[0001] Die Erfindung betrifft ein Schubelement für ein Möbel mit mindestens einer einoder
mehrteiligen Wand nach dem Oberbegriff von Anspruch 1. Die Erfindung betrifft weiter
ein Möbel mit einem derartigen Schubelement.
[0002] Schubelemente der oben genannten Art sind beispielsweise Schubkästen, oft auch als
Schubladen oder Boxsysteme bezeichnet, die in der Regel Seitenwände, auch als Seitenzargen
bezeichnet, eine Rückwand und eine dem Benutzer zugewandte Frontwand, oft nur "Front"
genannt, aufweisen. Zur bequemeren Nutzbarkeit, aber auch aus Designgründen, sind
Ausgestaltungen bekannt, bei denen an einer der genannten Seiten-, Rück- oder Frontwände
eine Beleuchtungseinrichtung angeordnet ist oder bei denen eine der genannten Wände
zumindest abschnittsweise von einem lichtdurchlässigen Element gebildet ist, das als
Beleuchtungseinrichtung fungiert. Innerhalb der Beleuchtungseinrichtung sind Leuchtmittel,
insbesondere LEDs (Leuchtdioden), so angeordnet, dass zum einen die optische Erscheinung
des Schubelements selbst aufgewertet wird und zum anderen eine ansprechende Ausleuchtung
des Innenraums des Schubelements erfolgt.
[0003] Eine Anordnung einer Beleuchtungseinrichtung in einem Schubkasten ist beispielsweise
aus der Druckschrift
DE 20 2009 000 472 U1 bekannt. Die Schrift beschreibt ein Einstrahlen von Licht in eine transparente Seitenwand
durch eine Beleuchtungseinrichtung, die entlang einer oberen Schmalfläche der Seitenwand
eines Schubkastens angeordnet ist. Bei einem Einstrahlen entlang der oberen horizontalen
Schmalflächen in ein teiltransparentes Wandelement ist diese Schmalfläche selbst folglich
von der Beleuchtungseinrichtung verdeckt und stellt keine optisch wirkende Lichtaustrittsfläche
dar. Zudem ist die zumindest teilweise durchscheinende Seitenwand in ihrem Aufbau
aufwändiger als eine konventionell aus nicht transparenten Materialien hergestellte.
[0004] Die Druckschrift
WO 2006/125630 A1 zeigt einen Schubkasten mit einer Seitenzarge, auf die ein Funktionsprofil aufgesetzt
werden kann. In einem Ausführungsbeispiel ist das Funktionsprofil als Lichtleiste
ausgebildet und weist eine Hohlkammer auf, in die LEDs eingesetzt sind. Die Lichtleiste
weist dabei ein zumindest entlang einer Längsseite offenes Basisprofil auf, das z.B.
mittels Rastelementen an der Seitenzarge befestigt werden kann und in das die LEDs
eingesetzt sind. Das Basisprofil ist durch ein aufgeklebtes weiteres Profil längsseitig
verschlossen, das durchscheinend ausgebildet ist, sodass ein Lichtaustritt gerichtet
nur durch dieses weitere Profil erfolgt. Das Verkleben der unterschiedlichen Profile
ist mit einem erhöhten Herstellungsaufwand verbunden. In einem weiteren Ausführungsbeispiel
zeigt die Druckschrift
WO 2006/125630 A1 einen Schubkasten, das ein einstückiges transluzentes und längsseitig geschlossenes
Profil mit einer Hohlkammer aufweist, in der LEDs angeordnet sind.
[0005] Vorteilhaft kann ein solches Profil auf einfache Weise an eine konventionell aufgebaute
Seitenwand eines Schubelements angebracht werden. Dabei kann Licht z.B. vorrangig
zur Ausleuchtung des Innenraums des Schubelements abstrahlt werden. Zusätzlich kann
das Profil weitere Leuchtflächen aufweisen, die in andere Richtungen als zum Innenraum
des Schubelements hin Licht abstrahlen.
[0006] Aufgrund der einstückigen Ausgestaltung des Profils sind die Lichtaustrittsflächen
aus dem gleichen Material gefertigt wie der Rest des Profils, was aus optischen Gründen
unerwünscht sein kann. Zudem gestaltet sich ein Einbringen der LEDs in das längsseitig
geschlossene Profil schwierig.
[0007] Die Druckschrift
US 2008/0285264 A1 zeigt eine Beleuchtungseinrichtung zur Beleuchtung eines Innenraums eines Schranks,
die ein durchsichtiges Profil mit einer Hohlkammer aufweist, wobei LEDs auf einem
Streifen angeordnet sind, der in die Hohlkammer eingeschoben wird. Eine Blendung eines
Nutzers durch die Beleuchtungseinrichtung wird durch eine verdeckte Anordnung des
Profils innerhalb des Schrankinnenraums erreicht.
[0008] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schubelement mit einer Beleuchtungseinrichtung,
die ein transluzentes Profil mit einer Hohlkammer aufweist, in die LEDs eingesetzt
sind, zu schaffen, bei dem die LEDs auf einfache Weise eingesetzt werden können und
bei dem unaufwändig festgelegt werden kann, welche Flächen des Profils Lichtaustrittsflächen
darstellen. Es ist eine weitere Aufgabe, ein Möbel mit einem Schubelement mit Beleuchtungseinrichtung
zu schaffen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Schubelement bzw. ein Möbel mit den Merkmalen des jeweiligen
unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind
jeweils Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] Bei der Beleuchtungseinrichtung ist die Hohlkammer des Profils einteilig und im Querschnitt
geschlossen ausgebildet und das Profil ist transluzent. Erfindungsgemäß sind die LEDs
auf einem LED-Streifen angeordnet, der von einer Stirnseite des Profils in die wenigstens
eine Hohlkammer eingeschoben ist.
[0011] Dadurch, dass das gesamte Profil aus einem transluzenten Material, insbesondere Kunststoff,
hergestellt ist, ist eine Lichtabstrahlung nicht auf bestimmte Bereiche des Profils,
z.B. ein Lichtaustrittsfenster im Profil, beschränkt, sondern kann über Flächen des
gesamten Profils erfolgen. Maßgeblich wird Licht über eine dem LED-Streifen gegenüberliegende
Fläche des Profils ausgegeben. Aufgrund einer in der Regel nicht stark gerichteten
Abstrahlcharakteristik der LEDs erfolgt eine Lichtemission aber auch an angrenzenden
Seiten des Profils und, durch innere Reflexion im Material des Profils, in geringerem
Maße auch an der hinter dem LED-Streifen liegenden Seite des Profils. Gleichzeitig
ist durch die Einteiligkeit eine durchgängige und somit ansprechende und hygienische,
leicht sauber zu haltende Oberfläche der Beleuchtungseinrichtung gegeben.
