[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verschiebevorrichtung zum Lösen von Dachplatten;
insbesondere Wellplatten aus Faserzement, die unter anderem auch mit einer unter der
Überdeckung befindlichen Montagehilfe fixiert sind.
[0002] Derzeit gibt es keine passenden Werkzeuge, die das Zurückschieben von Dachplatten
insbesondere Wellplatten aus Faserzement; übernehmen. Ziel der vorliegenden Erfindung
ist es; eine Lösung zu bieten, die ein Freidecken der zu wechselnden Dachplatte durch
den Einsatz der Verschiebevorrichtung leicht ermöglicht.
[0003] Zur Lösung des obigen Problems wird eine Verschiebevorrichtung zum Verschieben von
großflächigen Dachplatten vorgeschlagen, welche aus einen länglichen Hauptrahmen besteht,
an dessen ersten Ende sich ein Halteelement befindet und zumindest an dessen zweitem
Ende die Antriebsmöglichkeit vorhanden ist. Das Schiebeelement enthält zumindest einen
beweglichen Tisch, querliegend zum Hauptrahmen, der zur Aufnahme der zu verschiebenden
Dachplatte ausgebildet ist und entlang des Hauptrahmens in Längsrichtung mittels des
Schiebeelements verschiebbar ist.
[0004] Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden, anhand beispielhafter Ausführungsbeispiele,
beschrieben wobei auf die Figuren 1-4 Bezug genommen wird.
Fig. 1 zeigt die Verschiebevorrichtung im seitlichen Schnitt mit an den beiden Enden
in verschiedener Höhe befindlichen Lagerbockplattformen 9; an deren befestigt (z.B.
verschraubt) die Lagerböcke 11,12 positioniert sind. Die daraus erzielte; leicht abfallende
Schräge des Schiebeelements 3 und des Tisches 4 in Richtung erstes Endes 6 bildet
in Arbeitsposition, eingebracht zwischen zwei Dachplatten, insbesondere Wellplatten
aus Faserzement, einen guten Aufnahmen Winkel für die zu verschiebenden Dachplatten.
Der Schaft 18 am zweiten Ende des Hauptrahmens 1 bildet die Antriebsmöglichkeit für
die Spindel 8 (z.B. Kugelumlaufspindel). Eine Spindelschraube 17, mit Sicherungsschraube
(z.B. Wurmschraube) 20, sichert unter anderem die Spindel 8 in der vorgegebenen Position.
Weiters ist der Spindelschraube vorgesetzt und am Lagerbock 12 befestigt, (z.B. verschraubt),
ein Lagerstützdeckel, dieser sichert das Lager in Halteposition und somit die Spindel
auf Position. Am ersten Ende 6 des Hauptrahmens 1 befindet sich das Halteelement 2
und das Abstandelement 5, welches im Abstand zum Hauptrahmen 1 in Richtung des zweiten
Endes 7 positioniert ist.
Fig. 2 zeigt die Verschiebevorrichtung im seitlichen Schnitt, wobei sich der bewegliche
Tisch 4 nahe dem zweiten Ende 7 auf der Spindel 8 befindet. Auf der Spindel 8 (z.B.
Kugelumlaufspindel) sitzt das Muttergehäuse 14 an welchem ein Teil 21 (z. B. ein CNC
- Teil) befestigt (z.B. verschraubt) ist. Der bewegliche, verstellbare Tisch 4 zur
Aufnahme von Dachplatten ist an den Teil 21 (z.B. CNC-Teil) befestigt (z.B. verschraubt).
Fig. 3 zeigt die Verschiebevorrichtung im Schnitt, vom zweiten Ende 7 aus, mit dem
quer zum Hauptrahmen 1 gelegenen und beweglichen Tisch 4, welcher unterhalb, auf der
breite des Hauptrahmens 1 gelegen, an beiden Seiten befestigte (z.B. verschraubte)
Tischpendelbegrenzer 10 aufweist. Die Lagerbockplattformen 9 sind je nach Ende in
verschiedenen Höhen mit dem Hauptrahmen 1 verbunden (z.B. verschweißt). Das Abstandselement
5, welches im Abstand zum Hauptrahmen 1 am Halteelement 2 befestigt (z.B. verschweißt)
ist, weist die gleiche Form wie der Hauptrahmen 1 auf. Hauptrahmen 1, Halteelement
2 und Abstandselement 5 sind bevorzugt an die Dachplatten, insbesondere Welldachplatten,
angepasst.
Fig. 4 zeigt die Verschiebevorrichtung im Schnitt vom ersten Ende 6 aus, an dem sich
das Halteelement 2 befindet. Die Lagerbockplattform 9 ist an diesem Ende 6 tiefer
im Hauptrahmen befestigt (z.B. verschweißt). Die dadurch sich ergebende Neigung unter
anderem der Spindel 8 wie auch des Tisches 4 ist zur Aufnahme von Dachplatten, insbesondre
Wellplatten aus Faserzement, bestens geeignet.
