[0001] Die Erfindung betrifft eine Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung, die bleifrei ausgebildet
ist und die sich gut und auf wirtschaftliche Weise herstellen und vergießen lässt
und nach dem Guss gut spanbar ist und gute mechanische Festigkeits- und Belastungseigenschaften
aufweist, die sie insbesondere für die Herstellung von Maschinenteilen oder Getriebeteilen,
wie Zahnrädern, Schneckenrädern, Laufbuchsen oder Linearführungselementen, oder für
die Herstellung von Armaturenteilen für die Leitung von Fluiden geeignet erscheinen
lässt.
[0002] Mit der vorliegenden Erfindung, welche bei Kupfer-Zinn-Stranggusslegierungen mit
höheren Zinngehalten ihren Ausgangspunkt hat, wurde festgestellt, dass eine Reduzierung
des Zinngehalts in den eingangs gegebenen Bereich und die teilweise Substituierung
von Zinn durch Zink gießtechnische Probleme mit sich bringt. Es bildet sich ein dendritisches
Gefüge, welches sich im Gießvorgang schwer speisen lässt aufgrund des großen Temperaturintervalls
zwischen Solidus- und Liquidus-Kurve des Systems. Im Ergebnis bilden sich zwischen
den dendritisch aufwachsenden Primärkörnern Hohlräume, nämlich sogenannte Mikrolunker,
welche eine Undichtigkeit des Gussstücks und hieraus hergestellter Produkte nach sich
ziehen können. Eine Verwendung der Stranggusslegierung zur Herstellung von Armaturenteilen
wäre dann nicht möglich.
[0003] Die Weglassung von Blei führt außerdem dazu, dass die Spanbarkeit der Legierung nicht
den Anforderungen gerecht wird.
[0004] EP 3 736 350 A1 betrifft und offenbart ein Mehrschichtgleitlagerelement aus einem Verbundwerkstoff
umfassend eine Stützmetallschicht und eine weitere Schicht, insbesondere eine Gleitschicht,
sowie gegebenenfalls eine Zwischenschicht zwischen der Stützmetallschicht und der
weiteren Schicht. Die weitere Schicht ist aus einer Gusslegierung, und zwar aus einer
bleifreien Kupferbasislegierung gebildet, in der sulfidische Ausscheidungen enthalten
sind. Beansprucht ist eine Zusammensetzung für die bleifreie Kupferbasislegierung
mit:
Schwefel zwischen 0,1 Gew.-% und 3 Gew.-%, insbesondere zwischen 0,3 Gew.-% und 0,8
Gew.-%,
Eisen zwischen 0,01 Gew.-% und 4 Gew.-%, insbesondere zwischen 0,2 Gew.% und 2 Gew.-%,
insbesondere zwischen 0,3 Gew.-% und 1,5 Gew.-%,
Phosphor zwischen 0 Gew.-% und 2 Gew.-%, insbesondere zwischen 0,001 Gew.-% und 2
Gew.-%, insbesondere zwischen 0,01 Gew.-% und 0,5 Gew.-%,
zumindest ein Element aus einer ersten Gruppe bestehend aus Zink, Zinn, Aluminium,
Mangan, Nickel, Silizium, Chrom, Indium von in Summe zwischen 0,1 Gew.-% und 49 Gew.-%,
wobei
der Anteil an Zink zwischen 0 Gew.-% und 45 Gew.%, insbesondere zwischen 0,01 Gew.-%
und 5 Gew.% beträgt,
der Anteil an Zinn zwischen 0 Gew.-% und 40 Gew.-%, insbesondere zwischen 0,01 Gew.-%
und 10 Gew.% beträgt,
der Anteil an Aluminium zwischen 0 Gew.% und 15 Gew.-%, insbesondere zwischen 0,01
Gew.-% und 7,5 Gew.% beträgt,
der Anteil an Mangan zwischen 0 Gew.-% und 10 Gew.-%, insbesondere zwischen 0,01 Gew.-%
und 5 Gew.% beträgt,
der Anteil an Nickel zwischen 0 Gew.-% und 10 Gew.-%, insbesondere zwischen 0,01 Gew.-%
und 2 Gew.% beträgt,
der Anteil an Silizium zwischen 0 Gew.-% und 10 Gew.-%. insbesondere zwischen 0,01
Gew.-% und 3 Gew. % beträgt,
der Anteil an Chrom zwischen 0 Gew.-% und 2 Gew.-%, insbesondere zwischen 0,01 Gew.-%
und 1 Gew.% beträgt und
der Anteil an Indium zwischen 0 Gew.-% und 10 Gew.-% beträgt, und mit zumindest einem
Element aus einer zweiten Gruppe bestehend aus Silber, Magnesium, Indium, Kobalt,
Titan, Zirkonium, Arsen, Lithium, Yttrium, Calcium, Vanadium, Molybdän, Wolfram, Antimon,
Selen, Tellur, Bismut, Niob, Palladium in einem Anteil von jeweils zwischen 0 Gew.-%
und 1,5 Gew.-%, wobei der Summenanteil der Elemente der zweiten Gruppe zwischen 0
Gew.-% und 2 Gew.-% beträgt, und mit Rest Kupfer sowie aus der Herstellung der Elemente
stammende Verunreinigungen.
