[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltgerät, ein Verfahren zum Beleuchten einer Dufteinheit
und eine Vorrichtung.
[0002] Bei Haushaltgeräten, beispielsweise Wäschetrocknern, können die Textilien in der
Trommel unter Verwendung von Duftkartuschen mit verschiedenen Beduftungsintensitäten
beduftet werden. Die Erfindung bezieht sich insgesamt sowohl auf im Haushalt gebräuchlich
Geräte als auch gewerbliche Wäschebehandlungsgeräte. Es handelt sich vorzugsweise
um Wäschetrockner, Waschtrockner oder Trockenschränke, also Geräte mit einer Behandlungskammer,
in der die zu behandelnde Wäsche eingebracht werden kann..
[0003] Der Erfindung stellt sich die Aufgabe ein verbessertes Haushaltgerät, ein verbessertes
Verfahren zum Beleuchten einer Dufteinheit und eine verbesserte Vorrichtung zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Haushaltgerät, ein Verfahren zum Beleuchten
einer Dufteinheit und eine Vorrichtung mit den Merkmalen der Hauptansprüche gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
nachfolgenden Unteransprüchen.
[0004] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen in der Möglichkeit eine zum
Beleuchten einer Dufteinheit einsetzbare Lichtquelle geschützt und gut elektrisch
kontaktierbar in einem Haushaltgerät anordnen zu können. Durch die Verwendung eines
Lichtleiters kann die Lichtquelle außerhalb von regelmäßig zu wartenden Elementen,
wie beispielsweise Filtereinsätzen, des Haushaltgeräts platziert werden.
[0005] Es wird ein Haushaltgerät mit einer Duftfunktion vorgestellt, wobei das Haushaltgerät
mindestens eine Aufnahme zum Aufnehmen einer Dufteinheit zum Bevorraten von Duftstoff
zum Beduften eines Innenraums des Haushaltgeräts aufweist. Zudem umfasst das Haushaltgerät
eine Lichtquelle zum Ausgeben von Licht und einen Lichtleiter zum Leiten des Lichts,
wobei der Lichtleiter eine Lichteinkopplungsfläche zum Einkoppeln des Lichts in den
Lichtleiter aufweist und mindestens eine Lichtauskopplungsfläche zum Auskoppeln des
Lichts zum Beleuchten der von der Aufnahme aufgenommenen Dufteinheit.
[0006] Bei dem Haushaltgerät kann es sich bevorzugt zum Beispiel um ein Gerät zum Aufbereiten
von Textilien handeln, zum Beispiel um einen Wäschetrockner bzw. einem der oben erwähnten
Geräte. Dabei kann das Haushaltgerät im betriebsbereiten Zustand eine oder mehrere
Dufteinheiten aufweisen, bei denen es sich zum Beispiel um Kartuschen oder Flakons
zum Aufnehmen und Bevorraten eines Duftstoffs beispielsweise in flüssiger Form handeln
kann. Solche Dufteinheiten können auswechselbar in dem Haushaltgerät platziert sein.
Um den Füllstand und zusätzlich oder alternativ eine einstellbare Beduftungsintensität
einer solchen Duftkartusche, beispielsweise bei einem Öffnen einer Tür das Haushaltgeräts,
leicht zu erkennen, ist das hier vorgestellte Haushaltgerät ausgebildet, um die Dufteinheit
zu beleuchten. Dabei kann die Lichtquelle, bei der sich zum Beispiel um eine LED handeln
kann, zum Beispiel fest mit einem Gehäuse des Wäschetrockners verbaut und mit einer
Stromversorgung des Haushaltgeräts verbunden sein. Das von der Lichtquelle ausgegebene
Licht kann über die Lichteinkopplungsfläche in den Lichtleiter einkoppelbar sein und
durch den Lichtleiter zu dessen Lichtauskopplungsfläche geleitet werden. Dabei kann
der Lichtleiter derart im Haushaltgerät angeordnet sein, dass die Lichtauskopplungsfläche
direkt an oder sehr nahe an der Aufnahme für die Dufteinheit angeordnet ist. Dadurch
kann von der Lichtauskopplungsfläche ausgekoppeltes Licht vorteilhafterweise eine
in die Aufnahme eingesetzte Dufteinheit beleuchten, ohne dass eine direkte Stromversorgung,
beispielsweise in Form eines Steckkontakts, unmittelbar an der Dufteinheit oder deren
Aufnahme benötigt wird. Stattdessen wird eine Lichtleitung von der Lichtquelle bis
zu dem Flakon geschaffen. Der Duftflakons kann dadurch beleuchtet werden, um den Füllstand
besser erkennbar zu machen und auch erkennbar zu machen, wie die Beduftungsintensität
eingestellt ist. Als Lichtleiter kann ein bekannter, gegebenenfalls auf den Einsatz
in einem Haushaltgerät optimierter, Lichtleiter verwendet werden. Durch den Lichtleiter
kann eine sehr gute Füllstanderkennung einer Duftkartusche und ein leichtes Erkennen
einer eingestellten Beduftungsintensität durch eine gute Ausleuchtung des oder der
Aufnahmeräume und des oder der Dufteinheiten erreicht werden, wenn die zumindest eine
Dufteinheit in der Aufnahme angeordnet bzw. eingesetzt ist. Bei nicht eingesetzter
Dufteinheit oder Duftkartusche wird entsprechend der Aufnahmeraum für die Kartusche
ausgeleuchtet, sodass der Benutzer deutlich wahrnehmbar den Einsatzzustand erkennen
kann.
