[0001] Die Erfindung betrifft eine Skibindung mit einem Zehenhalter, der bevorzugt in einer
Draufsicht auf die Skibindung quer zu einer Längsrichtung der Skibindung eine Schwenkachse
für einen vom Zehenhalter gehaltenen Skischuh definiert, und einen Fersenhalter mit
einem Fersenhaltergehäuse und einem erst en Halteelement und einem zweiten Halteelement
für einen Halteeingriff mit einer Skischuhferse. Das erste Halteelement und das zweite
Halteelement bewegen sich bei einem Einstieg in die Bindung und bei einer Vertikalauslösung
des Fersenhalters entlang gerader Führungsbahnen, die zumindest abschnittsweise jeweils
quer zur Längsrichtung zu den Seiten voneinander weg schräg nach unten weisen.
[0002] Die Erfindung betrifft eine Skibindung mit einem Zehenhalter, der in einer Draufsicht
auf die Skibindung quer zu einer Längsrichtung der Skibindung eine Schwenkachse für
einen vom Zehenhalter gehaltenen Skischuh definiert, und einem Fersenhalter.
[0003] Bei der Skibindung handelt es sich bevorzugt um eine Skibindung, die vom Nutzer für
das Tourengehen benutzt werden kann. Dabei kann die Tourenbindung so eingestellt werden,
dass ein Aufstieg mit der Bindung möglich ist, sodass der Skischuh vom Fersenhalter
freigegeben ist, und eine Abfahrt mit der Bindung möglich ist, bei der der Skischuh
im Fersenhalter gehalten wird. Der Fersenhalter kann mit dem Skikörper oder mit einer
Platte, die relativ zum Skikörper bewegt werden kann, verbunden sein.
[0004] Der Zehenhalter ist ein im Stand der Technik bekannter Zehenhalter, z.B. ein Zehenhalter
für eine Tourenskibindung mit zwei sogenannten Pins, die seitlich in die Skischuhsohle
in entsprechende Aufnahmen eingreifen können, um den Skischuh im Zehenhalter beim
Aufstieg zu halten, so dass der Skischuh um eine Achse, die durch die Pins und die
Aufnahmen der Skischuhsohle verläuft, verschwenkt werden kann.
[0005] Speziell für Tourengeher spielt das Gewicht der Tourenskibindung eine immer wichtigere
Rolle, da jedes eingesparte Gramm an Gewicht das Tourengehen erleichtert. Gleichzeitig
möchte man aber keine Abstriche bei der Sicherheit und Handhabung machen, weshalb
eine Einstellbarkeit des Auslösewerts (sogenannter "Z-Wert") bei der Bindung essentiell
ist. Bei höheren Z-Werten (gewählt nach Gewicht und Können des Tourengehers) leidet
bei vielen Tourenbindungen der Einstiegskomfort der Bindung. Insbesondere bei Einstieg
mit dem Skischuh in den Fersenhalter muss hier in der Regel die Auslösekraft überwunden
werden, was bei höher gewählten Z-Werten sehr kraftraubend sein kann. Es ist daher
eine Aufgabe der Erfindung, einen Fersenhalter für eine Tourenskibindung bereit zu
stellen, der eine Einstellbarkeit des Auslösewerts ermöglicht und gleichzeitig einen
verbesserten Einstiegskomfort bietet. Der Einstiegskomfort wird dadurch verbessert,
dass die Einstiegskraft im Verhältnis zur Auslösekraft verringert wird.
[0006] Diese erfindungsgemäße Aufgabe erfüllt eine Skibindung mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0007] Der Zehenhalter kann mit dem Ski direkt verbunden sein oder mit einer mit dem Ski
verbundenen Basis verbunden werden.
[0008] Der Fersenhalter umfasst eine Basis, ein von der Basis aufragendes Fersenhaltergehäuse,
ein erstes Halteelement und ein zweites Halteelement. Das erste Halteelement und das
zweite Halteelement weisen jeweils einen Eingriffsabschnitt für einen Halteeingriff
mit einer Skischuhferse, einen Lagerabschnitt und in Längsrichtung zwischen dem Eingriffsabschnitt
und dem Lagerabschnitt bevorzugt einen Koppelabschnitt auf.
[0009] Das erste Halteelement und das zweite Halteelement können zwei separate Bauteile
sein, die nicht miteinander geformt oder verbunden sind. Insbesondere kann es sich
um zwei stabförmige Teile bevorzugt Vollkörperteile handeln, die einen konstanten
oder über die Länge sich ändernden insbesondere runden oder kreisrunden Querschnitt
haben.
[0010] Das erste Haltelement und das zweite Halteelement können Teile eines einzigen Halteelementkörpers
sein, beispielsweise eines U-Bügels. In diesem Fall bilden die freien Enden des U-Bügels
die Eingriffsabschnitte des erste Halteelements und des zweiten Halteelements und
das gebogene, geschlossene Ende des U-Bügels bildet den Lagerabschnitt. Die Koppelabschnitte
sind durch die zumindest im Wesentlichen parallelen zueinander verlaufenden U-Balken
im Bereich zwischen den freien Enden und dem geschlossenen Ende des U-Bügels gebildet.
[0011] Weiterhin umfasst der Fersenhalter eine Stützeinrichtung, welche die Halteelemente
im Bereich des jeweiligen Lagerabschnitts aufnimmt, und eine Vorspanneinrichtung,
gegen deren Vorspannkraft die Haltelemente um die jeweilige Schwenkachse aus dem Halteeingriff
bewegbar sind.
[0012] Bei der Stützeinrichtung kann es sich um einen Teil des Fersenhaltergehäuses handeln,
das z.B. eine Aufnahme für den oder die Lagerabschnitte umfasst, wie z.B. eine Nut,
in die das geschlossene Ende des U-Bügels gelegt werden kann. Die Stützeinrichtung
kann auch ein zusätzliches Bauteil sein, dass den oder die Lagerabschnitt/e des/r
Halteelements/e aufnimmt und mit dem Fersenhaltergehäuse verbunden oder verbindbar
ist. Die Stützeinrichtung kann relativ zum Fersengehäuse bewegt werden oder der/die
Lagerabschnitt/e können sich relativ zu der Stützeinrichtung bewegen.
[0013] Der Fersenhalter hat eine erste Führungsbahn, die in einer Draufsicht auf den Fersenhalter
quer zur Längsrichtung erstreckt ist und das erste Halteelement in einem Führungseingriff
quer zur Längsrichtung führt.
[0014] Der Fersenhalter hat eine zweite Führungsbahn, die in der Draufsicht quer zur Längsrichtung
erstreckt ist und das zweite Halteelement in einem Führungseingriff quer zu Längsrichtung
führt.
[0015] Die erste Führungsbahn für das erste Halteelement und die zweite Führungsbahn für
das zweite Halteelement sind über ihre im Führungseingriff befindliche Erstreckung
jeweils gerade oder aus geraden Führungsabschnitten zusammengesetzt und weisen jeweils
zumindest abschnittsweise quer zur Längsrichtung zu den Seiten voneinander weg schräg
nach unten. Durch die Wahl eines geeigneten Neigungswinkels zur Schrägstellung der
ersten und zweiten Führungsbahn wird das Verhältnis von Einstiegskraft zu Auslösekraft
verringert und dadurch ein kraftreduzierter Einstieg in die Skibindung ermöglicht.
[0016] Die erste Führungsbahn und die zweite Führungsbahn können jeweils einen quer zur
Längsrichtung geraden beispielsweise im Wesentlichen horizontal ausgerichteten geraden
inneren Führungsbahnabschnitt und wenigstens einen quer zur Längsrichtung ausgerichteten
geraden äußeren Führungsbahnabschnitt umfassen. Wobei der innere Führungsabschnitt
mit einem inneren Ende einer horizontalen Mittellängsebene am nächsten liegen kann,
während ein äußeres Ende des äußeren Führungsabstand einen größten Abstand der jeweiligen
Führungsbahn von der Mittellängslinie haben kann. Der innere Führungsbahnabschnitt
und der äußere Führungsbahnabschnitt der ersten und der zweiten Führungsbahn gehen
in einem Winkel ineinander über oder sind winklig miteinander verbunden. Bei dem Winkel
handelt es sich bevorzugt um einen stumpfen Winkel. Der Winkel kann größer sein als
160°, bevorzug größer als 165°, besonders bevorzugt ca. 170°. Der Übergang von dem
inneren Führungsbahnabschnitt in den äußeren Führungsbahnabschnitt kann erfolgen,
wenn das jeweilige Haltelement im Führungseingriff ca. 25% bis 75% des Weges entlang
der Führungsbahn zurückgelegt hat. Der Übergang von dem inneren Führungsbahnabschnitt
in den äußeren Führungsbahnabschnitt kann dabei beispielsweise einen eckigen oder
auch runden Verlauf aufweisen.
[0017] Der Führungseingriff für das erste Halteelement und der Führungseingriff für das
zweite Halteelement sind bevorzugt in einer dem Zehenhalter zugewandten vorderen Gehäusewand
des Fersenhaltergehäuses gebildet. Insbesondere kann es sich im Langlöcher in der
Gehäusewand handeln. Die Langlöcher können einen Durchmesser quer zu ihrer Längserstreckung
haben, der im Wesentlichen dem Durchmesser des ersten Halteelements bzw. des zweiten
Halteelements entspricht. Die Führungseingriffe können auch in einem oder jeweils
einem zusätzlichen, bevorzugt plattenförmigen Bauteil gebildet sein, das in Längsrichtung
vor dem Fersenhaltergehäuse angeordnet ist und/oder mit dem Fersenhalter verbunden
ist oder verbunden werden kann.
