(19)
(11) EP 4 274 382 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.11.2023  Patentblatt  2023/45

(21) Anmeldenummer: 23166542.3

(22) Anmeldetag:  04.04.2023
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H05B 6/12(2006.01)
F24C 15/20(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
H05B 6/1209; F24C 15/2042
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 05.05.2022 EP 22382433

(71) Anmelder: BSH Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Elduque Viñuales, Ana
    22004 Huesca (ES)
  • Rivera Peman, Julio
    50410 Cuarte de Huerva (Zaragoza) (ES)
  • Pina Gadea, Carmelo
    50008 Zaragoza (ES)
  • Gella Lopez, Estefania
    50010 Zaragoza (ES)
  • Moreno Rodriguez, Antonio
    39008 Santander (ES)
  • Navascues Navascues, Raul
    50012 Zaragoza (ES)
  • Atares Olid, Sergio
    50002 Zaragoza (ES)
  • Lascorz Pascual, Diana
    50004 Zaragoza (ES)
  • Vela Pardos, Noelia
    50018 Zaragoza (ES)

   


(54) KOCHFELDVORRICHTUNG


(57) Die Erfindung geht aus von einer Kochfeldvorrichtung (12), insbesondere einer Induktionskochfeldvorrichtung, mit zumindest einer Kochfeldplatte (14), die zumindest eine Aussparung (16), insbesondere für einen Dunstabzug, und zumindest einen Heizbereich (18, 19) aufweist.
Um eine verbesserte Handhabung zu erreichen wird vorgeschlagen, dass die Kochfeldplatte (14) in zumindest einem Bereich (20) einer Oberseite der Kochfeldplatte (14), der zumindest teilweise die Aussparung (16) umgibt, eine hydrophobe und/oder oleophobe Beschichtung aufweist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Kochfeldvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, ein Kochfeld mit einer solchen Kochfeldvorrichtung und ein Verfahren zu einer Herstellung einer solchen Kochfeldvorrichtung.

[0002] Aus dem Stand der Technik sind bereits Kochfeldvorrichtungen bekannt, die eine Aussparung für einen Dunstabzug aufweisen.

[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere, aber nicht beschränkt darauf, darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Handhabung bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.

[0004] Die Erfindung geht aus von einer Kochfeldvorrichtung, insbesondere einer Induktionskochfeldvorrichtung, mit zumindest einer Kochfeldplatte, die zumindest eine Aussparung, insbesondere für einen Dunstabzug, und zumindest einen Heizbereich aufweist.

[0005] Es wird vorgeschlagen, dass die Kochfeldplatte in zumindest einem Bereich einer Oberseite der Kochfeldplatte, der zumindest teilweise die Aussparung umgibt, eine hydrophobe und/oder oleophobe Beschichtung aufweist.

[0006] Durch eine derartige Ausgestaltung kann insbesondere erreicht werden, dass eine Menge an Kochflüssigkeiten, insbesondere übergelaufenes Gargut, Wasser, Öl und/oder Vergleichbarem, oder Waschflüssigkeiten, insbesondere Spülwasser, Wischwasser oder Ähnliches, die in die Aussparung eintreten, reduziert werden oder ein Eindringen solcher Flüssigkeiten in die Aussparung gänzlich vermieden werden. Dem folgt ein geringerer Reinigungsaufwand und/oder Wartungsaufwand der Aussparung und/oder eines sich an die Aussparung anschließenden Hohlraums und/oder Auffangbeckens.

[0007] Unter einer "Kochfeldvorrichtung", insbesondere unter einer "Induktionskochfeldvorrichtung", soll insbesondere zumindest ein Teil, insbesondere eine Unterbaugruppe, eines Kochfelds, insbesondere eines Induktionskochfelds, verstanden werden. Insbesondere kann die Kochfeldvorrichtung, insbesondere die Induktionskochfeldvorrichtung, auch das gesamte Kochfeld, insbesondere das gesamte Induktionskochfeld, umfassen.

