[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schiebetürbeschlag für Möbel mit einer aus
mindestens zwei Schienenteilen gebildeten Führungsschiene, die an einem Möbelkorpus
festlegbar ist und entlang der mindestens ein Führungsteil geführt ist, das an einer
Schiebetür fixierbar ist, um diese an dem Möbelkorpus verfahrbar und geführt zu halten.
[0002] In der
DE 10 2019 101 334 A1 ist ein Schiebetürbeschlag für Möbel gezeigt, bei dem eine Laufschiene durch mindestens
zwei Schienenteile zusammengesetzt ist, die im Stoßbereich fluchtend angeordnet sind.
Zur Vermeidung einer Durchbiegung der Schienenteile in dem Stoßbereich ist ein Führungselement
an dem Stoßbereich montiert, das eine Führungsbahn seitlich neben der Laufbahn der
Laufschiene ausbildet, so dass eine Laufrolle in dem Stoßbereich auf der Führungsbahn
abrollt und somit die Führung in dem Stoßbereich von der Führungsbahn übernommen wird.
Zur Montage des Führungselementes werden die Schienenteile im Stoßbereich mit Aussparungen
versehen, so dass die Herstellung und Montage des Schiebetürbeschlages aufwändig sind.
[0003] Die
EP 3 653 821 offenbart eine Führungsvorrichtung für Schiebetüren, bei der in einem Stoßbereich
zwischen zwei Schienenteilen ein Führungselement an der Laufbahn eingesetzt wird,
damit eine Führung wahlweise über eine Hauptlaufrolle oder eine Hilfslaufrolle übernommen
werden kann. Das Vorsehen von zwei Laufrollen nebeneinander führt zu einer voluminösen
Bauweise und einer aufwändigen Montage. Zudem ist bei den nach oben offenen Führungsschienen
nachteilig, dass diese über die Zeit verschmutzen, was die Laufruhe nachteilig beeinflusst.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Schiebetürbeschlag
bereitzustellen, der in dem Stoßbereich zwischen zwei Schienenteilen für eine ruhige
Führung sorgt.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einem Schiebetürbeschlag mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Schiebetürbeschlag ist in einem Stoßbereich zwischen den
mindestens zwei Schienenteilen mindestens eine Stützrolle an dem Möbelkorpus fixierbar
und drehbar gelagert, mittels der das mindestens eine Führungsteil beim Überfahren
des Stoßbereiches der Führungsschiene abstützbar ist. Dadurch kann eine stationär
angeordnete Stützrolle eingesetzt werden, um etwaige Unebenheiten im Stoßbereich zwischen
den beiden Schienenteilen zu überbrücken, indem beim Bewegen des mindestens einen
Führungsteils über den Stoßbereich die Stützrolle das Führungsteil abstützt. Eine
entsprechende Führung ist im Wesentlichen an einer Unterseite des Führungsteils vorgesehen,
so dass auch bei längerer Nutzungsdauer keine Beeinträchtigungen durch eine Verschmutzung
entstehen. Zudem lässt sich der Übergang zwischen den beiden Schienenteilen optimiert
gestalten.
[0007] Vorzugsweise ist an dem mindestens einen Führungsteil eine Führungsbahn ausgebildet,
die auf der Stützrolle abrollbar ist. Die Führungsbahn kann dabei eine Länge zwischen
1 cm bis 8 cm, insbesondere 2 cm bis 5 cm, aufweisen, um über eine gewisse Wegstrecke
das Führungsteil abstützen zu können. Die Führungsbahn kann dabei einen gewölbten
Abschnitt zum Anheben und Absenken des Führungsteils aufweisen, so dass beim Überfahren
des Stoßbereiches das Führungsteil zunächst angehoben und dann abgesenkt wird. Alternativ
ist es auch möglich, die Führungsbahn nur linear oder leicht winkelförmig auszugestalten.
