[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Elektrowerkzeuggerät mit einem rotierenden
Werkzeug, wobei das Werkzeug des Elektrowerkzeuggeräts in einer ersten Drehrichtung
oder in einer zweiten Drehrichtung angetrieben werden kann. Die Drehrichtung des Werkzeugs
kann an dem Elektrowerkzeuggerät eingestellt werden, und zwar in Abhängigkeit von
einem Vorhandensein einer Staubhaube an dem Elektrowerkzeuggerät, von einem Typ einer
an dem Elektrowerkzeuggerät angeordneten Staubhaube und/oder von einer Anwendung des
Elektrowerkzeuggeräts und seiner damit verbundenen Lage im Raum. Darüber hinaus kann
die Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts in Abhängigkeit von einer
Stellung eines Schalters zur Auswahl einer Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts
eingestellt werden. Mit der Erfindung kann der Bedienkomfort und die Produktivität
des Nutzers des Elektrowerkzeuggeräts erhöht werden. Außerdem kann durch die Automatisierung
der Drehrichtungseinstellung der Arbeitsablauf mit dem Elektrowerkzeuggerät unterbrechungsfrei
gestaltet und die Qualität der Staubabsaugung verbessert werden.
Hintergrund der Erfindung:
[0002] Im Stand der Technik sind Elektrowerkzeuggeräte bekannt, mit denen Oberflächen bearbeitet
oder Untergründe durchtrennt werden können. Diese Elektrowerkzeuggeräte weisen üblicherweise
ein rotierendes Werkzeug auf, wie beispielsweise eine Trennscheibe, ein Schneidblatt
oder ein Trennblatt. Die aus dem Stand der Technik bekannten Elektrowerkzeuggeräte
sind zumeist dadurch gekennzeichnet, dass bei ihnen eine fest definierte Drehrichtung
des Werkzeugs vorgegeben ist. Diese Drehrichtung des Werkzeugs kann im Sinne der Erfindung
bevorzugt auch als Rotationsrichtung bezeichnet werden. Die fest vorgegebene Drehrichtung
des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts schränkt allerdings die Nutzerfreundlichkeit
des Elektrowerkzeuggeräts dahingehend stark ein, dass das Elektrowerkzeuggerät nur
für bestimmte Anwendungsfälle gut eingesetzt werden kann, nämlich für diejenigen Aufgaben,
die mit der vorgegebenen Rotationsrichtung des Werkzeugs besonders gut erledigt werden
können. Für alle anderen Aufgaben kann die Arbeit mit einem konventionellen Elektrowerkzeuggerät
mit fest vorgegebener Drehrichtung des Werkzeugs unter Umständen sehr anstrengend
oder beispielsweise mit einer hohen Staubexposition des Nutzers verbunden sein.
[0003] Bei einer festen Drehrichtung des Werkzeugs einer Werkzeugmaschine kann es vorkommen,
dass der bei der Arbeit mit der Werkzeugmaschine entstehende Staub nicht optimal abgesaugt
werden kann. Dies geschieht häufig dann, wenn es sich um eine abnehmbare Staubhaube
handelt.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die vorstehend beschriebene Nachteile
und Mängel des Standes der Technik zu überwinden und ein Elektrowerkzeuggerät mit
einem rotierenden Werkzeug mit einer verbesserten Nutzerfreundlichkeit und einem besondere
breiten Anwendungsspektrum bereitzustellen. Das bereitzustellende Elektrowerkzeuggerät
soll insbesondere besonders flexibel in verschiedenen Anwendungssituationen einsetzbar
sein. Darüber hinaus ist es ein Anliegen der Erfindung, die Absaugung des bei Betrieb
des Elektrowerkzeuggeräts anfallenden Staubs und die Arbeitseffizienz des Elektrowerkzeuggeräts
zu verbessern.
[0005] Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen zu dem Gegenstand des unabhängigen Anspruchs finden sich in den
abhängigen Unteransprüchen.
Beschreibung der Erfindung:
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Elektrowerkzeuggerät mit einem rotierenden Werkzeug,
wobei das Werkzeug des Elektrowerkzeuggeräts in einer ersten Drehrichtung oder in
einer zweiten Drehrichtung angetrieben werden kann. Die Drehrichtung des Werkzeugs
ist an dem Elektrowerkzeuggerät einstellbar, und zwar
- in Abhängigkeit
- von einem Vorhandensein einer Staubhaube an dem Elektrowerkzeuggerät,
- von einem Typ einer an dem Elektrowerkzeuggerät angeordneten Staubhaube und/oder
- von einer Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts und seiner damit verbundenen Lage im
Raum und/oder
- in Abhängigkeit von einer Stellung eines Schalters zur Auswahl einer Drehrichtung
des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts.
[0007] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Elektrowerkzeuggerät mit einer
Staubhaube verbunden werden kann, wobei die Staubhaube dazu eingerichtet ist, den
bei Betrieb des Elektrowerkzeuggeräts entstehenden Staub aufzufangen und in ihrem
Inneren zu halten, so dass der Staub bzw. das entstehende Luft-Staubgemisch nach und
nach mit einem Sauggerät aus dem Inneren der Staubhaube abgesaugt werden kann. Es
ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Staubhaube einen Absaugstutzen aufweist,
wobei die Staubhaube mit Hilfe des Absaugstutzens mit einer Sauggerät, wie einem Staubsauger
verbunden werden kann. Wenn während des Betriebs des Elektrowerkzeuggeräts Staub erzeugt
wird, kann dieser Staub mit Hilfe des Sauggeräts aus dem Arbeitsbereich des Elektrowerkzeuggerät
entfernt werden, indem der Staub abgesaugt wird.
