[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Bodenreinigungsmaschine,
wobei die Bodenreinigungsmaschine einen Reinigungsflüssigkeitsbehälter, ein Schmutzflüssigkeitsbehälter
sowie ein Fahrwerk zum Bewegen der Bodenreinigungsmaschine über eine zu reinigende
Bodenfläche aufweist. Darüber hinaus weist die Bodenreinigungsmaschine eine Reinigungseinrichtung
mit Reinigungselementen, die ausgestaltet sind, mit der zu reinigenden Bodenfläche
einzugreifen, sowie eine Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung auf, die zum Abführen
von Schmutzflüssigkeit von der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung zu dem Schmutzflüssigkeitsbehälter
mit diesem verbunden und ausgestaltet ist, Schmutzflüssigkeit von der zu reinigenden
Bodenfläche aufzunehmen. Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung eine Bodenreinigungsmaschine,
die ausgestaltet ist, ein solches Verfahren durchzuführen.
[0002] Derartige Bodenreinigungsmaschinen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Im Betrieb
derartiger Maschinen wird Reinigungsflüssigkeit wie beispielsweise Frischwasser aus
dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter mittels der Reinigungseinrichtung auf die zu reinigende
Bodenfläche aufgebracht, wobei die Reinigungselemente mit der Bodenfläche eingreifen,
um im Zusammenwirken mit der Reinigungsflüssigkeit Schmutz von dieser zu lösen. Mithilfe
der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung, die beispielsweise als ein Saugfuß ausgestaltet
sein kann, wird die zuvor aufgebrachte Reinigungsflüssigkeit, die nach dem Eingriff
der Reinigungselemente mit der Bodenfläche schmutzbeladen ist, sodass es sich um Schmutzflüssigkeit
handelt, wieder aufgenommen und in den Schmutzflüssigkeitsbehälter verbracht.
[0003] Derartige sogenannte Scheuersaugmaschinen können als handgeführte oder Aufsitzmaschinen
ausgeführt sein. Außerdem ist es möglich, dass derartige Maschinen als autonom fahrende
sogenannte Reinigungsroboter ausgeführt sind, sodass keine Bedienperson den Betrieb
unmittelbar überwacht.
[0004] Beim Betrieb derartiger Maschinen können jedoch die folgenden Probleme auftreten.
[0005] Wenn Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden Bodenfläche aufgebracht wird, die
Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung aber nicht zuverlässig arbeitet, verbleibt
mit Schmutz beladene Reinigungsflüssigkeit, also Schmutzflüssigkeit, auf der zu reinigenden
Bodenfläche. Dies stellt zum einen ein Sicherheitsrisiko dar, da dann auf der Bodenfläche
eine erhöhte Rutschgefahr besteht. Zum anderen wird auch nicht das gewünschte Reinigungsergebnis
erreicht.
[0006] Darüber hinaus weisen derartige Bodenreinigungsmaschinen häufig eine Absaugeinrichtung
wie eine Saugturbine auf, die von einem Elektromotor angetrieben wird. Dadurch wird
ein Luftstrom von der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung, die dann beispielsweise
als Saugfuß ausgestaltet sein kann, hin zu dem Schmutzflüssigkeitsbehälter erzeugt,
wobei durch diesen Luftstrom Schmutzflüssigkeit in der Aufnahmeeinrichtung mitgerissen
und in den Schmutzflüssigkeitsbehälter gefördert wird. Wenn der Motorstrom des Elektromotors
bei gleichbleibender Spannung absinkt, kann dies in der Regel zwei Ursachen haben.
Zunächst ist es möglich, dass die Verbindung zwischen der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
und dem Schmutzflüssigkeitsbehälter verstopft ist, sodass es auch keine Luftströmung
von der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung in den Schmutzflüssigkeitsbehälter
mehr gibt, was dazu führt, dass die Absaugeinrichtung weniger Luft fördern muss, sodass
der Motorstrom reduziert ist. Es liegt also ein Fehler vor.
[0007] Alternativ kann jedoch auch so viel Flüssigkeit in der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
stehen, dass Umgebungsluft daran gehindert wird, in die Einrichtung zu gelangen, was
ebenfalls verhindert, dass eine Luftströmung entsteht. Dies ist jedoch kein Fehlerfall,
sondern dieser Zustand wird dann beendet, wenn die sich in der Aufnahmeeinrichtung
befindliche Flüssigkeit aufgrund des Unterdrucks in den Schmutzflüssigkeitsbehälter
abgezogen worden ist. Allein aus der Messung des Motorstroms können die beiden zuvor
beschriebenen Fälle jedoch nicht unterschieden werden. Insbesondere ist es nicht möglich
darauf basierend zu bestimmen, ob ein Fehler vorliegt oder nicht.
[0008] Ausgehend vom Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung daher die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren zum Betrieb einer Bodenreinigungsmaschine sowie eine solche
Maschine bereitzustellen, mit denen Fehler während des Betriebs zuverlässig erkannt
werden können.
