinrichtung ausgeführt, die die Koppellenkeranordnung oder die Stützbeine vorzugsweise
in der höheren Stellung (Parallel-, U- oder V-Stellung) kraft- oder formschlüssig
arretiert. Diese Sperreinrichtung kann manuell gelöst werden, um die Gelenkanordnung
in Richtung der anderen, vorzugsweise der niedrigeren Stellung der Stützbeine zu verschwenken.
[0018] Durch das Vorsehen dieser Sperreinrichtung ist die Betriebssicherheit der Gelenkanordnung
und des damit ausgeführten Möbelstücks gegenüber den eingangs beschriebenen Lösungen
deutlich verbessert, sodass dieses Möbelstück auch bei einer gewerblichen Verwendung
höchsten Anforderungen an den Arbeitsschutz genügt.
[0019] Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Sperreinrichtung mit einem vorgespannten
Sperrbolzen oder einem Sperrschieber ausgeführt, der in der Sperrstellung in kraft-
oder formschlüssigen Wirkeingriff mit der Koppellenkeranordnung oder einem Stützbein/Stützbeinpaar
gelangt, um diese vorzugsweise in der höheren Stellung zu sperren. Dabei wird es besonders
bevorzugt, wenn der Sperrbolzen bzw. der Sperrschieber in der Sperrstellung in eine
Ausnehmung der Koppellenkeranordnung bzw. des Stützbeins/Stützbeinpaars eintaucht
oder eine an dieser ausgeführte Sperrfläche hintergreift.
[0020] Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Gelenkanordnung mit zwei Schwenklenkern
ausgeführt, die einerseits gelenkig mit dem Koppelarm und andererseits jeweils gelenkig
mit einem Stützbein verbunden sind. Wie oben erwähnt, kann die Verbindung mit den
Stützbeinen direkt oder über einen Adapter oder dergleichen erfolgen.
[0021] Der Aufbau der Gelenkanordnung ist besonders kompakt, wenn der Sperrbolzen an der
Basis geführt ist und am Koppelarm eine Sperrnocke vorgesehen ist, an der die Ausnehmung
oder die Sperrfläche ausgebildet ist. Selbstverständlich kann die Ausnehmung oder
Sperrfläche auch direkt am Koppelarm vorgesehen sein.
[0022] Bei einer Variante der Erfindung ist der Sperrbolzen so geführt, dass er während
der Verstellung von der niedrigeren Stellung (Überkreuzstellung) in Richtung zur höheren
Stellung (U- oder V-Stellung) gleitend an der Sperrnocke oder dem Koppelarm anliegt.
[0023] Alternativ kann der Sperrbolzen so geführt sein, dass er über eine Kulissenführung
während der Verschwenkung des Koppelarms in die Sperrstellung überführt wird.
[0024] Bei einer alternativen Lösung ist die Sperreinrichtung als Verrastung mit Rastelementen
ausgebildet, wobei vorzugsweise in einer Stellung der Stützbeine eine Rastnase einen
Rastvorsprung hintergreift oder in eine Rastausnehmung eintaucht. Diese Verrastung
erfolgt dabei vorzugsweise durch elastische Verformung zumindest eines der Rastelemente.
[0025] Eine derartige Lösung zeichnet sich durch einen äußerst einfachen Aufbau aus, wobei
allerdings die Rastelemente mit einer gewissen Elastizität ausgebildet sein müssen,
die eine elastische Verformung zur Herstellung und zum Lösen der Verrastung ermöglicht.
[0026] Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung sind zumindest zwei der Stützbeine über
eine Querstrebe mit einander verbunden, an der eines der Rastelemente ausgebildet
ist. Dieses ist dann in Verrastungseingriff mit dem anderen Rastelement bringbar,
das beispielsweise seinerseits an einem von den Stützbeinen abgestützten Rahmen ausgebildet
ist, der eine Sitzfläche trägt. Anstelle der Verrastung kann die Querstrebe auch in
Sperreingriff mit einem Sperrschieber oder Sperrbolzen gebracht werden.
[0027] Selbstverständlich kann diese Verrastung auch im Bereich der Koppellenkeranordnung
oder im Bereich der Gelenke der Stützbeine vorgesehen sein.
[0028] Bei einem besonders einfach aufgebauten Ausführungsbeispiel wird die Elastizität
zumindest eines Rastelementes durch einen Freischnitt herbeigeführt, das diesem Rastelement
eine gewisse Federelastizität verleiht.
[0029] Die Entriegelung ist besonders einfach, wenn die Gelenkanordnung mit einer Handhabe
zum manuellen Lösen des Sperrbolzens oder der Verrastung ausgeführt ist.
[0030] Diese Handhabe kann beispielsweise mit einer Zug- oder Biegelasche ausgeführt sein,
die vom Nutzer/der Nutzerin auf einfache Weise erfassbar ist.
[0031] Die Position dieser Handhabe kann von dem Nutzer/der Nutzerin sehr schnell erkannt
werden, wenn die Handhabe farblich abgesetzt ist.
[0032] Der kompakte Aufbau lässt sich weiter verbessern, wenn die Koppellenkeranordnung
und die Vorspanneinrichtung etwa quer zur Schwenkebene der Stützbeine versetzt angeordnet
sind.
[0033] Zur weiteren Verbesserung der Betriebssicherheit kann die Vorspanneinrichtung so
ausgelegt sein, dass sie eine Totpunktlage hat, in der eine maximale Vorspannung wirksam
ist, wobei diese Totpunktlage zwischen den beiden eingangs genannten Stellungen der
Stützbeine erreicht wird, sodass diese über die Vorspanneinrichtung in Richtung beider
Stützbeinstellungen vorgespannt sind.
[0034] Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die die Koppellenkeranordnung tragende
Basis mit zwei Schwenkkonsolen ausgeführt, bei denen jeweils ein Stützbein direkt
oder mittelbar angelenkt ist und die vorzugsweise mit einem Querversatz angeordnet
sind. Zwischen den beiden Schwenkkonsolen erstreckt sich ein Brückensteg, an dem zum
einen der Koppelarm schwenkbar gelagert ist und in dem auch vorzugsweise der Sperrbolzen
oder ein sonstiges Sperrelement geführt ist.
[0035] Die Vorspanneinrichtung kann ein Zylinder oder eine Feder, vorzugsweise ein Druckzylinder
oder eine Druckfeder sein.
[0036] Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein beispielsweise als Federzylinder ausgeführter
Druckzylinder eine Kolbenstange hat, die in einem Zylinder geführt ist und beispielsweise
über eine Feder (oder hydraulisch oder pneumatisch) in Ausfahrrichtung vorgespannt
ist. Dabei wird es besonders bevorzugt, wenn die Schwenklagerung des Druckzylinders
nicht, wie allgemein üblich, im Bereich einer von der Kolbenstange entfernten Bodenseite
des Zylinders, sondern zur Kolbenstange hin versetzt erfolgt. Dadurch wird bei der
erfindungsgemäßen Kinematik ein Übertotpunkteffekt verstärkt und die Positionierung
in den jeweiligen Endstellungen optimiert.
[0037] In entsprechender Weise kann der Sperrbolzen oder die sonstige Sperreinrichtung ebenfalls
mittels einer Feder oder einem Zylinder vorgespannt sein. Dabei kann die Vorspannung
so ausgelegt sein, dass sie bei einer Verstellung mittels einer Kulissenführung in
Richtung der Freigabestellung wirkt, während bei der Verwendung eines Sperrbolzens
oder eines sonstigen Sperrelementes die Vorspanneinrichtung, beispielsweise die Feder
oder der Zylinder in Richtung der Sperrposition wirkt.
[0038] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand schematischer
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Teil-Unteransicht eines erfindungsgemäßen Möbelstücks, das
beispielsweise als Stuhl ausgeführt ist;
Figur 2 eine Detailansicht einer Koppellenkeranordnung einer Gelenkanordnung des Möbelstücks
gemäß Figur 1 ;
Figur 3 eine dreidimensionale Ansicht der Gelenkanordnung gemäß Figur 2 mit einem
Blickwinkel von unten her auf die erfindungsgemäße Gelenkanordnung;
Figur 4 eine Teil-Schnittdarstellung des Möbelstücks entlang der Schnittlinie A-A
in Figur 3;
Figur 5 die Gelenkanordnung gemäß den Figuren 1 bis 4 in der Scherenstellung;
Figur 6 eine Teildarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Möbelstücks in einer etwa Figur 1 entsprechenden Ansicht;
Figur 7 eine geschnittene Detaildarstellung des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 6;
Figur 8 eine Prinzipdarstellung einer Vorspanneinrichtung des Möbelstücks gemäß den
Figuren 6 und 7;
Figur 9 eine Variante des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 6;
Figur 10 eine geschnittene Detaildarstellung des Ausführungsbeispiels gemäß Figur
9 und
Figur 11 ein Ausführungsbeispiel mit einem Sperrschieber.
