Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen verbesserten Fahrradhelm mit einer Mehrzahl
von Flächenelementen, welche jeweils in Ausnehmungen einer äußeren Kunststoffschale
des Fahrradhelms aufgenommen und derart ausgebildet sind, sich bei einem Aufprall
des Fahrradhelms von dem Helmkörper zu lösen, um den Kopf und den Hals des Fahrradfahrers
zu schützen.
Stand der Technik
[0002] Es ist bekannt, dass das Unfallrisiko für Fahrradfahrer im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmern
signifikant erhöht ist, wobei Kopfverletzungen die häufigste Unfallfolge sind. Während
eines Unfalls, insbesondere während eines Aufpralls, d.h. während eines Zusammenstoßes
und/oder Sturzes, können die auf den Kopf des Fahrradfahrers wirkenden Kräfte zu einer
Vielzahl von unterschiedlichsten Verletzungen des Kopfes und des Halses führen, wie
z.B. Knochenbrüche, Verletzungen der Weichteile, Gehirnerschütterung, Schädel-Hirn-Trauma,
Wirbelsäulenverletzung, Genickbruch. Derartige Verletzungen können zu schweren gesundheitlichen
Einschränkungen des verunfallten Fahrradfahrers führen, oder unter Umständen sogar
den Tod des Fahrradfahrers zur Folge haben.
[0003] Es ist bekannt, dass eine Vielzahl von unterschiedlich gefertigten Fahrradhelmen
durch Fahrradfahrer verwendet werden können, um im Falle eines Unfalles die Unfallfolgen
zu minimieren.
[0004] Herkömmliche Fahrradhelme weisen oftmals Bereiche mit einem möglichst großen Verformweg
auf, um eine Knautschzone zur Verfügung zu stellen, so dass im Falle eines Aufpralls
des Fahrradhelms die auf den Kopf des Fahrradfahrers wirkenden translatorischen Beschleunigungen
reduziert werden können.
[0005] Die Funktion eines Fahrradhelms besteht darin, die in Folge eines Aufpralls auf den
Kopf wirkenden Kräfte aufzunehmen und abzubauen, um das Verletzungsrisiko des Fahrradfahrers
zu reduzieren.
[0006] Gleichzeitig ist es gewünscht, dass Fahrradhelme ein möglichst geringes Gewicht aufweisen,
um die erhöhte Belastung auf den Wirbelsäulenansatz des Fahrradfahrers aufgrund einer
höheren Trägheit gering zu halten.
[0007] Um sowohl ein geringes Gewicht und ein hohes Dämpfungsvermögen zu ermöglichen, bestehen
herkömmliche Fahrradhelme überwiegend aus Kunststoffmaterialien.
[0008] An einer Außenseite von herkömmlichen Fahrradhelmen ist üblicherweise eine harte
äußere Kunststoffschale angeordnet, welche das Abgleiten des Fahrradhelms vom Untergrund
oder von einem Hindernis ermöglicht, und welche die eingeleitete Kraft großflächig
verteilt und ein Auseinanderbrechen des Fahrradhelms beim Aufprall verhindert.
[0009] An einer Innenseite der äußeren Kunststoffschale von herkömmlichen Fahrradhelmen
ist eine innere Dämpfungsschicht angeordnet, welche oftmals als Liner bezeichnet wird,
und welche aus einem plastisch verformbaren Material gefertigt ist. Die innere Dämpfungsschicht
absorbiert die durch die äußere Kunststoffschale eingeleiteten Kräfte durch plastische
Verformung, wodurch das Verletzungsrisiko des Kopfes des Fahrradfahrers reduziert
wird.
[0010] Um die plastische Verformbarkeit sicherzustellen, sind herkömmliche innere Dämpfungsschichten
oftmals aus polymeren Schaumstoffen gefertigt, bei denen das Polymer eine aus Zellen
geformte Matrix bildet, in welcher Gas, insbesondere Luft, eingeschlossen ist. Entsprechende
herkömmliche polymere Schaumstoffe werden durch ein Überführen des Polymers in einem
verformbaren, fließbaren Zustand, ein sich anschließendes Aufschäumen und ein sich
daran anschließendes Verfestigen hergestellt. Als Polymere werden oftmals Polystyrol
(PS), sowie die Polyolefine Polyester (PE), Polypropylen (PP) oder Polyvinylchlorid
(PVC) verwendet.
[0011] Um während der Verwendung eines Fahrradhelms einen wirksamen Luftaustausch zwischen
einem dem Kopf des Fahrradfahrers zugewandten Innenbereich des Fahrradhelms und einem
Außenbereich des Fahrradhelms sicherzustellen, weisen herkömmliche Fahrradhelme oftmals
eine Vielzahl von als Lüftungsschlitze ausgebildeten Durchbrüchen auf, welche sowohl
die äußere Kunststoffschale als auch die innere Dämpfungsschicht des Fahrradhelms
durchbrechen. Dadurch kann einer Überhitzung des Kopfes des Fahrradfahrers entgegengewirkt
werden.
[0012] Zudem weisen herkömmliche Fahrradhelme oftmals einen Verstellmechanismus auf, um
den Fahrradhelm an unterschiedliche Kopfumfänge von unterschiedlichen Fahrradfahrern
anpassen zu können.
[0013] Ferner weisen herkömmliche Fahrradhelme oftmals einen Verschluss auf, welcher den
Fahrradhelm unterhalb des Kinns des Fahrradfahrers fixiert, um bei einem Unfall einen
Kontaktverlust zwischen dem Fahrradhelm und dem Kopf des Fahrradfahrers zu verhindern.
[0014] Wenn während des Aufpralls des Fahrradhelms, die auf den Fahrradhelm einwirkenden
Kräfte jedoch nicht zentral auf den Fahrradhelm wirken, sondern beispielsweise versetzt
an dem Fahrradhelm angreifen, beispielsweise an eine Seite des Fahrradhelms, wird
unter Umständen ein auf den Fahrradhelm wirkendes Drehmoment induziert, welches zu
rotatorischen Beschleunigungen führt, die auf den Kopf des Fahrradfahrers wirken.
Entsprechende rotatorische Beschleunigung können ein Verdrehen des Kopfes des Fahrradfahrers
zur Folge haben, und zu schweren Verletzungen des Halses des Fahrradfahrers führen,
wie beispielsweise Wirbelsäulenverletzungen oder sogar Genickbruch.
[0015] Bei herkömmlichen Fahrradhelmen besteht das Problem, dass bei komplexen Unfallszenarien,
durch entsprechend auftretende rotatorische Beschleunigungen oftmals das Verletzungsrisiko
des Halses des Fahrradfahrers nicht ausreichend reduziert werden kann. Insbesondere
bei einem Zusammenstoß mit einem Kraftfahrzeug oder bei einem Sturz auf die Fahrbahn
kann ein entsprechender Fahrradunfall trotz der Verwendung eines Fahrradhelms oftmals
zu schweren Verletzungen des Halses des Fahrradfahrers führen.
[0016] Ein weiteres Problem ist, dass im Radsport, z.B. beim Rennradfahren oder beim Mountainbike-Fahren,
während eines Unfalls des Fahrradfahrers aufgrund hoher Aufprallgeschwindigkeiten,
bzw. durch Hindernisse im Sturzweg des Fahrradfahrers, trotz Verwendung eines Fahrradhelms
weiterhin ein erhöhtes Verletzungsrisiko nicht nur für den Kopf sondern auch für den
Hals des Fahrradfahrers besteht.
[0017] Die
WO 2020/245609 A1 offenbart einen Fahrradhelm mit einer Stoßabsorbierenden Schicht und einer Kunststoffschale,
welche mit der Stoßabsorbierenden Schicht durch ein Verbindungselement fest verbunden
ist.
[0021] Die
EP 3 583 863 A2 offenbart einen Helm mit einer Dämpfung bei einem rotatorischen Aufprall.
[0024] Die
EP 3 704 980 A1 offenbart anatomische Schutzelemente oder -gegenstände, z.B. einen Helm.
[0025] Die
EP 2 907 403 B1 offenbart einen Helm mit einer Schockabsorption.
[0029] Die
US 2015/0047110 A1 offenbart einen Fahrradhelm mit einer Kunststoffschale, welche Belüftungsöffnungen
aufweist, wobei innenseitig an der Kunststoffschale eine Stoß-absorbierende Schicht
angeordnet ist.
[0030] Die
US 2019/0231018 A1 offenbart einen Fahrradhelm mit einer inneren Schale und einer äußeren Schale, wobei
zwischen der inneren Schale und der äußeren Schale eine Stoß-absorbierende Schicht
angeordnet ist.
[0031] Die
DE 10 2013 018 345 A1 offenbart eine Verstärkungsstruktur eines Fahrradhelms und deren Herstellungsverfahren,
wobei die Verstärkungsstruktur eine Helmschale aus Dämpfungsmaterial und einen Strukturkörper
umfasst.
[0032] Die
DE 10 2015 101 194 U1 offenbart einen Fahrradhelm umfassend eine Außenschale mit einem Kern aus einem Schaumstoff.
[0033] Die
EP 2 804 500 B1 offenbart einen Schutzhelm mit einer Außenschale, einer Innenlage, und einer zwischen
der Außenschale und der Innenlage angebrachten Funktions- und/oder Dekorlage.
[0034] Die
DE 10 2007 006 860 A1 offenbart eine schützende Kopfbedeckung für insbesondere Radfahrer, mit einer aus
zueinander beabstandeten Versteifungen gebildeten Schutzstruktur.
[0035] Die
EP 0 612 843 A1 offenbart einen Fahrradsturzhelm aus geblasenem Kunststoff, in welchem Durchbrüche
realisiert sind.
[0036] Die
DE 10 2011 110 992 A1 offenbart einen Fahrradhelm mit einer energieaufnehmenden Schicht, die während eines
Aufpralls als Aufpralldämpfer wirkt, und einer äußeren Schale, die außerhalb der energieaufnehmenden
Schicht angeordnet ist.
[0037] Die
EP 3 000 341 A1 offenbart einen Schutzhelm umfassend eine im Raum gekrümmte Außenkontur und eine
ebenfalls im Raum gekrümmte Innenkontur sowie zwischen der Außenkontur und der Innenkontur
verlaufende, den Schutzhelm aussteifende stegartige Elemente.
[0038] Die
DE 198 45 916 A1 offenbart offenporige zu Einsätzen geformte Metallschwämme, welche in Helmen und
auf Prallflächen, welche in Schutzkleidung von Motorradfahrern eingesetzt wird, und
ein nicht elastisch deformierbares Prallelement bilden, welches Stöße absorbiert.
[0039] Die
DE 10 2017 108 038 A1 offenbart einen verstellbaren Dämpfungseinsatz für einen Schutzhelm mit einer Dämpfungslage,
die eine Mehrzahl von Dämpfungselementen aufweist.
[0040] Die
DE 20 2016 100 235 U1 offenbart einen Schutzhelm mit einer Helmschale und mit einer in der Helmschale angeordneten
Dämpfungslage, die eine Mehrzahl von Dämpfungselementen aufweist.
[0041] Die
DE 10 2014 110 480 A1 offenbart einen Fahrradhelm umfassend einen stoßabsorbierenden Helmkörper und eine
Außenschale für den Helmkörper, wobei die Außenschale aus Acrylnitril-Butadien-Styrol
(ABS) gefertigt ist und wobei sich mehrere Belüftungsöffnungen durch die Außenschale
und durch den Helmkörper hindurch erstrecken.
[0042] Die
EP 2 296 500 B1 offenbart einen Sturzhelm bestehend aus einer dünnen und harten Außenschale und einer
dicken und weichen Innenschale, mit wenigstens einer Öffnung in der Innenschale und
der Außenschale.
Offenlegung der Erfindung
[0043] Die vorliegende Erfindung stellt sich zur Aufgabe, einen Fahrradhelm zu schaffen,
welcher einen vorteilhaften Schutz für den Kopf und den Hals eines Fahrradfahrers
bei einem Unfall sicherstellt.
[0044] Die Aufgabe der Erfindung wird durch einen Fahrradhelm nach Anspruch 1 gelöst. Die
abhängigen Ansprüche beanspruchen bevorzugte Ausführungsformen.
[0045] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst der erfindungsgemäße
Fahrradhelm für einen Fahrradfahrer einen Helmkörper, wobei der Helmkörper eine innere
Dämpfungsschicht aufweist, und wobei der Helmkörper eine äußere Kunststoffschale aufweist,
welche mit der inneren Dämpfungsschicht verbunden ist, wobei in einer der inneren
Dämpfungsschicht abgewandten Schalenaußenseite der äußeren Kunststoffschale eine Mehrzahl
von Ausnehmungen geformt ist, wobei der Helmkörper eine Mehrzahl von Flächenelementen
aufweist, welche jeweils in den Ausnehmungen lösbar aufgenommen und ausgebildet sind,
sich bei einem Aufprall des Fahrradhelms von dem Helmkörper zu lösen, um den Kopf
und den Hals des Fahrradfahrers zu schützen.
[0046] Der erfindungsgemäße Fahrradhelm hat den Vorteil, dass während eines Aufpralls des
Fahrradfahrers nicht nur auf den Kopf des Fahrradfahrers wirkende Kräfte, sondern
auch auf den Hals des Fahrradfahrers wirkende Kräfte deutlich reduziert werden können,
so dass die Wahrscheinlichkeit für Verletzungen des Kopfes, bzw. des Halses des Fahrradfahrers
deutlich reduziert werden kann.
[0047] Während die innere Dämpfungsschicht und die äußere Kunststoffschale den Kopf des
Fahrradfahrers wirksam vor translatorischen Beschleunigungen schützen, bewirken die
in den Ausnehmungen der äußeren Kunststoffschale lösbar aufgenommenen Flächenelemente
einen besonders wirksamen Schutz des Kopfes und des Halses des Fahrradfahrers vor
rotatorischen Beschleunigungen und Drehmomenten.
