[0001] Die Erfindung betrifft eine Wandkonsole für eine vorgehängte hinterlüftete Fassade
sowie eine vorgehängte hinterlüftete Fassade.
[0002] Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade ist im Bauwesen eine mehrschichtige Außenwandkonstruktion,
die beispielsweise in DIN 18516-1:2010-06 näher spezifiziert ist.
[0003] Vorgehängte hinterlüftete Fassaden umfassen in der Regel mehrere Wandkonsolen oder
Wandhalter, die dazu vorgesehen sind, in einer tragenden Konstruktion, insbesondere
in einer tragenden Wand eines Gebäudes, verankert zu werden. Die tragende Wand ist
typischerweise eine Außenwand eines Gebäudes, an der mittels der Wandhalter flächig
ausgebildete Verkleidungselemente der vorgehängten hinterlüfteten Fassade unmittelbar
oder mittelbar, beispielsweise über zusätzliche Tragprofile oder anderweitig ausgebildete
Tragmittel, wie etwa Winkel oder dergleichen, befestigt sind.
[0004] Die typischerweise planparallel zur tragenden Konstruktion, insbesondere der tragenden
Wand, angeordneten Verkleidungselemente bilden die nach außen sichtbare Außenfläche
der Fassade und dienen zusätzlich als Schutz, insbesondere gegen Schlagregen. Die
Wandhalter beabstanden die Verkleidungselemente von der tragenden Konstruktion in
horizontaler Richtung. Zwischen den Verkleidungselementen und der tragenden Konstruktion
ist somit ein Zwischenraum gebildet, in dem zur thermischen Dämmung ein Dämmmaterial,
beispielsweise Stein- oder Mineralwolle, eingebracht sein kann. Das Dämmmaterial ist
typischerweise unmittelbar angrenzend zur tragenden Konstruktion, insbesondere einer
tragenden Wand, angeordnet. Der zwischen den Verkleidungselementen und der tragenden
Konstruktion gebildete Zwischenraum ist jedoch üblicherweise bei einer vorgehängten
hinterlüfteten Fassade nicht vollständig mit Dämmmaterial gefüllt, vielmehr ist typischerweise
unmittelbar hinter den Verkleidungselementen ein Spalt gebildet, der insbesondere
dazu dient, eingedrungene Feuchtigkeit abzuführen.
[0005] Da die Verkleidungselemente über die Wandhalter an der tragenden Konstruktion befestigt
sind, stellen die Wandhalter im Falle eines Brandes eine nicht unerhebliche Gefahrenquelle
dar. Wandhalter für vorgehängte hinterlüftete Fassaden sollten für den Brandfall eine
hinreichend große Widerstandsfähigkeit hinsichtlich eines durch Hitzeeinwirkung verursachten
Strukturversagens aufweisen. Ferner ist es zur Umsetzung einer vorgehängten hinterlüfteten
Fassade von Vorteil, wenn die Wandhalter vergleichsweise einfach montierbar sind.
[0006] Aus
DE 20 2015 009 684 U1 ist eine Konsole zur Befestigung von Fassadenelementen von vorgehängten hinterlüfteten
Fassaden bekannt. Die Konsole weist einen Wandbefestigungsabschnitt, der zur Montage
der Konsole an einer Gebäudewand ausgebildet ist, und einen Fassadenbefestigungsabschnitt,
der zur Montage von Trag- oder Montageprofilen ausgebildet ist, auf.
[0007] Aus
DE 10 2017 127 475 A1 ist eine Unterkonstruktion für eine Fassadenverkleidung bekannt, die einen an einer
Wand festlegbaren Träger, an dem ein Halteteil in unterschiedlichen Positionen festlegbar
ist.
[0009] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
neue, insbesondere verbesserte Wandkonsole für eine vorgehängte hinterlüftete Fassade
anzugeben. Insbesondere soll eine Wandkonsole angegeben werden die zur Umsetzung einer
hinterlüfteten Fassade einfach und flexibel montierbar ist.
[0010] Ferner soll eine vorgehängte hinterlüftete Fassade mit Wandkonsolen bereitgestellt
werden, welche analoge Vorteile aufweisen.
[0011] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Wandkonsole mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und durch eine vorgehängte hinterlüftete Fassade nach Anspruch 15. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung angegeben.
[0012] Nach einer Ausgestaltung ist eine Wandkonsole bzw. ein Wandhalter für eine vorgehängte
hinterlüftete Fassade vorgesehen. Die Wandkonsole umfasst ein Trägerteil und ein Befestigungsschwert,
die insbesondere jeweils als separate Bauteile, z.B. als jeweils einstückig handhabbare
Bauteile, ausgebildet sind.
[0013] Das Trägerteil umfasst ein Fußteil, das an einer tragenden Konstruktion, wie beispielsweise
einer tragenden Wand, insbesondere einer Außenwand, zur Montage der vorgehängten hinterlüfteten
Fassade, zu befestigen oder montieren ist. Das Fußteil kann eine quaderförmige, leisten-
oder streifenförmige Grundfläche, Grundplatte oder Grundkörper aufweisen. Das Fußteil
kann so ausgebildet sein, dass die Grundfläche, Grundplatte bzw. der Grundkörper im
montierten Zustand im Wesentlichen parallel zur Montagefläche der tragenden Konstruktion
verläuft. Vorzugsweise umfasst das Fußteil einen U-förmigen Grundkörper bzw. ist als
U-Profil ausgebildet mit einer Basis und zwei sich davon zu einer gemeinsamen Seite
erstreckenden Schenkeln. Vorzugsweise ist das Fußteil derart eingerichtet und ausgebildet,
dass das U-Profil im montierten Zustand mit seiner offenen Seite der tragenden Konstruktion
zugewandt ist, und die Schenkel gegen die tragende Konstruktion abgestützt sind.
[0014] Das Fußteil kann eine oder mehrere Befestigungslöcher oder anderweitige Befestigungselemente
zur Befestigung, z.B. Schraubbefestigung, an der tragenden Konstruktion aufweisen.
[0015] Das Trägerteil umfasst ferner zumindest einen Kragarm, der sich von dem Fußteil erstreckt.
Vorzugsweise erstreckt sich der Kragarm im Wesentlichen rechtwinklig zum Fußteil,
insbesondere etwa rechtwinklig zur Grundfläche oder Grundplatte. Der Kragarm ist,
zumindest im montierten Zustand an der tragenden Struktur, mit einem ersten Ende am
Fußteil festgelegt, wobei das gegenüberliegende zweite Ende des Kragarms vom Fußteil
abgewandt gelegen ist.
[0016] Der Kragarm ist vorzugsweise derart mit dem Fußteil gekoppelt oder daran befestigt
oder festlegbar, dass die Längsachse des Kragarms bei Montage an der tragenden Struktur,
unter Berücksichtigung üblicher realer baulicher Toleranzen, im Wesentlichen rechtwinklig
zur tragenden Konstruktion, z.B. einer tragenden Wand, bzw. horizontal ausgerichtet
ist, und vom Fußteil von der tragenden Konstruktion vorspringt.
[0017] Das Befestigungsschwert umfasst einen Montageabschnitt, welcher zur zumindest mittelbaren
Befestigung zumindest eines Verkleidungselements der vorgehängten hinterlüfteten Fassade
ausgebildet ist. Ferner umfasst das Befestigungsschwert eine sich von dem Montageabschnitt
erstreckende Rastschiene.
[0018] Besonders vorteilhaft ist die Rastschiene einstückig mit dem Montageabschnitt, insbesondere
aus einem einheitlichen Material, z.B. Metall, insbesondere Aluminium, oder faserverstärktem
Kunststoff oder Ähnlichem, hergestellt. Vorzugsweise weist das Befestigungsschwert
eine langgestreckte Form auf, wobei sich der Montageabschnitt an einem Ende des Befestigungsschwerts
befindet bzw. dieses ausbildet, und die Rastschiene an dem Montageabschnitt anschließt
mit einem vom Montageabschnitt abgewandten freien Ende.
[0019] In Ausgestaltungen können der Montageabschnitt und die Rastschiene zumindest entlang
einer Mittelachse in Längsrichtung in etwa in einer gemeinsamen Ebene liegen und/oder
das Befestigungsschwert, insbesondere die Gesamtheit aus Montageabschnitt und Rastschiene,
kann bezüglich eines Längsschnitts längs der Mittelachse eben bzw. flach ausgebildet
sein. Zur Versteifung oder anderweitigen Zwecken, wie zur Umsetzung von Rastelementen,
kann das Befestigungsschwert in anderen Schnitten, insbesondere Querschnitten bzgl.
der Mittelachse, profiliert, z.B. zumindest abschnittswiese U-förmig und/oder zumindest
abschnittsweise L-förmig ausgebildet sein.
[0020] Vorzugsweise ist der Montageabschnitt an einem Ende der Rastschiene ausgebildet oder
erstreckt sich an einem Ende der Rastschiene, das im verrasteten Zustand vom Fußteil
abgewandt gelegen ist.
[0021] Der Montageabschnitt kann eine oder mehrere Befestigungslöcher zur Fixpunkt- oder
Gleitpunktmontage von Fassadenbauteilen aufweisen. Wie sich aus den nachfolgenden
Ausführungen zur Montage der Rastschiene am Kragarm ergibt, ist es möglich, unterschiedliche
Befestigungsschwerter, die sich hinsichtlich des Montageabschnitts unterscheiden,
z.B. in Geometrie und oder Form des Montageabschnitts oder in der Anzahl und Art der
Befestigungslöcher und/oder hinsichtlich der Länge der Rastschiene unterscheiden,
am Kragarm anzubringen. Das ermöglicht eine vergleichsweise flexible Anpassung der
Wandkonsole an jeweils vorliegende Gegebenheiten oder Anforderungen.
[0022] Die Rastschiene und der Kragarm weisen zumindest zwei jeweils komplementäre Rastelementgruppen
auf, welche durch eine Einsteckbewegung einerseits und eine Eindrehbewegung oder Einschwenkbewegung
andererseits miteinander zu verrasten sind. Die Rastelementgruppen sind besonders
vorteilhaft so ausgebildet und angeordnet, dass diese durch die Einsteck- und Eindrehbewegung
bzw. Einschwenkbewegung werkzeuglos verrastbar sind. Im verrasteten Zustand der Rastelementgruppen
liegen der Kragarm und die Rastschiene wechselseitig ineinandergreifend parallel aneinander.
[0023] Unter einer komplementären Rastelementgruppe soll verstanden werden, dass die Rastschiene
zumindest ein erstes Rastelement und der Kragarm zumindest ein zweites Rastelement
aufweist, die zueinander komplementär, d.h. miteinander verrastbar sind und insoweit
eine komplementäre Rastelementgruppe bilden.
[0024] Zur Verrastung der Rastelementgruppen ist vorgesehen, dass zu deren vollständiger
Verrastung sowohl eine Einsteck- als auch eine Eindreh- oder Einschwenkbewegung ausgeführt
werden, wobei die Eindreh- bzw. Einschwenkbewegung neben einer Einsteckbewegung zusätzlich
eine Dreh- bzw. Schwenkbewegung des Befestigungsschwerts umfassen kann. Konkret ist
vorgesehen, dass die Verrastung beider Rastelementgruppen eine kombinierte Einsteck-
und Eindreh- bzw. Einschwenkbewegung umfasst.
[0025] Bei der Montage der Wandkonsole an einer tragenden Struktur, wie einer Wand, kann
zunächst das Fußteil mit Kragarm/en an der tragenden Struktur befestigt werden, und
die Rastschiene des Befestigungsschwerts kann sodann mit dem Kragarm wie beschrieben
verrastet werden. Da die Verrastung lediglich die beschriebenen Bewegungen erfordert,
kann diese insbesondere werkzeuglos ausgeführt werden. Das bedeutet, dass zusätzliche
Befestigungen zwischen Kragarm und Befestigungsschwert, wie Schraub- oder Schweißverbindungen,
nicht zwingend erforderlich sind.
