[0001] Die Erfindung betrifft einen Verschliesser zum Verschliessen eines Behälters. Die
Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Verschliessen eines Behälters mit einem
erfindungsgemässen Verschliesser.
[0002] Bei der Abfüllung von Getränkedosen oder Lebensmitteldosen durchlaufen die Dosen
nach der Befüllung mit dem Getränk oder dem Lebensmittel einen Dosenverschliesser,
wobei die befüllten Dosenkörper über einen Zuführweg einlaufen und über einen weiteren
Zuführweg Dosendeckel einlaufen. Der Dosenverschliesser weist üblicherweise mehrere
karussellförmig angeordnete, gleichartige Stationen auf, in denen jeweils eine Dose
mit einem Dosendeckel verschlossen wird. Die Dosendeckel werden dabei auf die Dosenkörper
geführt und mit einer Halteplatte eines Falzkopfes auf dem Dosenkörper gehalten. Dieses
Halten dient auch der Fixierung der Dosen gegen ein Ausbrechen aus der von den Dosen
in dem Dosenverschliesser durchlaufenen Kreisbahn aufgrund der Zentrifugalkraft. In
dem Dosenverschliesser werden dabei die Dosenkörper mit dem Dosendeckel randseitig
über eine Falzrolle gefalzt und somit verschlossen. In der Regel wird die Dose mit
dem Dosendeckel dabei mittels des Falzkopfes zusätzlich um die eigene Symmetrieachse
rotiert. Zur Rotation sind die Falzköpfe an einer jeweiligen Falzwelle angeordnet.
Die Falzrollen sind über Falzhebelwellen an einem Falzhebel angeordnet.
[0003] Ein gattungsgemässer Dosenverschliesser ist in der
DE 749636 und der
DE4234115 A1 beschrieben. Der Dosenverschliesser umfasst eine Einspannvorrichtung zur Aufnahme
einer zu verschliessenden Dose. Im Betriebszustand ist die zu verschliessende Dose
in die Einspannvorrichtung eingebracht und durch diese in axialer und radialer Richtung
gesichert. Ebenso ist ein Dosendeckel über der Dosenöffnung der zu verschliessenden
Dose zentriert eingebracht. Die Dose weist im Bereich der Dosenöffnung einen umlaufenden
Dosenflansch und der Dosendeckel einen umlaufenden Dosendeckelflansch auf. Zum Verschliessen
der Dosenöffnung durch den Dosendeckel umfasst der Dosenverschliesser zusätzlich zwei
um jeweils eine Achse drehbar gelagerte Falzrollen, die den Dosenflansch und den Dosendeckelflansch
mittels einer im Wesentlichen radial wirkenden Kraft miteinander verpressen, wobei
die Verpressung durch ein kontinuierliches Abrollen in Umfangsrichtung entlang dem
Umfang der Dosenöffnung erfolgt.
[0004] Ein weiterer Dosenverschliesser ist aus der
GB 2098899 A bekannt. Der Dosenverschliesser umfasst eine Einspannvorrichtung zur Aufnahme der
zu verschliessenden Dose und eine Falzrolle. Im Betriebszustand ist die zu verschliessende
Dose in die Einspannvorrichtung eingebracht und durch diese in axialer und radialer
Richtung gesichert. Ebenso ist ein Dosendeckel über der Dosenöffnung der zu verschliessenden
Dose zentriert eingebracht. Die Dose weist im Bereich der Dosenöffnung des Dosenkörpers
einen umlaufenden Dosenflansch und der Dosendeckel einen umlaufenden Dosendeckelflansch
auf.
[0005] Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden ein aus dem
Stand der Technik bekannter Dosenverschliesser anhand der Fig. 1 und 2 beschrieben.
[0006] Zur besseren Unterscheidung des bekannten Standes der Technik von der vorliegenden
Erfindung werden im Rahmen dieser Anmeldung Bezugszeichen zu Merkmalen bekannter Vorrichtungen
mit einem Hochkomma (in Fig. 1, 2 und 7A) versehen, während Merkmale zu erfindungsgemässen
Vorrichtungen oder deren Bestandteilen kein Hochkomma tragen.
[0007] Der bekannte Dosenverschliesser 1000' gemäss Fig. 1 umfasst eine Deckelzufuhreinrichtung
11' zur Zufuhr eines Deckels 101' zu der Dose, einen Begasungsrotor 15' zur Zuführung
von Gas zur Dose und einen Falzprozess 14' zum Verschliessen der Dose mit dem Deckel
101'.
