[0001] Die Erfindung betrifft einen Endlosbrandschutzstreifen für einen Brandriegel und
einen Brandriegel.
[0002] Im Bereich der außenliegenden Wärmedämmung muss mit Brandriegeln gearbeitet werden,
um einen Brandüberschlag aus einem Fenster auf das nächste Stockwerk zu verhindern.
Vertikale Brandriegel schließen typischerweise mit der hinterlüfteten Fassade ab.
Im Gegensatz dazu ermöglichen horizontale Brandriegel eine Luftzirkulation, da ein
Spalt zur Fassade vorgesehen ist. Speziell, wenn hinterlüftete Fassaden installiert
werden, muss der Spalt, der zur Hinterlüftung notwendig ist, im Brandfall verschlossen
werden, sodass die Brandübertragung im Brandfall ausreichend lange verhindert wird.
Dazu weisen die Brandriegel einen Basisabschnitt mit Dämmmaterial und einen Dichtabschnitt
mit intumeszierendem Material auf, der sich im Brandfall ausdehnt und so den Spalt
verschließt.
[0003] Die Brandriegel sind generell in verschiedensten Stärken verfügbar, je nach Abstand
der Fassadenbekleidungselemente zum Untergrund. Aufgrund der Vielfalt der verwendeten
Fassaden und der Vielzahl der unterschiedlichen Dämmstärken, müssen Hersteller daher
eine Vielzahl verschieden bemaßter Brandriegel vorhalten, was einen hohen Fertigungsaufwand
und ebenfalls einen Lageraufwand verursacht.
[0004] Eine zusätzliche Komplikation tritt auf, wenn der Abstand der Fassade zum Untergrund
etwas stärker variiert. Die Variation des Abstands führt dazu, dass eine einzelne
nominelle Stärke (bezüglich des Abstands zwischen Untergrund und Fassade) unzureichend
ist, um den Spalt hinreichend klein zu halten, sodass die Brandschutzvorschriften
eingehalten werden.
[0005] Meist kann das Produkt auf einen kleineren Abstand angepasst werden. Sollte der Abstand
aber größer als geplant ausfallen, dann muss ein neues Produkt nachbestellt werden.
Dadurch wird der zeitliche Ablauf bei derartigen Fassadenarbeiten verlangsamt. Das
Problem verschärft sich bei architektonisch ansprechenden ausgefallenen (schrägen)
Fassadenverläufen. Dann verursacht die Anpassung einen hohen Handarbeitsaufwand oder
eine häufige Nachbestellung.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Endlosbrandschutzstreifen und
einen Brandriegel bereitzustellen, mittels denen die Nachteile bekannter Brandriegel
ausgeräumt oder zumindest verringert werden können. Insbesondere sollen die jeweiligen
Brandschutzvorschriften zuverlässig erfüllt werden. Zudem sollen bevorzugt die Erfordernisse
einer Vielzahl verschiedener Fertigungsgeometrien und des hohen Lageraufwands möglichst
vermieden werden. Ferner soll der Installationsaufwand des Brandriegels für den Nutzer
oder Installateur vorzugsweise niedrig sein.
[0007] Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind in den abhängigen Patentansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung
angegeben, von denen jeder für sich oder in (Sub-)Kombination Aspekte der Erfindung
darstellen kann.
[0008] Gemäß einem Aspekt wird ein Endlosbrandschutzstreifen für einen Brandriegel bereitgestellt.
Der Endlosbrandschutzstreifen umfasst einen Dichtabschnitt, der zumindest teilweise
ein intumeszierendes Material aufweist. Der Endlosbrandschutzstreifen umfasst auch
zumindest einen an den Dichtabschnitt seitlich angrenzenden ersten Befestigungsabschnitt.
Der Endlosbrandschutzstreifen ist zumindest mittels des ersten Befestigungsabschnitts
an einem Basisstreifen des Brandriegels fixierbar.
[0009] Der so eingerichtete Endlosbrandschutzstreifen ermöglicht vorteilhaft eine Loslösung
vom Dichtmaterial (Basisstreifen des Brandriegels), das zur Dämmung der Fassade genutzt
wird. Insofern ist der Endlosbrandschutzstreifen losgelöst vom Dichtmaterial produzierbar
und verwendbar. Dadurch muss bei der Fertigung vorteilhaft nicht mehr die Fülle an
verschiedenen Fertigungsgeometrien, die durch unterschiedliche Anwendungsfälle aufgrund
variierender Abstände der Fassadenbekleidungselemente zum Untergrund begründet sind,
bedient werden. Es kann vorteilhaft ein Endlosbrandschutzstreifen mit einheitlichen
Abmessungen anwendungsunabhängig (mindestens abstandsunabhängig) produziert werden.
Zusätzlich wird auch der Lageraufwand für den Endlosbrandschutzstreifen reduziert.
Da dieser unabhängig vom jeweiligen Dämmmaterial produziert wird, sind die Abmessungen
reduziert, sodass der Platzbedarf vorteilhaft reduziert ist.
[0010] Für den Endnutzer oder Installateur hat die Unabhängigkeit vom Dämmmaterial ebenfalls
Vorteile. Wenn das Dämmmaterial mit dem Brandschutzstreifen einen Verbund bildet,
wird im Falle einer individuellen Fehlanpassung (Fehler in der Zuschneidung), die
Verwendbarkeit der Gesamteinheit, also des Dämmmaterials und des Brandschutzstreifens
verhindert. Dadurch entstehen hohe Kosten, obwohl der Fehler in der Regel auf einer
Fehlanpassung der günstigen Dämmkomponente der Gesamteinheit und nicht des kostenintensiven
Brandschutzstreifens selbst beruht. Da erfindungsgemäß aber beide Komponenten separat
sind, führt eine Fehlzuschneidung dazu, dass lediglich das kostengünstigere Dämmmaterial
erneut zugeschnitten werden muss. Der erfindungsgemäße Endlosbrandschutzstreifen kann
dennoch auch mit der neu angepassten Komponente des Dämmmaterials genutzt werden,
zumindest sofern der Fehler erkannt wird, bevor beide unlösbar miteinander gekoppelt
sind.
