[0001] Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung, mit wenigstens
einem Schlossgehäuse und einem Trägergehäuse, wobei das Schlossgehäuse zur Aufnahme
zumindest eines gesperreseitigen Bauteils, wie beispielsweise eines Aktuators, eingerichtet
ist, wobei ferner das Trägergehäuse wenigstens einen Elektronikträger aufnimmt, und
wobei das Schlossgehäuse und das Trägergehäuse mediendicht miteinander verbunden sind.
[0002] Die Erfindung bezieht sich auf eine Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung, also
eine Gehäuseanordnung für ein Kraftfahrzeug-Schloss. Das betreffende Kraftfahrzeug-Schloss
ist dabei in der Regel in oder an einer zugehörigen Kraftfahrzeug-Tür, einer Kraftfahrzeug-Klappe
usw. angeordnet, kann grundsätzlich aber auch beispielsweise an oder in einem Kraftfahrzeug-Sitz
platziert sein. Das betreffende Kraftfahrzeug-Schloss wechselwirkt dabei typischerweise
mit einem karosserieseitigen Schlosshalter. Dazu ist das Kraftfahrzeug-Schloss im
Allgemeinen mit einem Gesperre aus Drehfalle und Sperrklinke ausgerüstet, welches
mit dem fraglichen Schlosshalter wechselwirkt, um die Kraftfahrzeug-Tür, Kraftfahrzeug-Klappe
oder auch den Kraftfahrzeug-Sitz mit der Karosserie lösbar zu verbinden bzw. gegenüber
der Karosserie zu sichern.
[0003] Im gattungsbildenden Stand der Technik nach der
DE 10 2015 109 494 A1 ist die dortige Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung mit einem Platinengehäuse
zur Aufnahme einer Platine inklusive Elektronik ausgerüstet. Das Platinengehäuse ist
darüber hinaus flüssigkeitsdicht mit dem übrigen Schlossgehäuse gekoppelt. Denn hier
wird im Endeffekt eine Kunststoffspritzgießverbindung realisiert. Als Folge hiervon
ist natürlich die Flexibilität eingeschränkt, was die Auslegung des Elektronikträgers
inklusive Platinengehäuse bzw. Trägergehäuse einerseits und das Schlossgehäuse mit
dem darin aufgenommenen gesperreseitigen Bauteil andererseits angeht. Bei dem gesperreseitigen
Bauteil handelt es sich nach dem Ausführungsbeispiel in dem vorgenannten Stand der
Technik um einen Aktuator, mit dessen Hilfe das Gesperre geöffnet werden kann. Gesperreseitiges
Bauteil meint also ein Bauteil, das mittelbar oder unmittelbar mit dem Gesperre wechselwirkt.
Das Gesperre ist dabei seinerseits an einer Schlossplatte bzw. einem Schlosskasten
gelagert.
[0004] Der weitere Stand der Technik nach der
DE 11 2014 004 455 T5 arbeitet mit einem fluiddichten elektrischen Gehäuse, welches elektrische Komponenten
einer Schlossanordnung umfasst. Dadurch kann eine gesamte elektrische Schlossanordnung
in Bereichen einer Kraftfahrzeug-Tür angeordnet werden, die Wasser, Fett oder anderen
Fluiden ausgesetzt ist.
[0005] Schließlich beschäftigt sich die
EP 2 754 799 B1 mit einem elektrischen Fahrzeugverschluss, der über einen ersten und im Wesentlichen
plattenförmig ausgebildeten Stützkörper verfügt, der den Verschlussmechanismus und
folglich auch ein Gesperre trägt. Außerdem ist ein weiterer zweiter Stützkörper realisiert,
der seinerseits eine Leiterplatte in einer Position quer zur vom ersten Stützkörper
aufgespannten Ebene anordnet. Der zweite Stützkörper verfügt über ein fluiddichtes
Gehäuse.
[0006] Aus der
DE 11 2014 004455 T5 ist eine Kraftfahrzeug-Gehäuseanordnung bekannt, bei der ein Trägergehäuse und ein
Elektronikträger eine vormontierte Baueinheit definieren, die unter Zwischenschaltung
einer Dichtung mit einem Schlossgehäuse modular gekoppelt ist.
[0007] Der Stand der Technik hat sich grundsätzlich bewährt, was die mediendichte Auslegung
der Gehäuseanordnung bzw. von Schlossgehäuse und Trägergehäuse angeht. Allerdings
werden in diesem Zusammenhang relativ komplexe Bauformen vorgeschlagen, die eine Anpassung
an unterschiedliche Funktionsanforderungen, verschiedene Einbauorte etc. nicht zulassen.
Das wird den heutigen Anforderungen an eine flexible Bauweise nicht mehr gerecht.
[0008] Der Erfindung liegt folglich das technische Problem zugrunde, eine derartige Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung
so weiterzuentwickeln, dass eine flexible Bauform zur Realisierung unterschiedlicher
Funktionen und/oder Anbringungen an wechselnden Einbauorten zur Verfügung gestellt
wird.