[0008] Der Deckel 101' wird entlang des Pfeiles C' durch die Deckelzufuhreinrichtung 11'
in den Dosenverschliesser 1000' eingebracht. Hierbei werden die Deckel 101' auf dem
Begasungsrotor 15' angeordnet. Durch Rotation des Begasungsrotors 15' werden die Deckel
101' weiter transportiert. Dann werden die Dosen durch die Behälterzuführung 12' in
die Behälteraufnahmen 17' des Begasungsrotors 15' eingebracht. Dort wird die Dose
im Bereich D' mit einem Gas wie Kohlenstoffdioxid oder Stickstoff begast und mit dem
Deckel 101' vereint.
[0009] Die Begasung erfolgt entlang des Pfeiles B' mit der Gaszufuhr 16'. Nach der Begasung
wird die Dose mit dem Deckel 101' durch die Behälterüberführung 13' vom Begasungsrotor
15' zum Falzprozess 14' weitergeführt und dort verschlossen.
[0010] Dabei werden die Dosen zwischen einem Maschinenunterteil 4' und einem Maschinenoberteil
5' auf einem Rotor 42' des Falzprozesses 14' eingespannt und durch den Falzprozess
14' verschlossen. Die verschlossene Dose wird durch einen weiteren Rotor in den Dosenausgang
18' gefördert.
[0011] Der Dosenverschliesser 1000' gemäss Fig. 1 und 2 umfasst dabei sowohl ein Gehäuse
1', welches einen Arbeitsraum 2' umgibt, sowie tragende Strukturen 3'.
[0012] Das Maschinenoberteil 5' ist auf mehreren zylindrischen Teleskop-Säulen 3' als tragende
Strukturen positioniert. Das Maschinenoberteil 5' wird in Abhängigkeit zu einem zu
verarbeitenden Gebinde (also Dose und Deckel) in der Höhe eingestellt. Die Dosen sind
beim Transport in den Dosenverschliesser 1000' offen. Deshalb ist der gesamte Arbeitsraum
2' eine Hygienezone. Deshalb ist der Dosenverschliesser 1000' zur Abgrenzung der Hygienezone
und zur Sicherstellung der Personensicherheit mit dem Gehäuse / der Verkleidung 1'
versehen. Diese Verkleidung 1' ist am Maschinenunterteil 4' befestigt und umfasst
den gesamten Arbeitsraum 2' inklusive Maschinenoberteil 5'.
[0013] Dies führt zu einem grossen zu reinigenden Volumen und einer grossen zu reinigenden
Oberfläche. Die Teleskop-Säulen 3', die das Maschinenoberteil 5' tragen, führen ausserdem
zu Sprühschatten. Sprühschatten sind Bereiche hinter Objekten, die durch die Reinigung
nicht oder ungenügend erreicht beziehungsweise gereinigt werden. Folglich wird ein
aufwendiges Düsensystem zur Reinigung benötigt.
[0014] Ein wesentlicher Nachteil der aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen liegt
also darin, dass der Arbeitsraum gross und schwer zu reinigen ist.
[0015] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Verschliesser bereitzustellen, welcher
die aus dem Stand der Technik bekannten nachteiligen Wirkungen vermeidet. Insbesondere
soll ein Verschliesser mit möglichst kleinem Arbeitsraum bereitgestellt werden, welcher
zusätzlich einfach zu reinigen ist.
[0016] Die Aufgabe wird durch einen erfindungsgemässen Verschliesser und durch das erfindungsgemässe
Verfahren gelöst.
[0017] Erfindungsgemäss wird ein Verschliesser zum Verschliessen eines Behälters vorgeschlagen.
Hierbei umfasst der Verschliesser ein Maschinenunterteil zum Anordnen des Verschliessers
auf einem Untergrund (beziehungsweise einem Boden) und einen Arbeitsraum, in welchem
Arbeitsraum der Behälter verschlossen wird. Ausserdem umfasst der Verschliesser eine
den Arbeitsraum umgebende und an dem Maschinenunterteil angeordnete Verschalung sowie
ein Maschinenoberteil mit Elementen zum Verschliessen des Behälters. Das Maschinenoberteil
ist dabei derart an der Verschalung angeordnet, dass das Maschinenoberteil über die
Verschalung auf dem Maschinenunterteil abgestützt ist und die Elemente zum Verschliessen
des Behälters im Arbeitsraum angeordnet sind.
[0018] Durch die vorangehend beschriebene Anordnung erfüllt die Verschalung zumindest teilweise
die Funktion der im Stand der Technik bekannten Teleskop-Säulen und Verkleidung. Die
Verschalung fungiert also insbesondere als tragende Struktur und grenzt gleichzeitig
den Arbeitsraum des Verschliessers ab (und ermöglicht so das Bilden einer Hygienezone).
