(19)
(11) EP 4 297 532 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.12.2023  Patentblatt  2023/52

(21) Anmeldenummer: 23179402.5

(22) Anmeldetag:  15.06.2023
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H05B 45/00(2022.01)
H05B 47/21(2020.01)
H05B 45/40(2020.01)
H05B 45/48(2020.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
H05B 45/00; H05B 45/40; H05B 47/21; H05B 45/48
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 23.06.2022 AT 504492022

(71) Anmelder: Sanube GmbH
4776 Diersbach (AT)

(72) Erfinder:
  • Sallaberger, Michael
    4782 St. Florian/Inn (AT)

(74) Vertreter: KLIMENT & HENHAPEL 
Patentanwälte OG Gonzagagasse 15/2
1010 Wien
1010 Wien (AT)

   


(54) LEUCHTBAND UND VERFAHREN ZUM EIN- UND AUSSCHALTEN EINES LEUCHTBANDES


(57) Leuchtband mit LEDs (Lj.i), die entlang der Längserstreckung (L) des Leuchtbandes angeordnet sind, und mit einer Versorgungsspannungsleitung (VCC) für den Betrieb der LEDS (Lj.i) mit einer Versorgungsspannung. Es wird vorgeschlagen, dass für jede LED (Lj.i) jeweils ein mit der Versorgungsspannungsleitung (VCC) verbundenes Schaltungselement (Sj) für den Vergleich einer an einem ersten Eingang (1) und einer an einem zweiten Eingang (2) des Schaltungselements (Sj) anliegenden Spannung vorgesehen ist, und das Schaltungselement (Sj) ausgelegt ist die ihr jeweils zugeordnete LED (Lj.i) in Abhängigkeit von der Differenz der am ersten Eingang (1) und am zweiten Eingang (2) des jeweiligen Schaltungselements (Sj) anliegenden Spannungen mit der Versorgungsspannung zu beaufschlagen. Der jeweils erste Eingang der Schaltungselemente (Sj) ist dabei mit einer von einer Gleichspannung beaufschlagbaren Referenzleitung (R) verbunden, die als Spannungsteiler ausgeführt ist. Der jeweils zweite Eingang (2) ist mit einer von einer kontinuierlich ansteigenden Einschaltspannung beaufschlagbaren Einschaltleitung (E) verbunden.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Leuchtband mit LEDs (Light Emitting Diodes) oder LED-Gruppen, die entlang der Längserstreckung des Leuchtbandes angeordnet sind, und einer Versorgungsspannungsleitung für den Betrieb der LEDS oder LED-Gruppen mit einer Versorgungsspannung, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Einschalten von LEDs (Light Emitting Diodes) oder LED-Gruppen eines Leuchtbandes, die nach dem Einschalten mit einer von einer Versorgungsspannungsleitung des Leuchtbandes bereitgestellten Versorgungsspannung betrieben werden, wobei die LEDs oder LED-Gruppen beginnend mit einem Einschaltzeitpunkt einzeln nacheinander von einem ersten Ende des Leuchtbandes beginnend eingeschaltet werden und eingeschaltet bleiben, bis innerhalb einer vorgegebenen Einschaltdauer die letzte LED oder LED-Gruppe an einem zweiten Ende des Leuchtbandes eingeschaltet ist, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 7.

[0002] LED-Leuchtbänder dienen der Beleuchtung von Fahrzeugkomponenten oder von Innenräumen, insbesondere auch der Innenraumbeleuchtung des Laderaumes von Nutzfahrzeugen. Dabei ist es bekannt, dass für einen optisch ansprechenden Effekt die LEDs oder LED-Gruppen beginnend mit einem Einschaltzeitpunkt nicht alle gleichzeitig eingeschaltet werden, sondern einzeln nacheinander von einem ersten Ende des Leuchtbandes beginnend, bis innerhalb einer vorgegebenen Einschaltdauer die letzte LED oder LED-Gruppe an einem zweiten Ende des Leuchtbandes eingeschaltet ist.

[0003] Da zur Beleuchtung oftmals zwei Leuchtbänder unterschiedlicher Längen verwendet werden, die von unterschiedlichen Anfangspunkten ausgehend einem gemeinsamen Endpunkt zulaufen, ist es für eine optimale Wirkung des optischen Einschalteffekts vorteilhaft, wenn die LEDs des jeweiligen Endes des jeweiligen Leuchtbandes zur gleichen Zeit eingeschaltet werden. Bei unterschiedlich langen Leuchtbändern müssen daher die LEDs oder LED-Gruppen des längeren Leuchtbandes rascher eingeschaltet werden als jene des kürzeren Leuchtbandes.

[0004] Hierfür ist ein prozessorgesteuertes Einschalten eines Leuchtbandes bekannt, wobei den einzelnen LEDs oder LED-Gruppen jeweils Mikroprozessoren zugeordnet sind, die den jeweiligen Einschaltzeitpunkt steuern. Solche Ausführungen erfordern jedoch erheblichen Programmierungsaufwand sowie aufwändige bauliche Umsetzungen. Zudem erfordern Leuchtbänder unterschiedlicher Längen jeweils angepasste Ausführungen, was die Herstellungskosten erhöht.

[0005] Es ist daher das Ziel der Erfindung Leuchtbänder sowie Verfahren zum Einschalten von LEDs oder LED-Gruppen solcher Leuchtbänder zu verwirklichen, bei denen die Einschaltdauer, also die Zeitspanne von einem Einschaltzeitpunkt und dem Aufleuchten der ersten LED oder LED-Gruppe eines Leuchtbandes bis zum Aufleuchten der letzten LED oder LED-Gruppe des Leuchtbandes unabhängig von der Länge des Leuchtbandes ist. Bei einem längeren Leuchtband müssen die LEDs oder LED-Gruppen daher rascher nacheinander eingeschaltet werden als bei einem Leuchtband mit vergleichsweise kürzerer Länge.