[0008] Das Elektrowerkzeuggerät weist ein rotierendes Werkzeug, wie eine Trenn- oder Schleifscheibe,
auf, wobei mit dem Werkzeug vorteilhafterweise ein Untergrund bearbeitet werden kann.
[0009] Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts
in Abhängigkeit davon eingestellt werden kann, ob eine solche Staubhaube an dem Elektrowerkzeuggerät
vorhanden ist oder nicht. Insbesondere kann die Drehrichtung des Werkzeugs in Abhängigkeit
davon eingestellt werden, ob das Vorhandensein der Staubhaube an dem Elektrowerkzeuggerät
erkannt wird oder nicht. Dazu kann das Elektrowerkzeuggerät über eine geeignete Sensorik
verfügen. Die Staubhaube kann beispielsweise abnehmbar ausgebildet sein, so dass die
Staubhaube je nach Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts angebaut oder abgenommen werden
kann. Mit anderen Worten kann die Staubhaube lösbar mit dem Elektrowerkzeuggerät verbindbar
ausgebildet sein.
[0010] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die vorzugsweise abnehmbar ausgebildete
Staubhaube von der bevorzugt elektronisch ausgebildeten Steuerung bzw. Elektronik
des Elektrowerkzeuggeräts erkannt wird. Mit anderen Worten kann die Werkzeugmaschine
dazu eingerichtet sein, zu erkennen, ob eine Staubhaube an der Werkzeugmaschine angeordnet
vorliegt oder nicht.
[0011] Das Vorhandensein oder der Typ der Staubhaube kann auch mittels eines Tasters erkannt
werden, der von der Staubhaube betätigt wird. Diese Betätigung eines Tasters kann
beispielsweise dann erfolgen, wenn die Staubhaube mit dem Elektrowerkzeuggerät verbunden
wird. Beispielsweise kann eine Betätigung eines solchen Tasters von der Motorsteuerung
des Elektrowerkzeuggeräts von dem Elektrowerkzeuggerät so verstanden werden, dass
eine Staubhaube vorhanden ist, und die Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts
kann anschließend entsprechend eingestellt werden. Beispielsweise kann der Taster
auch unterschiedlich betätigt werden, je nachdem, was für ein Typ Staubhaube an dem
Elektrowerkzeuggerät angeordnet vorliegt. Dadurch können unterschiedliche Typen von
Staubhauben unterschieden bzw. erkannt werden, und die Drehrichtung des Werkzeugs
des Elektrowerkzeuggeräts kann anschließend entsprechend eingestellt werden.
[0012] Alternativ oder ergänzend kann die Drehrichtung des Werkzeugs in Abhängigkeit davon
eingestellt werden, welcher Typ Staubhaube an dem Elektrowerkzeuggerät angeordnet
vorliegt. Mit dem Begriff "Typ einer Staubhaube" können beispielsweise unterschiedliche
Staubhaubenprodukte gemeint sein, die beispielsweise mit unterschiedlichen Werkzeugmaschinen
zusammenverwendet werden können. Mit dem Begriff "Typ einer Staubhaube" können auch
unterschiedliche Arten von Staubhauben gemeint sein, die beispielsweise unterschiedliche
Funktionen aufweisen. Beispielsweise gibt es sog. Rechtslauf- oder Linkslauf-Staubhauben,
die für eine Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggerät im oder gegen den
Uhrzeigersinn optimiert sind. Die Staubhaube kann beispielsweise auch für beide Laufrichtungen,
d.h. einen Betrieb des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts sowohl im Uhrzeigersinn,
als auch gegen den Uhrzeigersinn optimiert sein. An dem Elektrowerkzeuggerät können
beispielsweise Sensoren vorgesehen sein, die den Typ einer Staubhaube erkennen können,
so dass basierend auf dieser Information die Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts
eingestellt werden kann. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Elektrowerkzeuggerät
dazu eingerichtet ist, den Typ der an dem Elektrowerkzeuggerät verwendeten Staubhaube
zu erkennen und basierend auf den erfassten Informationen die Drehrichtung des Werkzeugs
des Elektrowerkzeuggeräts abgestimmt auf den erkannten Staubhauben-Typ einzustellen.
[0013] Alternativ oder ergänzend kann die Drehrichtung des Werkzeugs in Abhängigkeit davon
eingestellt werden, wozu das Elektrowerkzeuggerät verwendet wird. Beispielsweise kann
das Elektrowerkzeuggerät auf einem Boden oder einem Untergrund angewendet werden,
wobei eine solche Anwendung im Sinne der Erfindung bevorzugt als "waagerechte Anwendung
des Elektrowerkzeuggeräts" bezeichnet wird. Alternativ oder ergänzend kann das Elektrowerkzeuggerät
verwendet werden, um an einer Wand oder an einer Mauer zu arbeiten, wobei die Wand
und/oder die Mauer im Wesentlichen senkrecht auf einem Boden oder Untergrund angeordnet
ist. Eine solche Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts an einer Wand wird im Sinne der
Erfindung bevorzugt als "senkrechte Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts" bezeichnet.