[0026] Die Rastelementgruppen sind dabei vorteilhafter Weise derart ausgebildet, dass im
Montageverbund einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade mit zumindest einer der Wandkonsolen
und mehreren weiteren Wandkonsolen oder Wandhaltern ein Lösen der Rastverbindungen
blockiert bzw. unterbunden ist. Insbesondere kann die Eindreh- oder Einschwenkbewegung
um eine Achse bzw. um jeweilige Achsen erfolgen, bezüglich welcher die Fassade auf
Grund des Montageverbunds weder Dreh- noch Schwenkbewegungen ausführen kann. Das bedeutet,
dass sich die Verrastung der Rastelementgruppen im Montageverbund nicht lösen kann.
[0027] Mithin kann bei einfacher Montagemöglichkeit der Wandkonsole und einer mechanisch
stabilen Verrastung von Kragarm und Befestigungsschwert zumindest erreicht werden,
dass die bei Fassaden auftretenden Kraftarten für Windsog, Winddruck und Eigenlast
der Fassade zuverlässig von der Wandkonsole aufgenommen werden können. Bei geeigneter
Ausgestaltung der Rastelementgruppen, beispielsweise bei Verwendung von Rastelementen,
welche den Kragarm an der Unterseite untergreifen, können auch abhebende, nach oben
gerichtete Kräfte aufgenommen werden. Hierbei ist anzumerken, dass abhebenden Kräften
die Eigenlast der Fassade entgegenwirkt, so dass, abhängig von der jeweiligen Fassadenkonstruktion,
unter Umständen eine Sicherung gegenüber abhebende Kräfte durch die beschriebenen
Wandkonsolen nicht notwendigerweise bereitgestellt werden muss. Das kann beispielsweise
der Fall sein, wenn die Fassade durch ihre Eigenlast und/oder anderweitig gegenüber
abhebende Kräften gesichert ist, z.B. durch Vorsprünge oder Vorkragungen der tragenden
Konstruktion oder eines Gebäudes, an welchem die Fassade montiert wird.
[0028] Insbesondere kann durch die kombinierte Einsteck- und Eindreh- bzw. Einschwenkbewegung
erreicht werden, dass das Befestigungsschwert und der Kragarm durch jeweils zumindest
eine der Rastelementgruppen hinsichtlich linearer Translation in Längsrichtung des
Befestigungsschwerts und Kragarms sowie quer zu deren Längsrichtung, und hinsichtlich
Schwenk- oder Drehmomenten, die bei einer vollständig montierten Fassade üblicherweise
auftreten - verursacht z.B. durch Windsog, Winddruck und Eigenlast der Fassade - gegeneinander
fixiert sind.
[0029] In den hierin verwendeten Zusammenhängen sollen die Begriffe "unten" und "oben" sowie
"horizontal" und "vertikal" bzw. "waagrecht" oder "senkrecht" jeweils korrespondierend
zur Orientierung bzw. Richtung in der bestimmungsgemäßen Montageposition der Wandkonsole
und in der im Bauwesen üblicherweise verwendeten Lagebeziehungen verstanden werden.
[0030] Gemäß der hierin vorgeschlagenen Wandkonsole/n sind die Rastelemente zumindest einer
der Rastelementgruppen, in Ausgestaltungen einer jeden Rastelementgruppe, in Längsrichtung
des Kragarms und/oder in Längsrichtung der Rastschiene in einem vorgegebenen Raster
angeordnet.
[0031] Das Raster weist Rastpositionen auf, durch welche, je nach Wahl der Rastposition,
ein Abstand zwischen Fußteil und Montageabschnitt variierbar ist.
[0032] Das bedeutet, dass die Rastschiene unter Verwendung unterschiedlicher Rastpositionen
mit dem Kragarm verrastbar ist. Da die Rastpositionen im Raster in Längsrichtung des
Kragarms und/oder in Längsrichtung der Rastschiene angeordnet sind, lässt sich die
Gesamtlänge aus Kragarm und Rastschiene durch unterschiedlichen Rastüberlapp bzw.
unterschiedliche Rastpositionen variieren. Dadurch kann der im verrasteten Zustand
beispielsweise an dem von dem Fußteil abgewandten Ende der Rastschiene vorhandene
Montageabschnitt entsprechend dem Raster mit unterschiedlichen Abständen zum Fußteil
positioniert werden. Das Raster ermöglicht mithin eine variable Anpassung der sich
von der tragenden Konstruktion erstreckenden Länge der Wandkonsole, wodurch z.B. Abstandsschwankungen
im vertikalen und horizontalen Verlauf der tragenden Konstruktion ausgeglichen werden
können.
[0033] Die hierin vorgeschlagenen Wandkonsolen können aufgrund des vorgesehenen Rasters
bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden bezüglich des Abstandes zur tragenden Konstruktion
variabel verwendet werden, wobei gleichzeitig eine einfache, und insbesondere werkzeuglose,
Anpassung des Abstands möglich ist. Ferner ermöglicht die vorgeschlagene doppelte
Verrastung mit zumindest zwei Rastelementgruppen eine einfache Montage des Befestigungsschwerts
und Einstellung des Abstands. Im verrasteten Zustand sind die Befestigungsschwerter
und Kragarme im Montageverbund einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade verliersicher
und gegen Lösen der Verrastung gesichert, insbesondere hinsichtlich bei vorgehängten
hinterlüfteten Fassaden üblicherweise auftretenden Kraftarten wie Druckkräfte, Sogkräfte
und Eigenlast.
[0034] Zur Montage der Wandkonsole kann das Trägerteil in einem ersten Arbeitsschritt zunächst
an der tragenden Konstruktion, z.B. einer Wand, befestigt oder montiert werden. In
einem zweiten Arbeitsschritt kann z.B. das für die weitere Befestigung der Fassade
oder Fassadenkomponenten wie eines Unterkonstruktionsprofils, vorgesehene Befestigungsschwert
am Kragarm in der jeweils erforderlichen Rastposition verrastet werden.
[0035] Weitere Vorteile der Wandkonsole bestehen darin, dass z.B. vor der Montage des Befestigungsschwerts
eine Wärmedämmung an der tragenden Konstruktion angebracht werden kann. Bei geeignet
flacher oder schwertartiger oder flacher Ausgestaltung des Kragarms kann beispielsweise
die Wärmedämmung ggf. ohne Zuhilfenahme eines Schneidemessers über die Kragarme aufgedrückt
werden. Auch ist es möglich, das Befestigungsschwert bei angebrachter Wärmedämmung
einzurasten, wenn beispielsweise, wie üblicherweise eingesetzt, in gewissen Umfang
verformbare Wärmedämmelemente, wie z.B. Dämmplatten aus Mineralwolle, verwendet werden.
[0036] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass nach einer Erstmontage des Befestigungsschwertes
dessen Einrastposition trotz bereits montierter Wärmedämmung verändert werden kann,
wenn beispielsweise die genannten verformbaren Wärmedämmelemente verwendet werden.
[0037] Ferner kann eine hinterlüftete vorgehängte Fassade mit der vorgeschlagenen Wandkonsole
bei verringertem Koordinierungs-und Bestellaufwand erstellt werden, da die Fassade
grundsätzlich unter ausschließlicher Verwendung der vorgeschlagenen Wandkonsole/n
umgesetzt werden kann. Dies insbesondere weil die vorgeschlagene Wandkonsole auf der
Baustelle geforderte Ausladungs- und Toleranzbereiche bewältigen kann, z.B. durch
das Rastprofil.
[0038] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch die vorgeschlagene Verrastung, insbesondere
Geometrie und Montageart, des Befestigungsschwerts am Kragarm vollständig auf Schweiß-
und Schraubverbindungen und dgl. zwischen Kragarm und Befestigungsschwert verzichten
werden kann.
[0039] Mithin bietet die vorgeschlagene Wandkonsole deutliche Vorteile hinsichtlich Umsetzung
einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade.
[0040] Gemäß Ausgestaltungen der Wandkonsole sind die Rastelemente bzw. Rastelementgruppen
so ausgestaltet und eingerichtet, dass im verrasteten Zustand die Rastschiene gegenüber
Translation, insbesondere linearer Translation, parallel und quer zur Längsrichtung
des Kragarms durch zumindest jeweils eine Rastelementgruppe arretiert ist.
[0041] Ferner ist in Ausgestaltungen vorgesehen, dass die Rastelementgruppen so ausgebildet
und eingerichtet sind, dass im verrasteten Zustand, zumindest im Montageverbund einer
vorgehängten hinterlüfteten Fassade, die Rastelementgruppen, durch Kopplung der Befestigungsschwerter
an Fassadenkomponenten einerseits und durch Montage der Trägerteile an der tragenden
Konstruktion andererseits, gegenüber einer Umkehr der Einsteck- und/oder Eindrehbewegung
blockiert sind.
[0042] Gemäß vorteilhaften Ausgestaltungen kann zumindest eine der Rastelementgruppen als
Rastelemente einerseits einen oder mehrere Rastzähne und andererseits einen oder mehrere
komplementäre Rastausnehmungen, insbesondere Rastschlitze, zum Einrasten des oder
der Rastzähne umfassen. Die Rastzähne können am Kragarm und die Rastausnehmungen an
der Rastschiene ausgebildet sein, oder umgekehrt.
[0043] Ein Rastschlitz soll insbesondere als Durchbruch verstanden werden, dessen Umfangsrand
geschlossen ist, zumindest jedoch derart geschlossen ist, dass der Umfangsrand einen
eingreifenden Rastzahn im Wesentlichen umgreift, zumindest derart, dass ggf. vorhandene
Öffnungen im Umfangsrand schmäler sind als die korrespondierende Breite des Rastzahns.
[0044] Eine Rastausnehmung soll insbesondere als Durchbruch oder Ausnehmung verstanden werden,
die umfangsseitig nicht zwingend allseitig geschlossen ist und einen korrespondierenden
Rastzahn im verrasteten Zustand zumindest an zwei, vorzugsweise an drei Flankenseiten
umläuft.
[0045] Gemäß bevorzugten Ausgestaltungen der Wandkonsole kann der zumindest eine Rastzahn
einer ersten Rastelementgruppe an zumindest einem Kragarm, vorzugsweise an einer lateralen
ersten Schmalseite des Kragarms vorspringend, ausgebildet sein. Dabei kann die zumindest
eine komplementäre Rastausnehmung, bei der es sich insbesondere um einen Rastschlitz
handeln kann, im Bereich eines lateral von der Rastschiene L-förmig abgewinkelten
ersten Stehfalzes ausgebildet sein. Die komplementäre Rastausnehmung ist dabei so
ausgebildet und dimensioniert, dass der Rastzahn in diese im Wesentlichen formschlüssig
eingreifen kann. In vorteilhaften Ausgestaltungen sind mehrere der Rastzähne in dem
vorgegebenen Raster hintereinander, insbesondere in Längsrichtung des Kragarms, an
der ersten Schmalseite des Kragarms ausgebildet, wobei der Kragarm im Bereich der
Rastzähne eine Art Zahnleiste ausbildet. Entsprechend können mehrere der Rastausnehmungen
und/oder Schlitze in dem vorgegebenen Raster hintereinander an dem ersten Stehfalz
des Befestigungsschwerts ausgebildet sein, wobei die Rastschiene im Bereich der Rastausnehmungen
bzw. der Rastschlitze eine Art Schlitzschiene ausgebildet sein kann. Der oder die
Rastzähne können z.B. von einer im Montagezustand nach oben weisenden lateralen Schmalseite
vorspringen.
[0046] Der Kragarm kann in diesem Fall zumindest im Bereich des oder der Rastzähne im Querschnitt
flachprofiliert ausgebildet sein, wobei der flachprofilierte Bereich im montierten
Zustand vorzugsweise parallel zur Vertikalen ausgerichtet ist. Der erste Stehfalz
kann sich beispielsweise etwa rechtwinklig von einem im Querschnitt flachprofilierten
Abschnitt des Befestigungsschwerts erstrecken, wobei die Rastausnehmung/en z.B. im
Übergangsbereich oder Biegebereich zwischen Stehfalz und flachprofiliertem Bereich
ausgebildet sein können. Bei dieser Ausgestaltung kann die Rastschiene mit der oder
den Rastausnehmungen von oben auf die Rastzähne in einer Einsteckbewegung aufgesteckt
werden, wobei im verrasteten Zustand der erste Stehfalz an der lateralen ersten Schmalseite
aufliegt, bzw. diese übergreift und die beiden flachprofilierten Bereiche parallel
aneinander liegen. In dieser Konfiguration bewirken die Rastelemente z.B. eine Verrastung
gegenüber Verschiebung in Längsrichtung der Rastschiene, in Normalenrichtung der flachprofilierten
Bereiche und in Richtung vertikal nach unten.
