Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Heizeinrichtung sowie
eine mit einem solchen Verfahren hergestellte Heizeinrichtung.
[0002] Aus der
EP 3197241 A1 ist eine Heizeinrichtung bekannt, welche einen metallischen Träger und mehrere darauf
aufgebrachte Heizleiter aufweist. Der metallische Träger muss vor Aufbringen des Heizleiters
elektrisch isoliert werden. Hierfür wird mittels eines Siebdruckverfahrens eine Dickschichtpaste
aufgebracht, die Glas enthält. Anschließend wird sie eingebrannt und bildet eine fertige
Isolierschicht. Auf diese Isolierschicht können dann die Heizleiter aufgebracht werden.
[0003] Dabei wird es als nachteilig angesehen, dass aufgrund der hohen notwendigen Temperaturen
sowohl für das Aufbringen der Isolierschicht als auch ein möglicherweise ähnliches
Dickschicht-Verfahren der Träger derart hohe Temperaturen aushalten muss.
Aufgabe und Lösung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Verfahren sowie
eine mit einem solchen Verfahren hergestellte Heizeinrichtung zu schaffen, mit denen
Probleme des Standes der Technik gelöst werden können und es insbesondere möglich
ist, eine gut verwendbare und einfach herstellbare Heizeinrichtung zur Verfügung zu
haben, die einen sicheren Betrieb ermöglicht.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
durch eine Heizeinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 10. Vorteilhafte sowie
bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und
werden im Folgenden näher erläutert. Dabei werden manche der Merkmale nur für das
Verfahren oder nur für die damit hergestellte Heizeinrichtung beschrieben. Sie sollen
jedoch unabhängig davon sowohl für ein solches Verfahren als auch für eine solche
Heizeinrichtung selbständig und unabhängig voneinander gelten können. Der Wortlaut
der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0006] Es ist vorgesehen, dass die Heizeinrichtung einen Träger, nämlich einen metallischen
Träger, und mindestens einen Heizleiter aufweist, der auf den Träger aufgebracht ist.
Dieser Träger wird also so bereitgestellt, dass er eine Heizleiterseite hat. Des Weiteren
wird als Material für den Träger Aluminium gewählt, welches einfach und kostengünstig
verfügbar ist sowie gerade für eine Heizeinrichtung sehr gute Wärmeleiteigenschaften
aufweist. Auf der Heizleiterseite wird eine Eloxalschicht erzeugt, und zwar direkt
auf dem Träger bzw. auf dessen Heizleiterseite. Es ist also keine weitere Schicht
dazwischen, also zwischen Träger bzw. seiner Heizleiterseite einerseits und der Eloxalschicht
andererseits, vorgesehen. Das Aufbringen der Eloxalschicht erfolgt vorteilhaft galvanisch,
wie nachfolgend noch näher erläutert werden wird. In vorteilhafter Ausgestaltung der
Erfindung kann ein galvanisches Verfahren zum Erzeugen und Aufbringen der Eloxalschicht
auf den Träger bzw. seine Heizleiterseite genutzt werden. Dazu wird der Träger mindestens
mit der Heizleiterseite in ein galvanisches Bad gebracht, welches einen Säure-Elektrolyten
aufweist. Dieser Säure-Elektrolyt kann eine relativ niedrige Temperatur aufweisen,
vorzugsweise weniger als 20°C. Ein solches Verfahren ist beispielsweise aus der
DE 10 2008 008 998 A1 bekannt, auf welche diesbezüglich explizit verwiesen wird. Durch die relativ niedrige
Temperatur kann das Entstehen der Eloxalschicht kontrolliert werden und eine besonders
hochwertige Eloxalschicht erzeugt werden.