[0008] Unter einer "Kochfeldplatte" soll insbesondere ein plattenförmiger Körper verstanden werden, der dazu vorgesehen ist, ein Gargeschirr während eines Garvorgangs zu tragen. Insbesondere ist die Kochfeldplatte dazu vorgesehen, zumindest in einem betriebsfähigen Zustand eines die Kochfeldplatte aufweisenden Kochfelds eine Oberseite des Kochfelds zu bilden. Insbesondere ist die Kochfeldplatte dazu vorgesehen, von zumindest einem Heizelement ausgesandte Energie, insbesondere in Form von Wärmestrahlung oder einem elektromagnetischen Wechselfeld im Frequenzbereich zwischen 1 kHz und 150 kHz, zur Erhitzung eines aufgestellten Gargeschirrs zu transmittieren. Insbesondere ist die Kochfeldplatte zumindest teilweise, insbesondere zu mindestens 99 %, von einer Glaskeramik und/oder einem Borosilikatglas gebildet. Alternativ ist es denkbar, dass die Kochfeldplatte von anderen Materialien, insbesondere Stein, Steinzeug und/oder einem Verbundwerkstoff gebildet ist. Insbesondere weist die Kochfeldplatte eine, vorzugsweise konstante, Dicke zwischen 3 mm und 10 mm, insbesondere zwischen 5 mm und 8 mm auf. Insbesondere weist die Kochfeldplatte eine Breite von zumindest 35 cm, insbesondere von zumindest 55 cm, vorteilhaft von zumindest 85 cm auf. Insbesondere weist die Kochfeldplatte eine Tiefe von zumindest 35 cm, insbesondere von zumindest 55 cm, auf.

[0009] Vorzugsweise ist die Aussparung senkrecht zu einer Oberseite der Kochfeldplatte durchgehend durch die Kochfeldplatte ausgebildet. Insbesondere ist die Aussparung lochförmig ausgebildet, also insbesondere O-förmig von der Kochfeldplatte umgeben. Alternativ ist eine Ausgestaltung möglich, bei der die Aussparung bis zu einer Seite der Kochfeldplatte reicht, so dass die Kochfeldplatte die Aussparung U-förmig umgibt. Insbesondere ist die Aussparung etwa mittig bezüglich einer Breite der Kochfeldplatte angeordnet. Vorzugsweise weist ein die Kochfeldplatte aufweisendes Kochfeld eine Dunstabzugsvorrichtung auf, die dazu vorgesehen ist, zumindest in einem betriebsfähigen Zustand Dunst und/oder Luft durch die Aussparung nach unten hin, insbesondere entgegen einer Konvektionsrichtung, abzusaugen. Insbesondere weist ein die Kochfeldplatte aufweisendes Kochfeld einen Fangkorb auf, der in und/oder unterhalb der Aussparung angeordnet ist, um in die Aussparung eingetretenes, insbesondere hereingefallenes oder eingeflossenes, Gargut aufzufangen. Insbesondere weist der Fangkorb Durchtrittsöffnungen für durch die Dunstabzugsvorrichtung angesaugten Dunst und/oder Luft auf. Alternativ oder zusätzlich kann zwischen dem Fangkorb und der Aussparung ein Spalt angeordnet sein, um abgesaugten Dunst oder Luft hindurch zu lassen.

[0010] Unter einem Heizbereich soll insbesondere ein Bereich verstanden werden, in dem ein Gargeschirr zu einer Erhitzung aufgestellt werden kann. Insbesondere ist der Heizbereich dadurch charakterisiert, dass er sich zumindest in einem Betriebszustand und zumindest in einem Bereich, der von dem Gargeschirr bedeckt ist, auf zumindest 50 °C, insbesondere zumindest 80 °C erwärmt. Insbesondere ist der Heizbereich durch eine Position und/oder einen Wirkungsraum von unter der Kochfeldplatte angeordneten Heizelementen des Kochfelds bestimmt. Insbesondere ist der Heizbereich frei von der Beschichtung. Insbesondere ist auch ein Bereich, der sich unmittelbar um den Heizbereich an diesen anschließt und insbesondere zumindest 1,5 cm von dem Heizbereich entfernt ist, frei von der Beschichtung. Insbesondere weist die Kochfeldvorrichtung zumindest einen, insbesondere zumindest zwei, vorteilhaft zumindest drei weitere Heizbereiche auf.

[0011] Unter einer hydrophoben Beschichtung soll insbesondere eine wasserabweisende Beschichtung verstanden werden. Insbesondere ist die hydrophobe Beschichtung dazu vorgesehen, Wasser abperlen zu lassen, wobei insbesondere Kontaktwinkel von mehr als 60 °, insbesondere mehr als 80 °, vorteilhaft mehr als 90 °, oder auch mehr als 100 °, erreicht werden. Insbesondere weist die hydrophobe Beschichtung eine sehr geringe Benetzbarkeit durch Wasser auf.