[0006] Dieses Ziel wird durch ein Leuchtband gemäß dem Anspruch 1 und einem Verfahren gemäß Anspruch 7 erreicht. Anspruch 1 bezieht sich auf ein Leuchtband mit LEDs (Light Emitting Diodes) oder LED-Gruppen, die entlang der Längserstreckung des Leuchtbandes angeordnet sind, und einer Versorgungsspannungsleitung für den Betrieb der LEDS oder LED-Gruppen mit einer Versorgungsspannung, wobei erfindungsgemäß vorgeschlagen wird, dass für jede LED oder LED-Gruppe jeweils ein mit der Versorgungsspannungsleitung verbundenes Schaltungselement für den Vergleich einer an einem ersten Eingang und einer an einem zweiten Eingang des Schaltungselements anliegenden Spannung vorgesehen ist, und das Schaltungselement ausgelegt ist die ihr jeweils zugeordnete LED oder LED-Gruppe in Abhängigkeit von der Differenz der am ersten Eingang und am zweiten Eingang des jeweiligen Schaltungselements anliegenden Spannungen mit der Versorgungsspannung zu beaufschlagen, wobei der jeweils erste Eingang der Schaltungselemente mit einer von einer Gleichspannung beaufschlagbaren Referenzleitung verbunden ist, die als Spannungsteiler zur Beaufschlagung des jeweils ersten Einganges der Schaltungselemente mit jeweils unterschiedlichen Referenzspannungen ausgeführt ist, und der jeweils zweite Eingang der Schaltungselemente mit einer von einer kontinuierlich ansteigenden Einschaltspannung beaufschlagbaren Einschaltleitung verbunden ist.

[0007] Das Einschalten der LEDs oder LED-Gruppen erfolgt somit mithilfe einer eigenen Einschaltleitung und einer Referenzleitung, wobei die Einschaltleitung mit einer während der Einschaltdauer kontinuierlich ansteigenden Spannung beaufschlagt wird, und die Referenzleitung als Spannungsteiler ausgeführt ist. Die Ausführung als Spannungsteiler stellt die Längenabhängigkeit des Einschalteffekts sicher, da der Spannungsabfall bei jedem Widerstandselement des Spannungsteilers, beispielsweise ein ohmscher Widerstand, umso kleiner ist, je mehr Widerstandselemente vorgesehen sind, also je länger das Leuchtband ist. Die sukzessive Abfolge der jeder LED oder LED-Gruppe zugeordneten Referenzspannung ist somit abhängig von der Länge des Leuchtbandes. Diese Referenzspannungen werden vom Schaltungselement mit der von der Einschaltleitung bereitgestellten und kontinuierlich ansteigenden Einschaltspannung verglichen. Sobald die Einschaltspannung eine Referenzspannung übersteigt, wird die betreffende LED oder LED-Gruppe mit der Versorgungsspannung beaufschlagt und somit eingeschaltet. Beginnend mit dem Einschaltzeitpunkt wird zunächst die Referenzspannung jener LED oder LED-Gruppe erreicht, die sich am nächsten zur Masse befindet, da hier die kleinste Spannung des Spannungsteilers anliegt. Diese LED oder LED-Gruppe wird somit als erste eingeschaltet und definiert somit den Anfangspunkt des Leuchtbandes. Nacheinander werden von der Einschaltspannung die im Spannungsteiler aufsteigenden Spannungswerte, also die Referenzspannung aufeinanderfolgender LEDs oder LED-Gruppen, erreicht und die betreffenden LEDs oder LED-Gruppen eingeschaltet, bis zuletzt jene LED oder LED-Gruppe eingeschaltet wird, die sich am nächsten zur Gleichspannungsquelle der Referenzleitung befindet. Auf diese Weise wird eine analoge Lösung verwirklicht, die einfach und somit kostengünstig umgesetzt werden kann.

[0008] Das Schaltungselement ist vorzugsweise als Komparator ausgeführt, dessen invertierender, erster Eingang mit der Referenzleitung und dessen nicht-invertierender, zweiter Eingang mit der Einschaltleitung verbunden ist, wobei der Komparator ausgelegt ist die ihm jeweils zugeordnete LED oder LED-Gruppe auf Masse zu legen, falls die am zweiten Eingang anliegende Spannung jene am ersten Eingang anliegende Spannung unterschreitet, und die ihm jeweils zugeordnete LED oder LED-Gruppe mit der Versorgungsspannung zu beaufschlagen, falls die am zweiten Eingang anliegende Spannung jene am ersten Eingang anliegende Spannung überschreitet.

[0009] Wie bereits ausgeführt wurde, stellt die Ausführung der Referenzleitung als Spannungsteiler eine Längenabhängigkeit des Einschalteffekts sicher, da der Spannungsabfall bei jedem Widerstandselement des Spannungsteilers umso kleiner ist, je mehr Widerstandselemente vorgesehen sind, also je länger das Leuchtband ist. Die sukzessive Abfolge der jeder LED oder LED-Gruppe zugeordneten Referenzspannung ist somit abhängig von der Länge des Leuchtbandes, wobei ein Ende der Referenzleitung mit einer Gleichspannungsquelle verbunden ist und das andere Ende der Referenzleitung auf Masse liegt. Falls das Leuchtband im Zuge seiner Anwendung zugeschnitten werden muss, indem es an seinem der Gleichspannungsquelle abgewandten Ende abgeschnitten wird, müsste seitens des Anwenders sicher gestellt werden, dass die Referenzleitung wieder auf Masse gelegt wird. Um dem Anwender diesen Vorgang zu ersparen und sicherzustellen, dass die Referenzleitung auch bei einem Zuschnitt des Leuchtbandes stets auf Masse liegt wird des Weiteren vorgeschlagen, dass zwischen zwei Widerstandselementen der als Spannungsteiler ausgeführten Referenzleitung Schnittbereiche zum Durchtrennen des Leuchtbandes vorgesehen sind, wobei jeder LED oder LED-Gruppe eine Masseschaltung zugeordnet ist, die ausgelegt ist die Referenzleitung zwischen einem Schnittbereich und der dem Schnittbereich nächstliegend verbleibenden LED oder LED-Gruppe mit Masse zu verbinden, sobald eine mit der Versorgungsspannungsleitung der dem Schnittbereich nächstliegend abzutrennenden LED oder LED-Gruppe verbundene und den Schnittbereich querende Eingangsleitung durchtrennt ist. Die vorgegebenen Schnittbereiche stellen sicher, dass die Referenzleitung nach dem Zuschnitt auf Masse gelegt wird, indem eine den Schnittbereich querende Eingangsleitung für die Masseschaltung durchtrennt wird. Die Eingangsleitung verbindet die einer LED oder LED-Gruppe zugeordnete Masseschaltung diesseits eines Schnittbereiches mit der Versorgungsspannungsleitung der darauffolgenden, jenseits des Schnittbereiches liegenden LED oder LED-Gruppe.

