[0001] Die Erfindung betrifft eine Basisstation für ein Reinigungsgerät, aufweisend mindestens
eine Ladeeinrichtung für das Reinigungsgerät und mindestens eine Absaugvorrichtung
für Sauggut aus dem Reinigungsgerät. Die Absaugvorrichtung weist mindestens eine erste
Saugschnittstelle zum Verbinden mit dem Reinigungsgerät, mindestens einen Saugmotor
und mindestens ein Filtermittel auf. Ferner betrifft die Erfindung eine Reinigungsvorrichtung,
ein System mit Basisstation und Reinigungsvorrichtung, ein Computerprogrammprodukt
sowie ein Verfahren zum Betrieb einer Reinigungsstation für ein Reinigungsgerät.
[0002] Basisstationen zum Laden eines Energiespeichers, z. B. eines Akkus, des Reinigungsgeräts
mit einer zusätzlichen Funktion zum Entleeren oder Reinigen eines Abscheidemittels
eines Reinigungsgeräts, insbesondere eines Staubsaugers, sind im Stand der Technik
in einer Vielzahl von Ausgestaltungen bekannt. Das Reinigungsgerät ist beispielsweise
ein handgeführter oder auch selbsttätig fahrbarer Akkustaubsauger, insbesondere ein
Saugroboter. Das Reinigungsgerät weist mindestens ein Abscheidemittel auf, um mindestens
einen Saugluftstrom von Sauggut zu reinigen. Zur Entleerung bzw. Reinigung des Abscheidemittels,
beispielsweise eines Sauggutraumes des Abscheidemittels, wird das Reinigungsgerät
mit der Basisstation verbunden. Dabei werden geeignete Strömungspfade zumindest zwischen
dem Abscheidemittel des Reinigungsgeräts und dem Filtermittel der Basisstation hergestellt
und das Sauggut wird vom Abscheidemittel zum Filtermittel befördert.
[0003] Derartige Basisstationen weisen im Zusammenwirken mit einem elektrisch betriebenen
Reinigungsgerät bereits einen sehr großen Funktionsumfang auf. Gleichwohl besteht
stets ein Bedarf, den Funktionsumfang einer Basisstation zu erweitern, insbesondere
um dadurch die Anzahl an erforderlichen Geräten für Reinigungsaufgaben im Haushalt
zu reduzieren.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Basisstation, eine
Reinigungsvorrichtung und ein System anzugeben, die einen gesteigerten Funktionsumfang
für Reinigungsaufgaben bereitstellen.
[0005] Die vorgenannte Aufgabe ist bei einer gattungsgemäßen Basisstation mit dem Merkmalsinhalt
des Kennzeichenteils des Anspruchs 1 gelöst, nämlich dadurch, dass die Basisstation
mindestens ein Aktivierungsmittel zum manuellen Aktivieren der Absaugvorrichtung durch
einen Benutzer aufweist.
[0006] Manuell betriebene, staubaufnehmende Reinigungsvorrichtungen, z. B. Staubwedel, die
für eine mehrmalige Verwendung vorgesehen sind, können nur durch unhygienisches Ausschütteln
oder durch eine umständliche Inbetriebnahme eines üblichen Staubsaugers von dem aufgenommenen
Staub befreit und wieder für einen Reinigungsvorgang vorbereitet werden.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Idee zugrunde, eine vorhandene Basisstation
zum Laden und Reinigen von akkubetriebenen Reinigungsgeräten dahingehend zu erweitern,
die Absaugvorrichtung für das Reinigungsgerät - in Abwesenheit des Reinigungsgeräts
- durch einen Benutzer manuell aktivierbar zu gestalten, um manuell betriebene Reinigungsvorrichtungen
mit der Absaugvorrichtung reinigen zu können. Dazu aktiviert ein Benutzer - bei nicht
in einer Serviceposition an der Basisstation befindlichem Reinigungsgerät - die Absaugvorrichtung
mittels des Aktivierungsmittels und hält anschließend die zu reinigende, handgeführte
Reinigungsvorrichtung, insbesondere einen Reinigungsbereich der Reinigungsvorrichtung,
vor die erste Saugschnittstelle. Die Absaugvorrichtung wird, z. B. für eine vorbestimmte
Zeitdauer, aktiviert und der Benutzer kann die Reinigungsvorrichtung an der Mündung
der Saugschnittstelle der Basisstation mit Hilfe des dort wirkenden Unterdrucks abreinigen.
Der von der Reinigungsvorrichtung abgelöste Schmutz wird von dem Saugluftstrom aufgenommen
und in das Filtermittel der Basisstation transportiert.
[0008] Die Erfindung weist gegenüber dem Stand der Technik den Vorteil auf, dass eine ohnehin
vorhandene Basisstation einen Zusatznutzen erhält, der für einen Benutzer die Hygiene
und den Komfort bei der Verwendung von handgeführten, manuellen Reinigungsvorrichtungen
deutlich steigert.
[0009] Die Aktivierung der Absaugvorrichtung durch einen Benutzer lässt sich gemäß einer
ersten Ausgestaltung der Basisstation dadurch vereinfachen, dass das Aktivierungsmittel
mindestens einen Taster, mindestens einen Schalter, mindestens eine Schlüsselaufnahme
und/oder mindestens einen elektrischen Kontakt aufweist. Wenn das Aktivierungsmittel
einen Taster oder einen Schalter aufweist, ist vorgesehen, dass die Absaugvorrichtung
beispielsweise bei Betätigung des Tasters für eine vorbestimmte Zeitdauer eingeschaltet
wird oder so lange eingeschaltet bleibt, bis der Taster erneut betätigt wird. Bei
einem Schalter ist vorgesehen, dass die Absaugvorrichtung so lange aktiviert bleibt,
solange der Schalter von einem Benutzer in einer Einschaltposition belassen wird.
[0010] Insbesondere um ein unbeabsichtigtes Aktivieren der Absaugvorrichtung, beispielsweise
durch Kinder oder Haustiere, zu verhindern, ist vorteilhaft vorgesehen, dass das Aktivierungsmittel
mindestens eine Schlüsselaufnahme aufweist. An einer Reinigungsvorrichtung oder einer
Aktivierungsvorrichtung ist beispielsweise eine Schlüsselkontur, z. B. aus Kunststoff,
ausgebildet, die korrespondierend zu einer Schlüsselaufnahme, beispielsweise einer
geometrischen Form, an der Basisstation ausgebildet ist. Nur wenn die Schlüsselkontur
an einer Reinigungsvorrichtung oder dem Aktivierungsschlüssel zur Form der Schlüsselaufnahme
korrespondiert, ist die Absaugvorrichtung, insbesondere mit der manuell handgeführten
Reinigungsvorrichtung, aktivierbar.