[0039] Die im Folgenden beschriebene Gelenkanordnung 1 dient gemäß Figur 1, die eine Teil-Unteransicht
eines Möbelstücks 3 zeigt, zur Anlenkung von Stützbeinen 2, 4 und 2', 4'des Möbelstücks
3, beispielsweise eines Stuhls, eines Sessels oder eines Tisches derart, dass die
Funktionshöhe dieses Möbelstücks 3 durch Verstellen der Stützbeine 2, 4 und 2', 4'
zwischen einer höheren Normalstellung, in der die Stützbeine 2, 4 und 2',4' etwa parallel-
oder U- oder V-förmig zu einander angestellt sind, in eine niedrigere Stellung verschwenkbar
sind, bei der jeweils zwei Stützbeine 2, 4 und 2', 4' eine Überkreuzstellung (auch
Scherenstellung genannt) einnehmen.
[0040] Der Grundaufbau der erfindungsgemäßen Gelenkanordnung 1 wird anhand eines in den
Figuren 1 bis 5 dargestellten Möbelstücks 3 erläutert, bei dem die Stützbeine 2, 4
mittels der erfindungsgemäßen Gelenkanordnung 1 und die anderen Stützbeine 2', 4'
über eine vereinfachte Gelenkanordnung 1' an einem Rahmen 6 angelenkt sind, der dann
seinerseits eine Tischplatte oder eine Sitzfläche trägt. Die Stützbeine 2, 2'und 4,
4' sind dabei jeweils mittels Streben 7 miteinander gekoppelt, so dass bei der Verschwenkung
eines Stützbeinpaars 2, 4 bzw. 2', 4' das jeweils andere mit verschwenkt wird. Die
Stützbeinpaare 2, 2' und 4, 4' mit den jeweiligen Streben 7 können einstückig oder
mehrteilig ausgebildet sein. Die Gelenkanordnung 1 lässt sich erfindungsgemäß mittels
einer im Folgenden näher beschriebenen Sperreinrichtung 5 in der höheren Stellung
des Möbelstücks 3 lagefixieren.
[0041] Figur 2 zeigt die Gelenkanordnung 1 in der vorgenannten höheren Stellung des Möbelstücks
3, in der die Stützbeine 2, 4 leicht schräg zu einander angestellt sind. An dem Rahmen
6 ist für jedes Stützbeinpaar 2, 2' bzw. 4, 4' eine Basis 8 befestigt oder einstückig
mit diesem ausgebildet. Gemäß der Darstellung in Figur 2 erstreckt sich die Basis
8 zwischen den beiden einander zugeordneten Stützbeinen 2, 4, die jeweils über ein
Schwenkgelenk 9, 10 an der Basis 8 angelenkt sind. In dem sich an die Schwenkgelenke
9, 10 anschließenden Bereich ist die Basis 8 in der Darstellung gemäß Figur 2 nach
unten, d.h. zur angedeuteten Standfläche 12 hin, trapezförmig verjüngt, wobei zwei
Schrägflächen 14, 16 der Basis 8 in eine etwa parallel zur Tischplatte 6 verlaufende
Scheitelfläche 18 übergehen. Im Bereich der Scheitelfläche 18 ist an der Basis 8 mittels
eines Gelenks 20 ein beidseitig auskragender Koppelarm 22 einer Koppellenkeranordnung
36 gelagert, der in der Normalstellung gemäß Figur 2 leicht schräg zur Standfläche
12 bzw. zum Rahmen 6 angestellt ist. An den beiden freien Endabschnitten des mittig
um das Gelenk 20 schwenkbaren Koppelarms 22 ist jeweils ein Endabschnitt eines Schwenklenkers
24, 26 angelenkt. Diese Anlenkung erfolgt jeweils mittels eines Koppelgelenks 28,
30, das eine Relativverschwenkung der Schwenklenker 24, 26 mit Bezug zum Koppelarm
22 erlaubt. Die vom Koppelarm 22 entfernten Endabschnitte der Schwenklenker 24, 26
sind ihrerseits über Beingelenke 32, 34 an dem jeweiligen Stützbein 2, 4 angelenkt.
In der dargestellten Normalstellung nimmt die durch den Koppelarm 22 und die Schwenklenker
24, 26 gebildete Koppellenkeranordnung 36 eine Strecklage ein, in der die genannten
Lenker 22, 24, 26 etwa zick-zack-förmig zu einander angestellt sind, wobei diese zur
Standfläche 12 oder zur Tischplatte 6 jeweils nur leicht, vorzugsweise spitzwinklig
(Anstellwinkel < 45°) angestellt sind.
[0042] Die den beiden anderen Stützbeinen 2', 4' zugeordnete Gelenkanordnung 1 ' (siehe
Figur 1) ist ohne eine Koppellenkeranordnung ausgebildet, so dass die Anlenkung nur
über die beiden Schwenkgelenke 9'und 10'der Basis 8'erfolgt.
[0043] Figur 3 zeigt eine dreidimensionale Teilansicht der Gelenkanordnung 1 des Möbelstücks
3 gemäß Figur 2, wobei die Blickrichtung von unten her auf die Gelenkanordnung 1 gerichtet
ist. In dieser Darstellung erkennt man, dass am Stützbein 2 ein seitlich zur Basis
8 hin auskragender Hebelarm 38 ausgebildet ist, der etwa rechtwinklig zur Längsachse
des Stützbeins 2 zur Basis 8 hin auskragt und an dessen Endabschnitt eine Vorspanneinrichtung
angreift, über die das Stützbein 4 in die jeweilige Stellung, in Figur 2 in die höhere
Normalstellung, vorgespannt ist. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Vorspanneinrichtung
als Druckzylinder 40 ausgeführt, dessen Zylinder über ein Zylindergelenk 42 am Endabschnitt
des Hebelarms 38 angelenkt ist. Eine Kolbenstange 44 des Druckzylinders 40 ist über
ein angedeutetes Kolbenstangengelenk 46 an der Basis 8 angelenkt. In der in Figur
2 dargestellten höheren Stellung erstreckt sich der Hebelarm 38 in etwa parallel zum
Schwenklenker 24. Die Achse des Druckzylinders 40 ist leicht schräg zum Hebelarm 38
angestellt, so dass das Stützbein 4 in Richtung der Normalstellung beaufschlagt ist.
Da der Hebelarm 38 in einem Abstand zum Schwenkgelenk 9 am Stützbein 4 angreift, wird
entsprechend der Vorspannung des Druckzylinders 40 ein in Richtung der höheren Stellung
wirkendes Drehmoment auf das Stützbein 4 übertragen, das über die Koppellenkeranordnung
36 mit dem anderen Stützbein 2 verbunden ist, so dass auch dieses entsprechend in
die Normalstellung vorgespannt ist. In dieser liegen die beiden Stützbeine 2, 4 jeweils
mit ihren Endabschnitten 48, 50 an der Tischplatte 6 an, so dass deren sichere Lagepositionierung
gewährleistet ist. Der Anlagebereich der Endabschnitte 48, 50 an der Tischplatte 6
oder an dem sonstigen Stützbereich des Möbelstücks ist in geeigneter Weise ausgeführt,
um die Stützkräfte übertragen zu können.
[0044] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel greift die Kolbenstange 44 an der Basis 8
an - selbstverständlich ist auch eine umgekehrte Montage möglich, bei der der Zylinder
basisseitig und die Kolbenstange 44 stützbeinseitig angreifen.
[0045] Wie vorstehend erläutert, zeigt Figur 3 eine von der Standfläche 12 her gesehene
Ansicht auf die Gelenkanordnung 1 gemäß Figur 2, so dass die Unterseite der Tischplatte
6 des Modells sichtbar ist.
