[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Heizgerät, ein Verfahren zur Herstellung
eines elektrischen Heizgerätes und eine Verwendung eines Wärmetauschers.
[0002] Elektrische Heizgeräte zur Erwärmung eines Medienstromes, beispielsweise Wasser zur
Warmwasserversorgung, wie Durchlauferhitzer, weisen in der Regel eine Heizeinrichtung
umfassend Heizwendel oder Heizstäbe auf, die elektrischen Strom in Wärmeenergie umwandeln
und an das zu erhitzende Wasser abgeben. Insbesondere bei Durchlauferhitzern kann
dabei eine hohe Leistung von häufig mehr als 15 kW [Kilowatt] umgesetzt werden. Zur
Steuerung und/oder Regelung des elektrischen Heizgerätes kommt hierzu eine Leistungselektronik
zum Einsatz umfassend elektronische Bauteile, beispielweise Halbleiterbauelemente,
wie TRIACs. Aufgrund der hohen umzusetzenden elektrischen Leistung können die elektronischen
Bauteile sich im Betrieb stark erwärmen.
[0003] Um eine Kühlung der elektronischen Bauteile zu gewährleisten, wird in der
DE 41 06 273 C1 vorgeschlagen die auf einer Platine angeordneten elektronischen Bauteile an einem
Metallblock und mit diesem an einem wasserführenden Rohrstück wärmeleitend zu befestigen.
[0004] Die
DE 102 09 905 A1 zeigt eine Lösung bei der TRIACs nicht auf einer Platine, sondern auf Verschlussstücken
angeordnet werden, die mit dem zu erwärmenden Medium in Kontakt stehen.
[0005] In der
DE 10 2011 0130972 A1 wird zur Verbesserung der Kühlung elektronischer Bauteile eines Heizgerätes gelehrt,
einen Kühlkörper vorzusehen, der mit einem Wasserführungskörper und einem Halbleiterschalter
als elektronischem Bauteil verbunden ist. Dabei kann der Kühlkörper durch den Druck
des Wassers im Gerät eine Andruckkraft vom Kühlköper auf den Halbleiterschalter bewirken.
Nachteilig ist der Halbleiterschalter durch den Kühlkörper nicht fixiert, so dass
der Halbleiterschalter bei Montagearbeiten versehentlich seine Position ändern kann.
[0006] Die
DE 10 2018 008 511 A1 betrifft eine elektrische Heizvorrichtung mit einem Gehäuse und einem Stapel von
Heizelementen, mit einem Wärmeerzeugenden Element, das ein Hohlprofil oder Flachprofil
aufweist. Die Heizelemente sind mit dem Gehäuse stoffschlüssig verbunden. Die elektronischen
Bauelemente sind unterhalb eines Mantels eines wasserführenden Bereiches angeordnet
und können sich im Rahmen der Montage bzw. Installationsarbeiten an der Heizvorrichtung
nachteilig verschieben.
[0007] Die
EP 2 098 802 A2 zeigt ein Steuergerät für ein Warmwassergerät, bei dem ein Kühlrohr vorgesehen ist,
das zwei gegenüberliegende Kühlflächen aufweist, an dem zu kühlende elektronische
Bauelemente anzuordnen sind.
[0008] Aus der
DE 10 2010 051 736 A1 geht ein Durchlauferhitzer mit einer Mehrzahl von leistungselektronischen Schaltelementen
hervor, die auf einer Leiterplatte flach oder liegend platziert sind. Weiterhin ist
ein Kühlrohr vorgesehen, durch welches während des Betriebs Kaltwasser fließt, wobei
die Schaltelemente gekühlt werden. Das Kühlrohr ist dabei auf den flachen oder liegenden
Schaltelementen platziert und mittels einer Klammer fixiert.
[0009] Den genannten Lösungen ist ein hoher Aufwand für die Montage der elektronischen Bauteile
zur Gewährleistung einer Kühlung gemeinsam. Zudem müssen teilweise aufwendig herzustellende
Zusatzbauteile, wie Kühlkörper oder Metallblock eingesetzt werden. Nicht zuletzt müssen
die elektronischen Bauteile aufwendig in einer Position zur Kühlung fixiert werden.
Ein weiteres Problem besteht in der Anordnung an einer das zu erwärmende Medium führenden
Leitung, wobei die Leitung in der Regel für eine Verbindung mit einem Hausanschluss
vorgesehen ist. Bei der Installation kommt es im Rahmen der Verbindung und damit aufzubringender
mechanischer Kräfte häufig zu Beschädigungen der elektronischen Bauteile.
