[0001] Die Erfindung betrifft eine insbesondere als ein Schienenfahrzeug ausgeführte mobile
Vorrichtung zum Schleifen eines Profils mit einer konvexen Lauffläche und einer das
Profil begrenzenden Seitenfläche, insbesondere eine für Schienenfahrzeuge bestimmte
Gleisschiene, wobei die Vorrichtung in einer Vorschubrichtung entlang des Profils
beweglich ist und zumindest einen um eine Drehachse rotationsbeweglich und/oder oszillierend
antreibbaren, an einem Träger angeordneten profilierten Schleifkörper aufweist. Weiterhin
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Schleifen des Profils, bei dem zumindest
ein an einem Träger angeordneter Schleifkörper um eine Drehachse rotationsbeweglich
oder oszillierend angetrieben wird.
[0002] Die
DE 692 01 811 T2 offenbart bereits eine als Schienenfahrzeug ausgeführte mobile Vorrichtung mit mehreren
Schleifscheiben zum Schleifen einer Gleisschiene mit einer konvexen Lauffläche und
einer begrenzenden Seitenfläche. Die Vorrichtung ist in Vorschubrichtung entlang der
Gleisschiene beweglich, während die Schleifscheiben zugleich um eine Rotationsachse
rotationsbeweglich antreibbar sind. Die Schleifscheiben haben jeweils eine das Schienenprofil
nichtschneidende, geneigte Rotationsachse, die an einem quer zu der Gleisschiene verschieblichen
Rahmen des Schienenfahrzeugs angeordnet sind und die mittels Rollen geführt werden,
die gegen die Gleisschiene anliegen. Der Rahmen dient dazu, den Träger sowohl in einer
Querrichtung als auch senkrecht zur Längsachse der Schiene zu verschieben. Der Träger
hat zumindest eine Stützrolle, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Achse der entsprechenden
Schleifscheibe angeordnet ist. Diese Stützrollen werden gegen die Innenseite des Schienenkopfes
angelegt.
[0003] Die
DD 219 230 A5 beschreibt eine Vorrichtung zum Reprofilieren eines Schienenkopfes, wobei die Drehachse
der Schleifscheibe gegenüber der vertikalen und der horizontalen Ebene geneigt ist.
Die Schleifscheibe wird an einem Schleifgestell mittels Schleifschuhen oder Laufrollen
in der Höhe und seitlich relativ zur Schiene geführt. Die Schleifscheibe weist eine
ebene Schleiffläche auf, die durch einen zum Abrichten der Schleifscheibe dienenden
Stift während der Schleifbearbeitung nachgearbeitet wird. Die Bearbeitung des konvexen
Schienenkopfs erfolgt daher lediglich partiell, sodass im Ergebnis Facetten erzeugt
werden und das Schienenquerprofil einen unstetigen Verlauf erhält.
[0004] Aus der
DE 26 12 173 A1 sind geneigte, gegenläufige Schleifscheiben mit versetzten, das Profil nicht schneidenden
Achsen bekannt, die an Werkzeugträgern aufgehängt sind, die höhen- und quer verschieblich
mittels ein jeder Schiene zugeordnetes Spurführungssystem ist. Die an jeder Schienenseite
angeordneten Schleifwerkzeuge beaufschlagen mit gleicher Zustellbewegung die Schienenkopfoberseite,
wobei durch die Querverschieblichkeit der beiden Rahmenteile zueinander eine voneinander
unabhängige Zentrierung zu jeder Schiene erfolgt.
[0005] Ferner ist aus der
DE 32 27 343 A1 eine Schleifvorrichtung bekannt, bei der unter einem Fahrgestell für jede der Schienen
ein Werkzeugträger höheneinstellbar angeordnet ist, der über seitliche und auf dem
Profil laufende Rollen ein rotierbares Bearbeitungswerkzeug, insbesondere eine Topfschleifscheibe,
definiert führt, deren Rotationsachse das Profil der Schiene schneidet.
[0006] Bei einem Schienenfahrzeug gemäß der
EP 2 791 422 B1 sind an einem Fahrgestell Stirnfräs-Profilierungsscheiben an einer Bearbeitungsplatte
angeordnet, die in Bezug auf die Schiene in Hoch- und Querrichtung als Kreuzschlitten
linear und zusätzlich um die Längs- und Hochachse winkeleinstellbar ist, wobei an
der Schiene gleitende Messaufnehmer die Bezugsgröße für die Einstellung liefern. Die
Nachführung des Werkzeugs an die Schiene kann beispielsweise mittels eines Knickarmroboters
erfolgen.
[0007] Die aus der
US 4 583 893 A bekannte Vorrichtung umfasst ein Trägerelement, das in Bezug auf eine Schiene linear
verschiebbar ist und ein konturiertes Fräswerkzeug umfasst. Eine Schnitttiefen-Referenzführung
für das Werkzeuglager ist auf der Oberseite der Lauffläche der Schiene und eine seitliche
Schnitttiefen-Referenzführung auf der Seitenfläche anlegbar. Die beiden Schnitttiefen-Referenzführungen
sind um eine gemeinsame Welle drehbar gelagert und in Vorschubrichtung vor dem Fräswerkzeug
angeordnet.
[0008] Die
CN 1 11 926 638 A betrifft eine Schleifvorrichtung für Schienen, wird zum Schleifen von Stahlschienen
verwendet und umfasst einen Rahmen mit einem Fahrwerk. Der Schleifmechanismus ist
an einer Hebevorrichtung angeordnet, um eine Bewegung des Schleifmechanismus in vertikaler
Richtung zu erreichen. Der Schleifmechanismus ist mit der Lithiumbatterie über ein
Kabel und einen Schaltkasten verbunden und die Lithiumbatterie sowie der Schaltkasten
befinden sich auf dem Rahmen.
[0009] Aufgrund vergleichsweise hoher Achslasten und hoher Fahrgeschwindigkeiten werden
Schienen oft bis zur Fließgrenze des Schienenwerkstoffs beansprucht und unterliegen
daher einem Verschleiß, der sich nachteilig auf das Profil der Lauffläche des Schienenkopfs
auswirkt.
[0010] Infolge andauernden Verschleißes bleiben die Laufflächen von Eisenbahnschienen nicht
geradlinig, sondern bilden mit der Zeit Wellen verschiedener Länge aus. Diese Wellen
werden durch Schleifen der Schienen beseitigt, wobei Wellen mit größeren Längen gewisse
vorrichtungsmäßige Probleme mit sich bringen.
[0011] Zur Beseitigung der an der Lauffläche von Gleisschienen während des Fahrbetriebs
entstehenden Riffeln und Wellen, die die Radsätze der Fahrzeuge zu Schwingungen anregen,
welche die Laufruhe der Fahrzeuge stören, einen übermäßigen Verschleiß des Gleisoberbaus
und der Fahrzeuge verursachen sowie pfeifende Fahrgeräusche entstehen lassen, ist
es erforderlich, die Köpfe der Eisenbahnschienen von Zeit zu Zeit glattzuschleifen.
[0012] Zu diesem Zweck sind Schleifvorrichtungen bekannt, die wenigstens zwei in Längsrichtung
des Schienenkopfs hintereinander angeordnete, auf gegenüberliegenden Seiten des Schienenkopfs
stirnseitig an die Lauffläche angestellte Topfscheiben mit einem dem Laufflächenprofil
entsprechenden Schleifprofil aufweisen.
[0013] Hierzu ist beispielsweise ein Verfahren für die Bearbeitung von Eisenbahnschienen
bekannt, bei welchem eine Vielzahl von rotierenden Schleifscheiben eingesetzt wird,
die neben- und hintereinander angeordnet sind, wobei ein Teil der Schleifscheiben
entsprechend dem Ursprungsprofil der Schienenköpfe geneigt ist. Mit einem derartigen
Schleifverfahren lässt sich lediglich eine Annäherung an das Ursprungsprofil der Schienenköpfe
erreichen.
[0014] Die
EP 0 315 704 B1 beschreibt bereits eine Schleifmaschine zum Reprofilieren von Schienenköpfen mit
einem Schleifkopf, welcher durch eine Hebevorrichtung verstellbar ist, wobei die Schleifköpfe
sukzessiv und versetzt angehoben und abgesenkt werden können.
[0015] Durch die
WO 00/58559 A1 ist eine Anordnung von Schleifmodulen in einer Schienenschleifmaschine bekannt, die
den radialen Versatz bei engen Schienenkrümmungsradien ohne das Auftreten von Zwangskräften
berücksichtigt und die Reprofilierung der Schiene in einfacher Weise ermöglicht. Das
Schleifwerkzeug weist fünf Freiheitsgrade auf, in denen jedes Schleifmodul mit einem
Rahmen zumindest angenähert vertikal und am Rahmen mit einem Gestell zumindest angenähert
horizontal verstellbar gelagert ist.
[0016] Es sind auch sogenannte Topfschleifer bekannt, die stirnseitig in Eingriff mit der
Schienenoberfläche gebracht werden und vorzugsweise mit einem Kippwinkel gegenüber
der zu schleifenden Schienenoberfläche angestellt sind.