[0009] Die Erfindung geht aus von einer Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung mit wenigstens
einem Schlossgehäuse und einem Trägergehäuse, wobei das Schlossgehäuse zur Aufnahme
zumindest eines gesperreseitigen Bauteils, wie beispielsweise eines Aktuators, eingerichtet
ist, wobei ferner das Trägergehäuse wenigstens einen Elektronikträger aufnimmt, und
wobei das Schlossgehäuse und das Trägergehäuse mediendicht miteinander verbunden sind,
wobei das Trägergehäuse und der Elektronikträger eine vormontierte Baueinheit definieren,
die unter Zwischenschaltung wenigstens einer Dichtung mit dem Schlossgehäuse modular
gekoppelt ist, und wobei die vormontierte Baueinheit zusätzlich einen Basisträger,
beispielsweise Elektrokomponententräger aufweist. Zur Lösung dieser technischen Problemstellung
ist eine gattungsgemäße Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung im Rahmen der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, dass der Basisträger einen Sensor aufnimmt, wobei der Sensor
berührungslos arbeitet. Das Schlossgehäuse definiert zusammen mit dem Trägergehäuse
in montiertem Zustand ein Gehäuse, welches dann noch mit dem das Gesperre lagernden
Schlosskasten insgesamt zum Kraftfahrzeug-Schloss, insbesondere Kraftfahrzeug-Türschloss,
vereinigt wird.
[0010] Im Rahmen der Erfindung gehen folglich das Schlossgehäuse und das Trägergehäuse nach
wie vor und unverändert eine mediendichte Verbindung miteinander ein. Dadurch werden
die im Schlossgehäuse und Trägergehäuse aufgenommenen und eingehausten Komponenten,
d. h. das gesperreseitige Bauteil, wie beispielsweise der Aktuator einerseits und
der Elektronikträger andererseits, geschützt im Innern des zusammengesetzten Gehäuses
aus dem Schlossgehäuse und dem Trägergehäuse aufgenommen. Das fragliche Gehäuse ist
dabei wenigstens zweiteilig ausgebildet, setzt sich nämlich aus dem Schlossgehäuse
und dem Trägergehäuse zusammen. Meistens besteht das fragliche Gehäuse abschließend
aus dem Schlossgehäuse und dem Trägergehäuse, wenngleich grundsätzlich auch weitere
Gehäuseteile hinzutreten können. Regelmäßig sind jedoch lediglich das Schlossgehäuse
und das Trägergehäuse realisiert, die mediendicht miteinander verbunden sind und auf
diese Weise das zusammengesetzte Gehäuse definieren und festlegen.
[0011] Das Trägergehäuse und der Elektronikträger bilden zusätzlich eine vormontierte Baueinheit.
Diese Baueinheit wird unter Zwischenschaltung wenigstens einer Dichtung mit dem Schlossgehäuse
modular gekoppelt. Durch die modulare Kopplung definieren das Trägergehäuse und der
Elektronikträger bzw. die vormontierte Baueinheit einerseits und das Schlossgehäuse
andererseits jeweils Module bzw. Bauelemente, die über eine mechanische Schnittstelle
miteinander verbunden sind, die wiederum mithilfe der Dichtung mediendicht verschlossen
wird. Der modulare Charakter sowohl des Trägergehäuses inklusive Elektronikträger
bzw. der zugehörigen vormontierten Baueinheit als auch des Schlossgehäuses eröffnet
nun die Möglichkeit, sowohl das Trägergehäuse bzw. den Elektronikträger als auch das
Schlossgehäuse an die jeweiligen Anforderungen hinsichtlich Funktion und/oder Anbringungsort
problemlos anpassen zu können.
[0012] Beispielsweise weist der Elektronikträger in der Regel Elektronikbauteile auf, die
meistens und obligatorisch eine Steuereinheit umfassen. Zusätzlich können noch ein
oder mehrere Sensoren vorgesehen werden. Je nach Funktionsanforderung ist es möglich,
dass der fragliche Elektronikträger zusätzlich mit einer oder mehreren Energiequellen
bzw. Notenergiequellen ausgerüstet ist. Mithilfe dieser Energiequelle kann beispielsweise
eine Notbestromung des Aktuators vorgenommen werden, um auch bei einem Ausfall einer
Fahrzeugbatterie dennoch ein elektrisches Entriegeln, ein elektrisches Öffnen etc.
des Gesperres bewerkstelligen zu können.
[0013] Die fragliche Energiequelle bzw. Notenergiequelle mag dabei als Batterie, Kondensator
etc. einzeln oder in Kombination ausgebildet sein. Sofern eine solche ''Notbestromung''
im Beispielfall nicht erforderlich ist, können der Elektronikträger und das ihn aufnehmende
Trägergehäuse anders und in der Regel kleinbauender und kompakter ausgelegt werden.
Gleichwohl ist aufgrund der modularen Kopplung mit dem Schlossgehäuse die an dieser
Stelle realisierte mechanische Schnittstelle der Baueinheit zum Schlossgehäuse unverändert
ausgelegt. Dadurch kann im Beispielfall ein und dasselbe Schlossgehäuse mit unterschiedlichen
vormontierten Baueinheiten aus dem Trägergehäuse und dem Elektronikträger modular
gekoppelt werden, nämlich im Beispielfall in einer ersten Version mit Notenergiequelle
und einer zweiten Version ohne Notenergiequelle. Selbstverständlich sind auch andere
Varianten denkbar.