[0011] Ferner bedingt eine Fehlzuschneidung keine Verzögerung der Fassadenarbeiten. Aufgrund
der Separierung des Endlosbrandschutzstreifens vom Dämmmaterial führt eine Fehlanpassung
nicht dazu, dass eine neue Gesamteinheit beim Hersteller bestellt werden muss. Vielmehr
muss lediglich eine neue Einheit des Dämmmaterials angepasst werden, das bei derartigen
Arbeiten typischerweise aber immer ausreichend vor Ort ist. Ein Bezug eines neuen
Brandriegels (also des Verbunds aus Dämmmaterial und Brandschutzstreifen), der gemäß
bekannter Brandriegel zu einer Verzögerung der Arbeiten führt, kann vorteilhaft vermieden
werden.
[0012] Unter dem Dichtabschnitt ist vorliegende derjenige Abschnitt des Endlosbrandschutzstreifens
zu verstehen, der das intumeszierende Material aufweist. Das intumeszierende Material
dehnt sich im Brandfall aus und dichtet so den für die Hinterlüftung vorgesehenen
Spalt ab. Dadurch wird eine Ausbreitung der Flammen zwischen unterschiedlichen Bereichen
in entgegengesetzten Richtungen des Spaltes verhindert.
[0013] Unter dem Basisstreifen des Brandriegels kann vorliegend eine Basiskomponente umfassend
ein Dämmmaterial verstanden werden, die zwischen dem Untergrund (Gebäudeteil) und
den Fassadenelementen angeordnet ist. Dadurch überspannt der Basisstreifen des Brandriegels
eine Teildistanz zwischen dem Untergrund und den Fassadenelementen in der Richtung
senkrecht zum jeweiligen Fassadenelement. Eine weitere Teildistanz wird durch den
sich an den Basisstreifen des Brandriegels entlang der Richtung senkrecht zum jeweiligen
Fassadenelement anschließenden Dichtabschnitt überspannt. Es verbleibt eine Restteildistanz
entlang der Richtung senkrecht zum Fassadenelement, die dem Spalt entspricht, der
zur Hinterlüftung vorgesehen ist.
[0014] Im vorliegenden Kontext kann unter seitlich angrenzend eine Positionierung verstanden
werden, die sich in einer Richtung erstreckt, die im Anwendungsfall im Wesentlichen
parallel zum jeweiligen Fassadenelement orientiert ist. Das bedeutet, dass sich seitlich
angrenzend nicht auf eine Richtung bezieht, die senkrecht zum jeweiligen Fassadenelement
orientiert ist. Der Befestigungsabschnitt muss sich aber nicht zwangsläufig entlang
dieser Richtung erstrecken, sondern lediglich entlang dieser Richtung an den Dichtabschnitt
angrenzen. Die seitliche Angrenzung ist deshalb nicht derart zu verstehen, dass sich
der Befestigungsabschnitt in der Gebrauchssituation nicht im Wesentlichen entlang
der Richtung senkrecht zum jeweiligen Fassadenelement erstrecken kann.
[0015] Bevorzugt weist der Endlosbrandschutzstreifen einen zweiten Befestigungsabschnitt
auf. Der erste und der zweite Befestigungsabschnitt können auf entgegengesetzten Seiten
des Dichtabschnitts seitlich an diesen angrenzen. In anderen Worten grenzen der erste
und der zweite Befestigungsabschnitt in entgegengesetzten Richtungen innerhalb einer
Ebene an den Dichtabschnitt an, die im Wesentlichen parallel zum jeweiligen Fassadenelement
orientiert ist. Durch die Mehrzahl an Befestigungsabschnitten kann die Fixierung mit
dem Basisstreifen des Brandriegels verbessert werden.
[0016] Optional weist zumindest der erste Befestigungsabschnitt eine erste Oberfläche und
eine der ersten Oberfläche entgegengesetzte zweite Oberfläche auf. Zumindest eine
der beiden Oberflächen ist mit einem Befestigungsmittel beschichtet. Die Verwendung
eines Befestigungsmittels ermöglicht eine leichte Handhabbarkeit und dennoch zuverlässige
Fixierbarkeit an dem Basisstreifen des Brandriegels.
[0017] Bevorzugt umfasst das Befestigungsmittel einen Klebstoff.
[0018] In einer besonderen Ausgestaltung weist der Dichtabschnitt ferner zumindest teilweise
ein elastisches Dichtmaterial auf, in das das intumeszierende Material eingebettet
ist. Für einige Anwendungsfälle müssen Spaltmaße zwischen dem Untergrund dem jeweiligen
Fassadenelement vermieden werden. In diesem Fall gewährleistet das elastische Dichtmaterial
im Rahmen der Elastizität des Dichtmaterials eine Flexibilität beim Einbau zwischen
dem Untergrund, bzw. dem Basisstreifen des Brandriegels, und dem Fassadenelement.
In anderen Worten, die Elastizität des Dichtmaterials stellt ein gewisses Spiel bezüglich
der Distanz bereit und erleichtert somit den Einbau.
[0019] Insbesondere kann das elastische Dichtmaterial auch komprimierbar sein. Dadurch kann
der Dichtabschnitt den Einbau nochmals erleichtern.
[0020] Bevorzugt weist das Dichtmaterial einen Schaumstoff auf. Der Schaumstoff kann offenporig
oder geschlossenporig sein. Schaumstoffe sind gut geeignet, um Elastizität und Komprimierbarkeit
bereitzustellen.
[0021] Optional ist das Dichtmaterial brandhemmend oder unbrennbar. Dadurch kann die Sicherheit
bezüglich des Brandfall verbessert werden.
[0022] In einer besonderen Ausgestaltung sind Außenflächen des Dichtabschnitts zumindest
entlang der Längserstreckungsrichtung des Endlosbrandschutzstreifens mit einer Folie
kaschiert. Die Kaschierung mittels der Folie gewährleistet eine Widerstandsfähigkeit
beim Einbau. Somit wird verhindert, dass der Dichtabschnitt oder sein Material durch
die Tätigkeiten bei der Herstellung oder der Installation beschädigt werden. Des Weiteren
schütz die Folie vor Kondenswasserbildung und stellt dadurch einen dauerhaften Schutz
des Dichtmaterials bereit.
[0023] Unter entlang der Längserstreckungsrichtung kann vorliegend eine Ausdehnung verstanden
werden, die zumindest die Stirnseiten des Dichtabschnitts entlang der Längserstreckungsrichtung
umfassen, und zwar sowohl in Bezug auf die Oberfläche, die dem jeweiligen Fassadenelement
gegenüberliegt, als auch in Bezug auf die Oberfläche, die dem Basisstreifen des Brandriegels
gegenüberliegt.