[0017] Bei dem sogenannten Offsetschleifen wird ebenfalls eine Stirnfläche des Schleifwerkzeugs
zur Bearbeitung der Schiene eingesetzt, allerdings ist diese entsprechend der Schienengeometrie
konturiert. Dies wird dadurch möglich, dass die Rotationsachse nicht durch die Schiene,
sondern mit einem seitlichen Abstand verläuft. Die Schleifzone liegt somit nicht in
Richtung der Vorschubbewegung vor der Rotationsachse, sondern querab zwischen der
Rotationsachse und der Schiene. Um eine ausreichende Abtragsleistung zu erreichen,
wird eine hohe Rotationsgeschwindigkeit und/oder hohe Anpresskraft eingestellt. In
der Praxis führt dies zu Funkenflug und damit zu Brandgefahr.
[0018] Die
EP 2 525 933 B1 bezieht sich auf eine Vorrichtung zum spanabhebenden Nachbearbeiten der Lauffläche
eines Schienenkopfs mit einem entlang des Schienenkopfs geführten Gestell. Die Bearbeitungswerkzeuge
sind als gegensinnig drehend antreibbare Stirnfräser ausgebildet, deren Drehachsen
in einer gemeinsamen Ebene verlaufen und deren Schneidbereiche einander quer zur Längsrichtung
des Schienenkopfs überlappen.
[0020] Durch die
CH 670 667 A5, die
US 5,997,391 A, die
DE 41 19 525 A1 sowie die
JP 2003-053655 A sind bereits Vorrichtungen zum Schleifen einer Schiene mit einem parallel zur Schienen-Längsachse
laufenden Schleifband bekannt. Das Schleifband wird beim Schleifen durch einen profilierten
Gleitschuh, einen bewegbaren Andrückschuh oder durch ein Druckelement gegen die zu
schleifende Schiene gepresst. Ferner bezieht sich auch die
DE 20 2005 012 147 U1 auf eine Vorrichtung zum Schleifen einer Schiene mit einer entsprechend dem Schienenkopf
geformten Kontaktrolle, durch die ein Schleifband gegen diesen angedrückt wird.
[0021] Durch die
EP 0 444 242 A1 ist weiterhin auch eine Vorrichtung zum Schleifen einer Schienenlauffläche mit einem
parallel zur Schienenlängsachse ausgerichteten Schleifband bekannt, wobei zwischen
den Andrückrollen und dem Schleifband ein weiteres als Andrückriemen ausgebildetes
Band angeordnet ist.
[0022] Zum Profilschleifen der Köpfe von Eisenbahnschienen werden auch sogenannte Rutschersteine
eingesetzt. Hierbei werden Schleifzüge eingesetzt, an deren Unterseite Schleifsteine
angeordnet sind, die unter Druck über die Schienenoberflächen geführt werden. Dem
Rutscherstein-Schleifen liegt eine oszillierende translatorische Bewegung des Schleifkörpers
entlang der Schiene während der Bewegung des Fahrzeugs zugrunde. Durch die Konturierung
der Schleifkörper, die während des Gebrauchs ihre Formgebung auch bei fortschreitendem
Verschleiß weitgehend behalten, wird prinzipiell eine gute Oberflächenqualität und
Maßhaltigkeit erreicht.
[0023] Ein Nachteil des Schleifverfahrens mit Rutschersteinen besteht darin, dass der Rutscherstein
sich bereits nach kurzer Zeit dem abgefahrenen Profil der Schienenoberfläche anpasst,
sodass zwar eine Beseitigung der Riffel und Wellen in der Schienenoberfläche erreicht,
jedoch nicht das ursprüngliche Profil des Schienenkopfs wiederhergestellt werden kann.
[0024] Um die mit Rutschersteinen erreichbare Fahrgeschwindigkeit zu erhöhen, schlägt die
DE 21 32 220 A vor, einen an dem Schleifzug befestigbaren Schleifmittelträger vorzusehen, der einzelne
auf die Schienenoberfläche weisende Führungskanäle für ein relativ grobkörniges Schleifmittel
mit losem Korn aufweist, das durch die Kanäle unter Druck der Schienenoberfläche zugeführt
und dort durch die Kanalwandungen gehalten wird, wobei die unteren Begrenzungskanten
der Führungskanäle zu der Schienenoberfläche einen Abstand haben, der kleiner als
die Korngröße den Schleifmittels ist. Infolgedessen kommt es auch nur zur Bildung
von relativ kleinen und kurzen Spänen, die ohne Schwierigkeiten leicht abführbar sind.
Wärmestauungen durch Plackenbildungen und irgendeine Bruchgefahr sind damit wirksam
vermieden.
[0025] Zur Erhöhung der Bearbeitungsgeschwindigkeit ist es beispielsweise aus der
DE 32 22 208 A1 bekannt, Fräswerkzeuge einzusetzen, deren in mehreren axialen Gruppen über den Umfang
des Messerkopfs verteilte Schneiden das Schienenkopfprofil nachbilden.
[0026] Der durch ein solches Umfangfräsen bedingte bogenförmige Schnittverlauf der einzelnen
Schneiden des Fräswerkzeugs führt allerdings zu einer in Schienenlängsrichtung gewellten
Oberfläche des Schienenkopfs, wobei sich die Oberflächenqualität mit zunehmender Vorschubgeschwindigkeit
wegen des größer werdenden Abstands der Spanabträge aufeinanderfolgender Schneiden
verschlechtert.
[0027] Diese Nachteile werden durch Stirnfräser, wie sie beispielsweise aus der
US 4,583,893 A bekannt sind, die auf einer Seite des Schienenkopfs angeordnet sind und mit einer
aufwendigen Führung eingesetzt werden, die eine frei drehbar gelagerte Führungsscheibe
sowie mehrere Führungsrollen auf der gegenüberliegenden Schienenseite aufweist.
[0028] Ähnliche Nachteile ergeben sich bei einer Vorrichtung gemäß der
EP 0 148 089 A2, bei der die Lauffläche beidseits der Längsmitte durch einen Fräskopf bearbeitet
wird, der zwar als Stirnfräser ausgebildet ist, aber mit entsprechend geneigter Achse
eingesetzt werden muss, weil diesem gemeinsamen Fräskopf Umfangsfräser für die Längsseiten
des Schienenkopfs vor- bzw. nachgeordnet werden müssen.
[0029] Auch die
WO 02/06587 A1 beschreibt ein Verfahren zum Reprofilieren mindestens des konvexen Teils des Schienenkopf-Querschnittprofils
einer Schiene durch Umfangfräsen mit mehr als fünf in Längsrichtung der Schiene nebeneinanderliegenden
Frässpuren.
[0030] Weitere Vorrichtungen zum spanabhebenden Nachbearbeiten, insbesondere zum Fräsen
von im Gleis verlegten Schienenköpfen, werden in den Druckschriften
EP 0 952 255 B1,
US 5,549,505 A,
EP 0 668 398 B1,
EP 0 668 397 B1,
US 4,275,499 A und
DE 32 22 208 C2 beschrieben.
[0031] Außerdem sind Vorrichtungen bekannt, bei denen die Schienenköpfe mit einem so genannten
Schienenhobel bearbeitet werden. Die Druckschrift
DE 28 41 506 C2 zeigt eine solche Vorrichtung, bei der spanabhebende Hobelmesser bei einer kontinuierlichen
Vorschubbewegung die Schiene bearbeiten. Mittels des Hobelns können plane Oberflächen
erzeugt werden, die gegenüber dem Fräsen nur noch zu vernachlässigende Bearbeitungsspuren
aufweisen. Nachteilig beim Hobeln, vor allem gegenüber den Fräsverfahren, ist eine
vergleichsweise lange Bearbeitungsdauer aufgrund der erforderlichen mehreren Überfahrten
über den zu bearbeitenden Schienenabschnitt.
[0032] Um eine plane Oberfläche zu erhalten, schlägt die
EP 2 177 664 A1 vor, die Schneide während der spanabhebenden Bearbeitung des Werkstücks entlang einer
geraden Bahn zu bewegen.
[0033] Bei der Bearbeitung einer Gleisschiene mittels Fräswerkzeugen wird zwar ein großer
Materialabtrag erreicht, allerdings erfordert die so erzeugte Oberflächenbeschaffenheit
eine Nachbearbeitung durch Schlichten. Demgegenüber wird mit den bekannten Schleifverfahren
zwar ein geringerer Materialabtrag als beim Fräsen erreicht. Allerdings lassen sich
beim Schleifen höhere Vorschubgeschwindigkeiten erreichen, sodass in der Praxis aufgrund
der jeweiligen Randbedingungen sowohl Fräs- als auch Schleifverfahren zum Einsatz
kommen.
[0034] Daher ist es derzeit üblich, Schienen in einem Arbeitsgang mit einer Fräse zu bearbeiten
und die durch das Fräsen auf der bearbeiteten Oberfläche auftretenden Bearbeitungsspuren
wie Welligkeiten oder Spurbilder durch Schleifen zu reduzieren.