[0012] Unter einer oleophoben Beschichtung soll insbesondere eine ölabweisende Beschichtung verstanden werden. Insbesondere ist die oleophobe Beschichtung dazu vorgesehen, Öl und/oder andere Fette abperlen zu lassen, wobei insbesondere Kontaktwinkel von mehr als 60 °, insbesondere mehr als 80 °, vorteilhaft mehr als 90 °, oder auch mehr als 100 °, erreicht werden. Insbesondere weist die oleophobe Beschichtung sehr geringe Benetzbarkeit durch Öl oder Fett auf.

[0013] Die Beschichtung kann entweder hydrophob oder oleophob ausgebildet sein. Weiterhin kann die Beschichtung sowohl hydrophob als auch oleophob ausgebildet sein, wobei insbesondere die Beschichtung an sich von einem Material gebildet sein kann, das sowohl hydrophobe als auch oleophobe Eigenschaften hat, oder wobei insbesondere die Beschichtung alternierend hydrophobe und oleophobe Bereiche aufweist. Weiterhin kann die Beschichtung eine Mikrostruktur ausbilden, die zu einem hydrophoben und/oder oleophoben Effekt führt.

[0014] Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.

[0015] Vorzugsweise ist der Bereich zumindest teilweise zwischen dem Heizbereich und der Aussparung angeordnet. Hierdurch kann eine Abschirmung der Aussparung, insbesondere gegenüber übergelaufenem Gargut erreicht werden.

[0016] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Kochfeldplatte zumindest einen Bedienbereich aufweist, wobei sich der Bereich zumindest teilweise über den Bedienbereich erstreckt. Unter einem Bedienbereich soll hierbei insbesondere ein Bereich verstanden werden, unter dem, zumindest in einem montierten Zustand des Kochfelds Bedienelemente, insbesondere berührungsfreie, vorzugsweise kapazitive, Bedienelemente, und/oder Anzeigeeinheiten, insbesondere ein Display und/oder LEDs angeordnet sind, um einen Betriebszustand des Kochfelds darzustellen und/oder zu beeinflussen. Es kann insbesondere vermieden werden, dass Flüssigkeit, insbesondere ausgelaufenes Gargut, in den Bedienbereich eindringt und/oder dass eine Bedienung erschwert wird und/oder dass die Flüssigkeit zu einer Fehlbedienung, insbesondere durch Fehldetektion der Flüssigkeit als Bedienerfinger, führt.

[0017] Insbesondere bildet der Bereich zumindest eine Berandung zumindest eines Teils des Bedienbereichs.

[0018] Vorteilhaft weist die Kochfeldplatte eine Hauptschalterbedienfläche auf, wobei zumindest die Hauptschalterbedienfläche und zumindest ein Pfad auf der Oberseite zwischen der Hauptschalterbedienfläche und dem Heizbereich frei ist von einer, insbesondere jeglicher hydrophoben Beschichtung. Vorzugsweise erstreckt sich der Pfad entlang einer geraden Linie oder weicht nur geringfügig von einer geraden Linie ab. Die Hauptschalterbedienfläche ist insbesondere dazu vorgesehen, zu einem Einschalten und/oder Ausschalten des die Kochfeldplatte aufweisenden Kochfelds betätigt zu werden.

[0019] Insbesondere ist der gesamte Bedienbereich mit Ausnahme der Hauptschalterbedienfläche von dem Bereich bedeckt. Darunter, dass ein Pfad nur "geringfügig" von einer geraden Linie abweicht, soll insbesondere verstanden werden, dass alle Punkte des Pfads maximal 5 cm, insbesondere maximal 2 cm, vorteilhaft maximal 1 cm, von einer geraden Linie, die insbesondere Start und Endpunkt des Pfads schneidet, entfernt ist. Hierdurch kann insbesondere eine erhöhte Sicherheit erreicht werden, da insbesondere eine automatische Abschaltung eines die Kochfeldvorrichtung aufweisenden Kochfelds erreicht werden kann, indem auf die Hauptschalterbedienfläche tretende Flüssigkeit als Bedieneingabe erkannt wird.