Die Teleskopfunktion kann durch einen ausserhalb des Arbeitsraumes angeordneten Hubantrieb
realisiert werden, welcher eine Höhenverstellung ermöglicht.
[0019] Insbesondere kann die Verschalung als Gehäuse-, Verkleidungs-, Umhüllungs oder Ummantelungsabschnitt
beziehungsweise -element angesehen werden, welches den Arbeitsraum zumindest teilweise
umgibt und das Maschinenoberteil trägt. Dabei kann die Verschalung ausschliesslich
um den Arbeitsraum angeordnet sein, d.h. die Verschalung umfasst kein Teil, welches
im Arbeitsraum angeordnet ist. Ausserdem kann die Verschalung den Arbeitsraum weitestgehend
nach Aussen abschliessen und / oder abschirmen, sodass eine Atmosphäre im Arbeitsraum
hygienisch von der Umgebung abgetrennt wird. Selbstverständlich können jedoch Öffnungen
zum Zu- und Abführen der Behälter vorgesehen sein.
[0020] Dabei ist der Arbeitsraum der Raum des Verschliessers, in welchem der Behälter vorzugsweise
mit einem Deckel verschlossen wird, insbesondere der Raum, in welchem ein Falzprozess
stattfindet. Ausserdem kann der Arbeitsraum vorzugsweise zwischen Maschinenoberteil
und Maschinenunterteil angeordnet sein.
[0021] Unter «abstützen» kann dabei verstanden werden, dass die Verschalung das Maschinenoberteil
auf dem Maschinenunterteil hält beziehungsweise trägt. Ein Gewicht des Maschinenoberteils
lastet also auf dem Maschinenunterteil, da das Maschinenoberteil über die Verschalung
auf dem Maschinenunterteil abgestützt ist.
[0022] Dabei kann das Maschinenoberteil derart an der Verschalung befestigt sein, dass das
Maschinenoberteil über die Verschalung auf dem Maschinenunterteil abgestützt ist.
Zusätzlich oder alternativ kann das Maschinenoberteil derart an der Verschalung angeordnet
sein, dass das Maschinenoberteil ausschliesslich über die Verschalung auf dem Maschinenunterteil
abgestützt ist (d.h. das ganze Gewicht des Maschinenoberteils wird durch die Verschalung
getragen und auf dem Maschinenunterteil abgestützt / es gibt keine zusätzlichen Stützen
für das Maschinenoberteil). Insbesondere sind also keine weiteren tragende Säulen
/ Träger zur Stützung des Maschinenoberteils im Arbeitsraum angeordnet.
[0023] Zudem kann die Verschalung am Maschinenunterteil befestigt sein (z.B. mittels Steck-
und / oder Schraubverbindung). Alternativ kann das Maschinenunterteil jedoch ein integraler
Bestandteil der Verschalung sein, sodass die Verschalung das Maschinenunterteil in
Form von Stützen umfasst. Bevorzugt ist die Verschalung jedoch ein separates Bauteil.
[0024] In Ausführung der Erfindung kann das Maschinenunterteil eine Abstützplatte umfassen
und die Verschalung kann derart an (beziehungsweise auf) der Abstützplatte angeordnet
sein, dass das Maschinenoberteil über die Verschalung an der Abstützplatte abgestützt
ist. Ausserdem kann die Verschalung eine Befestigungsplatte umfassen und das Maschinenoberteil
an der Befestigungsplatte angeordnet sein.
[0025] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann die Befestigungsplatte eine Befestigungsöffnung
umfassen und das Maschinenoberteil derart in der Befestigungsöffnung angeordnet (und
/ oder befestigt) sein, dass das Maschinenoberteil zumindest teilweise in den Arbeitsraum
hineinragt. Es kann also ein erster Abschnitt des Maschinenoberteils in den Arbeitsraum
hineinragen / im Arbeitsraum angeordnet sein, während ein zweiter (vom ersten verschiedener)
Teil des Maschinenoberteils ausserhalb des Arbeitsraums angeordnet ist. Der erste
Teil des Maschinenoberteils wäre dann auf einer ersten (dem Arbeitsraum zugewandten)
Seite der Befestigungsplatte angeordnet, während der zweite Teil des Maschinenoberteils
auf einer zweiten (von der ersten verschiedenen und dem Arbeitsraum abgewandten) Seite
der Befestigungsplatte angeordnet ist. Um die beiden Seiten der Befestigungsplatte
gegeneinander abzudichten, kann bei der Anordnung des Maschinenoberteils in der Befestigungsöffnung
eine Dichtung verwendet werden, welche zwischen Maschinenoberteil und Befestigungsöffnung
abdichtet.