[0012] Weiter ist erfindungsgemäß das transluzente Profil zumindest teilweise von einer
an dem Profil angeordneten opaken Abdeckung, im Form einer Folie, verdeckt. Über die
Abdeckung kann ein Lichtaustritt gezielt in bestimmten Bereichen der Abdeckung unterbunden
werden, wenn das gewünscht ist. Bei Verwendung einer Folie ist dabei eine große Gestaltungsfreiheit
für die abzudeckenden Bereiche gegeben, die sich z.B. auch über Kanten des Profils
erstrecken können.
[0013] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Schubelements weist das Profil der Beleuchtungseinrichtung
an einer Außenseite eine Verbindungskontur auf, wobei die Verbindungskontur mit einem
Verbindungselement der mindestens einen Wand des Schubelements in Eingriff bringbar
ist. Beispielsweise hat die Verbindungskontur einen Schlüsselloch-Querschnitt. Durch
die Verbindungskontur kann eine verdeckte und bevorzugt werkzeuglose Montage der Beleuchtungseinrichtung
an der Wand des Schubelements erfolgen.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Schubelements weist die Hohlkammer
des Profils der Beleuchtungseinrichtung eine Führung für den LED-Streifen auf. Bevorzugt
ist die Führung durch zwei an gegenüberliegenden Innenseiten der Hohlkammer in Längsrichtung
verlaufende Längsstege gebildet. Der LED-Streifen kann dann einfach von einer der
Stirnseiten her in das Profil eingeschoben werden. Der LED-Streifen kann biegbar ausgebildet
sein, ist jedoch zumindest so biegesteif, dass das Einschieben erleichtert wird.
[0015] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Schubelements steht eine Außenseite
des Profils der Beleuchtungseinrichtung in Form mindestens einer plattenförmigen Schürze
über den Querschnitt der Hohlkammer über. Die Schürze bildet eine Art Verkleidung
für die innere und/oder äußere Seitenfläche der Wand des Schubelements und bietet
eine Möglichkeit, diese Seitenfläche individuell für bestimmte Möbel oder Möbelserien
zu designen. Zudem wird sich von dem LED-Streifen abgegebenes Licht durch innere Reflexion
im Material des Profils auch bis in die Schürze ausbreiten und dort an der Oberfläche
austreten, sodass die Schürze auch Lichteffekte zeigt.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Schubelements weist die mindestens
eine Wand ein Verbindungselement auf, das mit einer Verbindungskontur der Beleuchtungseinrichtung
zusammenwirkt, um die Beleuchtungseinrichtung an dem Schubelement zu befestigen.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Schubelements ist das Verbindungselement
an einer nach oben gerichteten Stirnseite der mindestens einen Wand angeordnet. Dadurch
ist eine verdeckte Montage einer sich oben entlang der Wand erstreckenden Beleuchtungseinrichtung
möglich. Erfindungsgemäß schließt das Profil der Beleuchtungseinrichtung in Längsrichtung
nahezu bündig mit der mindestens einen Wand ab.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Schubelements weist die Beleuchtungseinrichtung
mindestens eine plattenförmige und über den Querschnitt einer Hohlkammer überstehende
Schürze auf, die auf einer Innenseite und/oder einer Außenseite der mindestens einen
Wand aufliegt. Dadurch ist eine teil- oder vollflächige Verkleidung für die innere
und/oder äußere Seitenfläche der Wand des Schubelements gebildet, die so individuell
für bestimmte Möbel oder Möbelserien in ihrem Aussehen und auch ihrer Haptik modifiziert
werden kann.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Schubelement eine Stromversorgungseinheit
mit einem wiederaufladbaren Energiespeicher auf, die beispielsweise an einer Rückwand
oder einem Boden des Schubelements montiert ist und somit bei eingebautem Schubelement
nicht sichtbar ist. Der wiederaufladbare Energiespeicher ist bevorzugt eine wiederaufladbare
Batterie, kann aber z.B. auch ein Kondensator sein. Die Stromversorgungseinheit ermöglicht
einen autarken Betrieb der Beleuchtungseinrichtung, ohne dass ein Schleppkabel oder
Ähnliches von einem Möbelkorpus zum Schubelement geführt sein muss. Das bietet den
Vorteil, ohne störendes und sich womöglich verhedderndes Kabel und ohne wartungsanfällige
Schleifkontakte die Beleuchtungseinrichtung in jeder Position (z.B. jeden Öffnungszustand)
mithilfe des Energiespeichers betreiben zu können.
[0020] Bevorzugt weist die Stromversorgungseinheit eine an das Schubelement montierte Basis
auf, in der der wiederaufladbare Energiespeicher entnehmbar aufgenommen ist. Zu dem
Zweck können an dem Energiespeicher Kontakte zur Stromabgabe an die Basis angeordnet
sein. Bei entnommenem Energiespeicher können die Kontakte auch zum Zuführen von Ladestrom
zum Wiederaufladen des Energiespeichers dienen. Weiter kann der Energiespeicher einen
separat von den Kontakten ausgebildeten Ladeanschluss aufweisen, insbesondere einen
USB (Universal Serial Bus)-Ladeanschluss.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Stromversorgungseinrichtung
mindestens einen Ausgangsanschluss auf, der bevorzugt als Steckanschluss ausgebildet
ist und an den die mindestens einen Beleuchtungseinrichtung angeschlossen werden kann.
[0022] Bevorzugt weist dabei die Stromversorgungseinrichtung mindestens einen mit der Steuereinheit
gekoppelten Sensor auf, um die Beleuchtungseinrichtung abhängig von einem Öffnungszustand
des Schubelements zu schalten. Der Sensor kann beispielsweise ein Magnetfeldsensor
sein, z.B. ein Reed-Kontakt oder ein Hall-Sensor. Ein an einer seitlichen oder hinteren
Korpuswand eines Möbels angebrachter, beispielsweise aufgeklebter Dauermagnet kann
verwendet werden, um ein Magnetfeld zu erzeugen, das vom Magnetsensor in der Basis
detektiert wird. Je nach Öffnungszustand des Schubelements ändert sich die Stärke
des Magnetfelds am Sensor, wodurch die Steuereinheit die Beleuchtungseinrichtung ein-
oder ausschaltet.
