[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschinenanordnung mit mehreren jeweils bogenförmige
Substrate bearbeitenden Bearbeitungsstationen 1.
[0002] Der hier nachfolgend beschriebene Saugbändertisch ist eine Maschineneinheit zur Verwendung
in einer bogenförmige Substrate (kurz als Bogen bezeichnet) bearbeitenden Maschinenanordnung,
wobei eine solche Maschinenanordnung mehrere in Transportrichtung der Bogen nacheinander
angeordnete Maschineneinheiten aufweist. Dabei weisen mindestens zwei dieser Maschineneinheiten
jeweils die Bogen transportierende Transporteinrichtungen auf. Ein Saugbändertisch
dient dem Transport bearbeiteter oder zu bearbeitender Bogen entlang einer linearen
Transportstrecke in der betreffenden Maschinenanordnung, wobei diese Bogen auf mindestens
einem Transportband einzeln aufliegend transportiert werden. Während ihres Aufliegens
auf dem mindestens einen Transportband werden die einzelnen Bogen jeweils durch eine
Saugkraft, d. h. durch eine von einer Saugströmung verursachte Haltekraft reibschlüssig
bzw. kraftschlüssig an dem betreffenden Transportband gehalten. Die Saugkraft wird
i.d.R. durch einen an den jeweiligen Bogen angreifenden mit Bezug auf den umgebenden
barometrischen Luftdruck mittels einer Saugeinrichtung eingestellten Unterdruck realisiert.
In einer bevorzugten Verwendung ist der Saugbändertisch in einer Bogen bearbeitenden
Maschinenanordnung in Transportrichtung der Bogen nach einem die Bogen trocknenden
Trockner angeordnet. In einer weiterbildenden Ausführung folgt dem Trockner zunächst
eine Kühlstrecke zum Klimatisieren und/oder Konditionieren der im Trockner erhitzten
Bogen, so dass der Saugbändertisch erst im Anschluss an die Kühlstrecke angeordnet
ist. Eine Maschinenanordnung der vorgenannten Bauart, sei es mit oder ohne Kühlstrecke
nach dem Trockner, weist i.d.R. mehrere in Transportrichtung der Bogen hintereinander
angeordnete jeweils auf die Bogen einwirkende Bearbeitungsstationen auf, wobei jede
dieser Bearbeitungsstationen z. B. als eine Maschineneinheit in dieser Bogen bearbeitenden
Maschinenanordnung ausgebildet ist. Der Saugbändertisch kann - wie erwähnt - unmittelbar
nach dem Trockner angeordnet sein, so dass zwischen dem genannten Trockner und dem
Saugbändertisch keine weitere Bearbeitungsstation angeordnet ist, oder aber erst im
Anschluss an die nach dem Trockner ausgebildete Kühlstrecke. Bei der hier als bevorzugte
Ausführung zugrunde gelegten Maschinenanordnung ist zumindest die Transporteinrichtung
des dem Saugbändertisch vorgeordneten Trockners oder der zugehörigen Kühlstrecke als
eine die Bogen liegend entlang einer linearen Transportstrecke transportierende Transporteinrichtung
ausgebildet. Der Trockner ist somit insbesondere als ein Durchlauftrockner für Bogen
in Einzellage ausgebildet.
[0003] Eine weitere, dem Saugbändertisch in Transportrichtung der Bogen nachgeordnete Transporteinrichtung
ist als eine die Bogen entlang einer gekrümmten, insbesondere kreisbogenförmigen Transportstrecke
transportierende Transporteinrichtung ausgebildet. Diese weitere Transporteinrichtung
ist vorzugsweise unmittelbar nach dem Saugbändertisch angeordnet, d. h. zwischen dem
Saugbändertisch und der nachgeordneten Transporteinrichtung ist in der betreffenden
Maschinenanordnung keine weitere Bearbeitungsstation angeordnet. Die durch diese Maschinenanordnung
zu transportierenden Bogen wechseln somit nach ihrem Verlassen des Saugbändertisches
von einer linearen Transportstrecke zu einer gekrümmten, insbesondere kreisbogenförmig
ausgebildeten Transportstrecke. Wie nachfolgend ersichtlich, ist an einem Saugbändertisch
ein Wechsel von einer linearen Transportstrecke zu einer gekrümmten, insbesondere
kreisbogenförmig ausgebildeten Transportstrecke bisweilen sehr problembehaftet.
[0004] Durch die
DE 10 2016 207 397 A1 ist eine Bogen bearbeitende Maschinenanordnung mit einem nach einem die Bogen trocknenden
Trockner angeordneten Saugbändertisch bekannt.
[0005] Durch die
US 4,360,196 A ist eine Vorrichtung zum Ausrichten von Bogen an Druckmaschinen bekannt, bestehend
aus am Anlegetisch angeordneten Vordermarken und vor den Vordermarken angeordneten
ortsfesten, in die Bogenbahn mittels Antrieb schwenkbaren Vorvordermarken, wobei der
Abstand der von den Vordermarken in Ausrichtstellung gebildeten Ausrichtlinien mindestens
die Länge eines Bogens aufweist.
[0006] Durch die
DE 10 2005 029 972 A1 sind Anlegmarken zum Ausrichten von in einer Bogentransportrichtung auf einen Anlegtisch
geförderter Bogen nach der Vorderkante bekannt, wobei die Anlegmarken aus Deckmarken
und eine Anschlagfläche aufweisenden Vordermarken bestehen, mit einer die ausgerichteten
Bogen zu einer nachgeordneten Anlegtrommel transportierenden Schwinganlage und mit
einer aus über die Bogenbreite verteilt angeordneten Bogenleitelementen bestehenden
Bogenleiteinrichtung, die in Abhängigkeit von der Bewegung der Schwinganlage in eine
die Unterseite eines abziehenden Bogens führende Position verbringbar ausgeführt ist.
[0007] Durch die
DE 10 2018 201 921 A1 ist eine Bogenoffsetdruckmaschine mit mehreren Bearbeitungsstationen bekannt, die
Bogen linear transportieren, wobei jede der Bearbeitungsstationen einen Saugbändertisch
aufweist.
[0008] Durch die
DE 101 46 919 C1 ist ein Vorderkantenanschlag als Fangeinrichtung bekannt, wobei diese Fangeinrichtung
Bogen fängt und stapelt.
[0009] Durch die
DE 601 19 405 T2 ist eine Bogen-Ausgabeeinheit mit folgenden Merkmalen bekannt: einer Papier aufnehmenden
Ablage; einem Transferdurchgang zum Überführen eines Bogens von vorbehandeltem Papier
an die Papier aufnehmende Ablage entlang einer Bogen-Transferrichtung; Führungsöffnungen,
die an beiden Seiten des Transferdurchgangs ausgebildet sind; einem Transferelement,
das sich in dem Transferdurchgang befindet, um eine Kraft auf den Bogen von vorbehandeltem
Papier zu übertragen, um den Bogen von vorbehandeltem Papier in die Bogen-Transferrichtung
zu bewegen; Sprungflügeln, die in den Führungsöffnungen angeordnet sind und konvexe
und konkave Abschnitte aufweisen, die wechselweise in einer Richtung angeordnet sind,
die im Wesentlichen senkrecht zu der Bogen-Transferrichtung ist, derart, dass die
konvexen Segmente den Bogen von vorbehandeltem Papier führen und die konkaven Aussparungen
mit dem Bogen von vorbehandeltem Papier außer Kontakt sind; und einem Betätigungselement,
das die Sprungflügel zwischen einer Führungsposition, in der die Sprungflügel jeweils
nach oben von den Führungsöffnungen vorstehen, und einer Warteposition betätigt, in
der die Sprungflügel jeweils in die Führungsöffnungen eingezogen sind, wobei sich
jedes der konvexen Segmente im Wesentlichen in die Bogen-Transferrichtung erstreckt,
und entweder nach außen oder nach innen davon abgewinkelt ist, um einen gegebenen
Winkel bezüglich der Bogen-Transferrichtung, zu der stromabwärtigen Seite der Bogen-Transferrichtung
hin.
[0010] Durch die
DE 10 2016 207 406 A1 ist eine Transportvorrichtung zum sequentiellen Transport einzelner bogenförmiger
Substrate entlang einer vorgegebenen Bahn bekannt, mit einer zur Substratbahn parallel
ausgerichteten Leitfläche, wobei das betreffende bogenförmige Substrat bei seinem
Transport auf oder über der Leitfläche angeordnet ist, wobei in der Leitfläche mindestens
eine Düse angeordnet ist, wobei die betreffende Düse mindestens eine Öffnung für eine
durch sie hindurchtretende Luftströmung aufweist, wobei eine in der oder parallel
zur Leitfläche verlaufende Länge der betreffenden Öffnung größer als deren senkrecht
zur Leitfläche stehende Höhe ist, wobei diese Höhe und/oder Länge jeweils variabel
und/oder stufenlos einstellbar ist bzw. sind, wobei die betreffende Düse jeweils als
eine Blas-Sog-Düse ausgebildet ist, wobei die jeweilige Blas-Sog-Düse zwei Betriebsarten
aufweist, wobei die Betriebsarten der betreffenden Blas-Sog-Düse deren Blasbetrieb
und deren Saugbetrieb sind, wobei jeweils eine dieser Betriebsarten wahlweise von
einer Steuereinheit eingestellt oder zumindest einstellbar ist, wobei die Höhe und/oder
Länge jeweils von der Steuereinheit derart eingestellt oder zumindest einstellbar
ist, dass die betreffende Öffnung im Blasbetrieb der betreffenden Blas-Sog-Düse geschlossen
und im Saugbetrieb der betreffenden Blas-Sog-Düse selbsttätig geöffnet ist, wobei
die betreffende Blas-Sog-Düse z. B. als Venturidüse ausgebildet ist, wobei die Venturidüse
einen Seitenbereich des betreffenden zu transportierenden Substrates durch einen Unterdruck
in Richtung der Leitfläche ansaugend angeordnet ist und wobei eine Blasrichtung der
jeweiligen Blas-Sog-Düse z. B. jeweils in Transportrichtung des betreffenden zu transportierenden
Substrates unter einem von der Transportrichtung ausgehenden Winkel in einem Bereich
von 30° bis 60° schräg nach außen gerichtet ist.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschinenanordnung mit mehreren jeweils
bogenförmige Substrate bearbeitenden Bearbeitungsstationen zu schaffen, wobei ein
Saugbändertisch vorgesehen ist, wobei benachbarte und damit in einer Sequenz aufeinander
folgende einzelne Substrate vor ihrer Übergabe an eine dem Saugbändertisch nachgeordnete
Transporteinrichtung auf dem Saugbändertisch gefangen und gestapelt werden können.
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Die
abhängigen Ansprüche zeigen jeweils vorteilhafte Ausgestaltungen und/oder Weiterbildungen
der gefundenen Lösung.
[0013] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass mit
der Fangeinrichtung bogenförmige Substrate vor ihrer Übergabe an eine dem Saugbändertisch
nachgeordnete Transporteinrichtung auf dem Saugbändertisch gefangen und gestapelt
werden können. Weitere Vorteile sind aus der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Saugbändertisch in einer erfindungsgemäßen Bogen bearbeitenden Maschinenanordnung;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Saugbändertisches gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Draufansicht des in der Fig. 2 dargestellten Saugbändertisches;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer in den Saugbändertisch integrierten Fangeinrichtung;
- Fig. 5
- die Fangeinrichtung der Fig. 4 in ihrer Parkposition;
- Fig. 6
- die Fangeinrichtung der Fig. 4 in ihrer Fangposition;
- Fig. 7
- einen Ausschnitt aus der Fig. 2 mit der Fangeinrichtung in ihrer Fangposition;
- Fig. 8
- eine pneumatische Schaltung für den Betrieb der Fangeinrichtung;
- Fig. 9
- ein Diagramm zum Hub des Zylinderkolbens eines die Fangeinrichtung antreibenden Pneumatikzylinders;
- Fig. 10
- ein Diagramm zur Geschwindigkeit des Zylinderkolbens beim Betrieb der Fangeinrichtung;
- Fig. 11
- ein Diagramm zur Beschleunigung des Zylinderkolbens beim Betrieb der Fangeinrichtung;
- Fig. 12
- ein Diagramm zum Verlauf der Kolbenkraft des Zylinderkolbens beim Betrieb der Fangeinrichtung;
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung einer Schaltung zur Aufhebung eines Reibschlusses bzw.
Kraftschlusses von auf dem Saugbändertisch gehaltenen Bogen;
- Fig. 14
- einen Ausschnitt aus dem in der Fig. 3 in einer Draufsicht dargestellten Saugbändertisch;
- Fig. 15
- eine Leiteinrichtung zwischen zwei in Transportrichtung der Bogen nacheinander angeordneten
Transportbändern;
- Fig. 16
- eine Ausgangssituation für die Funktion der Leiteinrichtung;
- Fig. 17
- die Leiteinrichtung zu Beginn ihrer Aktivierung;
- Fig. 18
- die aktivierte Leiteinrichtung;
- Fig. 19
- die Leiteinrichtung bei der Übernahme eines Bogens;
- Fig. 20
- einen Ausschnitt aus der in der Fig. 3 dargestellten Draufsicht auf den Saugbändertisch
mit einer Düsenanordnung;
- Fig. 21
- einen Ausschnitt aus der in der Fig. 2 dargestellten Seitenansicht des Saugbändertisches.
[0016] Ein Beispiel für die eingangs genannte Maschinenanordnung ist in der Fig. 1 dargestellt.
Eine solche Maschinenanordnung ist z. B. aus der genannten
DE 10 2016 207 397 A1 bekannt. Die als Beispiel gewählte Bogen bearbeitende Maschinenanordnung weist in
Transportrichtung T der Bogen gesehen zunächst einen Bogenanleger 01 auf, in welchem
ein erster Stapel 02 von Bogen zur Bearbeitung bereit steht. Die Bogen sind vorzugsweise
rechteckige Substrate aus Papier, Karton oder Pappe. Papier, Karton und Pappe unterscheiden
sich in ihrem jeweiligen Grammatur genannten Flächengewicht, d. h. dem Gewicht in
Gramm für einen Quadratmeter dieser Bogen. Papier hat ein Flächengewicht zwischen
30 g/m
2 und 150 g/m
2, Karton ein Flächengewicht zwischen 150 g/m
2 und 600 g/m
2 und Pappe ein Flächengewicht von mehr als 600 g/m
2. Die Bogen können jedoch auch jeweils ein Substrat aus einem Kunststoff und/oder
als eine dünne Tafel ausgebildet sein. Der Bogenanleger 01 kann auch als ein mehrere
erste Stapel 02 aufweisender Magazinanleger ausgebildet sein.
[0017] Ein Saugkopf 03 ergreift von oben nacheinander jeden der gestapelten Bogen und führt
diese Bogen z. B. mittels eines ersten Schwinggreifers 04 und gegebenenfalls einer
mit dem ersten Schwinggreifer 04 zusammenwirkenden Übergabetrommel 34 in einer Sequenz
von voneinander separierten Bogen z. B. einer ersten Beschichtungseinrichtung 05 zu,
wobei diese erste Beschichtungseinrichtung 05 z. B. als eine Primerauftrageinrichtung
ausgebildet ist. Die erste Beschichtungseinrichtung 05 weist einen z. B. als ein Druckzylinder
ausgebildeten Transportzylinder 06 und z. B. einen mit diesem Transportzylinder 06
zusammenwirkenden Druckwerkszylinder 07 mit einer an diesen Druckwerkszylinder 07
angestellten oder zumindest anstellbaren Auftragswalze 08 vorzugsweise in Form einer
Rasterwalze auf, wobei sich zur optimalen Dosierung eines auf die Oberfläche der Bogen
aufzutragenden Beschichtungsstoffes in Axialrichtung der Auftragswalze 08 mindestens
eine Rakel 09 oder ein Kammerrakelsystem 09 erstreckt. Der Transportzylinder 06 transportiert
die auf seiner Mantelfläche gehaltenen Bogen entlang einer gekrümmten, insbesondere
kreisbogenförmig ausgebildeten Transportstrecke. Die erste Beschichtungseinrichtung
05 trägt auf einer der beiden Seiten der Bogen den Beschichtungsstoff, z. B. einen
Primer entweder vollflächig oder nur an bestimmten, d. h. an zuvor festgelegten Stellen,
d. h. partiell auf. Die Bogen werden sodann vom Transportzylinder 06 der ersten Beschichtungseinrichtung
05 z. B. mittels eines ersten Greifersystems 11, insbesondere eines ersten Kettenförderers,
und z. B. mindestens eines ersten Transportbandes 12 an eine Non-Impact-Druckeinrichtung
13 übergeben, wobei das erste Greifersystem 11 und das erste Transportband 12 bei
der Übergabe der Bogen an die Non-Impact-Druckeinrichtung 13 zusammenwirken, und zwar
derart, dass das erste Greifersystem 11 die Bogen jeweils an das eine lineare Transportstrecke
aufweisende erste Transportband 12 abgibt, wobei eine Übergabe der Bogen an die Non-Impact-Druckeinrichtung
13 vom ersten Transportband 12 aus erfolgt. Das erste Transportband 12 ist vorzugsweise
als ein umlaufendes Endlosband ausgebildet. In einer vorteilhaften Ausführung ist
im Bereich des ersten Greifersystems 11 ein die in der ersten Beschichtungseinrichtung
05 beschichteten Bogen trocknender erster Trockner 14 vorgesehen, wobei dieser Trockner
14 z. B. als ein Heißlufttrockner und/oder als ein durch IR-Strahlung oder durch UV-Strahlung
trocknender Trockner ausgebildet ist.
[0018] Die Non-Impact-Druckeinrichtung 13 weist i.d.R. mindestens vier jeweils unabhängig
voneinander steuerbare Inkjet-Druckeinrichtungen auf, wobei jede dieser Inkjet-Druckeinrichtungen
zur Erstellung eines vorzugsweise mehrfarbigen Druckbildes jeweils eine andere Druckfarbe
auf der z. B. zuvor in der ersten Beschichtungseinrichtung 05 beschichteten Seite
der Bogen aufträgt. Die Non-Impact-Druckeinrichtung 13 weist in der hier beispielhaft
beschriebenen Maschinenanordnung vorzugsweise ein zweites Transportband 16 auf, so
dass die Bogen während ihres Aufliegens auf diesem zweiten Transportband 16 von den
Inkjet-Druckeinrichtungen bedruckt werden. Das zweite Transportband 16 ist vorzugsweise
als ein umlaufendes Endlosband ausgebildet. Es können jedoch auch mehrere, z. B. auf
zwei in Transportrichtung T der Bogen parallel zueinander angeordneten Transportbänder
16 vorgesehen sein. In Transportrichtung T der Bogen ist nach der Non-Impact-Druckeinrichtung
13 ein die bedruckten Bogen trocknender zweiter Trockner 17 angeordnet, wobei dieser
zweite Trockner 17 gleichfalls z. B. als ein Heißlufttrockner und/oder als ein durch
IR-Strahlung oder durch UV-Strahlung trocknender Trockner ausgebildet ist. Der zweite
Trockner 17 weist eine Transporteinrichtung 18 auf, welche die Bogen liegend translatorisch,
d. h. entlang einer linearen Transportstrecke transportiert. Diese Transporteinrichtung
18 ist in der in der Fig. 1 beispielhaft dargestellten Maschinenanordnung als ein
drittes Transportband 18 ausgebildet. Auch das dritte Transportband 18 ist vorzugsweise
als ein umlaufendes Endlosband ausgebildet. Die Transporteinrichtung 18 des in diesem
Beispiel zweiten Trockners 17 übergibt die getrockneten Bogen an einen Saugbändertisch
19, von welchem die Bogen z. B. mittels eines zweiten Schwinggreifers 21 und gegebenenfalls
einer mit dem zweiten Schwinggreifer 21 zusammenwirkenden Übergabetrommel 33 an eine
zweite Beschichtungseinrichtung 22 übergeben werden. Die zweite Beschichtungseinrichtung
22 ist z. B. als eine Lackiereinrichtung ausgebildet, wobei diese zweite Beschichtungseinrichtung
22 einen Beschichtungsstoff, z. B. einen Lack insbesondere auf ein zuvor in der Non-Impact-Druckeinrichtung
13 erstelltes Druckbild aufträgt. Die zweite Beschichtungseinrichtung 22 weist als
Transporteinrichtung für zu transportierende Bogen wiederum einen z. B. als ein Druckzylinder
ausgebildeten Transportzylinder 23 auf, wobei mit diesem Transportzylinder 23 z. B.
ein Druckwerkszylinder 24 mit einer an diesen Druckwerkszylinder 24 angestellten oder
zumindest anstellbaren Auftragswalze 26 vorzugsweise in Form einer Rasterwalze zusammenwirkt,
wobei sich in Axialrichtung der Auftragswalze 26 mindestens eine Rakel 27 oder ein
Kammerrakelsystem 27 erstreckt.