[0014] Auf diese Weise kann unter Beibehaltung des Grundkonzeptes der erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung sowohl den unterschiedlichen Funktionen (mit
oder ohne Notenergiequelle) als auch wechselnden Ein- oder Anbauorten Rechnung getragen
werden. Denn je nach dem beispielsweise am Einbauort zur Verfügung stehenden Einbauraum
kann grundsätzlich natürlich auch die Auslegung der Notenergiequelle hinsichtlich
ihres Energiespeicherinhaltes verändert werden. Das alles geschieht unter Beibehaltung
der mechanischen Schnittstelle zwischen der vormontierten Baueinheit aus dem Trägergehäuse
und dem Elektronikträger einerseits und dem Schlossgehäuse andererseits. Dadurch,
dass die Schnittstelle mithilfe der wenigstens einen Dichtung verschlossen wird, steht
nach wie vor und unverändert die gewünschte mediendichte Verbindung zwischen dem Schlossgehäuse
und dem Trägergehäuse nach ihrer Vereinigung zu dem Gehäuse zur Verfügung.
[0015] Da erfindungsgemäß auch das Schlossgehäuse mit der Baueinheit modular gekoppelt ist
bzw. werden kann, lässt sich auch das Schlossgehäuse an die jeweils gewünschte Funktion
respektive den Einbauort problemlos anpassen. Eine solche Anpassung kann beispielsweise
dergestalt vorgenommen werden, dass das gesperreseitige Bauteil, wie beispielsweise
der Aktuator, je nach den spezifischen Anforderungen ausgewählt und austauschbar im
Schlossgehäuse aufgenommen wird. So ist es denkbar, den Aktuator aus einem Elektromotor
plus Getriebe oder ohne Getriebe auszulegen. Darüber hinaus kann je nach den vom Aktuator
aufzubauenden Kräften, beispielsweise zum Öffnen des Gesperres mit unterschiedlich
ausgelegten (übersetzten) Getrieben, gearbeitet werden.
[0016] Auch in diesem Fall sorgt die modulare Kopplung zwischen der Baueinheit und dem Schlossgehäuse
dafür, dass das Schlossgehäuse unter Beibehaltung der mechanischen Schnittstelle zu
der Baueinheit einwandfrei und modular mit der fraglichen Baueinheit gekoppelt werden
kann, wobei die zusätzlich vorgesehene Dichtung für den mediendichten Verschluss der
fraglichen mechanischen Schnittstelle sorgt. D. h., die mechanische Schnittstelle
des Schlossgehäuses zu der vormontierten Baueinheit wird beibehalten, und zwar unabhängig
davon, ob das Schlossgehäuse im geschilderten Beispielfall einen Aktuator mit lediglich
einem Elektromotor, einen Aktuator mit hoch übersetztem Getriebe, einen Aktuator mit
niedrig übersetztem Getriebe etc. wahlweise in seinem Innern aufnimmt.
[0017] Die mediendichte Kopplung zwischen der vormontierten Baueinheit und dem Schlossgehäuse
unter Berücksichtigung der beibehaltenen mechanischen Schnittstelle sorgt in jedem
Fall und durchgängig für die mediendichte Einhausung sowohl des Aktuators wie auch
des Elektronikträgers in dem zusammengesetzten Gehäuse. Hierin sind die wesentlichen
Vorteile zu sehen.
[0018] Erfindungsgemäß weist die vormontierte Baueinheit aus dem Trägergehäuse und dem Elektronikträger
zusätzlich einen Basisträger auf. Bei dem Basisträger kann es sich um einen Elektrokomponententräger
handeln, also einen Träger für Elektrokomponenten, beispielsweise zur Aufnahme wenigstens
eines Sensors. Der fragliche Elektrokomponententräger verfügt zu diesem Zweck typischerweise
über eingelegte oder aufgebrachte elektrische Leiterbahnen. Diese können auch in Form
eines durch Kunststoff umspritzten Stanzgitters zur Verfügung gestellt werden. Jedenfalls
stellt der Elektrokomponententräger seinerseits eine einbaufertige Einheit dar, die
im Beispielfall wenigstens einen Sensor aufweist und trägt sowie elektrisch kontaktiert.
[0019] Erfindungsgemäß arbeitet der vom Basisträger oder auch vom Elektrokomponententräger
getragene und hierauf montierte Sensor berührungslos. Auf diese Weise ist eine mechanische
Verbindung zwischen einerseits dem fraglichen Sensor und andererseits beispielsweise
dem Gesperre, einem mit dem Gesperre wechselwirkenden Hebel etc. nicht erforderlich.
Grundsätzlich können der Elektronikträger und der Basisträger auch zusammenfallen.
Dann wird man beispielsweise auf einen durchgängigen Elektrokomponententräger zurückgreifen.