[0024] Optional ist der Endlosbrandschutzstreifen auch entlang seiner lateralen Ausdehnung
mit der Folie kaschiert. Das bedeutet, dass die Stirnseiten, die in der Einbausituation
im Wesentlichen parallel zum jeweiligen Fassadenelement orientiert sind, sowohl entlang
der Längserstreckung als auch entlang der Breite des Brandschutzstreifens mit der
Folie kaschiert sind. Ferner können auch Außenflächen des Dichtabschnitts, die im
Wesentlichen senkrecht zum jeweiligen Fassadenelement orientiert sind, mit der Folie
kaschiert sein.
[0025] Bevorzugt weist die Folie eine Gitterstruktur auf. Weiter bevorzugt umfasst die Gitterstruktur
eine Rechteckgitterstruktur oder eine Diamantgitterstruktur. Gitterstrukturen weisen
entlang der Abschnitte, die das Gitter definieren, eine erhöhte Festigkeit auf. Deshalb
können Gitterstrukturen die Widerstandsfähigkeit der Folie gegen äußere Einflüsse
nochmals verbessern.
[0026] In einer Ausgestaltung weist eine Unterseite des Dichtabschnitts eine erste Außenfläche
auf. Eine der Unterseite entgegengesetzte, parallel angeordnete Oberseite weist eine
der ersten entgegengesetzte, zweite Außenfläche auf. Dann kann eine Höhe des Dichtabschnitts
(DAH) zwischen der Unterseite und der Oberseite zwischen mindestens 4 mm und maximal
50 mm betragen, bevorzugt zwischen mindestens 15 mm und maximal 30 mm, weiter bevorzugt
von im Wesentlichen 20 mm. Die Unterseite und die Oberseite des Dichtabschnitts sind
in der Gebrauchssituation im Wesentlichen parallel zum jeweiligen Fassadenelement
orientiert. Das bedeutet, dass der Dichtabschnitt entlang der Richtung senkrecht zum
jeweiligen Fassadenelement eine Höhe (DAH) aufweist. Entsprechend der Höhe kann die
Menge des intumeszierenden Materials variieren. Die Höhe kann dabei vom Anwendungsfall
abhängen. So können unterschiedliche Spaltmaße im Brandfall bedarfsgerecht basierend
auf der variierenden Menge des intumeszierenden Materials verschlossen werden.
[0027] Optional ist eine erste Breite der Unterseite quer zur Längserstreckungsrichtung
des Endlosbrandschutzstreifens größer als eine zweite Breite der Oberseite quer zur
Längserstreckungsrichtung des Endlosbrandschutzstreifens. Das bedeutet, dass die Unterseite
und die Oberseite des Dichtabschnitts in dieser Ausgestaltung unterschiedliche Flächenmaße
je Längeneinheit aufweisen. Dadurch ergibt sich eine trapezförmige Querschnittsfläche
des Dichtabschnitts, bei der die Unterseite und die Oberseite parallel zueinander
orientiert sind. Die jeweils die Unterseite und die Oberseite verbindenden Seitenflächen
sind hingegen abgeschrägt und sind derart orientiert, dass sie zumindest gegenüber
einer der Oberseite und der Unterseite keinen rechten Winkel aufweisen (nicht gleichschenkliges
Trapez). Durch diese Geometrie wird der Endlosbrandschutzstreifen auch für andere
Anwendungsfälle nutzbar, beispielsweise um in Wand- oder Deckenabschnitten entsprechende
Brandschutzfugen auszukleiden. Der Endlosbrandschutzstreifen kann dann bedarfsgerecht
an die jeweilige Fugengeometrie angepasst sein.
[0028] Bevorzugt sind Übergangsabschnitte, die sich entlang der Längserstreckungsrichtung
des Endlosbrandschutzstreifens zwischen der Unterseite und der Oberseite des Dichtabschnitts
erstrecken, mit Fasen und/oder Verrundungen und/oder Abschrägungen ausgeführt. Dadurch
werden scharfe Kanten zwischen den Übergangsabschnitten und der Unterseite bzw. der
Oberseite vermieden, wodurch das Risiko von Beschädigungen reduziert wird.
[0029] Optional ist zwischen dem Dichtabschnitt und dem Befestigungsabschnitt eine sich
in Längserstreckungsrichtung des Endlosbrandschutzstreifens erstreckende erste Knickkante
angeordnet. Die Knickkante definiert die Grenze zwischen Dichtabschnitt und Befestigungsabschnitt.
Die Knickkante ermöglicht, dass sich in der Gebrauchssituation entlang der Richtung
senkrecht zum Fassadenelement lediglich der Dichtabschnitt an den Basisstreifen des
Brandriegels anschließt. Der Befestigungsabschnitt kann hingegen umgeknickt werden,
sodass er entlang dieser Richtung orientiert ist. Im Endeffekt wird dadurch ermöglicht,
dass der Dichtabschnitt eine Streifenbreite aufweist, die der Streifenbreite des Basisstreifens
des Brandriegels entspricht. Die Befestigung an dem Basisstreifen erfolgt dann jedoch
dadurch, dass der Befestigungsabschnitt des Endlosbrandschutzstreifens mit den Seitenflächen
des Basisstreifens des Brandriegels (also denjenigen Flächen, die sich entlang der
Richtung senkrecht zum Fassadenelement erstrecken) gekoppelt wird, beispielsweise
verklebt wird.
[0030] Bevorzugt weist der Dichtabschnitt zwischen gegenüberliegenden seitlichen Enden des
Dichtabschnitts zumindest eine sich in Längserstreckungsrichtung des Endlosbrandschutzstreifens
erstreckende zweite Knickkante auf. Die zweite Knickkante ist für den zweiten Befestigungsabschnitt
vorgesehen und hat die entsprechende Funktion wie die erste Knickkante.
