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(11) |
EP 4 261 384 B9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Bibliographie |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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04.09.2024 Patentblatt 2024/36 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.06.2024 Patentblatt 2024/23 |
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Anmeldetag: 30.03.2023 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM ANSCHLUSS EINES BOHRWERKZEUGES AN DEN KRAFTDREHKOPF EINES BOHRGERÄTES
DEVICE FOR CONNECTING A DRILLING TOOL TO THE POWER HEAD OF A DRILLING DEVICE
DISPOSITIF DE RACCORDEMENT D'UN OUTIL DE FORAGE AU TOP DRIVER D'UN EQUIPEMENT DE FORAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT
NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA |
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Priorität: |
11.04.2022 DE 202022101947 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.10.2023 Patentblatt 2023/42 |
| (73) |
Patentinhaber: GMT Gesellschaft für Maschinentechnik mbH |
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45881 Gelsenkirchen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Grzeszick, Michael
44805 Bochum (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Dörner & Kötter PartG mbB |
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Körnerstrasse 27 58095 Hagen 58095 Hagen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 3 163 009 DE-U1- 202015 105 687
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DE-A1- 19 621 849
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anschluss eines rohrförmigen Bohrwerkzeuges
an den Kraftdrehkopf eines Bohrgerätes nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Beim Bohren von tieferen Bohrlöchern werden diese regelmäßig mit Bohrrohren ausgekleidet,
um ein Nachrutschen von Erdreich zu verhindern. Mit fortschreitender Tiefe der Bohrung
ist die Verrohrung hierzu auch entsprechend in die Tiefe fortzuführen. Dazu werden
einzelne Bohrrohre aneinandergesetzt, und der hierdurch gebildete Bohrrohrstrang wird
als solches in das Erdreich hineingedrückt. Zur Erleichterung dieser Bewegung wird
der gesamte Bohrstrang mit Hilfe des Kraftdrehkopfes eines Bohrgerätes in Drehung
versetzt.
[0003] Die Verbindungsstelle zwischen dem Kraftdrehkopf des Bohrgerätes und dem jeweils
neu anzusetzenden Bohrrohr liegt bis zu 6 m über dem Erdboden. Zum Anschluss des jeweiligen
Bohrrohrs an das Anschlussrohr des Kraftdrehkopfes ist es bei einem manuellen Anschluss
erforderlich, dass jeweils eine Person an einer Leiter nach oben zur Verbindungsstelle
steigt, und die erforderlichen Verbindungsbolzen einbringt. Alternativ geschieht dies
mittels einer Teleskopstange von der Standebene des Bohrgerätes aus. Da die Bohrrohre
typischerweise einen Durchmesser von 600 bis 2000 mm aufweisen, muss die Leiter zum
Einbringen der einzelnen Verbindungsbolzen mehrmals angestellt werden. Das Herstellen
der mechanischen Verbindung zwischen dem jeweils anzusetzenden Bohrrohr und dem Anschlussrohr
des Kraftdrehkopfes ist daher zeitaufwändig und gefährlich. Nach Abschluss einer Bohrung
wird der Bohrstrang unter Drehen und Ziehen des Kraftdrehkopfes wieder aus dem Bohrloch
herausgezogen. Sobald ein Bohrrohr völlig über dem Erdreich liegt, wird es von dem
darunter liegenden Strangteil wieder abgetrennt. Anschließend muss die Verbindung
zwischen dem Bohrrohrende und dem Anschlussrohr des Kraftdrehkopfes des Bohrgerätes
in analoger Weise wieder in großer Höhe gelöst werden.
[0004] Um dieser Problematik entgegenzutreten, wird in der
CH 675747 A5 vorgeschlagen, die Herstellung und Aufhebung der mechanischen Verbindung zwischen
oberem Bohrrohrende und dem Anschlussrohr des Kraftdrehkopfes über eine ferngesteuert
betätigbare Riegelkupplung zwischen dem Anschlussrohr und dem oberen Bohrrohrende
automatisch vorzunehmen. Die Riegelkupplung umfasst dabei Kupplungsstifte, die durch
eine Servoantriebseinrichtung in fluchtende Löcher am unteren Ende des Anschlussrohres
bzw. oberen Bohrrohrende eingeführt werden können. Die Servoantriebseinrichtung ist
dabei entweder durch einen Betätigungsring gebildet, der über einen Ritzelantrieb
verbunden ist, oder durch hydraulische Arbeitszylinder deren Kolbenstangenenden die
Kupplungsstifte bilden. Diese Lösung gestaltet sich jedoch sehr aufwändig. Zudem erweist
sich die Zuführung von Pneumatik- oder Hydraulikfluiden über Drehdurchführungen häufig
als Fehler- und Leckageanfällig.