[0020] Dabei ist die Auslegung meistens so getroffen, dass der Basisträger zwischen dem
Elektronikträger und dem Schlossgehäuse angeordnet ist. Dadurch besteht die weitergehende
Möglichkeit, dass der Basisträger mit dem Elektronikträger über eine elektrische Schnittstelle
gekoppelt ist. Bei dieser elektrischen Schnittstelle handelt es sich beispielhaft
um eine elektrische Steckverbindung. Zu diesem Zweck kann der Basisträger mit beispielsweise
Steckerstiften ausgerüstet sein, die in eine Steckerbuchse des Elektronikträgers zur
elektrischen Kontaktierung eingreifen. Grundsätzlich kann auch umgekehrt vorgegangen
werden. In diesem Fall verfügt der Elektronikträger über die fraglichen elektrischen
Steckerstifte, die in die Steckerbuchse am Basisträger eingreifen. So oder so wird
durch die Vereinigung des Basisträgers mit dem Elektronikträger zugleich für ihre
mechanische und elektrische Verbindung gesorgt.
[0021] Der Basisträger und der Elektronikträger sind dabei in der Regel zusammengenommen
im Trägergehäuse angeordnet und werden von dem Trägergehäuse aufgenommen. Außerdem
ist die Auslegung meistens so getroffen, dass das Trägergehäuse, der Elektronikträger
und der Basisträger in diesem Fall die vormontierte Baueinheit definieren, die unter
Zwischenschaltung der wenigstens einen Dichtung mit dem Schlossgehäuse modular gekoppelt
werden bzw. sind. Auf diese Weise ist die elektrische Schnittstelle vorteilhaft gekapselt
innerhalb der Baueinheit angeordnet.
[0022] Des Weiteren empfiehlt die Erfindung, dass vorteilhaft und zusätzlich eine das Gesperre
lagernde Schlossplatte vorgesehen ist. Die Schlossplatte kann ihrerseits mit dem zuvor
bereits erläuterten Gehäuse modular verbunden werden. Wie bereits erläutert, setzt
sich das Gehäuse in der Regel aus dem Trägergehäuse und dem Schlossgehäuse zusammen,
und zwar meistens abschließend. Das fragliche Gehäuse kann nun mit der Schlossplatte
erfindungsgemäß wiederum modular gekoppelt bzw. verbunden werden. Dabei ist das betreffende
Gehäuse erfindungsgemäß gegenüber der Schlossplatte abgedichtet. Dazu wird meistens
zusätzlich so vorgegangen, dass das gesperreseitige Bauteil im Schlossgehäuse über
eine Dichtung nach außerhalb geführt ist.
[0023] Da es sich bei dem gesperreseitigen Bauteil im Schlossgehäuse meistens um den Aktuator
handelt, bedeutet dies, dass der Aktuator mithilfe der fraglichen Dichtung nach außerhalb
geführt ist, sodass auf diese Weise insgesamt das Gehäuse gegenüber der Schlossplatte
abgedichtet ist und abgedichtet werden kann. Denn der Aktuator kann auf das Gesperre
arbeiten, und zwar unter Berücksichtigung der zwischengeschalteten Dichtung, mit deren
Hilfe er aus dem Gehäuse nach außerhalb geführt wird. Dadurch lässt sich das Gehäuse
insgesamt mediendicht und hermetisch geschlossen auslegen.
[0024] Die modulare Verbindung zwischen dem Gehäuse und der Schlossplatte drückt wiederum
aus und meint erfindungsgemäß, dass zwischen dem Gehäuse und der Schlossplatte eine
standardisierte mechanische Schnittstelle realisiert ist, die beibehalten wird, und
zwar ungeachtet der spezifischen Auslegung des Gehäuses einerseits bzw. der Schlossplatte
respektive des von ihr getragenen Gesperres andererseits. So ist es denkbar, dass
die Schlossplatte unter Beibehaltung der mechanischen Schnittstelle zum Gehäuse grundsätzlich
zur Aufnahme von Gesperren mit beispielsweise unterschiedlich ausgelegter Drehfalle
und/oder Sperrklinke ausgebildet ist. Auch das Gehäuse kann verschiedenartig aufgebaut
sein, beispielsweise in Abhängigkeit davon, ob die zuvor bereits angesprochene ''Notbestromung''
als Funktion gewünscht wird und erforderlich ist oder nicht.
[0025] Im Unterschied zur mechanischen Schnittstelle zwischen der vormontierten Baueinheit
aus dem Trägergehäuse, dem Elektronikträger und gegebenenfalls dem Basisträger und
dem Schlossgehäuse ist die mechanische Schnittstelle zwischen dem Gehäuse und der
Schlossplatte nicht notwendigerweise mit einer Dichtung ausgerüstet. Tatsächlich ist
eine solche Dichtung im Bereich dieser mechanischen Schnittstelle entbehrlich, weil
das Gehäuse gegenüber der Schlossplatte abgedichtet ist. D. h., das Gehäuse ist insgesamt
hermetisch gegenüber Medien, wie beispielsweise Wasser, Staub, Fett etc., abgedichtet.
Gleichwohl kann das gesperreseitige Bauteil im Innern des Schlossgehäuses und damit
des Gehäuses insgesamt auf das seitens der Schlossplatte getragene und hieran gelagerte
Gesperre arbeiten. Das gelingt dadurch, dass das fragliche gesperreseitige Bauteil
über die Dichtung nach außerhalb des Gehäuses geführt wird und im Zuge der mechanischen
Kopplung des Gehäuses mit der Schlossplatte in Eingriff mit dem Gesperre gebracht
werden kann.