[0031] Bevorzugt kann der Dichtabschnitt des Endlosbrandschutzstreifens auch eine Trägerschicht
aufweisen. Die Trägerschicht kann im Wesentlichen parallel zu einer Unterseite und
einer Oberseite des Dichtabschnitts orientiert sein, deren Flächennormalen in der
Gebrauchssituation im Wesentlichen senkrecht zum jeweiligen Fassadenelement orientiert
sind. Das intumeszierende Material kann dann beidseits der Trägerschicht zwischen
der Trägerschicht und der Unterseite sowie zwischen der Trägerschicht und der Oberseite
des Dichtabschnitts angeordnet sein. Dadurch dehnt sich der Endlosbrandschutzstreifen
im Brandfall ausgehend von der Trägerschicht in entgegengesetzte Richtungen aus, was
für einige Anwendungsfälle vorteilhaft sein kann. Beispielsweise ist dies von Vorteil,
wenn der Endlosbrandschutzstreifen derart an dem Basisstreifen fixiert ist, dass der
Dichtabschnitt beabstandet von einer Stirnfläche des Basisstreifens angeordnet ist.
[0032] Gemäß einem weiteren Aspekt wird ein Brandriegel mit einem Basisstreifen bereitgestellt.
Der Basisstreifen weist zumindest teilweise ein thermisch isolierendes Material auf.
Der Brandriegel umfasst zudem einen Endlosbrandschutzstreifen wie zuvor beschrieben.
Der Basisstreifen weist eine Stirnfläche auf, deren Flächennormale im Wesentlichen
entlang der Richtung senkrecht zum jeweiligen Fassadenelement orientiert ist. Der
Endlosbrandschutzstreifen ist mittels des Befestigungsabschnitts derart an dem Basisstreifen
fixiert, dass der Dichtabschnitt fluchtend relativ zur Stirnfläche des Basisstreifens
angeordnet ist.
[0033] Unter fluchtend kann vorliegend verstanden werden, dass der Dichtabschnitt entlang
der Richtung senkrecht zum jeweiligen Fassadenelement fluchtend mit der Stirnfläche
angeordnet ist. In anderen Worten, der Dichtabschnitt des Endlosbrandschutzstreifens
ist entlang der Richtung senkrecht zum jeweiligen Fassadenelement zwischen der Stirnfläche
des Basisstreifens und dem jeweiligen Fassadenelement angeordnet.
[0034] Der so eingerichtete Brandriegel vereint die Vorteile individueller Dämmkomponenten
und Brandschutzstreifen. Der Brandriegel kann bedarfsgerecht mittels des Basisstreifens
an die jeweilige Geometrie angepasst werden und dennoch den verbleibenden Spalt für
die Hinterlüftung im Brandfall zuverlässig mittels des Endlosbrandschutzstreifens
verschließen. Vorteilhaft führt eine Fehlzuschneidung des Basisstreifens nicht unmittelbar
dazu, dass die kostenintensive Brandschutzkomponente unbrauchbar wird.
[0035] Optional ist der Dichtabschnitt seitlich beabstandet fluchtend neben der Stirnfläche
des Basisstreifens angeordnet ist.
[0036] Alternativ kann der Dichtabschnitt mit der Stirnfläche des Basisstreifens auch in
unmittelbarem Kontakt stehen. Der Kontakt kann in flächiger Weise ausgebildet sein.
Das bedeutet, dass die Unterseite des Dichtabschnitts an die Stirnfläche des Basisstreifens
angrenzen kann. Eine Flächennormale der Unterseite des Dichtabschnitts ist dann in
Richtung senkrecht zum jeweiligen Fassadenelement orientiert.
[0037] Unter neben kann hier verstanden werden, dass sich der Abstand im Wesentlichen entlang
der Flächennormalen der Stirnfläche erstreckt.
[0038] In einer besonderen Ausgestaltung weist der Endlosbrandschutzstreifen zwei Befestigungsabschnitte
auf entgegengesetzten Seiten des Dichtstreifens auf. Dann können der erste Befestigungsabschnitt
und der zweite Befestigungsabschnitt an entgegengesetzten Seiten des Basisstreifens
fixiert sein. Die entgegengesetzten Seiten des Basisstreifens, an denen die Befestigungsabschnitte
fixiert sind, können sich im Wesentlichen entlang der Richtung senkrecht zum jeweiligen
Fassadenelement erstrecken. Dadurch wird die Fixierung des Endlosbrandschutzstreifens
an dem Basisstreifen verbessert.
[0039] Optional weist die Stirnfläche des Basisstreifens quer zur Längserstreckungsrichtung
des Basisstreifens eine Breite (BSB) auf. Eine Breite des Dichtabschnitts (DAB) quer
zur Längserstreckungsrichtung des Endlosbrandschutzstreifens kann dann gleich oder
kleiner oder größer sein als die Breite (BSB) des Basisstreifens. Bevorzugt ist die
Breite des Dichtabschnitts (DAB) gleich oder kleiner als die Breite (BSB) des Basisstreifens.
So können die Abmessungen des Basisstreifens und des Dichtabschnitts aufeinander abgestimmt
werden.
[0040] Typischerweise müssen derartige Brandriegel für die Lebensdauer der Fassade eingerichtet
sein, d. h. zumindest für viele Jahre. Wird der Endlosbrandschutzstreifen an dem Basisstreifen
mittels eines Klebers befestigt, so kann der Kleber im Laufe der Zeit aufgrund der
Temperaturschwankungen und anderer äußerer Einflüsse seine Klebekraft verlieren.
[0041] Deshalb kann der Endlosbrandschutzstreifen, und insbesondere der Dichtabschnitt davon,
bevorzugt eingerichtet sein, um mittels einer Klammervorrichtung mit dem Basisstreifen
derart gekoppelt zu werden, dass die Positionierung des Endlosbrandschutzstreifens
relativ zum Basisstreifen des Brandriegels gewährleistet wird.
[0042] Alternativ kann der Endlosbrandschutzstreifen, und insbesondere der Dichtabschnitt
davon, auch mittels einer Federvorrichtung mit dem jeweiligen Fassadenelement derart
gekoppelt sein, dass die Positionierung des Endlosbrandschutzstreifens relativ zum
Basisstreifen des Brandriegels gewährleistet wird.
[0043] Sämtliche im Hinblick auf die verschiedenen Aspekte erläuterten Merkmale sind einzeln
oder in (Sub-)Kombination mit anderen Aspekten kombinierbar.