[0010] Eine mögliche Ausführung für die Masseschaltung besteht etwa darin, dass die Masseschaltung einen ersten Schalttransistor und einen zweiten Schalttransistor umfasst, wobei der erste Schalttransistor mit seinem Drain-Anschluss mit der Referenzleitung der dem Schnittbereich nächstliegend verbleibenden LED oder LED-Gruppe verbunden ist und mit seinem Source-Anschluss mit Masse verbunden ist, und der Gate-Anschluss des ersten Schalttransistors einerseits mit der Versorgungsspannungsleitung der dem Schnittbereich nächstliegend verbleibenden LED oder LED-Gruppe verbunden ist und andererseits mit dem Drain-Anschluss des zweiten Schalttransistors verbunden ist, wobei der Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors über die den Schnittbereich querende Eingangsleitung mit der Versorgungsspannungsleitung der dem Schnittbereich nächstliegend abzutrennenden LED oder LED-Gruppe verbunden ist und der Source-Anschluss des zweiten Schalttransistors mit Masse verbunden ist. Falls der Schnittbereich nicht durchtrennt wurde, liegt am Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors somit eine Spannung an, die von der Versorgungsspannungsleitung der jenseits des Schnittbereiches liegenden LED oder LED-Gruppe bereitgestellt wird. Der zweite Schalttransistor wird somit leitend und legt den Gate-Anschluss des ersten Schalttransistors auf Masse. Der erste Schalttransistor ist somit sperrend, sodass die Masseschaltung für die Referenzleitung der diesseits des Schnittbereiches liegenden LED oder LED-Gruppe inaktiv ist.

[0011] Falls der Schnittbereich durchtrennt wurde, liegt am Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors keine Spannung mehr an. Der zweite Schalttransistor wird somit sperrend, sodass der Gate-Anschluss des ersten Schalttransistors nicht mehr auf Masse gezogen wird. Stattdessen liegt am Gate-Anschluss des ersten Schalttransistors nun eine Spannung an, die von der Versorgungsspannungsleitung der diesseits des Schnittbereiches liegenden LED oder LED-Gruppe bereitgestellt wird. Der erste Schalttransistor ist somit leitend, sodass die Referenzleitung der diesseits des Schnittbereiches liegenden LED oder LED-Gruppe auf Masse gezogen wird. Die Masseschaltung für die Referenzleitung der diesseits des Schnittbereiches liegenden LED oder LED-Gruppe ist somit aktiv.

[0012] Mit anderen Worten aktiviert die Versorgungsspannung der diesseits des Schnittbereiches liegenden LED oder LED-Gruppe den ersten Schalttransistor, und die Versorgungsspannung der jenseits des Schnittbereiches liegenden LED oder LED-Gruppe aktiviert den zweiten Schalttransistor, wobei der zweite Schalttransistor im leitenden Zustand den ersten Schalttransistor sperrt, und im sperrenden Zustand des zweiten Schalttransistors der erste Schalttransistor geschlossen wird. Falls der zweite Schalttransistor somit leitend ist, ist der erste Schalttransistor sperrend, und falls der zweite Schalttransistor sperrend ist, ist der erste Schalttransistor leitend. Vorzugsweise sind der erste Schalttransistor und der zweite Schalttransistor jeweils als selbstsperrende N-Kanal-FET ausgeführt, um die Masseschaltung leistungssparender ausführen zu können.

[0013] Zudem sind Anwendungsfälle denkbar, bei denen das Leuchtband unterbrochen werden muss, etwa um Hindernisse in der Verlegebahn zu berücksichtigen. In solchen Fällen wird das Leuchtband in den Schnittbereichen durchtrennt und der abgetrennte Leuchtbandabschnitt an anderer Stelle fortgesetzt. Die beiden durchtrennten Leuchtbandabschnitte werden freilich elektrisch kontaktiert, um das elektrische Signal vom verbleibenden Leuchtband an das abgetrennte Leuchtband zu übermitteln, allerdings darf die Referenzleitung am nunmehr freien Ende des verbleibenden Leuchtbandabschnittes nicht auf Masse gesetzt werden, um ein gewünschtes Einschaltverhalten im Übergang zwischen den beiden Leuchtbandabschnitten aufrechtzuerhalten. Hierfür wird vorgeschlagen, dass die Masseschaltung eine Lötbrücke aufweist, die bei leitender Verbindung der Lötbrücke den Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors mit der Versorgungsspannungsleitung der dem Schnittbereich nächstliegend verbleibenden LED oder LED-Gruppe verbindet. Im oben beschriebenen Anwendungsfall kann somit das Leuchtband in einem der Schnittbereiche durchtrennt und der abgetrennte Leuchtbandabschnitt an anderer Stelle unter elektrischer Kontaktierung mit dem verbleibenden Leuchtbandabschnitt fortgesetzt werden, wobei die Lötbrücke mit Lot zu füllen ist, die in weiterer Folge die Masseschaltung inaktiviert.