[0009] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe durch ein
Verfahren zum Betrieb einer Bodenreinigungsmaschine gelöst, wobei die Bodenreinigungsmaschine
einen Reinigungsflüssigkeitsbehälter, einen Schmutzflüssigkeitsbehälter sowie ein
Fahrwerk zum Bewegen der Bodenreinigungsmaschine über eine zu reinigende Bodenfläche
aufweist, wobei die Bodenreinigungsmaschine eine Reinigungseinrichtung mit Reinigungselementen
aufweist, die ausgestaltet sind, mit der zu reinigenden Bodenfläche einzugreifen,
wobei die Reinigungseinrichtung mit dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter zum Zuführen
von Reinigungsflüssigkeit zu der Reinigungseinrichtung verbunden und ausgestaltet
ist, Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigende Bodenfläche aufzubringen, wobei die
Bodenreinigungsmaschine eine Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung aufweist, die
zum Abführen von Schmutzflüssigkeit von der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
zu dem Schmutzflüssigkeitsbehälter mit diesem verbunden und ausgestaltet ist, Schmutzflüssigkeit
von der zu reinigenden Bodenfläche aufzunehmen, wobei das Verfahren die folgenden
Schritte aufweist:
- Bewegen der Bodenreinigungsmaschine über eine zu reinigende Bodenfläche,
- während des Bewegens Erfassen der Menge von Reinigungsflüssigkeit, die innerhalb eines
ersten Zeitintervalls der Reinigungseinrichtung aus dem Reinigungsflüssigkeitstank
zugeführt wird,
- während des Bewegens Erfassen der Menge von Schmutzflüssigkeit, die innerhalb eines
zweiten Zeitintervalls von der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung hin zu dem Schmutzflüssigkeitstank
abgeführt wird,
- Vergleichen der erfassten Menge von Reinigungsflüssigkeit mit einem ersten Schwellwert,
- Vergleichen der erfassten Menge von Schmutzflüssigkeit mit einem zweiten Schwellwert,
- Ausgeben eines ersten Fehlersignals, wenn die erfasste Menge von Reinigungsflüssigkeit
größer als der erste Schwellwert und die erfasste Menge von Schmutzflüssigkeit kleiner
als der zweite Schwellwert ist.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird während des Betriebs, also während des Bewegens
der Maschine über eine zu reinigende Bodenfläche, zum einen erfasst, ob Reinigungsflüssigkeit
mithilfe der Reinigungseinrichtung auf die zu reinigende Bodenfläche aufgebracht wird.
Dies geschieht in der Weise, dass mit Hilfe einer geeignet ausgestalteten Einrichtung
die aufgebrachte Menge an Reinigungsflüssigkeit in einem ersten Zeitintervall erfasst
und mit einem Schwellwert verglichen wird. Der Schwellwert kann sehr gering und auch
gleich null gewählt werden. Durch den Vergleich mit einem Schwellwert ungleich null
wird jedoch sichergestellt, dass geringe Messwerte der Einrichtung nicht automatisch
zu dem Ergebnis führen, dass tatsächlich Reinigungsflüssigkeit über die Reinigungseinrichtung
auf die Bodenfläche aufgebracht wird.
[0011] Weiterhin wird mit einer weiteren Einrichtung die Menge an Schmutzflüssigkeit erfasst,
die während eines zweiten Zeitintervalls von der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
abgeführt und in den Schmutzflüssigkeitsbehälter verbracht wird.
[0012] Dabei können das erste und das zweite Zeitintervall deckungsgleich sein, die Erfassung
also gleichzeitig stattfinden, oder das zweite Zeitintervall liegt zeitlich hinter
dem ersten Zeitintervall, um zu berücksichtigen, dass Reinigungsflüssigkeit, die auf
die zu reinigende Bodenfläche aufgebracht wird, erst zeitlich versetzt von der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
wieder aufgenommen werden kann.
[0013] Die erfasste Menge von aufgenommener Schmutzflüssigkeit wird mit einem zweiten Schwellwert
verglichen, der ebenfalls sehr gering oder auch gleich null gewählt werden kann. Aber
auch hier wird durch den Schwellwertvergleich sichergestellt, dass es nicht zu den
schon beschriebenen Artefakten kommt.
[0014] Schließlich wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dann ein Fehlersignal ausgegeben,
wenn einerseits die während des ersten Zeitintervalls erfasste Menge von ausgegebene
Reinigungsflüssigkeit über dem Schwellwert liegt und die während des zweiten Zeitintervalls
erfasste Menge von abgeführter Schmutzflüssigkeit unter dem Schwellwert liegt. Es
wird somit erfasst, dass die Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung nicht zuverlässig
arbeitet.
[0015] Dies wird einem Benutzer auf Basis des Fehlersignals entweder angezeigt, oder das
Fehlersignal wird dazu verwendet, einen möglicherweise vorhandenen Antrieb der Bodenreinigungsmaschine,
über den das Fahrwerk angetrieben und diese über die zu reinigende Bodenfläche bewegt
wird, abzuschalten.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere bei der Verwendung zusammen mit einer
autonom fahrenden Bodenreinigungsmaschine vorteilhaft, da dort ein Benutzer nicht
unmittelbar erfassen kann, dass auf der zu reinigenden Bodenfläche Schmutzflüssigkeit
verbleibt, und der Benutzer dann die Reinigungsfahrt aktiv stoppen kann. Im Unterschied
zum Stand der Technik wird beim Betrieb vielmehr selbsttätig eine Fehlfunktion der
Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung zuverlässig erkannt.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Bodenreinigungsmaschine eine Absaugeinrichtung
auf, die den Schmutzflüssigkeitstank mit Unterdruck beaufschlagt und die einen elektrischen
Antriebsmotor aufweist, der im Betrieb mit einer Spannung mit einer vorgegebenen Stärke
versorgt wird, sodass ein Versorgungsstrom durch den Antriebsmotor fließt, wobei die
Stärke des Versorgungsstroms in einem dritten Zeitintervall erfasst wird, wobei die
erfasste Stärke des Versorgungsstroms mit einem dritten Schwellwert verglichen wird,
wobei die erfasste Menge von Schmutzflüssigkeit mit einem vierten Schwellwert verglichen
wird und wobei ein zweites Fehlersignal ausgegeben wird, wenn die erfasste Stärke
des Versorgungsstroms kleiner als der dritte Schwellwert ist und die erfasste Menge
von Schmutzflüssigkeit kleiner als der vierte Schwellwert ist.
[0018] Bei dieser bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird neben
dem Motorstrom der Absaugeinrichtung auch erfasst, ob Schmutzflüssigkeit in den Schmutzflüssigkeitsbehälter
verbracht wird. Nur wenn Letzteres nicht der Fall ist, wird das zweite Fehlersignal
ausgegeben. Denn dann liegt offensichtlich eine Fehlfunktion vor, die auf eine Verstopfung
der Leitung zwischen Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung und Schmutzflüssigkeitsbehälter
zurückgeht.