[0005] Vor diesem Hintergrund lehrt die
EP 3 163 009 A1 eine Vorrichtung zum Anschluss eines rohrförmigen Bohrwerkzeuges an den Kraftdrehkopf
eines Bohrgerätes mit einem Anschlussrohr sowie wenigstens zwei radial angeordneten
Verriegelungsbolzen, die in eine entsprechende Öffnung eines Bohrwerkzeugs eingreifen,
bei der zwei durch einen Hydraulikzylinder gebildete Aktoren angeordnet sind, über
die die wenigstens zwei Verriegelungsbolzen bewegbar sind. Die Hydraulikzylinder werden
über einen Pumpzylinder betrieben, der über eine Schubstange durch den Einschub eines
aufzunehmenden Bohrwerkzeugs in das Anschlusswerkzeug angetrieben wird. Die Verriegelungsbolzen
sind jeweils über eine Schwinge mit dem Hydraulikzylinder verbunden, wobei die Schwinge
über ein Federelement in Schließposition des Verriegelungsbolzens vorgespannt ist.
Durch das Federelement ist ein mit der Schwinge verbundener Kolben des Hydraulikzylinders
derart vorgespannt, dass der Verriegelungsbolzen im Ruhezustand durch die Wandung
des Anschlussrohrs in Richtung dessen Mittelachse gepresst wird.
[0006] Diese Lösung hat sich in der Praxis sehr bewährt. Als verbesserungswürdig hat sich
hierbei herausgestellt, dass beim Einschub eines aufzunehmenden Bohrwerkzeugs in das
Anschlusswerkzeug eine signifikante Einschubkraft erforderlich ist, um den Pumpzylinder
über die Schubstange zu betreiben und die vorgespannten Verriegelungsbolzen entgegen
der Federkraft nach außen zu bewegen, bevor diese in eine entsprechende Öffnung des
Bohrwerkzeugs eingreifen.
[0007] Hier setzt die vorliegende Erfindung an. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde,
die bewährte Vorrichtung zum Anschluss eines rohrförmigen Bohrwerkzeuges an den Kraftdrehkopf
eines Bohrgerätes derart weiterzuentwickeln, dass die erforderliche Einschubkraft
zum Einschub eines aufzunehmenden Bohrwerkzeugs in das Anschlusswerkzeug reduziert
ist. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0008] Mit der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Anschluss eines rohrförmigen Bohrwerkzeuges
an den Kraftdrehkopf eines Bohrgerätes der vorgenannten Art bereitgestellt, bei der
die erforderliche Einschubkraft zum Einschub eines aufzunehmenden Bohrwerkzeugs in
das Anschlusswerkzeug reduziert ist. Dadurch, dass die Pumpmittel eine elektrische
Hydraulikpumpe umfassen, durch die der Kolbenspeicher mit hydraulischem Druck beaufschlagt
wird, wobei die Schubstange mit einer Sensoreinrichtung verbunden ist, die bei Betätigung
der Schubstange ein Betätigungssignal an ein den Hydraulikzylindern vorgeschaltetes
hydraulisches Schaltventil sendet, das derart geschaltet ist, dass in Ruhestellung
der Schubstange die Verriegelungsbolzen in Öffnungsposition verbracht sind und bei
Anliegen eines Betätigungssignals die Hydraulikzylinder vom Kolbenspeicher getrennt
sind, wodurch die Verriegelungsbolzen durch die Federvorspannung in Verriegelungsposition
sind, ist eine zusätzliche Einschubkraft zum Antrieb eines Pumpkolbens zur Versorgung
des Kolbenspeichers mit hydraulischem Druck sowie zur seitlichen Verdrängung von in
Schließstellung befindlichen Verriegelungsbolzen entgegen die Federvorspannung nicht
mehr erforderlich. Zudem ist die zum Einschub des Bohrwerkzeugs in das Anschlusswerkzeug
erforderliche Positioniergenauigkeit, um ein Verkanten gegen die Verriegelungsbolzen
auszuschließen, reduziert.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung ist die Schubstange über eine Druckfeder in Ruhestellung
vorgespannt. Hierdurch ist einer unbeabsichtigten Betätigung der Schubstange entgegengewirkt.