[0026] Das Maschinenoberteil kann als Element zum Verschliessen des Behälters einen Verschliesskopf,
insbesondere als Elemente zum Verschliessen eine Vielzahl von Verschliessköpfen zum
Befestigen eines Deckels auf dem Behälter (also zum Verschliessen des Behälters mit
dem Deckel) umfassen. Besonders bevorzugt umfasst dabei der erste Abschnitt des Maschinenoberteils
die Verschliessköpfe. Dabei kann der Verschliesskopf Falzmittel zum Falzen des Deckels
an den Behälter umfassen. Die Falzmittel können dabei eine Falzrolle und einen Falzkopf
sein. Der beziehungsweise jeder Verschliesskopf kann also mindestens eine Falzrolle
(besonders bevorzugt zwei Falzrollen) und einen Falzkopf umfassen. Dabei kann der
Verschliesskopf eine um eine Falzachse rotierbare Falzwelle umfassen, wobei an einem
Ende der jeweiligen Falzwelle der Falzkopf angeordnet ist (der Falzkopf ist also insbesondere
über die jeweilige Falzwelle rotierbar). Die Falzrollen sind vorzugsweise über Falzhebelwellen
an einem Falzhebel angeordnet.
[0027] Prinzipiell umfasst das Maschinenoberteil vorzugsweise die Vorrichtungsteile, welche
direkten Kontakt zu Deckel und Öffnungsbereich des Behälters haben, während das Maschinenunterteil
vorzugsweise ausschliesslich Vorrichtungsteile umfasst, welche keinen direkten Kontakt
zu Deckel und Öffnungsbereich des Behälters haben.
[0028] Das Maschinenoberteil kann ausserdem ein an der Falzwelle (des Falzkopfes) angeordnetes
Ausstosselement umfassen und das Ausstosselement kann derart beweglich entlang der
Falzachse angeordnet sein, dass der Behälter im Betriebszustand ausstossbar ist.
[0029] In Ausführung der Erfindung kann die Abstützplatte gegenüber von der Befestigungsplatte
angeordnet sein, sodass der Arbeitsraum zwischen der Abstützplatte und der Befestigungsplatte
angeordnet ist und insbesondere zwischen Verschalung, Abstützplatte und Befestigungsplatte
gebildet wird. Die Abstützplatte kann dabei parallel zu der Befestigungsplatte angeordnet
sein.
[0030] Der erfindungsgemässe Verschliesser kann weiter eine Hubstation (beziehungsweise
eine Vielzahl von Hubstationen) zum Anheben des Behälters umfassen. Die Hubstationen
können dabei gegenüber der Verschliessköpfe an dem Maschinenunterteil, insbesondere
auf der Abstützplatte angeordnet sein.
[0031] Die Verschalung kann eine Tür, insbesondere eine Vielzahl von an verschiedenen Seiten
der Verschalung angeordneten Türen umfassen. So kann der Arbeitsraum z.B. für Wartungs-
beziehungsweise Reinigungsarbeiten zugänglich gemacht werden. Die Türen können dabei
Schiebe-, Hub- und / oder einseitig befestigte Türen sein.
[0032] In der Praxis kann der Verschliesser eine Behälterzuführung zum Zuführen der Behälter
(wie zum Beispiel einen Einführtisch) zum Arbeitsraum und eine Behälterabführung zum
Abführen der Behälter aus dem Arbeitsraum umfassen. Dabei kann zwischen der Behälterzuführung
und der Behälterabführung eine Trennwand oder Blende angeordnet sein, welche eine
Kreuzkontamination zwischen einlaufenden und auslaufenden Behältern vermeidet.
[0033] Erfindungsgemäss wird weiter ein Verfahren zum Befestigen eines Deckels an einem
Behälter vorgeschlagen (also zum Verschliessen des Behälters mit dem Deckel). Dabei
umfasst das erfindungsgemässe Verfahren das Bereitstellen eines erfindungsgemässen
Verschliessers. Dabei werden der Deckel und der Behälter in den Arbeitsraum zugeführt.
Dann wird der Deckel auf dem Behälter positioniert und der Behälter mit dem Deckel
verschlossen. Dann wird der verschlossene Behälter aus dem Arbeitsraum abgeführt.
[0034] Insbesondere kann das Verschliessen dabei das Falzen des Deckels an den Behälter
mittels wenigstens einer Falzrolle, insbesondere zwei Falzrollen und einem Falzkopf
umfassen.