[0007] Gemäß einer Ausführungsform kann die mindestens eine Lichtauskopplungsfläche mit
einer prismenförmigen Struktur ausgeformt sein. Beispielsweise kann eine Oberfläche
der Lichtauskopplungsfläche mit einer Mehrzahl von Prismen beziehungsweise mit einer
Erodierstruktur ausgebildet sein. Vorteilhafterweise kann dadurch eine leichte Streuung
des ausgekoppelten Lichts erreicht werden und dadurch eine Homogenisierung desselben.
[0008] Die Länge des Lichtleiters kann geeignet gewählt sein, beispielsweise zumindest 15
cm betragen. Dadurch kann die Lichtquelle beabstandet zu der zumindest einen Aufnahme
an einer geeigneten Stelle in dem Haushaltgerät platziert werden.
[0009] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann der Lichtleiter eine weitere Lichtauskopplungsfläche
aufweisen. Dabei kann die weitere Lichtauskopplungsfläche entlang einer Längsersteckung
des Lichtleiters von der Lichtauskopplungsfläche beabstandet angeordnet sein und die
weitere Lichtauskopplungsfläche kann ausgebildet sein, um das Licht zum Beleuchten
einer in einer weiteren Aufnahme des Haushaltgeräts angeordneten weiteren Dufteinheit
auszukoppeln. Beispielsweise kann das Haushaltgerät zwei Aufnahmen zum Aufnehmen von
zwei Dufteinheiten umfassen, um vorteilhafterweise den Innenraum gleichmäßig zu beduften.
Entsprechend kann die Anzahl der Lichtauskopplungsflächen des Lichtleiters vorteilhafterweise
an die Anzahl von Aufnahmen angepasst sein. Der Lichtleiter kann starr oder biegsam,
beispielsweise kabelförmig, ausgeformt sein. Der Lichtleiter kann ausgeformt sein,
um das von der Lichtquelle ausgehende Licht erst zu einer Lichtauskopplungsfläche
leiten, an der ein erster Anteil des Lichts ausgekoppelt werden kann. Anschließend
kann der verbleibende nicht ausgekoppelte Anteil des Lichts zu der weiteren Lichtauskopplungsfläche
geleitet werden, um dort die weitere Dufteinheit zu beleuchten. Dabei können zum Beispiel
die Längen der Auskopplungsflächen so bemessen und ausgeformt sein, dass sie gleich
viel Licht in Richtung der Duftflakons aussenden, damit diese vorteilhafterweise gleich
hell erscheinen.
[0010] Zudem kann der Lichtleiter an der Lichtauskopplungsfläche mit einem größeren Durchmesser
ausgeformt sein als an der weiteren Lichtauskopplungsfläche. Beispielsweise kann der
Lichtleiter zwischen der Lichtauskopplungsfläche und der weiteren Lichtauskopplungsfläche
mit einer Verengung eines Querschnitts des Lichtleiters ausgeformt sein. Durch diese
Maßnahme kann vorteilhafterweise die Effektivität der Auskoppelprismen erhöht werden.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Haushaltgerät einen Kollimator umfassen,
der zwischen der Lichtquelle und der Lichteinkopplungsfläche angeordnet sein kann.
Die Lichtquelle kann beispielsweise zumindest teilweise von einem weiteren Lichtleiter
beziehungsweise einem ersten Lichtleiter umgeben sein, der mit dem Kollimator ausgeformt
sein kann. Dieser erste Lichtleiter kann ausgebildet sein, um das Licht der Lichtquelle
möglichst effektiv einzufangen und mittels des Kollimators zu parallelisieren. Das
bietet den Vorteil, dass der Transport des Lichtes von der Lichtquelle zu dem Lichtleiter
mit der mindestens einen Lichtauskopplungsfläche möglichst verlustfrei funktionieren
kann.
[0012] Zudem kann der Kollimator eine Kollimationsfläche zum Auskoppeln des Lichts aufweisen,
wobei die Kollimationsfläche des Kollimators und die Lichteinkopplungsfläche des Lichtleiters
parallel zueinander angeordnet sein können. Beispielsweise kann zwischen der Kollimationsfläche
und der Lichteinkopplungsfläche ein Luftspalt von beispielsweise 0,5 mm angeordnet
sein. Das bietet den Vorteil, dass der Lichtleiter und der Kollimator mit minimalem
Arbeitsaufwand unabhängig voneinander hergestellt, eingebaut und ausgetauscht werden
können. Zudem kann der Lichtleiter unabhängig von der Lichtquelle aus dem Haushaltgerät
entnommen werden, beispielsweise zum Reinigen einer den Lichtleiter umfassenden Komponente
des Haushaltgeräts.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Haushaltgerät mindestens eine Filtereinheit
zum Filtern von in den Innenraum einführbarer und zusätzlich oder alternativ ausführbarer
Luft umfassen, wobei die Filtereinheit mit der Aufnahme zum Aufnehmen der Dufteinheit
ausgeformt sein kann. Dabei kann die Lichtquelle außerhalb der Filtereinheit angeordnet
sein und der Lichtleiter kann zumindest teilweise innerhalb der Filtereinheit angeordnet
sein. Wenn zum Beispiel das Haushaltgerät ausgebildet ist, um Textilien im Innenraum
zu trocknen, dann kann mit Feuchtigkeit angereicherte Luft aus dem Innenraum ableitbar
sein und zusätzlich oder alternativ kann trockene Luft, zum Beispiel unter Verwendung
eines Gebläses, in den Innenraum eingeleitet werden. Dabei bietet insbesondere beim
Ausleiten der Luft aus dem Innenraum ein beispielsweise als Sieb ausgebildeter Filter
den Vorteil, dass von den Textilien abgesonderte Kleinstteile, zum Beispiel Flusen,
abgefangen werden können, bevor sie in andere Teile des Haushaltgeräts geraten können.