[0007] Danach wird der mindestens eine Heizleiter über der Eloxalschicht aufgebracht, entweder
in einem Schicht-Verfahren, möglicherweise direkt auf die Eloxalschicht, oder als
separates Bauteil oder Bauelement. Vorteilhaft kann hierfür zwar auch ein Dünnschicht-Verfahren
ausgewählt werden, besonders vorteilhaft aber ein Dickschicht-Verfahren. Je nach gewähltem
Verfahren weist der Heizleiter eine entsprechende Dicke auf, im Fall eines Dickschicht-Heizleiters
sind dies 20 µm bis 200 µm. Alternativ zu einem in einem Schicht-Verfahren aufgebrachten
Heizleiter kann auch ein metallischer Heizleiter vorgesehen sein, vorteilhaft mit
zusätzlicher elektrischer Isolation zwischen Träger bzw. Eloxalschicht einerseits
und Heizleiter andererseits.
[0008] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann eine zusätzliche Isolationsschicht
auf die Eloxalschicht aufgebracht werden, um die elektrische Isolierung gegenüber
dem metallischen Träger nochmals zu verbessern. Eine solche zusätzliche Isolationsschicht
kann in einer Ausgestaltung als dünne Schicht aufgebracht werden, vorteilhaft durch
thermisches Spritzen erzeugt bzw. aufgebracht werden, und zwar direkt auf die Eloxalschicht.
Dabei wird sie vorteilhaft als Aluminiumoxid-Schicht aufgebracht. Ein mögliches Verfahren
hierfür ist aus der
DE 10 2008 026 101 A1 bekannt, auf welche diesbezüglich explizit verwiesen wird.
[0009] In einer möglichen Weiterbildung der Erfindung kann die Eloxalschicht sogar als Hart-Eloxalschicht
erzeugt werden, wofür höhere Stromdichten verwendet werden. Eine Temperatur des galvanischen
Bads kann nochmals deutlicher unter 20°C liegen, vorteilhaft zwischen 0°C und 15°C
liegen. Eine Stromdichte ist bevorzugt höher gewählt als für das Erzeugen einer normalen
Eloxalschicht, vorteilhaft mit einer Stromdichte größer als 20 mA/cm
2 oder sogar größer als 30 mA/cm
2. Derartige Stromdichten können bis zu 60 mA/cm
2 oder 80 mA/cm
2 reichen. Eine Dauer kann beispielsweise bei 30 min bis 60 min liegen. Als Säure-Elektrolyt
kann Schwefelsäure verwendet werden, das galvanische Bad kann also ein wässriges Schwefelsäurebad
sein. Die Schwefelsäure kann zu 15 Gew.-% oder 20 Gew.-% konzentriert sein. Eine solche
Hart-Eloxalschicht ist nochmals härter und stabiler als eine vorgenannte Eloxalschicht
alleine, losgelöst davon, mit welchem Verfahren sie aufgebracht worden ist.
[0010] Eine Eloxalschicht kann mit einer Dicke zwischen 20 µm und 150 µm aufgebracht werden,
vorzugsweise mit einer Dicke zwischen 40 µm und 100 µm. Vorteilhaft kann eine Dicke
der Eloxalschicht etwa 100 µm betragen. So kann auch eine ausreichende Durchschlagfestigkeit
für eine Hochspannungsprüfung erreicht werden.
[0011] Bevorzugt besteht der Träger aus einer Aluminium-Legierung, die relativ rein ist.
Vorteilhaft kann eine Legierung Al99,5 oder AlMg
3 verwendet werden.
[0012] Die Heizleiterseite kann möglicherweise, wie dies für Eloxalverfahren oder Hart-Eloxalverfahren
bekannt ist, vor einem Erzeugen der Eloxalschicht darauf durch mechanisches Bearbeiten
wie Schleifen, Sandstrahlen oder dergleichen bearbeitet worden sein. Dann können die
Hafteigenschaften der Eloxalschicht verbessert werden.
[0013] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann auf die fertige Eloxalschicht oder
auf eine vorgenannte zusätzliche Isolationsschicht auf der Eloxalschicht eine Verdickerschicht
als nochmals weitere Schicht aufgebracht werden. Es kann auch zuerst eine Verdickerschicht
auf die Eloxalschicht und darauf eine zusätzliche Isolationsschicht aufgebracht werden.