[0018] Beim Lösen des Halteingriffs bzw. bei einer Vertikalauslösung des Fersenhalters kann
sich das erste Halteelement entlang der ersten Führungsbahn, die nur einen ersten
Führungsbahnabschnitt umfasst, in einer ersten geneigten Ebene und das zweite Halteelement
entlang der zweiten Führungsbahn, die nur einen ersten Führungsbahnabschnitt umfasst,
in einer zweiten geneigten Ebene bewegen. Bevorzugt ist die zweite geneigte Ebene
ein Spiegelbild der ersten geneigten Ebene mit der horizontalen Mittelebene des Fersenhalters
als Spiegelebene.
[0019] Bestehen die erste Führungsbahn und die zweite Führungsbahn jeweils aus einem inneren
Führungsbahnabschnitt und einem äußeren Führungsbahnabschnitt, bewegt sich bei Lösen
des Halteeingriffs bzw. bei einer Vertikalauslösung des Fersenhalters das erste Halteelement
entlang der ersten Führungsbahn im inneren Führungsbahnabschnitt entlang einer dritten
im Wesentlichen horizontalen Ebene und im äußeren Führungsbahnabschnitt entlang der
geneigten ersten Ebene und das zweite Halteelement entlang des inneren Führungsbahnabschnitts
in einer vierten im Wesentlichen horizontalen Ebene und entlang des äußeren Führungsbahnabschnitts
entlang der geneigten zweiten Ebene. Ist die zweite Führungsbahn eine Spiegelung der
ersten Führungsbahn und sind die dritte Ebene und die vierte Ebene horizontal ausgerichtet,
so bilden die beide Ebenen eine gemeinsame Ebene.
[0020] Die erste geneigte Ebene und die zweite geneigte Ebene können zu einer horizontalen
Aufstandsfläche für den Fersenhalter einen Neigungswinkel nach unten von 4° bis 22°,
bevorzugt von 8° bis 15°, und besonders bevorzugt von ca. 10° bzw. 10°±2° haben.
[0021] Die dritte Ebene und die vierte Ebene können horizontal Ebenen parallel zu der horizontalen
Aufstandsfläche für den Fersenhalter sein oder sie können zu der horizontalen Aufstandsfläche
einen positiven oder negativen Neigungswinkel von <4° haben.
[0022] Der Fersenhalter kann ferner eine Stellstruktur umfassen, die in einem Eingriff mit
dem Koppelabschnitt des ersten Haltelements eine Schwenkachse für das erste Haltelement
und in einem Eingriff mit dem Koppelabschnitt des zweiten Haltelements eine Schwenkachse
für das zweite Haltelement in einer Seitenansicht jeweils quer zur Längsrichtung definiert.
[0023] Die Stellstruktur kann klammerförmig oder bügelförmig sein, mit einer Hauptstrebe
oder Traverse und zwei an den Enden der Hauptstrebe in Wesentlichen senkrecht vorstehenden
Armen, die sich im Wesentlichen parallel zueinander erstrecken. Die Arme umfassen
jeweils ein freies Ende. Die Arme sind fest mit der Hauptstrebe verbunden oder bevorzugt
in einem Stück mit der Hauptstrebe urgeformt. Der erste Arm, der mit dem Koppelabschnitt
des ersten Haltelements zusammenwirkt, und der zweite Arm, der mit dem Koppelabschnitt
des zweiten Halteelements zusammenwirkt, können im Bereich ihrer freien Enden gebogen
sein, so dass die freien Enden einander gegenüberliegen. Der erste Arm und der zweite
Arm können an dem ersten bzw. zweiten Halteelement an sich zugewandten seitlichen
Innen- oder einander abgewandten seitlichen Außenseiten der Halteelemente anliegen
und/oder das jeweilige Haltelement seitlich innen oder außen umgreifen. Die Arme können
durch Krafteinwirkung zum Beispiel der Haltelemente elastisch verformt werden. Die
Hauptstrebe kann in einer Draufsicht auf den Fersenhalter über oder unter den Haltelementen
angeordnet sein. Alternativ kann die Stellstruktur auch eine geschlossene Geometrie
aufweisen und das erste bzw. zweite Halteelement umschließen. Dabei können entsprechende
Öffnungen für das erste bzw. zweite Halteelement in der Stellstruktur vorgesehen sein.
[0024] Die Lagerabschnitte können in der Draufsicht gegen die Vorspannkraft der Vorspanneinrichtung
aufeinander zu bewegt und die Schwenkachsen können an voneinander abgewandten, außenliegenden
Längsseiten der Koppelabschnitte oder einander zugewandten, innenliegenden Längsseiten
der Kopplungsabschnitte oder auf der Achse der Haltelemente gebildet sein. Dabei können
zusätzliche Lagerelemente für die Halteelemente Verwendung finden, die insbesondere
gemeinsam mit der Stellstruktur entlang der Halteelemente verschoben werden können.
[0025] Die Stellstruktur ist relativ zum Fersenhaltergehäuse und den Halteelementen in unterschiedliche
Stellpositionen verstellbar und in den Stellpositionen jeweils fixierbar. Die Verstellung
der Stellstruktur verstellt die Position der jeweiligen Schwenkachse relativ zu den
Halteelementen und vorzugsweise auch relativ zum Fersenhaltergehäuse und verändert
dadurch z.B. eine zum Lösen des Halteeingriffs erforderliche Auslösekraft in Vertikalrichtung.
[0026] Die Stellstruktur ist bevorzug linear in Längsrichtung der Skibindung bewegbar. Dazu
kann die Stellstruktur entlang der Koppelabschnitte kontinuierlich verschoben und
in jeder Position gegen ein ungewolltes Verschieben gesichert werden. Dabei kann die
Stellstruktur stufenlos verschoben und in der jeweiligen Position gesichert werden.
Die Sicherung kann hierbei durch selbstsichernde Elemente erfolgen. Weiterhin kann
die Stellstruktur auch in unterschiedliche, vorgebebene Rastpositionen bewegt und
dort gesichert werden. Die Position der Stellstruktur an den Koppelabschnitten kann
ein Kraft zum Einsteigen in den Fersenhalter und/oder eine Auslösekraft des Fersenhalters,
bevorzugt im Wesentlichen senkrecht nach oben, bestimmen. Die Auslösekraft muss beispielsweise
bei harten Schlägen des Skis oder im Falle eines Sturzes überwunden werden, um das
Fersenende des Skischuhs in Vertikalrichtung aus dem Fersenhalter zu entlassen. Dadurch
können Verletzungen vermieden oder zumindest die Verletzungsgefahr vermindert werden.
[0027] Die Stützeinrichtung kann die Halteelemente im Bereich des jeweiligen Lagerabschnitts
in Längsrichtung festlegen. Das heißt, die in der Stützeinrichtung gehaltenen Halteelemente
können in Längsrichtung der Skibindung bzw. des Fersenhalters innerhalb des Fersenhaltergehäuses
nicht linear in Richtung des Zehenhalters und/oder in die Gegenrichtung bewegt werden.
Die in der Stützeinrichtung gehaltenen und in Längsrichtung festgelegten Haltelemente
können jedoch um eine jeweilige Rotationsachse drehbar in der Stützeinrichtung gelagert
sein.
[0028] Die Verstellung der Stellstruktur kann eine Verstellung der Position der Schwenkachsen
in Längsrichtung der Skibindung bewirken.
[0029] Die Stellstruktur kann ein erstes Widerlagerelement seitlich neben dem Koppelabschnitt
des ersten Halteelements und ein zweites Widerlagerelement seitlich neben dem Koppelabschnitt
des zweiten Halteelements aufweisen. Die Widerlagerelemente weisen bevorzugt eine
glatte Oberfläche mit geringem Reibungswiderstand auf. Das Material der Widerlagerelemente
weist bevorzug einen kleinen Elastizitätskoeffizienten auf, bevorzugt einen Elastizitätskoeffizienten,
der im Wesentlichen einem Elastizitätskoeffizienten des Materials der Halteelemente
entspricht oder kleiner ist. Dazu können die Widerlagerelemente beispielsweise aus
dem gleichen Material gebildet sein, wie die Haltelemente.
[0030] Die Vorspannkraft der Vorspanneinrichtung kann den Koppelabschnitt des ersten Halteelements
quer zur Längsachse der Skibindung in einen Anschlagkontakt mit dem ersten Widerlagerelement
und den Koppelabschnitt des zweiten Halteelements quer zur Längsachse der Skibindung
in einen Anschlagkontakt mit dem zweiten Widerlagerelement spannen.
[0031] Die Schwenkachsen können im Anschlagkontakt der Koppelabschnitte und des jeweiligen
Widerlagerelements gebildet werden.
[0032] Die Stellstruktur kann eine Traverse aufweisen, die relativ zum Fersenhaltergehäuse
in Längsrichtung verschiebbar geführt ist und sich in der Draufsicht über oder unter
den Halteelementen quer zur Längsrichtung und vorzugsweise seitlich über die Halteelemente
hinaus erstreckt.
[0033] Die Widerlagerelemente können mit der Traverse verbunden oder an der Traverse geformt
sein und dem jeweiligen Koppelabschnitt lateral zugewandt jeweils eine bevorzugt konvex
runde Kontaktfläche aufweisen, mit welcher der jeweilige Koppelabschnitt in dem Anschlagkontakt
ist. Die Wiederlagerelemente können an der Traverse drehbar gelagert sein.
[0034] Die Vorspannkraft der Vorspanneinrichtung kann im jeweiligen Lagerabschnitt quer
zur Längsrichtung und/oder quer zu den Schwenkachsen auf die Halteelemente wirken.
[0035] Die Vorspanneinrichtung kann eine oder mehrere auf Druck vorgespannte Federn oder
Federelemente umfassen. Die jeweilige Feder kann eine quer zur Längsrichtung und/oder
quer zu den Schwenkachsen weisende Federachse haben. Das heißt, die Federachse kann
im Wesentlichen parallel zu der Schwenkachse für den vom Zehenhalter gehaltenen Skischuh
oder senkrecht zu einer Unterseite der Basis nach oben gerichtet sein.
