[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Unterstützung eines Anwenders bei der Zubereitung
von Lebensmitteln. Des Weiteren umfasst die Erfindung ein Küchensystem, welches dazu
eingerichtet ist, das erfindungsgemäße Verfahren durchzuführen.
[0002] Die
US 2021/0251263 A1 offenbart ein Verfahren, bei dem ein Küchensystem verwendet wird, das den Garprozess
der Lebensmittel auf dem Kochfeld mittels thermischer Sensoren ermittelt und basierend
auf den Messdaten dem Anwender über eine Mensch-Maschine-Schnittstelle Rezeptschritte
vorgibt. Im Gegensatz zu klassischen Kochrezepten sollen die auf diese Weise erstellten
Rezeptschritte den Anwender mit präziseren Angaben anleiten.
[0003] Nachteilig an dem dort beschriebenen Verfahren ist, dass jede Anpassung am Kochfeld
oder an den Peripheriegeräten letztendlich vom Anwender durchgeführt werden muss.
Dies führt zu einem Aufwand beim Anwender und birgt auch Fehlerpotenzial, wenn der
Anwender die Instruktionen gemäß dem vorgegebenen Rezeptschritt nicht richtig ausführt,
also beispielsweise die Temperatur am Kochfeld falsch einstellt. Eine solche Fehlbedienung
bewirkt nicht nur, dass der Garprozess nicht rezeptgemäß durchgeführt wird, sondern
kann auch zu einem höheren Energieverbrauch führen.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, das bekannte Verfahren dahingehend weiterzubilden,
dass der Garprozess weiter automatisiert und optimiert wird, auch hinsichtlich der
Energieeffizienz.
[0005] Hierzu schlägt die Erfindung ein Verfahren zur Unterstützung eines Anwenders bei
der Zubereitung von Lebensmitteln, unter Verwendung eines Küchensystems vor. Das Küchensystem
weist ein Kochfeld, an welchem Steuerelemente und eine erste Sende-/Empfangseinheit
angeordnet sind, eine über dem Kochfeld angeordneten Deckenkonsole, in welcher eine
zweite Sende-/Empfangseinheit und mindestens ein Temperatursensor, vorzugsweise ein
IR-Sensor oder ein IR-Sensor-Array, angeordnet sind, eine Mensch-Maschine-Schnittstelle
und eine Steuer- und Auswerteeinheit, welche kommunikativ mit dem Kochfeld, der Deckenkonsole
und der Mensch-Maschine-Schnittstelle verbunden ist, auf. Das Verfahren umfasst die
folgenden Schritte:
- a) Auswahl eines Rezepts durch einen Anwender über die Mensch-Maschine-Schnittstelle,
- b) Vorgabe eines Rezeptschrittes an den Anwender über die Mensch-Maschine-Schnittstelle
zur Bearbeitung und Zubereitung der Lebensmittel;
- c) Erhitzen eines Kochgeschirrs auf dem Kochfeld;
- d) Starten eines Garprozesses durch den Anwender über die Mensch-Maschine-Schnittstelle
oder automatisch nach Detektion des Kochgeschirrs und/oder des darin befindlichen
Lebensmittels;
- e) Überwachung des Garprozesses mittels des Temperatursensors in der Deckenkonsole
und automatische Ansteuerung der Bedienelemente am Kochfeld über die Steuer- und Auswerteeinheit
auf Basis der Messwerte des Tem peratursensors;
- f) Übermittlung von Informationen über den Garprozess und/oder einer Anweisung an
den Anwender über die Mensch-Maschine-Schnittstelle, wenn ein Eingreifen des Anwenders
erforderlich wird;
- g) Übergang zum nächsten Rezeptschritt und Wiederholung der Schritte b-g bis alle
Rezeptschritte durchgeführt sind.
[0006] In Gegensatz zu den bekannten Verfahren wird erfindungsgemäß die Leistung über die
Steuerelemente am Kochfeld automatisch auf Basis der Messwerte angepasst. Hierdurch
wird der Garprozess sowohl hinsichtlich der korrekten Zubereitung als auch hinsichtlich
der Energieeffizienz optimiert.
[0007] Die Mensch-Maschine-Schnittstelle kann aus mehreren Bestandteilen bestehen, die an
unterschiedlichen Orten im Küchensystem angeordnet sind, also beispielsweise einer
Eingabeeinheit am Kochfeld und einer Ausgabeeinheit an der Deckenkonsole.