[0011] Des Weiteren ist vorgesehen, dass das Aktivierungsmittel mindestens einen elektrischen
Kontakt aufweist. Beispielsweise ist der elektrische Kontakt mit einem kapazitiven
Schalter verbunden, so dass der Schalter bei Berührung des elektrischen Kontakts geschaltet
wird.
[0012] Beispielsweise ist ferner vorgesehen, dass das Aktivierungsmittel mindestens zwei
elektrische Kontakte aufweist, und dass das Absaugmittel beim elektrisch leitenden
Verbinden der Kontakte, beispielsweise für eine vorbestimmte Zeitdauer, aktiviert
wird. Das Verbinden der Kontakte kann mit jedem beliebigen metallischen Gegenstand
durch einen Benutzer durchgeführt werden. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Basisstation
eine zumindest teilweise elektrisch leitende Aktivierungsvorrichtung aufweist, die
zum Verbinden der Kontakte ausgebildet ist. Beispielsweise weist die Aktivierungsvorrichtung
zwischen zwei separaten Kontakten einen Widerstand auf, so dass der zwischen den Kontakten
fließende Strom definierbar ist. Vorzugsweise wird die Absaugvorrichtung nur aktiviert,
wenn ein Strom mit einer definierten Stärke zwischen den Kontakten fließt.
[0013] Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Basisstation mindestens eine Steuereinrichtung,
insbesondere mit mindestens einer Datenschnittstelle, aufweist. Es ist beispielsweise
vorgesehen, dass die Steuereinrichtung derart eingerichtet und ausgebildet ist, dass
ein Benutzer die Absaugvorrichtung mittels einer App auf einem mobilen Datenverarbeitungsgerät,
beispielsweise einem Smartphone, aktivieren kann. Dazu werden insbesondere Daten über
die Datenschnittstelle zur Steuereinrichtung übertragen.
[0014] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Basisstation ist vorgesehen,
dass die Basisstation mindestens eine Steuereinrichtung aufweist, und dass die Steuereinrichtung
derart eingerichtet und ausgebildet ist, dass an der Basisstation angeordnete Ladekontakte
für ein Reinigungsgerät zur Verwendung als Aktivierungsmittel eingerichtet sind. Beispielsweise
ist vorgesehen, dass die Absaugvorrichtung aktiviert wird, wenn ein Strom zwischen
zwei Ladekontakten der Basisstation fließt.
[0015] Beispielsweise weist eine handgeführte Reinigungsvorrichtung, z. B. ein Staubwedel
oder eine Flusenbürste, zwei Gegenkontakte auf, wobei zwischen den Gegenkontakten
mindestens ein Widerstand, insbesondere ein hochohmiger Widerstand, elektrisch verschaltet
ist. Werden die Gegenkontakte der Reinigungsvorrichtung an die Ladekontakte der Basisstation
gehalten, wird die Absaugvorrichtung, beispielsweise für eine vorbestimmte Zeitdauer,
aktiviert. Ein Benutzer kann dann die Reinigungsvorrichtung an der Mündung der Saugschnittstelle
abreinigen.
[0016] Es ist beispielsweise auch vorgesehen, dass eine Aktivierungsvorrichtung vorhanden
ist, und dass die Aktivierungsvorrichtung ausschließlich zum Aktivieren der Absaugvorrichtung
durch Verbinden der beiden Ladekontakte mittels der Aktivierungsvorrichtung ausgebildet
ist. Beispielsweise weist die Aktivierungsvorrichtung mindestens zwei elektrisch leitende
Gegenkontakte auf, zwischen denen ein, insbesondere hochohmiger, Widerstand elektrisch
verschaltet ist.
[0017] Eine weitere Ausgestaltung der Basisstation sieht vor, dass die Steuereinrichtung
derart ausgebildet und eingerichtet ist, dass die Absaugvorrichtung aktiviert wird,
wenn der Strom zwischen den Ladekontakten einen vorbestimmten Schwellenwert überschreitet.
Dazu ist beispielsweise der elektrische Widerstand zwischen den beiden Gegenkontakten
einer Reinigungsvorrichtung oder der Aktivierungsvorrichtung so ausgewählt, dass der
zwischen den Ladekontakten fließende Strom den vorbestimmten Schwellenwert überschreitet.
Alternativ oder zusätzlich dazu ist vorgesehen, dass die Absaugvorrichtung dadurch
aktiviert wird, dass der zwischen den Ladekontakten fließende Strom innerhalb eines
vorbestimmten Schwellenwertbereiches liegt.
[0018] In diesem Zusammenhang ist insbesondere auch vorgesehen, dass für unterschiedliche
Reinigungsvorrichtungen, z. B. für einen Staubwedel und für eine Kleiderbürste, unterschiedliche
Schwellenwerte vorgesehen sind. In Abhängigkeit von dem Schwellenwert wird beispielsweise
die Aktivierungsdauer der Absaugvorrichtung gesteuert. Das weist den Vorteil auf,
dass für unterschiedliche Reinigungsvorrichtungen unterschiedliche Abreinigungszeitdauern
vorgesehen werden können.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Basisstation ist vorgesehen, dass das Betreiben
der Absaugvorrichtung nach der Aktivierung über das Aktivierungsmittel für eine vorbestimmte
Zeitdauer erfolgt. Diese festgelegte Zeitdauer ist - wie vorstehend beschrieben -
beispielsweise abhängig von der Stromstärke zwischen den Ladekontakten. Es ist allerdings
auch vorgesehen, dass für jede Reinigungsvorrichtung eine Aktivierung für die gleiche
Zeitdauer erfolgt.
[0020] Ferner hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn vorgesehen ist, dass die
Zeitdauer des Betreibens der Absaugvorrichtung der Dauer eines Stromflusses zwischen
den Ladekontakten entspricht. Dazu hält ein Benutzer die Reinigungsvorrichtung oder
die Aktivierungsvorrichtung mit den Gegenkontakten beispielsweise für eine gewünschte
Dauer an die Ladekontakte der Basisstation, so dass anschließend die Absaugvorrichtung
genau für diese Zeitdauer aktiviert wird. Insbesondere erfolgt die Aktivierung für
die Dauer des Stromflusses nur, wenn beispielsweise der Strom über die gesamte Zeitdauer
einen Schwellenwert überschreitet oder für die gesamte Dauer innerhalb eines Schwellenwertbereiches
liegt.