[0008] In einer weiteren Ausgestaltung sind die mindestens zwei Schienenteile über einen
Stoßverbinder miteinander im Stoßbereich verbunden. Für eine einfache Montage kann
die mindestens eine Stützrolle an dem Stoßverbinder drehbar gelagert sein. Dadurch
werden die beiden Schienenteile mit dem Stoßverbinder als Einheit an einem Möbelkorpus
festlegbar, beispielsweise an einem Boden oder einem Oberboden. Der Stoßverbinder
kann dabei einen Abstandshalter ausbilden, so dass die beiden Schienenteile in einem
vorbestimmten Abstand zueinander angeordnet sind. Ein Teil des Stoßverbinders befindet
sich somit in Verlängerung einer Führung an den beiden Schienenteilen. Dieser Übergangsbereich
kann optional eine Absenkung oder Vertiefung aufweisen, da in diesem Bereich die Abstützung
des Führungsteils über die Stützrolle erfolgt.
[0009] Vorzugsweise wird zwischen den Schienenteilen ein Stoßverbinder montiert, an dem
mindestens zwei Stützrollen drehbar gelagert sind, wobei über jede Stützrolle mindestens
eines von zwei Führungsteilen abstützbar ist. Über eine erste Stützrolle kann somit
ein erstes Führungsteil entlang einer ersten Führung an der Führungsschiene und über
eine zweite Stützrolle ein zweites Führungsteil abgestützt werden, das entlang einer
zweiten Führung an der Führungsschiene bewegbar ist. Dadurch lassen sich in kompakter
Weise Schiebetüren an der Führungsschiene führen, die in unterschiedlichen Ebenen
angeordnet sind. Die beiden Stützrollen können dabei in vertikaler Richtung übereinander
angeordnet sein, so dass der notwendige Bauraum in horizontaler Richtung gering ist.
[0010] An dem mindestens einen Führungsteil ist bevorzugt mindestens eine Führungsrolle
vorgesehen, die entlang einer Laufbahn an der Führungsschiene abrollbar ist. Dadurch
lässt sich das Führungsteil mit geringen Kräften entlang der Führungsschiene bewegen.
Statt mindestens einer Führungsrolle kann auch mindestens ein Gleitelement eingesetzt
werden, um das Führungsteil entlang der Führungsschiene zu führen.
[0011] An der Führungsschiene sind vorzugsweise zwei beabstandete Führungen für jeweils
ein Führungsteil ausgebildet. Die Führungen können dabei in vertikaler Richtung übereinander
angeordnet sein, damit nur wenig Bauraum benötigt wird.
[0012] Wenn über das Führungsteil keine Gewichtskräfte einer Schiebetür aufgenommen werden,
ist jedes Führungsteil vorzugsweise in vertikale Richtung bewegbar an einem an der
Schiebetür festgelegten Montageelement gehalten. Dann kann das Führungsteil leichtgängig
entlang der Führungsschiene bewegt werden, und zudem können Toleranzen bei der Montage
durch die Bewegbarkeit ausgeglichen werden. Wenn die Gewichtskräfte der Schiebetür
hingegen über das Führungsteil gehalten werden, ist dieses bevorzugt starr an der
Schiebetür fixiert.
[0013] Ein erfindungsgemäßes Möbel umfasst einen Möbelkorpus, insbesondere in Schrankform,
und mindestens eine Schiebetür, die über einen Schiebetürbeschlag an dem Möbelkorpus
verfahrbar gehalten ist. Dabei kann jede Schiebetür hängend über mindestens ein Laufteil
an einer Laufschiene an einem Oberboden gehalten sein, und die Führungsschiene ist
an einem Boden des Möbelkorpus fixiert, um die Ausrichtung der Schiebetüren zu gewährleisten.