[0035] Der erfindungsgemässe Verschliesser ist bevorzugt als ein Dosenverschliesser ausgestaltet.
Der Dosenverschliesser weist üblicherweise mehrere karussellförmig angeordnete gleichartige
Stationen (von vorzugsweise Verschliessköpfen und Hubstationen) auf, in denen jeweils
eine Dose mit einem Dosendeckel verschlossen wird.
[0036] Dabei kann der Behälter eine Dose und der Deckel ein Dosendeckel sein, welche durch
den Dosenverschliesser miteinander verfalzt werden.
[0037] Der Dosenverschliesser umfasst zum Verschliessen der Dose bevorzugt mehrere Verschliessköpfe
(wie vorangehend beschrieben mit mehreren Falzrollen und einem Falzkopf). Im Betriebszustand
werden die Falzrollen mit ihrem jeweiligen Falzprofil in Kontakt mit einem Dosendeckelflansch
des Dosendeckels und einem Dosenflansch der Dose gebracht. Durch Rotation der Dose
wird dann die Falzrolle in Umfangsrichtung der Dose rotiert, wobei der Dosenflansch
mit dem Dosendeckelflansch verfalzt wird. Zur Rotation der Dose wird die Dose bevorzugt
zwischen dem Falzkopf und einer Stütze (insbesondere der Hubstation) eingespannt,
wobei der Falzkopf mit der Falzwelle um die Falzachse rotiert wird.
[0038] Im Rahmen der Erfindung kann unter der Dose ein rotationssymmetrischer Behälter verstanden
werden, welcher mittels des Dosenverschliessers und der zugehörigen Falzrolle verschlossen
wird. Eine Dose kann vorzugsweise ein Metall, insbesondere Aluminium oder Stahl umfassen.
[0039] Der erfindungsgemässe Verschliesser kann als Falzprozess das Karussell mit einer
Vielzahl von Verschliessköpfen umfassen. Ausserdem kann der Verschliesser einen ersten
Zulauf für Dosenkörper, insbesondere mit einem Produkt gefüllte Dosenkörper zu dem
Karussell und einen zweiten Zulauf für Dosendeckel zu dem Karussell umfassen. Zudem
kann der Verschliesser einen Auslauf für gefalzte Dosen von dem Karussell umfassen.
[0040] Prinzipiell kann der erfindungsgemässe Verschliesser analog zu den bereits aus dem
Stand der Technik bekannten Dosenverschliessern sein, unterscheidet sich jedoch in
der Verschalung.
[0041] In der Praxis umfasst der Dosenverschliesser vorzugsweise wie im Stand der Technik
eine Einspannvorrichtung aus Falzkopf und Hubstation, mit welcher die Dose zum Verschliessen
in axialer und radialer Richtung fixiert wird und in Umfangsrichtung rotiert werden
kann.
[0042] Prinzipiell kann der Verschliesser bevorzugt mindestens zwei Arten Falzrollen mit
vorzugsweise unterschiedlichen Falzprofilen umfassen (wobei der entsprechende Verschliesskopf
Falzrollen beider Arten umfasst), sodass Dosen nach einem Doppelfalzprinzip verschlossen
werden können, bei welchem die Dosen in der Regel in zwei Stufen verschlossen werden.
Je eine Art Falzrolle ist dabei für eine Stufe zuständig. Die erste Art Falzrolle
fertigt einen Vorfalz an, während die zweite Art Falzrolle die Dose / das Gebinde
komplett verschliesst.
[0043] Im erfindungsgemässen Verfahren können Dosendeckel und Dosenkörper vor dem eigentlichen
Falzprozess an einem definierten Punkt zusammengeführt werden. Das Zuführen der Dosendeckel
erfolgt vorzugsweise durch einen Begasungsrotor, auf welchem die Dosendeckel aufliegen.
Die Dosenkörper werden durch eine Behälterzuführung zugeführt. Die Dosenkörper gelangen
von der Behälterzuführung auf eine der jeweiligen Hubstationen (welche in das Karussell
integriert sind). Auf einer Umdrehung des Karussells führen die Hubstationen vorzugsweise
eine kurvengesteuerte Hubbewegung aus, um die Dosenkörper von unten an die Dosendeckel
und später den Falzkopf einzufahren.
[0044] Nach einer bestimmten Hubstrecke kommt der Dosenkörper mit dem Dosendeckel in Berührung.
Damit der Verbund aus Dosenkörper und Dosendeckel den Rest des Aufstiegs gemeinsam
machen kann, kommen vorzugsweise die Ausstosselemente zum Einsatz.
