[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufhängevorrichtung zur Befestigung einer
Bremse und wenigstens eines Tragmittels, sowie zur Messung einer Last. Die Erfindung
betrifft ferner eine mit einer solchen Aufhängevorrichtung ausgestattete Aufzugsanlage.
Ausserdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Messen einer auf eine Aufzugskabine
wirkenden Last sowie ein Verfahren zum Einstellen einer von einer Antriebseinrichtung
auf eine Aufzugskabine auszuübenden Kraft in Reaktion auf eine Lastveränderung in
der Aufzugskabine und einem Verfahren zum Detektieren eines schlaffen Tragmittels
durch Messung einer Lastveränderung unter Verwendung der hierin beschriebenen Aufhängevorrichtung.
[0002] In einer Aufzugsanlage wird eine Aufzugskabine typischerweise innerhalb eines vertikalen
Aufzugsschachtes zwischen verschiedenen Stockwerken verfahren. Ein Verfahren der Aufzugskabine
wird dabei mit einer Antriebseinrichtung bewirkt, die beispielsweise die Aufzugskabine
haltende Tragmittel, wie zum Beispiel Seile oder Riemen, wirkt. Die Aufzugskabine
wird bei ihrer Verlagerung meist durch Führungsschienen geführt. Um die Aufzugskabine
an einem angestrebten Stockwerk zum Halten zu bringen, wird die Verlagerungsbewegung
durch entsprechendes Ansteuern der Antriebseinrichtung abgebremst.
[0003] Wenn Personen die an einem Stockwerk angehaltene Aufzugskabine betreten oder diese
verlassen, kann eine hierdurch bewirkte Laständerung dazu führen, dass die Fahrqualität,
insbesondere das Anfahren der Aufzugskabine, beeinträchtigt wird und so der Fahrkomfort
der Passagiere heruntergesetzt wird. Es kann sich hierbei insbesondere die Problematik
ergeben, dass eine Laständerung in der Kabine während des Halts dazu führt, dass bei
einem anschliessenden Lösen der Bremse aufgrund der veränderten Kabinenlast eine ruckartige
Positionsänderung der Kabine erfolgt.
[0004] Es wurden Ansätze beschrieben, um die auf eine Aufzugskabine wirkende Last messen
zu können. Beispielsweise beschreibt die
EP 1 278 694 B1 ein Lastaufnahmemittel für Seil-Aufzüge mit integrierter Lastmesseinrichtung. In
der
EP 0 151 949 A2 wird eine alternative Lastmesseinrichtung für eine Aufzugskabine beschrieben. In
der
US 6,483,047 B1 wird ein Brems-Lastmess-System beschrieben, bei dem Lastmesszellen mit einer Bremse
zusammenwirken.
WO 2006/097138 A1 offenbart eine Aufhängevorrichtung laut dem Stand der Technik.
[0005] Es kann unter anderem ein Bedarf an einer Aufhängevorrichtung bestehen, welche in
vorteilhafter Weise das Bremsen einer Aufzugskabine ermöglicht und ausserdem dazu
ausgelegt ist, die in der Aufzugskabine bewirkte Laständerung messen zu können und
unerwartete Zustände der Tragmittel, insbesondere schlaffe Tragmittel, zu detektieren.
Ferner kann ein Bedarf an einer mit einer solchen Aufhängevorrichtung ausgestatteten
Aufzugsanlage bestehen. Ausserdem kann ein Bedarf an einem vorteilhaften Verfahren
zum Messen einer auf einer Aufzugskabine wirkenden Last bestehen. Weiter kann ein
Bedarf an einem vorteilhaften Verfahren zum Einstellen einer von einer Antriebseinrichtung
auf eine Aufzugskabine ausgeübten Kraft in Reaktion auf eine Laständerung in der Aufzugskabine
bestehen. Schliesslich kann ein Bedarf an einem vorteilhaften Verfahren zum Detektieren
eines schlaffen Tragmittels durch Messung einer Lastveränderung bestehen.
[0006] Diesem Bedarf wird durch eine Aufhängevorrichtung, eine Aufzugsanlage, ein Verfahren
zum Messen einer auf eine Aufzugskabine wirkenden Last, ein Verfahren zum Einstellen
einer von einer Antriebseinrichtung auf eine Aufzugskabine auszuübenden Kraft, sowie
durch ein Verfahren zum Detektieren eines schlaffen Tragmittels gemäss den unabhängigen
Ansprüchen entsprochen.
[0007] Erfindungsgemäss wird eine Aufhängevorrichtung zur Verfügung gestellt, die es erlaubt
sowohl wenigstens eine Bremse als auch wenigstens ein Tragmittel an der Aufzugskabine
zu befestigen. So wird auf einfache Art und Weise und im Vergleich zu zwei unabhängigen
Aufhängevorrichtung mit reduziertem Montageaufwand ermöglicht die wenigstens eine
Bremse und das wenigstens eine Tragmittel an der Kabine zu befestigen.
[0008] Erfindungsgemäss weist die Aufhängevorrichtung zur Befestigung einer Bremse und wenigstens
eines Tragmittels, sowie zur Messung einer Last, wenigstens eine Bremse zum Bremsen
der Aufzugskabine relativ zu einer stationären Komponente der Aufzugsanlage auf. Weiter
weist die Aufhängevorrichtung eine Bremse-Halteanordnung zum Halten der wenigstens
einer Bremse an der Aufzugskabine auf. Die Aufhängevorrichtung weist weiter eine Tragmittel-Halteanordnung
zum Halten des Tragmittels an der Aufzugskabine auf. Das Tragmittel ist zur Verbindung
der Aufzugskabine mit einem Gegengewicht der Aufzugsanlage ausgebildet. Die Bremse-Halteanordnung
ist derart konfiguriert, dass die Bremse an der Aufzugskabine mittels der Bremse-Halteanordnung
derart zu halten ist, dass sich die Bremse-Halteanordnung im Wesentlichen in einer
von der Bremse bewirkten Kraftrichtung relativ zu der Aufzugskabine deformieren lässt.
Die Tragmittel-Halteanordnung sind derart konfiguriert, dass das Tragmittel an der
Aufzugskabine mittels der Tragmittel-Halteanordnung derart zu halten ist, dass sich
die Tragmittel-Halteanordnung im Wesentlichen in einer von dem Tragmittel bewirkten
Kraftwirkung relativ zur Aufzugskabine deformieren lässt.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform der Aufhängevorrichtung weist die Aufhängevorrichtung
weiter eine Lastmesseinrichtung auf. Die Lastmesseinrichtung ist derart angeordnet,
dass durch die Lastmesseinrichtung eine Kraftwirkung, welche durch die Deformation
des Tragmittels und/oder der Bremse entsteht, messbar ist.
[0010] Zusammengefasst kann ein Grundkonzept der hierin vorgeschlagenen Aufhängevorrichtung
darin gesehen werden, mit einer einzelnen Vorrichtung vier Funktionalitäten zu ermöglichen,
nämlich das Befestigen von Bremsen der Aufzugskabine, das Befestigen der Tragmittel
an der Aufzugskabine, das Messen einer in der Aufzugskabine wirkenden Laständerung
sowie das Feststellen eines schlaffen Tragmittels. Hierzu ist die Aufhängevorrichtung
im Wesentlichen zweiteilig aufgebaut. Ein erster Teil umfasst die Bremse sowie die
Bremse-Halteanordnung. Die Bremse ist dazu ausgelegt, Kräfte zwischen der Aufzugskabine
und einer stationären Komponente der Aufzugsanlage, wie beispielsweise einer Führungsschiene,
zu erzeugen. Diese Kräfte wirken einer Bewegung der Aufzugskabine beziehungsweise
deren Gewichtskraft entgegen, um die mit der Bremse versehene Aufzugskabine in ihrer
Bewegung abzubremsen und/oder stationär an der stationären Komponente zu halten. Die
Bremse-Halteanordnung ist dazu ausgelegt, die Bremse an der Aufzugskabine anzubringen.
[0011] Ein zweiter Teil der Aufhängevorrichtung umfasst die Tragmittel-Halteanordnung. Die
Tragmittel-Halteanordnung ist dazu ausgelegt, die Tragmittel an der Aufzugskabine
anzubringen.