[0026] Im Ergebnis wird eine Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung im Rahmen der Erfindung
zur Verfügung gestellt, die durch ihren modularen Charakter eine flexible Anpassung
an unterschiedliche gewünschte Funktionen innerhalb eines Kraftfahrzeuges ebenso ermöglicht
wie die Anbringung an unterschiedlichen Positionen bzw. unter Berücksichtigung verschieden
gestalteter Einbauorte. Trotz dieser Flexibilität werden die wesentlichen Komponenten
der erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung, namentlich beispielsweise
der Aktuator, eine Steuereinheit sowie Sensoren, mediendicht geschützt im Gehäuse
aufgenommen.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- die erfindungsgemäße Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung in einer perspektivischen
Explosionsdarstellung,
- Fig. 2
- einen Teilschritt bei der Vereinigung von Gehäuse und Schlossplatte sowie
- Fig. 3
- die Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung in zusammengebautem und einbaufertigen
Zustand.
[0028] In den Figuren ist eine Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung dargestellt, die in
ihren Grundzügen aus einem Schlossgehäuse 1, einem Trägergehäuse 2 und einer Schlossplatte
3 zusammengesetzt ist. Das erkennt man bei einer vergleichenden Betrachtung der Figuren
1 bis 3. Das Schlossgehäuse 1 und das Trägergehäuse 2 definieren insgesamt ein Gehäuse
1, 2 aus dem Schlossgehäuse 1 und dem Trägergehäuse 2. Das Gehäuse 1, 2 wird seinerseits
entsprechend der Darstellung in der Fig. 2 mit der Schlossplatte 3 zu der erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung bzw. einem Kraftfahrzeug-Schloss vereinigt
und gekoppelt.
[0029] Das Schlossgehäuse 1 ist zu diesem Zweck zur Aufnahme eines gesperreseitigen Bauteils
6, 7, 8 eingerichtet, bei dem es sich um einen Aktuator 6, 7, 8 handelt. Der Aktuator
6, 7, 8 setzt sich nach dem Ausführungsbeispiel im Wesentlichen aus einem Elektromotor
6, einem vom Elektromotor 6 beaufschlagten Getriebe 7 und schließlich einem an das
Getriebe 7 ausgangsseitig angeschlossenen Stellhebel 8 zusammen. Der Aktuator 6, 7,
8 arbeitet nach dem Ausführungsbeispiel auf ein in bzw. an der Schlossplatte 3 gelagertes
Gesperre 9, 10 mit Drehfalle 9 und Sperrklinke 10.
[0030] Konkret sorgt der Stellhebel 8 bei einer Bestromung des Aktuators 6, 7, 8 bzw. des
Elektromotors 6 dafür, dass die Sperrklinke 10 von ihrem Eingriff mit der Drehfalle
9 abgehoben wird. Dazu ist der Stellhebel 8 frontseitig mit einer Eingriffsöffnung
8a ausgerüstet, in die ein Betätigungszapfen 10a an der Sperrklinke 10 eingreift,
sobald das Gehäuse 1, 2 mit der Schlossplatte 3 und dem darauf gelagerten Gesperre
9, 10 gekoppelt ist.
[0031] Anhand der Fig. 1 erkennt man, dass das Trägergehäuse 2 wenigstens einen Elektronikträger
4 aufnimmt. Nach dem Ausführungsbeispiel und nicht einschränkend ist das Trägergehäuse
2 nicht nur zur Aufnahme des Elektronikträgers 4, sondern zusätzlich auch zur Aufnahme
eines Basisträgers 5 eingerichtet und ausgelegt. Der Basisträger 5 ist dabei zwischen
dem Elektronikträger 4 und dem Schlossgehäuse 1 angeordnet. Der Elektronikträger 4
kann in diesem Zusammenhang eine Steuereinheit 11 sowie eine oder mehrere Energiequellen
bzw. Notenergiequellen 12 aufnehmen. Der Basisträger 5 dient seinerseits zur Aufnahme
und Kontaktierung einer oder mehrerer Sensoren 13.
[0032] Man erkennt, dass der Elektronikträger 4 und der Basisträger 5 über eine elektrische
Schnittstelle 14, 15 miteinander elektrisch (und mechanisch) gekoppelt sind. Die elektrische
Schnittstelle 14, 15 setzt sich nach dem Ausführungsbeispiel aus Steckerstiften 14
am Basisträger 5 und einer zugehörigen Steckerbuchse 15 am Elektronikträger 4 zusammen.
Sobald die Steckerstifte 14 in die Steckerbuchse 15 eingreifen, sind der Basisträger
5 und der Elektronikträger 4 miteinander vereinigt und sowohl mechanisch als auch
elektrisch miteinander gekoppelt. Das Trägergehäuse 2 und der Elektronikträger 4 bzw.
der Basisträger 5 definieren insgesamt eine vormontierte Baueinheit 2, 4, 5. Diese
Baueinheit 2, 4, 5 ist nun erfindungsgemäß unter Zwischenschaltung wenigstens einer
Dichtung 16 mit dem Schlossgehäuse 1 gekoppelt, und zwar modular. Die Dichtung 16
sorgt in diesem Zusammenhang dafür, dass das Schlossgehäuse 1 und das Trägergehäuse
2 mediendicht miteinander verbunden sind und in montiertem Zustand das Gehäuse 1,
2 definieren.