[0035] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Abtragsleistung beim Schleifen von
Profilen bei zugleich hohen Anforderungen an die Oberflächenbeschaffenheit und die
Maßhaltigkeit des so bearbeiteten Profils wesentlich zu verbessern.
[0036] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung zum Schleifen einer Gleisschiene
gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die weitere Ausgestaltung der Erfindung
ist den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0037] Erfindungsgemäß ist also eine Vorrichtung zum Schleifen vorgesehen, bei welcher die
Drehachse mit einer Orientierung gegenüber der vertikalen Ebene und/oder gegenüber
der horizontalen Ebene geneigt positionierbar ist und die Drehachse nicht durch das
Profil verläuft und bei welcher der Träger an der Vorrichtung in einer Querebene zu
der Querebene zu der Vorschubrichtung insbesondere translatorisch beweglich angeordnet
ist und der Träger mit zumindest einem gegen das Profil kraftschlüssig anlegbaren
Kontaktelement als Seitenkopierung und/oder Höhenkopierung kinematisch gekoppelt ist,
durch das sich der Träger mit dem Schleifkörper in der Querebene gegenüber dem Profil
und gegenüber der Vorrichtung selbsttätig ausrichtet.
[0038] Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass die Einhaltung von äußerst
geringen Toleranzen bei der Bearbeitung der Profile mittels der mobilen, als Schienenfahrzeug
ausgeführten Vorrichtung dadurch erreicht werden kann, dass der Träger des Schleifkörpers
sowohl relativ zu dem Profil als auch relativ zu der mobilen Vorrichtung beweglich
ist und sich im Gebrauch der Vorrichtung selbsttätig ausrichtet. Zugleich wird dadurch
das Arbeitsergebnis unabhängig von einem auftretenden Verschleiß des Schleifkörpers
erreicht, der sich somit nicht nachteilig auf die Qualität der Oberflächenbearbeitung
auswirkt.
[0039] Die selbsttätige Ausrichtung könnte dabei auf der Basis berührungsloser Abstandsmessungen
erfolgen. Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung mit einem Kontaktelement ausgestattet,
beispielsweise einem Gleitelement, wie etwa einem Schlitten, oder eine Anordnung mit
zumindest einer Rolle oder einem Rad. Durch kontaktbasierte Seiten- und/oder Höhenkopierung
wird der Träger des Schleifkörpers in seiner Führung in der Querebene bewegt und so
dem Schleifscheibenverschleiß angepasst. Darüber hinaus sorgt das Kontaktelement aber
auch für einen Ausgleich der in der Praxis aufgrund der Zwangsführung der mobilen
Vorrichtung bei einer Kurvenfahrt auftretenden Verlagerung in Richtung der Kurvenaußenseite.
[0040] Eine solche zwangsgeführte Seitenkopierung wird bevorzugt an der der jeweils anderen
Gleisschiene zugewandten inneren bzw. medialen Seitenfläche kraftschlüssig angelegt.
[0041] Es hat sich bereits als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn der Träger zugleich eine
paarweise Anordnung mehrerer Schleifkörper trägt, die in einer gemeinsamen Querebene
der Vorrichtung so angeordnet sind, dass die Schleifkörper sowohl gemeinsam relativ
zu den parallelen Gleisschienen als auch relativ zueinander ausgerichtet werden können.
Indem jedem Schleifkörper ein separates Kontaktelement zugeordnet ist, können so auch
Ungenauigkeiten des Profils entlang seiner Haupterstreckung oder Abweichungen von
der idealen parallelen Ausrichtung der Gleisschienen ausgeglichen werden. Hierzu ist
das Kontaktelement mit einer vorbestimmten, insbesondere einstellbaren Vorspannkraft
gegenüber dem Profil, insbesondere der Gleisschiene, vorgespannt. Dadurch werden die
Schleifkörper zugleich gegeneinander verspreizt, sodass insbesondere kein zusätzliches
Widerlager zur Aufnahme der Anlagekraft erforderlich ist.
[0042] Zur Höhenanpassung wird ein weiteres Kontaktelement, welches hierbei als Rolle ausgeführt
sein kann, von oben gegen die Lauffläche des Profils bzw. der Gleisschiene vorgespannt,
um so auch eine selbsttätige Anpassung in vertikaler Richtung zu erzielen. Darüber
hinaus kann das Kontaktelement aber auch zwei Anlagefläche aufweisen, um so mit einem
einzigen Kontaktelement zugleich die horizontale Ausrichtung gegenüber der Seitenfläche
und die vertikale Ausrichtung gegenüber der Lauffläche zu ermöglichen.
[0043] Es hat sich bereits gezeigt, dass die so ausgestattete Vorrichtung im Betrieb durch
die vertikale und horizontale Führung der Träger und der damit verbundenen Schleifkörper
unabhängig ist von der Bewegung des Schienenfahrzeugs, sodass erstmals nicht wie beim
Stand der Technik eine Arbeitsplattform die Referenz für die Einstellung der Werkzeuge
bildet, sondern unmittelbar das zu bearbeitende Profil selbst, was erkennbar zu weitaus
weniger Fehlereinflüssen führt.
[0044] Dabei hat sich herausgestellt, dass durch eine Anordnung der Schleifkörper in einer
gemeinsamen Querebene der Vorrichtung bzw. der Querschnittsebene des Profils mit dem
diesem zugeordneten Kontaktelement die Bearbeitungsqualität weiter verbessert werden
kann. Hierdurch ist die Position des Kontaktelements als Seitenkopierung direkt auf
der Drehmitte des insbesondere als eine Topfschleifscheibe ausgeführten Schleifkörpers
bezogen, sodass auch bei einer Bogenfahrt kein seitlicher Versatz auftritt. Vielmehr
bleibt die Kontur des Schleifkörpers immer in Deckung mit dem Profil.
[0045] Besonders bevorzugt ist die Drehachse des Schleifkörpers mit einem lateralen oder
medialen seitlichen Versatz in der Querschnittsebene des Profils derart orientiert,
dass diese das Profil nicht schneidet. Dabei bildet sich durch einen Anstellwinkel
und eine außermittige Position der Topfschleifscheibe eine Negativform des Profils
in dem Schleifkörper ab. Dabei entsteht eine Kontaktfläche, die in ihrer Kontaktlänge
auf der Oberfläche des Profils, die verteilt über das Schienenquerprofil unterschiedlich
lang ausprägt ist. Durch diese im Radiusbereich des Profils verlängerte Kontaktfläche
stabilisiert sich das Schleifwerkzeug in Längsrichtung automatisch, was zu einer optimalen
Glättung der Oberfläche, insbesondere der Restwelligkeit des Profils führt.
[0046] Weiterhin hat es sich bereits als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn mehrere Schleifkörper
in Vorschubrichtung hintereinander an einem jeweiligen Träger angeordnet sind, wobei
die Drehachsen der Schleifkörper nicht parallel, sondern zueinander geneigt ausgerichtet
sind. Verschiedene Anstellwinkel der Schleifkörper erzeugen unterschiedliche Schleifbereiche
auf der Oberfläche des Profils. Mit zwei Schleifkörpern hintereinander in unterschiedlichen
Winkeln kann das gesamte Querprofil geschliffen werden, indem verschiedene Schleifkörper
zur Bearbeitung verschiedener in Richtung der Haupterstreckung des Profils parallel
zueinander verlaufender Oberflächenabschnitte (Spuren) mit unterschiedlichen Neigungswinkeln
eingesetzt werden.
[0047] Die Schleifkörper können im Gleich- und Gegenlauf betrieben werden, sodass die Drehrichtung
der Schleifkörper in Vorschubrichtung und entgegen der Vorschubrichtung identisch
ist. Dadurch entsteht bei dem Materialabtrag während der Schleifbearbeitung unabhängig
von der Bewegungsrichtung der Vorrichtung durch den rotierenden Schleifkörper ein
stets in derselben Richtung wirkender, insbesondere tangentialer Abtragsstrahl.
[0048] Indem die Drehachsen der Schleifkörper nicht parallel zu der Querschnittsebene des
zu bearbeitenden Profils angeordnet werden, sondern in Vorschubrichtung oder entgegen
dieser geneigt orientiert sind, liegt der größere Flächenanteil der Kontaktfläche
zwischen Schleifkörper und dem Profil vor oder hinter der Ebene der Drehachse. Auf
diese Weise wird in einfacher Weise eine schleppende oder stechende Bearbeitung in
Bezug auf die Vorschubrichtung gegenüber einer Querschnittsebene des Profils realisiert.
[0049] Dabei ist auch eine schleppende bzw. nachlaufende Anordnung für das Abwälzfräsen
oder Planfräsen zum Schlichten der Restwelligkeit realisierbar.