Dabei kann die entsprechende Filtereinheit beispielsweise mit einem Hohlraum zum Aufnehmen
der Dufteinheit ausgeformt sein. Entsprechend kann der Lichtleiter oder zumindest
ein Abschnitt des Lichtleiters mit der Lichtauskopplungsfläche in oder an der Filtereinheit
angeordnet sein, um die in der Aufnahme angeordnete Dufteinheit optimal beleuchten
zu können. Hingegen kann die Lichtquelle außerhalb der Filtereinheit beispielsweise
an einer Wand des Innenraums angeordnet sein. Bei einer Entnahme der Filtereinheit
zu Reinigungszwecken kann der Lichtleiter beispielsweise mit entnommen werden, wobei
vorteilhafterweise die an die Stromversorgung angeschlossene Lichtquelle unangetastet
bleiben kann, wodurch die Sicherheit einer die Filtereinheit entnehmenden Person erhöht
werden kann. Da keine Lichtquelle im Filterelement angeordnet ist, sind vorteilhafterweise
keine elektrischen Kontakte, wie beispielsweise Steckkontakte, notwendig.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Haushaltgerät ein Kontaktelement zum
Herstellen einer Stromzufuhr zu der Lichtquelle aufweisen, wobei das Kontaktelement
ausgebildet sein kann, um bei einer Entnahme der Filtereinheit aus dem Haushaltgerät
die Stromzufuhr zu unterbrechen. Beispielsweise kann das Kontaktelement ein Reed-Relais
umfassen, dass die Stromzufuhr zur Lichtquelle unterbrechen kann, wenn beispielsweise
eine den Lichtleiter sowie die Dufteinheit aufnehmende Filtereinheit aus dem Haushaltgerät
entnommen wird. Dazu kann zum Beispiel in der Filtereinheit ein Magnet verbaut sein,
der das Reed-Relais ausschalten kann, sobald die Filtereinheit entnommen wurde. Das
Reed-Relais kann dabei den Strom nur leiten, wenn das Magnetfeld des in der Filtereinheit
verbauten Magneten auf das Relais wirken kann. Durch ein Unterbrechen der Stromzufuhr
bei einer Entnahme der Filtereinheit kann vorteilhafterweise vermieden werden, dass
eine die Filtereinheit entnehmenden Person direkt in die Licht Austrittsfläche des
Lichtleiters blicken und entsprechend geblendet werden kann.
[0015] Gemäß einer Ausführungsform kann das Haushaltgerät eine Trommel zum Aufnehmen von
Textilien umfassen, wobei mittels eines Gebläses Luft durch einen Luftkanal in die
Trommel zuführbar und zusätzlich oder alternativ abführbar sein kann. Die mindestens
eine Aufnahme zum Aufnehmen einer Dufteinheit kann in oder an dem Luftkanal angeordnet
sein, so dass durch den Luftkanal geführte Luft beduftet werden kann.
[0016] Das Haushaltgerät kann eine Wärmepumpe zum Temperieren des Innenraums umfassen. Beispielsweise
kann dazu durch einen Luftkanal geleitete Luft unter Verwendung der Wärmepumpe temperiert
und gegebenenfalls entfeuchtet werden. Dazu kann die Wärmepumpe mindestens einen Wärmetauscher
zum Übertragen von thermischer Energie aufweisen.
[0017] Durch die Ausführung des Haushaltgeräts mit den genannten Komponenten ist das Gerät
besonders vorteilhaft ausgebildet, um zum Trocknen von Textilien eingesetzt zu werden.
[0018] Zudem wird ein Verfahren zum Beleuchten einer von der Aufnahme aufgenommenen Dufteinheit
in einer Variante des zuvor vorgestellten Haushaltgeräts vorgestellt. Das Verfahren
umfasst einen Schritt des Erzeugens von Licht unter Verwendung der Lichtquelle, einen
Schritt des Einkoppelns des Lichts in den Lichtleiter mittels der Lichteinkopplungsfläche
und einen Schritt des Auskoppelns des Lichts aus dem Lichtleiter mittels der mindestens
einen Lichtauskopplungsfläche, um die von der Aufnahme aufgenommene Dufteinheit zu
beleuchten.
[0019] Der hier vorgestellte Ansatz schafft ferner eine Vorrichtung, die ausgebildet ist,
um die Schritte einer Variante eines hier vorgestellten Verfahrens in entsprechenden
Einrichtungen durchzuführen, anzusteuern bzw. umzusetzen. Auch durch diese Ausführungsvariante
der Erfindung in Form einer Vorrichtung kann die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe
schnell und effizient gelöst werden.
[0020] Die Vorrichtung umfasst demnach die Komponenten zur Aktivierung des Lichts und zum
gezielten Leiten des Lichts an die vorgesehenen Stellen zur Beleuchtung der entsprechend
in Wirkverbindung stehenden Dufteinheiten erforderlich sind.
[0021] Auch wenn der beschriebene Ansatz anhand eines Haushaltgeräts beschrieben wird, kann
die hier beschrieben Vorrichtung/Verfahren entsprechend im Zusammenhang mit einem
gewerblichen oder professionellen Gerät, beispielsweise einem medizinischen Gerät,
wie einem Reinigungs- oder Desinfektionsgerät, einem Kleinsterilisator, einem Großraumdesinfektor
oder einer Container-Waschanlage eingesetzt werden.