[0033] Zu diesem Zweck handelt es sich bei der Dichtung 16 um eine separat aufgebrachte
Dichtung aus beispielsweise EPDM (Ethylen-Propylen-DienKautschuk). Selbstverständlich
können an dieser Stelle auch andere elastomere Kunststoffe wie NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk),
SBR (Styrol-Butadien-Kautschuk) aber auch Naturkautschuk (NR) eingesetzt werden. Grundsätzlich
kann die Dichtung auch als Mehrkomponentenbauteil ausgebildet sein, beispielsweise
als Flüssigdichtung mit Härter. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Dichtung
16 zu verkleben. Zur Aufnahme der Dichtung 16 mag ein randseitig des Schlossgehäuses
1 umlaufender Dichtungskanal vorgesehen sein.
[0034] In diesen sämtlichen Fällen wird die an dieser Stelle realisierte mechanische Schnittstelle
zwischen der Baueinheit 2, 4, 5 und dem Schlossgehäuse 1 mithilfe der Dichtung 16
mediendicht verschlossen, in der Regel unter Realisierung der sogenannten IP-Schutzklasse
67. Die Klassifizierung erfolgt dabei entsprechend der DIN EN 60529 dergestalt, dass
einerseits ein vollständiger Schutz gegen Berührung (6) und andererseits ein Schutz
gegen Wassereindringen bei zeitweiligem Untertauchen (ca. eine halbe Stunde bei bis
zu 1 m Tiefe) entsprechend der Klasse 7 gewährleistet ist, was selbstverständlich
nur beispielhaft und nicht einschränkend gilt.
[0035] Wie bereits erläutert, definieren das Trägergehäuse 2 und der Elektronikträger 4
bzw. die Kombination aus dem Elektronikträger 4 und dem Basisträger 5 die bereits
angesprochene vormontierte Baueinheit 2, 4, 5, die ihrerseits unter Zwischenschaltung
der Dichtung 16 mit dem Schlossgehäuse 1 gekoppelt wird, und zwar modular. Das bedeutet,
dass die mechanische Schnittstelle zwischen dem Trägergehäuse 2 bzw. der Baueinheit
2, 4, 5 einerseits und dem Schlossgehäuse 1 andererseits beibehalten wird, und zwar
auch dann, wenn an dieser Stelle ein anders ausgebildetes Trägergehäuse 2 Verwendung
findet. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die einleitend bereits beschriebene
''Notbestromung'' nicht benötigt wird und folglich die zusätzliche Energiequelle 12
bzw. die mehreren Energiequellen 12 auf dem Elektronikträger 4 nicht benötigt werden.
Gleiches gilt für den Fall, dass im Innern des Schlossgehäuses 1 ein anders aufgebauter
Aktuator 6, 7, 8 aufgenommen wird, beispielsweise ein solcher, der über ein vom Getriebe
7 abweichendes Getriebe verfügt, was im Einzelnen jedoch nicht dargestellt ist.
[0036] Man erkennt, dass die elektrische Schnittstelle 14, 15 gekapselt innerhalb der Baueinheit
2, 4, 5 angeordnet ist und folglich vor Medieneinflüssen geschützt wird. Außerdem
arbeiten die Sensoren 13 in der Regel berührungslos. Dadurch kann das Gehäuse 1, 2
aus dem Trägergehäuse 2 und dem Schlossgehäuse 1 entsprechend der Darstellung in der
Fig. 2 gegenüber der Schlossplatte 3 abgedichtet werden. Diese Abdichtung erkennt
man insbesondere in der Fig. 1 und sie manifestiert sich hier in einer Dichtung 17.
Tatsächlich sorgt die Dichtung 17 dafür, dass das gesperreseitige Bauteil 6, 7, 8
bzw. der Aktuator 6, 7, 8 über die fragliche Dichtung 17 nach außerhalb des Schlossgehäuses
1 geführt werden kann. Dadurch kann das gesperreseitige Bauteil bzw. der Aktuator
6, 7, 8 mit dem Gesperre 9, 10 in Eingriff gebracht werden.
[0037] Zu diesem Zweck handelt es sich bei der Dichtung 17 im Beispielfall um eine Faltenbalgdichtung,
weil der hierdurch konkret geführte Stellhebel 8 in seiner Längsrichtung eine Linearbewegung
vollführt. Die Dichtung 17 bzw. die Faltenbalgdichtung kann nun auf diese Weise problemlos
etwaigen Linearbewegungen der Stellhebels 8 folgen. Zugleich stellt die Dichtung 17
sicher, dass das Gehäuse 1, 2 aus dem Schlossgehäuse 1 und dem Trägergehäuse 2 unter
Zwischenschaltung der Dichtung 17 insgesamt hermetisch geschlossen ausgebildet ist.