[0019] Wenn bei zu niedrigem Motorstrom jedoch dennoch Schmutzflüssigkeit in den Schmutzflüssigkeitsbehälter
gefördert wird, ist die Bedingung für das zweite Fehlersignal nicht erfüllt, da offensichtlich
keine Fehlfunktion vorliegt, sondern vielmehr der Schmutzflüssigkeit selbst dazu führt,
dass nur eine geringe oder sogar keine Luftströmung von der Absaugeinrichtung gefördert
werden muss, was ebenfalls zu einer Reduktion des Motorstroms führt.
[0020] Bei dieser bevorzugten Ausführungsform wird also nicht nur der Motorstrom der Absaugeinrichtung
alleine dazu verwendet, eine Fehlfunktion zu detektieren, sondern dies erfolgt in
Kombination mit der Erfassung der Menge der in den Schmutzflüssigkeitsbehälter geförderten
Schmutzflüssigkeit.
[0021] An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass es ein selbstständig erfinderisches
Konzept ist, in einem Zeitintervall sowohl den Motorstrom der Absaugeinrichtung als
auch die in den Schmutzflüssigkeitsbehälter verbrachte Menge von Schmutzflüssigkeit
zu erfassen und dann ein Fehlersignal auszugeben, wenn sowohl die geförderte Menge
von Schmutzflüssigkeit als auch der Motorstrom unter einer vorgegebenen Schwelle liegen.
[0022] Insbesondere kann die Bodenreinigungsmaschine eine Einrichtung aufweisen, die ausgestaltet
ist, die Menge von Reinigungsflüssigkeit zu erfassen, die innerhalb eines ersten Zeitintervalls
der Reinigungseinrichtung aus dem Reinigungsflüssigkeitstank zugeführt wird, sowie
eine Einrichtung, die ausgestaltet ist, die Menge von Schmutzflüssigkeit zu erfassen,
die innerhalb eines zweiten Zeitintervalls von der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
hin zu dem Schmutzflüssigkeitstank abgeführt wird. Darüber hinaus kann vorzugsweise
auch eine Einrichtung vorgesehen sein, die ausgestaltet ist, die Stärke des Versorgungsstroms
in einem dritten Zeitintervall zu erfassen.
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind der Reinigungsflüssigkeitsbehälter
und die Reinigungseinrichtung durch eine Reinigungsflüssigkeitsleitung zum Zuführen
von Reinigungsflüssigkeit verbunden, wobei ein Durchflusssensor in der Reinigungsflüssigkeitsleitung
als Einrichtung zur Erfassung der Menge von Reinigungsflüssigkeit vorgesehen ist,
die im ersten Zeitintervall zugeführt wird. Die Verwendung eines Durchflusssensors
in der Leitung ist eine zuverlässige Möglichkeit, die fragliche Menge an Reinigungsflüssigkeit
zu erfassen.
[0024] Alternativ zu dem Durchflusssensor oder in Ergänzung dazu ist es ebenfalls möglich,
dass eine Reinigungsflüssigkeitspumpe in der Reinigungsflüssigkeitsleitung vorgesehen
ist, die ausgestaltet ist, die Menge von Reinigungsflüssigkeit im ersten Zeitintervall
zu erfassen, die der Reinigungseinrichtung zugeführt wird, sodass die Pumpe als Einrichtung
zum Erfassen der Menge von Reinigungsflüssigkeit wirkt, die innerhalb eines ersten
Zeitintervalls der Reinigungseinrichtung aus dem Reinigungsflüssigkeitstank zugeführt
wird. In diesem Fall entfällt die Notwendigkeit, neben der Pumpe noch einen weiteren
Sensor vorzusehen. Wenn noch ein Sensor vorgesehen ist, wird ein redundante System
bereitgestellt, dass auch bei Ausfall einer der beiden Einrichtungen zur Erfassung
der Durchflussmenge dennoch funktionstüchtig bleibt.
[0025] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine erste Einrichtung zur Erfassung
des Pegels im Reinigungsflüssigkeitsbehälter vorgesehen ist, wobei durch Erfassung
einer Änderung des Pegels im Reinigungsflüssigkeitsbehälter im ersten Zeitintervall
durch die erste Einrichtung die Menge von Reinigungsflüssigkeit erfasst wird, die
im ersten Zeitintervall zugeführt wird. In diesem Fall wird die der Reinigungseinrichtung
zugeführte Menge an Reinigungsflüssigkeit durch eine Änderung des Pegels im Reinigungsflüssigkeitsbehälter
bestimmt. Dies lässt sich vorrichtungstechnisch einfach realisieren. Insbesondere
kann dies dadurch realisiert werden, dass die erste Einrichtung zur Erfassung des
Pegels im Reinigungsflüssigkeitsbehälter einen Schwimmer aufweist, wobei die Veränderung
von dessen Lage im ersten Zeitintervall erfasst wird, um dadurch die Menge von Reinigungsflüssigkeit
zu erfassen, die im ersten Zeitintervall zugeführt wird.
[0026] Weiterhin ist es bevorzugt, wenn eine zweite Einrichtung zur Erfassung des Pegels
im Schmutzflüssigkeitsbehälter vorgesehen ist, wobei durch Erfassung einer Änderung
des Pegels im Schmutzflüssigkeitsbehälter im zweiten Zeitintervall durch die zweite
Einrichtung die Menge von Reinigungsflüssigkeit erfasst wird, die im ersten Zeitintervall
zugeführt wird. Somit wird dieser bevorzugten Ausführungsform die Menge der in den
Schmutz Flüssigkeitsbehälter abgeführten Schmutzflüssigkeit ebenfalls aus einer Veränderung
des Pegels darin ermittelt. In diesem Fall ist es besonders bevorzugt, wenn die zweite
Einrichtung zur Erfassung des Pegels im Schmutzflüssigkeitsbehälter als Drucksensor
ausgestaltet ist.