Die erfindungsgemäße Anordnung mindestens einer Stützrolle im Stoßbereich zwischen
zwei Schienenteilen kann dabei sowohl an der Führungsschiene am Boden als auch optional
an der Laufschiene am Oberboden vorgesehen werden.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Möbels;
- Figur 2
- eine Detailansicht des Möbels der Figur 1 im Bereich einer Führungsschiene;
- Figuren 3A und 3B
- zwei Ansichten der Führungsschiene im Stoßbereich bei der Montage;
- Figuren 4A bis 4C
- mehrere Ansichten eines ersten Führungsteils für eine vordere Schiebetür;
- Figuren 5A bis 5C
- mehrere Ansichten eines zweiten Führungsteils für eine hintere Schiebetür;
- Figuren 6A bis 6C
- mehrere Ansichten eines Profilverbinders ohne Führungsschiene;
- Figuren 7A bis 7C
- mehrere Ansichten des Schiebetürbeschlages mit den Führungsteilen beabstandet von
dem Stoßbereich;
- Figuren 8A bis 8C
- mehrere Ansichten des Schiebetürbeschlages mit dem Führungsteil im Stoßbereich, und
- Figur 9
- mehrere Ansichten beim Überfahren des Stoßbereiches durch ein Führungsteil.
[0015] Ein Möbel 1 ist als Schrankmöbel ausgebildet und umfasst einen Möbelkorpus 2, an
dem eine vordere Schiebetür 3 und eine hintere Schiebetür 4 an einer Öffnung des Möbelkorpus
2 verfahrbar gehalten sind. Es ist auch möglich, mehr als zwei Schiebetüren 3 und
4 an dem Möbelkorpus 2 vorzusehen, um eine Öffnung zu verschließen. An einem Oberboden
8 des Möbelkorpus 2 ist eine Laufschiene 5 fixiert, an der die vordere Schiebetür
3 über Laufteile 6 und die hintere Schiebetür 4 über Laufteile 7 hängend gehalten
ist.
[0016] In Figur 2 ist ein Schiebetürbeschlag an dem Möbel 1 gezeigt, der an einem Boden
9 des Möbelkorpus 2 angeordnet ist. Der Schiebetürbeschlag umfasst eine an dem Boden
9 fixierte Führungsschiene 10, an der zwei übereinander angeordnete Führungen 11 und
12 ausgebildet sind. Die Führungsschiene 10 ist dabei an einer Stirnseite des Bodens
9 oder einem Sockel festgelegt.
[0017] Die vordere Schiebetür 3 weist im unteren Bereich ein Führungssteil 13 auf, mittels
dem die Schiebetür 3 entlang der Führung 11 geführt ist. Hierfür ist an dem Führungsteil
13 eine Führungsrolle 15 drehbar gelagert, die entlang einer Laufbahn an der Führung
11 abrollt. Auf ähnliche Weise ist die hintere Schiebetür 4 mit einem Führungsteil
14 versehen, an dem eine Führungsrolle 16 drehbar gelagert ist, die an der Führung
12 abrollt. Statt der Führungsrollen 15 und 16 können alternativ oder in Kombination
diesen auch Gleitelemente entlang der Führungen 11 und 12 angeordnet werden.
[0018] An dem Möbelkorpus sind ferner zwei Stützrollen 24 und 26 vorgesehen, mittels derer
die Führungsteile 13 und 14 über eine gewisse Wegstrecke abstützbar sind.
[0019] In Figur 3A ist die Führungsschiene 10 bei der Montage gezeigt. Die Führungsschiene
10 besteht aus mindestens zwei Schienenteilen 10a und 10b, die in einem Stoßbereich
über einen Stoßverbinder 20 miteinander verbunden werden. Der Stoßverbinder 20 umfasst
zu gegenüberliegenden Seiten hervorstehende Stifte 21, die in einen Hohlraum an einem
Endabschnitt 19 der Führungen 11 und 12 eingesteckt werden. Die Endabschnitte 19 verjüngen
sich dabei zu dem Stoßbereich hin, können aber auch mit gleichbleibendem Querschnitt
über die Führungen 11 und 12 ausgebildet sein. Zwischen zwei Stiften 21 ist ein plattenförmiger
Abstandshalter 22 vorgesehen, der zwischen den beiden Endabschnitten 19 angeordnet
wird und den Abstand der beiden Schienenteile 10a und 10b im Stoßbereich voneinander
vorgibt.