[0014] In entsprechender Weise wird in weiterer Folge ein Verfahren zum Einschalten von LEDs (Light Emitting Diodes) oder LED-Gruppen eines Leuchtbandes, die nach dem Einschalten mit einer von einer Versorgungsspannungsleitung des Leuchtbandes bereitgestellten Versorgungsspannung betrieben werden, vorgeschlagen, wobei die LEDs oder LED-Gruppen beginnend mit einem Einschaltzeitpunkt einzeln nacheinander von einem ersten Ende des Leuchtbandes beginnend eingeschaltet werden und eingeschaltet bleiben, bis innerhalb einer vorgegebenen Einschaltdauer die letzte LED oder LED-Gruppe an einem zweiten Ende des Leuchtbandes eingeschaltet ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Einschalten der LEDs oder LED-Gruppen mithilfe einer von einer Einschaltleitung bereitgestellten und während der Einschaltdauer kontinuierlich ansteigenden Einschaltspannung erfolgt, die mit einer für aufeinanderfolgende LEDs oder LED-Gruppen sukzessive und in Abhängigkeit von der Länge des Leuchtbandes ansteigenden Referenzspannung verglichen wird, wobei eine LED oder LED-Gruppe mithilfe eines mit der Versorgungsspannungsleitung verbundenen Schaltungselements mit der Versorgungsspannung beaufschlagt wird, sobald die Einschaltspannung die der jeweiligen LED oder LED-Gruppe zugeordnete Referenzspannung überschreitet.

[0015] Dabei wird die einer LED oder LED-Gruppe zugeordnete Referenzspannung vorzugsweise von einer als Spannungsteiler ausgeführten und von einer Gleichspannung beaufschlagten Referenzleitung bereitgestellt.

[0016] Bei der während der Einschaltdauer kontinuierlich ansteigenden Einschaltspannung handelt es sich vorzugsweise um eine linear vom Wert 0 am Einschaltzeitpunkt zu einem Maximalwert bei Ablauf der Einschaltdauer ansteigende Einschaltspannung. Es ist aber auch denkbar keinen linear ansteigenden Verlauf der Einschaltspannung zu wählen, sondern nicht-lineare Verläufe, um besondere optische Effekte zu erzielen.

[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren kann freilich auch zum Ausschalten des Leuchtbandes verwendet werden. In analoger Weise wird daher ein Verfahren zum Ausschalten von LEDs oder LED-Gruppen eines Leuchtbandes, die vor dem Ausschalten mit einer von einer Versorgungsspannungsleitung des Leuchtbandes bereitgestellten Versorgungsspannung betrieben werden, vorgeschlagen, wobei die LEDs oder LED-Gruppen beginnend mit einem Ausschaltzeitpunkt einzeln nacheinander von einem ersten Ende des Leuchtbandes beginnend ausgeschaltet werden und ausgeschaltet bleiben, bis innerhalb einer vorgegebenen Ausschaltdauer die letzte LED oder LED-Gruppe an einem zweiten Ende des Leuchtbandes ausgeschaltet ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Ausschalten der LEDs oder LED-Gruppen mithilfe einer von einer Einschaltleitung bereitgestellten und während der Ausschaltdauer kontinuierlich absteigenden Einschaltspannung erfolgt, die mit einer für aufeinanderfolgende LEDs oder LED-Gruppen sukzessive und in Abhängigkeit von der Länge des Leuchtbandes ansteigenden Referenzspannung verglichen wird, wobei eine LED oder LED-Gruppe mithilfe eines mit der Versorgungsspannungsleitung verbundenen Schaltungselements von der Versorgungsspannung getrennt wird, sobald die Einschaltspannung die der jeweiligen LED oder LED-Gruppe zugeordnete Referenzspannung unterschreitet.

[0018] Die Erfindung wird in weiterer Folge anhand eines Ausführungsbeispiels mithilfe der beiliegenden Figur erläutert. Es zeigen dabei die

Fig. 1 eine Ausführungsform für eine Schaltung zur Verwirklichung eines erfindungsgemäßen Leuchtbandes sowie zur Verwirklichung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Einschalten der LEDs oder LED-Gruppen eines solchen Leuchtbandes, und die

Fig. 2 eine weitere Ausführungsform für eine Schaltung zur Verwirklichung eines erfindungsgemäßen Leuchtbandes sowie zur Verwirklichung eines erfindungsgemäßen Verfahrens mit Masseschaltungen für die LEDs oder LED-Gruppen.



[0019] Die Schaltung gemäß Fig. 1 zeigt zunächst eine Abfolge von LED-Gruppen Gj (j=1,2,...M), wobei in der Fig. 1 vier Gruppen G1, G2, GM-1 und GM ersichtlich sind, und die zwischen den oberen beiden Gruppen G1 und G2 sowie den unteren beiden Gruppen GM-1 und GM verlaufenden Punkte andeuten sollen, dass sich die Schaltung hier in beliebiger Länge fortsetzt. Jede LED-Gruppe Gj weist im gezeigten Ausführungsbeispiel drei LEDs Lj.i (j=1,2,...M; i=1,2,3) auf, die beispielsweise Licht in drei komplementären Farben emittieren, sodass der für den Menschen wahrnehmbare Farbraum dargestellt werden kann. Die LEDs Lj.i oder die LED-Gruppen Gj sind entlang einer Längserstreckung L des Leuchtbandes angeordnet, die in der Fig. 1 durch einen Pfeil angedeutet ist. Das Leuchtband kann dabei als Anordnung von einzeln entlang der Längserstreckung L aufeinander folgenden LEDs Lj.i ausgeführt sein, oder als matrixartige Anordnung von gruppenweise entlang der Längserstreckung L aufeinander folgenden LEDs Lj.i, was ein eher flächenhaftes Lichtband ergibt.

[0020] Die Längserstreckung L wird durch den Verlauf einer parallel geschalteten Referenzleitung R und einer Einschaltleitung E definiert. Die Referenzleitung R weist eine Abfolge seriell geschalteter Widerstandselemente Wj (j=1,2,...M) auf, die beispielsweise als ohmsche Widerstände ausgeführt sind. Jeder LED-Gruppe Gj ist ein solches Widerstandselement Wj zugeordnet. Die Referenzleitung R ist an einem Ende mit einer Gleichspannungsquelle verbunden und an einem anderen Ende mit Masse GND. Die an der Referenzleitung R anliegende Gleichspannung fällt sukzessive an den Widerstandselementen Wj in Abhängigkeit von der Anzahl der Widerstandselemente Wj ab. Die Referenzleitung R ist somit als Spannungsteiler ausgeführt.