[0050] Dabei sind verschiedene Positionen des Schleifkörpers denkbar. Bei mittigem Aufsetzen
des Schleifkörpers, wenn also die Drehachse durch das Profil, insbesondere dessen
Mittellängsachse verläuft, entstehen gerade Facetten, was sich beim Schruppschleifen
bereits als zweckmäßig erwiesen hat. Es ist auch eine Kombination mehrerer Schleifkörper
sinnvoll einsetzbar, von denen zumindest eine Drehachse durch das Profil und zumindest
eine weitere Drehachse mit einem seitlichen Versatz zu dem Profil, wobei dieses nicht
schneidend orientiert ist.
[0051] Bei einem kombinierten Einsatz der Schleifkörper mit zumindest einem Fräser kann
das gefräste Schienenquerprofil mit partiellem Aufmaß hergestellt werden, sodass nach
dem Schleifen ein exaktes Schienenquerprofil entsteht. Dies entsteht, wenn das partielle
Aufmaß nach dem Fräsen in dem Bereich vorsteht, in dem auch das Schleifwerkzeug in
seiner Normalen (Anpressrichtung = größter Schleifabtrag) entspricht.
[0052] Während der Durchführung der Schleifbearbeitung liegen die Schleifkörper gegenüber
dem Profil kraftabhängig mit einer insbesondere einstellbaren oder begrenzbaren Anpress-
oder Vorspannkraft an. Die Regelung der Anpress- oder Vorspannkraft erfolgt zweckmäßigerweise
unter Berücksichtigung der relevanten Parameter des Profils und der Umgebungsbedingungen,
wobei auch das erfasste Drehmoment des Schleifkörpers und die Vorschubgeschwindigkeit
der Vorrichtung einbezogen werden können.
[0053] Um eine schnelle und zuverlässige Anpassung an unterschiedliche Profile, insbesondere
Gleisschienen bzw. abweichende Einsatzbedingungen und damit einhergehende unterschiedliche
relative Positionen und Orientierungen zwischen dem Profil und der Vorrichtung ausgleichen
zu können, ist der Träger bzw. die Drehachse weggesteuert einstellbar.
[0054] Bei einer weiteren, ebenfalls besonders Erfolg versprechenden Ausgestaltungsform
der Erfindung ist der Träger zur Einleitung einer überlagerten Bewegung während der
rotierenden und/oder oszillierenden Bewegung in einer Ebene parallel zu der Haupterstreckung
des Profils bzw. der Gleisschiene reversierend translatorisch beweglich ausgeführt.
Indem zumindest einer der als Schleifscheibe ausgeführten Schleifkörper während der
rotierenden oder oszillierenden, entlang eines bestimmten Kreisbogens hin- und hergehenden
Bewegung zugleich durch eine reversierende translatorische Bewegung des mit dem Schleifkörper
ausgestatteten Trägers in einer Ebene parallel zu der Haupterstreckung der Gleisschiene
bewegt wird, erfolgt in jedem Schienenabschnitt ein mehrfacher Schleifmitteleingriff.
Im Ergebnis wird so ein Schienenabschnitt nicht nur einmal von der Schleifzone des
Schleifkörpers erreicht, sondern mehrfach von dem Schleifkörper überfahren und eine
dementsprechend hohe Abtragsleistung erreicht. Dabei lassen sich Oberflächenqualitäten
vergleichbar mit einem Rutscherstein-Verfahren realisieren, wobei insbesondere Welligkeiten
in der Schienenoberfläche zuverlässig ausgeschlossen werden können.
[0055] Die Formgebung der zu bearbeitenden Gleisschiene wird nicht durch die Geometrie des
Schleifkörpers, sondern durch dessen Anstellwinkel bestimmt, sodass es in Verbindung
mit einer rotierenden oder oszillierenden Bewegung nicht zu einer Maßabweichung kommt.
Eine an sich bekannte Kombination mehrerer Schleifkörper hat sich dabei bereits als
sinnvoll erwiesen.
[0056] Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Drehachse zumindest eines Schleifkörpers
mit der Längsachse des Profils einen spitzen Winkel einschließt. Die zu erzeugende
Sollform der Schleifbearbeitung wird dementsprechend durch eine Mehrzahl von Schleifkörpern
erreicht, die gemeinsam das gewünschte Profil erzeugen. Dabei schließen die Drehachsen
verschiedener Schleifkörper einen spitzen Winkel relativ zueinander ein. Außerdem
kann der Anstellwinkel zumindest eines Schleifkörpers einstellbar ausgeführt sein,
wobei vorzugsweise der Neigungswinkel der jeweiligen Drehachse auch während des Betriebs
der Vorrichtung einstellbar ausgeführt ist.
[0057] Weiterhin kann der Anstellwinkel auch entsprechend der gewünschten Lichtraumprofilfreiheit
gewählt werden, um so auch unter räumlich eingeschränkten Betriebsbedingungen optimale
Schleifergebnisse erreichen zu können.
[0058] Wenn gemäß einer weiteren, besonders zweckmäßigen Ausgestaltungsform der Erfindung
die Drehachse des Schleifkörpers mit der Querebene der Gleisschiene einen spitzen
Winkel schließt, wird so in einfacher Weise ein schneller Abtransport des Materialabtrags
aus der Bearbeitungszone erreicht, sodass sich das abgetragene Material nicht in dem
Schleifspalt sammeln kann.
[0059] Selbstverständlich weist der Schleifkörper eine rotationssymmetrische Form auf. Besonders
vorteilhaft ist dabei eine Variante des Schleifkörpers, die zumindest abschnittsweise
eine konkave Form der Umfangsfläche oder der Stirnfläche aufweist, wobei die konkave
Schleiffläche der Geometrie des Profils der Gleisschiene angepasst ist.
[0060] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Schleifkörper und/oder
der Träger zumindest einen elektrischen und/oder hydraulischen Antrieb auf, um so
die gewünschte Antriebsleistung bereitzustellen und darüber hinaus auch eine schnelle
Änderung der Geschwindigkeit des Trägers oder des Schleifkörpers durch eine Verzögerung
oder Beschleunigung in Abhängigkeit der jeweiligen Betriebsbedingungen vornehmen zu
können. Dabei kann der Antrieb zentral an der Vorrichtung oder dezentral an dem Träger
angeordnet sein, wobei mehrere der Schleifkörper durch einen gemeinsamen Antrieb mit
der erforderlichen Antriebsleistung versorgt werden können.
[0061] Eine andere, ebenfalls besonders Erfolg versprechende Ausgestaltungsform der Erfindung
wird auch dadurch erreicht, dass die rotatorische oder oszillierende Bewegung des
zumindest einen Schleifkörpers einerseits und die translatorische Bewegung des Trägers
andererseits durch eine kinematische Kopplung synchronisiert erfolgt. Hierdurch wird
die rotatorische oder oszillierende Bewegung an den Bewegungsablauf des Trägers angepasst,
der aufgrund der reversierenden translatorischen Bewegung an den Umkehrpunkten zyklisch
abgebremst wird. Die damit einhergehende Änderung der Relativbewegung des Schleifkörpers
gegenüber der Gleisschiene wird durch die kinematische Kopplung ausgeglichen. Auch
eine Überlagerung einer anderweitigen Antriebsleistung des Schleifkörpers durch eine
weitere, mittels der kinematischen Kopplung bewirkte Antriebsleistung kann so problemlos
realisiert werden. Zur Kraftübertragung können beispielsweise Zahnstangen, Pleuel,
Koppelstangen oder dergleichen eingesetzt werden. In der Praxis wird so vor allem
bei einer der Fahrtrichtung entgegengesetzten Bewegungsrichtung des Trägers dem zumindest
einen Schleifkörper eine zusätzliche Geschwindigkeitskomponente der Rotation oder
Oszillation der Schleifscheibenrotation überlagert. Die Seitenkopierung und die Führung
sind dabei durch eine Vorspannkraft gegenüber dem Profil vorgespannt, während der
Schleifkörper beispielsweise einseitig abgehoben werden kann.
[0062] Bei einer weiteren, besonders vorteilhaften Abwandlung der Erfindung wird die Antriebsleistung
des Trägers durch Nutzung der Kopplung als alleinige Antriebsleistung für die Rotation
des Schleifwerkzeugs genutzt.
[0063] Bei einer anderen, ebenfalls besonders Erfolg versprechenden Ausgestaltungsform der
Erfindung erfolgt die synchronisierte rotatorische oder oszillierende Bewegung des
zumindest einen Schleifkörpers einerseits und die translatorische Bewegung des Trägers
andererseits durch eine hydraulische, pneumatische oder eine elektromechanische Kopplung.
Hierbei entsteht die ergänzende oder alleinige Antriebsleistung für den zumindest
einen Schleifkörper durch die zyklische Druckerhöhung oder -Reduzierung des hydraulischen
oder pneumatischen Drucks des Antriebs des Trägers, welcher in den Bereichen der Umkehrpunkte
der reversierenden Bewegung wirksam wird. Dabei kann auch eine Unterscheidung der
in dem hinteren und vorderen Umkehrpunkt bereitgestellten Antriebsleistung vorgenommen
werden. Auf diese Weise kann beispielsweise die Relativgeschwindigkeit des rotatorisch
bzw. oszillierend sowie mittels des Trägers auch translatorisch bewegten Schleifkörpers
gegenüber der Gleisschiene innerhalb vorgegebener Grenzwerte konstant gehalten werden.