Die Verdickerschicht ist bevorzugt eine hochtemperaturfeste Verdickerschicht, die
dann eben auch den Betrieb der Heizeinrichtung per se sowie das Aufbringen und ggf.
Einbrennen des Heizleiters schadlos übersteht. Als Verdickerschicht bieten sich beispielsweise
ein Sol-Gel-Siegler, ein Glas-Siegler oder ein Aluminiumorthophosphat-Siegler an.
Diese kann vorteilhaft die elektrische Isolation der Eloxalschicht verstärken und
sie gleichzeitig versiegeln, um eine noch bessere Resistenz gegen Umwelteinflüsse
wie Korrosion, Säure, Salzwasser oder dergleichen zu erreichen. Des Weiteren kann
durch die Verdickerschicht vermieden werden, dass der Heizleiter auf eine Oberfläche
aufgebracht wird, die Aluminium enthält. Somit müssen möglicherweise geringere Anforderungen
an den Aufbau bzw. das Aufbringen des Heizleiters in einem genannten Schichtverfahren,
insbesondere in einem Dickschicht-Verfahren, erfüllt werden.
[0014] Eine genannte Verdickerschicht kann eine geringere Dicke als die Eloxalschicht selbst
aufweisen. Eine Dicke kann in einem Bereich zwischen 10 µm und 100 µm liegen. Sie
kann aus Aluminiumoxid oder aus Titandioxid bestehen, alternativ kann sie aus Chromoxid,
Zirkonoxid oder Magnesiumoxid bestehen.
[0015] Ein weiterer Vorteil der relativ niedrigeren Temperaturen beim Aufbringen der verschiedenen
Schichten besteht in einer geringeren Verwölbung des Materials des Trägers, welche
durch unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten der verschiedenen Materialien verursacht
werden kann. Gerade weil Aluminium nicht besonders fest ist, ist dies sehr vorteilhaft.
[0016] Grundsätzlich können bei der Erfindung auf einem Träger auch Heizleiter für mehrere
Heizeinrichtungen aufgebracht werden, also als Mehrfachnutzen. Nach dem Aufbringen
der Schichten bzw. der Bearbeitung kann dann der Träger in mehrere Teile für die einzelnen
mehreren Heizeinrichtungen getrennt werden. Eine übliche Trennung besteht im Trennen
mittels Laser. Es kann vorteilhaft sein, vorher die Trennstellen so zu maskieren,
dass dort überhaupt keine oder zumindest keine dicke Aluminiumoxidschicht bzw. Eloxalschicht,
Verdickerschicht oder zusätzliche Isolationsschicht vorhanden ist. Dann ist das vorgenannte
Trennen leichter.
[0017] Bevorzugt wird eine erfindungsgemäße Heizeinrichtung in eine Pumpe für ein wasserführendes
Haushaltsgerät, vorteilhaft eine Waschmaschine oder eine Geschirrspülmaschine, eingebaut
bzw. weist eine solche Pumpe eine erfindungsgemäße Heizeinrichtung auf. Alternativ
kann eine erfindungsgemäße Heizeinrichtung in einen Verdampfer bzw. Dampferzeuger
für ein Koch gerät wie beispielsweise einen Backofen oder Dampfgarer oder in ein vorgenanntes
wasserführendes Haushaltsgerät eingebaut sein.