[0048] Die äußere Kunststoffschale des Helmkörpers dient der flächigen Kräfteverteilung
und verhindert ein Auseinanderbrechen der inneren Dämpfungsschicht, insbesondere Liner,
des Helmkörpers. Die innere Dämpfungsschicht des Helmkörpers, welche aus einem plastisch
verformbaren Material geformt ist, absorbiert die durch die äußere Kunststoffschale
eingeleiteten Kräfte durch plastische Verformung, wodurch das Verletzungsrisiko des
Kopfes des Fahrradfahrers vorteilhaft reduziert wird. Hierbei ist die innere Dämpfungsschicht
insbesondere auf einer dem Kopf des Fahrradfahrers zugewandten Innenseite der äußeren
Kunststoffschale angeordnet. Insbesondere wird bei einer Krafteinwirkung auf den Fahrradhelm
während eines Aufpralls die innere Dämpfungsschicht komprimiert, um ein wirksames
Ausgleichen von auf den Fahrradhelm wirkenden Kraftspitzen sicherzustellen.
[0049] Die in den Ausnehmungen der äußeren Kunststoffschale lösbar aufgenommenen Flächenelemente
stellen einen besonders wirksamen Schutz des Kopfes und des Halses vor rotatorischen
Beschleunigungen und Drehmomenten sicher.
[0050] In einem normalen Betriebszustand des Fahrradhelms, beispielsweise während einer
normalen Fahrradfahrt, stellen die in den Ausnehmungen aufgenommenen Flächenelemente
einen strukturell einheitlichen Helmköper sicher.
[0051] Im Falle eines Aufpralls des Fahrradhelms wirken Druckimpulse auf den Helmkörper
des Fahrradhelms, wobei die entsprechenden Druckimpulse hierbei nicht nur zentral
auf den Helmkörper wirken, sondern auch seitlich versetzt und dadurch ein Drehmoment
des Fahrradhelms induzieren und eine rotatorische Beschleunigung des Kopfes und des
Halses des Fahrradfahrers bewirken. In diesem Fall löst sich die lösbare Verbindung
zwischen den Flächenelementen und den Ausnehmungen, so dass die Flächenelemente aufgrund
der rotatorische Beschleunigung von dem Helmkörper weggeschleudert werden, und dadurch
einen Teil der auf den Kopf und auf den Hals des Fahrradfahrers wirkenden rotatorischen
Beschleunigung aufnehmen und dadurch von dem Helmkörper ableiten. Somit wird dadurch
der Gesamtbetrag der auf den Kopf und Hals des Fahrradfahrers wirkenden rotatorische
Beschleunigung deutlich reduziert, so dass schwere Verletzungen des Kopfes und des
Halses des Fahrradfahrers vermieden werden können, bzw. das Ausmaß der Verletzungen
des Kopfes und des Halses des Fahrradfahrers deutlich reduziert werden kann.
[0052] Insbesondere sind die Ausnehmungen als Durchbrüche geformt, welche die äußere Kunststoffschale
vollständig durchbrechen. Alternativ sind die Ausnehmungen lediglich als Vertiefungen
in der Schalenaußenseite der äußeren Kunststoffschale geformt, welche die äußere Kunststoffschale
nicht vollständig durchbrechen.
[0053] Insbesondere ist in jeder Ausnehmung der Mehrzahl von Ausnehmungen jeweils ein einziges
Flächenelement der Mehrzahl von Flächenelementen lösbar aufgenommen. Alternativ sind
insbesondere in jeder Ausnehmung der Mehrzahl von Ausnehmungen jeweils eine Mehrzahl
von Flächenelementen lösbar aufgenommen.
[0054] Insbesondere ist die innere Dämpfungsschicht mit der äußeren Kunststoffschale unlösbar
verbunden, so dass die innere Dämpfungsschicht nicht von der äußeren Kunststoffschale
entfernt werden kann. Alternativ ist insbesondere die innere Dämpfungsschicht mit
der äußeren Kunststoffschale zumindest abschnittweise, insbesondere vollständig, lösbar
verbunden, so dass die innere Dämpfungsschicht zumindest bereichsweise, insbesondere
vollständig von der äußeren Kunststoffschale entfernt werden kann.
[0055] In einer Ausführungsform weist der Helmkörper einen Nackenbereich auf, welcher ausgebildet
ist, an einem Nacken des Fahrradfahrers anzuliegen, weist der Helmkörper einen ersten
Seitenbereich, insbesondere ersten Schläfenbereich, auf, welcher ausgebildet ist,
an einer linken Kopfseite, insbesondere an einer linken Schläfe, des Fahrradfahrers
anzuliegen, weist der Helmkörper einen zweiten Seitenbereich, insbesondere zweiten
Schläfenbereich, auf, welcher ausgebildet ist, an einer rechten Kopfseite, insbesondere
an einer rechten Schläfe, des Fahrradfahrers anzuliegen, und weist der Helmkörper
einen Oberbereich auf, welcher ausgebildet ist, an einer Kopfoberseite des Fahrradfahrers
anzuliegen, wobei die in der Schalenaußenseite der äußeren Kunststoffschale geformten
Ausnehmungen in dem Nackenbereich, in dem ersten Seitenbereich, in dem zweiten Seitenbereich
und/oder in dem Oberbereich des Helmkörpers angeordnet sind, und wobei die in den
Ausnehmungen jeweils lösbar aufgenommenen Flächenelemente in dem Nackenbereich, in
dem ersten Seitenbereich, in dem zweiten Seitenbereich und/oder in dem Oberbereich
des Helmkörpers angeordnet sind.
[0056] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass die in den Ausnehmungen aufgenommenen
Flächenelemente die entsprechenden relevanten Bereiche des Helmkörpers wirksam abdecken.
[0057] Somit kann sichergestellt werden, dass bei aus unterschiedlichen Richtungen auf den
Helmkörper einwirkenden Druckimpulsen sichergestellt wird, dass sich in allen Fällen
die entsprechenden Flächenelemente aus der Ausnehmung lösen und dadurch die auf den
Kopf und auf den Hals des Fahrradfahrers wirkende rotatorische Beschleunigung und
Drehmomente wirksam reduzieren.
[0058] Wenn beispielsweise ein Druckimpuls auf den ersten Seitenbereich des Helmkörpers
wirkt, löst sich das Flächenelement aus dem ersten Seitenbereich des Helmkörpers und
wird weggeschleudert.
[0059] Ist der erste Seitenbereich und/oder zweite Seitenbereich des Helmkörpers insbesondere
als ein erster Schläfenbereich und/oder zweiter Schläfenbereich des Helmkörpers ausgebildet
schützt der entsprechende erste und/oder zweite Schläfenbereich nicht nur die jeweilige
Seite des Kopfes, sondern auch die jeweilige Schläfe des Kopfes, so dass sich der
entsprechende erste und/oder zweite Schläfenbereich im Vergleich zum entsprechenden
ersten und/oder zweiten Seitenbereich entlang der jeweiligen Kopfseite des Fahrradfahrers
weiter nach unten erstreckt.
[0060] In einer Ausführungsform umfassen die Flächenelemente ein erstes Nackenflächenelement,
welches in einer in dem Nackenbereich des Helmkörpers angeordneten Nackenausnehmung
lösbar aufgenommen ist, und/oder umfassen die Flächenelemente ein zweites Hinterkopfflächenelement,
welches in einer zwischen dem Nackenbereich und dem Oberbereich des Helmkörpers angeordneten
Hinterkopfausnehmung lösbar aufgenommen ist, und/oder umfassen die Flächenelemente
ein erstes Seitenflächenelement, insbesondere erstes Schläfenflächenelement, welches
in einer in dem ersten Seitenbereich, insbesondere in dem ersten Schläfenbereich,
des Helmkörpers angeordneten ersten Seitenausnehmung, insbesondere ersten Schläfenausnehmung,
lösbar aufgenommen ist, und/oder umfassen die Flächenelemente ein zweites Seitenflächenelement,
insbesondere ein zweites Schläfenflächenelement, welches in einer in dem zweiten Seitenbereich,
insbesondere in dem zweiten Schläfenbereich, des Helmkörpers angeordneten zweiten
Seitenausnehmung, insbesondere zweiten Schläfenausnehmung, lösbar aufgenommen ist,
wobei das erste Seitenflächenelement und das zweite Seitenflächenelement insbesondere
symmetrisch zueinander geformt sind, und/oder umfassen die Flächenelemente ein erstes
Oberbereichsflächenelement, welches in einer in dem Oberbereich des Helmkörpers angeordneten
ersten Oberbereichsausnehmung lösbar aufgenommen ist, und/oder umfassen die Flächenelemente
ein zweites Oberbereichsflächenelement, welches in einer in dem Oberbereich des Helmkörpers
angeordneten zweiten Oberbereichsausnehmung lösbar aufgenommen ist, und/oder umfassen
die Flächenelemente ein dritten Oberbereichsflächenelement, welches in einer in dem
Oberbereich des Helmkörpers angeordneten dritten Oberbereichsausnehmung lösbar aufgenommen
ist, wobei das zweite Oberbereichsflächenelement und das dritte Oberbereichsflächenelement
insbesondere symmetrisch zueinander geformt sind.
[0061] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass die in den Ausnehmungen aufgenommenen
Flächenelemente die entsprechenden relevanten Bereiche des Helmkörpers wirksam abdecken,
um somit auf den Kopf und auf den Hals des Fahrradfahrers wirkende rotatorische Beschleunigungen
und Drehmomente wirksam reduzieren zu können.
[0062] Insbesondere kann das erste Nackenflächenelement und das zweite Hinterkopfflächenelement
bei einem Aufprall der Hinterseite des Helmkörpers nach hinten weggeschleudert werden.
Insbesondere kann das erste und/oder zweite Seitenflächenelement bei einem Aufprall
der Seite des Helmkörpers in die entsprechende Richtung seitlich weggeschleudert werden.
Insbesondere kann das erste, zweite, und/oder dritte Oberbereichsflächenelement bei
einem Aufprall auf den Oberbereich des Helmkörpers nach oben weggeschleudert werden.
[0063] In einer Ausführungsform weist zumindest ein Flächenelement der Mehrzahl von Flächenelementen
zumindest einen Belüftungsdurchbruch auf, wobei insbesondere das erste Oberbereichsflächenelement
zumindest einen Belüftungsdurchbruch aufweist, und/oder wobei insbesondere das zweite
Oberbereichsflächenelement einen Belüftungsdurchbruch aufweist, und/oder wobei insbesondere
das dritte Oberbereichsflächenelement einen Belüftungsdurchbruch aufweist.
[0064] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass die Belüftungsdurchbrüche der
Flächenelemente eine wirksame Belüftung des Kopfes des Fahrradfahrers zulassen, um
eine wirksame Abführung von Wärme von dem Kopf des Fahrradfahrers an einen Außenbereich
des Fahrradhelms zu ermöglichen.
[0065] Insbesondere sind die Belüftungsdurchbrüche in dem ersten, zweiten, und/oder dritten
Oberbereichsflächenelement an einer Oberseite des Helmkörpers geformt, um eine besonders
wirksame Wärmabfuhr von dem Kopf des Fahrradfahrers sicherzustellen.
[0066] Insbesondere weist das erste Oberbereichsflächenelement vier Belüftungsdurchbrüche
auf. Insbesondere weist das zweite Oberbereichsflächenelement einen einzigen Belüftungsdurchbruch
auf. Insbesondere weist das dritte Oberbereichsflächenelement einen einzigen Belüftungsdurchbruch
auf.
[0067] In einer Ausführungsform weist die äußere Kunststoffschale eine Mehrzahl von weiteren
Belüftungsdurchbrüchen auf, wobei insbesondere zumindest ein erster weiterer Belüftungsdurchbruch
zwischen dem ersten Nackenflächenelement und dem zweiten Nackenflächenelement in dem
Nackenbereich des Helmkörpers geformt ist, und/oder wobei insbesondere ein zweiter
weiterer Belüftungsdurchbruch zwischen dem ersten Nackenflächenelement und dem ersten
Seitenflächenelement in dem Nackenbereich des Helmkörpers geformt ist, und/oder wobei
insbesondere ein dritter weiterer Belüftungsdurchbruch zwischen dem ersten Nackenflächenelement
und dem zweiten Seitenflächenelement in dem Nackenbereich des Helmkörpers geformt
ist, und/oder wobei insbesondere ein vierter weiterer Belüftungsdurchbruch zwischen
dem ersten Seitenflächenelement und dem zweiten Oberseitenflächenelement in dem ersten
Seitenbereich des Helmkörpers geformt ist, und/oder wobei insbesondere ein fünfter
weiterer Belüftungsdurchbruch zwischen dem zweiten Seitenflächenelement und dem dritten
Oberseitenflächenelement in dem zweiten Seitenbereich des Helmkörpers geformt ist,
wobei insbesondere zumindest ein sechster weiterer Belüftungsdurchbruch fluchtend
zu zumindest einem Belüftungsdurchbruch des ersten Oberbereichsflächenelements geformt
ist, und/oder wobei insbesondere zumindest ein siebter weiterer Belüftungsdurchbruch
fluchtend zu einem Belüftungsdurchbruch des zweiten Oberbereichsflächenelements geformt
ist, und/oder wobei insbesondere zumindest ein achter weiterer Belüftungsdurchbruch
fluchtend zu einem Belüftungsdurchbruch des dritten Oberbereichsflächenelements geformt
ist.
[0068] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass die in der äußeren Kunststoffschale
geformten weiteren Belüftungsdurchbrüche alternativ oder zusätzlich zu den in den
Flächenelementen geformten Belüftungsdurchbrüchen eine wirksame Belüftung des Kopfes
des Fahrradfahrers ermöglichen.