[0022] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine schematische Querschnittsdarstellung eines Haushaltgeräts gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung einer Filtereinheit gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 3
- eine schematische Darstellung einer Filtereinheit gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 4
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung zum Beleuchten
einer von einer Aufnahme aufgenommenen Dufteinheit in einem Haushaltgerät;
- Figur 5A
- zeigt eine schematische Explosionsdarstellung einer Schnittstelle zwischen der Lichtquelle
und dem Lichtleiter gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 5B
- zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer Schnittstelle zwischen der Lichtquelle
und dem Lichtleiter gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 6
- eine schematische Darstellung eines Strahlengangs von Licht in einem Lichtleiter gemäß
einem Ausführungsbeispiel; und
- Figur 7
- ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum Beleuchten einer
von der Aufnahme aufgenommenen Dufteinheit in einem Haushaltgerät.
[0023] Figur 1 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung eines Haushaltgeräts 100
gemäß einem Ausführungsbeispiel. Lediglich beispielhaft ist das Haushaltgerät 100
als Waschtrockner ausgebildet und umfasst eine Trommel 105 zum Aufnehmen von Textilien,
wobei in diesem Ausführungsbeispiel die Trommel 105 in einem Innenraum 107 des Haushaltgeräts
100 angeordnet ist. Mittels eines Gebläses 110 ist Luft durch einen Luftkanal 115
in die Trommel 105 zu- und abführbar, um darin angeordnete Textilien zu trocknen.
Entsprechend kann der Luftkanal 115 auch als Luftführung bezeichnet werden. Dabei
ist eine an oder in einem Luftkanal 115 angeordnete, beispielsweise eine an einem
Eingang oder einem Ausgang des Luftkanals 115 angeordnete Filtereinheit 120, ausgebildet
ist, um durch den Luftkanal 115 geführte Luft zu filtern. Dadurch können Verunreinigungen
herausgefiltert werden, die sich andernfalls beispielsweise in dem Luftkanal 115 ablagern
könnten. In einem Ausführungsbeispiel ist die Filtereinheit 120 als entnehmbares Element
ausgebildet, um ein Entfernen von textilen Ablagerungen in oder an der Filtereinheit
120 zu erleichtern. Optional umfasst das hier dargestellte Haushaltgerät 100 eine
Wärmepumpe 130 mit einem ersten Wärmetauscher 125, einem sogenannten Verdampfer und
einem zweiten Wärmetauscher 135, der auch als Verflüssiger bezeichnet wird.
[0024] Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Luft aus dem Innenraum 107 über
das Filterelement 120 in den Luftkanal 115 eingesaugt, durch die Wärmepumpe 130 geführt
und anschließend zurück in den Innenraum 107 geleitet.
[0025] In einem Ausführungsbeispiel ist das Haushaltgerät 100 mit einem Beduftungssystem
ausgestattet, das ausgebildet ist, um mittels eines oder mehrerer Dufteinheiten, wie
sie in den nachfolgenden Figuren 2, 3 und 6 beschrieben werden, in dem Innenraum 107
angeordnete Textilien zu beduften. Beispielhaft ist das Beduftungssystem ausgebildet,
um in der Trommel 105 angeordnete Wäsche bei einem Trocknungsvorgang mit verschiedenen
Düften zu versehen. Dieses System ist mittels eines Beleuchtungssystem aufwertbar,
das den Füllstand und die Beduftungsstärke der verwendeten Dufteinheiten erkennbar
macht. Die Herausforderung dabei ist, dass eine entsprechende Beleuchtungseinrichtung
zweiteilig gestaltet sein sollten. Der erste Teil, der die Lichtquelle, beispielsweise
eine LED enthält, ist im Gehäuse des Haushaltgeräts 100, beispielsweise einem Trocknergehäuse,
fest verbaut und umfasst optional auch eine Kollimatoroptik. Der zweite Teil ist an
der oder den Aufnahmen für die mindestens eine Dufteinheit verbaut, beispielhaft an
der Filtereinheit 120, also beispielsweise in einem herausnehmbaren Filtersieb unterhalb
einer Trockner-Einfüllöffnung. Von dort kann von der Lichtquelle ausgesendetes Licht
über einen zu der mindestens einen Aufnahme geführten Lichtleiter zum Beleuchten der
mindestens einen Dufteinheit, beispielsweise zu Beleuchtung mehrerer Flakons, verwendet
werden.
[0026] Gemäß unterschiedlicher Ausführungsbeispiel umfasst das Haushaltgerät 100 eine oder
mehrere Aufnahmen, in die entsprechend eine oder mehrere Dufteinheiten eingesetzt
werden können. Um eine einfache Auswechslung oder Auffüllung zu erleichtern, ist die
mindestens eine Aufnahme gemäß einem Ausführungsbeispiel an einer leicht erreichbaren
Position innerhalb des Haushaltgeräts 100 angeordnet. Die beispielhafte Kombination
aus Filterelement 120 und Aufnahme ist vorteilhaft, da das Filterelement 120 ebenfalls
leicht herausnehmbar angeordnet ist und im Betrieb des Haushaltgeräts 100 fortwährend
von Luft durchströmt wird.
[0027] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Filtereinheit 120 gemäß einem Ausführungsbeispiel.