[0046] Wie vorstehend erläutert, ist an dieser Tischplatte 6 (oder der sonstigen Stützkonstruktion)
die im Folgenden noch näher beschriebene Basis 8 befestigt, an der über die Schwenkgelenke
9, 10 die beiden Stützbeine 2, 4 angelenkt sind. Die beiden Schwenkgelenke 9, 10 sind
jeweils an einer Schwenkkonsole 52, 54 der Basis 8 ausgebildet, wobei die Schwenkkonsolen
52, 54 jeweils drei Gelenklaschen 56 aufweisen, die im Abstand zu einander ausgebildet
sind und zwischen die Gelenkvorsprünge 62 der Stützbeine 2, 4 eintauchen. In der Darstellung
gemäß Figur 3 ist dabei lediglich eine der Gelenklaschen bzw. der Gelenkvorsprünge
56, 62 des Stützbeins 4 bzw. der Schwenkkonsole 52 mit Bezugszeichen versehen. Die
gelenkige Verbindung der Gelenklaschen 56 und der Gelenkvorsprünge 62 erfolgt dann
über einen strichpunktiert angedeuteten Gelenkbolzen 66, der auch in der Ansicht gemäß
Figur 2 sichtbar ist.
[0047] Wie aus der Darstellung gemäß Figur 3 hervorgeht, sind die beiden Schwenkkonsolen
52, 54 quer zur Schwenkrichtung versetzt zu einander angeordnet. Die Schwenkebenen
der beiden Stützbeine 2, 4 verlaufen etwa senkrecht zur Zeichenebene, so dass entsprechend
der vorbeschriebene Versatz in der Vertikalen der Zeichenebene gemäß Figur 3 liegt.
Dieser Versatz ist - wie im Vorstehenden erläutert - vorteilhaft, um die Stützbeine
2, 4 aus der dargestellten Normalstellung in die im Folgenden beschriebene Überkreuzstellung
bringen zu können.
[0048] Zwischen den beiden Schwenkkonsolen 52, 54 erstreckt sich gemäß der Darstellung in
Figur 3 ein Brückensteg 68, dessen in Figur 3 sichtbare Seitenflächen die Scheitelfläche
18 und die beiden schräg zu dieser hin verlaufenden Schrägflächen 14, 16 ausbilden.
An diesem Brückensteg 68 ist - wie vorstehend erläutert - das Gelenk 20 ausgebildet,
das mit einem abgestuften Gelenkbolzen 70 ausgeführt ist, der an dem Brückensteg 68
gehalten ist. An diesem Gelenkbolzen 70 ist dann der beidseitig auskragende Koppelarm
22 derart gehalten, dass er sich im Parallelabstand zum Brückensteg 68 erstreckt.
Die beiden Endabschnitte des Koppelarms 22 sind über die Koppelgelenke 28, 30 mit
den Schwenklenkern 24, 26 verbunden, deren Endabschnitte über die Beingelenke 32,
34 mit den jeweils zugeordneten Stützbeinen 2, 4 verbunden sind.
[0049] Gemäß der Darstellung in Figur 3 sind dabei die Beingelenke 32, 34 jeweils mit einem
Gelenkansatz 72 ausgeführt (in Figur 3 ist lediglich der Gelenkansatz 72 des Stützbeins
2 sichtbar), dem ein entsprechender Lenkeransatz 74 zugeordnet ist, der dann wiederum
auf einem strichpunktiert angedeuteten Gelenkbolzen 76 gelagert ist. Der Lenkeransatz
des am anderen Stützbein 4 angelenkten Schwenklenkers 26 hat aufgrund des Querversatzes
eine größere Länge als diejenige des Schwenklenkers 24. Wie in Figur 3 angedeutet,
sind entsprechende Gelenkbolzen 78, 80 auch in die Koppelgelenke 28, 30 eingesetzt.
[0050] Die Axiallänge der Gelenkansätze 72 und des abgestuften Gelenkbolzens 70 ist so gewählt,
dass sich die Koppellenkeranordnung 36 in etwa im Parallelabstand zur Basis 8 entlang
der in Figur 1 sichtbaren Vorderseite (oben in Figur 3) der Basis 8 erstreckt.
[0051] Der Druckzylinder 40 ist an der Rückseite der (Ansicht nach Figur 2 und 3) Basis
8 angeordnet. Wie vorstehend erläutert, greift das Zylindergehäuse des Druckzylinders
40 über das Zylindergelenk 42 an dem Hebelarm 38 des Stützbeins 4 an. Die Kolbenstange
44 ist über das in Figur 3 strichpunktiert angedeutete Kolbenstangengelenk 46 an der
Schwenkkonsole 54 angelenkt.
[0052] Durch die Anordnung des Druckzylinders 40 an der Rückseite und der Koppellenkeranordnung
36 an der Vorderseite der Basis 8 wird eine aufgelöste Bauweise realisiert, die es
ermöglicht, die Geometrie der Koppellenkeranordnung 36 und der Vorspanneinrichtung,
im vorliegenden Fall konkret des Druckzylinders 40, mit den jeweiligen Anlenkungen
in optimaler Weise an die räumlichen Verhältnisse und das Design des jeweiligen Möbelstücks
anzupassen. Besonders vorteilhaft ist es dabei, dass die Koppellenkeranordnung 36
und die Vorspanneinrichtung im weitesten Sinn getrennt voneinander an den Stützbeinen
2, 4 angreifen, so dass auch die Hebelverhältnisse auf einfache Weise an die Gegebenheiten
anpassbar sind. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen Lösungen, bei
denen die Vorspanneinrichtung direkt an der Lenkeranordnung angreift.
[0053] Wie sich aus der Darstellung gemäß Figur 3 weiter ergibt, erstreckt sich der Druckzylinder
40 etwa in dem Bereich einer Rückstufung 82, die durch den seitlichen Versatz der
Schwenkkonsole 54 mit Bezug zum Brückensteg 68 ausgebildet ist. In entsprechender
Weise liegt der Koppelarm 22 im Bereich eines Raums, der durch eine Rückstufung 84
zwischen der Schwenkkonsole 52 und dem Brückensteg 68 ausgebildet ist. Durch diese
Integration von Funktionselementen, beispielsweise des Druckzylinders 40 und des Koppelarms
22 in die beidseitig der Basis 8 durch die auskragenden Schwenkkonsolen 52, 54 begrenzten
Räume wird ein äußerst kompakter, platzsparender Aufbau der erfindungsgemäßen Gelenkanordnung
1 ermöglicht.
[0054] Aus der Ansicht gemäß Figur 3 ist des Weiteren erkennbar, dass die Positionierung
des Hebelarms 38 so erfolgt, dass er während des Schwenkvorgangs entlang der unten
in Figur 3 liegenden Rückseite der Schwenkkonsole 52 und des Brückenstegs 68 bewegbar
ist.
[0055] Bis hier hin entspricht das erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel im Hinblick auf
den prinzipiellen Aufbau der Gelenkanordnung und des Möbelstücks demjenigen, wie es
in dem nachveröffentlichten Patent
DE 10 2019 117 223 B1 beschrieben ist, sodass im Hinblick auf weitere Details und Ausführungsformen der
Einfachheit halber auf die Beschreibung in diesem Patent verwiesen wird.
[0056] Gemäß dem erfindungsgemäßen Konzept lässt sich die Gelenkanordnung 1 durch die Sperreinrichtung
5 in der in Figur 2 dargestellten Strecklage sperren, sodass das Möbelstück 3 in der
höheren Stellung lagefixiert ist und ein versehentliches Umstellen in die Scherenstellung
ausgeschlossen wird.
[0057] Bei dem in den Figuren 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel hat diese Sperreinrichtung
5 einen Sperrbolzen 86, der axial verschiebbar in der Basis 8 geführt ist und der
in der in den Figuren 2 und 3 dargestellten Sperrstellung eine Sperrnocke 88 (Figur
2) hintergreift, die an dem Koppelarm 22 im Bereich des Gelenks 20 in Radialrichtung
aus dem Koppelarm 22 auskragt. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Sperrnocke
88 in der Ansicht gemäß Figur 2 kreisringsegmentförmig ausgebildet, wobei an der in
Figur 2 rechten Stirnseite eine Sperrfläche 90 ausgebildet ist, an der der Sperrbolzen
88 in der dargestellten höheren Stellung (Strecklage der Koppellenkeranordnung 36)
anliegt. Dabei ist der Sperrbolzen 38, wie im Folgenden noch näher erläutert wird,
in Richtung dieser Sperrposition mittels einer Feder vorgespannt.
[0058] In der Unteransicht gemäß Figur 3 sieht man den aus der Basis 8 hervorstehenden Endabschnitt
des Sperrbolzens 86, der in dieser Ansicht die Sperrnocke 88 mit der Sperrfläche 90
überdeckt, sodass diese nicht sichtbar ist.