Diese wird so erst beim Einschub des Bohrwerkzeugs in das Anschlusswerkzeug betätigt.
[0010] In Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Sensoreinrichtung einen induktiven Sensor
zur Positionsüberwachung der Schubstange. Hierdurch ist eine zuverlässige und zugleich
robuste Detektion einer Betätigung der Schubstange erzielt.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist ein Akkumulator angeordnet, über den
die elektrische Hydraulikpumpe betrieben ist. Bevorzugt ist der Akkumulator ein Lithium-Ionen-Akku.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung ist ein Drucksensor angeordnet, der kontinuierlich
den Druck in dem Kolbenspeicher überwacht und der zur Regelung eines voreingestellten
Überdrucks in dem Kolbenspeicher mit der Hydraulikpumpe verbunden ist. Hierdurch ist
eine automatische Wiederherstellung des Überdrucks nach Betätigung des Schaltventils
gewährleistet. Zur Druckregelung ist dem Schaltventil vorgeschaltet oder in dieses
integriert ein Druckregelmodul vorhanden. Bevorzugt ist der Drucksensor in dem Schaltventil
integriert.
[0013] In Ausgestaltung der Erfindung sind die wenigstens zwei Verriegelungsbolzen an ihrem
der Schwinge abgewandten Ende konisch ausgebildet. Hierdurch ist die Einführung des
jeweiligen Verriegelungsbolzens in die jeweilige Öffnung des Bohrwerkzeuges erleichtert.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der Verriegelungsbolzen an seinem der
Schwinge abgewandten Ende eine winklig angestellte Zentrierkante auf. Hierdurch ist
ein gleichmäßiges Hineingleiten des Verriegelungsbolzens in die Verriegelungsstellung
unterstützt. Vorzugsweise ist die Zentrierkante in einem Winkel von 5° bis 15°, bevorzugt
in einem Winkel von 10° zur Stirnfläche des Verriegelungsbolzens angestellt.
[0015] Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen
angegeben. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- die schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Anschluss eines rohrförmigen Bohrwerkzeuges
an den Kraftdrehkopf eines Bohrgerätes;
- Figur 2
- die Darstellung des Anschlussrohres der Vorrichtung aus Figur 1;
- Figur 3
- die Detaildarstellung der Schubstangenanordnung des Anschlussrohres aus Figur 2 a)
vor Aufnahme eines Bohrwerkzeuges; b) nach hälftiger Aufnahme des Bohrwerkzeuges und
c) nach erfolgter Aufnahme des Bohrwerkzeuges;
- Figur 4
- die Detaildarstellung der Verriegelungsbolzenanordnung aus Figur 3 a);
- Figur 5
- die schematische Detaildarstellung des Verriegelungsbolzens der Verriegelungsanordnung
aus Figur 5 a) in einer ersten Seitenansicht; b) in einer zweiten Seitenansicht.
[0016] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung an dem Kraftdrehkopf 2 eines Bohrgerätes
dargestellt. Die Vorrichtung umfasst ein mit einer Stirnplatte 13 versehenes Anschlussrohr
1 das über eine an der Stirnplatte 13 angeordnete Lasche 11 mit einem an den Kraftdrehkopf
2 angeordneten Kardangelenk 21 verbunden ist. Das Anschlussrohr 1 überträgt Druck-
und Zugkräfte sowie das Drehmoment des Kraftdrehkopfes 2 auf ein aufgenommenes Bohrrohr
6. An seinem der Lasche 11 gegenüberliegenden Ende sind an dem Anschlussrohr 1 diametral
zueinander mindestens zwei Verriegelungseinrichtungen 3 angeordnet. Die Verriegelungseinrichtungen
3 umfassen jeweils einen Hydraulikzylinder 31, der über eine Schwinge 32 mit einem
Verriegelungsbolzen 33 verbunden ist, der in einer Durchführung 12 des Anschlussrohrs
1 verschiebbar gelagert ist. In dem Hydraulikzylinder 31 ist ein - nicht dargestelltes
- Tellerfederpaket integriert, durch das der mit der Schwinge 32 verbundene Kolben
311 derart vorgespannt ist, dass der Verriegelungsbolzen 33 durch die Wandung des
Anschlussrohrs 1 in Richtung dessen Mittelachse gepresst wird.