[0010] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, ein elektrisches Heizgerät vorzuschlagen,
das die geschilderten Probleme des Standes der Technik zumindest teilweise überwindet.
Insbesondere soll eine sehr gute Kühlung elektronischer Bauteile des Heizgerätes gewährleistet
sein und zudem sollen die elektronischen Bauteile von äußeren mechanischen Einflüssen
geschützt sein.
[0011] Zudem soll die Erfindung die Komplexität eines Heizgerätes zumindest nicht wesentlich
erhöhen und Vorteile einer einfachen Montage ohne wesentliche zusätzliche Bauteile
mit einer sehr guten Kühlleistung miteinander vereinen.
[0012] Diese Aufgaben werden gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der hier vorgeschlagenen Lösung sind in den unabhängigen
Patentansprüchen angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die in den abhängigen
Patentansprüchen aufgeführten Merkmale in beliebiger, technologisch sinnvoller Weise
miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung definieren.
Darüber hinaus werden die in den Patentansprüchen angegebenen Merkmale in der Beschreibung
näher präzisiert und erläutert, wobei weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung
dargestellt werden.
[0013] Hierzu trägt ein elektrisches Heizgerät zur Erwärmung eines Medienstromes bei, aufweisend
mindestens ein elektronisches Bauteil zur Leistungssteuerung des Heizgerätes, wobei
das mindestens eine elektronische Bauteil auf einem Halteteil angeordnet ist, das
in einen Kanal eines Wärmetauschers des Heizgerätes hineinragt oder mindestens eine
Wandung des Kanals bildet und das Halteteil einen beidseitigen wärmeleitendem Kontakt
mit dem mindestens einen elektronischen Bauteil aufweist.
[0014] Bei dem Heizgerät handelt es sich beispielsweise um einen elektrischen Durchlauferhitzer,
der dazu eingerichtet ist, einen Medienstrom (Wasserstrom) zu erwärmen. Hierzu kann
das Heizgerät einen Wärmetauscher, auch als Heizblock bezeichnet, mit widerstandsbasierten
Heizelementen aufweisen, die in Kontakt mit dem Medienstrom gebracht werden und diesem
Wärmeenergie zuführen können. Der Wärmtauscher kann dabei im Heizgerät mit einer Kaltwasserzuführleitung
verbunden sein. Der Wärmetauscher kann dabei Kanäle umfassen, die von dem zu erwärmenden
Medium durchströmt werden und in denen widerstandsbasierte Heizelemente angeordnet
sein können. Die Kanäle können im Wärmetauscher mäanderförmig angeordnet oder geformt
sein. Das Heizgerät kann dabei insbesondere eine elektrische Heizleistung in einem
Bereich zwischen 10 kW und 30 kW [Kilowatt].
[0015] Das widerstandsbasierte Heizelement kann insbesondere ein Heizwendel oder ein Heizstab
oder eine Vielzahl derselben sein, dazu eingerichtet, elektrischen Strom in Wärmeenergie
umzuwandeln und an den Medienstrom abzugeben. Das Heizelement kann in der Regel in
direkten Kontakt mit dem zu erwärmenden Medienstrom gebracht werden, womit kurze Reaktionszeiten
der Heizeinrichtung realisierbar sind. Hierfür sind aus dem Stand der Technik Heizdrähte
bekannt.
[0016] Das elektrische Heizgerät kann dazu eingerichtet sein, mit einer dreiphasigen Wechselstromquelle
zur Energieversorgung verbunden zu werden. Die dreiphasige Wechselstromquelle kann
beispielsweise ein dreiphasiger Anschluss eines Haushalts, häufig auch als Drehstromanschluss
bezeichnet, sein.
[0017] Zur Regelung oder Steuerung des Heizgerätes kann dieses elektronische Bauteile umfassen.
Häufig kommen hierbei Halbleiterschalter, wie TRIACs zum Einsatz, die hohe Heizströme
schalten können. TRIACs, auch als Zweirichtungs-Thyristortriode oder Symistor bezeichnet,
sind Halbleiterbauelemente die in der Lage sind hohe Wechselströme zu schalten. Beim
Betrieb der elektronischen Bauteile, insbesondere von Schaltern wie TRIACs oder anderen
Halbleitern, kann beim Betrieb hohe Abwärme entstehen. Ein hier vorgeschlagenes Heizgerät
weist mindestens ein derartiges elektronisches Bauteil auf, in der Regel ist für jedes
Heizelement ein elektronisches Bauteil vorgesehen. Häufig weisen Heizgeräte 3 bis
10 derartige elektronische Bauteile auf. Diese können insbesondere auf einer Platine
angeordnet sein.