[0045] Das Ausstosselement ist zum Beispiel an einer Ausstossstange befestigt, welche eine
Linearbewegung entlang der axialen Richtung innerhalb einer Falzwelle (der Falzkopf
ist an dieser Falzwelle befestigt) macht. Vorzugsweise kurvengesteuert wird in der
Abwärtsbewegung zuerst der Dosendeckel in der Deckelzuführung geklemmt. Sobald der
Dosenkörper in den Dosendeckel eingefahren ist, wechselt der Ausstosselement die Richtung
des Hubs und fährt gleichmässig mit der Hubstation nach oben. Die unterstützende Funktion
des Ausstosselements endet mit dem Einfahren von Dosenkörper und Dosendeckel in den
Falzkopf. Ab diesem Moment ist die Dose zwischen Hubstation und Falzkopf eingespannt.
Anschliessend wird der eigentliche Falzprozess durchgeführt.
[0046] Im Folgenden werden die Erfindung und der Stand der Technik anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
- Fig. 1
- eine Draufsicht eines Dosenverschliessers des Standes der Technik;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines Dosenverschliessers des Standes der Technik;
- Fig. 3
- eine Draufsicht eines erfindungsgemässen Dosenverschliessers;
- Fig. 4
- eine erste perspektivische Ansicht des erfindungsgemässen Dosenverschliesser;
- Fig. 5
- eine zweite perspektivische Ansicht des erfindungsgemässen Dosenverschliesser;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines Verschliesskopfes;
- Fig. 7A
- eine Draufsicht eines Dosenverschliessers des Standes der Technik mit geöffneten Türen;
- Fig. 7B
- eine Draufsicht eines erfindungsgemässen Dosenverschliessers mit geöffneten Türen.
[0047] Fig. 1 und Fig. 2 wurden bereits vorangehend bei der Darstellung des Standes der
Technik beschrieben.
[0048] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht eines erfindungsgemässen Dosenverschliessers 1000. Prinzipiell
läuft der Verschliessprozess analog zum Stand der Technik ab, also analog wie zu Fig.
1 und 2 beschrieben.
[0049] Der Dosenverschliesser 1000 zum Verschliessen einer Dose 100 umfasst also eine Deckelzuführng
zur Zufuhr eines Deckels 101 zu der Dose 100, einen Begasungsrotor 15 (nur teilweise
dargestellt) zur Zuführung von Gas zur Dose 100 und einen Falzprozess / eine Falzstation
14 zum Verschliessen der Dose 100 mit dem Deckel 101.
[0050] Beim Vereinen von Deckel 101 und Dose 100 wird die Dose mit einem Gas wie Kohlenstoffdioxid
oder Stickstoff begast und zum Falzprozess 14 weitergeführt und dort verschlossen.
[0051] Der erfindungsgemässe Dosenverschliesser 1000 umfasst eine Verschalung 1, welche
einen Arbeitsraum 2 umgibt, in welchem der Falzprozess / die Falzstation 14 angeordnet
ist (also die Dosen verschlossen werden). So können ein zu reinigendes Volumen sowie
eine zu reinigende Oberfläche möglichst minimal gehalten werden. Teleskop-Säulen im
Arbeitsraum 2 zum Tragen eines Maschinenoberteils werden nicht benötigt und so können
Sprühschatten und ein aufwendiges Reinigungssystem vermieden werden.
[0052] Die verschlossenen Dosen werden durch ein Zugelement wie eine Scharnierbandkette
einer Behälterabführung 18 aus dem Arbeitsraum 2 heraus gefördert. Beim Rücklauf der
Scharnierbandkette können Verunreinigungen in den Arbeitsraum 2 eingebracht werden
und in Richtung der offenen Dose geschleudert werden.
[0053] Deshalb ist der Behälterabführung 18 durch Trennwände 19 mit Durchbrüchen vom Arbeitsraum
2 und der Behälterzuführung 12 abgeschottet. So wird verhindert, dass Verunreinigungen
in den Arbeitsraum 2 und zur offenen Dose hin verschleppt werden.
[0054] Fig. 4 zeigt eine erste perspektivische Ansicht des erfindungsgemässen Dosenverschliessers
1000.