[0012] Die beiden Teile der Aufhängevorrichtung sind dabei so konzeptioniert, dass sie eine
Deformierung in durch das jeweilige Element (Bremse, Tragmittel) bewirkte Kraftrichtung
ermöglichen. Dies ermöglicht es, diese Deformation relativ zu einem Fixpunkt der Kabine
zu messen. Alternativ können die Deformationen relativ zueinander gemessen werden.
So können die durch die Tragmittel und/oder Bremse verursachten Krafteinwirkungen
messbar gemacht werden.
[0013] In einer Ausführungsform ist die Aufhängevorrichtung so ausgebildet, dass die Lastmesseinrichtung
derart angeordnet ist, dass durch sie eine Kraftwirkung, welche durch die Relativverlagerung
des Tragmittels und der Bremse entsteht, messbar ist, so kann mit einer Lastmesseinrichtung
eine überlagerte Defomration der beiden dominanten auf die Aufhängevorrichtung wirkenden
Kräfte gemessen werden. So wird ermöglicht, mit einer einzigen Lastmesseinrichtung
die für die Steuerung der Aufzugsanlage relevanten Kraftwirkungen zu messen. Dies
ermöglicht einen vergleichsweise einfache und kostengünstige, multifunktionale Aufhängevorrichtung
zu realisieren. Durch eine entsprechende Auswertung der Messung der überlagerten Deformation
und durch Informationen der Steuerung, in welchem Betriebspunkt sich die Aufzugsanlage
befinden sollte, kann auf die einzelnen Defomrationen zurückgeschlossen werden. Es
kann also aus dem überlagerten Messsignal, welches sowohl die Kraftwirkung des Tragmittels
als auch die Kraftwirkung der Bremse beinhaltet, eine Kraftwirkung des Tragmittels
berechnet und eine Kraftwirkung der Bremse berechnet werden.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform der oben und im Folgenden beschriebenen Aufhängevorrichtung
ist die Lastmesseinrichtung zwischen der Bremse-Halteanordnung und der Tragmittel-Halteanordnung
angeordnet.
[0015] Es kann so auf einfache Weise eine Aufhängevorrichtung zur Verfügung gestellt werden,
die mit einer Lastmesseinrichtung sowohl die Krafteinwirkung des Tragmittels als auch
die Krafteinwirkung der Bremse messbar macht.
[0016] Es ist also sowohl die Bremse-Halteanordnung als auch die Tragmittel-Halteanordnung
derart konzipiert, dass diese gezielt nicht absolut ortsfest an der Aufzugskabine
fixiert sind, sondern sich zumindest geringfügig relativ zu der Aufzugskabine verlagern
lassen, insbesondere in eine Richtung der bewirkten Kräfte, das heisst typischerweise
eine Richtung, in der sich die Aufzugskabine während ihrer Fahrt bewegt beziehungsweise
hierzu entgegengesetzte Richtung.
[0017] Die Lastmesseinrichtung ist somit über die Bremse-Halteanordnung beziehungsweise
die Tragmittel-Halteanordnung wirkmässig mit der Bremse beziehungsweise dem Tragmittel
verbunden. Die Bewegung eines dieser Elemente relativ zur Aufzugskabine kann somit
durch die Lastmesseinrichtung gemessen werden. Insbesondere kann die Summer der Relativbewegung
dieser Elemente zueinander gemessen werden. Dementsprechend können von der Lastmesseinrichtung
Kräfte, die auf die Aufzugskabine insbesondere in der Bewegungsrichtung, das heisst
typischerweise in vertikaler Richtung, wirken, gemessen werden. Insbesondere können
Lastveränderungen sowie Veränderungen in der Spannung der Tragmittel mithilfe der
Lastmesseinrichtung bestimmt werden.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorangehend und im Folgenden beschriebenen
Aufhängevorrichtung sind die Tragmittel-Halteanordnung und die Bremse-Halteanordnung
jeweils elastisch deformierbar an einer Steganordnung, welche ortsfest an der Aufzugskabine
angebracht ist, angeordnet.
[0019] In dieser Ausführungsform sind die Tragmittel-Halteanordnung und die Bremse-Halteanordnung
nicht lediglich über die sie verbindende Lastmesseinrichtung wirkmässig miteinander
verbunden, sondern ergänzend mit einer Steganordnung verbunden. Die Steganordnung
ist dabei ortsfest an der Aufzugskabine fixiert. Diese Steganordnung soll derart konfiguriert
sein, dass ein überwiegender Anteil der zwischen der Bremse-Halteanordnung und der
Tragmittel-Halteanordnung wirkenden Kräfte nicht auf die Lastmesseinrichtung, sondern
auf die Steganordnung wirkt. Insbesondere sollte die Steganordnung derart konfiguriert
sein, dass beispielsweise bei einem Versagen der Lastmesseinrichtung die gesamten
zwischen der Bremse-Halteanordnung und der Aufzugskabine sowie zwischen der Tragmittel-Halteanordnung
und der Aufzugskabine wirkenden Kräfte alleine über die Steganordnung übertragen werden
können, ohne dass die Steganordnung bricht.
[0020] So können mithilfe der Lastmesseinrichtung trotz einer mechanischen relativ schwachen
Auslegung derselben sehr genau und reproduzierbar die auf die Aufzugskabine wirkenden
Kräfte gemessen werden.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorangehend und im Folgenden beschriebenen
Aufhängevorrichtung sind die Bremse-Halteanordnung und die Tragmittel-Halteanordnung
derart angeordnet, dimensioniert und konfiguriert, dass sich diese beinah auf die
Bremse-Halteanordnung und Tragmittel-Halteanordnung im Normalbetrieb übertragenen
Kräfte im Wesentlichen ausschliesslich elastisch deformieren.
[0022] Anders ausgedrückt können die Bremse-Halteanordnung und die Tragmittel-Halteanordnung
derart angeordnet, dimensioniert und konfiguriert sein, dass sie bei Kräften, die
typischerweise im Normalbetrieb der Aufzugsanlage auftreten, wenn die Aufzugskabine
beispielsweise an einem Stockwerk gehalten werden soll, lediglich eine elastische
Deformierung erfahren.
[0023] Hierzu können mehrere verschiedene Einflussgrössen geeignet gewählt sein. Beispielsweise
können die räumliche Anordnung der Tragmittel-Halteanordnung und/oder der Bremse-Halteanordnung,
das heisst insbesondere deren Position, Orientierung und/oder Erstreckungsrichtung,
auf ihre mechanische Belastbarkeit und/oder ihre elastische Deformierbarkeit auswirken.
Ausserdem können sich die Dimensionierungen der entsprechenden Halteanordnungen, das
heisst insbesondere deren Querschnitt, Breite, Länge, Höhe etc. auf die Belastbarkeit
und/oder elastische Deformierbarkeit der Halteanordnungen auswirken. Ferner können
weitere Konfigurationsparameter, wie beispielsweise ein verwendetes Material, eine
bei der Herstellung durchgeführte Bearbeitung etc., die Belastbarkeit und/oder elastische
Deformierbarkeit der Halteanordnungen beeinflussen. Alle diese Parameter können geeignet
gewählt werden, so dass die Halteanordnungen beispielsweise abhängig von Eigenschaften
der Aufzugskabine (zum Beispiel deren Gewicht und Nutzlast) und/oder abhängig von
Anforderungen an die gesamte Aufzugsanlage (zum Beispiel Sicherheitsanforderungen
betreffend Bremsvorgänge) dazu konfiguriert sind, auf dem Normalbetrieb der Aufzugsanlage
auf sie wirkenden Kräfte jeweils nur mit einer elastischen Deformierung, aber ohne
plastische Deformierung, zu reagieren.