[0044] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben
werden im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Beispiele näher beschrieben
und erläutert. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können
einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt
werden. Es zeigen:
- Fig. 1 eine vereinfachte schematische Darstellung eines Endlosbrandschutzstreifens
gemäß einer Ausführungsform,
- Fig. 2 eine vereinfachte schematische Darstellung eines Brandriegels mit einem Endlosbrandschutzstreifen
gemäß einer Ausführungsform,
- Fig. 3 eine vereinfachte schematische Darstellung eines Endlosbrandschutzstreifens
gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 4 eine vereinfachte schematische Darstellung eines Brandriegels mit einem Endlosbrandschutzstreifen
gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 5 eine vereinfachte schematische Darstellung eines Brandriegels mit einem Endlosbrandschutzstreifen
gemäß einer weiteren Ausführungsform, und
- Fig. 6 eine vereinfachte schematische Darstellung eines Endlosbrandschutzstreifens
gemäß einer weiteren Ausführungsform.
[0045] Alle nachstehend in Bezug auf die Ausführungsbeispiele und/oder die begleitende Figur
offengelegten Merkmale können allein oder in einer beliebigen Unterkombination mit
Merkmalen der Aspekte der vorliegenden Offenbarung, einschließlich Merkmalen bevorzugter
Ausführungsformen, kombiniert werden, vorausgesetzt, die sich ergebende Merkmalskombination
ist für einen Fachmann auf dem Gebiet der Technik sinnvoll.
[0046] Figur 1 zeigt eine vereinfachte schematische Darstellung eines Endlosbrandschutzstreifens
10 gemäß einer Ausführungsform.
[0047] Das Koordinatensystem 12 veranschaulicht die üblichen Orientierungen des Endlosbrandschutzstreifens
10 in der Gebrauchssituation bezüglich der Länge L, die vorliegend in der Zeichenebene
liegt, der Breite B und der Höhe H. Das Koordinatensystem 12 ist dabei typischerweise
auf das in der Gebrauchssituation dem Endlosbrandschutzstreifen 10 gegenüber angeordneten
Fassadenelement zu beziehen, da zwischen dem Endlosbrandschutzstreifen 10 und dem
Fassadenelement in der Regel ein konstantes Spaltmaß realisiert werden soll. Das bedeutet,
dass die Höhe H im Wesentlichen entlang der Flächennormale bezüglich des Fassadenelements
orientiert ist.
[0048] Der Endlosbrandschutzstreifen 10 umfasst einen Dichtabschnitt 14. Der Dichtabschnitt
14 umfasst eine Unterseite 16 die sich entlang der Breite und der Länge erstreckt.
Die Breite des Dichtabschnitts 14 wird vorliegend mit DAB bezeichnet. Der Dichtabschnitt
14 umfasst auch eine Oberseite 18, die parallel zur Unterseite 16 orientiert ist und
beanstandet von dieser angeordnet ist. Durch den Abstand zwischen der Unterseite 16
und der Oberseite 18 weist der Dichtabschnitt 14 eine Dichtabschnitthöhe DAH auf.
[0049] Die Unterseite 16 und die Oberseite 18 sind durch Übergangsabschnitte 20A, 20B miteinander
verbunden. Die Übergangsabschnitte 20A, 20B erstrecken sich in der Gebrauchssituation
entlang der Längserstreckungsrichtung des Endlosbrandschutzstreifens 10.
[0050] Durch die Unterseite 16, die Oberseite 18 und die Übergangsabschnitte 20A, 20B weist
der Dichtabschnitt 14 pro Längeneinheit ein Innenvolumen 22 auf. In dem Innenvolumen
22 ist zumindest teilweise ein intumeszierendes Material 24 angeordnet. Ferner kann
in dem Innenvolumen 22 ein zumindest teilweise elastisches Dichtmaterial 26 angeordnet
sein. Das Dichtmaterial 26 kann auch komprimierbar sein. Vorliegend ist das Dichtmaterial
26 zudem unbrennbar. Alternativ kann das Dichtmaterial auch bedingt brennbar sein.
Das Dichtmaterial 26 wird bezüglich seiner Brennbarkeit in der Regel basierend auf
den rechtlichen Vorgaben ausgewählt.
[0051] Vorliegend weist die Oberseite 18 entlang der Breite eine kürzere Oberseitenbreite
OSB verglichen mit der Unterseite 16 und der diesbezüglichen Unterseitenbreite USB
auf. Es ergibt sich dadurch eine trapezförmige Querschnittsfläche des Innenvolumens
22.
[0052] Vorliegend weisen die Übergangsabschnitte 20A, 20B eine gleiche Neigung relativ zur
Unterseite 16 auf. In anderen Worten, der mit der Unterseite 16 eingeschlossene Winkel
ist für beide Übergangsabschnitte 20A, 20B gleich, sodass gemäß dieser Ausführungsform
eine Querschnittsfläche des Innenvolumens 22 entsprechend einem gleichschenkligen
Trapez vorliegt. Optional können die Winkel aber auch unterschiedlich sein, sodass
sich eine Querschnittsfläche entsprechend einem nicht gleichschenkligen Trapez ergibt.
[0053] Vorliegend ist der Endlosbrandschutzstreifen 10 gemäß seiner Fertigungskonfiguration
gezeigt. Die Befestigungsabschnitte grenzen seitlich an den Dichtabschnitt 14 an.
Vorliegend erstrecken sie sich auch entlang der Breite B. Vorliegend grenzen die Befestigungsabschnitte
28A, 28B insbesondere an die Unterseite 16 des Dichtabschnitts 14 an. Entlang der
Längserstreckungsrichtung des Endlosbrandschutzstreifens 10, und deshalb vorliegend
in der Zeichenebene, weist der Endlosbrandschutzstreifen 10 eine erste Knickkante
30A und eine zweite Knickkante 30B auf. Um die erste und die zweite Knickkante 30A,
30B sind die jeweiligen Befestigungsabschnitte 28A, 28B schwenkbar, so dass sie sich
dann nicht mehr entlang der Breite B erstrecken müssen. In der Gebrauchssituation
können die Befestigungsabschnitte 28A, 28B deshalb zumindest teilweise entlang der
Höhe H orientiert sein.
[0054] Ferner weisen die Befestigungsabschnitte 28A, 28B zumindest auf einer Oberfläche
ein Befestigungsmittel 32 auf, vorliegen einen Klebstoff.
[0055] Optional können die Unterseite 16, und/oder die Oberseite 18 und/oder die Übergangsabschnitte
20A, 20B und/oder die Befestigungsabschnitte 28A, 28B zumindest auf ihren Außenflächen
mit einer Folie 34 kaschiert sein. Die Folie 34 kann eine Gitterstruktur 36 aufweisen.