[0017] Der Kolben 31 ist über eine - nicht dargestellte - Hydraulikleitung mit einem Kolbenspeicher
4 verbunden. Im Ausführungsbeispiel ist die Gasseite des Kolbenspeichers 4 mit Stickstoff
gefüllt. Der Kolbenspeicher 4 ist wiederum über eine - nicht dargestellte - Leitung
mit einer elektrischen Hydraulikpumpe 44 verbunden, die über einen - nicht dargestellten
- Lithium-Ionen-Akku betrieben ist. Die elektrische Hydraulikpumpe 44, die im Ausführungsbeispiel
einen integrierten Hydrauliktank aufweist, dient der Druckbeaufschlagung des Kolbenspeichers
4 mit Hydrauliköl.
[0018] An dem Anschlussrohr ist eine Schubstange 42 verschiebbar angeordnet und über eine
Druckfeder 45 in der dem Kardangelenk 21 entgegengesetzte Richtung vorgespannt. Endseitig
ist die Schubstange 42 mit einer Schubklaue 43 versehen, die durch eine Öffnung 17
des Anschlussrohres 1 in dieses hineinragt. Zwischen dem Kolbenspeicher 4 und den
Hydraulikzylindern 31 der Verriegelungseinrichtungen 3 ist ein Schaltventil 5 angeordnet,
das mit einem Sensor 41 verbunden ist. Der Sensor 41, der im Ausführungsbeispiel als
induktiver Sensor ausgeführt, ist axial beabstandet zur Schubstange 42 positioniert
und detektiert die verschobene Lage der Schubstange 42 bei deren Betätigung.
[0019] Die Verriegelungseinrichtung 3 ist in Figur 4 detailliert dargestellt. Wie dort ersichtlich
ist der Kolben 311 des Hydraulikzylinders 31 mit der Schwinge 32 verbunden, die über
ein Schwingenlager 36 schwenkbar gelagert ist und an ihrem dem Kolben 311 entgegengesetzten
Ende mit dem Verriegelungsbolzen 33 verbunden ist. Der Verriegelungsbolzen 33 ist
in der Durchführung 12 des Anschlussrohrs 1 verschiebbar geführt, die hierzu in Art
einer nach außen auskragenden Muffe ausgebildet ist.
[0020] Der Verriegelungsbolzen 33 ist in Figur 5 detailliert dargestellt. Der Verriegelungsbolzen
33 ist im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet und weist an seinem der Schwinge 32
zugewandten Ende ein im Wesentlichen quaderförmiges Anschlussstück 35 auf, das zur
Verbindung mit der Schwinge 32 mit einer Durchführung 351 versehen ist. An seinem
der Schwinge 32 gegenüberliegenden Ende ist der Verriegelungsbolzen 33 konisch zulaufend
ausgebildet und mit einer Zentrierkante 34 versehen, die winklig zur Stirnfläche des
Verriegelungsbolzens 33 angestellt ist. Im Ausführungsbeispiel weist die Zentrierkante
34 zur Stirnfläche des Verriegelungsbolzens 33 einen Winkel von 10° auf.
[0021] Die beiden an dem Anschlussrohr 1 angeordneten Verriegelungseinrichtungen 3 sind
nach außen durch eine Abdeckhaube 7 geschützt, welche beabstandet zu dem Anschlussrohr
1 mit diesem schwenkbar verbunden ist.
[0022] Zur Verbindung eines Bohrrohres 6 mit dem an dem Kraftdrehkopf 2 angeordneten Anschlussrohr
1 wird das Bohrrohr 6 in das Anschlussrohr 1 eingeschoben, bis der endseitige durchmesserreduzierte
Abschnitt 63 des Bohrrohrs 6 vollständig von dem Anschlussrohr 1 aufgenommen ist,
so dass dieses an dem durch den durchmesserreduzierten Abschnitt 63 gebildeten Absatz
61 des Bohrrohres 6 anliegt. Das Schaltventil 5 ist durchleitend geschaltet, wodurch
sich die Verriegelungsbolzen 3 entgegen der Federvorspannung in Öffnungsstellung gehalten
sind (vgl. Fig. 4).
[0023] Beim Einbringen des Bohrrohres 6 in das Anschlussrohr 1 wird der durchmesserreduzierte
Endabschnitt 63 des Bohrrohres 6 von der durch die Öffnung 17 in das Anschlussrohr
1 hineinragenden Schubklaue 43 der Schubstange 42 aufgenommen, die von dem Bohrrohr
6 in Richtung der Lasche 11 des Anschlussrohres 1 nach oben bewegt wird.