Die waagerechte oder die senkrechte Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts wird im Sinne
der Erfindung vorzugsweise als "Lage des Elektrowerkzeuggeräts im Raum" bezeichnet.
Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Elektrowerkzeuggerät dazu eingerichtet
ist, eine Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts und seine damit verbundene Lage im Raum
zu erkennen und basierend auf den erfassten Informationen die Drehrichtung des Werkzeugs
des Elektrowerkzeuggeräts abgestimmt auf die Lage des Elektrowerkzeuggeräts im Raum
einzustellen.
[0014] Alternativ oder ergänzend kann die Drehrichtung des Werkzeugs in Abhängigkeit von
einer Stellung des Schalters zur Auswahl der Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts
eingestellt werden. Mit anderen Worten kann ein solcher Wahlschalter an dem Elektrowerkzeuggerät
vorgesehen sein, mit dem die Drehrichtung des Werkzeugs in Abhängigkeit eingestellt
werden. Der Nutzer kann den Wahlschalter benutzen, um die Drehrichtung des Werkzeugs
einzustellen. Je nach Stellung des Wahlschalters ist dann beispielsweise die Drehrichtung
des Werkzeugs im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn eingestellt.
[0015] Es ist im Sinne der Erfindung besonders bevorzugt, dass dem Nutzer des Elektrowerkzeuggeräts
die Daten, die mit den Mitteln zur Erkennung der Staubhaube, zur Erkennung des Typs
der Staubhaube, zur Erkennung der Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts und/oder zur
Erkennung der Lage des Elektrowerkzeuggeräts im Raum erfasst werden, angezeigt werden
können. Dazu kann das Elektrowerkzeuggerät eine Anzeigenvorrichtung umfassen. Die
auf der Anzeigenvorrichtung angezeigten Informationen können beispielsweise die mit
den oben genannten Mitteln erfassten Daten sein. Es kann im Sinne der Erfindung auch
bevorzugt sein, dass diese mit den Mitteln erfassten Daten von einer Steuerelektronik
bzw. einer Steuereinrichtung des Elektrowerkzeuggeräts ausgewertet werden und dass
dem Nutzer die ausgewerteten Daten auf der Anzeigenvorrichtung angezeigt werden.
[0016] Es hat sich gezeigt, dass die Staubabsaugung insbesondere dann optimiert werden kann,
wenn die Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts und die Art, d.h. der
Typ der Staubhaube aufeinander abgestimmt werden. Dazu kann die vorliegende Erfindung
einen wesentlichen Beitrag leisten, denn beispielsweise kann das vorgeschlagene Elektrowerkzeuggerät
dazu eingerichtet sein zu erkennen, ob überhaupt eine Staubhaube an dem Elektrowerkzeuggerät
angeschlossen ist. Alternativ oder ergänzend kann das vorgeschlagene Elektrowerkzeuggerät
dazu eingerichtet sein zu erkennen, welcher Typ Staubhaube an dem Elektrowerkzeuggerät
angeordnet vorliegt. Staubhauben können beispielsweise für einen Betrieb des Werkzeugs
des Elektrowerkzeuggeräts in einer ersten Drehrichtung und/oder in einer zweiten Drehrichtung
ausgebildet sein. Das bedeutet mit anderen Worten, dass Staubhauben verwendet werden
können, die für eine Arbeitsbewegung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggerät in eine
erste Drehrichtung optimiert sein können. Dabei wird das Werkzeug des Elektrowerkzeuggeräts
beispielsweise in einer ersten Drehrichtung von einem Motor des Elektrowerkzeuggeräts
angetrieben. Es können darüber hinaus auch solche Staubhauben verwendet werden, die
für eine Arbeitsbewegung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggerät in eine zweite Drehrichtung
optimiert sind. Dabei wird das Werkzeug des Elektrowerkzeuggeräts vorzugsweise in
einer der ersten Drehrichtung entgegengesetzten zweiten Drehrichtung angetrieben.
Beispielsweise kann das Werkzeug des Elektrowerkzeuggerät in der ersten Drehrichtung
"im Uhrzeigersinn" rotieren, während das Werkzeug des Elektrowerkzeuggerät in der
zweiten Drehrichtung "gegen den Uhrzeigersinn" rotiert. Es können darüber hinaus im
Kontext der Erfindung solche Staubhauben verwendet werden, die für einen Betrieb in
beide Dreh- bzw. Arbeitsrichtungen des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts ausgebildet
bzw. optimiert sind. Vorzugsweise kann die Staubhaube für einen Betrieb des Werkzeugs
des Elektrowerkzeuggeräts in einer ersten Drehrichtung und/oder in einer zweiten Drehrichtung
ausgebildet sein. Dabei kann die erste Drehrichtung beispielsweise einer Arbeitsrichtung
des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts im Uhrzeigersinn entsprechen, während eine
zweite Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts beispielsweise einer Arbeitsrichtung
des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts gegen den Uhrzeigersinn entspricht.