[0008] Die Messwerte werden dabei mit in einer Datenbank hinterlegten - auch dynamisch aktualisierbaren
- Referenzwerten angepasst. In der Datenbank können unter anderem Rezepte, Zutaten,
die Garzeiten, die Gartemperaturen, die Art und die Anzahl der Kochzonen eines Kochfeldtypen
etc. hinterlegt sein.
[0009] Die dynamische Aktualisierung kann beispielsweise durch eine Cloudanbindung der Steuer-
und Auswerteeinheit erfolgen. In der Cloud können eine Vielzahl von Daten über Garprozesse
hinterlegt sein und ständig neue Daten hinterlegt werden.
[0010] Durch die Auswertung der Daten der Garprozesse, können die Garprozesse ständig weiter
optimiert werden. Der Temperatursensor ist vorzugsweise als IR-Sensor ausgebildet.
IR-Sensoren eignen sich dazu, ganze Bereiche auf dem Kochfeld zu überwachen. Besonders
bevorzugt werden IR-Sensor-Arrays verwendet. Mittels des IR-Sensor-Arrays lassen sich
mehrere Bereiche gleichzeitig überwachen, also beispielsweise die einzelnen Heizzonen
auf dem Kochfeld.
[0011] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Steuer- und Auswerteeinheit
einen in der Deckenkonsole angeordneten Lüfter und/oder einen am Kochfeld angeordneten
Kochfeldabzug ansteuert. Neben dem Temperatursensor können hierzu auch weitere Sensoren
in oder an der Deckenkonsole angeordnet sein, beispielsweise VOC-(Volatile Organic
Compounds) und/oder Feuchtigkeitssensoren. Die Lüftersteuerung kann somit auf Basis
der Messwerte optimal eingestellt werden, sodass sowohl die Luftgüte als auch die
Energieeffizienz des Lüfters optimiert werden. Bei einer manuellen Ansteuerung des
Lüfters wird dieser dagegen häufig nicht optimal eingestellt bzw. der Anwender vergisst
das Ein- oder Ausschalten des Lüfters.
[0012] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Steuer- und Auswerteeinheit
mittels eines 3D-Sensors, vorzugsweise ein Time-Of-Flight-Sensor, eine Geste des Anwenders
erkennt. Anhand der erkannten Geste kann automatisch festgestellt bzw. verifiziert
werden, dass der Anwender z.B. eine Anweisung im Rahmen eines Rezeptschritts auch
tatsächlich ausgeführt hat. Beispielsweise kann erst nach Erkennung einer entsprechenden
Geste der jeweils nächste Rezeptschritt ausgeführt werden.
[0013] Die Mensch-Maschine-Schnittstelle ist vorzugsweise als Smart-Device ausgebildet,
also beispielsweise als Smartphone, Smartwatch oder Tablet-Computer. Das Smart-Device
steht vorzugsweise drahtlos über eine geeignete Funktechnologie mit der Steuer und
Auswerteeinheit in Verbindung, beispielsweise über WLAN oder Bluetooth. Über das Display
des Smart-Device und mittels einer geeigneten Software-Applikation kann die Kommunikation
zwischen dem Anwender und der Steuer- und Auswerteeinheit durchgeführt werden.
[0014] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- schematisch die Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Küchensystems in einem ersten
Ausführungsbeispiel;
- Figur 2:
- schematisch die Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Küchensystems in einem zweiten
Ausführungsbeispiel;
- Figur 3:
- schematisch den Ablaufplan eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Figur 4:
- schematisch ein Diagramm der Leistungssteuerung eines Kochfelds gemäß eines erfindungsgemäßen
Verfahrens;
[0015] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Küchensystem in seiner Gesamtheit mit dem Bezugszeichen
1 bezeichnet. Das Küchensystem 1 weist eine Deckenkonsole 2 auf. An der Deckenkonsole
2 ist eine Mensch-Maschine-Schnittstelle (Human-Machine-Interface (HMI)) 3 mit einem
Touch-Display angeordnet. Zudem ist in der Deckenkonsole 2 eine Steuer- und Auswerteeinheit
angeordnet (hier nicht ersichtlich). An der Unterseite der Deckenkonsole 2 ist ein
Temperatursensor in Form eines IR-Sensors 4 angeordnet. Zudem ist in der Deckenkonsole
2 ein hier nicht ersichtlicher Lüfter angeordnet, über welchen der Dunst beim Garen
abgezogen werden kann. Unter der Deckenkonsole 2 steht ein Küchenunterschrank 5. An
der Oberseite des Küchenunterschranks 5 ist ein Kochfeld 6 befestigt. Das Kochfeld
6 verfügt über Steuerelemente. Die Steuerelemente können entweder automatisch über
die Steuer- und Auswerteeinheit oder manuell durch den Anwender über Bedienelemente
angesteuert werden. Die Bedienelemente sind beispielsweise als Touchbedienfläche auf
dem Kochfeld 6 ausgebildet. Auf dem Kochfeld 6 steht Kochgeschirr in Form eines Topfes
7, in welchem die Lebensmittel angeordnet sind.