Die hier dargestellte Filtereinheit 120, die auch als Filterelement bezeichnet werden
kann, entspricht oder ähnelt der in der vorangegangenen Figur beschriebenen Filtereinheit
und ist in einem Haushaltgerät, wie es in der vorangegangenen Figur geschrieben wurde,
einsetzbar. Die Filtereinheit 120 ist ausgebildet, um herausgelöste Rückstände aus
in einem Innenraum des Haushaltgeräts angeordneten Textilien, wie zum Beispiel Flusen,
gröbere Schmutzpartikel oder ähnliche Kleinteile abzufangen, die sich beispielhaft
während eines Wasch- oder Trocknungsvorgangs aus den Textilien lösen können. Um ein
Reinigen der Filtereinheit 120 zu erleichtern, ist die Filtereinheit 120 in einem
Ausführungsbeispiel als aus dem Haushaltgerät entnehmbares Element ausgebildet. In
einem Ausführungsbeispiel umfasst die Filtereinheit 120 zudem eine Aufnahme 200 zum
Aufnehmen einer Dufteinheit 205, die auch als Duftkartusche oder als Duftflakon bezeichnet
werden kann. Die Dufteinheit 205 ist ausgebildet, um einen Duftstoff zum Beduften
des Innenraums des Haushaltgeräts zu bevorraten. Ist die Dufteinheit 205 von der Filtereinheit
120 aufgenommen, so ist der Duftstoff mittels eines das Filterelement 120 durchströmenden
Luftstroms innerhalb des Haushaltgeräts verteilbar. Lediglich beispielhaft ist hierfür
die Aufnahme 200 in der hier gezeigten Filtereinheit 120 als annähernd runde Öffnung
ausgeformt, in die die Dufteinheit 205 lediglich beispielhaft manuell einstellbar
ist. In einem Ausführungsbeispiel ist die Dufteinheit 205 innerhalb der Aufnahme 200
beispielhaft mittels eines Bajonettverschlusses oder eines Drehverschlusses fixierbar.
[0028] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Filtereinheit 120 gemäß einem Ausführungsbeispiel.
Die hier dargestellte Filtereinheit 120 entspricht oder ähnelt der in den vorangegangenen
Figuren beschriebenen Filtereinheit, mit dem Unterschied, dass die Filtereinheit 120
in diesem Ausführungsbeispiel neben der Aufnahme 200 zum Aufnehmen der Dufteinheit
205 eine weitere Aufnahme 300 zum Aufnehmen einer weiteren Dufteinheit 305 umfasst.
Zudem ist in diesem Ausführungsbeispiel entlang eines beispielhaft siebförmig ausgeformten
Filterbereichs 310 der Filtereinheit 120 ein Lichtleiter 315 angeordnet.
[0029] Der Lichtleiter 315 ist ausgebildet, um Licht von einer Lichtquelle 320 zu der Aufnahme
sowie beispielhaft zu der weiteren Aufnahme zu leiten, wodurch die in den Aufnahmen
200, 300 aufgenommenen Dufteinheiten 205, 305 beleuchtbar sind. In einem Ausführungsbeispiel
ist dabei die Lichtquelle 320 außerhalb der Filtereinheit 120 angeordnet, wobei der
Lichtleiter 315 beispielhaft innerhalb der Filtereinheit 120 angeordnet ist. Anders
ausgedrückt sind beide Duftflakons in unterschiedlicher Entfernung zur einseitig im
Gerät positionierten Lichtquelle 320 in der entnehmbaren Filtereinheit 120 angeordnet,
so dass eine spezielle Ausgestaltung der Lichtleiter-Äste erforderlich ist, um beide
Duftflakons gleichmäßig zu beleuchten.
[0030] In einem Ausführungsbeispiel ist eine Stromzufuhr zu der Lichtquelle 320 unter Verwendung
eines Kontaktelements 330 herstellbar. Das Kontaktelement 330 ist lediglich beispielhaft
als Reed-Relais ausgebildet, wobei die Filtereinheit 120 in einem Ausführungsbeispiel
einen Magneten 333 umfasst. Das Reed-Relais leitet den Strom nur, wenn das Magnetfeld
des in der Filtereinheit 120 verbauten Magneten 333 auf das Relais wirkt. Entsprechend
ist in diesem Ausführungsbeispiel bei einer Entnahme der Filtereinheit 120 aus dem
Haushaltgerät die Stromzufuhr zu der Lichtquelle 320 unterbrechbar.
[0031] Mit anderen Worten ist es aus technischer Sicht optimal, wenn die Lichtquelle 320
fest im Haushaltgerät verbaut ist und von dieser einzigen Lichtquelle 320 Licht zu
beiden Duftflakons geleitet wird. Da die Duftflakons jedoch von einer zu Reinigungszwecken
entnehmbaren Filtereinheit 120 aufgenommen werden, wird das Lichtleitersystem gemäß
einem Ausführungsbeispiel zweiteilig gestaltet. Ein erster Teil ist im Gehäuse des
Haushaltgeräts fest verbaut und nimmt die Lichtquelle 320 auf, beispielhaft eine LED.
Dazu kann der erste Teil einen ersten Lichtleiter umfassen, der an die Lichtquelle
320 gekoppelt ist oder in den die Lichtquelle 320 integriert ist. Ein zweiter Teil
fängt das Licht des ersten Lichtleiters wieder ein und koppelt es an zwei Positionen
oberhalb der Flakons wieder gleichmäßig aus. Optional ist im ersten Teil, beispielsweise
in einem ersten Lichtleitergehäuse, ein Kontaktelement, beispielsweise in Form eines
Reed-Relais angeordnet, welches die Stromzufuhr zur Lichtquelle 320 unterbricht, wenn
die Filtereinheit 120 entnommen wurde. Das verhindert, dass eine die Filtereinheit
120 entnehmende Person direkt in die Lichtaustrittsfläche des ersten Lichtleiters
blicken kann und geblendet wird. Dazu ist in der Filtereinheit 120 ein Magnet 333
verbaut, der das Reed-Relais ausschaltet, wenn die Filtereinheit 120 entnommen wurde.
[0032] In einer alternativen Anordnung können alternativ zwei separate Lichtquellen in die
entnehmbare Filtereinheit 120 eingebaut werden und die Flakons direkt beleuchten.