[0069] Hierbei umfasst insbesondere der zumindest eine erste weitere Belüftungsdurchbruch
zwei erste weitere Belüftungsdurchbrüche. Hierbei umfasst insbesondere der zumindest
eine sechste weitere Belüftungsdurchbruch vier sechste weitere Belüftungsdurchbrüche.
[0070] In einer Ausführungsform sind die jeweils in den Ausnehmungen lösbar aufgenommenen
Flächenelemente durch Verbindungselemente mit der äußeren Kunststoffschale und/oder
mit der inneren Dämpfungsschicht lösbar verbunden, wobei insbesondere die Verbindungselemente
mit den Flächenelementen unlösbar oder lösbar verbunden sind.
[0071] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass die Verbindungselemente einerseits
im normalen Betriebszustand des Fahrradhelms eine wirksame verliersichere Aufnahme
der Flächenelemente in den Ausnehmungen sicherstellen, und die Verbindungselemente
andererseits im Falle eines Aufpralls sicherstellen, dass sich die Flächenelemente
von der äußeren Kunststoffschale und/oder von der inneren Dämpfungsschicht lösen können.
[0072] Insbesondere sind die Verbindungselemente mit den Flächenelementen unlösbar verbunden,
so dass wenn sich die Flächenelemente von der äußeren Kunststoffschale und/oder der
inneren Dämpfungsschicht lösen und weggeschleudert werden, wobei die Verbindungselemente
als Teil der Flächenelemente sich ebenfalls lösen und zusammen mit den Flächenelementen
weggeschleudert werden. Insbesondere sind die Verbindungselemente mit den Flächenelementen
einstückig geformt oder sind die Verbindungselemente mit den Flächenelementen stoffschlüssig,
insbesondere durch eine Klebeverbindung oder eine Schweißverbindung, unlösbar verbunden.
[0073] Alternativ ist jedoch möglich, dass die Verbindungselemente mit den Flächenelementen
lösbar verbunden sind, so dass sich das jeweilige Verbindungselement im Falle eines
Aufpralls des Helmkörpers von dem jeweiligen Flächenelement lösen kann, so dass in
diesem Fall das jeweilige Flächenelement und das jeweilige Verbindungselement separat
voneinander weggeschleudert werden. Hierbei kann die lösbare Verbindung zwischen dem
jeweiligen Verbindungselement mit dem jeweiligen Flächenelement insbesondere durch
eine Solllösestelle, insbesondere Sollbruchstelle, des jeweiligen Verbindungselements
realisiert sein.
[0074] Insbesondere sind die Verbindungselemente mit der äußeren Kunststoffschale und mit
der inneren Dämpfungsschicht lösbar verbunden, so dass sich im Falle eines Aufpralls
des Fahrradhelms sowohl die Verbindung zwischen dem jeweiligen Verbindungselement
und der äußeren Kunststoffschale als auch die Verbindung zwischen dem jeweiligen Verbindungselement
und der inneren Dämpfungsschicht löst, um das jeweilige Flächenelement von dem Helmkörper
zu lösen.
[0075] Insbesondere sind die Verbindungselemente nur mit der äußeren Kunststoffschale lösbar
verbunden, so dass sich im Falle eines Aufpralls des Fahrradhelms lediglich die Verbindung
zwischen dem jeweiligen Verbindungselement und der äußeren Kunststoffschale löst,
um das jeweilige Flächenelement von dem Helmkörper zu lösen.
[0076] Insbesondere sind die Verbindungselemente nur mit der inneren Dämpfungsschicht lösbar
verbunden, so dass sich im Falle eines Aufpralls des Fahrradhelms nur die Verbindung
zwischen dem jeweiligen Verbindungselement und der inneren Dämpfungsschicht löst,
um das jeweilige Flächenelement von dem Helmkörper zu lösen.
[0077] In einer Ausführungsform sind die Verbindungselemente an einer der inneren Dämpfungsschicht
zugewandten Elementunterseite der Flächenelemente angeordnet und mit einer den Flächenelementen
zugewandten Schichtoberseite der inneren Dämpfungsschicht lösbar verbunden.
[0078] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass eine wirksame lösbare Verbindung
zwischen den Flächenelementen und der inneren Dämpfungsschicht erhalten werden kann.
[0079] In einer Ausführungsform ist in der Schichtoberseite der inneren Dämpfungsschicht
eine Mehrzahl von Elementaufnahmen angeordnet, in welche jeweils ein Verbindungselement
lösbar eingreift, wobei die Verbindungselemente insbesondere verformbare Vorsprungselemente,
Verbindungsschrauben, Verbindungsknöpfe, Verbindungstifte und/oder Verbindungsbolzen
umfassen, welche in die jeweiligen Elementaufnahmen lösbar eingreifen.
[0080] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch das jeweilige Eingreifen
von einem Verbindungselement in die jeweilige Elementaufnahme eine wirksame lösbare
Befestigung des jeweiligen Flächenelements an der inneren Dämpfungsschicht erreicht
werden kann.
[0081] Die Verbindungselemente können verformbare Vorsprungselemente umfassen, welche insbesondere
aus einem Elastomer geformt sind, so dass sich die verformbaren Vorsprungselemente
beim Einführen in die Elementaufnahmen verformen und im eingeführten Zustand die Wand
der Elementaufnahmen mit einer Kraft beaufschlagen, um eine wirksame Befestigung sicherzustellen,
wobei im Falle eines Aufpralles durch den auf das verformbare Vorsprungselement ausgeübten
Druckimpuls die verformbaren Vorsprünge im eingeführten Zustand erneut verformen und
aus den Elementaufnahmen gleiten, um ein Lösen der lösbaren Verbindung zu erreichen.
[0082] Die Verbindungselemente können Verbindungschrauben umfassen, welche in den Elementaufnahmen
aufgenommen werden. Die entsprechenden Verbindungschrauben weisen hierbei insbesondere
jeweils einen Schraubenkopf und einen mit dem Schraubenkopf verbundenen Schraubenschaft
auf, wobei der jeweilige Schraubenschaft in der jeweiligen Elementaufnahme der inneren
Dämpfungsschicht aufgenommen ist. Insbesondere weisen die entsprechenden Elementaufnahmen
jeweils ein Schraubinnengewinde auf, und weisen die jeweiligen Schraubenschäfte der
jeweiligen Verbindungsschrauben jeweils ein Schraubaußengewinde auf, welches in das
jeweilige Schraubinnengewinde eingeschraubt ist, um die Verbindungsschraube an der
inneren Dämpfungsschicht zu befestigen.
[0083] Hierbei kann ein Lösen der jeweiligen Verbindungschraube von der inneren Dämpfungsschicht
bei einem Aufprall insbesondere dadurch erreicht werden, dass der jeweilige Schraubenschaft
der jeweiligen Verbindungsschraube bricht, insbesondere an einer Verbindungsstelle
zwischen dem jeweiligen Schraubenkopf und dem Schraubkopf. Insbesondere weist der
Schraubenschaft hierbei eine Sollbruchstelle auf, um einen gezielten Bruch des Schraubenschafts
bei einem Aufprall zu bewirken und ein wirksames Lösen der Verbindungsschraube sicherzustellen.
[0084] Die Verbindungselemente können auch Verbindungknöpfe umfassen, welche in den Elementaufnahmen
aufgenommen werden. Die Verbindungsknöpfe weisen hierbei insbesondere einen Druckknopf
auf, welche an der entsprechenden Elementaufnahme durch das Ausüben eines Drucks auf
den jeweiligen Druckknopf befestigt werden kann.
[0085] Die Verbindungselemente können Verbindungstifte und/oder Verbindungsbolzen umfassen,
welche in den Elementaufnahmen aufgenommen werden. Die Verbindungstifte und/oder Verbindungsbolzen
können hierbei insbesondere zumindest ein Widerhaken aufweisen, welcher insbesondere
aus einem Elastomer besteht, und welcher die Elementaufnahme derart lösbar hintergreift,
dass bei einem auf die Flächenelemente wirkenden Druckimpuls der Widerhaken insbesondere
eingeklappt wird, um die Flächenelemente von dem Helmkörper zu lösen.
[0086] In einer Ausführungsform ist an der Schichtoberseite der inneren Dämpfungsschicht
eine Mehrzahl von ersten Noppenelementen angeordnet, und umfassen die an der Elementunterseite
der Flächenelemente angeordneten Verbindungselemente eine Mehrzahl von zweiten Noppenelementen,
wobei sich die ersten und zweiten Noppelemente wechselseitig hintergreifen, um die
lösbare Verbindung zwischen den Flächenelementen und der inneren Dämpfungsschicht
bereitzustellen.
[0087] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch das wechselseitige Hintergreifen
der Noppenelemente im normalen Betriebszustand des Fahrradhelms einerseits eine ausreichend
stabile Befestigung der Flächenelemente an der inneren Dämpfungsschicht erreicht werden
kann, und dass andererseits bei auf den Helmkörper wirkenden Druckimpulsen die Verbindung
zwischen den ersten Noppenelementen und den zweiten Noppenelementen wieder gelöst
werden kann, um ein wirksames Lösen der Flächenelemente von dem Helmkörper sicherzustellen.
[0088] In einer Ausführungsform weisen die ersten und zweiten Noppenelemente jeweils einen
Schaft auf, wobei an einem jeweiligen Schaftende des jeweiligen Schafts jeweils ein
Kopf, insbesondere ein halbkugelförmiger Kopf, angeordnet ist, wobei die Köpfe der
ersten Noppenelemente die Köpfe der zweiten Noppenelemente wechselseitig hintergreifen.
[0089] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch das wechselseitige Hintergreifen
der jeweiligen Köpfe der ersten Noppenelemente und der zweiten Noppenelemente eine
wirksame Befestigung der Flächenelemente an dem Helmkörper sichergestellt werden kann.
[0090] In einer Ausführungsform weisen die Verbindungselemente jeweils eine Solllösestelle
auf, welche ausgebildet ist, die lösbare Verbindung zwischen den Flächenelementen
und der äußeren Kunststoffschale und/oder der inneren Dämpfungsschicht zu lösen, wobei
die jeweilige Solllösestelle insbesondere ausgebildet ist, die lösbare Verbindung
zwischen den Flächenelementen und der äußeren Kunststoffschale und/oder der inneren
Dämpfungsschicht zu lösen, wenn auf das jeweilige Flächenelement ein Druckimpuls ausgeübt
wird.
[0091] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch die jeweilige Solllösestelle
des jeweiligen Verbindungselements sichergestellt werden kann, dass sich das jeweilige
Flächenelement wirksam von der äußeren Kunststoffschale und/oder von der inneren Dämpfungsschicht
lösen kann, insbesondere im Falle eines Aufpralls des Fahrradhelms, wobei durch den
Aufprall auf das jeweilige Flächenelement ein Druckimpuls ausgeübt wird.
[0092] Insbesondere ist die jeweilige Solllösestelle als eine Sollbruchstelle des Verbindungselements
ausgebildet, welche einen Bruch des Verbindungselements bewirkt, wenn der auf das
jeweilige Flächenelement ausgeübte Druckimpuls einen Druckimpulsschwellenwert überschreitet.
[0093] Alternativ bewirkt insbesondere die jeweilige Solllösestelle lediglich ein Lösen
des Verbindungselements von der äußeren Kunststoffschale und/oder von der inneren
Dämpfungsschicht, wenn der auf das jeweilige Flächenelement ausgeübte Druckimpuls
einen Druckimpulsschwellenwert überschreitet, so dass in diesem Fall das Verbindungselement
nicht beschädigt wird, und daher die entsprechenden Verbindungselemente zusammen mit
den Flächenelementen wiederverwendet werden können.
[0094] In einer Ausführungsform sind in der äußeren Kunststoffschale und/oder in der inneren
Dämpfungsschicht eine Mehrzahl von Hinterschneidungen geformt, welche mit den Ausnehmungen
verbunden sind, wobei die jeweils in den Ausnehmungen lösbar aufgenommenen Flächenelemente
Vorsprünge, insbesondere Lippen, aufweisen, welche in den Hinterschneidungen lösbar
aufgenommen sind.
[0095] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch das lösbare Aufnehmen, insbesondere
lösbare Eingreifen der Vorsprünge, insbesondere der Lippen, der Flächenelemente in
die Hinterschneidungen der äußeren Kunststoffschale und/oder der inneren Dämpfungsschicht
alternativ oder zusätzlich zu der Verwendung der Verbindungselemente eine wirksame
lösbare Befestigung der Flächenelemente an dem Helmkörper erreicht werden kann.
[0096] Hierbei können die Hinterschneidungen insbesondere ausschließlich in der äußeren
Kunststoffschale geformt sein, so dass die Vorsprünge der Flächenelemente ausschließlich
in die äußere Kunststoffschale eingreifen.
[0097] Alternativ können die Hinterschneidungen insbesondere ausschließlich in der inneren
Dämpfungsschicht geformt sein, so dass die Vorsprünge der Flächenelemente ausschließlich
in die innere Dämpfungsschicht eingreifen.
[0098] Zusätzlich können die Hinterschneidungen sowohl in der äußeren Kunststoffschale als
auch in der inneren Dämpfungsschicht geformt sein, so dass die Vorsprünge der Flächenelemente
sowohl in die äußere Kunststoffschale als auch in die innere Dämpfungsschicht eingreifen.
In diesem Fall können die Hinterschneidungen insbesondere zumindest eine erste in
der äußeren Kunststoffschale geformte Hinterschneidung umfassen, in welche zumindest
ein erster Vorsprung des Flächenelements eingreift, und können die Hinterschneidungen
insbesondere zumindest eine zweite in der inneren Dämpfungsschicht geformte Hinterschneidung
umfassen, in welche zumindest ein zweiter Vorsprung des Flächenelements eingreift.