[0024] Dadurch, dass sich die Tragmittel-Halteanordnung und die Bremse-Halteanordnung relativ
zur Steganordnung im Normalbetrieb lediglich elastisch deformieren, können die anteilig
auf die Lastmesseinrichtung übertragenen Kräfte stets im Wesentlichen proportional
zu den gesamten zwischen der Bremse-Halteanordnung und Tragmittel-Halteanordnung und
der Aufzugskabine wirkenden Kräfte sein.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorangehend und im Folgenden beschriebenen
Aufhängevorrichtung sind die Bremse-Halteanordnung und die Tragmittel-Halteanordnung
derart angeordnet, dimensioniert und konfiguriert, dass sich diese bei einer auf die
Bremse-Halteanordnung und Tragmittel-Halteanordnung übertragenen Kräfte in einem Normalbetrieb
derart deformieren, dass sich diese um weniger als 2 mm, besonders bevorzugt um weniger
als 1 mm, zueinander hin und/oder voneinander weg bewegen.
[0026] Mit anderen Worten soll sich die Tragmittel-Halteanordnung und die Bremse-Halteanordnung
relativ zur Aufzugskabine während eines Bremsvorganges oder Beschleunigungsvorganges
zwar geringfügig bewegen können. Das Ausmass dieser Relativbewegung soll aber durch
die konkret gewählte Konfiguration der entsprechenden Halteanordnung soweit begrenzt
sein, dass im Normalfall keine Relativbewegung von beispielsweise mehr als 1 mm auftritt.
Daraus ergibt sich für die Relativbewegung der beiden Halteanordnungen zueinander
eine Relativbewegung von weniger als 2 mm. Für viele Anwendungen kann es sogar vorteilhaft
sein, wenn die Halteanordnungen im Normalfall ausschliesslich Relativbewegungen in
Bezug auf die Kabine von weniger als 0,5 mm zulassen. Das heisst, dass für die Relativbewegung
der Halteanordnungen zueinander eine maximale Bewegung von 1 mm entsteht.
[0027] In einer Ausführungsform ist die Steganordnung im Wesentlichen parallel zu der Kraftwirkung
der Tragmittel oder der Bremsen angeordnet. In dieser Ausführungsform ist wenigstens
ein Teil der Halteanordnungen bevorzugt im Wesentlichen senkrecht zur Krafteinwirkungsrichtung
der Tragmittel beziehungsweise der Bremsen angeordnet, das heisst, der Teil der Halteanordnungen
ist im Wesentlichen senkrecht zur Steganordnung angeordnet.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorangehend und im Folgenden beschriebenen
Aufhängevorrichtung sind die Bremse-Halteanordnung, die Tragmittel-Halteanordnung
und die Steganordnung einstückig durch ein gemeinsames Bauteil ausgebildet.
[0029] Beispielsweise können die Bremse-Halteanordnung, die Tragmittel-Halteanordnung und
die Steganordnung einstückig mit einem gemeinsamen gestanzten Blechteil ausgebildet
sein.
[0030] Anders ausgedrückt kann ein einzelnes Bauteil sowohl die Bremse-Halteanordnung, die
Tragmittel-Halteanordnung und die Steganordnung ausbilden.
[0031] Das gesamte Bauteil kann dabei einfach herzustellen sein und beispielsweise durch
eine geeignete Wahl eines eingesetzten Bleches, insbesondere hinsichtlich einer Dicke
des Bleches und einem Material des Bleches, an die aufzunehmenden und zu übertragenden
Kräfte angepasst werden.
[0032] Durch die einstückige Ausbildung aller Bereiche eines solchen Bauteils kann beispielsweise
vermieden werden, dass es an Schwachstellen, wie sie ansonsten bei einem mehrteiligen
Bauteil an Übergängen zwischen den einzelnen Bauteilen auftreten würden, zu erhöhtem
Verschleiss kommt. Das einstückige Bauteil kann so auch wiederholt auftretenden mechanischen
Belastungen langfristig standhalten.
[0033] In dem einstückig ausgebildeten Bauteil können dabei Möglichkeiten geschaffen werden,
um dieses an der Aufzugskabine fest anzuordnen. Insbesondere können beispielsweise
an der Steganordnung Löcher vorgesehen sein, mit welchen sich das Bauteil an die Aufzugskabine
mit Schrauben befestigen lässt. In einer bevorzugten Ausführungsform der vorangehend
und im Folgenden beschriebenen Aufhängevorrichtung umfasst die Lastmesseinrichtung
ein Kraftübertragungselement. Die Lastmesseinrichtung ist an der Bremse-Halteanordnung
fixiert. Das Kraftübertragungselement ist mit der Tragmittel-Halteanordnung verbunden.
Das Kraftübertragungselement wirkt auf einen Dehnmessstreifen der Lastmesseinrichtung.
[0034] Einen Dehnmessstreifen für diese Aufgabe einzusetzen, ermöglicht eine sehr robuste
Auslegung der Lastmesseinrichtung. Ferner ermöglicht der Dehnmessstreifen, die wirkenden
Kräfte sehr präzise und reproduzierbar messen zu können.
[0035] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorangehend und im Folgenden beschriebenen
Aufhängevorrichtung ist die Lastmesseinrichtung dazu konfiguriert, ein elektrisches
Signal zu erzeugen, welches die auf das Kraftübertragungselement wirkende Kraft wiedergibt.
[0036] Beispielsweise kann die Lastmesseinrichtung über eine Sensorik verfügen, welche physikalische
Parameter überwachen kann, die einen Rückschluss auf die auf das Kraftübertragungselement
wirkenden Kräfte ermöglichen. Die Sensorik kann abhängig von den überwachten physikalischen
Parametern elektrische Signale erzeugen. Solche elektrischen Signale können in einfacher
Weise weitergeleitet und beispielsweise an eine Steuerung der Aufzugsanlage oder eine
externe Überwachungseinrichtung übergeben werden. Beispielsweise kann das elektrische
Signal einfach dahingehend verarbeitet werden, dass die unterschiedlichen Krafteinwirkungen,
das heisst die Krafteinwirkung des Tragmittels sowie die Krafteinwirkung der Bremse,
voneinander separiert und den jeweiligen Krafteinwirkungen zugeordnet werden. Basierend
auf den Signalen kann dann auf die auf die Aufzugskabine wirkenden Kräfte rückgeschlossen
werden. Beispielsweise kann hierdurch der Steuerung der Aufzugsanlage mitgeteilt werden,
welche Nutzlast sich aktuell in der Aufzugskabine befindet. Weiter kann insbesondere
auch der Aufzugssteuerung mitgeteilt werden, wenn sich die Kraft so verändert, dass
auf ein schlaffes Tragmittel geschlossen werden kann.
[0037] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorangehend und im Folgenden beschriebenen
Aufhängevorrichtung ist die Bremse als Haltebremse dazu konfiguriert, die Aufzugskabine
entgegen ihrer Gewichtskraft während eines Halts ortsfest zu halten. Die Bremse ist
vorzugsweise ergänzend auch als Fangbremse dazu konfiguriert, die Aufzugskabine im
notfallmässig, insbesondere im Fall eines Freifalls, abzubremsen. Die Aufhängevorrichtung
kann insbesondere in der Bremse-Halteanordnung zwei Bremsen aufweisen. Mit anderen
Worten soll die Bremse zumindest derart ausgelegt sein, dass mit ihrer Hilfe die Aufzugskabine
an der mit der Bremse zusammenwirkenden stationären Komponente der Aufzugsanlage,
das heisst beispielsweise an einer Führungsschiene, stationär gehalten werden kann,
während die Aufzugskabine beispielsweise an einem Stockwerk angehalten wird. Als solche
Haltebremse kann die Bremse vermeiden, dass sich die Aufzugskabine aufgrund von Lastveränderungen
bewegt.
[0038] Es kann weiter vorteilhaft sein, die Bremse noch belastbarer auszulegen, so dass
sie auch als Fangbremse wirken kann. In diesem Fall soll die Bremse dazu konfiguriert
sein, sehr hohe Kräfte zwischen der Aufzugskabine und der stationären Komponente bewirken
zu können, um die Aufzugskabine beispielsweise selbst für den Fall, dass alle sie
haltende Tragmittel reissen sollten, auf kurzer Distanz zum Stillstand abbremsen zu
können. Um die bei einer solchen Fangbremsung kurzzeitig auftretenden sehr hohen Kräfte
zuverlässig von der Bremse auf die Aufzugskabine übertragen zu können, muss die Aufhängevorrichtung
entsprechend ausgestaltet sein. Die Aufhängevorrichtung muss insbesondere ausreichend
stabil konfiguriert sein, um bei den hohen Kräften nicht zu brechen, wobei plastische
Deformationen zulässig sein können.