[0055] Der Dosenverschliesser 1000 umfasst ein Maschinenunterteil 4 zum Anordnen des Dosenverschliessers
1000 auf einem Untergrund (beziehungsweise einem Boden) und den Arbeitsraum 2, in
welchem Arbeitsraum 2 die Dosen verschlossen werden. Ausserdem umfasst der Dosenverschliesser
1000 die den Arbeitsraum 2 umgebende und an dem Maschinenunterteil 4 angeordnete Verschalung
1 sowie das Maschinenoberteil 5 mit Verschliessköpfen 53 zum Verschliessen der Dosen,
welche im Arbeitsraum 2 angeordnet sind. Das Maschinenoberteil 5 ist dabei derart
an der Verschalung 1 angeordnet, dass das Maschinenoberteil 5 über die Verschalung
1 auf dem Maschinenunterteil 4 abgestützt ist.
[0056] Anstelle von Teleskop-Säulen zur Befestigung des Maschinenoberteils 5 und einer umfassenden
Verkleidung als Schutzeinrichtung erfüllt die erfindungsgemässe Verschalung 1 eine
Kombination dieser beiden Funktionen. Die tragende Struktur des Dosenverschliessers
1000 sowie die Abschirmung des Arbeitsraums 2 (auch Produktraums) wird also mit der
Verschalung 1 verwirklicht.
[0057] Das Maschinenoberteil 5 ist dabei ausschliesslich über die Verschalung 1 auf dem
Maschinenunterteil 4 abgestützt (d.h. das ganze Gewicht des Maschinenoberteils 4 wird
durch die Verschalung 1 getragen und auf dem Maschinenunterteil 4 abgestützt, obwohl
noch ein Rotorelement des Karussells zwischen Maschinenoberteil 5 und Maschinenunterteil
4 angeordnet ist).
[0058] Das Maschinenunterteil 4 umfasst dafür eine Abstützplatte 41, auf welcher die Verschalung
1 abgestützt ist oder ist auf Stützen des Maschinenunterteils 4 abgestützt und umfasst
eine Wannenkonstruktion 41, welche Bestandteil des Arbeitsraumes 2 ist.
[0059] Fig. 5 zeigt eine zweite perspektivische Ansicht des erfindungsgemässen Dosenverschliessers
1000.
[0060] Beim Prozess zum Verschliessen der Dosen werden den Dosen Deckel zugeführt, die Dosen
werden zwischen einem Maschinenunterteil 4 und dem Maschinenoberteil 5 auf einem Rotor
42 eingespannt und durch die Verschliessköpfe 53 verschlossen. Die verschlossene Dose
wird durch einen weiteren Rotor in die Behälterabführung gefördert.
[0061] Die Dosen sind beim Transport im Dosenverschliesser 1000 offen, weshalb der gesamte
Arbeitsraum 2 als Hygienezone zu verstehen ist. Die Maschine ist zur Abgrenzung der
Hygienezone und zur Sicherstellung der Personensicherheit mit der Verschalung 1 versehen.
[0062] Das Maschinenunterteil 4 umfasst wie vorangehend beschrieben die Abstützplatte 41.
Vorzugsweise kann das Maschinenunterteil 4 jedoch ein integraler Bestandteil der Verschalung
1 sein, sodass die Abstützplatte 41 als eine Bodenfläche 41 des Arbeitsraumes 2 beziehungsweise
die Wannenkonstruktion anzusehen wäre.
[0063] Ausserdem umfasst die Verschalung 1 eine Befestigungsplatte 8 mit einer Befestigungsöffnung
22. Dabei ist das Maschinenoberteil 5 derart in der Befestigungsöffnung 22 angeordnet,
dass das Maschinenoberteil 5 teilweise in den Arbeitsraum 2 hineinragt. Ein erster
Abschnitt 51 des Maschinenoberteils 5 ragt also in den Arbeitsraum 2 hinein, während
ein zweiter Abschnitt 52 des Maschinenoberteils 5 ausserhalb des Arbeitsraums 2 angeordnet
ist. Die Verschliessköpfe 53 sind dabei am ersten Abschnitt 51 angeordnet.
[0064] Der zweite Abschnitt 52 ist hingegen an der Verschalung 1 befestigt. Hierfür ist
der zweite Abschnitt 52 mit einer Zwischenplatte 54 verschraubt, welche auf Befestigungsplatte
8 der Verschalung 1 abgestützt ist.
[0065] Ausserdem umfasst das Maschinenoberteil 5 einen Hubmechanismus 7. Die für den Falzprozess
relevanten Komponenten ragen durch die fest mit der tragenden Verschalung 1 verbundenen
Befestigungsplatte 8 in den Arbeitsraum 2 hinein. Die Öffnung 22 und die anderen Durchbrüche
sind durch Abstreifer abgedichtet. Durch den Hubmechanismus 7 kann das Maschinenoberteil
5 in Abhängigkeit zum zu verarbeitenden Gebinde auf die korrekte Höhe eingestellt
werden.