[0099] Insbesondere weisen die Hinterschneidungen jeweils eine erste Kontur auf, welche
mit einer jeweiligen zweiten Kontur des in der jeweiligen Hinterschneidung aufgenommenen
Vorsprungs wechselwirkt, um eine Aufnahme des jeweiligen Flächenelements in der jeweiligen
Hinterschneidung sicherzustellen. Insbesondere wird durch einen Druckimpuls entlang
einer vorbestimmten Richtung die Wechselwirkung zwischen der ersten und zweiten Kontur
aufgehoben, um ein Lösen des jeweiligen Vorsprungs aus der Hinterschneidung sicherzustellen.
[0100] Ist zumindest eine der Hinterschneidungen hierbei insbesondere in der inneren Dämpfungsschicht
geformt schließt die entsprechende zweiten Kontur der entsprechenden zumindest einen
Hinterschneidung insbesondere mit der ersten Kontur des aufgenommenen Vorsprungs bündig
ab, insbesondere an der Außenseite der inneren Dämpfungsschicht bündig ab.
[0101] In einer Ausführungsform sind die Hinterschneidungen zwischen der äußeren Kunststoffschale
und einer den Flächenelementen zugewandten Schichtoberseite der inneren Dämpfungsschicht
geformt.
[0102] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass ein wirksames Einbringen der Hinterschneidungen
in den Helmkörper ermöglicht wird.
[0103] Alternativ können die Hinterschneidungen auch innerhalb der äußeren Kunststoffschale
geformt sein, so dass in diesem Fall die Hinterschneidungen insbesondere beabstandet
von der inneren Dämpfungsschicht in dem Helmkörper angeordnet sein können.
[0104] In einer Ausführungsform weist der Fahrradhelm eine flexible Gewebeschicht auf, welche
zwischen der inneren Dämpfungsschicht und der äußeren Kunststoffschale angeordnet
ist, wobei die in den Ausnehmungen aufgenommenen Flächenelemente lösbar an der flexiblen
Gewebeschicht befestigt sind und derart ausgebildet sind, sich bei einem Aufprall
des Fahrradhelms von dem Helmkörper zu lösen, um den Kopf und den Hals des Fahrradfahrers
zu schützen.
[0105] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch die lösbare Verbindung der
Flächenelemente mit der flexiblen Gewebeschicht, ein besonders wirksamer Schutz des
Kopfes und des Halses des Fahrradfahrers erreicht werden kann.
[0106] Durch die flexiblen Eigenschaften der flexiblen Gewebeschicht können die an der flexiblen
Gewebeschicht befestigten Flächenelemente zumindest abschnittsweise innerhalb der
Ausnehmung verschoben werden, um auf die Flächenelemente wirkende Kraftspitzen aufzunehmen
und auszugleichen.
[0107] Sind die auf die Flächenelemente wirkenden Kraftspitzen derart groß, dass ein Verschiebungsfreiheitsgrad
der flexiblen Gewebeschicht nicht mehr ausreichend ist, um die Kraftspitzen aufzunehmen,
dann löst sich die lösbare Verbindung zwischen den Flächenelementen und der flexiblen
Gewebeschicht und das Flächenelement wird von dem Helmkörper weggeschleudert, um die
Kraftspitzen abzuleiten.
[0108] Die lösbare Verbindung zwischen den Flächenelementen und der flexiblen Gewebeschicht
kann insbesondere unterschiedliche lösbare Verbindungen umfassen, welche sich erst
bei einem Kraftschwellenwert lösen, welcher oberhalb eines für die Verschiebung der
flexiblen Gewebeschicht erforderlichen Schwellenwerts liegen. Somit erfolgt bei geringen
Krafteinwirkungen auf die Flächenelemente lediglich eine Verschiebung der Flächenelemente
mit der flexiblen Gewebeschicht und erst bei einem Überschreiten des Kraftschwellenwerts
löst sich die lösbare Verbindung zwischen der flexiblen Gewebeschicht und den Flächenelementen.
[0109] Insbesondere sind die Flächenelemente durch eine Filzverbindung lösbar mit der flexiblen
Gewebeschicht verbunden. Alternativ sind die Flächenelemente insbesondere durch weitere
Verbindungselemente mit der flexiblen Gewebeschicht verbunden, wobei die weiteren
Verbindungselemente hierbei insbesondere eine Solllösestelle, insbesondere Sollbruchstelle,
aufweisen, welche insbesondere ausgebildet ist, sich einem Überschreiten des Kraftschwellenwerts
zu lösen, insbesondere zu brechen.
[0110] In einer Ausführungsform weist die äußere Kunststoffschale Übergreifabschnitte, welche
an einer Außenseite der Flächenelemente anliegen, und/oder Untergreifabschnitte auf,
welche an einer Innenseite der Flächenelemente anliegen, wobei die Untergreifabschnitte
insbesondere zwischen der Innenseite der Flächenelemente und einer den Flächenelementen
zugewandten Schichtoberseite der inneren Dämpfungsschicht angeordnet sind, um die
lösbare Verbindung zwischen den Flächenelementen und der äußeren Kunststoffschale
bereitzustellen.
[0111] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch die entsprechenden Übergreifabschnitte
und/oder Untergreifabschnitte der äußeren Kunststoffschale eine wirksame außenseitige
und/oder innenseitige lösbare Verbindung zwischen den Flächenelementen und der äußeren
Kunststoffschale bereitgestellt werden kann.
[0112] Insbesondere kann die äußere Kunststoffschale Übergreifabschnitte und/oder Untergreifabschnitte
aufweisen, welche an der Außenseite und/oder Innenseite der Flächenelemente lösbar
anliegen, und können die Flächenelemente Vorsprünge, insbesondere Lippen, aufweisen,
welche in Hinterschneidungen der äußeren Kunststoffschale lösbar eingreifen, wobei
die Hinterschneidungen insbesondere jeweils durch einen Übergreifabschnitt und durch
einen Untergreifabschnitt begrenzt sind.
[0113] In einer Ausführungsform ist die äußere Kunststoffschale aus Kohlenfaser-verstärkten
Kunststoff (CFK), Acryl-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS), Polycarbonat (PC), Polyoxymethylen
(POM), Polypropylen (PP), und/oder Polystyrol (PS) geformt, und/oder sind die Flächenelemente
aus Kohlenfaser-verstärkten Kunststoff (CFK), Acryl-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS),
Polycarbonat (PC), Polyoxymethylen (POM), Polypropylen (PP), und/oder Polystyrol (PS)
geformt, und/oder ist die innere Dämpfungsschicht aus Polystyrol (PS), Polyester (PE),
Polypropylen (PP) und/oder Polyvinylchlorid (PVC), additiv gefertigtem Polyamid, extrudierten
Polymeren, insbesondere expandiertes Polystyrol (EPS) und/oder expandiertes Polypropylen
(EPP) und/oder aus einem Copolymer aus Polystyrol (PS) und Polypropylen (PP) geformt.
[0114] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass die genannten Materialien der
äußeren Kunststoffschale und/oder der Flächenelemente eine ausreichende strukturelle
Härte der äußeren Kunststoffschale und/oder der Flächenelemente sicherstellen, und
dass die genannten Materialien der inneren Dämpfungsschicht eine wirksame plastische
Verformbarkeit der inneren Dämpfungsschicht sicherstellen.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0115] Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert, die
exemplarische und nicht beschränkende Ausführungsformen der Erfindung zeigen, wobei
Figur 1 und 2 verschiedene Ansichten eines Fahrradhelms für einen Fahrradfahrer gemäß
einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigen,
Figur 3 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß einer
zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 4 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß einer
dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 5 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß einer
vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 6 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß einer
fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 7 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß einer
sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 8 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß einer
siebten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 9 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß einer
achten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 10 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß
einer neunten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 11 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß
einer zehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 12 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß
einer elften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 13 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß
einer zwölften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 14 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß
einer dreizehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 15 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß
einer vierzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 16 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß
einer fünfzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 17 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß
einer sechzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
Figur 18 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß
einer siebzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt, und
Figur 19 eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms gemäß
einer achtzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
Detaillierte Beschreibung der Figuren
[0116] Die Figuren 1 und 2 zeigen verschiedene Ansichten eines Fahrradhelms 100 für einen
Fahrradfahrer gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In den
Figuren 1 und 2 ist der Fahrradhelm 100 jeweils in einer Explosionsdarstellung gezeigt,
wobei in der Figur 1 eine rückseitige Schrägansicht des Fahrradhelms 100 und in der
Figur 2 eine vorderseitige Schrägansicht des Fahrradhelms 100 gezeigt ist.
[0117] Der Fahrradhelm 100 weist einen Helmkörper 101 auf, welcher den Kopf des Fahrradfahrers
schützt. Der Fahrradhelm 100 weist einen in Figur 1 und Figur 2 nicht dargestellten
Verstellmechanismus auf, der von dem Fahrradfahrer verstellt werden kann, um eine
wirksame Anpassung des Fahrradhelms 100 an den Kopfumfang des Fahrradfahrers zu ermöglichen.
Der Fahrradhelm 100 weist ferner einen in Figur 1 und Figur 2 nicht dargestellten
Verschluss auf, welcher den Fahrradhelm 100 unterhalb des Kinns des Fahrradfahrers
fixiert, so dass bei einem Unfall verhindert wird, dass der Fahrradhelm 100 den Kontakt
mit dem Kopf des Fahrradfahrers verliert.
[0118] Der Helmkörper 101 weist eine innere Dämpfungsschicht 103 auf. Der Helmkörper 101
weist eine äußere Kunststoffschale 105 auf, welche mit der inneren Dämpfungsschicht
103 verbunden ist. Insbesondere ist die innere Dämpfungsschicht 103 unlösbar mit der
äußeren Kunststoffschale 105 verbunden oder ist die innere Dämpfungsschicht 103 insbesondere
lösbar mit der äußeren Kunststoffschale 105 verbunden, so dass die innere Dämpfungsschicht
103 von der äußeren Kunststoffschale 105 entfernt werden kann.
[0119] Die äußere Kunststoffschale 105 ist üblicherweise aus einem harten Kunststoff gefertigt,
so dass bei einem Unfall ein wirksames Abgleiten des Fahrradhelms 100 vom Untergrund
ermöglicht wird und ein Auseinanderbrechen des Fahrradhelms 100 beim Aufprall verhindert
wird. Insbesondere umfasst der harte Kunststoff der äußeren Kunststoffschale 105 des
Helmkörpers 101 einen Kohlenfaser-verstärkten Kunststoff (CFK), Acryl-Butadien-Styrol-Copolymer
(ABS), Polycarbonat (PC), Polyoxymethylen (POM), Polypropylen (PP), und/oder Polystyrol
(PS).
[0120] An der Innenseite der äußeren Kunststoffschale 105 ist die innere Dämpfungsschicht
103 angeordnet, welche aus einem plastisch verformbaren Material gefertigt ist, um
die durch die äußere Kunststoffschale 105 eingeleiteten Kräfte durch plastische Verformung
zu reduzieren, wodurch das Verletzungsrisiko des Kopfes des Fahrradfahrers reduziert
wird. Insbesondere umfasst das plastisch verformbare Material der inneren Dämpfungsschicht
103 Polystyrol (PS), Polyester (PE), Polypropylen (PP) und/oder Polyvinylchlorid (PVC),
additiv gefertigtes Polyamid, extrudierte Polymere, insbesondere expandiertes Polystyrol
(EPS) und/oder expandiertes Polypropylen (EPP) und/oder ein Copolymer aus Polystyrol
(PS) und Polypropylen (PP).
[0121] In einer der inneren Dämpfungsschicht 103 abgewandten Schalenaußenseite 109 der äußeren
Kunststoffschale 105 ist eine Mehrzahl von Ausnehmungen 111 geformt. In der in Figur
1 und Figur 2 gezeigten Ausführungsform sind die Ausnehmungen 111 als Durchbrüche
geformt, welche die äußere Kunststoffschale 105 vollständig durchbrechen. Alternativ
können die Ausnehmungen 111 jedoch auch lediglich Vertiefungen in der Schalenaußenseite
109 umfassen, welche die äußere Kunststoffschale 105 nicht vollständig durchbrechen.
[0122] Der Helmkörper 101 weist hierbei eine Mehrzahl von Flächenelementen 113 auf, welche
jeweils in den Ausnehmungen 111 lösbar aufgenommen und ausgebildet sind, sich bei
einem Aufprall des Fahrradhelms 100 von dem Helmkörper 101 zu lösen, um den Kopf und
den Hals des Fahrradfahrers zu schützen. Wie aus der Figur 1 und Figur 2 ersichtlich
ist, ist in jeder Ausnehmung 111 jeweils ein Flächenelement 113 lösbar aufgenommen.
[0123] In der in Figur 1 und Figur 2 gezeigten jeweiligen Explosivdarstellung sind die Flächenelemente
113 sowohl im eingesetzten Zustand im Helmkörper 101 als auch in ihrem gelösten Zustand
außerhalb des Helmkörpers 101 dargestellt.
[0124] Die in den Ausnehmungen 111 jeweils lösbar aufgenommen Flächenelemente 113 stellen
während des normalen Einsatzes des Fahrradhelms 100 eine kompakte Struktur des Helmkörpers
101 sicher, wobei die Flächenelemente 113 hierbei insbesondere bündig mit der Schalenaußenseite
109 der äußeren Kunststoffschale 105 abschließen.
[0125] Im Fall eines Unfalls des Fahrradfahrers kann es zu einem Aufprall des Fahrradhelms
100 kommen, beispielsweise im Rahmen einer Kollision des Fahrradhelms 100 mit einem
Hindernis oder mit der Fahrbahn. Bei einem entsprechenden Aufprall des Fahrradhelms
100 können auf den Fahrradhelm 100 starke Kräfte und Drehmomente wirken, welche eine
Verletzung des Fahrradfahrers, insbesondere des Kopfes und/oder des Halses des Fahrradfahrers
zur Folge haben können.