[0038] Sobald nun das Gehäuse 1, 2 entsprechend der Darstellung in der Fig. 2 mit der Schlossplatte
3 vereinigt wird, taucht der Betätigungszapfen 10a an der Sperrklinke 10 in die zugehörige
Eingriffsöffnung 8a im Stellhebel 8 ein, sodass in montiertem Zustand entsprechend
der Wiedergabe in der Fig. 3 der Aktuator 6, 7, 8 das Gesperre 9, 10 im Beispielfall
öffnen kann. Das stellt selbstverständlich nur eine mögliche Funktion dar. Genauso
gut könnte der Aktuator 6, 7, 8 für eine Zuziehbewegung oder Schließbewegung des Gesperres
9, 10 sorgen.
[0039] Da an dieser Stelle und darüber hinaus die im Innern des Gehäuses 1, 2 aufgenommenen
Sensoren 13 bzw. der wenigstens eine Sensor 13 berührungslos arbeitet, können etwaige
Stellbewegungen des Aktuators 6, 7, 8 und damit auch des Gesperres 9, 10 dennoch erfasst
werden. Beispielsweise mag es sich bei dem Sensor 13 um einen Hall-Sensor handeln,
der die Bewegungen korrespondierender Permanentmagnete erfasst. An der hermetisch
geschlossenen Ausbildung des Gehäuses 1, 2 gegenüber der Schlossplatte 3 ändert dies
nichts. Da ferner der Sensor bzw. die Sensoren 13 am Basisträger 5 angeordnet sind
und der Basisträger 5 in der Regel als Elektrokomponententräger ausgebildet ist, gelangen
entsprechende Signale des Sensors 13 bzw. der mehreren Sensoren 13 über die elektrische
Steckverbindung 14, 15 unmittelbar zur Steuereinheit 11 am Elektronikträger 4, die
dementsprechend je nach Signalen des Sensors bzw. der mehreren Sensoren 13 den Aktuator
6, 7, 8 ansteuert bzw. ansteuern kann.
[0040] Das Schlossgehäuse 1 ist ebenso wie das Trägergehäuse 2 regelmäßig aus Kunststoff
hergestellt. Tatsächlich handelt es sich hierbei typischerweise um ein Kunststoffspritzgussteil.
Demgegenüber ist die Schlossplatte 3 zur Lagerung des Gesperres 9, 10 massiv aus Metall
bzw. Stahl ausgebildet. Außerdem erkennt man bei einem Vergleich der Figuren 1 bis
3, dass die Schlossplatte 3 in Seitenansicht brückenartig ausgeführt ist und in einer
entsprechenden an die Brückenform angepassten Aufnahme im Innern des Gehäuses 1, 2
aufgenommen wird, sodass nach außen hin eine insgesamt ebene Fläche zur Verfügung
gestellt wird, mit deren Hilfe die Schlossplatte 3 beispielsweise im Innern an einer
Kraftfahrzeug-Tür angebracht wird.
Bezugszeichenliste:
[0041]
- 1
- Schlossgehäuse
- 1, 2
- Gehäuse
- 2
- Trägergehäuse
- 2, 4, 5
- Baueinheit
- 3
- Schlossplatte
- 4
- Elektronikträger
- 5
- Basisträger
- 6
- Elektromotor
- 6, 7, 8
- gesperreseitiges Bauteil, Aktuator
- 7
- Getriebe
- 8
- Stellhebel
- 8a
- Eingriffsöffnung
- 9
- Drehfalle
- 9, 10
- Gesperre
- 10
- Sperrklinke
- 10a
- Betätigungszapfen
- 11
- Steuereinheit
- 12
- Energiequelle, Notenergiequelle
- 13
- Sensor
- 14
- Steckerstifte
- 14, 15
- elektrische Schnittstelle, Steckverbindung
- 15
- Steckerbuchse
- 16
- Dichtung
- 17
- Dichtung
1. Kraftfahrzeug-Schloss-Gehäuseanordnung, mit wenigstens einem Schlossgehäuse (1) und
einem Trägergehäuse (2), wobei das Schlossgehäuse (1) zur Aufnahme zumindest eines
gesperreseitigen Bauteils (6, 7, 8), wie beispielsweise eines Aktuators (6, 7, 8),
eingerichtet ist, wobei ferner das Trägergehäuse (2) wenigstens einen Elektronikträger
(4) aufnimmt, und wobei das Schlossgehäuse (1) und das Trägergehäuse (2) mediendicht
miteinander verbunden sind, wobei das Trägergehäuse (2) und der Elektronikträger (4)
eine vormontierte Baueinheit (2, 4, 5) definieren, die unter Zwischenschaltung wenigstens
einer Dichtung (16) mit dem Schlossgehäuse (1) modular gekoppelt ist, und wobei die
vormontierte Baueinheit (2, 4, 5) zusätzlich einen Basisträger (5), beispielsweise
Elektrokomponententräger aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisträger (5) einen Sensor (13) aufnimmt, wobei der Sensor (13) berührungslos
arbeitet.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisträger (5) zwischen dem Elektronikträger (4) und dem Schlossgehäuse (1)
angeordnet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisträger (5) und der Elektronikträger (4) über eine elektrischen Schnittstelle
(14, 15), beispielsweise eine elektrische Steckverbindung (14, 15), miteinander gekoppelt
sind.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (14, 15) gekapselt innerhalb der Baueinheit (2, 4, 5) angeordnet
ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich eine ein Gesperre (9, 10) lagernde Schlossplatte (3) vorgesehen ist.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlossplatte (3) mit einem Gehäuse (1, 2) aus dem Schlossgehäuse (1) und dem
Trägergehäuse (2) modular verbunden ist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1, 2) gegenüber der Schlossplatte (3) abgedichtet ist.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das gesperreseitige Bauteil (6, 7, 8) im Schlossgehäuse (1) über eine Dichtung (17)
nach außerhalb, beispielsweise zum Eingriff in das Gesperre (9, 10), geführt ist.