[0019] Die Bogen werden sodann vom Transportzylinder 23 der zweiten Beschichtungseinrichtung
22 z. B. mittels eines zweiten Greifersystems 28, insbesondere eines zweiten Kettenförderers,
zu einer Auslage 29 transportiert, wobei die in dieser beispielhaft beschriebenen
Maschinenanordnung bearbeiteten Bogen vom zweiten Greifersystem 28 in der Auslage
vorzugsweise in einem zweiten Stapel 32 abgelegt werden. In einer vorteilhaften Ausführung
ist im Bereich des zweiten Greifersystems 28 ein die in der zweiten Beschichtungseinrichtung
22 beschichteten Bogen trocknender dritter Trockner 31 vorgesehen, wobei dieser dritte
Trockner 31 z. B. als ein Heißlufttrockner und/oder als ein durch IR-Strahlung oder
durch UV-Strahlung trocknender Trockner ausgebildet ist. Die Auslage 29 kann auch
als eine mehrere zweite Stapel 32 aufweisende Mehrstapelauslage ausgebildet sein.
Die in der Fig. 1 beispielhaft dargestellte Maschinenanordnung ist als eine Digitaldruckmaschine
zur Verwendung in einem industriellen Druckprozess ausgebildet, insbesondere zur Herstellung
von Druckerzeugnissen in einer Massenproduktion.
[0020] Fig. 2 zeigt in einer Seitenansicht den Saugbändertisch 19, wie er z. B. in einer
Maschinenanordnung gemäß der Fig. 1 angeordnet ist. Die Transportrichtung T der Bogen
ist in der Fig. 2 von rechts nach links gerichtet. So werden dem Saugbändertisch 19
einzelne Bogen sequentiell von einer in der Fig. 2 nur teilweise dargestellten Transporteinrichtung
18 mit einer Transportgeschwindigkeit von mehreren tausend Bogen pro Stunde, z. B.
von etwa 10.000 Bogen pro Stunde zugeführt. Dabei sind in ihrer Transportrichtung
T benachbarte, d. h. in der Sequenz unmittelbar aufeinander folgende einzelne Bogen
jeweils durch eine Lücke voneinander beabstandet. Diese Lücke ist deutlich kleiner
als eine sich in Transportrichtung T der Bogen erstreckende Länge der Bogen und beträgt
nur einige Millimeter, z. B. etwa 20 mm. In der hier bevorzugten Ausführung gehört
die dem Saugbändertisch 19 in Transportrichtung T der Bogen vorgeordnete Transporteinrichtung
18 zu einem Trockner 17, wobei dieser Trockner 17 gemäß der in der Fig. 1 beispielhaft
dargestellten Maschinenanordnung ein zweiter Trockner 17 ist, wobei die Bogen durch
diese Transporteinrichtung 18 liegend, insbesondere auf einem Transportband liegend
jeweils translatorisch, d. h. entlang einer linearen Transportstrecke transportiert
werden. Der Saugbändertisch 19 übernimmt jeden einzelnen Bogen zunächst in einer von
der diesem Saugbändertisch 19 vorgeordneten Transporteinrichtung 18 definierten und
gedanklich in Transportrichtung T der Bogen verlängerten Förderebene, wobei diese
Förderebene vorzugsweise horizontal ausgerichtet ist. Im weiteren Verlauf des Transportweges
der Bogen weist die Förderebene E19 (Fig. 4) des Saugbändertisches 19 mit Bezug auf
die horizontale Förderebene der diesem Saugbändertisch 19 vorgeordneten Transporteinrichtung
18 eine abwärts gerichtete Neigung mit einem spitzen Winkel im Bereich zwischen 5°
und 30° auf, vorzugsweise im Bereich zwischen 15° und 25°. Am Ende des durch den Saugbändertisch
19 bestimmten Transportweges schlägt jeder Bogen mit seiner in Transportrichtung T
vorderen Kante an Vordermarken 36 des dem Saugbändertisch 19 nachgeordneten Schwinggreifers
21 an, wobei dieser Schwinggreifer 21 in der in der Fig. 1 beispielhaft dargestellten
Maschinenanordnung ein zweiter Schwinggreifer 21 ist. Von diesem Schwinggreifer 21
wird jeder Bogen einzeln an eine mit diesem Schwinggreifer 21 zusammenwirkende Übergabetrommel
33 übergeben. Die Bogen werden an den Vordermarken vollständig abgebremst und registerhaltig
ausgerichtet.
[0021] Der Saugbändertisch 19 weist in seiner bevorzugten Ausführung eine Unterschuppungseinrichtung
für zu transportierende Bogen auf. Die Unterschuppungseinrichtung weist oberhalb der
Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 ein sich vorzugsweise über die gesamte Breite
der Bogen, d. h. quer zur Transportrichtung T der Bogen erstreckendes kastenförmiges
Gehäuse auf, den sogenannten Blaskasten 37, wobei in dem Blaskasten 37 auf dessen
der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 zugewandten Seite in Transportrichtung
T der Bogen hintereinander mehrere Blasdüsen angeordnet sind. In der bevorzugten Ausführung
sind in Transportrichtung T der Bogen hintereinander und jeweils quer zur Transportrichtung
T der Bogen mindestens zwei Reihen von mehreren jeweils nebeneinander angeordneten
Blasdüsen angeordnet. Eine jeweilige Blasrichtung der Blasdüsen ist im Wesentlichen
parallel zur Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 entgegen der Transportrichtung
T der Bogen gerichtet. Die jeweilige Blasrichtung der Blasdüsen ist z. B. durch mindestens
eine jeweils die Strömung der Blasluft kanalisierende, jeweils an der betreffenden
Blasdüse angeordnete und/oder angeformte Leitfläche festgelegt. Die jeweilige Leitfläche
ist an der der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 zugewandten Seite des Blaskastens
37 z. B. als eine von diesem Blaskasten 37 abstehende Rampe ausgebildet. Eine aus
den jeweiligen Blasdüsen ausströmende Blasluft ist vorzugsweise durch einstellbare
pneumatische Ventile z. B. zeitlich und/oder in der Intensität gesteuert, wobei die
Ventile z. B. von einer vorzugsweise digitalen ein Programm abarbeitenden Steuereinheit
71 gesteuert sind bzw. werden. Die Ventile sind z. B. von der Steuereinheit 71 insbesondere
in einem Takt geschaltet, wobei eine Taktdauer und/oder eine Taktfrequenz vorzugsweise
in Abhängigkeit vom Vorschub der dem Saugbändertisch 19 zugeführten Bogen eingestellt
ist bzw. sind. Von einer vorzugsweise digitalen Steuereinheit 71 in einem Takt gesteuerte
Ventile werden auch als Taktventile bezeichnet.
[0022] In Transportrichtung T der Bogen ist in einem Bereich zwischen der Förderebene E19
des Saugbändertisches 19 und der dieser Förderebene E19 zugewandten Seite des Blaskastens
37 vor der ersten Blasdüse bzw. der ersten Blasdüsenreihe ein Schottblech 38 angeordnet,
wobei das Schottblech 38 die Vorderkante eines Nachfolgebogens, d. h. eines Bogens,
der einem von der Blasluft von mindestens einer der Blasdüsen des Blaskastens 37 angehobenen
Bogen direkt nachfolgt, gegen die von den im Blaskasten 37 angeordneten Blasdüsen
hervorgerufene Sogwirkung abschirmt. Der von mindestens einer der Blasdüsen bzw. Blasdüsenreihen
des Blaskastens 37 von der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 angehobene Bogen
kanalisiert die aus der mindestens einen Blasdüse des Blaskastens 37 abströmende Blasluft
und leitet diese Blasluft über die dem Blaskasten 37 zugewandte Fläche des Schottbleches
38. Das Schottblech 38 weist an seinem in der Blasrichtung gelegenen Ende vorzugsweise
eine konkave Wölbung auf, wobei diese Wölbung der Blasluft eine von der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 abgewandte, d. h. weg gerichtete Abströmrichtung gibt.
Durch das Schottblech 38 bleibt die Vorderkante von einem Bogen, der einem von der
Blasluft von mindestens einer der Blasdüsen angehobenen Bogen direkt nachfolgt, solange
unbeeinflusst, bis der angehobene Bogen durch seinen eigenen in Transportrichtung
T gerichteten Bewegungsfortschritt bzw. Vorschub mit seinem hinteren Ende die von
diesem Bogen in seiner Transportrichtung T zuerst erreichte Blasdüse bzw. Blasdüsenreihe
frei legt. Um zu verhindern, dass die Vorderkante desjenigen Bogens, der einem von
der Blasluft von mindestens einer der Blasdüsen angehobenen Bogen direkt nachfolgt,
verfrüht aufgrund der Wirkung der vom hinteren Ende des vorausgehenden Bogens frei
gelegten Blasdüse bzw. Blasdüsenreihe angehoben wird, wird die Blasluft der betreffenden
Blasdüse bzw. Blasdüsenreihe mittels des jeweils zugehörigen Ventils in Abhängigkeit
vom Bewegungsfortschritt bzw. Vorschub des aktuell von der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 angehobenen, einem zwischen dem Schottblech 38 und der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 befindlichen Bogen direkt vorausgehenden Bogens abgeschaltet.
[0023] Ein von den Blasdüsen bzw. Blasdüsenreihen angehobener Bogen wird aufgrund der von
der jeweiligen Blasluft hervorgerufenen Sogwirkung (Venturieffekt) über der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 in eine bestimmte, z. B. durch einen Abstand von der
der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 zugewandten Seite des Blaskastens 37
bemessene Schwebehöhe angehoben, wobei diese Schwebehöhe von der Intensität der jeweiligen
Blasluft und/oder von der Masse des betreffenden Bogens und/oder von der Transportgeschwindigkeit
des betreffenden Bogens abhängig ist. Um zu verhindern, dass Bogen z. B. großer Masse
und/oder hoher Transportgeschwindigkeit bei ihrem Transport in der Förderebene E19
des Saugbändertisches 19 in Schwingungen geraten und zu flattern beginnen, ist in
dem Bereich zwischen der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 und der dieser Förderebene
E19 zugewandten Seite des Blaskastens 37 vorzugsweise ein den angehobenen Bogen stützendes
Stützblech vorgesehen, wobei das z. B. in einem spitzen Winkel zu der der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 zugewandten Seite des Blaskastens 37 angeordnete Stützblech
z. B. in Form eines luftdurchlässigen Gitters ausgebildet ist. Der durch den Sog der
Blasluft angehobene und an das Stützblech angelegte Bogen wird dort in einer ruhigen
Bewegung, d. h. ohne zu flattern, in seiner Transportrichtung T entlang dieses Stützbleches
geführt. In der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 sind zumindest in einem Bereich
gegenüber dem Blaskasten 37 vorzugsweise mehrere Öffnungen 39 (Fig. 3) vorgesehen,
durch welche zum Druckausgleich Luft unter den aktuell angehobenen Bogen nachströmt.
Diese Öffnungen 39 sind z. B. kreisrund mit einem Durchmesser im Bereich weniger Millimeter
ausgebildet. Zudem sind unterhalb der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 mehrere
in ihrer jeweiligen strömungstechnischen Wirkung steuerbare Saugkammern 41 angeordnet.
Diese Saugkammern 41 sind vorzugsweise in Transportrichtung T der Bogen hintereinander
angeordnet und z. B. mittels einer von der Steuereinheit 71 gesteuerten Saugeinrichtung
insbesondere einzeln und unabhängig voneinander in ihrem jeweiligen Druck schaltbar.
[0024] Fig. 3 zeigt in einer Draufansicht den in der Fig. 2 dargestellten Saugbändertisch
19. Die Transportrichtung T der Bogen ist wie in der Fig. 2 von rechts nach links
gerichtet. So werden dem Saugbändertisch 19 einzelne Bogen sequentiell von einer die
Bogen translatorisch transportierenden Transporteinrichtung zugeführt, insbesondere
von einer zu einem Trockner 17 gehörenden Transporteinrichtung. Dabei liegen die Bogen
jeweils mindestens auf einem Transportband 18, vorzugsweise auf mehreren, z. B. auf
zwei in Transportrichtung T der Bogen parallel zueinander angeordneten Transportbändern
18 auf. Diese Transportbänder 18 sind jeweils z. B. als endlos umlaufende Flachbänder
bzw. Flachriemen ausgebildet. Am Übergang von der dem Saugbändertisch 19 vorgeordneten
Transporteinrichtung zu diesem Saugbändertisch 19 ist eine sich quer zur Transportrichtung
T der Bogen erstreckende Leiteinrichtung 42 mit vorzugsweise mehreren in mindestens
einer Reihe angeordneten Heberdüsen 43 angeordnet. In Transportrichtung T der Bogen
folgt sodann mindestens ein Übernahmeband 44, welches z. B. als ein im Mittenbereich
der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 angeordneter umlaufender Flachriemen
und zudem vorzugsweise als ein Saugband ausgebildet ist, wobei das Saugband zumindest
abschnittsweise eine Perforation aufweist. In Transportrichtung T der Bogen folgen
nach dem Übernahmeband 44 oder in dessen Wirkbereich in der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 mindestens ein Knick 46, vorzugsweise für eine schrittweise Krümmung der zuvor
z. B. horizontalen Förderebene mehrere aufeinanderfolgende Knicke 46; 47, wobei an
jedem dieser Knicke 46; 47 die Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 gegenüber
der vorherigen Ausrichtung der Förderebene jeweils eine gegebenenfalls weitere abwärts
gerichtete Neigung mit einem spitzen Winkel im Bereich zwischen 5° und 30° erfährt.
In dem in den Fig. 2 und 3 dargestellten Beispiel sind zwei aufeinanderfolgende Knicke
46; 47 dargestellt, wobei der erste Knick 46 im Wirkbereich des Übernahmebandes 44
und der zweite Knick 47 in geringem Abstand von weniger als einer Bogenlänge in Transportrichtung
T der Bogen nach dem Übernahmeband 44 angeordnet ist. In der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 sind z. B. symmetrisch zu dessen Mittellinie M den Abstand zwischen den Knicken
46; 47 überspannend vorzugsweise zwei in Transportrichtung T der Bogen parallel zueinander
angeordnete Schanzenbänder 48 z. B. in Form von jeweils umlaufenden vorzugsweise jeweils
als ein Saugband ausgebildeten Endlosbändern angeordnet. Die Schanzenbänder 48 sind
an ihrem in Transportrichtung T der Bogen hinteren Ende, welches von einem insbesondere
vom Übernahmeband 44 herangeführten Bogen somit zuerst erreicht wird, schwenkbar gelagert,
so dass diese Schanzenbänder 48 in einem sich in Transportrichtung T der Bogen öffnenden
spitzen Winkel schräg nach oben aus der vorherigen Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 herausschwenkbar sind und in ihrem herausgestellten Betriebszustand für die zu
transportierenden Bogen eine aufgestellte Rampe ausbilden. In der Fig. 2 sind die
Schanzenbänder 48 in ihrem normalen, d. h. nicht herausgeschwenkten vorzugsweise bündig
mit der übrigen Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 abschließenden Betriebszustand
dargestellt. In einer bevorzugten Ausführung sind zumindest in den jeweiligen längsseitigen
Randbereichen des von den Schanzenbändern 48 überspannten Bereichs der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 jeweils mehrere vorzugsweise jeweils als Venturidüsen
ausgebildete Düsen 49 angeordnet. Diese Anordnung der Venturidüsen beginnt in Transportrichtung
T der Bogen in einem Abstand z. B. von weniger als 200 mm, vorzugsweise weniger als
100 mm hinter der mindestens einen Heberdüse 43.
[0025] Oberhalb der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 ist in einem Abstand A51 ein
sich quer zur Transportrichtung T der Bogen erstreckender Fangbläser 51 angeordnet
(Fig. 2 und 3), wobei dieser Fangbläser 51 mehrere Blasdüsen aufweist, die in einer
sich über die gesamte Breite B19 der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 erstreckenden
Reihe angeordnet sind. Unterhalb des Fangbläsers 51 beginnt in der Förderebene E19
des Saugbändertisches 19 insbesondere in deren Mittenbereich ein sich in Transportrichtung
T der Bogen erstreckender mehrere Saugbohrungen 53 aufweisender Schaltbereich 52.
Die Saugbohrungen 53 im Schaltbereich 52 bilden und eröffnen eine strömungstechnische
Verbindung zu mindestens einer der vorzugsweise mehreren jeweils unterhalb der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 angeordneten Saugkammern 41, wobei diese Saugkammern
41 von der Steuereinheit 71 insbesondere einzeln und unabhängig voneinander in ihrem
jeweiligen Druck geschaltet oder zumindest schaltbar sind, so dass in diesem Schaltbereich
52 vermittels der Saugbohrungen 53 und durch die jeweilige Einstellung des Drucks
in der betreffenden Saugkammer 41 in der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19
ein Unterdruck eingestellt oder zumindest einstellbar ist. Die im Schaltbereich 52
angeordneten Saugbohrungen 53 sind z. B. symmetrisch zur Mittellinie M der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 in mehreren, z. B. in zwei Reihen angeordnet und jeweils
z. B. als ein den Bernoulli-Effekt nutzender Sauger ausgebildet. In Transportrichtung
T der Bogen schließt sich an den Schaltbereich 52 z. B. in mit dem Schaltbereich 52
überlappender Weise mindestens ein insbesondere als Saugband ausgebildetes Zuführband
54 an, wobei das Saugband zumindest abschnittsweise eine Perforation aufweist, wobei
sich das mindestens eine Zuführband 54 in Transportrichtung T der Bogen vorzugsweise
bis unterhalb des Blaskastens 37 der Unterschuppungseinrichtung erstreckt. Das mindestens
eine Zuführband 54 ist vorzugsweise als ein umlaufendes Endlosband ausgebildet. In
einer bevorzugten Ausführung sind z. B. symmetrisch zur Mittellinie M der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 mehrere, z. B. zwei Zuführbänder 54 vorgesehen. Derjenige
Bereich, der sich in der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 gegenüber dem Blaskasten
37 erstreckt und in welchem vorzugsweise mehrere Öffnungen 39 (Fig. 3) vorgesehen
sind, durch welche zum Druckausgleich Luft unter einen aktuell von der Unterschuppungseinrichtung
angehobenen Bogen nachströmt, erstreckt sich randseitig in der Förderebene E19 des
Saugbändertisches 19 in Transportrichtung T der Bogen zumindest teilweise längs zu
dem mindestens einen Zuführband 54.
[0026] in Transportrichtung T der Bogen folgen nach dem mindestens einen Zuführband 54 und/oder
nach der Unterschuppungseinrichtung in der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19
z. B. symmetrisch zu deren Mittellinie M angeordnete vorzugsweise jeweils als ein
umlaufendes Endlosband ausgebildete Bremsbänder 56, welche die Funktion haben, die
jeweilige Transportgeschwindigkeit von herangeführten Bogen vor ihrer Übergabe an
eine dem Saugbändertisch 19 unmittelbar nachgeordnete Transporteinrichtung, z. B.
an einen Schwinggreifer 21, zu reduzieren. Die vorzugsweise in ihrer jeweiligen Transportgeschwindigkeit
reduzierten Bogen werden sodann bei ihrem weiteren in Transportrichtung T gerichteten
Bewegungsfortschritt von einer von einer Saugeinrichtung mit Unterdruck beaufschlagten
rotierenden oder zumindest rotierbaren Saugwalze 57 erfasst, wobei sich diese Saugwalze
57 quer zur Transportrichtung T der Bogen vorzugsweise zumindest über die gesamte
Breite der Bogen oder über die gesamte Breite B19 des Saugbändertisches 19 erstreckt.
Danach gelangt jeder der Bogen nacheinander und einzeln jeweils von der Saugwalze
57 gehalten mit seiner in Transportrichtung T vorderen Kante, d. h. seiner Vorderkante
z. B. an die Vordermarken 36 des dem Saugbändertisch 19 unmittelbar nachgeordneten
Schwinggreifers 21. Durch ein Zusammenwirken der Unterschuppungseinrichtung, der Bremsbänder
56, der Saugwalze 57 und der Vordermarken 36 des Schwinggreifers 21 werden die zuvor
einzeln liegend, jeweils mit einer Lücke zueinander, hintereinander transportierten
Bogen in einen Schuppenstrom überführt, bevor diese Bogen an eine dem Saugbändertisch
19 unmittelbar nachgeordnete Transporteinrichtung, z. B. an einen Schwinggreifer 21,
übergeben werden, um anschließend in einer diesen Saugbändertisch 19 aufweisenden
z. B. als Digitaldruckmaschine ausgebildeten Maschinenanordnung rotativ zu einer Beschichtungseinrichtung
22, z. B. zu einer als eine Lackiereinrichtung ausgebildeten Beschichtungseinrichtung
22 und durch diese hindurch transportiert zu werden.
[0027] Im Betrieb einer solchen Maschinenanordnung, insbesondere im industriellen Druckprozess
einer Digitaldruckmaschine kann es immer wieder einmal aus unterschiedlichen Gründen
zu einer Störung in einer dem Saugbändertisch 19 nachgeordneten, z. B. als Beschichtungseinrichtung
22 ausgebildeten Bearbeitungsstation kommen. Eine schwerwiegende Störung in einer
solchen Bearbeitungsstation hat zur Folge, dass die Übergabe von Bogen an die dem
Saugbändertisch 19 nachgeordnete Transporteinrichtung abrupt zu unterbrechen ist.
Dieser Betriebsfall bildet einen Stopper. Bei einem Stopper müssen in der Maschinenanordnung
im Transport befindliche Bogen sehr rasch wirksam gesammelt und gestapelt werden.