[0059] Figur 4 zeigt einen Schnitt entlang der Linie A-A in Figur 3. In dieser Darstellung
sieht man recht anschaulich die in Radialrichtung aus dem Koppelarm 22 auskragende
Sperrnocke 88 mit der stirnseitig daran ausgebildeten Sperrfläche 90, an der der aus
der Basis 8 auskragende Endabschnitt des Sperrbolzens 86 anliegt, sodass entsprechend
die Koppellenkeranordnung 36 nicht durch die Kraft der Vorspanneinrichtung in die
im Folgenden noch näher beschriebene Knickstellung verstellt werden kann.
[0060] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Sperrbolzen 86 in einer gestuften
Führung 94 der Basis 8 geführt. Gemäß der konkret dargestellten Lösung ist der von
der Sperrnocke 88 abgewandte Teil des Sperrbolzens 86 zu einem Betätigungsabschnitt
96 zurückgestuft, wobei dieser zurückgestufte Teil von einer Spannfeder 98 umgriffen
ist, die einerseits an einer Stirnfläche 100 der Führung 94 abgestützt ist und andererseits
an einer Ringschulter zwischen dem Betätigungsabschnitt 96 und einem Sperrbolzenkopf
102 angreift, sodass der Sperrbolzen 86, wie erwähnt, in Sperrrichtung vorgespannt
ist.
[0061] Der vom Sperrbolzenkopf 102 entfernte Endabschnitt des Betätigungsabschnitts 96 kragt
rückseitig oberhalb des Druckzylinders 40 (Ansicht nach Figur 4) aus der Basis 8 aus.
An diesem auskragenden Endabschnitt ist eine ringförmige Handhabe 104 ausgebildet,
die ergonomisch optimiert ist, sodass der Nutzer/die Nutzerin durch Ergreifen der
Handhabe 104 den Sperrbolzen 86 gegen die Kraft der Spannfeder 98 in die Basis 8 hineinziehen
kann, sodass die Bewegung der Koppellenkeranordnung 36 in Richtung der niedrigeren
Stellung (siehe im Folgenden beschriebene Figur 5) nicht mehr blockiert ist.
[0062] Zur weiteren Vereinfachung der Betätigung ist die Handhabe 104 mit einer Zuglasche
106 ausgeführt, die beispielsweise aus einem elastischen Material, wie Kunststoff
oder Leder ausgebildet sein kann. Insbesondere diese Zuglasche 106 ist farblich gegenüber
der Farbe des Möbelstücks 3 abgesetzt, sodass das Entriegeln auf einfache Weise durchgeführt
werden kann, wobei sich durch diese farbliche Ausgestaltung auch die Funktion der
Sperreinrichtung 5 sozusagen "von selbst" erschließt.
[0063] In Figur 5 ist die Gelenkanordnung 1 in der Position dargestellt, die sich bei Verstellen
der Stützbeine 2, 4 in die Scherenstellung (niedrigere Stellung) ergibt. Wie vorstehend
erläutert, muss für diese Verschwenkung der Sperrhebel 86 durch Ziehen der Handhabe
104 außer Eingriff mit der Sperrnocke 88 gebracht werden, sodass die Gelenkanordnung
1 praktisch entriegelt ist. Die Verstellung aus der höheren Stellung (U-, V-Stellung)
in die Scherenstellung kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass man das Möbelstück
3 etwas kippt, sodass es nur noch mit jeweils einem Stützbein 2 oder 4 der beiden
Stützbeinpaare auf der Standfläche 12 aufliegt und dann ein Drehmoment derart aufgebracht
wird, dass das abgestützte Stützbein 2 um sein Schwenkgelenk 10 in Richtung der Überkreuzstellung
verschwenkt. Selbstverständlich kann dieses Verschwenken auch nach dem Entsperren
von Hand eingeleitet werden.
[0064] Die Schwenkbewegung des Stützbeins 2 wird über die Koppellenkeranordnung 36 und die
Streben 7 synchron auf das andere Stützbein 4 übertragen, wobei der Koppelarm 22 aus
der in Figur 1 dargestellten leichten Schrägstellung (mit Bezug zur Standfläche 12)
über die Schwenklenker 26 oder 24 im Uhrzeigersinn in Richtung einer Vertikalstellung
verschwenkt wird, wobei die Relativverschwenkung der Schwenklenker 24, 26 zum jeweils
zugeordneten Stützbein 2, 4 relativ gering ist. Diese Verschwenkung der Stützbeine
2, 4, 2', 4' erfolgt - wie erläutert - um die Schwenkgelenke 9, 10.
[0065] Während dieser Verschwenkung des Koppelarms 22 gelangt die Sperrnocke 88 in Überdeckung
mit der Führung 92 und dem darin zurückgezogenen Sperrbolzen 86, sodass dieser nicht
mehr über die Handhabe 104 gehalten werden muss und entsprechend die Stirnfläche des
Sperrbolzenkopfs 102 an der benachbarten Großfläche der Sperrnocke 88 abgleitet. Die
Bogenform der Sperrnocke 88 ist dabei so ausgelegt, dass sie während dieses gesamten
Schwenkvorgangs den Sperrbolzen 86 daran hindert, aus der Führung 92 heraus zu treten.
[0066] Während der Verschwenkung fährt die am Brückensteg 68 gelenkig abgestützte Kolbenstange
44 des Druckzylinders 40 ein - diese Schwenkbewegung erfolgt somit gegen die Vorspannung
des Druckzylinders 40. Bereits dadurch ist ein versehentliches Verschwenken erschwert.
In dieser Einfahrposition der Kolbenstange 44 ist die vom Druckzylinder 40 auf das
Stützbein 2 aufgebrachte Rückstellkraft maximal. Die Anlenkung des Druckzylinders
40 an dem Stützbein 2, d.h. die Länge und Position des Hebelarms 38 und des Zylindergelenks
42 sowie die Position des Kolbenstangengelenkes 46 am Brückensteg 68 (Basisteil 8)
ist so gewählt, dass der Druckzylinder 40 in einer Zwischenposition zwischen den beiden
genannten Stellungen (Normalstellung, Überkreuzstellung) eine Totpunktlage mit der
vorbeschriebenen maximalen Vorspannkraft erreicht.
[0067] Beim weiteren Verschwenken in die Überkreuzstellung der Stützbeine 2, 4 wird der
Koppelarm 22 entgegen des Uhrzeigersinns aus der Figur 2 dargestellten Position verschwenkt,
so dass entsprechend die Koppellenkeranordnung 36 die in Figur 5 dargestellte Knicklage
erreicht, in der die beiden Schwenklenker 24, 26 aus der Streckstellung in eine Stellung
gebracht werden, in der sie nahezu parallel oder leicht angestellt zu einander verlaufen.
In dieser Überkreuzstellung ist die Kolbenstange 44 wieder etwas aus der vorbeschriebenen
Totpunktlage heraus ausgefahren, wobei das Stützbein 2 und das damit über die Koppellenkeranordnung
36 verbundene Stützbein 4 durch die vom Druckzylinder 40 aufgebrachte Vorspannung
in der Überkreuzstellung gehalten werden. In dieser Überkreuzstellung liegen die Stützbeine
2, 4 gemäß den Darstellungen Figur 5 an den als Anschläge wirkenden Schrägflächen
14 bzw. 16 der Basis 8 an, während die beiden Endabschnitte 48, 50 der Stützbeine
2, 4 von der Tischplatte 6 abgehoben sind.
[0068] Werden nun die Stützbeine 2, 4 wieder in die in Figur 1 und 2 dargestellte höhere
Position verschwenkt, kann dies ohne Betätigung der Sperreinrichtung 5 erfolgen. Bei
dem Erreichen der in Figur 2 dargestellten Strecklage der Koppellenkeranordnung 36
gibt die Sperrnocke 86 dann die Führung 92 und damit den Sperrbolzen 86 frei, sodass
dieser durch die Kraft der Spannfeder 98 in die in Figur 3 dargestellte Eingriffsposition
ausfährt und die Sperrfläche 90 hintergreift.
[0069] Bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel ist die Sperreinrichtung 5 mit dem federvorgespannten
Sperrbolzen 86 ausgeführt, wobei die Sperrnocke 86 am Koppelarm 22 ausgebildet ist.