[0036] Die Stützeinrichtung kann ein quer zur Längsrichtung bewegliches erstes Stützelement
und ein quer zur Längsrichtung bewegliches zweites Stützelement umfassen. Dabei kann
das erste Stützelement das erste Halteelement in Längsrichtung stützen und das zweite
Stützelement kann das zweite Halteelement in Längsrichtung stützen.
[0037] Die Vorspannkraft der Vorspanneinrichtung kann in die Stützelemente eingeleitet werden.
[0038] Der Fersenhalter weist bevorzugt eine Führung auf, vorzugsweise eine Führungsbahn,
welche die Stützelemente in einem Führungseingriff, vorzugsweise in einem Gleitkontakt,
quer zur Längsrichtung und quer zu den Schwenkachsen führt. Der Fersenhalter weist
bevorzugt eine erste Führungsbahn für das erste Halteelement und eine zweite Führungsbahn
für das zweite Halteelement auf.
[0039] Das erste Stützelement kann das erste Halteelement um eine Längsachse des ersten
Halteelements drehbar lagern. Das zweite Stützelement kann das zweite Halteelement
um eine Längsachse des zweiten Halteelements drehbar lagern.
[0040] Das erste Halteelement kann einen zweiarmigen Hebel um die erste Schwenkachse und
das zweite Halteelement kann einen zweiarmigen Hebel um die zweite Schwenkachse bilden.
Die Hebel können jeweils einen von der zugehörigen Schwenkachse in Richtung auf den
jeweiligen Eingriffsabschnitt erstreckten vorderen Hebelarm und einen von der zugehörigen
Schwenkachse in Richtung auf den jeweiligen Lagerabschnitt erstreckten hinteren Hebelarm
aufweisen. Durch die Verstellung der Stellstruktur kann die Position der jeweiligen
Schwenkachse und für das jeweilige Halteelement das Verhältnis der Länge des vorderen
Hebelarms zur Länge des hinteren Hebelarms verstellt werden.
[0041] Die Vorspannkraft der Vorspanneinrichtung im jeweiligen Lagerabschnitt kann in einer
Krafteinleitstelle wirken. Dabei kann die Länge des vorderen Hebelarms des jeweiligen
Halteelements von der zugehörigen Schwenkachse bis zu einem freien vorderen Ende des
jeweiligen Halteelements und die Länge des hinteren Hebelarms des jeweiligen Halteelements
von der zugehörigen Schwenkachse bis zur Krafteinleitungsstelle des jeweiligen Halteelements
gemessen werden. Die jeweilige Schwenkachse kann in Längsrichtung des zugehörigen
Halteelements so weit hin und her verstellt werden, dass das Verhältnis der Länge
des vorderen Hebelarms zur Länge des hinteren Hebelarms von einem kleinsten Wert auf
einen größten Wert vergrößert werden kann. Dabei kann das Hebelverhältnis des vorderen
Hebelarms zum hinteren Hebelarm in einem Bereich zwischen 0,5:1 bis 5:1, bevorzugt
zwischen 1:1 bis 4:1 liegen.
[0042] Der Fersenhalter kann ferner ein Einstellorgan umfassen, das mit der Stellstruktur
so gekoppelt ist, dass eine Verstellung des Einstellorgans die Verstellung der Stellstruktur
bewirkt und die Stellstruktur in jeder Stellposition z. B. aufgrund Reibschluss oder
aufgrund der Gewindesteigung eines die Verstellung bewirkendes Gewindes einer vom
Einstellorgan umfassten Schraube fixiert ist.
[0043] Das Fersenhaltergehäuse kann für eine Seitenauslösung des Fersenhalters gegen eine
Vorspannkraft vorzugsweise einer weiteren Vorspanneinrichtung relativ zur Basis um
eine vertikal gerichtete Drehachse bewegt werden. Eine derartige Auslöseeinrichtung
für die Seitenauslösung eines Fersenhalters ist aus der Patentanmeldung
DE 10 2017 120 702 A1 der Anmelderin bekannt, die diesbezüglich in Bezug genommen wird.
[0044] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Die Figuren zeigen:
- Figur 1:
- perspektivische Ansicht eines Fersenhalters;
- Figur 2:
- Vertikalschnitt in Längsrichtung der Skibindung durch den Fersenhalter der Figur 1;
- Figur 3:
- Ansicht eines Vertikalschnitts durch den Fersenhalter der Figur 1 quer zur Längsrichtung
in Höhe der Stützeinrichtung;
- Figur 4:
- Ansicht des Fersenhalters der Figur 1 von oben in einer Schnittansicht entlang dem
Schnitt C-C aus der Figur 3;
- Figur 5:
- Ansicht des Fersenhalters der Figur 1 von oben in einer Schnittansicht entlang dem
Schnitt D-D aus der Figur 3;
- Figur 6:
- Ansicht des Fersenhalters der Figur 1 von oben in einer Schnittansicht entlang dem
Schnitt E-E aus der Figur 3;
- Figur 7:
- Vertikalschnitt durch den Fersenhalter der Figur 1 entlang der Mittelachse eines der
Halteelemente, ohne Fersenhaltergehäuse und mit einer ersten Ausführung der Stützeinrichtung;
- Figur 8:
- Vertikalschnitt durch den Fersenhalter der Figur 1 entlang der Mittelachse eines der
Halteelemente, ohne Fersenhaltergehäuse und mit einer zweiten Ausführung der Stützeinrichtung;
- Figur 9:
- Explosionszeichnung einer zweiten Ausführung einer Mechanik umfassend die Halteelemente,
die Stützeinrichtung und die Stellstruktur;
- Figur 10:
- diverse Schnittansichten der Mechanik der Figur 9;
- Figur 11:
- Vorderseite Fersenhaltergehäuse mit geraden Führungsbahnen für die Halteelemente,
erste Ausführung;
- Figur 12:
- Vorderseite Fersenhaltergehäuse mit geraden Führungsbahnen für die Halteelemente,
zweite Ausführung;
- Figur 13:
- erste Ausführung der Mechanik mit vorgespannten Halteelementen;
- Figur 14:
- Mechanik der Figur 13 mit komprimierter Vorspanneinrichtung.
- Figur 15:
- Skizze von einem Skischuh-Insert in Kontakt mit einem Haltelement beim Einstieg in
den Fersenhalter
- Figur 16:
- Skizzen von einem Skischuh-Insert in Kontakt mit einem Haltelement beim Einstieg bzw.
Auslösen und der wirkenden Kräfte
[0045] Die Figur 1 zeigt einen Fersenhalter 1 einer nicht vollständig gezeigten Skibindung,
die weiterhin einen nicht dargestellten, im Stand der Technik bekannten Zehenalter
umfasst.
[0046] Der Fersenhalter 1 umfasst eine Basis 2, die im gezeigten Ausführungsbeispiel als
Schlitten ausgeführt ist, der auf eine mit dem nicht gezeigten Ski verbindbare Schiene
S aufgeschoben werden kann. Von der Basis 2 ragt ein bevorzugt mehrteiliges Fersenhaltergehäuse
3 auf. Das Fersenhaltergehäuse 3 kann mit der Basis 2 fest verbunden oder mit einem
der Fersenhaltergehäuseteile (32, 33) in einem Stück beispielweise durch Druckguss
oder ein generatives Verfahren gebildet sein.
[0047] Eine Skibremse B ist mit der Schiene S verbunden, wobei die Skibremse B respektive
die Bremsarme A1, A2 mittels einer Feststell- und Freigabemechanik, von der nur ein
Freigabehebel H zu sehen ist, für den Aufstiegsmodus in der gezeigten Position festgelegt
werden kann. Für den Alpinmodus kann die Festlegung mithilfe des Freigabehebels H
aufgehoben werden, so dass die Bremsarme A1, A2 respektive deren freien Enden von
der Mechanik nach unten bewegt werden, wenn das Pedal P der Skibremse B lastfrei ist.
[0048] Das Fersenhaltergehäuse 3 umfasst eine dem nicht gezeigten Zehenhalter zugewandte
Frontwand 31 mit einer ersten Durchgangsöffnung 38 für ein erstes Halteelement 4 und
einer zweiten Durchgangsöffnung 39 für ein zweites Halteelement 5. Das erste Halteelement
4 und das zweite Haltelement 5 sind innerhalb des Fersenhaltergehäuses 3 gelagert.
Aus dem Fersenhaltergehäuse 3 ragen in Richtung des nicht gezeigten Zehenhalters ein
Eingriffsabschnitt 41 des ersten Halteelements 4 und ein Eingriffsabschnitt 51 des
zweiten Halteelements 5.
[0049] Die Figur 2 zeigt einen mittigen Längsschnitt durch den Fersenhalter 1 der Figur
1. In der Schnittansicht ist zu sehen, dass das Fersenhaltergehäuse 3 einen Hohlraum
11 bildet, in dem eine im Folgenden beschriebene Mechanik angeordnet ist, mit der
eine Einstiegskraft in den Fersenhalter 1 und/oder ein Auslösekraft für eine Senkrechtauslösung
des Fersenhalters 1 eingestellt werden kann.
[0050] Das Fersenhaltergehäuse 3 besteht im Ausführungsbeispiel aus einem ersten Fersengehäuseteil
32 und einem zweiten Fersengehäuseteil 33, die miteinander verliersicher aber relativ
zueinander drehbar verbunden werden können. Das Fersenhaltegehäuse 3 ist über des
zweite Fersengehäuseteil 32 mit der Basis 2 verbunden. Bevorzugt ist das Fersenhaltergehäuseteil
32 mit der Basis 2 so verbunden, dass es relativ zur Basis 2 um eine Drehachse R,
die senkrecht von der Basis 2 in Y-Richtung aufragt, drehen kann. Das zweite Fersengehäuseteil
33 umfasst eine Kulisse 14, die eine Kugel 15 lagert. Die Kugel 15 kann im Ausführungsbeispiel
mittels eines Federelements 16 gegen die Kulisse 14 gespannt werden, wodurch eine
Querauslösekraft des Fersenhalters 1 eingestellt werden kann. Eine derartige Auslöseeinrichtung
für die Querauslösung eines Fersenhalters ist aus der Patentanmeldung
DE 10 2017 120 702 A1 der Anmeldering bekannt, die diesbezüglich in Bezug genommen wird.