[0021] Ferner ist vorgesehen, dass das Betreiben der Absaugvorrichtung nur erfolgt, während
ein Strom zwischen den Ladekontakten fließt. Sobald die Gegenkontakte von den Ladekontakten
gelöst werden, wird die Absaugvorrichtung abgeschaltet oder nach einer kurzen Nachlaufzeit
abgeschaltet. Ein Absaugen einer Reinigungsvorrichtung kann also nur erfolgen, während
sie zumindest teilweise - mit dem Aktivierungsmittel - gegen die Ladekontakte gehalten
wird.
[0022] Die erste Saugschnittstelle der Basisstation ist vorzugsweise zum Zusammenwirken
mit einer Saugserviceschnittstelle eines Reinigungsgerätes ausgebildet, wobei das
Reinigungsgerät in mindestens einer Serviceposition an der Basisstation positionierbar
ist. In dieser Serviceposition kann ein Abscheidemittel des Reinigungsgerätes, beispielsweise
eines Staubsaugers, von der Basisstation mit der Absaugvorrichtung abgesaugt werden.
Erfindungsgemäß wird diese erste Saugschnittstelle mittels manueller Aktivierung bei
nicht vorhandenem Reinigungsgerät allerdings auch zur Abreinigung von handgeführten
Reinigungsvorrichtungen verwendet. Eine weitere Ausgestaltung sieht nun vor, dass
die Absaugvorrichtung mindestens eine zweite Saugschnittstelle aufweist, und dass
die zweite Saugschnittstelle zum Absaugen eines manuellen Reinigungsgerätes ausgebildet
ist. Es ist folglich eine zusätzliche Saugschnittstelle vorgesehen, die beispielsweise
an die Geometrie einer speziellen Reinigungsvorrichtung angepasst ist bzw. angepasst
werden kann. Die zweite Saugschnittstelle ist beispielsweise derart an der Basisstation
angeordnet, dass sie für einen Benutzer besser zugänglich ist, als beispielsweise
die erste Saugschnittstelle.
[0023] Insbesondere um die erste Saugschnittstelle und/oder die zweite Saugschnittstelle
an die Geometrie einer speziellen Reinigungsvorrichtung, z. B. einem langen Staubwedel,
anzupassen, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Basisstation vorgesehen, dass
die erste Saugschnittstelle und/oder die zweite Saugschnittstelle mindestens eine
Adapterschnittstelle für einen Saugadapter aufweisen.
[0024] Unterschiedliche Saugadapter weisen beispielsweise unterschiedliche Saugmundöffnungen
auf, um unterschiedliche, handgeführte Reinigungsvorrichtungen im Wesentlichen formschlüssig
aufzunehmen und diese vorteilhaft abzureinigen.
[0025] Es ist auch vorgesehen, dass ein Saugadapter zum passgenauen Anschluss an ein Krümel
aufnehmendes Kehr- oder Sauggerät ausgebildet ist. Durch eine luftdichte Verbindung
zwischen der ersten bzw. der zweiten Saugschnittstelle und der Reinigungsvorrichtung
ist die Reinigung einer Sammelkammer besonders effizient möglich.
[0026] Insbesondere um zu verhindern, dass beispielsweise Reinigungstücher oder andere größere
Gegenstände von der ersten Saugschnittstelle und/oder der zweiten Saugschnittstelle
aufgesaugt werden, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung vorgesehen, dass die erste
Saugschnittstelle und/oder die zweite Saugschnittstelle mindestens ein Gitter aufweisen.
Das Gitter ist die erste Saugschnittstelle oder die zweite Saugschnittstelle zumindest
teilweise, insbesondere vollständig, überdeckend angeordnet, so dass zwar kleine Staub-
und Schmutzpartikel ungehindert eintreten können, aber größere Gegenstände von dem
Gitter aufgehalten werden.
[0027] Die Erfindung betrifft ferner eine Reinigungsvorrichtung zum manuellen, handgeführten
Reinigen durch einen Benutzer. Die Reinigungsvorrichtung ist vorteilhaft ein passives
Reinigungswerkzeug, z. B. eine Bürste oder ein Staubwedel. Die Reinigungsvorrichtung
ist vorteilhaft nicht-elektrisch ausgebildet. Insbesondere ist die Reinigungsvorrichtung
energiespeicherfrei ausgebildet. Die Reinigungsvorrichtung weist beispielsweise mindestens
einen Griffbereich und mindestens einen Reinigungsbereich auf. Der Reinigungsbereich
ist zur Aufnahme und/oder Anhaften von Schmutz, insbesondere Staub, Haaren oder Fusseln,
ausgebildet. Die Reinigungsvorrichtung weist mindestens ein Aktivierungsmerkmal zur
Aktivierung einer Absaugfunktion einer Basisstation eines elektrischen Reinigungsgerätes
auf.
[0028] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Aktivierungsmerkmal mindestens eine Schlüsselkontur,
z. B eine geometrische Form, oder mindestens einen elektrisch leitenden Kontakt aufweist.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass zwei elektrisch leitende Gegenkontakte vorgesehen
sind, wobei zwischen den Gegenkontakten mindestens ein Widerstand elektrisch verschaltet
ist. Durch Heranführen der elektrisch leitenden Gegenkontakte, die beispielsweise
als Kontaktflächen ausgebildet sind, können die beiden Ladekontakte einer Basisstation
derart elektrisch miteinander verbunden werden, dass ein Strom zwischen ihnen fließt,
der die Absaugvorrichtung zur Reinigung der Reinigungsvorrichtung aktiviert.
[0029] Insbesondere bei Staubwedeln als Reinigungsvorrichtung hat es sich als bevorzugt
herausgestellt, wenn vorgesehen ist, dass am Griffbereich ein zweischaliges Gehäuse
ausgebildet ist, und dass zumindest ein erster Gehäuseteil relativ zum Griffbereich
verlagerbar ist. Der erste Gehäuseteil ist vorzugsweise zwischen einer ersten Endstellung,
in der das erste Gehäuseteil den Reinigungsbereich, nämlich den Staubwedel, vollständig
umschließt, und einer zweiten Endstellung, in der der Reinigungsbereich und das Aktivierungsmerkmal
vollständig freigegeben ist, verlagerbar. Das Aktivierungsmerkmal ist vorzugsweise
als zwei elektrisch leitende Gegenkontakte ausgebildet, die über einen elektrischen
Widerstand miteinander verbunden sind. Diese Ausgestaltung weist den Vorteil auf,
dass der verlagerbare Gehäuseteil ein Kontaktieren der Ladekontakte ermöglicht, um
dadurch die Absaugvorrichtung zu aktivieren und gleichzeitig den Reinigungsbereich
der Reinigungsvorrichtung an der ersten oder zweiten Saugschnittstelle abzusaugen.