[0024] In der Endposition des Bohrrohres 6, in der der Absatz 61 an dem Anschlussrohr 1
anliegt, hat die Schubstange 42 entgegen der Vorspannung der Druckfeder 45 ihre Betätigungsstellung
erreicht, die von dem Sensor 41 detektiert wird. Durch das Sensorsignal wird das Schaltventil
5 in Sperrstellung geschaltet.
[0025] Hierdurch werden die Hydraulikzylinder 31 vom Kolbenspeicher 4 getrennt. Die in den
Hydraulikzylindern 31 befindlichen Hydraulikölmengen fließen in den Hydrauliktank
der elektrischen Hydraulikpumpe 44 ab. Die konusförmigen Enden der unter Vorspannung
stehenden Verriegelungsbolzen 33 gleiten entlang der Durchführung 12 des Anschlussrohres
1 durch das Anschlussrohr 1 in mit den Durchführungen 12 fluchtende Verbindungsbohrungen
62 des Bohrrohres 61 hinein, wodurch das Bohrrohr 6 mit dem Anschlussrohr 1 formschlüssig
verbunden ist.
[0026] Zum Lösen der Verbindung zwischen dem Bohrrohr 6 und dem Anschlussrohr 1 kann das
mit der Funksteuerung 51 verbundene Schaltventil 5 aus der Ferne betätigt werden.
Durch den zuvor durch die elektrische Hydraulikpumpe 44 in dem Kolbenspeicher 4 aufgebauten
Hydrauliköl-Überdruck werden nun die Hydraulikzylinder 31 der Verriegelungseinrichtungen
3 wieder betätigt, wodurch die Verriegelungsbolzen 33 entgegen ihrer Vorspannung aus
den Verbindungsbohrungen 62 des Bohrrohres 6 hinausbewegt werden. Das Bohrrohr 6 kann
nun aus dem Anschlussrohr 1 gezogen werden, wodurch die Schubstange 42 durch die Vorspannung
der Druckfeder 45 wieder in die Ruheposition verbracht wird.
[0027] Das Schaltventil 5 umfasst einen integrierten Drucksensor 8, der permanent den Druckzustand
des Kolbenspeichers 4 ermittelt. Der im Zuge der Betätigung des Schaltventils 5 sinkende
Überdruck wird durch den Drucksensor 8 detektiert, wodurch die elektrische Hydraulikpumpe
44 aktiviert wird, die den Druck in dem Kolbenspeicher 4 wieder auffüllt. Ist der
voreingestellte Überdruck in dem Kolbenspeicher 4 wieder erreicht, wird dies durch
den Drucksensor 8 detektier und die elektrische Hydraulikpumpe 44 wird deaktiviert.
[0028] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die
Verriegelungsbolzen 33 in Ruheposition über Federpakete in Verschließposition vorgespannt
und über das Hydrauliksystem entgegen der Federvorspannung in Öffnungsposition gehalten
sind. Die Verriegelung erfolgt durch Trennung der Hydraulikzylinder 31 vom Kolbenspeicher
4 durch Bewegung der Verriegelungsbolzen 33 über die Federvorspannung der Federpakete.
Die Trennung erfolgt über das Schaltventil 5, angesteuert über einen Sensor 41, der
eine Betätigung der Schubstange 42 durch das Einbringen des Bohrrohrs 6 in ein Anschlussrohr
detektiert.