[0020] Der Stoßverbinder 20 umfasst einen unteren Halter 23, an dem eine untere Stützrolle
24 drehbar gelagert ist. Ferner ist ein oberer Halter 25 vorgesehen, an dem eine obere
Stützrolle 26 drehbar gelagert ist.
[0021] In Figur 3B ist die montierte Position des Stoßverbinders 20 gezeigt, der im Stoßbereich
zwischen den beiden Schienenteilen 10a und 10b angeordnet ist. Es ist erkennbar, dass
an den beiden Führungen 11 und 12 die Endabschnitte 19 sich zu dem Abstandshalter
22 hin verjüngen und somit ein oberer Bereich einer Führungsbahn muldenförmig verläuft.
Optional kann der Bereich auch linear ausgebildet sein.
[0022] In den Figuren 4A bis 4C ist das Führungsteil 13 für die vordere Schiebetür 3 gezeigt.
Das Führungsteil 13 umfasst ein Montageelement 30, insbesondere eine Montageplatte,
die an einer Rückseite der vorderen Schiebetür 3 fixiert ist. An dem Montageelement
30 ist ein Halteelement 31 verschiebbar geführt, so dass das Führungsteil 13 relativ
zu der Schiebetür 3 in vertikaler Richtung bewegbar ist. Das Halteelement 31 ist über
einen horizontalen Verbindungsabschnitt 32 mit einem weiteren Halteteil 33 verbunden,
an dem die Führungsrolle 15 drehbar gelagert ist. Die Führungsrolle 15 ist dabei von
einem Bügel 34 umgeben, an dem ein Aufsatz 35 mit einer Führungsbahn 36 fixiert ist.
Der Aufsatz 35 ist hierfür mit zwei Stiften 37, die Öffnungen 39 an dem Aufsatz 35
durchgreifen und seitlich gegenüber dem Bügel 34 hervorstehen, verbunden. Dadurch
ist der Aufsatz 35 zwischen den Stiften 37 und einem Halteabschnitt 38 auf der Oberseite
des Bügels 34 fixiert. Optional kann der Aufsatz 35 auch integral mit dem Halteteil
33 ausgebildet sein oder über andere Befestigungsmittel an dem Halteteil 33 fixiert
werden.
[0023] An dem Halteteil 33 ist ferner ein hervorstehender Steg 17 ausgebildet, der die Führungsrolle
15 unterhalb und seitlich hintergreift und somit verhindert, dass die Schiebetür 3
in der montierten Position zusammen mit dem Führungsteil 13 in einer Richtung zum
Möbelkorpus 2 hin bewegbar ist.
[0024] In den Figuren 5A bis 5C ist das Führungsteil 14 für die hintere Schiebetür 4 gezeigt.
Auch das Führungsteil 14 umfasst ein plattenförmiges Montageelement 40, das an der
Rückseite der Schiebetür 4 fixierbar ist und an dem ein Halteteil 41 in vertikaler
Richtung verschiebbar geführt ist. Das Halteteil 41 umfasst einen hervorstehenden
Bügel 42, an dem die Führungsrolle 16 drehbar gelagert ist. Hierfür ist eine Achse
43 an dem Bügel 42 vorgesehen. Ferner ist ein Aufsatz 45 an dem Bügel 42 fixiert,
der die Führungsrolle 16 übergreift. Der Aufsatz 45 ist dabei über zwei Stifte 47
an dem Bügel 42 gehalten. An einer Unterseite des Aufsatzes 45 ist eine Führungsbahn
46 ausgebildet, entlang derer die Stützrolle 26 abrollbar ist. Der Aufsatz 45 kann
optional ebenfalls integral mit dem Bügel 42 oder dem Halteteil 41 ausgebildet sein
oder über andere Befestigungsmittel an diesem fixiert sein. Auch an dem Halteteil
41 ist ein hervorstehender Steg 18 vorgesehen, der unterhalb der Führungsrolle 16
angeordnet ist und somit ein Ausheben der hinteren Schiebetür 4 nach oben verhindert.