[0021] Die Einschaltleitung E ist an einem Ende mit einer Spannungsquelle verbunden, mit der die Einschaltleitung E mit einer während der Einschaltdauer kontinuierlich ansteigenden Einschaltspannung beaufschlagt wird. Bei der kontinuierlich ansteigenden Einschaltspannung handelt es sich vorzugsweise um eine linear vom Wert 0 am Einschaltzeitpunkt zu einem Maximalwert bei Ablauf der Einschaltdauer ansteigende Einschaltspannung. Dieser Maximalwert liegt über der an der Referenzleitung R anliegenden Gleichspannung. Es ist aber auch denkbar keinen linear ansteigenden Verlauf der Einschaltspannung zu wählen, sondern nicht-lineare Verläufe.

[0022] Der Einschaltimpuls für jede LED-Gruppe Gj wird mithilfe eines Schaltungselements Sj (j=1,2,...M) generiert. Jeder LED-Gruppe Gj ist ein solches Schaltungselement Sj zugeordnet. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist das Schaltungselement Sj als Komparator ausgeführt, dessen invertierender, erster Eingang 1 jeweils mit der Referenzleitung R und dessen nicht-invertierender, zweiter Eingang 2 jeweils mit der Einschaltleitung E verbunden ist. Der Komparator ist so ausgeführt, dass er die ihm jeweils zugeordnete LED-Gruppe Gj auf Masse GND legt, solange die am zweiten Eingang 2 anliegende Spannung der Einschaltleitung E die am ersten Eingang 1 anliegende Spannung der Referenzleitung R unterschreitet. Sobald die am zweiten Eingang 2 anliegende Spannung der Einschaltleitung E die am ersten Eingang 1 anliegende Spannung der Referenzleitung R überschreitet, wird die dem jeweiligen Schaltungselement Sj zugeordnete LED-Gruppe Gj über die Versorgungsspannungsleitung VCC mit der Versorgungsspannung beaufschlagt und somit eingeschaltet.

[0023] Wie bereits erwähnt wurde, ist die Referenzleitung R als Spannungsteiler ausgeführt, sodass die an der Referenzleitung R anliegende Gleichspannung sukzessive an den Widerstandselementen Wj in Abhängigkeit von der Anzahl der Widerstandselemente Wj abfällt. An den jeweils ersten Eingängen 1 der Widerstandselemente Wj liegen somit jeweils andere Spannungen an. Diese Spannungswerte definieren die jeder LED-Gruppe Gj zugeordneten Referenzspannungen. In Bezug auf die Fig. 1 liegt somit am ersten Eingang 1 des Schaltungselements S1 die höchste Referenzspannung an, und am ersten Eingang 1 des Schaltungselements SM die niedrigste Referenzspannung. Eine beispielsweise linear vom Wert 0 am Einschaltzeitpunkt zu einem über dem Gleichspannungswert der Referenzleitung R liegenden Maximalwert ansteigende Einschaltspannung erreicht somit als erstes die dem ersten Eingang 1 des Schaltungselements SM zugeordnete, niedrigste Referenzspannung, sodass die LED-Gruppe GM als erstes eingeschaltet wird. Nacheinander erreicht die Einschaltspannung der Einschaltleitung E die sukzessive ansteigenden Referenzspannungen der nachfolgenden Schaltungselemente Sj, bis die dem ersten Eingang 1 des Schaltungselements S1 zugeordnete, höchste Referenzspannung erreicht und überschritten wird, wodurch die letzte LED-Gruppe G1 eingeschaltet wird.

[0024] Die Ausführung der Referenzleitung R als Spannungsteiler stellt dabei eine Längenabhängigkeit des Einschalteffekts sicher, da der Spannungsabfall bei jedem Widerstandselement Wj des Spannungsteilers umso kleiner ist, je mehr Widerstandselemente Wj vorgesehen sind, also je länger das Leuchtband ist. Die sukzessive Abfolge der jeder LED-Gruppe Gj zugeordneten Referenzspannung ist somit abhängig von der Länge des Leuchtbandes, wobei ein Ende der Referenzleitung R mit einer Gleichspannungsquelle verbunden ist und das andere Ende der Referenzleitung R mit Masse GND verbunden ist. Falls das Leuchtband im Zuge seiner Anwendung zugeschnitten werden muss, indem es an seinem der Gleichspannungsquelle abgewandten Ende abgeschnitten wird, müsste seitens des Anwenders sichergestellt werden, dass die Referenzleitung R wieder auf Masse GND gelegt wird. Um dem Anwender diesen Vorgang zu ersparen und sicherzustellen, dass die Referenzleitung R auch bei einem Zuschnitt des Leuchtbandes ohne weitere Maßnahme seitens des Anwenders stets auf Masse GND liegt, wird die Ausführungsform gemäß der Fig. 2 vorgeschlagen.

[0025] In der Fig. 2 ist dabei eine Abfolge von drei LED-Gruppen Gj-1, Gj, Gj+1 gezeigt, die einen Abschnitt des Leuchtbandes darstellt. Die LED-Gruppen Gj mit den ihnen jeweils zugeordneten Schaltungselementen Sj sowie deren Anbindung an die Referenzleitung R, die Einschaltleitung E sowie die Versorgungsspannungsleitung VCC sind analog zur Ausführungsform gemäß der Fig. 1 ausgeführt. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist jedoch jeder LED-Gruppe Gj zusätzlich eine Masseschaltung Mj (j=1,2,...M) zugeordnet. Zudem sind Schnittbereiche Bj (j=1,2,...M) vorgesehen, die am Leuchtband entsprechend markiert sind, um deren Auffinden durch den Anwender zu erleichtern. Die Schnittbereiche Bj befinden sich jeweils zwischen dem Widerstandselement Wj einer LED-Gruppe Gj und der elektrischen Kontaktierung des Schaltelements Sj+1 der nachfolgenden LED-Gruppe Gj+1. Zur Erläuterung der Funktionsweise der Masseschaltung Mj wird in weiterer Folge angenommen, dass der Schnitt im Schnittbereich Bj erfolgt, also in Bezug auf die Fig. 2 zwischen der LED-Gruppe Gj und der darauffolgenden LED-Gruppe Gj+1. Die LED-Gruppe Gj wird in weiterer Folge auch als diesseitige LED-Gruppe Gj oder auch als verbleibende LED-Gruppe Gj bezeichnet, und die darauffolgende LED-Gruppe Gj+1 als jenseitige oder auch als abgetrennte LED-Gruppe Gj+1.