[0020] Weiterhin kann die Kochfeldplatte an der Oberseite zumindest einen weiteren Bereich aufweisen, der mit einer hydrophoben und/oder oleophoben Beschichtung versehen ist und der relativ zum Heizbereich der Aussparung gegenüberliegend angeordnet ist. Insbesondere bildet der weitere Bereich eine seitliche Begrenzung der Kochfeldplatte. Insbesondere ist eine vordere Begrenzung und/oder eine hintere Begrenzung der Kochfeldplatte frei von einer hydrophoben Beschichtung.

[0021] Weiterhin kann die Kochfeldplatte an der Oberseite zumindest einen weiteren Bereich aufweisen, der mit einer hydrophoben und/oder oleophoben Beschichtung versehen ist und der um mindestens einen Teil eines Randes der Kochfeldplatte angeordnet ist. Der Bereich des Randes der Kochfeldplatte, der nicht mit der Beschichtung versehen ist, kann als Ablauf für gelegentlich ausfließende Flüssigkeiten dienen.

[0022] Weiterhin wird ein Kochfeld mit einer zuvor beschriebenen Kochfeldvorrichtung vorgeschlagen.

[0023] Ebenso wird ein Verfahren zur Herstellung einer zuvor beschriebenen Kochfeldvorrichtung vorgeschlagen, wobei in dem Bereich eine hydrophobe Beschichtung auf einen Kochfeldplattengrünling aufgebracht wird, um die Kochfeldplatte zu bilden. Ferner wird vorgeschlagen, dass vor einem Aufbringen der hydrophoben Beschichtung zumindest der Heizbereich mit einer Maske versehen wird, die nach der Aufbringung der hydrophoben Beschichtung wieder entfernt wird. Insbesondere wird auch die Hauptschalterbedienfläche mit einer Maske versehen. Insbesondere werden der Heizbereich und die Hauptschalterbedienfläche mit einer einzelnen, gemeinsamen Maske versehen. Insbesondere weist die Maske eine Kunststofffolie auf. Insbesondere haftet die Maske elektrostatisch an dem Kochfeldplattengrünling. Alternativ ist es denkbar, dass die Maske eine Stoffschlussschicht, insbesondere eine Klebstoffschicht aufweist, die dazu vorgesehen ist, an dem Kochfeldplattengrünling zu haften. Vorzugsweise weist ein die Klebstoffschicht bildender Klebstoff eine höhere Haftkraft zur Maske auf als zu der Kochfeldplatte, so dass sich dieser rückstandsfrei beim Abziehen der Maske von der Kochfeldplatte löst.

[0024] Weiterhin wird vorgeschlagen, das der Kochfeldplattengrünling vor dem Aufbringen der Beschichtung einem Reinigungsschritt unterzogen wird. Insbesondere umfasst der Reinigungsschritt einen Plasmaprozess. Alternativ und/oder zusätzlich umfasst der Reinigungsschritt eine, insbesondere manuelle oder maschinelle, Reinigung mittels eines Reinigungsmittels, insbesondere einer Reinigungsflüssigkeit, beispielsweise einer 10 mMol Natrium-hydroxid Lösung auf Isopropanolbasis.

[0025] Die Kochfeldvorrichtung soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann die Kochfeldvorrichtung zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.

[0026] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

[0027] Es zeigen:
Fig. 1
ein Kochfeld mit einer Kochfeldvorrichtung in einer Aufsicht,
Fig. 2
die Kochfeldvorrichtung während einer Herstellung und
Fig. 3
eine weitere Ausführung des Kochfeldes mit einer Kochfeldvorrichtung in einer Aufsicht.


[0028] Figur 1 zeigt ein Kochfeld 10 mit einer Kochfeldvorrichtung 12.

[0029] Die Kochfeldvorrichtung 12 ist als Induktionskochfeldvorrichtung ausgebildet. Die Kochfeldvorrichtung 12 weist eine Kochfeldplatte 14 auf. Die Kochfeldplatte 14 weist eine Aussparung 16 auf. Die Aussparung 16 ist dazu vorgesehen, eine Öffnung eines Dunstabzugs zu bilden. Die Kochfeldplatte 14 weist weiterhin einen Heizbereich 18 auf. Die Kochfeldplatte 14 weist einen weiteren Heizbereich 19 auf. Die Heizbereiche 18, 19 sind auf unterschiedlichen Seiten der Aussparung 16 angeordnet. Die Kochfeldplatte 14 weist in zumindest einem Bereich 20 einer Oberseite der Kochfeldplatte 14 eine hydrophobe Beschichtung auf. Die Kochfeldplatte 14 ist von einer Glaskeramik gebildet.