[0023] Bevorzugt ist die Steuereinrichtung weiter dazu ausgebildet, die Beleuchtungsvorrichtung
nach dem Prinzip des Human Centric Lighting anzusteuern. Dieses Beleuchtungskonzept
berücksichtigt die visuellen, emotionalen und biologischen Wirkungen des Lichts. Durch
die Steuereinrichtung werden zumindest die Farbtemperatur und die Beleuchtungsintensität
über den Tagesverlauf gesteuert. Werden z.B. warmweiße und kaltweiße LEDs bei dem
LED-Streifen der Beleuchtungseinrichtung eingesetzt, deren Helligkeit unabhängig voneinander
eingestellt werden kann, kann Weißlicht mit unterschiedlicher Farbtemperatur additiv
gemischt werden. Anstelle von oder zusätzlich zu warmweißen und kaltweißen LEDs können
auch farbige LEDs bei der Beleuchtungsvorrichtung vorgesehen sein, insbesondere rote,
grüne und blaue LEDs, um durch Farbmischung einen großen Farbraum abzudecken. Die
roten, grünen und blauen LEDs können separate LEDs sein oder auch in Form sogenannter
RGB-LEDs verwendet werden, die Leuchtchips der drei genannten Farben in einem Gehäuse
vereinen.
[0024] Weiter bevorzugt weist die Steuereinheit eine drahtlose Datenschnittstelle auf, wobei
die drahtlose Datenschnittstelle mit wenigstens einer internetfähigen Zentrale kommuniziert
und wobei die Zentrale mit weiteren, artfremden Geräten kommuniziert, wobei die artfremden
Geräte eine Aktion der Steuereinheit der Beleuchtungsvorrichtung auslösen können oder
die Steuereinheit der Beleuchtungsvorrichtung eine Aktion der artfremden Geräte auslöst.
Die drahtlose Datenschnittstelle kann ein Mesh-Netzwerk mit weiteren drahtlosen Datenschnittstellen
anderer Geräte bzw. Beleuchtungsvorrichtungen bilden. Die Zentrale kann von einem
Smart Home-System gebildet sein oder in dieses eingebunden sein.
[0025] Ein erfindungsgemäßes Möbel zeichnet sich durch den Einsatz mindestens eines derartigen
Schubelements aus. Es ergeben sich die im Zusammenhang mit dem Schubelement genannten
Vorteile. Das Schubelement kann dabei insbesondere als Schubkasten, auch Schublade
genannt, ausgebildet sein, und das Möbel kann insbesondere ein Schrank- oder Regalmöbel
sein.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mithilfe von Figuren
näher erläutert. Die Figuren zeigen:
- Figur 1a
- eine isometrische Teilansicht eines Schubkastens als Schubelement eines Möbels mit
einer anmontierten Beleuchtungseinrichtung;
- Figur 1b
- den Schubkasten gemäß Figur 1a und die Beleuchtungseinrichtung vor ihrer Montage;
- Figuren 2a-c
- eine isometrische Gesamtansicht, eine Schnittdarstellung und eine isometrische Explosionsdarstellung
der Beleuchtungseinrichtung aus den Figuren 1a und 1b;
- Figur 3a
- eine isometrische Teilansicht eines Schubkastens als Schubelement eines Möbels mit
anmontierter Beleuchtungseinrichtung in einem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Figur 3b
- den Schubkasten gemäß Figur 3a und die Beleuchtungseinrichtung vor ihrer Montage;
- Figuren 4a, b
- eine isometrische Gesamtansicht sowie eine Schnittdarstellung der Beleuchtungseinrichtung
gemäß den Figuren 3a und 3b;
- Figur 5a
- den Schubkasten gemäß Figur 3a mit einer Stromversorgungseinheit; und
- Figur 5b
- den Schubkasten gemäß Figur 5a mit aus der Stromversorgungseinheit entnommenem Energiespeicher.
[0027] In allen Figuren kennzeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder gleich wirkende
Elemente. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist in den Figuren nicht jedes Element
in allen Figuren mit einem Bezugszeichen versehen.
[0028] In der Beschreibung beziehen sich Begriffe wie "oben", "unten", "links", "rechts"
zunächst auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung. Im
Hinblick auf die Begriffe "oben" und "unten" deckt sich in Verbindung mit einem Schubkasten
die Darstellung in den Figuren mit der üblicherweise im Raum eingenommenen Ausrichtung,
bei der ein Boden des Schubkastens horizontal ausgerichtet ist und der Schubkasten
nach oben offen ist. Die Begriffe "vorne" und "hinten" beziehen sich auf eine Auszugsrichtung
einer Auszugsführung des Schubkastens.
[0029] In den Figuren 1a und 1b ist ein Schubkasten 1 als Beispiel eines Schubelements in
einer isometrischen Teilansicht dargestellt. Figur 1a zeigt den Schubkasten 1 mit
einer montierten Beleuchtungseinrichtung 10 und Figur 1b mit angehobener Beleuchtungseinrichtung
10 vor ihrer Montage.
[0030] In den Figuren 1a und 1b ist von dem Schubkasten 1 eine Seitenwand 2 und eine Rückwand
3 sowie ein Boden 4 dargestellt. Bei vollständig montiertem Schubkasten 1 ist eine
weitere Seitenwand gegenüberliegend parallel zur dargestellten Seitenwand 2 vorhanden
und gegenüber der Rückwand 3 parallel zu dieser eine Frontwand, häufig auch als "Front"
bezeichnet. Die Wände 2, 3 und der Boden 4 sind untereinander verbunden, wobei in
den Figuren lediglich ein Winkelverbinder 5 zwischen der Rückwand 3 und dem Boden
4 sichtbar ist. In der Regel wird ein derartiger Schubkasten innerhalb eines Möbelkorpus
durch Auszugsführungen geführt, die unterhalb der Seitenwände 2 oder des Bodens 4
angeordnet sind.
[0031] Die Rückwand 3 und der Boden 4 sind im darstellten Ausführungsbeispiel aus einem
Plattenmaterial, beispielsweise aus Holz oder einem Holzwerkstoff oder auch aus Kunststoff
hergestellt. Die Seitenwand 2 ist aus einem Blechmaterial in einem Stanz-Biege-Prozess
gefertigt. Die angegebenen Materialien für die Seitenwände 2, die Rückwand 3 bzw.
den Boden 4 sind rein beispielhaft. Ein anmeldungsgemäßes Schubelement mit Beleuchtungseinrichtung
10 kann auch aus anderen Materialien bzw. anderen Materialkombinationen der Wände
2, 3 und des Bodens 4 hergestellt sein.