Prinzipiell könnte der Sperrbolzen auch koppellenkerseitig ausgeführt sein oder beispielsweise
die Bewegung der Schwenklenker 24, 26 blockieren. Prinzipiell vorstellbar ist es auch,
die Sperreinrichtung so auszubilden, dass sie die Verschwenkung des Koppelarms 22
im Bereich des Gelenks 20 blockiert. Bei einer weiteren Lösung kann die Verstellung
des Gelenkbolzens 88 über eine Kulissenführung erfolgen, die so ausgebildet ist, dass
sie den Schwenkbolzen 88 oder ein sonstiges Sperrelement durch Axialverschiebung,
Verdrehung um die Längsachse oder Verschwenkung sozusagen "zwangsgeführt" in die Eingriffsposition
bringt. In diesem Fall wäre es dann bevorzugt, den Sperrbolzen 88 in Richtung der
Freigabeposition vorzuspannen, sodass er bei der Zurückverschwenkung selbsttätig außer
Eingriff gelangt.
[0070] Die Position des Druckzylinders 40 ist so gewählt, dass in beiden Stellungen, d.h.
in der in Figur 1, 2 dargestellten Normalstellung und in der in den Figuren 6 und
7 dargestellten Überkreuzstellung die Stützbeine 2, 4 durch die Vorspannung des Druckzylinders
40 in Richtung der jeweiligen Anschlagposition vorgespannt und somit zuverlässig lagepositioniert
sind. Die Totpunktlage des Druckzylinders 40 liegt dementsprechend zwischen diesen
beiden Anschlagpositionen und kann nur durch Überwinden der jeweiligen Vorspannung
erreicht werden, so dass ein versehentliches oder ungewolltes Verstellen mit einer
damit einhergehenden Änderung der Höhe des Möbelstücks verhindert ist.
[0071] Bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Basis 8 und die Koppellenkeranordnung
36 aus einem faserverstärkten Kunststoffmaterial gefertigt - selbstverständlich können
diese Bauelemente beispielsweise auch aus Metall oder in einer Hybridbauweise, die
Basis aus Kunststoff und die Koppellenkeranordnung aus Metall gefertigt werden.
[0072] Bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Stützbeine 2, 4 über die Gelenkvorsprünge
62, 64 an die jeweiligen Gelenklaschen 58, 60 der Basis 8 angesetzt. Prinzipiell können
die Stützbeine auch in Adapter eingesetzt werden, an denen dann Gelenkvorsprünge 62,
64 oder sonstige Gelenkanordnungen zur Anbindung an die Basis 8 vorgesehen sind. Ein
derartiger Adapter ermöglicht es, unterschiedliche Stützbeine 2, 4 mit geringem Aufwand
an die Gelenkanordnung 8 anzusetzen, da der Endabschnitt der Stützbeine 2, 4 lediglich
auf das Standardmaß des Adapters ausgelegt werden muss.
[0073] Figur 6 zeigt eine Variante des vorbeschriebenen Ausführungsbeispiels, bei dem der
Aufbau der Sperreinrichtung 5 gegenüber der vorbeschriebenen Lösung vereinfacht ist.
Der Grundaufbau des Möbelstücks 3 entspricht demjenigen des vorbeschriebenen Ausführungsbeispiels.
Dementsprechend sind an einem Rahmen 6 vier Stützbeine 2, 2', 4, 4' über Schwenkgelenke
9, 9' (letzteres nicht sichtbar), 10, 10' schwenkbar gelagert, wobei jeweils zwei
Stützbeinpaare 2, 4 bzw. 2', 4' jeweils über eine Strebe 7, 7' zu einer baulichen
Einheit zusammengefügt sind. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind diese Stützbeinpaare
2, 4 bzw. 2', 4' jeweils einstückig mit der Strebe 7, 7' ausgebildet. Dies kann beispielsweise
durch Spritzgießen oder Pressen erfolgen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Streben 7, 7' nicht zylindrisch oder rohrförmig wie beim vorbeschriebenen
Ausführungsbeispiel, sondern als plattenförmige Struktur ausgebildet, die die beiden
Stützbeinpaare 2, 4 bzw. 2', 4' jeweils entlang des an den Rahmen 6 angelenkten Bereichs
verbinden. Eine weitere Besonderheit des beschriebenen Ausführungsbeispiels besteht
darin, dass die die Koppellenkeranordnung 36 und die Vorspanneinrichtung (Druckzylinder
40) tragende Basis 8, 8' einstückig mit dem Rahmen 6 ausgebildet ist, so dass dieser
beispielsweise ebenfalls aus Kunststoff durch Spritzgießen oder Pressen hergestellt
werden kann.
[0074] Selbstverständlich ist auch eine Fertigung aus einem Metall oder aus Holz möglich.
[0075] Die erfindungsgemäße Sperreinrichtung 5 ist beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur
6 am Stützbeinpaar 2', 4' vorgesehen. Selbstverständlich kann auch das weitere, in
Figur 6 rechts angeordnete Stuhlbeinpaar 2, 4 mit einer entsprechenden Sperreinrichtung
5' ausgeführt werden.
[0076] Bei dem in Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Rahmen 6 wannenförmig,
mit einem Boden 108 und einer umlaufenden, etwa senkrecht dazu verlaufenden Umfangswandung
110 ausgeführt, wobei diese im Bereich der Basis 8, 8' jeweils erhöht ist und somit
die Basis 8, 8' sozusagen seitlich begrenzt. Wie ausgeführt, sind der Rahmen 6 und
die Basis 8, 8' einstückig ausgebildet.
[0077] Die Sperreinrichtung 5 hat bei dem in Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiel eine
an der flächigen Strebe 7 ausgebildete Rastnase 112, die in Richtung zu einer Seitenwange
114 der Umfangswandung 110 vorspringt. Zur sicheren Verrastung ist an dieser Seitenwange
114 der Umfangswandung 110 an einer der Rastnase 112 entsprechenden Position ein Rastvorsprung
116 angeordnet, der nach der Verrastung von der Rastnase 112 hintergriffen wird. In
Figur 6 sind die Stützbeinpaare 2, 2', 4, 4' noch nicht in ihre höhere U- oder V-Stellung
verschwenkt, sondern kurz vor dieser Position dargestellt, in der die Rastelemente,
d.h. der Rastvorsprung 116 und die Rastnase 112 noch nicht in Rasteingriff sind. Wie
Figur 6 entnehmbar, sind diese beiden Rastelemente in etwa mittig zwischen den beiden
Stützbeinen 2', 4' angeordnet. Selbstverständlich kann die Position je nach den Umständen
und der gewünschten ästhetischen Anmutung auch anders gewählt werden.
[0078] Figur 7 zeigt die Rastelemente in der Rastposition, wobei der mit den Rastelementen
ausgebildete Bereich in Figur 6 geschnitten und vergrößert dargestellt ist. Man erkennt
in dieser Darstellung, dass die flächige Strebe 7 zum Rahmen 6 hin mit einer L-förmig
vorspringenden Basis 118 ausgebildet ist, an der die Rastnase 112 angeordnet ist.
Diese kragt, wie gesagt, zur Seitenwange 114 hin aus und hat an ihrer in Figur 7 unten
liegenden Seite eine schräg angestellte Auflauffläche 120, die beim Verschwenken der
Stützbeine 2', 4' in ihre U-N-Stellung auf den an der Seitenwange 114 ausgebildeten
Rastvorsprung 116 aufläuft und aufgrund der Schräganstellung der Auflauffläche 120
am Rastvorsprung 116 abgleitet, wobei dieses Abgleiten während der Verschwenkung der
Stützbeine 2', 4' durch elastische Auslenkung der Rastnase 112 bzw. des Rastvorsprungs
116 ermöglicht ist. Dementsprechend sind die Wandstärken und das Material im Bereich
der Verrastung so gewählt, dass eine elastische Verformung zugelassen wird. Der Rastvorsprung
116 hat entsprechend eine schräg angestellte Führungsfläche 121, an der die Auflauffläche
120 beim Verschwenken der Stützbeine 2', 4' abgleitet.
[0079] Im vollständig verschwenkten Zustand (Figur 7) hintergreift dann die Stützfläche
122 eine in Figur 7 unten liegende Sperrfläche 124 des Rastvorsprungs 116, so dass
die Stützbeine 2', 4' in ihrer U-/V-Stellung verriegelt/verrastet sind. Diese Verrastung
lässt sich nur mit einem vergleichsweise großen Kraftaufwand lösen, wobei dann durch
Beaufschlagen der Stützbeine 2', 4' in Richtung der Überkreuzstellung und entsprechende
elastische Deformation der Rastnase 112 und/oder des Rastvorsprungs 116 die Verrastung
gelöst wird. Diese Widerstandskraft/Entriegelungskraft ist so gewählt, dass die Entriegelung
nur bewusst möglich ist.