[0030] Gemäß alternativen Ausgestaltungen ist die Beschichtung oleophob oder sowohl oleophob als auch hydrophob.

[0031] Der Bereich 20 umgibt die Aussparung 16 komplett ringsum. Der Bereich 20 erstreckt sich in einer Aufsicht um zumindest 2 cm um die Aussparung 16. Der Bereich 20 ist teilweise zwischen dem Heizbereich 18 und der Aussparung 16 angeordnet. Der Bereich 20 ist teilweise zwischen dem weiteren Heizbereich 19 und der Aussparung 16 angeordnet.

[0032] De Heizbereiche 18, 19 sind jeweils als flexible Heizbereiche ausgebildet und dazu vorgesehen, von einer Matrixanordnung von Induktoren beheizt zu werden.

[0033] Die Kochfeldplatte 14 weist einen Bedienbereich 24 auf. Der Bereich 20 erstreckt sich teilweise über den Bedienbereich 24. Die Kochfeldplatte 14 bzw. der Bedienbereich 24 weist eine Hauptschalterbedienfläche 25 auf. Die Hauptschalterbedienfläche 25 und ein Pfad auf der Oberseite der Kochfeldplatte 14 zwischen der Hauptschalterbedienfläche 25 und dem jeweiligen Heizbereich 18, 19 ist frei von einer hydrophoben Beschichtung. Der Pfad zwischen der Kochfeldplatte 14 und dem Heizbereich 18 erstreckt sich entlang einer geraden Linie.

[0034] Der Bereich 20 erstreckt sich über den kompletten Bedienbereich 24 mit Ausnahme der Hauptschalterbedienfläche 25. Der Bereich 20 erstreckt sich teilweise zwischen der Hauptschalterbedienfläche 25 und dem Heizbereich 18. Der Bereich 20 erstreckt sich zwischen der Hauptschalterbedienfläche 25 und dem weiteren Heizbereich 19, so dass keine gerade Linie zwischen der Hauptschalterbedienfläche 25 und dem weiteren Heizbereich 19 frei ist von einer hydrophoben Beschichtung.

[0035] Die Kochfeldplatte 14 weist an der Oberseite zwei weitere Bereiche 21, 22 auf. Die weiteren Bereiche 21, 22 sind jeweils mit einer hydrophoben Beschichtung versehen. Die weiteren Bereiche 21, 22 sind getrennt von dem Bereich 20 ausgebildet. Einer der weiteren Bereiche 21 ist relativ zum Heizbereich 18 der Aussparung 16 gegenüberliegend angeordnet. Der Heizbereich 18 ist zwischen dem Bereich 20 und dem weiteren Bereich 21 angeordnet. Ein anderer der weiteren Bereiche 22 ist relativ zum weiteren Heizbereich 19 der Aussparung 16 gegenüberliegend angeordnet. Der weitere Heizbereich 19 ist zwischen dem Bereich 20 und dem anderen weiteren Bereich 22 angeordnet.

[0036] Die weiteren Bereiche bilden jeweils eine seitliche, insbesondere eine rechte und eine linke Begrenzung der Kochfeldplatte 14.

[0037] Bei einer Herstellung der Kochfeldvorrichtung 12 wird ein Kochfeldplattengrünling 13 mit einer hydrophoben Beschichtung versehen, um die Kochfeldplatte 14 zu bilden (vgl. Figur 2).

[0038] Vor einem Aufbringen der hydrophoben Beschichtung wird der Kochfeldplattengrünling 13 einer Reinigung unterzogen. Weiterhin wird der Heizbereich 18 mit einer Maske 30 versehen. Auch der weitere Heizbereich 19 wird mit einer Maske 30 versehen. Alle Heizbereiche 18, 19 werden mit der gleichen Maske 30 versehen. Die Maske 30 ist eine mit Klebstoff beschichtete Kunststofffolie. Die Maske 30 ist bereits vor einer Ausbringung zurechtgeschnitten. Die Maske 30 wird relativ zu der Aussparung 16 ausgerichtet, um eine ringsum gleichmäßige Erstreckung der Beschichtung um die Aussparung 16 zu erreichen.