[0032] Die Beleuchtungseinrichtung 10 ist als eine Lichtleiste ausgebildet und wird im Folgenden
der einfacheren Darstellung halber auch als "Lichtleiste 10" bezeichnet. Sie umfasst
ein hier durchgängiges Profil 11. Die Enden des Profils 11 sind ein- oder beidseitig
mit Abdeckkappen 12 verschlossen. Diese sind z.B. mit Rast- und/oder Klemmvorsprüngen
121 versehen, mit deren Hilfe sie in dem Profil 11 festklemmen bzw. verrasten. Aus
der in den Figuren sichtbaren und in Auszugsrichtung nach hinten weisenden Abdeckkappe
12 tritt ein Anschlusskabel 13 aus, an dessen freiem Ende ein Stecker 131 angebracht
ist.
[0033] Wie in Figur 1b ersichtlich ist, sind entlang einer oberen Schmalkante der Seitenwand
2 mehrere Verbindungselemente 6 ausgebildet, die mit einer Verbindungskontur des Profils
11, die in der Figur 1b nicht sichtbar ist, zusammenwirken (vgl. Verbindungskontur
113 in Fig. 2c). Auf diese Weise kann die Lichtleiste 10 einfach auf die Seitenwand
2 aufgerastet ("aufgeclipst") oder auch eingeschoben werden.
[0034] In den Figuren 2a bis 2c ist die Lichtleiste 10 aus dem Beispiel der Figuren 1a und
1b separat detaillierter dargestellt. Figur 2a ist eine isometrische Gesamtansicht
der Lichtleiste 10, Figur 2b gibt die Lichtleiste 10 in einer Schnittdarstellung wieder
und Figur 2c ist eine isometrische Explosionszeichnung der Lichtleiste 10.
[0035] Das bereits genannte Profil 11 der Lichtleiste 10 ist ein Hohlprofil, in dem eine
Hohlkammer 111 ausgebildet ist. Die Hohlkammer 111 hat einen im Wesentlichen rechteckigen
Querschnitt. Benachbart zu einem Seitenrand des Profils 11 sind an der Ober- und Unterseite
jeweils ein Längssteg 112 ausgebildet, durch den zusammen mit der Seitenwand eine
c-förmige Führungsstruktur innerhalb der Hohlkammer 111 ausgebildet ist.
[0036] In diese Führungsstruktur ist ein LED-Streifen 14 eingeschoben, der am besten in
der Figur 2c zu erkennen ist. Bei dem LED-Streifen 14 ist eine Mehrzahl von LEDs 141
in Längsrichtung des LED-Streifens 14 nebeneinander angeordnet und elektrisch verschaltet.
Als Trägermaterial des LED-Streifens 14 kann beispielsweise ein mit Leiterbahnen versehenes
Kunststoffmaterial dienen. Zusammen mit den LEDs 141 können Strombegrenzungselemente,
insbesondere Widerstände auf dem LED-Streifen 14 integriert sein, die mit den LEDs
141 verschaltet sind. An einem Ende des LED-Streifens 14 sind die bereits genannten
Anschlusskabel 13 angeschlossen, durch die die LEDs 141 bestromt werden können.
[0037] Der LED-Streifen 14 kann biegbar ausgebildet sein, ist jedoch zumindest so biegesteif,
dass er von einer Seite her in die c-förmige Führungsstruktur in die Hohlkammer 111
des Profils 11 eingeschoben werden kann. Durch Verschließen der Hohlkammer 111 an
den Seiten durch die Abdeckkappen 12 ist der LED-Streifen 14 dann innerhalb der Hohlkammer
111 fixiert. Im Handel sind LED-Streifen vergleichbarer Art erhältlich, die aufrollbar
sind und an ihrer Rückseite mit einem Selbstklebeband versehen sind. Derartige LED-Streifen
können als LED-Streifen 14 eingesetzt werden, wenn sie auf einem entsprechenden Träger
aufgebracht sind, der dem LED-Streifen 14 die notwendige Biegesteifigkeit zum Einschieben
in das Profil 11 verleiht.
[0038] Durch diese Art des Einschiebens des LED-Streifens 14 in das Profil 11 kann dieses
vorteilhaft als ein bezüglich des Querschnitts in sich geschlossenes und einteiliges
Hohlprofil ausgebildet sein. Das Profil 11 ist dabei aus einem transluzenten Material
hergestellt, insbesondere einem transluzenten Kunststoff, sodass Licht maßgeblich
über die dem LED-Streifen 14 gegenüberliegende Seitenfläche ausgegeben wird. Aufgrund
der Abstrahlcharakteristik der LEDs 141 erfolgt eine Lichtemission aber auch an der
Oberseite des Profils 11 und, durch innere Reflexion im Material des Profils 11, in
geringerem Maße auch an der hinter dem LED-Streifen liegenden Seite des Profils 11.
Gleichzeitig ist eine durchgängige und somit ansprechende und hygienische, leicht
sauber zu haltende Oberfläche der Lichtleiste 10 gegeben.
[0039] Falls in bestimmten Anwendungen eine Abstrahlung über alle Flächen des Profils 11
nicht gewünscht ist, kann das transluzente Profil 11 zumindest teilweise von einer
an dem Profil 11 angeordneten opaken Abdeckung, insbesondere einer Folie, verdeckt
werden. Über die Abdeckung kann ein Lichtaustritt gezielt in bestimmten Bereichen
des Profils 11 unterbunden werden.
[0040] An der Unterseite des Profils 11 ist im dargestellten Beispiel mittig eine Verbindungskontur
113 ausgebildet, die zum Befestigen der Lichtleiste 10 an der Seitenwand 2 verwendet
wird und die mit den in Figur 1b sichtbaren Verbindungselementen 6 an der oberen Schmalseite
der Seitenwand 2 zusammenwirkt, insbesondere verrastet. Die Verbindungskontur 113
hat vorliegend einen in etwa schlüssellochförmigen Querschnitt. Es können alternativ
auch andere Querschnitte der Verbindungskontur 113 eingesetzt werden, die sich für
eine klemmende und/oder verrastende Montage eignen. Hinterschnittene Konturen sind
im Hinblick auf eine rastende Montage bevorzugt.
[0041] In den Figuren 3a und 3b ist in gleicher Weise wie in den Figuren 1a und 1b ein zweites
Ausführungsbeispiel eines Schubelements mit einer Beleuchtungseinrichtung 10 dargestellt.