[0005] Bevorzugt soll Schwefel von 0,2 - 1,5 Gew.-%, insbesondere von 0,3 - 0,8 Gew.-%,
vorhanden sein, und bevorzugt soll Eisen von 0,2 - 2 Gew.-%, insbesondere von 0,3
- 1,5 Gew.-% vorhanden sein. Durch intermetallische FeS-Phasen, die neben den Kupfersulfiden
entstehen, könne eine Verringerung der Fressneigung erreicht werden. Weiter bevorzugt
soll die Kupferbasislegierung entweder Zink oder Zinn enthalten. Durch die Vermeidung
der Kombination beider Elemente könne eine deutliche Verbesserung der Gießeigenschaften
der Legierung durch die damit erreichbare Verringerung des Erstarrungsintervalls erreicht
werden. Es gibt 183 Beispiel- Zusammensetzungen, von denen 25 kein Indium oder nur
0,01 Gew.-% Indium enthalten. Fast alle übrigen Beispiel- Zusammensetzungen enthalten
3 oder 7 Gew.-% Indium und dabei zusätzlich eher hohe Anteile an Aluminium und Mangan;
sie enthalten ferner zumeist entweder 10 Gew.-% Zinn oder 5 Gew.-% Zink.
[0007] JP 2004 300568 A offenbart eine Kupfer-Silber-Palladium-Legierung mit 18 - 48,5 Gew.-% Silber, 1 -
8 Gew.-% Palladium und 0,5 - 3 Gew.-% Indium und Rest Kupfer.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den eingangs genannten Aspekten
bei einer Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung weitgehend gerecht, ohne dass dem Ausgangsmaterial
Blei zugegeben wird.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine bleifreie Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0010] Wenn vorliegend von einer bleifreien Legierung die Rede ist, so bedeutet dies, dass
Blei nicht aktiv als Legierungselement zugegeben ist und dass ein verunreinigungsbedingter
Rest an Blei von höchstens 0,10 Gew.-%, insbesondere von höchstens 0,09 Gew.-%, insbesondere
von höchstens 0,08 Gew.-%, insbesondere von höchstens 0,07, insbesondere von höchstens
0,06 und vorzugsweise von höchstens 0,05 Gew.-% vorhanden ist.