[0047] Gemäß weiteren bevorzugten Ausgestaltungen der Wandkonsole kann der zumindest eine
Rastzahn einer zweiten Rastelementgruppe im Bereich eines lateral von der Rastschiene
L-förmig abgewinkelten zweiten Stehfalzes ausgebildet sein und die die zumindest eine
komplementäre Rastausnehmung kann im Bereich einer zweiten lateralen Schmalseite des
Kragarms, vorzugsweise zumindest teilweise im Bereich eines lateralen, vorzugsweise
L-förmig abgewinkelten, Schenkels des Kragarms ausgebildet sein. Hinsichtlich der
Zahl der Rastelemente, d.h. der Rastzähne und Rastausnehmungen, können entsprechend
zur vorhergehenden Ausgestaltung jeweils mehrere der Rastelemente vorgesehen sein,
die in dem vorgegebenen Raster hintereinander angeordnet sind. Der oder die Rastzähne
der zweiten Rastelementgruppe können beispielsweise an einem an einer unteren Seite
des Befestigungsschwerts gelegenen Stehfalz und integriert mit dem Stehfalz ausgebildet
sein. Dabei kann der Stehfalz im Bereich der Rastzähne als eine Art Zahnschiene ausgebildet
sein. Entsprechend können die Rastausnehmungen, z.B. Rastschlitze, an einer unteren
Schmalseite des Kragarms ausgebildet sein. Vorzugsweise ist der Kragarm zumindest
im Bereich des oder der Rastausnehmungen dabei im Querschnitt flachprofiliert. Ebenfalls
ist das Befestigungsschwert in dem an den Stehfalz anschließenden Bereich mit Rastzähnen
im Querschnitt flachprofiliert ausgebildet, so dass die flachprofilierten Bereiche
bei verrasteten Rastelementen parallel zueinander liegen und zumindest abschnittsweise
parallel aneinander liegen. Die Rastzähne des zweiten Stehfalzes umgreifen bzw. untergreifen
vorzugsweise die zweite laterale Schmalseite des Kragarms, z.B. an einer im montierten
Zustand unteren lateralen Schmalseite. In dieser Konfiguration bewirken die Rastelemente
z.B. eine Verrastung gegenüber Verschiebung in Längsrichtung der Rastschiene, eine
Verrastung in zumindest eine der Normalenrichtungen der flachprofilierten Bereiche
und eine Verrastung in Richtung nach oben. Die genannten Rastelemente können durch
eine Einsteckbewegung oder Einsetzsetzbewegung miteinander verrastet werden. Es ist
anzumerken, dass die Rastelemente an Kragarm und Befestigungsschwert auch wechselseitig
vertauscht sein können, und die vorweg als oben angeordneten Rastelemente in Ausgestaltungen
auch unten liegen können und umgekehrt.
[0048] In vorteilhaften Ausgestaltungen können die Rastelementgruppen der vorangehenden
Ausgestaltungen kombiniert umgesetzt sein. Insbesondere können Rastzähne der ersten
Rastelementgruppe an einer oberen lateralen Schmalseite eines im Wesentlichen flachprofilierten
Kragarms, und Rastausnehmungen der ersten Rastelementgruppe können an einem oberen
Stehfalz der Rastschiene ausgebildet sein, während Rastzähne der zweiten Rastelementgruppe
an einem unteren Stehfalz der Rastschiene, und Rastausnehmungen der zweiten Rastelementgruppe
können an einer unteren lateralen Schmalseite des Kragarms ausgebildet sein. In Bereichen
außerhalb der Rastelemente können der Kragarm und die Rastschiene im Wesentlichen
flachprofiliert ausgebildet sein.
[0049] Raster der ersten und zweiten Rastelementgruppen sind bevorzugt gleich. Bei dieser
Ausgestaltung können die Rastelemente der ersten Rastelementgruppe durch eine von
oben erfolgende Einsteckbewegung miteinander verrastet werden, und die Rastelemente
der zweiten Rastelementgruppe können durch eine Einschwenkbewegung verrastet werden,
bei welcher die Rastzähne des unteren Stehfalzes den Kragarm an der Unterseite umgreifen
und die flach profilierten Bereiche des Kragarms und der Rastschiene parallel aneinander
und in der Montageposition etwa parallel zur Vertikalen liegen.
[0050] Mithin ist bei dieser Ausgestaltung die Rastwirkung der Rastelementgruppen mehrfach:
Durch die den Kragarm übergreifenden Stehfalze und korrespondierende Rastelemente
werden Relativbewegungen und Schwenkbewegungen von Kragarm und Befestigungsschwert
nach oben und unten, d.h. in vertikale Richtungen blockiert. Durch die ineinandergreifenden
Rastzähne und Rastausnehmungen durch die parallel zur Anlage gebrachten flachprofilierten
Abschnitte werden Relativbewegungen und Schwenkbewegungen in horizontale Richtungen
und Relativbewegungen in Längsrichtung des Kragarms und Befestigungsschwerts blockiert.
Mithin stellt die kombinierte Umsetzung der ersten und zweiten Rastelementgruppen
der beschriebenen Ausgestaltung, bei der die Verrastung durch eine kombinierte Einsteck-
und Eindrehbewegung oder Einschwenkbewegung erfolgt, eine Wandkonsole bereit, bei
welcher sämtliche an der vorgehängten hinterlüfteten Fassade auftretenden Kraftarten,
d.h. Windsog, Winddruck, jeweils auch seitlich, Eigenlasten und Kräfte nach oben aufgenommen
werden können.
[0051] Gemäß Ausgestaltungen kann bzw. können, wie bereits angedeutet, der erste und/oder
der zweite Stehfalz den zumindest einen Kragarm an einer lateralen Längskante im verrasteten
Zustand zumindest abschnittsweise umgreifen, insbesondere an einer im montierten Zustand
gelegenen Ober- bzw. Unterseite.
[0052] Neben einer verrastenden Wirkung der Stehfalze und daran ausgebildeter Rastelemente
bewirken die Stehfalze eine erhöhte Stabilität, da das Befestigungsschwert im Querschnitt
zumindest abschnittsweise L-profiliert oder U-profiliert ausgebildet werden kann.
Entsprechendes gilt für Schenkel am Kragarm, durch welche der Kragarm im Querschnitt
zumindest abschnittsweise L-förmig oder U-förmig ausgebildet ist. Die Stehfalze und
Schenkel sind vorzugsweise einstückig am Befestigungsschwert bzw. Kragarm ausgebildet,
beispielsweise durch Materialumformung.
[0053] In Ausgestaltungen sind der Kragarm und das Befestigungsschwert, ohne Berücksichtigung
der Schenkel und Stehfalze, im Querschnitt flachprofiliert ausgebildet, wobei im Montagezustand
deren Flachprofilierung vorzugsweise parallel zur Vertikalen verläuft. Die Stehfalze
und Schenkel als solche sind im Querschnitt bevorzugt ebenfalls flachprofiliert ausgebildet,
wobei deren Flachprofilierung im Montagezustand bevorzugt parallel zur Horizontalen
verläuft. Andere Anordnungen sind möglich, beispielsweise eine Ausrichtung der Flachprofilierung
von Kragarm und Befestigungsschwert parallel zur Horizontalen.
[0054] Gemäß Ausgestaltungen kann eine Rastelementgruppe zumindest einen an der Rastschiene
ausgebildeten Rasthaken zum Eingreifen und Hintergreifen einer Rastnut des Kragarms
aufweisen. Der Rasthaken kann beispielsweise an einem vom Montageabschnitt abgewandten
Ende der Rastschiene angeordnet sein, und weiter vorzugsweise etwa C-förmig oder Z-förmig
ausgebildet sein. Eine Verrastung kann dabei durch eine Einsteck- und Einschwenk-
oder Eindrehbewegung erfolgen. Solche Rasthaken ermöglichen insbesondere eine Verrastung
hinsichtlich mehrerer Translationsfreiheitsgrade. Neben der den Rasthaken aufweisenden
Rastelementgruppe kann eine weitere Rastelementgruppe vorhanden sein, beispielsweise
in Form von Rastzähnen am Befestigungsschwert und Rastausnehmungen am Kragarm oder
umgekehrt, die bei Ausführen der genannten Einsteck- und Einschwenkbewegung in Eingriff
gebracht werden können.
[0055] Beispielsweise kann, gemäß Ausgestaltungen, sich der Rasthaken von einer lateralen
Schmalseite der Rastschiene erstrecken, wobei zwischen dem Rasthaken und dem Montageabschnitt
von der lateralen Schmalseite vorspringende Rastzähne einer zweiten Rastelementgruppe
ausgebildet sein können. Ferner kann der Kragarm mehrere komplementäre Rastausnehmungen,
insbesondere Rastschlitze, in einem zu dem Rasthaken und den Rastzähnen korrespondierenden
Raster, aufweisen. In Ausgestaltungen können der Rasthaken und die Rastzähne so angeordnet
sein, dass im verrasteten Montagezustand der Rasthaken eine der Rastausnehmungen von
der Oberseite des Kragarms durchgreift und hintergreift, und die Rastzähne in weitere
Rastausnehmungen des Kragarms von oben eingesteckt sind. Rastzähne und Rastausnehmungen
können bei dieser Ausgestaltung auch vertauscht auf Rastschiene und Kragarm angeordnet
sein. Die/der Rasthaken und die entsprechende Ausnehmung binden eine erste Rastelementgruppe
und die Zähne und weitere Ausnehmungen bilden eine zweite Rastelementgruppe. Zumindest
in Bereich der lateralen Schmalseite der Rastschiene, vorzugsweise auch im Bereich
des Montageabschnitts, kann das Befestigungsschwert im Querschnitt im Wesentlichen
flachprofiliert ausgebildet sein. In Ausgestaltungen kann die Rastschiene an der gegenüberliegenden
Schmalseite des Rasthakens bzw. der anderen Rastelemente L-förmig oder T-förmig ausgebildet
sein, wodurch z.B. die Biegefestigkeit des Befestigungsschwerts erhöht werden kann.
[0056] Ein entsprechender Kragarm kann in Ausgestaltungen die Rastausnehmungen, insbesondere
in Form von Rastschlitzen oder Rastzähnen, an einer im Montagezustand nach oben gewandten
Seite oder Kante aufweisen, so dass das Befestigungsschwert im verrasteten Zustand
auf dem Kragarm von oben aufliegt. Der Kragarm kann dabei beispielsweise im Querschnitt
L-förmig ausgebildet sein, wobei ein mit einem Raster von Rastausnehmungen oder Rastzähnen
versehene Kante oder Rundung des L-Profils nach oben gewandt ausgerichtet ist. Der
Rasthaken kann dabei in eine der Rastausnehmungen eingesteckt und eingedreht werden,
wobei die Rastelemente der Rastschiene in Folge der Eindrehbewegung bzw. Schwenkbewegung
der Rastschiene in korrespondierende Rastelemente von oben in Eingriff gebracht werden.
Im Montageverbund einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade sind bei dieser Ausgestaltung
der Kragarm und das Befestigungsschwert gegenüber Kraftarten wie Windsog, Winddruck
und Eigenlast im Eingriff und können diese Aufnehmen.
[0057] Gemäß Ausgestaltungen, insbesondere mit Rasthaken, kann/können der Kragarm und/oder
das Befestigungsschwert im Querschnitt zumindest abschnittsweise flach und/oder im
Querschnitt zumindest abschnittsweise L-förmig oder U-förmig ausgebildet sein.
[0058] Der Montageabschnitt ist in allen Ausgestaltungen im Querschnitt vorzugsweise flachprofiliert
ausgebildet. Vorzugsweise ist der Montageabschnitt, insbesondere eine Montagefläche
des Montageabschnitts, in Montageposition im Wesentlichen parallel zur Vertikalen
ausgerichtet. Weiter ist der Montageabschnitt vorzugsweise einstückig mit der Rastschiene
ausgebildet.