[0030] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn vorgesehen ist, dass die Reinigungsvorrichtung
als handgeführter Staub-, Flusen- und/oder Fadenaufnehmer oder als Kleider- oder Schuhbürste
ausgebildet ist. Ferner ist vorgesehen, dass die Reinigungsvorrichtung als Tierhaarbürste
ausgebildet ist. Die Absaugvorrichtung kann zur Reinigung von allen Reinigungsvorrichtungen
im Haushalt verwendet werden, die handgeführt sind und mit denen Staub und Schmutz
aufgenommen und gebunden werden können, so dass eine Abreinigung durch einen Saugluftstrom
sinnvoll ist.
[0031] Erfindungsgemäß ist auch vorgesehen, dass ein Aktivierungsmerkmal, beispielsweise
zwei elektrisch leitende Kontaktflächen - zwei Gegenkontakte - mit einem dazwischen
verschalteten elektrischen Kontakt, an einem Befestigungsmittel angeordnet ist/sind.
Das Befestigungsmittel ist beispielsweise als Klettband, als Ratschenband oder als
Gummiband ausgebildet. Das Befestigungsmittel ist vorzugsweise lösbar mit einer Reinigungsvorrichtung,
beispielsweise im Griffbereich, lösbar oder unlösbar befestigbar. Dadurch ist der
Vorteil gegeben, dass jede handgeführte Reinigungsvorrichtung mit einem Aktivierungsmerkmal
zur Aktivierung der Absaugfunktion durch Kontaktierung der Ladekontakte ausgestattet
werden kann. Vorzugsweise ist ein System aus einer Basisstation und einem lösbar oder
unlösbar befestigbaren Befestigungsmittel mit Aktivierungsmerkmal vorgesehen. Die
Erfindung betrifft zudem ein Befestigungsmittel mit Aktivierungsmerkmal, insbesondere
wie vorstehend beschrieben.
[0032] Die Erfindung betrifft ferner ein System, das mindestens eine Basisstation nach einem
der beschriebenen Ausführungsbeispiele sowie mindestens eine Reinigungsvorrichtung
nach einem der beschriebenen Ausführungsbeispiele aufweist. Die Absaugvorrichtung
der Basisstation ist mit dem Aktivierungsmerkmal der bzw. an der Reinigungsvorrichtung
aktivierbar. Vorzugsweise ist das Aktivierungsmerkmal als zwei elektrisch leitende
Gegenkontakte ausgebildet, die mit einem Widerstand elektrisch leitend miteinander
verbunden sind. Die Auswahl des Widerstands bestimmt die Stromstärke zwischen den
Ladekontakten bei einer Kontaktierung der Ladekontakte der Basisstation.
[0033] Zudem betrifft die Erfindung ein Computerprogrammprodukt, umfassend Anweisungen,
die bei der Ausführung des Programms durch einen Prozessor, insbesondere der Steuereinrichtung
einer Basisstation für ein Reinigungsgerät, diesen veranlasst, folgende Schritte auszuführen:
- Erfassen eines elektrischen Stroms zwischen den Ladekontakten einer Basisstation für
ein Reinigungsgerät,
- Aktivieren der Absaugvorrichtung für eine vorbestimmte Zeitdauer aufgrund des erfassten
Stromflusses zwischen den Ladekontakten, insbesondere wobei die Zeitdauer der Aktivierung
der Dauer des Stromflusses zwischen den Ladekontakten entspricht.
[0034] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb einer Basisstation für ein
Reinigungsgerät, das wie vorstehend beschrieben ausgebildet ist. Das Verfahren umfasst
die Verfahrensschritte des Erfassens eines Stroms zwischen den Ladekontakten einer
Basisstation für ein Reinigungsgerät sowie das Aktivieren einer Absaugvorrichtung
für eine vorbestimmte Zeitdauer aufgrund des erfassten Stromflusses, insbesondere
wobei die Zeitdauer der Aktivierung der Dauer des Stromflusses zwischen den Ladekontakten
entspricht.
[0035] Vorzugsweise umfasst das Verfahren auch den Schritt des Heranführens von Gegenkontakten
einer handgeführten Reinigungsvorrichtung oder von an einer handgeführten Reinigungsvorrichtung,
beispielsweise mittels einer elastischen Manschette, angeordneten Gegenkontakten an
die Ladekontakte, um einen Stromfluss zwischen den Ladekontakten zu bewirken.
[0036] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Figurenbeschreibung und den abhängigen Unteransprüchen.
[0037] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel einer Basisstation in teilweise geschnittener Seitenansicht,
- Fig. 2
- ein Ausführungsbeispiel einer Basisstation in teilweise geschnittener Seitenansicht
und eine handgeführte Reinigungsvorrichtung,
- Fig. 3
- ein Ausführungsbeispiel einer Basisstation in teilweise geschnittener Seitenansicht
und eine Reinigungsvorrichtung, und
- Fig. 4
- ein Ausführungsbeispiel eines schematischen Ablaufs eines Verfahrens.
[0038] In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind gleiche Teile stets mit denselben
Bezugszeichen versehen.
[0039] Zu der anschließenden Beschreibung wird beansprucht, dass die Erfindung nicht auf
die Ausführungsbeispiele und dabei nicht auf alle oder mehrere Merkmale von beschriebenen
Merkmalskombinationen beschränkt ist, vielmehr ist jedes einzelne Teilmerkmal des/jedes
Ausführungsbeispiels auch losgelöst von allen anderen im Zusammenhang damit beschriebenen
Teilmerkmalen für sich und auch in Kombination mit beliebigen Merkmalen eines anderen
Ausführungsbeispiels von Bedeutung für den Gegenstand der Erfindung.