[0039] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Bremse-Halteanordnung Platz für zwei
Bremsen auf, so dass die Aufhängevorrichtung mit zwei Bremsen ausgestattet sein kann.
Die zweite Bremse erlaubt es, die für den Fang benötigten hohen Kräfte schnell zur
Verfügung zu stellen.
[0040] Unter Verwendung einer Aufhängevorrichtung gemäss einer Ausführungsform, wie oben
beschrieben, kann somit in einer Aufzugsanlage gemäss einer Ausführungsform des zweiten
Aspekts der Erfindung eine Aufzugskabine, an der die Aufhängevorrichtung gehalten
wird, mit ihrer Bremse zuverlässig beispielsweise mit der Führungsschiene zusammenwirken,
um die Aufzugskabine abbremsen zu können.
[0041] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Aufzugsanlage, wie oben und im Folgenden
beschrieben, eine Aufzugskabine, eine Führungsschiene und eine Aufhängevorrichtung,
wie vorangehend und im Folgenden beschrieben, auf. Die Aufzugskabine ist entlang der
Führungsschienen verlagerbar. Die Aufhängevorrichtung ist an der Aufzugskabine gehalten.
Die Bremse ist dazu konfiguriert, mit der Führungsschiene zusammenzuwirken, um die
Aufzugskabine zu bremsen.
[0042] In einer bevorzugten Ausführungsform der Aufzugsanlage, wie vorangehend und im Folgenden
beschrieben, ist die Aufhängevorrichtung in einer unteren Hälfte der Aufzugskabine
angeordnet.
[0043] Es erweist sich als vorteilhaft in Bezug auf die Kräfte, welche auf die Aufzugskabine
wirken, insbesondere die Kräfte, welche über die Tragmittel auf die Aufzugskabine
geführt werden, die Aufhängevorrichtung in der unteren Hälfte der Aufzugskabine anzuordnen.
[0044] Ergänzend kann die Aufhängevorrichtung im Rahmen eines Verfahrens gemäss einer Ausführungsform
des dritten Aspekts der Erfindung dazu eingesetzt werden, um die auf die Aufzugskabine
wirkende aktuelle Last messen zu können. Insbesondere können temporäre Laständerungen
gemessen werden.
[0045] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens zum Messen einer auf eine Aufzugskabine
wirkenden Last weist das Verfahren auf:
- Aktivieren der wenisgten einer der Bremsen einer an der Aufzugskabine gehaltenen Aufhängevorrichtung,
wie vorangehenden und im Folgenden beschrieben, während die Aufzugskabine stillsteht;
- Messen der auf die Aufzugskabine wirkenden Last mithilfe der Lastmesseinrichtung der
Aufhängevorrichtung.
[0046] Beispielsweise kann hierzu die Bremse der Aufhängevorrichtung aktiviert werden, während
die Aufzugskabine sich dem Stillstand an einem Stockwerk nähert. Die Bremse kann dabei
beispielsweise erst aktiviert werden, nachdem die Aufzugskabine durch geeignetes Ansteuern
der Antriebseinrichtung an dem Stockwerk angehalten wurde. Alternativ kann die Bremse
dazu eingesetzt werden, eine Bewegung der Aufzugskabine aktiv bis zum Stillstand abzubremsen,
wobei die Bremse während des Stillstands dann aktiviert bleiben kann.
[0047] Durch die aktivierte Bremse kann verhindert werden, dass sich die Aufzugskabine während
eines Halts an einem Stockwerk bewegt, wenn zum Beispiel Passagiere zusteigen oder
aussteigen. Allerdings kommt es durch das Zusteigen beziehungsweise Aussteigen der
Passagiere zu einer Lastveränderung in der Aufzugskabine.
[0048] Bei Verwendung der hierin beschriebenen Aufhängevorrichtung kann deren Lastmesseinrichtung
dazu eingesetzt werden, solche Lastveränderungen zu bestimmen. Dies kann unter anderem
dazu genutzt werden, um eine Überbeladung der Aufzugskabine und damit eine Überlast
erkennen zu können.
[0049] Alternativ oder ergänzend kann gemäss einer Ausführungsform des vierten Aspekts der
Erfindung eine Laständerung in der Kabine mit dem beschriebenen Verfahren gemessen
werden und die dabei gewonnenen Informationen dazu genutzt werden, um die von der
Antriebseinrichtung auf die Aufzugskabine ausgeübte Kraft derart einzustellen, dass
die gemessene Laständerung kompensiert wird.
[0050] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens zum Einstellen einer von
einer Antriebseinrichtung auf eine Aufzugskabine auszuübenden Kraft in Reaktion auf
eine Lastveränderung in der Aufzugskabine, wie vorangehend und im Folgenden beschrieben,
wobei das Verfahren aufweist:
- Messen der Lastveränderung mithilfe eines Verfahrens gemäss dem dritten Aspekt der
Erfindugn, wie vorangehend und im Folgenden beschrieben;
- Einstellen der von der Antriebseinrichtung auf die Aufzugskabine ausgeübte Kraft derart,
dass die gemessene Lastveränderung kompensiert wird.
[0051] Anders ausgedrückt, kann zunächst mithilfe der Lastmesseinrichtung gemessen werden,
um wie viel die Aufzugskabine durch ein- oder aussteigende Passagiere schwerer beziehungsweise
leichter wurde. Ohne entsprechende Gegenmassnahme würde die Laständerung dazu führen,
dass die Aufzugskabine beim anschliessenden Lösen der Haltebremse ruckartig nach unten
absacken beziehungsweise nach oben rutschen würde, da sich die elastischen Tragmittel,
welche die Aufzugskabine halten, durch die Laständerung verlängern oder verkürzen.
Mit dem Verfahren kann die Lastveränderung in der Aufzugskabine gemessen werden, so
dass die Antriebseinrichtung entsprechend angesteuert werden kann, um bereits vor
dem Lösen der Haltebremse die auf die Tragmittel wirkende Kraft geeignet anpassen
zu können. So wird ein Absenken oder Hochrutschen der Aufzugskabine nach dem Lösen
der Haltebremse verhindert. Der beschriebene Vorgang ist auch unter dem englischen
Begriff "pretorquing" bekannt.
[0052] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird vor Eintreten der Lastveränderung
eine von der Lastmesseinrichtung gemessene Kraft als Referenzkraft gemessen. Die auf
die Aufzugskabine ausgeübte Kraft wird nach dem Aktivieren der Bremse und nach erfolgter
Laständerung in der Aufzugskabine derart eingestellt, dass von der Lastmesseinrichtung
eine der Referenzkraft entsprechende Kraft gemessen wird.
[0053] So braucht es nicht notwendigerweise eine Absolutmessung der durch die Lastveränderung
bewirkten Kräfte. Es kann ein Steuersignal ermittelt werden, welches benutzt wird,
um das Drehmoment einzustellen, das stattdessen lediglich durch sukzessives Erhöhen
des Drehmoments beziehungsweise Verändern des Drehmoments eingestellt wird. Gleichzeitig
kann überwacht werden, wie die von der Lastmesseinrichtung gemessene aktuelle Kraft
sich verändert. Wenn diese dem anfangs ermittelten Referenzwert entspricht, bedeutet
dies, dass das von der Antriebseinrichtung bewirkte Drehmoment geeignet eingestellt
ist.
[0054] Gemäss einer Ausführungsform des fünften Aspekts der Erfindung kann ein schlaffes
Tragmittel detektiert werden, wobei das Verfahren aufweist:
Messen der Lastveränderung mithilfe des Verfahrens nach dem zweiten Aspekt der Erfindung,
wie oben und im Folgenden beschrieben;
Feststellen einer Lastveränderung, die grösser als ein vorgegebener Grenzwert ist.