[0059] Gemäß Ausgestaltungen kann das Trägerteil zwei von dem Fußteil sich zur gleichen
Seite hin erstreckende Kragarme aufweisen, wobei die Kragarme im Querschnitt vorzugsweise
überwiegend bzw. im Wesentlichen flach ausgebildet sind. Die Kragarme können sich
in der Montageposition der Wandkonsole z.B. im Wesentlichen rechtwinklig vom Fußteil
erstrecken. In Ausgestaltungen können laterale Schmalseiten der beiden Kragarme in
der Montageposition bei Montage an der tragenden Konstruktion vertikal orientiert
und in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sein, wobei, bevorzugt, ein erster Kragarm
und ein zweiter Kragarm voneinander abgewandte erste und zweite Schmalseiten aufweisen.
Dabei können an der ersten Schmalseite des ersten Kragarms Rastelemente einer ersten
Rastelementgruppe und an der zweiten Schmalseite des zweiten Kragarms können Rastelemente
einer zweiten Rastelementgruppe vorhanden sein. Bei den Rastelementen der ersten Rastelementgruppe
kann es sich z.B. nach oben angeordnete Rastzähne, und bei den Rastelementen der zweiten
Rastelementgruppe kann es sich z.B. um nach unten angeordnete Rastausnehmungen handeln,
oder umgekehrt. Eine vertauschte Anordnung der Rastelemente ist ebenfalls möglich,
z.B. Rastzähne unten und Rastausnehmungen oben.
[0060] Die Kragarme können an ihrem Fußpunkt am Fußteil beispielsweise seitliche Verstärkungselemente
aufweisen, was im Übrigen auch für Kragarme aller Ausgestaltungen gilt.
[0061] Bei Ausgestaltungen mit zwei Kragarmen kann unter Umständen Material eingespart werden,
denn der zwischen den Kragarmen befindliche Zwischenraum braucht dabei nicht durchgängig
mit Material gefüllt zu sein. Jedoch kann an Stelle der beiden Kragarm auch einziger,
ggf. breiterer Kragarm verwendet werden.
[0062] Gemäß Ausgestaltungen kann die Wandkonsole aus genau zwei jeweils einstückig handhabbaren
Teilen, dem Trägerteil und dem Befestigungsschwert bestehen. Einstückig handhabbar
soll dabei bedeuten, dass die beiden Teile als solche als ein Bauteil gehandhabt werden
können.
[0063] Gemäß Ausgestaltungen kann das Befestigungsschwert einstückig ausgebildet sein. Ferner
können das das Fußteil und der oder die Kragarme jeweils einstückig ausgebildet und
stoffschlüssig oder formschlüssig, insbesondere durch eine Steck-RastVerbindung, miteinander
verbunden sein. Mithin kann das Befestigungsschwert als solches als Ganzes einstückig
ausgebildet und z.B. aus Flachmaterial hergestellt sein. Das Trägerteil kann z.B.
aus mehreren Unterbaugruppen, d.h. dem Fußteil und dem oder den Kragarmen, zusammengesetzt
sein, die untereinander, beispielsweise verliersicher, verbunden und mithin einstückig
handhabbar sind.
[0064] Gemäß Ausgestaltungen kann das Fußteil U-profilartig ausgebildet sein, mit beiderseitigen
Schenkeln, die auf der vom Kragarm abgewandten Seite des Fußteils vorspringen und
zur Montage an die tragende Konstruktion anzuschlagen sind. Das U-Profil kann im Montagezustand
z.B. parallel zur Vertikalen ausgerichtet sein. Durch eine U-Profilierung kann einerseits
eine erhöhte Stabilität und andererseits eine verbesserte Anlage an der tragenden
Konstruktion erreicht werden, beispielsweise in Form einer Vierpunktanlage über vier
an den Schenkeln vorgesehene Abstützvorsprünge.
[0065] Gemäß Ausgestaltungen kann eine Längsachse des Kragarms im Wesentlichen rechtwinklig
zu einer Fußfläche des Fußteils ausgerichtet sein, und/oder im verrasteten Zustand
des Kragarms und der Rastschiene können eine Längsachse des Kragarms und eine Längsachse
des Befestigungsschwerts im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Die Längsachse/n
verlaufen im Montagezustand, d.h. im dem zur Montage der Fassade vorgesehenen Position
der Wandkonsole vorzugsweise horizontal und bevorzugt im Wesentlichen rechtwinklig
zum Fußteil, das im Montagezustand weiter bevorzugt im Wesentlichen parallel zur tragenden
Konstruktion bzw. tragenden Untergrund ausgerichtet ist. Bei dieser Konfiguration
ist es vergleichsweise einfach möglich, Dämmmaterial nach Montage des Trägerteils
anzubringen.
[0066] Gemäß Ausgestaltungen kann der Kragarm in einer Vormontagekonfiguration vor Montage
an der tragenden Struktur mit dem Fußteil durch eine lose, insbesondere verliersicher
lose, Kopplung gekoppelt sein. Dabei kann das Trägerteil so ausgebildet sein, dass
im Montagezustand der Wandkonsole, in welcher das Fußteil durch Anpresskräfte an der
tragenden Konstruktion befestigt ist, das Fußteil und der Kragarm, zumindest mittelbar,
durch die wirkenden Anpresskräfte gegeneinander fixiert sind. Eine entsprechende Konfiguration
ermöglicht eine vergleichsweise einfache Herstellung und Montage der Wandkonsole bei
gleichzeitig variabler Montage der Fassade.
[0067] Erfindungsgemäß ist ferner eine vorgehängte hinterlüftete Fassade mit einer Mehrzahl
von Wandkonsolen nach einer der hierin vorgeschlagenen Ausgestaltungen vorgesehen.
Bei der vorgehängten hinterlüfteten Fassade sind die Fußteile an einer tragenden Konstruktion,
insbesondere einer tragenden Wand, befestigt, und die Kragarme und die Rastschienen
der Wandkonsolen sind jeweils miteinander verrastet. An dem Montageabschnitt des Befestigungsschwerts
sind Verkleidungselemente der vorgehängten hinterlüfteten Fassade zumindest mittelbar
befestigt. Zu Vorteilen der vorgeschlagenen vorgehängten hinterlüfteten Fassade wird
auf die obigen Ausführungen zu den Ausgestaltungen der Wandkonsole verwiesen, die
analog gelten. Im montierten Zustand der Fassade sind die Wandkonsolen im Montageverbund
miteinander gekoppelt, so dass zumindest eine Umkehr der Einschwenk- oder Eindrehbewegung,
und damit eine Umkehr bzw. ein Lösen der Rastverbindung blockiert iist/sind.
[0068] Gemäß Ausgestaltungen können die Wandkonsolen, insbesondere das Fußteil, der oder
die Kragarme und/oder das Befestigungsschwert aus Metall, beispielsweise Aluminium,
oder faserverstärktem Kunststoff, oder anderen Materialien oder Kompositmaterialien
mit geeigneten Festigkeitseigenschaften gefertigt sein.
[0069] Die erfindungsgemäße Wandkonsole ist insbesondere strukturell so ausgebildet, dass
diese in der beschriebenen Weise und den genannten Zweck eingesetzt werden kann.
[0070] Begriffe wie "horizontal", "vertikal", "oben" und "unten" sind im Rahmen dieser Beschreibung
in an sich gängiger Weise und gängigen Lagebezeichnungen im Bauwesen mit Bezug auf
das Schwerefeld der Erde, insbesondere beim bestimmungsgemäßen Gebrauch der hier beschriebenen
Wandkonsole, insbesondere in der Montageposition, in welcher an der Wandkonsole eine
vorgehängte hinterlüftete Fassade zumindest mittelbar befestigt ist, zu verstehen
und zu interpretieren, wobei die Begriffe im Rahmen üblicher Toleranzen im Bauwesen
zu verstehen sind. Der Begriff "zumindest mittelbar befestigt" soll insbesondere bedeuten,
dass Fassadenelemente, Fassadenplatten, oder allgemein (Fassaden-)Verkleidungselemente
entweder direkt oder indirekt, z.B. durch Zwischenschalten von Unterkonstruktionselementen,
an entsprechenden Wandkonsolen befestigt sind.
[0071] Dämmmaterial kann beispielsweise zwischen der tragenden Konstruktion bzw. Wand und
den Verkleidungselementen, die die Außenfläche der Fassade bilden, eingebracht sein.
Zumindest die Montageabschnitte der Befestigungsschwerter stehen dabei aus dem Dämmmaterial
hervor, so dass zwischen der von dem eingebrachten Dammmaterial gebildeten Dämmschicht
und der Innenseite der Verkleidungselemente ein Spalt gebildet ist. Die Befestigung
der Verkleidungselemente an den Montageabschnitten kann über übliche Befestigungselemente
wie etwa Schrauben oder Winkel oder komplexere Tragprofilsysteme, die im Bereich des
Bauwesens handelsüblich erhältlich sind, erfolgen.
[0072] Bei der erfindungsgemäßen Wandkonsole sind zumindest zwei Rastelementgruppen vorgesehen,
wobei Rastelemente einer ersten Gruppe einerseits am Kragarm und andererseits am Befestigungsschwert,
d.h. der Rastschiene, vorhanden sind, und Rastelemente einer zweiten einerseits am
Kragarm und andererseits am Befestigungsschwert vorhanden sind. Mithin kann eine wechselseitige
Verrastung unter Ausführen einer Einsetz- und Einschwenk- bzw. Eindrehbewegung erfolgen,
die im Montageverbund der vorgehängten hinterlüfteten Fassade durch übliche an der
Fassade auftretende Kraftarten nicht gelöst werden kann.
[0073] Die erfindungsgemäße Wandkonsole wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale
und Vorteile anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme
auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen
- FIG. 1
- ein Trägerteil einer Wandkonsole einer ersten Ausgestaltung;
- FIG. 2
- ein Befestigungsschwert der Wandkonsole der ersten Ausgestaltung;
- FIG. 3
- eine Wandkonsole der ersten Ausgestaltung in einer ersten Montagekonfiguration;
- FIG. 4
- eine Wandkonsole der ersten Ausgestaltung in einer zweiten Montagekonfiguration;
- FIG. 5
- eine Variante eines Trägerteils der ersten Ausgestaltung;
- FIG. 6
- ein Trägerteil einer Wandkonsole einer zweiten Ausgestaltung;
- FIG. 7
- ein Befestigungsschwert der Wandkonsole der zweiten Ausgestaltung;
- FIG. 8
- die Wandkonsole der zweiten Ausgestaltung in einer Montagekonfiguration;
- FIG. 9
- ein Trägerteil einer Wandkonsole einer dritten Ausgestaltung;
- FIG. 10
- ein Befestigungsschwert der Wandkonsole der dritten Ausgestaltung;
- FIG. 11
- eine schematische Darstellung einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade;
- FIG. 12
- ein Trägerteil einer Wandkonsole einer vierten Ausgestaltung;
- FIG. 13/14
- ein erstes Befestigungsschwert der Wandkonsole der vierten Ausgestaltung in zwei verschiedenen
Ansichten;
- FIG. 15
- ein zweites Befestigungsschwert der Wandkonsole der vierten Ausgestaltung;
- FIG. 16/17
- die Wandkonsole der vierten Ausgestaltung mit dem ersten Befestigungsschwert in einer
Montagekonfiguration in zwei verschiedenen Ansichten; und
- FIG. 18
- die Wandkonsole der vierten Ausgestaltung mit dem zweiten Befestigungsschwert in einer
Montagekonfiguration.
[0074] In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Teile und Komponenten mit gleichen
Bezugszeichen versehen. Maßstäbe zwischen den Figuren können variieren.
[0075] FIG. 1 zeigt eine erste Ausgestaltung eines Trägerteils 1 einer Wandkonsole 2 (FIG.
2, 3) für eine vorgehängte hinterlüftete Fassade, d.h. eine erste Ausgestaltung einer
Wandkonsole 2, die zur Montage einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade an einer
tragenden Struktur, wie einer Wand, ausgebildet ist.
[0076] Das Trägerteil 1 umfasst ein Fußteil 3 und zwei Kragarme 4. Das Trägerteil 1, genauer
das Fußteil 3, ist an der tragenden Struktur (FIG. 11) zu befestigen und umfasst hierzu,
beispielhaft gezeigt, zwei Befestigungslöcher 5 zur Schraubbefestigung an der tragenden
Konstruktion. Im Folgenden wird die tragende Konstruktion vereinfachend, jedoch ohne
Beschränkung der Allgemeinheit als Wand bezeichnet.