[0051] Die Figur 2 zeigt das erste Haltelement 4. Von dem ersten Haltelement 4 ist der Eingriffsabschnitt
41 und ein Lagerabschnitt 43 zu sehen, während ein zwischen Eingriffsabschnitt 41
und Lagerabschnitt 43 liegender Koppelabschnitt 42, der den Eingriffsabschnitt 41
mit dem Lagerabschnitt 43 verbindet, verdeckt ist. Der Lagerabschnitt 43 ist in einer
Stützeinrichtung 6 gelagert und gesichert, so dass das erste Haltelement 4 sich zumindest
nicht relativ zu dem Fersenhaltergehäuse linear in die Längsrichtung X bewegen kann.
Zu sehen ist ferner eine Vorspanneinrichtung 10 mit einer Federkraft F, die auf die
Stützeinrichtung im Wesentlichen quer zur Längsrichtung X in Querrichtung Y wirkt.
[0052] Oberhalb des ersten Halteelements 4 im Bereich des Koppelabschnitts 42 ist ein Teil
einer Stellstruktur 8 dargestellt, deren Position entlang des Koppelabschnitts 43
relativ zum Fersenhaltergehäuse 3 verändert werden kann, um eine Auslösekraft zum
Lösen des Fersenhalters 1 aus einem Halteeingriff mit einer Skischuhferse einzustellen.
[0053] Im Ausführungsbeispiel kann die Stellbewegung der Stellstruktur 8 durch ein Einstellorgan
9, das hier als eine mit der Stellstruktur 8 fest verbundenen Mutter 9b oder einem
in die Stellstruktur 8 in einer Durchgangsöffnung geschnittenen Gewinde und einer
Schraube 9a gebildet ist. Durch Drehen der Schraube 9a in der Mutter 9b bzw. dem Gewinde
wird die Stellstruktur 8 in oder gegen die Längsrichtung X bewegt.
[0054] Die Figur 3 zeigt einen Vertikalschnitt durch den Fersenhalter quer zur Längsrichtung
X im Bereich der Stützeinrichtung 6 für das erste Halteelement 4 und einer Stützeinrichtung
7 für das zweite Haltelement 5. Die Stützeinrichtungen 6 und 7 umfassen jeweils eine
Öffnung, in die das erste und das zweite Halteelement 4, 5 mit dem jeweiligen Lagerabschnitt
43, 53 eingreifen oder die die Halteelemente 4, 5 mit dem jeweiligen Lagerabschnitt
43, 53 durchgreifen. Die Vorspanneinrichtung 10 stützt sich an einander zugewandten
Seitenflächen der Stützeinrichtungen 6, 7 ab und spannt diese in die gezeigten Positionen
vor. Gegen die Vorspannkraft F der Vorspanneinrichtung 10 können die Stützeinrichtungen
6, 7 aufeinander zubewegt werden. Dabei werden im Ausführungsbeispiel die beiden Stützeinrichtungen
6, 7 in einer vom Fersenhaltergehäuse 3 gebildeten Führung bewegt. Im gezeigten Beispiel
haben die Stützeinrichtungen 6, 7 den Querschnitt eines Parallelogramms und werden
bei einer Annäherung aneinander gleichzeitig entlang einer Schrägen in Y-Richtung
und Z-Richtung bewegt.
[0055] Die Figur 4 zeigt eine Schnittansicht des Fersenhaltergehäuses 3 in Längsrichtung
X und parallel zu einer Auflagefläche, auf welcher der Fersenhalter 1 aufliegt (siehe
Figur 3 Schnitt C-C).
[0056] Der Schnitt C-C zeigt die Auslöseeinrichtung für eine Querauslösung des Fersenhalters
1 mit der Kugel 15 und das Verbindungselement, das das zweite Fersenhaltergehäuse
33 mit dem ersten Fersenhaltergehäuseteil 32 verliersicher verbindet. Zu sehen ist
die Schiene S, auf die das Fersenhaltergehäuse 3 aufgeschoben ist, die Basis 2 und
die Schnittebene C-C mit den Öffnungen für die Auslöseeinrichtung für die Querauslösung
und einen Teil der zweiten Fersenhaltergehäuseteils 33. Durch eine weitere Öffnung
sind die Stützeinrichtungen 6, 7 für das erste Halteelement 4 bzw. das zweite Halteelement
5 zu sehen, mit der Vorspanneinrichtung 10. Die Stützeinrichtungen 6, 7 werden durch
die Vorspannkraft F der Vorspannvorrichtung 10 in eine Endposition vorspannt, wenn
keine Kraft an den Eingriffsabschnitte 41, 51 der Halteelemente 4, 5 angreift, um
diese in Querrichtung Z nach außen zu drücken.
[0057] Zwei weitere Öffnungen geben den Blick auf die Stellstruktur 8 frei, respektive den
Teil der Stellstruktur 8 der in Y-Richtung unterhalb der Halteelemente 4, 5 liegt.
Angedeutet sind Widerlager 12, 13 respektive Aufnahmen für diese Widerlager 12, 13,
deren Bedeutung im Folgenden noch ausführlich beschrieben wird.
[0058] Die Figur 5 zeigt eine weitere Schnittansicht des Fersenhaltergehäuses 3 in Längsrichtung
X und parallel zu einer Auflagefläche, auf welcher der Fersenhalter 1 aufliegt (siehe
Figur 3 Schnitt D-D).
[0059] Der Schnitt durch das Fersenhaltergehäuse 3 verläuft hier oberhalb der Halteelemente
4, 5. Zu sehen ist eine Eingriffsöffnung für ein Werkzeug zum Einstellen der Kraft
einer Voreinspannvorrichtung für die Querauslösung. Weiterhin kann man die Stützeinrichtungen
6, 7 sehen und die Vorspanneinrichtung 10, die mit der Federkraft F die Stützeinrichtungen
6, 7 in eine gezeigte Ruheposition vorspannt.
[0060] In der mittleren, rechteckigen Öffnung im ersten Fersenhaltergehäuseteil 32 ist das
obere Ende des zweiten Fersenhaltergehäuseteils 33 zu erkennen, das unterhalb der
Stellstruktur 8 angeordnet ist. Von der Stellstruktur 8 ist eine Traverse zu sehen,
die das erste Haltelement 4 und das zweite Halteelement 5 übergreift, mit einer schlitzförmigen
Öffnung, in der im Ausführungsbeispiel eine Mutter 9b angeordnet ist. Die Mutter 9b
kann relativ zu der Traverse der Stellstruktur 8 nicht bewegt werden. Die Mutter 9b
bildet einen Teil des Einstellorgans 9. Ein weiteres Teil wird durch die Schraube
9a gebildet.
[0061] Schließlich zeigt die Figur 5 das erste Halteelement 4 mit dem Eingriffsabschnitt
41, dem Koppelabschnitt 42 und dem Lagerabschnitt 43, und das zweite Halteelement
5 mit dem Eingriffsabschnitt 51, dem Koppelabschnitt 52 und dem Lagerabschnitt 53.
Die Lagerabschnitte 43, 53 sind mit den Stützeinrichtungen 6, 7 so verbunden, dass
sie relativ zum Fersenhaltergehäuse 3 nicht in und gegen die Längsrichtung X bewegt
werden können. Eine Drehung der Halteelemente 4, 5 um die jeweilige Rotationsachse
ist dagegen nicht ausgeschlossen. In der gezeigten Position werden die Stützeinrichtungen
6, 7 durch die Vorspanneinrichtung 10 in Positionen gehalten, die im Wesentlichen
einem maximalen Abstand der beiden Stützeinrichtungen 6, 7 zueinander quer zur Längsrichtung
X in Y-Richtung entspricht. Die Halteelemente 4, 5 verlaufen parallel zueinander,
wobei Mittellängsachsen oder Rotationsachsen der Halteelemente 4, 5 in einer gemeinsamen
Ebene, die parallel zu der Auflagefläche des Fersenhalters 1 verläuft, in Längsrichtung
X ausgerichtet sind.
[0062] Die Figur 6 zeigt eine weitere Schnittansicht des Fersenhaltergehäuses 3 in Längsrichtung
X und parallel zu einer Auflagefläche, auf welcher der Fersenhalter 1 aufliegt (siehe
Figur 3 Schnitt E-E).
[0063] Der Schnitt durch das Fersenhaltergehäuse 3 verläuft hier mittig der Halteelemente
4, 5. Zu sehen sind wie im Schnitt C-C (Figur 4) Teile der Vorrichtung zum Einstellen
der Kraft einer Voreinspannvorrichtung für die Querauslösung. Weiterhin kann man die
Stützeinrichtungen 6, 7 sehen und die Vorspanneinrichtung 10, die mit der Federkraft
F die Stützeinrichtungen 6, 7 in eine Ruheposition vorspannt.