[0018] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte und Zwischen-Überschriften beschränkt die unter
diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und werden im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Heizeinrichtung mit einer Eloxalschicht
auf einem Träger aus Aluminium, auf welchem ein Heizleiter aufgebracht ist,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung durch eine Heizeinrichtung ähnlich Fig. 1, welche die Eloxalschicht
oben auf dem Träger zeigt und eine zusätzliche Verdickerschicht zwischen Eloxalschicht
und Heizleiter,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Verfahrens zur Herstellung der Eloxalschicht in
einem galvanischen Bad,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Verfahrens zum Aufbringen einer zusätzlichen Isolationsschicht
auf die Eloxalschicht durch thermisches Spritzen und
- Fig. 5
- ein weiterer möglicher Verfahrensschritt mit dem Aufbringen einer Verdickerschicht
auf die Eloxalschicht oder auf die zusätzliche Isolationsschicht mittels einer Sprüheinrichtung.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0020] In der Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Heizeinrichtung 11 dargestellt.
Die Heizeinrichtung 11 weist einen Träger 13 auf, vorteilhaft bestehend aus einer
reinen bzw. hochreinen Aluminium-Legierung, beispielsweise Al99,5 oder AlMg
3. Der Träger 13 ist flach und rechteckig, er kann aber auch beliebige andere Form
aufweisen.
[0021] Auf den Träger 13 bzw. dessen nach oben gerichtete Heizleiterseite ist eine gestrichelt
dargestellte Eloxalschicht 16 aufgebracht, und zwar vollflächig. Sie isoliert den
Träger 13 bzw. dessen Heizleiterseite entsprechend einer elektrischen Isolationsschicht.
Auf diese Eloxalschicht 16 kann dann direkt ein Heizleiter 21 aufgebracht werden,
vorteilhaft als Dickschicht-Heizleiter in einem üblichen Verfahren, insbesondere einem
Siebdruckverfahren. Der Heizleiter 21 weist Mäanderform auf und kann mittels zweier
Kontaktfelder 22a und 22b auf bekannte Art und Weise elektrisch kontaktiert werden.
Dies entspricht ja dem bekannten Stand der Technik. Die Eloxalschicht 16 bildet also
eine ausreichende elektrische Isolation zwischen dem Heizleiter 21 und den Kontaktfeldern
22a und 22b einerseits und dem metallischen Träger 13 andererseits. Dazu kann die
Eloxalschicht eine eingangs genannte Dicke aufweisen, beispielsweise etwa 50 µm.
[0022] In der Fig. 2 ist eine Schnittdarstellung durch eine etwas abgewandelte Heizeinrichtung
111 gezeigt. Auch hier ist ein flacher Träger 113 aus einer vorgenannten Aluminium-Legierung
vorgesehen, beispielsweise mit einer Dicke von 0,5 mm bis 5 mm. Auf einer nach oben
weisenden Heizleiterseite 114 des Trägers 113 ist eine Eloxalschicht 116 als elektrische
Isolation erzeugt.
[0023] Diese Eloxalschicht 116 baut sich aber nicht nur auf der Heizleiterseite bzw. der
Oberseite des Trägers 113 auf, sondern dringt sozusagen in diese Oberseite ein mit
einer gestrichelt dargestellten Eindringtiefe 117. Diese kann einige Mikrometer dick
sein und bis zur Hälfte der Dicke der Eloxalschicht 116 betragen. Die Eloxalschicht
116 besteht aus Aluminiumoxid in bekannter Art und Weise, und bei ihrem Entstehen
wird auch das Aluminium an der Oberseite bzw. an der Heizleiterseite 114 in Aluminiumoxid
und somit in die Eloxalschicht 116 selbst umgewandelt.
[0024] Auf der Eloxalschicht 116 ist eine eingangs erläuterte Verdickerschicht 119 aufgebracht.
Vorteilhaft ist dies eine Sol-Gel-Schicht, die auch hochtemperaturfest ist wie die
Eloxalschicht 116 selbst. Sie kann auf vorgenannte Art und Weise erzeugt worden sein,
beispielsweise kann sie aus einer Mischung von Aluminiumoxid und Titandioxid bestehen,
alternativ aus Chromoxid, Zirkonoxid oder Magnesiumoxid. Ihre Dicke kann geringer
sein als diejenige der Eloxalschicht 116, beispielsweise nur halb so dick sein, also
etwa 50 µm.