[0016] Die Steuer- und Auswerteeinheit steht mit dem HMI 3, den Steuerelementen des Kochfelds
6, und dem Temperatursensor 4 kommunikativ in Verbindung. Zudem kommuniziert die Steuer-
und Auswerteeinheit direkt oder indirekt über das HMI 3 über eine Kommunikationsverbindung
8 mit einer Cloudanwendung 9. Der IR-Sensor 4 misst die Temperatur des Lebensmittels
im Topf 7 - symbolisiert durch die gestrichelten Richtungspfeile und stellt der Steuer-
und Auswerteeinheit die Messwerte zur Verfügung.
[0017] Figur 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Küchensystem 1 in einer zweiten Ausführungsform.
Dieses unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform durch das HMI 3, welches
hier als mobiles Smart-Device in Form eines Smartphones 3a dargestellt ist. Die Kommunikation
zwischen den Geräten erfolgt hier über drahtlose Kommunikationskanäle, symbolisiert
durch die gestrichelten Doppelpfeile. Die Steuer- und Auswerteeinheit ist nicht in
der Deckenkonsole 2 angeordnet, sondern ist als Software-Applikation auf dem Smartphone
3a realisiert.
[0018] Figur 3 zeigt einen schematischen Ablaufplan eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
In einem ersten Schritt a wählt der Anwender ein Rezept über das HMI 3, 3a aus. Hierbei
kann der Anwender aus einer Rezeptdatenbank auswählen. Es ist aber auch möglich, dass
der Anwender die zur Verfügung stehenden Lebensmittel angibt und die Steuer- und Auswerteeinheit
ihm über das HMI 3, 3a mögliche Rezepte vorschlägt.
[0019] In einem Schritt b wird dem Anwender ein Rezeptschritt über das HMI 3,3a zur Bearbeitung
und Zubereitung von Lebensmitteln vorgeben. Dies kann die Vorbereitung der Lebensmittel
betreffen, also beispielsweise das Zerkleinern, Säubern, Schälen, Würzen oder Mischen
von Lebensmitteln, aber auch einen Garschritt, also beispielsweise das Anbraten von
Fleisch.
[0020] Anschließend platziert der Anwender in einem Schritt c die vorbereiteten Lebensmittel
in einem Kochgeschirr 7 und stellt das Kochgeschirr 7 auf dem Kochfeld 6 auf. Auch
die Auswahl des Kochgeschirrs 7 kann vorgegeben werden, also beispielsweise das Volumen
und das Material des Kochgeschirrs. Sodann wird das Kochgeschirr 7 mit dem darin befindlichen
Lebensmittel erhitzt.
[0021] Wenn die Lebensmittel im Kochgeschirr 7 auf dem Kochfeld 6 platziert sind, wird der
Garprozess in einem Schritt d durch den Anwender über die Mensch-Maschine-Schnittstelle
3 oder nach automatischer Detektion des Kochgeschirrs 7 und des darin befindlichen
Lebensmittels gestartet. Ein Erhitzungsprozess (Schritt c) kann hierbei dem eigentlichen
Garprozess vorgeschaltet sein. So kann beispielsweise erst das Kochgeschirr 7 erhitzt
werden und die Lebensmittel dann bei einer vorbestimmten Temperatur im Kochgeschirr
7 platziert werden. Dies ist beispielsweise beim Anbraten von Lebensmitteln mit Öl
angezeigt. Ein solcher vorgeschalteter Erhitzungsprozess ist gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren auch vorgesehen.