[0064] Erstmals zeigt die Figur 6 die Position der Wiederlager 12, 13. Die Widerlager 12,
13 sind mit der Stellstruktur 8 verbunden. Die Verbindung kann eine Lagerung sein,
so dass sich die Widerlager 12, 13 um die jeweilige im Wesentlichen in Y-Richtung
ausgerichtete Rotationsachse drehen können. Die Widerlager 12, 13 können stift- oder
tonnenförmig gebildet sein, bevorzugt sind sie rotationssymmetrisch gebildet. In einer
weiteren Ausführung können die Wiederlager 12, 13 drehfest mit der Stellstruktur 8
verbunden oder durch die Stellstruktur 8 selbst gebildet sein. Im Ausführungsbeispiel
umfasst die Stellstruktur 8 für jedes der Halteelemente 4, 5 zumindest im gezeigten
unteren Abschnitt zwei Seitenwangen 84, 85 und eine die zwei Seitenwangen 84, 85 an
deren freien Enden verbindende Querstrebe 83, die das Lager für oder die Widerlager
12, 13 umfassen. Die Stützstruktur 8 kann in einem Stück durch z.B. Druckguss oder
ein generatives Verfahren urgeformt sein oder aus mehreren miteinander gefügten Teilen
bestehen.
[0065] Die Widerlager 12, 13 liegen direkt an den Halteelementen 4, 5 an und bilden Schwenkachsen
B
4, B
5, die sich im Wesentlichen in Y-Richtung erstrecken. Werden die Haltelemente 4, 5
zum Beispiel beim Einstieg in den Fersenhalter 1 oder einer Vertikalauslösung in Richtungen
voneinander weggedrückt, bilden die Widerlager 12, 13, respektive die Punkte oder
Linien auf den Widerlagern 12, 13 in denen die Haltelemente 4, 5 die Widerlager 12,
13 berühren, Drehpunkte für die Halteelemente 4, 5. Die Widerlager 12, 13 können relativ
zueinander nicht in Y-Richtung bewegt werden und bilden Schwenkachsen B
4, B
5 für die Haltelemente 4, 5. Je nach der Position der Stützstruktur 8 entlang der Kopplungsabschnitte
42, 52 der Haltelemente 4, 5 und relativ zum Fersenhaltergehäuse 3, werden die Halteelemente
4, 5 in einen ersten Hebelarm H, mit einer Länge L
1 und einen zweiten Hebelarm H
2 mit einer Länge L
2 unterteilt (Figur 7). Der erste Hebelarm H, erstreckt sich vom vorderen freien Ende
der Halteabschnitte 41, 51 bis zu der jeweiligen Schwenkachse B
4, B
5, der zweite Hebelarm H
2 von der jeweiligen Schwenkachse B
4, B
5 bis in die Lagerabschnitte 43, 53 der jeweiligen Stützeinrichtung 6, 7. Dabei ist
der erste Hebelarm H, umso länger, je kürzer ein Abstand zwischen der Stellstruktur
8 oder den Schwenkachsen B
4, B
5 und den Stützeinrichtungen 6, 7 ist, und umso kürzer, je größer ein Abstand zwischen
der Stellstruktur 8 oder den Schwenkachsen B
4, B
5 und den Stützeinrichtungen 6, 7 ist. Das Längenverhältnis H
1:H
2 zwischen erstem Hebelarm H, und zweitem Hebelarm H
2 bestimmt mit welcher Kraft die Lagerabschnitte 43, 53 der Haltelemente 4, 5 auf die
Stützeinrichtungen 6, 7 einwirken, um diese aus der Ruheposition (siehe Figur 3) in
Y-Richtung und Z-Richtung aufeinander zu bewegen. Je größer das Verhältnis H
1:H
2 ist, desto kleiner die Kraft, die notwendig ist, um die Skischuhferse aus dem Halteeingriff
mit den Halteelementen 4 und 5 zu bewegen.
[0066] Die Figuren 7 und 8 zeigen jeweils einen Vertikalschnitt entlang der Längsachse X
durch den Fersenhalter 1, wobei das Fersenhaltergehäuse 3 respektive das erste Fersenhaltergehäuseteil
32 nicht gezeigt ist, um einen störungsfreien Blick auf das Halteelement 4 mit der
Stützeinrichtung 6 und der Stellstruktur 8 zu geben. Die Figuren 7 und 8 unterscheiden
sich in der Festlegung des Halteelements 4 an der Stützeinrichtung 6 und in der Position
der Schwenkachse B
4 für das Halteelement 4. Die Kombination von Haltelementen 4, 5, Stützeinrichtungen
6, 7 mit Vorspanneinrichtung 10, und Stellstruktur 8 kann als Mechanik 20 bezeichnet
werden, mit der eine Position der Schwenkachsen B
4, B
5 bestimmt und dadurch die Kraft, mit der die Halteelemente 4, 5 eine Skischuhferse
im Halteingriff halten, eingestellt werden kann.
[0067] Die Figur 7 wird ausführlich beschrieben, das zur Figur 7 Gesagte gilt entsprechend
für die Figur 8. In der Figur 7 ist die Basis 2 gezeigt, Teile des zweiten Fersenhaltergehäuseteils
33, die Auslösevorrichtung für eine Querauslösung des Fersenhalters mit dem Federelement
16 zum Einstellen der Auslösekraft, und die Schiene S, die mittels Schrauben mit einem
Ski verbunden werden kann.
[0068] In der Figur 7 ist ferner das Halteelement 4 gezeigt, das im Lagerabschnitt 43 in
der Stützeinrichtung 6 verankert ist, so dass es relativ zur Stützeinrichtung 6 nicht
in die Längsrichtung bewegt werden kann, aber optional relativ zur Stützeinrichtung
6 um seine Rotationsachse verdreht werden kann. Das Halteelement 4 ist ein Stab bevorzugt
aus einem Vollmaterial, beispielsweise aus einem Leichtmetall wie gehärtetem Aluminium
oder aus Stahl. Insbesondere kann das Haltelement 4 ein Rundstab sein, mit einem runden
bevorzugt kreisrunden Durchmesser.
[0069] Die gezeigte Stützeinrichtung 6 hat eine Durchgangsöffnung 61 die von dem Lagerabschnitt
43 des Halteelements 4 durchgriffen wird. Im Ausführungsbeispiel weist das Halteelement
4 im Eingriffsabschnitts 41 und Koppelabschnitt 42 einen ersten Durchmesser auf, der
Lagerabschnitt 43 weist einen zweiten Durchmesser, der im Wesentlichen dem Innendurchmesser
der Durchgangsöffnung 61 entspricht, auf, wobei der zweite Durchmesser kleiner ist
als der erste Durchmesser. Der Übergang von dem ersten Durchmesser auf den zweiten
Durchmesser ist stufenförmig mit bevorzugt einer einzigen Stufe. Das freie Ende des
Lagerabschnitts 43 ist mit einer Kappe 18 verbunden, deren Durchmesser größer ist
als der Durchmesser des Lagerabschnitts 43. Die Kappe 18 kann auf das Halteelement
4 aufgeschraubt oder in des Halteelement 4 eingeschraubt sein und dabei die Stützeinrichtung
6 in Richtung des Koppelabschnitts 42 spannen, so dass dieser fest an der Stufe, in
der der zweite Durchmesser in den ersten Durchmesser übergeht, anliegt. Wenn, wie
gezeigt, der Lagerabschnitt 43 die Stützeinrichtung 6 durchgreift und aus der Stützeinrichtung
6 an der dem Eingriffsabschnitt 41 abgewandten Ende herausragt, kann die Sicherung
auch beispielsweise durch einen Sprengring erfolgen, der bevorzugt so geformt ist,
dass er die Stützeinrichtung 6 in Richtung des Koppelabschnitts 42 spannt. Eine Relativbewegung
der Stützeinrichtung 6 zu dem Halteelement 4 sollte durch die Kappe 18 oder den Sprengring
verhindert werden.
[0070] Um einen Reibungswiderstand bei einer Drehung des Haltelements 4 in der Durchgangsöffnung
61 zu verringern, kann eine Innenumfangswand der Durchgangsöffnung 61 und oder die
Außenoberfläche des Lagerabschnitts 43 bearbeitet, zum Beispiel feingeschliffen oder
beschichtet sein.
[0071] Die Stützeinrichtung 6 kann ein Widerlagerelement 12 (siehe Figur 6) umfassen, das
eine Schwenkachse B
4 für das Halteelement 4 definiert.
[0072] In der Figur 8 umfasst die Verbindung von Stützeinrichtung 6 und Halteelement 4 ein
Drehlager 19, im Ausführungsbeispiel ein Kugel- oder Tonnenlager, um einen Reibungswiderstand
bei einer Drehung des Halteelements 4 um seine Rotationsache in der Durchgangsöffnung
61 gering zu halten.
[0073] Die Stützeinrichtung 6 der Figur 8 umfasst kein Widerlagerelement 12. Die Schwenkachse
B
4 wird durch die Kante des dem Eingriffsabschnitt 41 des Halteelements 4 zugewandte
Ende der Stützeinrichtung 6 gebildet. Das heißt, dass die Stützeinrichtung 6 aus einem
Material gebildet sein muss, mit einer Materialhärte, die wenigstens der Materialhärte
des Materials, aus dem das Halteelement 4 gebildet ist, entspricht.
[0074] In der Figur 9 ist eine weitere Ausführung der Mechanik 20' gezeigt, mit der die
Kraft des Halteingriffs der Halteelemente 4', 5' des Fersenhalters 1 eingestellt werden
kann. Die Explosionsskizze zeigt, dass sich die Mechanik 20' gegenüber der Mechanik
20 der vorbeschriebenen Ausführung deutlich unterscheidet.
[0075] Das erste Halteelement 4' und das zweite Halteelement 5' sind hakenförmig, die Vorspanneinrichtung
10 überträgt die Vorspannkraft F über ein Kraftübertragungselement 10a` auf die Stützeinrichtungen
6', 7' und die Stelleinrichtung 8` umfasst eine Führung 81' für das erste Halteelement
4' und eine Führung 82' für das zweite Halteelement 5'. Die Vorspannkraft F der Vorspanneinrichtung
10 wirkt in Y-Richtung.