1. Vorrichtung zum Anschluss eines rohrförmigen Bohrwerkzeuges an den Kraftdrehkopf eines
Bohrgerätes, mit einem Anschlussrohr sowie wenigstens zwei radial angeordneten, durch
das Anschlussrohr geführten Verriegelungsbolzen (33), die in eine entsprechende Öffnung
eines Bohrwerkzeuges eingreifen, wobei wenigstens zwei Hydraulikzylinder (31) angeordnet
sind, über die die wenigstens zwei Verriegelungsbolzen (33) bewegbar sind, wobei Pumpmittel
angeordnet sind, über die die wenigstens zwei Hydraulikzylinder (31) betreibbar sind,
wobei die Pumpmittel mit einem Kolbenspeicher (4) verbunden sind, mit dem die wenigstens
zwei Hydraulikzylinder (31) verbunden sind, wobei eine Schubstange (42) angeordnet
ist, die durch den Einschub eines aufzunehmenden Bohrwerkzeuges (6) in das Anschlussrohr
(1) betätigbar ist, wobei jeder der wenigstens zwei Verriegelungsbolzen (33) über
eine Schwinge (32) mit dem Hydraulikzylinder (31) verbunden ist, die über ein Federelement
in Schließposition des Verriegelungsbolzens (33) vorgespannt ist, welches Federelement
durch ein in den Hydraulikzylinder (31) integriertes Tellerfederpaket gebildet ist,
durch das ein mit der Schwinge verbundener Kolben (311) des Hydraulikzylinders (31)
derart vorgespannt ist, dass der Verriegelungsbolzen (33) durch die Wandung des Anschlussrohrs
(1) in Richtung dessen Mittelachse vorgespannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpmittel eine elektrische Hydraulikpumpe (44) umfassen, durch die der Kolbenspeicher
(4) mit hydraulischem Druck beaufschlagt wird, wobei die Schubstange (42) mit einer
Sensoreinrichtung verbunden ist, die bei Betätigung der Schubstange (42) ein Betätigungssignal
an ein den Hydraulikzylindern (31) vorgeschaltetes hydraulisches Schaltventil (5)
sendet, das derart geschaltet ist, dass in Ruhestellung der Schubstange (42) die Verriegelungsbolzen
(33) in Öffnungsposition verbracht sind und bei Anliegen eines Betätigungssignals
die Hydraulikzylinder (31) vom Kolbenspeicher getrennt sind, wodurch die Verriegelungsbolzen
(33) durch die Federvorspannung in Verriegelungsposition sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubstange (42) über eine Druckfeder (45) in Ruhestellung vorgespannt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung einen induktiven Sensor (41) zur Positionsüberwachung der Schubstange
(42) umfasst.
4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Akkumulator angeordnet ist, über den die elektrische Hydraulikpumpe (44) betrieben
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drucksensor (8) angeordnet ist, der kontinuierlich den Druck in dem Kolbenspeicher
(4) überwacht und der zur Regelung eines voreingestellten Überdrucks in dem Kolbenspeicher
(4) mit der Hydraulikpumpe (44) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucksensor in dem Schaltventil (5) integriert ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Verriegelungsbolzen (33) an ihrem der Schwinge (32) abgewandten
Ende konisch ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsbolzen (33) an ihrem der Schwinge (32) abgewandten Ende eine winklig
angestellte Zentrierkante (34) aufweisen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierkante (34) in einem Winkel von 5° bis 15°, bevorzugt in einem Winkel
von 10° zur Stirnfläche des Verriegelungsbolzens (33) angestellt ist.
1. Device for connecting a tubular drilling tool to the power head of a drilling device,
with a connecting pipe as well as at least two radially arranged locking bolts (33)
guided through the connecting pipe, which engage in a corresponding opening of a drilling
tool, wherein at least two hydraulic cylinders (31) are arranged, via which the at
least two locking bolts (33) are movable, wherein pumping means are arranged, via
which the at least two hydraulic cylinders (31) can be operated, wherein the pumping
means are connected to a piston accumulator (4), to which the at least two hydraulic
cylinders (31) are connected, wherein a push rod (42) is arranged, which can be actuated
by insertion of a drilling tool (6) to be received into the connecting pipe (1), wherein
each of the at least two locking bolts (33) is connected to the hydraulic cylinder
(31) via a rocker (32), which is pretensioned via a spring element in the closed position
of the locking bolt (33), which spring element is formed by a disc spring assembly
integrated in the hydraulic cylinder (31), by means of which a piston (311) of the
hydraulic cylinder (31) connected to the rocker is pretensioned in such a manner that
the locking bolt (33) is pretensioned through the wall of the connecting pipe (1)
in the direction of the central axis thereof, characterised in that the pumping means comprise an electric hydraulic pump (44), by means of which hydraulic
pressure is applied to the piston accumulator (4), wherein the push rod (42) is connected
to a sensor device, which, when the push rod (42) is actuated, sends an actuating
signal to a hydraulic switching valve (5) connected upstream of the hydraulic cylinders
(31), which is switched in such a manner that in the rest position of the push rod
(42), the locking bolts (33) are brought into the open position and when an actuating
signal is applied, the hydraulic cylinders (31) are separated from the piston accumulator,
whereby the locking bolts (33) are in the locking position due to the spring preload.