Das Schubelement ist wiederum ein Schubkasten 1, dessen Grundaufbau mit dem im ersten
Ausführungsbeispiel gezeigten identisch ist. Auch die Beleuchtungseinrichtung 10 zeigt
einen vergleichbaren Aufbau, wobei nachfolgend insbesondere auf die Unterschiede zur
Beleuchtungseinrichtung 10 des ersten Ausführungsbeispiels eingegangen wird.
[0042] Die Beleuchtungseinrichtung 10 dieses zweiten Ausführungsbeispiels ist in Figur 4a
in einer isometrischen Ansicht und in Figur 4b in einer Schnittansicht auch nochmals
separat und detaillierter dargestellt.
[0043] Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel ist bei der vorliegenden Beleuchtungseinrichtung
10 eine Seitenfläche des Profils 11 nach unten über die Hohlkammer 111 hinaus plattenförmig
als eine Schürze 114 verlängert. Im anmontierten Zustand überdeckt diese Schürze 114
die äußere Seitenfläche der Seitenwand 2 des Schubkastens 1 zumindest teilweise, im
hier dargestellten Ausführungsbeispiel vollständig. In ihrem unteren Bereich kann
die Schürze 114 z.B. mit einem Klebestreifen, Magnetstreifen oder einem Sicherungselement
zum Untergreifen der Seitenwand 2 oder zum Eingreifen in die Seitenwand 2 versehen
sein, um die Schürze 114 zu sichern.
[0044] Die Schürze 114 bildet damit eine Verkleidung für die äußere Seitenfläche der Seitenwand
2 und bietet eine Möglichkeit, diese Seitenfläche individuell für bestimmte Möbel
oder Möbelserien zu designen. Zudem wird von dem LED-Streifen 14 abgegebenes Licht
durch innere Reflexion im Material des Profils 11 sich auch bis in die Schürze 114
ausbreiten und dort an der Oberfläche austreten, sodass die Schürze 114 auch Lichteffekte
zeigt. Dabei hängt die Menge des austretenden Lichts von der Oberflächenbeschaffenheit
der Schürze 114 ab, die entsprechend gewünschter Lichteffekte ausgestaltet sein kann.
Insbesondere in die Oberfläche der Schürze 114 eingebrachte Einprägungen treten bei
eingeschaltetem LED-Streifen 14 deutlich hervor.
[0045] Bei dem dargestellten Beispiel ist die Schürze 114 auf einer Seite der Beleuchtungseinrichtung
10 ausgebildet und liegt an der Außenseite des Schubkasten 1 an dessen Seitenwand
2 an. Die Schürze 114 kann in weiteren Ausgestaltungen auch alternativ an der Innenseite
der Seitenwand 2 (oder einer anderen Wand) anliegen. Weiter alternativ kann die Beleuchtungseinrichtung
10 zwei Schürzen 114 aufweisen, an jeder Seite der Hohlkammer 111 eine. Die beiden
Schürzen 114 können dann an Innen- und Außenseite der entsprechenden Wand aufliegen
und diese teilweise oder vollständig abdecken.
[0046] In den Figuren 5a und 5b ist in gleicher Weise wie in Figur 4a ein Schubkasten 1
mit Beleuchtungseinrichtung 10 in einer isometrischen Teildarstellung gezeigt.
[0047] Im Unterschied zu den zuvor beschriebenen Beispielen ist vorliegend an der Außenseite
der Rückwand 3 eine Stromversorgungseinheit 20 montiert. Durch die Positionierung
an der Rückseite der Rückwand 3 des Schubkastens 1 ist diese Stromversorgungseinheit
20 bei eingebautem Schubkasten 1 nicht sichtbar.
[0048] Die Stromversorgungseinheit 20 weist eine Basis 21 auf, die an der Rückwand 3 befestigt
ist, beispielsweise angeschraubt. In diese Basis 21 ist ein Energiespeicher 22, beispielsweise
ein wiederaufladbarer Energiespeicher, eingesetzt, der entnehmbar ist, wie in Figur
5b dargestellt. Der Energiespeicher 22 ist hier beispielhaft als Batterie (Akku) ausgeführt.
Alternativ ist z.B. auch der Einsatz eines Kondensators, insbesondere eines sogenannten
Supercaps, als Energiespeicher 22 möglich. Weiter alternativ kann die Stromversorgungseinheit
20 auch unter dem Boden 4 des Schubkastens 1 angeordnet werden.
[0049] In der Basis 21 ist ein Aufnahmefach 211 ausgebildet, wobei Rastelemente 212 vorgesehen
sind, die mit entsprechenden Gegenrastelementen 221 an dem Energiespeicher 22 zusammenwirken,
sodass der Energiespeicher 22 verrastend in die Basis 21 eingesetzt und auch wieder
entnommen werden kann. Alternativ oder zusätzlich können auch Magnete in dem Energiespeicher
22 und/oder der Basis 21 zur Fixierung des Energiespeichers 22 vorgesehen sein. Weiter
sind in der Basis 21 Kontakte 213 ausgebildet, die mit entsprechenden Gegenkontakten
an dem Energiespeicher 22 eine elektrische Verbindung zwischen dem Energiespeicher
22 und der Basis 21 herstellen.
[0050] An der Basis 21 sind weiter zwei Ausgangsanschlüsse 214 vorhanden, in die die Stecker
131 der Beleuchtungseinrichtung(en) 10 zu ihrer Stromversorgung eingesteckt werden
können. Die Stromversorgungseinheit 20 ist bevorzugt benachbart zu einer der Seitenwände
2 an der Rückwand 3 positioniert, sodass - wie in den Figuren 5a und 5b sichtbar -
ein Anschlusskabel 13 mit seinem Stecker 131 unmittelbar auch bei kurzem Anschlusskabel
13 in die Basis 21 eingesteckt werden kann. Die Beleuchtungseinrichtung 10, die auf
der gegenüberliegenden Seite des Schubkastens 1 vorgesehen sein kann, kann über einen
zweiten Ausgangsanschluss 214 mithilfe eines Verlängerungskabels 23 angeschlossen
werden. Von dieser weiteren Beleuchtungseinrichtung 10 ist in den Figuren 5a und 5b
nur ein Abschnitt des Anschlusskabels 13 mit entsprechendem Stecker 131 dargestellt.
Das Verlängerungskabel 23 kann in verschiedenen Längen zur Verfügung gestellt werden,
sodass Schubkästen 1 unterschiedlicher Breite verdrahtet werden können, ohne dass
überschüssiges Anschlussoder Verlängerungskabel 13, 23 hinabhängt.