[0025] Auf die Verdickerschicht 119 ist wiederum ein Heizleiter 121 aufgebracht wie zuvor
beschrieben, vorteilhaft wieder mittels eines Siebdruckverfahrens als Dickschicht-Heizleiter.
[0026] In der Fig. 3 ist dargestellt, wie auf einem rohrförmigen Träger 213 eine erfindungsgemäße
Eloxalschicht aufgebracht werden kann. Dazu wird der rohrförmige Träger 213 in einen
Behälter 24 mit einem galvanischen Bad 25 darin, vorteilhaft wässrige Schwefelsäure,
vollständig eingetaucht. Mittels einer Kühlvorrichtung 27 samt Kühlschlangen 28 kann
das galvanische Bad 25 auf vorteilhafter niedriger Temperatur gehalten werden, beispielsweise
auf 5°C konstant. Eine Spannungsquelle 31 ist einerseits mit einer Elektrode 30 im
galvanischen Bad 25 und andererseits elektrisch leitend mit dem Träger 213 verbunden.
So kann bei Anlegen einer derartigen Spannung bewirkt werden, dass eine Stromdichte
von etwa 40 mA/cm
2 bis 60 mA/cm
2 anliegt bzw. ein entsprechender Strom fließt. In einem Zeitraum von 30 min bis 60
min wächst dann eine Eloxalschicht als Hart-Eloxalschicht auf den Träger 213 auf,
in diesem Fall auf Innenseite und Außenseite bzw. überall dort, wo der Träger 213
in das galvanische Bad 25 eintaucht. Dieser Galvanisiervorgang ist bekannt und kann
leicht durchgeführt werden. Durch geeignetes Abdecken zumindest eines Teils der Oberfläche
des Trägers 213 kann dort das Entstehen einer Eloxalschicht verhindert werden.
[0027] In der Fig. 4 ist ein alternatives Verfahren dargestellt, um bei einem rechteckigen
Träger 13 entsprechend Fig. 1 bzw. auf dessen Hart-Eloxalschicht oder normaler Eloxalschicht
zusätzlich eine Isolationsschicht mittels thermischem Spritzen aufzubringen. Hierfür
ist eine Plasma-Spritzvorrichtung 33 vorgesehen, die Aluminiumoxid als Plasma 35 auf
bekannte Art und Weise auf die Heizleiterseite 14 aufbringt. Dazu kann die Plasma-Spritzvorrichtung
33 entsprechend über dem Träger 13 bewegt werden, alternativ auch der Träger 13 relativ
zur Plasma-Spritzvorrichtung 33. Das auf die Heizleiterseite 14 treffende Aluminiumoxid
des Plasmas 35 wächst dort dann als zusätzliche Isolationsschicht.
[0028] In der Fig. 5 ist dargestellt, wie entsprechend der Heizeinrichtung 111 der Fig.
2 auf eine Eloxalschicht 116 mittels einer Sprüheinrichtung 37 ein Sol-Gel-Siegler
38 aufgesprüht wird. Dieser bildet auf der Eloxalschicht 16 eine zuvor beschriebene
Verdickerschicht 119. Sie kann mögliche Poren oder Risse in der Eloxalschicht 116
füllen und somit eine sichere elektrische Isolierung des elektrisch leitfähigen Aluminium-Trägers
113 bewirken. Des Weiteren bildet sie einfach eine zusätzliche elektrisch isolierende
Schicht und verbessert somit zusätzlich die elektrische Isolation des Aluminium-Trägers
113, insbesondere gegenüber dem Heizleiter 121.