[0022] Während des Garprozesses wird die Temperatur in einem Schritt e) mittels des Temperatursensors
4 in der Deckenkonsole 2 überwacht und anhand der Messwerte des Temperatursensors
4 werden die Steuerelemente am Kochfeld 6 über die Steuer- und Auswerteeinheit eingestellt.
[0023] Während des Garprozesses und wenn der Garprozess beendet ist, werden in einem Schritt
f Informationen über den Garprozess und/oder einer Anweisung an den Anwender über
das HMI 3,3a übermittelt, wenn ein Eingreifen des Anwenders erforderlich wird. Die
Informationen können beispielsweise die Fortschritte und die verbleibende Dauer des
Garprozesses umfassen. Die Anweisungen können beispielsweise das Rühren oder Wenden
der Lebensmittel oder das Zufügen weiterer Zutaten betreffen. Der Anwender kann über
das HMI 3, 3a auch manuell bestätigen, dass er die Anweisung durchgeführt hat.
[0024] Wenn der Garprozess beendet ist, wird dem Anwender in einem Schritt g der nächste
Rezeptschritt angezeigt. Anschließend werden die Schritte b-g wiederholt, bis alle
Rezeptschritte durchgeführt sind und das Gericht fertig zubereitet ist.
[0025] Figur 4 zeigt exemplarisch den Temperaturverlauf des Garprozesses eines Rezeptschrittes.
Zu Beginn liegt die gemessene Temperatur bei der Umgebungstemperatur. Dann startet
ein dem Garprozess vorgeschalteter Aufheizprozess. Hier wird das Kochgeschirr 7 vorgeheizt.
Wenn das Kochgeschirr 7 die Solltemperatur erreicht hat, können die Lebensmittel im
Kochgeschirr 7 platziert werden. Beim Vorheizprozess kann sich beispielsweise auch
schon Wasser im Kochgeschirr 7 befinden. Sobald das Sieden des Wassers registriert
wird, bekommt der Anwender über das HMI 3, 3a die Anweisung, das Gargut, also beispielsweise
Nudeln in das siedende Wasser zu geben. Während des Garprozesses können dem Anwender
neben der verbleibenden Zeit auch weitere Anweisungen über das HMI 3, 3a übermittelt
werden. Also beispielsweise, ob und wann das Gargut umgerührt oder gewendet werden
muss.
[0026] Wenn der Garprozess beendet ist, wird dies dem Anwender mitgeteilt. Die Leistung
des Kochfelds 6 wird dann automatisch heruntergeregelt. Die Temperatur nimmt langsam
ab. Prinzipiell kann die Leistung auch während des Garprozesses verändert werden.
Auch eine Abschaltung bereits vor Beendigung des Garprozesses kann gegebenenfalls
möglich und sinnvoll sein, um die Restwärme auszunutzen. Auf diese Weise kann der
Energieverbrauch optimiert werden.
[0027] Auch der Lüfter kann über die Steuer- und Auswerteeinheit während der Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens optimal gesteuert werden. Hierzu kann es sinnvoll
sein noch weitere Messdaten mittels zusätzlicher Sensorik zu erfassen, wie beispielsweise
die Luftfeuchtigkeit und - reinheit.
[0028] Durch die ständige Überwachung des Garprozesses wird der zeitliche Ablauf optimiert
und durch die automatische Steuerung und Anweisung des Anwenders in Echtzeit wird
der Vorgang auch erheblich beschleunigt, sodass wiederum Energie und Zeit gespart
werden.
[0029] Das Rezept kann dabei beliebig aufwendig sein. Im einfachsten Fall betrifft es nur
die Zubereitung eines Lebensmittels, wie beispielsweise das Kochen von Nudeln oder
Kartoffeln.
[0030] Bei aufwendigeren Rezepten können auch Garprozesse gleichzeitig auf unterschiedlichen
Kochzonen des Kochfelds 6 durchgeführt werden. Die Information und Anweisungen bezüglich
der jeweiligen Garprozesse können dann auch parallel übermittelt werden. In diesem
Fall können auch mehrere Rezeptschritte parallel durchgeführt werden.