In einer eine Digitaldruckmaschine bildenden Maschinenanordnung ist es jedoch aufgrund
der konstruktiven Gegebenheiten, insbesondere aufgrund eines Fehlens an erforderlichem
Raum in der Höhe nicht möglich, in einer dem Saugbändertisch 19 vorgeordneten Bearbeitungsstation
wie z. B. in einer ersten Beschichtungseinrichtung 05 oder in der Non-Impact-Druckeinrichtung
13 oder in einem der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 nachgeordneten Trockner 17 eine
Vielzahl von in rascher Folge, d. h. mit hoher Transportgeschwindigkeit dicht beabstandet
hintereinander transportierten Bogen zu sammeln und zu stapeln. Dabei ist es keine
zufriedenstellende Lösung, in Transportrichtung T der Bogen nach dem der Non-Impact-Druckeinrichtung
13 nachgeordneten Trockner 17 und vor dem Saugbändertisch 19 eine Ausschleuseinrichtung
anzuordnen, wobei diese Ausschleuseinrichtung bei einem Stopper alle noch aus dem
der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 nachgeordneten Trockner 17 herausgeführten Bogen
unter den Saugbändertisch 19 leitet und dort ablegt. Denn die dortige Ablage der Bogen
gelingt nur mehr oder weniger geordnet. Diese Lösung hat zudem den Nachteil, dass
unter dem Saugbändertisch 19 gesammelte Bogen nur unter ergonomisch sehr ungünstigen
Bedingungen wieder entnommen werden können. Außerdem besteht auch kaum eine Möglichkeit,
im Bereich der Ausschleuseinrichtung erforderliche Förderelemente für die im störungsfreien
Betrieb vorzunehmende Übernahme des Stromes von einzelnen Bogen aus dem Trockner 17
anzuordnen. Ohne derartige geeignete Förderelemente kann es jedoch zu einem Verlust
der Haltekraft kommen, mit welcher die durch den Wärmeeintrag beim Trocknen zumeist
erheblich verkrümmten Bogen gehalten werden. Eine Störung im Transport der Bogen wäre
die Folge. Deshalb stellt sich die Aufgabe, die Bogen vor ihrer Übergabe an die dem
Saugbändertisch 19 nachgeordnete Transporteinrichtung auf dem Saugbändertisch 19 zu
fangen und zu stapeln. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass es nicht möglich ist,
an der Unterschuppungseinrichtung des Saugbändertisches 19 eine fortlaufende Unterschuppung
zur Stapelbildung vorzunehmen. Denn die zur Unterschuppung von oben saugend auf die
Hinterkante des betreffenden Bogens wirkenden Düsen sind spätestens bei einem unmittelbar
nachfolgenden Bogen wirkungslos, weil der Vorgängerbogen bei einem Sammeln der Bogen
nicht abtransportiert wird und somit die Saugwirkung auf den darunter liegenden nächsten
Bogen abschirmt.
[0028] Es wird daher ein Saugbändertisch 19 mit einer Fangeinrichtung 58 vorgeschlagen,
mit welcher Fangeinrichtung 58 in einer Sequenz aufeinander folgende einzelne Bogen
vor ihrer Übergabe an eine dem Saugbändertisch 19 nachgeordnete Transporteinrichtung
auf dem Saugbändertisch 19 gefangen und gestapelt werden. Dabei ist dieser vorzugsweise
eine Unterschuppungseinrichtung aufweisende Saugbändertisch 19 in der bevorzugten
Ausführung in Transportrichtung T der Bogen nach einem einer Non-Impact-Druckeinrichtung
13 nachgeordneten Trockner 17 angeordnet. In einer besonders bevorzugten Ausführung
ist der Saugbändertisch 19 in einer Maschinenanordnung an einer Stelle angeordnet,
an welcher die Bogen von einer diesem Saugbändertisch 19 unmittelbar vorgeordneten
linearen Transportstrecke hin zu einer diesem Saugbändertisch 19 unmittelbar nachgeordneten
gekrümmten, insbesondere kreisbogenförmig ausgebildeten Transportstrecke überführt
werden.
[0029] Die vorgeschlagene Fangeinrichtung 58 weist ein Schubkurbelgetriebe auf, dessen Koppel
mindestens eine Anschlagfläche 66 für die zu fangenden Bogen aufweist. Einzelheiten
der Fangeinrichtung 58 sowie ihre Funktionsweise werden nachfolgend anhand der Fig.
4 bis 6 beschrieben.
[0030] Fig. 4 zeigt beispielhaft eine Seitenansicht der Fangeinrichtung 58. Diese Fangeinrichtung
58 ist, solange sie inaktiv, d. h. z. B. von der Steuereinheit 71 unbetätigt ist,
unterhalb der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 angeordnet, und zwar vorzugsweise
in etwa eine sich in Transportrichtung T der Bogen erstreckende Bogenlänge von einer
vom Fangbläser 51 lotrecht zur Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 entsprechend
dem Abstand A51 gezogenen Linie entfernt am Ende von dem Saugbohrungen 53 aufweisenden
Schaltbereich 52 dieses Saugbändertisches 19. Die Fangeinrichtung 58 weist einen Antrieb
59 auf, welcher vorzugsweise als ein doppelt wirkender Pneumatikzylinder 81 ausgebildet
ist, dessen Zylinderkolben 82 beidseitig mit Druckluft beaufschlagbar ist (Fig. 8).
Eine bidirektional linear bewegbare Kolbenstange 61 des Pneumatikzylinders 81 ist
unter Ausbildung eines Gelenkpunktes G61 mit einer als Winkelhebel ausgebildeten Kurbel
62 verbunden, wobei die Kurbel 62 in einem im Saugbändertisch 19 ortsfest angeordneten
Drehpunkt D62 drehbeweglich gelagert ist. Die als Winkelhebel ausgebildete Kurbel
62 weist einen kurzen Hebel und einen im Vergleich zu diesem kurzen Hebel längeren
Hebel auf, wobei der kurze Hebel den Gelenkpunkt G61, an dem die Kolbenstange 61 des
Pneumatikzylinders 81 mit der Kurbel 62 verbunden ist, mit dem Drehpunkt D62 der Kurbel
62 verbindet. Die Kurbel 62 ist ihrerseits unter Ausbildung eines Gelenkpunktes G62
mit einer Koppel 63 verbunden. Dabei erstreckt sich der längere Hebel der Kurbel 62
zwischen ihrem Drehpunkt D62 und dem Gelenkpunkt G62, an welchem die Kurbel 62 mit
der Koppel 63 verbunden ist. Die Koppel 63 und die die Koppel 63 treibende Kurbel
62 bilden in ihrem Zusammenwirken ein Schubkurbelgetriebe aus, wobei ein vom Antrieb
59 der Fangeinrichtung 58 abgewandter Endpunkt E2 der Koppel 63 längs einer parallel
zur Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 angeordneten Bahn 64 bidirektional linear
bewegbar ist. Der vom Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 abgewandte Endpunkt E2 der
Koppel 63 und der Drehpunkt D62 der Kurbel 62 liegen folglich auf einer sie miteinander
verbindenden Geraden G64, wobei diese Gerade G64 parallel zur Förderebene E19 des
Saugbändertisches 19 verläuft.
[0031] Die Koppel 63 weist in einem Bereich zwischen ihrem dem Antrieb 59 der Fangeinrichtung
58 zugewandten Endpunkt E1 und dem Gelenkpunkt G62, an welchem die Kurbel 62 mit der
Koppel 63 verbunden ist, mindestens eine Anschlagfläche 66 für zu fangende Bogen auf.
Die betreffende Anschlagfläche 66 ist somit vorzugsweise ein Bestandteil der Koppel
63. Die betreffende Anschlagfläche 66 ist vorzugsweise aus einem Kunststoff ausgebildet,
z. B. aus einem Polyamid (Kurzzeichen PA) oder aus einem thermoplastischen Kunststoff
wie z. B. Polyoxymethylen (Kurzzeichen POM).
[0032] Das Schubkurbelgetriebe weist in einer bevorzugten Ausführung eine zentrische Schubkurbel
auf, was bedeutet, dass die drei in der Fig. 4 dargestellten Strecken G62-D62, G62-E2
und G62-E1 jeweils gleich lang ausgebildet sind und die Endpunkte E1; E2 der Koppel
63 mitsamt dem dazwischen angeordneten Gelenkpunkt G62 alle auf einer die Endpunkte
E1; E2 der Koppel 63 miteinander verbindenden Geraden G63 liegen. Der kurze Hebel
und der längere Hebel der Kurbel 62 sind in ihrem Längenverhältnis zueinander derart
beschaffen, dass sie eine vom Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 ausgelöste und auf
die Koppel 63 wirkende Bewegung ins Schnellere übersetzen. Das Übersetzungsverhältnis
i ins Schnellere beträgt vorzugsweise mindestens 1:5 (i = 0,2).
[0033] In Verbindung mit den Fig. 5 bis 7 ist die Funktionsweise der Fangeinrichtung 58
ersichtlich. Die Fig. 2 und 5 zeigen die Fangeinrichtung 58 in ihrer inaktiven, d.
h. unbetätigten Ausgangsposition oder Parkposition, in welcher die mindestens eine
jeweils an der Koppel 63 ausgebildete Anschlagfläche 66 unterhalb der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 angeordnet ist. Somit können die Bogen den Saugbändertisch
19 in seiner Förderebene E19 ungehindert passieren, was in der Fig. 5 durch zwei aufeinander
folgende Richtungspfeile angedeutet ist. Wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, ist die
Kolbenstange 61 des den Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 bildenden Pneumatikzylinders
81 durch eine entsprechende Beaufschlagung dieses Pneumatikzylinders 81 mit Druckluft
ausgefahren und der vom Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 abgewandte Endpunkt E2 der
Koppel 63 nimmt auf der Bahn 64 seine vom Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 fernste
Lage ein.
[0034] Die Fig. 6 und 7 zeigen die Fangeinrichtung 58 in ihrer Fangposition. In der Fangposition
durchstößt die mindestens eine vorzugsweise an der Koppel 63 ausgebildete Anschlagfläche
66 durch eine entsprechende, z. B. schlitzförmig ausgebildete Öffnung 67 (Fig. 3)
die Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 und stellt sich durch eine Schwenkbewegung
aus einer zuvor in einem vorzugsweise spitzen Winkel zur Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 geneigten Position vorzugsweise senkrecht zu dieser Förderebene E19 auf (Fig. 6
und 7), so dass auf dem Saugbändertisch 19 transportierte Bogen gegen die mindestens
eine aufgestellte, z. B. jeweils etwa 50 mm aus der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 herausragende Anschlagfläche 66 stoßen (siehe Richtungspfeile in der Fig. 6) und
auf diese Weise gefangen und an einem weiteren in Transportrichtung T gerichteten
Bewegungsfortschritt gehindert werden.
[0035] Aufeinander folgend transportierte und jeweils gegen die aufgestellte Anschlagfläche
66 stoßende Bogen werden in Transportrichtung T dieser Bogen vor der aufgestellten
Anschlagfläche 66 aufeinander abgelegt und damit gestapelt. In der Fangposition ist
die Kolbenstange 61 des den Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 bildenden Pneumatikzylinders
81 durch eine entsprechende Beaufschlagung dieses Pneumatikzylinders 81 mit Druckluft
eingefahren und der vom Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 abgewandte Endpunkt E2 der
Koppel 63 nimmt auf der Bahn 64 seine zum Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 nächste
Lage ein.
[0036] Fig. 7 zeigt einen Ausschnitt aus der Fig. 2 mit Schanzenbändern 48, die in ihrem
aus der vorherigen Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 in einem sich in Transportrichtung
T der Bogen öffnenden spitzen Winkel schräg nach oben herausgestellten Betriebszustand
dargestellt sind, sowie mit einem z. B. von der Steuereinheit 71 aktivierten Fangbläser
51, dessen Aktivierung in der Fig. 7 durch einen zur Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 gerichteten Blasrichtungspfeil angedeutet ist.
[0037] Wenn der einen Stopper bildende Betriebsfall eintritt, indem in einer dem Saugbändertisch
19 nachgeordneten, z. B. als Beschichtungseinrichtung 22 ausgebildeten Bearbeitungsstation
der den Saugbändertisch 19 aufweisenden Maschinenanordnung eine schwerwiegende Störung
mit der Folge eintritt, dass die Übergabe von Bogen an die dem Saugbändertisch 19
nachgeordnete Transporteinrichtung abrupt zu unterbrechen ist, dann wird die Fangeinrichtung
58 in ihre Fangposition geschaltet, indem der Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 von
einer Steuereinheit 71, i.d.R. von der noch weitere, vorzugsweise alle Funktionen
des Saugbändertisches 19 steuernden Steuereinheit 71 automatisch, insbesondere programmgesteuert
betätigt wird. Diese Steuereinheit 71 steuert z. B. auch die Ventile des Blaskastens
37 (Fig. 2). Gleichzeitig mit der Betätigung der Fangeinrichtung 58 kann z. B. die
Transportgeschwindigkeit der Bogen verringert werden, indem der Fangeinrichtung 58
in Transportrichtung T der Bogen vorgeordnete Transporteinrichtungen ihre jeweilige
Transportgeschwindigkeit verringern. Auch wenn die Transportgeschwindigkeit einer
der Fangeinrichtung 58 in Transportrichtung T der Bogen vorgeordneten Transporteinrichtung
nicht unverzüglich mit der Betätigung der Fangeinrichtung 58 verringert wird, z. B.
die Transportgeschwindigkeit der Schanzenbänder 48 und/oder des Zuführbandes 54, so
wird in jedem Fall der in der betreffenden Saugkammer 41 mittels einer von der Steuereinheit
71 gesteuerten Saugeinrichtung 72 eingestellte Unterdruck abgeschaltet, wobei diese
Saugkammer 41 mittels der in der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 ausgebildeten
Saugbohrungen 53 mit dem betreffenden Schaltbereich 52 strömungstechnisch verbunden
ist und sich zumindest teilweise mit einem Grundriss des zu bildenden Stapels der
zu fangenden Bogen überschneidet. Sodann wird die mindestens eine Anschlagfläche 66
der Fangeinrichtung 58 in eine Bogenlücke zwischen der Hinterkante eines Vorgängerbogens
und einer Vorderkante eines zu fangenden ersten Folgebogens eingeschossen. Dazu betätigt
die Steuereinheit 71 mindestens ein pneumatischen Schaltventil 86, vorzugsweise gleichzeitig
zwei pneumatische Schaltventile 86; 87, so dass die Kolbenstange 61 des den Antrieb
59 der Fangeinrichtung 58 bildenden Pneumatikzylinders 81 eingefahren wird.
[0038] In einer vorteilhaften Ausbildung weist dieser Pneumatikzylinder 81 eine Bodenkammer
68 und eine von der Bodenkammer 68 durch einen mit der Kolbenstange 61 fest verbundenen
Zylinderkolben 82 getrennte Lagerkammer 69 auf, wobei ein erstes pneumatisches Schaltventil
86 mit der Bodenkammer 68 und ein zweites pneumatisches Schaltventil 87 mit der Lagerkammer
69 verbunden ist. Diese beiden Schaltventile 86; 87 sind jeweils von der Steuereinheit
71 der Fangeinrichtung 58 gesteuert. In einer ersten Ausführungsvariante kann die
Bodenkammer 68 barometrischen Druck aufweisen. In einer anderen zweiten Ausführungsvariante
kann die Bodenkammer 68 einen Differenzdruck größer dem barometrischen Druck und kleiner
dem Druck in der Lagerkammer 69 aufweisen. In einer bevorzugten Ausführung wird die
Kolbenstange 61 des den Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 bildenden Pneumatikzylinders
81 durch eine Druckbeaufschlagung der Lagerkammer 69 z. B. mit 7 bar eingefahren.
Der Zylinderkolben 82 des Pneumatikzylinders arbeitet bei diesem Einfahren der Kolbenstange
61 des Pneumatikzylinders 81 gegen in der Bodenkammer 68 z. B. mit 2 bar vorgespannte
Druckluft, die über das geöffnete pneumatische Schaltventil 86 der Bodenkammer 68
und gegebenenfalls über ein sich anschließendes Drosselventil 91 gedrosselt entweichen
kann. Die bremsende Wirkung dieses Gegendruckes setzt erst verhältnismäßig spät ein,
sodass die Bewegung des Zylinderkolbens 82 und damit auch der Kolbenstange 61 am Anfang
eine sehr große Beschleunigung mit resultierender Geschwindigkeit erfährt, bevor die
Bewegung des Zylinderkolbens 82 an ihrem Ende durch die aktiv eingespannte Luftsäule
gebremst wird und die Restgeschwindigkeit an einem Endlagendämpfungselement 83; 84
des Pneumatikzylinders 81 gebremst wird. Diese sehr schnelle Bewegung des Zylinderkolbens
82 wird von der Kurbel 62 auf die in zentrischer Schubkurbellage angeordnete Koppel
63 stark übersetzt, vorzugsweise mit einem Übersetzungsverhältnis i ins Schnellere
mindestens von 1:5 (i = 0,2).
[0039] Mit dem vorgeschlagenen Schubkurbelgetriebe gelingt es, die mindestens eine Anschlagfläche
66 der Fangeinrichtung 58 selbst bei einer hohen Transportgeschwindigkeit der Bogen
von mehreren tausend Bogen pro Stunde, z. B. von etwa 10.000 Bogen pro Stunde durch
eine z. B. nur etwa 20 mm messende Bogenlücke hindurch in die Fangposition zu bringen.
Die mit dem vorgeschlagenen Schubkurbelgetriebe erreichbare Reaktionszeit übertrifft
damit deutlich die Schaltzeiten einfacher Klapp- und/oder Schiebemechanismen, die
z. B. von Schaltmagneten oder direkt, d. h. getriebelos von einem Pneumatikzylinder
81 angetrieben sind. Ein weiterer Vorteil der gefundenen Lösung besteht darin, dass
das vorgeschlagene Schubkurbelgetriebe vergleichsweise einfach und raumsparend ausgebildet
ist.
[0040] Somit ergibt sich eine Maschinenanordnung mit mehreren jeweils Bogen bearbeitenden
Bearbeitungsstationen, wobei diese Bearbeitungsstationen in Transportrichtung T der
[0041] Bogen hintereinander angeordnet sind, wobei zumindest eine dieser Bearbeitungsstationen
eine die Bogen liegend entlang einer linearen Transportstrecke transportierende Transporteinrichtung
18 aufweist, wobei diese Transporteinrichtung 18 in einer Sequenz unmittelbar aufeinander
folgende einzelne Bogen jeweils durch eine Lücke voneinander beabstandet transportierend
ausgebildet ist, wobei dieser die Bogen liegend entlang einer linearen Transportstrecke
transportierenden Transporteinrichtung 18 ein Saugbändertisch 19 nachgeordnet ist,
wobei der Saugbändertisch 19 eine Fangeinrichtung 58 mit einer infolge einer Betätigung
eingenommenen Fangposition für in einer Sequenz aufeinander folgende einzelne Bogen
aufweist, wobei die Fangeinrichtung 58 in ihrer Fangposition von derjenigen Transporteinrichtung
18, die die Bogen liegend entlang einer linearen Transportstrecke transportiert und
dem Saugbändertisch 19 vorgeordnet ist, dem Saugbändertisch 19 zugeführte Bogen vor
einer jeweiligen Übergabe an eine dem Saugbändertisch 19 nachgeordnete Transporteinrichtung
auf dem Saugbändertisch 19 fängt und stapelt. Eine für den Saugbändertisch 19 vorgesehene
Steuereinheit 71 betätigt die Fangeinrichtung 58 in Abhängigkeit von einer in einer
dem Saugbändertisch 19 nachgeordneten Bearbeitungsstation aufgetretenen Störung derart,
dass die Fangeinrichtung 58 ihre Fangposition einnimmt. In der bevorzugten Ausführung
gehört die dem Saugbändertisch 19 vorgeordnete Transporteinrichtung 18, die die Bogen
liegend entlang einer linearen Transportstrecke transportiert, zu einem Trockner 17.
Dieser Trockner 17 ist z. B. einer als eine Non-Impact-Druckeinrichtung 13 ausgebildeten
Bearbeitungsstation nachgeordnet. Der Saugbändertisch 19 ist auch vorzugsweise einer
als eine Beschichtungseinrichtung 22, insbesondere einer als eine Lackiereinrichtung
ausgebildeten Bearbeitungsstation vorgeordnet. Dabei weist die Beschichtungseinrichtung
22 als Transporteinrichtung für zu transportierende Bogen insbesondere einen Transportzylinder
23 auf, wobei mit diesem Transportzylinder 23 vorzugsweise ein Druckwerkszylinder
24 mit einer an diesen Druckwerkszylinder 24 angestellten oder zumindest anstellbaren
Auftragswalze 26 zusammenwirkt, wobei sich in Axialrichtung der Auftragswalze 26 mindestens
eine Rakel 27 oder ein Kammerrakelsystem 27 erstreckt. Diese Maschinenanordnung ist
die Bogen mit einer Transportgeschwindigkeit vorzugsweise von mehreren tausend Bogen
pro Stunde, insbesondere von etwa 10.000 Bogen pro Stunde transportierend ausgebildet.
Die dem Saugbändertisch 19 vorgeordnete Transporteinrichtung 18, die die Bogen liegend
entlang einer linearen Transportstrecke transportiert, ist die in einer Sequenz unmittelbar
aufeinander folgenden einzelnen Bogen jeweils mit einer vorzugsweise etwa 20 mm messenden
Bogenlücke transportierend ausgebildet.