1. Motor vehicle latch housing arrangement, comprising at least one latch housing (1)
and a carrier housing (2), wherein the latch housing (1) is configured to accommodate
at least one locking-mechanism-side structural component (6, 7, 8), such as an actuator
(6, 7, 8), wherein the carrier housing (2) further accommodates at least one electronics
carrier (4), and wherein the latch housing (1) and the carrier housing (2) are connected
to one another in a media-impermeable manner, wherein the carrier housing (2) and
the electronics carrier (4) define a pre-assembled structural unit (2, 4, 5) which
is modularly coupled to the latch housing (1) by means of the interposition of at
least one seal (16), and wherein the pre-assembled structural unit (2, 4, 5) additionally
has a base carrier (5), for example an electrical component carrier, characterized in that the base carrier (5) accommodates a sensor (13), wherein the sensor (13) operates
contactlessly.
2. Arrangement according to claim 1, characterized in that the base carrier (5) is arranged between the electronics carrier (4) and the latch
housing (1).
3. Arrangement according to either claim 1 or 2, characterized in that the base carrier (5) and the electronics carrier (4) are coupled to one another via
an electrical interface (14, 15), for example via an electrical plug connection (14,
15).
4. Arrangement according to claim 3, characterized in that the interface (14, 15) is arranged to be fully enclosed within the structural unit
(2, 4, 5).
5. Arrangement according to any of claims 1 to 4, characterized in that a latch plate (3), on which a locking mechanism (9, 10) is mounted, is additionally
provided.
6. Arrangement according to claim 5, characterized in that the latch plate (3) is modularly connected to a housing (1, 2) consisting of the
latch housing (1) and the carrier housing (2).
7. Arrangement according to claim 6, characterized in that the housing (1, 2) is sealed with respect to the latch plate (3).
8. Arrangement according to claim 7, characterized in that, in the latch housing (1), the locking-mechanism-side structural component (6, 7,
8) is guided via a seal (17) to the outside, for example to engage in the locking
mechanism (9, 10).
1. Ensemble boîtier de serrure de véhicule automobile, comportant au moins un boîtier
de serrure (1) et un boîtier de support (2), dans lequel le boîtier de serrure (1)
est conçu pour recevoir au moins une pièce (6, 7, 8) côté mécanisme de verrouillage,
comme par exemple un actionneur (6, 7, 8), dans lequel le boîtier de support (2) reçoit
en outre au moins un support électronique (4), et dans lequel le boîtier de serrure
(1) et le boîtier de support (2) sont reliés l'un à l'autre de manière étanche aux
fluides, dans lequel le boîtier de support (2) et le support électronique (4) définissent
une unité modulaire (2, 4, 5) préassemblée qui est accouplée de manière modulaire
au boîtier de serrure (1) avec interposition d'au moins un joint d'étanchéité (16),
et dans lequel l'unité modulaire (2, 4, 5) préassemblée présente en outre un support
de base (5), par exemple un support de composant électrique, caractérisé en ce que le support de base (5) reçoit un capteur (13), dans lequel le capteur (13) fonctionne
sans contact.
2. Ensemble selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support de base (5) est disposé entre le support électronique (4) et le boîtier
de serrure (1).
3. Ensemble selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le support de base (5) et le support électronique (4) sont accouplés l'un à l'autre
par l'intermédiaire d'une interface (14, 15) électrique, par exemple un moyen de liaison
électrique par enfichage (14, 15).
4. Ensemble selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'interface (14, 15) est encapsulée à l'intérieur de l'unité modulaire (2, 4, 5).
5. Ensemble selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une plaque de serrure (3) soutenant un mécanisme de verrouillage (9, 10) est en outre
prévue.
6. Ensemble selon la revendication 5, caractérisé en ce que la plaque de serrure (3) est reliée de manière modulaire à un boîtier (1, 2) constitué
du boîtier de serrure (1) et du boîtier de support (2).
7. Ensemble selon la revendication 6, caractérisé en ce que le boîtier (1, 2) est rendu étanche par rapport à la plaque de serrure (3).
8. Ensemble selon la revendication 7, caractérisé en ce que la pièce (6, 7, 8) côté mécanisme de verrouillage est guidée vers l'extérieur dans
le boîtier de serrure (1), par exemple pour venir en prise dans le mécanisme de verrouillage
(9, 10), par l'intermédiaire d'un joint d'étanchéité (17).