[0025] In den Figuren 6A bis 6C ist der Stoßverbinder 20 zur Verbindung der Schienenteile
10a und 10b gezeigt. Die obere Stützrolle 26 an dem Halter 25 und die untere Stützrolle
24 an dem Halter 23 sind über einen biegbaren Steg 27 miteinander verbunden, der im
Belastungsfall die beiden Halter 23 und 25 für einen Toleranzausgleich elastisch anordnet.
Die Stützrollen 24 und 26 können aus dem gleichen oder einem anderen Material bestehen
als die Halter 23 und 25, insbesondere aus einem weicheren elastomeren Material, um
eine Geräuschbildung zu vermeiden. Optional kann der Stoßverbinder 20 einstückig im
Zweikomponentenspritzgussverfahren hergestellt werden, wenn anstatt der Führungsrollen
15 und 16 Gleitelemente eingesetzt werden.
[0026] In Figur 7A ist der Schiebetürbeschlag an dem Möbelkorpus 2 in einem Bereich beabstandet
von dem Stoßbereich gezeigt. Die Führungsrolle 15 an dem Führungsteil 13 rollt auf
der Führung 12 ab, während die Führungsrolle 16 an dem Führungsteil 14 auf der Führung
11 abrollt. Der Steg 18 begrenzt in gleicher Weise wie der Steg 17 gegenüber Schiebetür
3 eine Bewegung der Schiebetür 4 zusammen mit dem Führungsteil 14 in einer Richtung
zum Möbelkorpus 2 .
[0027] In der Detailansicht der Figur 7B ist erkennbar, dass die Führungsbahn 46 zumindest
bereichsweise unterhalb einer Oberseite der Stützrolle 26 angeordnet ist. Die Führungsbahn
46 befindet sich in Längsrichtung der Führungsschiene 10 beabstandet von der Stützrolle
26.
[0028] In Figur 7C ist gezeigt, dass die Führungsrolle 16 auf der Laufbahn der Führung 12
aufliegt und somit darauf abrollt.
[0029] In Figur 8A ist die Position gezeigt, wenn die Führungsteile 13 und 14 jeweils über
den Stoßbereich zwischen den Schienenteilen 10a und 10b und den Stoßverbinder 20 fahren.
In dieser Position wird der Aufsatz 45 an dem Führungsteil 14 über die Stützrolle
26 abgestützt, die entlang der Führungsbahn 46 abrollt. Wie in der Detailansicht der
Figur 8B erkennbar ist, wird der Aufsatz 45 beim Überfahren der Stützrolle 26 angehoben,
da die Führungsbahn 46 nach unten gewölbt ausgebildet ist. Durch das Anheben des Aufsatzes
45 wird auch das Führungsteil 14 relativ zu dem Montageelement 40 nach oben verschoben.
[0030] Wie in Figur 8C erkennbar ist, wird durch die Bewegung des Führungsteils 14 nach
oben die Führungsrolle 16 von der Laufbahn der Führung 12 leicht angehoben, so dass
zumindest über einen Teil der Wegstrecke der Stützrolle 26 entlang der Führungsbahn
46 eine Verlagerung der Führung von der Führungsrolle 16 auf die die Stützrolle 26
erfolgt. Die Hubbewegung der Führungsrolle 16 ist dabei geringfügig, beispielsweise
zwischen 0,5 bis 5 mm, so dass durch die rinnenförmige Form der Führungsrolle 16 eine
seitliche Führung trotz der Hubbewegung noch gewährleistet ist. Das Anheben des unteren
Führungsteils 13 über die Führungsbahn 36 an der Stützrolle 24 erfolgt auf die gleiche
Weise wie durch das Verfahren der Führungsbahn 46 entlang der Stützrolle 26.