[0018] Ein Aspekt betrifft demnach die Anordnung des mindestens einen elektronischen Bauteils
mit einem wärmeleitenden Kontakt hin zu einem Wärmetauscher des Heizgerätes. Hierzu
kann insbesondere wärmeleitender Kontakt zu einem den Wärmtauscher durchströmenden
Medium (zu erwärmendes Wasser) bestehen. Vorteilhaft können auf einen Anschluss des
Heizgerätes wirkende Kräfte bei einer Installation das mindestens eine elektronische
Bauteil nicht beschädigen oder dessen Position verändern.
[0019] Gemäß einer Ausgestaltung kann das mindestens eine elektronische Bauteil auf einem
Halteteil angeordnet sein, wobei das Halteteil in wärmeleitendem Kontakt mit mindestens
einem Kanal des Wärmetauschers ist. Dabei kann der Bereich, in dem das Halteteil mit
dem mindestens ein Kanal in wärmeleitenden Kontakt gebracht ist, in Strömungsrichtung
des durchströmenden Mediums gesehen, in einem Anfangsbereich (Bereich eines Eingangs)
des Wärmetauschers angeordnet sein, insbesondere vor dem mindestens einen Heizelement.
Vorteilhaft kann so eine verbesserte Kühlwirkung erreicht werden. Die Formulierung
"auf einem Halteteil angeordnet" bezeichnet eine (unmittelbare) Verbindung des mindestens
einen elektronischen Bauteils mit dem Halteteil, insbesondere eine Aufnahme des mindestens
einen elektronischen Bauteils zwischen zwei Wandungen des Halteteils und/ oder einer
Klemmung des mindestens einen elektronischen Bauteils durch das Halteteil.
[0020] Das Halteteil kann dabei insbesondere aus einem sehr gut wärmeleitenden Material
bestehen bzw. dieses umfassen. Das Material kann beispielsweise ein Metall sein, beispielsweise
Stahl, Kupfer oder Aluminium, bzw. Legierungen aufweisend zumindest eines dieser Metalle,
beispielsweise Messing. Besonders kostengünstig kann ein Halteteil aus Blech hergestellt
werden, welches gleichfalls gute wärmeleitende Eigenschaften aufweist.
[0021] Gemäß einer Ausgestaltung kann das Halteteil kanalseitig Wärmeübertragungsrippen
aufweisen. Diese können die für eine Wärmeübertragung zur Verfügung stehende Oberfläche
erhöhen und somit die Wärmeübertragungsleistung verbessern.
[0022] Gemäß einer Ausgestaltung kann das Halteteil eine Verbindung zu einer elektrischen
Masse des Heizgerätes aufweisen und so eine Erdung der elektronischen Bauteile bzw.
der Platine realisieren. Vorteilhaft ist dies baulich besonders einfach umsetzbar.
[0023] Gemäß einer Ausgestaltung kann das Halteteil jeweils eine Wandung von zwei Kanälen
des Wärmetauschers bilden und die elektronischen Bauteile zwischen den die Wandungen
bildenden Bereichen des Halteteils angeordnet sind. Mit anderen Worten kann das Halteteil
eine erste Wandung eines ersten Kanals und eine zweite Wandung eines zweiten Kanals
bilden. Die Wandungen können dabei insbesondere (weitestgehend) parallel ausgerichtet
sein und einen Abstand aufweisen, der einer Breite des mindestens einen, aufzunehmenden,
elektronischen Bauteils entsprechen. In vorteilhafter Weis kann so eine beidseitige
Kühlung des mindestens einen elektronischen Bauteils verwirklicht werden. Zudem vorteilhaft
kann durch die Wandungen eine Klemmung des mindestens einen elektronischen Bauteils
realisiert werden, wodurch aufwendige Mittel zur Befestigung des mindestens einen
elektronischen Bauteils unnötig werden.
[0024] Gemäß einer Ausgestaltung kann das Halteteil in einem Kanal hineinragen. Dabei kann
das Halteteil einen Strömungsquerschnitt des Kanals weitestgehend durchdringen, um
eine große Fläche zur Wärmeübertragung bereitzustellen. Das Halteteil kann dabei insbesondre
in einer Ausdehnungsrichtung in Strömungsrichtung des Kanals ausgerichtet sein, um
eine Strömung im Kanal nicht zu behindern und eine große Fläche zur Wärmeübertragung
zu bieten.