Hierzu kann auch ein Druckspeicher vorgesehen sein, um so eine möglichst gleichförmige
Antriebsleistung bereitstellen zu können.
[0064] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird weiterhin noch mit einem Verfahren zum Schleifen
eines Profils, insbesondere einer für schienengebundene Fahrzeuge bestimmten Gleisschiene,
mittels einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1-11, bei dem zumindest ein an
einem Träger angeordneter Schleifkörper um eine
[0065] Drehachse rotationsbeweglich oder oszillierend angetrieben wird, dadurch gelöst,
dass während der rotatorischen oder oszillierenden Bewegung zumindest eines Schleifkörpers
der den Schleifkörper tragende Träger zumindest zeitweise zur Einleitung einer überlagerten
Bewegung parallel zu einer Längsachse des Profils reversierend translatorisch angetrieben
wird. Somit erfolgt stets ein mehrfacher Eingriff des Schleifkörpers in jedem Profilabschnitt,
in dem die Träger in Längsrichtung der Gleisschiene hin- und herbewegt werden, während
der Schleifkörper durch seine Rotations- oder Oszillationsbewegung für den gewünschten
Materialabtrag sorgt. Dabei ist die Drehachse des Schleifkörpers gegenüber der Ebene
des zu bearbeitenden Oberflächenabschnitts und/oder zu der Querschnittsebene der Gleisschiene
insbesondere mit einem spitzen Winkel geneigt angeordnet. Hierdurch wird das abgetragene
Material durch die geneigte Orientierung der Drehachse des Schleifkörpers medial oder
lateral von der Gleisschiene abtransportiert und sammelt sich somit nicht in unerwünschter
Weise im Bereich des Schleifspalts. Vorzugsweise ist die Drehachse derart geneigt,
dass der laterale Achsabschnitt in Bezug auf die Gleisschiene in Fahrtrichtung vor
dem medialen Achsabschnitt liegt. Hierbei bezeichnet die mediale Seite die der benachbarten
Gleisschiene zugewandte und die laterale die der benachbarten Gleisschiene abgewandte
Seite.
[0066] Im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten Schleifverfahren mit rotierenden
Schleifwerkzeugen kann so die Rotationsgeschwindigkeit reduziert werden, wodurch auch
der Funkenflug im Betrieb erheblich vermindert wird, während die Relativgeschwindigkeit
zwischen der Schienenoberfläche der Gleisschiene und dem Schleifkörper dennoch erhöht
werden kann.
[0067] Da die translatorische Bewegung des Schleifkörpers in der Schienenebene einer sinusförmigen
Geschwindigkeit folgt, wird die Rotation vorzugsweise so gesteuert, dass die Drehzahl
des Schleifkörpers im Bereich der Umkehrpunkte der translatorischen reversierenden
Bewegung des Trägers erhöht wird. Insbesondere wird die Drehzahl der rotierenden Bewegung
des Schleifkörpers der translatorischen Bewegung reziprok angepasst.
[0068] Indem die translatorische Bewegung zusätzlich noch durch die Fahrbewegung der Vorrichtung
entlang der Schiene überlagert wird, addiert sich die translatorische Geschwindigkeit
bei der Bewegung in Fahrtrichtung und subtrahiert sich die translatorische Geschwindigkeit
bei der Bewegung entgegen der Fahrtrichtung. Die absolute translatorische Geschwindigkeit
des Schleifkörpers ist im Bereich der Umkehrpunkte während des Betriebs nicht null.
Vielmehr ist die Geschwindigkeit des Trägers zwischen den Umkehrpunkten in Fahrtrichtung
größer als entgegen der Fahrtrichtung. Zum Ausgleich wird in Fahrtrichtung die Rotationsgeschwindigkeit
weiter reduziert, entgegen der Fahrtrichtung hingegen erhöht.
[0069] Eine besonders praxisnahe Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird auch
dadurch erreicht, dass die Drehzahl oder die Frequenz der rotierenden bzw. oszillierenden
Bewegung zumindest eines Schleifkörpers im Bereich der Umkehrpunkte der translatorischen
reversierenden Bewegung gegenüber einem Bereich zwischen den Umkehrpunkten verändert,
insbesondere erhöht wird, um so die Verzögerung der translatorischen Bewegung des
Trägers durch eine Erhöhung der rotatorischen oder oszillierenden Bewegung entsprechend
auszugleichen. Insbesondere wird hierzu die Änderung der Drehzahl oder der Frequenz
der rotierenden bzw. oszillierenden Bewegung reziprok zu der reversierend translatorischen
Bewegung eingestellt.
[0070] Bei einer mobilen, insbesondere als ein Schienenfahrzeug ausgeführten Vorrichtung,
hat es sich als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn die rotatorische oder die oszillierende
Bewegung mit einer in Fahrtrichtung geringeren Drehzahl bzw. Frequenz eingestellt
wird als entgegen der Fahrtrichtung. Dadurch wird die Eigenbewegung der mobilen Vorrichtung
entlang der Gleisschiene ausgeglichen, die der translatorischen Bewegung des Trägers
überlagert ist und diese je nach Bewegungsphase des Trägers betragsmäßig erhöht oder
reduziert. Zusätzlich zu dieser grundsätzlichen Differenz der rotatorischen oder oszillierenden
Bewegung in Fahrtrichtung und entgegen der Fahrtrichtung können selbstverständlich
die im Bereich der Umkehrpunkte der reversierenden Bewegung des Trägers auftretende
Verzögerung und Beschleunigung auf diese Weise ausgeglichen werden.
[0071] Bei einer besonders einfachen Variante des Verfahrens wird die rotatorische oder
oszillierende Bewegung des zumindest einen Schleifkörpers einerseits und die translatorische
Bewegung des Trägers andererseits kinematisch gekoppelt eingeleitet, um so den Steuerungsaufwand
gering zu halten.
[0072] Um bei einer Verzögerung des Trägers eine Beschleunigung der rotatorischen oder oszillierenden
Bewegung des Schleifkörpers zu erreichen, kann der Träger auch mit einem Energiespeicher,
beispielsweise einem Druckbehälter, verbunden sein, welcher im Bereich der Maximalgeschwindigkeit
des Trägers gefüllt wird. Im Bereich der Umkehrpunkte der Bewegung des Trägers kann
die gespeicherte Energie entnommen und zur Erhöhung der Drehzahl oder Frequenz der
Schleifkörper genutzt werden.
[0073] Als besonders sinnvoll hat es sich auch bereits erwiesen, wenn der Schleifkörper
mit einer umfangsseitigen oder stirnseitigen Schleiffläche mit der Oberfläche der
Gleisschiene in Kontakt gebracht wird, um so durch eine entsprechende Konturierung
des Schleifkörpers einen großen Abschnitt des Gleiskopfs bearbeiten zu können und
dabei eine hohe Bearbeitungsgenauigkeit zu gewährleisten. Vorzugsweise wird dabei
ein Offsetschleifverfahren in Kombination mit einer Fräsbearbeitung angewendet.
[0074] Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in einer Prinzipdarstellung in
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch ein Profil und einen mit einem Winkel von 35° geneigt angeordneten
Schleifkörper;
- Fig. 2
- eine weitere Ansicht des Profils mit einem im Winkel von 5° geneigt angeordneten Schleifkörper;
- Fig. 3
- eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Trägers einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit dem in der Figur 1 dargestellten Schleifkörper;
- Fig. 4
- eine Vorderansicht des Trägers mit einem Winkel von 5° geneigt angeordneten Schleifkörper;
- Fig. 5
- eine Vorderansicht des Trägers während der Einstellung der Position und Orientierung;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Trägers während der Einstellung der Position und Orientierung;
- Fig. 7
- einen vergrößerten Querschnitt durch das Profil gemäß der Figur 1;
- Fig. 8
- zwei Schleifkörper mit zueinander geneigten Drehachsen in einer Vorderansicht.
[0075] Eine als Schienenfahrzeug ausgeführte Vorrichtung 1 zum Schleifen eines als Gleisschiene
ausgeführten Profils 2, insbesondere zum Schleifen einer Lauffläche 3, mittels eines
Schleifkörpers 4, wird nachstehend anhand einer Prinzipdarstellung in den Figuren
1 bis 8 näher erläutert. Dabei ist die dargestellte Vorrichtung 1 in dieser Variante
speziell zur Bearbeitung von parallel verlaufenden Gleisschienen als zu schleifende
Profile 2 ausgeführt.
[0076] In der Figur 3 sind zum besseren Verständnis der Erfindung andeutungsweise parallele
Gleisschienen sowie die diesen zugeordneten, spiegelsymmetrisch angeordneten Schleifkörper
4 dargestellt, die gemeinsam an der Vorrichtung 1 angeordnet sind, wie dies im Folgenden
noch ausführlich erläutert wird.