[0031] In Figur 9 sind die unterschiedlichen Positionen des Führungsteils 14 beim Überfahren
des Stoßbereiches der Führungsschiene 10 gezeigt, die hier zur vereinfachten Darstellung
nicht dargestellt ist. Auf der linken Seite fährt das Führungsteil 14 mit der Führungsrolle
16 zu dem Stoßverbinder 20, und die an dem Stoßverbinder 20 vorgesehene obere Stützrolle
26 kommt in Kontakt mit der Führungsbahn 46, die nach unten gewölbt ausgebildet ist
und einen ansteigenden und einen abfallenden Bereich aufweist, der im mittleren Bereich
gewölbt ist. Alternativ kann der mittlere Bereich auch als lineare Horzontale ausgestaltet
sein. Nach dem Auftreffen der Führungsbahn 46 auf die Stützrolle 26 wird durch diese
Form der Führungsbahn 46 der Aufsatz 45 mit dem Führungsteil 14 angehoben, bis die
Stützrolle 26 den tiefsten Bereich der Führungsbahn 46 überfährt, wie dies in der
mittleren Darstellung zu sehen ist. Anschließend gelangt die Stützrolle 26 in Kontakt
mit einem abfallenden Bereich der Führungsbahn 46, bis der Kontakt zwischen der Stützrolle
26 und der Führungsbahn 46 abreißt und nun die Führungsrolle 16 auf der Führung 12
der Führungsschiene 10 abrollt.
[0032] Die Führungsbahn 46 kann dabei eine Länge in Längsrichtung der Führungsschiene 10
zwischen bevorzugt 1 cm bis 5 cm aufweisen, damit in dem Stoßbereich an den beiden
Schienenteilen 10a und 10b die Stützrolle 26 die vertikale Führung des Führungsteils
14 übernimmt. Die Führung des anderen Führungsteils 13 für die vordere Schiebetür
3 erfolgt auf die gleiche Weise.
[0033] In den dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Führungsbahnen 36 und 46 nach
unten gewölbt ausgebildet, so dass die Führungsteile 13 und 14 beim Überfahren des
Stoßbereiches angehoben werden. Es ist natürlich auch möglich, die Wölbung nur gering
auszubilden oder ganz wegzulassen, um ein möglichst lineares Verfahren der Führungsteile
13 und 14 zu erreichen.