[0005] Den technischen Merkmalen, Inhalte, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden
Erfindung werden durch die ausführliche Beschreibung und einiger bevorzugter Anwendungsmöglichkeit
dieser Verschiebevorrichtung mit den zugehörigen Figuren offensichtlich.
[0006] Die vorgeschlagene Verschiebevorrichtung dient zum Verschieben von großflächigen
Dachplatten, insbesondere Wellplatten aus Faserzement. Bestehend aus einem länglichen
Hauptrahmen 1, an dessen ersten Ende 6 sich ein Halteelement 2 befindet und zumindest
an dessen zweitem Ende 7 ein Schiebeelement 3 angebracht ist. Das Schiebeelement 3
ist entlang des Hauptrahmens 1 in Längsrichtung verschiebbar und besteht aus zumindest
einem, zum Hauptrahmen 1 quer liegenden, beweglichen Tisch 4, welcher zur Aufnahme
der zu verschiebenden Dachplatte ausgebildet ist.
[0007] Das Halteelement 2, am ersten Ende 6 des Hauptrahmens 1, ist senkrecht mit dem Hauptrahmen
1 nach unten vorstehend angebracht (z.B. verschweißt). Optional enthält das Halteelement
2 ein Abstandselement 5 mit Distanz zum Hauptrahmen 1 und in Richtung des zweiten
Endes 7 ausgestellt. Das Abstandselement 5 ist am Halteelement 2 angebracht (z.B.
verschweißt). Bevorzugt ist die Form des Hauptrahmens 1 und/oder die des Halteelement
2 und/oder die des Abstandselements 5 einer Dachplatte, insbesondere Wellplatte, angepasst.
Am ersten Ende 6 und gegebenenfalls auch am zweiten Ende 7 des Hauptrahmens 1 befindliche
Lagerbockhalterungen 9 sind zur Aufnahme des Schiebeelementes 3 vorgesehen und in
passender Position mit dem Hauptrahmen 1 fest verbunden (z.B. verschweißt). Auf einer
Spindel 8 (z.B. Kugelumlaufspindel) ist ein passendes Schiebeelement 3 (z.B. DSG 16)
mit einem Teil 21 (z.B. CNC -Teil) verbunden (z.B. verschraubt), der bewegliche verstellbare
Tisch 4 ist am Teil 21 (z.B. CNC -Teil) befestigt (z.B. verschraubt). Die am ersten
Ende 6 wie auch am zweiten Ende 7 des Hauptrahmens 1 befindlichen Lagerböcke 11, 12
lagern die Spindel 8 und sind an den Lagerbockplattformen 9 montiert (z.B. verschraubt).
Am ersten Ende 6 ist die Spindel 8 zusätzlich mit einem Nutenring 22 gesichert. Am
zweiten Ende 7 befindet sich eine Spindelschraube 17
Der vorstehende Spindel-Schaft 18, am zweiten Ende7, bildet eine Antriebsmöglichkeit
des Schiebeelementes 3, welche z.B. mittels Bohrschrauber oder manuell angetrieben
werden kann.
[0008] Wie aus der Fig.1 ersichtlich, ist das Schiebeelement 3, über die Lagerböcke 11,
12 und den Lagerbockplattformen 9 schräg abfallenden zum ersten Ende 6 hin, am Hauptrahmen
1 befestigt. Die Spindel 8 (z.B. Kugelumlaufspindele) gibt diese leichte Neigung über
das Muttergehäuse 14 an den Teil 21, an dem der Tisch 4 befestigt (z.B. verschraubt)
ist, weiter. Die gewollte Neigung ist zur Aufnahme von Dachplatten bestens angepasst.
Die Position des Tisches 4 kann durch Antreiben der Spindel 8 vom Schaft 18 aus z.B.
mittels Bohrschrauber eingestellt werden. Die Spindel 8 ist am ersten Ende 6 durch
einen Nutenring 22 und am zweiten Ende 7 durch eine Spindelschraube 17 mit Schraube
20 (z.B. Wurmschraube Iso 4026) gesichert. Weiters ist das Lager des Lagerbock 12
mit einem Lagerstützdeckel 19 befestigt (z.B. verschraubt).
[0009] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist vorgesehen, dass das am ersten Ende 6 des Hauptrahmens
1 befindliche Halteelement 2 und das optionale Abstandselement 5 zwischen zwei Dachplatten
eingebracht werden kann. Nach einer gewissen Einbringungstiefe fällt das Halteelement
2 mit dem Abstandelement 5 am Ende der Dachplatte auf den Hauptrahmen 1. Das Halteelement
2 mit dem angebrachten Abstandselement 5 hält nun die Verschiebeeinrichtung. Die obere
Dachplatte soll auf dem beweglichen Tisch 4 abgelegt werden. Nun kann auf die Antriebsmöglichkeit
18 ein Bohrschrauber oder ähnliches angebracht werden, welcher in Drehrichtung (z.B.