[0051] Die Stromversorgungseinheit 20 ermöglicht einen autarken Betrieb der Beleuchtungseinrichtung
10, ohne dass ein Schleppkabel oder Ähnliches von einem Möbelkorpus zum Schubkasten
1 geführt sein muss. Das bietet den Vorteil, ohne störendes und sich womöglich verhedderndes
Kabel und ohne wartungsanfällige Schleifkontakte die Beleuchtungseinrichtung 10 bei
geöffnetem Schubkasten 1 mithilfe der Batterie als Energiespeicher 22 betreiben zu
können. Bei entsprechender Dimensionierung der Kapazität des Energiespeichers 22 und
geringem Stromverbrauch der Beleuchtungseinrichtung 10 durch Verwendung der LEDs 141
kann so ein Betrieb über einen Zeitraum von mehreren Monaten oder länger erfolgen,
bevor ein Nachladen des Energiespeichers 22 notwendig wird.
[0052] Da der Energiespeicher 22 leicht entnommen werden kann, ist auch ein gelegentliches
Nachladen mit nur geringem Aufwand für den Nutzer verbunden. Es kann eine externe
Ladestation zur Verfügung gestellt werden, in die der Energiespeicher 22 zum Laden
eingesteckt wird. Alternativ ist es denkbar, am Gehäuse des Energiespeichers 22 einen
Ladeanschluss vorzusehen, der nach Entnahme des Energiespeichers 22 zugänglich ist
und an den ein Ladegerät mit einem Ladekabel angeschlossen werden kann. Bevorzugt
wird als Ladeanschluss eine übliche und verbreitete USB (Universal Serial Bus)-Buchse
verwendet, sodass der Energiespeicher 22 mit herkömmlichen und in vielen Haushalten
sowieso vorhandenen USB-Steckernetzteilen geladen werden kann. Alternativ oder zusätzlich
zur Entnehmbarkeit des Energiespeichers 22 kann vorgesehen sein, der Basis 21 oder
dem Energiespeicher 22 direkt über entsprechende (Feder-) Kontakte vom Möbelkorpus
bei geschlossenem Schubkasten 1 Strom zuzuführen, der zum Laden des Energiespeichers
22 eingesetzt wird. So kann, wenn gewünscht, das manuelle Nachladen des Energiespeichers
22 überflüssig gemacht werden. Auch dabei werden keine fehleranfälligen Schleifkontakte
oder Schleppkabel benötigt.
[0053] Bevorzugt dient die Basis 21 nicht nur der Aufnahme des Energiespeichers 22 und der
Verteilung des Betriebsstroms für die Beleuchtungseinrichtung 10, sondern auch der
Ansteuerung der Beleuchtungseinrichtung 10 über eine integrierte Steuereinheit zum
Ein- und Ausschalten oder ggf. Regulieren ihrer Helligkeit und ggf. zusätzlich einer
eventuell benötigten Spannungswandlung.
[0054] Zum Schalten der Beleuchtungseinrichtung 10 kann die Basis 21 mit der Steuereinheit
gekoppelte Sensoren aufweisen, über die ein Öffnungszustand des Schubkastens 1 erkannt
wird, um die Beleuchtungseinrichtung 10 abhängig von dem erkannten Öffnungszustand
ein- bzw. auszuschalten.
[0055] In einer Ausgestaltung ist ein Magnetsensor in der Basis 21 angeordnet, der die Beleuchtungseinrichtung
10 abhängig von einem erkannten Magnetfeld schaltet. Als Magnetsensor kann ein Reed-Kontakt
oder ein Hall-Sensor dienen. Ein an einer seitlichen oder hinteren Korpuswand angebrachter,
beispielsweise aufgeklebter Dauermagnet erzeugt ein Magnetfeld, das vom Magnetsensor
in der Basis 21 detektiert wird. Es kann dann vorgesehen sein, dass die Beleuchtungseinrichtung
10 bei detektiertem Magnetfeld (also geschlossenem Schubkasten 1) ausgeschaltet ist.
Wird der Schubkasten geöffnet, wird kein Magnetfeld mehr detektiert und es ist vorgesehen,
dass die Beleuchtungseinrichtung 10 eingeschaltet wird. Um zu verhindern, dass bei
einem ggf. versehentlich dauerhaft geöffnetem Schubkasten 1 die Beleuchtungseinrichtung
10 dauerhaft angeschaltet bleibt, wodurch der Energiespeicher 22 zu schnell entleert
würde, kann zusätzlich eine Zeitautomatik vorgesehen sein, die die Einschaltdauer
der Beleuchtungseinrichtung 10 auf einen vorgegebenen Wert, beispielsweise einige
Minuten, begrenzt. Alternativ kann umgekehrt vorgesehen sein, dass die Beleuchtungseinrichtung
nur bei detektiertem Magnetfeld eingeschaltet wird. In dem Fall wird der den Magnetfeldsensor
betätigende Magnet im vorderen Bereich des Korpus eingeklebt, sodass von der Basis
21 ein Magnetfeld bei geöffnetem Schubkasten 1 detektiert wird.
[0056] Anstelle vom oder zusätzlich zum Magnetsensor können weitere Möglichkeiten zum Schalten
der Beleuchtungseinrichtung 10 vorgesehen sein. Beispielsweise kann ein Schalten über
einen mechanisch abtastenden Tastschalter, einen Bewegungssensor, einen Beschleunigungssensor
oder optisch über eine Lichtschranke erfolgen.
[0057] Wenn bei eingefahrenem Schubkasten 1 eine Verbindung zu einem Netzteil zum Laden
des Energiespeichers 22 etabliert wird, kann diese Kontaktierung auch ausgewertet
werden und die gewonnene Information zum Einschalten der Beleuchtungseinrichtung 10
herangezogen werden.
[0058] Weiter kann in die Basis 21 ein Berührungsschalter integriert sein, der z.B. mit
einem Griff des Schubkastens 1 gekoppelt ist, sodass bei Betätigung des Schubkastens
1 ein Einschalten der Beleuchtungseinrichtung 10, z.B. für eine vorgegebene Zeitdauer,
erfolgt.