[0080] Wie vorstehend erläutert, ist die Vorspanneinrichtung, konkret bei den beschriebenen
Ausführungsbeispielen der Druckzylinder 40 an der in Figur 6 vorne liegenden Basis
8 angeordnet, während die Koppellenkeranordnung 36 im Bereich der anderen Basis 8'
vorgesehen ist.
[0081] Figur 8 zeigt einen Schnitt durch die Basis 8, so dass der Druckzylinder 40 sichtbar
ist. Wie vorstehend erläutert, hat dieser eine Kolbenstange 44, die an dem Hebelarm
38 der Gelenkanordnung 10 angreift. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist der
Druckzylinder 40 als Federzylinder mit einer Feder 123 ausgeführt, die die Kolbenstange
44 in Richtung ihrer Ausfahrposition, d.h. in Richtung der U-/V-Stellung der Stützbeine
2, 4 beaufschlagt. Die Anlenkung des Zylinders 40 an der Basis 8 erfolgt dabei nicht
im Bereich eines Zylinderbodens 126, sondern zur Kolbenstange 44 hin versetzt, so
dass entsprechend das Zylindergelenk 42 gegenüber dem Zylinderboden 126 zur Kolbenstange
44 hin versetzt ist. Wie vorstehend erläutert, wird durch diese etwa mittige Anlenkung
des Druckzylinders 40 der Übertotpunkteffekt gegenüber der eingangs beschriebenen
Lösung, bei der die Anlenkung des Zylinders zylinderbodenseitig erfolgt, verstärkt
und dementsprechend auch die Krafteinleitung in den jeweiligen Endstellungen (Überkreuzstellung
und U-/V-Stellung der Stützbeine 2, 2', 4, 4') optimiert, so dass diese in Richtung
ihrer Endstellungen mit einer vergleichsweise großen Vorspannkraft beaufschlagt sind.
[0082] Figur 9 zeigt eine Variante des Ausführungsbeispiels gemäß den Figuren 6 und 7, wobei
die Ausbildung der Rastnase 112 an der Strebe 7 derjenigen in Figur 6 entspricht,
so dass weitere Ausführungen im Zusammenhang mit der Rastnase 112 entbehrlich sind.
[0083] Bei dem in Figur 9 in der Rastposition dargestellten Ausführungsbeispiel wird die
Elastizität des Rastvorsprungs 116 im Wesentlichen durch einen Freischnitt eingestellt,
wobei dieser Freischnitt über zwei Schlitze 128, 130 erfolgt, deren Abstand b der
Breite des Rastvorsprungs 116 entspricht. Die Geometrie der Schlitze 128, 130 ist
dabei so gewählt, dass die gewünschte Elastizität bei der Verrastung und damit auch
die zum Herstellen und Lösen der Verrastung erforderliche Kraft erreicht wird. Zum
besseren Entrasten ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 9 an der Oberseite,
d.h. an der vom Schlitzboden entfernten Seite eine Handhabe 104 vorgesehen, über die
die zum Entrasten aufzubringende Kraft auch durch Ziehen an der Handhabe 104 oder
durch Verschwenken der Handhabe 104 nach unten (Pfeil in Figur 9) aufgebracht werden
kann. Diese Handhabe 104 kann einstückig an der Seitenwange 114 der Umfangswandung
110 ausgebildet werden. Diese laschenförmige Handhabe 104 kragt aus der Seitenwange
114 heraus und ist somit gut erreichbar, ohne das Design des Möbelstücks zu stören.
[0084] Figur 10 zeigt wiederum eine Schnittdarstellung des Bereichs, in dem die Rastnase
112 und der Rastvorsprung 116 ausgebildet sind. Wie erläutert, ist das Möbelstück
3 in der verrasteten Position dargestellt, wobei die Stützfläche 122 der Rastnase
112 die Sperrfläche 124 des Rastvorsprungs 116 hintergreift. In dieser Darstellung
sieht man auch den zweiten, in Figur 9 nicht sichtbaren Schlitz 130. Wie erläutert,
kragt die Handhabe 104 sozusagen in rückwärtiger Verlängerung des Rastvorsprungs 116
aus der Seitenwange 114 des Rahmens 6 heraus, so dass genug Hebelarm 38 zur Verfügung
steht, um die Verrastung lösen zu können.
[0085] Wie erläutert, kann eine derartige Verrastung auch im Bereich der Koppellenkeranordnung
36 oder dergleichen vorgesehen werden. Bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen
kann auch der Rastvorsprung durch eine Rastausnehmung in der Seitenwange 114 ausgebildet
werden, in die dann der Rastvorsprung 112 einschnappt. Selbstverständlich kann in
kinematischer Umkehr auch die Rastausnehmung an der Strebe 7 und die Rastnase 112
dann entsprechend an der Seitenwange 114 ausgebildet sein.
[0086] Bei einem in Figur 11 dargestellten Ausführungsbeispiel sind im weitesten Sinn die
beiden vorbeschriebenen Konzepte mit einem Sperrbolzen / Sperrschieber und einer Verrastung
im Bereich der Streben 7, 7' miteinander kombiniert. In Figur 11 ist das Möbelstück
3 ähnlich wie in der Darstellung gemäß Figur 6 in einer Ansicht von unten mit Blick
auf die stützbeinseitige Fläche des Bodens 108 dargestellt.
[0087] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel erfolgt die Verriegelung / Verrastung im Bereich
der flächigen Streben 7, 7', über die die Stuhlbeine 2, 4 bzw. 2', 4' miteinander
verbunden sind. Entlang des Bodens 108 sind dabei jeweils über Führungen 132 zwei
Sperrschieber 134, 134' geführt, so dass diese aus der Figur 11 dargestellten Sperrstellung
in Pfeilrichtung in Richtung einer Freigabeposition verstellbar sind. In der dargestellten
Verriegelungsposition greift jeder Sperrschieber 134, 134' in eine an der Strebe 7
angedeutete Verriegelungsausnehmung 136 ein, so dass die beiden Stützbeinpaare 2,
4; 2', 4' jeweils in ihrer U-/V-Stellung festgelegt / gesperrt sind. Dabei kann der
Sperrschieber 134 beispielsweise über eine Feder oder eine sonstige Vorspanneinrichtung
in Richtung des Verriegelungseingriffs vorgespannt sein, so dass das Lösen gegen diese
Vorspannung erfolgen muss.
[0088] Prinzipiell kann die Führung des Sperrschiebers 134 jedoch auch so erfolgen, dass
dieser ohne Vorspannung in die Sperrstellung oder in die Freigabestellung verstellbar
ist, so dass das Sperren nur bewusst herbeigeführt werden kann. Bei einer Vorspannung
rastet der Sperrschieber 134 sozusagen selbsttätig in die Sperrausnehmung 136 ein,
wenn die Stützbeinpaare 2, 4; 2', 4' jeweils ihre U-/V-Stellung erreicht haben. Der
Sperrschieber 134 kann auch in einer Freigabestellung mit Vorspannung festgelegt sein,
so dass die Verriegelung nur bewusst durch Freigabe des Sperrschiebers 134 erfolgen
kann.
[0089] Offenbart sind eine Gelenkanordnung und ein mit einer derartigen Gelenkanordnung
ausgeführtes Möbelstück. Die Gelenkanordnung dient zur Anbindung von Stützbeinen an
das Möbelstück, wobei zur Synchronisation der Schwenkbewegung zweier zugeordneter
Stützbeine eine Koppellenkeranordnung vorgesehen ist, die versetzt zu einer Vorspanneinrichtung
angeordnet ist, über die die Stützbeine in zwei Stellungen, vorzugsweise einer Normalstellung
und einer Überkreuzstellung, vorgespannt sind. Erfindungsgemäß ist die Gelenkanordnung
in einer der Positionen, vorzugsweise in der Normalstellung über eine Sperreinrichtung
lösbar lagefixiert, sodass ein versehentliches Verstellen ausgeschlossen ist.