[0040] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Basisstation 1 für ein Reinigungsgerät
2 in teilweise geschnittener Seitenansicht. Die Basisstation 1 weist eine Ladeeinrichtung
3 auf, die bei diesem Ausführungsbeispiel über zwei Ladekontakte 3a verfügt. Zudem
verfügt die Basisstation 1 über eine Absaugvorrichtung 4 für Sauggut, wobei die Absaugvorrichtung
4 eine erste Saugschnittstelle 5, einen Saugmotor 6 und ein Filtermittel 7 aufweist.
[0041] Das Reinigungsgerät 2 ist bei diesem Ausführungsbeispiel als sich in einer Bearbeitungsumgebung
8 autonom bewegender Saugroboter ausgebildet, der zu Servicezwecken, nämlich zum Aufladen
eines Energiespeichers an der Ladeeinrichtung 3 und zum Absaugen von Sauggut mit der
Absaugvorrichtung 4, eine Serviceposition an der Basisstation 1 anfahren kann.
[0042] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass die Basisstation 1 mindestens ein Aktivierungsmittel
9 zum manuellen Aktivieren der Absaugvorrichtung 4 durch einen Benutzer aufweist.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind zwei Aktivierungsmittel 9 vorgesehen,
nämlich ein Taster 9a, der auf einer Oberseite der Basisstation 1 ausgebildet ist,
sowie die Ladekontakte 3a, die ebenfalls als Aktivierungsmittel 9 ausgebildet sind.
Dazu ist eine -- beispielsweise in Fig. 3 dargestellte -- Steuereinrichtung 10 der
Basisstation 1 derart eingerichtet und ausgebildet, dass die Ladekontakte 3a zur Verwendung
als Aktivierungsmittel 9 eingerichtet sind. Das Aktivieren der Absaugvorrichtung 4
über die Ladekontakte 3a erfolgt vorzugsweise, indem ein Strom zwischen den Ladekontakten
3a mit einem Aktivierungsmerkmal 16 - siehe beispielsweise Fig. 2 und Fig. 3 -- bewirkt
wird. Die Absaugvorrichtung 4 wird bei einem Stromfluss beispielsweise für eine vorbestimmte
Zeitdauer aktiviert.
[0043] Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Basisstation 1 für ein Reinigungsgerät
2 in zumindest teilweise geschnittener Seitenansicht. Die Basisstation 1 weist mindestens
eine Ladeeinrichtung 3 auf, die bei diesem Ausführungsbeispiel über zwei Ladekontakte
3a verfügt. Zudem verfügt die Basisstation 1 über eine Absaugvorrichtung 4 für Sauggut.
Die Absaugvorrichtung 4 weist eine erste Saugschnittstelle 5, einen Saugmotor 6 und
ein Filtermittel 7 auf.
[0044] Das Reinigungsgerät 2 ist bei diesem Ausführungsbeispiel wieder als sich in einer
Bearbeitungsumgebung 8 autonom bewegender Reinigungsroboter ausgebildet, der zu Servicezwecken,
nämlich zum Aufladen eines Energiespeichers an der Ladeeinrichtung 3 und zum Abreinigen
von Sauggut, eine Serviceposition an der Basisstation 1 autonom anfahren kann. Das
Abreinigen von Sauggut erfolgt mit der Absaugvorrichtung 4.
[0045] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass die Basisstation 1 mindestens ein Aktivierungsmittel
9 zum manuellen Aktivieren der Absaugvorrichtung 4 durch einen Benutzer aufweist.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind zwei Aktivierungsmittel 9 vorgesehen,
nämlich ein Taster 9a, der auf einer Oberseite der Basisstation 1 ausgebildet ist,
sowie die Ladekontakte 3a, die ebenfalls als Aktivierungsmittel 9 ausgebildet sind.
Dazu ist eine -- beispielsweise in Fig. 3 dargestellte Steuereinrichtung 10 -- der
Basisstation 1 derart eingerichtet und ausgebildet, dass die Ladekontakte 3a zur Verwendung
als Aktivierungsmittel 9 eingerichtet sind. Das Aktivieren der Absaugvorrichtung 4
über die Ladekontakte 3a erfolgt vorzugsweise, indem ein Stromfluss zwischen den Ladekontakten
3a bewirkt wird, beispielsweise mit einem Aktivierungsmerkmal16.
[0046] Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel der Fig. 1 weist das Ausführungsbeispiel der
Fig. 2 eine zweite Saugschnittstelle 11 auf, die an der Oberseite der Basisstation
1 mündet. Die erste Saugschnittstelle 5 ist zum Absaugen des Reinigungsgerätes 2 vorgesehen.
Die zweite Saugschnittstelle 11 ist zum Abreinigen einer beispielhaft dargestellten,
handgeführten Reinigungsvorrichtung 15 ausgebildet. Um die Reinigungsvorrichtung 15
vorteilhaft abreinigen zu können, weist die zweite Saugschnittstelle 11 eine Adapterschnittstelle
12 für einen Saugadapter 13 auf. Der Querschnitt des Saugadapters 13 ist derart auf
die Form der Reinigungsvorrichtung 15, die hier beispielhaft als Staubwedel ausgebildet
ist, abgestimmt, dass eine vorteilhafte Abreinigung der Reinigungsvorrichtung 15 ermöglicht
ist.
[0047] Sowohl die erste Saugschnittstelle 5 als auch die zweite Saugschnittstelle 11 weisen
ein sich über den gesamten Querschnitt erstreckendes Gitter 14 auf, das das Durchtreten
von kleinen Schmutzpartikeln ermöglicht, jedoch das Einsaugen der Reinigungsvorrichtung
15 oder beispielsweise eines Reinigungstuchs - nicht dargestellt - verhindert.
[0048] Die Reinigungsvorrichtung 15 weist erfindungsgemäß mindestens ein Aktivierungsmerkmal
16, hier in Form von zwei elektrisch leitenden Gegenkontakten 16a, auf. Zwischen den
elektrisch leitenden Gegenkontakten 16a ist insbesondere ein hochohmiger Widerstand
elektrisch verschaltet. Um die Reinigungsvorrichtung 15, insbesondere das Aktivierungsmerkmal
16, zum Aktivieren der Absaugvorrichtung 4 der Basisstation 1 zu verwenden, werden
die elektrisch leitenden Gegenkontakte 16a an die Ladekontakte 3a der Ladeeinrichtung
3 gehalten. Dadurch fließt über dem zwischen den Gegenkontakten 16a angeordneten Widerstand
ein Strom zwischen den Ladekontakten 3a, der vorzugsweise von der Steuereinrichtung
10 erfasst wird und dadurch ein Aktivieren der Absaugvorrichtung 4, beispielsweise
für eine vorbestimmte Zeitdauer, bewirkt. Bei aktivierter Absaugvorrichtung 4 kann
ein Benutzer die Reinigungsvorrichtung 15, hier den Staubwedel, an der ersten Saugschnittstelle
5 oder an der zweiten Saugschnittstelle 11 vorteilhaft absaugen.
