[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gesteinsverarbeitungsanlage mit wenigstens
einer Gesteinsverarbeitungsvorrichtung zur Zerkleinerung oder/und zur größenmäßigen
Sortierung von körnigem mineralischem Material, wobei die Gesteinsverarbeitungsanlage
als Anlagenkomponenten umfasst:
[0002] Eine derartige Gesteinsverarbeitungsanlage ist aus der
DE 10 2020 003 966 A1 bzw. aus ihrem Familienmitglied
EP 3 936 234 A1 bekannt. Die bekannte Gesteinsverarbeitungsanlage, welche nur aus einer einzigen
Gesteinsverarbeitungsvorrichtung besteht, lehrt zur Erzielung eines möglichst konstanten
Endkornprodukts durch eine erste Bandwaage den gesamten Materialstrom von einer Brechvorrichtung
weg hin zu einem Nachsieb mengenmäßig zu erfassen und durch eine zweite Bandwaage
das mittels eines Austragsförderbands verhaldete Wertkorn der einzigen Wertkorn-Sieblinie
mengenmäßig zu erfassen. Die Menge an im Nachsieb abgeschiedenem Überkorn, welches
eine größere Korngröße als das gewünschte Wertkorn aufweist und für einen erneuten
Durchgang durch die Brechvorrichtung rückgeführt wird, wird mengenmäßig als Differenz
zwischen der gesamten erfassten Materialmenge abzüglich der erfassten Menge an Wertkorn
abgeschätzt bzw. errechnet.
[0003] Anhand der gemäß der
DE 10 2020 003 966 A1 erfassten Werte kann ein Wertkornanteil und ein Überkornanteil der Gesteinsverarbeitungsanlage
in deren jeweiligem Betriebszustand ermittelt werden. Anhand von zuvor in einem Datenspeicher
hinterlegten Datenzusammenhängen stellt die Steuervorrichtung der bekannten Gesteinsverarbeitungsanlage
Betriebsparameter der Gesteinsverarbeitungsanlage so ein, dass der Wertkornanteil
erhöht und der Überkornanteil minimiert wird. Stellgrößen sind beispielsweise die
Drehzahl eines Rotors einer Brechvorrichtung, ein Brechspalt der Brechvorrichtung,
die Aufgabemenge an zu brechendem Material. Dabei ist bekannt, dass die Verringerung
des Brechspalts eine Verschiebung der am Endprodukt erzielten Korngrößen hin zu kleineren
Korngrößen bewirkt, und dass eine Verringerung der Drehzahl des Rotors der Brechvorrichtung
die am Endprodukt erzielten Korngrößen hin zu größeren Korngrößen verschiebt. Durch
eine Veränderung der Aufgabemenge an Material in die Brechvorrichtung kann die Höhe
des Wertkornanteils beeinflusst werden.
[0004] Weiterhin empfiehlt die
DE 10 2020 003 966 A1 zur Erzielung einer möglichst konstanten Produktion, nicht brechbares Fremdmaterial
rechtzeitig auszuschleusen, wobei hierdurch lediglich naheliegender Weise ein Störfall
und damit ein Stillstand der Brechvorrichtung der Gesteinsverarbeitungsanlage vermieden
wird.
[0005] Aus der
DE 10 2017 124 958 A1 ist eine weitere Gesteinsverarbeitungsanlage bekannt, deren Steuervorrichtung eine
Beschickung und in der Folge einen Füllgrad einer Brechvorrichtung unmittelbar oder
mittelbar abhängig von einer mechanischen Belastung der Brechvorrichtung automatisiert
einstellt.
[0006] Nachteilig an der aus der
DE 10 2020 003 966 A1 bekannten Gesteinsverarbeitungsanlage ist zum einen ihre Anwendbarkeit auf nur eine
Wertkorn-Sieblinie und deren Wertkornanteil. Die ebenfalls offenbarte Fokussierung
auf eine Minimierung des Anteils an rückgeführtem Überkorn ist im Grunde nichts anderes
als die Maximierung des Wertkornanteils, da der Überkornanteil in der bekannten Gesteinsverarbeitungsanlage
nicht erfasst, sondern nur aus dem erfassten Wertkornanteil abgeschätzt bzw. errechnet
wird. Der gemäß der
DE 10 2020 003 966 A1 angenommene Überkornanteil ist daher stets unmittelbar linear abhängig vom tatsächlich
erfassten Wertkornanteil und repräsentiert den Wertkornanteil ebenso wie den Überkornanteil.
[0007] Für die in der industriellen Realität maßgeblichen Fälle mehrerer Wertkorn-Sieblinien
und eine gezielte Einstellung von deren Anteilen am insgesamt verarbeitetem Material
bietet die
DE 10 2020 003 966 A1 keine Lösung an.
[0008] Darüber hinaus ist eine Fokussierung allein auf den Wertkornanteil bzw. auf eine
Minimierung der Menge an rückgeführtem Überkorn nicht immer hilfreich, da Überkorn
das aufgegebene Material um vorgebrochenes und damit in der Regel bereits kleineres
Korn als das Korn des aufgegebenen Materials ergänzt und somit als Stützkorn wirkt.
Fehlendes Stützkorn kann den Brechvorgang destabilisieren und sich negativ auf die
Qualität des Endkornprodukts auswirken. Die beeinträchtigte Qualität kann sich in
einer zunehmend auftretenden unvorteilhaften Kornform auswirken, beispielsweise in
einer verringerten Kubizität.
[0009] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die eingangs genannte Gesteinsverarbeitungsanlage
derart weiterzubilden, dass sie eine automatisierte Betriebsführung auf Grundlage
einer umfangreicheren Zielgrößendefinition ermöglicht. Insbesondere soll die weitergebildete
Gesteinsverarbeitungsanlage ermöglichen, Mengenströme mehrerer Wertkorn-Sieblinien
betragsmäßig in einem vorbestimmten Ziel-Toleranzband aufeinander abzustimmen.
[0010] Diese Aufgabe löst die vorliegende Erfindung an einer Gesteinsverarbeitungsanlage
mit allen Merkmalen des Anspruchs 1. Eine solche Gesteinsverarbeitungsanlage umfasst
unter anderem als Anlagenkomponenten:
- wenigstens zwei Austragsfördervorrichtungen zur Förderung von verarbeitetem Material
aus der Gesteinsverarbeitungsanlage auf je eine Halde, wobei jede der wenigstens zwei
Austragsfördervorrichtungen verarbeitetes Material einer anderen von der wenigstens
einen Siebvorrichtung ausgegebenen Wertkorn-Sieblinie fördert,
- wenigstens einen Mengensensor für jede der wenigstens zwei Wertkorn-Sieblinien, jeweils
zur Erfassung einer Mengengröße, welche eine in der jeweiligen Wertkorn-Sieblinie
pro Zeiteinheit anfallende Austragsmenge an verarbeitetem Material repräsentiert.
[0011] Erfindungsgemäß ist die Steuervorrichtung dazu ausgebildet, einen Betrieb wenigstens
einer Anlagenkomponente zu steuern nach Maßgabe von Erfassungssignalen, wobei die
Erfassungssignale in unterschiedlichen Wertkorn-Sieblinien pro Zeiteinheit anfallende
Austragsmengen repräsentieren, sowie nach Maßgabe wenigstens eines in dem Datenspeicher
hinterlegten Datenzusammenhangs, welcher die Erfassungssignale des wenigstens einen
Mengensensors oder/und eine aus den Erfassungssignalen des wenigstens einen Mengensensors
abgeleitete Größe unter Berücksichtigung wenigstens einer vorbestimmten Zielgröße
oder wenigstens eines vorbestimmten Zielgrößenbereichs quantitativ oder qualitativ
in Beziehung setzt zu wenigstens einem Steuerungs-Betriebsparameter oder/und zu wenigstens
einer Änderung eines Steuerungs-Betriebsparameters wenigstens einer Anlagenkomponente.
[0012] Die erfindungsgemäße Gesteinsverarbeitungsanlage umfasst wenigstens zwei Austragsfördervorrichtungen,
um das Material der unterschiedlichen Wertkorn-Sieblinien, welche folgerichtig unterschiedliche
Korngrößen aufweisen, auf unterschiedliche, räumlich voneinander getrennte Halden
zu fördern.
[0013] Der wenigstens eine Mengensensor pro Wertkorn-Sieblinie gestattet die Erfassung der
pro Zeiteinheit in der jeweiligen Wertkorn-Sieblinie anfallenden Austragsmenge und
somit die Erfassung einer Größe, welche zur Steuerung bzw. Regelung des Betriebs der
Gesteinsverarbeitungsanlage herangezogen wird.
[0014] In dem Datenspeicher ist wenigstens ein Datenzusammenhang hinterlegt, welcher einen
Zusammenhang darstellt zwischen Erfassungssignalen des wenigstens einen Mengensensors,
wenigstens einem Wert oder Wertebereich einer Zielgröße und dem wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter.
Mit dem Begriff "Steuerungs-Betriebsparameter" ist lediglich ausgesagt, dass es sich
um einen Betriebsparameter der Gesteinsverarbeitungsanlage handelt, welcher durch
die Steuervorrichtung mittels Steuerungseingriffe veränderbar ist.
[0015] Der Datenzusammenhang kann als Kennfeld, als analytische Funktion, als Zuordnungstabelle,
Zuordnungsmatrix oder Zuordnungstensor, als Fuzzy-Set oder dergleichen abgespeichert
sein, sodass ausgehend von einem Erfassungssignal als Eingangsdatum des Datenzusammenhangs
und weiter ausgehend von einem gewünschten und daher vorbestimmten Sollwert oder Sollwertebereich
einer Zielgröße als wenigstens einem weiteren Eingangsdatum des Datenzusammenhangs
der Datenzusammenhang als Ausgangsdatum wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter
quantitativ oder qualitativ angibt, dessen Einstellung an der dem jeweiligen Steuerungs-Betriebsparameter
zugehörigen Anlagenkomponente einen Istwert der Zielgröße zu dem vorbestimmten Sollwert
oder Sollwertebereich hin ändert.
[0016] Gemäß der vorliegenden Anmeldung ist eine Steuervorrichtung auch dann zur Steuerung
einer Anlagenkomponente ausgebildet, wenn sie wenigstens einen mit dem wenigstens
einen Datenzusammenhang ermittelten Steuerungs-Betriebsparameter nicht unmittelbar
an der betreffenden Anlagenkomponente einstellt, sondern den ermittelten Steuerungs-Betriebsparameter
durch Ausgabe an einer Ausgabevorrichtung einem Maschinenführer vorschlägt, der den
Vorschlag entweder unmittelbar annimmt oder den vorgeschlagenen Steuerungs-Betriebsparameter
selbst einstellt.
[0017] Die Zielgröße oder der Zielgrößenbereich können je nach Art der Zielgröße und ihres
Betrags von einer übergeordneten Datenverarbeitungsanlage an den Datenspeicher übertragen
werden oder können vor Ort über eine weiter unten näher angegebene Eingabevorrichtung
von einer Bedienperson eingegeben und im Datenspeicher abgespeichert werden.
[0018] Bei einem quantitativen Datenzusammenhang gibt der Datenzusammenhang für einen Satz
von Eingabedaten einen Satz von quantitativen Ausgabedaten aus, also einen Satz von
betragsmäßig bestimmten Steuerungs-Betriebsparametern. Der Satz von Ausgabedaten kann
nur einen Steuerungs-Betriebsparameter umfassen.
[0019] Bei einem qualitativen Datenzusammenhang kann der Datenzusammenhang für einen Satz
von Eingabedaten beispielsweise je eine Änderungsrichtung für einen Satz von Ausgangsdaten
angeben. So kann für jeden Steuerungs-Betriebsparameter des Satzes von Ausgangsdaten
eine Angabe ausgegeben werden, ob der Steuerungs-Betriebsparameter betragsmäßig erhöht
oder verringert werden soll. Für einen nicht zu verändernden Steuerungs-Betriebsparameter
wird entweder keine Ausgabe erzeugt oder eine Ausgabe, die den betreffenden Steuerungs-Betriebsparameter
als nicht zu verändern anzeigt.
[0020] Der qualitative Datenzusammenhang kann den Änderungsbedarf eines Steuerungs-Betriebsparameters
näher qualifizieren, etwa als "gering erhöhen bzw. verringern", "normal erhöhen bzw.
verringern", "stark erhöhen bzw. verringern". Weitere Verfeinerungen der Abstufungen
sind denkbar.
[0021] Die Steuervorrichtung kann aus einem Datenverarbeitungsprogramm oder aus dem Datenspeicher
selbst einen quantitativen Änderungswert erhalten bzw. abrufen, welcher auf den jeweiligen
Steuerungs-Betriebsparameter entsprechend dem ausgegebenen Änderungsbedarf betragsmäßig
anzuwenden ist. So kann jeder Steuerungs-Betriebsparameter inkrementell solange mit
dem quantitativen Änderungswert verändert werden, bis der Istwert der Zielgröße ausreichend
genau dem Sollwert entspricht bzw. in einem vorbestimmten Sollwertebereich liegt.
[0022] Der Datenzusammenhang kann anhand bereits bekannter Wirkzusammenhänge vorab erstellt
werden und im Datenspeicher abgelegt werden. So sind bereits Zusammenhänge zwischen
Füllgrad einer Brechvorrichtung und der beim Brechen in der Brechvorrichtung erhaltenen
Kornform sowie dem sich einstellenden Verschleiß an Komponenten der Brechvorrichtung
bekannt. Weiter bekannt sind Zusammenhänge zwischen einem erhaltenen Überkornanteil
und der Rotordrehzahl des Brechrotors sowie dem eingestellten Brechspalt und dergleichen,
um nur einige Zusammenhänge von Einflussgrößen beispielhaft zu nennen. Der Datenzusammenhang
kann als initialer Datenzusammenhang im Datenspeicher abgespeichert und durch anschließende
Versuchsbetriebe weiter verfeinert bzw. durch Betrachtung weiterer möglicher Wirkzusammenhänge
zwischen möglichen weiteren Einflussgrößen, möglichen Zielgrößen und Ausgangsdaten
erweitert werden. Zur Ermittlung dieser Wirkzusammenhänge können Methoden der künstlichen
Intelligenz, wie etwa Deep Learning, angewendet werden, mit welchen die Steuervorrichtung
wenigstens einen Datenzusammenhang im Datenspeicher quasi selbstständig um die erkannten
Wirkzusammenhänge erweitern bzw. bestehende Wirkzusammenhänge korrigieren oder/und
in ihrer Genauigkeit verbessern kann. Die Anwendung herkömmlicher analytischer Verfahren
im Versuchsbetrieb, um Wirkzusammenhänge zwischen Eingangsgrößen, Zielgrößen und Ausgangsdaten
zu ermitteln, ist zusätzlich oder alternativ möglich.
[0023] Weiterhin können, insbesondere durch Anwendung von Methoden der künstlichen Intelligenz,
Daten an bestehenden gleichartigen Gesteinsverarbeitungsanlagen gesammelt, an eine
Auswerteeinheit übertragen und von der Auswerteeinheit oder wenigstens unter Beteiligung
der Auswerteeinheit methodisch ausgewertet werden. Die unter Beteiligung der Auswerteeinheit
erkannten Datenzusammenhänge können beispielsweise per Mobilfunknetz oder anderen
Datenübertragungsverbindungen unmittelbar oder im Zuge einer fälligen Wartung in den
Datenspeicher der Gesteinsverarbeitungsanlage übertragen werden. So kann mit zunehmender
Betriebsdauer der wenigstens eine Datenzusammenhang in seiner Genauigkeit und Treffsicherheit
kontinuierlich verbessert werden. Gerade für die Analyse und Ermittlung komplexer
mehrdimensionaler Wirkzusammenhänge, also bei sich wechselseitig beeinflussenden mehreren
Einflussgrößen, Zielgrößen und Ausgangsdaten, ist die Anwendung von Methoden der künstlichen
Intelligenz sinnvoll und hilfreich, um aus einer Fülle von beobachteten Betriebsdaten
Datenzusammenhänge zu extrahieren.
[0024] Mit dem Begriff "Wertkorn-Sieblinie" ist eine durch einen Siebvorgang erhaltene Fraktion
an Korn bezeichnet, welche ein vorbestimmtes gewünschtes Endkornprodukt der Gesteinsverarbeitung
umfasst. Davon zu unterscheiden ist Unterkorn, welches eine kleinere Korngröße als
die Korngröße des kleinsten gewünschten Endkornprodukts aufweist, und Überkorn, welches
eine größere Korngröße als die Korngröße des größten gewünschten Endkornprodukts aufweist.
[0025] Der in der vorliegenden Anmeldung gebrauchte Begriff "Menge" kann bei körperlichen
Mengen, wie insbesondere dem zu verarbeitenden und dem verarbeiteten Material, eine
Masse bzw. ein Gewicht oder/und ein Volumen bezeichnen.
[0026] In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann jeder Wertkorn-Sieblinie
eine Soll-Mengengröße als Zielgröße zugeordnet sein. Die Soll-Mengengröße kann ein
Soll-Mengenanteil an der Gesamtaufgabemenge oder an der Gesamtmenge an verarbeitetem
Material sein oder kann eine angegebene SollMenge in Masse oder Gewicht oder Volumen,
jeweils pro Zeiteinheit, sein. Ebenso kann die Soll-Mengengröße ein Soll-Mengenverhältnis
der von zwei Wertkorn-Sieblinien pro Zeiteinheit jeweils gelieferten Mengen an Wertkorn
sein. Sind mehr als zwei Wertkorn-Sieblinien an der Gesteinsverarbeitungsanlage vorhanden,
kann für je ein Paar von Wertkorn-Sieblinien ein Soll-Mengenverhältnis als eine Zielgröße
angegeben sein. So kann die Steuervorrichtung in vorteilhafter Weise dazu ausgebildet
sein, wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter wenigstens einer Anlagenkomponente
nach Maßgabe der Erfassungssignale und des wenigstens einen Datenzusammenhangs so
zu verändern, dass die Ist-Mengengröße der jeweiligen Wertkorn-Sieblinie innerhalb
eines vorbestimmten Toleranzbereichs um die der Wertkorn-Sieblinie jeweils zugeordnete
Soll-Mengengröße liegt oder/und dass ein Ist-Mengenverhältnis von zwei unterschiedlichen
Wertkorn-Sieblinien innerhalb eines vorbestimmten Toleranzbereichs um ein Soll-Mengenverhältnis
liegt.
[0027] Die wenigstens eine Zielgröße kann ein Satz von Zielgrößen sein, von welchen die
Soll-Mengengrößen der jeweiligen Wertkorn-Sieblinien nur eine Zielgröße sind. Andere
Zielgrößen können beispielsweise der Energieverbrauch der Gesteinsverarbeitungsanlage
pro Zeiteinheit, der Verschleiß von Anlagenkomponenten, die innerhalb einer Wertkorn-Sieblinie
erhaltene Kornform bzw. Kornformverteilung und dergleichen sein.
[0028] Erfindungsgemäß weist die Gesteinsverarbeitungsanlage wenigstens eine Überkorn-Rückführvorrichtung
auf, welche eine Überkorn-Siebfraktion zurück in die Materialaufgabevorrichtung oder
in einen Eingabebereich einer Brechvorrichtung der Gesteinsverarbeitungsanlage fördert.