[0017] Wenn es sich bei der Staubhaube, die an dem Elektrowerkzeuggerät angeordnet vorliegt,
um eine Staubhaube handelt, die für einen Betrieb in beide Dreh- bzw. Arbeitsrichtungen
des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts ausgebildet ist, kann die Drehrichtung des
Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts vorzugsweise von einer Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts
abhängig gemacht werden. Dazu kann die Werkzeugmaschine Mittel zur Erkennung einer
Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts und/oder Mittel zur Erkennung der Lage des Elektrowerkzeuggeräts
im Raum umfassen, die beispielsweise von einem Lagesensor und/oder einem Gyrosensor
gebildet werden. Die mit diesen Mitteln bzw. Sensoren erfassten Daten können von einer
Steuervorrichtung des Elektrowerkzeuggeräts ausgewertet werden und als Grundlage für
die Einstellung einer Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts verwendet
werden. Beispielsweise kann es im Sinne der Erfindung bevorzugt sein, dass die Werkzeugmaschine
auf einem Boden oder einem flachen Untergrund eingesetzt wird. Eine solche Anwendung
des Elektrowerkzeuggeräts auf einem Boden wird im Sinne der Erfindung bevorzugt als
"waagerechte Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts" bezeichnet. Es kann im Sinne der
Erfindung ebenso bevorzugt sein, dass die Werkzeugmaschine an einer Wand eingesetzt
wird. Eine solche Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts an einer Wand wird im Sinne
der Erfindung bevorzugt als "senkrechte Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts" bezeichnet.
Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Elektrowerkzeuggerät bei einer waagerechten
Anwendung insbesondere geschoben wird, während das Elektrowerkzeuggerät bei einer
senkrechten Anwendung vorzugsweise gezogen wird. Durch die entsprechende, auf die
Anwendung abgestimmte Einstellung der Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts
kann die Staubabsaugung in diesen unterschiedlichen Fällen erheblich verbessert werden.
[0018] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Elektrowerkzeuggerät Mittel zur
Erkennung einer Staubhaube, Mittel zur Erkennung eines Typs einer Staubhaube, Mittel
zur Erkennung einer Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts und/oder Mittel zur Erkennung
der Lage des Elektrowerkzeuggeräts im Raum umfasst. Mit den genannten Mitteln können
Informationen erhoben bzw. erfasst werden, die anschließend die Grundlage für die
Einstellung der Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts bilden. Die Mittel
zur Erkennung der Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts und/oder die Mittel zur Erkennung
der Lage des Elektrowerkzeuggeräts im Raum können vorzugsweise von einem Lagesensor
und/oder einem Gyrosensor gebildet werden.
[0019] Um beispielsweise den Typ der an dem Elektrowerkzeuggerät verwendeten Staubhaube
zu erkennen, kann die Staubhaube mechanische und/oder elektrische Codierungsmittel
umfassen. Mechanische Codierungsmittel können zum Beispiel von kleinen Erhebungen
oder Vertiefungen auf der Staubhaube, Kerben, Einschnitten oder dergleichen gebildet
werden. Elektrische Codierungsmittel können vorzugsweise auch als "elektronische Codierungsmittel"
bezeichnet werden und zum Beispiel kleine Gebiete einer abweichenden Leitfähigkeit
umfassen oder kleine elektronische Bauteile umfassen.
[0020] Die elektrischen Codierungsmittel können beispielsweise mindestens ein magnetisches
Element umfassen, das vorzugsweise auf der Staubhaube angeordnet vorliegen kann. Beispielsweise
können mehrere kleinere Magnete auf der Staubhaube angeordnet vorliegen und mit mindestens
einem Hall-Sensor, der an der Werkzeugmaschine angeordnet vorliegt, zusammenwirken.
Der Hall-Sensor kann mit der Steuerelektronik der Werkzeugmaschine verbunden sein
und die Magnete, ihre Anzahl und/oder ihre Lage detektieren. Die mit dem Hall-Sensor
erfassten Informationen können anschließend verwendet werden, um die Staubhaube bzw.
ihren Typ zu identifizieren.
[0021] Darüber hinaus kann im Kontext der vorliegenden Erfindung auch eine Kombination aus
einem RFID- und/oder NFC-Tag und einer entsprechenden Lesevorrichtung zum Einsatz
kommen. Die Abkürzung "RFID" steht für "radio frequency identification", während die
Abkürzung "NFC" steht für "near field communication" steht. Der RFID-Tag und/oder
der NFC-Tag kann/können auf der Staubhaube angeordnet vorliegen, während die Lesevorrichtung
im Bereich der Werkzeugmaschine angeordnet ist oder an der Werkzeugmaschine oder in
der Werkzeugmaschine integriert vorliegt. Die Lesevorrichtung kann mit der Steuerelektronik
der Werkzeugmaschine verbunden sein und die von dem RFID-Tag und/oder der NFC-Tag
gesendeten Daten empfangen. Die mit der Lesevorrichtung empfangenen Informationen
können anschließend verwendet werden, um die Staubhaube bzw. ihren Typ zu identifizieren.
[0022] Alternativ oder ergänzend könnte ein Kommunikationsmodul auf der Staubhaube angeordnet
vorliegen, welches beispielsweise unter Verwendung von Bluetooth kommunizieren kann.
Die Steuerelektronik der Werkzeugmaschine kann dann dazu eingerichtet sein, die Staubhaube
über Bluetooth zu erkennen und/oder zu identifizieren.
[0023] Die oben genannten Erkennungsmittel und/oder die Codierungsmittel können das Elektrowerkzeuggerät
zu einer bevorzugt automatischen Drehrichtungseinstellung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts
zu ertüchtigen.