[0059] Die Lichtleiste 10 bzw. der LED-Streifen 14 kann mehrere LEDs 141 aufweisen, die
entweder gleiche optische Eigenschaften (z.B. Farbe, Farbtemperatur, Intensität) haben
oder unterschiedliche. Es kann vorgesehen sein, dass LEDs 141 mit unterschiedlichen
Eigenschaften von der Steuereinrichtung selektiv angesteuert werden können. Werden
z.B. warmweiße und kaltweiße LEDs 141 eingesetzt, deren Helligkeit unabhängig voneinander
eingestellt werden kann, kann Weißlicht mit unterschiedlicher Farbtemperatur additiv
gemischt werden. Anstelle von oder zusätzlich zu warmweißen und kaltweißen LEDs können
auch farbige LEDs bei der Beleuchtungsvorrichtung vorgesehen sein, insbesondere rote,
grüne und blaue LEDs, um durch Farbmischung einen großen Farbraum abzudecken. Die
roten, grünen und blauen LEDs können separate LEDs sein oder auch in Form sogenannter
RGB-LEDs verwendet werden, die Leuchtchips der drei genannten Farben in einem Gehäuse
vereinen.
[0060] Zum Einstellen der Farbtemperatur (oder Farbe) können Steuerelemente an der Steuereinrichtung
der Basis 21 vorhanden sein, oder diese kann alternativ oder zusätzlich mit einer
drahtlosen Datenschnittstelle versehen sein.
[0061] Eine drahtlose Datenschnittstelle kann beispielsweise über WLAN, Bluetooth, ZigBee,
ZWAVE und z.B. auf den Frequenzen 433 MHz (Megahertz) oder 868 MHz oder anderen geeigneten
Frequenzen erfolgen. Als Protokolle können auch KNX oder IP eingesetzt werden. Die
Vorrichtung kann mit externen Geräten kommunizieren und zum Beispiel "Smart Home"-fähig
sein und auch über Sprachsteuerung angesteuert werden.
[0062] Bei einer Anwendung im Sinne eines Smart Home-Systems können z.B. verschiedene Schubelemente
untereinander vernetzt sein oder mit einer Smart Home-Zentrale gekoppelt sein. Damit
ist es z.B. möglich, dass nur der oberste geöffnete Schubkasten beleuchtet wird, falls
zwei übereinander angeordnete Schubkästen geöffnet sind. Alternativ könnten beide
Schubkästen beleuchtet werden, sofern die Front des unteren Schubkastens vor der des
darüber liegenden Schubkastens steht, wobei Positionen des Schubkastens über entsprechende
Sensorik erfasst werden.
[0063] Weiter kann eine Warnfunktion (z.B. vor einer Kippgefahr) umgesetzt sein, die ein
Blinken o.ä. der Beleuchtungsvorrichtung eines Schubkastens veranlasst, wenn z.B.
mehr als ein Schubkasten in einem Möbel ausgezogen wird.
[0064] Alternativ oder zusätzlich könnte die Beleuchtungsvorrichtung bzw. mit der zugeordneten
Steuereinrichtung gekoppelte Sensoren auch ein Teil einer Smart Home-Alarmanlage sein
und z.B. eine Sirene auslösen oder eine Nachricht an eine Person senden.
[0065] Weiter kann eine Meldefunktion in einem Smart Home-System umgesetzt sein, die ebenfalls
ein Blinken o.ä. der Beleuchtungsvorrichtung eines Schubkastens veranlasst, wenn z.B.
die Türklingel betätigt wird oder das Telefon klingelt. Dabei können sich die Lichteffekte
unterscheiden. Eine Betätigung der Türklingel kann beispielsweise ein Blinken der
Beleuchtungsvorrichtung verursachen, während ein Klingeln des Telefons ein Lauflicht
der Beleuchtungsvorrichtung verursachen kann.
[0066] Ebenfalls als Teil eines Smart Home-Systems oder auch lokal in der Steuereinrichtung
umgesetzt könnte eine automatische tageszeitliche Änderung der Farbtemperatur und/oder
der Intensität der Beleuchtungsvorrichtung erfolgen. Die Beleuchtungsvorrichtung kann
z.B. gemäß den Konzepten des Human Centric Lighting (HCL) ausgebildet sein. Das Human
Centric Lighting umfasst ein Beleuchtungskonzept bei dem die visuellen, emotionalen
und biologischen Wirkungen des Lichts berücksichtigt werden.
[0067] Rein beispielhaft ist in den Figuren 5a und 5b die Beleuchtungseinrichtung 10 gemäß
dem zweiten Ausführungsbeispiel (vgl. Figuren 3a-4b) ausgebildet. Es versteht sich,
dass die Stromversorgungseinheit 20 in gleicher Weise mit einer Beleuchtungseinrichtung
10 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Figuren 1a-2c verwendet werden kann.
[0068] Zudem kann die Stromversorgungseinheit 20 alternativ oder zusätzlich auch zur Versorgung
anderer strombenötigender Komponenten eines Schubelements oder eines sonstigen bewegbaren
Möbelteils verwendet werden.
Bezugszeichenliste
[0069]
- 1
- Schubkasten
- 2
- Wand (Seitenwand)
- 3
- Wand (Rückwand)
- 4
- Boden
- 5
- Winkelverbinder
- 6
- Verbindungselement
- 10
- Beleuchtungseinrichtung (Lichtleiste)
- 11
- Profil
- 111
- Hohlkammer
- 112
- Längssteg
- 113
- Verbindungskontur
- 114
- Schürze
- 12
- Abdeckkappe
- 121
- Rast- oder Klemmvorsprung
- 13
- Anschlusskabel
- 131
- Stecker
- 14
- LED-Streifen
- 141
- LED
- 20
- Stromversorgungseinheit
- 21
- Basis
- 211
- Aufnahmefach
- 212
- Rastelement
- 213
- Kontakt
- 214
- Ausgangsanschluss
- 22
- Energiespeicher
- 221
- Gegenrastelement
- 23
- Verlängerungskabel
1. Schubelement für ein Möbel mit mindestens einer ein- oder mehrteiligen Wand (2, 3),
aufweisend mindestens eine Beleuchtungseinrichtung (10), wobei die mindestens eine
Wand (2, 3) ein Verbindungselement (6) aufweist, das mit einer Verbindungskontur (113)
der Beleuchtungseinrichtung (10) zusammenwirkt und das an einer nach oben gerichteten
Stirnseite der mindestens einen Wand (2, 3) angeordnet ist, um die Beleuchtungseinrichtung
an dem Schubelement zu befestigen, wobei die Beleuchtungseinrichtung (10) ein transluzentes
Profil (11) aufweist, das wenigstens eine Hohlkammer (111) aufweist, in der LEDs (141)
angeordnet sind, wobei die Hohlkammer (111) des Profils (11) einteilig und im Querschnitt
geschlossen ausgebildet ist, wobei das Profil in Längsrichtung nahezu bündig mit der
mindestens einen Wand (2, 3) abschließt, wobei die LEDs (141) auf einem LED-Streifen
(14) angeordnet sind, der von einer Stirnseite des Profils (11) in die wenigstens
eine Hohlkammer (111) eingeschoben ist, und dadurch gekennzeichnet, dass das transluzente Profil (11) zumindest teilweise von einer an dem Profil (11) angeordneten
Folie als opake Abdeckung verdeckt ist.