[0049] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Basisstation 1 für ein Reinigungsgerät
2 in zumindest teilweise geschnittener Seitenansicht. Das Reinigungsgerät 2 ist hier
als handgeführter Akkustaubsauger ausgebildet. Das Reinigungsgerät 2 kann an der Basisstation
1 angeordnet werden, um über die Geräteladekontakte 17 an den Ladekontakten 3a der
Basisstation 1 einen Energiespeicher, z. B. einen Akku, aufzuladen. Zudem ist ein
Abscheidemittel 18 des Reinigungsgerätes 2 über eine erste Saugschnittstelle 5 absaugbar,
indem die erste Saugschnittstelle 5 mit einer Saugserviceschnittstelle 19 des Reinigungsgerätes
2 verbunden wird.
[0050] Gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist an der ersten Saugschnittstelle 5 eine
Adapterschnittstelle 12 für einen Saugadapter 13 ausgebildet. Der Saugadapter 13 ist
an der Saugschnittstelle 5 angeordnet und ist speziell für die Abreinigung der wieder
als Staubwedel ausgebildeten Reinigungsvorrichtung 15 angepasst.
[0051] An der Reinigungsvorrichtung 15 ist ein Aktivierungsmerkmal 16 in Form von Gegenkontakten
16a mit einem Befestigungsmittel 20 befestigt. Das Befestigungsmittel 20 ist in Form
einer elastischen Manschette ausgebildet, die auf den Griffbereich 15a der Reinigungsvorrichtung
15 aufgeschoben und kraftschlüssig gehalten ist. Dadurch kann eine herkömmliche Reinigungsvorrichtung
15, hier ein Staubwedel, mit einem Aktivierungsmerkmal 16 zur Aktivierung der Absaugvorrichtung
4 einer Basisstation 2 eines akkubetriebenen Reinigungsgeräts 2 durch Kontaktierung
mit den Gegenkontakten 16a ausgestattet werden. Zwischen den Gegenkontakten 16a ist
ein Widerstand elektrisch verschaltet.
[0052] Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrens 100 zum Betrieb einer Basisstation
1 für ein Reinigungsgerät 2. Die Basisstation 1 weist mindestens eine Ladeeinrichtung
3 für das Reinigungsgerät 2 und mindestens eine Absaugvorrichtung 4 für Sauggut auf.
Die Ladeeinrichtung 3 verfügt über mindestens zwei elektrisch leitende Ladekontakte
3a. Die Absaugvorrichtung 4 weist mindestens eine erste Saugschnittstelle 5, mindestens
einen Saugmotor 6 und mindestens ein Filtermittel 7 auf - siehe beispielsweise Fig.
1 bis 3.
[0053] Das Verfahren 100 ist dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein Erfassen 101 eines
Stroms zwischen den Ladekontakten 3a der Basisstation 1 für das Reinigungsgerät 2
durch die Steuereinrichtung 10 erfolgt. Nachfolgend erfolgt ein Aktivieren 102 der
Absaugvorrichtung 4 für eine vorbestimmte Zeitdauer aufgrund des erfassten Stromflusses.
Das Bewirken des Stromflusses erfolgt insbesondere durch ein Heranführen 103 von Gegenkontakten
16a an einer handgeführten Reinigungsvorrichtung 15 an die Ladekontakte 3a. Ferner
erfolgt vorteilhaft ein Absaugen 104 einer Reinigungsvorrichtung 15 an der ersten
Saugschnittstelle 5, insbesondere durch den durch den Saugmotor 6 an der ersten Saugschnittstelle
5 bewirkten Unterdruck.
[0054] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern umfasst auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen.
Es wird ausdrücklich betont, dass die Ausführungsbeispiele nicht auf alle Merkmale
in Kombination beschränkt sind, vielmehr kann jedes einzelne Teilmerkmal auch losgelöst
von allen anderen Teilmerkmalen für sich eine erfinderische Bedeutung haben. Ferner
ist die Erfindung bislang auch noch nicht auf die im Anspruch 1 definierte Merkmalskombination
beschränkt, sondern kann auch durch jede beliebige andere Kombination von bestimmten
Merkmalen aller insgesamt offenbarten Einzelmerkmale definiert sein. Dies bedeutet,
dass grundsätzlich praktisch jedes Einzelmerkmal des Anspruchs 1 weggelassen beziehungsweise
durch mindestens ein an anderer Stelle der Anmeldung offenbartes Einzelmerkmal ersetzt
werden kann.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 1
- Basisstation
- 2
- Reinigungsgerät
- 3
- Ladeeinrichtung
- 3a
- Ladekontakt
- 4
- Absaugvorrichtung
- 5
- Erste Saugschnittstelle
- 6
- Saugmotor
- 7
- Filtermittel
- 8
- Bearbeitungsumgebung
- 9
- Aktivierungsmittel
- 9a
- Taster
- 10
- Steuereinrichtung
- 11
- Zweite Saugschnittstelle
- 12
- Adapterschnittstelle
- 13
- Saugadapter
- 14
- Gitter
- 15
- Reinigungsvorrichtung
- 15a
- Griffbereich
- 15b
- Reinigungsbereich
- 16
- Aktivierungsmerkmal
- 16a
- Gegenkontakt
- 17
- Geräteladekontakte
- 18
- Abscheidemittel
- 19
- Saugserviceschnittstelle
- 20
- Befestigungsmittel
- 100
- Verfahren
- 101
- Erfassen
- 102
- Aktivieren
- 103
- Heranführen
- 104
- Absaugen
1. Basisstation (1) für ein Reinigungsgerät (2), aufweisend mindestens eine Ladeeinrichtung
(3) für das Reinigungsgerät (2) und mindestens eine Absaugvorrichtung (4) für Sauggut,
wobei die Absaugvorrichtung (4) mindestens eine erste Saugschnittstelle (5), mindestens
einen Saugmotor (6) und mindestens ein Filtermittel (7) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Basisstation (1) mindestens ein Aktivierungsmittel (9) zum manuellen Aktivieren
der Absaugvorrichtung (4) durch einen Benutzer aufweist.