[0011] Es wurde nun erfindungsgemäß festgestellt, dass die Zugabe von Indium im beanspruchten
Bereich die Vergießbarkeit wesentlich verbessern kann. Es wurde festgestellt, dass
Indium mit Zinn bzw. Kupfer eine niedrigschmelzende Phase, ähnlich einer peritektischen
Phase, bildet und dass diese niedrigschmelzende Phase sich bevorzugt in den vorgenannten
Mikrolunkern ansammelt und diese Hohlräume dadurch dichtend aufzufüllen vermag. Hierdurch
kann das Problem des schlechten Speisungsverhaltens einer zinkhaltigen Kupfer-Zinn
Legierung in zufriedenstellenderer Weise gelöst werden. Insgesamt ergibt sich bei
der beanspruchten erfindungsgemäßen Zusammensetzung der Stranggusslegierung eine wirtschaftliche
Herstellbarkeit und dennoch eine gute Gießbarkeit. Die Zugabe von Indium bewirkt mit
der oder den sich hieraus bildenden quasi-peritektischen Phase(n) nicht nur eine Verbesserung
des Speisungsverhaltens und damit der Gießbarkeit, sondern es wird auch die Spanbarkeit
des Werkstoffs verbessert, indem sich die Indium aufweisenden Phasen als Spanbrecher
während der spanenden Bearbeitung auswirken. Diese Phasen sind nämlich vergleichsweise
hart, sie weisen jedoch einen niedrigeren Schmelzpunkt auf als die metallische Grundmatrix
der Legierung. Weiter wurde erfindungsgemäß festgestellt, dass sich ein Teil des Indiums
durch Zugabe von gegenüber Indium preiswerterem Schwefel gewissermaßen substituieren
lässt und dass dennoch eine Verbesserung der Dichtspeisung und der Spanbarkeit erzielt
werden kann. Allerdings kann eine Kombination von Indium und Schwefel zu einer Benetzung
und Anhaftung an der Gießform führen, was unerwünscht ist. Daher wird die Summe des
Anteils aus Indium und Schwefel auf 2,0 Gew.-% begrenzt.
Durch die Zugabe von Nickel kann die
[0012] Korrosionsbeständigkeit der Legierung verbessert werden und der Wandstärkeneinfluss
auf die mechanische Festigkeit nimmt ab. Bei Zugabe von Nickel im beanspruchten Umfang
kann das entstehende Gitter neben der Mischkristallverfestigung durch Zinn noch weiter
verspannt werden. Nickel kann auch mit weiteren Legierungselementen intermetallische
Phasen bilden, die als Keime zur Gefügefeinung dienen, beispielsweise Nickel-Eisen-Phasen.
[0013] Gießtechnisch erweist es sich weiter als vorteilhaft, wenn die Stranggusslegierung
höchstens 0,30 Gew.-%, insbesondere höchstens 0,10 Gew.-%, insbesondere 0,03 - 0,08
Gew.-% Phosphor, höchstens 0,20 Gew.-% Eisen und höchstens 0,30 Gew.-% Antimon umfasst.
Phosphor kann sich innerhalb der beanspruchten Stranggusslegierung als vorteilhaft
erweisen, weil es eine Desoxidation der Schmelze bewirken kann, während Wasserstoff
durch das Zinn wirksam ausgetrieben werden kann. Eisen kann mit Nickel vorteilhafte
Phasen ausbilden, wobei es sich aber andererseits bei Mengen oberhalb von 0,2 Gew.-%
als gießtechnisch problematisch erweist. Antimon setzt sich an den Korngrenzen ab
und versprödet dadurch das Material etwas, was sich im Hinblick auf das Ziel einer
guten Spanbarkeit durch brechende Späne durchaus als vorteilhaft erweist.
[0014] Mangan kann ebenfalls zur Desoxidation der Schmelze eingesetzt werden. Während der
Erstarrung kann Mangan, ähnlich wie Nickel, in das metallische Gitter eingebaut werden.
Dabei sinkt jedoch die Löslichkeit für das Element Zinn, und die Erstarrungstemperaturen
werden im Allgemeinen erniedrigt. Nachteilig sind die relativ dichten Oxidhäute, die
zu unkontrollierten Festigkeitsabfällen führen können. Daher wird der Mangan-Gehalt
bis auf 0,5 Gew.-% begrenzt. Es erweist sich als vorteilhaft, wenn die Summe des gewichtsprozentualen
Anteils von Indium und Schwefel wenigstens 0,6 Gew.-%, insbesondere wenigstens 0,7
Gew.-%, insbesondere wenigstens 0,8 Gew.-%, insbesondere wenigstens 0,9 Gew.-% insbesondere
wenigstens 1,0 Gew.-%, insbesondere wenigstens 1,1 Gew.-%, besondere wenigstens 1,2
Gew.-% und/oder insbesondere höchstens 1,9 Gew.-%, insbesondere höchstens 1,8 Gew.-%,
insbesondere höchstens 1,7 Gew.-% beträgt.