Das hat aber den Nachteil, dass zwischen Sieb und Trocknergehäuse ein Steckkontakt
zur Stromversorgung erforderlich wäre. Diese Lösung stellt entsprechend hohe Anforderungen
an die Elektrosicherheit und Toleranzsituation zwischen den Baugruppen und wäre aufwändiger
und teuerer, als der hier beschriebene Ansatz mit der einzigen, separat zu der Filtereinheit
120 angeordneten Lichtquelle 320.
[0033] Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung
400 zum Beleuchten einer von einer Aufnahme aufgenommenen Dufteinheit in einem Haushaltgerät,
wie es in der vorangegangenen Figur 1 beschrieben wurde. Die Vorrichtung 400, die
auch als Lichtleitersystem oder Beleuchtungssystem bezeichnet werden kann, umfasst
eine Lichtquelle 320, die lediglich beispielhaft als LED ausgebildet ist, wobei die
Lichtquelle 320 in der hier gezeigten Darstellung von einem optionalen Kollimator
405 verdeckt ist, der auch als erster Lichtleiter oder Lichtleitergehäuse bezeichnet
werden kann. Der Kollimator 405 ist beispielhaft ausgebildet, um von der Lichtquelle
320 ausgegebenes Licht zu kollimieren und zu einer Lichteinkopplungsfläche 407 zum
Einkoppeln des Lichts in den Lichtleiter 315 zu leiten. Alternativ kann das Licht
von der Lichtquelle 320 direkt in den Lichtleiter 315 eingekoppelt werden. Der in
diesem Ausführungsbeispiel an dem Kollimator 405 angeordnete Lichtleiter 315 ist gemäß
unterschiedlicher Ausführungsbeispiele starr oder biegsam ausgeformt und weist in
einem Ausführungsbeispiel eine Gesamtlänge von mehr als 15 cm oder mehr als 20 cm
auf.
[0034] In einem Ausführungsbeispiel umfasst der Lichtleiter 315 sowohl eine Lichtauskopplungsfläche
410 zum Auskoppeln des Lichts zum Beleuchten einer von einer Aufnahme aufgenommenen
Dufteinheit, wie sie in den vorangegangenen Figuren beschrieben wurde, als auch eine
weitere Lichtauskopplungsfläche 415 zum Auskoppeln des Lichts zum Beleuchten einer
von einer weiteren Aufnahme aufgenommenen weiteren Dufteinheit, wie sie in der vorangegangenen
Figur 3 beschrieben wurde.
[0035] Zur Auskopplung des Lichts aus dem Inneren des Lichtleiters 315 sind in einem Ausführungsbeispiel
beide Lichtauskopplungsflächen 410, 415 mit einer prismenförmigen Struktur ausgeformt.
Diese prismenförmige Oberfläche kann bevorzugt mit einer Erodierstruktur versehen
sein, sodass die Lichtauskopplungsflächen 410, 415 zusätzlich eine leichte Streuung
des ausgekoppelten Lichts und damit zur Homogenisierung des Lichts verursachen.
[0036] In diesem Ausführungsbeispiel ist die weitere Lichtauskopplungsfläche 415 entlang
der Längsersteckung des Lichtleiters 315 von der Lichtauskopplungsfläche 410 beabstandet
angeordnet. In einem Ausführungsbeispiel weist dabei ein erster Abschnitt L1 des Lichtleiters
315, der zwischen der Lichteinkopplungsfläche 407 und der Lichtauskopplungsfläche
410 angeordnet ist, eine Länge zwischen beispielsweise 4 cm und 10 cm auf, lediglich
beispielhaft eine Länge von 73 mm. Ein zweiter Abschnitt L2 formt die Lichtauskopplungsfläche
410 aus und weist beispielsweise eine Länge zwischen 1 cm und 2 cm auf, lediglich
beispielhaft eine Länge von 17,4 mm. Ein dritter Abschnitt L3 zwischen der Lichtauskopplungsfläche
410 und der weiteren Lichtauskopplungsfläche 415 weist eine beispielhafte Länge zwischen
10 cm und 20 cm auf, lediglich beispielhaft eine Länge von 156 mm. Ein vierter Abschnitt
L4 formt die weitere Lichtauskopplungsfläche 415 aus und weist beispielsweise eine
Länge zwischen 2 cm und 3 cm auf, lediglich beispielhaft eine Länge von 25,8 mm auf.
Die Längen der Auskoppelflächen sind dabei so bemessen, dass sie gleich viel Licht
in Richtung der Duftflakons aussenden, damit diese gleich hell erscheinen. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel ist dazu eine Länge der weitere Lichtauskopplungsfläche 415 größer,
beispielsweise um mindestens ein Fünftel oder ein Viertel, größer als die Lichtauskopplungsfläche
410.
[0037] Optional weist der Lichtleiter 315 zwischen den Lichtauskopplungsflächen 410, 415
eine Biegung mit einem Radius von beispielsweise mindestens 20 cm, beispielhaft von
237 mm auf.
[0038] Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist der Lichtleiter 315 einen rechteckförmigen
Querschnitt auf. Beispielsweise weist der Querschnitt zwischen der Lichteinkopplungsfläche
407 und der Lichtauskopplungsfläche 410 eine konstante erste Fläche auf, verjüngt
sich über den Verlauf der Lichtauskopplungsfläche 410, weist zwischen den Lichtauskopplungsflächen
410, 415 eine konstante zweite Fläche auf, die kleiner als die erste Fläche ist, und
verjüngt sich über den Verlauf der weiteren Lichtauskopplungsfläche 415. Die weitere
Lichtauskopplungsfläche 415 ist gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel an einem freien
Ende des Lichtleiters 315 angeordnet. Gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel
ist der Lichtleiter 315 nach der weiteren Lichtauskopplungsfläche 415 fortgeführt
und weist zumindest noch eine weitere Lichtauskopplungsfläche auf.