[0042] Es ergibt sich also ein Saugbändertisch 19 für einzeln liegend zu transportierende
bogenförmige Substrate, wobei der Saugbändertisch 19 zwischen einer in Transportrichtung
T der Substrate vorgeordneten Transporteinrichtung und einer entsprechend nachgeordneten
Transporteinrichtung angeordnet ist, wobei der Saugbändertisch 19 eine Fangeinrichtung
58 mit einer infolge ihrer Betätigung eingenommenen Fangposition für in einer Sequenz
aufeinanderfolgende einzelne Substrate aufweist, wobei die Fangeinrichtung 58 in ihrer
Fangposition dem Saugbändertisch 19 von der vorgeordneten Transporteinrichtung zugeführte
Substrate vor deren jeweiligen Übergabe an die dem Saugbändertisch 19 nachgeordnete
Transporteinrichtung auf dem Saugbändertisch 19 fängt, d. h. an einem in Transportrichtung
T gerichteten Bewegungsfortschritt hindert und stapelt. Dabei weist die dem Saugbändertisch
19 vorgeordnete Transporteinrichtung eine translatorische Transportstrecke für die
einzeln liegend zu transportierenden bogenförmigen Substrate und/oder die dem Saugbändertisch
19 nachgeordnete Transporteinrichtung eine rotative Transportstrecke oder eine translatorische
Transportstrecke für die zu transportierenden bogenförmigen Substrate auf. Es ist
eine insbesondere digitale Steuereinheit 71 vorgesehen, wobei diese Steuereinheit
71 die Fangeinrichtung 58 in Abhängigkeit von einer entlang der zu der dem Saugbändertisch
19 nachgeordneten Transporteinrichtung gehörenden Transportstrecke aufgetretenen Störung
derart betätigt, dass die Fangeinrichtung 58 ihre Fangposition einnimmt. Die Fangeinrichtung
58 weist mindestens eine schwenkbare Anschlagfläche 66 für zu fangende Substrate auf,
wobei die betreffende Anschlagfläche 66 im von der Steuereinheit 71 unbetätigten Zustand
der Fangeinrichtung 58 unterhalb einer Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 angeordnet
ist und im von der Steuereinheit 71 betätigten Zustand der Fangeinrichtung 58 durch
eine Öffnung 67 in der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 hindurchgeschwenkt
senkrecht zu dieser Förderebene E19 aufgestellt ist, so dass auf dem Saugbändertisch
19 transportierte Substrate gegen die mindestens eine aufgestellte, aus der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 herausragende Anschlagfläche 66 stoßen. Die Fangeinrichtung
58 weist in ihrer bevorzugten Ausführung ein Schubkurbelgetriebe auf, wobei das Schubkurbelgetriebe
eine Koppel 63 und eine mit der Koppel 63 zusammenwirkende Kurbel 62 aufweist, wobei
die Kurbel 62 von einem Antrieb 59 angetrieben ist. Die Kurbel 62 ist in einem im
Saugbändertisch 19 ortsfest angeordneten Drehpunkt D62 drehbeweglich gelagert, wobei
die Kurbel 62 als ein Winkelhebel ausgebildet ist und einen kurzen Hebel und einen
im Vergleich zu diesem kurzen Hebel längeren Hebel aufweist, wobei der kurze Hebel
einen Gelenkpunkt G61, an dem der Antrieb 59 an der Kurbel 62 angreift, mit dem Drehpunkt
D62 der Kurbel 62 verbindet, wobei sich der längere Hebel der Kurbel 62 zwischen ihrem
Drehpunkt D62 und einem Gelenkpunkt G62 erstreckt, an welchem die Kurbel 62 mit der
Koppel 63 verbunden ist. Der kurze Hebel und der längere Hebel der Kurbel 62 sind
in ihrem Längenverhältnis zueinander derart beschaffen, dass sie eine vom Antrieb
59 der Fangeinrichtung 58 auf die Koppel 63 wirkende Bewegung ins Schnellere übersetzen.
Das Übersetzungsverhältnis i ins Schnellere beträgt vorzugsweise mindestens 1:5. Ein
vom Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 abgewandter Endpunkt E2 der Koppel 63 ist längs
einer parallel zur Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 angeordneten Bahn 64 bidirektional
linear bewegbar, wobei der vom Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 abgewandte Endpunkt
E2 der Koppel 63 und der Drehpunkt D62 der Kurbel 62 auf einer diese beiden Punkte
miteinander verbindenden Geraden G64 angeordnet sind, wobei diese Gerade G64 parallel
zur Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 verläuft. Die mindestens eine Anschlagfläche
66 für zu fangende Substrate ist in einem Bereich zwischen einem dem Antrieb 59 der
Fangeinrichtung 58 zugewandten Endpunkt E1 der Koppel 63 und dem Gelenkpunkt G62,
an welchem die Kurbel 62 mit der Koppel 63 verbunden ist, ausgebildet. Das Schubkurbelgetriebe
weist vorzugsweise eine zentrische Schubkurbel auf, bei dem die drei Strecken G62-D62;
G62-E2; G62-E1 jeweils gleich lang ausgebildet sind und die Endpunkte E1; E2 der Koppel
63 mitsamt dem dazwischen angeordneten Gelenkpunkt G62 alle auf einer die Endpunkte
E1; E2 der Koppel 63 miteinander verbindenden Geraden G63 angeordnet sind. Der Antrieb
59 der Fangeinrichtung 58 ist vorteilhafterweise als ein doppelt wirkender Pneumatikzylinder
81 ausgebildet, wobei dieser Pneumatikzylinder 81 eine Bodenkammer 68 und eine von
der Bodenkammer 68 durch einen mit seiner Kolbenstange 61 fest verbundenen Zylinderkolben
82 getrennte Lagerkammer 69 aufweist. Dabei ist die Lagerkammer 69 an demjenigen Ende
des Pneumatikzylinders 81 angeordnet, das dem Gelenkpunkt G61, an dem der Antrieb
59 an der Kurbel 62 angreift, zugewandt ist. Die Bodenkammer 68 ist an demjenigen
Ende des Pneumatikzylinders 81 angeordnet, das vom Gelenkpunkt G61, an dem der Antrieb
59 an der Kurbel 62 angreift, abgewandt ist. Ein erstes pneumatisches Schaltventil
86 ist mit der Bodenkammer 68 und ein zweites pneumatisches Schaltventil 87 ist mit
der Lagerkammer 69 verbunden, wobei diese beiden Schaltventile 86; 87 jeweils von
der Steuereinheit 71 der Fangeinrichtung 58 gesteuert sind. Die Bodenkammer 68 weist
entweder barometrischen Druck auf oder die Bodenkammer 68 weist einen Differenzdruck
größer dem barometrischen Druck und kleiner dem Druck in der Lagerkammer 69 auf. Die
Kolbenstange 61 des Pneumatikzylinders 81 wird durch eine Druckbeaufschlagung der
Lagerkammer 69 z. B. mit 7 bar eingefahren. Der Zylinderkolben 82 des Pneumatikzylinders
81 arbeitet beim Einfahren der Kolbenstange 61 des Pneumatikzylinders 81 gegen in
der Bodenkammer 68 z. B. mit 2 bar vorgespannte Druckluft, wobei diese Druckluft aus
einer mit der Bodenkammer 68 verbundenen Druckluftquelle 93 bereit gestellt wird.
[0043] Es ergibt sich auch ein Saugbändertisch 19 zum liegenden Transport einzelner bogenförmiger
Substrate in einer Förderebene E19, wobei der Saugbändertisch 19 eine Fangeinrichtung
58 sowie mindestens ein Schanzenband 48 aufweist, wobei die Fangeinrichtung 58 und
das mindestens eine Schanzenband 48 jeweils von einer Steuereinheit 71 gesteuert wahlweise
einen von zwei verschiedenen Betriebszuständen einnehmend ausgebildet sind, wobei
jeweils mit Bezug auf die Fangeinrichtung 58 und das mindestens eine Schanzenband
48 der erste Betriebszustand ein inaktiver Betriebszustand ist und der zweite Betriebszustand
ein aktivierter Betriebszustand ist, wobei die Fangeinrichtung 58 in ihrem aktivierten
Zustand mindestens eine sich senkrecht zur Förderebene E19 des Saugbändertisches 19
aufgestellte Anschlagfläche 66 für zu fangende Substrate aufweist, wobei das mindestens
eine Schanzenband 48 in Transportrichtung T der Substrate um mindestens eine sich
in Transportrichtung T der Substrate erstreckende Substratlänge vor der mindestens
einen senkrecht zur Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 aufgestellten Anschlagfläche
66 angeordnet ist, wobei das mindestens eine Schanzenband 48 in seinem aktivierten
Zustand mit seinem in Transportrichtung T der Substrate gerichteten Ende in einem
sich in Transportrichtung T der Substrate öffnenden spitzen Winkel schräg nach oben
aus der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 herausgeschwenkt ist. Dabei ist der
Saugbändertisch 19 zwischen einer in Transportrichtung T der Substrate vorgeordneten
Transporteinrichtung und einer entsprechend nachgeordneten Transporteinrichtung angeordnet,
wobei die dem Saugbändertisch 19 vorgeordnete Transporteinrichtung eine translatorische
Transportstrecke für die einzeln liegend zu transportierenden bogenförmigen Substrate
aufweist und/oder die dem Saugbändertisch 19 nachgeordnete Transporteinrichtung eine
rotative Transportstrecke oder eine translatorische Transportstrecke für die zu transportierenden
bogenförmigen Substrate aufweist. In vorteilhafter Weise ist in einem sich in Transportrichtung
T der Substrate zwischen der aufgestellten Anschlagfläche 66 der Fangeinrichtung 58
und dem mindestens einen in dem spitzen Winkel schräg nach oben aus der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 herausgeschwenkten Schanzenband 48 erstreckenden Bereich
oberhalb der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 ein Fangbläser 51 mit mehreren
in einer sich quer zur Transportrichtung T der Substrate erstreckenden Reihe angeordneten
Blasdüsen angeordnet, wobei der Fangbläser 51 in seinem aktivierten Zustand Blasluft
aus seinen Blasdüsen z. B. lotrecht in Richtung der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 bläst. Die Steuereinheit 71 betätigt die Fangeinrichtung 58 in Abhängigkeit von
einer entlang der zu der dem Saugbändertisch 19 nachgeordneten Transporteinrichtung
gehörenden Transportstrecke aufgetretenen Störung derart, dass die Fangeinrichtung
58 ihre mindestens eine Anschlagfläche 66 für zu fangende Substrate senkrecht zur
Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 aufstellt und/oder diese Steuereinheit 71
betätigt das mindestens eine Schanzenband 48 in Abhängigkeit von der entlang der zu
der dem Saugbändertisch 19 nachgeordneten Transporteinrichtung gehörenden Transportstrecke
aufgetretenen Störung derart, dass das mindestens eine Schanzenband 48 in dem spitzen
Winkel schräg nach oben aus der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 herausgeschwenkt
ist und/oder diese Steuereinheit 71 betätigt den Fangbläser 51 in Abhängigkeit von
der entlang der zu der dem Saugbändertisch 19 nachgeordneten Transporteinrichtung
gehörenden Transportstrecke aufgetretenen Störung derart, dass der Fangbläser 51 Blasluft
aus seinen Blasdüsen in Richtung der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 bläst.
Der Saugbändertisch 19 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass in Transportrichtung
T der Substrate nach der Fangeinrichtung 58 oberhalb der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 ein Blaskastens 37 einer zu dem Saugbändertisch 19 gehörenden Unterschuppungseinrichtung
angeordnet ist. Zudem ist in Transportrichtung T der Substrate vor dem mindestens
einen Schanzenband 48 am Übergang von der dem Saugbändertisch 19 vorgeordneten Transporteinrichtung
zu diesem Saugbändertisch 19 z. B. eine sich quer zur Transportrichtung T der Substrate
erstreckende Leiteinrichtung 42 mit mehreren Heberdüsen 43 angeordnet. Auch ist in
dem sich in Transportrichtung T der Substrate zwischen der aufgestellten mindestens
einen Anschlagfläche 66 der Fangeinrichtung 58 und dem mindestens einen in dem spitzen
Winkel schräg nach oben aus der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 herausgeschwenkten
Schanzenband 48 erstreckenden Bereich unterhalb der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 z. B. mindestens eine Saugkammer 41 angeordnet, wobei die betreffende Saugkammer
41 in ihrem jeweiligen Druck von der Steuereinheit 71 eingestellt oder zumindest einstellbar
ist, wobei von der Steuereinheit 71 durch in der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 ausgebildete Saugbohrungen 53 zur betreffenden Saugkammer 41 in der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 ein Unterdruck eingestellt oder zumindest einstellbar
ist. Dabei ist der in der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 mittels der Saugkammer
41 eingestellte Unterdruck im Fall einer entlang der zu der dem Saugbändertisch 19
nachgeordneten Transporteinrichtung gehörenden Transportstrecke aufgetretenen Störung
abgeschaltet. Die Steuereinheit 71 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie eine
Transportgeschwindigkeit der Substrate zumindest in der der Fangeinrichtung 58 in
Transportrichtung T der Substrate vorgeordneten Transporteinrichtung verringert. Vorzugsweise
sind jeweils in Transportrichtung T der Bogen zwei parallel zueinander angeordnete
Schanzenbänder 48 in Form von jeweils umlaufenden Endlosbändern vorgesehen, wobei
diese beiden Schanzenbänder 48 symmetrisch zur Mittellinie M der Förderebene E19 des
Saugbändertisches 19 angeordnet sind.
[0044] im Folgenden wird davon ausgegangen, dass ein von der Steuereinheit 71 gesteuerter
pneumatischer Antrieb 59 die Fangeinrichtung 58 betätigt. Wie bereits dargestellt,
ist es im Betriebsfall eines Stoppers aufgrund der hohen Transportgeschwindigkeit
von mehreren tausend in der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 transportierten
Bogen pro Stunde, z. B. von etwa 10.000 Bogen pro Stunde, und der relativ geringen
Lücke von z. B. nur etwa 20 mm zwischen in ihrer Transportrichtung T unmittelbar aufeinander
folgenden einzelnen Bogen erforderlich, die mindestens eine Anschlagfläche 66 der
Fangeinrichtung 58 in sehr kurzer Zeit in der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 aufzustellen und damit in die lineare Transportstrecke der Bogen einzuschießen,
so dass eine Übergabe von weiteren dem Saugbändertisch 19 nach dem Aufstellen der
mindestens einen Anschlagfläche 66 der Fangeinrichtung 58 zugeführten Bogen an eine
gekrümmte, insbesondere kreisbogenförmige Transportstrecke einer dem Saugbändertisch
19 nachgeordnete Transporteinrichtung wirksam verhindert wird. Bei diesen kurzen Schaltzeiten
übt ein Zylinderkolben 82 in einem Pneumatikzylinder 81 infolge der erreichten kinetischen
Energie einen derart großen Kraftstoß auf die inneren Anschläge dieses Pneumatikzylinders
81 aus, dass diese Anschläge in kürzester Zeit verschlissen sind und somit zerstört
werden. Insofern besteht das Bedürfnis nach einer Lösung für eine verbesserte Dämpfung
an den inneren Anschlägen des Pneumatikzylinders 81, so dass dieser Pneumatikzylinder
81 bei der beschriebenen Verwendung eine ausreichende Verschleißfestigkeit und damit
eine möglichst uneingeschränkte Betriebsdauer aufweist.
[0045] Wie aus der Fig. 8 ersichtlich ist, wird daher vorgeschlagen, dass für den Betrieb
des doppelt wirkenden Pneumatikzylinders 81 der Fangeinrichtung 58 eine pneumatische
Schaltung vorgesehen ist, die die Bewegung des Zylinderkolbens 82 derart steuert,
dass für den Zylinderkolben 82 in einer ersten Hälfte seines Hubs eine positive Beschleunigung
und in einer der ersten Hälfte nachfolgenden zweiten Hälfte seines Hubs eine negative
Beschleunigung eingestellt ist. Dabei weist dieser Pneumatikzylinder 81 eine Bodenkammer
68 und eine von der Bodenkammer 68 durch den Zylinderkolben 82 getrennte Lagerkammer
69 auf, wobei der Zylinderkolben 82 mit der Kolbenstange 61 fest verbunden ist. Die
Lagerkammer 69 ist an demjenigen Ende des Pneumatikzylinders 81 angeordnet, das dem
Gelenkpunkt G61, an dem der Antrieb 59 an der Kurbel 62 angreift, zugewandt ist. Die
Bodenkammer 68 ist an demjenigen Ende des Pneumatikzylinders 81 angeordnet, das vom
Gelenkpunkt G61, an dem der Antrieb 59 an der Kurbel 62 angreift, abgewandt ist. Der
Zylinderkolben 82 weist vorzugsweise beidseitig jeweils ein Endlagendämpfungselement
83; 84 auf. Die nachfolgend im Einzelnen beschriebene pneumatische Schaltung realisiert
durch eine Änderung eines dynamischen Druckgleichgewichtes in den beiden Kammern 68;
69 des Pneumatikzylinders 81 eine kontrollierte Beschleunigungsphase und eine kontrollierte
Bremsphase über den gesamten Hub des Zylinderkolbens 82.
[0046] Die pneumatische Schaltung weist ein erstes pneumatisches Schaltventil 86 und ein
zweites pneumatisches Schaltventil 87 auf, wobei beide Schaltventile 86; 87 jeweils
von der Steuereinheit 71 vorzugsweise elektrisch betätigt sind. Beide Schaltventile
86; 87 sind in einer ihrer Schaltstellungen jeweils mit ihrer jeweiligen Druckluftquelle
93 verbunden.
[0047] Fig. 8 zeigt diejenige Betriebsstellung des Pneumatikzylinders 81, in der die Kolbenstange
61 des den Antrieb 59 der Fangeinrichtung 58 bildenden Pneumatikzylinders 81 eingefahren
und damit die Fangeinrichtung 58 aktiviert ist, was bedeutet, dass die Anschlagfläche
66 der Fangeinrichtung 58 in der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 aufgestellt
ist. Zumindest dem Schaltventil 86 für die Bodenkammer 68 ist vorzugsweise ein Druckminderer
88 vorgeschalten, um in der Bodenkammer 68 beim Ausströmen der Druckluft einen definierten
anfänglichen Gegendruck aufzubauen. Auch dem Schaltventil 87 für die Lagerkammer 69
kann ein Druckminderer 89 vorgeschalten sein. Zusätzlich ist dem Schaltventil 86 der
Bodenkammer 68 ein Drosselventil 91 nachgeordnet, um mit diesem in seinem Querschnitt
vorzugsweise einstellbaren Drosselventil 91 die Ausströmgeschwindigkeit der Druckluft
aus der Bodenkammer 68 und damit den dynamischen Druckverlauf im Pneumatikzylinder
81 und damit die Geschwindigkeit des Zylinderkolbens 82 zu beeinflussen. Es kann z.
B. auch vorgesehen sein, dass auch im Luftabgang aus der Lagerkammer 69 des Pneumatikzylinders
81 ein Drosselventil 92 angeordnet ist, um die Geschwindigkeit des Zylinderkolbens
82 zu beschränken. Das Drosselventil 91 der Bodenkammer 68 und gegebenenfalls das
Drosselventil 92 der Lagerkammer 69 werden nur beim Ausströmen von Druckluft aus der
jeweiligen Kammer 68; 69 in die Atmosphäre genutzt.
[0048] Bevor die Fangeinrichtung 58 aktiviert wird, ist die Lagerkammer 69 des Pneumatikzylinders
81 vorzugsweise drucklos, d. h. es herrscht in ihr ein Druck z. B. gleich dem barometrischem
Druck. In einer alternativen Ausführung kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die
Lagerkammer 69 des Pneumatikzylinders 81 über den gegebenenfalls mit ihr verbundenen
Druckminderer 89 mit einem Druck größer dem barometrischem Druck beaufschlagt ist,
z. B. mit einem Druck, der dem Druck in der Bodenkammer 68 entspricht, also vorzugsweise
mit einem Druck z. B. von 2 bar. Wenn der in beiden Kammern 68; 69 eingestellte Druck
gleich groß ist, wird der Zylinderkolben 82 in einer stabilen Endposition gehalten.
In der mit Druckluft z. B. von 2 bar vorgespannten Bodenkammer 68 wird eine über den
Druck steuerbare Luftmasse bereitgestellt, die zum Abbremsen der bei Aktivierung der
Fangeinrichtung 58 erfolgenden Verfahrbewegung des Zylinderkolbens 82 benötigt wird.