Linksdrehung) betrieben werden kann und das Muttergehäuse 14 mit dem Teil 21 (z.B.
ein CNC-Teil) und dadurch den beweglichen Tisch 4 in Richtung des ersten Endes 6 vorbewegt
und somit die Dachplatte, vorzugsweise eine Wellplatte aus Faserzement, so weit nach
hinten schiebt, dass der restliche Weg mit den Händen mühelos weiter zurückgeschoben
werden kann, soweit, sodass die untere Platte frei zugänglich ist und somit gewechselt
werden kann.
[0010] Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist die Form des Hauptrahmens 1 wie auch des Halteelements
2 wie auch des Abstandselements 5 der Form der Dachplatte angepasst. Der Tisch 4 ist
querliegend zum Hauptrahmen 1 fixiert. Weiters ist der Lagerstützdeckel 19 am Lagerbock
12 mittels Schrauben 15 (z.B. ISO 4762) angebracht.
[0011] Wie aus der Fig. 4 ersichtlich ist das Haltelement 2 stirnseitig nach unten vorstehend
am ersten Ende 6 angebracht. Das Abstandselement 5 ist mit einer Distanz zum Hauptrahmen
1 in Richtung des zweiten Endes 7 ausgebildet angebracht.
[0012] Wie aus der Fig. 5 ersichtlich sitzt nach dem Einbringen der Verschiebevorrichtung,
in Arbeitsposition, die obere Dachplatte auf dem beweglichen Tisch 4.
[0013] Wie aus der Fig. 6 ersichtlich, kann am zweiten Ende 7 ein Bohrschrauber direkt an
der Antriebsmöglichkeit 18 angebracht werden. Durch eine Inbetriebnahme des Bohrschraubers
(z.B. Linksdrehung) wird die Kugelumlaufspindel angetrieben und der Tisch 4 nach vorne
geschoben. In die andere Drehrichtung wird der Tisch wieder in die Ausgangsposition
gefahren.
[0014] Als Materialien werden für die Verschiebevorrichtung Edelstahl, Stahl, Eisen, Aluminium
und Hartkunststoff bevorzugt verwendet.
Referenzzeichen liste:
[0015]
- 1
- Hauptrahmen
- 2
- Haltelement
- 3
- Schiebeelement
- 4
- Tisch
- 5
- Abstandselement
- 6
- Erstes Ende (Lagebezeichnung)
- 7
- Zweites Ende (Lagebezeichnung)
- 8
- Spindel (z.B. Kugelumlaufspindel)
- 9
- Lagerbockplattform
- 10
- Pendelbegrenzer
- 11
- Lagerbock (z.B. BK 12)
- 12
- Lagerbock (z.B. BF 12)
- 13
- Schrauben (z.B. ISO 10642)
- 14
- Muttergehäuse (z.B. Kugelspindelmutter DSG 16 H)
- 15
- Schrauben (z.B. ISO 4762)
- 16
- Muttern (z.B. ISO 10511)
- 17
- Spindelmutter
- 18
- Antriebs Schaft
- 19
- Lagerstützdeckel
- 20
- Schraube (z.B. ISO 4026)
- 21
- Teil (CNC - Teil)
- 22
- Nutring
1. Verschiebevorrichtung zum Verschieben von großflächigen Dachplatten, insbesondere
Wellplatten aus Faserzement, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebevorrichtung aus einem länglichen Hauptrahmen (1) besteht, an dessen
erstem Ende (6) sich ein Halteelement (2) befindet und zumindest an dessen zweitem
Ende (7) ein Schiebeelement (3) angebracht ist, welches entlang des Hauptrahmens (1)
in Längsrichtung verschiebbar ist und einen quer zum Hauptrahmen liegenden beweglichen
Tisch (4) aufweist, welcher zur Aufnahme einer zu verschiebenden Dachplatte ausgebildet
ist.
2. Verschiebevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Schiebeelement (3) eine Spindel vorgesehen ist welche sowohl am ersten Ende (6)
und am zweiten Ende (7) des Hauptrahmens (1) gelagert ist, und am zweiten Ende (7)
des Hauptrahmens (1) antreibbar ist.
3. Verschiebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (2) stirnseitig angebracht ist und nach unten vorsteht.
4. Verschiebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Halteelement (2) ein Abstandselement (5) vorgesehen ist, welches in Richtung des
zweiten Endes (7) des Hauptrahmens (1) ausgebildet ist.
5. Verschiebevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandselement (5) vom Hauptrahmen (1) einen Abstand zur Aufnahme von überstehenden
Dachplatten, vorzugsweise Faserzement Welldachplatten, hat.
6. Verschiebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Form des Hauptrahmens und/oder die Form des Halteelements (2) und/oder die Form
des Abstandselements (5) an die Form der Dachplatten angepasst ist
7. Verschiebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Tisch (4) in Form eines Winkels, vorzugsweise eines rechten Winkels,
ausgebildet ist, wobei eine Seite des Winkels am Schiebeelement (3) fixiert ist und
die andere Seite des Winkels zum Verschieben der Dachplatte vorgesehen ist.
8. Verwendung der Verschiebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-7 zum
Verschieben von Dachplatten, insbesondere Faserzement-Wellplatten.