[0015] In weiterer Ausbildung der vorliegenden Erfindung erweist es sich als vorteilhaft,
wenn die Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung wenigstens 0,2 Gew.-%, insbesondere wenigstens
0,3 Gew.-%, insbesondere wenigstens 0,4 Gew.-%, insbesondere wenigstens 0,5 Gew.-%,
insbesondere wenigstens 0,7 Gew.-%, insbesondere wenigstens 1,0 Gew.-%, und/oder höchstens
1,8 Gew.-%, insbesondere höchstens 1,7 Gew.-% Indium umfasst.
[0016] Im Hinblick auf den Schwefelanteil erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung
wenigstens 0,3 Gew.-%, insbesondere wenigstens 0,4 Gew.-% und/oder insbesondere höchstens
0,7 Gew.-%, insbesondere höchstens 0,6 Gew.-% Schwefel umfasst.
[0017] Weiter erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung
wenigstens 3,0 Gew.-%, insbesondere wenigstens 4,0 Gew.-%, insbesondere wenigstens
4,5, insbesondere wenigstens 5,0 Gew.-%, insbesondere wenigstens 5,5 Gew.-%, insbesondere
wenigstens 6,0 Gew.-% und/oder höchstens 7,5 Gew.-%, insbesondere höchstens 7 Gew.-%
Zinn umfasst.
[0018] Des Weiteren erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung
wenigstens 2,0 Gew.-%, insbesondere wenigstens 2,5 Gew.-%, insbesondere wenigstens
3,0 Gew.-%, insbesondere wenigstens 3,5, insbesondere wenigstens 4,0 Gew.-% und/oder
insbesondere höchstens 5,5 Gew.-%, insbesondere höchstens 5,0 Gew.-% Zink umfasst.
[0019] Eine für die Herstellung von Trinkwasserarmaturen oder Trinkwasserverrohrung geeignete
Stranggusslegierung umfasst 3,0 bis 5,0 Gew.-% Zinn und 1,5 - 3,0 Gew.-% Zink.
[0020] Eine für die Herstellung von sonstigen Armaturen, insbesondere Sanitärarmaturen und
Sanitärverrohrung geeignete Stranggusslegierung umfasst 5,5 bis 8,0 Gew.-% Zinn und
2,0 - 5,0 Gew.-% Zink, wobei die Summe des gewichtsprozentualen Anteils von Zinn und
Zink 8,0 - 12,0 Gew.-% beträgt.
[0021] Auch erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Summe des gewichtsprozentualen Anteils
von Zinn und Zink wenigstens 8,5 Gew.-%, insbesondere wenigstens 9,0 Gew.-%, insbesondere
wenigstens 9,5 Gew.-%, insbesondere wenigstens 10,0 Gew.-%, und/oder höchstens 11,5
Gew.-%, insbesondere höchstens 11,0 Gew.-% beträgt.
[0022] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Stranggusslegierung der beanspruchten
Zusammensetzung im erschmolzenen Zustand. Ferner ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung
eine Stranggusslegierung der beanspruchten Zusammensetzung im vergossenen Zustand.
[0023] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Strangguss-Rohling oder ein Strangguss-Zwischenprodukt,
insbesondere in Strangform oder Rohrform, hergestellt durch Vergießen einer Stranggusslegierung
der beanspruchten Art und Zusammensetzung und mit derselben Zusammensetzung wie diese
Stranggußlegierung.
[0024] Ferner sind Gegenstand der Erfindung spanend gefertigte Maschinenteile oder Getriebeteile,
insbesondere Zahnräder, Schneckenräder, Laufbuchsen oder Linearführungsteile, oder
spanend gefertigte Armaturenteile für die Leitung von Fluiden, hergestellt durch spanende
Bearbeitung eines Strangguss-Rohlings oder Strangguss-Zwischenprodukts der hier beanspruchten
Art.
1. Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung, die bleifrei ausgebildet ist, d.h. Blei nicht aktiv
als Legierungselement zugegeben ist und ein verunreinigungsbedingter Rest an Blei
von höchstens 0,10 Gew.-% vorhanden ist, insbesondere für die Herstellung von Maschinenteilen
oder Getriebeteilen, wie insbesondere Zahnräder, Schneckenräder, Laufbuchsen oder
Linearführungsteile, oder für die Herstellung von Armaturenteilen für die Leitung
von Fluiden, umfassend
3,0 - 8,0 Gew.-% Zinn,
1,5 - 6,0 Gew.-% Zink,
0,1 - 1,8 Gew.-% Indium,
0,2 - 0,8 Gew.-% Schwefel,
wobei die Summe des gewichtsprozentualen Anteils von Zinn und Zink 5,0 - 12,0 Gew.-%
beträgt,
wobei die Summe des gewichtsprozentualen Anteils von Indium und Schwefel 0,5 - 2,0
Gew.-% beträgt,
und weiter gegebenenfalls umfassend folgende Legierungselemente
bis 0,20 Gew.-% Eisen,
bis 2,5 Gew.-% Nickel,
bis 0,30 Gew.-% Antimon,
bis 0,50 Gew.-% Mangan,
bis 0,3 Gew.-% Phosphor,
und verunreinigungsbedingte Elemente jeweils bis höchstens 0,10 Gew.-% und in der
Summe höchstens bis
0,5 Gew.-%, und
Rest Kupfer.
2. Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe des gewichtsprozentualen Anteils von Indium und Schwefel wenigstens 0,6
Gew.-%, insbesondere wenigstens 0,7 Gew.-%, insbesondere wenigstens 0,8 Gew.-%, insbesondere
wenigstens 0,9 Gew.-% insbesondere wenigstens 1,0 Gew.-%, insbesondere wenigstens
1,1 Gew.-%, besondere wenigstens 1,2 Gew.-% und/oder insbesondere höchstens 1,9 Gew.-%,
insbesondere höchstens 1,8 Gew.-%, insbesondere höchstens 1,7 Gew.-% beträgt.
3. Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens 0,2 Gew.-%, insbesondere wenigstens 0,3 Gew.-%, insbesondere wenigstens
0,4 Gew.-%, insbesondere wenigstens 0,5 Gew.-%, insbesondere wenigstens 0,7 Gew.-%,
insbesondere wenigstens 1,0 Gew.-%, und/oder höchstens 1,7 Gew.-% Indium umfasst.
4. Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens 0,3 Gew.-%, insbesondere wenigstens 0,4 Gew.-% und/oder insbesondere
höchstens 0,7 Gew.-%, insbesondere höchstens 0,6 Gew.-% Schwefel umfasst.
5. Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens 3,5 Gew.-%, insbesondere wenigstens 4,0 Gew.-%, insbesondere wenigstens
4,5 Gew.-%, insbesondere wenigstens 5,0 Gew.-%, insbesondere wenigstens 5,5 Gew.-%,
insbesondere wenigstens 6,0 Gew.-% und/oder höchstens 7,5 Gew.-%, insbesondere höchstens
7 Gew.-% Zinn umfasst.
6. Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens 2,0 Gew.-%, insbesondere wenigstens 2,5 Gew.-%, insbesondere wenigstens
3,0 Gew.-%, insbesondere wenigstens 3,5, insbesondere wenigstens 4,0 Gew.-% und/oder
insbesondere höchstens 5,5 Gew.-%, insbesondere höchstens 5,0 Gew.-% Zink umfasst.
7. Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie 3,0 bis 5,0 Gew.-% Zinn und 1,5 - 3,0 Gew.-% Zink umfasst.
8. Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche
1-6, dadurch gekennzeichnet, dass sie 5,5 bis 8,0 Gew.-% Zinn und 2,0 - 5,0 Gew.-% Zink umfasst und dass die Summe
des gewichtsprozentualen Anteils von Zinn und Zink 8,0 - 12,0 Gew.-% beträgt
9. Kupfer-Zinn-Stranggusslegierung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Summe des gewichtsprozentualen Anteils von Zinn und Zink wenigstens 8,5 Gew.-%,
insbesondere wenigstens 9,0 Gew.-%, insbesondere wenigstens 9,5 Gew.-%, insbesondere
wenigstens 10,0 Gew.-%, und/oder höchstens 11,5 Gew.-%, insbesondere höchstens 11,0
Gew.-% beträgt.