Weiter bevorzugt weist die Gesteinsverarbeitungsanlage einen Überkorn-Mengensensor
auf, welcher die pro Zeiteinheit rückgeführte Menge an Überkorn in wenigstens einer
der wenigstens einen Überkorn-Rückführvorrichtung erfasst. Die Menge an pro Zeiteinheit
gefördertem Überkorn kann beispielsweise durch eine Bandwaage in einem Überkorn-Förderband
oder volumetrisch durch eine Kamera und anschließende Bildverarbeitung erfasst werden.
[0029] In dem Datenspeicher ist erfindungsgemäß ein Überkorn-Datenzusammenhang hinterlegt,
welcher die Erfassungssignale des wenigstens einen Überkorn-Mengensensors oder/und
eine aus den Erfassungssignalen des wenigstens einen Überkorn-Mengensensors abgeleitete
Größe unter Berücksichtigung der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße oder des
wenigstens einen vorbestimmten Zielgrößenbereichs quantitativ oder qualitativ in Beziehung
setzt zu wenigstens einem Steuerungs-Betriebsparameter oder/und zu wenigstens einer
Änderung eines Steuerungs-Betriebsparameters wenigstens einer Anlagenkomponente. Erfindungsgemäß
ist die Steuervorrichtung dazu ausgebildet, wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter
wenigstens einer Anlagenkomponente nach Maßgabe der Erfassungssignale des wenigstens
einen Überkorn-Mengensensors, der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße oder des
wenigstens eines vorbestimmten Zielgrößenbereichs und des wenigstens einen Überkorn-Datenzusammenhangs
zu verändern.
[0030] Eine Zielgröße der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße kann eine Soll-Überkorn-Mengengröße
sein, welche die Menge an Überkorn angibt, die pro Zeiteinheit rückgeführt werden
soll. Die Steuervorrichtung kann dann dazu ausgebildet sein, wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter
wenigstens einer Anlagenkomponente nach Maßgabe der Erfassungssignale des wenigstens
einen Überkorn-Mengensensors und des wenigstens einen Überkorn-Datenzusammenhangs
so zu verändern, dass eine Ist-Überkorn-Mengengröße wenigstens einer der wenigstens
einen Überkorn-Rückführvorrichtung innerhalb eines vorbestimmten Toleranzbereichs
um eine Soll-Überkorn-Mengengröße liegt.
[0031] Eine Zielgröße kann jedoch zusätzlich oder alternativ beispielhaft der Energieverbrauch
der Gesteinsverarbeitungsanlage pro Zeiteinheit oder/und die erhaltene Kornform sein.
[0032] Die Soll-Überkorn-Mengengröße kann selbst wiederum durch einen Datenzusammenhang
im Datenspeicher anhand von Eingangsdaten weiterer Sensoren oder/und Dateneingaben
als eine mögliche Zielgröße ermittelt werden.
[0033] Zur möglichst umfangreichen Optimierung ihres Betriebs kann die Gesteinsverarbeitungsanlage
wenigstens einen der folgenden Betriebssensoren zur Erfassung wenigstens eines dem
jeweiligen Betriebssensor zugeordneten Erfassungs-Betriebsparameters aufweisen:
- wenigstens einen Energieverbrauchssensor zur Erfassung eines Energieverbrauchs der
Gesteinsverarbeitungsanlage oder/und einer ihrer Anlagenkomponenten als der dem Energieverbrauchssensor
zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Durchsatzmengensensor zur Erfassung einer von der Gesteinsverarbeitungsanlage
oder/und einer ihrer Anlagenkomponenten pro Zeiteinheit verarbeiteten Durchsatzmenge
an Material als der dem Durchsatzmengensensor zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Brechvorrichtung-Belastungssensor zur Erfassung einer Betriebslast
wenigstens einer Brechvorrichtung der wenigstens einen Brechvorrichtung als der dem
Belastungssensor zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Siebvorrichtung-Belastungssensor zur Erfassung einer Betriebslast
wenigstens einer Siebvorrichtung der wenigstens einen Siebvorrichtung als der dem
Belastungssensor zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Antriebsvorrichtung-Belastungssensor zur Erfassung einer Betriebslast
wenigstens einer Antriebsvorrichtung der Gesteinsverarbeitungsanlage als der dem Antriebsvorrichtung-Belastungssensor
zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- einen Überlastzähler zur Erfassung einer Anzahl an pro Zeiteinheit auftretenden Überlastfällen
wenigstens einer Anlagenkomponente als der dem Überlastzähler zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- einen Verschleißsensor zur Erfassung eines an einer Anlagenkomponente auftretenden
Verschleißes als der dem Verschleißsensor zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Materialpuffer-Füllgradsensor zur Erfassung eines Füllgrads des Materialpuffers
als der dem Materialpuffer-Füllgradsensor zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Fördervorrichtung-Füllgradsensor zur Erfassung eines Füllgrads wenigstens
einer Fördervorrichtung als der dem Fördervorrichtung-Füllgradsensor zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Fördervorrichtung-Fördergeschwindigkeitssensor zur Erfassung einer
Fördergeschwindigkeit wenigstens einer Fördervorrichtung als der dem Fördervorrichtung-Fördergeschwindigkeitssensor
zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Brechvorrichtung-Füllgradsensor zur Erfassung eines Füllgrads wenigstens
einer Brechvorrichtung der wenigstens einen Brechvorrichtung als der dem Brechvorrichtung-Füllgradsensor
zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter, und
- wenigstens einen Brechspaltsensor zur Erfassung einer Abmessung eines Brechspalts
wenigstens einer Brechvorrichtung der wenigstens einen Brechvorrichtung als der dem
Brechspaltsensor zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter.
[0034] Der Begriff "Erfassungs-Betriebsparameter" drückt lediglich aus, dass der betreffende
Betriebsparameter durch einen Sensor mittelbar oder unmittelbar erfassbar ist. Ein
Erfassungs-Betriebsparameter kann auch Steuerungs-Betriebsparameter sein und umgekehrt.
[0035] Grundsätzlich reicht ein Sensor zur Erfassung eines Betriebsparameters aus. Dabei
kann jedoch bereits ein und derselbe Erfassungs-Betriebsparameter durch mehrere Sensoren
erfasst werden, etwa wenn kein durchschnittlicher, sondern ein ortsabhängiger lokaler
Füllgrad des Materialpuffers ermittelt werden soll. Sofern mehr als ein Betriebsparameter
erfasst werden soll, kann die Gesteinsverarbeitungsanlage mehr als einen Sensor aufweisen.
Das gleiche gilt, wenn mehr als ein physikalisches Wirkprinzip zur Erfassung eines
Betriebsparameters oder mehrerer Betriebsparameter Anwendung finden soll.
[0036] Der Energieverbrauch kann bei Verwendung einer Brennkraftmaschine als zentrales Kraftwerk
der Gesteinsverarbeitungsanlage durch einen Durchflusssensor zur Erfassung eines Durchflusses
an Kraftstoff in einer die Brennkraftmaschine mit Kraftstoff versorgenden Leitung
erfasst werden. An einer elektrischen Komponente kann der Energieverbrauch durch Erfassung
des der elektrischen Komponente zugeführten Stroms und der an der elektrischen Komponente
abfallenden Spannung über eine Betriebszeitphase erfasst werden. An einer hydraulischen
Komponente kann der Energieverbrauch durch Erfassung eines Durchflusses einer Hydraulikflüssigkeit
und des Drucks der Hydraulikflüssigkeit über eine Betriebszeitphase erfasst werden.
[0037] Der Füllgrad des Materialpuffers kann beispielsweise durch einen oder mehrere Ultraschallsensoren
erfasst werden. Zusätzlich oder alternativ ist eine optische Erfassung durch wenigstens
eine Kamera als Sensor oder/und eine taktile Erfassung durch einen mechanischen Sensor
möglich.
[0038] Der Füllgrad des Materialpuffers kann durch eine Füllhöhe des in den Materialpuffer
aufgegebenen Materials repräsentiert sein. Dabei kann ein einzelner Wert der Füllhöhe
als repräsentativer Wert für eine gesamte mittlere Füllhöhe des Materialpuffers herangezogen
werden, oder es können mehrere lokale Füllhöhen ermittelt werden, um die Füllung des
Materialpuffers lokal stärker aufzulösen. Ebenso ist denkbar, durch optische Verfahren,
wie beispielsweise Laserscannen, ein Profil der Oberfläche von in den Materialpuffer
aufgegebenen Material und deren Höhe über dem bekannten Boden des Materialpuffers
zu ermitteln. Die Füllhöhe bzw. die lokalen Füllhöhen bis hin zum Oberflächenprofil
des eingefüllten Materials können bereits den Füllgrad ausreichend repräsentieren.
Sie können alternativ in Beziehung gesetzt werden zum maximalen Fassungsvermögen des
Materialpuffers.
[0039] Dabei ist ein überfüllter Materialpuffer, insbesondere Aufgabetrichter, ebenso zu
vermeiden wie ein unterfüllter Materialpuffer. Beim überfüllten Materialpuffer geht
Material bei der Materialaufgabe verloren, weil es von einem Materialhaufen im Materialpuffer
abrutschen und neben die Materialaufgabevorrichtung fallen kann. Außerdem kann die
Förderleistung des Materialpuffers verschlechtert und die Siebleistung eines dem Materialpuffer
nachgelagertem Vorsiebs bei Überladung des Materialpuffers negativ beeinflusst werden.
Weiterhin kann die Überfüllung des Materialpuffers zu einer Überschüttung einer im
Materialfluss nachfolgenden Arbeitseinheit, insbesondere Brechvorrichtung führen.
Ein unterfüllter Aufgabetrichter kann zu einer hohen Belastung der an den Materialpuffer
anschließenden Fördervorrichtung führen, da Material bei der Materialaufgabe unmittelbar
auf die Fördervorrichtung auftrifft, was höheren Verschleiß und eine höhere Lärmemission
bewirken kann.
[0040] Alternativ oder bevorzugt zusätzlich zum Füllgrad des Materialpuffers kann der Füllgrad
wenigstens einer Fördervorrichtung als der oder ein relevanter Erfassungs-Betriebsparameter
erfasst werden. Bevorzugt ist dabei die Erfassung des Füllgrads einer vom Materialpuffer
zu einer Arbeitseinheit, insbesondere zu der Brechvorrichtung, fördernden Fördereinrichtung.
Die Förderleistung einer unmittelbar aus dem Materialpuffer fördernden Fördereinrichtung
hat nämlich sowohl Einfluss auf den Füllgrad des Materialpuffers, als auch auf den
Füllgrad der Arbeitseinheit, insbesondere der Brechvorrichtung, zu der sie Material
hin fördert. Entsprechendes gilt für die Erfassung einer Fördergeschwindigkeit wenigstens
einer Fördervorrichtung, welche bevorzugt wiederum die zwischen Materialpuffer und
Arbeitseinheit, insbesondere Brechvorrichtung, fördernde Fördervorrichtung ist.
[0041] Das Produkt aus Füllgrad und Fördergeschwindigkeit einer Fördervorrichtung gibt ein
Maß für das durch die Fördervorrichtung geförderte Volumen an und somit ein Maß für
das von der Gesteinsverarbeitungsanlage oder/und einer ihrer Anlagenkomponenten pro
Zeiteinheit verarbeiteten Durchsatzmenge an Material. Eine Kombination aus Sensoren
zur Erfassung von Füllgrad und Fördergeschwindigkeit ein und derselben Fördervorrichtung
kann somit als Durchsatzmengensensor verwendet werden.
[0042] Die Fördervorrichtung kann eine Bandfördervorrichtung oder eine Rinnenfördervorrichtung
sein, wobei Letztere bevorzugt nach Mikrowurfprinzip als Vibrationsförderer fördert.
Gerade als Fördervorrichtung zur Förderung zwischen Materialpuffer und einer Brechvorrichtung
ist ein Vibrationsförderer, vorzugsweise in Gestalt einer Rinnenfördervorrichtung,
bevorzugt. Die Gesteinsverarbeitungsanlage kann auch eine Mehrzahl an Fördervorrichtungen
aufweisen und wird in der Regel eine solche Mehrzahl aufweisen, beispielsweise weil
nicht dieselbe Fördervorrichtung als Aufgabefördervorrichtung vom Materialpuffer weg
zu einer Arbeitseinheit und als Austragsfördervorrichtung von einer Arbeitseinheit
weg aus der Gesteinsverarbeitungsanlage hinaus fördern kann. Im Falle einer Mehrzahl
von Fördervorrichtungen können diese unterschiedliche Förderprinzipien nutzen, wie
das oben bereits beschriebene Mikrowurfprinzip bei Vibrationsförderern oder/und wie
ein Bandförderer, wobei der Bandförderer aufgrund der im Austrag auftretenden geringeren
Korngröße und einer üblicherweise homogeneren Korngrößenverteilung in der Regel als
Austragsfördervorrichtung zur Anwendung kommt.
[0043] Eine Fördergeschwindigkeit einer Fördervorrichtung kann in unterschiedlicher Art
und Weise ermittelt werden. Die Fördergeschwindigkeit kann unabhängig von der Art
der Fördervorrichtung durch Erfassung einer Bewegung in Förderrichtung eines auf der
Fördervorrichtung liegenden Materials bestimmt werden, etwa durch Lichtschranke, durch
Ultraschall, durch optische Erfassung und Bildverarbeitung und dergleichen. Eine Fördergeschwindigkeit
eines Bandförderers kann durch Erfassung der Drehzahl einer mit dem Förderband kooperierenden
Rolle, sei es Stützrolle oder Antriebsrolle, oder durch Erfassung unmittelbar der
Bahngeschwindigkeit des Förderbands erfasst werden. Bei Vibrationsförderern kann die
Vibrationsamplitude und die Vibrationsfrequenz ein Maß für die Geschwindigkeit von
auf einem Vibrationsförderer aufliegendem Material sein, sodass eine Erfassung der
Vibrationsamplitude und der Vibrationsfrequenz eine Erfassung von die Fördergeschwindigkeit
repräsentierenden Größen ist.
[0044] Für alle Fördervorrichtungen gilt außerdem, dass deren Förderleistung aus der Antriebsleistung
eines sie antreibenden Motors ableitbar ist, so dass die Förderleistung als Betriebslast
eines Motors als Antriebsvorrichtung mittelbar aus der Erfassung eines Motordrehmoments
und einer Motordrehzahl ableitbar ist. Für manche Bauarten an Elektromotoren ist das
abgegebene Motordrehmoment aus dem gezogenen Motorstrom ermittelbar. Für hydraulische
Motoren gilt, dass das abgegebene Drehmoment proportional ist zum Produkt aus dem
Druckabfall über den hydraulischen Motor hinweg und dessen Schluckvolumen. Ansonsten
kann für jeden Motor abhängig von seinen Stellgrößen ein Drehmomentkennfeld ermittelt
und abgespeichert werden. Aus den erfassten Stellgrößen kann dann durch Abruf des
Drehmomentkennfelds von der Steuervorrichtung das Motordrehmoment ermittelt werden.
[0045] Als weiteren möglichen Erfassungs-Betriebsparameter kann wenigstens ein Sensor den
Füllgrad der Brechvorrichtung erfassen. Dies ist vor allem bei Backenbrechern und
Kegelbrechern aussagekräftig, soll aber auch für Prallbrecher und Walzenbrecher nicht
außer Betracht gelassen werden. Der Füllgrad einer Brechvorrichtung hat einen Einfluss
auf den Verschleiß von Brechwerkzeugen, wie Backen, Schlagleisten, Prallbalken, Prallschwingen,
Brechwalzen und dergleichen, sowie auf die Qualität, insbesondere die Kornform, des
Endkornproduktes.
[0046] Der Füllgrad einer Brechvorrichtung kann durch Lichtschranken, durch Ultraschall
und der gleichen erfasst werden.
[0047] Zusätzlich oder alternativ kann die Abmessung eines Brechspalts, also insbesondere
die Spaltbreite, einer Brechvorrichtung als ein Erfassungs-Betriebsparameter erfasst
werden. Dies gilt insbesondere für Backenbrecher und für Prallbrecher. Beim Prallbrecher
kann je eine Abmessung sowohl eines oberen als auch eines unteren Brechspalts an einer
oberen bzw. einer unteren Prallschwinge oder/und das Brechspalt-Verhältnis der genannten
Brechspalte als Erfassungs-Betriebsparameter erfasst werden. Eine Erfassung von Brechspalt-Abmessungen
kann durch Erfassung einer Stellung eines Aktuatorglieds erfolgen, welches ein die
jeweilige Brechspalt-Abmessung begrenzendes bewegliches Bauteil bewegt, so dass eine
Stellung des Aktuatorglieds einer Stellung des beweglichen Bauteils eindeutig zugeordnet
ist. Ein solches Bauteil kann eine bewegliche Brecherbacke oder eine Prallschwinge
sein. In dem oben genannten Datenspeicher kann eine Kalibration hinterlegt sein, welche
eine erfasste Stellung des Aktuatorglieds mit einer Brechspaltabmessung verknüpft.
[0048] Auch Betriebslasten können sensorisch als Erfassungs-Betriebsparameter erfasst werden,
so beispielsweise die Betriebslast einer Antriebsvorrichtung, wie etwa eines zentralen
Antriebsaggregats der Gesteinsverarbeitungsanlage, welche die an sie abgegebene Energie
in eine oder mehrere unterschiedliche andere Energieformen umwandelt. Eine solche
Antriebsvorrichtung kann eine Brennkraftmaschine sein, insbesondere ein Dieselmotor,
welche den inneren Heizwert eines Kraftstoffs in mechanische bzw. kinetische Energie
an einer Ausgangswelle umsetzt. Ebenso ist ein Elektromotor als eine solche Antriebsvorrichtung
denkbar, welcher ihm zugeführte elektrische Energie in mechanische bzw. kinetische
Energie an einer Ausgangswelle umsetzt. Entsprechendes gilt für einen Hydromotor.
In allen Fällen kann eine Betriebslast beispielsweise aus einer Erfassung der Drehzahl
der Ausgangswelle und einem bei dieser Drehzahl abgegebenen Drehmoment ermittelt werden.
Die Erfassung von Drehzahl und Drehmoment einer Welle ist im Stand der Technik hinreichend
bekannt. Wie oben dargelegt wurde, kann ein Motordrehmoment anhand wenigstens eines
weiteren Erfassungs-Betriebsparameters aus einem im Datenspeicher hinterlegten Drehmomentkennfeld
entnommen werden, in welchem das Motordrehmoment mit dem wenigstens einen weiteren
Erfassungs-Betriebsparameter verknüpft ist.
[0049] Alternativ oder zusätzlich kann die Betriebslast einer Brechvorrichtung als ein Erfassungs-Betriebsparameter
erfasst werden. Im Falle einer Brechvorrichtung ist unabhängig von der konkreten Brecherart
stets eine Eingangswelle vorhanden, welche einem beweglichen Teil der Brechvorrichtung,
wie etwa der beweglichen Brecherbacke eines Backenbrechers, dem Rotor eines Prallbrechers
oder dem Konus eines Kegelbrechers kinetische Energie zuführt. Auch hier kann die
Betriebslast aus der Drehzahl der Eingangswelle und dem bei der jeweils erfassten
Drehzahl abgegebenen Drehmoment ermittelt werden. Das Drehmoment der Eingangswelle
ist das Drehmoment einer die Eingangswelle antreibenden Maschine, gegebenenfalls gewandelt
durch wenigstens ein zwischen Antriebsmaschine und Eingangswelle angeordnetes Getriebe.