[0034] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Stoßverbinder 20 mit den Stützrollen
24 und 26 an der unteren Führungsschiene 10 angeordnet. Es ist natürlich auch möglich,
die obere Laufschiene 5 mit zwei Schienenteilen auszubilden, die mit einem Stoßverbinder
mit Stützrollen ausgestattet sind, um die Laufteile 6 und 7 beim Überfahren des Stoßbereiches
abzustützen, wobei dann auch die Gewichtskräfte der Schiebetüren 3 und 4 über die
Stützrollen aufgenommen werden können.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Möbel
- 2
- Möbelkorpus
- 3
- Schiebetür
- 4
- Schiebetür
- 5
- Laufschiene
- 6
- Laufteil
- 7
- Laufteil
- 8
- Oberboden
- 9
- Boden
- 10
- Führungsschiene
- 10a, 10b
- Schienenteil
- 11
- Führung
- 12
- Führung
- 13
- Führungssteil
- 14
- Führungssteil
- 15
- Führungsrolle
- 16
- Führungsrolle
- 17
- Steg
- 18
- Steg
- 19
- Endabschnitt
- 20
- Stoßverbinder
- 21
- Stift
- 22
- Abstandshalter
- 23
- Halter
- 24
- Stützrolle
- 25
- Halter
- 26
- Stützrolle
- 27
- Steg
- 30
- Montageelement
- 31
- Halteelement
- 32
- Verbindungsabschnitt
- 33
- Halteteil
- 34
- Bügel
- 35
- Aufsatz
- 36
- Führungsbahn
- 37
- Stift
- 38
- Haltabschnitt
- 39
- Öffnung
- 40
- Montageelement
- 41
- Halteteil
- 42
- Bügel
- 43
- Achse
- 45
- Aufsatz
- 46
- Führungsbahn
- 47
- Stift
1. Schiebetürbeschlag für Möbel (1) mit einer aus mindestens zwei Schienenteilen (10a,
10b) gebildeten Führungsschiene (10), die an einem Möbelkorpus (2) festlegbar ist
und entlang der mindestens ein Führungsteil (13, 14) geführt ist, das an einer Schiebetür
(3, 4) fixierbar ist, um diese an dem Möbelkorpus (2) verfahrbar und geführt zu halten,
dadurch gekennzeichnet, dass in einem Stoßbereich zwischen den mindestens zwei Schienenteilen (10a, 10b) mindestens
eine Stützrolle (24, 26) an dem Möbelkorpus (2) fixiert und drehbar gelagert ist,
mittels der das mindestens eine Führungsteil (13, 14) beim Überfahren des Stoßbereiches
der Führungsschiene (10) abstützbar ist.
2. Schiebetürbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem mindestens einen Führungsteil (13, 14) eine Führungsbahn (36, 46) ausgebildet
ist, auf der die Stützrolle (24, 26) abrollbar ist.
3. Schiebetürbeschlag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (36, 46) einen gewölbten Abschnitt zum Anheben und Absenken des
mindestens einen Führungsteils (13, 14) aufweist.
4. Schiebetürbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Schienenteile (10a, 10b) über einen Stoßverbinder (20) miteinander
im Stoßbereich verbunden sind.
5. Schiebetürbeschlag nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Stützrolle (24, 26) an dem Stoßverbinder (20) drehbar gelagert
ist.
6. Schiebetürbeschlag nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Schienenteile (10a, 10b) über den Stoßverbinder (20) beabstandet
voneinander angeordnet sind.
7. Schiebetürbeschlag nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Stoßverbinder (20) zwei Stützrollen (24, 26) drehbar gelagert sind und über
jede Stützrolle (24, 26) eines von mindestens zwei Führungsteilen (13, 14) abstützbar
ist.
8. Schiebetürbeschlag nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Stützrollen (24, 26) in vertikaler Richtung übereinander angeordnet sind.
9. Schiebetürbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem mindestens einen Führungsteil (13, 14) mindestens eine Führungsrolle (15,
16) vorgesehen ist, die entlang einer Laufbahn an der Führungsschiene (10) abrollbar
ist.
10. Schiebetürbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Führungsschiene (10) zwei voneinander beabstandete Führungen (11, 12) für
jeweils mindestens ein Führungsteil (13, 14) ausgebildet sind.
11. Schiebetürbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Führungsteil (13, 14) in vertikaler Richtung bewegbar an einem an der Schiebetür
(3, 4) festgelegten Montageelement (30, 40) gehalten ist.
12. Möbel (1) mit einem Möbelkorpus (2) und mindestens einer Schiebetür (3, 4) die über
einen Schiebetürbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche an dem Möbelkorpus
(2) verfahrbar gehalten ist.
13. Möbel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schiebetür (3, 4) hängend über mindestens ein Laufteil (6, 7) an einer Laufschiene
(5) an einem Oberboden (8) gehalten ist und die Führungsschiene (10) an einem Boden
(9) des Möbelkorpus (2) fixiert ist.