Die Aktivierung der Fangeinrichtung 58 mit dem Einschießen ihrer mindestens einen
Anschlagfläche 66 in eine Bogenlücke zwischen der Hinterkante eines Vorgängerbogens
und der Vorderkante eines ersten zu fangenden Folgebogens erfolgt dadurch, dass die
beiden Schaltventile 86; 87 von der Steuereinheit 71 insbesondere gleichzeitig betätigt
werden. Dadurch wird die Lagerkammer 69 von ihrer Druckluftquelle 93 mit Druckluft
mit mehr als 5 bar, insbesondere mit einem Druck von z. B. 7 bar gefüllt und die Luft
in der mit ca. 2 bar vorgespannten Bodenkammer 68 kann nun gesteuert über das Drosselventil
91 in die Atmosphäre entweichen, wodurch schon nach sehr kurzer Zeit ein Differenzdruck
von etwa 5 bar und damit eine entsprechende Kraft am Zylinderkolben 82 ansteht, die
diesen Zylinderkolben 82 in Bewegung setzt. Steuerbar über die in der Lagerkammer
69 eingesperrte Luftmasse und den Öffnungsquerschnitt des Drosselventils 91 setzt
die bremsende Wirkung so ein, dass die Bewegung des Zylinderkolbens 82 am Anfang eine
sehr große Beschleunigung mit resultierender Geschwindigkeit erfährt, bevor diese
Bewegung des Zylinderkolbens 82 am Ende weitgehend durch die aktiv eingespannte Luftsäule
gebremst wird und nur eine verbliebene Restgeschwindigkeit von weniger als z. B. 1
0% der zuvor erreichten maximal möglichen Geschwindigkeit am Endlagendämpfungselement
83 des Pneumatikzylinders 81 gebremst wird. Bei einer Aktivierung der Fangeinrichtung
58 wird der Zylinderkolben 82 über die erste Hälfte seines Hubes beschleunigt und
über seine zweite Hälfte gebremst. In der ersten Hälfte seines Hubes erreicht der
Zylinderkolben 82 seine maximal mögliche Geschwindigkeit. Im theoretisch idealen Fall
kommt der Zylinderkolben 82 mit der Geschwindigkeit null in seiner jeweiligen Endlage
an. In einem realen Betrieb wird dies jedoch nicht erreicht. Daher muss die geringe
noch vorhandene Restenergie am jeweiligen Endlagendämpfungselement 83; 84 abgebaut
werden. Diese sehr schnelle Bewegung des Zylinderkolbens 82 wird von der Kurbel 62
auf die in vorzugsweise zentrischer Schubkurbellage angeordnete Koppel 63 stark übersetzt
übertragen.
[0049] Durch die beschriebene pneumatische Schaltung und mit den beispielhaft genannten
Einstellwerten für den Druck gelingt es, die mindestens eine Anschlagfläche 66 der
Fangeinrichtung 58 selbst bei der bereits genannten hohen Transportgeschwindigkeit
der Bogen durch die bereits genannte sehr schmale Bogenlücke hindurch in eine Fangposition
zu bringen. Vorteilhafterweise werden durch die aufgezeigte Lösung im gesamten kinematischen
System hohe Stoßbeanspruchungen und Lastspitzen vermieden. Denn die eingespannte,
die Antriebsbewegung des Zylinderkolbens 82 am Ende dämpfende Luftsäule insbesondere
in der Bodenkammer 68 beugt einer Zerstörung des Zylinderbodens wirksam vor. Zudem
wird eine sichere Endlage des Zylinderkolbens 82 in seinem eingefahrenen Zustand ohne
zusätzliche mechanische Elemente und damit ohne zusätzliche Kosten erreicht. Durch
die Druckreduktion in der Lagerkammer 69 wird auch eine Energieeinsparung sowie eine
Reduktion einer eventuellen Leckage erreicht.
[0050] Die Fig. 9 bis 12 illustrieren nochmals beispielhaft jeweils in einem Diagramm über
der auf der Abszisse aufgetragenen Zeit t das dynamische Verhalten einiger physikalischer
Größen mit Bezug auf den Zylinderkolben 82 des Pneumatikzylinders 81 während eines
Schaltvorgangs, wenn die Fangeinrichtung 58 des betreffenden Saugbändertisches 19
insbesondere betätigt durch ein Steuersignal der Steuereinheit 71 aus ihrer Ausgangsposition
in ihre Fangposition versetzt wird. Fig. 9 zeigt eine Positionsveränderung des Zylinderkolbens
82 zwischen seinen beiden Endlagen im Pneumatikzylinder 81. Ein Stellweg z und damit
der Hub des Zylinderkolbens 82 ist hier z. B. mit 10 mm dargestellt. Fig. 10 zeigt
beispielhaft die Geschwindigkeit v des Zylinderkolbens 82 während seiner Bewegung
entlang des Stellweges z. Fig. 11 zeigt beispielhaft die zugehörige Beschleunigung
a, mit der der Zylinderkolben 82 seine Bewegung entlang des Stellweges z ausführt.
In der Fig. 12 ist dann noch die vom Zylinderkolben 82 ausgeübte Kolbenkraft F beispielhaft
dargestellt.
[0051] Wie beschrieben ergibt sich ein Saugbändertisch 19 zum liegenden Transport einzelner
bogenförmiger Substrate in einer Förderebene E19, wobei der Saugbändertisch 19 eine
Fangeinrichtung 58 mit mindestens einer in ihrer Fangposition in die Förderebene E19
des Saugbändertisches 19 aufgestellte Anschlagfläche 66 für zu fangende Substrate
aufweist, wobei diese mindestens eine Anschlagfläche 66 ausgehend von einer inaktiven
Ausgangsposition der Fangeinrichtung 58 von einem doppelt wirkenden Pneumatikzylinder
81 durch eine Bewegung von dessen Zylinderkolben 82 in die Fangposition aufgestellt
ist, wobei dieser Pneumatikzylinder 81 eine Bodenkammer 68 und eine von der Bodenkammer
68 durch den Zylinderkolben 82 getrennte Lagerkammer 69 aufweist, wobei zur Steuerung
der Bewegung des Zylinderkolbens 82 eine pneumatische Schaltung vorgesehen ist, wobei
die pneumatische Schaltung ein mit der Bodenkammer 68 verbundenes erstes pneumatisches
Schaltventil 86 und ein mit der Lagerkammer 69 verbundenes zweites pneumatisches Schaltventil
87 aufweist, wobei beide Schaltventile 86; 87 jeweils von der Steuereinheit 71 vorzugsweise
elektrisch betätigt sind. Dabei weist die Fangeinrichtung 58 ein vom Zylinderkolben
82 des Pneumatikzylinders 81 angetriebenes Schubkurbelgetriebe gemäß der vorangegangenen
Beschreibung auf. Die Bewegung des Zylinderkolbens 82 ist von der Steuereinheit 71
derart gesteuert, dass für den Zylinderkolben 82 in einer ersten Hälfte seines Hubs
eine positive Beschleunigung und in einer der ersten Hälfte nachfolgenden zweiten
Hälfte seines Hubs eine negative Beschleunigung eingestellt ist. Zumindest dem mit
der Bodenkammer 68 verbundenen ersten Schaltventil 86 ist ein Druckminderer 88 vorgeschalten.
Auch ist zumindest dem mit der Bodenkammer 68 verbundenen ersten Schaltventil 86 z.
B. ein in seinem Öffnungsquerschnitt vorzugsweise einstellbares Drosselventil 91 nachgeordnet.
Dabei ist der Öffnungsquerschnitt des Drosselventils 91 z. B. von der Steuereinheit
71 derart eingestellt, dass die Bewegung des Zylinderkolbens 82 am Ende der zweiten
Hälfte seines Hubs eine Restgeschwindigkeit von weniger als 10% der zuvor in der ersten
Hälfte seines Hubs erreichten maximal Geschwindigkeit aufweist. Der Zylinderkolben
82 weist vorzugsweise beidseitig jeweils ein Endlagendämpfungselement 83; 84 auf,
wobei die am Ende der zweiten Hälfte seines Hubs verbliebene Restgeschwindigkeit des
Zylinderkolbens 82 am betreffenden Endlagendämpfungselement 83; 84 gebremst wird.
In der inaktiven Ausgangsposition der Fangeinrichtung 58 ist zumindest die Bodenkammer
68 des Pneumatikzylinders 81 mit einem Druck größer dem barometrischem Druck, vorzugsweise
mit einem Druck von z. B. 2 bar beaufschlagt. Die Steuereinheit 71 schaltet zur Einstellung
der Fangposition der Fangeinrichtung 58 das mit der Bodenkammer 68 verbundene erste
Schaltventil 86 in eine die Luftmasse aus der Bodenkammer 68 ableitende Stellung und
dabei gleichzeitig das mit der Lagerkammer 69 verbundene zweite Schaltventil 87, so
dass die Lagerkammer 69 mit Druckluft mit einem Druck von mehr als 5 bar beaufschlagt
wird.
[0052] In Verbindung mit der Fig. 2 wurde beschrieben, dass der Saugbändertisch 19 in seiner
Förderebene E19 einen sich in Transportrichtung T der Bogen erstreckenden Schaltbereich
52 mit mehreren Saugbohrungen 53 aufweist, wobei unterhalb der Förderebene E19 des
Saugbändertisches 19 vorzugsweise mehrere in ihrer jeweiligen strömungstechnischen
Wirkung steuerbare Saugkammern 41 angeordnet sind. Diese Saugkammern 41 sind vorzugsweise
in Transportrichtung T der Bogen hintereinander angeordnet und insbesondere einzeln
und unabhängig voneinander in ihrem jeweiligen Druck geschaltet oder zumindest schaltbar.
Auch wurde erläutert, dass die Saugbohrungen 53 im Schaltbereich 52 eine strömungstechnische
Verbindung zu mindestens einer der vorzugsweise mehreren jeweils unterhalb der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 angeordneten Saugkammern 41 bilden, wobei in diesem Schaltbereich
52 durch die jeweilige Einstellung des Drucks in der betreffenden Saugkammer 41 mittels
einer von der Steuereinheit 71 gesteuerten Saugeinrichtung 72 an den Saugbohrungen
53 in der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 ein Unterdruck eingestellt oder
zumindest einstellbar ist. Dieser Unterdruck bewirkt, dass ein in der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 auf dem mindestens einen Zuführband 54 aufliegender Bogen
reibschlüssig bzw. kraftschlüssig gehalten wird. Denn der Schaltbereich 52 überschneidet
sich zumindest teilweise mit dem Grundriss des zu fangenden Bogens. Das betreffende
Zuführband 54 ist z. B. als ein endlos umlaufendes Saugband ausgebildet ist, wobei
ein Saugband zumindest abschnittsweise eine Perforation aufweist, so dass der an den
Saugbohrungen 53 in der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 eingestellte Unterdruck
durch das betreffende Zuführband 54 hindurch am aufliegenden Bogen wirksam werden
kann. Vorzugsweise ist das Zuführband 54 als ein Flachband oder als ein Flachriemen
ausgebildet.
[0053] Wenn der Betriebsfall eines Stoppers eintritt und die mindestens eine Anschlagfläche
66 der Fangeinrichtung 58 in ihre Fangposition versetzt wird, muss der Reibschluss
bzw. Kraftschluss zwischen dem jeweiligen Zuführband 54 und dem aufliegenden Bogen
in einer sehr kurzen Zeit aufgehoben werden, weil andernfalls der auf dem betreffenden
Zuführband 54 aufliegende Bogen bei seinem Aufprall an der mindestens einen aus der
Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 herausragenden Anschlagfläche 66 der Fangeinrichtung
58 zusammengeschoben, d. h. zerknautscht werden würde. Denn bei einer Transportgeschwindigkeit
von mehreren tausend Bogen pro Stunde, z. B. von etwa 10.000 Bogen pro Stunde ist
es weder möglich, in der erforderlichen Kürze der Zeit in der betreffenden Saugkammer
41 den dort mittels der von der Steuereinheit 71 gesteuerten Saugeinrichtung 72 eingestellten
Unterdruck und damit die auf den auf dem jeweiligen Zuführband 54 aufliegenden Bogen
wirkende Haltekraft aufzuheben noch das betreffende Zuführband 54 als solches rechtzeitig
vor einem Anschlagen des betreffenden Bogens an der mindestens einen Anschlagfläche
66 der Fangeinrichtung 58 zu stoppen. Zur Vermeidung einer Beschädigung eines beim
Eintritt des Betriebsfalls eines Stoppers auf dem jeweiligen Zuführband 54 aufliegenden
und als erster an der mindestens einen aus der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 herausragenden Anschlagfläche 66 der Fangeinrichtung 58 anschlagenden Bogens besteht
somit das Bedürfnis, den genannten Reibschluss bzw. Kraftschluss im Vergleich zu einer
Abschaltung der Saugeinrichtung 72 der betreffenden Saugkammer 41 und/oder im Vergleich
zu einem Stoppen des betreffenden Zuführbandes 54 schneller aufzuheben.
[0054] Wie aus der Fig. 13 ersichtlich wird daher vorgeschlagen, dass in einer die betreffende
Saugkammer 41 mit den jeweiligen Saugbohrungen 53 pneumatisch verbindenden Zuleitung
73 mindestens ein von einer Steuereinheit 71 gesteuertes pneumatisches Taktventil
74 angeordnet ist, wobei das betreffende Taktventil 74 die pneumatische Verbindung
beim Versetzen der Fangeinrichtung 58 in ihre Fangposition unterbricht. In einer bevorzugten
Ausführung ist das betreffende Taktventil 74 derart ausgebildet, dass gleichzeitig
mit der Unterbrechung der pneumatischen Verbindung zwischen der betreffenden Saugkammer
41 und den jeweiligen Saugbohrungen 53 ein Abschnitt der Zuleitung 73 zwischen dem
betreffenden Taktventil 74 und den jeweiligen Saugbohrungen 53 mit barometrischem
Druck oder mit einem gegenüber dem barometrischem Druck um 3% bis 10%, vorzugsweise
um 5% erhöhten Druck belüftet wird. Mit der Transportgeschwindigkeit der Bogen korrespondiert
eine Taktzeit, in welcher unmittelbar aufeinanderfolgende Bogen die Position der mindestens
einen aus der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 herausragenden Anschlagfläche
66 der Fangeinrichtung 58 erreichen. Eine Schaltzeit des betreffenden Taktventils
74 ist kürzer bemessen als die Taktzeit unmittelbar aufeinanderfolgender Bogen und
liegt vorzugsweise in einem Bereich zwischen 20 ms und 100 ms, insbesondere bei 40
ms. Die Schaltzeit des betreffenden Taktventils 74 ist diejenige Zeit beginnend mit
dem Zeitpunkt seiner Betätigung bis zum Erreichen desjenigen Zeitpunkts, zu dem das
betreffende Taktventil 74 ausgehend von seiner ersten Betriebsstellung stabil in seine
zweite Betriebsstellung gewechselt ist. Die Steuereinheit 71 ist vorzugsweise derart
ausgebildet, dass sie das betreffende Taktventil 74 um die Dauer einer Taktzeit früher
vor einer Betätigung der Fangeinrichtung 58 in den die pneumatische Verbindung zwischen
der betreffenden Saugkammer 41 und den jeweiligen Saugbohrungen 53 unterbrechenden
Zustand versetzt.
[0055] Der Vorteil dieser gefundenen Lösung besteht darin, dass im Betriebsfall eines Stoppers
auch der erste von der Fangeinrichtung 58 gefangene Bogen nicht zusammengeschoben
oder zerknautscht wird. Vielmehr wird durch die Anordnung mindestens eines von der
Steuereinheit 71 gesteuerten Taktventils 74 in der Zuleitung 73 zwischen der betreffenden
Saugkammer 41 und den jeweiligen Saugbohrungen 53 erreicht, dass der Vorgang des Fangens
von einem nach der Detektion des Stoppers unvermeidlichen Nachlaufen des mindestens
einen Zuführbandes 54 und/oder einer anhaltenden Saugwirkung der betreffenden Saugkammer
41 unabhängig ist.
[0056] Wie bereits in Verbindung mit den Fig. 1 bis 3 erläutert, werden mehrere Bogen von
einer dem Saugbändertisch 19 unmittelbar vorgeordneten Transporteinrichtung dem Saugbändertisch
19 zugeführt, wobei diese Bogen zumindest in dieser Transporteinrichtung und auf dem
Saugbändertisch 19 einzeln liegend, jeweils mit einer schmalen Lücke zueinander, hintereinander
entlang einer linearen Transportstrecke transportiert werden. Der Transport dieser
Bogen erfolgt dabei in der bevorzugten Ausführung mittels mehrerer in Transportrichtung
T der Bogen hintereinander angeordneter Transportbänder, angefangen von dem umlaufenden
Transportband 18 der dem Saugbändertisch 19 unmittelbar vorgeordneten Transporteinrichtung
über mindestens ein zum Saugbändertisch 19 gehörendes Übernahmeband 44, welches z.
B. als ein vorzugsweise im Mittenbereich der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 angeordneter umlaufender Flachriemen ausgebildet ist, wobei in Transportrichtung
T der Bogen nach dem Übernahmeband 44 z. B. zwei parallel zueinander angeordnete Schanzenbänder
48 z. B. in Form von jeweils umlaufenden Endlosbändern angeordnet sind, gefolgt von
mindestens einem insbesondere als ein Saugband ausgebildeten Zuführband 54 und z.
B. zwei parallel zueinander angeordneten jeweils als ein umlaufendes Endlosband ausgebildeten
Bremsbänder 56. Bei jedem Übergang von einem umlaufenden Endlosband - z. B. bei einem
Übergang zwischen zwei aufeinanderfolgenden Maschineneinheiten wie von einer Non-Impact-Druckeinrichtung
13 oder von einem Trockner 17 oder von einem Saugbändertisch 19 zu einer jeweils anderen
Maschineneinheit, wobei von diesen Maschineneinheiten mindestens eine eine Transporteinrichtung
in Form eines umlaufenden Endlosbandes aufweist - zu einer dem betreffenden Transportband
in Transportrichtung T der Bogen nachfolgenden Transporteinrichtung besteht in der
Förderebene E19 der Bogen durch einen in dieser Förderebene E19 zu einer rotierenden
Umlenkwalze 76 des betreffenden Transportbandes bestehenden Spalt mit einer im Verhältnis
zur Dicke der Bogen großen Weite im Bereich z. B. zwischen 1 mm und 5 mm eine Unstetigkeitsstelle
78 in der mechanischen Stützung der zu transportierenden Bogen, wobei diese Unstetigkeitsstelle
78 gerade bei einer hohen Transportgeschwindigkeit von mehreren tausend Bogen pro
Stunde, z. B. von etwa 10.000 Bogen pro Stunde das Risiko für eine Betriebsstörung
in sich birgt. Denn beim Transport von auf einem umlaufenden Band aufliegenden Bogen
besteht die Gefahr, dass die Vorderkante des betreffenden Bogen am Ende der durch
das betreffende Transportband gegebenen Transportstrecke aufgrund seines Anhaftens
an dem betreffenden dort am Ende mittels der Umlenkwalze 76 umgelenkten Transportband
in die betreffende Unstetigkeitsstelle 78 hineingelenkt wird, wodurch ein solcher
Bogen an seinem Weitertransport gehindert und selbst zu einem Hindernis für nachfolgende
Bogen wird. Dieses Problem besteht insbesondere bei allen Übergängen, wenn zumindest
eines der an dem betreffenden Übergang wirkenden Transportbänder über eine sich quer
zur Transportrichtung T der Bogen erstreckende Breite von mindestens 25% der Breite
der zu transportierenden Bogen beträgt. Dies ist in der bevorzugten Ausführung z.
B. auch am Übergang von der dem Saugbändertisch 19 unmittelbar vorgeordneten, z. B.
zu einem Trockner 17 gehörenden Transporteinrichtung zu diesem Saugbändertisch 19
der Fall.
[0057] Es wird daher vorgeschlagen, die Unstetigkeitsstelle 78 der mechanischen Stützung
der in der Förderebene E19 zu transportierenden Bogen durch eine pneumatische Druckkraft
zu ersetzen. Dies erfolgt dadurch, dass am Übergang von der z. B. dem Saugbändertisch
19 unmittelbar vorgeordneten Transporteinrichtung zu diesem Saugbändertisch 19 eine
sich quer zur Transportrichtung T der Bogen erstreckende Leiteinrichtung 42 mit vorzugsweise
mehreren in mindestens einer Reihe angeordneten Heberdüsen 43 angeordnet ist. Diese
Leiteinrichtung 42 mit ihren mehreren Heberdüsen 43 ist in Transportrichtung T der
Bogen insbesondere vor dem mindestens einen Schanzenband 48 am Übergang von der dem
Saugbändertisch 19 vorgeordneten Transporteinrichtung zu diesem Saugbändertisch 19
angeordnet. In einer vorteilhaften Ausführung weist die an der Unstetigkeitsstelle
78 angeordnete Umlenkwalze 76 an ihrer Mantelfläche z. B. mehrere düsenförmige Öffnungen
auf, wobei aus diesen Öffnungen jeweils ein Druckluftstrahl austritt, wobei einer
der Druckluftstrahlen zumindest in Richtung der mindestens einen Heberdüse 43 gerichtet
ist.
[0058] Fig. 14 zeigt beispielhaft in einer Draufsicht einen Ausschnitt aus dem z. B. in
Verbindung mit der Fig. 3 beschriebenen Saugbändertisch 19. Ein bogenförmiges Substrat,
vorzugsweise ein Druckbogen, kurz Bogen 77 genannt, wird zufolge seiner translatorischen
Bewegung auf einem z. B. zu einem Trockner 17 gehörenden umlaufenden Transportband
18 liegend in einer Förderebene E19 an den Saugbändertisch 19 übergeben. Unterhalb
der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 und vorzugsweise mit dieser Förderebene
E19 nach oben bündig abschließend ist eine das Transportband 18 in Transportrichtung
T der Bogen 77 bewegende und am Ende der dem Saugbändertisch 19 unmittelbar vorgeordneten
Transporteinrichtung umlenkende rotierende Umlenkwalze 76 angeordnet. Bei ihrem Übergang
von der dem Saugbändertisch 19 unmittelbar vorgeordneten Transporteinrichtung zum
Saugbändertisch 19 müssen die Bogen 77 eine sich in der Förderebene E19 befindende
Unstetigkeitsstelle 78 in ihrer mechanischen Stützung überwinden. Übergebene Bogen
77 werden z. B. von einem zum Saugbändertisch 19 gehörenden Übernahmeband 44 erfasst,
wobei dieses Übernahmeband 44 z. B. als ein im Mittenbereich der Förderebene E19 des
Saugbändertisches 19 angeordneter umlaufender Flachriemen und/oder als ein Saugband
ausgebildet ist. Dem Übernahmeband 44 folgen in Transportrichtung T der Bogen 77 z.