10. Strangguss-Rohling oder Strangguss-Zwischenprodukt, insbesondere in Strangform oder
Rohrform, hergestellt durch Vergießen einer Stranggusslegierung nach einem oder mehreren
der vorstehenden Ansprüche, im Stranggießverfahren, wobei der Strangguss-Rohling oder
das Strangguss-Zwischenprodukt umfasst:
3,0 - 8,0 Gew.-% Zinn,
1,5 - 6,0 Gew.-% Zink,
0,1 - 1,8 Gew.-% Indium,
0,2 - 0,8 Gew.-% Schwefel,
wobei die Summe des gewichtsprozentualen Anteils von Zinn und Zink 5,0 - 12,0 Gew.-%
beträgt,
wobei die Summe des gewichtsprozentualen Anteils von Indium und Schwefel 0,5 - 2,0
Gew.-% beträgt,
und weiter gegebenenfalls umfassend folgende Legierungselemente
bis 0,20 Gew.-% Eisen,
bis 2,5 Gew.-% Nickel,
bis 0,30 Gew.-% Antimon,
bis 0,50 Gew.-% Mangan,
bis 0,3 Gew.-% Phosphor,
und verunreinigungsbedingte Elemente jeweils bis höchstens 0,10 Gew.-% und in der
Summe höchstens bis 0,5 Gew.-%, und
Rest Kupfer.
11. Spanend gefertigte Maschinenteile oder Getriebeteile, insbesondere Zahnräder, Schneckenräder,
Laufbuchsen oder Linearführungsteile, oder spanend gefertigte Armaturenteile für die
Leitung von Fluiden, hergestellt durch spanende Bearbeitung eines Strangguss-Rohlings
oder Strangguss-Zwischenprodukts nach Anspruch 10.
1. Copper-tin continuous casting alloy which is lead-free, i.e. lead is not actively
added as an alloying element and an impurity-related residual amount of lead of at
most 0.10 wt.% is present, in particular for the production of machine parts or gear
parts, such as in particular gear wheels, worm wheels, bushings or linear guide parts,
or for the production of fittings for the conduction of fluids, comprising
3.0 - 8.0 wt.% tin,
1.5 - 6.0 wt.% zinc,
0.1 - 1.8 wt.% indium,
0.2 - 0.8 wt.% sulfur,
wherein the sum of the weight percentage of tin and zinc is 5.0 - 12.0 wt.%,
wherein the sum of the weight percentage of indium and sulfur is 0.5 - 2.0 wt.%,
and further optionally comprising the following alloying elements
up to 0.20 wt.% iron,
up to 2.5 wt.% nickel,
up to 0.30 wt.% antimony,
up to 0.50 wt.% manganese,
up to 0.3 wt.% phosphorus,
and impurity-related elements in each case up to at most 0.10 wt.% and in total up
to at most 0.5 wt.%, and
the remainder copper.
2. Copper-tin continuous casting alloy according to claim 1,
characterized in that the sum of the weight percentage of indium and sulfur is at least 0.6 wt.%, in particular
at least 0.7 wt.%, in particular at least 0.8 wt.%, in particular at least 0.9 wt.%,
in particular at least 1.0 wt.%, in particular at least 1.1 wt.%, particularly at
least 1.2 wt.% and/or in particular at most 1.9 wt.%, in particular at most 1.8 wt.%,
in particular at most 1.7 wt.%.
3. Copper-tin continuous casting alloy according to claim 1 or 2, characterized in that it comprises at least 0.2 wt.%, in particular at least 0.3 wt.%, in particular at
least 0.4 wt.%, in particular at least 0.5 wt.%, in particular at least 0.7 wt.%,
in particular at least 1.0 wt.%, and/or at most 1.7 wt.% indium.
4. Copper-tin continuous casting alloy according to claim 1 or 2, characterized in that it comprises at least 0.3 wt.%, in particular at least 0.4 wt.% and/or in particular
at most 0.7 wt.%, in particular at most 0.6 wt.% sulfur.
5. Copper-tin continuous casting alloy according to one or more of the preceding claims,
characterized in that it comprises at least 3.5 wt.%, in particular at least 4.0 wt.%, in particular at
least 4.5 wt.%, in particular at least 5.0 wt.%, in particular at least 5.5 wt.%,
in particular at least 6.0 wt.% and/or at most 7.5 wt.%, in particular at most 7 wt.%
tin.
6. Copper-tin continuous casting alloy according to one or more of the preceding claims,
characterized in that it comprises at least 2.0 wt.%, in particular at least 2.5 wt.%, in particular at
least 3.0 wt.%, in particular at least 3.5, in particular at least 4.0 wt.% and/or
in particular at most 5.5 wt.%, in particular at most 5.0 wt.% zinc.