[0050] Alternativ oder zusätzlich kann die Betriebslast - Betriebslast im weitesten Sinne
- einer Siebvorrichtung als ein Erfassungs-Betriebsparameter erfasst werden. Da die
Siebvorrichtung als gerüttelte Siebvorrichtung ähnlich einem Vibrationsförderer funktioniert,
kann die Betriebslast der Siebvorrichtung durch eine Amplitude oder/und eine Frequenz
einer periodischen Siebbewegung repräsentiert sein. Zusätzlich oder alternativ kann
ein durch die periodische Siebbewegung bewirkter Wurfwinkel als ein Einflussparameter
der Betriebslast einer Siebvorrichtung berücksichtigt werden. Auch die Siebvorrichtung
wird durch eine Antriebswelle zu ihrer periodischen Bewegung angetrieben. Deren Drehzahl,
gegebenenfalls unter zusätzlicher Berücksichtigung des bei einer erfassten Drehzahl
gelieferten Drehmoments, ist ebenfalls ein Indikator für die Betriebslast einer Siebvorrichtung.
Daher kann ein Siebvorrichtung-Belastungssensor zur Erfassung der Betriebslast der
Siebvorrichtung die Bewegungsamplitude oder/und die Bewegungsfrequenz oder/und einen
Wurfwinkel der Siebvorrichtung oder/und eine Drehzahl oder/und ein Drehmoment der
Antriebswelle der betreffenden Siebvorrichtung als deren Betriebslast erfassen.
[0051] Ein Überlastzähler kann wenigstens einen zuvor beschriebenen Belastungssensor, wie
etwa Brechvorrichtung-Belastungssensor, Siebvorrichtung-Belastungssensor und Antriebsvorrichtung-Belastungssensor,
bzw. dessen Erfassungsergebnisse heranziehen und mit im Datenspeicher gespeicherten
vorbestimmten Belastungsschwellen vergleichen. Für jede Überschreitung einer vorbestimmten
Belastungsschwelle kann der Überlastzähler einen Zählwert für die jeweilige Belastung
inkrementell erhöhen. Der Überlastzähler kann alle derart in der Gesteinsverarbeitungsanlage
auftretenden Überlastfälle in einem Zählwert zusammenfassen oder er kann für eine
Gruppe von Anlagenkomponenten einen kollektiven Zählwert führen und für eine oder
mehrere dezidierte Anlagenkomponenten jeweils einen individuellen Zählwert führen
oder er kann für jede interessierende Anlagenkomponente je einen individuellen Zählwert
führen.
[0052] Ein Verschleißsensor kann durch Integration eines Sensors in das verschleißende Bauteil
gebildet sein, etwa derart, dass ein elektrisch leitfähiger Schaltkreis an einer vorbestimmten
Verschleißgrenze derart angeordnet wird, dass er bei Erreichen der Verschleißgrenze
zerstört wird. Der Verlust an Leitfähigkeit kann einfach erfasst werden. Werden mehrere
dieser Verschleißsensoren an unterschiedlichen Verschleißorten eines verschleißenden
Bauteils, insbesondere eines Brechwerkzeugs einer Brechvorrichtung, angeordnet, kann
abhängig von dem durch Zerstörung des Schaltkreises jeweils ausgelösten Schadensfall
ein Verschleißfortschritt an dem jeweiligen verschleißenden Bauteil beobachtet werden.
[0053] In dem Datenspeicher kann ein Betriebsparameter-Datenzusammenhang hinterlegt sein,
welcher die Erfassungssignale des wenigstens einen Betriebssensors oder/und eine aus
den Erfassungssignalen des wenigstens einen Betriebssensors abgeleitete Größe unter
Berücksichtigung der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße oder des wenigstens
einen vorbestimmten Zielgrößenbereichs quantitativ oder qualitativ in Beziehung setzt
zu wenigstens einem Steuerungs-Betriebsparameter oder/und zu wenigstens einer Änderung
eines Steuerungs-Betriebsparameters wenigstens einer Anlagenkomponente. Die Steuervorrichtung
ist bevorzugt dazu ausgebildet, wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter wenigstens
einer Anlagenkomponente nach Maßgabe der Erfassungssignale des wenigstens einen Betriebssensors,
der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße oder des wenigstens eines vorbestimmten
Zielgrößenbereichs und des wenigstens einen Betriebsparameter-Datenzusammenhangs zu
verändern.
[0054] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung kann ein SollWert
des wenigstens einen Erfassungs-Betriebsparameters wenigstens eine Zielgröße der wenigstens
einen vorbestimmten Zielgröße sein. Die Steuervorrichtung kann dazu ausgebildet sein,
wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter wenigstens einer Anlagenkomponente nach
Maßgabe der Erfassungssignale des wenigstens einen Betriebssensors und des wenigstens
einen Betriebsparameter-Datenzusammenhangs so zu verändern, dass ein Ist-Wert wenigstens
eines Erfassungs-Betriebsparameters innerhalb eines vorbestimmten Toleranzbereichs
um den Soll-Wert des wenigstens einen Erfassungs-Betriebsparameters liegt.
[0055] Im Datenspeicher kann Ausrüstungsinformation über die Art und die Ausstattung bzw.
Ausrüstung der Gesteinsverarbeitungsanlage, insbesondere der jeweiligen Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
gespeichert sein. So kann im Datenspeicher beispielsweise Information über die Belegung
der wenigstens einen Siebvorrichtung oder/und über die in der wenigstens einen Brechvorrichtung
gerüsteten Brechwerkzeuge gespeichert sein. Zu vorzugsweise mehreren, besonders bevorzugt
zu jeder Anlagenkomponente kann im Datenspeicher Ausrüstungsinformation gespeichert
sein. Der oben genannte im Datenspeicher hinterlegte wenigstens eine Datenzusammenhang
sind bevorzugt mehrere Datenzusammenhänge. Von den mehreren Datenzusammenhängen kann
die Steuervorrichtung einen oder eine Untergruppe aus einer Mehrzahl von Datenzusammenhängen
abhängig von der Ausrüstungsinformation auswählen. So ist gewährleistet, dass der
Betrieb der Gesteinsverarbeitungsanlage für den jeweiligen Anlagenzustand passend
gesteuert bzw. geregelt werden kann.
[0056] Neben den Betriebsparametern, mit welchen die Gesteinsverarbeitungsanlage betrieben
wird, hat auch das in die Gesteinsverarbeitungsanlage aufgegebene Material Einfluss
auf das Endkornprodukt und auf die Betriebseinstellungen der Gesteinsverarbeitungsanlage.
Zur Berücksichtigung des aufgegebenen Materials und seiner Eigenschaften kann die
Gesteinsverarbeitungsanlage gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung wenigstens einen
Materialsensor zur Erfassung wenigstens eines der folgenden auf das aufgegebene Material
bezogenen Materialparameter aufweisen:
- Art des aufgegebenen Materials,
- Feuchte des aufgegebenen Materials,
- Dichte des aufgegebenen Materials,
- Härte des aufgegebenen Materials,
- Brechbarkeit des aufgegebenen Materials,
- Abrasivität des aufgegebenen Materials,
- Zustand des aufgegebenen Materials,
- Korngröße des aufgegebenen Materials,
- Korngrößenverteilung des aufgegebenen Materials,
- Kornform des aufgegebenen Materials,
- Menge des aufgegebenen Materials, und
- Anteil an, insbesondere nicht brechbarem, Fremdmaterial im aufgegebenen Material.
[0057] Ein einflussreicher Betriebsparameter ist die Art des Materials, welches in die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
aufgegeben und von dieser gefördert und verarbeitet wird. Die Art des zu Materials
kann durch einen oder mehrere qualitative oder/und durch einen oder mehrere quantitative
Parameter bestimmt sein. Ein qualitativer Parameter kann gemäß einer vorab festgelegten
Klassifizierung den beispielsweisen Inhalt "Hartgestein", "Weichgestein", "armierter
Beton", "Asphalt-Fräsgut", "Asphalt-Scholle", "Bauschutt", "Kies", "Gleisschotter"
und/oder "Sonstiges" haben.
[0058] Ein quantitativer Parameter kann beispielsweise gemäß anerkannten und vorzugsweise
normierten Messverfahren bestimmte Werte für Dichte oder/und Härte oder/und Brechbarkeit
oder/und Abrasivität oder/und Feuchte des aufgegebenen bzw. geförderten Materials
aufweisen. Auch diese Parameter können gemäß einer vorab festgelegten Klassifizierung
qualitativ, insbesondere nur qualitativ, bestimmt sein. Beispielsweise können Parameter
die qualitativen Inhalte "hart", "mittelhart", "weich", "gute Brechbarkeit", "mittlere
Brechbarkeit", "schlechte Brechbarkeit", "geringe Feuchte", "mittlere Feuchte", "hohe
Feuchte" usw. haben. Die qualitative Abstufung kann mehr als drei Stufen aufweisen.
[0059] Die Dichte kann quantitativ beispielsweise aus einer optischen Volumenmessung bei
gleichzeitiger Wägung, etwa durch eine in eine Fördervorrichtung integrierte Waage,
bestimmt werden. Die Feuchtigkeit des Materials kann durch einen entsprechenden Feuchtigkeitssensor
ermittelt werden. Die Abrasivität kann durch einen LCPC-Test bestimmt werden. Die
Brechbarkeit eines Materials kann parallel zur Abrasivität während des LCPC-Tests
bestimmt werden oder als Los-Angeles-Wert nach DIN EN 1097-2 in der jeweils aktuell
gültigen Fassung bestimmt werden.
[0060] Wenn die Zusammensetzung des aufgegebenen Gesteins bekannt ist, kann die Steuervorrichtung
auf Eingabe der jeweiligen Gesteinsart hin mittels einer Eingabevorrichtung entsprechende
Materialwerte, wie Härte, Dichte, Abrasivität und Brechbarkeit, aus einer im oben
bezeichneten Datenspeicher hinterlegten Tabelle auslesen. Grundsätzlich ist es jedoch
auch möglich, das aufgegebene Material mit energiereicher elektromagnetischer Strahlung,
etwa Röntgenstrahlung, zu bestrahlen und die Bestrahlungsantwort des Materials zu
erfassen und anhand von im Datenspeicher hinterlegten Datenzusammenhängen aus der
erfassten Bestrahlungsantwort Rückschlüsse über die Zusammensetzung des Materials
und seiner Eigenschaften und Materialkennwerte zu ziehen. Zusätzlich oder alternativ
ist es möglich, das aufgegebene Material durch Bildverarbeitung zu erfassen und die
Materialart beispielsweise durch ein hierfür angelerntes Künstliche-Intelligenz-Modul
zu ermitteln.
[0061] Kornformen oder/und Korngrößen oder/und Korngrößenverteilungen oder/und der Anteil
an Fremdmaterial können beispielsweise durch Bildverarbeitung erfasst werden. Gerade
die Korngrößenverteilung ist ein maßgeblicher Einflussfaktor für den Erfolg einer
Vorabsiebung, welche wiederum die Qualität einer nachgelagerten Brechvorrichtung und
in der Folge die Menge an anfallendem Überkorn beeinflusst. Kornformen oder/und Korngrößen
oder/und Korngrößenverteilungen können qualitativ oder/und quantitativ erfasst werden.
Fremdmaterial ist insbesondere nichtbrechbares Material, wie Kunststoff, Holz, Stahl
und dgl. Diese Fremdmaterialien können den Betriebsablauf einer Gesteinsverarbeitungsanlage
stören.
[0062] Der Zustand des Materials kann beispielsweise in vorgebrochen und nicht-vorgebrochen
klassifiziert sein, wobei "vorgebrochen" ein vorausgehendes Brechen durch eine Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
bezeichnet. Vorgebrochenes Material kann in derselben Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
rückgeführtes Überkorn sein. Zusätzlich oder alternativ kann vorgebrochenes Material
von einer im Materialfluss vorgelagerten anderen Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
an die betreffende Gesteinsverarbeitungsvorrichtung übergeben werden. Im Falle von
Mischungen aus vorgebrochenem und nicht-vorgebrochenem Material kann der Zustand des
Materials durch ein Mischungsverhältnis, insbesondere massenbezogenes Mischungsverhältnis,
von vorgebrochenem und nicht-vorgebrochenem Material angegeben sein. Der Zustand des
Materials kann grundsätzlich wie beispielsweise die Kornform durch Bildverarbeitung
erfasst werden. Der Zustand kann zusätzlich oder alternativ durch vorgebrochenes oder/und
nicht-vorgebrochenes Material zur Bearbeitung durch die jeweilige Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
fördernde Fördermittel per Datenübertragung an die Steuervorrichtung übertragen werden.
Durch Fördermittelwaagen, wie etwa Band- oder Schaufelwaagen, kann das jeweilige Fördermittel
zusätzlich eine Mengeninformation über das Material des jeweiligen Zustands mit übertragen.
[0063] In dem Datenspeicher kann ein Materialparameter-Datenzusammenhang hinterlegt sein,
welcher die Erfassungssignale des wenigstens einen Betriebssensors oder/und eine aus
den Erfassungssignalen des wenigstens einen Betriebssensors abgeleitete Größe unter
Berücksichtigung der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße oder des wenigstens
einen vorbestimmten Zielgrößenbereichs quantitativ oder qualitativ in Beziehung setzt
zu wenigstens einem Steuerungs-Betriebsparameter oder/und zu wenigstens einer Änderung
eines Steuerungs-Betriebsparameters wenigstens einer Anlagenkomponente, wobei die
Steuervorrichtung dazu ausgebildet ist, wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter
wenigstens einer Anlagenkomponente nach Maßgabe der Erfassungssignale des wenigstens
einen Betriebssensors, der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße oder des wenigstens
eines vorbestimmten Zielgrößenbereichs und des wenigstens einen Betriebsparameter-Datenzusammenhangs
zu verändern.
[0064] Der wenigstens eine Steuerungs-Betriebsparameter kann ein Betriebsparameter oder
können vorzugsweise mehrere unterschiedliche Betriebsparameters sein, um die Gesteinsverarbeitungsanlage
möglichst spezifisch auf ihre jeweilige Betriebssituation hin passend einzustellen.
Mögliche Steuerungs-Betriebsparameter wurden bereits oben bei der Erläuterung möglicher
Sensoren und des Betriebs der Gesteinsverarbeitungsanlage genannt.
In einer bevorzugt weitreichenden Ausführungsform kann der wenigstens eine Steuerungs-Betriebsparameter
wenigstens einen der folgenden Betriebsparameter umfassen:
- Förderleistung einer Material zur Brechvorrichtung fördernden Fördervorrichtung,
- Amplitude einer Vorsieberregung,
- Frequenz einer Vorsieberregung,
- Brechspaltweite,
- Drehzahl eines Brechrotors,
- Soll-Füllgrad der Brechvorrichtung,
- Amplitude einer Nachsieberregung,
- Frequenz einer Nachsieberregung.
[0065] Grundsätzlich ist es natürlich bevorzugt, wenn die Gesteinsverarbeitungsanlage dazu
ausgebildet ist, für die Einstellung ihres Betriebs hilfreiche Parameter sensorisch
zu erfassen. Bestimmte Betriebsparameter sind jedoch sensorisch nur mit großem Aufwand
zu erfassen, insbesondere Parameter, welche sich auf das aufgegebene Material beziehen,
wie die Abrasivität, die Brechbarkeit und gegebenenfalls auch die Dichte des Materials.
Um die Steuervorrichtung auch mit solchen sensorisch schwer zugänglichen Parametern
versorgen zu können, umfasst die Gesteinsverarbeitungsanlage bevorzugt eine oben bereits
erwähnte Eingabevorrichtung zur Eingabe wenigstens eines Eingabeparameters. Von dem
Begriff "Eingabeparameter" sind auch die oben bereits genannten Parameter umfasst,
wobei der Begriff lediglich zum Ausdruck bringen soll, dass der jeweilige Parameter
im Gegensatz zu einem Erfassungs-Betriebsparameter nicht sensorisch erfasst, sondern
über die Eingabevorrichtung eingegeben wurde.
[0066] Die Eingabevorrichtung ist bevorzugt zur Übertragung von Information signalübertragungsmäßig
mit der Steuervorrichtung verbunden, sodass die Steuervorrichtung die in die Eingabevorrichtung
eingegebene Information für eine weitere Informationsverarbeitung nutzen kann.
[0067] Die Eingabevorrichtung kann jede beliebige Eingabevorrichtung sein, etwa eine Tastatur,
ein Touchscreen und dergleichen. Die Eingabevorrichtung kann außerdem durch eine Kabelstrecke
oder eine Funkstrecke signalübertragungsmäßig mit der Steuervorrichtung verbunden
sein, sodass sie nicht notwendigerweise an der Gesteinsverarbeitungsanlage körperlich
vorhanden sein muss. Als signalübertragungsmäßige Verbindung der Eingabevorrichtung
oder auch des wenigstens einen Sensors mit der Steuervorrichtung gilt auch eine Verbindung
unter Zwischenanordnung des Datenspeichers, in welchen in die Eingabevorrichtung eingegebene
Information oder/und vom wenigstens einen Sensor zur Erfassung des wenigstens einen
Betriebsparameters ausgegebene Information als Daten gespeichert und als gespeicherte
Daten von der Steuervorrichtung abgerufen werden.
[0068] In dem Datenspeicher ist bevorzugt ein Eingabeparameter-Datenzusammenhang hinterlegt,
welcher den wenigstens einen Eingabeparameter oder/und eine aus dem wenigstens einen
Eingabeparameter abgeleitete Größe unter Berücksichtigung der wenigstens einen vorbestimmten
Zielgröße oder des wenigstens einen vorbestimmten Zielgrößenbereichs qualitativ oder/und
quantitativ in Beziehung setzt zu wenigstens einem Steuerungs-Betriebsparameter oder/und
zu wenigstens einer Änderung eines Steuerungs-Betriebsparameters wenigstens einer
Anlagenkomponente. Im Grunde gilt für den wenigstens einen Eingabeparameter und den
Eingabeparameter-Datenzusammenhang das oben zu anderen Betriebsparametern und diese
Betriebsparameter jeweils betreffende Datenzusammenhänge Gesagte entsprechend. Für
die Steuervorrichtung ist zunächst nur maßgeblich, dass ein bestimmter Betriebsparameter
quantitativ oder qualitativ vorhanden und für eine weitere Informationsverarbeitung
nutzbar ist. Die Herkunft des Betriebsparameters durch sensorische Erfassung oder
durch Eingabe in die Eingabevorrichtung spielt für die weitere Informationsverarbeitung
keine Rolle. Dies gilt insbesondere für die Anwendung des wenigstens einen Betriebsparameters
als Eingangsdatum eines dem Betriebsparameter weitere Werte zuordnenden Datenzusammenhangs.