[0077] Die Befestigungslöcher 5 sind in einer Grundplatte 6 Fußteils 3 ausgebildet, wobei
das Fußteil 3 gleichschenklig U-profiliert ausgebildet ist. Von der Grundplatte 6
erstrecken sich zwei Fußteilschenkel 7 zu einer Seite bzw. Hinterseite der Grundplatte
6, wobei die Fußteilschenkel 7 an voneinander abgewandten Längsenden jeweils zwei
Stützvorsprünge 8 aufweisen. Die Grundplatte 6 ist mit der Hinterseite 9 an die Wand
anzuschlagen, wobei die Stützvorsprünge 8 der Schenkel 7 an die Wand angeschlagen
und im montierten Zustand durch Schraubbefestigung an die Wand angepresst werden.
[0078] Die Kragarme 4 erstrecken sich etwa rechtwinklig von der von den Schenkeln 7 abgewandten
Seite bzw. Vorderseite der Grundplatte 6. Die Kragarme 4 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel
durch schlitzartige Ausnehmungen 10 der Grundplatte 6 von der Hinterseite 9 durch
die Grundplatte 6 gesteckt, wobei an den im Querschnitt flachprofiliert ausgebildeten
Kragarmen 4 Anschlagelemente 11 in vertikaler Richtung V breiter sind als die Ausnehmungen
10 und an der Hinterseite der Grundplatte 6 anschlagen. In dem an der Wand montierten
Zustand schlagen die Anschlagelemente 11 oder ein entsprechendes Ende des Kragarms
4 auch gegen die Wand an, wodurch die Kragarme 6 in die Ausnehmungen 10 und gegen
die Grundplatte 6 durch den Anpressdruck der Befestigung fixiert werden. Seitlich
an den Kragarmen 4 sind Verstärkungselemente 12 vorgesehen, die einerseits die flachprofilierten
Kragarme 4 verstärken und ein seitliches Kippen bzw. Bewegen der Kragarme 4 verhindern,
zumindest hinsichtlich üblicher Kraftwirkungen im Montageverbund der Fassade.
[0079] Die Kragarme 4 sind in Längsrichtung L keilförmig ausgebildet, wodurch hinsichtlich
der Ausnehmungen 10 eine zusätzliche Fixierung durch eine Keilwirkung erreicht werden
kann.
[0080] Einander zugewandte laterale Schmalseiten 13 der vertikal fluchtend übereinander
angeordneten Kragarme 4 sind bezüglich der Horizontalen H schräg verlaufend ausgebildet,
wobei die Breite B der Kragarme 4 ausgehend vom Fußteil 3 in Längsrichtung L abnimmt.
[0081] Voneinander abgewandte laterale Schmalseiten 14 der Kragarme 4 sind im Wesentlichen
parallel zur Horizontalen H angeordnet und verlaufen im Wesentlichen parallel zueinander.
[0082] An den voneinander abgewandten lateralen Schmalseiten 14 der Kragarme 4 sind Rastelemente
vorgesehen, die nachfolgend noch genauer beschrieben werden.
[0083] An der oberen lateralen Schmalseite 14 des oberen Kragarms 4.1, die im weiteren auch
laterale erste Schmalseite 14.1 bezeichnet wird, sind mehrere erste Rastzähne 15,
im vorliegenden Beispiel genau drei erste Rastzähne 15, ausgebildet. Die Rastzähne
15 sind etwa quaderförmig ausgebildet und springen horizontal parallel nach oben vor.
Die ersten Rastzähne 15 weisen in Längsrichtung L eine vorgegebene Breite und einen
vorgegebenen gegenseitigen Abstand auf, wodurch die ersten Rastzähne 15 in einem vorgegebenen
Raster R angeordnet sind. Die ersten Rastzähne 15 bilden erste Rastelemente einer
ersten Rastelementgruppe.
[0084] An der unteren lateralen Schmalseite 14 des unteren Kragarms 4.2, die im weiteren
auch laterale zweite Schmalseite 14.2 bezeichnet wird, sind mehrere erste Rastausnehmungen
16 bzw. erste Rastschlitze 16 vorgesehen, im vorliegenden Beispiel eine Rastausnehmung,
die an der Vorderseite offen ist und zwei Rastschlitze die geschlossen sind - nachfolgend
gemeinschaftlich Rastausnehmungen genannt. Die ersten Rastausnehmungen 16 sind im
gezeigten Beispiel im Bereich einer laschenartigen, flachprofilierten Verdickung des
unteren Kragarms 4.2 ausgebildet. Die ersten Rastausnehmungen 16 erstrecken sich in
Längsrichtung L des Kragarms 4.2 und durchgreifen den Kragarm 4.2 im Wesentlichen
parallel zur Flächennormale des im Querschnitt flachprofilierten Kragarms 4.2 im Bereich
der Verdickung, und sind ebenfalls in dem vorgegebenen Raster R angeordnet. Die ersten
Rastausnehmungen 16 bilden erste Rastelemente einer zweiten Rastelementgruppe.
[0085] FIG. 2 zeigt ein Befestigungsschwert 17 der Wandkonsole 2 der ersten Ausgestaltung.
Das Befestigungsschwert 17 ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet mit einem im Querschnitt
flachprofilierten Steg 18 und zwei L-förmig, im vorliegenden Bespiel etwa rechtwinklig,
zu einer Seite des Stegs 18 sich erstreckenden Stehfalzen 19. Der obere Stehfalz 19
wird zur einfacheren Referenzierung nachfolgend auch erster Stehfalz 19.1 und der
untere Stehfalz 19 zweiter Stehfalz 19.2 bezeichnet.
[0086] Der Steg 18 ist im Beispiel der FIG. 2 nicht durchgängig ausgebildet, sondern ist
U-förmig ausgeschnitten, wobei ein U-förmiger Ausschnitt sich an einen Montageabschnitt
20 anschließt und an der gegenüberliegenden Seite des Montageabschnitts 20 offen ist.
Möglich ist jedoch auch, dass der Steg 18 durchgehend aus Flachmaterial besteht. Durch
den U-förmigen Ausschnitt bilden die an den lateralen Seiten verbleibende Stegabschnitte
mit den Stehfalzen 19 L-förmig gewinkelte Arme, die durch den Montageabschnitt 20
verbunden sind. Der U-förmige Ausschnitt bietet einerseits die Möglichkeit zur Materialeinsparung
und verhindert andererseits ein Anstoßen des Stegs 18 an die Verstärkungselemente
12 bei der Montage des Befestigungsschwerts 17 am Trägerteil 1, was weiter unten genauer
beschrieben wird.
[0087] Der Montageabschnitt 20 umfasst mehrere Durchgangslöcher 21 zur Fixpunktmontage 21.1
oder Gleitpunktmontage 21.2 einer Komponente der Fassade.
[0088] Im Bereich des ersten Stehfalzes 19.1 weist das Befestigungsschwert 17 mehrere, im
gezeigten Beispiel genau fünf, zweite Rastausnehmungen 22 bzw. zweite Rastschlitze
22 auf. Genauer sind die zweiten Rastausnehmungen 22 in einem Übergangsbereich zwischen
Steg 18 und dem ersten Stehfalz 19.1 ausgebildet und durchgreifen das Befestigungsschwert
17 im Wesentlichen in vertikaler Richtung V so dass eine dem Steg 18 zugewandte Kante
der zweiten Rastausnehmungen 22 jeweils etwa fluchtend zur Innenfläche I des Stegs
18 liegt. Möglich ist auch, dass diese Kanten einen gewissen Abstand zur Innenfläche
I aufweisen.
[0089] Die zweiten Rastausnehmungen 22 bilden zweite Rastelemente der ersten Rastelementgruppe,
wobei die Innenabmessung der Rastausnehmungen 22 im Wesentlichen den Außenabmessungen
der ersten Rastzähne 15 entspricht, derart, dass die ersten Rastzähne 15 in die zweiten
Rastausnehmungen 22 eingesetzt werden können.
[0090] Der zweite Stehfalz 19.2 umfasst mehrere zweite Rastzähne 23, im gezeigten Beispiel
genau vier zweite Rastzähne 23, die sich von der Innenseite I im Wesentlichen rechtwinklig
bzw. vertikal V erstrecken. Die Außenabmessungen der zweiten Rastzähne 23 entsprechen
im Wesentlichen den Innenabmessungen der ersten Rastausnehmungen 16, derart, dass
die zweiten Rastzähne 23 in die ersten Rastausnehmungen 16 eingesetzt werden können.
Die zweiten Rastzähne 23 bilden zweite Rastelemente der zweiten Rastelementgruppe.
[0091] FIG. 3 zeigt das Trägerteil 1 und das Befestigungsschwert 20 in einer Montagekonfiguration,
d.h. in einer Konfiguration zur Montage von Fassaden- oder Fassadenunterbaukomponenten.
Dabei greifen einerseits die Rastelemente der ersten Rastelementgruppe, umfassend
die ersten Rastzähne 15 und die zweiten Rastausnehmungen 22, und andererseits die
Rastelemente der zweiten Rastelementgruppe, umfassend die zweiten Rastzähne 23 und
die ersten Rastausnehmungen 16, jeweils ineinander bzw. sind miteinander verrastet.
Im verrasteten Zustand liegen das Befestigungsschwert 17 und der Kragarm 4 aneinander
und diese sind im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet.
[0092] Zur Verrastung des Befestigungsschwerts 17, konkret einer durch die Rastelemente
des Befestigungsschwerts 17 gebildeten Rastschiene, mit dem Kragarm 4, d.h. mit den
Rastelementen der Kragarme 4.1 und 4.2 werden zunächst die zweiten Rastausnehmungen
22 in einer leicht schräg von oben erfolgenden Einsteckbewegung E in Eingriff mit
den ersten Rastzähnen 15 gebracht. Diese Einsteckbewegung E erfolgt leicht schräg
von oben, derart, dass einerseits die zweiten Rastausnehmungen 22 auf die ersten Rastzähne
15 steckbar sind, und dass andererseits die zweiten Rastzähne 23 bei der Einsteckbewegung
E seitlich am zweiten Kragarm 4.2 vorbeibewegt werden können. Für die schräg von oben
erfolgende Einsteckbewegung E können die Rastausnehmungen und Rastzähne entsprechend
ausgebildet sein.
[0093] Sind die ersten Rastzähne 15 und die zweiten Rastausnehmungen 22 im Eingriff, werden
in einer darauffolgenden Einschwenkbewegung S bzw. einer Eindrehbewegung die zweiten
Rastzähne 23 in die ersten Rastausnehmungen 16 eingerastet. Drehachse der Einschwenkbewegung
S liegt in diesem Beispiel im Bereich der Rastelemente der ersten Rastelementgruppe,
bzw. wird durch diese festgelegt.
[0094] Im verrasteten Zustand umgreifen die Stehfalze 19 die lateralen Schmalseiten 14 der
Kragarme 4, so dass Relativbewegungen zwischen Trägerteil 1 und Befestigungsschwert
17 in vertikalen Richtungen blockiert sind.
[0095] Ferner sind im verrasteten Zustand die Rastelemente der ersten Rastelementgruppe
(15, 22) und die Rastelemente der zweiten Rastelementgruppe (16, 23) miteinander verrastet,
so dass Relativbewegungen zwischen Trägerteil 1 und Befestigungsschwert 17 in Längsrichtung
L und Auskippbewegungen des Befestigungsschwerts 17 blockiert sind. Ferner blockiert
die Verrastung der ersten Rastelementgruppe Bewegungen in beide horizontale Richtungen.
[0096] Des Weiteren sind im Montageverbund einer Fassade mehrere Montageabschnitte 20 von
Wandkonsolen 2 miteinander gekoppelt, so dass eine zur Einschwenkbewegung E umgekehrte
Ausschwenkbewegung und zu der Einsteckbewegung umgekehrte Bewegung blockiert sind.