[0025] Dabei kann insbesondere ein nicht in den Kanal hineinragender Bereich des Halteteils
einen Klemmbereich für das mindestens eine elektronische Bauteil bilden. Hierzu kann
das Halteteil eine Umlenkung aufweisen, so dass sich zwei gegenüberliegende Bereiche
des Halteteils ausbilden, zwischen denen das mindestens eine elektronische Bauteil
beidseitig kühlend aufgenommen werden kann.
[0026] Gemäß einer Ausgestaltung kann zwischen Halteteil und dem Wärmtauscher mindestens
eine Dichtung angeordnet sein, die ein austreten von zu erwärmendem Medium im Kontaktbereich
zwischen Kanal und Halteteil verhindert.
[0027] Gemäß einer Ausgestaltung kann zwischen elektronischem Bauteil und Halteteil Wärmeleitpaste
eingebracht sein, die die Wärmeübertragung und Wärmeleitung weiter verbessert.
[0028] Gemäß einer Ausgestaltung kann das mindestens eine elektronische Bauteil auf einer
Platine angeordnet sein, wobei die Platine in ihrer Position fixiert ist. Die Platine
kann dabei mittels Befestigungsmitteln, beispielsweise einer Schraubverbindung, an
einem geeigneten Befestigungspunkt, beispielsweise einem Gehäuse oder einem Halteblech
des Heizgerätes, fixiert sein. Besonders vorteilhaft kann die Platine in einer Klemmverbindung
eingebracht werden. Klemmelemente hierfür können beispielsweise am Wärmetauscher angeformt
sein. Eine Klemmverbindung ermöglicht vorteilhaft und kostengünstig eine einfache
und schnelle Montage bzw. Demontage der Platine. In vorteilhafter Weise kann durch
die Fixierung der Platine auf eine Befestigung des mindestens einen elektronischen
Bauteils am oder im Halteteil verzichtet werden, da insbesondere bei einer beidseitig
kontaktierenden Anordnung von elektronischem Bauteil und Halteteil bereits ein sehr
guter mechanischer Halt besteht.
[0029] Nach einem weiteren Aspekt wird auch ein Verfahren zur Herstellung eines hier vorgeschlagenen
Heizgerätes vorgeschlagen, wobei ein Wärmtauscher durch Spritzgießen hergestellt wird
und ein Halteteil für mindestens ein elektronisches Bauteil zur Leistungssteuerung
des Heizgerätes beim Spritzgießen in den Wärmetauscher integriert wird. Mit anderen
Worten wird das Halteteil im Spritzgießprozess in den Wärmetauscher formschlüssig
und/ oder stoffschlüssig und dabei mediendicht integriert und fixiert.
[0030] Nach einem weiteren Aspekt wird auch eine Verwendung eines Wärmetauschers eines elektrischen
Heizgerätes zur Kühlung mindestens eines elektronischen Bauteils des Heizgerätes vorgeschlagen.
[0031] Vorsorglich sei angemerkt, dass die hier verwendeten Zahlwörter ("erste", "zweite",
...) vorrangig (nur) zur Unterscheidung von mehreren gleichartigen Gegenständen, Größen
oder Prozessen dienen, also insbesondere keine Abhängigkeit und/oder Reihenfolge dieser
Gegenstände, Größen oder Prozesse zueinander zwingend vorgeben. Sollte eine Abhängigkeit
und/oder Reihenfolge erforderlich sein, ist dies hier explizit angegeben oder es ergibt
sich offensichtlich für den Fachmann beim Studium der konkret beschriebenen Ausgestaltung.
Soweit ein Bauteil mehrfach vorkommen kann ("mindestens ein"), kann die Beschreibung
zu einem dieser Bauteile für alle oder ein Teil der Mehrzahl dieser Bauteile gleichermaßen
gelten, dies ist aber nicht zwingend.
[0032] Die im Zusammenhang mit dem Heizgerät erörterten Details, Merkmale und vorteilhaften
Ausgestaltungen können entsprechend auch bei dem hier vorgestellten Verfahren zur
Herstellung und der Verwendung auftreten und umgekehrt. Insoweit wird auf die dortigen
Ausführungen zur näheren Charakterisierung der Merkmale vollumfänglich Bezug genommen.