7. Copper-tin continuous casting alloy according to one or more of the preceding claims,
characterized in that it comprises 3.0 to 5.0 wt.% tin and 1.5 - 3.0 wt.% zinc.
8. Copper-tin continuous casting alloy according to one or more of the preceding claims
1-6, characterized in that it comprises 5.5 to 8.0 wt.% tin and 2.0 - 5.0 wt.% zinc and in that the sum of the weight percentage of tin and zinc is 8.0 - 12.0 wt.%.
9. Copper-tin continuous casting alloy according to one or more of the preceding claims,
characterized in that the sum of the weight percentage of tin and zinc is at least 8.5 wt.%, in particular
at least 9.0 wt.%, in particular at least 9.5 wt.%, in particular at least 10.0 wt.%,
and/or at most 11.5 wt.%, in particular at most 11.0 wt.%.
10. Continuous casting blank or continuous casting intermediate product, in particular
in strand form or tubular form, produced by casting a continuous casting alloy according
to one or more of the preceding claims, in a continuous casting process, wherein the
continuous casting blank or the continuous casting intermediate product comprises:
3.0 - 8.0 wt.% tin,
1.5 - 6.0 wt.% zinc,
0.1 - 1.8 wt.% indium,
0.2 - 0.8 wt.% sulfur,
wherein the sum of the weight percentage of tin and zinc is 5.0 - 12.0 wt.%,
wherein the sum of the weight percentage of indium and sulfur is 0.5 - 2.0 wt.%,
and further optionally comprising the following alloying elements
up to 0.20 wt.% iron,
up to 2.5 wt.% nickel,
up to 0.30 wt.% antimony,
up to 0.50 wt.% manganese,
up to 0.3 wt.% phosphorus,
and impurity-related elements in each case up to at most 0.10 wt.% and in total up
to at most 0.5 wt.%, and
the remainder copper.
11. Machine parts or gear parts manufactured by machining, in particular gear wheels,
worm wheels, bushings or linear guide parts, or fittings manufactured by machining
for the conduction of fluids, produced by machining a continuous casting blank or
continuous casting intermediate product according to claim 10.
1. Alliage de cuivre et d'étain pour coulée continue, qui est conçu sans plomb, c'est-à-dire
que le plomb n'est pas ajouté activement en tant qu'élément d'alliage et qu'il existe
un reste de plomb dû à l'impureté de 0,10 % en poids au plus, en particulier pour
la fabrication de pièces de machines ou de pièces d'engrenages, comme en particulier
des roues dentées, des roues à vis sans fin, des douilles de roulement ou des pièces
de guidage linéaire, ou pour la fabrication de pièces de robinetterie pour la conduite
de fluides, comprenant
3,0 - 8,0 % en poids d'étain,
1,5 - 6,0 % en poids de zinc,
0,1 - 1,8 % en poids d'indium,
0,2 - 0,8 % en poids de soufre,
dans lequel la somme du pourcentage en poids d'étain et de zinc est de 5,0 à 12,0
% en poids,
dans lequel la somme du pourcentage en poids d'indium et de soufre est de 0,5 à 2,0
% en poids,
et comprenant en outre éventuellement les éléments d'alliage suivants
jusqu'à 0,20 % en poids de fer,
jusqu'à 2,5 % en poids de nickel,
jusqu'à 0,30 % en poids d'antimoine,
jusqu'à 0,50 % en poids de manganèse,
jusqu'à 0,3 % en poids de phosphore,
et des éléments liés aux impuretés, chacun jusqu'à 0,10 % en poids au plus et, au
total, jusqu'à 0,5 % en poids au , et le reste étant du cuivre.
2. Alliage de cuivre et d'étain pour coulée continue selon la revendication 1, caractérisé en ce que la somme du pourcentage en poids d'indium et de soufre est d'au moins 0,6 % en poids,
en particulier d'au moins 0,7 % en poids, en particulier d'au moins 0,8 % en poids,
en particulier d'au moins 0,9 % en poids, en particulier d'au moins 1,0 % en poids,
en particulier d'au moins 1,1 % en poids, en particulier d'au moins 1,2 % en poids
et/ou en particulier d'au plus 1,9 % en poids, en particulier d'au plus 1,8 % en poids,
en particulier d'au plus 1,7 % en poids.