[0076] Die Halteelemente 4`, 5' können mit den hakenförmigen Enden 17' in Öffnungen der
Stützeinrichtungen 6`, 7' eingeführt und eingerastet werden, so dass sich die Stützeinrichtungen
6`, 7' relativ zu den Halteelementen 4`, 5' nicht mehr linear in die Längsrichtung
X bewegen können. Eine Drehung oder ein Verschwenken der Halteelemente 4', 5' in durch
die Rotationsachsen der Enden 17' gebildeten Schwenkachsen ist bevorzugt jedoch möglich.
[0077] Die Stellstruktur 8' besteht aus mehreren Teilen, die miteinander gekoppelt werden
können. Ein Teil ist ein Traverse die die beiden Halteelemente 4', 5' in Z-Richtung
überspannt und an dem jeweiligen Ende einen senkrecht in Y-Richtung abstehenden Arm
umfasst, der die Haltelemente 4', 5' seitlich überdeckt. Mit den Armen können Führungselemente
81', 82` gekoppelt werden, die eine Durchgangsöffnung in Längsrichtung X haben, die
als Führungen für die Haltelemente 4', 5' dienen. Bevorzugt überdecken die Arme die
Führungselemente 81', 82` in X- und Y- Richtung. Die Führungselemente 81', 82` haben
an einer Oberseite in Y-Richtung vorstehende Verbindungselemente, die mit entsprechenden
Gegenverbindungselementen an der Traverse zusammenwirken, um die Koppelung herzustellen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Verbindungselemente zylindrisch geformt,
die Gegenverbindungselemente sind Öffnungen in der Traverse, die die Verbindungselemente
aufnehmen. Bevorzugt können die Verbindungselemente und damit die Führungselemente
81', 82' im gekoppelten Zustand in den Öffnungen um eine in Y-Richtung ausgerichtete
Schwenkachse verschwenkt werden. Um ein Schwenken der Führungselemente 81' 82' zu
unterstützen, können die Führungselemente 81', 82' eine den jeweiligen Arm zugewandte
ballige Oberfläche haben.
[0078] Die Vorspanneinrichtung 10 ist so in den Fersenhalter 1 eingebaut, dass die Vorspannkraft
F senkrecht zur Längsachse in Y-Richtung wirkt. Um die Vorspannkraft F auf die Stützeinrichtungen
6`, 7' zu übertragen, wirkt die Vorspanneinrichtung 10 auf ein Kraftübertragungselement
10a` ein, das die Vorspannkraft F auf die Stützeinrichtungen 6', 7' überträgt. Im
Ausführungsbeispiel ist das Kraftübertragungselement 10a` teilweise stumpfpyramidenförmig
mit zwei Auflageflächen für die Stützeinrichtungen 6', 7'. Die dem Kraftübertragungselement
10a' zugewandten Enden der Stützeinrichtungen 6`, 7' weisen zumindest eine schräge
Seite auf oder sind dreieckig. Die schräge Seite oder ein dem Kraftübertragungselement
10a' zugewandter Schenkel des Dreiecks sind so ausgebildet, dass sie vollflächig an
Auflageflächen des Kraftübertragungselements 10a' anliegen, wenn die Vorspanneinrichtung
10 das Übertragungselement 10a' gegen die Stützeinrichtungen 6', 7` spannt.
[0079] Schließlich umfasst die Mechanik 20` noch das Einstellorgan 9, das im Beispiel aus
einer Schraube 9a und einer mit der Stellstruktur 8' verbindbaren Mutter 9b gebildet
ist.
[0080] Die Figur 9 zeigt des Weiteren die Mechanik 20` nach dem Zusammenbau.
[0081] Die Figur 10 zeigt in vier Skizzen Ansichten der und Schnitte durch die zusammengebaute
Mechanik 20' der Figur 9.
[0082] Die erste Skizze a) zeigt eine Seitenansicht der Mechanik 20` in Längsrichtung. Das
Halteelement 5' durchgreift die Stelleinrichtung 8' und ist mit seinem hakenförmigen
Ende 17` in der Stützeinrichtung 7' gelagert. Das hakenförmige Ende 17` des Haltelements
5' erstreckt sich bis zu einer Öffnung in einer Oberseite der Stützeinrichtung 7'
und ist im Wesentlichen plan mit der Oberseite. Die Vorspanneinrichtung 10 drückt
mit der Vorspannkraft F das Kraftübertragungselement 10a' in Y-Richtung gegen die
Stützeinrichtungen 6', 7'.
[0083] Die zweite Skizze b) zeigt einen Horizontalschnitt in Längsrichtung der Mechanik
20' in Höhe der Mittel- bzw. Rotationsachsen der Halteelemente 4', 5'. Diese Ansicht
zeigt gut die den Armen der Stellstruktur 8' zugewandten balligen Oberflächen der
Führungselemente 81', 82` für die Halteelemente 4`, 5`. Die balligen Oberflächen definieren
die Position der Schwenkachsen B
4, B
5 für die Halteelemente 4' 5'. Werden die den Stützeinrichtungen 6', 7' abgewandten
Enden der Halteelemente 4`, 5' in Pfeilrichtung bewegt, schwenken die Halteelemente
4', 5' in den Schwenkachsen B
4, B
5. Dadurch werden die Stützeinrichtungen 6', 7' in Pfeilrichtung aufeinander zu und
gegen die Vorspannkraft F der Vorspanneinrichtung 10 entlang des Kraftübertagungselements
10a' in Y-Richtung nach unten bewegt.
[0084] Die dritte Skizze c) zeigt eine Vertikalschnittansicht der Mechanik 20`, bei der
die Stützeinrichtungen 6', 7' in Längsrichtung X mittig geschnitten ist. Die Vorspanneinrichtung
10 spannt das Kraftübertragungselement 10a' im teilpyramidenförmigen Bereich flächig
gegen die Stützeinrichtungen 6`, 7`, die im Ausführungsbeispiel ein dem Kraftübertragungselement
10a' zugewandtes dreieckig geformtes Ende hat. Die hakenförmigen Enden 17' der Halteelemente
4`, 5' liegen in einer Vertikalbohrung der Stützeinrichtungen 6', 7' und verhindern
dadurch, dass sich die Haltelemente 4' 5' relativ zu den Stützeinrichtungen 6', 7'
linear in oder gegen die Längsrichtung X bewegen können. Die Stützeinrichtungen 6',
7' wiederum sind in dem nicht gezeigten Fersenhaltergehäuse 3 so eingebaut, dass sie
sich relativ zu dem Fersenhaltergehäuse 3 nicht linear in oder gegen die Längsrichtung
X bewegen können.
[0085] Die vierte Skizze d) zeigt einen vertikalen Schnitt durch die Mitte der Stellstruktur
8' mit den Führungselementen 81', 82'. Die Führungselemente 81', 82' sind mit der
Traverse der Stellstruktur 8' wie gezeigt gekoppelt oder verbunden, die Führungselemente
81', 82` liegen im Bereich eines jeweiligen Scheitelpunkts bzw. einer jeweiligen Scheitellinie
der balligen Oberseiten an den Führungselementen 81', 82' zugewandten Innenwänden
der Arme der Stellstruktur 8' an. Die Stellstruktur 8' umfasst mittig einen Aufnahmeraum
für die Mutter 9b des Einstellorgans 9.
[0086] Die Figur 11 zeigt die Frontwand 31 des Fersenhaltergehäuses 3 vom Zehenhalter gesehen.
In der Frontwand 31 ist eine erste Führungsbahn 100 für das erste Halteelement 4 gebildet
und eine zweite Führungsbahn 200 für das zweite Halteelement 5. Die erste Führungsbahn
100 hat einen einzigen Führungsbahnabschnitt 101 mit einem inneren Ende 100i und einem
äußeren Ende 100a. Die zweite Führungsbahn 200 hat einen Führungsbahnabschnitt 201,
ein inneres Ende 200i und ein äußeres Ende 200a. Das innere Ende 100i der ersten Führungsbahn
100 und das innere Ende 200i der zweiten Führungsbahn 200 weisen zueinander einen
kleineren Abstand auf als die jeweiligen äußeren Enden 100a, 200a. Zudem sind die
Führungsbahnen 100, 200 geneigt. Sie weisen voneinander weg und in einem Neigungswinkel
α schräg nach unten, so dass die inneren Enden 100i, 200i einen größeren Abstand zu
einer Skioberfläche aufweisen als die äußeren Enden 100a, 200a. Der Neigungswinkel
α kann beispielsweise kleiner 15° sein.
[0087] Die erste Führungsbahn 100 und die zweite Führungsbahn 200 weisen identische Formen
und Abmessungen auf. Eine vertikale Spiegelebene SE in Längsrichtung X, die eine Mittellängsachse
des Fersenhalters 1 umfassen kann, ist in der Figur 11 angegeben.
[0088] Das erste Halteelement 4 und das zweite Halteelement 5 sind in einem Führungseingrifft
in der jeweiligen Führungsbahn 100, 200 in einer äußeren Endposition gezeigt, in welche
die Halteelemente 4, 5 beim Einstieg mit dem Skischuh in den Fersenhalter und bei
der Vertikalauslösung bewegt werden.
[0089] Die Figur 12 zeigt eine zweite Ausführung der ersten und zweiten Führungsbahn 100,
200 mit einer geraden Erstreckung. Die Details der zweiten Ausführung werden anhand
der zweiten Führungsbahn 200 erläutert. Das zur zweiten Führungsbahn 200 Gesagte gilt
entsprechend für die erste Führungsbahn 100.
[0090] Die Führungsbahn 200 umfasst einen inneren geraden Führungsbahnabschnitt 202 und
einen äußeren geraden Führungsbahnabschnitt 201. Der innerer gerade Führungsbahnabschnitt
202 weist einen anderen Neigungswinkel auf als der äußere gerade Führungsbahnabschnitt
201. Der innere gerade Führungsbahnabschnitt 202 und der äußere gerade Führungsbahnabschnitt
201 gehen geradlinig ineinander über, so dass es keinen definierten Übergangsbereich
gibt, der beispielsweise gerundet ist. Der Übergang ist die Schnittlinie zweier Geraden
mit den unterschiedlichen Neigungswinkeln.