[0024] Die Erfindung ist mit den Vorteilen verbunden, dass sich der Bedienkomfort und die
Produktivität des Nutzers des Elektrowerkzeuggeräts durch die Erfindung erheblich
erhöhen können. Durch die Automatisierung der Drehrichtungseinstellung kann der Arbeitsablauf
mit dem Elektrowerkzeuggerät vorteilhafterweise unterbrechungsfrei gestaltet werden,
so dass die Effizienz bei der Arbeit mit der Werkzeugmaschine verbessert werden kann.
Darüber hinaus kann mit der Erfindung die Qualität der Staubabsaugung verbessert werden.
[0025] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Elektrowerkzeuggerät einen Motor
aufweist, der vorzugsweise als bürstenloser Motor ausgebildet ist. Es stellt eine
überraschende Innovation im Bereich der bürstenlosen Motoren dar, dass Elektrowerkzeuge
bereitgestellt werden können, bei denen die Drehrichtung des rotierenden Werkzeugs
eingestellt werden kann. Die Einstellbarkeit der Drehrichtung des Elektrowerkzeugs
bei Verwendung eines bürstenlosen Motors ist mit dem Vorteil verbunden, dass weder
ein Getriebe für die Änderung der Drehrichtung, wie bei einem Verbrennungsmotor, erforderlich
ist, noch eine Mechanik zur Umschaltung der Kommutierung, wie bei einem Bürstenmotor.
Dadurch kann ein besonders nutzerfreundliches und flexibel einsetzbares Elektrowerkzeug
bereitgestellt werden.
[0026] Der Begriff der "Einstellbarkeit der Drehrichtung des Elektrowerkzeugs" bedeutet
im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass eine Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts
in Abhängigkeit von den Erfordernissen der zu erledigenden Aufgabe eingestellt werden
kann. Beispielsweise kann eine Drehrichtung "mit dem oder im Uhrzeigersinn" eingestellt
werden. Für andere Anwendungsfälle kann es bevorzugt sein, dass die Rotationsrichtung
"gegen den Uhrzeigersinn" eingestellt wird. Die Einstellbarkeit der Drehrichtung des
Elektrowerkzeugs bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass zwischen den beiden
entgegengesetzten Drehrichtungen "mit dem Uhrzeigersinn" und "gegen den Uhrzeigersinn"
hin- und hergeschaltet werden kann, je nach Belieben des Nutzers des Elektrowerkzeuggeräts.
Das Umschalten kann beispielsweise durch das Einstellen eines Schalters bewirkt werden.
[0027] Tests haben gezeigt, dass die Rotationsrichtung "im Uhrzeigersinn" besonders bevorzugt
ist bei einer Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts in Verbindung mit einer Staubabsaugung.
Bei der Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts "mit dem Uhrzeigersinn"
dreht sich das Werkzeug in einem vorderen Bereich des Geräts vorzugsweise vom zu bearbeitenden
Untergrund bzw. vom Nutzer des Elektrowerkzeuggeräts weg. Dadurch kann das zerkleinerte
Schneidgut einen Bewegungsimpuls vom Nutzer weg erhalten, so dass der Nutzer durch
die Rotationsrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts von vornherein einer
verringerten Staubexposition ausgesetzt ist, wenn das Elektrowerkzeuggerät in der
Rotationsrichtung "im Uhrzeigersinn" betrieben wird. Es kann im Sinne der Erfindung
auch bevorzugt sein, dass das Schneidgut vom bevorzugt glatten Untergrund weg befördert
wird. Dadurch wird vorteilhafterweise die Voraussetzung für eine verbesserte und vollständigere
Absaugung geschaffen. Es ist im Sinne der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass
das Elektrowerkzeuggerät mit einer Staubhaube zusammenwirkt, die dazu eingerichtet
ist, das beim Trennen oder Bearbeiten des Untergrundes erzeugte Schneidgut abzusaugen
und beispielsweise aus einem Atembereich des Nutzers des Elektrowerkzeuggeräts zu
entfernen.
[0028] Bei der Rotationsrichtung "gegen den Uhrzeigersinn" ist es im Sinne der Erfindung
bevorzugt, dass sich das Werkzeug an dem zu bearbeitenden Untergrund in Richtung des
Nutzers des Elektrowerkzeuggeräts dreht. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt,
dass die Drehrichtung des Werkzeuges die Bewegungsrichtung des Anwenders unterstützt.
Tests haben gezeigt, dass diese einstellbare Drehrichtung des Werkzeugs bzw. des Elektrowerkzeuggeräts
besonders vorteilhaft ist für Anwendungen, die vom Nutzer als sehr belastend wahrgenommen
werden. Die Belastung kann beispielsweise dadurch hervorgerufen werden, dass mit einer
großen Kraft gearbeitet oder dass eine zeitintensive, langandauernde Arbeit durchgeführt
werden muss. Insofern ermöglicht ein Betrieb des Elektrowerkzeuggeräts in der Rotationsrichtung
"gegen den Uhrzeigersinn" eine besonders komfortable und für den Nutzer körperlich
wenig belastende Arbeit mit dem Elektrowerkzeuggerät. Indem mit der vorliegenden Erfindung
eine Einstellbarkeit der Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeugs ermöglicht
wird, kann der Nutzer des Elektrowerkzeuggeräts je nach Anwendungsfall die optimale
Rotationsrichtung des Werkzeugs am Elektrowerkzeuggerät einstellen und so vorteilhafterweise
besonders staubarm oder mit reduzierter körperlicher Belastung arbeiten.