[0033] Hier wird somit ein elektrisches Heizgerät angegeben, das die mit Bezug auf den Stand
der Technik geschilderten Probleme zumindest teilweise lösen kann. Insbesondere trägt
das Heizgerät zumindest dazu bei, eine hervorragende Kühlung von elektronischen Bauteilen
zu gewährleisten, wobei ein Risiko einer Beschädigung des mindestens einen elektronischen
Bauteils bzw. dessen Befestigung im Rahmen einer Installation des Heizgerätes weitestgehend
ausgeschlossen werden kann.
[0034] Zudem erlaubt die Erfindung eine einfache Montage des Heizgerätes bei gleichzeitig
sehr guter Kühlung des mindestens einen elektronischen Bauteils aufgrund einer beidseitigen
wärmeleitenden Kontaktierung im Halteteil.
[0035] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der beiliegenden
Figuren näher erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung durch die angeführten
Ausführungsbeispiele nicht beschränkt werden soll. Insbesondere ist es, soweit nicht
explizit anders dargestellt, auch möglich, Teilaspekte der in den Figuren erläuterten
Sachverhalte zu extrahieren und mit anderen Bestandteilen und Erkenntnissen aus der
vorliegenden Beschreibung zu kombinieren. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass
die Figuren und insbesondere die dargestellten Größenverhältnisse nur schematisch
sind. Es zeigen:
- Fig. 1:
- ein hier vorgeschlagenes elektrisches Heizgerät,
- Fig. 2:
- zwei Kanäle eines Wärmetauschers mit Halteteil und elektronischen Bauteilen, und
- Fig. 3:
- einen Kanal eines Wärmtauschers mit in den Kanal ragendem Halteteil.
[0036] Fig. 1 zeigt beispielhaft und schematisch ein elektrisches Heizgerät (1) zur Erwärmung
eines Medienstromes, wie einem Wasserstrom, der durch einen Kaltwasserzulauf 8 dem
Heizgerät 1 zugeführt und durch einen Warmwasserauslauf 9 entnommen werden kann, wobei
der Medienstrom das Heizgerät 1 in einer Strömungsrichtung 21 durchströmt.
[0037] Das Heizgerät 1 kann einen Wärmetauscher 3 umfassen, aufweisend widerstandsbasierte
Heizelemente, die in direkten Kontakt mit dem Medienstrom gebracht sein können. In
einem Eingangsbereich, also in einem in Strömungsrichtung 21 gesehenen Anfangsbereich
des Wärmetauschers 3 kann ein Halteteil 2 mit mindestens einem elektronischen Bauteil
17 angeordnet sein, wobei das mindestens eine elektronische Bauteil 17 in wärmeleitendem
Kontakt mit dem Wärmetauscher 2 und einem durchströmenden Medium gebracht ist.
[0038] Das Heizgerät 1 kann zudem ein Regel- und Steuergerät 6 aufweisen, das zur Regelung
und Steuerung des Heizgerätes 1, insbesondere der Heizelemente, eingerichtet sein
kann. Hierzu kann das Regel- und Steuergerät 6 mit einem Temperatursensor 7 im Kaltwasserzulauf,
einem Durchflusssensor 5, einem Motorventil 4 und einem Temperatursensor 10 im Warmwasserauslauf
9 elektrisch verbunden sein.
[0039] Fig. 2 zeigt gleichfalls beispielhaft und schematisch zwei Kanäle 11, 12 des Wärmetauschers
3, zwischen denen ein Halteteil 2 mit mindestens einem elektronischen Bauteil 17 angeordnet
sein kann. Erster und zweiter Kanal 11, 12 können dabei benachbarte Kanäle einer mäanderförmig
geführten Leitung im Wärmetauscher 3 sein. Das Halteteil 2 kann derart geformt sein,
dass diese eine erste Wandung 18 des ersten Kanals 11 und eine zweite Wandung 19 des
zweiten Kanals 12 ausbildet, wobei erste und zweite Wandung 18, 19 weitestgehend parallel
angeordnet sind und einen Abstand aufweisen können der weitestgehend der Einschubbreite
20 des mindestens einen elektronischen Bauteils 17 entspricht, wodurch eine gute wärmeleitende
Kontaktierung des mindestens einen elektronischen Bauteils 17 zwischen erster und
zweiter Wandung 18, 19 gegeben ist.