[0091] Die Führungsbahn 200 umfasst ein inneres Ende 200i, das von dem zweiten Führungsbahnabschnitt
202 gebildet wird, und ein äußeres Ende 200a, das der erste Führungsbahnabschnitt
201 bildet.
[0092] Der innere gerade Führungsbahnabschnitt 202 verläuft im Wesentlichen horizontal,
das heißt zum Beispiel parallel zu einer Skioberfläche, wenn der Fersenhalter 1 auf
dem Ski montiert ist. Der innere gerade Führungsabschnitt 201 kann einen positiven
oder negativen Neigungswinkel von beispielsweise kleiner 4° haben.
[0093] Der äußere gerade Führungsbahnabschnitt 201 kann einen Neigungswinkel haben, der
identisch mit dem Neigungswinkel α in der Figur 11 ist, oder einen größeren oder kleineren
Neigungswinkel.
[0094] Das erste Halteelement 4 und das zweite Halteelement 5 sind in einem Führungseingriff
in der jeweiligen Führungsbahn 100, 200 in einer inneren Endposition gezeigt, welche
die Halteelemente 4, 5 einnehmen, wenn der Skischuh zum Beispiel für eine Abfahrt
im Fersenhalter gehalten wird, oder die Skibindung im Aufstiegsmodus benutzt wird,
d.h. die Skischuhferse nicht im Fersenhalter 1 gehalten ist.
[0095] Die Figur 13 zeigt ohne das Fersenhaltergehäuse 3 die Halteelemente 4, 5, die Stellstruktur
8 mit den Widerlagerelementen 12, 13, die Stützeinrichtungen 6, 7, die mit den Lagerabschnitten
43, 53 der Halteelemente 4, 5 verbunden sind, und die Vorspannvorrichtung 10, die
die Halteelemente 4, 5 über die Stützeinrichtungen 6, 7 in eine Ruheposition vorspannt,
die sie bei einer Abfahrt im Halteingriff mit dem Schuh, oder wenn kein Schuh im Fersenhalter
gehalten wird, einnehmen. Eingezeichnet sind ferner die geneigte erste Ebenen E1 und
die geneigte zweite Ebene E2, entlang der sich die Haltelemente 4, 5 bewegen, wenn
der Nutzer mit einem Skischuh in den Fersenhalter 1 der Skibindung einsteigt oder
der Fersenhalter 1 vertikal auslöst, beispielsweise bei einem Sturz.
[0096] In Bezug auf die in Figur 10 genannte Spiegelebene SE kann der Neigungswinkel β der
ersten geneigten Ebene E1 bzw. der zweiten geneigten Ebene E2 zwischen 95° und 110°
oder 130° liegen. Diese Neigungswinkelwerte sind nicht festgeschrieben, davon abweichende
Neigungswinkel sind vom Umfang der Erfindung umfasst, wenn dadurch die Lehre der Erfindung
ausführbar bleibt.
[0097] Die Figur 14 zeigt die Haltelemente 4, 5 der Figur 3 in der Position, in die sie
beim Einstieg in den Fersenhalter mit einem Skischuh oder bei einer Vertikalauslösung
des Fersenhalters 1 bewegt werden. Die Vorspanneinrichtung 10 ist komprimiert, die
Eingriffsabschnitte 41, 51 der Halteelemente 4, 5 haben sich entlang der Führungsbahnen
100, 200 der Figur 11 bzw. der ersten geneigten Ebene E1 und der zweiten geneigten
Ebene E2 nach außen und unten bewegt. Gleichzeitig wurden die Stützeinrichtungen 6,
7 aufeinander zu
nach innen und relativ zur Stellstruktur auf der entsprechenden geneigten Ebene E1,
E2 nach oben bewegt. Die Bewegungen der Halteelemente 4, 5 sind geradlinige Bewegungen
entlang der jeweiligen geneigten Ebene E1, E2. Zusätzlich zu dieser linearen Bewegung
können die Haltelemente 4, 5 beim Verschieben aus der in der Figur 13 gezeigten Position
in die in der Figur 14 gezeigten Position um ihre jeweilige Rotationsachse drehen.
[0098] Die Figur 15 zeigt skizzenhaft den Einstieg mit einem Skischuh in den Fersenhalter
1, wobei der Pfeil die Einstiegsrichtung und die gerichtete Kraft beim Einstieg andeutet.
Pos. 300 stellt dabei ein am Skischuh angebrachtes Insert dar, welches im Abfahrtsmodus
mit den Haltelementen 4, 5 in Kontakt ist. Vom Fersenhalter 1 ist nur das Haltelement
4 und die Laufbahn 100 mit dem ersten Laufbahnabschnitt 101 und dem zweiten Laufbahnabschnitt
102 dargestellt. Das Haltelement 4 wird beim Einstieg mit dem Insert 300 in den Fersenhalter
1 zunächst entlang einer Ebene E3, E4 nach außen und anschließend entlang der Ebene
E1, E2 schräg nach unten geführt. Gleiches gilt bei einer Vertikalauslösung des Fersenhalters
1.
[0099] Figur 16 zeigt skizzenhaft die Kräfteverhältnisse am Skischuh, respektive dem Insert
300, des erfindungsgemäßen Fersenhalters 1, bei einem Einstieg in den Fersenhalter
1 (Figur 16 b) bzw. bei einem Auslösen des Skischuhs bzw. des Inserts 300 aus dem
Fersenhalter 1 (Figur 16 d). Die Führungsbahnen der Halteelemente 4, 5 verlaufen dabei
unter einem Neigungswinkel α von ca. 10°. Gegenübergestellt ist ein konventioneller
Fersenhalter einer Skibindung, dessen Halteelemente 4", 5" auf horizontal ausgerichteten
Führungsbahnen verlaufen, d.h. die Führungsbahnen sind parallel zu einer (nicht gezeigten)
Skioberfläche ausgerichtet. Figur 16 a) zeigt dabei die wirkenden Kräfte beim Einstieg
in den Fersenhalter und Figur 16 c) die wirkenden Kräfte beim Auslösen des Fersenhalters.
Hierbei beschreibt die Kraft F
PIN die im Eingriffsabschnitt 41, 51 wirkende Kraft, die notwendig ist, um die Halteelemente
4, 5, 4", 5" aus ihrer Ruheposition zu bewegen. Die Auslösekraft F
A bzw. F
A" beschreibt die Kraft, die die vertikale Bewegung des Inserts 300 in Richtung weg
von der Skioberfläche, z.B. bei einer Vertikalauslösung, bewirkt. Die Einstiegskraft
F
E bzw. F
E" beschreibt die Kraft, die die vertikale Bewegung des Inserts 300 in Richtung zur
Skioberfläche, z.B. bei einem Einstieg in die Skibindung, bewirkt. Die Kraft F
N beschreibt die Normalkraft, die an einem Kontaktpunkt zwischen Insert 300 und Halteelement
4, 5, 4", 5" beim Einstieg bzw. Auslösen wirkt. Die Normalkraft F
N teilt sich vektoriell in einen ersten Kraftanteil F, und einen zweiten Kraftanteil
F
2 auf. Der erste Kraftanteil F, wirkt in Richtung der durch die Führungsbahnen 100,
200 der Halteelemente vorgegebenen Bewegungsrichtung der Halteelemente 4, 5, 4", 5"
und wirkt damit entgegengesetzt zur Vorspannkraft F
PIN. Der zweite Kraftanteil F
2 wirkt senkrecht zu F, und bewirkt somit keine Bewegung der Halteelemente 4, 5, 4",
5".
[0100] Die Schrägstellung der Führungsbahnen 100, 200 des erfindungsgemäßen Fersenhalters
1 um den Neigungswinkel α (Figur 16 b) bewirkt eine geringere erforderliche Einstiegskraft
F
E im Vergleich zur Einstiegskraft F
E" bei konventionellem Fersenhalter mit horizontal ausgerichteten Führungsbahnen (Figur
16 a), da der erste Kraftanteil F, in der Ausführung nach Fig. 16 b) größer ist. Umgekehrt
ist in der Ausführung nach Fig. 16 d) eine höhere Auslösekraft F
A im Vergleich zur Auslösekraft F
A" nach der Ausführung Fig. 16 c) nötig, da der erste Kraftanteil F, in der Ausführung
nach Fig. 16 d) kleiner ist. Dadurch verringert sich insgesamt bei dem erfindungsgemäßen
Fersenhalter das Verhältnis von Einstiegskraft F
E zu Auslösekraft F
A zugunsten eines kraftreduzierten Einstiegs in die Skibindung.