2. Schubelement nach Anspruch 1, bei der die Verbindungskontur (113) einen Schlüsselloch-Querschnitt
aufweist.
3. Schubelement nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Hohlkammer (111) eine Führung für
den LED-Streifen (14) aufweist.
4. Schubelement nach Anspruch 3, bei dem die Führung durch zwei an gegenüberliegenden
Innenseiten der Hohlkammer (111) in Längsrichtung verlaufende Längsstege (112) gebildet
ist.
5. Schubelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der der LED-Streifen (14) biegesteif
ist.
6. Schubelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der eine Außenseite des Profils
(11) in Form mindestens einer plattenförmigen Schürze (114) über den Querschnitt der
Hohlkammer (111) übersteht.
7. Schubelement nach Anspruch 6, bei dem die Schürze (114) auf einer Innenseite und/oder
einer Außenseite der mindestens einen Wand (2, 3) aufliegt.
8. Schubelement nach Anspruch 7, bei dem die Schürze (114) die mindestens eine Wand (2,
3) an der entsprechenden Seite nahezu vollständig abdeckt.
9. Möbel, insbesondere Schrank- oder Regalmöbel, aufweisend mindestens ein Schubelement
nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Möbel nach Anspruch 9, bei dem das mindestens eine Schubelement ein Schubkasten (1)
ist.
1. Drawer element for a piece of furniture having at least one single-part or multipart
wall (2, 3), comprising at least one lighting device (10), wherein the at least one
wall (2, 3) has a connecting element (6) which cooperates with a connecting contour
(113) of the lighting device (10) and which is arranged on an upwardly directed end
face of the at least one wall (2, 3) in order to fasten the lighting device to the
drawer element, wherein the lighting device (10) has a translucent profile (11) which
has at least one hollow chamber (111) in which LEDs (141) are arranged, wherein the
hollow chamber (111) of the profile (11) is constructed in one piece and closed in
cross-section, wherein the profile ends almost flush with the at least one wall (2,
3) in the longitudinal direction, wherein the LEDs (141) are arranged on an LED strip
(14), which is inserted from one end face of the profile (11) into the at least one
hollow chamber (111), and characterized in that the translucent profile (11) is at least partially covered by a film arranged on
the profile (11) as an opaque cover.
2. Drawer element according to claim 1, in which the connecting contour (113) has a keyhole
cross-section.
3. Drawer element according to claim 1 or 2, in which the hollow chamber (111) has a
guide for the LED strip (14).
4. Drawer element according to claim 3, in which the guide is formed by two longitudinal
webs (112) extending in the longitudinal direction on opposite inner sides of the
hollow chamber (111).
5. Drawer element according to one of claims 1 to 4, in which the LED strip (14) is flexurally
rigid.
6. Drawer element according to one of claims 1 to 5, in which an outer side of the profile
(11) protrudes beyond the cross-section of the hollow chamber (111) in the form of
at least one plate-shaped apron (114).
7. Drawer element according to claim 6, in which the apron (114) rests on an inner side
and/or an outer side of the at least one wall (2, 3).
8. Drawer element according to claim 7, in which the apron (114) almost completely covers
the at least one wall (2, 3) on the corresponding side.
9. Piece of furniture, in particular cabinet or shelving furniture, comprising at least
one drawer element according to one of claims 1 to 8.
10. Piece of furniture according to claim 9, in which the at least one drawer element
is a drawer (1).
1. Élément coulissant pour un meuble avec au moins une paroi (2, 3) en une ou plusieurs
parties, comportant au moins une installation d'éclairage (10), dans lequel l'au moins
une paroi (2, 3) comporte un élément d'assemblage (6) qui coopère avec un profil d'assemblage
(113) de l'installation d'éclairage (10) et qui est disposé sur une face frontale
tournée vers le haut de l'au moins une paroi (2, 3) pour fixer l'installation d'éclairage
sur l'élément coulissant, l'installation d'éclairage (10) comportant un profilé translucide
(11) qui comporte au moins un compartiment creux (111) dans lequel sont disposées
des DEL (141), dans lequel le compartiment creux (111) du profilé (11) est formé d'une
seule pièce et est fermé dans sa section, dans lequel le profilé se termine presque
de niveau avec l'au moins une paroi (2, 3) dans le sens longitudinal, dans lequel
les DEL (141) sont disposées sur un bandeau de DEL (14) qui est inséré par une face
frontale du profilé (11) dans l'au moins un compartiment creux (111), caractérisé en ce que le profilé translucide (11) est recouvert au moins en partie d'un film disposé sur
le profilé (11) pour former une couverture opaque.
2. Élément coulissant selon la revendication 1, dans lequel le profil d'assemblage (113)
présente une section en trou de serrure.
3. Élément coulissant selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le compartiment creux
(111) comporte un guide pour le bandeau de DEL (14).
4. Élément coulissant selon la revendication 3, dans lequel le guide est formé par deux
barrettes longitudinales (112) qui s'étendent dans le sens de la longueur sur des
faces intérieures opposées du compartiment creux (111).
5. Élément coulissant selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel le bandeau de
DEL (14) est rigide en flexion.
6. Élément coulissant selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel une face extérieure
du profilé (11) dépasse en formant au moins une jupe (114) en forme de plaque au-delà
de la section du compartiment creux (111).
7. Élément coulissant selon la revendication 6, dans lequel la jupe (114) repose sur
une face intérieure et/ou une face extérieure de l'au moins une paroi (2, 3).
8. Élément coulissant selon la revendication 7, dans lequel la jupe (114) recouvre presque
complètement l'au moins une paroi (2, 3) sur la face correspondante.
9. Meuble, en particulier placard ou étagère, comportant au moins un élément coulissant
selon l'une des revendications 1 à 8.
10. Meuble selon la revendication 9, dans lequel l'au moins un élément coulissant est
un tiroir (1).