[0026] Die Masseschaltung Mj hat die Aufgabe die Referenzleitung R zwischen dem Schnittbereich Bj und dem Widerstandselement Wj der LED-Gruppe Gj mit Masse GND zu verbinden, sobald eine mit der Versorgungsspannungsleitung VCC der darauffolgenden LED-Gruppe Gj+1 verbundene und den Schnittbereich Bj querende Eingangsleitung ELj der Masseschaltung Mj durchtrennt ist. Die Eingangsleitung ELj verbindet die einer LED-Gruppe Gj zugeordnete Masseschaltung Mj diesseits des Schnittbereiches Bj auf einem diesseitigen Leuchtbandabschnitt mit der Versorgungsspannungsleitung VCC der jenseits des Schnittbereiches Bj liegenden LED-Gruppe Gj+1 auf einem jenseitigen Leuchtbandabschnitt.

[0027] Eine mögliche Ausführung für die Masseschaltung Mj ist in der Fig. 2 gezeigt und besteht etwa darin, dass die Masseschaltung Mj einen ersten Schalttransistor T1 und einen zweiten Schalttransistor T2 umfasst, die jeweils als selbstsperrende N-Kanal-FET ausgeführt sind. Der erste Schalttransistor T1 ist mit seinem Drain-Anschluss über einen ersten Widerstand R1 mit der Referenzleitung R der LED-Gruppe Gj verbunden und liegt mit seinem Source-Anschluss auf Masse GND. Der Gate-Anschluss des ersten Schalttransistors T1 ist einerseits über einen zweiten Widerstand R2 mit der Versorgungsspannungsleitung VCC der diesseits des Schnittbereiches Bj liegenden LED-Gruppe Gj verbunden und andererseits mit dem Drain-Anschluss des zweiten Schalttransistors T2. Der Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors T2 ist wiederum über die den Schnittbereich Bj querende Eingangsleitung ELj mit der Versorgungsspannungsleitung VCC der dem Schnittbereich Bj nachfolgenden LED-Gruppe Gj+1 verbunden, und der Source-Anschluss des zweiten Schalttransistors T2 ist mit Masse GND verbunden. Der Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors T2 ist ferner über einen dritten Widerstand R3 mit der an seinem Source-Anschluss anliegenden Masse GND verbunden, der als Pulldown-Widerstand ausgeführt ist und bei durchtrennter Eingangsleitung ELj den Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors T2 zuverlässig auf Masse GND zieht, um den zweiten Schalttransistor T2 zuverlässig zu sperren.

[0028] Falls der Schnittbereich Bj nicht durchtrennt wurde, liegt am Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors T2 eine Spannung an, die von der Versorgungsspannungsleitung VCC der jenseits des Schnittbereiches Bj liegenden LED-Gruppe Gj+1 bereitgestellt wird. Der zweite Schalttransistor T2 wird somit leitend und legt den Gate-Anschluss des ersten Schalttransistors T1 auf die mit dem Source-Anschluss des zweiten Schalttransistors T2 verbundene Masse GND. Der erste Schalttransistor T1 ist somit sperrend, sodass die Masseschaltung Mj für die Referenzleitung R der diesseits des Schnittbereiches Bj liegenden LED-Gruppe Gj inaktiv ist.

[0029] Falls der Schnittbereich Bj durchtrennt wurde, liegt am Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors T2 keine Spannung mehr an und der Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors T2 wird vom dritten Widerstand R3 auf die mit dem Source-Anschluss des zweiten Schalttransistors T2 verbundene Masse GND gezogen. Der zweite Schalttransistor T2 wird somit sperrend, sodass der Gate-Anschluss des ersten Schalttransistors T1 nicht mehr auf Masse GND liegt. Stattdessen liegt am Gate-Anschluss des ersten Schalttransistors T1 nun eine Spannung an, die von der Versorgungsspannungsleitung VCC der diesseits des Schnittbereiches Bj liegenden LED-Gruppe Gj bereitgestellt wird. Der erste Schalttransistor T1 ist somit leitend, sodass die Referenzleitung R der diesseits des Schnittbereiches Bj liegenden LED-Gruppe Gj mit der Masse GND des Source-Anschlusses des ersten Schalttransistors T1 verbunden wird. Die Masseschaltung Mj für die Referenzleitung R der diesseits des Schnittbereiches Bj liegenden LED-Gruppe Gj ist somit aktiv und verbindet die Referenzleitung R mit der Masse GND des Source-Anschlusses des ersten Schalttransistors T1.

[0030] Zudem sind Anwendungsfälle denkbar, bei denen das Leuchtband unterbrochen werden muss, etwa um Hindernisse in der Verlegebahn zu berücksichtigen. In solchen Fällen wird das Leuchtband in einem Schnittbereich Bj durchtrennt und der abgetrennte Leuchtbandabschnitt an anderer Stelle fortgesetzt. Die beiden durchtrennten Leuchtbandabschnitte werden freilich elektrisch kontaktiert, um das elektrische Signal vom verbleibenden Leuchtband an das abgetrennte Leuchtband zu übermitteln, allerdings darf die Referenzleitung R am nunmehr freien Ende des verbleibenden Leuchtbandabschnittes nicht auf Masse GND gesetzt werden, um ein gewünschtes Einschaltverhalten im Übergang zwischen den beiden Leuchtbandabschnitten aufrechtzuerhalten. Hierfür wird vorgeschlagen, dass die Masseschaltung Mj eine Lötbrücke LBj aufweist, die bei leitender Verbindung der Lötbrücke LBj den Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors T2 mit der Versorgungsspannungsleitung VCC der verbleibenden LED-Gruppe Gj verbindet. In diesem Anwendungsfall kann somit das Leuchtband im Schnittbereich Bj durchtrennt und der abgetrennte Leuchtbandabschnitt an anderer Stelle unter elektrischer Kontaktierung mit dem verbleibenden Leuchtbandabschnitt fortgesetzt werden, wobei die Lötbrücke LBj mit Lot zu füllen ist, die in weiterer Folge die Masseschaltung Mj inaktiviert.