[0039] Nach Aufbringung und Anpressen der Maske 30 auf einer Oberseite des Kochfeldplattengrünlings 13 wird die Oberseite des Kochfeldplattengrünlings 13 mit der hydrophoben Beschichtung versehen. Hierzu wird die Oberseite mit Octadecyltrichlorosilan behandelt. Das Octadecyltrichlorosilan geht eine chemische Bindung mit freien Hydroxyl-Gruppen an der Oberseite des Kochfeldplattengrünlings 13 ein. Die Beschichtung entsteht durch Selbstorganisation des Octadecyltrichlorosilan an der Oberfläche des Kochfeldplattengrünlings 13. Die hydrophobe Beschichtung kann hierbei beispielsweise mittels eines Druckprozesses oder beispielsweise mittels Tauchens des Kochfeldplattengrünlings 13 hergestellt werden.

[0040] Gemäß alternativen Ausgestaltungen können andere chemische Verbindungen, insbesondere flourinierte Verbindungen genutzt werden, um eine hydrophobe oder oleophobe Beschichtung bereitzustellen.

[0041] Die Maske 30 wird nach Aufbringung der hydrophoben Beschichtung entfernt.

[0042] Fig. 3 zeigt eine andere Konfiguration der Beschichtung auf der Oberseite der Kochfeldplatte, bei der ein weiterer mit einer hydrophoben und/oder oleophoben Beschichtung versehener Bereich um einen Teil des Randes der Kochfeldplatte angeordnet ist. Der einzige Teil des Randes, der nicht mit einer Beschichtung versehen ist, sind die oberen Ecken, an denen die abfließenden Flüssigkeiten abgelassen werden können,

Bezugszeichen



[0043] 
10 Kochfeld
12 Kochfeldvorrichtung
13 Kochfeldplattengrünling
14 Kochfeldplatte
16 Aussparung
18 Heizbereich
19 Heizbereich
20 Bereich
21 Bereich
22 Bereich
24 Bedienbereich
25 Hauptschalterbedienfläche
30 Maske



Ansprüche

1. Kochfeldvorrichtung, insbesondere Induktionskochfeldvorrichtung, mit zumindest einer Kochfeldplatte (14), die zumindest eine Aussparung (16), insbesondere für einen Dunstabzug, und zumindest einen Heizbereich (18, 19) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochfeldplatte (14) in zumindest einem Bereich (20) einer Oberseite der Kochfeldplatte (14), der zumindest teilweise die Aussparung (16) umgibt, eine hydrophobe und/oder oleophobe Beschichtung aufweist.
 
2. Kochfeldvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich (20) zumindest teilweise zwischen dem Heizbereich (18, 19) und der Aussparung (16) angeordnet ist.
 
3. Kochfeldvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochfeldplatte (14) zumindest einen Bedienbereich (24) aufweist, wobei sich der Bereich (20) zumindest teilweise über den Bedienbereich (24) erstreckt.
 
4. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochfeldplatte (14) eine Hauptschalterbedienfläche (25) aufweist, wobei zumindest die Hauptschalterbedienfläche (25) und zumindest ein Pfad auf der Oberseite der Kochfeldplatte zwischen der Hauptschalterbedienfläche (25) und dem Heizbereich (18, 19) frei ist von einer hydrophoben und/oder oleophoben Beschichtung.
 
5. Kochfeldvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Pfad sich entlang einer geraden Linie erstreckt.
 
6. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochfeldplatte (14) an der Oberseite zumindest einen weiteren Bereich (21, 22) aufweist, der mit einer hydrophoben und/oder oleophoben Beschichtung versehen ist und der relativ zum Heizbereich (18, 19) der Aussparung (16) gegenüberliegend angeordnet ist.
 
7. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochfeldplatte (14) an der Oberseite zumindest einen weiteren Bereich (21, 22) aufweist, der mit einer hydrophoben und/oder oleophoben Beschichtung versehen ist und der um mindestens einen Teil eines Randes der Kochfeldplatte angeordnet ist.
 
8. Kochfeld mit einer Kochfeldvorrichtung (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
 
9. Verfahren zur Herstellung einer Kochfeldvorrichtung (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei in dem Bereich (20) eine hydrophobe und/oder oleophobe Beschichtung auf einen Kochfeldplattengrünling (13) aufgebracht wird, um die Kochfeldplatte (14) zu bilden.
 
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass vor einem Aufbringen der hydrophoben Beschichtung, zumindest der Heizbereich (18, 19) mit einer Maske (30) versehen wird, die nach der Aufbringung der hydrophoben Beschichtung wieder entfernt wird.
 




Zeichnung










Recherchenbericht









Recherchenbericht