[0069] Die sprachlichen Unterschiede in der Bezeichnung von Datenzusammenhängen, wie Überkorn-Datenzusammenhang,
Betriebsparameter-Datenzusammenhang, Materialparameter-Datenzusammenhang und Eingabeparameter-Datenzusammenhang,
sollen lediglich anzeigen, dass der bezeichnete Datenzusammenhang den jeweiligen Parameter
mit anderen Parametern quantitativ oder/und qualitativ verknüpft. Die unterschiedlichen
Bezeichnungen sollen nicht anzeigen, dass es sich dabei zwingend um gesonderte Datenzusammenhänge
handelt. Ein mehrdimensionaler Datenzusammenhang kann sowohl Betriebsparameter als
auch Materialparameter, und zwar jeweils unabhängig von ihrer Quelle als sensorisch
erfasste oder eingegebene Parameter, mit einem oder mehreren Steuerungs-Parametern
verknüpfen. Dann kann der eingangs genannte Datenzusammenhang auch Überkorn-Datenzusammenhang
und ebenso Betriebsparameter-Datenzusammenhang, Materialparameter-Datenzusammenhang
und Eingabeparameter-Datenzusammenhang sein. Es soll jedoch nicht ausgeschlossen sein,
dass einige Betriebs- oder/und Materialparameter über einen einzigen mehrdimensionalen
Datenzusammenhang mit Steuerungs-Betriebsparametern quantitativ oder qualitativ verknüpft
sind und wenigstens ein anderer Betriebs- oder/und Materialparameter über einen gesonderten
Datenzusammenhang mit Steuerungs-Betriebsparametern quantitativ oder/und qualitativ
verknüpft ist. Letzteres kann insbesondere dann der Fall sein, wenn die Eingangsdaten
des gesonderten Datenzusammenhangs ohne jeglichen Wirkzusammenhang mit den Eingangsdaten
des mehrdimensionalen Datenzusammenhangs sind.
[0070] Auch wenn bereits klargestellt wurde, dass ein Eingabeparameter jeder der oben bereits
genannten Betriebs- oder/und Materialparameter oder/und Überkorn-Mengengröße sein
kann, welcher auch sensorisch erfasst werden kann, wird nachfolgend der besseren Übersichtlichkeit
wegen klargestellt, dass wenigstens ein Eingabeparameter des wenigstens einen Eingabeparameters
einer der folgenden Parameter sein kann:
- pro Zeiteinheit rückgeführte Menge an Überkorn,
- Energieverbrauch der Gesteinsverarbeitungsanlage oder/und einer ihrer Anlagenkomponenten
- von der Gesteinsverarbeitungsanlage oder/und einer ihrer Anlagenkomponenten pro Zeiteinheit
verarbeiteten Durchsatzmenge an Material,
- Betriebslast wenigstens einer Brechvorrichtung der wenigstens einen Brechvorrichtung,
- Betriebslast wenigstens einer Antriebsvorrichtung der Gesteinsverarbeitungsanlage,
- Anzahl an pro Zeiteinheit auftretenden Überlastfällen wenigstens einer Anlagenkomponente,
- pro Zeiteinheit an einer Anlagenkomponente auftretender Verschleiß,
- Füllgrad wenigstens einer Fördervorrichtung,
- Fördergeschwindigkeit wenigstens einer Fördervorrichtung,
- Füllgrads wenigstens einer Brechvorrichtung,
- Abmessung eines Brechspalts wenigstens einer Brechvorrichtung der wenigstens einen
Brechvorrichtung,
- Art des aufgegebenen Materials,
- Härte des aufgegebenen Materials,
- Brechbarkeit des aufgegebenen Materials,
- Abrasivität des aufgegebenen Materials,
- Korngröße des aufgegebenen Materials,
- Korngrößenverteilung des aufgegebenen Materials,
- Menge des aufgegebenen Materials.
[0071] Als der oben genannte Mengensensor kann jeder Sensor verwendet werden, welcher in
der Lage ist, ein Volumen oder/und ein Gewicht oder/und eine Masse von ausgetragenem
Wertkorn zu erfassen. Der wenigstens eine Mengensensor kann beispielsweise wenigstens
einen der folgenden Sensoren umfassen:
- wenigstens eine Förderbandwaage zur Ermittlung eines Gewichts einer auf ein Förderband
einer Fördervorrichtung aufgegebenen Materialmenge,
- wenigstens einen Haldensensor zur Erfassung eines Haldenparameters, umfassend eine
Höhe oder/und eine Gestalt oder/und ein Volumen einer Halde, oder/und zur Erfassung
einer zeitlichen Änderungsrate des Haldenparameters.
[0072] Mit der Förderbandwaage kann in an sich bekannter Weise eine pro Zeiteinheit auf
einem Förderband transportierte Materialmenge als Masse bzw. Gewicht pro Zeiteinheit
erfasst werden. Bevorzugt ist die Förderbandwaage in wenigstens einer der Austragsfördervorrichtungen
angeordnet.
[0073] Das Erfassungssignal des wenigstens eines Haldensensor kann einen Zustand der Halde
repräsentieren, insbesondere einen Zustand der Größe oder/und der Gestalt der Halde.
Die Größe der Halde kann durch ihre Höhe über dem sie tragenden Grund repräsentiert
sein oder durch Parameterwerte, aus welchen sich diese Höhe erschließen lässt. So
kann ebenfalls durch Erfassung eines Zustands der Gestalt der Halde auf deren Größe
geschlossen werden, etwa bei häufiger kegelförmiger Halde durch Kenntnis des Durchmessers
ihrer auf dem sie tragenden Grund aufliegenden Basis und der Neigung ihrer Mantelfläche
relativ zum Grund bzw. des Kegelwinkels. Bevorzugt kann der Haldensensor die Gestalt
der Halde so ausreichend erfassen, dass aus den Erfassungssignalen des Haldensensors
ein Volumen der Halde mit ausreichender Genauigkeit ermittelt werden kann. Geht man
beispielsweise von einer kegelförmigen Halde aus, was in der Regel die auftretende
Gestalt einer aufgeschütteten Halde ist, kann aus der von der Halde eingenommenen
Grundfläche und ihrer Höhe oder/und der Neigung ihrer für einen abbildenden Sensor
konturbildenden Mantellinien das Haldenvolumen errechnet werden. Da in der Regel die
Korngröße oder sogar die Korngrößenverteilung des in der Halde aufgeschütteten Endkornprodukts
bekannt oder sensorisch erfassbar ist, kann aus dem ermittelten Volumen der Halde
unter Berücksichtigung der bekannten Korngröße oder/und Korngrößenverteilung auf die
Schüttdichte der Halde geschlossen werden. Ausgehend von dem aus dem Haldenvolumen
und ihrer Schüttdichte ermittelten Netto-Haldenvolumen kann anhand der Dichte des
verarbeiteten Materials auf die Netto-Haldenmasse geschlossen werden. Die Netto-Haldenmassen
der sich unter den Austragsfördervorrichtungen der jeweiligen Wertkorn-Sieblinien
bildenden Halden stellen eine Ist-Mengengröße der der jeweiligen Halde zugeordneten
Wertkorn-Sieblinie dar. So kann für jede Halde einer Wertkorn-Sieblinie eine Ist-Mengengröße
ermittelt werden. Aus den Ist-Mengengrößen kann für je zwei Halden der insgesamt vorhandenen
Halden von Wertkorn-Sieblinien ein Ist-Mengenverhältnis gebildet werden.
[0074] Zur Ermittlung einer Haldengestalt kann der wenigstens eine Haldensensor wenigstens
eine Gestaltabmessung der Halde als den wenigstens einen Haldenparameter erfassen.
Mögliche Gestaltabmessungen sind die zuvor genannten Parameter: Haldenhöhe, Durchmesser
oder allgemein charakteristische Abmessung der Haldenbasis oder/und Flächeninhalt
der Haldenbasis, Neigungswinkel der von der Haldenbasis zu einem von der Haldenbasis
in Höhenrichtung fernliegenden Haldenkopf hin sich erstreckenden Haldenmantelfläche.
Die Steuervorrichtung ist dann dazu ausgebildet, auf Grundlage der wenigstens einen
erfassten Gestaltabmessung eine Höhenlage eines Haldenkopfes zu ermitteln.
[0075] Die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung umfasst bevorzugt eine Zeitmessvorrichtung,
welche signalübertragungsmäßig mit der Steuervorrichtung verbunden ist, gegebenenfalls
unter Zwischenanordnung des Datenspeichers. Die oder eine Zeitmessvorrichtung kann
in wenigstens einen der oben genannten Sensoren oder/und in die Eingabevorrichtung
oder/und in die Steuervorrichtung integriert sein. Durch Signale der Zeitmessvorrichtung
kann die Steuervorrichtung Erfassungsereignissen wenigstens eines Sensors oder/und
Eingabeereignissen wenigstens einer Eingabevorrichtung eine Ereigniszeit zuordnen.
Aus dem zeitlichen Abstand von wenigstens zwei Ereigniszeiten für ein gleichartiges
Ereignis, etwa die Erfassung ein und desselben Haldenparameters oder ein und desselben
Betriebsparameters, kann die Steuervorrichtung eine den jeweiligen Ereignissen zugeordnete
Änderungsrate bestimmen. So kann die Steuervorrichtung aus zwei Erfassungen der Haldenhöhe
oder allgemein eines Zustands der Haldengröße oder/und der Haldengestalt und dem bekannten
zeitlichen Abstand zwischen diesen Erfassungsereignissen eine Änderungsrate der Haldengröße
oder/und der Haldengestalt ermitteln. Dies ist ein Beispiel für eine Ermittlung einer
zeitlichen Veränderung der Höhenlage des Haldenkopfes der Halde als eines Wachstumsparameters
der Halde.
[0076] Aus dem ermittelten Wachstumsparameter und einem durch Erfassung bekannten Zustand
der Haldengröße oder/und der Haldengestalt kann die Steuervorrichtung beispielsweise
durch Extrapolation eine weitere mengenmäßige Entwicklung der jeweiligen Halde prognostizieren
und Steuerungs-Betriebsparameter so frühzeitig nach Maßgabe der prognostizierten Entwicklung
der jeweiligen Halden einstellen, dass sich die Halden mengenmäßig individuell und
im Verhältnis untereinander in der gewünschten Weise entwickeln.
[0077] Zusätzlich zum Zustand der Größe oder/und der Gestalt der Halde kann durch wenigstens
einen Betriebssensor ein Füllgrad der die jeweilige Halde aufbauenden Austragsfördervorrichtung
als ein relevanter Betriebsparameter der Gesteinsverarbeitungsanlage erfasst werden.
Die Förderleistung der Austragsfördereinrichtung hat nämlich unmittelbar Einfluss
auf das Haldenwachstum. So kann durch Erfassung des Füllgrads der die jeweilige Halde
aufschüttenden Austragsfördervorrichtung der wenigstens eine ermittelte Haldenparameter
durch die Steuervorrichtung auf Plausibilität überprüft oder sogar korrigiert werden.
Entsprechendes gilt für die Erfassung einer Fördergeschwindigkeit der Austragsfördervorrichtung,
welche durch ihren Förderbetrieb die jeweilige Halde aufbaut.
[0078] In Bezug auf das angewendete physikalische Wirkprinzip kann der wenigstens eine Haldensensor
einen nach einem Reflexionsprinzip arbeitenden Sensor umfassen, wie einen Ultraschall-Sensor
oder ein Radar, oder/und kann der wenigstens eine Haldensensor eine optische Kamera
mit nachfolgender Bildverarbeitung umfassen.
[0079] Die Gesteinsverarbeitungsanlage kann eine einzige Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
mit Materialaufgabevorrichtung, den genannten Arbeitseinheiten, wenigstens einer Fördervorrichtung
zur Förderung von Material zwischen Anlagenkomponenten, wenigstens zwei Austragsfördervorrichtungen,
der genannten Sensorik und der genannten Steuervorrichtung sein. Bevorzugt ist diese
Gesteinsverarbeitungsvorrichtung eine mobile Gesteinsverarbeitungsvorrichtung mit
einem Fahrwerk, welches der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung gestattet, selbstfahrend
den Aufstellungsort zu verändern oder/und selbstfahrend zwischen einem Aufstellungsort
für einen Gesteinsverarbeitungsbetrieb und einem Transportmittel für einen Transport
der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung zu verfahren. Aufgrund des in der Regel hohen
Gewichts der mobilen, insbesondere selbstfahrenden, Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
ist das Fahrwerk meist ein Raupenfahrwerk, wenngleich ein Räderfahrwerk alternativ
oder zusätzlich zu einem Raupenfahrwerk nicht ausgeschlossen sein soll.
[0080] Die Gesteinsverarbeitungsanlage kann auch eine Mehrzahl von derartigen, insbesondere
mobilen, Gesteinsverarbeitungsvorrichtungen umfassen, welche derart verkettet zusammenarbeiten,
dass eine im Materialfluss stromaufwärtige Gesteinsverarbeitungsvorrichtung mit einer
Austragsfördervorrichtung die Materialaufgabevorrichtung einer stromabwärtigen weiteren
Gesteinsverarbeitungsvorrichtung beschickt.
[0081] Die Brechvorrichtung kann eine beliebige bekannte Brechvorrichtung sein, etwa ein
Prallbrecher oder ein Backenbrecher oder ein Kegelbrecher oder ein Walzenbrecher.
Dann, wenn die Gesteinsverarbeitungsanlage mehr als eine Brechvorrichtung aufweist,
können diese Brechvorrichtungen gleichartige Brechvorrichtungen oder verschiedenartige
Brechvorrichtungen sein. Jede einzelne Brechvorrichtung kann eine der oben genannten
Brecherarten aus Prallbrecher, Backenbrecher, Kegelbrecher und Walzenbrecher sein.
[0082] Die vorstehend beschriebene Gesteinsverarbeitungsanlage ist an allen Stätten einer
Erzeugung oder Bereitstellung von zu verarbeitendem Material einsetzbar, wie beispielsweise
an Steinbrüchen, Kiesgruben, Bauwerkabrissorten, Recyclinghöfen und dergleichen. Der
Begriff "mineralisches Material" schließt daher sowohl natürliches wie auch durch
Verarbeitung erzeugtes mineralisches Material ein. Zu letzterem zählen Baustoffe ebenso
wie rückgeführtes Überkorn.
[0083] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen näher
erläutert werden. Es stellt dar:
- Fig. 1
- eine grobschematische Ansicht einer Baustelle mit einer erfindungsgemäßen Ausführungsform
einer Gesteinsverarbeitungsvorrichtung,
- Fig. 2
- die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung von Figur 1 in vergrößerter schematischer Seitenansicht,
- Fig. 3
- die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung von Figur 2 in vergrößerter schematischer Draufsicht,
- Fig. 4
- eine grobschematische Ansicht einer Empfangsvorrichtung zur Ausgabe von Zeitinformation,
und
- Fig. 5
- eine grobschematische Ansicht einer Empfangsvorrichtung zur Ausgabe von Ortsinformation
für eine Materialaufgabe an eine Materialaufgabevorrichtung der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung.
[0084] In Figur 1 ist eine Baustelle allgemein mit 10 bezeichnet. Zentrales Arbeitsgerät
der Baustelle 10 ist eine Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 mit einem Prallbrecher
14 als einer Brechvorrichtung und mit einem Vorsieb 16 sowie einem Nachsieb 18 als
Siebvorrichtungen. Die Baustelle ist vorliegend bevorzugt ein Steinbruch, kann jedoch
ebenso ein Recyclinghof oder ein Abrissort eines oder mehrerer Bauwerke sein.
[0085] Von der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 zu verarbeitendes, also größenmäßig zu
sortierendes und zu zerkleinerndes Material M wird von einem Bagger 20 als einer Beladevorrichtung
der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 in eine Materialaufgabevorrichtung 22 mit
einem trichterförmigen Materialpuffer 24 durch Beladung diskontinuierlich aufgegeben.
[0086] Von der Materialaufgabevorrichtung 22 fördert ein als Rinnenförderer 26 ausgebildeter
Vibrationsförderer das Material M zum Vorsieb 16, welches zwei Vorsiebdecks 16a und
16b aufweist, von welchen das obere Vorsiebdeck 16a eine größere Maschenweite aufweist
und jene Korngrößen abscheidet und dem Prallbrecher 14 zuführt, welche gemäß den jeweiligen
Vorgaben für das zu erzielende Endkornprodukt einer Zerkleinerung bedürfen.
[0087] Durch das obere Vorsiebdeck 16a fallende Körner werden durch das untere Vorsiebdeck
16b weiter sortiert in eine Nutzkorn-Fraktion 28, welche den Spezifikationen des zu
erzielenden Endkornprodukts entspricht und in eine Unterkorn-Fraktion 30, welche eine
so geringe Korngröße aufweist, dass sie als Wertkorn unbrauchbar ist.
[0088] Die im Ausführungsbeispiel dargestellte Anzahl an Halden bzw. Fraktionen ist lediglich
beispielhaft. Sie kann größer oder kleiner als im Beispiel angegeben sein. Außerdem
kann auch die im vorliegenden Beispiel als Ausschuss erläuterte Unterkorn-Fraktion
30 eine Wertkorn-Fraktion sein, sofern die in der Fraktion 30 anfallende Korngrößenbereich
für weitere Verwendungen nutzbar ist.
[0089] Die Nutzkorn-Fraktion 28 wird um das vom Prallbrecher 14 ausgegebene gebrochene Material
vermehrt und durch eine erste Fördervorrichtung 32 in Gestalt eines Bandförderers
zum Nachsieb 18 gefördert. Das Nachsieb 18 weist im dargestellten Ausführungsbeispiel
ebenfalls zwei Siebdecks bzw. Nachsiebdecks 18a und 18b auf, von welchen das obere
Nachsiebdeck 18a die größere Maschenweite aufweist. Das obere Nachsiebdeck 18a lässt
Wertkorn durch seine Maschen fallen und sortiert eine Überkorn-Fraktion 34 mit einer
Korngröße aus, welche größer als die größte gewünschte Korngröße des Wertkorns ist.
Die Überkorn-Fraktion 34 wird durch eine Überkorn-Fördervorrichtung 36 in die Materialeingabe
des Prallbrechers 14 bzw. in das Vorsieb 16 rückgeführt. Die Überkorn-Fördervorrichtung
36 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Bandförderer ausgestaltet.
[0090] Das Nutzkorn der Nutzkorn-Fraktion 28 umfasst somit Überkorn und Wertkorn. Abweichend
von der Darstellung im Ausführungsbeispiel kann beispielsweise die Überkorn-Fördervorrichtung
36 von einem Maschinenrahmen 50 der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 ausgeschwenkt
werden, so dass die Überkorn-Fraktion 34 verhaldet wird, anstatt rückgeführt zu werden.
[0091] Das durch die Maschen des oberen Nachsiebdecks 18a gefallene Wertkorn wird durch
das untere Nachsiebdeck 18b weiter fraktioniert in eine Feinkorn-Fraktion 38 mit kleinerer
Korngröße und in eine Mittelkorn-Fraktion 40 mit größerer Korngröße.
[0092] Die Feinkorn-Fraktion 38 wird durch eine Feinkorn-Austragsfördervorrichtung 42 in
Gestalt eines Bandförderers zu einer Feinkorn-Halde 44 aufgeschüttet und verhaldet.