[0077] Zur Schleifbearbeitung des Profils 2 sind die Schleifkörper 4 mit einer stirnseitigen
Schleiffläche 5 mit gebundenem Korn und geometrisch nicht bestimmter Schneide ausgestattet.
Wie insbesondere in den Figuren 1 und 2 zu erkennen ist, können unterschiedliche Neigungswinkel
α; β zwischen 5° und 90° einer Drehachse 6 der Schleifkörper 4 gegenüber einer Mittellängsebene
7 des Profils 2 vorgesehen sein.
[0078] Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung ist dabei, dass die Drehachse 6 wie erkennbar
nicht nur gegenüber der Vertikalen und der Horizontalen geneigt angeordnet ist, sondern
zusätzlich mit einem Versatz derart außermittig orientiert ist, dass die Drehachse
6 des Schleifkörpers 4 das Profil 2 nicht schneidet. Somit gelangt also lediglich
ein Kreissektor bzw. ein Kreissegment mit einem Mittelpunktswinkel kleiner als 180°
in Kontakt mit dem Profil 2. Anders als bei einer zentrierten, auf das Profil 2 gerichteten
Orientierung der Drehachse 6 lässt sich so in Bezug auf die Drehachse 6 eine in radialer
Richtung konkave Schleiffläche 5 des Schleifkörpers 4 realisieren. Dabei lässt sich
diese konkave Ausformung 8 bereits im Herstellungsprozess in den Schleifkörper 4 einbringen,
die sich im Gebrauch dem Profil 2 in optimaler Weise anpasst, sodass auch der auftretende
Verschleiß nicht zu einer unerwünschten Formabweichung führen kann.
[0079] Es ist hervorzuheben, dass durch diese versetzte bzw. außermittige Positionierung
und die mit dem Winkel α, β geneigte Orientierung der Drehachse 6 der Schleifkörper
4 nicht nur erstmals eine optimale konkave Form erhält, sondern zudem auch die Breite
b, B des mit dem Schleifkörper 4 zu bearbeitenden, in der Querschnittsebene des Profils
2 verlaufenden Oberflächenabschnitts weitaus größer ist, als dies mit den aus dem
Stand der Technik bekannten Werkzeugen und den daraus resultierenden Facetten möglich
ist. Vielmehr hat es sich bereits gezeigt, dass eine optimale Oberflächenbearbeitung
des Profils 2 erfindungsgemäß nicht mehr als zwei in Vorschubrichtung hintereinander
angeordnete Schleifkörper 4 erfordert und in einigen Fällen sogar nur ein einziger
Schleifkörper 4 erforderlich ist wie dies in der Figur 1 in Verbindung mit der Figur
7 verdeutlicht ist.
[0080] Tatsächlich greift die Schleiffläche 5 weit um den konvexen Oberflächenabschnitt
9 zwischen der Lauffläche 3 und einer das Profil 2 medial begrenzenden inneren Seitenfläche
10 herum, sodass diese eine bisher unerreichbare Bearbeitungsqualität hinsichtlich
der Maß- und Formhaltigkeit ermöglicht.
[0081] Jeder der Schleifkörper 4 ist an einem Träger 11 angeordnet, welcher zum Verschleißausgleich
eine axiale Zustellung des Schleifkörpers 4 parallel zu der Drehachse 6 gegenüber
dem Profil 2 sowie auch eine Einstellung des gewünschten, für die jeweiligen Einsatzbedingungen
optimalen Neigungswinkels α, β gestattet.
[0082] Der Träger 11 ist seinerseits in einer zu der Querschnittsebene des Profils 2 parallelen
Ebene bzw. in der Querebene zu der Vorschubrichtung der Vorrichtung 1 mittels einer
Führung 12 relativ zu dieser translatorisch beweglich. Dadurch lässt sich die stets
optimale, im Betrieb konstante Position des Schleifkörpers 4 relativ zu dem Profil
2 auch dann einhalten, wenn die Vorrichtung als mobiles, schienengebundenes Fahrzeug
ihrerseits einer Relativbewegung zu dem Profil 2 unterworfen ist, wie dies bei Bogenfahrten
prinzipiell der Fall ist. In solchen Fällen wird der Träger 11 seitlich bewegt, wobei
zwei in einer gemeinsamen Querebene angeordnete Träger 11 zur gemeinsamen Einstellung
der jeweiligen Schleifkörper 4 kinematisch gekoppelt sind und dadurch eine gemeinsame
Bewegung durchführen.
[0083] Die Steuerung dieser seitlichen medialen oder lateralen Bewegung der Träger 11 wird
dadurch erreicht, dass der Träger 11 mit zumindest einem gegen das Profil 2 kraftschlüssig
anlegbaren Kontaktelement 13 verbunden ist, durch das sich der Träger 11 mit dem Schleifkörper
4 in der Querebene gegenüber dem Profil 2 und gegenüber der Vorrichtung 1 selbsttätig
ausrichtet. Hierzu ist das als ein Schlitten mit einer Gleitfläche ausgestattete Kontaktelement
13 gegen die Seitenfläche 10 des Profils 2 anlegbar, während sich zur Erfassung der
Höhe ein weiteres, als Rolle ausgeführtes Kontaktelement 14 von oben gegen die Lauffläche
3 abstützt, sodass die beiden Kontaktelemente 13, 14 gemeinsam eine Referenz für die
Ausrichtung des Schleifkörpers 4 bilden und sich der Träger 11 aufgrund einer einstellbaren
Vorspannkraft F in der Querebene gegenüber dem Profil 2 und gegenüber der Vorrichtung
1 selbsttätig ausrichtet.
[0084] Wie andeutungsweise in der Figur 8 gezeigt, können mehrere, beispielsweise auch unterschiedliche
Schleifkörper 4 mit unterschiedlich geneigten Drehachsen 6 in Vorschubrichtung der
Vorrichtung 1 hintereinander an einem jeweiligen Träger 11 angeordnet sein, wobei
die Drehachsen 6 der Schleifkörper 4 einen spitzen Winkel ϕ einschließen. Die Schleifkörper
4 ermöglichen dabei die Bearbeitung verschiedener Oberflächenabschnitte 9 der konvexen
oder ebenen Oberfläche als parallele Spuren.
[0085] Erfindungsgemäß ist so auch eine überlagerte reversierende Bewegung des um seine
Drehachse 6 rotationsbeweglich oder oszillierend antreibbaren Schleifkörpers 4 mit
seiner Schleiffläche 5 beim Schleifen des Profils 2 realisierbar. Der Träger 11 des
Schleifkörpers 4 ist zur Einleitung einer überlagerten Bewegung während der rotierenden
oder oszillierenden Bewegung des Schleifkörpers 4 parallel zu der Mittellängsebene
7 des Profils 2 reversierend translatorisch beweglich ausgeführt. Durch diese der
Rotationsbewegung überlagerte translatorische Bewegung des Schleifkörpers 4 erreicht
dieser jeden Oberflächenabschnitt des Profils 2 selbst dann mehrfach, wenn das die
Vorrichtung tragende Fahrzeug mit einer üblichen Eigengeschwindigkeit dem Verlauf
des Profils 2 folgt. Im Ergebnis wird so ein Schienenabschnitt nicht nur einmal von
der Schleiffläche 5 des Schleifkörpers 4 erreicht, sondern von diesem mehrfach überfahren,
sodass sich sehr gute Oberflächenqualitäten realisieren lassen. Dabei sorgen die mit
dem Winkel ϕ zueinander geneigten Drehachsen 6 dafür, dass der Materialabtrag aus
dem Schleifspalt abtransportiert wird und sich nicht anlagern kann. Durch die effiziente
Bearbeitung und den hohen Materialabtrag kann die Rotationsgeschwindigkeit reduziert
und dadurch neben dem Verschleiß auch der Funkenflug reduziert werden, während zugleich
die Relativgeschwindigkeit zwischen der Oberfläche des Profils 2 und dem Schleifkörper
4 erhöht ist.