2. Device according to claim 1, characterised in that the push rod (42) is pretensioned via a compression spring (45) in the rest position.
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the sensor device comprises an inductive sensor (41) for monitoring the position
of the push rod (42).
4. Device according to one of the previous claims, characterised in that an accumulator is arranged, via which the electric hydraulic pump (44) is operated.
5. Device according to one of the previous claims, characterised in that a pressure sensor (8) is arranged, which continuously monitors the pressure in the
piston accumulator (4) and which is connected to the hydraulic pump (44) in order
to regulate a preset excess pressure in the piston accumulator (4).
6. Device according to claim 5, characterised in that the pressure sensor is integrated in the switching valve (5).
7. Device according to one of the previous claims, characterised in that the at least two locking bolts (33) are of conical design at their end facing away
from the rocker (32).
8. Device according to claim 7, characterised in that the locking bolts (33) have a centring edge (34) set at an angle at their end facing
away from the rocker (32).
9. Device according to claim 8, characterised in that the centring edge (34) is set at an angle of 5° to 15°, preferably at an angle of
10° to the end face of the locking bolt (33).
1. Dispositif de raccordement d'un outil de forage en forme de tube au top driver d'un
équipement de forage, avec un tube de raccordement ainsi qu'au moins deux axes de
verrouillage (33) disposés radialement et guidés à travers le tube de raccordement
qui s'insèrent dans une ouverture correspondante d'un outil de forage, sachant qu'au
moins deux vérins hydrauliques (31) sont disposés par le biais desquels les au moins
deux axes de verrouillage (33) peuvent être déplacés, sachant que des moyens de pompage
sont disposés par le biais desquels les au moins deux vérins hydrauliques (31) peuvent
fonctionner, sachant que les moyens de pompage sont reliés à un accumulateur à piston
(4) auquel les au moins deux vérins hydrauliques (31) sont reliés, sachant qu'une
tige de poussée (42) est disposée qui peut être actionnée par l'insertion d'un outil
de forage (6) à loger dans le tube de raccordement (1), sachant que chacun des au
moins deux axes de verrouillage (33) est relié au vérin hydraulique (31) par une coulisse
(32) qui est précontrainte via un élément à ressort en position fermée de l'axe de
verrouillage (33), lequel élément à ressort est formé par un paquet de rondelles-ressorts
intégré dans le vérin hydraulique (31), à travers lequel un piston (311) du vérin
hydraulique (31) relié à la coulisse est précontraint de telle manière que l'axe de
verrouillage (33) est précontraint par la paroi du tube de raccordement (1) en direction
de l'axe central de ce dernier, caractérisé en ce que les moyens de pompage comprennent une pompe hydraulique électrique (44) qui exerce
une pression hydraulique sur l'accumulateur à piston (4), sachant que la tige de poussée
(42) est reliée à un dispositif de capteur qui, lorsque la tige de poussée (42) est
actionnée, envoie un signal d'actionnement à une soupape de commutation hydraulique
(5) placée en amont des vérins hydrauliques (31), qui est commutée de telle manière
qu'en position de repos de la tige de poussée (42), les axes de verrouillage (33)
sont placés en position ouverte et qu'en présence d'un signal d'actionnement, les
vérins hydrauliques (31) sont séparés de l'accumulateur à piston, ce par quoi les
axes de verrouillage (33) sont en position de verrouillage de par la précontrainte
des ressorts.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tige de poussée (42) est précontrainte en position de repos via un ressort de
pression (45).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de capteur comprend un capteur inductif (41) pour surveiller la position
de la tige de poussée (42).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un accumulateur est disposé par le biais duquel la pompe hydraulique (44) fonctionne.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un capteur de pression (8) est disposé qui surveille constamment la pression dans
l'accumulateur à piston (4) et est relié à la pompe hydraulique (44) pour réguler
une surpression préréglée dans l'accumulateur à piston (4).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le capteur de pression est intégré dans la soupape de commutation (5).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les au moins deux axes de verrouillage (33) ont une forme conique à leur extrémité
opposée à la coulisse (32).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les axes de verrouillage (33) présentent une arête (34) de centrage en contact angulaire
à leur extrémité opposée à la coulisse (32).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'arête de centrage (34) est en contact avec la surface frontale de l'axe de verrouillage
(33) dans un angle de 5° à 15° de préférence dans un angle de 10°.
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