[0029] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass eine Kühlung des Elektrowerkzeuggeräts
im Wesentlichen drehrichtungsunabhängig ausgebildet ist. Mit anderen Worten ist es
im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Kühlung des Elektrowerkzeuggeräts unabhängig
von der Rotationsrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts arbeitet und eine
Funktionsweise der Kühlung von einem Umschalten der Drehrichtung des Werkzeugs nicht
beeinflusst wird. Vorzugsweise ist die Kühlung des Elektrowerkzeuggeräts insbesondere
dazu eingerichtet, Komponenten des Elektrowerkzeuggeräts, wie Motor und/oder Leistungselektronik,
vor einer Überhitzung zu schützen. Vorzugsweise wird im Kontext der Kühlung des Elektrowerkzeuggeräts
ein Fluid an den zu kühlenden Komponenten des Elektrowerkzeuggeräts vorbeigeführt.
Bei dem Fluid kann es sich vorzugsweise um ein wasserbasiertes Fluid oder ein Gasgemisch,
wie Luft, handeln. Vorzugsweise wird das Fluid in geeigneten Rohren oder Kanälen an
den zu kühlenden Komponenten des Elektrowerkzeuggeräts vorbeigeführt, wobei es bedingt
durch den Temperaturunterschied zwischen den zu kühlenden Komponenten und dem Kühlfluid
zu einem Wärmeaustausch von Motor und/oder Leitungselektronik in Richtung des Kühlfluids
kommt. Es war vollkommen überraschend, dass im Kontext der vorliegenden Erfindung
auch eine drehrichtungsunabhängige Kühlung des Elektrowerkzeuggeräts bereitgestellt
werden kann.
[0030] Die Bereitstellung der im Wesentlichen drehrichtungsunabhängigen Kühlung für den
Motor des Elektrowerkzeuggeräts kann beispielsweise dadurch ermöglicht werden, dass
im Bereich der Kühlung des Elektrowerkzeuggeräts ein Lüfter verwendet wird, der vorzugsweise
keine Vorzugsrichtung aufweist. Das bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass
die Elemente auf dem Lüfterrad, die der Führung des Kühlungsfluids dienen, von gerade
Rippen gebildet werden können. Gerade Kühlungsrippen geben - anders als gebogene Kühlungsrippen
- das Kühlungsfluid nicht in eine bevorzugte Richtung ab, sondern in einer im Wesentlichen
radialen Richtung. Dadurch kann die im Kontext des vorgeschlagenen Elektrowerkzeuggeräts
vorgeschlagene Kühlung bei Verwendung eines Lüfterrads ohne Vorzugsrichtung im Wesentlichen
drehrichtungsunabhängig ausgebildet sein, da auf diese Weise in beiden Betriebsrichtungen
des Werkzeugs eine umfassende Kühlung des Motors des Elektrowerkzeuggeräts gewährleistet
werden kann.
[0031] Es kann im Sinne der Erfindung bevorzugt sein, dass diese Kühlleistung für beide
Rotationsrichtungen des Werkzeugs im Wesentlichen 100 % beträgt. Es kann aber auch
bevorzugt sein, dass an der Kühlung eine Kühlleistung eingestellt werden kann, die
kleiner als 100 % ist. Mit anderen Worten ist es im Sinne der Erfindung bevorzugt,
dass an der Kühlung des Elektrowerkzeuggeräts unterschiedliche Kühlleistungen eingestellt
werden können, insbesondere in Abhängigkeit von der Rotationsrichtung des Werkzeugs
des Elektrowerkzeuggeräts. Dies kann in den Fällen von Vorteil sein, wenn eine erste
Betriebsart des Elektrowerkzeuggeräts eine geringere Kühlleistung erfordert als eine
zweite Betriebsart des Elektrowerkzeugs. Eine Kühlleistung von weniger als 100 % kann
beispielsweise dadurch bereitgestellt werden, dass im Bereich der Kühlung des Elektrowerkzeuggeräts
ein Lüfter verwendet wird, der eine nur leicht ausgeprägte Vorzugsrichtung aufweist.
Dadurch kann die Kühlung in der Vorzugsrichtung, wenn das Werkzeug des Elektrogeräts
beispielsweise in einer ersten Rotationsrichtung betrieben wird, eine 100 %-ige Kühlleistung
erreichen und in der Nicht-Vorzugsrichtung eine geringere Kühlleistung, die aber ausreichend
ist, um eine Kühlung des Elektrogeräts zu erreichen, wenn das Werkzeug des Elektrogeräts
beispielsweise in einer zweiten Rotationsrichtung betrieben wird. Auch eine so an
die Erfordernisse angepasste Kühlung soll im Sinne der Erfindung ebenfalls unter den
Begriff der "im Wesentlichen drehrichtungsunabhängigen Kühlung" des Elektrogeräts
fallen.
[0032] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Elektrowerkzeuggerät eine Drehrichtungsanzeige
umfasst. Mit anderen Worten umfasst das Elektrowerkzeuggerät vorzugsweise ein Anzeigenmittel
für die Drehrichtung des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts. Bei dem Anzeigenmittel
kann es sich beispielsweise um ein kleines Display, einen Bildschirm oder einen Monitor
handeln. Vorzugsweise kann das Anzeigenmittel als Touchbildschirm oder Touchscreen
ausgestaltet sein, so dass Eingaben vorteilhafterweise durch Berührung mit einem Finger
des Nutzers oder mit einem speziellen Stift vorgenommen werden können. Die Anzeigenmittel
können beispielsweise auch Lämpchen oder LEDs umfassen, die beispielsweise unterschiedlich
gefärbt sind. Beispielsweise kann eine LED in Farbe A die Rotationsrichtung "gegen
den Uhrzeigersinn" anzeigen, während eine LED in Farbe B die Rotationsrichtung "mit
dem Uhrzeigersinn" angibt.