Bezugszeichenliste:
[0090]
- 1, 1'
- Gelenkanordnung
- 2, 2'
- Stützbein
- 3
- Möbelstück
- 4, 4'
- Stützbein
- 5
- Sperreinrichtung
- 6
- Rahmen
- 7, 7'
- Strebe
- 8, 8'
- Basis
- 9, 9'
- Schwenkgelenk
- 10, 10'
- Schwenkgelenk
- 12
- Standfläche
- 14
- Schrägfläche
- 16
- Schrägfläche
- 18
- Scheitelfläche
- 20
- Gelenk
- 22
- Koppelarm
- 24
- Schwenklenker
- 26
- Schwenklenker
- 28
- Koppelgelenk
- 30
- Koppelgelenk
- 32
- Beingelenk
- 34
- Beingelenk
- 36
- Koppellenkeranordnung
- 38
- Hebelarm
- 40
- Druckzylinder
- 42
- Zylindergelenk
- 44
- Kolbenstange
- 46
- Kolbenstangengelenk
- 48
- Endabschnitt
- 50
- Endabschnitt
- 52
- Schwenkkonsole
- 54
- Schwenkkonsole
- 56
- Gelenklasche
- 62
- Gelenkvorsprung
- 66
- Gelenkbolzen
- 68
- Brückensteg
- 70
- Gelenkbolzen
- 72
- Gelenkansatz
- 74
- Lenkeransatz
- 76
- Gelenkbolzen
- 78
- Gelenkbolzen
- 80
- Gelenkbolzen
- 82
- Rückstufung
- 84
- Rückstufung
- 86
- Sperrbolzen
- 88
- Sperrnocke
- 90
- Sperrfläche
- 92
- Führung
- 96
- Betätigungsabschnitt
- 98
- Spannfeder
- 100
- Stirnfläche
- 102
- Sperrbolzenkopf
- 104
- Handhabe
- 106
- Zuglasche
- 108
- Boden
- 110
- Umfangswandung
- 112
- Rastnase
- 114
- Seitenwange
- 116
- Rastvorsprung
- 118
- Basis
- 120
- Auflauffläche
- 121
- Führungsfläche
- 122
- Stützfläche
- 123
- Feder
- 124
- Sperrfläche
- 126
- Zylinderboden
- 128
- Schlitz
- 130
- Schlitz
- 132
- Führung
- 134, 134'
- Sperrschieber
- 136
- Sperrausnehmung
1. Möbelstück (3) mit Stützbeinen (2, 4) und mit einer Gelenkanordnung zur Anbindung
der Stützbeine (2, 4), mit einer Koppellenkeranordnung (36), die einen schwenkbaren
Koppelarm (22) hat, der an einer Basis (8) gelagert ist und dessen Endabschnitte mittelbar
oder unmittelbar derart an den Stützbeinen (2, 4) angelenkt sind, dass sich diese
zur Höhenverstellung zwischen einer Scheren- oder einer Überkreuzstellung und einer
höheren Parallel-, U- oder V-Stellung verschwenken lassen, und mit einer Vorspanneinrichtung
zum Vorspannen zumindest eines Stützbeins (2, 4) zumindest in Richtung einer der Stellungen,
gekennzeichnet durch eine Sperreinrichtung (5) zum lösbaren kraft- oder formschlüssigen Verriegeln der
Koppellenkeranordnung (36) oder von Stützbeinen 2, 4) in einer der Stellungen, vorzugsweise
in der höheren Stellung.
2. Möbelstück (3) nach Patentanspruch 1, wobei die Sperreinrichtung ein Sperrelement,
vorzugsweise einen vorgespannten Sperrbolzen (86) oder einen Sperrschieber (134) hat,
der in der Sperrstellung kraft- oder formschlüssig in Wirkeingriff mit der Koppellenkeranordnung
(36) oder mit zumindest einem Stützbein (2, 2', 4, 4') bringbar ist und dabei vorzugsweise
in eine Ausnehmung der Koppellenkeranordnung (36) bzw. in eine Sperrausnehmung (136)
eines Stützbeins (2, 2', 4, 4') oder Stützbeinpaars eintaucht oder eine Sperrfläche
(90) hintergreift.
3. Möbelstück (3) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, mit zwei Schwenklenkern
(24, 26), die einerseits gelenkig mit dem Koppelarm (22) und andererseits gelenkig
mit einem der Stützbeine (2, 4) verbunden sind, wobei vorzugsweise der Sperrbolzen
(86) an der Basis (8) geführt ist und am Koppelarm (22) eine Sperrnocke (88) vorgesehen
ist, an der die Ausnehmung oder Sperrfläche (90) ausgebildet ist.
4. Möbelstück (3) nach Patentanspruch 3, wobei der Sperrbolzen (86) während der Verstellung
von der niedrigeren Stellung in Richtung zur höheren Stellung abschnittsweise gleitend
an der Sperrnocke (88) anliegt.
5. Möbelstück (3) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, mit einer Kulissenführung,
die ausgelegt ist, das Sperrelement, insbesondere den Sperrbolzen (86) während der
Verschwenkung des Koppelarms (22) in die Sperrstellung zu überführen.
6. Möbelstück (3) nach Patentanspruch 1, wobei die Sperreinrichtung als Verrastung mit
Rastelementen ausgebildet ist, wobei vorzugsweise in einer Stellung der Stützbeine
(2, 4) eine Rastnase (112) einen Rastvorsprung (116) hintergreift oder in eine Rastausnehmung
eintaucht.
7. Möbelstück (3) nach Patentanspruch 6, wobei die Verrastung durch elastische Verformung
zumindest eines der Rastelemente erfolgt.
8. Möbelstück (3) nach Patentanspruch 6 oder 7, wobei zumindest zwei Stützbeine (2, 4;
2', 4') über eine Querstrebe (7, 7') verbunden sind, an der eines der Rastelemente
ausgebildet ist, das in Verrastungseingriff mit dem anderen Rastelement bringbar ist,
das einem von den Stützbeinen (2, 2', 4, 4') abgestützten Rahmen (6) ausgebildet ist.
9. Möbelstück (3) nach einem der Patentansprüche 6 bis 8, wobei zumindest ein Rastelement
abschnittsweise freigeschnitten ist.
10. Möbelstück (3) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, mit einer Handhabe (104)
zum manuellen Lösen der Sperreinrichtung (5), wobei die Handhabe (104) vorzugsweise
eine Zuglasche (106) hat.
11. Möbelstück (3) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Vorspanneinrichtung
einer Totpunktlage hat, in der eine maximale Vorspannung wirksam ist, wobei die Vorspanneinrichtung
ausgelegt ist, die Totpunktlage zwischen den beiden Stellungen der Stützbeine (2,
4) zu erreichen, sodass die Vorspannung in beiden Stellungen gegenüber der Totpunklage
verringert ist.
12. Möbelstück (3) nach Patentanspruch 2 oder einem der auf Patentanspruch 2 bezogenen
Patentansprüche, wobei die Basis (8) zwei Schwenkkonsolen (52, 54) hat, an denen jeweils
ein Stützbein (2, 4) angelenkt ist und die mit einem Querversatz angeordnet sind,
wobei die Schwenkkonsolen (52, 54) der Basis (8) durch einen Brückensteg (68) verbunden
sind, an dem der Koppelarm (22) schwenkbar gelagert ist und in dem der Sperrbolzen
(86) geführt ist.
13. Möbelstück (3) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Vorspanneinrichtung
ein Zylinder oder eine Feder (123), vorzugsweise ein Druckzylinder (40) oder eine
Druckfeder ist.
14. Möbelstück (3) nach Patentanspruch 13, wobei der Druckzylinder (40) einen Zylinder
hat, in dem eine Kolbenstange (44) ausfahrbar geführt ist, wobei eine Schwenklagerung
des Zylinders im Bereich zwischen dem kolbenstangenseitigen Endabschnitt und einem
Zylinderboden (126) erfolgt.
15. Möbelstück (3) nach Patentanspruch 2 oder einem der auf Patentanspruch 2 bezogenen
Patentansprüche, wobei der Sperrbolzen (86) federvorgespannt ist,
1. A piece of furniture (3) with support legs (2, 4) and with a joint arrangement for
connecting the support legs (2, 4), with a coupling link arrangement (36) which has
a pivotable coupling arm (22) mounted on a base (8), the end sections of which are
hinged indirectly or directly on the support legs (2, 4) in such a way that these
can be tilted, for height adjustment, between a scissor or a cross-over position and
a higher parallel, U or V position, and with a pretensioning device for pretensioing
at least one support leg (2, 4) at least in the direction of one of the positions,
characterized by a locking device (5) for detachably locking the coupling link arrangement (36) in
a force- or form-fit manner or the support legs (2, 4) in one of the positions, preferably
in the higher position.
2. The piece of furniture (3) according to claim 1, wherein the locking device has a
locking element, preferably a pretensioned locking pin (86) or a locking slide (134)
which, in the locking position can be brought into force-fit or form-fit engagement
with the coupling link arrangement (36) or with at least one support leg (2, 2', 4,
4') and thereby preferably dips into a recess of the coupling link arrangement (36)
and into a locking recess (136), respectively, of a support leg (2, 2', 4, 4') or
pair of support legs, or engages behind a locking surface (90).