[0097] Mithin sind das Befestigungsschwert 17 und das Trägerteil 1 derart miteinander verrastet,
dass im montierten Zustand einer Fassade und im Montageverbund einer Fassade üblicherweise
einwirkende Kraftarten wie Winddruck, Windsog, Eigenlast, Kräfte nach oben und unten
und seitlich horizontal wirkende Kräfte zuverlässig aufgenommen werden können.
[0098] Fig. 4 zeigt, verglichen mit FIG. 3, eine andere Montagekonfiguration der Wandkonsole
2 der ersten Ausgestaltung. Aus dem Vergleich der FIG. 3 und FIG. 4 ergibt sich, dass
das Befestigungsschwert 17 der FIG. 4 im Raster R versetzt nach vorne mit dem Trägerteil
1 verrastet ist. Die Montagekonfiguration der FIG. 4 bietet im Wesentlichen die gleiche
Kraftaufnahme wie die der FIG. 3, wobei jedoch der Montageabschnitt 20 um einen Rastabstand
des Rasters R weiter vom Fußteil 3 beabstandet ist. Weitere Montagekonfigurationen
durch Wahl unterschiedlicher Rastpositionen sind möglich.
[0099] Damit ermöglicht die vorgeschlagene Wandkonsole nicht nur eine einfache und sichere
Montage einer Fassade und an einer tragenden Konstruktion, sondern bietet ferner den
Vorteil einer Längenanpassung in Längsrichtung L, wodurch es z.B. möglich ist, Variationen
im vertikalen und horizontalen Verlauf der Wand auszugleichen, bzw. den Abstand zwischen
Montageabschnitt 20 und Fußteil 3 je nach Anforderungen anzupassen.
[0100] FIG. 5 zeigt eine Variante eines Trägerteils 1. Aus einem Vergleich zum Trägerteil
der FIG. 1 ergibt sich, dass die Kragarme 4.1 und 4.2 der Variante nach FIG. 5 in
Längsrichtung L länger ausgebildet sind, wobei die Kragarme 4 vom Fußteil weglaufend
lediglich abschnittsweise keilförmig ausgebildet sind, und wobei an den freien Enden
der Kragarme 4 die inneren lateralen Schmalseiten 13 parallel zu den äußeren lateralen
Schmalseiten 14 verlaufen. Ferner besitzen der obere Kragarm 4.1 und der untere Kragarm
4.2 im Vergleich zu Figur 1 mehr Rastelemente, konkret fünf Rastzähne 15 und sechs
Rastausnehmungen 16. Ein korrespondierendes Befestigungsschwert kann entsprechend
angepasst sein, beispielsweise hinsichtlich Länge und Anzahl der Rastelemente, wobei
im vorliegenden Fall z.B. auch das Befestigungsschwert 17 der FIG. 2 mit dem Trägerteil
1 der FIG. 5 verrastbar ist.
[0101] Die größere Länge der Kragarme 4 ermöglicht die Anbringung einer dickeren Dämmschicht
zwischen Wand und der Innenseiten der Verkleidungsplatten der Fassade, wobei die höhere
Zahl der Rastelemente eine höhere Flexibilität hinsichtlich unterschiedlicher Rastpositionen
in Längsrichtung bereitstellen bzw. eine stärkere Verrastung bewirken kann, sofern
zumindest eine Rastelementgruppe eine höhere Anzahl an komplementären Rastelementen
aufweist.
[0102] Weitere Variationen von Kragarmen und Befestigungsschwertern hinsichtlich Länge und
Anzahl der Rastelemente sind möglich, wobei die in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele
lediglich Beispielhaft zu verstehen sind.
[0103] FIG. 6 und FIG. 7 zeigen ein Trägerteil 1 und ein Befestigungsschwert 17 einer Wandkonsole
nach einer zweiten Ausgestaltung.
[0104] Das Trägerteil 1 der zweiten Ausgestaltung weist lediglich einen Kragarm 4 auf, der
sich vom Fußteil 3 in etwa rechtwinklig erstreckt. Der Kragarm 4 ist L-profiliert
ausgebildet, mit einem flachprofilierten vertikalen Kragarmteil 24 und einem sich
davon an einer Unterseite des Kragarmteils 24 etwa rechtwinklig erstreckendem Kragarmschenkel
25. Der Kragarmschenkel 25 dient einerseits zur mechanischen Verstärkung und umfasst
andererseits eine Mehrzahl an ersten Rastausnehmungen 16, die im Übergangsbereich
zwischen Kragarmteil 24 und Kragarmschenkel 25 ausgebildet und in Längsrichtung L
hintereinander in einem vorgegebenen Raster angeordnet sind. An der oberen lateralen
Schmalseite 14 weist der Kragarm 4 der zweiten Ausgestaltung eine Vielzahl an ersten
Rastzähnen 15 auf, die hintereinander in Längsrichtung L in dem vorgegebenen Raster
R angeordnet sind.
[0105] In Analogie zur ersten Ausgestaltung bilden die ersten Rastzähne 15 Rastelemente
einer ersten Rastelementgruppe und die ersten Rastausnehmungen 16 bilden Rastelemente
einer zweiten Rastelementgruppe.
[0106] Ein zu dem Trägerteil 1 gehöriges bzw. damit verrastbares Befestigungsschwert 17
zeigt die FIG. 7. Das Befestigungsschwert 17 der FIG. 7 ist ähnlich zu dem nach FIG.
2 aufgebaut und weist zwei Stehfalze 19 auf, die an oberen und unteren Schmalseiten
des zentralen Stegs 18 nach einer gemeinsamen Seite hin vorspringen. Im Bereich der
Stehfalze 19 ist das länglich ausgebildete Befestigungsschwert 17 U-förmig profiliert
und weist an dem in FIG. 7 gezeigten oberen Stehfalz 19 analog zu FIG. 2 ausgebildete
zweite Rastausnehmungen 22 und an dem unteren Stehfalz 19 analog zu FIG. 2 ausgebildet
zweite Rastzähne 23 auf. Die Rastausnehmungen 22 und die Rastzähne 23 sind jeweils
im gleichen Raster R in Längsrichtung L angeordnet.
[0107] Im Unterschied zu FIG. 2 ist der Montageabschnitt 20 nach FIG. 7 endständig außerhalb
der Stehfalze 19 angeordnet und ist in vertikaler Richtung V breiter als der Steg
18. Der sich vom Montageabschnitt 20 erstreckende Teil des Befestigungsschwerts 17
bildet in diesem Beispiel die Rastschiene zur Verrastung mit dem Kragarm 4.
[0108] Zum Verrasten werden, analog wie bei der Wandkonsole der ersten Ausgestaltung, zunächst
die Rastelemente der ersten Rastelementgruppe, d.h. die zweiten Rastausnehmungen 22
mit den ersten Rastzähnen 15, in einer Einsteckbewegung verrastet. Daraufhin werden
die Rastelemente der zweiten Rastelementgruppe, d.h. die zweiten Rastzähne 23 und
die ersten Rastausnehmungen 16 in einer Eindrehbewegung miteinander verrastet. Die
Verrastung kann im Rahmen des Rasters an flexiblen Rastpositionen erfolgen, je nach
erforderlichem Abstand zwischen Montageabschnitt 20 und Fußteil 3.
[0109] Die Wandkonsole 2 der zweiten Ausgestaltung mit miteinander verrasteten Trägerteil
1 und Befestigungsschwert 17 ist in FIG. 8 gezeigt. Analog wie bei der Wandkonsole
der ersten Ausgestaltung (FIG. 1 bis FIG. 5) wird bei Wandkonsole der zweiten Ausgestaltung
im Montageverbund einer montierten Fassade ein Ausschwenken oder Ausdrehen der zweiten
Rastelementgruppe blockiert, so dass die Wandkonsole der zweiten Ausgestaltung entsprechende
Kraftarten aufnehmen kann. Da der Montageabschnitt 20 bei der zweiten Ausgestaltung
nicht mit der Rastschiene überlappt, ist es möglich, Fassadenkomponenten, z.B. Unterkonstruktionselement,
an beide Seiten des Montageabschnitts 20 zu deren Montage anzuschlagen.
[0110] FIG. 9 zeigt eine dritte Ausgestaltung eines Trägerteils 1 und FIG. 10 zeigt ein
zugehöriges Befestigungsschwert 17.
[0111] Das Trägerteil 1 umfasst analog zur Ausgestaltung der FIG. 6 ein Fußteil 3 mit einem
sich davon im Wesentlichen rechtwinklig erstreckenden Kragarm 4. Der Kragarm 4 der
dritten Ausgestaltung ist im Querschnitt gleichschenklig L-förmig ausgebildet, wobei
eine Kante 26 bzw. Ecke des L-Profils im Montagezustand vertikal nach oben auszurichten
ist. Im Bereich der Kante 26 sind in Längsrichtung L hintereinander und in einem vorgegebenen
Raster R Rastausnehmungen 16 vorgesehen, wobei nur einige der Rastausnehmungen 16
mit Bezugszeichen angezogen sind.
[0112] Das Trägerteil der FIG. 9 weist eine Stützstrebe 27 nach Art eines Kopfbandes auf,
die sich zwischen der Unterseite des Kragarms 4, angreifend beispielsweise im Bereich
des freien Endes Kragarms 4, und einem am Fußteil 3 unterhalb des Fußpunktes des Kragarms
4 gelegenen Stützbereich erstreckt, und den Kragarm 4 gegenüber Vertikallasten am
Fußteil 3 abstützt. Dabei bilden Kragarm 4, Stützstrebe 27 und Fußteil 3 ein Dreieck.
[0113] Das in FIG. 10 gezeigte Befestigungsschwert 17 der dritten Ausgestaltung umfasst
einen Montageabschnitt 20 und eine sich davon, wie bei den anderen Ausgestaltungen,
einstückig erstreckende Rastschiene 28. Die Rastschiene 28 ist im Querschnitt L-förmig
profiliert mit einem Steg 18 und einem sich an der Oberseite etwa rechtwinklig zu
einer Seite erstreckenden Stehfalz 19, der zur mechanischen Verstärkung des Stegs
18 vorgesehen ist. An der Unterseite des Stegs sind eine Vielzahl von hintereinander
angeordneten - wie bei den anderen Ausgestaltungen im Wesentlichen identisch ausgebildeten
- Rastzähnen 15 ausgebildet. Die Rastzähne 15 springen nach unten vor, weisen eine
etwa rechteckige bzw. quaderförmige Form auf und sind in einem vorgegebenen Raster
R in Längsrichtung L angeordnet. Das Raster R der Rastzähne 15 entspricht dem Raster
der Rastausnehmungen 16 am Kragarm 4.
[0114] An dem vom Montageabschnitt 20 abgewandten distalen Ende umfasst die Rastschiene
28 etwa endseitig einen Rasthaken 29, der sich von der unteren lateralen Schmalseite
des Stegs 18 ausgehend etwa C-förmig erstreckt, mit einem vom distalen Ende der Rastschiene
28 abgewandten freien Ende 30, das eine vertikal nach oben gewandte, Anschlagfläche
31 aufweist, die etwa parallel zum Stehfalz 19 verläuft und von der unteren lateralen
Schmalseite des Stegs 18 einen Abstand aufweist, der im Bereich der Materialstärke
des Kragarms 4 im Bereich der Rastausnehmungen 16 liegt. Das bedeutet, dass zwischen
der Anschlagfläche 31 und der unteren lateralen Schmalseite des Stegs 18 der Kragarm
4 aufgenommen werden kann, wenn der Rasthaken 29 in eine der Rastausnehmungen 16 eingerastet
wird.
[0115] Bei der dritten Ausgestaltung der Wandkonsole nach FIG. 9 und FIG. 10 bilden der
Rasthaken 29 und eine der Rastausnehmungen 16, beispielsweise die in FIG. 9 mit 16.1
bezeichnete Rastausnehmung, Rastelemente einer ersten Rastelementgruppe.
[0116] Ferner bilden die Rastzähne 15 und die weiteren Rastausnehmungen, in FIG.9 mit 16.2
bezeichnet, Rastelemente einer zweiten Rastelementgruppe.
[0117] Zur Verrastung des Befestigungsschwerts 17 mit dem Kragarm 4 bzw. Trägerteil 1 der
dritten Ausgestaltung wird der Rasthaken 29 in die Rastausnehmung 16.1 durch eine
Einsteck- und Eindrehbewegung in Eingriff gebracht, wobei die Rastausnehmung 16.1
und die C-Form des Rasthakens 29 als Führung dienen. Mit der Eindrehbewegung bzw.