[0086] Da die translatorische Bewegung des Trägers 11 zwischen seinen Umkehrpunkten einem
sinusförmigen Geschwindigkeitsverlauf folgt und zudem noch durch die Eigenbewegung
des Fahrzeugs überlagert wird, lässt sich die Rotation vorzugsweise auch so steuern,
dass die Drehzahl des Schleifkörpers 4 im Bereich der Umkehrpunkte der reversierenden
Bewegung erhöht wird. Insbesondere wird die Drehzahl der rotierenden Bewegung der
translatorischen Bewegung reziprok angepasst. Indem darüber hinaus die translatorische
Bewegung zusätzlich noch durch die Eigenbewegung des Fahrzeugs entlang des Profils
2 überlagert wird, addiert sich die translatorische Geschwindigkeit bei der Bewegung
in Fahrtrichtung und subtrahiert sich die translatorische Geschwindigkeit bei der
Bewegung entgegen der Fahrtrichtung, sodass die Drehzahl des Schleifkörpers 4 auch
in Abhängigkeit der Vor- oder Rückphase abweichend eingestellt wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0087]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Profil
- 3
- Lauffläche
- 4
- Schleifkörper
- 5
- Schleiffläche
- 6
- Drehachse
- 7
- Mittellängsebene
- 8
- Ausformung
- 9
- Oberflächenabschnitte
- 10
- Seitenfläche
- 11
- Träger
- 12
- Führung
- 13
- Kontaktelement
- 14
- Kontaktelement
- b, B
- Breite
- α, β, ϕ,
- Winkel
- F
- Vorspannkraft
1. Eine insbesondere als ein Schienenfahrzeug ausgeführte mobile Vorrichtung (1) zum
Schleifen eines Profils (2) mit einer Lauffläche (3) und einer das Profil (2) begrenzenden
Seitenfläche (10), wobei die Vorrichtung (1) zumindest einen um eine Drehachse (6)
rotationsbeweglich und/oder oszillierend antreibbaren, an einem Träger (11) angeordneten
profilierten, insbesondere zumindest abschnittsweise konkaven Schleifkörper (4) aufweist,
wobei die Drehachse (6) mit einer Orientierung (α, β) gegenüber der vertikalen Ebene
und/oder gegenüber der horizontalen Ebene geneigt positionierbar ist und wobei der
Träger (11) an der Vorrichtung (1) in einer Querebene zu dem Profil (2) und/oder in
einer Querebene zu der Vorschubrichtung mittels einer Führung (12) insbesondere translatorisch
beweglich angeordnet ist und wobei der Träger (11) mit zumindest einem gegen das Profil
(2) im Bereich einer Kontaktfläche des Profils (2) anlegbaren Kontaktelement (13,
14) gekoppelt ist, durch das sich der Träger (11) mit dem Schleifkörper (4) in der
Querebene gegenüber dem Profil (2) und gegenüber der Vorrichtung (1) selbsttätig ausrichtet,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (6) des Schleifkörpers (4) mit einer Querachse zu der Längsachse des
Profils (2) eine Ebene aufspannt, welche zumindest eine Kontaktfläche des zumindest
einen Kontaktelements (13, 14) an dem Profil (2) schneidet.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebene der Drehachse (6) des Schleifkörpers (4) parallel zu der Querschnittsebene
des Profils (2) liegt.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebene der Drehachse (6) des Schleifkörpers (4) mit der Querschnittsebene des
Profils (2) einen spitzen Winkel einschließt, sodass die Drehachse (6) des Schleifkörpers
(4) eine schleppende oder stechende Orientierung in Bezug auf eine Vorschubrichtung
der Vorrichtung gegenüber dem Profil (2) aufweist.
4. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Kontaktelement (13, 14) und zumindest eine Drehachse (6) derart kinematisch
gekoppelt ist, dass während der Schleifbearbeitung bei einer Änderung der relativen
Orientierung der Drehachse (6) gegenüber dem Kontaktelement (13, 14) die relative
Orientierung der Drehachse (6) gegenüber dem Profil (2) konstant ist.
5. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (6) zur Einstellung unterschiedlicher Orientierungen (Winkel α, β)
der Drehachse (6) gegenüber der vertikalen Ebene und/oder gegenüber der horizontalen
Ebene um eine virtuelle Schwenkachse beweglich ist, deren Momentanpol auf der einer
dem Schleifkörper (4) abgewandten Seite der zu bearbeitenden Lauffläche (3) und/oder
Seitenfläche (10) des Profils (2) liegt.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Schleifkörper (4) an einem gemeinsamen Träger (11) in derselben Querschnittsebene
des Profils (2) relativ zueinander beweglich sind und der Träger (11) relativ zu der
Vorrichtung (1) in der Querebene zur Zustellung gegenüber der Seitenfläche (10) und/oder
der Lauffläche (3) beweglich ausgeführt ist.
7. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (6) des Schleifkörpers (4) mit einem seitlichen Versatz in der Querschnittsebene
des Profils (2) derart orientiert ist, dass die Drehachse (6) das Profil (2) nicht
schneidet.
8. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (2) in seiner Querschnittsebene eine in mehrere zu bearbeitende Oberflächenabschnitte
(9) unterteilte konvexe oder ebene Oberfläche aufweist, und dass verschiedene Schleifkörper
zur Bearbeitung verschiedener Oberflächenabschnitte (9) mit unterschiedlichen Neigungswinkeln
(α, β) der jeweiligen Drehachsen (6) angeordnet sind und/oder mit unterschiedlichen
Schleifkörpern (4) ausgestattet sind, wobei zumindest einzelne Schleifkörper eine
konkave Konturierung aufweisen.
9. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Orientierung zumindest einzelner Drehachsen (6) zur schleppenden oder stechenden
Bearbeitung in Bezug auf die Vorschubrichtung gegenüber einer Querschnittsebene des
Profils (2) geneigt ausgerichtet ist.
10. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne Schleifkörper (4) eine stirnseitige, insbesondere konkave Bearbeitungsfläche
mit geometrisch nicht bestimmter Schneide aufweisen.
11. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die rotatorische oder oszillierende Bewegung des zumindest einen Schleifkörpers (4)
einerseits und die translatorische Bewegung des Trägers (11) andererseits durch eine
kinematische Kopplung synchronisiert sind.
12. Verfahren zum Schleifen eines Profils (2), insbesondere einer für schienengebundene
Fahrzeuge bestimmten Gleisschiene, mittels einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche
1-11, bei dem zumindest ein an einem Träger (11) angeordneter, profilierter Schleifkörper
(4) um eine Drehachse (6) rotationsbeweglich und/oder oszillierend angetrieben wird,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schleifkörper (4) mit einer insbesondere einstellbare Vorspannkraft kraftgesteuert
gegen das Profil (2) angelegt wird, wobei zumindest ein Kontaktelement (13, 14) in
einer gemeinsamen Kraftflussebene der beim Schleifen des Profils (2) wirkenden Reaktionskräfte
als Widerlager mit dem Schleifkörper (4) ausgerichtet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11) während der rotatorischen oder oszillierenden Bewegung zumindest
eines Schleifkörpers (4) zumindest zeitweise zur Einleitung einer überlagerten Bewegung
in einer Ebene parallel zu einer Längsachse des Profils (2) reversierend translatorisch
angetrieben wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl und/oder die Frequenz der rotierenden bzw. oszillierenden Bewegung zumindest
eines Schleifkörpers (4) im Bereich der Umkehrpunkte der translatorischen reversierenden
Bewegung des Trägers (11) verändert, insbesondere erhöht wird.
15. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Schleifkörper (4) im Gleichlauf mit einer in Fahrtrichtung geringeren
Drehzahl bzw. Frequenz angetrieben wird als entgegen der Fahrtrichtung oder zumindest
ein Schleifkörper (4) im Gegenlauf mit einer in Fahrtrichtung höheren Drehzahl bzw.
Frequenz angetrieben wird als entgegen der Fahrtrichtung.
1. Mobile device (1) which is designed, in particular, as a rail-bound vehicle for grinding
a profile (2) with a running surface (3) and a side surface (10) defining the profile
(2), wherein the device (1) has at least one profiled grinding body (4) which can
be driven in a rotationally movable and/or oscillating manner about an axis of rotation
(6), which is arranged on a support (11) and which in particular is concave at least
in some portions, wherein the axis of rotation (6) can be positioned so as to be inclined
with an orientation (α, β) relative to the vertical plane and/or relative to the horizontal
plane, and wherein the support (11) is arranged on the device (1), in particular,
so as to be movable in a translatory manner in a transverse plane relative to the
profile (2) and/or in a transverse plane relative to the feed direction by means of
a guide (12), and wherein the support (11) is coupled to at least one contact element
(13, 14) which can be applied against the profile (2) in the region of a contact surface
of the profile (2), the support (11) with the grinding body (4) being automatically
aligned thereby in the transverse plane relative to the profile (2) and relative to
the device (1), characterized in that the axis of rotation (6) of the grinding body (4), with a transverse axis relative
to the longitudinal axis of the profile (2), spans a plane which intersects at least
one contact surface of the at least one contact element (13, 14) on the profile (2).
2. Device (1) according to Claim 1, characterized in that the plane of the axis of rotation (6) of the grinding body (4) is located parallel
to the cross-sectional plane of the profile (2).
3. Device (1) according to Claim 1, characterized in that the plane of the axis of rotation (6) of the grinding body (4) encloses an acute
angle with the cross-sectional plane of the profile (2), so that the axis of rotation
(6) of the grinding body (4) has a trailing or leading orientation relative to a feed
direction of the device relative to the profile (2).
4. Device (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that at least one contact element (13, 14) and at least one axis of rotation (6) are kinematically
coupled such that, during the grinding process, the relative orientation of the axis
of rotation (6) is constant relative to the profile (2), with a change in the relative
orientation of the axis of rotation (6) relative to the contact element (13, 14).