[0027] Schließlich wird in einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung die obige Aufgabe
durch eine Bodenreinigungsmaschine gelöst, die ausgestaltet ist, das erfindungsgemäße
Verfahren wie zuvor beschrieben auszuführen.
[0028] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand einer Zeichnung beschrieben, die
lediglich ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel darstellt, wobei
- Figur 1
- eine schematische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Bodenreinigungsmaschine zeigt.
[0029] Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Bodenreinigungsmaschine
1, die ausgestaltet ist, eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum
Betrieb einer solchen Maschine auszuführen.
[0030] Wie Figur 1 zu entnehmen ist, weist die Bodenreinigungsmaschine 1 ein mehrere Räder
3 umfassendes Fahrwerk 5 auf, mit dem die Bodenreinigungsmaschine 1 über eine zu reinigende
Bodenfläche 7 bewegt werden kann. Dabei weist die Bodenreinigungsmaschine 1 in dem
hier gezeigten Ausführungsbeispiel einen nicht näher dargestellten Antrieb 8 auf,
mit dem die hinteren Räder 3 des Fahrwerks 5 angetrieben werden, sodass sich die Bodenreinigungsmaschine
1 selbsttätig über die zu reinigende Bodenfläche 7 bewegen kann. Darüber hinaus ist
die hier dargestellte Bodenreinigungsmaschine 1 als sogenannter Roboter ausgebildet,
d. h. sie kann sich autonom, ohne dass sie durch einen Benutzer geführt wird, über
die zu reinigende Bodenfläche 7 bewegen und erkennt selbsttätig Hindernisse und bestimmt
darauf basierend ihren Kurs.
[0031] Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf derartige Roboter beschränkt, sondern
kann bei jeder Art von Bodenreinigungsmaschine 1 Anwendung finden, d. h. auch bei
sogenannten Aufsitzmaschinen oder Maschinen, bei denen der Benutzer hinter der Maschine
herläuft.
[0032] Wie weiter Figur 1 zu entnehmen ist, weist die Bodenreinigungsmaschine 1 eine Reinigungseinrichtung
9 auf, die eine hier als drehend angetriebenen Bürste ausgebildetes Reinigungselements
11 umfasst, das im Betrieb mit der zu reinigenden Bodenfläche 7 eingreift. Die Reinigungseinrichtung
9 ist zudem derart ausgestaltet, dass das Reinigungselement 11 gegenüber der zu reinigenden
Bodenfläche 7 angehoben werden kann, sodass das Reinigungselement 11 dann nicht mit
der zu reinigenden Bodenfläche 7 eingreift.
[0033] Wie weiter in Figur 1 zu erkennen ist, weist die Reinigungseinrichtung 9 einen Auslass
13 auf, der über eine Reinigungsflüssigkeitsleitung 15 mit einem Reinigungsflüssigkeitsbehälter
17 verbunden ist, der in einem Gehäuse 19 der Bodenreinigungsmaschine 1 aufgenommen
ist. In der Reinigungsflüssigkeitsleitung 15 ist ein Durchflusssensor 21 vorgesehen,
der eine Einrichtung bildet, mit der die in einem Zeitintervall durch die Reinigungsflüssigkeitsleitung
15 fließende Menge an Reinigungsflüssigkeit erfasst werden kann, die der Reinigungseinrichtung
9 zugeführt wird.
[0034] Darüber hinaus ist in der Reinigungsflüssigkeitsleitung noch eine Pumpe 23 vorgesehen,
die ausgestaltet ist, Reinigungsflüssigkeit von dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter
17 hin zu dem Auslass 13 und damit der Reinigungseinrichtung 9 zu fördern. Dabei kann
die Pumpe 23 in bevorzugter Weise derart ausgestaltet sein, dass sie ebenfalls die
in einem Zeitintervall von dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter 17 hin zu dem Auslass
13 gefördert Menge an Reinigungsflüssigkeit erfasst. Dies kann in Ergänzung zu Durchflusssensor
21 der Fall sein oder als Alternative dazu. Wenn sowohl die Pumpe 23 als auch der
Durchflusssensor 21 die pro Zeitintervall geförderte Menge erfassen können, ist ein
redundantes System gegeben.
[0035] Darüber hinaus oder in Ergänzung zu dem Durchflusssensor 21 und der Pumpe 23 kann
in dem Flüssigkeitsbehälter 17 eine erste Einrichtung vorgesehen sein, die ausgebildet
ist, die Höhe des Pegels 25 der Reinigungsflüssigkeit in dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter
17 zu erfassen. Diese Einrichtung weist ein Führungselement 27 auf, das sich im Wesentlichen
in vertikaler Richtung in dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter 17 erstreckt, wenn die
Bodenreinigungsmaschine 1 auf einer horizontal verlaufenden zu reinigenden Bodenfläche
7 angeordnet ist. An dem Führungselement 27 ist ein Schwimmer 29 geführt, dessen Lage
erfasst werden kann. Auf Grundlage der Änderung der Lage des Schwimmers 29 dieser
Schwimmereinrichtung 27, 29 innerhalb eines Zeitintervalls kann dann ebenfalls die
Menge an Reinigungsflüssigkeit ermittelt werden, die während dieses Zeitintervalls
der Reinigungseinrichtung 9 zugeführt worden ist.
[0036] Schließlich kann als Alternative zu dem Durchflusssensor 21, der Pumpe 23 oder der
Schwimmereinrichtung 27, 29 oder in Ergänzung dazu noch ein erster Drucksensor 31
im Bodenbereich des Reinigungsflüssigkeitstanks 17 vorgesehen sein, dessen Signal
ein Maß für den Schweredruck der Reinigungsflüssigkeit in dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter
17 ist. Damit ist es dann auch möglich, über diesen ersten Drucksensor 31 die in einem
Zeitintervall der Reinigungseinrichtung 9 zugeführte Reinigungsflüssigkeit zu bestimmen
bzw. zu erfassen.