1. Verfahren zur Herstellung einer Heizeinrichtung, wobei die Heizeinrichtung einen Träger
und mindestens einen darauf aufgebrachten Heizleiter aufweist, wobei das Verfahren
die Schritte aufweist:
- Bereitstellen eines Trägers mit einer Heizleiterseite, wobei der Träger aus Aluminium
besteht,
- Erzeugen einer Eloxalschicht auf der Heizleiterseite, wobei die Eloxalschicht direkt
auf dem Träger bzw. auf dessen Heizleiterseite erzeugt wird,
- Aufbringen des mindestens einen Heizleiters über der Eloxalschicht, vorzugsweise
in einem Schicht-Verfahren.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Eloxalschicht eine zusätzliche Isolationsschicht aufgebracht wird, wobei
insbesondere die zusätzliche Isolationsschicht durch thermisches Spritzen erzeugt
und aufgebracht wird, vorzugsweise als Aluminiumoxid-Schicht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Eloxalschicht in einem galvanischen Verfahren erzeugt und aufgebracht wird und
dazu der Träger mindestens mit der Heizleiterseite in ein galvanisches Bad gebracht
wird, wobei das galvanische Bad einen Säure-Elektrolyten aufweist, wobei der Säure-Elektrolyt
eine relativ niedrige Temperatur aufweist, vorzugsweise weniger als 20°C.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eloxalschicht als Hart-Eloxalschicht mittels höherer Stromdichten erzeugt wird,
insbesondere bei niedrigen Temperaturen zwischen 0°C und 15°C des galvanischen Bades,
wobei vorzugsweise die Stromdichte größer als 20 mA/cm2 oder größer als 30 mA/cm2 ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eloxalschicht mit einer Dicke zwischen 20 µm und 150 µm aufgebracht wird, insbesondere
mit einer Dicke zwischen 40 µm und 100 µm aufgebracht wird, vorzugsweise mit einer
Dicke von etwa 50 µm.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus einer Aluminium-Legierung Al 99,5 oder AlMg3 besteht.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Eloxalschicht oder auf die zusätzliche Isolationsschicht nach Anspruch 2
eine Verdickerschicht aufgebracht wird, vorzugsweise eine hochtemperaturfeste Verdickerschicht,
die insbesondere ein Sol-Gel-Siegler oder ein Glas-Siegler oder ein Aluminiumorthophosphat-Siegler
ist, wobei die Heizleiter auf die Verdickerschicht direkt aufgebracht werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdickerschicht eine Dicke zwischen 10 µm und 100 µm aufweist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Heizleiter über der Eloxalschicht in einem Dünnschicht-Verfahren
oder in einem Dickschicht-Verfahren aufgebracht wird.
10. Heizeinrichtung mit einem Träger und mindestens einem darauf aufgebrachten Heizleiter,
wobei die Heizeinrichtung mit einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche
hergestellt worden ist, wobei die Heizeinrichtung aufweist:
- den Trägers mit einer Heizleiterseite, wobei der Träger aus Aluminium besteht,
- eine Eloxalschicht auf der Heizleiterseite, wobei die Eloxalschicht direkt auf dem
Träger bzw. dessen Heizleiterseite erzeugt ist,
- mindestens einen Heizleiter über der Eloxalschicht.
11. Heizeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Eloxalschicht eine zusätzliche Isolationsschicht aufgebracht ist, wobei vorzugsweise
die zusätzliche Isolationsschicht direkt auf die Eloxalschicht aufgebracht ist.
12. Heizeinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Isolationsschicht durch thermisches Spritzen erzeugt und aufgebracht
ist, vorzugsweise als Aluminiumoxid-Schicht.
13. Heizeinrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus einer Aluminium-Legierung Al 99,5 oder aus AlMg3 besteht.
14. Heizeinrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Eloxalschicht oder auf die zusätzliche Isolationsschicht nach Anspruch 12
eine Verdickerschicht aufgebracht ist, vorzugsweise eine hochtemperaturfeste Verdickerschicht.
15. Heizeinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizleiter direkt auf die Verdickerschicht aufgebracht sind, wobei vorzugsweise
die Verdickerschicht eine Dicke zwischen 10 µm und 100 µm aufweist.