Bezugszeichenliste:
[0031]
- 1
- Küchensystem
- 2
- Deckenkonsole
- 3
- Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI)
- 3a
- Smartphone
- 4
- IR-Sensor
- 5
- Küchenunterbauschrank
- 6
- Kochfeld
- 7
- Kochgeschirr, Kochtopf
- 8
- Kommunikationsverbindung
- 9
- Cloudanwendung
1. Verfahren zur Unterstützung eines Anwenders bei der Zubereitung von Lebensmitteln,
unter Verwendung eines Küchensystems (1), welches ein Kochfeld (6), an welchem Steuerelemente
und eine erste Sende-/Empfangseinheit angeordnet sind, eine über dem Kochfeld (6)
angeordneten Deckenkonsole (2), in welcher eine zweite Sende-/Empfangseinheit und
mindestens ein Temperatursensor, vorzugsweise ein IR-Sensor (4) oder ein IR-Sensor-Array,
angeordnet sind, eine Mensch-Maschine-Schnittstelle (3, 3a) und eine Steuer- und Auswerteeinheit,
welche kommunikativ mit dem Kochfeld (6), der Deckenkonsole (2) und der Mensch-Maschine-Schnittstelle
(3, 3a) verbunden ist, aufweist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
a) Auswahl eines Rezepts durch einen Anwender über die Mensch-Maschine-Schnittstelle
(3, 3a);
b) Vorgabe eines Rezeptschrittes zur Bearbeitung und Zubereitung der Lebensmittel
an den Anwender über die Mensch-Maschine-Schnittstelle (3, 3a);
c) Erhitzen eines Kochgeschirrs (7) auf dem Kochfeld (6);
d) Starten eines Garprozesses durch den Anwender über die Mensch-Maschine-Schnittstelle
(3, 3a) oder automatisch nach Detektion des Kochgeschirrs (7) und/oder des darin befindlichen
Lebensmittels mittels des Temperatursensors durch die Steuer- und Auswerteinheit;
e) Überwachung des Garprozesses mittels des Temperatursensors in der Deckenkonsole
(2) und automatische Ansteuerung der Steuerelemente am Kochfeld (6) über die Steuer-
und Auswerteeinheit auf Basis der Messwerte des Temperatursensors;
f) Übermittlung von Informationen über den Garprozess und/oder einer Anweisung an
den Anwender über die Mensch-Maschine-Schnittstelle (3, 3a), wenn ein Eingreifen des
Anwenders erforderlich wird;
g) Übergang zum nächsten Rezeptschritt und Wiederholung der Schritte b-g bis alle
Rezeptschritte durchgeführt sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Auswerteeinheit einen in der Deckenkonsole (2) angeordneten Lüfter
und/oder einen am Kochfeld (6) angeordneten Kochfeldabzug ansteuert.
3. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Auswerteeinheit mittels eines 3D-Sensors, vorzugsweise ein Time-Of-Flight-Sensor,
eine Geste des Anwenders erkennt.
4. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Auswerteeinheit mit einem Smart-Device (3a) als Mensch-Maschine-Schnittstelle
(3, 3a) kommuniziert.
5. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikation zwischen der Deckenkonsole (2), dem Kochfeld (6) und der Mensch-Maschine-Schnittstelle
(3, 3a) über Bluetooth oder WLAN hergestellt wird.
6. Küchensystem (1) mit einem Kochfeld (6), an welchem Steuerelemente und eine erste
Sende-/Empfangseinheit angeordnet sind, einer über dem Kochfeld (6) angeordneten Deckenkonsole
(2), in welcher eine zweite Sende-/Empfangseinheit und mindestens ein Temperatursensor,
vorzugsweise ein IR-Sensor (4) oder ein IR-Sensor-Array, angeordnet sind, einer Mensch-Maschine-Schnittstelle
(3, 3a) und einer Steuer- und Auswerteeinheit, welche kommunikativ mit dem Kochfeld
(6), der Deckenkonsole (2) und der Mensch-Maschine-Schnittstelle (3, 3a) verbunden
ist, wobei das Küchensystem zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 5 eingerichtet ist.
7. Küchensystem (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Deckenkonsole (2) zusätzlich mindestens ein Luftfeuchtigkeitssensor, mindestens
ein VOC-Sensor und/oder mindestens ein 3D-Sensor, vorzugsweise ein Time-Of-Flight-Sensor
angeordnet sind.