3. Alliage de cuivre et d'étain pour coulée continue selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il comprend au moins 0,2 % en poids, en particulier au moins 0,3 % en poids, en particulier
au moins 0,4 % en poids, en particulier au moins 0,5 % en poids, en particulier au
moins 0,7 % en poids, en particulier au moins 1,0 % en poids, et/ou au plus 1,7 %
en poids d'indium.
4. Alliage de cuivre et d'étain pour coulée continue selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il comprend au moins 0,3 % en poids, en particulier au moins 0,4 % en poids et/ou
en particulier au plus 0,7 % en poids, en particulier au plus 0,6 % en poids de soufre.
5. Alliage de cuivre et d'étain pour coulée continue selon une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'il comprend au moins 3,5 % en poids, en particulier au moins 4,0 % en poids, en particulier
au moins 4,5 % en poids, en particulier au moins 5,0 % en poids, en particulier au
moins 5,5 % en poids, en particulier au moins 6,0 % en poids et/ou au plus 7,5 % en
poids, en particulier au plus 7 % en poids d'étain.
6. Alliage de cuivre et d'étain pour coulée continue selon une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'il comprend au moins 2,0 % en poids, en particulier au moins 2,5 % en poids, en particulier
au moins 3,0 % en poids, en particulier au moins 3,5 % en poids, en particulier au
moins 4,0 % en poids, et/ou en particulier au plus 5,5 % en poids, en particulier
au plus 5,0 % en poids de zinc.
7. Alliage de cuivre et d'étain pour coulée continue selon une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'il comprend 3,0 à 5,0 % en poids d'étain et 1,5 à 3,0 % en poids de zinc.
8. Alliage de cuivre et d'étain pour coulée continue selon une ou plusieurs des revendications
précédentes 1 à 6, caractérisé en ce qu'il comprend 5,5 à 8,0 % en poids d'étain et 2,0 à 5,0 % en poids de zinc, et en ce que la somme du pourcentage en poids d'étain et de zinc est de 8,0 à 12,0 % en poids.
9. Alliage de cuivre et d'étain pour coulée continue selon une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la somme du pourcentage en poids d'étain et de zinc est d'au moins 8,5 % en poids,
en particulier d'au moins 9,0 % en poids, en particulier d'au moins 9,5 % en poids,
en particulier d'au moins 10,0 % en poids, et/ou d'au plus 11,5 % en poids, en particulier
d'au plus 11,0 % en poids.
10. Ébauche de coulée continue ou produit intermédiaire de coulée continue, en particulier
sous forme de barre ou de tube, fabriquée par coulée d'un alliage de coulée continue
selon une ou plusieurs des revendications précédentes, dans le procédé de coulée continue,
dans laquelle l'ébauche de coulée continue ou le produit intermédiaire de coulée continue
comprend :
3,0 - 8,0 % en poids d'étain,
1,5 - 6,0 % en poids de zinc,
0,1 - 1,8 % en poids d'indium,
0,2 - 0,8 % en poids de soufre,
dans laquelle la somme du pourcentage en poids d'étain et de zinc est de 5,0 à 12,0
% en poids,
dans laquelle la somme du pourcentage en poids d'indium et de soufre est de 0,5 à
2,0 % en poids,
et comprenant en outre éventuellement les éléments d'alliage suivants
jusqu'à 0,20 % en poids de fer,
jusqu'à 2,5 % en poids de nickel,
jusqu'à 0,30 % en poids d'antimoine,
jusqu'à 0,50 % en poids de manganèse,
jusqu'à 0,3 % en poids de phosphore,
et des éléments liés aux impuretés, chacun jusqu'à 0,10 % en poids au plus et, au
total, jusqu'à 0,5 % en poids au plus, et le reste étant du cuivre.
11. Pièces de machine ou pièces d'engrenage usinées par enlèvement de copeaux, en particulier
roues dentées, roues à vis sans fin, douilles de roulement ou pièces de guidage linéaire,
ou pièces de robinetterie usinées par enlèvement de copeaux pour la conduite de fluides,
fabriquées par usinage par enlèvement de copeaux d'une ébauche de coulée continue
ou d'un produit intermédiaire de coulée continue selon la revendication 10.