[0031] Durch die erfindungsgemäße Ausführung wird erreicht, dass bei einem längeren Leuchtband die LED-Gruppen Gj rascher nacheinander eingeschaltet werden als bei einem Leuchtband mit vergleichsweise kürzerer Länge. Die Einschaltdauer, also die Zeitdauer zwischen dem Einschaltzeitpunkt und dem Aufleuchten der letzten LED-Gruppe Gj, ist mithilfe des gewählten Verlaufes der Einschaltspannung frei wählbar. Zudem werden Leuchtbänder verwirklicht, bei denen die Zeitspanne von einem Einschaltzeitpunkt und dem Aufleuchten der ersten LED-Gruppe bis zum Aufleuchten der letzten LED-Gruppe unabhängig von der Länge des Leuchtbandes ist.

[0032] Das erfindungsgemäße Verfahren kann freilich auch zum Ausschalten des Leuchtbandes verwendet werden. Dabei werden die LED-Gruppen Gj beginnend mit einem Ausschaltzeitpunkt einzeln nacheinander von einem ersten Ende des Leuchtbandes beginnend ausgeschaltet, bis innerhalb einer vorgegebenen Ausschaltdauer die letzte LED-Gruppe Gj an einem zweiten Ende des Leuchtbandes ausgeschaltet ist. Hierbei erfolgt das Ausschalten der LED-Gruppen Gj mithilfe einer von der Einschaltleitung E bereitgestellten und während der Ausschaltdauer kontinuierlich absteigenden Einschaltspannung, die mit der für aufeinanderfolgende LED-Gruppen Gj sukzessive und in Abhängigkeit von der Länge des Leuchtbandes ansteigenden Referenzspannung verglichen wird, wobei eine LED-Gruppe Gj mithilfe des Schaltungselements Sj von der Versorgungsspannungsleitung VCC getrennt wird, sobald die Einschaltspannung die der jeweiligen LED-Gruppe Gj zugeordnete Referenzspannung unterschreitet.

[0033] Sobald die Einschaltspannung eine Referenzspannung unterschreitet, wird die betreffende LED-Gruppe Gj von der Versorgungsspannungsleitung VCC getrennt und somit ausgeschaltet. Beginnend mit dem Ausschaltzeitpunkt wird zunächst die Referenzspannung jener LED-Gruppe G1 unterschritten, die sich am nächsten zur Spannungsquelle der Einschaltleitung E befindet, da hier die größte Spannung des Spannungsteilers anliegt. Diese LED-Gruppe Gj wird somit als erste ausgeschaltet. Nacheinander werden von der Einschaltspannung die im Spannungsteiler absteigenden Spannungswerte, also die Referenzspannungen aufeinanderfolgender LED-Gruppen Gj, unterschritten und die betreffenden LED-Gruppen Gj ausgeschaltet, bis zuletzt jene LED-Gruppe GM ausgeschaltet wird, die sich am nächsten zur Masse GND der Referenzleitung R befindet.

[0034] Auf diese Weise wird eine analoge Lösung für das Ein- und Ausschaltverhalten eines LED-Leuchtbandes verwirklicht, die einfach und somit kostengünstig umgesetzt werden kann.


Ansprüche

1. Leuchtband mit LEDs (Light Emitting Diodes Lj.i; j=1,2,...M; i=1,2,...N) oder LED-Gruppen (Gj, j=1, 2,...M), die entlang der Längserstreckung (L) des Leuchtbandes angeordnet sind, und einer Versorgungsspannungsleitung (VCC) für den Betrieb der LEDS (Lj.i) oder LED-Gruppen (Gj) mit einer Versorgungsspannung, dadurch gekennzeichnet, dass für jede LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) jeweils ein mit der Versorgungsspannungsleitung (VCC) verbundenes Schaltungselement (Sj, j=1,2,...M) für den Vergleich einer an einem ersten Eingang (1) und einer an einem zweiten Eingang (2) des Schaltungselements (Sj) anliegenden Spannung vorgesehen ist, und das Schaltungselement (Sj) ausgelegt ist die ihr jeweils zugeordnete LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) in Abhängigkeit von der Differenz der am ersten Eingang (1) und am zweiten Eingang (2) des jeweiligen Schaltungselements (Sj) anliegenden Spannungen mit der Versorgungsspannung zu beaufschlagen, wobei der jeweils erste Eingang der Schaltungselemente (Sj) mit einer von einer Gleichspannung beaufschlagbaren Referenzleitung (R) verbunden ist, die als Spannungsteiler zur Beaufschlagung des jeweils ersten Einganges (1) der Schaltungselemente (Sj) mit jeweils unterschiedlichen Referenzspannungen ausgeführt ist, und der jeweils zweite Eingang (2) der Schaltungselemente (Sj) mit einer von einer kontinuierlich ansteigenden Einschaltspannung beaufschlagbaren Einschaltleitung (E) verbunden ist.
 
2. Leuchtband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltungselement (Sj) als Komparator ausgeführt ist, dessen invertierender, erster Eingang (1) mit der Referenzleitung (R) und dessen nicht-invertierender, zweiter Eingang (2) mit der Einschaltleitung (E) verbunden ist, wobei der Komparator ausgelegt ist die ihm jeweils zugeordnete LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) auf Masse zu legen, falls die am zweiten Eingang (2) anliegende Spannung jene am ersten Eingang (1) anliegende Spannung unterschreitet, und die ihm jeweils zugeordnete LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) mit der Versorgungsspannung zu beaufschlagen, falls die am zweiten Eingang (2) anliegende Spannung jene am ersten Eingang (1) anliegende Spannung überschreitet.
 