B. zwei parallel zueinander angeordnete Schanzenbänder 48 z. B. in Form von jeweils
umlaufenden Endlosbändern.
[0059] Fig. 15 zeigt schematisch und stark vereinfacht beispielhaft die in einer die mechanische
Stützung der zu transportierenden Bogen 77 betreffende Unstetigkeitsstelle 78 angeordnete
Leiteinrichtung 42 mit mindestens einer Heberdüse 43, vorzugsweise mit mehreren Heberdüsen
43, wobei diese Unstetigkeitsstelle 78 z. B. zwischen einem zu einer Non-Impact-Druckeinrichtung
13 gehörenden umlaufenden Transportband 16 und einem zu einem Trockner 17 gehörenden
umlaufenden Transportband 18 angeordnet ist. Ein in Transportrichtung T transportierter
Bogen 77 neigt dazu, mit seiner Vorderkante infolge der Rotation der Umlenkwalze 76
in einen sich an der Unstetigkeitsstelle 78 in der Peripherie der Umlenkwalze 76 befindlichen
quer zur Transportrichtung T der Bogen 77 erstreckenden Spalt hineingezogen zu werden
und damit eine Betriebsstörung zu verursachen. Eine derartige Unstetigkeitsstelle
78 in der mechanischen Stützung der zu transportierenden Bogen 77 besteht in einer
in der Fig. 1 beispielhaft dargestellten, Bogen 77 liegend transportierenden Digitaldruckmaschine
an mehreren Positionen, z. B. am jeweiligen Übergang zur und nach der Non-Impact-Druckeinrichtung
13 sowie am Übergang vom Trockner 17 zum Saugbändertisch 19.
[0060] Die Fig. 16 bis 19 erläutern die Funktionsweise der in einer derartigen Unstetigkeitsstelle
78 angeordneten Leiteinrichtung 42 mit Bezug auf eine Bogen 77 liegend transportierende
Digitaldruckmaschine am Übergang der Bogen 77 von der Non-Impact-Druckeinrichtung
13 zu einem der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 unmittelbar nachgeordneten Trockner
17. Diese Erläuterungen gelten sinngemäß auch für alle anderen Positionen, an denen
eine gattungsgemäße Leiteinrichtung 42 in der betreffenden, vorzugsweise als eine
Digitaldruckmaschine ausgebildeten Maschinenanordnung angeordnet oder zumindest anordenbar
ist.
[0061] Fig. 16 zeigt die Ausgangssituation für die Funktion der in der Unstetigkeitsstelle
78 angeordneten Leiteinrichtung 42. Ein auf dem zu der Non-Impact-Druckeinrichtung
13 gehörenden umlaufenden Transportband 16 aufliegender Bogen 77 erreicht mit seiner
Vorderkante die Unstetigkeitsstelle 78 am Übergang der Bogen 77 z. B. vom Transportband
16 der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 zu einem der Non-Impact-Druckeinrichtung 13
unmittelbar nachgeordneten Transportband 18 eines Trockners 17. Die Leiteinrichtung
42 weist ein spitz zulaufendes sich quer zur Transportrichtung T der Bogen 77 erstreckendes
Profilelement 79 vorzugsweise in Form einer Rakel auf, wobei die Spitze dieses Profilelementes
79 vorzugsweise annähernd tangential entgegen der Transportrichtung T der Bogen 77
zum Transportband 16 der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 gerichtet angeordnet ist,
wobei die Spitze dieses Profilelementes 79 vom an der rotierenden Umlenkwalze 76 umgelenkten
Transportband 16 der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 vorzugsweise durch einen Spalt
beabstandet ist, wobei dieser Spalt eine im Verhältnis zur Dicke der Bogen 77 größere
Weite im Bereich z. B. zwischen 1 mm und 5 mm aufweist. In dem Profilelement 79 ist
mindestens eine in Richtung von dessen Spitze mündende Heberdüse 43 angeordnet, durch
welche Heberdüse 43 bei einer z. B. von der Steuereinheit 71 gesteuerten Aktivierung
der Leiteinrichtung 42, d. h. mindestens einer ihrer Heberdüsen 43, ein in der Fig.
17 durch einen Richtungspfeil angedeuteter Luftstrahl gegen das an der Umlenkwalze
76 umgelenkte Transportband 16 der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 gerichtet oder zumindest
richtbar ist. Im Zustand der in der Fig. 17 dargestellten aktivierten Leiteinrichtung
42 hat sich der auf dem Transportband 16 der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 aufliegende
Bogen 77 durch die Rotation der Umlenkwalze 76 im Vergleich zu der in der Fig. 16
dargestellten Ausgangssituation dem zur Leiteinrichtung 42 ausgebildeten Spalt zunehmend
genähert, wobei die Vorderkante des betreffenden Bogens 77 in potentiell eine Betriebsstörung
provozierender Weise der Krümmung der Umlenkwalze 76 weiter folgt.
[0062] Wie aus den Fig. 18 und 19 ersichtlich ist, strömt der bei der Aktivierung der Leiteinrichtung
42 aus der mindestens einen in dem Profilelement 79 angeordneten Heberdüse 43 ausgeblasene
Luftstrahl gegen das an der Umlenkwalze 76 umgelenkte Transportband 16 der Non-Impact-Druckeinrichtung
13. Dabei trifft dieser Luftstrahl derart auf das Transportband 16, dass die Richtung
des Kernstrahls dieses Luftstrahls die kreisförmige Umfangslinie der Umlenkwalze 76
als Sekante schneidet. Zudem ist dieser Luftstrahl derart auf das Transportband 16
gerichtet, dass eine freie der Vorderkante des betreffenden Bogens 77 zugewandte obere
Grenze dieses Luftstrahls eine Tangente zwischen der Umfangslinie der Umlenkwalze
76 und der betreffenden Heberdüse 43 der Leiteinrichtung 42 weder schneidet noch überschreitet.
Der gegen die konvexe Oberfläche des an der Umlenkwalze 76 umgelenkten Transportbandes
16 der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 gerichtete Luftstrahl wird dort durch die Krümmung
der Umlenkwalze 76 in Richtung der sich nähernden Vorderkante des betreffenden Bogens
77 gelenkt. Dieser aufgrund des Coanda-Effekts der Krümmung der Umlenkwalze 76 folgende
und zu einer Wandströmung gewandelte Luftstrahl löst schließlich die Vorderkante des
betreffenden Bogens 77 vom Transportband 16 der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 (Fig.
18) und hebt bei der weiteren Rotation der Umlenkwalze 76 aufgrund eines entstehenden
Staudrucks die Vorderkante des betreffenden Bogens 77 immer mehr vom Transportband
16 der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 ab (Fig. 19), so dass die Vorderkante des noch
größtenteils auf dem Transportband 16 der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 aufliegenden
Bogens 77 bei seinem weiteren Transport auf das Profilelement 79 und damit auf die
Leiteinrichtung 42 gehoben wird. Für den Fall, dass die Transporteinrichtung der in
Transportrichtung T der Bogen 77 der Unstetigkeitsstelle 78 unmittelbar vorgeordneten
hier beispielhaft genannten Non-Impact-Druckeinrichtung 13 mehrere, z. B. mindestens
zwei in Transportrichtung T der Bogen 77 parallel zueinander angeordnete Transportbänder
16 aufweist, kann vorgesehen sein, dass zwischen benachbart angeordneten Transportbändern
16 mindestens eine Druckluft in Richtung des auf diesen Transportbändern 16 aufliegenden
Bogens 77 ausstoßende Blasdüse angeordnet ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass
das mindestens eine Transportband 16 der in Transportrichtung T der Bogen 77 der Unstetigkeitsstelle
78 unmittelbar vorgeordneten Transporteinrichtung erhabene Längsstege aufweist, wobei
zwischen benachbarten Bandstegen jeweils eine Nut ausgebildet ist, wobei die Spitze
des Profilelementes 79 der Leiteinrichtung 42 kammartig in die Nuten des Bandstege
aufweisenden Transportbandes 16 hineinragend angeordnet ist.
[0063] Nachdem die Vorderkante des betreffenden Bogens 77 sicher auf dem Profilelement 79
aufliegt, wird die Leiteinrichtung 42 z. B. von der Steuereinheit 71 vorzugsweise
deaktiviert, indem der aus der mindestens einen Heberdüse 43 ausströmende Luftstrahl
abgeschaltet wird. Der aus der mindestens einen Heberdüse 43 ausströmende Luftstrahl
ist somit vorzugsweise getaktet aktiv, wobei dieser Takt mit der Ankunft der Vorderkante
des jeweiligen Bogens 77 an der Umlenkwalze 76 des mittels dieser Umlenkwalze 76 umgelenkten
Transportbandes 16 synchronisiert ist. Ein aus der mindestens einen Heberdüse 43 der
Leiteinrichtung 42 ausströmender Luftstrahl wird daher vorzugsweise nur solange aufrecht
erhalten, bis die Vorderkante des jeweiligen Bogens 77 den in der Peripherie der Umlenkwalze
76 befindlichen sich quer zur Transportrichtung T der Bogen 77 erstreckenden Spalt
an der Unstetigkeitsstelle 78 passiert hat und die Vorderkante des jeweiligen Bogens
77 auf das Profilelement 79 der Leiteinrichtung 42 gehoben worden ist.
[0064] Somit ergibt sich eine Maschinenanordnung mit mehreren jeweils Bogen 77 bearbeitenden
Bearbeitungsstationen, wobei diese Bearbeitungsstationen in Transportrichtung T der
Bogen 77 hintereinander angeordnet sind, wobei mindestens eine dieser Bearbeitungsstationen
eine die Bogen 77 entlang einer linearen Transportstrecke transportierende erste Transporteinrichtung
mit mindestens einem an einer rotierenden Umlenkwalze 76 umgelenkten endlos umlaufenden
Transportband 16 aufweist, wobei diese erste Transporteinrichtung in einer Sequenz
unmittelbar aufeinander folgende einzelne Bogen 77 jeweils auf ihrem mindestens einen
Transportband 16 liegend transportierend ausgebildet ist, wobei dieser die erste Transporteinrichtung
aufweisenden Bearbeitungsstation eine die Bogen 77 ebenfalls auf mindestens einem
endlos umlaufenden Transportband 18 liegend entlang einer linearen Transportstrecke
transportierende zweite Transporteinrichtung oder ein Saugbändertisch 19 nachgeordnet
ist, wobei an der Stelle einer Übergabe der zu transportierenden Bogen 77 vom Transportband
16 der ersten Transporteinrichtung entweder zu dem Transportband 18 der in Transportrichtung
T der Bogen 77 nachfolgenden zweiten Transporteinrichtung oder zu dem Saugbändertisch
19 in einer Förderebene E19 dieser zu transportierenden Bogen 77 jeweils eine Unstetigkeitsstelle
78 in der mechanischen Stützung dieser jeweils zu übergebenden Bogen 77 ausgebildet
ist, wobei die das mindestens eine Transportband 16 der ersten Transporteinrichtung
umlenkende Umlenkwalze 76 an der Unstetigkeitsstelle 78 in der mechanischen Stützung
der zu übergebenden Bogen 77 angeordnet ist. Dabei ist an dieser Unstetigkeitsstelle
78 eine sich quer zur Transportrichtung T der Bogen 77 erstreckende Leiteinrichtung
42 mit einem spitz zulaufenden Profilelement 79 angeordnet, wobei die Spitze dieses
Profilelementes 79 entgegen der Transportrichtung T der Bogen 77 zum Transportband
16 der ersten Transporteinrichtung gerichtet ist, wobei in dem Profilelement 79 mindestens
eine Heberdüse 43 angeordnet ist, wobei die betreffende Heberdüse 43 in Richtung der
Spitze dieses Profilelement 79 mündend ausgebildet ist. Die Spitze des Profilelementes
79 ist vom an der rotierenden Umlenkwalze 76 umgelenkten Transportband 16 der ersten
Transporteinrichtung durch einen Spalt beabstandet, wobei dieser Spalt eine im Verhältnis
zur Dicke der Bogen 77 größere Weite im Bereich zwischen 1 mm und 5 mm aufweist. In
einer bevorzugten Ausführung sind in dem Profilelement 79 mehrere Heberdüsen 43 in
einer sich quer zur Transportrichtung T der Bogen 77 erstreckenden Reihe angeordnet.
Bei einer z. B. von einer Steuereinheit 71 gesteuerten Aktivierung der Leiteinrichtung
42 ist ein aus der Mündung der jeweiligen Heberdüse 43 ausströmender Luftstrahl gegen
das an der Umlenkwalze 76 umgelenkte Transportband 16 der ersten Transporteinrichtung
gerichtet oder zumindest richtbar, wobei dieser Luftstrahl derart auf das Transportband
16 gerichtet ist, dass ein Kernstrahl dieses Luftstrahls die Umfangslinie der Umlenkwalze
76 als Sekante schneidet. Der betreffende Luftstrahl ist zudem insbesondere auch derart
ausgerichtet, dass eine freie, einer Vorderkante eines auf dem Transportband 16 der
ersten Transporteinrichtung transportierten Bogens 77 zugewandte obere Grenze dieses
Luftstrahls eine Tangente zwischen der Umfangslinie der Umlenkwalze 76 und der betreffenden
Heberdüse 43 der Leiteinrichtung 42 weder schneidet noch überschreitet. Die Leiteinrichtung
42 ist von der Steuereinheit 71 aktiviert. Dabei aktiviert die Steuereinheit 71 die
Leiteinrichtung 42 z. B. getaktet, wobei dieser Takt mit der Ankunft der Vorderkante
des jeweiligen Bogens 77 an der Umlenkwalze 76 des mittels dieser Umlenkwalze 76 umgelenkten
Transportbandes 16 der ersten Transporteinrichtung synchronisiert ist. Die Leiteinrichtung
42 ist den aus der betreffenden Heberdüse 43 ausströmenden Luftstrahl daher vorzugsweise
nur solange aufrecht erhaltend ausgebildet, bis die Vorderkante des jeweiligen Bogens
77 den in der Peripherie der Umlenkwalze 76 befindlichen sich quer zur Transportrichtung
T der Bogen 77 erstreckenden Spalt an der Unstetigkeitsstelle 78 passiert hat und
die Vorderkante des jeweiligen Bogens 77 durch den aus der betreffenden Heberdüse
43 ausströmenden Luftstrahl auf die Spitze des Profilelementes 79 der Leiteinrichtung
42 gehoben worden ist. Die das mindestens eine Transportband 16 der ersten Transporteinrichtung
umlenkende Umlenkwalze 76 und die Leiteinrichtung 42 mitsamt ihrem Profilelement 79
sind jeweils unterhalb der Förderebene E19 der zu transportierenden Bogen 77 und vorzugsweise
mit dieser Förderebene E19 nach oben bündig abschließend angeordnet. Da die Maschinenanordnung
in ihrer bevorzugten Ausführung als eine Digitaldruckmaschine ausgebildet ist, ist
die die erste Transporteinrichtung aufweisende Bearbeitungsstation entweder als eine
Non-Impact-Druckeinrichtung 13 oder als ein Trockner 17 oder als eine Kühlstrecke
ausgebildet.
[0065] Bei einem Durchlauf durch einen z. B. durch Heißluft und/oder durch IR-Strahlung
trocknenden Trockner 17 werden auf einem Transportband 18 einzeln flach aufliegende
zuvor in einer Non-Impact-Druckeinrichtung 13 bedruckte Bogen mit einem sehr hohen
Wärmeeintrag beaufschlagt, was zur Folge hat, dass sich diese getrockneten Bogen verformen,
d. h. insbesondere aufwölben, und dadurch ihre Planlage zumindest teilweise verlieren.
Eine Aufwölbung der getrockneten Bogen kann solche Ausmaße annehmen, dass der betreffende
Bogen seine Haftung zu dem Transportband 18 des Trockners 17 verliert und zumindest
nicht mehr lagegenau transportiert wird. Im Ergebnis können am Ausgang des Trockners
17 bereitgestellte aufgewölbte Bogen von einem Übernahmeband 44 einer dem Trockner
17 in Transportrichtung T der Bogen unmittelbar nachgeordneten Transporteinrichtung,
die z. B. zu einem Saugbändertisch 19 oder zu einer Kühlstrecke gehört, aufgrund mangelhafter
Erfassung nicht mehr zuverlässig übernommen werden, was in einer mehrere Transporteinrichtungen
aufweisenden Maschinenanordnung insbesondere dann sehr schnell zu einer Betriebsstörung
führt, wenn solche Bogen mit einer Transportgeschwindigkeit von mehreren tausend Bogen
pro Stunde, z. B. von etwa 10.000 Bogen pro Stunde aufeinander folgen. Die Ursache
für die mangelhafte Erfassung der aufgewölbten Bogen besteht insbesondere darin, dass
die der Wölbung der betreffenden Bogen inne wohnenden Biegewiderstandskräfte von einer
von einem Saugband ausgeübten höhenabhängigen Saugkraft nicht überwunden werden. Dieses
Problem der unzuverlässigen Übernahme von in ihrem Randbereich, insbesondere an ihrer
jeweiligen Vorderkante aufgewölbten Bogen durch ein Saugband kann auch in der Förderebene
E19 des Saugbändertisches 19 an einem Knick 46; 47 auftreten, an welchem eine Krümmung
der zuvor z. B. horizontalen Förderebene ausgebildet ist (Fig. 2 und 3). Zur Vermeidung
einer Beschädigung eines zuvor in der Non-Impact-Druckeinrichtung 13 auf der Oberseite
der betreffenden Bogen aufgebrachten Druckbildes verbietet es sich jedoch, an den
genannten Stellen in der hier beschriebenen Maschinenanordnung aufgewölbte Bogen von
oben zur Planlage zu zwingen, z. B. mittels einer mechanischen Niederhalteeinrichtung.
[0066] Um einen erforderlichen Reibschluss bzw. Kraftschluss von einem insbesondere durch
einen Wärmeeintrag aufgewölbten Bogen zu einem Saugband herzustellen und diesen Bogen
mit dem Saugband lagegenau zu transportieren, wird vorgeschlagen, die physikalische
Erscheinung des aerodynamischen Paradoxon insbesondere mit Bezug auf die seitlichen
Randbereiche einer hochgewölbten Vorderkante eines von einem Saugband zu übernehmenden
Bogens und/oder eines von einem Saugband zu transportierenden Bogens zu nutzen.
[0067] Die gefundene Lösung wird beispielhaft am zuvor beschriebenen Saugbändertisch 19
erläutert. Fig. 20 zeigt einen Vergrößerungsausschnitt aus dem in der Fig. 3 in einer
Draufsicht dargestellten Saugbändertisch 19, wobei sich dieser Ausschnitt insbesondere
auf eine Anordnung von Düsen 49 in einem Bereich zwischen einem der beiden in Transportrichtung
T der Bogen parallel zueinander angeordneten Schanzenbänder 48 und einem längs zur
Transportrichtung T der Bogen verlaufenden, die Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 seitlich begrenzenden Rand 94 bezieht. Die Schanzenbänder 48 sind ebenso wie das
mindestens eine ihnen in Transportrichtung T der Bogen vorgeordnete Übernahmeband
44 vorzugsweise in Form von jeweils umlaufenden Endlosbändern, insbesondere jeweils
als ein Saugband ausgebildet, wobei das betreffende Saugband in einer pneumatischen
Wirkverbindung mit einer Saugeinrichtung 72 steht und infolge seiner zumindest abschnittsweisen
Perforation eine Saugkraft auf einen aufliegenden Bogen ausüben kann. Die Transportrichtung
T der Bogen ist in der Fig. 20 durch einen Richtungspfeil angedeutet. Eine Blasrichtung
der in dem vorgenannten Bereich angeordneten Düsen 49, d. h. eine Strömungsrichtung
eines aus diesen Düsen 49 austretenden Luftstroms ist z. B. in Transportrichtung T
der Bogen gerichtet. In einer bevorzugten und in der Fig. 20 dargestellten Ausführung
ist die Blasrichtung der in diesem Bereich angeordneten Düsen 49 entweder orthogonal
zu dem die Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 seitlich begrenzenden Rand 94
oder um 45° in Transportrichtung T der Bogen zu dem die Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 seitlich begrenzenden Rand 94 geneigt gerichtet. Es kann vorteilhafterweise auch
vorgesehen sein, dass die Blasrichtung einer ersten Teilmenge der Düsen 49 z. B. orthogonal
zu dem die Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 seitlich begrenzenden Rand 94
und die Blasrichtung einer zweiten Teilmenge der Düsen 49 z. B. um 45° in Transportrichtung
T der Bogen zu dem die Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 seitlich begrenzenden
Rand 94 geneigt gerichtet ist.
[0068] Fig. 21 zeigt einen Ausschnitt aus der in der Fig. 2 dargestellten Seitenansicht
des Saugbändertisches 19. Es ist vorgesehen, dass dem Saugbändertisch 19 insbesondere
von einem Trockner 17 zugeführte Bogen von mindestens einem Übernahmeband 44 erfasst
und in der Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 weiter transportiert werden sollen.