[0037] Weiter ist in Figur 1 zu erkennen, dass die Bodenreinigungsmaschine 1 in dem Gehäuse
19 noch einen Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 aufweist, dessen oberer Bereich mit dem
Einlass einer Absaugeinrichtung 35 in Verbindung steht, die von einem Elektromotor
37 angetrieben wird, wobei es sich in einer bevorzugten Ausführungsform um eine sogenannte
Saugturbine handelt bei der der Elektromotor 37 ein Lüfterrad drehend antreibt. Den
Absaugeinrichtung ist damit ausgestaltet, den Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 mit einem
Unterdruck gegenüber der Umgebung der Bodenreinigungsmaschine 1 zu beaufschlagen.
Schließlich ist der Elektromotor 37 derart ausgestaltet bzw. mit einer entsprechenden
Einrichtung versehen, sodass ein Signal erzeugt werden kann, das ein Maß für den von
dem Elektromotor 37 aufgenommene Strom ist. Es lässt sich also ein Signal erzeugen,
dass die Höhe des Motorstroms wiedergibt, den der Elektromotor 37 in einem Zeitintervall
aufnimmt.
[0038] Weiterhin ist in Figur 1 zu erkennen, dass in dem Schmutzflüssigkeitsbehälter 33
ein zweiter und ein dritter Drucksensor 39, 41 vorgesehen sind. Der zweite Drucksensor
39 ist ausgestaltet, den Schweredruck der Schmutzflüssigkeit im Bodenbereich des Schmutzflüssigkeitsbehälter
33 zu erfassen und ein entsprechendes Signal zu erzeugen. Der dritte Drucksensor erfasst
den Druck oberhalb des Pegels 43 der Schmutzflüssigkeit in dem Schmutzflüssigkeitsbehälter
33, da dieser Druck aufgrund der Absaugeinrichtung 35 gegen über dem Umgebungsdruck
abgesenkt ist. Aus den Signalen des zweiten und dritten Drucksensors 39, 41 lässt
sich dann der Pegel 43 im Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 in an sich bekannter Weise
bestimmen. Darüber hinaus kann damit auch die Veränderung des Pegels 43 und damit
die in einem Zeitintervall dem Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 zugeführte Menge an
Schmutzflüssigkeit ermittelt werden.
[0039] An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass die vorliegende Erfindung nicht darauf
beschränkt ist, dass der Pegel 43 in dem Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 und damit
die in einem Zeitintervall zugeführte Menge an Schmutzflüssigkeit mittels Drucksensoren
bestimmt wird.
[0040] Hier sind auch alternative Lösungen wie beispielsweise die Verwendung eines Schwimmers
denkbar.
[0041] Wie weiter Figur 1 zu entnehmen ist, ist der obere Bereich des Schmutzflüssigkeitsbehälters
33 über eine Schmutzflüssigkeitsleitung 45 mit einer Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
47 verbunden, die in dem hier dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel als sogenannter
Saugfuß ausgebildet ist. Der Saugfuß weist eine vordere Dichtlippe 49 auf, die in
dem Bereich, in dem sie an der zu reinigenden Bodenfläche 7 angelegt, sich davon weg
erstreckende Schlitze aufweist, und eine hintere Dichtlippe 51, die nicht geschlitzt
ist. Die Dichtlippen 49, 51 und der Saugfuß erstrecken sich im Wesentlichen über die
Breite der Bodenreinigungsmaschine 1, und der Bereich zwischen den Dichtlippen 49,
51 ist über die Schmutzflüssigkeitsleitung 45 mit dem Schmutzflüssigkeitsbehälter
33 verbunden und wird somit mit einem Unterdruck beaufschlagt, wenn die Absaugeinrichtung
35 in Betrieb ist. Dieser Unterdruck sorgt dafür, dass sich auf der zu reinigenden
Bodenfläche 7 befindliche Schmutzflüssigkeit in den Schmutzflüssigkeitsbehälter 33
gesaugt wird.
[0042] Wenn die Schmutzflüssigkeitsleitung 45 verstopft ist oder wenn der Zwischenraum zwischen
den Dichtlippen 49, 51 der Schmutzflüssigkeitsabsaugeinrichtung 47 vollständig mit
Schmutzflüssigkeit gefüllt ist, sodass keine Umgebungsluft in diesem Zwischenraum
eindringen kann, muss die Absaugeinrichtung 35 nur eine geringe Luftmenge fördern,
um den Unterdruck in dem Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 aufrecht zu erhalten. Dadurch
ergibt sich, dass in diesen Situationen der Motorstrom des Elektromotors 37, der die
Absaugeinrichtung 35 antreibt, gegenüber dem Normalbetrieb reduziert ist.
[0043] Schließlich ist zu erkennen, dass die Bodenreinigungsmaschine 1 eine Steuerung 53
aufweist, die über Leitungen mit dem Elektromotor 37, der Schwimmereinrichtung 27,
29, der Pumpe 23, dem Durchflusssensor 21, dem Antrieb 7 sowie den Drucksensoren 31,
39, 41 steht, sodass die zuvor genannten Bauteile ihre Signale an die Steuerung 53
übermitteln können.
[0044] Durch diese Signalverbindung ist es möglich, dass der Durchflusssensor 21, die Pumpe
23, die Schwimmereinrichtung 27, 29 sowie der erste Drucksensor 31 jeweils ein Signal
an die Steuerung 53 übermitteln, das ein Maß für die Menge an Reinigungsflüssigkeit
ist, die in einem ersten Zeitintervall von dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter 17 dem
Auslass 13 und damit der Reinigungseinrichtung 9 zugeführt wird. Ähnlich können der
zweite Drucksensor 39 und der dritte Drucksensor 41 ebenfalls ein Signal an die Steuerung
53 übermitteln, das ein Maß für die Schmutzflüssigkeitsmenge ist, die in einem zweiten
Zeitintervall von der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung 47 aufgenommen und in
den Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 abgeführt wird.