[0126] Bei einem entsprechenden Aufprall des Fahrradhelms 100 können durch die auftretenden
starken Kräfte und Drehmomente starke rotatorische Beschleunigungen des Kopfes des
Fahrradfahrers bewirkt werden, welche insbesondere starke Verletzungen im Bereich
des Kopfes und/oder des Halses des Fahrradfahrers zur Folge haben können.
[0127] Bei einem entsprechenden Aufprall des erfindungsgemäßen Fahrradhelms 100 gemäß den
Figuren 1 und 2 werden die lösbaren Verbindungen der jeweiligen in den Ausnehmungen
111 lösbar aufgenommenen Flächenelemente 113 mit dem Helmkörper 101 gelöst. Die entsprechenden
von dem Helmkörper 101 gelösten Flächenelemente 113 nehmen hierbei zumindest einen
Teil der auf den Fahrradhelm 100 wirkenden rotatorischen Beschleunigung auf, und werden
von dem Helmkörper 101 weggeschleudert. Dadurch reduziert sich der Gesamtbetrag der
auf den Kopf des Fahrradfahrers wirkenden starken rotatorischen Beschleunigung und
der Drehmomente, wodurch Verletzungen im Bereich des Kopfes und/oder des Halses des
Fahrradfahrers vermieden werden können oder jedenfalls das Ausmaß der entsprechenden
Verletzungen reduziert werden kann.
[0128] Für weitere Details in Bezug auf die lösbare Verbindung zwischen den Flächenelementen
113 und dem Helmkörper 101 wird auf die nachfolgenden Ausführungsformen verwiesen.
[0129] Optional kann an dem Fahrradhelm 100 noch ein verstellbarer Windabweiser 107 angeordnet
sein, welche eine Reduktion des Luftwiderstandes des Fahrradhelms 100 bewirkt. Der
Windabweiser 107 weist einen Schutzschirm 107-1 auf, welcher mittels Befestigungselementen
107-2, insbesondere Schrauben, in Aufnahmevertiefungen 107-3, insbesondere Gewinden,
der äußeren Kunststoffschale 105 an dem Helmkörper 101 befestigt ist.
[0130] Um bei einem entsprechenden Aufprall des Fahrradhelms 100 eine Verletzung des Kopfes
des Fahrradfahrers durch den Windabweiser 107 zu vermeiden, können die Befestigungselemente
107-2, insbesondere die Schrauben, jeweils eine Sollbruchstelle aufweisen, um ein
Lösen des Windabweisers 107 von dem Helmkörper 101 während des Aufpralls sicherzustellen.
[0131] Im Folgenden wird nun auf die einzelnen Ausnehmungen 111 und Flächenelemente 113
des Helmkörpers 101 detailliert eingegangen.
[0132] Der Helmkörper 101 weist hierbei insbesondere einen Nackenbereich 115 auf, welcher
ausgebildet ist, an einem Nacken des Fahrradfahrers anzuliegen. Der Helmkörper 101
weist hierbei insbesondere einen ersten Seitenbereich 117, insbesondere ersten Schläfenbereich,
auf, welcher ausgebildet ist, an einer linken Kopfseite, insbesondere an einer linken
Schläfe, des Fahrradfahrers anzuliegen. Der Helmkörper 101 weist hierbei insbesondere
einen zweiten Seitenbereich 119, insbesondere zweiten Schläfenbereich, auf, welcher
ausgebildet ist, an einer rechten Kopfseite, insbesondere an einer rechten Schläfe,
des Fahrradfahrers anzuliegen. Der Helmkörper 101 weist einen Oberbereich 121 auf,
welcher ausgebildet ist, an einer Kopfoberseite des Fahrradfahrers anzuliegen.
[0133] Die in der Schalenaußenseite 109 der äußeren Kunststoffschale 105 geformten Ausnehmungen
111 sind in dem Nackenbereich 115, in dem ersten Seitenbereich 117, in dem zweiten
Seitenbereich 119 und in dem Oberbereich 121 des Helmkörpers 101 angeordnet.
[0134] Die in den Ausnehmungen 111 jeweils lösbar aufgenommenen Flächenelemente 113 sind
entsprechend ebenfalls in dem Nackenbereich 115, in dem ersten Seitenbereich 117,
in dem zweiten Seitenbereich 119 und in dem Oberbereich 121 des Helmkörpers 101 angeordnet.
[0135] Auch wenn dies in den Figuren 1 und 2 nicht dargestellt ist, können auch bestimmte
Flächenelemente 113 des Nackenbereichs 115, des ersten Seitenbereichs 117, des zweiten
Seitenbereichs 119 und/oder des Oberbereichs 121 des Helmkörpers 101 nicht vorhanden
sein.
[0136] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellten Flächenelemente 113 umfassen insbesondere
ein erstes Nackenflächenelement 113-1, welches in einer in dem Nackenbereich 115 des
Helmkörpers 101 angeordneten Nackenausnehmung 111-1 lösbar aufgenommen ist.
[0137] Die Flächenelemente 113 umfassen insbesondere ein zweites Hinterkopfflächenelement
113-2, welches in einer zwischen dem Nackenbereich 115 und dem Oberbereich 121 des
Helmkörpers 101 angeordneten Hinterkopfausnehmung 111-2 lösbar aufgenommen ist.
[0138] Die Flächenelemente 113 umfassen insbesondere ein erstes Seitenflächenelement 113-3,
insbesondere erstes Schläfenflächenelement, welches in einer in dem ersten Seitenbereich
117, insbesondere in dem ersten Schläfenbereich, des Helmkörpers 101 angeordneten
ersten Seitenausnehmung 111-3, insbesondere ersten Schläfenausnehmung lösbar aufgenommen
ist.
[0139] Die Flächenelemente 113 umfassen insbesondere ein zweites Seitenflächenelement 113-4,
insbesondere zweites Schläfenflächenelement, welches in einer in dem zweiten Seitenbereich
119, insbesondere in dem zweiten Schläfenbereich, des Helmkörpers 101 angeordneten
zweiten Seitenausnehmung 111-4, insbesondere zweiten Schläfenausnehmung, lösbar aufgenommen
ist.
[0140] Wie aus den Figuren 1 und 2 hervorgeht, sind das erste Seitenflächenelement 113-3
und das zweite Seitenflächenelement 113-4 insbesondere symmetrisch zueinander geformt.
[0141] Die Flächenelemente 113 umfassen insbesondere ein erstes Oberbereichsflächenelement
113-5, welches in einer in dem Oberbereich 121 des Helmkörpers 101 angeordneten ersten
Oberbereichsausnehmung 111-5 lösbar aufgenommen ist.
[0142] Die Flächenelemente 113 umfassen insbesondere ein zweites Oberbereichsflächenelement
113-6, welches in einer in dem Oberbereich 121 des Helmkörpers 101 angeordneten zweiten
Oberbereichsausnehmung 111-6 lösbar aufgenommen ist.
[0143] Die Flächenelemente 113 umfassen insbesondere ein drittes Oberbereichsflächenelement
113-7, welches in einer in dem Oberbereich 121 des Helmkörpers 101 angeordneten zweiten
Oberbereichsausnehmung 111-7 lösbar aufgenommen ist.
[0144] Das zweite Oberbereichsflächenelement 113-6 und das dritte Oberbereichsflächenelement
113-7 sind insbesondere symmetrisch zueinander geformt.
[0145] Um eine wirksame Belüftung des Kopfes des Fahrradfahrers sicherzustellen, weist zumindest
ein Flächenelement 113 der Mehrzahl von Flächenelementen 113 zumindest einen Belüftungsdurchbruch
123 auf.
[0146] Aus der Figur 1 und Figur 2 ist zu entnehmen, dass insbesondere das erste Oberbereichsflächenelement
113-5 eine Mehrzahl von, insbesondere vier, Belüftungsdurchbrüchen 123 aufweist, dass
insbesondere das zweite Oberbereichsflächenelement 113-6 einen Belüftungsdurchbruch
123 aufweist, und dass insbesondere das dritte Oberbereichsflächenelement 113-7 einen
Belüftungsdurchbruch 123 aufweist.
[0147] Damit eine wirksame Belüftung des Kopfes des Fahrradfahrers sichergestellt werden
kann, weist die äußere Kunststoffschale 105 im Oberbereich 121 des Helmkörpers 101
entsprechende komplementäre weitere Belüftungsdurchbrüche 125 auf, welche fluchtend
zu den entsprechenden Belüftungsdurchbrüchen 123 der Flächenelemente 123 im Oberbereich
121 angeordnet sind.
[0148] Die entsprechenden komplementären weiteren Belüftungsdurchbrüche 125 umfassen vier
sechste weitere Belüftungsdurchbruch 125-6, welche jeweils fluchtend zu dem jeweiligen
Belüftungsdurchbruch 123 des ersten Oberbereichsflächenelements 113-5 geformt sind.
[0149] Die entsprechenden komplementären weiteren Belüftungsdurchbrüche 125 umfassen einen
siebten weiteren Belüftungsdurchbruch 125-7, welcher fluchtend zu einem Belüftungsdurchbruch
123 des zweiten Oberbereichsflächenelements 113-6 geformt ist.
[0150] Die entsprechenden komplementären weiteren Belüftungsdurchbrüche 125 umfassen einen
achten weiteren Belüftungsdurchbruch 125-8, welche fluchtend zu einem Belüftungsdurchbruch
123 des dritten Oberbereichsflächenelements 113-7 geformt ist.
[0151] Ferner sind in der äußeren Kunststoffschale 105 insbesondere zwei erste weitere Belüftungsdurchbrüche
125-1 zwischen dem ersten Nackenflächenelement 113-1 und dem zweiten Nackenflächenelement
113-2 in dem Nackenbereich 115 des Helmkörpers 101 geformt.
[0152] Insbesondere ist in der äußeren Kunststoffschale 105 ein zweiter weiterer Belüftungsdurchbruch
125-2 zwischen dem ersten Nackenflächenelement 113-1 und dem ersten Seitenflächenelement
113-3 in dem Nackenbereich 115 des Helmkörpers 101 geformt.
[0153] Insbesondere ist in der äußeren Kunststoffschale 105 ein dritter weiterer Belüftungsdurchbruch
125-3 zwischen dem ersten Nackenflächenelement 113-1 und dem zweiten Seitenflächenelement
113-4 in dem Nackenbereich 115 des Helmkörpers 101 geformt.
[0154] Insbesondere ist in der äußeren Kunststoffschale 105 ein vierter weiterer Belüftungsdurchbruch
125-4 zwischen dem ersten Seitenflächenelement 113-3 und dem zweiten Oberseitenflächenelement
113-6 in dem ersten Seitenbereich 117 des Helmkörpers 101 geformt.
[0155] Insbesondere ist in der äußeren Kunststoffschale 105 ein fünfter weiterer Belüftungsdurchbruch
125-5 zwischen dem zweiten Seitenflächenelement 113-4 und dem dritten Oberseitenflächenelement
113-7 in dem zweiten Seitenbereich 119 des Helmkörpers 101 geformt.
[0156] Figur 3 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0157] In der in Figur 3 gezeigten schematischen Schnittansicht ist ein Schnitt durch einen
Helmkörper 101 eines Fahrradhelms 100 im Bereich eines Flächenelements 113 gezeigt.
Der Helmkörper 101 umfasst die innere Dämpfungsschicht 103, auf welcher die äußere
Kunststoffschale 105 angeordnet ist.
[0158] In der Schalenaußenseite 109 der äußeren Kunststoffschale 105 ist eine Ausnehmung
111 geformt, welche die äußere Kunststoffschale 105 insbesondere durchbricht. In der
Ausnehmung 111 ist ein Flächenelement 113 angeordnet, welches in der Ausnehmung 111
lösbar aufgenommen ist, und ausgebildet ist, sich bei einem Aufprall des Fahrradhelms
100 von dem Helmkörper 101 zu lösen, um den Kopf und den Hals des Fahrradfahrers zu
schützen.
[0159] An der äußeren Kunststoffschale 105 ist hierbei eine Mehrzahl von, insbesondere zwei,
Hinterschneidungen 126 geformt, welche mit der Ausnehmung 111 verbunden ist. Das in
der Ausnehmung 111 lösbar aufgenommene Flächenelement 113 weist Vorsprünge 127, insbesondere
Lippen, auf, welche in den Hinterschneidungen 126 lösbar aufgenommen sind.
[0160] Wie aus der Figur 3 zu entnehmen ist, können, wenn ein Druckimpuls auf das Flächenelement
113 ausgeübt wird, die Vorsprünge 127, insbesondere Lippen, aus den Hinterschneidungen
126 während des Lösevorgangs hinausgleiten, insbesondere entlang einer Löserichtung,
welche aus der in Figur 3 dargestellten Zeichenebene herausweist.
[0161] Insbesondere weisen die Hinterschneidungen 126 jeweils eine in Figur 3 nicht dargestellte
erste Kontur auf, welche mit einer jeweiligen zweiten Kontur des in der jeweiligen
Hinterschneidung 126 aufgenommenen Vorsprungs 127 des Flächenelements 113 wechselwirkt,
um eine Aufnahme des jeweiligen Flächenelements 113 in der jeweiligen Hinterschneidung
126 sicherzustellen. Insbesondere durch einen Druckimpuls entlang einer vorbestimmten
Richtung kann die Wechselwirkung zwischen der ersten und zweiten Kontur aufgehoben
werden, um ein Lösen des jeweiligen Vorsprungs 127 des Flächenelements 113 aus der
Hinterschneidung 126 sicherzustellen.
[0162] Wie aus der Figur 3 hervorgeht, sind die Hinterschneidungen 126 insbesondere zwischen
der äußeren Kunststoffschale 105 und einer den Flächenelementen 113 zugewandten Schichtoberseite
103-1 der inneren Dämpfungsschicht 103 geformt. Alternativ können die Hinterschneidungen
126 auch vollständig in der äußeren Kunststoffschale 105 oder in der inneren Dämpfungsschicht
103 geformt sein.