Insbesondere im Bereich des mindestens einen Übernahmebandes 44 sowie im Bereich der
dem mindestens einen Übernahmeband 44 in Transportrichtung T der Bogen nachgeordneten
Schanzenbänder 48 des Saugbändertisches 19 oder in Transportrichtung T der Bogen im
direkten Anschluss an eine Unstetigkeitsstelle 78 in der mechanischen Stützung der
zu transportierenden Bogen z. B. zwischen dem mindestens einen zum Saugbändertisch
19 gehörenden Übernahmeband 44 und einem zu einem Trockner 17 gehörenden umlaufenden
Transportband 18 sind mehrere Düsen 49 angeordnet (Fig. 3 und 20). Diese Düsen 49
sind insbesondere als Venturidüsen ausgebildet und mittels einer pneumatisch verbindenden
Zuleitung 96 mit einer Druckluftquelle 93 verbunden. In einer bevorzugten Ausführung
ist in der mindestens eine der Düsen 49 mit der Druckluftquelle 93 verbindenden Zuleitung
96 ein Regelventil 97 zur Einstellung und/oder zur Regelung des Druckes eines aus
der jeweiligen Düse 49 ausströmenden Luftstroms angeordnet. In einer besonders vorteilhaften
Ausführung ist in der mindestens eine der Düsen 49 mit der Druckluftquelle 93 verbindenden
Zuleitung 96 zwischen dem betreffenden Regelventil 97 und der betreffenden Düse 49
ein z. B. von der Steuereinheit 71 gesteuertes Taktventil 74 angeordnet. Ein solches
Taktventil 74 wird von der Steuereinheit 71 vorzugsweise derart gesteuert, dass mindestens
eine der Düsen 49 genau in demjenigen Moment mit Druckluft beaufschlagt ist, wenn
eine Überdeckung der Vorderkante eines zu transportierenden Bogens mit der betreffenden
Düse 49 erfolgt. Die Beaufschlagung der betreffenden Düse 49 mit Druckluft wird von
der Steuereinheit 71 insbesondere dann wieder unterbrochen, wenn die Vorderkante des
betreffenden zu transportierenden Bogens von einer in Transportrichtung T der Bogen
nächsten Düse 49 in Überdeckung gebracht ist. Überdies ist vorgesehen, dass mittels
des betreffenden Taktventils 74 die Beaufschlagung der im Grundriss eines zu fangenden
Bogens angeordneten Düsen 49 mit Druckluft dann unterbrochen ist, wenn die Fangeinrichtung
58 des Saugbändertisches 19 in ihre Fangposition geschaltet ist.
[0069] Es ergibt sich somit ein Saugbändertisch 19 mit mindestens einem als Saugband ausgebildeten
endlos umlaufenden Übernahmeband 44 zur Übernahme in einer Förderebene E19 einzeln
liegend transportierter Bogen von einem dem Saugbändertisch 19 in Transportrichtung
T der Bogen unmittelbar vorgeordneten Transportband 18 eines Trockners 17, wobei der
Saugbändertisch 19 in seiner Förderebene E19 zumindest in einem Bereich zwischen dem
mindestens einen sich längs zur Transportrichtung T der Bogen erstreckenden Übernahmeband
44 und einem die Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 seitlich begrenzenden Rand
94 eine Anordnung von mehreren Düsen 49 aufweist, wobei diese Düsen 49 jeweils als
Venturidüsen ausgebildet sind, wobei eine Strömungsrichtung zumindest von einer ersten
Teilmenge der in dem genannten Bereich angeordneten Düsen 49 in Transportrichtung
T der Bogen gerichtet ist und/oder wobei eine Strömungsrichtung zumindest von einer
zweiten Teilmenge der in dem genannten Bereich angeordneten Düsen 49 orthogonal zu
dem die Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 seitlich begrenzenden Rand 94 gerichtet
ist und/oder wobei eine Strömungsrichtung zumindest von einer dritten Teilmenge der
in dem genannten Bereich angeordneten Düsen 49 um 45° zur Transportrichtung T der
Bogen zu dem die Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 seitlich begrenzenden Rand
94 geneigt gerichtet ist. Zudem kann in der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 in Transportrichtung T der Bogen dem mindestens einen Übernahmeband 44 nachgeordnet
mindestens ein Knick 46; 47 ausgebildet sein, wobei an jedem dieser Knicke 46; 47
die Förderebene E19 des Saugbändertisches 19 gegenüber der vorherigen Ausrichtung
der Förderebene jeweils eine abwärts gerichtete Neigung mit einem spitzen Winkel im
Bereich zwischen 5° und 30° erfährt, wobei sich die in dem Bereich zwischen dem mindestens
einen Übernahmeband 44 und dem betreffenden die Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 seitlich begrenzenden Rand 94 ausgebildete Anordnung der Düsen 49 in Transportrichtung
T der Bogen über den betreffenden Knick 46; 47 hinaus erstreckt. In dem genannten
Bereich bzw. in den in Transportrichtung T der Bogen aufeinander folgenden Bereichen
sind die Düsen 49 jeweils z. B. in mehreren sich jeweils quer zur Transportrichtung
T der Bogen erstreckenden Reihen angeordnet (Fig. 3 und 20).
[0070] Die Düsen 49 sind jeweils mittels einer pneumatisch verbindenden Zuleitung 96 mit
einer Druckluftquelle 93 verbunden, wobei in mindestens einer der mindestens eine
der Düsen 49 mit der Druckluftquelle 93 verbindenden Zuleitungen 96 vorzugsweise ein
Regelventil 97 zur Einstellung und/oder zur Regelung des Druckes eines aus der jeweiligen
Düse 49 ausströmenden Luftstroms angeordnet ist. In einer bevorzugten Ausführung ist
in der betreffenden mindestens eine der Düsen 49 mit der Druckluftquelle 93 verbindenden
Zuleitung 96 zwischen dem betreffenden Regelventil 97 und der betreffenden Düse 49
ein Taktventil 74 angeordnet. Das betreffende Regelventil 97 und/oder das betreffende
Taktventil 74 sind von einer Steuereinheit 71 gesteuert. Das betreffende Taktventil
74 ist von der Steuereinheit 71 insbesondere dann aktiviert, wenn eine Überdeckung
der Vorderkante eines zu transportierenden Bogens mit der betreffenden Düse 49 gegeben
ist. Das betreffende Taktventil 74 ist von der Steuereinheit 71 insbesondere dann
deaktiviert, wenn die Vorderkante des betreffenden zu transportierenden Bogens von
einer in Transportrichtung T der Bogen nächsten Düse 49 in Überdeckung gebracht ist.
In einer besonders bevorzugten Ausführung weist der Saugbändertisch 19 eine Fangeinrichtung
58 mit den zuvor beschriebenen Merkmalen für zu fangende Bogen auf, wobei das betreffende
Taktventil 74 von der Steuereinheit 71 dann deaktiviert ist, wenn die Fangeinrichtung
58 in ihre Fangposition geschaltet ist.
[0071] Da die Düsen 49 jeweils als eine Venturidüse ausgebildet sind, erzeugen sie mit Wirkung
auf einen zu transportierenden Bogen eine Ansaugkraft, die betragsmäßig um ein Vielfaches
größer ist als eine von der Saugströmung an einem in der Förderebene E19 des Saugbändertisches
19 angeordneten Saugband erzeugte Haltekraft, die zum Halten eines auf dem betreffenden
Saugband plan aufliegenden Bogens bereit gestellt wird. Außerdem ist eine sich quer
zur Transportrichtung T der Bogen erstreckende Breite des die Anordnung von Düsen
49 aufweisenden Bereichs deutlich größer ausgebildet als die sich quer zur Transportrichtung
T der Bogen erstreckende Breite des betreffenden Saugbandes, so dass die außerhalb
der Breite des betreffenden Saugbandes liegende Breite des die Anordnung von Düsen
49 aufweisenden Bereichs in einem wesentlich günstigeren Verhältnis zur Breite der
hochgewölbten Vorderkante des betreffenden Bogens steht. Demzufolge ist eine von der
Anordnung der Düsen 49 ausgebildete und auf die hochgewölbte Vorderkante des betreffenden
Bogens wirkende Wirkfläche deutlich größer als die vom betreffenden Saugband auf die
hochgewölbte Vorderkante des betreffenden Bogens wirkende Wirkfläche. Je größer jedoch
die jeweilige Wirkfläche ist, desto besser lassen sich die der Wölbung der betreffenden
Bogen inne wohnenden Biegewiderstandskräfte überwinden. Da die Wirkung der Saugströmung
des betreffenden Saugbandes höhenabhängig ist und mit zunehmender Höhe, d. h. dem
Abstand zwischen dem betreffenden Saugband und dem zu transportierenden Bogen immer
stärker nachlässt, können die als Venturidüsen ausgebildeten Düsen 49 ein Voransaugen
der hochgewölbten Vorderkante des betreffenden Bogens bewirken, bis die betreffende
Vorderkante in den Wirkbereich der Saugströmung des betreffenden Saugbandes gelangt.
Nachdem sich dann die hochgewölbte Vorderkante des betreffenden Bogens durch die Wirkung
der Düsen 49 ausreichend tief im Wirkbereich der Saugströmung des betreffenden Saugbandes
befindet, ist diese Saugströmung unter Umständen stark genug, um die hochgewölbte
Vorderkante des betreffenden Bogens über die verbliebene Resthöhe hinweg an das betreffende
Saugband anzusaugen und den für einen lagegenauen Transport des betreffenden Bogens
erforderlichen Reibschluss bzw. Kraftschluss herzustellen. In einer bevorzugten Ausführung
ist die Steuereinheit 71 somit derart ausgebildet, dass sie zuerst die Düsen 49 mit
Druckluft beaufschlagt, und erst danach, d. h. zeitlich verzögert eine vom mindestens
einen jeweils als Saugband ausgebildeten Übernahmeband 44 auf den Bogen ausgeübte
Saugkraft zu wirken beginnt.
Bezugszeichenliste
[0072]
- 01
- Bogenanleger
- 02
- erster Stapel
- 03
- Saugkopf
- 04
- erster Schwinggreifer
- 05
- erste Beschichtungseinrichtung
- 06
- Transportzylinder
- 07
- Druckwerkszylinder
- 08
- Auftragswalze
- 09
- Rakel; Kammerrakelsystem
- 11
- erstes Greifersystem
- 12
- Transportband
- 13
- Non-Impact-Druckeinrichtung
- 14
- erster Trockner
- 16
- Transportband
- 17
- zweiter Trockner
- 18
- Transporteinrichtung; Transportband
- 19
- Saugbändertisch
- 21
- zweiter Schwinggreifer
- 22
- zweite Beschichtungseinrichtung
- 23
- Transportzylinder
- 24
- Druckwerkszylinder
- 26
- Auftragswalze
- 27
- Rakel; Kammerrakelsystem
- 28
- zweites Greifersystem
- 29
- Auslage
- 31
- dritter Trockner
- 32
- zweiter Stapel
- 33
- Übergabetrommel
- 34
- Übergabetrommel
- 36
- Vordermarke
- 37
- Blaskasten
- 38
- Schottblech
- 39
- Öffnung
- 41
- Saugkammer
- 42
- Leiteinrichtung
- 43
- Heberdüse
- 44
- Übernahmeband
- 46
- erster Knick
- 47
- zweiter Knick
- 48
- Schanzenband
- 49
- Düse
- 51
- Fangbläser
- 52
- Schaltbereich
- 53
- Saugbohrung
- 54
- Zuführband
- 56
- Bremsband
- 57
- Saugwalze
- 58
- Fangeinrichtung
- 59
- Antrieb
- 61
- Kolbenstange
- 62
- Kurbel
- 63
- Koppel
- 64
- Bahn
- 66
- Anschlagfläche
- 67
- Öffnung
- 68
- Bodenkammer
- 69
- Lagerkammer
- 71
- Steuereinheit
- 72
- Saugeinrichtung
- 73
- Zuleitung
- 74
- Taktventil
- 76
- Umlenkwalze
- 77
- Bogen
- 78
- Unstetigkeitsstelle
- 79
- Profilelement
- 81
- Pneumatikzylinder
- 82
- Zylinderkolben
- 83
- Endlagendämpfungselement
- 84
- Endlagendämpfungselement
- 86
- erstes pneumatisches Schaltventil
- 87
- zweites pneumatisches Schaltventil
- 88
- Druckminderer
- 89
- Druckminderer
- 91
- Drosselventil
- 92
- Drosselventil
- 93
- Druckluftquelle
- 94
- Rand
- 96
- Zuleitung
- 97
- Regelventil
- a
- Beschleunigung
- F
- Kolbenkraft
- i
- Übersetzungsverhältnis
- M
- Mittellinie
- t
- Zeit
- T
- Transportrichtung
- v
- Geschwindigkeit
- z
- Stellweg
- A51
- Abstand
- B19
- Breite
- D62
- Drehpunkt
- E1
- Endpunkt
- E2
- Endpunkt
- E19
- Förderebene
- G61
- Gelenkpunkt
- G62
- Gelenkpunkt
- G63
- Gerade
- G64
- Gerade
1. Maschinenanordnung mit mehreren jeweils bogenförmige Substrate bearbeitenden Bearbeitungsstationen,
wobei diese Bearbeitungsstationen in Transportrichtung (T) der bogenförmigen Substrate
hintereinander angeordnet sind, wobei zumindest eine dieser Bearbeitungsstationen
eine die bogenförmigen Substrate liegend entlang einer linearen Transportstrecke transportierende
Transporteinrichtung (18) aufweist, wobei diese Transporteinrichtung (18) in ihrer
Transportrichtung (T) benachbarte und damit in einer Sequenz unmittelbar aufeinander
folgende einzelne bogenförmige Substrate jeweils durch eine Lücke voneinander beabstandet
transportierend ausgebildet ist, wobei dieser die bogenförmigen Substrate liegend
entlang einer linearen Transportstrecke transportierenden Transporteinrichtung (18)
ein Saugbändertisch (19) nachgeordnet ist, wobei dem Saugbändertisch (19) eine weitere,
eine Transporteinrichtung (21) umfassende Bearbeitungsstation (22) nachgeordnet ist,
wobei der Saugbändertisch (19) eine Fangeinrichtung (58) für benachbart aufeinander
folgende einzelne bogenförmige Substrate aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangeinrichtung (58) des Saugbändertisches (19) eine infolge einer Betätigung
eingenommene Fangposition für die benachbart aufeinander folgenden einzelnen bogenförmigen
Substrate aufweist, wobei die Fangeinrichtung (58) in ihrer Fangposition von derjenigen
Transporteinrichtung (18), die die bogenförmigen Substrate liegend entlang einer linearen
Transportstrecke transportiert und dem Saugbändertisch (19) vorgeordnet ist, dem Saugbändertisch
(19) zugeführte bogenförmige Substrate vor einer jeweiligen Übergabe an die dem Saugbändertisch
(19) nachgeordnete Transporteinrichtung (21) auf dem Saugbändertisch (19) fängt und
stapelt, wobei die Fangeinrichtung (58) eine Vielzahl von den beabstandet hintereinander
transportierten Substraten sammelt und stapelt, wobei die Fangeinrichtung (58) mindestens
eine schwenkbare Anschlagfläche (66) für zu fangende Substrate aufweist, wobei die
betreffende Anschlagfläche (66) im unbetätigten Zustand der Fangeinrichtung (58) unterhalb
einer Förderebene (E19) des Saugbändertisches (19) angeordnet ist und im betätigten
Zustand der Fangeinrichtung (58) durch eine Öffnung (67) in der Förderebene (E19)
des Saugbändertisches (19) hindurchgeschwenkt senkrecht zu dieser Förderebene (E19)
aufgestellt ist, so dass auf dem Saugbändertisch (19) transportierte Substrate gegen
die mindestens eine in der Fangposition aufgestellte, aus der Förderebene (E19) des
Saugbändertisches (19) herausragende Anschlagfläche (66) stoßen, wobei die mindestens
eine Anschlagfläche (66) der Fangeinrichtung (58) in die Lücke zwischen unmittelbar
aufeinander folgende einzelne bogenförmige Substrate eingeschossen wird.
2. Maschinenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (71) vorgesehen ist, wobei diese Steuereinheit (71) die Fangeinrichtung
(58) in Abhängigkeit von einer in der dem Saugbändertisch (19) nachgeordneten Bearbeitungsstation
(22) aufgetretenen Störung derart betätigt, dass die Fangeinrichtung (58) ihre Fangposition
einnimmt.
3. Maschinenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangeinrichtung (58) des Saugbändertisches (19) ein Schubkurbelgetriebe aufweist,
wobei das Schubkurbelgetriebe eine Koppel (63) und eine mit der Koppel (63) zusammenwirkende
Kurbel (62) aufweist, wobei die Kurbel (62) von einem Antrieb (59) angetrieben ist.
4. Maschinenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (59) als ein doppelwirkender Pneumatikzylinder (81) ausgebildet ist.
5. Maschinenanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Pneumatikzylinder (81) eine Bodenkammer (68) und eine von der Bodenkammer (68)
getrennte Lagerkammer (69) aufweist, wobei die Lagerkammer (69) durch einen mit seiner
Kolbenstange (61) fest verbundenen Zylinderkolben (82) von der Bodenkammer (68) getrennt
ist, wobei zur Steuerung der Bewegung des Zylinderkolbens (82) eine pneumatische Schaltung
vorgesehen ist, wobei die pneumatische Schaltung ein mit der Bodenkammer (68) verbundenes
erstes pneumatisches Schaltventil (86) und ein mit der Lagerkammer (69) verbundenes
zweites pneumatisches Schaltventil (87) aufweist, wobei diese beiden Schaltventile
(86; 87) jeweils von der Steuereinheit (71) der Fangeinrichtung (58) des Saugbändertisches
(19) gesteuert und/oder betätigt sind.
6. Maschinenanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Zylinderkolbens (82) von der Steuereinheit (71) derart gesteuert
ist, dass für den Zylinderkolben (82) in einer ersten Hälfte seines Hubs eine positive
Beschleunigung und in einer der ersten Hälfte nachfolgenden zweiten Hälfte seines
Hubs eine negative Beschleunigung eingestellt ist.
7. Maschinenanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderkolben (82) beidseitig jeweils ein Endlagendämpfungselement (83; 84)
aufweist, wobei eine oder die am Ende der zweiten Hälfte seines Hubs verbliebene Restgeschwindigkeit
des Zylinderkolbens (82) am betreffenden Endlagendämpfungselement (83; 84) gebremst
wird.
8. Maschinenanordnung nach Anspruch 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugbändertisch (19) zusätzlich zu seiner Fangeinrichtung (58) mindestens ein
Schanzenband (48) aufweist, wobei die Fangeinrichtung (58) und das mindestens eine
Schanzenband (48) jeweils von der Steuereinheit (71) gesteuert wahlweise einen von
zwei verschiedenen Betriebszuständen einnehmend ausgebildet sind, wobei der erste
Betriebszustand ein inaktiver Betriebszustand ist und der zweite Betriebszustand ein
aktivierter Betriebszustand ist, wobei die Fangeinrichtung (58) in ihrem aktivierten
Zustand mindestens eine oder die sich senkrecht zur Förderebene (E19) des Saugbändertisches
(19) aufgestellte Anschlagfläche (66) für zu fangende Substrate aufweist, wobei das
mindestens eine Schanzenband (48) in Transportrichtung (T) der Substrate um mindestens
eine sich in Transportrichtung (T) der Substrate erstreckende Substratlänge vor der
betreffenden senkrecht zur Förderebene (E19) des Saugbändertisches (19) aufgestellten
Anschlagfläche (66) angeordnet ist, wobei das mindestens eine Schanzenband (48) in
seinem aktivierten Zustand mit seinem in Transportrichtung (T) der Substrate gerichteten
Ende in einem sich in Transportrichtung (T) der Substrate öffnenden spitzen Winkel
schräg nach oben aus der Förderebene (E19) des Saugbändertisches (19) herausgeschwenkt
ist.
9. Maschinenanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in einem sich in Transportrichtung (T) der Substrate zwischen der aufgestellten Anschlagfläche
(66) der Fangeinrichtung (58) und dem mindestens einen in dem spitzen Winkel schräg
nach oben aus der Förderebene (E19) des Saugbändertisches (19) herausgeschwenkten
Schanzenband (48) erstreckenden Bereich oberhalb der Förderebene (E19) des Saugbändertisches
(19) ein Fangbläser (51) mit mehreren in einer sich quer zur Transportrichtung (T)
der Substrate erstreckenden Reihe angeordneten Blasdüsen angeordnet ist, wobei der
Fangbläser (51) in seinem aktivierten Zustand Blasluft aus seinen Blasdüsen in Richtung
der Förderebene (E19) des Saugbändertisches (19) bläst.
10. Maschinenanordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass in Transportrichtung (T) der Substrate vor dem mindestens einen Schanzenband (48)
am Übergang von der dem Saugbändertisch (19) vorgeordneten Transporteinrichtung (18)
zu diesem Saugbändertisch (19) ein sich quer zur Transportrichtung (T) der Substrate
erstreckendes Leitelement (42) mit mehreren Heberdüsen (43) angeordnet ist.