[0039] Die Figuren 5A und 5B zeigen eine schematische Darstellung einer Schnittstelle 500
zwischen der Lichtquelle 320 und dem Lichtleiter 315 gemäß einem Ausführungsbeispiel.
Dabei ist die Schnittstelle 500 in der Figur 5A als Explosionsdarstellung und in der
Figur 5B als Schnittdarstellung gezeigt. Die hier gezeigte Lichtquelle 320 sowie der
gezeigte Lichtleiter 315 entsprechen oder ähneln den in der vorangegangenen Figuren
2 bis 4 beschriebenen Lichtquelle und Lichtleiter.
[0040] Die Lichtquelle 320 ist in diesem Ausführungsbeispiel als LED ausgebildet und an
einer beispielhaften Leiterplatte 502 fixiert. In einem Ausführungsbeispiel ist zwischen
der Lichtquelle 320 und dem Lichtleiter 315 ein Kollimator 405 angeordnet. Dabei ist
der Kollimator 405 lediglich beispielhaft ausgeformt, um die Leiterplatte 502 Lichtquelle
320 als Gehäuse teilweise zu umschließen und von der Lichtquelle 320 ausgebbares Licht
mittels einer Kollimationsoptik 505 zu kollimieren. Über eine Kollimationsfläche 510,
die auch als Auskoppelfläche des Kollimators bezeichnet werden kann, ist das Licht
aus dem Kollimator auskoppelbar. In einem Ausführungsbeispiel ist die Kollimationsfläche
510 parallel zu der Lichteinkopplungsfläche 407 des Lichtleiters angeordnet, wobei
ein Abstand zwischen der Kollimationsfläche 510 und der Lichteinkopplungsfläche 407
in einem Ausführungsbeispiel 0,5 mm beträgt.
[0041] Der Kollimator 405 hat die Funktion, das Licht der Lichtquelle 320 möglichst effektiv
einzufangen und zu parallelisieren. Dies ist erforderlich, damit die Verluste durch
den Luftspalt zwischen dem Kollimator 405 und dem Lichtleiter 315 möglichst gering
ausfallen und der Transport des Lichtes im Lichtleiter 315 möglichst verlustfrei funktioniert.
[0042] Figur 6 zeigt eine schematische Darstellung eines Strahlengangs von Licht 600 in
einem Lichtleiter 315 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Dabei ist im unteren Teil der
Abbildung die Vorrichtung 400 zum Beleuchten von Dufteinheiten 205, 305 abgebildet,
die in diesem Ausführungsbeispiel den Lichtleiter 315, die Lichtquelle 320 und den
lediglich beispielhaft zwischen dem Lichtleiter 315 und der Lichtquelle 320 angeordneten
Kollimator 405 umfasst. Der Lichtleiter 315 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel
zwei Lichtauskoppelflächen 410, 415 zum Auskoppeln des Lichts 600, die im oberen Teil
der hier gezeigten Abbildung vergrößert dargestellt sind.
[0043] Die Lichtauskoppelflächen 410, 415, die auch als Auskoppeloptiken bezeichnet werden
können, sind lediglich beispielhaft mit einer prismenförmigen Struktur ausgeformt,
um das Licht 600 aus dem Lichtleiter 315 in Richtung der Duftflakons lenken. Diese
hier verwendeten Prismen koppeln beispielhaft für die in der hier gezeigten Abbildung
rechts angeordnete Dufteinheit 205 einen Teil des durch den Lichtleiter 315 geleiteten
Lichtes 600 aus. Der Rest des Lichtes 600 ist weiterleitbar bis zur linken Auskoppeloptik
und dort durch Prismen auskoppelbar.
[0044] In einem Ausführungsbeispiel ist mit den Prismen an beiden Positionen eine Verengung
eines Querschnitts des Lichtleiters 315 verbunden. So weist der Lichtleiter 315 in
diesem Ausführungsbeispiel an der Lichtauskopplungsfläche 410 einen größeren Querschnitt
auf als an der weiteren Lichtauskopplungsfläche 415. Lediglich beispielhaft beträgt
ein erster Querschnitt D1 des Lichtleiters 315 auf einer der Lichtquelle 320 zugewandten
Seite der Lichtauskopplungsfläche 410 in diesem Ausführungsbeispiel 7,2 mm, während
ein zweiter Querschnitt D2 des Lichtleiters 315 auf einer von der Lichtquelle 320
abgewandten Seite der Lichtauskopplungsfläche 410 in diesem Ausführungsbeispiel 4,5
mm beträgt. In ähnlicher Weise beträgt ein dritter Querschnitt D3 des Lichtleiters
315 auf einer der Lichtquelle 320 zugewandten Seite der weiteren Lichtauskopplungsfläche
415 in diesem Ausführungsbeispiel 4,1 mm und ein vierter Querschnitt D4 des Lichtleiters
315 beträgt auf einer von der Lichtquelle 320 abgewandten Seite der weiteren Lichtauskopplungsfläche
415 in diesem Ausführungsbeispiel 1,2 mm. Dabei weisen die an beiden Lichtauskopplungsflächen
410, 415 ausgeformten Prismen eine beispielhafte Höhe D5 von 0,6 mm und einen beispielhaften
Auskopplungswinkel W1 zum Auskoppeln des Lichts 600 von 127 Grad auf. Diese beispielhaften
Maßnahmen erhöhen die Effektivität der Auskoppelprismen. Die Querschnitte D1, D2,
D3, D4 erstrecken sich senkrecht zur Haupterstreckung des stabförmigen Lichtleiters
315.