[0093] Die Mittelkorn-Fraktion 40 wird durch eine Mittelkorn-Austragsfördervorrichtung 46,
ebenfalls in Gestalt eines Bandförderers, zu einer in Figur 1 nicht dargestellten
und in Figur 2 lediglich grobschematisch dargestellten Mittelkorn-Halde 48 aufgeschüttet
und verhaldet.
[0094] Als zentrale Struktur weist die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 einen Maschinenrahmen
50 auf, an welchen die genannten Vorrichtungskomponenten unmittelbar oder mittelbar
festgelegt bzw. gelagert sind. Als zentrale Kraftquelle weist die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 eine am Maschinenrahmen 50 gelagerte DieselBrennkraftmaschine 52 auf, welche die
gesamte von der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 verbrauchte Energie erzeugt, sofern
sie nicht in Energiespeichern, wie etwa Batterien, gespeichert ist. Zusätzlich kann
die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12, sofern vorhanden, baustellenseitig an Baustellenstrom
angeschlossen sein.
[0095] Die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12, die Teil einer Gesteinsverarbeitungsanlage
mit einer Mehrzahl von in einem gemeinsamen Materialfluss angeordneten Gesteinsverarbeitungsvorrichtungen
sein kann, ist im dargestellten Beispiel eine mobile, genauer selbstfahrende, Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 mit einem Raupenfahrwerk 54, welches über Hydromotoren 56 als Antrieb der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 einen selbsttätigen Ortswechsel ohne externe Zugmaschine ermöglicht.
[0096] Ein Abbau der Wertkorn-Halden 44 und 48, sowie der Halde der Unterkorn-Fraktion 30
erfolgt diskontinuierlich durch einen oder mehrere Radlader 58 als eine beispielhafte
Abbauvorrichtung. Auch die Halde der Unterkorn-Fraktion 30 muss regelmäßig abgebaut
werden, um den Betrieb der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 unterbrechungsfrei
zu gewährleisten.
[0097] Für eine möglichst vorteilhafte Betriebssteuerung verfügt die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 über die nachfolgend anhand der größeren Darstellung von Figur 2 geschilderten
Vorrichtungskomponenten:
Die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 umfasst eine Steuervorrichtung 60, beispielsweise
in Gestalt einer elektronischen Datenverarbeitungsanlage mit integrierten Schaltkreisen,
welche den Betrieb von Vorrichtungskomponenten steuert. Hierzu kann die Steuervorrichtung
60 beispielsweise entweder unmittelbar Antriebe von Vorrichtungskomponenten ansteuern
oder Aktuatoren ansteuern, welche wiederum Bauteile bewegen können.
[0098] Die Steuervorrichtung 60 ist signalübertragungsmäßig für einen Datenaustausch mit
einem Datenspeicher 62 verbunden und ist mit einer Eingabevorrichtung 64 zur Eingabe
von Information verbunden. Über die Eingabevorrichtung 64, beispielsweise ein Touchscreen,
ein Tablet-Computer, eine Tastatur und dergleichen, kann Information an die Eingabevorrichtung
64 eingegeben und von dieser im Datenspeicher 62 abgespeichert werden.
[0099] Außerdem ist die Steuervorrichtung 60 signalübertragungsmäßig mit einer Ausgabevorrichtung
66 verbunden, um Information auszugeben.
[0100] Die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 weist außerdem zur Informationsbeschaffung
über ihren Betriebszustand diverse Sensoren auf, welche signalübertragungsmäßig mit
der Steuervorrichtung 60 und damit im dargestellten Beispiel mittelbar mit dem Datenspeicher
62 verbunden sind. Die Sensoren sind der besseren Übersichtlichkeit wegen nur in Figur
2 dargestellt.
[0101] An einem Traggestell 68 ist eine Kamera 70 angeordnet, welche Bilder von der Materialaufgabevorrichtung
22 mit dem Materialpuffer 24 aufnimmt und an die Steuervorrichtung 60 zur Bildverarbeitung
überträgt. Mithilfe der Kamera 70 und durch Bildverarbeitung der von ihr aufgenommenen
Bilder des Materialpuffers 24 und der Materialaufgabevorrichtung 22 wird von der Steuervorrichtung
unter Verwendung von im Datenspeicher 22 abgespeicherten Datenzusammenhängen ein lokaler
Füllgrad des Materialpuffers 24 ermittelt.
[0102] Weiter wird vom nicht dargestellten Antrieb des Rinnenförderer 26 dessen Vibrationsamplitude
und Vibrationsfrequenz erfasst und an die Steuervorrichtung 60 übertragen, welche
aus dieser Information eine Fördergeschwindigkeit des Rinnenförderers 26 und unter
Berücksichtigung des lokalen Füllgrads des Materialpuffers 24 eine Förderleistung
des Rinnenförderers 26 zum Prallbrecher 14 hin ermittelt.
[0103] Durch, insbesondere durch Methoden der künstlichen Intelligenz erzeugte oder/und
weitergebildete, vorbestimmte Datenzusammenhänge kann die Steuervorrichtung 60 aus
der Bildinformation der Kamera 70 eine Korngrößenverteilung im Material M im Materialpuffer
24 und sogar die Materialart erkennen.
[0104] Im Prallbrecher 14 ist in an sich bekannter Weise eine obere Prallschwinge 72 und
eine untere Prallschwinge 74 angeordnet, wobei die Drehstellung der oberen Prallschwinge
72 durch einen Drehstellungssensor 76 und die Drehstellung der unteren Prallschwinge
74 durch einen Drehstellungssensor 78 erfasst und an die Steuervorrichtung 60 übertragen
wird. Durch die Drehstellungssensoren 76 und 78 kann die Steuervorrichtung 60 außerdem
eine Brechspaltweite eines oberen Brechspalts an der oberen Prallschwinge 72 und eine
Brechspaltweite eines unteren Brechspalts an der unteren Prallschwinge 74 ermitteln.
[0105] Ein Drehzahlsensor 80 ermittelt die Drehzahl des Brechrotors des Prallbrechers 14
und überträgt diese an die Steuervorrichtung 60.
[0106] An besonders verschleißbelasteten Bauteilen, wie beispielsweise an Schlagleisten,
Prallschwingen, Prallplatten und Prallbalken können Verschleißsensoren vorgesehen
sein, welche einen Verschleißfortschritt, in der Regel in Verschleißstufen, registrieren
und an die Steuervorrichtung 60 übermitteln. Im dargestellten Beispiel ist der besseren
Übersichtlichkeit wegen eine Verschleißsensoranordnung 82 nur an der unteren Prallschwinge
74 dargestellt.
[0107] In der ersten Fördervorrichtung 32 ist eine erste Bandwaage 84 angeordnet, welche
das Gewicht bzw. die Masse des über ihr an der ersten Fördervorrichtung 32 transportierten
Materials der Nutzkorn-Fraktion 28 erfasst. Über einen Drehzahlsensor 86 in einer
Umlenkwalze des Förderbandes der ersten Fördervorrichtung 32 kann die Steuervorrichtung
60 eine Fördergeschwindigkeit der ersten Fördervorrichtung 32 ermitteln und kann in
Zusammenschau mit den Erfassungssignalen der ersten Bandwaage 84 eine Förderleistung
der ersten Fördervorrichtung 32 ermitteln.
[0108] Eine zweite Bandwaage 88 ist in der Feinkorn-Austragsfördervorrichtung 42 angeordnet
und erfasst die Masse bzw. das Gewicht des über ihr auf dem Band der Feinkorn-Austragsfördervorrichtung
42 bewegten Feinkorns der Feinkorn-Fraktion 38. Ebenso kann durch den Drehzahlsensor
90 in einer Umlenkrolle des Förderbandes der Feinkorn-Austragsfördervorrichtung 42
eine Fördergeschwindigkeit der Feinkorn-Austragsfördervorrichtung 42 und in Zusammenschau
mit den Erfassungssignalen der zweiten Bandwaage 88 eine Förderleistung der Feinkorn-Austragsfördervorrichtung
42 durch die Steuervorrichtung 60 ermittelt werden.
[0109] Eine dritte Bandwaage 92 ist in der Überkorn-Fördervorrichtung 36 angeordnet und
ermittelt das Gewicht bzw. die Masse des über ihr auf der Überkorn-Fördervorrichtung
36 geförderten Überkorns der Überkorn-Fraktion 34. Ein Drehzahlsensor 94 einer Umlenkrolle
des Förderbandes der Überkorn-Fördervorrichtung 36 ermittelt die Fördergeschwindigkeit
der Überkorn-Fördervorrichtung 36 und überträgt diese an die Steuervorrichtung 60,
welche in Zusammenschau mit den Erfassungssignalen der dritten Bandwaage 92 eine Förderleistung
der Überkorn-Fördervorrichtung ermitteln kann.
[0110] An dem abwurfseitigen Längsende der Feinkorn-Austragsfördervorrichtung 42 ist ein
erster Haldensensor 96 angeordnet, welcher als Kamera Bilder der Feinkorn-Halde 44
aufnimmt und als Bildinformation an eine Steuervorrichtung 60 überträgt, welche durch
Bildverarbeitung Konturen der Feinkorn-Halde 48 erkennt und anhand der bekannten Abbildungsdaten
der Kamera des ersten Haldensensor 96 ausgehend von den erkannten Konturen eine Gestalt
und daraus ein Volumen der Feinkorn-Halde 48 ermittelt. Die Steuervorrichtung 60 kann
dabei ohne übermäßig großen Fehler zur Vereinfachung ihrer Informationsermittlung
von einer idealen kegelförmigen Gestalt der Feinkorn-Halde 48 ausgehen und das Volumen
eines der realen Feinkorn-Halde 48 angenäherten idealen Kegels ermitteln. So kann
es ausreichen, wenn ein Haldensensor den Durchmesser D der Basisfläche einer Halde
und die Höhe h der Halde ermittelt, wie in den Figuren 2 und 3 am Beispiel der Halde
48 gezeigt ist.
[0111] In Figur 1 ist ein alternativ oder zusätzlich einsetzbarer zweiter Haldensensor 98
dargestellt. Der zweite Haldensensor 98 umfasst eine flugfähige Drohne als Träger,
welche von der Steuervorrichtung 60 in ihrer Bewegung ferngesteuert sein kann. Auch
der zweite Haldensensor 98 dient der Ermittlung wenigstens einer Höhe der Feinkorn-Halde
48, bevorzugt jedoch der Ermittlung ihrer Gestalt und damit ihres Volumens. Ein Vorteil
beim Einsatz einer Drohne oder eines an erhöhter Stelle, etwa an einem hohen Mast
oder Ständer, installierten Sensors ist, dass ein Sensor mehr als eine Halde hinsichtlich
ihrer Höhe oder/und ihrer Form oder/und ihres Volumen erfassen kann. Dann kann eine
Anzahl von Sensoren, die geringer ist als die Anzahl von an der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12, an einer Gesteinsverarbeitungsanlage oder an der Baustelle 10 insgesamt zu erfassenden
Halden, ausreichen, um jede der zu erfassenden Halden erfasst werden. Bevorzugt genügt
dann genau ein Sensor, um alle zu erfassenden Halden tatsächlich zu erfassen.
[0112] Jede eine Halde erzeugende Austragsfördervorrichtung weist bevorzugt wenigstens einen
Haldensensor auf oder kooperiert mit einem Haldensensor.
[0113] Die übrigen Austragsfördervorrichtungen, wie etwa die Mittelkorn-Austragsfördervorrichtung
46 und eine Unterkorn-Austragsfördervorrichtung 29 weisen bevorzugt ebenfalls eine
Bandwaage und einen Drehzahlsensor zur Erfassung der auf der jeweiligen Fördervorrichtung
transportierten Materialmenge, der Fördergeschwindigkeit und damit der Förderleistung
auf.
[0114] Nachfolgend wird die Ausgabevorrichtung 66 näher erläutert:
Die Ausgabevorrichtung 66 kann, beispielsweise am Traggestell 68, eine Projektionsvorrichtung
100 aufweisen, um eine Markierung innerhalb des in Figur 2 gezeigten und mit der Aufgabeöffnung
des Materialpuffers 24 identischen Gesamtaufgabebereichs 102 zu projizieren. Der Gesamtaufgabebereich
102 ist so gewählt, dass ein längs der Schwerkraftwirkungsrichtung herabfallendes
Korn die Materialaufgabevorrichtung 22 erreicht, ohne unmittelbar auf das Vorsieb
16 zu fallen.
[0115] Die Ausgabevorrichtung 66 umfasst weiter eine Sende/Empfangseinheit 104, welche per
Funk in einem geeigneten Datenprotokoll Daten zu einer für eine Kommunikation mit
ihr eingestellten Empfangsvorrichtung, etwa der Empfangsvorrichtung 106 in den Figuren
4 und 5, übertragen und von dieser empfangen kann.
[0116] Weiter weist die Ausgabevorrichtung 66 eine erste Anzeigevorrichtung 108, etwa in
Gestalt eines Monitors, zur von außen wahrnehmbaren Anzeige einer Zeitinformation
für eine nächste Materialaufgabe in die Materialaufgabevorrichtung 22 auf. Ebenso
weist die Ausgabevorrichtung 66 in der dargestellten Ausführungsform eine zweite Anzeigevorrichtung
110, etwa wiederum ein Monitor, zur von außen wahrnehmbaren Anzeige einer Zeitinformation
und einer Ortsinformation für einen nächsten Haldenabbau auf. Die Anzeigevorrichtung
110 zeigt zu diesem Zweck nicht nur eine Zeitinformation an, wann ein nächster Haldenabbau
beginnen sollte, sondern auch eine Ortsinformation, welche der Halden zu der angegebenen
Zeit abgebaut werden sollte, sowie gegebenenfalls um welche Menge die bezeichnete
Halde abgebaut werden sollte.
[0117] Weiterhin umfasst der Bagger 20 eine Sende/Empfangseinrichtung 112 mit Datenspeicher,
welche zur Kommunikation mit der Sende/Empfangseinheit 104 der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 eingerichtet ist. Die Sende/Empfangseinrichtung 112 kann somit an die Sende/Empfangseinheit
104 relevante Daten über den Bagger 20 übertragen, wie etwa das Fassungsvermögen seiner
Schaufel 21 als seinem Beladewerkzeug oder/und seine aktuellen GPS-Daten.
[0118] Entsprechend umfasst der Radlader 58 eine Sende/Empfangseinrichtung 114 mit Datenspeicher,
welche zur Kommunikation mit der Sende/Empfangseinheit 104 der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 eingerichtet ist. Die Sende/Empfangseinrichtung 112 kann somit an die Sende/Empfangseinheit
104 relevante Daten über den Radlader 58 übertragen, wie etwa das Fassungsvermögen
seiner Schaufel 59 als seinem Abbauwerkzeug oder/und seine aktuellen GPS-Daten.
[0119] Der Datenspeicher 62 enthält im dargestellten Beispiel mehrere Datenzusammenhänge,
welche Betriebs- oder/und Materialparameter miteinander verknüpft. Diese Datenzusammenhänge
können im Vorhinein durch Versuchsbetriebe mit gezielten Parametervariationen ermittelt
und im Datenspeicher 62 abgespeichert werden. Besonders für komplexere mehrdimensionale
Datenzusammenhänge ist die Verwendung von Methoden der künstlichen Intelligenz zur
Ermittlung von Wirkzusammenhängen zwischen Betriebs- oder/und Materialparametern hilfreich.
Die so ermittelten Datenzusammenhänge können im weiteren Betrieb der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 kontinuierlich verifiziert, verfeinert oder/und korrigiert werden, wiederum bevorzugt
mit Methoden der künstlichen Intelligenz.
[0120] Die diskontinuierliche Materialaufgabe führt naturgemäß zu einer schwallartigen Materialaufgabe,
wobei ein aufgegebener Materialschwall durch die Größe der Schaufel 21 des Baggers
20 begrenzt ist. Die zeitlichen Abstände zwischen zwei diskontinuierlichen Materialaufgaben
sind nicht vorhersehbar und schwanken.
[0121] Zur Vermeidung von Störungen im Betriebsablauf der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 ermittelt die Steuervorrichtung 60 anhand von Erfassungssignalen eines oder mehrerer
der zuvor genannten Sensoren eine Zeitinformation, welche eine Ausführungszeit einer
zukünftigen, insbesondere nächsten Materialaufgabe in die Materialaufgabevorrichtung
22 repräsentiert.
[0122] Hierzu zieht die Steuervorrichtung 60 bevorzugt den ermittelten lokal differenzierten
Füllgrad des Materialpuffers 24 heran und berücksichtigt die Förderleistungen des
Rinnenförderers 26 und beispielsweise der Unterkorn-Fördervorrichtung 29 sowie der
ersten Fördervorrichtung 32. Eine bilanzielle Betrachtung der Materialströme des Rinnenförderers
26 in den Prallbrecher 14 hinein sowie der Unterkorn-Fördervorrichtung 29 sowie der
ersten Fördervorrichtung 32 vom Prallbrecher 14 weg zeigt an, ob sich der Füllgrad
des Prallbrechers 14 zeitlich ändert, etwa anwächst oder absinkt, und gibt so ein
Maß dafür an, ob die Förderleistung des Rinnenförderers 26 aufrechterhalten werden
kann oder verändert werden muss. Die Förderleistung des Rinnenförderers 26 ist jedoch
maßgeblich dafür, wie schnell der Materialpuffer 24 entleert und wieder mit Material
beladen werden sollte. Alternativ oder zusätzlich kann auch ein Sensor unmittelbar
zur Erfassung des Füllgrads des Prallbrechers 14 an der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 vorgesehen sein.
[0123] Ebenso berücksichtigt die Steuervorrichtung 60 die Menge an rückgeführtem Überkorn,
da sie Überkorn-Fraktion 34 ebenfalls zum Füllgrad des Materialpuffers 24 beiträgt.
[0124] Ein im Datenspeicher 62 abgespeicherter vordefinierter Datenzusammenhang kann die
Erfassungssignale der Kamera 70, der ersten Bandwaage 84, des Drehzahlsensors 86,
einer Bandwaage und eines Drehzahlsensors an der Unterkorn-Austragsfördervorrichtung,
der Bandwaage 92 und des Drehzahlsensors 94 der Überkorn-Fördervorrichtung 36 sowie
der Größe der Schaufel 21 des Baggers 20, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der
Entfernung des Baggers 20 von der Materialaufgabevorrichtung 22, als Eingangsgrößen
mit einer Zeitinformation als Ausgangsgröße verknüpfen, welche angibt, wann eine nächste
Materialaufgabe in die Materialaufgabevorrichtung 22 erfolgen soll. Diese Zeitinformation
kann zum einen an der ersten Ausgabevorrichtung 108 in geeigneter Form, etwa als Sanduhr,
Wartezeit-Balken, Zeit-Countdown oder analoger Uhrdarstellung für jedermann in Sichtweite
der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 20 wahrnehmbar angezeigt werden.
[0125] Die Zeitinformation kann außerdem durch die Sende/Empfangseinheit 104 an eine mobile
Empfangsvorrichtung 106 versendet werden, welche dem Maschinenführer des Baggers 20
zur Verfügung steht. Die mobile Empfangsvorrichtung 106 kann ein tragbares mobiles
Gerät sein, wie ein Mobiltelefon, ein Tablet-Computer und dergleichen oder kann fest
im Bagger 20 als Teil von dessen Steuervorrichtung verbaut sein und im Bagger 20 verbleiben.