[0055] Ist ein Tragmittel schlaff, so ist die Aufhängevorrichtung nicht mehr in Richtung
des Tragmittels vorgespannt. Die durch die Aufhängevorrichtung gemessene Last verändert
sich daher ruckartig sehr stark. Bei einer Lastveränderung, die einen gewissen Grenzwert
überschreitet oder zu einem gewissen Zeitpunkt während dem Betrieb der Aufzugsanlage
eintritt, kann so darauf geschlossen werden, dass diese Lastveränderung durch ein
Veränderung in der Tragmittelspannung, im extrem Fall durch ein völliges erschlaffen
des Tragmittels und nicht durch ein Zu- bzw.. Aussteigen von Passagieren bedingt ist.
Ebenfalls ist es möglich sich über die Zeit einstellende langsame Erschlaffungen im
Tragmittel zu detektieren.
[0056] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens gemäss dem fünften Aspekt der
Erfindung wird die Lastveränderung nach dem Halten an einem Stockwerk und im Wesentlichen
unmittelbar vor der Abfahrt gemessen. Bei einer Lastveränderung, die einen vorgegebenen
Grenzwert überschreitet, wird die wenigstens eine Bremse in einem Fangmodus betrieben.
[0057] Es kann so sichergestellt werden, dass die Aufzugsanlage auch bei einem schlaffen
Seil in einen sicheren Betriebsmodus übergeführt wird bevor das nächste Stockwerk
angefahren wird. Nach der Detektion des schlaffen Tragmittels wird die Aufzuganlage
unmittelbar durch Aktivieren der Bremse in den Fangmodus übergeführt.
[0058] Weiter kann die Vorrichtung sowie die Verfahren, wie zuvor und im Folgenden beschrieben,
dazu genutzt werden, sicherzustellen, dass sich kein Wartungstechniker mehr auf der
Kabine befindet. So kann beispielsweise vor einer Umstellung von einem Normalbetrieb
auf einen Wartungsbetrieb das Kabinengewicht gemessen und dieser Wert anschliessend
vor einem Zurückschalten in den Normalbetrieb mit einem nach der Wartungsarbeit gemessenen
Wert verglichen werden. Bei einer Abweichung kann das Zurückschalten in den Normalbetrieb
verhindert werden. Dies ist insbesondere in Aufzugsanlagen, welche keinen Kopfraum
aufweisen, vorteilhaft. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Lastmessung im Boden der
Kabine, bei der eine Person nur detektiert wird, wenn ihr Gewicht auf dem Kabinenboden
lastet, erlaubt die Lastmessung an der Bremse der Kabine, wie oben und im Folgenden
beschrieben, einen solchen Einsatz.
[0059] Es wird darauf hingewiesen, dass einige der möglichen Merkmale und Vorteile der Erfindung
hierin mit Bezug auf unterschiedliche Ausführungsformen einerseits der Aufhängevorrichtung
selbst und andererseits der damit ausgestalteten Aufzugsanlage sowie den damit verbundenen
Verwendungen dieser Aufhängevorrichtung in den zuvor und im Folgenden beschriebenen
Verfahren beschrieben sind. Ein Fachmann erkennt, dass die Merkmale in geeigneter
Weise kombiniert, angepasst oder ausgetauscht werden können, um zu weiteren Ausführungsformen
der Erfindung zu gelangen.
[0060] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren beschrieben, wobei weder die Figuren noch die Beschreibung als die Erfindung
einschränkend auszulegen sind.
Fig. 1 zeigt grob schematisch eine Aufzugsanlage gemäss einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung.
Fig. 2 zeigt grob schematisch eine Aufzugsanlage gemäss einer alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Aufhängevorrichtung gemäss einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Aufhängevorrichtung gemäss einer alternativen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0061] Die Figuren sind lediglich schematisch und nicht massstabsgetreu. Gleiche Bezugszeichen
bezeichnen in den verschiedenen Figuren gleiche oder gleich wirkende Merkmale.
[0062] Fig. 1 und Fig. 2 zeigen verschieden ausgestaltete Aufzugsanlagen 1 mit einer Aufhängevorrichtung
15 gemäss zweier Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung. In beiden Ausführungsbeispielen
ist die Aufzugsanlage 1 mit einem dualen Antrieb, das heisst mit zwei Antrieben 7,
welche beispielhaft im Schachtkopf angeordnet sind, ausgeführt. Die Aufzugsanlagen
1 weisen in beiden Ausführungsbeispielen zwei gegenläufig zu einer Aufzugskabine 3
bewegbare Gegengewichte 8 auf. In Fig. 3 ist eine konkrete Ausgestaltung einer solchen
Aufhängevorrichtung 15 im Detail dargestellt. In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Aufhängevorrichtung 15 dargestellt.
[0063] Die in Fig. 1 dargestellte Aufzugsanlage 1 umfasst eine Aufzugskabine 3, die von
riemenartigen oder seilartigen Tragmitteln 6 gehalten und in einem Aufzugsschacht
11 bewegt werden kann. Dazu können die Tragmittel 6 von einer Antriebseinrichtung
7 beispielsweise in Form eines Treibscheibenantiriebs bewegt werden. Die Antriebseinrichtung
7 ist im Schachtkopf der Aufzugsanlage angebracht; die Antriebseinrichtung 7 könnte
aber auch im Bereich des Schachtgrubenbodens der Aufzugsanlage angebracht sein. Die
Antriebseinrichtung 7 wird von einer Steuerung 9 gesteuert, welche sich in diesem
Ausführungsbeispiel auf dem Kabinendach befindet. Während ihrem Verfahren wird die
Aufzugskabine 3 beidseitig jeweils an wenigstens einer stationären Komponente, welche
als Führungsschiene 13 ausgeführt ist, geführt. In diesem Ausführungsbeispiel weist
die Aufzugsanlage 1 weiter zwei Tragmittel 6 unterhalb der Aufzugskabine 3 auf. Diese
Tragmittel 6 führen jeweils von einem unteren Ende der Aufzugskabine 3 über eine Umlenkrolle
am Schachtgrubenboden an einen unteren Teil des jeweiligen Gegengewichts 8.
[0064] Insbesondere um die Aufzugskabine 3 während eines Halts an einer gewünschten Position,
wie zum Beispiel an einem Stockwerk stationär halten zu können, kann die Aufzugskabine
3, nachdem sie mit der Antriebseinrichtung 7 zu der gewünschten Position verfahren
wurde, mithilfe von an ihren Aufhängevorrichtungen 15 vorgesehener Bremsen (nicht
gezeigt; vgl. aber nachfolgende Figuren 3 und 4) an den Führungsschienen 13 temporär
fixiert werden. Die Aufhängevorrichtung 15 kann pro Aufhängevorrichtung, das heisst
jeder der beiden Aufhängevorrichtungen 15, zwei Bremsen (nicht gezeigt) aufweisen.
Jede der Bremsen 17 ist dabei mithilfe einer Bremse-Halteanordnung 19 (nicht gezeigt)
an der Aufzugskabine 3 befestigt. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Aufhängevorrichtung
in der unteren Hälft der Aufzugskabine 3 angeordnet.
[0065] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Aufzugsanlage
1. Wie aus dieser Ausführungsform hervorgeht, sind die unteren Tragmittel der Ausführungsform
gemäss Fig. 1 nicht zwingend erforderlich. Die Aufhängevorrichtung 15 ist wiederum
nur schematisch dargestellt und kann im Detail ähnlich ausgestaltet sein wie die Aufhängevorrichtung
15 in Fig. 3. Die Aufzugsanlage 1 weist eine Aufzugskabine 3 und zwei Gegengewichte
8 auf. Die Aufzugsanlage 1 umfasst zwei Antriebseinrichtungen 7, wobei diese im Kopf
des Aufzugsschachtes 11 angeordnet sind. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Aufhängevorrichtung
15 ersichtlicherweise in der oberen Hälfte der Aufzugskabine 3 angeordnet.