[0045] In der hier dargestellten lichttechnischen Simulation des Strahlengangs des Lichtleitersystems
ist erkennbar, dass etwa gleich viele Lichtstrahlen den rechten und linken Duftflakon
beleuchten, was bedeutet, dass dort gleich viel Licht 600 ankommt.
[0046] Figur 7 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens 700
zum Beleuchten einer von der Aufnahme aufgenommenen Dufteinheit in einem Haushaltgerät,
wie es in der vorangegangenen Figur 1 beschrieben wurde. Das Verfahren 700 umfasst
einen Schritt 705 des Erzeugens von Licht unter Verwendung der Lichtquelle, einen
Schritt 710 des Einkoppelns des Lichts in den Lichtleiter mittels der Lichteinkopplungsfläche
und einen Schritt 715 des Auskoppelns des Lichts aus dem Lichtleiter mittels der mindestens
einen Lichtauskopplungsfläche, um die von der Aufnahme aufgenommene Dufteinheit zu
beleuchten.
1. Haushaltgerät (100) mit einer Duftfunktion, wobei das Haushaltgerät (100) folgende
Merkmale aufweist:
mindestens eine Aufnahme (200) zum Aufnehmen einer Dufteinheit (205) zum Bevorraten
von Duftstoff zum Beduften eines Innenraums des Haushaltgeräts (100);
eine Lichtquelle (320) zum Ausgeben von Licht (600); und
einen Lichtleiter (315) zum Leiten des Lichts (600), wobei der Lichtleiter (315) eine
Lichteinkopplungsfläche (407) zum Einkoppeln des Lichts (600) in den Lichtleiter (315)
aufweist und mindestens eine Lichtauskopplungsfläche (410) zum Auskoppeln des Lichts
(600) zum Beleuchten der von der Aufnahme (200) aufgenommenen Dufteinheit (205).
2. Haushaltgerät (100) gemäß Anspruch 1, wobei die mindestens eine Lichtauskopplungsfläche
(410) mit einer prismenförmigen Struktur ausgeformt ist.
3. Haushaltgerät (100) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Lichtleiter
(315) eine weitere Lichtauskopplungsfläche (415) aufweist, wobei die weitere Lichtauskopplungsfläche
(415) entlang einer Längsersteckung des Lichtleiters (315) von der Lichtauskopplungsfläche
(410) beabstandet angeordnet ist und wobei die weitere Lichtauskopplungsfläche (415)
ausgebildet ist, um das Licht (600) zum Beleuchten einer in einer weiteren Aufnahme
(300) des Haushaltgeräts (100) angeordneten weiteren Dufteinheit (305) auszukoppeln.
4. Haushaltgerät (100) gemäß Anspruch 3, wobei der Lichtleiter (315) an der Lichtauskopplungsfläche
(410) mit einem größeren Durchmesser ausgeformt ist als an der weiteren Lichtauskopplungsfläche
(415).
5. Haushaltgerät (100) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem Kollimator
(405), der zwischen der Lichtquelle (320) und der Lichteinkopplungsfläche (407) angeordnet
ist.
6. Haushaltgerät (100) gemäß Anspruch 5, wobei der Kollimator (405) eine Kollimationsfläche
(510) zum Auskoppeln des Lichts (600) aufweist, wobei die Kollimationsfläche (510)
des Kollimators (405) und die Lichteinkopplungsfläche (407) des Lichtleiters (315)
parallel zueinander angeordnet sind.
7. Haushaltgerät (100) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit mindestens einer
Filtereinheit (120) zum Filtern von in den Innenraum (107) einführbarer und/oder ausführbarer
Luft, wobei die Filtereinheit (120) mit der Aufnahme (200) zum Aufnehmen der Dufteinheit
(205) ausgeformt ist, wobei die Lichtquelle (320) außerhalb der Filtereinheit (120)
angeordnet ist und der der Lichtleiter (315) zumindest teilweise innerhalb der Filtereinheit
(120) angeordnet ist.
8. Haushaltgerät (100) gemäß Anspruch 7, mit einem Kontaktelement (330) zum Herstellen
einer Stromzufuhr zu der Lichtquelle (320), wobei das Kontaktelement (330) ausgebildet
ist, um bei einer Entnahme der Filtereinheit (120) aus dem Haushaltgerät (100) die
Stromzufuhr zu unterbrechen.
9. Haushaltgerät (100) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei eine Länge des
Lichtleiters (315) mindestens 15 cm beträgt.
10. Haushaltgerät (100) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einer innerhalb
des Innenraums angeordneten Trommel (105) zum Aufnehmen von Textilien, wobei mittels
eines Gebläses (110) Luft durch einen Luftkanal (115) in die Trommel (105) einführbar
und/oder ausführbar ist, und/oder mit einer Wärmepumpe (130) zum Temperieren des Innenraums.
11. Verfahren (700) zum Beleuchten einer von der Aufnahme (200) aufgenommenen Dufteinheit
(205) in einem Haushaltgerät (100) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei
das Verfahren (700) folgende Schritte (705, 710, 715) umfasst:
Erzeugen (705) von Licht (600) unter Verwendung der Lichtquelle (320);
Einkoppeln (710) des Lichts (600) in den Lichtleiter (315) mittels der Lichteinkopplungsfläche
(407); und
Auskoppeln (715) des Lichts (600) aus dem Lichtleiter (315) mittels der mindestens
einen Lichtauskopplungsfläche (410), um die von der Aufnahme (200) aufgenommene Dufteinheit
(205) zu beleuchten.
12. Vorrichtung (400), die ausgebildet ist, um die Schritte (705, 710, 715) des Verfahrens
(700) gemäß Anspruch 10 in entsprechenden Einheiten auszuführen.