[0033] Es ist im Sinne der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass das Elektrowerkzeuggerät
ein Trennschleifer, ein Diamanttrennschleifer oder ein Winkelschleifer ist. Vorzugsweise
kann das Elektrowerkzeuggerät im Kontext der vorliegenden Erfindung auch als "Werkzeugmaschine"
bezeichnet werden. Insofern betrifft die Erfindung insbesondere Trennschleifer, Diamanttrennschleifer
oder Winkelschleifer, bei denen in Abkehr vom Stand der Technik die Drehrichtung des
Werkzeugs je nach Erfordernis der zu erledigenden Arbeit umgeschaltet werden kann,
wobei der Motor des Elektrowerkzeuggeräts vorzugsweise ein bürstenlosen Motor ist.
Vorzugsweise kann im Kontext der vorliegenden Erfindung zwischen den Drehrichtungen
"im Uhrzeigersinn" und "gegen den Uhrzeigersinn" gewählt werden oder diese Drehrichtungen
können bevorzugt automatisch von der Werkzeugmaschine selbst eingestellt werden. Zur
Einstellung der Drehrichtung des Werkzeugs kann das Elektrowerkzeuggerät beispielsweise
eine Schaltervorrichtung umfassen. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Kipp-
oder einen Schiebeschalter handeln, der vorzugsweise zwei Schaltstellungen ermöglicht.
Vorzugsweise entspricht je eine Schalterstellung einer Drehrichtung des Elektrowerkzeuggeräts.
[0034] In einem Ausführungsbeispiel betrifft die Erfindung einen Trenn- oder Winkelschleifer,
wobei der Antrieb mit einem bürstenlosen Motor realisiert wird. Das Werkzeug des Trenn-
oder Winkelschleifer ist vorzugsweise mit einer für den Anwender wählbaren Drehrichtung
ausgestattet, so dass der Nutzer des Elektrowerkzeuggeräts die Rotationsrichtung der
Trennscheibe bzw. des Trennblattes am Elektrowerkzeuggerät einstellen bzw. auswählen
kann. Dadurch kann vorteilhafterweise ein besonders einfach zu konfigurierender Trenn-
oder Winkelschleifer bereitgestellt werden, der aufgrund seiner einstellbaren Werkzeug-Rotationsrichtung
besonders nutzerfreundlich ist. Es hat sich gezeigt, dass mit einem Elektrowerkzeuggerät,
dessen Werkzeug mit dem Uhrzeigersinn rotiert, eine besonders gute Absaugung des Schneidgutes
in Verbindung mit einer entsprechenden Staubhaube für die Absaugung erreicht werden
kann. Dazu kann das Elektrowerkzeuggerät bzw. die Staubhaube beispielsweise mit einem
Staubsauger oder einem Entstauber verbunden werden. Ferner hat sich gezeigt, dass
ein Elektrowerkzeuggerät, dessen Werkzeug gegen den Uhrzeigersinn rotiert, zu einer
überraschend geringen Ermüdung des Anwenders führt. Mit anderen Worten kann mit der
Erfindung die körperliche Belastung für den Nutzer des Elektrowerkzeuggeräts erheblich
reduziert werden, wenn das Werkzeug des Trenn- oder Winkelschleifers gegen den Uhrzeigersinn
betrieben wird. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Drehrichtung
des Werkzeugs des Elektrowerkzeuggeräts insbesondere wählbar ist in Abhängigkeit von
der Zugänglichkeit des Untergrundes bzw. des Trennguts.
[0035] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass bei einem bürstenlosen Motor die Drehrichtung
des Werkzeugs mit Hilfe einer Softwaresteuerung geändert werden kann. Dabei ist es
im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass für beide Drehrichtungen des Motors eine ausreichend
große Kühlung der Gerätekomponenten ermöglicht wird. Vorzugsweise kann ein bürstenloser
Motor mit Netzbetrieb oder auch mit ein oder mehreren Batterien und/oder Akkumulatoren
("Akkus") betrieben werden.
[0036] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung.
In der Figur sind verschiedene Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung dargestellt.
Die Figur, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination.
Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0037] In der Figur sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform des Elektrowerkzeuggeräts
Figurenbeschreibung und Ausführungsbeispiel der Erfindung:
[0038] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ausgestaltung des vorgeschlagenes
Elektrowerkzeuggerät (1) mit einem Motor (9) und einem rotierenden Werkzeug (3). Es
ist im Sinne der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass es sich beim dem Elektrowerkzeuggerät
(1) um einen Trennschleifer, einen Diamanttrennschleifer oder einen Winkelschleifer
handelt. Eine Drehrichtung des Werkzeugs (3) kann an dem Elektrowerkzeuggerät (1)
eingestellt werden. Der Motor (9) ist vorzugsweise ein bürstenloser Motor. Das Elektrowerkzeuggerät
(1), das in Fig. 1 abgebildet wird, ist ein Trennschleifer, dessen Werkzeug (3) als
Trennscheibe ausgebildet ist. Das Elektrowerkzeuggerät (1) kann eine Staubhaube (5)
umfassen, die vorzugsweise das rotierende Werkzeug (3) umgibt und die vorzugsweise
dazu eingerichtet ist, beispielsweise in Verbindung mit einer Staubabsaugvorrichtung
(nicht dargestellt), den Staub oder das Schneidgut abzusaugen. Dadurch wird vorteilhafterweise
verhindert, dass der Staub vom Nutzer eingeatmet wird und in seine Atemwege gelangt,
wo er zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Das Elektrowerkzeuggerät
(1) kann einen Lagesensor (2) oder einen Sensor (4) zur Erkennung eines Typs der Staubhaube
(5) umfassen. Darüber hinaus kann das Elektrowerkzeuggerät (1) einen Ein- und Ausschalter,
sowie einen Wahlschalter (6) zu Einstellung der Drehrichtung des Werkzeugs (3) des
Elektrowerkzeuggeräts (1) umfassen. Ferner kann das Elektrowerkzeuggerät (1) verschiedene
Griffe (7) umfassen, mit denen der Nutzer das Elektrowerkzeuggerät (1) halten bzw.
bei der Arbeit mit dem Elektrowerkzeuggerät (1) führen kann. Die Staubhaube (5) kann
Codierungsmittel (8) umfassen, die beispielsweise als mechanische, elektrische und/oder
elektronische Codierungsmittel ausgebildet sein können. Darüber hinaus kann das Elektrowerkzeuggerät
(1) eine Anzeigenvorrichtung (nicht dargestellt) umfassen, auf der dem Nutzer Betriebsparameter
des Elektrowerkzeuggeräts (1) oder Informationen zur Drehrichtung des Werkzeugs (3)
des Elektrowerkzeuggeräts (1) angezeigt werden können. Die in Figur 1 abgebildeten
Komponenten der Werkzeugmaschine (1) können so angeordnet sein, wie in der Figur dargestellt.
Es kann aber im Sinne der Erfindung ebenfalls bevorzugt sein, dass sie an anderen
Positionen und mit anderen Abständen zueinander angeordnet sind.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Elektrowerkzeuggerät, zum Beispiel ein Trennschleifer
- 2
- Mittel zur Erkennung der Lage des Elektrowerkzeuggeräts im Raum
- 3
- Werkzeug
- 4
- Mittel zur Erkennung eines Typs einer Staubhaube
- 5
- Staubhaube
- 6
- Schalter zur Auswahl einer Drehrichtung des Werkzeugs
- 7
- Griff
- 8
- Codierungsmittel an der Staubhaube
- 9
- Motor
1. Elektrowerkzeuggerät (1) mit einem rotierenden Werkzeug (3), wobei das Werkzeug (3)
des Elektrowerkzeuggeräts (1) in einer ersten Drehrichtung oder in einer zweiten Drehrichtung
angetrieben werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Drehrichtung des Werkzeugs (3) an dem Elektrowerkzeuggerät (1) einstellbar ist,
und zwar
- in Abhängigkeit
• von einem Vorhandensein einer Staubhaube (5) an dem Elektrowerkzeuggerät (1),
• von einem Typ einer an dem Elektrowerkzeuggerät (1) angeordneten Staubhaube (5)
und/oder
• von einer Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts (1) und seiner damit verbundenen Lage
im Raum, und/oder
- in Abhängigkeit von einer Stellung eines Schalters zur Auswahl einer Drehrichtung
des Werkzeugs (3) des Elektrowerkzeuggeräts (1).
2. Elektrowerkzeuggerät (1) nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass
das Elektrowerkzeuggerät (1) Mittel zur Erkennung einer Staubhaube (5), Mittel (4)
zur Erkennung eines Typs einer Staubhaube (5), Mittel zur Erkennung einer Anwendung
des Elektrowerkzeuggeräts (1) und/oder Mittel (2) zur Erkennung der Lage des Elektrowerkzeuggeräts
(1) im Raum umfasst.
3. Elektrowerkzeuggerät (1) nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zur Erkennung einer Anwendung des Elektrowerkzeuggeräts (1) und/oder die
Mittel zur Erkennung der Lage des Elektrowerkzeuggeräts (1) im Raum von einem Lagesensor
und/oder einem Gyrosensor gebildet werden.
4. Elektrowerkzeuggerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
einen Schalter zur Auswahl einer Drehrichtung des Werkzeugs (3) des Elektrowerkzeuggeräts
(1) umfasst.
5. Elektrowerkzeuggerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
die Staubhaube (5) lösbar mit dem Elektrowerkzeuggerät (1) verbindbar ist.
6. Elektrowerkzeuggerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
die Staubhaube (5) für einen Betrieb des Werkzeugs (3) des Elektrowerkzeuggeräts (1)
in einer ersten Drehrichtung und/oder in einer zweiten Drehrichtung ausgebildet ist.
7. Elektrowerkzeuggerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
die Staubhaube (5) mechanische und/oder elektrische Codierungsmittel (8) umfasst.
8. Elektrowerkzeuggerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Kühlung des Elektrowerkzeuggeräts (1) im Wesentlichen drehrichtungsunabhängig
ausgebildet ist.
9. Elektrowerkzeuggerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
das Elektrowerkzeuggerät (1) ein Trennschleifer, ein Diamanttrennschleifer oder ein
Winkelschleifer ist.
10. Elektrowerkzeuggerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
der Motor (9) ein bürstenloser Motor ist.