[0066] In Fig. 3 ist die Aufhängevorrichtung 15 schematisch dargestellt. Die Aufhängevorrichtung
15 umfasst eine Tragmittel-Halteanordnung 23, an dessen Ende das Tragmittel 6 befestigt
ist. An diesem Befestigungspunkt wirkt die vom Tragmittel 6 in die Tragmittel-Halteanordnung
23 eingeleitete Kraft 39. Die Tragmittel-Halteanordnung 23 ist mit einer Steganordnung
22 verbunden. Die Steganordnung 22 verläuft im Wesentlichen senkrecht und ist an der
Aufzugskabine 3 fixiert. In diesem Ausführungsbeispiel weist die Haltevorrichtung
15 weiter eine Steghalteanordnung 36 auf. Darin ist die Steganordnung 22 zusätzlich
an der Aufzugskabine 3 fixiert. Am unteren Ende der Steganordnung 22 ist die Bremse-Halteanordnung
19 angeformt, wobei diese ähnlich wie die Steganordnung 22 im Wesentlichen senkrecht
verläuft. In der Bremse-Halteanordnung 19 sind zwei Aussparungen vorgesehen, in welchen
jeweils eine Bremse 17 angeordnet ist. Die gezeigte Aufhängevorrichtung 15 umfasst
in diesem Ausführungsbeispiel also zwei Bremsen 17. Die Bremsen 17 interagieren mit
der Führungsschiene 13 und ermöglichen es so, über die Aufhängevorrichtung 15 die
Kabine 3 im Bedarfsfall wenigsten temporär ortsfest gegenüber der Führungsschiene
13 zu fixieren. In einem solchen fixierten Zustand wirkt eine Kraft zwischen den Bremsen
17 und der Bremse-Halteanordnung 19 in eine der Richtungen des Pfeils 38. Die Aufhängevorrichtung
15 umfasst weiter eine Lastmesseinrichtung 21, welche zwischen der Tragmittel-Halteanordnung
23 und der Bremse-Halteanordnung 19 angeordnet ist. Die Lastmesseinrichtung 21 umfasst
einen Dehnmessstreifen 27 sowie ein Kraftübertragungselement 25.
[0067] Die Richtung der Kraft 39 entspricht im Wesentlichen der Bewegungsrichtung der Aufzugskabine
3 und ist somit im Wesentlichen vertikal.
[0068] Die Steganordnung 22 der Aufhängevorrichtung 15 verfügt über mehrere Rundlöcher 33.
In die Rundlöcher 33 sind Fixierelemente (beispielsweise Schrauben) aufgenommen, über
die die Steganordnung 22 und somit die Aufhängungsvorrichtung 15 im Wesentlichen spielfrei
an der Aufzugskabine 3 beziehungsweise an deren Rahmen befestigt ist. Durch entsprechende
Ausgestaltung der Tragmittel-Halteanordnung 23 beziehungsweise der Bremse-Halteanordnung
19 können sich diese Elemente geringfügig entlang der Kraftwirkung 39 relativ zu der
Steganordnung 22 deformieren, insbesondere verbiegen, wenn durch Aktivieren der Bremse
oder durch Spannung der Tragmittel eine Kraft in der Kraftwirkung 38, 39 bewirkt wird.
[0069] Eine solche Relativverlagerung bewirkt unter anderem eine Deformierung der Tragmittel-Halteanordnung
23 beziehungsweise der Bremse-Halteanordnung 19. Die Tragmittel-Halteanordnung 23
und die Bremse-Halteanordnung 19 sind dabei derart angeordnet, dimensioniert und konfiguriert,
dass diese Deformierung im Regelfall elastisch erfolgt, zumindest solange von der
Bremse 17 beziehungsweise dem Tragmittel 6 lediglich Kräfte bewirkt werden, die im
Normalbetrieb der Aufzugsanlage 1 entstehen.
[0070] Die bewirkten Relativverlagerungen zwischen der Bremse-Halteanordnung 19 und der
Steganordnung 22 beziehungsweise zwischen der Tragmittel-Halteanordnung 23 und der
Steganordnung 22 können genutzt werden, um mithilfe der Lastmesseinrichtung 21 die
aktuell auf die Aufzugskabine 3 wirkenden Lasten oder Lastveränderungen messen zu
können.
[0071] Hierzu ist im dargestellten Ausführungsbeispiel die Lastmesseinrichtung 21 fest mit
der Bremse-Halteanordnung 19 verbunden, beispielsweise verschraubt. Andererseits ist
das Kraftübertragungselement 25 zum Beispiel mit einem Teil der Tragmittel-Halteanordnung
23 gekoppelt. Mithilfe einer beispielsweise in der Lastmesseinrichtung 21 angeordneten
Elektronik (nicht dargestellt) können beispielsweise mechanische Spannungen, wie sie
sich in dem zwischen dem Kraftübertragungselement 25 und dem fest angeordneten Element
der Lastmesseinrichtung 21 und dem darin enthaltenen Dehnmessstreifen 27 aufgrund
der bei der Relativverlagerung bewirkten Kräfte entstehen, gemessen werden. Die Elektronik
kann daraufhin ein elektrisches Signal erzeugen, welches als Mass für die von der
Lastmesseinrichtung 21 erfahrene Kraft dienen kann. Die Aufhängevorrichtung 15 kann
somit nicht nur mit ihren Bremsen 17 dazu genutzt werden, um die Aufzugskabine 3 zu
bremsen, sondern auch mit ihrer Lastmesseinrichtung 21 dazu eingesetzt werden, um
eine auf die Aufzugskabine 3 wirkende Last zu messen, sowie sich verändernde Spannungen
im Tragmittel 6 zu detektieren.
[0072] In Figur 4 ist eine weiters Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Aufhängevorrichtung
15 gezeigt, wobei hier die Aufhängevorrichtung mehrteilig ausgeführt ist. Die Lastmesseinrichtung
21 ist in diesem Ausführungsbeispiel in einer u-formartig ausgebildeten Tragmittel-Halteanordnung
23 angeordnet, an welcher auf das Tragmittel 6 angeordnet ist. Die Tragmittelhalte-Anordnung
23 ist auf die Tragmittel-Halteanordnung 19 verbunden, welche an der Aufzugskabine
3 (nicht gezeigt) angeordnet ist.
[0073] Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie "aufweisend", "umfassend"
etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschliessen und Begriffe wie "eine" oder
"ein" keine Vielzahl ausschliessen. Ferner sei darauf hinzuweisen, dass Merkmale oder
Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden
sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener
Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind
nicht als Einschränkungen anzusehen.
1. Aufhängevorrichtung (15) für eine Aufzuganlage (1) zur Befestigung einer Bremse (17)
und wenigstens eines Tragmittels (6), sowie zur Messung einer Last, wobei die Aufhängevorrichtung
(15) aufweist:
wenigstens eine Bremse (17) zum Bremsen der Aufzugkabine (3) bezüglich zu einer Führungsschiene
(13) der Aufzuganlage (1);
eine Bremse-Halteanordnung (19) zum Halten der Bremse (17) an der Aufzugkabine (3);
eine Tragmittel-Halteanordnung (23) zum Halten des Tragmittels (6) an der Aufzugkabine
(3), wobei das Tragmittel (6) zur Verbindung der Aufzugkabine (3) mit einem Gegengewicht
(8) der Aufzuganlage (1) ausgebildet ist;
wobei die Bremse-Halteanordnung (19) derart konfiguriert ist, dass die Bremse (17)
an der Aufzugkabine (3) mittels der Bremse-Halteanordnung (19) derart zu halten ist,
dass sich die Bremse-Halteanordnung (17) im Wesentlichen in einer von der Bremse (17)
bewirkten Kraftrichtung (38) relativ zu der Aufzugkabine (3) deformieren lässt;
wobei die Tragmittel-Halteanordnung (23) derart konfiguriert ist, dass das Tragmittel
(6) an der Aufzugkabine (3) mittels der Tragmittel-Halteanordnung (23) derart zu halten
ist, dass sich die Tragemittel-Halteanordnung im Wesentlichen in einer von dem Tragmittel
(6) bewirkten Kraftrichtung (39) relativ zu der Aufzugkabine (3) deformieren lässt.
2. Aufhängevorrichtung (15) gemäss Anspruch 1, wobei eine Lastmesseinrichtung (21) derart
angeordnet ist, dass durch sie eine Kraftwirkung (38, 39), welche durch die Deformierung
der Tragmittel-Halteanordnung (6) und/oder der Bremse-Halteanordnung (17) entsteht,
messbar ist, wobeidie Lastmesseinrichtung (21) insbesondere zwischen der Bremse-Halteanordnung
(19) und der Tragmittel-Halteanordnung (23) angeordnet ist.