[0163] Figur 4 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0164] Ebenso wie in der Figur 3 dargestellt weist auch der in der Figur 4 gezeigte Fahrradhelm
100 Ausnehmungen 111 in einer äußeren Kunststoffschale 105 des Helmkörpers 101 auf,
welche die äußere Kunststoffschale 105 insbesondere durchbrechen. Im Unterschied zur
Figur 3 sind in der Figur 4 zwei Flächenelemente 113 gezeigt, welche in unterschiedlichen
Ausnehmungen 111 lösbar aufgenommen sind, und ausgebildet sind, sich bei einem Aufprall
des Fahrradhelms 100 von dem Helmkörper 101 zu lösen, um den Kopf und den Hals des
Fahrradfahrers zu schützen.
[0165] Hierbei greifen Vorsprünge 127, insbesondere Lippen, des jeweiligen Flächenelements
113 in jeweils eine Hinterschneidung 126 ein, welche innerhalb der äußeren Kunststoffschale
105 geformt sind.
[0166] Ferner weist die in der Figur 4 dargestellte äußere Kunststoffschale 105 Übergreifabschnitte
135, welche an einer Außenseite des jeweiligen Flächenelements 113 anliegen, und Untergreifabschnitte
136 auf, welche an einer Innenseite des jeweiligen Flächenelements 113 anliegen, und
insbesondere zwischen der Innenseite des jeweiligen Flächenelements 113 und der dem
Flächenelement 113 zugewandten Schichtoberseite 103-1 der inneren Dämpfungsschicht
103 angeordnet sind, um die lösbare Verbindung zwischen dem jeweiligen Flächenelement
113 und der äußeren Kunststoffschale 105 bereitzustellen.
[0167] Somit wird durch das beidseitige Anliegen der äußeren Kunststoffschale 105 an dem
jeweiligen Flächenelement 113, zum einen mit den Übergreifabschnitten 135 an der Außenseite
des jeweiligen Flächenelements 113, und zum anderen mit den Untergreifabschnitten
136 an der Innenseite des jeweiligen Flächenelements 113, eine wirksame Befestigung
des jeweiligen Flächenelements 113 an dem Helmkörper 101 ermöglicht.
[0168] Ebenso wie in der Figur 3 kann auch das in der Figur 4 dargestellte jeweilige Flächenelement
113, wenn ein Druckimpuls auf das jeweilige Flächenelement 113 ausgeübt wird, aus
der jeweiligen Ausnehmung 111 hinausgleiten, insbesondere entlang einer Löserichtung,
welche aus der in Figur 4 dargestellten Zeichenebene herausweist.
[0169] Figur 5 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0170] Ebenso wie in der Figur 3 und Figur 4 ist auch in der Figur 5 eine Ausnehmung 111
in einer äußeren Kunststoffschale 105 des Helmkörpers 101 gezeigt, welche die äußere
Kunststoffschale 105 insbesondere durchbricht. In der Ausnehmung 111 ist ein Flächenelement
113 angeordnet, welche in der Ausnehmung 111 lösbar aufgenommen ist, und ausgebildet
ist, sich bei einem Aufprall des Fahrradhelms 100 von dem Helmkörper 101 zu lösen,
um den Kopf und den Hals des Fahrradfahrers zu schützen.
[0171] Das in der Ausnehmung 111 lösbar aufgenommene Flächenelement 113 ist durch ein Verbindungselement
129 mit der inneren Dämpfungsschicht 103 lösbar verbunden. Hierbei ist das Verbindungselement
129 mit dem Flächenelement 113 unlösbar verbunden, wobei insbesondere das Verbindungselement
129 mit dem Flächenelement 113 einstückig ausgebildet ist, oder wobei insbesondere
das Verbindungselement 129 mit dem Flächenelement 113 stoffschlüssig verbunden ist.
[0172] Wie aus der Figur 5 zu entnehmen ist, ist das Verbindungselement 129 an einer der
inneren Dämpfungsschicht 103 zugewandten Elementunterseite 131 des Flächenelements
113 angeordnet und mit einer dem Flächenelement 113 zugewandten Schichtoberseite 103-1
der inneren Dämpfungsschicht 103 lösbar verbunden.
[0173] In der Schichtoberseite 103-1 der inneren Dämpfungsschicht 103 ist eine Elementaufnahme
133 angeordnet, in welche das Verbindungselement 129 lösbar eingreift.
[0174] Das in Figur 5 dargestellte Verbindungselement 129 ist insbesondere als ein verformbares
Vorsprungselement ausgebildet, welcher insbesondere aus einem Elastomer, wie beispielsweise
expandiertes Polypropylen (EPP) oder expandiertes Polystyrol (EPS) geformt ist, und
welcher in die Elementaufnahme 133, welche insbesondere auch aus einem Elastomer besteht,
lösbar eingreift.
[0175] Auch wenn in der Figur 5 nur ein einziges Verbindungselement 129 gezeigt ist, welches
in eine einzige Elementaufnahme 133 lösbar eingreift, kann insbesondere das Flächenelement
113 eine Mehrzahl von Verbindungselementen 129 umfassen, welche jeweils in Elementaufnahmen
133 lösbar eingreifen.
[0176] Figur 6 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0177] Ebenso wie in der vorangehenden Figur 5 ist auch in der Figur 6 ein Verbindungselement
129 des Flächenelements 113 gezeigt, welches in eine Elementaufnahme 133 der inneren
Dämpfungsschicht 103 lösbar eingreift.
[0178] Das in Figur 6 dargestellte Verbindungselement 129 ist als ein Verbindungsbolzen
ausgebildet, welcher in die Elementaufnahme 133 der inneren Dämpfungsschicht 103 lösbar
eingreift. Insbesondere weist das als Verbindungsbolzen ausgebildete Verbindungselement
129 eine Mehrzahl von Widerhaken 137 auf, welche eine Innenkontur der Elementaufnahme
133 hintergreifen, um eine wirksame Befestigung des Verbindungselements 129 sicherzustellen.
[0179] Das Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Verbindungselement 129 und der Elementaufnahme
133 der inneren Dämpfungsschicht 103 kann insbesondere durch eine als Sollbruchstelle
ausgebildete Solllösestelle des Verbindungselements 129 dadurch erreicht werden, dass
bei einem auf das jeweilige Flächenelement 113 ausgeübten Druckimpuls die Sollbruchstelle
bricht und sich dadurch das Verbindungselement 129 von dem Helmkörper 101 löst.
[0180] Das Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Verbindungselement 129 und der Elementaufnahme
133 der inneren Dämpfungsschicht 103 kann insbesondere alternativ auch durch eine
Solllösestelle des Verbindungselements 129 dadurch erreicht werden, dass die Widerhaken
137 verformbar sind, insbesondere aus einem Elastomer geformt sind, so dass bei einem
auf das jeweilige Flächenelement 113 ausgeübten Druckimpuls die Widerhaken 137 aus
der Elementaufnahme 133 herausgleiten.
[0181] Figur 7 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0182] Die in Figur 7 dargestellte sechste Ausführungsform entspricht einer Kombination
der in Figur 6 dargestellten fünften Ausführungsform und der in Figur 3 dargestellten
zweiten Ausführungsform.
[0183] In der in Figur 7 dargestellten sechsten Ausführungsform ist das Flächenelement 113
in der Ausnehmung 111 sowohl durch das Eingreifen der Vorsprünge 127 in die Hinterschneidungen
126 als auch durch das Eingreifen des als Verbindungsbolzens ausgebildeten Verbindungselements
129 in die Elementaufnahme 133 der inneren Dämpfungsschicht 103 fixiert.
[0184] Für weitere Details wird auf die vorangehenden Ausführungen verwiesen.
[0185] Figur 8 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer siebten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0186] Die in der Figur 8 dargestellte siebte Ausführungsform entspricht der in Figur 7
dargestellten sechsten Ausführungsform, bis darauf, dass das als Verbindungsbolzen
ausgebildete Verbindungselement 129 einen in der Elementaufnahme 133 der inneren Dämpfungsschicht
103 ausgebildeten Rücksprung 139 hintergreift, um eine Befestigung des Flächenelements
113 an der inneren Dämpfungsschicht 103 zu erreichen.
[0187] Figur 9 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer achten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0188] In der in Figur 9 dargestellten achten Ausführungsform ist an der Schichtoberseite
103-1 der inneren Dämpfungsschicht 103 eine Mehrzahl von ersten Noppenelementen 141
angeordnet, und umfassen die an der Elementunterseite 131 der Flächenelemente 113
angeordneten Verbindungselemente 129 eine Mehrzahl von zweiten Noppenelementen 143.
[0189] Hierbei hintergreifen sich die ersten und zweiten Noppelemente 141, 143 wechselseitig,
um die lösbare Verbindung zwischen dem Flächenelement 113 und der inneren Dämpfungsschicht
103 bereitzustellen.
[0190] Insbesondere weisen die ersten und zweiten Noppenelemente 141, 143 jeweils einen
Schaft 145 auf, wobei an einem jeweiligen Schaftende des jeweiligen Schafts 145 jeweils
ein Kopf 147, insbesondere ein halbkugelförmiger Kopf 147, angeordnet ist, wobei die
Köpfe 147 der ersten Noppenelemente 141 die Köpfe 147 der zweiten Noppenelemente 143
wechselseitig hintergreifen.
[0191] Hierbei kann es insbesondere um eine Noppenverbindung der Firma 3M handeln, mit dem
Handelsnamen "3M
™ Dual Lock
™" bestehend aus Polypropylen-Streifen mit pilzförmigen Noppen auf kurzem Stamm. Bei
dieser Verbindung wird durch ein Zusammendrücken der Polypropylen-Streifen eine feste
aber wieder lösbare Verbindung bereitgestellt.
[0192] Durch das wechselseitige Hintergreifen der Köpfe 147 der ersten und zweiten Noppenelemente
141, 143 kann in einem normalen Betriebszustand des Fahrradhelms 100 eine wirksame
Verbindung zwischen dem Flächenelement 113 und der inneren Dämpfungsschicht 103 bereitgestellt
werden. Kommt es hingegen zu einem Aufprall des Fahrradhelms 100 wird durch die daraus
resultierenden und auf das Flächenelement 113 wirkenden Kräfte die Verbindung zwischen
den Köpfen 147 der ersten und zweiten Noppenelemente 141, 143 gelöst, und das Flächenelement
113 wird von dem Helmkörper 101 weggeschleudert, um die auf den Fahrradhelm 100 wirkende
rotatorische Beschleunigung und Drehmomente zu reduzieren.
[0193] Figur 10 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer neunten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0194] Das in der Figur 10 dargestellte Flächenelement 113 ist hierbei in der Ausnehmung
111 der äußeren Kunststoffschale 105 lösbar aufgenommen. In der Schichtoberseite 103-1
der inneren Dämpfungsschicht 103 ist eine Elementaufnahme 133 angeordnet, in welche
ein mit dem Flächenelement 113 verbundenes Verbindungselement 129, insbesondere ein
Verbindungsstift, eingeführt ist.
[0195] Wie durch die Markierung in der Figur 10 dargestellt ist, weist das Verbindungselement
129 eine Solllösestelle 149, insbesondere Sollbruchstelle, auf.
[0196] Bei einem Aufprall des Fahrradhelms 100 bewirken die auf den Fahrradhelm 100 wirkenden
Kräfte ein Lösen der Solllösestelle 149, insbesondere einen Bruch der Sollbruchstelle,
wodurch das Flächenelement 113 von dem Verbindungselement 129 abgetrennt wird, sich
von dem Helmkörper 101 löst und von dem Fahrradhelm 100 weggeschleudert wird, um den
Kopf und den Hals des Fahrradfahrers zu schützen.
[0197] Figur 11 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer zehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0198] Die in der Figur 11 dargestellte zehnte Ausführungsform entspricht der in Figur 10
dargestellten neunten Ausführungsform, bis darauf, dass das Verbindungselement 129
nicht als ein Verbindungsstift mit Sollösestelle, insbesondere Sollbruchstelle, ausgebildet
ist, sondern als eine Verbindungsschraube mit Sollösestelle, insbesondere Sollbruchstelle.
[0199] Die in Figur 11 dargestellte Verbindungsschraube weist einen Schraubenschaft 151
auf, welcher in eine Elementaufnahme 133 der inneren Dämpfungsschicht 103 aufgenommen
ist, und einen Schraubenkopf 153, welcher an dem Flächenelement 113 befestigt ist.
[0200] Um eine wirksame Befestigung des Schraubenschaftes 151 in der Elementaufnahme 133
sicherzustellen, weist der Schraubenschaft 151 ein schematisch dargestelltes Schraubenaußengewinde
155 auf, welches in ein in Figur 11 nicht dargestelltes Schraubeninnengewinde der
Elementaufnahme 133 eingeschraubt ist, um das Verbindungselement 129 wirksam in der
Elementaufnahme 133 zu befestigen.
[0201] Im Normalbetrieb des Fahrradhelms 100 ist somit das Flächenelement 113 mit der inneren
Dämpfungsschicht 103 durch die in Figur 11 dargestellte Schraubenverbindung wirksam
verbunden.
[0202] Hierbei ist jedoch ferner insbesondere eine als Sollbruchstelle ausgebildete Solllösestelle
149 zwischen dem Schraubenschaft 151 und dem Schraubenkopf 153 des als Verbindungsschraube
ausgebildeten Verbindungselements 129 angeordnet.
[0203] Bei einem Aufprall des Fahrradhelms 100 bewirken die auf den Fahrradhelm 100 wirkenden
Kräfte ein Lösen der Solllösestelle 149, insbesondere einen Bruch der Sollbruchstelle,
wodurch das Flächenelement 113 von dem Verbindungselement 129 abgetrennt wird, sich
von dem Helmkörper 101 löst und von dem Fahrradhelm 100 weggeschleudert wird, um den
Kopf und den Hals des Fahrradfahrers zu schützen.