Einschwenkbewegung, deren Dreh- bzw. Schwenkachse im Bereich des Rasthakens 29 liegt,
werden die Rastzähne 15 in die Rastausnehmungen 16.2 eingeführt und mit diesen verrastet.
Die Rastschiene 28 liegt in diesem Fall auf dem Kragarm 4 oben auf, wobei der Rasthaken
29 die Unterseite des Kragarms 4 untergreift und mit der Anschlagfläche 31 an die
Unterseite des Kragarms 4 anschlägt. Dieser Anschlag und das Untergreifen durch den
Rasthaken 29 bewirken, dass das Befestigungsschwert 17 gegenüber an der Montagefläche
20 nach unten wirkende Lasten gesichert ist. Die im Eingriff mit den Rastausnehmungen
16.2 befindlichen Rasthaken 15 bewirken eine Sicherung gegenüber Relativbewegungen
des Befestigungsschwerts 17 und des Kragarms 4 parallel zur in Längsrichtung des Kragarms
4. Die Verrastung der Rasthaken 15 und der Rastausnehmungen 16.2 blockieren ferner
Relativbewegungen durch auf die Montagefläche 20 seitlich wirkende Horizontalkräfte.
[0118] Mithin ist im verrasteten Montagezustand und im Montageverbund einer montierten Fassade
die Wandkonsole 2 der dritten Ausgestaltung dazu eingerichtet, Kraftarten für Winddruck
und Windsog (jeweils parallel und schräg zur Längsrichtung L) und Eigenlasten aufzunehmen.
Der Montageverbund einer montierten Fassade blockiert ferner eine Umkehr der Einsetz-
und Einschwenkbewegung des Rasthakens 29 in die Rastausnehmung 16.1, so dass auch
Kräfte nach oben aufgenommen werden können. Wird für den Rasthaken 29 eine andere
der Rastausnehmungen 16 als korrespondierende, d.h. komplementäre, Rastausnehmung
(die dann zusammen mit dem Rasthaken 29 die entsprechende Rastelementgruppe bildet)
verwendet, kann das Befestigungsschwert 17 an anderen Rastpositionen positioniert
werden. Dadurch kann der Abstand zwischen Fußteil 3 und Montageabschnitt 20 im Rahmen
des gegebenen Rasters R flexibel eingestellt werden, z.B. hinsichtlich Unebenheiten
oder Variationen im vertikalen und/oder horizontalen Verlauf der tragenden Wand und/oder
zur Anpassung an die jeweils verwendete Dämmstoffdicke.
[0119] Das zeigt, dass die Wandkonsole der dritten Ausgestaltung im Wesentlichen das gleiche
Konstruktions-, Arretier- und Halteprinzip umsetzt wie die Wandkonsolen der ersten
und zweiten Ausgestaltungen, mit Rastelementgruppen die durch eine Einsteckbewegung
und eine Eindreh- bzw. Einschwenkbewegung miteinander verrastet werden. Die Rastelemente
der Rastelementgruppen sind dabei wechselseitig am Kragarm und Befestigungsschwert
vorgesehen.
[0120] Zusammenfassend ermöglichen die Wandkonsolen der gezeigten Ausführungsbeispiele eine
einfache, sichere und stabile Montage einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade, wobei
ein Abstand zwischen Montagefläche und Fußteil der Wandkonsole flexibel und in einfacher
Weise einstellbar ist, insbesondere werkzeuglos und ohne zusätzliche Schraub- oder
Schweißverbindungen.
[0121] Die Wandkonsolen können vollständig aus Metall, z.B. Aluminium, oder anderen Werkstoffen
mit ähnlichen Trageigenschaften gefertigt sein. Die Bauteile wie Fußteil, Kragarm
und Befestigungsschwert können jeweils beispielsweise einstückig, z.B. aus einem Blech
mittels Schneiden und/oder Stanzen und/oder Umformen hergestellt sein.
[0122] Alle vorstehend beschriebenen Wandkonsolen werden mit Hilfe von einer oder mehreren
Befestigungsschrauben an der tragenden Konstruktion bzw. Wand befestigt, wobei zwischen
der Wandkonsole und der tragenden Konstruktion bzw. Wand ein flächiges Isolierelement
zur thermischen Isolation angeordnet werden kann. Ein insbesondere in Matten vorliegendes
Dämmmaterial kann besonderes einfach in den Bereichen der bereits an der Wand befestigten
Trägerteile fixiert werden, indem die Matten aufgesteckt werden oder, falls erforderlich,
entsprechend der Anordnung und ggf. Form der Wandkonsolen geschlitzt und anschließend
über die Trägerteile geschoben werden. Die Montageabschnitte 20 der Wandkonsolen stehen
bei ordnungsgemäßer Montage endseitig aus dem Dämmmaterial hervor, so dass zwischen
dem Dämmmaterial und den Verkleidungselementen der Fassade ein Hinterlüftungsspalt
gebildet werden kann.
[0123] FIG. 11 zeigt eine schematische Darstellung des Aufbaus einer vorgehängten hinterlüfteten
Fassade 32 (im Weiteren kurz Fassade 32). Die Fassade 32 umfasst eine Mehrzahl an
Wandkonsolen 2 die in einem vorgegebenen Muster bzw. Raster an einer tragenden Konstruktion
33, wie z.B. einer Wand eines Gebäudes, angebracht, z.B. verschraubt sind. An den
Wandkonsolen 2 sind in dem Beispiel der FIG. 11 Unterkonstruktionsprofile 34 befestigt,
z.B. an den Montageabschnitten 20 angeschraubt, an welchen wiederum Fassadenverkleidungselemente
35 befestigt, z.B. angeschraubt und/oder eingehängt sind. Die Unterkonstruktionsprofile
34 sind im Beispiel der FIG. 11 vertikal orientiert. Es können jedoch zusätzlich oder
alternativ auch horizontal verlaufende Unterkonstruktionsprofile 34 verwendet werden.
[0124] Zwischen der tragenden Konstruktion 33 und der dieser zugewandten Seite der Fassadenverkleidungselemente
35 ist bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden 32 in der Regel eine (in FIG. 11 nicht
gezeigte) Dämmschicht angebracht, wobei die Dämmschicht an der tragenden Konstruktion
angebracht sein kann, so dass zwischen der Dämmschicht und der Innenseite der Fassadenverkleidungselemente
35 ein (nicht gezeigter) Hinterlüftungsschlitz oder Hinterlüftungsspalt verbleibt.
[0125] Die Wandkonsolen 2 sind in dem in FIG. 11 gezeigten Beispiel in vertikaler und horizontaler
Richtung in einem regulären Muster angebracht. In der Darstellung der FIG. 11 ist
zur Vereinfachung der Darstellung nur ein Fassadenverkleidungselement 35 und es sind
nur einige der Unterkonstruktionsprofile 34 gezeigt. Es versteht sich, dass eine fertiggestellte
Fassade 32 üblicherweise eine Vielzahl entsprechender Fassadenverkleidungselemente
35 und Unterkonstruktionsprofile 34 umfasst, die in analoger Weise angebracht sind.
[0126] Durch die erfindungsgemäßen Wandkonsolen kann eine entsprechende Fassade 32 mit reduziertem
Montageaufwand umgesetzt werden, wobei gleichzeitig ein sicherer Halt und eine vergleichsweise
einfache Möglichkeit zum Ausgleich von Unebenheiten der tragenden Konstruktion 33
bereitgestellt werden können.
[0127] FIG. 12 bis FIG. 18 zeigen ein Trägerteil 1 und zwei verschiedene Befestigungsschwerter
17 einer Wandkonsole 2 nach einer vierten Ausgestaltung.
[0128] FIG. 12 zeigt das Trägerteil 1 der vierten Ausgestaltung. Das Trägerteil 1 umfasst
ein Fußteil 3 und einen Kragarm 4. Das Fußteil 3 weist eine Grundplatte 6 auf, in
der zwei Befestigungslöcher 5 zur Schraubbefestigung an der tragenden Konstruktion,
beispielsweise einer Wand, ausgebildet sind. Von der Grundplatte 6 erstrecken sich
an deren Hinterseite 9 seitlich zwei Fußteilschenkel 7. Der Kragarm 4 erstreckt sich
etwa rechtwinklig von der von den Schenkeln 7 abgewandten Seite bzw. Vorderseite der
Grundplatte 6. Der Kragarm 4 ist auch in diesem Ausführungsbeispiel durch eine schlitzartige
Ausnehmung 10 der Grundplatte 6 von der Hinterseite 9 durch die Grundplatte 6 gesteckt,
wobei an den im Querschnitt flachprofiliert ausgebildeten Kragarmen 4 Anschlagelemente
11 (zu erkennen ist ein vertikal oben liegendes Anschlagelement 11) in vertikaler
Richtung breiter sind als die Ausnehmungen 10 und an der Hinterseite 9 der Grundplatte
6 anschlagen. Der Kragarmen 4 wird durch ein Verstärkungselement 12 fixiert, das L-förmig
gebogen ist, wobei ein Schenkel am Kragarm festgelegt ist und ein weiterer, zweiteiliger
Schenkel an den Fußteilschenkeln 7 festgelegt ist, über Vorsprünge an den Fußteilschenkeln
7, die in Ausnehmungen am Verstärkungselement 12 eingreifen.
[0129] Der Kragarm 4 ist flachprofiliert ausgebildet und weist an seiner oberen lateralen
Schmalseite 14 mehrere erste Rastzähnen 15 auf, die in einer Längsrichtung des Kragarms
4 hintereinander in einem vorgegebenen Raster, das heißt mit einem vorgegebenen, gleichbleibenden
Rastabstand zueinander, angeordnet sind. Die ersten Rastzähne 15 bilden Rastelemente
einer ersten Rastelementgruppe. An seiner unteren lateralen Schmalseite 13 weist der
Kragarm 4 mehrere zweite Rastzähne 23 auf, die ebenfalls in der Längsrichtung des
Kragarms 4 hintereinander in dem vorgegebenen Raster angeordnet sind. Die zweiten
Rastzähne 23 bilden Rastelemente einer zweiten Rastelementgruppe.
[0130] FIG. 13 und FIG. 14 zeigen ein zum in FIG. 12 gezeigten Trägerteil 1 gehöriges bzw.
damit verrastbares erstes Befestigungsschwert 17 in zwei verschiedenen Ansichten.
FIG 15 zeigt ein ebenfalls zum in FIG 12. gezeigten Trägerteil gehöriges bzw. damit
verrastbares zweites Befestigungsschwert 17. Das erste und das zweite Befestigungsschwert
17 unterscheiden sich dadurch, dass das erste Befestigungsschwert 17 einen rein vertikal
ausgerichteten, flachen Montageabschnitt 20 mit Durchgangslöchern 21 zur Anbringung
einer Komponente der Fassade aufweist, das zweite Befestigungsschwert 17 hingegen
zusätzlich zu einem ebenfalls vertikal ausgerichteten Montageabschnitt 20 mit Durchgangslöchern
21 einen horizontalen Montageabschnitt mit Durchgangslöchern zur Anbringung einer
Komponente der Fassade aufweist.
[0131] Das erste und das zweite Befestigungsschwert 17 weisen zwei Stehfalze 19 auf, die
an oberen und unteren Schmalseiten eines zentralen Stegs 18 nach einer gemeinsamen
Seite hin vorspringen. Im Bereich der Stehfalze 19 ist das Befestigungsschwert 17
U-förmig profiliert und weist an dem in FIG. 13 bis FIG 15 gezeigten unteren Stehfalz
19 erste Rastausnehmungen 16 und an dem oberen Stehfalz 19 zweite Rastausnehmungen
22 auf.