11. Maschinenanordnung nach Anspruch 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder 8 oder
9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (71) derart ausgebildet ist, dass sie im Fall einer in der dem
Saugbändertisch (19) nachgeordneten Bearbeitungsstation (22) aufgetretenen Störung
eine Transportgeschwindigkeit der Substrate zumindest in der der Fangeinrichtung (58)
in Transportrichtung (T) der Substrate vorgeordneten Transporteinrichtung (18) verringert.
12. Maschinenanordnung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder
8 oder 9 oder 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugbändertisch (19) mindestens ein als Saugband ausgebildetes endlos umlaufendes
Übernahmeband (44) zur Übernahme der in der Förderebene (E19) einzeln liegend transportierten
Substrate von dem dem Saugbändertisch (19) in Transportrichtung (T) der Substrate
vorgeordneten Transportband (18) aufweist, wobei der Saugbändertisch (19) in seiner
Förderebene (E19) zumindest in einem Bereich zwischen dem mindestens einen sich längs
zur Transportrichtung (T) der Substrate erstreckenden Übernahmeband (44) und einem
die Förderebene (E19) des Saugbändertisches (19) seitlich begrenzenden Rand (94) eine
Anordnung von mehreren Düsen (49) aufweist.
13. Maschinenanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in der Förderebene (E19) des Saugbändertisches (19) in Transportrichtung (T) der
Substrate dem mindestens einen Übernahmeband (44) nachgeordnet mindestens ein Knick
(46; 47) ausgebildet ist, wobei an jedem dieses mindestens einen Knicks (46; 47) die
Förderebene (E19) des Saugbändertisches (19) gegenüber der vorherigen Ausrichtung
der Förderebene jeweils eine abwärts gerichtete Neigung mit einem spitzen Winkel im
Bereich zwischen 5° und 30° erfährt.
14. Maschinenanordnung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen (49) jeweils mittels einer pneumatisch verbindenden Zuleitung (96) mit
einer Druckluftquelle (93) verbunden sind, wobei in mindestens einer der mindestens
eine der Düsen (49) mit der Druckluftquelle (93) verbindenden Zuleitungen (96) ein
Regelventil (97) zur Einstellung und/oder zur Regelung des Druckes eines aus der jeweiligen
Düse (49) ausströmenden Luftstroms angeordnet ist, wobei das betreffende Regelventil
(97) von der die Fangeinrichtung (58) des Saugbändertisches (19) steuernden Steuereinheit
(71) gesteuert ist.
15. Maschinenanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (71) derart ausgebildet ist, dass sie zuerst die Düsen (49) mit
Druckluft beaufschlagt und erst danach eine vom mindestens einen jeweils als Saugband
ausgebildeten Übernahmeband (44) auf das betreffende Substrat ausgeübte Saugkraft
einschaltet.
1. Machine arrangement comprising a plurality of processing stations which each process
sheet-like substrates, wherein said processing stations are arranged one behind the
other in a transport direction (T) of the sheet-like substrates, wherein at least
one of said processing stations comprises a transport device (18) which transports
the sheet-like substrates horizontally along a linear transport path, wherein said
transport device (18) is designed to transport individual sheet-like substrates in
its transport direction (T) in a manner spaced apart from one another by a respective
gap, said substrates being adjacent and thus immediately succeeding one another in
a sequence, wherein a suction belt table (19) is arranged downstream of said transport
device (18) which transports the sheet-like substrates horizontally along a linear
transport path, wherein a further processing station (22), which comprises a transport
device (21), is arranged downstream of the suction belt table (19), wherein the suction
belt table (19) comprises a catching device (58) for catching adjacently successive
individual sheet-like substrates, characterized in that the catching device (58) of the suction belt table (19) has a catching position for
catching the adjacently successive individual sheet-like substrates, said catching
position being assumed as a result of actuation, wherein the catching device (58),
in its catching position, catches sheet-like substrates which are fed to the suction
belt table (19) from the transport device (18) which transports the sheet-like substrates
horizontally along a linear transport path and which is arranged upstream of the suction
belt table (19), and stacks these on the suction belt table (19) before they are transferred
to the transport device (21) arranged downstream of the suction belt table (19), wherein
the catching device (58) collects and stacks a large number of substrates transported
one behind the other in a spaced-apart manner, wherein the catching device (58) has
at least one pivotable stop surface (66) for substrates to be caught, wherein said
stop surface (66) in the non-actuated state of the catching device (58) is arranged
below a conveying plane (E19) of the suction belt table (19) and in the actuated state
of the catching device (58) is pivoted through an opening (67) in the conveying plane
(E19) of the suction belt table (19) and is positioned perpendicular to said conveying
plane (E19) such that substrates transported on the suction belt table (19) butt against
the at least one stop surface (66) positioned in the catching position and projecting
out of the conveying plane (E19) of the suction belt table (19), wherein the at least
one stop surface (66) of the catching device (58) is introduced into the gap between
immediately successive individual sheet-like substrates.
2. Machine arrangement according to claim 1, characterized in that a control unit (71) is provided, wherein, as a function of a fault that has occurred
in a processing station (22) arranged downstream of the suction belt table (19), said
control unit (71) actuates the catching device (58) in such a way that the catching
device (58) assumes its catching position.
3. Machine arrangement according to claim 1 or 2, characterized in that the catching device (58) of the suction belt table (19) has a slider crank mechanism,
wherein the slider crank mechanism comprises a connecting rod (63) and a crank (62)
which interacts with the connecting rod (63), wherein the crank (62) is driven by
a drive (59).
4. Machine arrangement according to claim 3, characterized in that the drive (59) is designed as a double-acting pneumatic cylinder (81).
5. Machine arrangement according to claim 4, characterized in that the pneumatic cylinder (81) has a bottom chamber (68) and a storage chamber (69)
separate from the bottom chamber (68), wherein the storage chamber (69) is separated
from the bottom chamber (68) by a cylinder piston (82), which is fixedly connected
to its piston rod (61), wherein a pneumatic circuit is provided for controlling the
movement of the cylinder piston (82), wherein the pneumatic circuit comprises a first
pneumatic switching valve (86) connected to the bottom chamber (68) and a second pneumatic
switching valve (87) connected to the storage chamber (69), wherein said two switching
valves (86; 87) are each controlled and/or actuated by the control unit (71) of the
catching device (58) of the suction belt table (19).
6. Machine arrangement according to claim 5, characterized in that the movement of the cylinder piston (82) is controlled by the control unit (71) in
such a way that a positive acceleration is set for the cylinder piston (82) in a first
half of its stroke and a negative acceleration is set in a second half of its stroke
following the first half.
7. Machine arrangement according to claim 5 or 6, characterized in that the cylinder piston (82) has an end position damping element (83; 84) at each side,
wherein a or the residual speed of the cylinder piston (82) that remains at the end
of the second half of its stroke is braked against the relevant end position damping
element (83; 84).
8. Machine arrangement according to claim 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7, characterized in that the suction belt table (19) comprises, in addition to its catching device (58), at
least one jump belt (48), wherein the catching device (58) and the at least one jump
belt (48) are each designed to assume optionally one of two different operating states
in a manner controlled by the control unit (71), wherein the first operating state
is an inactive operating state and the second operating state is an activated operating
state, wherein the catching device (58) in its activated state has at least one or
the stop surface (66) for substrates to be caught, said stop surface being positioned
perpendicular to the conveying plane (E19) of the suction belt table (19), wherein
the at least one jump belt (48), in the transport direction (T) of the substrates,
is arranged upstream of said stop surface (66), which is positioned perpendicular
to the conveying plane (E19) of the suction belt table (19), by at least one substrate
length extending in the transport direction (T) of the substrates, wherein the at
least one jump belt (48) in its activated state is pivoted with its end directed in
the transport direction (T) of the substrates obliquely upward out of the conveying
plane (E19) of the suction belt table (19) at an acute angle opening in the transport
direction (T) of the substrates.
9. Machine arrangement according to claim 8, characterized in that a catching blower (51) comprising a plurality of blowing nozzles arranged in a row
extending transversely to the transport direction (T) of the substrates is arranged
in an area above the conveying plane (E19) of the suction belt table (19), which area
extends in the transport direction (T) of the substrates between the positioned stop
surface (66) of the catching device (58) and the at least one jump belt (48) pivoted
obliquely upward out of the conveying plane (E19) of the suction belt table (19) at
an acute angle, wherein the catching blower (51) in its activated state blows blown
air from its blowing nozzles in the direction of the conveying plane (E19) of the
suction belt table (19).
10. Machine arrangement according to claim 8 or 9, characterized in that a guide element (42), which comprises a plurality of lifting nozzles (43) and which
extends transversely to the transport direction (T) of the substrates, is arranged
upstream of the at least one jump belt (48) in the transport direction (T) of the
substrates, at the transition from the transport device (18) arranged upstream of
the suction belt table (19) to said suction belt table (19).
11. Machine arrangement according to claim 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7 or 8 or 9 or 10,
characterized in that the control unit (71) is designed in such a way that, if a fault has occurred in
the processing station (22) arranged downstream of the suction belt table (19), it
reduces a transport speed of the substrates at least in the transport device (18)
arranged upstream of the catching device (58) in the transport direction (T) of the
substrates.
12. Machine arrangement according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7 or 8 or 9 or
10 or 11, characterized in that the suction belt table (19) has at least one continuously revolving take-over belt
(44), designed as a suction belt, for taking over the substrates, which have been
individually transported horizontally in the conveying plane (E19), from the conveyor
belt (18) arranged upstream of the suction belt table (19) in the transport direction
(T) of the substrates, wherein the suction belt table (19) has an arrangement of multiple
nozzles (49) in its conveying plane (E19) at least in an area between the at least
one take-over belt (44), which extends longitudinally in relation to the transport
direction (T) of the substrates, and an edge (94) that laterally delimits the conveying
plane (E19) of the suction belt table (19).
13. Machine arrangement according to claim 12, characterized in that at least one bend (46; 47) is formed in the conveying plane (E19) of the suction
belt table (19) downstream of the at least one take-over belt (44) in the transport
direction (T) of the substrates, wherein, at each of said one or more bends (46; 47),
the conveying plane (E19) of the suction belt table (19) experiences a downward inclination
by an acute angle in the range between 5° and 30° relative to the previous orientation
of the conveying plane.
14. Machine arrangement according to claim 12 or 13, characterized in that the nozzles (49) are each connected to a compressed air source (93) by a pneumatically
connecting supply line (96), wherein arranged in at least one of the supply lines
(96) connecting at least one of the nozzles (49) to the compressed air source (93)
is a control valve (97) for adjusting and/or controlling the pressure of a flow of
air flowing out of the respective nozzle (49), wherein said control valve (97) is
controlled by the control unit (71) that controls the catching device (58) of the
suction belt table (19).
15. Machine arrangement according to claim 14, characterized in that the control unit (71) is designed in such a way that it first supplies compressed
air to the nozzles (49) and only then switches on a suction force which is exerted
on the relevant substrate by the at least one take-over belt (44) designed as a suction
belt.
1. Ensemble machine avec plusieurs stations de traitement traitant respectivement des
substrats sous forme de feuilles, dans lequel ces stations de traitement sont disposées
les unes derrière les autres dans la direction de transport (T) des substrats en forme
de feuilles, dans lequel au moins une de ces stations de traitement présente un dispositif
de transport (18) transportant les substrats sous forme de feuilles en position couchée
le long d'un trajet de transport linéaire, dans lequel ce dispositif de transport
(18) est réalisé de manière à transporter des substrats sous forme de feuilles individuels
adjacents dans leur direction de transport (T) et ainsi se suivant immédiatement dans
une séquence respectivement de façon espacée les uns des autres par un intervalle,
dans lequel une table à bande aspirante (19) est disposée en aval de ce dispositif
de transport (18) transportant les substrats sous forme de feuilles en position couchée
le long d'un trajet de transport linéaire, dans lequel une autre station de traitement
(22) comprenant un dispositif de transport (21) est disposée en aval de la table à
bande aspirante (19), dans lequel la table à bande aspirante (19) présente un dispositif
de saisie (58) pour des substrats sous forme de feuilles individuels se suivant de
manière adjacente, caractérisé en ce que le dispositif de saisie (58) de la table à bande aspirante (19) présente une position
de saisie occupée par suite d'un actionnement pour les substrats sous forme de feuilles
individuels se suivant de manière adjacente, dans lequel le dispositif de saisie (58)
dans sa position de saisie à partir du dispositif de transport (18), qui transporte
les substrats sous forme de feuilles en position couchée le long d'un trajet de transport
linéaire et est disposé en amont de la table à bande aspirante (19), capture et empile
les substrats sous forme de feuilles amenés à la table à bande aspirante (19) sur
la table à bande aspirante (19) avant un transfert respectif au dispositif de transport
(21) disposé en aval de la table à bande aspirante (19), dans lequel le dispositif
de saisie (58) collecte et empile une pluralité des substrats transportés les uns
derrière les autres de manière espacée, dans lequel le dispositif de saisie (58) présente
au moins une surface de butée (66) pivotante pour les substrats à saisir, dans lequel
la surface de butée (66) concernée dans l'état non actionné du dispositif de saisie
(58) est disposée au-dessous d'un plan de transport (E19) de la table à bande aspirante
(19) et dans l'état actionné du dispositif de saisie (58) est placée perpendiculairement
à ce plan de transport (E19) de manière à pivoter par une ouverture (67) dans le plan
de transport (E19) de la table à bande aspirante (19), de sorte que les substrats
transportés sur la table à bande aspirante (19) se heurtent contre la au moins une
surface de butée (66) placée dans la position de saisie, faisant saillie du plan de
transport (E19) de la table à bande aspirante (19), dans lequel la au moins une surface
de butée (66) du dispositif de saisie (58) est insérée dans les intervalles entre
des substrats sous forme de feuilles individuels se suivant immédiatement.
2. Ensemble machine selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une unité de commande (71) est prévue, dans lequel cette unité de commande (71) actionne
le dispositif de saisie (58) en fonction d'une défaillance apparue dans la station
de traitement (22) disposée en aval de la table à bande aspirante (19), de telle sorte
que le dispositif de saisie (58) occupe sa position de saisie.
3. Ensemble machine selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de saisie (58) de la table à bande aspirante (19) présente un mécanisme
bielle-manivelle, dans lequel le mécanisme bielle-manivelle présente une bielle (63)
et une manivelle (62) coopérant avec la bielle (63), dans lequel la manivelle (62)
est entraînée par un entraînement (59).
4. Ensemble machine selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'entraînement (59) est réalisé sous la forme d'un vérin pneumatique (81) à double
effet.
5. Ensemble machine selon la revendication 4, caractérisé en ce que le vérin pneumatique (81) présente une chambre de fond (68) et une chambre de stockage
(69) séparée de la chambre de fond (68), dans lequel la chambre de stockage (69) est
séparée de la chambre de fond (68) par un piston de vérin (82) relié fixement à sa
tige de vérin (61), dans lequel un circuit pneumatique est prévu pour la commande
du mouvement du piston de vérin (82), dans lequel le circuit pneumatique présente
une première soupape de commutation (86) pneumatique reliée à la chambre de fond (68)
et une deuxième soupape de commutation (87) pneumatique reliée à la chambre de stockage
(69), dans lequel ces deux soupapes de commutation (86 ; 87) sont commandées et/ou
actionnées respectivement par l'unité de commande (71) du dispositif de saisie (58)
de la table à bande aspirante (19).
6. Ensemble machine selon la revendication 5, caractérisé en ce que le mouvement du piston de vérin (82) est commandé par l'unité de commande (71), de
telle sorte que pour le piston de vérin (82) dans une première moitié de sa course
une accélération positive est réglée et dans une deuxième moitié de sa course suivant
la première moitié une accélération négative.
7. Ensemble machine selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le piston de vérin (82) présente des deux côtés respectivement un élément d'amortissement
de position finale (83 ; 84), dans lequel une ou la vitesse résiduelle du piston de
vérin (82) restant à la fin de la deuxième moitié de sa course est freinée sur l'élément
d'amortissement de position finale (83 ; 84) concerné.
8. Ensemble machine selon la revendication 2 ou 3 ou 4 ou 5 ou 6 ou 7, caractérisé en ce que la table à bande aspirante (19) présente en plus de son dispositif de saisie (58)
au moins une bande à tremplin (48), dans lequel le dispositif de saisie (58) et la
au moins une bande à tremplin (48) sont réalisés respectivement de manière à occuper
sélectivement un de deux états de fonctionnement différents de façon commandée par
l'unité de commande (71), dans lequel le premier état de fonctionnement est un état
de fonctionnement inactif et le deuxième état de fonctionnement est un état de fonctionnement
activé, dans lequel le dispositif de saisie (58) présente dans son état activé au
moins une ou la surface de butée (66) pour les substrats à saisir placée perpendiculairement
au plan de transport (E19) de la table à bande aspirante (19), dans lequel la au moins
une bande à tremplin (48) est disposée dans la direction de transport (T) des substrats
d'au moins une longueur de substrat s'étendant dans la direction de transport (T)
des substrats devant la surface de butée (66) concernée placée perpendiculairement
au plan de transport (E19) de la table à bande aspirante (19), dans lequel la au moins
une bande à tremplin (48) dans son état activé est amenée à pivoter avec son extrémité
dirigée dans la direction de transport (T) des substrats à un angle aigu s'ouvrant
dans la direction de transport (T) des substrats de manière oblique vers le haut hors
du plan de transport (E19) de la table à bande aspirante (19).
9. Ensemble machine selon la revendication 8, caractérisé en ce que dans une zone s'étendant dans la direction de transport (T) des substrats entre la
surface de butée (66) du dispositif de saisie (58) placée et la au moins une bande
à tremplin (48) amenée à pivoter dans l'angle aigu de manière oblique vers le haut
hors du plan de transport (E19) de la table à bande aspirante (19) une soufflante
de saisie (51) avec plusieurs buses de soufflage disposées sur une rangée s'étendant
transversalement par rapport à la direction de transport (T) des substrats est disposée
au-dessus du plan de transport (E19) de la table à bande aspirante (19), dans lequel
la soufflante de saisie (51) dans son état activé souffle de l'air soufflé à partir
de ses buses de soufflage en direction du plan de transport (E19) de la table à bande
aspirante (19).
10. Ensemble machine selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce qu'un élément de guidage (42) s'étendant transversalement par rapport à la direction
de transport (T) des substrats avec plusieurs buses de levage (43) est disposé dans
la direction de transport (T) des substrats devant la au moins une bande à tremplin
(48) sur la transition du dispositif de transport (18) disposé en amont de la table
à bande aspirante (19) à cette table à bande aspirante (19).
11. Ensemble machine selon la revendication 2 ou 3 ou 4 ou 5 ou 6 ou 7 ou 8 ou 9 ou 10,
caractérisé en ce que l'unité de commande (71) est réalisée de telle sorte qu'en cas d'une défaillance
apparue dans la station de traitement (22) disposée en aval de la table à bande aspirante
(19) elle réduit une vitesse de transport des substrats au moins dans le dispositif
de transport (18) disposé en amont du dispositif de saisie (58) dans la direction
de transport (T) des substrats.
12. Ensemble machine selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4 ou 5 ou 6 ou 7 ou 8 ou 9
ou 10 ou 11, caractérisé en ce que la table à bande aspirante (19) présente au moins une bande de réception (44) à rotation
sans fin réalisée sous la forme d'une bande aspirante pour la réception des substrats
transportés individuellement en position couchée dans le plan de transport (E19) à
partir de la bande de transport (18) disposée en aval de la table à bande aspirante
(19) dans la direction de transport (T) des substrats, dans lequel la table à bande
aspirante (19) présente dans son plan de transport (E19) au moins dans une zone entre
la au moins une bande de réception (44) s'étendant longitudinalement par rapport à
la direction de transport (T) des substrats et un bord (94) un ensemble de plusieurs
buses (49) délimitant latéralement le plan de transport (E19) de la table à bande
aspirante (19).
13. Ensemble machine selon la revendication 12, caractérisé en ce que dans le plan de transport (E19) de la table à bande aspirante (19) dans la direction
de transport (T) des substrats au moins un coude (46 ; 47) est réalisé de manière
disposée en aval de la au moins une bande de réception (44), dans lequel sur chacun
de ce au moins un coude (46 ; 47) le plan de transport (E19) de la table à bande aspirante
(19) subit par rapport à l'orientation précédente du plan de transport respectivement
une inclinaison dirigée vers le bas avec un angle aigu dans la plage comprise entre
5° et 30°.
14. Ensemble machine selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que les buses (49) sont reliées respectivement au moyen d'une conduite d'alimentation
(96) à liaison pneumatique à une source d'air comprimé (93), dans lequel dans au moins
une des conduites d'alimentation (96) reliant au moins une des buses (49) à la source
d'air comprimé (93) est disposée une soupape de régulation (97) pour le réglage et/ou
pour la régulation de la pression d'un courant d'air s'échappant de la buse (49) respective,
dans lequel la soupape de régulation (97) concernée est commandée par l'unité de commande
(71) commandant le dispositif de saisie (58) de la table à bande aspirante (19).
15. Ensemble machine selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'unité de commande (71) est réalisée de telle sorte qu'elle sollicite tout d'abord
les buses (49) avec de l'air comprimé et seulement après met en marche une force d'aspiration
exercée sur le substrat concerné par la au moins une bande de réception (44) réalisée
respectivement sous la forme d'une bande aspirante.