3. Aufhängevorrichtung (15) gemäss Anspruch 2, wobei die Tragmittel-Halteanordnung (23)
und die Bremse-Halteanordnung (19) jeweils elastisch deformierbar an einer Steganordnung
(22), welche ortsfest an der Aufzugskabine (3) angebracht ist, angeordnet sind.
4. Aufhängevorrichtung (15) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Bremse-Halteanordnung
(19) und die Tragmittel-Halteanordnung (23) derart angeordnet, dimensioniert und konfiguriert
sind, dass sich diese bei einer auf die Bremse-Halteanordnung (19) und Tragmittel-Halteanordnung
(23) übertragenen Kraft in einem Normalbetrieb im Wesentlichen ausschliesslich elastisch
deformieren.
5. Aufhängevorrichtung (15) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Bremse-Halteanordnung
(19) und die Tragmittel-Halteanordnung (23) derart angeordnet, dimensioniert und konfiguriert
sind, dass sich diese bei einer auf die Bremse-Halteanordnung (19) und Tragmittel-Halteanordnung
(23) übertragenen Kraft in einem Normalbetrieb die Bremse-Halteanordnung (19) und
die Tragmittel-Halteanordnung (23) derart deformieren, dass sich diese um weniger
als 2mm, besonders bevorzugt um weniger als 1 mm zueinander hin und/oder voneinander
wegbewegen.
6. Aufhängevorrichtung (15) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Bremse-Halteanordnung
(19), die Tragmittel-Halteanordnung (23) und die Steganordnung (22) einstückig durch
ein gemeinsames Bauteil ausgebildet sind.
7. Aufhängevorrichtung (15) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Bremse-Halteanordnung
(19), die Tragmittel-Halteanordnung (23) und die Steganordnung (22) einstückig durch
ein gemeinsames gestanztes Blechteil ausgebildet sind.
8. Aufhängevorrichtung (15) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Lastmesseinrichtung
(21) ein Kraftübertragungselement (25) umfasst, wobei die Lastmesseinrichtung (21)
an der Bremse-Halteanordnung (19) fixiert ist, wobei das Kraftübertragungselement
(25) mit der Tragmittel-Halteanordnung (23) verbunden ist, wobei das Kraftübertragungselement
(25) auf einen Dehnmessstreifen (27) der Lastmesseinrichtung (21) wirkt.
9. Aufhängevorrichtung (15) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Lastmesseinrichtung
(21) dazu konfiguriert ist, ein elektrisches Signal zu erzeugen, welches die auf das
Kraftübertragungselement (25) wirkende Kraft wiedergibt.
10. Aufhängevorrichtung (15) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Bremse
(17) als Haltebremse konfiguriert ist, um bei Bedarf die Aufzugkabine (3) entgegen
ihrer Gewichtskraft während eines Halts ortsfest zu halten, und
wobei die Bremse (17) vorzugsweise ergänzend auch als Fangbremse konfiguriert ist,
um die Aufzugkabine (3) notfallsmässig abzubremsen.
11. Aufzuganlage (1) aufweisend:
eine Aufzugkabine (3);
eine Führungsschiene (13); und
eine Aufhängevorrichtung (15) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 10;
wobei die Aufzugkabine (3) entlang der Führungsschiene (13) verfahrbar ist;
wobei die Aufhängevorrichtung (15) an der Aufzugkabine (3) gehalten ist; und
wobei die Bremse (17) der Aufhängevorrichtung (15) dazu konfiguriert ist, mit der
Führungsschiene (13) zusammenzuwirken, um die Aufzugkabine (3) zu bremsen.
12. Aufzugsanlage (1) nach Anspruch 11, wobei die Aufhängevorrichtung (15) in einer unteren
Hälfte der Aufzugskabine (3) angeordnet ist.
13. Verfahren zum Messen einer auf eine Aufzugkabine (3) wirkenden Last, wobei das Verfahren
aufweist:
Aktivieren wenigsten einer der Bremsen (17) einer an der Aufzugkabine (3) gehaltenen
Aufhängevorrichtung (15) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 10 während die Aufzugkabine
(3) stillsteht; und
Messen der auf die Aufzugkabine (3) wirkenden Last mithilfe der Lastmesseinrichtung
(21) der Aufhängevorrichtung (15).
14. Verfahren zum Detektieren eines schlaffen Tragmittels (6) durch Messung einer Lastveränderung,
wobei das Verfahren aufweist:
Messen der Lastveränderung mithilfe des Verfahrens gemäss Anspruch 13;
Feststellen einer Lastveränderungen die grösser als ein vorgegebener Grenzwert ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei die Lastveränderung nach dem Halt an einem Stockwerk
und im Wesentlichen unmittelbar vor der Abfahrt gemessen wird, wobei bei einer Lastveränderung
die grösser als der vorgegebene Grenzwert ist, die wenigstens eine Bremse (17) in
einem Fangmodus überführt wird.
1. Suspension device (15) for an elevator system (1) for securing a brake (17) and at
least one support means (6), and for measuring a load, wherein the suspension device
(15) comprises:
at least one brake (17) for braking the elevator car (3) with respect to a guide rail
(13) of the elevator system (1);
a brake holding assembly (19) for holding the brake (17) on the elevator car (3);
a support means holding assembly (23) for holding the support means (6) on the elevator
car (3), wherein the support means (6) is designed to connect the elevator car (3)
to a counterweight (8) of the elevator system (1);
wherein the brake holding assembly (19) is configured such that the brake (17) is
to be held on the elevator car (3) by means of the brake holding assembly (19) such
that the brake holding assembly (17) can be deformed, relative to the elevator car
(3),
substantially in a force direction (38) produced by the brake (17);
wherein the support means holding assembly (23) is configured such that the support
means (6) is to be held on the elevator car (3) by means of the support means holding
assembly (23) such that the support means holding assembly can be deformed, relative
to the elevator car (3), substantially in a force direction (39) produced by the support
means (6).
2. Suspension device (15) according to claim 1, wherein a load measuring device (21)
is arranged such that it can measure an exerted force (38, 39) which is produced by
the deformation of the support means holding assembly (6) and/or of the brake holding
assembly (17), wherein the load measuring device (21) is arranged in particular between
the brake holding assembly (19) and the support means holding assembly (23).
3. Suspension device (15) according to claim 2, wherein the support means holding assembly
(23) and the brake holding assembly (19) are each elastically deformably arranged
on a connecting piece assembly (22) which is mounted so as to be stationary on the
elevator car (3).
4. Suspension device (15) according to any of the preceding claims, wherein the brake
holding assembly (19) and the support means holding assembly (23) are arranged, dimensioned
and configured such that, when a force is transmitted to the brake holding assembly
(19) and support means holding assembly (23) during normal operation, these deform
substantially exclusively elastically.
5. Suspension device (15) according to any of the preceding claims, wherein the brake
holding assembly (19) and the support means holding assembly (23) are arranged, dimensioned
and configured such that, when a force is transmitted to the brake holding assembly
(19) and support means holding assembly (23) during normal operation, the brake holding
assembly (19) and the support means holding assembly (23) deform such that they move
toward one another and/or away from one another by less than 2 mm, particularly preferably
by less than 1 mm.
6. Suspension device (15) according to any of the preceding claims, wherein the brake
holding assembly (19), the support means holding assembly (23) and the connecting
piece assembly (22) are formed in one piece by a common component.
7. Suspension device (15) according to any of the preceding claims, wherein the brake
holding assembly (19), the support means holding assembly (23) and the connecting
piece assembly (22) are formed in one piece by a common stamped sheet metal part.
8. Suspension device (15) according to any of the preceding claims, wherein the load
measuring device (21) comprises a force transmission element (25), wherein the load
measuring device (21) is fixed to the brake holding assembly (19), wherein the force
transmission element (25) is connected to the support means holding assembly (23),
wherein the force transmission element (25) acts on a strain gage (27) of the load
measuring device (21).
9. Suspension device (15) according to any of the preceding claims, wherein the load
measuring device (21) is configured to generate an electrical signal which represents
the force acting on the force transmission element (25).