[0126] In Figur 4 ist beispielhaft eine Darstellung einer Zeitinformation an der Empfangsvorrichtung
106 sowohl grafisch in der oberen Hälfte durch Zeigerdarstellung 107a als auch in
der unteren Hälfte durch Zeit-Countdown 107b alphanumerisch gezeigt. Im dargestellten
Fall ist eine nächste Materialaufgabe in 00 Minuten und 45 Sekunden gewünscht.
[0127] So kann die Steuervorrichtung 60 die diskontinuierliche Materialaufgabe sukzessive
steuern und trotz der Diskontinuität der Materialaufgabe für einen möglichst guten
Materialfluss in der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 sorgen.
[0128] Durch die lokale bzw. bereichsweise Auflösung des Füllgrads in der Materialaufgabevorrichtung
22 bzw. im Materialpuffer 24 ist die Steuervorrichtung 60 anhand eines weiteren im
Datenspeicher 62 hinterlegten Datenzusammenhangs außerdem in der Lage, die nächste
Materialaufgabe nicht nur zeitlich, sondern örtlich innerhalb des Gesamtaufgabebereichs
102 des Materialpuffers 24 bzw. der Materialaufgabevorrichtung 22 zu steuern bzw.
eine Ortsinformation über einen bevorzugten Materialaufgabeort innerhalb des Gesamtaufgabebereichs
102 anzugeben.
[0129] Dadurch kann eine für die jeweilige Bauart der Materialaufgabevorrichtung 22 und
der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 insgesamt, welche parametrisch im Datenspeicher
62 für die Steuervorrichtung 60 nutzbar identifiziert sein können, eine über die gesamte
Betriebszeit der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 hinweg möglichst vorteilhafte
Beladung des Materialpuffers 24 durch die Steuervorrichtung 60 befördert werden.
[0130] Somit können lokale Überfüllungen des Materialpuffers 24 ebenso vermieden werden
wie eine unmittelbare Aufgabe von Material auf das Vorsieb 16. Weiterhin kann dort,
wo lokal der Füllgrad innerhalb des Materialpuffers 24 stark abgesunken ist, Material
aufgegeben werden, um ein vorteilhaftes Materialbett in der Materialaufgabevorrichtung
22 zu gewährleisten.
[0131] Anhand eines vorbestimmten Datenzusammenhangs kann die Steuervorrichtung 60 somit
dem Maschinenführer des Baggers 20 eine Ortsinformation ausgeben, wo innerhalb des
Gesamtaufgabebereichs 102 eine nächste Materialaufgabe erfolgen sollte.
[0132] Diese Ortsinformation kann die Ausgabevorrichtung 66 durch die Projektionsvorrichtung
100 für jedermann sichtbar ausgeben, in dem die Projektionsvorrichtung 100 innerhalb
des Gesamtaufgabebereichs 102 bzw. innerhalb des Materialpuffers 24 eine Markierung
an die Stelle projiziert, an welcher die nächste Materialaufgabe erfolgen sollte.
[0133] Zusätzlich oder alternativ kann die Ortsinformation, wie zuvor bereits die Zeitinformation
für die nächste Materialaufgabe, über die Empfangsvorrichtung 106 an den Maschinenführer
des Baggers 20 ausgegeben werden. Figur 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Ortinformationsausgabe.
Die Empfangsvorrichtung 106 zeigt eine schematische Wiedergabe 197c des Materialpuffers
24 mit dem Gesamtaufgabebereich 102 und markiert darin durch eine geeignete Markierung
116 den gewünschten Aufgabeort innerhalb des Gesamtaufgabebereichs 102 für die nächste
Materialaufgabe. Zusätzlich kann auch eine vorzugsweise einzuhaltende Abwurfhöhe oder
ein Abwurfhöhenbereich quantitativ, etwa in Meter oder/und Zentimeter oder qualitativ,
etwa durch Angabe von qualitativen Abwurfhöhenparametern, wie "niedrig", "mittel"
und "hoch" angegeben werden. Insbesondere bei der Übermittlung der Ortsinformation
an eine, gegebenenfalls teilautomatische, Baggersteuerung ist die zusätzliche Höheninformation
leicht umsetzbar.
[0134] Mittels des ersten oder/und des zweiten Haldensensors 96 bzw. 98 an den jeweiligen
Austragsfördervorrichtungen 29, 42 und 46 kann die Steuervorrichtung 60 unter Berücksichtigung
von Materialparametern, wie Art des aufgegebenen Materials, Korngröße und Korngrößenverteilung,
daraus sich gegebenenfalls ergebend die Schüttdichte, ein Anwachsen der von der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 erzeugten Halden 30, 44 und 48 erfassen und vor allen Dingen eine Änderung- bzw.
Wachstumsrate der jeweiligen Halde erfassen und unter Anwendung eines vorab erzeugten
und abgespeicherten Datenzusammenhangs eine Abbau-Zeitinformation ermitteln, wann
eine bestimmte Halde vom Radlader 58 abgebaut werden soll. Dadurch kann vermieden
werden, dass die Halde zu stark anwächst und einen Austrag über die die jeweilige
Halde erzeugende Austragsfördervorrichtung blockiert.
[0135] Weiter kann die Steuervorrichtung unter Berücksichtigung von Materialparametern,
etwa der Korngröße und Korngrößenverteilung sowie der Dichte, unter Verwendung eines
hierfür ermittelten Datenzusammenhangs eine weitere Abbau-Information ermitteln, welche
angibt, in welchem Umfang ein Abbau erfolgen soll.
[0136] Erzeugt die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12, wie im vorliegenden Anwendungsfall,
mehrere Halden, gibt die Ausgabevorrichtung 66 außerdem eine weitere Abbau-Information
aus, welche die von der Abbau-Zeitinformation betroffene Halde identifiziert.
[0137] Die Abbau-Zeitinformation und die weiteren Abbau-Informationen kann die Steuervorrichtung
60 an der zweiten Anzeigevorrichtung 110 für jedermann im Sichtfeld der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 wahrnehmbar anzuzeigen. Zusätzlich oder alternativ kann die Ausgabevorrichtung
66 über die Sende/Empfangseinheit 104 die Informationen zum nächsten Haldenabbau an
die Empfangsvorrichtung 106 übertragen, wo sie dem Maschinenführer des Radladers 58
graphisch oder/und alphanumerisch ausgegeben wird.
[0138] Schließlich kann die Steuervorrichtung 60 aus Erfassungssignalen geeigneter Sensoren
Betriebsparameter der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 so steuern, dass im dargestellten
Ausführungsbeispiel ein vorbestimmtes gewünschtes Verhältnis von Feinkorn-Menge zu
Mittelkorn-Menge erhalten wird. Ebenso kann die Steuervorrichtung 60 aufgrund entsprechend
vorbereiteter Datenzusammenhänge die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 so steuern,
dass ihr Energieverbrauch pro Mengeneinheit verarbeiteten mineralischen Materials
wenigstens ein lokales Minimum erreicht bzw. reduziert wird. Zusätzlich oder alternativ
kann die Steuervorrichtung 60 die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 unter Anwendung
entsprechend vorbereiteter Datenzusammenhänge so steuern, dass eine für den jeweiligen
Brechvorgang vorteilhafte Menge an Überkorn rückgeführt wird, sodass im Brechspalt
bzw. in den Brechspalten ausreichend Stützkorn durch vorgebrochenes Überkorn vorhanden
ist. Tatsächlich ist ein Betrieb mit dem Ziel, die Menge an Überkorn zu minimieren
oder zu eliminieren, aufgrund der vorteilhaften Wirkungen von Überkorn als Stützkorn
im Brechspalt nicht notwendigerweise der wirtschaftlichste Betrieb der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12. Häufig bedeutet nämlich eine sehr geringe Menge Überkorn eine zu große Menge an
zu fein gebrochenem Material, was in der Regel nicht gewünscht ist. Sinkt die Menge
an rückgeführtem Material, sinkt damit häufig auch die Qualität des Endprodukts, da
dieses dann weniger mehrfach gebrochenes Material enthält.
[0139] Dabei kann die Steuervorrichtung 60 aufgrund der ihr zur Verfügung stehenden, vorab
durch Versuchsbetriebe mit gezielter Parametervariation ermittelten Datenzusammenhänge
auch einen Betrieb der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 auf Grundlage von mehreren
Zielgrößen bzw. einer Zielgröße mit weiter vorgegebenen Randbedingungen anstreben,
so etwa die Erzeugung von Wertkorn mit unterschiedlichen Korngrößen in einem vorbestimmten
Mengenverhältnis bei möglichst geringem Energieverbrauch und bei möglichst vorteilhafter
Menge an rückgeführtem Überkorn.
[0140] Die Steuervorrichtung 60 kann zur Einstellung des Betriebs der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 nach Maßgabe der Ausgangsgrößen des wenigstens einen verwendeten Datenzusammenhangs
die Fördergeschwindigkeit einer oder mehrerer Fördervorrichtungen verändern, kann
die Brechspaltweite, insbesondere des oberen oder/und des unteren Brechspalts verändern,
kann die Rotordrehzahl verändern, kann die Materialaufgabe in die Materialaufgabevorrichtung
22 örtlich und zeitlich steuern usw.
[0141] Die zur Betriebsoptimierung verwendeten Eingangsgrößen können sein die Größe oder/und
die Höhe oder/und das Wachstum von Wertkorn-Halden, vorliegend etwa der Wertkorn-Halden
44 und 48, die Größe oder/und die Höhe oder/und das Wachstum der Halde der Unterkorn-Fraktion
30, die Menge an rückgeführtem Überkorn, die aufgegebene Korngröße und aufgegebene
Korngrößenverteilung, die vorrangig über die Eingabevorrichtung 64 eingegebenen Materialparameter
ermittelbar sind. Die eingegebenen Materialparameter können wenigstens einen Materialparameter
umfassen aus Art des Materials, Feuchtegrad, Härte, Dichte, Brechbarkeit, Abrasivität,
Anteil an Fremdstoffen im aufgegebenen oder/und verarbeiteten Material, usw., die
Korngröße und Korngrößenverteilung in den einzelnen Austragsfördervorrichtungen. Diese
Aufzählung ist nicht abschließend. In den Austragsfördervorrichtungen kann die Korngröße
und Korngrößenverteilung, gegebenenfalls auch die Kornform, durch Kameras mit nachgeschalteter
Bildverarbeitung ermittelt werden. Die Korngröße und die Korngrößenverteilung in einer
Austragsfördervorrichtung kann zusätzlich oder alternativ durch die Belegung einer
der jeweiligen Austragsfördervorrichtung im Materialfluss vorgelagerten Siebvorrichtung
ermittelt werden. Zusätzlich oder alternativ kann die gewünschte Sollmenge an einem
jeweiligen Endprodukt als Eingangsgröße zur Betriebsoptimierung dienen.
[0142] Durch Anwendung von Methoden der künstlichen Intelligenz kann die Steuervorrichtung
60, gewünschtenfalls unter Beteiligung leistungsstarker externer Datenverarbeitungsvorrichtungen,
durch ihren täglichen Betrieb und die dabei gesammelten Daten und Erkenntnisse die
Zielgenauigkeit der hinterlegten Datenzusammenhänge kontinuierlich verbessern.
[0143] Die Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 kann somit nicht nur ihren eigenen Betrieb
selbst optimieren, sondern im Grunde die Organisation der gesamten Baustelle im Nahbereich
der Gesteinsverarbeitungsvorrichtung 12 sukzessive übernehmen.
[0144] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die einzige Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
12 eine Gesteinsverarbeitungsanlage.
1. Gesteinsverarbeitungsanlage mit wenigstens einer Gesteinsverarbeitungsvorrichtung
(12) zur Zerkleinerung oder/und zur größenmäßigen Sortierung von körnigem mineralischem
Material (M), wobei die Gesteinsverarbeitungsanlage als Anlagenkomponenten umfasst:
- eine Materialaufgabevorrichtung (22) mit einem Materialpuffer (24) zur Beladung
mit zu verarbeitendem Ausgangsmaterial,
- je wenigstens eine Arbeitseinheit aus
+ wenigstens einer Brechvorrichtung (14) und
+ wenigstens einer Siebvorrichtung (16, 18),
- wenigstens eine Fördervorrichtung (26, 36) zur Förderung von Material (M) zwischen
zwei Anlagenkomponenten,
- eine Austragsfördervorrichtung (29, 42, 46) zur Förderung von verarbeitetem Material
aus der Gesteinsverarbeitungsanlage auf eine Halde (30, 44, 48),
- einen Mengensensor (84, 88, 92, 96, 98) zur Erfassung einer Größe, welche eine in
bzw. an der Austragsfördervorrichtung (29, 42, 46) pro Zeiteinheit anfallende Austragsmenge
an verarbeitetem Material repräsentiert,
- einen signalübertragungsmäßig zur Übertragung von Information mit einer Steuervorrichtung
(60) oder/und mit dem Mengensensor (88/90, 96, 98) verbundenen Datenspeicher (62),
- die Steuervorrichtung (60) zur Steuerung von Anlagenkomponenten der Gesteinsverarbeitungsanlage,
wobei die Steuervorrichtung (60) dazu ausgebildet ist, einen Betrieb einer Anlagenkomponente
nach Maßgabe eines Erfassungssignals sowie nach Maßgabe wenigstens eines in dem Datenspeicher
(62) hinterlegten Datenzusammenhangs zu steuern, welcher das Erfassungssignal oder/und
eine aus dem Erfassungssignal abgeleitete Größe in Beziehung setzt zu wenigstens einem
Steuerungs-Betriebsparameter oder/und zu wenigstens einer Änderung eines Steuerungs-Betriebsparameters
wenigstens einer Anlagenkomponente,
wobei die Gesteinsverarbeitungsanlage wenigstens eine Überkorn-Rückführvorrichtung
(36) aufweist, welche eine Überkorn-Siebfraktion zurück in die Materialaufgabevorrichtung
(22) oder in einen Eingabebereich einer Brechvorrichtung (14) der Gesteinsverarbeitungsanlage
fördert,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gesteinsverarbeitungsanlage als Anlagenkomponenten umfasst:
- wenigstens zwei Austragsfördervorrichtungen (29, 42, 46) zur Förderung von verarbeitetem
Material aus der Gesteinsverarbeitungsanlage auf eine Halde (30, 44, 48), wobei jede
der wenigstens zwei Austragsfördervorrichtungen (29, 42, 46) verarbeitetes Material
einer anderen von der wenigstens einen Siebvorrichtung ausgegebenen Wertkorn-Sieblinie
fördert,
- wenigstens einen Mengensensor (88/90, 96, 98) für jede der wenigstens zwei Wertkorn-Sieblinien,
jeweils zur Erfassung einer Mengengröße, welche eine in der jeweiligen Wertkorn-Sieblinie
pro Zeiteinheit anfallende Austragsmenge an verarbeitetem Material repräsentiert,
wobei die Steuervorrichtung (60) dazu ausgebildet ist, einen Betrieb wenigstens einer
Anlagenkomponente zu steuern nach Maßgabe von Erfassungssignalen, welche die in unterschiedlichen
Wertkorn-Sieblinien pro Zeiteinheit anfallenden Austragsmengen repräsentieren, sowie
nach Maßgabe wenigstens eines in dem Datenspeicher (62) hinterlegten Datenzusammenhangs,
welcher die Erfassungssignale des wenigstens einen Mengensensors (88/90, 96, 98) der
jeweiligen Wertkorn-Sieblinie oder/und eine aus den Erfassungssignalen des wenigstens
einen Mengensensors (88/90, 96, 98) der jeweiligen Wertkorn-Sieblinie abgeleitete
Größe unter Berücksichtigung wenigstens einer vorbestimmten Zielgröße oder wenigstens
eines vorbestimmten Zielgrößenbereichs quantitativ oder qualitativ in Beziehung setzt
zu wenigstens einem Steuerungs-Betriebsparameter oder/und zu wenigstens einer Änderung
eines Steuerungs-Betriebsparameters wenigstens einer Anlagenkomponente, wobei die
Gesteinsverarbeitungsanlage einen Überkorn-Mengensensor (92/94) aufweist, welcher
die pro Zeiteinheit rückgeführte Menge an Überkorn in wenigstens einer der wenigstens
einen Überkorn-Rückführvorrichtung (36) erfasst, wobei in dem Datenspeicher (62) ein
Überkorn-Datenzusammenhang hinterlegt ist, welcher die Erfassungssignale des wenigstens
einen Überkorn-Mengensensors (92/94) oder/und eine aus den Erfassungssignalen des
wenigstens einen Überkorn-Mengensensors (92/94) abgeleitete Größe unter Berücksichtigung
der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße oder des wenigstens einen vorbestimmten
Zielgrößenbereichs quantitativ oder qualitativ in Beziehung setzt zu wenigstens einem
Steuerungs-Betriebsparameter oder/- und zu wenigstens einer Änderung eines Steuerungs-Betriebsparameters
wenigstens einer Anlagenkomponente, wobei die Steuervorrichtung (60) dazu ausgebildet
ist, wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter wenigstens einer Anlagenkomponente
nach Maßgabe der Erfassungssignale des wenigstens einen Überkorn-Mengensensors (92/94),
der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße oder des wenigstens eines vorbestimmten
Zielgrößenbereichs und des wenigstens einen Überkorn-Datenzusammenhangs zu verändern.
2. Gesteinsverarbeitungsanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Zielgröße der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße eine für jede der wenigstens
zwei Wertkorn-Sieblinien definierte Soll-Mengengröße ist, welche die Menge an Wertkorn
angibt, die die betreffende Wertkorn-Sieblinie pro Zeiteinheit austragen soll, wobei
die Steuervorrichtung (60) dazu ausgebildet ist, wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter
wenigstens einer Anlagenkomponente nach Maßgabe der Erfassungssignale und des wenigstens
einen Datenzusammenhangs so zu verändern, dass die Ist-Mengengröße der jeweiligen
Wertkorn-Sieblinie innerhalb eines vorbestimmten Toleranzbereichs um ihre jeweilige
Soll-Mengengröße liegt oder/und dass ein Ist-Mengenverhältnis von zwei unterschiedlichen
Wertkorn-Sieblinien innerhalb eines vorbestimmten Toleranzbereichs um ein Soll-Mengenverhältnis
liegt.
3. Gesteinsverarbeitungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zielgröße der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße eine Soll-Überkorn-Mengengröße
ist, welche die Menge an Überkorn angibt, die pro Zeiteinheit rückgeführt werden soll,
wobei die Steuervorrichtung (60) dazu ausgebildet ist, wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter
wenigstens einer Anlagenkomponente nach Maßgabe der Erfassungssignale des wenigstens
einen Überkorn-Mengensensors (92/94) und des wenigstens einen Überkorn-Datenzusammenhangs
so zu verändern, dass eine Ist-Überkorn-Mengengröße wenigstens einer der wenigstens
einen Überkorn-Rückführvorrichtung (36) innerhalb eines vorbestimmten Toleranzbereichs
um eine Soll-Überkorn-Mengengröße liegt.
4. Gesteinsverarbeitungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gesteinsverarbeitungsanlage wenigstens einen der folgenden Betriebssensoren zur
Erfassung wenigstens eines dem jeweiligen Betriebssensor zugeordneten Erfassungs-Betriebsparameter
aufweist:
- wenigstens einen Energieverbrauchssensor zur Erfassung eines Energieverbrauchs der
Gesteinsverarbeitungsanlage oder/und einer ihrer Anlagenkomponenten als der dem Energieverbrauchssensor
zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Durchsatzmengensensor (84) zur Erfassung einer von der Gesteinsverarbeitungsanlage
oder/und einer ihrer Anlagenkomponenten pro Zeiteinheit verarbeiteten Durchsatzmenge
an Material als der dem Durchsatzmengensensor zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Brechvorrichtung-Belastungssensor zur Erfassung einer Betriebslast
wenigstens einer Brechvorrichtung der wenigstens einen Brechvorrichtung als der dem
Belastungssensor zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Siebvorrichtung-Belastungssensor zur Erfassung einer Betriebslast
wenigstens einer Siebvorrichtung der wenigstens einen Siebvorrichtung als der dem
Belastungssensor zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Antriebsvorrichtung-Belastungssensor zur Erfassung einer Betriebslast
wenigstens einer Antriebsvorrichtung der Gesteinsverarbeitungsanlage als der dem Antriebsvorrichtung-Belastungssensor
zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- einen Überlastzähler zur Erfassung einer Anzahl an pro Zeiteinheit auftretenden
Überlastfällen wenigstens einer Anlagenkomponente als der dem Überlastzähler zugeordnete
Erfassungs-Betriebsparameter,
- einen Verschleißsensor (82) zur Erfassung eines an einer Anlagenkomponente auftretenden
Verschleißes als der dem Verschleißsensor (82) zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Materialpuffer-Füllgradsensor (70) zur Erfassung eines Füllgrads
des Materialpuffers (24) als der dem Materialpuffer-Füllgradsensor zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Fördervorrichtung-Füllgradsensor zur Erfassung eines Füllgrads
wenigstens einer Fördervorrichtung als der dem Fördervorrichtung-Füllgradsensor zugeordnete
Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Fördervorrichtung-Fördergeschwindigkeitssensor (86, 90, 94) zur
Erfassung einer Fördergeschwindigkeit wenigstens einer Fördervorrichtung (32, 36,
42) als der dem Fördervorrichtung-Fördergeschwindigkeitssensor (86, 90, 94) zugeordnete
Erfassungs-Betriebsparameter,
- wenigstens einen Brechvorrichtung-Füllgradsensor zur Erfassung eines Füllgrads wenigstens
einer Brechvorrichtung der wenigstens einen Brechvorrichtung als der dem Brechvorrichtung-Füllgradsensor
zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter, und
- wenigstens einen Brechspaltsensor (76, 78) zur Erfassung einer Abmessung eines Brechspalts
wenigstens einer Brechvorrichtung (14) der wenigstens einen Brechvorrichtung (14)
als der dem Brechspaltsensor zugeordnete Erfassungs-Betriebsparameter,
wobei in dem Datenspeicher (62) ein Betriebsparameter-Datenzusammenhang hinterlegt
ist, welcher die Erfassungssignale des wenigstens einen Betriebssensors oder/und eine
aus den Erfassungssignalen des wenigstens einen Betriebssensors abgeleitete Größe
unter Berücksichtigung der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße oder des wenigstens
einen vorbestimmten Zielgrößenbereichs quantitativ oder qualitativ in Beziehung setzt
zu wenigstens einem Steuerungs-Betriebsparameter oder/und zu wenigstens einer Änderung
eines Steuerungs-Betriebsparameters wenigstens einer Anlagenkomponente, wobei die
Steuervorrichtung (60) dazu ausgebildet ist, wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter
wenigstens einer Anlagenkomponente nach Maßgabe der Erfassungssignale des wenigstens
einen Betriebssensors, der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße oder des wenigstens
eines vorbestimmten Zielgrößenbereichs und des wenigstens einen Betriebsparameter-Datenzusammenhangs
zu verändern.
5. Gesteinsverarbeitungsanlage nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Zielgröße der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße ein Soll-Wert des wenigstens
einen Erfassungs-Betriebsparameters ist, wobei die Steuervorrichtung (60) dazu ausgebildet
ist, wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter wenigstens einer Anlagenkomponente
nach Maßgabe der Erfassungssignale des wenigstens einen Betriebssensors, der wenigstens
einen vorbestimmten Zielgröße oder des wenigstens eines vorbestimmten Zielgrößenbereichs
und des wenigstens einen Betriebsparameter-Datenzusammenhangs so zu verändern, dass
ein Ist-Wert wenigstens eines Erfassungs-Betriebsparameters innerhalb eines vorbestimmten
Toleranzbereichs um den Soll-Wert des wenigstens einen Erfassungs-Betriebsparameters
liegt.
6. Gesteinsverarbeitungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gesteinsverarbeitungsanlage wenigstens einen Materialsensor (70) zur Erfassung
wenigstens eines der folgenden auf das aufgegebene Material bezogenen Materialparameter
aufweist:
- Art des aufgegebenen Materials,
- Feuchte des aufgegebenen Materials,
- Dichte des aufgegebenen Materials,
- Härte des aufgegebenen Materials,
- Brechbarkeit des aufgegebenen Materials,
- Abrasivität des aufgegebenen Materials,
- Zustand des aufgegebenen Materials,
- Korngröße des aufgegebenen Materials,
- Korngrößenverteilung des aufgegebenen Materials,
- Kornform des aufgegebenen Materials,
- Menge des aufgegebenen Materials, und
- Anteil an, insbesondere nicht brechbarem, Fremdmaterial im aufgegebenen Material,
wobei in dem Datenspeicher (62) ein Materialparameter-Datenzusammenhang hinterlegt
ist, welcher die Erfassungssignale des wenigstens einen Materialsensors oder/und eine
aus den Erfassungssignalen des wenigstens einen Materialsensors (70) abgeleitete Größe
unter Berücksichtigung der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße oder des wenigstens
einen vorbestimmten Zielgrößenbereichs quantitativ oder qualitativ in Beziehung setzt
zu wenigstens einem Steuerungs-Betriebsparameter oder/und zu wenigstens einer Änderung
eines Steuerungs-Betriebsparameters wenigstens einer Anlagenkomponente, wobei die
Steuervorrichtung dazu ausgebildet ist, wenigstens einen Steuerungs-Betriebsparameter
wenigstens einer Anlagenkomponente nach Maßgabe der Erfassungssignale des wenigstens
einen Materialsensors (70), der wenigstens einen vorbestimmten Zielgröße oder des
wenigstens eines vorbestimmten Zielgrößenbereichs und des wenigstens einen Materialparameter-Datenzusammenhangs
zu verändern.
7. Gesteinsverarbeitungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Steuerungs-Betriebsparameter wenigstens einen der folgenden Betriebsparameter
umfasst:
- Förderleistung einer Material zur Brechvorrichtung fördernden Fördervorrichtung,
- Amplitude einer Vorsieberregung,
- Frequenz einer Vorsieberregung,
- Brechspaltweite,
- Drehzahl eines Brechrotors,
- Drehzahl eines Siebrotors bzw. einer Sieb-Antriebswelle,
- Soll-Füllgrad der Brechvorrichtung,
- Amplitude einer Nachsieberregung,
- Frequenz einer Nachsieberregung.
8. Gesteinsverarbeitungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesteinsverarbeitungsanlage eine Eingabevorrichtung (64) zur Eingabe wenigstens
eines Eingabeparameters umfasst, wobei die Eingabevorrichtung zur Übertragung von
Information signal-übertragungsmäßig mit der Steuervorrichtung (60) verbunden ist,
wobei in dem Datenspeicher (62) ein Eingabeparameter-Datenzusammenhang hinterlegt
ist, welcher den wenigstens einen Eingabeparameter oder/und eine aus dem wenigstens
einen Eingabeparameter abgeleitete Größe unter Berücksichtigung der wenigstens einen
vorbestimmten Zielgröße oder des wenigstens einen vorbestimmten Zielgrößenbereichs
qualitativ oder/und quantitativ in Beziehung setzt zu wenigstens einem Steuerungs-Betriebsparameter
oder/und zu wenigstens einer Änderung eines Steuerungs-Betriebsparameters wenigstens
einer Anlagenkomponente.
9. Gesteinsverarbeitungsanlage nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Eingabeparameter des wenigstens einen Eingabeparameters einer der
folgenden Parameter ist:
- pro Zeiteinheit rückgeführte Menge an Überkorn,
- Energieverbrauch der Gesteinsverarbeitungsanlage oder/und einer ihrer Anlagenkomponenten
- von der Gesteinsverarbeitungsanlage oder/und einer ihrer Anlagenkomponenten pro
Zeiteinheit verarbeiteten Durchsatzmenge an Material,
- Betriebslast wenigstens einer Brechvorrichtung (14) der wenigstens einen Brechvorrichtung,
- Anzahl an pro Zeiteinheit auftretenden Überlastfällen wenigstens einer Anlagenkomponente,
- pro Zeiteinheit an einer Anlagenkomponente auftretender Verschleiß,
- Art des aufgegebenen Materials,
- Härte des aufgegebenen Materials,
- Brechbarkeit des aufgegebenen Materials,
- Abrasivität des aufgegebenen Materials,
- Korngröße des aufgegebenen Materials,
- Korngrößenverteilung des aufgegebenen Materials,
- Menge des aufgegebenen Materials.
10. Gesteinsverarbeitungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Mengensensor wenigstens einen der folgenden Sensoren umfasst:
- Förderbandwaage (84, 88, 92) zur Ermittlung eines Gewichts einer auf ein Förderband
einer Fördervorrichtung aufgegebenen Materialmenge,
- Haldensensor (96, 98) zur Erfassung eines Haldenparameters, umfassend eine Höhe
(h) oder/und eine Gestalt oder/und ein Volumen einer Halde (30, 44, 48), oder/und
zur Erfassung einer zeitlichen Änderungsrate des Haldenparameters.
11. Gesteinsverarbeitungsanlage nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Haldensensor (96, 98) einen nach einem Reflexionsprinzip arbeitenden Sensor umfasst,
wie einen Ultraschall-Sensor oder ein Radar, oder/und eine optische Kamera mit angeschlossener
Bildverarbeitung umfasst.
1. A rock processing system including at least one rock processing apparatus (12) for
crushing and/or sorting granular mineral material (M) according to size, the rock
processing system comprising as apparatus components:
- a material feeding apparatus (22) having a material buffer (24) for loading starting
material to be processed,
- at least one working unit of:
+ at least one crushing apparatus (14) and
+ at least one screening apparatus (16, 18),
- at least one conveyor apparatus (26, 36) for conveying material (M) between two
system components,
- a discharge conveyor apparatus (29, 42, 46) for conveying processed material out
of the rock processing system onto a stockpile (30, 44, 48),
- a quantity sensor (84, 88, 92, 96, 98) for detecting a value representing a discharge
quantity of processed material accruing per unit of time in or at the discharge conveyor
apparatus (29, 42, 46),
- a data memory (62) connected in signal-transmitting fashion to a control unit (60)
and/or to the quantity sensor (88/90, 96, 98) for transmitting information,
- the control unit (60) for controlling system components of the rock processing system,
the control unit (60) being designed to control an operation of a system component
according to a detection signal and according to at least one data relationship stored
in the data memory (62), which sets the detection signal and/or a value derived from
the detection signal in relation to at least one control operating parameter and/or
to at least one change of a control operating parameter of at least one system component,
wherein the rock processing system comprises at least one oversize grain return apparatus
(36), which conveys an oversize grain screen fraction back into the material feeding
apparatus (22) or into an input area of a crushing apparatus (14) of the rock processing
system,
characterized in that the rock processing system comprises as system components:
- at least two discharge conveyor apparatuses (29, 42, 46) for conveying processed
material out of the rock processing system onto a stockpile (30, 44, 48), each of
the at least two discharge conveyor apparatuses (29, 42, 46) conveying processed material
of a different value grain grading curve output by the at least one screening apparatus,
- at least one quantity sensor (88/90, 96, 98) for each of the at least two value
grain grading curves, respectively for detecting a quantity variable representing
a discharge quantity of processed material accruing per unit of time in the respective
value grain grading curve,
wherein the control unit (60) is designed to control an operation of at least one
system component according to detection signals, which represent the discharge quantities
accruing per unit of time in different value grain grading curves, and according to
at least one data relationship stored in the data memory (62), which, by taking into
consideration at least one predetermined target variable or at least one predetermined
target variable range, sets the detection signals of the at least one quantity sensor
(88/90, 96, 98) of the respective value grain grading curve and/or a value derived
from the detection signals of the at least one quantity sensor (88/90, 96, 98) of
the respective value grain grading curve quantitatively or qualitatively in relation
to at least one control operating parameter and/or to at least one change of a control
operating parameter of at least one system component, wherein the rock processing
system comprising an oversize grain quantity sensor (92/94), which detects the quantity
of oversize grain returned per unit of time in at least one of the at least one oversize
grain return apparatus (36), an oversize grain data relationship being stored in the
data memory (62), which, by taking into consideration the at least one predetermined
target variable or the at least one predetermined target variable range, sets the
detection signals of the at least one oversize grain quantity sensor (92/94) and/or
a value derived from the detection signals of the at least one oversize grain quantity
sensor (92/94) quantitatively or qualitatively in relation to at least one control
operating parameter and/or to at least one change of a control operating parameter
of at least one system component, the control unit (60) being designed to change at
least one control operating parameter of at least one system component according to
the detection signals of the at least one oversize grain quantity sensor (92/94),
the at least one predetermined target variable or the at least one predetermined target
variable range and the at least one oversize grain data relationship.
2. The rock processing system as recited in Claim 1,
characterized in that a target variable of the at least one predetermined target variable is a setpoint
quantity variable defined for each of the at least two value grain grading curves,
which indicates the quantity of value grain, which the respective value grain grading
curve is to discharge per unit of time, the control unit (60) being designed to change
at least one control operating parameter of at least one system component according
to the detection signals and the at least one data relationship in such a way that
the actual quantity variable of the respective value grain grading curve is within
a predetermined tolerance range around its respective setpoint quantity variable and/or
that an actual quantity ratio of two different value grain grading curves is within
a predetermined tolerance range around a setpoint quantity ratio.
3. The rock processing system as recited in one of the preceding claims,
characterized in that a target variable of the at least one predetermined target variable is a setpoint
oversize grain quantity variable, which indicates the quantity of oversize grain that
is to be returned per unit of time, the control unit (60) being designed to change
at least one control operating parameter of at least one system component according
to the detection signals of the at least one oversize grain quantity sensor (92/94)
and the at least one oversize grain data relationship in such a way that an actual
oversize grain quantity variable of at least one of the at least one oversize grain
return apparatus (36) is within a predetermined tolerance range around a setpoint
oversize grain quantity variable.
4. The rock processing system as recited in one of the preceding claims,
characterized in that the rock processing system comprises at least one of the following operation sensors
for detecting at least one detection operating parameter associated with the respective
operation sensor:
- at least one energy consumption sensor for detecting an energy consumption of the
rock processing system and/or of one of its system components as the detection operating
parameter associated with the energy consumption sensor,
- at least one throughput quantity sensor (84) for detecting a throughput quantity
of material processed by the rock processing system and/or one of its system components
per unit of time as the detection operating parameter associated with the throughput
quantity sensor,
- at least one crushing apparatus load sensor for detecting an operating load of at
least one crushing apparatus of the at least one crushing apparatus as the detection
operating parameter associated with the load sensor,
- at least one screening apparatus load sensor for detecting an operating load of
at least one screening apparatus of the at least one screening apparatus as the detection
operating parameter associated with the load sensor,
- at least one drive apparatus load sensor for detecting an operating load of at least
one drive apparatus of the rock processing system as the detection operating parameter
associated with the drive apparatus load sensor,
- an overload counter for detecting a number of overload cases of at least one system
component occurring per unit of time as the detection operating parameter associated
with the overload counter,
- a wear sensor (82) for detecting a wear occurring on a system component as the detection
operating parameter associated with the wear sensor (82),
- at least one material buffer fill ratio sensor (70) for detecting a fill ratio of
the material buffer (24) as the detection operating parameter associated with the
material buffer fill ratio sensor,
- at least one conveyor apparatus fill ratio sensor for detecting a fill ratio of
at least one conveyor apparatus as the detection operating parameter associated with
the conveyor apparatus fill ratio sensor,
- at least one conveyor apparatus conveying speed sensor (86, 90, 94) for detecting
a conveying speed of at least one conveyor apparatus (32, 36, 42) as the detection
operating parameter associated with the conveyor apparatus conveying speed sensor
(86, 90, 94),
- at least one crushing apparatus fill ratio sensor for detecting a fill ratio of
at least one crushing apparatus of the at least one crushing apparatus as the detection
operating parameter associated with the crushing apparatus fill ratio sensor, and
- at least one crush gap sensor (76, 78) for detecting a dimension of a crush gap
of at least one crushing apparatus (14) of the at least one crushing apparatus (14)
as the detection operating parameter associated with the crush gap sensor,
wherein an operating parameter data relationship is stored in the data memory (62),
which, by taking into consideration the at least one predetermined target variable
or the at least one predetermined target variable range, sets the detection signals
of the at least one operation sensor and/or a value derived from the detection signals
of the at least one operation sensor quantitatively or qualitatively in relation to
at least one control operating parameter and/or to at least one change of a control
operating parameter of at least one system component, wherein the control unit (60)
is designed to change at least one control operating parameter of at least one system
component according to the detection signals of the at least one operation sensor,
of the at least one predetermined target variable or of the at least one predetermined
target variable range and of the at least one operating parameter data relationship.
5. The rock processing system as recited in Claim 4,
characterized in that a target variable of the at least one predetermined target variable is a setpoint
value of the at least one detection operating parameter, the control unit (60) being
designed to change at least one control operating parameter of at least one system
component according to the detection signals of the at least one operation sensor,
of the at least one predetermined target variable or of the at least one predetermined
target variable range and of the at least one operating parameter data relationship
in such a way that an actual value of at least one detection operating parameter is
within a predetermined tolerance range around the setpoint value of the at least one
detection operating parameter.
6. The rock processing system as recited in one of the preceding claims,
characterized in that the rock processing system comprises at least one material sensor (70) for detecting
at least one of the following material parameters relating to the fed material:
- type of the fed material,
- humidity of the fed material,
- density of the fed material,
- hardness of the fed material,
- crushability of the fed material,
- abrasiveness of the fed material,
- state of the fed material,
- grain size of the fed material,
- grain size distribution of the fed material,
- grain shape of the fed material,
- quantity of the fed material, and
- proportion of, in particular non-crushable, foreign material in the fed material,
wherein a material parameter data relationship is stored in the data memory (62),
which, by taking into consideration the at least one predetermined target variable
or the at least one predetermined target variable range, sets the detection signals
of the at least one material sensor and/or a value derived from the detection signals
of the at least one material sensor (70) quantitatively or qualitatively in relation
to at least one control operating parameter and/or to at least one change of a control
operating parameter of at least one system component, wherein the control unit is
designed to change at least one control operating parameter of at least one system
component according to the detection signals of the at least one material sensor (70),
of the at least one predetermined target variable or of the at least one predetermined
target variable range and of the at least one material parameter data relationship.