5. Device (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the axis of rotation (6) is movable about a virtual pivot axis for adjusting different
orientations (angle α, β) of the axis of rotation (6) relative to the vertical plane
and/or relative to the horizontal plane, the instantaneous centre thereof being located
on the side of the running surface (3) and/or side surface (10) to be machined of
the profile (2) facing away from the grinding body (4).
6. Device (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that a plurality of grinding bodies (4) are movable relative to one another on a common
support (11) in the same cross-sectional plane of the profile (2) and the support
(11) is designed to be movable relative to the device (1) in the transverse plane
for delivery relative to the side surface (10) and/or the running surface (3).
7. Device (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the axis of rotation (6) of the grinding body (4) is oriented with a lateral offset
in the cross-sectional plane of the profile (2) such that the axis of rotation (6)
does not intersect the profile (2).
8. Device (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that in its cross-sectional plane the profile (2) has a convex or planar surface divided
into a plurality of surface portions (9) to be machined, and in that different grinding bodies are arranged with different inclination angles (α, β) of
the respective axes of rotation (6) for machining different surface portions (9) and/or
are provided with different grinding bodies (4), wherein at least individual grinding
bodies have a concave contouring.
9. Device (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the orientation of at least individual axes of rotation (6) for the trailing or leading
machining is oriented in an inclined manner relative to a cross-sectional plane of
the profile (2) relative to the feed direction.
10. Device (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that at least individual grinding bodies (4) have an, in particular concave, machining
surface on the front face, with a cutting edge which is geometrically undefined.
11. Device (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the rotational or oscillating movement of the at least one grinding body (4), on
the one hand, and the translatory movement of the support (11), on the other hand,
are synchronized by a kinematic coupling.
12. Method for grinding a profile (2), in particular a rail track intended for rail-bound
vehicles, by means of a device according to one of Claims 1-11, in which at least
one profiled grinding body (4) arranged on a support (11) is driven in a rotationally
movable and/or oscillating manner about an axis of rotation (6), characterized in that the grinding body (4) is applied in a force-controlled manner against the profile
(2) with an, in particular, adjustable pretensioning force, wherein at least one contact
element (13, 14) is aligned as an abutment with the grinding body (4), in a common
plane of the flux of force of the reaction forces which act when the profile (2) is
ground.
13. Method according to Claim 12, characterized in that during the rotational or oscillating movement of at least one grinding body (4) the
support (11) is driven at least temporarily in a reversing translatory manner for
introducing a superimposed movement in a plane parallel to a longitudinal axis of
the profile (2).
14. Method according to Claim 12 or 13, characterized in that the rotational speed and/or the frequency of the rotating or oscillating movement
of at least one grinding body (4) in the region of the reversal points of the translatory
reversing movement of the support (11) is changed, in particular increased.
15. Method according to at least one of Claims 12 to 14, characterized in that at least one grinding body (4) is driven in synchronism at a lower rotational speed
or frequency in the direction of travel than counter to the direction of travel or
at least one grinding body (4) is driven in counter rotation at a higher rotational
speed or frequency in the direction of travel than counter to the direction of travel.
1. Dispositif mobile (1), réalisé notamment sous la forme d'un véhicule ferroviaire,
pour le meulage d'un profilé (2) avec une surface de roulement (3) et une surface
latérale (10) délimitant le profilé (2), le dispositif (1) présentant au moins un
corps de meulage (4) profilé, notamment concave au moins par sections, agencé sur
un support (11), pouvant être entraîné en mouvement de rotation et/ou en oscillation
autour d'un axe de rotation (6), l'axe de rotation (6) pouvant être positionné de
manière inclinée avec une orientation (α, β) par rapport au plan vertical et/ou par
rapport au plan horizontal et le support (11) étant agencé sur le dispositif (1) de
manière mobile, notamment en translation, dans un plan transversal par rapport au
profilé (2) et/ou dans un plan transversal par rapport à la direction d'avance au
moyen d'un guidage (12) et le support (11) étant couplé à au moins un élément de contact
(13, 14) pouvant être appliqué contre le profilé (2) dans la zone d'une surface de
contact du profilé (2), grâce auquel le support (11) s'oriente automatiquement avec
le corps de meulage (4) dans le plan transversal par rapport au profilé (2) et par
rapport au dispositif (1), caractérisé en ce que l'axe de rotation (6) du corps de meulage (4) définit avec un axe transversal à l'axe
longitudinal du profilé (2) un plan qui coupe au moins une surface de contact de l'au
moins un élément de contact (13, 14) sur le profilé (2).
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le plan de l'axe de rotation (6) du corps de meulage (4) est parallèle au plan de
la section transversale du profilé (2).
3. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le plan de l'axe de rotation (6) du corps de meulage (4) forme un angle aigu avec
le plan de la section transversale du profilé (2), de telle sorte que l'axe de rotation
(6) du corps de meulage (4) présente une orientation traînante ou perçante par rapport
à une direction d'avance du dispositif par rapport au profilé (2) .
4. Dispositif (1) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément de contact (13, 14) et au moins un axe de rotation (6) sont couplés
cinématiquement de telle sorte que, pendant l'usinage de meulage, lors d'une modification
de l'orientation relative de l'axe de rotation (6) par rapport à l'élément de contact
(13, 14), l'orientation relative de l'axe de rotation (6) par rapport au profil (2)
est constante.
5. Dispositif (1) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour régler différentes orientations (angles α, β) de l'axe de rotation (6) par
rapport au plan vertical et/ou par rapport au plan horizontal, l'axe de rotation (6)
est mobile autour d'un axe de pivotement virtuel dont le pôle instantané est situé
sur le côté de la surface de roulement (3) et/ou de la surface latérale (10) du profilé
(2) à usiner qui est détourné du corps de meulage (4) .
6. Dispositif (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que plusieurs corps abrasifs (4) sont mobiles les uns par rapport aux autres sur un support
commun (11) dans le même plan de section transversale du profilé (2) et le support
(11) est réalisé mobile par rapport au dispositif (1) dans le plan transversal pour
l'avance par rapport à la surface latérale (10) et/ou à la surface de roulement (3).
7. Dispositif (1) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'axe de rotation (6) du corps de meulage (4) est orienté avec un décalage latéral
dans le plan de section transversale du profilé (2) de telle sorte que l'axe de rotation
(6) ne coupe pas le profilé (2).
8. Dispositif (1) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profilé (2) présente dans son plan de section transversale une surface convexe
ou plane divisée en plusieurs sections de surface (9) à usiner, et en ce que différents corps de meulage sont agencées pour usiner différentes sections de surface
(9) avec différents angles d'inclinaison (α, β) des axes de rotation (6) respectifs
et/ou sont équipées de différents corps de meulage (4), au moins des corps de meulage
individuels présentant un contour concave.
9. Dispositif (1) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'orientation d'au moins des axes de rotation individuels (6) pour l'usinage traînant
ou perçant est orientée de manière inclinée par rapport à la direction d'avance par
rapport à un plan de section transversale du profilé (2).
10. Dispositif (1) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins des corps de meulage individuels (4) présentent une surface d'usinage frontale,
notamment concave, avec un tranchant géométriquement non déterminé.
11. Dispositif (1) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le mouvement de rotation ou d'oscillation de l'au moins un corps de meulage (4) d'une
part et le mouvement de translation du support (11) d'autre part sont synchronisés
par un couplage cinématique.
12. Procédé de meulage d'un profilé (2), notamment d'un rail de voie ferrée destiné à
des véhicules sur rails, au moyen d'un dispositif selon l'une quelconque des revendications
1 à 11, dans lequel au moins un corps de meulage profilé (4) agencé sur un support
(11) est entraîné en mouvement de rotation et/ou en oscillation autour d'un axe de
rotation (6), caractérisé en ce que le corps de meulage (4) est appliqué contre le profilé (2) avec une force de précontrainte
notamment réglable, au moins un élément de contact (13, 14) étant orienté dans un
plan de flux de force commun des forces de réaction agissant lors du meulage du profilé
(2) en tant que contre-appui avec le corps de meulage (4).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le support (11) est entraîné en translation inverse dans un plan parallèle à un axe
longitudinal du profilé (2) pendant le mouvement de rotation ou d'oscillation d'au
moins un corps de meulage (4), au moins temporairement, pour initier un mouvement
superposé.
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que la vitesse de rotation et/ou la fréquence du mouvement de rotation ou d'oscillation
d'au moins un corps de meulage (4) est modifiée, notamment augmentée, dans la zone
des points d'inversion du mouvement de translation inverse du support (11).
15. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications 12 à 14, caractérisé en ce qu'au moins un corps de meulage (4) est entraîné dans la même direction avec une vitesse
de rotation ou une fréquence plus faible dans la direction de la marche qu'à l'encontre
de la direction de la marche ou au moins un corps de meulage (4) est entraîné en direction
inverse avec une vitesse de rotation ou une fréquence plus élevée dans la direction
de la marche qu'à l'encontre de la direction de la marche.