[0132] Die zweiten Rastausnehmungen 22 sind im gleichen Raster wie die ersten Rastzähne
15 angeordnet, sie bilden wie die ersten Rastzähne 15 Rastelemente der ersten Rastelementgruppe
und sind mit den ersten Rastzähnen 15 vorrastbar, das heißt die ersten Rastzähne 15
können in die zweiten Rastausnehmungen 22 eingesetzt werden, und zwar in verschiedenen
um den Rastabstand versetzten Positionen. Die ersten Rastausnehmungen 16 sind im gleichen
Raster wie die zweiten Rastzähne 23 angeordnet, sie bilden wie die zweiten Rastzähne
23 Rastelemente der zweiten Rastelementgruppe und sind mit den zweiten Rastzähnen
23 verrastbar, das heißt die zweiten Rastzähne 23 können in die ersten Rastausnehmungen
16 eingesetzt werden, und zwar ebenfalls in verschiedenen um den Rastabstand versetzten
Positionen.
[0133] FIG. 16 und 17 zeigen einen derartigen verrasteten Zustand zwischen Trägerteil 1
und erstem Befestigungsschwert 17 in zwei verschiedenen Ansichten und damit ein Beispiel
für die Wandkonsole 2 der vierten Ausgestaltung in einer Montagekonfiguration.
[0134] FIG. 18 zeigt einen derartigen verrasteten Zustand zwischen Trägerteil 1 und dem
zweiten Befestigungsschwert 17 und damit ein weiteres Beispiel für die Wandkonsole
2 der vierten Ausgestaltung in einer Montagekonfiguration.
[0135] Obwohl die Erfindung im Detail mit Bezug auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
näher illustriert und beschrieben wird, so ist die Erfindung nicht hierdurch eingeschränkt.
Andere Variationen und Kombinationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne vom wesentlichen Gedanken der Erfindung abzuweichen. Insbesondere sind beliebige
Kombinationen von Merkmalen möglich, die mit Bezug auf verschiedene Ausführungsbeispiele
und/oder Figuren beschrieben oder offenbart sind.
Bezugszeichenliste
[0136]
- 1
- Trägerteil
- 2
- Wandkonsole
- 3
- Fußteil
- 4
- Kragarm
- 5
- Befestigungsloch
- 6
- Grundplatte
- 7
- Fußteilschenkel
- 8
- Stützvorsprung
- 9
- Hinterseite
- 10
- schlitzartige Ausnehmung
- 11
- Anschlagelemente
- 12
- Verstärkungselement
- 13
- laterale Schmalseite
- 14
- laterale Schmalseite
- 15
- erster Rastzahn
- 16
- erste Rastausnehmung/erster Rastschlitz
- 17
- Befestigungsschwert
- 18
- Steg
- 19
- Stehfalz
- 20
- Montageabschnitt
- 21
- Durchgangslöcher
- 22
- zweite Rastausnehmung/zweiter Rastschlitz
- 23
- zweiter Rastzahn
- 24
- Kragarmteil
- 25
- Kragarmschenkel
- 26
- Kante
- 27
- Stützstrebe
- 28
- Rastschiene
- 29
- Rasthaken
- 30
- Ende
- 31
- Anschlagfläche
- 32
- vorgehängte hinterlüftete Fassade
- 33
- tragende Konstruktion
- 34
- Unterkonstruktionsprofil
- 35
- Fassadenverkleidungselement
- V
- Vertikale bzw. vertikale Richtung
- H
- Horizontale bzw. horizontale Richtung
- R
- Raster
- I
- Innenfläche
- E
- Einsteckbewegung
- S
- Einschwenkbewegung
1. Wandkonsole (2) für eine vorgehängte hinterlüftete Fassade (32), umfassend
a) ein Trägerteil (1) mit einem Fußteil (3), das an einer tragenden Konstruktion (33),
insbesondere einer tragenden Wand für die vorgehängte hinterlüftete Fassade (32),
zu befestigen ist, und mit zumindest einem von dem Fußteil (3) sich erstreckenden
Kragarm (4); und
b) zumindest ein Befestigungsschwert (17) mit einem Montageabschnitt (20), welcher
zur zumindest mittelbaren Befestigung zumindest eines Verkleidungselements (35) der
vorgehängten hinterlüfteten Fassade (32) ausgebildet ist, und mit einer sich von dem
Montageabschnitt (20) erstreckenden Rastschiene (19, 28), wobei
c) die Rastschiene (19, 28) und der Kragarm (4) zumindest zwei jeweils komplementäre
Rastelementgruppen (15, 22; 16, 23)) aufweisen, welche durch eine Einsteckbewegung
(E) einerseits und eine Eindrehbewegung (S) andererseits miteinander zu verrasten
sind, wobei im verrasteten Zustand der Rastelementgruppen (15, 22; 16, 23) der Kragarm
(4) und die Rastschiene (19, 28) wechselseitig ineinandergreifend parallel aneinander
liegen, und wobei
d) Rastelemente (15, 22; 16, 23) zumindest einer der Rastelementgruppen (15, 22; 16,
23) in Längsrichtung (L) des Kragarms (4) und/oder der Rastschiene (19, 28) in einem
vorgegebenen Raster (R) mit Rastpositionen angeordnet sind, durch welche, je nach
Wahl der Rastposition, ein Abstand zwischen Fußteil (3) und Montageabschnitt (20)
variierbar ist.
2. Wandkonsole (2) nach Anspruch 1, wobei im verrasteten Zustand die Rastschiene (19,
28) gegenüber Translation parallel und quer zur Längsrichtung (L) des Kragarms (4)
durch zumindest jeweils eine Rastelementgruppe (15, 22; 16, 23) arretiert ist, und
wobei im verrasteten Zustand im Montageverbund einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade
(32) eine Umkehr der Einsteck- (E) und/oder Eindrehbewegung (S) blockiert ist.
3. Wandkonsole (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zumindest eine der Rastelementgruppen
(15, 22; 16, 23) als Rastelemente (15, 16, 22, 23) einerseits einen oder mehrere Rastzähne
(15, 23) und andererseits einen oder mehrere komplementäre Rastausnehmungen (16, 22),
insbesondere Rastschlitze, zum Einrasten des oder der Rastzähne umfasst.
4. Wandkonsole (2) nach Anspruch 3, wobei der zumindest eine Rastzahn (15) einer ersten
Rastelementgruppe (15, 22) an zumindest einem Kragarm (4), vorzugsweise an einer lateralen
ersten Schmalseite (14.1) des Kragarms (4) vorspringend, ausgebildet ist, und wobei
die zumindest eine komplementäre Rastausnehmung (22) im Bereich eines lateral von
der Rastschiene L-förmig abgewinkelten ersten Stehfalzes (19.1) ausgebildet ist, und/oder
wobei der zumindest eine Rastzahn (23) einer zweiten Rastelementgruppe (16, 23) im
Bereich eines lateral von der Rastschiene L-förmig abgewinkelten zweiten Stehfalzes
(19.2) ausgebildet ist und die die zumindest eine komplementäre Rastausnehmung (16)
im Bereich einer zweiten lateralen Schmalseite (14.2) des Kragarms (4), vorzugsweise
zumindest teilweise im Bereich eines lateralen, vorzugsweise L-förmig abgewinkelten,
Schenkels (25) des Kragarms (4) ausgebildet ist.
5. Wandkonsole (2) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, wobei der erste und/oder der zweite
Stehfalz (19.1, 19.2) den zumindest einen Kragarm (4) an einer lateralen Längskante
(14.1, 14.2) im verrasteten Zustand zumindest abschnittsweise umgreift.
6. Wandkonsole (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Rastelementgruppe
(29, 16.1) zumindest einen an der Rastschiene (28) ausgebildeten Rasthaken (29) zum
Eingreifen und Hintergreifen einer Rastnut (16) des Kragarms (4) aufweist, wobei der
Rasthaken (29) vorzugsweise an einem vom Montageabschnitt (20) abgewandten Ende der
Rastschiene (28) angeordnet, und weiter vorzugsweise etwa C-förmig oder Z-förmig ausgebildet
ist.
7. Wandkonsole (2) nach Anspruch 6, wobei sich der Rasthaken (29) von einer lateralen
Schmalseite der Rastschiene (28) erstreckt und wobei zwischen dem Rasthaken (29) und
dem Montageabschnitt (20) von der lateralen Schmalseite vorspringende Rastzähne (15)
einer zweiten Rastelementgruppe (15, 16.2) ausgebildet sind, und wobei der Kragarm
(4) mehrere komplementäre Rastausnehmungen (16), insbesondere Rastschlitze (16), in
einem zu dem Rasthaken (29) und den Rastzähnen (15) korrespondierenden Raster (R),
aufweist, wobei im verrasteten Montagezustand der Rasthaken (29) eine der Rastausnehmungen
(16.1) von der Oberseite des Kragarms (4) durchgreift und hintergreift, und die Rastzähne
(15) in weitere Rastausnehmungen (16.2) des Kragarms (4) von oben eingesteckt sind.
8. Wandkonsole (2) nach Anspruch 6 oder 7, wobei der Kragarm (4) und/oder das Befestigungsschwert
(17) im Querschnitt zumindest abschnittsweise flach und/oder im Querschnitt zumindest
abschnittsweise L-förmig oder U-förmig ausgebildet sind, wobei der Montageabschnitt
(20) im Querschnitt vorzugsweise flach ausgebildet ist.
9. Wandkonsole (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Trägerteil (1) zwei
von dem Fußteil (3) sich zur gleichen Seite hin erstreckende Kragarme (4) aufweist,
wobei die Kragarme (4) im Querschnitt im Wesentlichen flach ausgebildet sind, wobei
laterale Schmalseiten (13, 14) der Kragarme (4) in der Montageposition bei Montage
an der tragenden Konstruktion (33) vertikal orientiert sind, und wobei, bevorzugt,
ein erster Kragarm (4.1) und ein zweiter Kragarm (4.2) voneinander abgewandte erste
und zweite Schmalseiten (14, 13) aufweisen, und an der ersten Schmalseite (14.1) des
ersten Kragarms (4.1) Rastelemente (15) einer ersten Rastelementgruppe (15, 22) und
an der zweiten Schmalseite (14.2) des zweiten Kragarms (4.2) Rastelemente (16) einer
zweiten Rastelementgruppe (16, 23) vorhanden sind.
10. Wandkonsole (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Wandkonsole (2)
aus genau zwei einstückig handhabbaren Teilen, dem Trägerteil (1) und dem Befestigungsschwert
(17) besteht.
11. Wandkonsole (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Befestigungsschwert
(17) einstückig ausgebildet ist und/oder wobei das Fußteil (3) und der Kragarm (4)
jeweils einstückig ausgebildet und stoffschlüssig oder formschlüssig, insbesondere
durch eine Steck-Rast-Verbindung, miteinander verbunden sind.
12. Wandkonsole (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Fußteil (3) U-profilartig
ausgebildet ist, mit beiderseitigen Schenkeln (7), die auf der vom Kragarm (4) abgewandten
Seite des Fußteils (3) vorspringen und zur Montage an die tragende Konstruktion (33)
anzuschlagen sind.
13. Wandkonsole (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Längsachse (L)
des Kragarms (4) im Wesentlichen rechtwinklig zu einer Fußfläche des Fußteils (3)
ausgerichtet ist, und/oder wobei im verrasteten Zustand des Kragarms (4) und der Rastschiene
(19, 28) eine Längsachse (L) des Kragarms (4) und eine Längsachse (L) des Befestigungsschwerts
(17) im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
14. Wandkonsole (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Kragarm (4) in einer
Vormontagekonfiguration vor Montage an der tragenden Konstruktion (33) mit dem Fußteil
(3) durch eine lose, insbesondere verliersicher lose, Kopplung gekoppelt ist, und
wobei in einem Montagezustand der Wandkonsole (2), in welcher das Fußteil (3) durch
Anpresskräfte an der tragenden Konstruktion (33) befestigt ist, das Fußteil (3) und
der Kragarm (4), zumindest mittelbar, durch die wirkenden Anpresskräfte gegeneinander
fixiert sind.
15. Vorgehängte hinterlüftete Fassade (32) mit einer Mehrzahl von Wandkonsolen (2) nach
einem der vorangehenden Ansprüche, deren Fußteile (3) an einer tragenden Konstruktion
(33), insbesondere einer tragenden Wand, befestigt sind, wobei die Kragarme (4) und
die Rastschienen (19, 28) der Wandkonsolen (17) jeweils miteinander verrastet sind,
und an dem Montageabschnitt (20) des Befestigungsschwerts (17) Verkleidungselemente
der vorgehängten hinterlüfteten Fassade (32) zumindest mittelbar befestigt sind.