7. The rock processing system as recited in one of the preceding claims,
characterized in that the at least one control operating parameter comprises at least one of the following
operating parameters:
- conveying capacity of a conveyor apparatus conveying material to the crushing apparatus,
- amplitude of a pre-screen excitation,
- frequency of a pre-screen excitation,
- crush gap width,
- speed of a crushing rotor,
- speed of a screen rotor or a screen drive shaft,
- setpoint fill ratio of the crushing apparatus,
- amplitude of a post-screen excitation,
- frequency of a post-screen excitation.
8. The rock processing system as recited in one of the preceding claims, characterized in that the rock processing system comprises an input device (64) for inputting at least
one input parameter, the input device being connected in signal-transmitting fashion
to the control unit (60), an input parameter data relationship being stored in the
data memory (62), which, by taking into consideration the at least one predetermined
target variable or the at least one predetermined target variable range, sets the
at least one input parameter and/or a value derived from the at least one input parameter
qualitatively and/or quantitatively in relation to at least one control operating
parameter and/or to at least one change of a control operating parameter of at least
one system component.
9. The rock processing system as recited in Claim 8,
characterized in that the at least one input parameter of the at least one input parameter is one of the
following parameters:
- quantity of oversize grain returned per unit of time,
- energy consumption of the rock processing system and/or of one of its system components,
- throughput quantity of material processed by the rock processing system and/or by
one of its system components per unit of time,
- operating load of at least one crushing apparatus (14) of the at least one crushing
apparatus,
- number of overload cases of at least one system component occurring per unit of
time,
- wear occurring on a system component per unit of time,
- type of the fed material,
- hardness of the fed material,
- crushability of the fed material,
- abrasiveness of the fed material,
- grain size of the fed material,
- grain size distribution of the fed material,
- quantity of the fed material.
10. The rock processing system as recited in one of the preceding claims,
characterized in that the at least one quantity sensor comprises at least one of the following sensors:
- conveyor belt scale (84, 88, 92) for ascertaining a weight of a material quantity
fed onto a conveyor belt of the conveyor apparatus,
- stockpile sensor (96, 98) for detecting a stockpile parameter, comprising a height
(h) and/or a shape and/or a volume of a stockpile (30, 44, 48), and/or for detecting
a rate of change over time of the stockpile parameter.
11. The rock processing system as recited in Claim 10,
characterized in that the stockpile sensor (96, 98) comprises a sensor operating according to a reflection
principle, such as an ultrasonic sensor or a radar sensor, and/or an optical camera
with associated image processing.
1. Installation de traitement de roches comprenant au moins un dispositif de traitement
de roches (12) destiné au concassage et/ou au calibrage d'un matériau minéral granuleux
(M), l'installation de traitement de roches comprenant les composants suivants :
- un dispositif d'alimentation en matériau (22) avec un réservoir tampon (24) destiné
à être chargé avec le matériau de départ à traiter,
- au moins une unité de travail comprenant
+ au moins un dispositif de concassage (14) et
+ au moins un dispositif de criblage (16, 18),
- au moins un dispositif de convoyage (26, 36) pour le transport de matière (M) entre
deux composants de l'installation,
- un dispositif de convoyage de déchargement (29, 42, 46) pour le transport de la
matière traitée depuis l'installation de traitement de roches vers un terril (30,
44, 48),
- un capteur de débit (84, 88, 92, 96, 98) destiné à détecter une grandeur représentant
une quantité de matériau traité évacuée par unité de temps au niveau du dispositif
de transport d'évacuation (29, 42, 46),
- une mémoire de données (62) reliée, par transmission de signaux, à un dispositif
de commande (60) et/ou au capteur de débit (88/90, 96, 98) pour la transmission d'informations,
- le dispositif de commande (60) pour commander les composants de l'installation de
traitement de roches, le dispositif de commande (60) étant conçu pour commander le
fonctionnement d'un composant de l'installation en fonction d'un signal de détection
ainsi qu'en fonction d'au moins une relation de données enregistrée dans la mémoire
de données (62), qui met en relation le signal de détection et/ou une grandeur dérivée
du signal de détection avec au moins un paramètre de fonctionnement de commande et/ou
avec au moins une modification d'un paramètre de fonctionnement de commande d'au moins
un composant de l'installation,
l'installation de traitement de roches comportant au moins un dispositif de renvoi
des grains surdimensionnés (36) qui convoie une fraction de criblage des grains surdimensionnés
vers le dispositif d'alimentation en matériau (22) ou vers une zone d'entrée d'un
dispositif de concassage (14) de l'installation de traitement de roches,
caractérisée en ce que l'installation de traitement de roches comprend, en tant que composants de l'installation
:
- au moins deux dispositifs de transport de déchargement (29, 42, 46) destinés à transporter
le matériau traité hors de l'installation de traitement de roches vers un terril (30,
44, 48), chacun des au moins deux dispositifs de transport de déchargement (29, 42,
46) convoitant des matériaux traités provenant d'une courbe granulométrique différente
délivrée par le au moins un dispositif de criblage,
- au moins un capteur de débit (88/90, 96, 98) pour chacune des au moins deux courbes
granulométriques, chacun étant destiné à détecter une grandeur de débit représentant
une quantité de décharge de matière traitée produite par unité de temps dans la courbe
granulométrique respective,
le dispositif de commande (60) étant conçu pour commander le fonctionnement d'au moins
un composant de l'installation en fonction de signaux de détection représentant les
quantités de décharge produites par unité de temps dans différentes courbes granulométriques,
ainsi qu'en fonction d'au moins une relation de données enregistrée dans la mémoire
de données (62), qui qui met en relation, sur le plan quantitatif ou qualitatif, les
signaux de détection dudit au moins un capteur de débit (88/90, 96, 98) de la courbe
granulométrique des grains de valeur concernée et/ou une grandeur dérivée des signaux
de détection dudit au moins un capteur de débit (88/90, 96, 98) de la courbe granulométrique
des grains de valeur respective, en tenant compte d'au moins une grandeur cible prédéterminée
ou d'au moins une plage de grandeurs cibles prédéterminées, au moins un paramètre
de fonctionnement de commande et/ou avec au moins une modification d'un paramètre
de fonctionnement de commande d'au moins un composant de l'installation, l'installation
de traitement de roches comportant un capteur de débit des grains surdimensionnés
(92/94) qui détecte la quantité des grains surdimensionnés renvoyés par unité de temps
dans au moins l'un des au moins un dispositif de renvoi des grains surdimensionnés
(36), une relation de données relative aux grains surdimensionnés étant enregistrée
dans la mémoire de données (62), laquelle met en relation, sur le plan quantitatif
ou qualitatif, les signaux de détection d'au moins un capteur de débit des grains
surdimensionnés (92/94) et/ou une grandeur dérivée des signaux de détection d'au moins
un capteur de débit des grains surdimensionnés (92/94), en tenant compte de la au
moins une grandeur cible prédéterminée ou de la au moins une plage de grandeurs cibles
prédéterminées, avec au moins un paramètre de fonctionnement de commande et/ou avec
au moins une modification d'un paramètre de fonctionnement de commande d'au moins
un composant de l'installation, le dispositif de commande (60) étant conçu pour modifier
au moins un paramètre de fonctionnement de commande d'au moins un composant de l'installation
en fonction des signaux de détection d'au moins un capteur de débit des grains surdimensionnés
(92/94), de la au moins une grandeur cible prédéterminée ou d'au moins une plage de
grandeurs cibles prédéterminées et d'au moins une relation de données relative aux
grains surdimensionnés.
2. Installation de traitement de roches selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une grandeur cible parmi l'au moins une grandeur cible prédéterminée est une quantité
de consigne définie pour chacune des au moins deux courbes granulométrique des grains
de valeur, qui indique la quantité des grains de valeur que la courbe granulométrique
des grains de valeur concernée doit décharger par unité de temps, le dispositif de
commande (60) étant conçu pour modifier au moins un paramètre de fonctionnement de
commande d'au moins un composant de l'installation en fonction des signaux de détection
et de l'au moins une relation de données, de telle sorte que la quantité réelle de
la courbe granulométrique des grains de valeur se situe, dans une plage de tolérance
prédéterminée, autour de sa valeur de débit de consigne respective, et/ou qu'un rapport
de débit réel entre deux courbes de criblage des grains de valeur différentes se situe,
dans une plage de tolérance prédéterminée, autour d'un rapport de débit de consigne.
3. Installation de traitement de roches selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'une grandeur cible parmi l'au moins une grandeur cible prédéterminée est une grandeur
de quantité des grains surdimensionnés de consigne, qui indique la quantité des grains
surdimensionnés devant être renvoyée par unité de temps, le dispositif de commande
(60) étant conçu pour modifier au moins un paramètre de fonctionnement de commande
d'au moins un composant de l'installation en fonction des signaux de détection du
au moins un capteur de débit des grains surdimensionnés (92/94) et de l'au moins une
relation de données des grains surdimensionnés de telle sorte qu'une grandeur de quantité
réelle des grains surdimensionnés d'au moins un de l'au moins un dispositif de renvoi
des grains surdimensionnés (36) se situe dans une plage de tolérance prédéterminée
autour d'une grandeur de quantité des grains surdimensionnés de consigne.
4. Installation de traitement de roches selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'installation de traitement de roches comporte au moins l'un des capteurs de fonctionnement
suivants pour détecter au moins un paramètre de fonctionnement de détection associé
au capteur de fonctionnement respectif :
- au moins un capteur de consommation d'énergie pour détecter une consommation d'énergie
de l'installation de traitement de roches et/ou de l'un de ses composants en tant
que paramètre de fonctionnement de détection associé au capteur de consommation d'énergie,
- au moins un capteur de débit (84) destiné à détecter un débit de matière traité
par l'installation de traitement de roches et/ou l'un de ses composants par unité
de temps en tant que paramètre de fonctionnement de détection associé au capteur de
débit,
- au moins un capteur de charge de dispositif de concassage pour détecter une charge
de fonctionnement d'au moins un dispositif de concassage parmi l'au moins un dispositif
de concassage, en tant que paramètre de fonctionnement de détection associé au capteur
de charge,
- au moins un capteur de charge de dispositif de criblage pour détecter une charge
de fonctionnement d'au moins un dispositif de criblage parmi l'au moins un dispositif
de criblage, en tant que paramètre de fonctionnement de détection associé au capteur
de charge,
- au moins un capteur de charge de dispositif d'entraînement pour détecter une charge
de fonctionnement d'au moins un dispositif d'entraînement de l'installation de traitement
de roches en tant que paramètre de fonctionnement de détection associé au capteur
de charge de dispositif d'entraînement,
- un compteur de surcharges destiné à détecter un nombre de cas de surcharge survenant
par unité de temps sur au moins un composant de l'installation, en tant que paramètre
de fonctionnement de détection associé au compteur de surcharges,
- un capteur d'usure (82) destiné à détecter l'usure survenant sur un composant de
l'installation en tant que paramètre de fonctionnement de détection associé au capteur
d'usure (82),
- au moins un capteur de niveau de remplissage du réservoir tampon (70) pour détecter
un niveau de remplissage du réservoir tampon (24) en tant que paramètre de fonctionnement
de détection associé au capteur de niveau de remplissage du réservoir de matière,
- au moins un capteur de niveau de remplissage de dispositif de convoyage pour détecter
un niveau de remplissage d'au moins un dispositif de convoyage en tant que paramètre
de fonctionnement de détection associé au capteur de niveau de remplissage de dispositif
de convoyage,
- au moins un capteur de vitesse de transport du dispositif de convoyage (86, 90,
94) destiné à détecter une vitesse de transport d'au moins un dispositif de convoyage
(32, 36, 42) en tant que paramètre de fonctionnement de détection associé au capteur
de vitesse de transport du dispositif de convoyage (86, 90, 94),
- au moins un capteur de niveau de remplissage de dispositif de concassage pour détecter
un niveau de remplissage d'au moins un dispositif de concassage parmi l'au moins un
dispositif de concassage en tant que paramètre de fonctionnement de détection associé
au capteur de niveau de remplissage de dispositif de concassage, et
- au moins un capteur d'écartement de concassage (76, 78) destiné à détecter une dimension
d'un écartement de concassage d'au moins un dispositif de concassage (14) parmi l'au
moins un dispositif de concassage (14) en tant que paramètre de fonctionnement de
détection associé au capteur d'écartement de concassage,
une relation de données de paramètres de fonctionnement étant enregistrée dans la
mémoire de données (62), laquelle met en relation, sur le plan quantitatif ou qualitatif,
les signaux de détection dudit au moins un capteur de fonctionnement ou/et une grandeur
dérivée des signaux de détection dudit au moins un capteur de fonctionnement, en tenant
compte de ladite au moins une grandeur cible prédéterminée ou de ladite au moins une
plage de grandeurs cibles prédéterminées, avec au moins un paramètre de fonctionnement
de commande et/ou avec au moins une modification d'un paramètre de fonctionnement
de commande d'au moins un composant de l'installation, le dispositif de commande (60)
étant conçu pour modifier au moins un paramètre de fonctionnement de commande d'au
moins un composant de l'installation en fonction des signaux de détection dudit au
moins un capteur de fonctionnement, de ladite au moins une grandeur cible prédéterminée
ou de ladite au moins une plage de grandeurs cibles prédéterminées et dudit au moins
une relation de données de paramètres de fonctionnement.
5. Installation de traitement de roches selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'une grandeur cible parmi l'au moins une grandeur cible prédéterminée est une valeur
de consigne d'au moins un paramètre de fonctionnement de détection, le dispositif
de commande (60) étant conçu pour modifier au moins un paramètre de fonctionnement
de commande d'au moins un composant de l'installation en fonction des signaux de détection
d'au moins un capteur de fonctionnement, de l'au moins une grandeur cible prédéterminée
ou de l'au moins une plage de grandeurs cibles prédéterminées et de l'au moins une
relation de données de paramètres de fonctionnement, de telle sorte qu'une valeur
réelle d'au moins un paramètre de fonctionnement de détection se situe dans une plage
de tolérance prédéterminée autour de la valeur de consigne dudit au moins un paramètre
de fonctionnement de détection.
6. Installation de traitement de roches selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'installation de traitement de roches comporte au moins un capteur de matériau (70)
destiné à détecter au moins l'un des paramètres de matériau rapportés au matériau
alimenté :
- type du matériau alimenté,
- humidité du matériau alimenté,
- densité du matériau alimenté,
- dureté du matériau alimenté,
- friabilité du matériau alimenté,
- abrasivité du matériau alimenté,
- état du matériau alimenté,
- granulométrie du matériau alimenté,
- distribution granulométrique du matériau alimenté,
- forme des grains du matériau alimenté,
- quantité du matériau alimenté, et
- proportion de matières étrangères, en particulier non friables, dans le matériau
alimenté,
une relation de données de paramètres de matériau étant enregistrée dans la mémoire
de données (62), laquelle met en relation, sur le plan quantitatif ou qualitatif,
les signaux de détection d'au moins un capteur de matériau et/ou une grandeur dérivée
des signaux de détection d'au moins un capteur de matériau (70), en tenant compte
d'au moins une grandeur cible prédéterminée ou d'au moins une plage de grandeurs cibles
prédéterminées, avec au moins un paramètre de fonctionnement de commande et/ou avec
au moins une modification d'un paramètre de fonctionnement de commande d'au moins
un composant de l'installation, le dispositif de commande étant conçu pour modifier
au moins un paramètre de fonctionnement de commande d'au moins un composant de l'installation
en fonction des signaux de détection dudit au moins un capteur de matériau (70), de
ladite au moins une grandeur cible prédéterminée ou de ladite au moins une plage de
grandeurs cibles prédéterminées et dudit au moins une relation de données de paramètres
de matériau.
7. Installation de traitement de roches selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'au moins un paramètre de fonctionnement de commande comprend au moins l'un des
paramètres de fonctionnement suivants :
- débit d'un dispositif de convoyage convoyant du matériau vers le dispositif de concassage,
- amplitude d'une excitation du pré-crible,
- fréquence d'une excitation du pré-crible,
- largeur de la fente de concassage,
- vitesse de rotation d'un rotor de concassage,
- vitesse de rotation d'un rotor de criblage ou d'un arbre d'entraînement de crible,
- degré de remplissage de consigne du dispositif de concassage,
- amplitude d'une excitation du crible secondaire,
- fréquence d'une excitation du crible secondaire.
8. Installation de traitement de roches selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'installation de traitement de roches comprend un dispositif d'entrée (64) pour
la entrée d'au moins un paramètre d'entrée, le dispositif d'entrée étant connecté
au dispositif de commande (60) par transmission de signaux pour le transfert d'informations,
une relation de données de paramètres d'entrée étant enregistrée dans la mémoire de
données (62), qui met en relation, sur le plan qualitatif et/ou quantitatif, ledit
au moins un paramètre d'entrée ou/et une grandeur dérivée dudit au moins un paramètre
d'entrée, en tenant compte de ladite au moins une grandeur cible prédéterminée ou
de ladite au moins une plage de grandeurs cibles prédéterminées, avec au moins un
paramètre de fonctionnement de commande et/ou avec au moins une modification d'un
paramètre de fonctionnement de commande d'au moins un composant de l'installation.
9. Installation de traitement de roches selon la revendication 8,
caractérisée en ce qu'au moins un paramètre d'entrée parmi l'au moins un paramètre d'entrée est l'un des
paramètres suivants :
- quantité des grains surdimensionnés renvoyée par unité de temps,
- consommation d'énergie de l'installation de traitement de roches et/ou de l'un de
ses composants
- le débit de matière traité par l'installation de traitement de roches et/ou l'un
de ses composants par unité de temps,
- la charge de fonctionnement d'au moins un dispositif de concassage (14) parmi l'au
moins un dispositif de concassage,
- le nombre de cas de surcharge survenant par unité de temps sur au moins un composant
de l'installation,
- l'usure survenant par unité de temps sur un composant de l'installation,
- le type de matériau alimenté,
- la dureté du matériau alimenté,
- la friabilité du matériau alimenté,
- l'abrasivité du matériau alimenté,
- la granulométrie du matériau alimenté,
- la distribution granulométrique du matériau alimenté,
- quantité de matériau alimenté.
10. Installation de traitement de roches selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le au moins un capteur de débit comprend au moins l'un des capteurs suivants :
- balance à bande transporteuse (84, 88, 92) pour déterminer le poids d'une quantité
de matériau alimentée sur une bande transporteuse d'un dispositif de convoyage,
- capteur de terril (96, 98) destiné à détecter un paramètre du terril, comprenant
une hauteur (h) et/ou une forme et/ou un volume d'un terril (30, 44, 48), et/ou à
détecter un taux de variation dans le temps dudit paramètre du terril.
11. Installation de traitement de roches selon la revendication 10,
caractérisée en ce que le capteur de terril (96, 98) comprend un capteur fonctionnant selon un principe
de réflexion, tel qu'un capteur à ultrasons ou un radar, et/ou une caméra optique
avec un système de traitement d'images connecté.