[0204] Figur 12 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer elften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0205] Die in der Figur 12 dargestellte elfte Ausführungsform entspricht der in Figur 7
dargestellten sechsten Ausführungsform, bis darauf, dass das als Verbindungsbolzen
ausgebildete Verbindungselement 129 kein endseitiges Verriegelungselement aufweist,
sondern als verformbare Verriegelungsstege 157 ausgebildete verformbare Verriegelungselemente
aufweist, welche von dem Ende des Verbindungsbolzen versetzt an dem Verbindungsbolzen
angeordnet sind.
[0206] Die verformbaren Verriegelungsstege 157 können beim Einschieben des Verbindungselements
129 in die Elementaufnahme 133 nach innen verformt werden, so dass diese in entsprechende
in der Elementaufnahme 133 geformte Verriegelungsvertiefungen 159 eingreifen bzw.
einschnappen.
[0207] Bei einem Aufprall des Fahrradhelms 100 bewirken die auf den Helmkörper 101 wirkenden
Kräfte eine erneute Verformung der in den Verriegelungsvertiefungen 159 aufgenommenen
verformbaren Verriegelungsstege 157, so dass die verformbaren Verriegelungsstege 157
aus den Verriegelungsvertiefungen 159 herausgleiten, und sich dadurch die Verbindung
zwischen dem Flächenelement 113 und der inneren Dämpfungsschicht 103 löst.
[0208] Somit kann durch die an dem Verriegelungselement 157 angeordneten verformbaren Verriegelungsstege
157 im Zusammenspiel mit den in der Elementaufnahme 113 angeordneten Verriegelungsvertiefungen
159 eine wirksame lösbare Verbindung zwischen dem Verbindungselement 129 und der inneren
Dämpfungsschicht 103 erreicht werden.
[0209] Figur 13 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer zwölften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0210] Die in der Figur 13 dargestellte zwölfte Ausführungsform entspricht der in Figur
7 dargestellten sechsten Ausführungsform, bis darauf, dass bis darauf, dass das als
Verbindungsbolzen ausgebildete Verbindungselement 129 kein endseitiges Verriegelungselement
aufweisen, sondern stattdessen endseitig einen aufgeweiteten Verriegelungskopf 161
aufweist, welcher in eine entsprechend komplementär aufgeweitete Kontur 163 der Elementaufnahme
133 lösbar eingreift.
[0211] Wie aus der Figur 13 ferner hervorgeht, weist das Flächenelement 113 einen Spalt
165 auf, welcher sich durch das Flächenelement 113 und auch durch das Verbindungselement
129 hindurch bis zu der inneren Dämpfungsschicht 103 erstreckt.
[0212] Figur 14 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer dreizehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0213] Die in der Figur 14 dargestellte dreizehnte Ausführungsform entspricht der in Figur
8 dargestellten siebten Ausführungsform, bis darauf, dass das Flächenelement 113 keine
Vorsprünge 127 aufweist, welche in Hinterschneidungen 126 des inneren Dämpfungselements
103 eingreifen. Für weitere Details hierzu wird auf die Ausführungen zur Figur 8 verwiesen.
[0214] Figur 15 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer vierzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0215] In der vierzehnten Ausführungsform gemäß der Figur 15 ist lediglich schematisch eine
Hinterschneidung 126 in der inneren Dämpfungsschicht 103 gezeigt, in welche ein Vorsprung
127 des Flächenelements 113 eingreift, um eine lösbare Befestigung des Flächenelements
113 an der inneren Dämpfungsschicht 103 sicherzustellen.
[0216] Figur 16 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer fünftzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0217] Die in der Figur 16 dargestellte fünfzehnte Ausführungsform entspricht der in Figur
15 dargestellten vierzehnten Ausführungsform, bis darauf, dass in einem sich in der
Ausnehmung 111 geformten Fortsatz 167 der inneren Dämpfungsschicht 103, welcher sich
von einem Boden der Ausnehmung 111 aus erstreckt, zwei Hinterschneidungen 126 geformt
sind. Die entsprechenden Vorsprünge 127 des Flächenelements 113 greifen aus einander
gegenüberliegenden Seiten aus in die Hinterschneidungen 126 ein, um das Flächenelement
113 lösbar an der inneren Dämpfungsschicht 111 zu fixieren.
[0218] Figur 17 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer sechzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0219] In der Figur 17 ist die aus verschiedenen Segmenten bestehende äußere Kunststoffschale
105 und die innere Dämpfungsschicht 103 des Fahrradhelms 100 gezeigt. Auch wenn dies
in der Perspektive der Figur 17 nicht dargestellt ist, ist die äußere Kunststoffschale
105 mit der inneren Dämpfungsschicht 103 fest und unlösbar verbunden.
[0220] In einer der inneren Dämpfungsschicht 103 abgewandten Schalenaußenseite 109 der äußeren
Kunststoffschale 105 sind Ausnehmungen 111 geformt, in welchen jeweils ein Flächenelement
113 lösbar aufgenommen ist.
[0221] Der Fahrradhelm 100 weist ferner eine flexible Gewebeschicht 169 auf, welche zwischen
der inneren Dämpfungsschicht 103 und der äußeren Kunststoffschale 105 angeordnet ist.
Die flexible Gewebeschicht 169 ist an der inneren Dämpfungsschicht 103 und an äußeren
Kunststoffschale 105 nicht fest befestigt, sondern die flexible Gewebeschicht 169
liegt an der inneren Dämpfungsschicht 103 und an der äußeren Kunststoffschale 105
verschiebbar an. Die flexible Dämpfungsschicht 169 kann jedoch an bestimmten Punkten,
vorzugsweise den Außenbereichen, mit der inneren Dämpfungsschicht 103 und der äußeren
Kunststoffschale 105 befestigt sein, z.B. durch eine Verschraubung oder Vernietung.
[0222] Wie aus der Figur 17 hervorgeht, sind die Flächenelemente 113 lösbar, insbesondere
durch die in Figur 17 dargestellten weiteren Verbindungselemente 171, mit der flexiblen
Gewebeschicht 169 verbunden.
[0223] Durch die flexiblen Eigenschaften der flexiblen Gewebeschicht 169 können die an der
flexiblen Gewebeschicht 169 mittels der weiteren Verbindungselemente 171 befestigten
Flächenelemente 113 zumindest abschnittsweise innerhalb der Ausnehmung 111 verschoben
werden, um auf die Flächenelemente 113 wirkende Kraftspitzen aufzunehmen und auszugleichen.
[0224] Sind die auf die Flächenelemente 113 wirkenden Kraftspitzen derart groß, dass ein
Verschiebungsfreiheitsgrad der flexiblen Gewebeschicht 169 nicht mehr ausreichend
ist, um die Kraftspitzen aufzunehmen, dann löst sich die lösbare Verbindung zwischen
dem jeweiligen Flächenelement 113 und der flexiblen Gewebeschicht 169 und das entsprechende
Flächenelement 113 wird von dem Helmkörper weggeschleudert, um rotatorische Beschleunigungen
von dem Helmkörper 101 abzuführen. Das Lösen der lösbaren Verbindung zwischen den
Flächenelementen 113 und der flexiblen Gewebeschicht 169 kann insbesondere durch ein
Brechen einer Sollbruchstelle in den weiteren Verbindungselementen 171 erreicht werden
oder durch das Lösen einer sog. Klettverbindung.
[0225] Figur 18 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer siebzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0226] In der Figur 18 ist lediglich die lösbare Verbindung zwischen einem in der Ausnehmung
111 der äußeren Kunststoffschale 109 aufgenommenen Flächenelement 103 und der flexiblen
Gewebeschicht 169, welche zwischen der äußeren Kunststoffschale 109 und der inneren
Dämpfungsschicht 103 angeordnet ist, durch ein weiteres Verbindungselement 171 schematisch
dargestellt. Für weitere Details wird auf die Ausführungen zur Figur 17 verwiesen.
[0227] Figur 19 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bereichs eines Fahrradhelms
gemäß einer achtzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0228] Die in der Figur 19 dargestellte achtzehnte Ausführungsform entspricht der in Figur
18 dargestellten siebzehnten Ausführungsform, wobei als Unterschied hierbei lediglich
die äußere Kunststoffschale 105 an der Schalenaußenseite 109 Übergreifabschnitte 173
aufweist, welche außenseitig über das jeweilige Flächenelement 113 greifen, um ein
Herausfallen des jeweiligen Flächenelements 113 im Normalbetrieb des Fahrradhelms
100 zu verhindern.
[0229] Sollte sich das jeweilige weitere Verbindungselement 171 durch einen Helmaufprall
und die auf das jeweilige Flächenelement 113 wirkenden Kräfte lösen, bzw. brechen,
dann kann das Flächenelement 113 aus der Ausnehmung 111 herausgleiten, insbesondere
entlang einer sich aus der der in Figur 19 dargestellten Zeichenebene nach vorne oder
nach hinten erstreckenden Richtung.
Bezugszeichen
[0230]
- 100
- Fahrradhelm
- 101
- Helmkörper
- 103
- Innere Dämpfungsschicht
- 103-1
- Schichtoberseite der inneren Dämpfungsschicht
- 105
- Äußere Kunststoffschale
- 107
- Windabweiser
- 107-1
- Schutzschirm
- 107-2
- Befestigungselement
- 107-3
- Aufnahmevertiefung
- 109
- Schalenaußenseite
- 111
- Ausnehmung
- 111-1
- Nackenausnehmung
- 111-2
- Hinterkopfausnehmung
- 111-3
- Erste Seitenausnehmung
- 111-4
- Zweite Seitenausnehmung
- 111-5
- Erste Oberbereichsausnehmung
- 111-6
- Zweite Oberbereichsausnehmung
- 111-7
- Dritte Oberbereichsausnehmung
- 113
- Flächenelement
- 113-1
- Erstes Nackenflächenelement
- 113-2
- Zweites Hinterkopfflächenelement
- 113-3
- Erstes Seitenflächenelement
- 113-4
- Zweites Seitenflächenelement
- 113-5
- Erstes Oberbereichsflächenelement
- 113-6
- Zweites Oberbereichsflächenelement
- 113-7
- Drittes Oberbereichsflächenelement
- 115
- Nackenbereich
- 117
- Erster Seitenbereich
- 119
- Zweiter Seitenbereich
- 121
- Oberbereich
- 123
- Belüftungsdurchbruch
- 125
- Weiterer Belüftungsdurchbruch
- 125-1
- Erster weiterer Belüftungsdurchbruch
- 125-2
- Zweiter weiterer Belüftungsdurchbruch
- 125-3
- Dritter weiterer Belüftungsdurchbruch
- 125-4
- Vierter weiterer Belüftungsdurchbruch
- 125-5
- Fünfter weiterer Belüftungsdurchbruch
- 125-6
- Sechster weiterer Belüftungsdurchbruch
- 125-7
- Siebter weiterer Belüftungsdurchbruch
- 125-8
- Achter weiterer Belüftungsdurchbruch
- 126
- Hinterschneidung
- 127
- Vorsprung
- 129
- Verbindungselement
- 131
- Elementunterseite
- 133
- Elementaufnahme
- 135
- Übergreifabschnitt
- 136
- Untergreifabschnitt
- 137
- Widerhaken
- 139
- Rücksprung
- 141
- Erstes Noppenelement
- 143
- Zweites Noppenelement
- 145
- Schaft eines Noppenelements
- 147
- Kopf eines Noppenelements
- 149
- Solllösestelle
- 151
- Schraubschaft
- 153
- Schraubkopf
- 155
- Schraubaußengewinde
- 157
- Verriegelungssteg
- 159
- Verriegelungsvertiefung
- 161
- Verriegelungskopf
- 163
- Aufgeweitete Kontur der Elementaufnahme
- 165
- Spalt
- 167
- Fortsatz der inneren Dämpfungsschicht
- 169
- Flexible Gewebeschicht
- 171
- Weiteres Verbindungselement
- 173
- Übergreifabschnitt
1. Fahrradhelm (100) für einen Fahrradfahrer, mit:
einen Helmkörper (101), wobei der Helmkörper (101) eine innere Dämpfungsschicht (103)
aufweist, und wobei der Helmkörper (101) eine äußere Kunststoffschale (105) aufweist,
welche mit der inneren Dämpfungsschicht (103) verbunden ist,
wobei in einer der inneren Dämpfungsschicht (103) abgewandten Schalenaußenseite (109)
der äußeren Kunststoffschale (105) eine Mehrzahl von Ausnehmungen (111, 111-1, 111-2,
111-3, 111-4, 111-5, 111-6, 111-7) geformt ist,
wobei der Helmkörper (101) eine Mehrzahl von Flächenelementen (113, 113-1, 113-2,
113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) aufweist, welche jeweils in den Ausnehmungen (111,
111-1, 111-2, 111-3, 111-4, 111-5, 111-6, 111-7) lösbar aufgenommen und derart ausgebildet
sind, sich bei einem Aufprall des Fahrradhelms (100) von dem Helmkörper (101) zu lösen,
um den Kopf und den Hals des Fahrradfahrers zu schützen.