2. Basisstation (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Aktivierungsmittel (9) mindestens einen Taster (9a), mindestens einen Schalter,
mindestens eine Schlüsselaufnahme und/oder mindestens einen elektrischen Kontakt (3a)
aufweist.
3. Basisstation (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Basisstation (1) mindestens eine Steuereinrichtung (10) aufweist, und dass die
Steuereinrichtung (10) derart eingerichtet und ausgebildet ist, dass an der Basisstation
(1) angeordnete Ladekontakte (3a) der Ladeeinrichtung (3) für ein Reinigungsgerät
(2) zur Verwendung als Aktivierungsmittel (9) eingerichtet sind.
4. Basisstation (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinrichtung (10) derart eingerichtet und ausgebildet ist, dass die Absaugvorrichtung
(4) dadurch aktivierbar ist, dass ein Strom zwischen den Ladekontakten (3a) fließt,
insbesondere dass die Absaugvorrichtung (4) dadurch aktivierbar ist, dass der Strom
zwischen den Ladekontakten (3a) einen vorbestimmten Schwellenwert überschreitet oder
innerhalb eines vorbestimmten Schwellenwertbereiches liegt.
5. Basisstation (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Betreiben der Absaugvorrichtung (1) nach der Aktivierung über das Aktivierungsmittel
(9) für eine vorbestimmte Zeitdauer erfolgt, insbesondere dass die Zeitdauer der Dauer
eines Stromflusses zwischen den Ladekontakten (3a) entspricht oder dass das Betreiben
der Absaugvorrichtung (4) erfolgt, während ein Strom zwischen den Ladekontakten (3a)
fließt.
6. Basisstation (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Absaugvorrichtung (4) mindestens eine zweite Saugschnittstelle (11) zum Absaugen
einer manuellen Reinigungsvorrichtung (15) aufweist.
7. Basisstation (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Saugschnittstelle (5) und/oder eine zweite Saugschnittstelle (11) mindestens
eine Adapterschnittstelle (12) für einen Saugadapter (13) aufweisen, insbesondere
dass mindestens ein Saugadapter (13) an der ersten Saugschnittstelle (5) und/oder
der zweiten Saugschnittstelle (11) angeordnet ist.
8. Basisstation (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der ersten Saugschnittstelle (5) und/oder an einer zweiten Saugschnittstelle (11)
mindestens ein die Saugschnittstelle (5,11) überdeckendes Gitter (14) angeordnet ist.
9. Reinigungsvorrichtung (15) zum manuellen, handgeführten Reinigen durch einen Benutzer,
aufweisend mindestens einen Griffbereich (15a) und mindestens einen Reinigungsbereich
(15b), wobei der Reinigungsbereich (15b) zur Aufnahme von Schmutz ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungsvorrichtung (15) mindestens ein Aktivierungsmerkmal (16) zur Aktivierung
einer Absaugvorrichtung (4) einer Basisstation (1) eines elektrischen Reinigungsgeräts
(2) aufweist.
10. Reinigungsvorrichtung (15) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Aktivierungsmerkmal (16) eine Schlüsselgeometrie oder mindestens einen elektrisch
leitenden Gegenkontakt (16a), vorzugsweise zwei elektrisch leitende Gegenkontakte
(16a) aufweist, vorzugsweise dass zwischen den leitenden Gegenkontakten (16a) mindestens
ein Widerstand elektrisch verschaltet ist.
11. Reinigungsvorrichtung (15) nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Griffbereich (15a) ein zweischaliges Gehäuse ausgebildet ist, und dass zumindest
ein erster Gehäuseteil relativ zum Griffbereich verlagerbar ist, insbesondere dass
der erste Gehäuseteil in einer ersten Endstellung den Reinigungsbereich (15b) vollständig
umschließt und in einer zweiten Endstellung den Reinigungsbereich (15b) und das Aktivierungsmerkmal
(16) freigibt.
12. Reinigungsvorrichtung (15) nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungsvorrichtung (15) als handgeführter Staub-, Flusen- und/oder Fadenaufnehmer,
Kleider- oder Schuhbürste ausgebildet ist.
13. System, aufweisend mindestens eine Basisstation (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
8 und mindestens eine Reinigungsvorrichtung (15) nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
wobei die Absaugvorrichtung (4) der Basisstation (1) mit dem Aktivierungsmerkmal (16)
der Reinigungsvorrichtung (15) aktivierbar ist.
14. Computerprogrammprodukt, umfassend Anweisungen, die bei Ausführung durch einen Prozessor
einer Steuereinrichtung (10) einer Basisstation (10) für ein Reinigungsgerät (2) diesen
veranlassen, folgende Schritte auszuführen:
- Erfassen (101) eines elektrischen Stroms zwischen den Ladekontakten (3a) einer Basisstation
(1) für ein Reinigungsgerät (2),
- Aktivieren (102) einer Absaugvorrichtung (4) für eine vorbestimmte Zeitdauer, insbesondere
wobei die Zeitdauer der Dauer des Stromflusses zwischen den Ladekontakten (3a) entspricht,
oder Aktivieren (102) während des Stromflusses.