[0040] Dabei kann das mindestens eine elektronische Bauteil 17 auf einer Platine 14 angeordnet
sein. Die Platine 14 kann in Befestigungsmitteln 15 fixiert sein. Die Befestigungsmittel
15 sind hier vorteilhaft als Klemmeinrichtung ausgebildet, die im Rahmen des Herstellungsprozesses
des Wärmetauschers 3, beispielsweise im Rahmen eines Spritzgießprozesses, angeformt
werden können.
[0041] Fig. 3 zeigt beispielhaft und schematisch einen Kanal 11 des Wärmetauschers mit in
den Kanal 11 ragendem Halteteil 2. Das Halteteil 2 kann einen Klemmbereich 16 umfassen,
in dem das Halteteil 2 klammerförmig ausgebildet und zur Aufnahme des mindestens einen
elektronischen Bauteils 17 eingerichtet sein kann. Zudem kann das Halteteil 2 einen
Kühlbereich 13 umfassen, der in den Kanal 11 ragt und einen Wärmeaustausch mit einem,
den Kanal 11 durchfließenden Medium, verwirklicht. Der Kühlbereich 13 kann dabei möglichst
großflächig in den Kanal 11 ragen und in Strömungsrichtung 21 ausgerichtet sein, um
die Strömung im Kanal nicht zu behindern und gleichzeitig einen großen Wärmestrom
vom Halteteil 2 auf das den Kanal 11 durchströmende Medium zu ermöglichen.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Heizgerät
- 2
- Halteteil
- 3
- Wärmetauscher
- 4
- Motorventil
- 5
- Durchflusssensor
- 6
- Regel- und Steuergerät
- 7
- Temperatursensor
- 8
- Kaltwasserzulauf
- 9
- Warmwasserauslauf
- 10
- Temperatursensor
- 11
- erster Kanal
- 12
- zweiter Kanal
- 13
- Kühlbereich
- 14
- Platine
- 15
- Befestigungsmittel
- 16
- Klemmbereich
- 17
- elektronisches Bauteil
- 18
- erste Wandung
- 19
- zweite Wandung
- 20
- Einschubbreite
- 21
- Strömungsrichtung
1. Elektrisches Heizgerät (1) zur Erwärmung eines Medienstromes, aufweisend mindestens
ein elektronisches Bauteil (17) zur Leistungssteuerung des Heizgerätes (1), wobei
das mindestens eine elektronische Bauteil (17) auf einem Halteteil (2) angeordnet
ist, das in einen Kanal (11, 12) eines Wärmetauschers (3) des Heizgerätes (1) hineinragt
oder mindestens eine Wandung (18, 19) des Kanals (11, 12) bildet, und das Halteteil
(2) einen beidseitigen wärmeleitenden Kontakt mit dem mindestens einen elektronischen
Bauteil (17) hat.
2. Elektrisches Heizgerät (1) nach Anspruch 1, wobei das mindestens eine elektronische
Bauteil (17) zur Leistungssteuerung des Heizgerätes (1) ein Halbleiterbauelement und/
oder ein TRIAC ist und auf einer Platine (14) angeordnet ist.
3. Elektrisches Heizgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Halteteil
(2) kanalseitig Wärmeübertragungsrippen aufweist.
4. Elektrisches Heizgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Halteteil
(2) eine elektrische Verbindung zu einer elektrischen Masse des elektrischen Heizgerätes
(1) umfasst.
5. Elektrisches Heizgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Halteteil
(2) jeweils eine Wandung (18, 19) von zwei Kanälen (11, 12) des Wärmetauschers (3)
bildet und das mindestens eine elektronische Bauteil (17) zwischen den Wandungen (18,
19) des Halteteils (2) angeordnet ist.
6. Elektrisches Heizgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Halteteil
(2) einen Klemmbereich (16) für das mindestens eine elektronische Bauteil (17) umfasst.
7. Elektrisches Heizgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zwischen
Halteteil (2) und Kanal (11, 12) eine Dichtung angeordnet ist.
8. Elektrisches Heizgerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zwischen
elektronischem Bauteil (17) und Halteteil (2) Wärmeleitpaste eingebracht ist.
9. Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Heizgerätes (1), wobei ein Wärmtauscher
(3) durch Spritzgießen hergestellt wird und ein Halteteil (2) für mindestens ein elektronisches
Bauteil (17) zur Leistungssteuerung des Heizgerätes (1) beim Spritzgießen in den Wärmetauscher
(3) integriert wird.
10. Verwendung eines Wärmetauschers (3) eines elektrischen Heizgerätes (1) zur Kühlung
mindestens eines elektronischen Bauteils (17) des Heizgerätes (1).