[0045] Das zuvor beschriebene Ausführungsbeispiel einer Bodenreinigungsmaschine 1 kann in
der nachfolgend beschriebenen Art und Weise betrieben werden.
[0046] Die Bodenreinigungsmaschine 1 wird mithilfe des Fahrwerks 5 und des Antriebs 8 über
die zu reinigende Bodenfläche 7 bewegt, wobei dies im vorliegenden Fall selbsttätig
erfolgt und die Steuerung 53 zudem mithilfe nicht dargestellter Sensoren eine Route
ermittelt, entlang derer die Bodenreinigungsmaschine 1 die zu reinigende Bodenfläche
7 reinigt. Dabei wird kontinuierlich mithilfe der Pumpe 23 Reinigungsflüssigkeit aus
dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter 17 durch die Reinigungsflüssigkeitsleitung 15 in
den Bereich der Reinigungseinrichtung 9 zugeführt. Mithilfe der angetriebenen Reinigungselements
11 wird dann Schmutz von der zu reinigenden Bodenfläche gelöst, während sich die Bodenreinigungsmaschine
1 in Figur 1 gesehen weiter nach rechts bewegt, sodass dann die mit Schmutz beladene
Reinigungsflüssigkeit und damit die Schmutzflüssigkeit in den Bereich der Schmutzaufnahmeeinrichtung
47 gelangt. Parallel zum Zuführen von Reinigungsflüssigkeit ist auch die Absaugeinrichtung
35 mit dem damit verbundenen Elektromotor 37 in Betrieb, sodass in dem Schmutzflüssigkeitsbehälter
33 ein Unterdruck erzeugt wird. Aufgrund dieses Unterdrucks wird Schmutzflüssigkeit,
die in den Bereich der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung 47 und damit zwischen
die Dichtlippen 49, 51 gelangt, durch die Schmutzflüssigkeitsleitung 45 abgesaugt
und in den Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 abgeführt, sofern die Schmutzflüssigkeitsleitung
45 nicht verstopft ist oder die Schmutzaufnahmeeinrichtung 47 anderweitig eine Fehlfunktion
hat.
[0047] Während des Bewegens der Bodenreinigungsmaschine 1 über die Bodenfläche 7 und dem
Aufbringen von Reinigungsflüssigkeit und dem Abführen von Schmutzflüssigkeit werden
wiederholt immer die folgenden Schritte ausgeführt.
[0048] Während eines ersten Zeitintervalls wird mit Hilfe des Durchflusssensors 21 die auf
die zu reinigende Bodenfläche 7 aufgebrachte Menge von Reinigungsflüssigkeit erfasst.
Alternativ zu dem Durchflusssensor 21 kann dies auch mithilfe der Pumpe 23, mittels
der Schwimmereinrichtung 27, 29 oder des ersten Drucksensors 31 in der bereits beschriebenen
Weise erfolgen. Das Erfassen dieser Menge während des ersten Zeitintervalls erfolgt
auf der Grundlage des jeweils an die Steuerung 53 übermittelten Signals. Dabei kann
das Signal des Durchflusssensors 21, der Pumpe 23, der Schwimmereinrichtung 27, 29
und/oder des ersten Drucksensor 31 in der Steuerung 53 während des ersten Zeitintervalls
integriert werden, sodass das integrierte Signal dann ein Maß für die während des
ersten Zeitintervalls auf die zu reinigende Bodenfläche 7 aufgebrachte Reinigungsflüssigkeit
ist.
[0049] Analog wird mithilfe des zweiten und dritten Drucksensors 39, 41 und den davon erzeugten
Signalen während eines zweiten Zeitintervalls die Menge der Schmutzflüssigkeit erfasst,
die während dieses zweiten Zeitintervalls in den Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 abgeführt
wird. Auch in diesem Fall kann diese Menge durch Integration der jeweiligen Signale
bestimmt werden. Dabei wird insbesondere das Signal des dritten Drucksensors 41 von
dem des zweiten Drucksensor 39 abgezogen, um den Effekt des oberhalb des Pegels 43
in dem Schmutzflüssigkeitsbehälters 33 herrschenden Unterdrucks zu berücksichtigen.
[0050] Das erste Zeitintervall und das zweite Zeitintervall sind vorzugsweise zeitlich derart
gegeneinander versetzt, dass das zweite Zeitintervall etwas später startet als das
erste Zeitintervall. Es ist aber auch möglich, dass die Zeitintervalle zeitlich parallel
laufen. Wird jedoch die erste Alternative verwendet, berücksichtigt dies, dass aufgrund
der Bewegung der Bodenreinigungsmaschine 1 immer eine gewisse Zeitspanne zwischen
dem Aufbringen einer gewissen Menge Reinigungsflüssigkeit und dem Abführen genau dieser
Menge liegen muss.
[0051] Schließlich wird während des zweiten Zeitintervalls auch noch das Signal des Motorstroms
des Elektromotors 37 der Absaugeinrichtung 35 erfasst, wobei dies ebenfalls durch
Integration des Stromsignals in der Steuerung 53 erfolgen kann.