Dadurch wird die Festigkeit und Widerstandsfähigkeit der sich entlang der Längserstreckungsrichtung
des Endlosbrandschutzstreifens 10 erstreckenden Abschnitte verbessert, so dass das
Risiko von Beschädigungen bei der Herstellung oder der Installation reduziert ist.
[0056] Figur 2 zeigt eine vereinfachte schematische Darstellung eines Brandriegels 40 mit
einem Endlosbrandschutzstreifens 10 gemäß einer Ausführungsform.
[0057] Der Brandriegel 40 umfasst einen Basisstreifen 42, der sich ausgehend vom einem Untergrund
44 des jeweiligen Gebäudes entlang der Höhe H in Richtung des gegenüberliegenden Fassadenelements
46 erstreckt. Der Basisstreifen 42 weist eine Breite BSB und eine Höhe BSH auf.
[0058] Die Höhendistanz D2 zwischen dem Untergrund 44 und dem Fassadenelement 46 wird dadurch
zumindest anteilig durch den Basisstreifen 42 und dessen Höhe BSH überbrückt, so dass
sich eine Resthöhendistanz D1 ergibt.
[0059] Der Basisstreifen 42 umfasst in der Regel ein Dämmmaterial 48, das zur thermischen
Gebäudeisolierung vorgesehen ist.
[0060] Optional kann das Dämmmaterial 48 brandhemmend oder unbrennbar sein.
[0061] Dem jeweiligen Fassadenelement 46 gegenüber ist eine Stirnfläche 50 des Basisstreifens
42 des Brandriegels 40 angeordnet. Vorliegend ist die Stirnfläche 50 parallel zum
Fassadenelement 46 orientiert.
[0062] Der Endlosbrandschutzstreifen 10 ist generell zwischen dem Basisstreifen 42 des Brandriegels
40 und dem jeweilige Fassadenelement 46 angeordnet. Insbesondere ist der Endlosbrandschutzstreifen
10 bezüglich seines Dichtabschnitts 14 fluchtend mit der Stirnfläche 50 entlang der
Höhenrichtung H bezüglich des gegenüberliegenden Fassadenelements 46 angeordnet.
[0063] Durch die Höhe DAH des Dichtabschnitts 14 des Endlosbrandschutzstreifens 10 wird
die Resthöhendistanz D1 zwischen dem Basisstreifen 42 und dem jeweiligen Fassadenelement
46 anteilig durch den Dichtabschnitt 14 überspannt. Es ergibt sich dadurch entlang
der Höhenrichtung zwischen dem Dichtabschnitt 14 und dem Fassadenelement 46 eine Spalthöhe
SH. Die Spalthöhe SH dient der Hinterlüftung der Fassade.
[0064] Bei besonderen Anwendungen kann auch vorgesehen sein, dass kein Spalt zur Hinterlüftung
vorliegt.
[0065] Gemäß dieser Ausführungsform grenzt der Dichtabschnitt 14 mit der Unterseite 16 direkt
an die Stirnfläche 50 des Basisstreifens 42 an. Die Unterseite 16 steht also mit der
Stirnfläche 50 in unmittelbarem Kontakt. Die Befestigungsabschnitte 28A, 28B sind
um die jeweiligen Knickkanten 30A, 30B geschwenkt, sodass sie sich entlang der Höhenrichtung
H erstrecken, und mit Seitenflächen 52A, 52B des Basisstreifens 42 gekoppelt. Zur
Kopplung werden die Befestigungsmittel 32 genutzt, vorliegend der Klebstoff.
[0066] Im Brandfall dehnt sich das intumeszierende Material 24 aus, sodass der Dichtabschnitt
14 in Richtung des Fassadenelements 46 expandiert. Schlussendlich kann so die Spalthöhe
SH durch das expandierende intumeszierende Material 24 verschlossen werden. So kann
eine Ausbreitung des Brandes ausgehend von einer Raumseite des Basisstreifens 42 zur
gegenüberliegenden Raumseite des Basisstreifens 42 verhindert werden.
[0067] Dadurch, dass der Endlosbrandschutzstreifen 10 generell separat vom Basisstreifen
42 des Brandriegels 40 ist, kann bei komplexen Fassadengeometrien zunächst der Basisstreifen
42 an die Fassadengeometrie angepasst werden und anschließend der Endlosbrandschutzstreifen
10 daran angeordnet werden. Sollte es zu einer Fehlanpassung des Basisstreifens 42
kommen, so gewährleistet die Separierung des Endlosbrandschutzstreifens 10 vom Basisstreifen
42, dass lediglich der verhältnismäßig kostengünstige Basisstreifen 42 ausgetauscht
oder angepasst werden muss. Dadurch wird vermieden, dass die kostenintensive Komponente
des Endlosbrandschutzstreifens 10 durch ein fehlerhaftes Höhenmaß BSH des Basisstreifens
42 unbrauchbar wird.
[0068] Gemäß dieser Ausführungsform weist der Brandriegel 40 ferner eine Federvorrichtung
54 auf, mittels der die Positionierung des Endlosbrandschutzstreifens 10 relativ zum
Basisstreifen 42 gewährleistet wird. Die Federvorrichtung 54 erstreckt sich zumindest
teilweise durch den Dichtabschnitt 14 des Endlosbrandschutzstreifens 10 und weist
zwei Federarme 56 auf, die die Federvorrichtung 54 am gegenüberliegenden Fassadenelement
46 abstützen. Dadurch ist die Positionierung des Endlosbrandschutzstreifens 10 relativ
zum Basisstreifen 42 auch für den Fall gewährleistet, dass der Klebstoff, der gemäß
dieser Ausführungsform zur Befestigung der Befestigungsabschnitte 28A, 28B an den
Seitenflächen 52A, 52B des Basisstreifens 42 genutzt wird, im Laufe der Zeit seine
Klebkraft verliert.
[0069] Figur 3 zeigt eine vereinfachte schematische Darstellung eines Endlosbrandschutzstreifens
10 gemäß einer weiteren Ausführungsform. Es wird vorliegend nur auf die Unterschiede
zur vorhergehenden Ausführungsform eingegangen.
[0070] Gemäß dieser Ausführungsform weist der Dichtabschnitt 14 des Endlosbrandschutzstreifens
10 nun zwei Teilvolumina 22A, 22B des Innenvolumens 22 auf. Das Innenvolumen 22 wird
durch eine Trägerschicht 58 unterbrochen. Ausgehend von der Trägerschicht 58 erstrecken
sich die Teilvolumina 22A, 22B in Richtung der Unterseite 16 und der Oberseite 18.