2. Fahrradhelm (100) nach Anspruch 1, wobei der Helmkörper (101) einen Nackenbereich
(115) aufweist, welcher ausgebildet ist, an einem Nacken des Fahrradfahrers anzuliegen,
wobei der Helmkörper (101) einen ersten Seitenbereich (117), insbesondere ersten Schläfenbereich,
aufweist, welcher ausgebildet ist, an einer linken Kopfseite, insbesondere an einer
linken Schläfe, des Fahrradfahrers anzuliegen, wobei der Helmkörper (101) einen zweiten
Seitenbereich (119), insbesondere zweiten Schläfenbereich, aufweist, welcher ausgebildet
ist, an einer rechten Kopfseite, insbesondere an einer rechten Schläfe, des Fahrradfahrers
anzuliegen, und wobei der Helmkörper (101) einen Oberbereich (121) aufweist, welcher
ausgebildet ist, an einer Kopfoberseite des Fahrradfahrers anzuliegen,
wobei die in der Schalenaußenseite (109) der äußeren Kunststoffschale (105) geformten
Ausnehmungen (111, 111-1, 111-2, 111-3, 111-4, 111-5, 111-6, 111-7) in dem Nackenbereich
(115), in dem ersten Seitenbereich (117), in dem zweiten Seitenbereich (119) und/oder
in dem Oberbereich (121) des Helmkörpers (101) angeordnet sind, und
wobei die in den Ausnehmungen (111, 111-1, 111-2, 111-3, 111-4, 111-5, 111-6, 111-7)
jeweils lösbar aufgenommenen Flächenelemente (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5,
113-6, 113-7) in dem Nackenbereich (115), in dem ersten Seitenbereich (117), in dem
zweiten Seitenbereich (119) und/oder in dem Oberbereich (121) des Helmkörpers (101)
angeordnet sind.
3. Fahrradhelm (100) nach Anspruch 2, wobei die Flächenelemente (113, 113-1, 113-2, 113-3,
113-4, 113-5, 113-6, 113-7) ein erstes Nackenflächenelement (113-1) umfassen, welches
in einer in dem Nackenbereich (115) des Helmkörpers (101) angeordneten Nackenausnehmung
(111-1) lösbar aufgenommen ist, und/oder
wobei die Flächenelemente (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) ein
zweites Hinterkopfflächenelement (113-2) umfassen, welches in einer zwischen dem Nackenbereich
(115) und dem Oberbereich (121) des Helmkörpers (101) angeordneten Hinterkopfausnehmung
(111-2) lösbar aufgenommen ist, und/oder
wobei die Flächenelemente (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) ein
erstes Seitenflächenelement (113-3), insbesondere ein erstes Schläfenflächenelement
umfassen, welches in einer in dem ersten Seitenbereich (117), insbesondere in dem
ersten Schläfenbereich, des Helmkörpers (101) angeordneten ersten Seitenausnehmung
(111-3), insbesondere ersten Schläfenausnehmung, lösbar aufgenommen ist, und/oder
wobei die Flächenelemente (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) ein
zweites Seitenflächenelement (113-4), insbesondere ein zweites Schläfenflächenelement,
umfassen, welches in einer in dem zweiten Seitenbereich (119), insbesondere in dem
zweiten Schläfenbereich, des Helmkörpers (101) angeordneten zweiten Seitenausnehmung
(111-4), insbesondere zweiten Schläfenausnehmung, lösbar aufgenommen ist, wobei das
erste Seitenflächenelement (113-3) und das zweite Seitenflächenelement (113-4) insbesondere
symmetrisch zueinander geformt sind, und/oder
wobei die Flächenelemente (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) ein
erstes Oberbereichsflächenelement (113-5) umfassen, welches in einer in dem Oberbereich
(121) des Helmkörpers (101) angeordneten ersten Oberbereichsausnehmung (111-5) lösbar
aufgenommen ist, und/oder
wobei die Flächenelemente (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) ein
zweites Oberbereichsflächenelement (113-6) umfassen, welches in einer in dem Oberbereich
(121) des Helmkörpers (101) angeordneten zweiten Oberbereichsausnehmung (111-6) lösbar
aufgenommen ist, und/oder
wobei die Flächenelemente (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) ein
drittes Oberbereichsflächenelement (113-7) umfassen, welches in einer in dem Oberbereich
(121) des Helmkörpers (101) angeordneten dritten Oberbereichsausnehmung (111-7) lösbar
aufgenommen ist, wobei das zweite Oberbereichsflächenelement (113-6) und das dritte
Oberbereichsflächenelement (113-7) insbesondere symmetrisch zueinander geformt sind.
4. Fahrradhelm (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zumindest ein Flächenelement
(113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) der Mehrzahl von Flächenelementen
(113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) zumindest einen Belüftungsdurchbruch
(123) aufweist, wobei insbesondere das erste Oberbereichsflächenelement (113-5) zumindest
ein Belüftungsdurchbruch (123) aufweist, und/oder wobei insbesondere das zweite Oberbereichsflächenelement
(113-6) einen Belüftungsdurchbruch (123) aufweist, und/oder wobei insbesondere das
dritte Oberbereichsflächenelement (113-7) einen Belüftungsdurchbruch (123) aufweist.
5. Fahrradhelm (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die äußere Kunststoffschale
(105) eine Mehrzahl von weiteren Belüftungsdurchbrüchen (125, 125-1, 125-2, 125-3,
125-4, 125-5, 125-6, 125-7, 125-8) aufweist,
wobei insbesondere zumindest ein erster weiterer Belüftungsdurchbruch (125-1) zwischen
dem ersten Nackenflächenelement (113-1) und dem zweiten Nackenflächenelement (113-2)
in dem Nackenbereich (115) des Helmkörpers (101) geformt ist, und/oder
wobei insbesondere ein zweiter weiterer Belüftungsdurchbruch (125-2) zwischen dem
ersten Nackenflächenelement (113-1) und dem ersten Seitenflächenelement (113-3) in
dem Nackenbereich (115) des Helmkörpers (101) geformt ist, und/oder
wobei insbesondere ein dritter weiterer Belüftungsdurchbruch (125-3) zwischen dem
ersten Nackenflächenelement (113-1) und dem zweiten Seitenflächenelement (113-4) in
dem Nackenbereich (115) des Helmkörpers (101) geformt ist, und/oder
wobei insbesondere ein vierter weiterer Belüftungsdurchbruch (125-4) zwischen dem
ersten Seitenflächenelement (113-3) und dem zweiten Oberseitenflächenelement (113-6)
in dem ersten Seitenbereich (117) des Helmkörpers (101) geformt ist, und/oder
wobei insbesondere ein fünfter weiterer Belüftungsdurchbruch (125-5) zwischen dem
zweiten Seitenflächenelement (113-4) und dem dritten Oberseitenflächenelement (113-7)
in dem zweiten Seitenbereich (119) des Helmkörpers (101) geformt ist, und/oder
wobei insbesondere zumindest ein sechster weiterer Belüftungsdurchbruch (125-6) fluchtend
zu zumindest einem Belüftungsdurchbruch (123) des ersten Oberbereichsflächenelements
(113-5) geformt ist, und/oder
wobei insbesondere zumindest ein siebter weiterer Belüftungsdurchbruch (125-7) fluchtend
zu einem Belüftungsdurchbruch (123) des zweiten Oberbereichsflächenelements (113-6)
geformt ist, und/oder
wobei insbesondere zumindest ein achter weiterer Belüftungsdurchbruch (125-8) fluchtend
zu einem Belüftungsdurchbruch (123) des dritten Oberbereichsflächenelements (113-7)
geformt ist.
6. Fahrradhelm (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die jeweils in den
Ausnehmungen (111, 111-1, 111-2, 111-3, 111-4, 111-5, 111-6, 111-7) lösbar aufgenommenen
Flächenelemente (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) durch Verbindungselemente
(129) mit der äußeren Kunststoffschale (105) und/oder mit der inneren Dämpfungsschicht
(103) lösbar verbunden sind, wobei insbesondere die Verbindungselemente (129) mit
den Flächenelementen (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) unlösbar
oder lösbar verbunden sind.
7. Fahrradhelm (100) nach Anspruch 6, wobei die Verbindungselemente (129) an einer der
inneren Dämpfungsschicht (103) zugewandten Elementunterseite (131) der Flächenelemente
(113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) angeordnet sind und mit einer
den Flächenelementen (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) zugewandten
Schichtoberseite (103-1) der inneren Dämpfungsschicht (103) lösbar verbunden sind.
8. Fahrradhelm (100) nach Anspruch 7, wobei in der Schichtoberseite (103-1) der inneren
Dämpfungsschicht (103) eine Mehrzahl von Elementaufnahmen (133) angeordnet ist, in
welche jeweils ein Verbindungselement (129) lösbar eingreift, wobei die Verbindungselemente
(129) insbesondere verformbare Vorsprungselemente, Verbindungsschrauben, Verbindungsknöpfe,
Verbindungstifte, und/oder Verbindungsbolzen umfassen, welche in die jeweiligen Elementaufnahmen
(133) lösbar eingreifen.
9. Fahrradhelm (100) nach Anspruch 7 oder 8, wobei an der Schichtoberseite (103-1) der
inneren Dämpfungsschicht (103) eine Mehrzahl von ersten Noppenelementen (141) angeordnet
ist, und wobei die an der Elementunterseite (131) der Flächenelemente (113, 113-1,
113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) angeordneten Verbindungselemente (129) eine
Mehrzahl von zweiten Noppenelementen (143) umfassen, wobei sich die ersten und zweiten
Noppelemente (141, 143) wechselseitig hintergreifen, um die lösbare Verbindung zwischen
den Flächenelementen (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) und der
inneren Dämpfungsschicht (103) bereitzustellen.
10. Fahrradhelm (100) nach Anspruch 9, wobei die ersten und zweiten Noppenelemente (141,
143) jeweils einen Schaft (145) aufweisen, wobei an einem jeweiligen Schaftende des
jeweiligen Schafts (145) jeweils ein Kopf (147), insbesondere ein halbkugelförmiger
Kopf (147), angeordnet ist, wobei die Köpfe (147) der ersten Noppenelemente (141)
die Köpfe (147) der zweiten Noppenelemente (143) wechselseitig hintergreifen.
11. Fahrradhelm (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche 6 bis 10, wobei die Verbindungselemente
(129) jeweils eine Solllösestelle (149) aufweisen, welche ausgebildet ist, die lösbare
Verbindung zwischen den Flächenelementen (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5,
113-6, 113-7) und der äußeren Kunststoffschale (105) und/oder der inneren Dämpfungsschicht
(103) zu lösen, wobei die jeweilige Solllösestelle (149) insbesondere ausgebildet
ist, die lösbare Verbindung zwischen den Flächenelementen (113, 113-1, 113-2, 113-3,
113-4, 113-5, 113-6, 113-7) und der äußeren Kunststoffschale (105) und/oder der inneren
Dämpfungsschicht (103) zu lösen, wenn auf das jeweilige Flächenelement (113, 113-1,
113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) ein Druckimpuls ausgeübt wird.
12. Fahrradhelm (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei in der äußeren Kunststoffschale
(105) und/oder in der Dämpfungsschicht (111) eine Mehrzahl von Hinterschneidungen
(126) geformt sind, welche mit den Ausnehmungen (111, 111-1, 111-2, 111-3, 111-4,
111-5, 111-6, 111-7) verbunden sind, wobei die jeweils in den Ausnehmungen (111, 111-1,
111-2, 111-3, 111-4, 111-5, 111-6, 111-7) lösbar aufgenommenen Flächenelemente (113,
113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) Vorsprünge (127), insbesondere Lippen,
aufweisen, welche in den Hinterschneidungen (126) lösbar aufgenommen sind.
13. Fahrradhelm (100) nach Anspruch 12, wobei die Hinterschneidungen (126) zwischen der
äußeren Kunststoffschale (105) und einer den Flächenelementen (113, 113-1, 113-2,
113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) zugewandten Schichtoberseite (103-1) der inneren
Dämpfungsschicht (103) geformt sind.
14. Fahrradhelm (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Fahrradhelm (100)
eine flexible Gewebeschicht (169) aufweist, welche zwischen der inneren Dämpfungsschicht
(103) und der äußeren Kunststoffschale (105) angeordnet ist, wobei die in den Ausnehmungen
(111, 111-1, 111-2, 111-3, 111-4, 111-5, 111-6, 111-7) aufgenommenen Flächenelemente
(113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) lösbar an der flexiblen Gewebeschicht
(169) befestigt sind und derart ausgebildet sind, sich bei einem Aufprall des Fahrradhelms
(100) von dem Helmkörper (101) zu lösen, um den Kopf und den Hals des Fahrradfahrers
zu schützen.
15. Fahrradhelm (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die äußere Kunststoffschale
(109) Übergreifabschnitte (135), welche an einer Außenseite der Flächenelemente (113,
113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) anliegen, und/oder Untergreifabschnitte
(136) aufweist, welche an einer Innenseite der Flächenelemente (113, 113-1, 113-2,
113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) anliegen, wobei die Untergreifabschnitte (136)
insbesondere zwischen der Innenseite der Flächenelemente (113, 113-1, 113-2, 113-3,
113-4, 113-5, 113-6, 113-7) und einer den Flächenelementen (113, 113-1, 113-2, 113-3,
113-4, 113-5, 113-6, 113-7) zugewandten Schichtoberseite (103-1) der inneren Dämpfungsschicht
(103) angeordnet sind, um die lösbare Verbindung zwischen den Flächenelementen (113,
113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) und der äußeren Kunststoffschale
(105) bereitzustellen.
16. Fahrradhelm (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die äußere Kunststoffschale
(105) aus Kohlenfaser-verstärkten Kunststoff (CFK), Acryl-Butadien-Styrol-Copolymer
(ABS), Polycarbonat (PC), Polyoxymethylen (POM), Polypropylen (PP), und/oder Polystyrol
(PS) geformt ist, und/oder
wobei die Flächenelemente (113, 113-1, 113-2, 113-3, 113-4, 113-5, 113-6, 113-7) aus
Kohlenfaser-verstärkten Kunststoff (CFK), Acryl-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS), Polycarbonat
(PC), Polyoxymethylen (POM), Polypropylen (PP), und/oder Polystyrol (PS) geformt sind,
und/oder
wobei die innere Dämpfungsschicht (103) aus Polystyrol (PS), Polyester (PE), Polypropylen
(PP) und/oder Polyvinylchlorid (PVC), additiv gefertigtem Polyamid, extrudierten Polymeren,
insbesondere expandiertes Polystyrol (EPS) und/oder expandiertes Polypropylen (EPP)
und/oder aus einem Copolymer aus Polystyrol (PS) und Polypropylen (PP) geformt ist.