[0052] Wenn das Signal, das die Menge der aufgebrachten Reinigungsflüssigkeit wiedergibt,
größer ist als ein erster Schwellwert, zeigt dies an, dass tatsächlich Reinigungsflüssigkeit
auf die zu reinigende Bodenfläche 7 aufgebracht wird. Wenn dann die während des zweiten
Zeitintervalls abgeführten Schmutzflüssigkeitsmenge einen zweiten Schwellwert unterschreitet,
wird keine ausreichende Menge Schmutzflüssigkeit abgeführt, obwohl Reinigungsflüssigkeit
aufgebracht wird. Wenn also die Menge der Reinigungsflüssigkeit, die während des ersten
Zeitintervalls aufgebracht wird, den ersten Schwellwert überschreitet und während
der Prüfung die Menge der während des zweiten Zeitintervalls abgeführten Schmutzflüssigkeit
den zweiten Schwellwert unterschreitet, liegt eine Fehlfunktion vor, und die Steuerung
gibt ein erstes Fehlersignal aus. Eine solche Fehlfunktion kann beispielsweise dadurch
verursacht sein, dass die Dichtlippen 49, 51 der als Saugfuß ausgestalteten Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
47 verschlissen sind, sodass kein ausreichender Unterdruck in dem Saugfuß erzeugt
wird, oder dass die Schmutzflüssigkeitsleitung 45 zwischen der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
47 und dem Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 gerissen oder undicht ist. Das Fehlersignal
kann beispielsweise dazu verwendet werden, den Antrieb 8 zu stoppen, sodass die Bodenreinigungsmaschine
1 stehen bleibt. Dadurch wird verhindert, dass größere Bereiche der zu reinigenden
Bodenfläche zwar mit Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt werden, die Schmutzflüssigkeit
aber nicht wieder abgeführt wird. Außerdem kann das erste Fehlersignal verwendet werden,
um die Pumpe 23 abzuschalten.
[0053] Außerdem wird geprüft, ob die während des zweiten Zeitintervalls abgeführte Schmutzflüssigkeitsmenge
bzw. das darauf basierend erzeugte Signal dafür einen dritten Schwellwert unterschreitet.
Wenn gleichzeitig auch der Motorstrom des Elektromotors 37 bzw. das darauf basierende
Signal einen vierten Schwellwert unterschreitet, zeigt dies an, dass entweder die
Schmutzflüssigkeitsleitung 45 oder die Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung 47 verstopft
sind, sodass keine Schmutzflüssigkeit in den Schmutzflüssigkeitsbehälter 33 gelangen
kann. Dies ist ebenfalls eine Fehlfunktion, und es wird von der Steuerung 53 in diesem
Fall ein zweites Fehler Signal erzeugt, das wiederum dazu verwendet werden kann, den
Antrieb 8 und/oder die Pumpe 23 zu stoppen.
[0054] Wenn jedoch das Signal des Motorstroms den vierten Schwellwert unterschreitet, gleichzeitig
aber das Signal für die während des zweiten Zeitintervalls abgeführte Schmutzflüssigkeitsmenge
über dem dritten Schwellwert liegt, zeigt dies an, dass die Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
47 vollständig mit Schmutzflüssigkeit gefüllt ist, sodass keine Luftströmung durch
die Schmutzflüssigkeitsleitung 45 erfolgen kann. In diesem Fall ist der niedrige Motorstroms
also nicht mit einer Fehlfunktion verbunden, und es wird auch kein Fehlersignal von
der Steuerung 53 erzeugt.
[0055] Das Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Betriebsverfahrens für die Bodenreinigungsmaschine
1 ermöglicht also, dass Fehlfunktionen, bei denen Schmutzflüssigkeit auf der zu reinigenden
Bodenfläche 7 verbleiben würde, zuverlässig erfasst werden. Darüber hinaus wird auch
durch die parallele Erfassung des Motorstroms und der Menge der abgeführten Schmutzflüssigkeit
ermöglicht, dass das Signal des Motorstroms des Elektromotors 37 ebenfalls zur Fehlerbestimmung
verwendet werden kann.
Bezugszeichenliste:
[0056]
- 1
- Bodenreinigungsmaschine
- 3
- Rad
- 5
- Fahrwerk
- 7
- zu reinigende Bodenfläche
- 8
- Antrieb
- 9
- Reinigungseinrichtung
- 11
- Reinigungselement
- 13
- Auslass
- 15
- Reinigungsflüssigkeitsleitung
- 17
- Reinigungsflüssigkeitsbehälter
- 19
- Gehäuse
- 21
- Durchflusssensor
- 23
- Pumpe
- 25
- Pegel Reinigungsflüssigkeit
- 27
- Führungselement
- 29
- Schwimmer
- 31
- erster Drucksensor
- 33
- Schmutzflüssigkeitsbehälter
- 35
- Absaugeinrichtung
- 37
- Elektromotor
- 39
- zweiter Drucksensor
- 41
- dritter Drucksensor
- 43
- Pegel Schmutzflüssigkeit
- 45
- Schmutzflüssigkeitsleitung
- 47
- Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
- 49
- vordere Dichtlippe
- 51
- hintere Dichtlippe
- 53
- Steuerung
1. Verfahren zum Betrieb einer Bodenreinigungsmaschine (1), wobei die Bodenreinigungsmaschine
(1) einen Reinigungsflüssigkeitsbehälter (17), einen Schmutzflüssigkeitsbehälter (33)
sowie ein Fahrwerk (5) zum Bewegen der Bodenreinigungsmaschine (1) über eine zu reinigende
Bodenfläche (7) aufweist,
wobei die Bodenreinigungsmaschine (1) eine Reinigungseinrichtung (9) mit Reinigungselementen
(11) aufweist, die ausgestaltet sind, mit der zu reinigenden Bodenfläche (7) einzugreifen,
wobei die Reinigungseinrichtung (11) mit dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter (17) zum
Zuführen von Reinigungsflüssigkeit zu der Reinigungseinrichtung (11) verbunden und
ausgestaltet ist, Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigende Bodenfläche (7) aufzubringen,
wobei die Bodenreinigungsmaschine (1) eine Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
(47) aufweist, die zum Abführen von Schmutzflüssigkeit von der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung
(47) zu dem Schmutzflüssigkeitsbehälter (33) mit diesem verbunden und ausgestaltet
ist, Schmutzflüssigkeit von der zu reinigenden Bodenfläche (7) aufzunehmen,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
- Bewegen der Bodenreinigungsmaschine (1) über eine zu reinigende Bodenfläche (7),