10. Suspension device (15) according to any of the preceding claims, wherein the brake
(17) is designed as a holding brake in order to, if required, hold the elevator car
(3) stationary, counter to its weight, during a stop, and
wherein the brake (17) is preferably also designed as a safety brake, in order to
brake the elevator car (3) in an emergency.
11. Elevator system (1) comprising:
an elevator car (3);
a guide rail (13); and
a suspension device (15) according to any of claims 1 to 10;
wherein the elevator car (3) is movable along the guide rail (13);
wherein the suspension device (15) is held on the elevator car (3); and
wherein the brake (17) of the suspension device (15) is configured to cooperate with
the guide rail (13) in order to brake the elevator car (3).
12. Elevator system (1) according to claim 11, wherein the suspension device (15) is arranged
in a lower half of the elevator car (3).
13. Method for measuring a load acting on an elevator car (3), wherein the method comprises:
activating at least one of the brakes (17) of a suspension device (15) according to
any of claims 1 to 10, held on the elevator car (3), while the elevator car (3) is
stationary; and
measuring the load acting on the elevator car (3) by means of the load measuring device
(21) of the suspension device (15).
14. Method for detecting a slack support means (6) by measuring a load change, wherein
the method comprises:
measuring the load change using the method according to claim 13;
determining a load change that is greater than a predetermined limit value.
15. Method according to claim 14, wherein the load change is measured after stopping at
a floor and substantially immediately before departure, wherein the at least one brake
(17) is transferred to a safety mode in the event of a load change that is greater
than the predetermined limit value.
1. Dispositif de suspension (15) pour une installation d'ascenseur (1) pour la fixation
d'un frein (17) et d'au moins un moyen de support (6), ainsi que pour la mesure d'une
charge, dans lequel le dispositif de suspension (15) présente :
au moins un frein (17) permettant de freiner la cabine d'ascenseur (3) par rapport
à un rail de guidage (13) de l'installation d'ascenseur (1) ;
un agencement de maintien de frein (19) permettant de maintenir le frein (17) sur
la cabine d'ascenseur (3) ;
un agencement de maintien de moyen de support (23) permettant de maintenir le moyen
de support (6) sur la cabine d'ascenseur (3), dans lequel le moyen de support (6)
est réalisé pour relier la cabine d'ascenseur (3) à un contrepoids (8) de l'installation
d'ascenseur (1) ;
dans lequel l'agencement de maintien de frein (19) est conçu de telle sorte que le
frein (17) doit être maintenu sur la cabine d'ascenseur (3) au moyen de l'agencement
de maintien de frein (19), de telle sorte que l'agencement de maintien de frein (17)
peut être déformé sensiblement dans une direction de force (38) provoquée par le frein
(17) par rapport à la cabine d'ascenseur (3) ;
dans lequel l'agencement de maintien de moyen de support (23) est conçu de telle sorte
que le moyen de support (6) doit être maintenu sur la cabine d'ascenseur (3) au moyen
de l'agencement de maintien de moyen de support (23), de telle sorte que l'agencement
de maintien de moyen de support peut être déformé sensiblement dans une direction
de force (39) provoquée par le moyen de support (6) par rapport à la cabine d'ascenseur
(3).
2. Dispositif de suspension (15) selon la revendication 1, dans lequel un appareil de
mesure de charge (21) est disposé de telle sorte qu'au moyen de celui-ci, un effet
de force (38, 39) qui résulte de la déformation de l'agencement de maintien de moyen
de support (6) et/ou de l'agencement de maintien de frein (17) peut être mesuré, dans
lequel l'appareil de mesure de charge (21) est en particulier disposé entre l'agencement
de maintien de frein (19) et l'agencement de maintien de moyen de support (23).
3. Dispositif de suspension (15) selon la revendication 2, dans lequel l'agencement de
maintien de moyen de support (23) et l'agencement de maintien de frein (19) sont respectivement
disposés de manière à être élastiquement déformables sur un agencement formant entretoise
(22) qui est monté de manière stationnaire sur la cabine d'ascenseur (3).
4. Dispositif de suspension (15) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'agencement de maintien de frein (19) et l'agencement de maintien de moyen de support
(23) sont disposés, dimensionnés et conçus de telle sorte qu'ils se déforment élastiquement
de manière sensiblement exclusive lorsqu'une force est transmise à l'agencement de
maintien de frein (19) et à l'agencement de maintien de moyen de support (23) lors
d'un fonctionnement normal.
5. Dispositif de suspension (15) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'agencement de maintien de frein (19) et l'agencement de maintien de moyen de support
(23) sont disposés, dimensionnés et conçus de telle sorte que, lorsqu'une force est
transmise à l'agencement de maintien de frein (19) et à l'agencement de maintien de
moyen de support (23) lors d'un fonctionnement normal, l'agencement de maintien de
frein (19) et l'agencement de maintien de moyen de support (23) se déforment de telle
sorte qu'ils se rapprochent et/ou s'éloignent l'un de l'autre de moins de 2 mm, de
manière particulièrement préférée de moins de 1 mm.
6. Dispositif de suspension (15) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'agencement de maintien de frein (19), l'agencement de maintien de moyen de support
(23) et l'agencement formant entretoise (22) sont réalisés d'un seul tenant par un
composant commun.
7. Dispositif de suspension (15) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'agencement de maintien de frein (19), l'agencement de maintien de moyen de support
(23) et l'agencement formant entretoise (22) sont réalisés d'un seul tenant par une
pièce en tôle commune découpée.
8. Dispositif de suspension (15) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'appareil de mesure de charge (21) comprend un élément de transmission de force (25),
dans lequel l'appareil de mesure de charge (21) est fixé à l'agencement de maintien
de frein (19), dans lequel l'élément de transmission de force (25) est relié à l'agencement
de maintien de moyen de support (23), dans lequel l'élément de transmission de force
(25) agit sur une jauge de contrainte (27) de l'appareil de mesure de charge (21).
9. Dispositif de suspension (15) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'appareil de mesure de charge (21) est configuré pour générer un signal électrique
qui représente la force exercée sur l'élément de transmission de force (25).
10. Dispositif de suspension (15) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
le frein (17) est conçu en tant que frein de maintien pour maintenir, si nécessaire,
la cabine d'ascenseur (3) de manière stationnaire à l'encontre de son poids pendant
un arrêt, et
dans lequel le frein (17) est de préférence conçu en complément également comme frein
parachute afin de freiner la cabine d'ascenseur (3) en cas d'urgence.
11. Installation d'ascenseur (1) présentant :
une cabine d'ascenseur (3) ;
un rail de guidage (13) ; et
un dispositif de suspension (15) selon l'une des revendications 1 à 10 ;
dans laquelle la cabine d'ascenseur (3) peut être déplacée le long du rail de guidage
(13) ;
dans laquelle le dispositif de suspension (15) est maintenu sur la cabine d'ascenseur
(3) ; et
dans laquelle le frein (17) du dispositif de suspension (15) est conçu pour coopérer
avec le rail de guidage (13) afin de freiner la cabine d'ascenseur (3).
12. Installation d'ascenseur (1) selon la revendication 11, dans laquelle le dispositif
de suspension (15) est disposé dans une moitié inférieure de la cabine d'ascenseur
(3).
13. Procédé pour la mesure d'une charge agissant sur une cabine d'ascenseur (3), dans
lequel le procédé présente :
l'activation d'au moins l'un des freins (17) d'un dispositif de suspension (15) selon
l'une des revendications 1 à 10 maintenu sur la cabine d'ascenseur (3) pendant que
la cabine d'ascenseur (3) est à l'arrêt ; et
la mesure de la charge agissant sur la cabine d'ascenseur (3) à l'aide de l'appareil
de mesure de charge (21) du dispositif de suspension (15).
14. Procédé pour la détection d'un moyen de support (6) lâche par mesure d'une variation
de charge, dans lequel le procédé présente :
la mesure de la variation de charge à l'aide du procédé selon la revendication 13
;
la constatation d'une variation de charge supérieure à une valeur limite prédéfinie.
15. Procédé selon la revendication 14, dans lequel la variation de charge est mesurée
après l'arrêt à un étage et sensiblement juste avant la descente, dans lequel, en
cas de variation de charge supérieure à la valeur limite prédéfinie, l'au moins un
frein (17) est transféré dans un mode parachute.