Bezugszeichenliste
[0101]
- 1
- Fersenhalter
- 2
- Basis
- 3
- Fersenhaltergehäuse
- 31
- Frontwand
- 32
- Fersenhaltergehäuseteil
- 33
- Fersenhaltergehäuseteil
- 38
- Durchgangsöffnung
- 39
- Durchgangsöffnung
- 4
- Halteelement
- 4'
- Halteelement
- 4"
- Halteelement
- 41
- Eingriffsabschnitt
- 42
- Koppelabschnitt
- 43
- Lagerabschnitt
- 5
- Halteelement
- 5'
- Halteelement
- 5"
- Halteelement
- 51
- Eingriffsabschnitt
- 52
- Koppelabschnitt
- 53
- Lagerabschnitt
- 6
- Stützeinrichtung
- 6'
- Stützeinrichtung
- 7
- Stützeinrichtung
- 7'
- Stützeinrichtung
- 8
- Stellstruktur
- 84
- Seitenwange
- 85
- Seitenwange
- 83
- Querstrebe
- 8`
- Stellstruktur
- 81'
- Führung
- 82`
- Führung
- 9
- Einstellorgan
- 9a
- Schraube
- 9b
- Mutter
- 10
- Vorspanneinrichtung
- 10a`
- Kraftübertragungselement
- 11
- Hohlraum
- 12
- Widerlagerelement
- 13
- Widerlagerelement
- 14
- Kulisse
- 15
- Kugel
- 16
- Federelement
- 17'
- hakenförmiges Ende
- 18
- Kappe
- 19
- Drehlager
- 20
- Mechanik
- 20`
- Mechanik
- 100
- Führungsbahn
- 100a
- äußeres Ende der Führungsbahn
- 100i
- inneres Ende der Führungsbahn
- 101
- Führungsbahnabschnitt
- 102
- Führungsbahnabschnitt
- 200
- Führungsbahn
- 200a
- äußeres Ende der Führungsbahn
- 200i
- inneres Ende der Führungsbahn
- 201
- Führungsbahnabschnitt
- 202
- Führungsbahnabschnitt
- 300
- Insert
- B4
- Schwenkachse
- B5
- Schwenkachse
- R
- Drehachse
- F
- Vorspannkraft
- E1
- Ebene
- E2
- Ebene
- E3
- Ebene
- E4
- Ebene
- H,
- Hebelarm
- H1:H2
- Längenverhältnis von Hebelarm H, zu Hebelarm H2
- H2
- Hebelarm
- L1
- Länge
- L2
- Länge
- SE
- Spiegelebene
- W
- Winkel
- X
- Längsrichtung
- Y
- Querrichtung
- Z
- Querrichtung
- α
- Neigungswinkel
- β
- Neigungswinkel
- A1
- Arm
- A2
- Arm
- B
- Skibremse
- H
- Freigabehebel
- P
- Pedal
- S
- Schiene
- FA
- Auslösekraft
- FA"
- Auslösekraft
- FE
- Einstiegskraft
- FE"
- Einstiegskraft
- FN
- Normalkraft
- F1
- erster Kraftanteil
- F2
- zweiter Kraftanteil
- FPIN
- Vorspannkraft Halteelement
1. Skibindung mit einem Zehenhalter, der in einer Draufsicht auf die Skibindung quer
zu einer Längsrichtung (X) der Skibindung eine Schwenkachse für einen vom Zehenhalter
gehaltenen Skischuh definiert, und einem Fersenhalter, der Fersenhalter (1) umfassend:
1.1 eine Basis (2),
1.2 ein von der Basis (2) aufragendes Fersenhaltergehäuse (3),
1.3 ein erstes Halteelement (4) und ein zweites Halteelement (5), die jeweils einen
Eingriffsabschnitt (41, 51) für einen Halteeingriff mit einer Skischuhferse und einen
Lagerabschnitt (43, 53) aufweisen,
1.4 eine Stützeinrichtung (6, 7), welche die Halteelemente (4; 5) im Bereich des jeweiligen
Lagerabschnitts (43, 53) aufnimmt,
1.5 eine Vorspanneinrichtung (10), gegen deren Vorspannkraft (F) die Haltelemente
(4, 5) aus dem Halteeingriff bewegbar sind,
1.6 eine erste Führungsbahn (100), die in der Draufsicht quer zur Längsrichtung (X)
erstreckt ist und das erste Halteelement (4) in einem Führungseingriff quer zur Längsrichtung
(X) führt,
1.7 und eine zweite Führungsbahn (200), die in der Draufsicht quer zur Längsrichtung
(X) erstreckt ist und das zweite Halteelement (5) in einem Führungseingriff quer zur
Längsrichtung (X) führt,
1.8 wobei die Führungsbahnen (100, 200) über ihre im Führungseingriff befindliche
Erstreckung jeweils gerade oder aus geraden Führungsabschnitten (101, 102; 201, 202)
zusammengesetzt sind und
1.9 jeweils zumindest abschnittsweise quer zur Längsrichtung (X) zu den Seiten voneinander
weg schräg nach unten weisen.
2. Skibindung nach Anspruch 1, wobei die Führungsbahnen (100, 200) jeweils einen quer
zur Längsrichtung (X) geraden inneren Führungsbahnabschnitt (101; 201) und wenigstens
einen quer zur Längsrichtung (X) geraden äußeren Führungsbahnabschnitt (102; 202)
umfassen, wobei die geraden Führungsabschnitte (101, 102; 201, 202) der jeweiligen
Führungsbahn (100, 200) in einem Winkel (W), bevorzugt einem stumpfen Winkel (W) ineinander
übergehen.
3. Skibindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Führungseingriff für
das erste Halteelement (4) und der Führungseingriff für das zweite Halteelement (5)
in einer dem Zehenhalter zugewandten vorderen Gehäusewand (31) des Fersenhaltergehäuses
(3) gebildet sind.
4. Skibindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei beim Lösen des Halteeingriffs
sich das erste Halteelement (4) entlang der ersten Führungsbahn (100) in einer ersten
geneigten Ebene (E1) und das zweite Halteelement (5) entlang der zweiten Führungsbahn
(200) in einer zweiten geneigten Ebene (E2) bewegt.
5. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei beim Lösen des Haltegriffs sich
das erste Haltelement (4) entlang der ersten Führungsbahn (100) in einer dritten Ebene
(E3) und in einer ersten geneigten Ebene (E1) und das zweite Halteelement (5) entlang
der zweiten Führungsbahn (200) in einer vierten Ebene (E4) und in einer zweiten geneigten
Ebene (E2) bewegt.
6. Skibindung nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste geneigte
Ebene (E1) und die zweite geneigte Ebene (E2) zu einer horizontalen Aufstandsfläche
für den Fersenhalter (1) einen Neigungswinkel (α) von 4° bis 16°, bevorzugt von 8°
bis 13°, und besonders bevorzugt von 10°±2° hat.
7. Skibindung nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, wobei die dritte Ebene (E3)
und die vierte Ebene (E4) horizontale Ebenen sind oder zu der Aufstandsfläche für
den Fersenhalter (1) einen positiven oder negativen Neigungswinkel <4° haben.
8. Skibindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Fersenhalter eine Stellstruktur
(8) umfasst, die mit dem ersten Halteelement (4) in einem Koppelabschnitt (42) und
dem zweiten Halteelement (5) in einem Koppelabschnitt (52) koppelt, wobei die Koppelabschnitte
(42, 52) an dem jeweiligen Halteelement (4, 5) zwischen dem Eingriffsabschnitt (41,
51) und dem jeweiligen Lagerabschnitt (43, 53) gebildet sind, und wobei die Stellstruktur
(8) in Längsrichtung (X) entlang der Koppelabschnitte (42, 52) verschiebbar ist.
9. Skibindung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Position der Stellstruktur
(8) zu den Halteelementen (4, 5) Schwenkachsen (B4, B5) definiert, um die die Halteelemente (4, 5) beim Lösen des Haltegriffs schwenken.
10. Skibindung nach einem der sechs vorhergehenden Ansprüche, wobei sich das erste Halteelement
(4) und das zweite Halteelement (5) in Längsrichtung vor der jeweiligen Schwenkachse
(B4, B5) beim Lösen das Haltegriffs oder der Vertikalauslösung auf der ersten geneigten Ebene
(E1) bzw. der zweiten geneigten Ebene (E2) nach unten auf den Ski zu und in Längsrichtung
hinter der jeweiligen (B4, B5) in die Gegenrichtung bewegen.
11. Skibindung nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Stellstruktur (8) eine Traverse aufweist und
sich in der Draufsicht über oder unter den Halteelementen (4, 5) quer zur Längsrichtung
(X) und vorzugsweise seitlich über die Halteelemente (4, 5) hinaus erstreckt.
12. Skibindung nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorspannkraft (F)
der Vorspanneinrichtung (10) im jeweiligen Lagerabschnitt (43, 53) quer zur Längsrichtung
(X) in Horizontal- oder Vertikalrichtung (Y) wirkt.
13. Skibindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Stützeinrichtung (6,
7) ein quer zur Längsrichtung (x) bewegliches erstes Stützelement (6) und ein quer
zur Längsrichtung (x) bewegliches zweites Stützelement (7) umfasst und wobei das erste
Stützelement (6) das erste Halteelement (4) in Längsrichtung (X) stützt und das zweite
Stützelement (7) das zweite Halteelement (5) in Längsrichtung (X) stützt.
14. Skibindung nach einem der fünf vorhergehenden Ansprüche, wobei
- die Vorspannkraft (F) der Vorspanneinrichtung (10) im jeweiligen Lagerabschnitt
(43, 53) in einer Krafteinleitstelle wirkt,
- die Länge (L1) eines vorderen Hebelarms (H1) des jeweiligen Halteelements (4, 5) von der zugehörigen Schwenkachse (B4, B5) bis zu einem freien vorderen Ende des jeweiligen Halteelements (4, 5) und die Länge
(L2) eines hinteren Hebelarms (H2) des jeweiligen Halteelements (4, 5) von der zugehörigen Schwenkachse (B4, B5) bis zur Krafteinleitungsstelle des jeweiligen Halteelements (4, 5) gemessen wird,
- die jeweilige Schwenkachse (B4, B5) in Längsrichtung des zugehörigen Halteelements (4, 5) so weit hin und her verstellbar
ist, dass das Verhältnis H1:H2 einer Länge (L1) des vorderen Hebelarms (H1) zu einer Länge (L2) des hinteren Hebelarms (H2) von einem kleinsten Wert (0,5:1) auf einen größten Wert (5:1) vergrößert werden
kann.
15. Skibindung nach einem der sieben vorhergehenden Ansprüche, wobei der Fersenhalter
(1) ein Einstellorgan (9) umfasst, das mit der Stellstruktur (8) so gekoppelt ist,
dass eine Verstellung des Einstellorgans (9) die Verstellung der Stellstruktur (8)
bewirkt und die Stellstruktur (8) in jeder Stellposition festlegt.