3. Leuchtband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende der Referenzleitung (R) auf Masse liegt und zwischen zwei Widerstandselementen (Wj, Wj+1) der als Spannungsteiler ausgeführten Referenzleitung (R) Schnittbereiche (Bj, j=1,2,...M) zum Durchtrennen des Leuchtbandes vorgesehen sind, wobei jeder LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) eine Masseschaltung (Mj, j=1,2,...M) zugeordnet ist, die ausgelegt ist die Referenzleitung (R) zwischen einem Schnittbereich (Bj) und der dem Schnittbereich (Bj) nächstliegend verbleibenden LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) mit Masse (GND) zu verbinden, sobald eine mit der Versorgungsspannungsleitung (VCC) der dem Schnittbereich (Bj) nächstliegend abzutrennenden LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) verbundene und den Schnittbereich (Bj) querende Eingangsleitung (ELj) durchtrennt ist.
 
4. Leuchtband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Masseschaltung (Mj) einen ersten Schalttransistor (T1) und einen zweiten Schalttransistor (T2) umfasst, wobei der erste Schalttransistor (T1) mit seinem Drain-Anschluss mit der Referenzleitung (R) der dem Schnittbereich nächstliegend verbleibenden LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) verbunden ist und mit seinem Source-Anschluss mit Masse (GND) verbunden ist, und der Gate-Anschluss des ersten Schalttransistors (T1) einerseits mit der Versorgungsspannungsleitung (VCC) der dem Schnittbereich nächstliegend verbleibenden LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) verbunden ist und andererseits mit dem Drain-Anschluss des zweiten Schalttransistors (T2) verbunden ist, wobei der Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors (T2) über die den Schnittbereich (Bj) querende Eingangsleitung (ELj) mit der Versorgungsspannungsleitung (VCC) der dem Schnittbereich (Bj) nächstliegend abzutrennenden LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) verbunden ist und der Source-Anschluss des zweiten Schalttransistors (T2) mit Masse (GND) verbunden ist.
 
5. Leuchtband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schalttransistor (T1) und der zweite Schalttransistor (T2) jeweils als selbstsperrender N-Kanal-FET ausgeführt ist.
 
6. Leuchtband nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Masseschaltung (Mj) eine Lötbrücke (LBj, j=1,2,...M) aufweist, die bei leitender Verbindung der Lötbrücke (LBj) den Gate-Anschluss des zweiten Schalttransistors (T2) mit der Versorgungsspannungsleitung (VCC) der dem Schnittbereich (Bj) nächstliegend verbleibenden LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) verbindet.
 
7. Verfahren zum Einschalten von LEDs (Light Emitting Diodes Lj.i; i=1,2,...N; j=1,2,...M) oder LED-Gruppen (Gj, j=1,2,...M) eines Leuchtbandes, die nach dem Einschalten mit einer von einer Versorgungsspannungsleitung (VCC) des Leuchtbandes bereitgestellten Versorgungsspannung betrieben werden, wobei die LEDs (Lj.i) oder LED-Gruppen (Gj) beginnend mit einem Einschaltzeitpunkt einzeln nacheinander von einem ersten Ende des Leuchtbandes beginnend eingeschaltet werden und eingeschaltet bleiben, bis innerhalb einer vorgegebenen Einschaltdauer die letzte LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) an einem zweiten Ende des Leuchtbandes eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschalten der LEDs (Lj.i) oder LED-Gruppen (Gj) mithilfe einer von einer Einschaltleitung (E) bereitgestellten und während der Einschaltdauer kontinuierlich ansteigenden Einschaltspannung erfolgt, die mit einer für aufeinanderfolgende LEDs (Lj.i) oder LED-Gruppen (Gj) sukzessive und in Abhängigkeit von der Länge des Leuchtbandes ansteigenden Referenzspannung verglichen wird, wobei eine LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) mithilfe eines mit der Versorgungsspannungsleitung (VCC) verbundenen Schaltungselements (Sj; j=1,2,...M) mit der Versorgungsspannung beaufschlagt wird, sobald die Einschaltspannung die der jeweiligen LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) zugeordnete Referenzspannung überschreitet.
 
8. Verfahren zum Ausschalten von LEDs (Light Emitting Diodes Lj.i; i=1,2,...N; j=1,2,...M) oder LED-Gruppen (Gj, j=1,2,...M) eines Leuchtbandes, die vor dem Ausschalten mit einer von einer Versorgungsspannungsleitung (VCC) des Leuchtbandes bereitgestellten Versorgungsspannung betrieben werden, wobei die LEDs (Lj.i) oder LED-Gruppen (Gj) beginnend mit einem Ausschaltzeitpunkt einzeln nacheinander von einem ersten Ende des Leuchtbandes beginnend ausgeschaltet werden und ausgeschaltet bleiben, bis innerhalb einer vorgegebenen Ausschaltdauer die letzte LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) an einem zweiten Ende des Leuchtbandes ausgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausschalten der LEDs (Lj.i) oder LED-Gruppen (Gj) mithilfe einer von einer Einschaltleitung (E) bereitgestellten und während der Ausschaltdauer kontinuierlich absteigenden Einschaltspannung erfolgt, die mit einer für aufeinanderfolgende LEDs (Lj.i) oder LED-Gruppen (Gj) sukzessive und in Abhängigkeit von der Länge des Leuchtbandes ansteigenden Referenzspannung verglichen wird, wobei eine LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) mithilfe eines mit der Versorgungsspannungsleitung (VCC) verbundenen Schaltungselements (Sj; j=1,2,...M) von der Versorgungsspannung getrennt wird, sobald die Einschaltspannung die der jeweiligen LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) zugeordnete Referenzspannung unterschreitet.
 
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die einer LED (Lj.i) oder LED-Gruppe (Gj) zugeordnete Referenzspannung von einer als Spannungsteiler ausgeführten und von einer Gleichspannung beaufschlagten Referenzleitung (R) bereitgestellt wird.
 




Zeichnung










Recherchenbericht









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