[0071] Optional kann auch die Trägerschicht 58 mit einer Folie 34 kaschiert sein. So kann
eine ausreichende mechanische Stabilität der Trägerschicht 58 gewährleistet werden.
[0072] Die Höhe DAH des Dichtabschnitts 14 erstreckt sich dann über die Trägerschicht 58
hinweg.
[0073] Figur 4 zeigt eine vereinfachte schematische Darstellung eines Brandriegels 40 mit
einem Endlosbrandschutzstreifens 10 gemäß einer weiteren Ausführungsform. Es wird
vorliegend nur auf die Unterschiede zur vorhergehenden Ausführungsform eingegangen.
[0074] Der Endlosbrandschutzstreifen 10 weist nun einen Dichtabschnitt 14 mit zwei Teilvolumina
22A, 22B des Innenvolumens 22 auf. Das Innenvolumen 22 wird bezüglich der Teilvolumina
22A, 22B durch die Trägerschicht 58 unterbrochen.
[0075] Gemäß dieser Ausführungsform weisen die Befestigungsabschnitte 28A, 28B größere Ausdehnungen
auf. Mittels der Befestigungsabschnitte 28A, 28B ist der Endlosbrandschutzstreifen
10 mit den Seitenflächen 52A, 52B des Basisstreifens 42 gekoppelt. Die Befestigungsabschnitte
28A, 28B sind vorliegend insbesondere derart eingerichtet, dass der Endlosbrandschutzstreifen
10 bezüglich der Stirnfläche 50 des Basisstreifens 42 fluchtend mit der Stirnfläche
50 entlang der Höhenrichtung H aber beanstandet davon angeordnet ist. In anderen Worten,
es liegt entlang der Höhenrichtung H eine erste Spalthöhe SH1 zwischen dem Fassadenelement
46 und der Oberseite 18 des Dichtabschnitts 14 vor, sowie eine zweite Spalthöhe SH2
zwischen der Unterseite 16 des Dichtabschnitts 14 und der Stirnfläche 50 des Basisstreifens
42. Die erste Spalthöhe SH1 und die zweite Spalthöhe SH2 ergeben das Gesamtspaltmaß,
das durch den Endlosbrandschutzstreifen 10 bezüglich der Resthöhendistanz D1 zwischen
dem Basisstreifens 42 und dem Fassadenelement 46 nicht überspannt wird.
[0076] Für einige Anwendungsfälle kann die entlang der Höhenrichtung H beidseits des Endlosbrandschutzstreifens
10 bereitgestellte Hinterlüftung vorteilhaft sein.
[0077] Figur 5 zeigt eine vereinfachte schematische Darstellung eines Brandriegels 40 mit
einem Endlosbrandschutzstreifens 10 gemäß einer weiteren Ausführungsform. Es wird
vorliegend nur auf die Unterschiede zu den vorhergehenden Ausführungsformen eingegangen.
[0078] Für bestimmte Anwendungsfälle kann gewünscht sein, dass der Endlosbrandschutzstreifen
10 zumindest teilweise an dem gegenüberliegend angeordneten Fassadenelement 46 anliegt.
[0079] Vorliegend stützt sich der Endlosbrandschutzstreifen 10 im Bereich der Knickkanten
30A, 30B an dem Fassadenelement 46 ab. Zwischen den Knickkanten 30A, 30B erstreckt
sich die Unterseite 16 des Dichtabschnitts 14, die nun, anders als in den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen gegenüberliegend zum Fassadenelement 46 und damit nicht gegenüberliegend
zur Stirnfläche 50 des Basisstreifens 42 angeordnet ist. Im Gegensatz zu den vorherliegenden
Ausführungsformen liegt der Stirnfläche 50 des Basisstreifens 42 vielmehr die Oberseite
des Dichtabschnitts 14 gegenüber.
[0080] Zudem weist die Unterseite 16 eine Knickstelle 60 auf, um die ein erster Teilabschnitt
62A der Unterseite 16 gegenüber einem zweiten Teilabschnitt 62B der Unterseite 16
verschwenkt ist.
[0081] Ferner ist der Dichtabschnitt 14 vorliegend in zwei Teilbereiche 14A, 14B unterteilt.
Jeweils ein Teilbereich 14A, 14B ist jeweils einem Teilabschnitt 62A, 62B der Unterseite
16 des Dichtabschnitts 14 zugeordnet. Durch die Knickstelle 60 sind die Teilabschnitte
14A, 14B voneinander beanstandet.
[0082] Alternativ kann sich der Dichtabschnitt 14 auch über die Knickstelle 60 hinweg erstrecken.
[0083] Durch die Knickstelle 60 wird verhindert, dass der Dichtabschnitt 24 in unmittelbarem
flächigem Kontakt mit dem Fassadenelement 46 steht, was im Brandfall zu einer Verzögerung
der Expansion des intumeszierenden Materials 24 führen könnte.
[0084] Die vorliegende Ausführungsform kann ohne eine zusätzliche Federvorrichtung 54 auskommen.
Die Federwirkung kann vielmehr durch die Befestigungsabschnitte 28A, 28B gewährleistet
werden, die zu diesem Zweck optional verstärkt sein können. Um einer Alterung der
Befestigungsmittel 32 entgegenzuwirken, können die Befestigungsabschnitte 28A, 28B
optional zusätzlich im Bereich der Seitenflächen 52A, 52B des Basisstreifens 42 durch
geeignete Vorrichtungen gesichert sein, beispielsweise Klammervorrichtungen.
[0085] Figur 6 zeigt eine vereinfachte schematische Darstellung eines Endlosbrandschutzstreifens
10 gemäß einer weiteren Ausführungsform. Es wird vorliegend nur auf die Unterschiede
zu den vorhergehenden Ausführungsformen eingegangen.
[0086] Der Dichtabschnitt 14 weist wiederum ein Innenvolumen 22 auf, das durch die Unterseite
16, die Oberseite 18 und die Übergangsabschnitte 20A, 20B begrenzt wird. Im Gegensatz
zu den vorherigen Ausführungsformen sind vorliegend zwischen der Oberseite 18 und
den Übergangsabschnitten 20A, 20B Fasen 64 angeordnet, um scharfkantige Verläufe der
Kontur des Dichtabschnitts 14 zu vermeiden. Dadurch kann das Risiko von Beschädigungen
des Dichtabschnitts 14 bei der Fertigung oder der Installation verringert werden.