3. The piece of furniture (3) according to any of the preceding claims, having two pivot
links (24, 26) which, on the one hand, are connected to the coupling arm (22) in an
articulated manner and, on the other hand, are connected in an articulated manner
to one of the support legs (2, 4), the locking pin (86) preferably being guided on
the base (8), and a locking cam (88) being provided on the coupling arm (22), on which
the recess or locking surface (90) is formed.
4. The piece of furniture (3) according to claim 3, wherein the locking pin (86) during
the adjustment from the lower position towards the higher position in portions is
in contact with the locking cam (88) in a sliding manner.
5. The piece of furniture (3) according to any of the preceding claims, with a sliding
block guide which is designed to transfer the locking element, in particular the locking
pin (86), into the locking position during pivoting of the coupling arm (22).
6. The piece of furniture (3) according to claim 1, wherein the locking device is designed
as a latching device with latching elements, wherein preferably in one position of
the support legs (2, 4) a snap-in nose (112) engages behind a latching protrusion
(116) or dips into a latching recess.
7. The piece of furniture (3) according to claim 6, wherein latching is effected by elastic
deformation of at least one of the latching elements.
8. The piece of furniture (3) according to claim 6 or 7, wherein at least two support
legs (2, 4; 2', 4') are connected via a crossbar (7, 7') on which one of the latching
elements is formed, which can be brought into latching engagement with the other latching
element which is formed on a frame (6) supported by the support legs (2, 2', 4, 4').
9. The piece of furniture (3) according to any of claims 6 to 8, wherein at least one
latching element is cut free in sections.
10. The piece of furniture (3) according to any of the preceding claims, with a handle
(104) for manually releasing the locking device (5), the handle (104) preferably having
a pull strap (106).
11. The piece of furniture (3) according to any of the preceding claims, wherein the pretensioning
device has a dead center position, in which a maximum pretension is effective, the
pretensioning device being designed to reach the dead center position between the
two positions of the support legs (2, 4), so that the pretension in both positions
is reduced compared to the dead center position.
12. The piece of furniture (3) according to claim 2 or any of the claims relating to claim
2, wherein the base (8) has two swivel brackets (52, 54) to each of which a support
leg (2, 4) is hinged and which are arranged with a transverse offset, the swivel brackets
(52, 54) of the base (8) being connected by a bridge web (68), to which the coupling
arm (22) is pivotably mounted and in which the locking pin (86) is guided.
13. The piece of furniture according to any of the preceding claims, wherein the pretensioning
device is a cylinder or a spring (123), preferably a compression cylinder (40) or
a compression spring.
14. The piece of furniture (3) according to claim 13, wherein the compression cylinder
(40) has a cylinder in which a piston rod (44) is guided in an extendable manner,
wherein a pivot bearing support of the cylinder takes place in the region between
the end section on the piston rod side and a cylinder base (126).
15. The piece of furniture (3) according to claim 2 or any of the claims relating to claim
2, wherein the locking pin (86) is spring-loaded.
1. Meuble (3) avec des jambes d'appui (2, 4) et avec un ensemble d'articulations pour
la liaison des jambes d'appui (2, 4) avec un ensemble de bras oscillant de couplage
(36) qui présente un bras de couplage pivotant (22) qui est logé au niveau d'une base
(8) et dont les sections terminales sont articulées directement ou indirectement aux
jambes d'appui (2, 4) de telle manière que celles-ci se laissent pivoter pour le réglage
en hauteur entre une position de cisaillement ou de croisement et une position parallèle,
en U ou en V plus haute et avec un dispositif de précontrainte pour la précontrainte
au moins d'une jambe d'appui (2, 4) au moins en direction d'une des positions, caractérisé par un dispositif de blocage (5) pour un blocage à force ou par complémentarité de formes
amovible de l'ensemble de bras oscillant de couplage (36) ou de jambes d'appui (2,
4) dans une des positions, de préférence dans la position plus haute.
2. Meuble (3) selon la revendication 1, dans lequel le dispositif de blocage présente
un élément de blocage, de préférence un boulon de blocage précontraint (86) ou un
coulisseau de blocage (134) qui peut être mis en prise fonctionnelle dans la position
de blocage à force ou par complémentarité de formes avec l'ensemble de bras oscillant
de couplage (36) ou avec au moins une jambe d'appui (2, 2', 4, 4') et de ce fait plonge
de préférence dans un évidement de l'ensemble de bras oscillant de couplage (36) ou
dans un évidement de blocage (136) d'une jambe d'appui (2, 2', 4, 4') ou d'une paire
de jambes d'appui ou se met en prise dans une surface de blocage (90).
3. Meuble (3) selon l'une quelconque des revendications précédentes, avec deux bras oscillants
(24, 26) qui sont reliés d'une part de manière articulée au bras de couplage (22)
et d'autre part de manière articulée à l'une des jambes d'appui (2, 4), dans lequel
le boulon de blocage (86) est de préférence guidé au niveau de la base (8) et une
came de blocage (88) est prévue au niveau du bras de couplage (22) au niveau de laquelle
est réalisé(e) l'évidement ou la surface de blocage (90).
4. Meuble (3) selon la revendication 3, dans lequel le boulon de blocage (86) repose
par sections de manière glissante au niveau de la came de blocage (88) pendant le
déplacement de la position basse en direction d'une position plus haute.
5. Meuble (3) selon l'une quelconque des revendications précédentes, avec un guide de
coulisse qui est conçu pour faire passer l'élément de blocage, en particulier le boulon
de blocage (86), dans la position de blocage pendant le pivotement du bras de couplage
(22).
6. Meuble (3) selon la revendication 1, dans lequel le dispositif de blocage est réalisé
en tant qu'encliquetage avec des éléments d'encliquetage, dans lequel un bec d'encliquetage
(112) se met en prise avec une saillie d'encliquetage (116) ou plonge dans un évidement
d'encliquetage de préférence dans une position des jambes d'appui (2, 4).
7. Meuble (3) selon la revendication 6, dans lequel l'encliquetage se fait par le biais
d'une déformation élastique d'au moins un des éléments d'encliquetage.
8. Meuble (3) selon la revendication 6 ou 7, dans lequel au moins deux jambes d'appui
(2, 2' ; 4, 4') sont reliées par le biais d'une traverse (7, 7') au niveau de laquelle
l'un des éléments d'encliquetage est réalisé, qui peut être mis en prise par encliquetage
avec l'autre élément d'encliquetage qui est réalisé par un cadre (6) soutenu par les
jambes d'appui (2, 2', 4, 4').
9. Meuble (3) selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, dans lequel au moins un
élément d'encliquetage est découpé par sections.
10. Meuble (3) selon l'une quelconque des revendications précédentes, avec une poignée
(104) pour le détachement manuel du dispositif de blocage (5), dans lequel la poignée
(104) présente de préférence une tirette (106).
11. Meuble (3) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le dispositif
de précontrainte présente une position point mort dans laquelle une précontrainte
maximale est active, dans lequel le dispositif de précontrainte est conçu afin d'atteindre
la position point mort entre les deux positions des jambes d'appui (2, 4) de sorte
que la précontrainte dans les deux positions soit diminuée par rapport à la position
point mort dans les deux positions.
12. Meuble (3) selon la revendication 2 ou l'une des revendications dépendantes de la
revendication 2, dans lequel la base (8) présente deux consoles de pivotement (52,
54) au niveau desquelles respectivement une jambe d'appui (2, 4) est articulée et
qui sont disposées avec un décalage transversal, dans lequel les consoles de pivotement
(52, 54) de la base (8) sont reliées par le biais d'une passerelle (68) au niveau
de laquelle le bras de couplage (22) est logé de manière pivotante et dans laquelle
le boulon de blocage (86) est guidé.
13. Meuble (3) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le dispositif
de précontrainte est un cylindre ou un ressort (123), de préférence un cylindre de
pression (40) ou un ressort de pression.
14. Meuble (3) selon la revendication 13, dans lequel le cylindre de pression (40) présente
un cylindre dans lequel une tige de piston (44) est guidée de manière télescopique,
dans lequel un palier à pivotement du cylindre a lieu dans la zone entre la section
terminale côté tige de piston et un fond de cylindre (126).
15. Meuble (3) selon la revendication (2) ou l'une des revendications dépendantes de la
revendication 2, dans lequel le boulon de blocage (86) est précontraint par ressort.