- während des Bewegens Erfassen der Menge von Reinigungsflüssigkeit, die innerhalb
eines ersten Zeitintervalls der Reinigungseinrichtung (11) aus dem Reinigungsflüssigkeitstank
(17) zugeführt wird,
- während des Bewegens Erfassen der Menge von Schmutzflüssigkeit, die innerhalb eines
zweiten Zeitintervalls von der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung (47) hin zu
dem Schmutzflüssigkeitsbehälter (33) abgeführt wird,
- Vergleichen der erfassten Menge von Reinigungsflüssigkeit mit einem ersten Schwellwert,
- Vergleichen der erfassten Menge von Schmutzflüssigkeit mit einem zweiten Schwellwert,
- Ausgeben eines ersten Fehlersignals, wenn die erfasste Menge von Reinigungsflüssigkeit
größer als der erste Schwellwert und die erfasste Menge von Schmutzflüssigkeit kleiner
als der zweite Schwellwert ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Bodenreinigungsmaschine (1) eine Absaugeinrichtung
(35) aufweist, die den Schmutzflüssigkeitsbehälter (33) mit Unterdruck beaufschlagt
und die einen elektrischen Antriebsmotor (37) aufweist, der im Betrieb mit einer Spannung
mit einer vorgegebenen Stärke versorgt wird, sodass ein Versorgungsstrom durch den
Antriebsmotor (37) fließt,
wobei die Stärke des Versorgungsstroms in einem dritten Zeitintervall erfasst wird,
wobei die erfasste Stärke des Versorgungsstroms mit einem dritten Schwellwert verglichen
wird,
wobei die erfasste Menge von Schmutzflüssigkeit mit einem vierten Schwellwert verglichen
wird und
wobei ein zweites Fehlersignal ausgegeben wird, wenn die erfasste Stärke des Versorgungsstroms
kleiner als der dritte Schwellwert ist und die erfasste Menge von Schmutzflüssigkeit
kleiner als der vierte Schwellwert ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Bodenreinigungsmaschine (1) eine Einrichtung
aufweist, die ausgestaltet ist, die Menge von Reinigungsflüssigkeit zu erfassen, die
innerhalb eines ersten Zeitintervalls der Reinigungseinrichtung (11) aus dem Reinigungsflüssigkeitstank
(17) zugeführt wird, und
wobei die Bodenreinigungsmaschine (1) eine Einrichtung aufweist, die ausgestaltet
ist, die Menge von Schmutzflüssigkeit zu erfassen, die innerhalb eines zweiten Zeitintervalls
von der Schmutzflüssigkeitsaufnahmeeinrichtung (47) hin zu dem Schmutzflüssigkeitsbehälter
(33) abgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Bodenreinigungsmaschine (1) eine Einrichtung
aufweist, die ausgestaltet ist, die Stärke des Versorgungsstroms in einem dritten
Zeitintervall zu erfassen.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Fahrwerk (5) der
Bodenreinigungsmaschine (1) einen Antrieb (8) aufweist, der ausgestaltet ist, das
Fahrwerk anzutreiben, um die Bodenreinigungsmaschine (1) über die zu reinigende Bodenfläche
(7) zu bewegen und
wobei der Antrieb (8) abgeschaltet wird, wenn das erste oder das zweite Fehlersignal
vorliegt.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Bodenreinigungsmaschine
(1) als autonom fahrende Bodenreinigungsmaschine (1) ausgestaltet ist.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Reinigungsflüssigkeitsbehälter
(17) und die Reinigungseinrichtung (9) durch eine Reinigungsflüssigkeitsleitung (15)
zum Zuführen von Reinigungsflüssigkeit verbunden sind und
wobei ein Durchflusssensor (21) in der Reinigungsflüssigkeitsleitung (15) als Einrichtung
zur Erfassung der Menge von Reinigungsflüssigkeit vorgesehen ist, die im ersten Zeitintervall
zugeführt wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Reinigungsflüssigkeitsbehälter
(17) und die Reinigungseinrichtung (11) durch eine Reinigungsflüssigkeitsleitung (15)
zum Zuführen von Reinigungsflüssigkeit verbunden sind und
wobei eine Reinigungsflüssigkeitspumpe (23) in der Reinigungsflüssigkeitsleitung (15)
vorgesehen ist, die ausgestaltet ist, die Menge von Reinigungsflüssigkeit im ersten
Zeitintervall zu erfassen, die der Reinigungseinrichtung (11) zugeführt wird, sodass
die Pumpe (23) als Einrichtung zum Erfassen der Menge von Reinigungsflüssigkeit wirkt,
die innerhalb eines ersten Zeitintervalls der Reinigungseinrichtung (11) aus dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter
(17) zugeführt wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, wobei eine erste Einrichtung
(27, 29) zur Erfassung des Pegels (25) im Reinigungsflüssigkeitsbehälter vorgesehen
ist und
wobei durch Erfassung einer Änderung des Pegels (25) im Reinigungsflüssigkeitsbehälter
(17) im ersten Zeitintervall durch die erste Einrichtung die Menge von Reinigungsflüssigkeit
erfasst wird, die im ersten Zeitintervall zugeführt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die erste Einrichtung (27, 29) zur Erfassung des
Pegels (25) im Reinigungsflüssigkeitsbehälter (17) einen Schwimmer (29) aufweist,
wobei die Veränderung von dessen Lage im ersten Zeitintervall erfasst wird, um dadurch
die Menge von Reinigungsflüssigkeit zu erfassen, die im ersten Zeitintervall zugeführt
wird.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, wobei eine zweite Einrichtung
zur Erfassung des Pegels (43) im Schmutzflüssigkeitsbehälter (33) vorgesehen ist und
wobei durch Erfassung einer Änderung des Pegels (43) im Schmutzflüssigkeitsbehälter
(33) im zweiten Zeitintervall durch die zweite Einrichtung die Menge von Reinigungsflüssigkeit
erfasst wird, die im ersten Zeitintervall zugeführt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die zweite Einrichtung zur Erfassung des Pegels
(43) im Schmutzflüssigkeitsbehälter als Drucksensor (39, 41) ausgestaltet ist.
13. Bodenreinigungsmaschine, die ausgestaltet ist, das Verfahren nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 12 auszuführen.