[0087] Alternativ zu den Fasen 64 können auch entsprechende Verrundungen vorgesehen sein.
[0088] Ferner können die Fasen 64 oder Verrundungen auch in anderen Bereichen vorgesehen
sein, beispielsweise bei den Übergängen zwischen den Übergangsabschnitten 20A, 20B
und der Unterseite 16 des Dichtabschnitts 14.
[0089] In der vorliegenden Offenbarung kann auf Mengen und Zahlen Bezug genommen werden.
Sofern nicht ausdrücklich angegeben, sind solche Mengen und Zahlen nicht als einschränkend
zu betrachten, sondern als Beispiele für die möglichen Mengen oder Zahlen im Zusammenhang
mit der vorliegenden Offenbarung. In diesem Zusammenhang kann in der vorliegenden
Offenbarung auch der Begriff "Mehrzahl" verwendet werden, um auf eine Menge oder Zahl
zu verweisen. In diesem Zusammenhang ist mit dem Begriff "Mehrzahl" jede Zahl gemeint,
die größer als eins ist, z. B. zwei, drei, vier, fünf, usw. Die Begriffe "etwa", "ungefähr",
"nahe" usw. bedeuten plus oder minus 5 % des angegebenen Wertes.
1. Endlosbrandschutzstreifen (10) für einen Brandriegel (40), mit einem Dichtabschnitt
(14), der zumindest teilweise ein intumeszierendes Material (24) aufweist und zumindest
einen an den Dichtabschnitt (14) seitlich angrenzenden ersten Befestigungsabschnitt
(28A), dadurch gekennzeichnet, dass der Endlosbrandschutzstreifen (10) zumindest mittels des ersten Befestigungsabschnitts
(28A) an einem Basisstreifen (42) des Brandriegels (40) fixierbar ist.
2. Endlosbrandschutzstreifen (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Endlosbrandschutzstreifen (10) einen zweiten Befestigungsabschnitt (28B) aufweist
und dass der erste und der zweite Befestigungsabschnitt (28A, 28B) auf entgegengesetzten
Seiten des Dichtabschnitts (14) seitlich an diesen angrenzen.
3. Endlosbrandschutzstreifen (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der erste Befestigungsabschnitt (28A) eine erste Oberfläche und eine der
ersten Oberfläche entgegengesetzte zweite Oberfläche aufweist und dass zumindest eine
der beiden Oberflächen mit einem Befestigungsmittel (32) beschichtet ist.
4. Endlosbrandschutzstreifen (10) nach eine der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtabschnitt (14) ferner zumindest teilweise ein elastisches Dichtmaterial
(26) aufweist, in das das intumeszierende Material eingebettet ist.
5. Endlosbrandschutzstreifen (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtmaterial (26) brandhemmend oder unbrennbar ist.
6. Endlosbrandschutzstreifen (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Außenflächen des Dichtabschnitts (14) zumindest entlang der Längserstreckungsrichtung
des Endlosbrandschutzstreifens (10) mit einer Folie (34) kaschiert sind.
7. Endlosbrandschutzstreifen (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (34) eine Gitterstruktur (36) aufweist, bevorzugt eine Rechteckgitterstruktur
oder eine Diamantgitterstruktur.
8. Endlosbrandschutzstreifen (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Unterseite (16) des Dichtabschnitts (14) eine erste Außenfläche aufweist, dass
eine der Unterseite (16) entgegengesetzte, parallel angeordnete Oberseite (18) eine
der ersten entgegengesetzte, zweite Außenfläche aufweist und dass eine Höhe (DAH)
des Dichtabschnitts (14) zwischen der Unterseite (16) und der Oberseite (18) zwischen
mindestens 4 mm und maximal 50 mm beträgt, bevorzugt zwischen mindestens 15 mm und
maximal 30 mm, weiter bevorzugt von im Wesentlichen 20 mm.
9. Endlosbrandschutzstreifen (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Breite (USB) der Unterseite (16) quer zur Längserstreckungsrichtung des
Endlosbrandschutzstreifens (10) größer ist als eine zweite Breite (OSB) der Oberseite
(18) quer zur Längserstreckungsrichtung des Endlosbrandschutzstreifens (10).
10. Endlosbrandschutzstreifen (10) nach einem der Ansprüche 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass Übergangsabschnitte (20A, 20B), die sich entlang der Längserstreckungsrichtung des
Endlosbrandschutzstreifens (10) zwischen der Unterseite (16) und der Oberseite (18)
des Dichtabschnitts (14) erstrecken, mit Fasen (64) und/oder Verrundungen und/oder
Abschrägungen ausgeführt sind.
11. Endlosbrandschutzstreifen (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Dichtabschnitt (14) und dem Befestigungsabschnitt (28A) eine sich in
Längserstreckungsrichtung des Endlosbrandschutzstreifens (10) erstreckende erste Knickkante
(30A) angeordnet ist.
12. Endlosbrandschutzstreifen (10) nach einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtabschnitt (14) zwischen gegenüberliegenden seitlichen Enden des Dichtabschnitts
(14) zumindest eine sich in Längserstreckungsrichtung des Endlosbrandschutzstreifens
(10) erstreckende zweite Knickkante (30B) aufweist.
13. Brandriegel (40) mit einem Basisstreifen (42), der zumindest teilweise ein thermisch
isolierendes Material (48) aufweist sowie einen Endlosbrandschutzstreifen (10) nach
einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Basisstreifen (42) eine Stirnfläche (50)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Endlosbrandschutzstreifen (10) mittels des Befestigungsabschnitts (28A) derart
an dem Basisstreifen (42) fixiert ist, dass der Dichtabschnitt (14) fluchtend relativ
zur Stirnfläche (50) des Basisstreifens (42) angeordnet ist.
14. Brandriegel (40) nach Anspruch 13 dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtabschnitt (14) seitlich beabstandet fluchtend neben der Stirnfläche (50)
des Basisstreifens (42) angeordnet ist.
15. Brandriegel (40) nach einem der Ansprüche 13 bis 14 mit einem Endlosbrandschutzstreifen
(10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, soweit zurückbezogen auf Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Befestigungsabschnitt (28A) und der zweite Befestigungsabschnitt (28B)
an entgegengesetzten Seitenflächen (52A, 52B) des Basisstreifens (42) fixiert sind.