15. Verfahren (100) zum Betrieb einer Basisstation (1) für ein Reinigungsgerät (2), aufweisend
mindestens eine Ladeeinrichtung (3) für das Reinigungsgerät (2) und mindestens eine
Absaugvorrichtung (4) für Sauggut, wobei die Ladeeinrichtung (3) mindestens zwei elektrisch
leitende Ladekontakte (3a) aufweist, wobei die Absaugvorrichtung (4) mindestens eine
erste Saugschnittstelle (5), mindestens einen Saugmotor (6) und mindestens ein Filtermittel
(7) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest folgende Verfahrensschritte ausgeführt werden:
- Erfassen (101) eines Stromes zwischen den Ladekontakten (3a) einer Basisstation
(1) für ein Reinigungsgerät (2),
- Aktivieren (102) der Absaugvorrichtung (4) für eine vorbestimmte Zeitdauer aufgrund
des erfassten Stromfluss zwischen den Ladekontakten (3a), insbesondere wobei die Zeitdauer
der Aktivierung der Dauer des Stromes zwischen den Ladekontakten (3a) entspricht oder
Aktivieren (102) während des Stromflusses,
- insbesondere dass ein Heranführen (103) von Gegenkontakten (16a) einer handgeführten
Reinigungsvorrichtung (15) an die Ladekontakte (3a) erfolgt, um den Strom zu bewirken.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. System, aufweisend mindestens eine Basisstation (1) für ein Reinigungsgerät (2) und
mindestens eine Reinigungsvorrichtung (15) zum manuellen, handgeführten Reinigen durch
einen Benutzer, wobei die Basisstation (1) mindestens eine Ladeeinrichtung (3) für
das Reinigungsgerät (2) und mindestens eine Absaugvorrichtung (4) für Sauggut aufweist,
wobei die Absaugvorrichtung (4) mindestens eine erste Saugschnittstelle (5), mindestens
einen Saugmotor (6) und mindestens ein Filtermittel (7) aufweist, und wobei die Basisstation
(1) mindestens ein Aktivierungsmittel (9) zum manuellen Aktivieren der Absaugvorrichtung
(4) durch einen Benutzer aufweist, wobei die Reinigungsvorrichtung (15) mindestens
einen Griffbereich (15a) und mindestens einen Reinigungsbereich (15b) aufweist, wobei
der Reinigungsbereich (15b) zur Aufnahme von Schmutz ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungsvorrichtung (15) mindestens ein Aktivierungsmerkmal (16) zur Aktivierung
einer Absaugvorrichtung (4) der Basisstation (1) eines elektrischen Reinigungsgeräts
(2) aufweist, und wobei die Absaugvorrichtung (4) der Basisstation (1) mit dem Aktivierungsmerkmal
(16) der Reinigungsvorrichtung (15) aktivierbar ist.
2. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Aktivierungsmittel (9) mindestens einen Taster (9a), mindestens einen Schalter,
mindestens eine Schlüsselaufnahme und/oder mindestens einen elektrischen Kontakt (3a)
aufweist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Basisstation (1) mindestens eine Steuereinrichtung (10) aufweist, und dass die
Steuereinrichtung (10) derart eingerichtet und ausgebildet ist, dass an der Basisstation
(1) angeordnete Ladekontakte (3a) der Ladeeinrichtung (3) für ein Reinigungsgerät
(2) zur Verwendung als Aktivierungsmittel (9) eingerichtet sind.
4. System nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinrichtung (10) derart eingerichtet und ausgebildet ist, dass die Absaugvorrichtung
(4) dadurch aktivierbar ist, dass ein Strom zwischen den Ladekontakten (3a) fließt,
insbesondere dass die Absaugvorrichtung (4) dadurch aktivierbar ist, dass der Strom
zwischen den Ladekontakten (3a) einen vorbestimmten Schwellenwert überschreitet oder
innerhalb eines vorbestimmten Schwellenwertbereiches liegt.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Betreiben der Absaugvorrichtung (1) nach der Aktivierung über das Aktivierungsmittel
(9) für eine vorbestimmte Zeitdauer erfolgt, insbesondere dass die Zeitdauer der Dauer
eines Stromflusses zwischen den Ladekontakten (3a) entspricht oder dass das Betreiben
der Absaugvorrichtung (4) erfolgt, während ein Strom zwischen den Ladekontakten (3a)
fließt.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Absaugvorrichtung (4) mindestens eine zweite Saugschnittstelle (11) zum Absaugen
einer manuellen Reinigungsvorrichtung (15) aufweist.
7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Saugschnittstelle (5) und/oder eine zweite Saugschnittstelle (11) mindestens
eine Adapterschnittstelle (12) für einen Saugadapter (13) aufweisen, insbesondere
dass mindestens ein Saugadapter (13) an der ersten Saugschnittstelle (5) und/oder
der zweiten Saugschnittstelle (11) angeordnet ist.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der ersten Saugschnittstelle (5) und/oder an einer zweiten Saugschnittstelle (11)
mindestens ein die Saugschnittstelle (5,11) überdeckendes Gitter (14) angeordnet ist.
9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Aktivierungsmerkmal (16) eine Schlüsselgeometrie oder mindestens einen elektrisch
leitenden Gegenkontakt (16a), vorzugsweise zwei elektrisch leitende Gegenkontakte
(16a) aufweist, vorzugsweise dass zwischen den leitenden Gegenkontakten (16a) mindestens
ein Widerstand elektrisch verschaltet ist.
10. System nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Griffbereich (15a) ein zweischaliges Gehäuse ausgebildet ist, und dass zumindest
ein erster Gehäuseteil relativ zum Griffbereich verlagerbar ist, insbesondere dass
der erste Gehäuseteil in einer ersten Endstellung den Reinigungsbereich (15b) vollständig
umschließt und in einer zweiten Endstellung den Reinigungsbereich (15b) und das Aktivierungsmerkmal
(16) freigibt.
11. System nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungsvorrichtung (15) als handgeführter Staub-, Flusen- und/oder Fadenaufnehmer,
Kleider- oder Schuhbürste ausgebildet ist.
12. Reinigungsvorrichtung (15) zum manuellen, handgeführten Reinigen durch einen Benutzer,
aufweisend mindestens einen Griffbereich (15a) und mindestens einen Reinigungsbereich
(15b), wobei der Reinigungsbereich (15b) zur Aufnahme von Schmutz ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungsvorrichtung (15) mindestens ein Aktivierungsmerkmal (16) zur Aktivierung
einer Absaugvorrichtung (4) einer Basisstation (1) eines elektrischen Reinigungsgeräts
(2) aufweist.
13. Reinigungsvorrichtung (15) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Aktivierungsmerkmal (16) eine Schlüsselgeometrie oder mindestens einen elektrisch
leitenden Gegenkontakt (16a), vorzugsweise zwei elektrisch leitende Gegenkontakte
(16a) aufweist, vorzugsweise dass zwischen den leitenden Gegenkontakten (16a) mindestens
ein Widerstand elektrisch verschaltet ist.
14. Reinigungsvorrichtung (15) nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Griffbereich (15a) ein zweischaliges Gehäuse ausgebildet ist, und dass zumindest
ein erster Gehäuseteil relativ zum Griffbereich verlagerbar ist, insbesondere dass
der erste Gehäuseteil in einer ersten Endstellung den Reinigungsbereich (15b) vollständig
umschließt und in einer zweiten Endstellung den Reinigungsbereich (15b) und das Aktivierungsmerkmal
(16) freigibt.
15. Reinigungsvorrichtung (15) nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungsvorrichtung (15) als handgeführter Staub-, Flusen- und/oder Fadenaufnehmer,
Kleider- oder Schuhbürste ausgebildet ist.