[0066] Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung eines Verschliesskopfes 53 mit einer zu
verschliessenden Dose 100 und einem Dosendeckel 101.
[0067] Ausserdem ist eine Einspannvorrichtung gezeigt, welche eine Dosenstütze mit Hubstation
23 und einen Falzkopf 55 umfasst, und eine um eine Falzwelle 56 drehbar gelagerte
Falzrolle 57 mit einem Falzrollenprofil 111. Über der Öffnung der Dose 100 ist der
Dosendeckel 101 zentriert angeordnet. Die Dose 100 weist im Bereich der Dosenöffnung
einen umlaufenden Dosenflansch und der Dosendeckel 101 einen umlaufenden Dosendeckelflansch
auf.
[0068] Während des Verschliessvorgangs wird die Falzrolle 57 über das Falzrollenprofil 111
in Kontakt mit dem Dosenflansch und dem Dosendeckelflansch gebracht. Hierbei werden
der Dosenflansch und der Dosendeckelflansch mittels einer im Wesentlichen radial wirkenden
Kraft über die Falzrolle 57 miteinander verpresst. Die Verpressung erfolgt dabei durch
ein kontinuierliches Abrollen der Falzrolle 57 in Umfangsrichtung entlang dem Umfang
der Dosenöffnung. Durch Falzen der Dose 100 mit dem Dosendeckel 101 wir vorzugsweise
ein Doppelfalz erzeugt. Hierfür wird jedoch eine hier nicht dargestellte zweite Falzrolle
verwendet.
[0069] Zum Verfalzen wird die Dose 100 dabei durch die Einspannvorrichtung rotiert, indem
der Falzkopf 55 mit der Falzwelle 58 um die Falzachse X rotiert wird.
[0070] Fig. 7A zeigt eine Draufsicht eines Dosenverschliessers 1000' des Standes der Technik
mit geöffneten Türen 9'.
[0071] Der Platzbedarf für die Teleskop-Säulen 3' und die Verkleidung 1' führen dazu, dass
der Maschinenbediener für Einstellarbeiten teilweise weit von den einzustellenden
Komponenten weg steht. Durch die geöffneten Türen 9' bei Einstellarbeiten wird die
Bewegungsfreiheit um den Verschliesser herum eingeschränkt. Der Bediener muss um die
Türen 9' herum gehen.
[0072] Dies kann mittels des erfindungsgemässen Dosenverschliessers 1000 mit Türen 9 gemäss
Fig. 7B vermieden werden.
[0073] Die Zugänglichkeit für Einstellarbeiten wird massgebend verbessert, durch den Einsatz
von Türen 91 mit einseitiger Befestigung sowie einer Hubtür 92, welche die Bewegungsfreiheit
um den Verschliesser 1000 herum verbessern.
[0074] Die Erfindung ist nicht auf die offenbarten Ausführungsformen beschränkt. Andere
Variationen der offenbarten Ausführungsformen können von Fachleuten beim Praktizieren
einer beanspruchten Erfindung aus einem Studium der Zeichnungen, der Offenbarung und
der abhängigen Ansprüche verstanden und bewirkt werden. In den Ansprüchen schliesst
das Wort "umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte aus, und der unbestimmte
Artikel "ein" oder "eine" schliesst keine Vielzahl aus. Die blosse Tatsache, dass
bestimmte Massnahmen in voneinander verschiedenen abhängigen Ansprüchen wiederholt
werden, bedeutet nicht, dass eine Kombination dieser Massnahmen nicht vorteilhaft
verwendet werden kann. Jegliche Bezugszeichen in den Ansprüchen sollten nicht als
Einschränkung des Umfangs ausgelegt werden.
[0075] Bei allen Ausführungen ist das Maschinenoberteil vorzugsweise ausschliesslich über
die Verschalung auf dem Maschinenunterteil abgestützt und nicht über weitere Stützen
ausser der Verschalung. Dabei umgibt die Verschalung den Arbeitsraum, also den Raum,
in welchem der Verschliessprozess / Falzprozess stattfindet.
1. Verschliesser zum Verschliessen eines Behälters (100) umfassend
ein Maschinenunterteil (4) zum Anordnen des Verschliessers (1000) auf einem Untergrund;
und
einen Arbeitsraum (2), in welchem Arbeitsraum (2) der Behälter (100) verschlossen
wird; und
eine den Arbeitsraum (2) umgebende und an dem Maschinenunterteil (4) angeordnete Verschalung
(1); sowie
ein Maschinenoberteil (5) mit Elementen (53) zum Verschliessen des Behälters (100),
dadurch gekennzeichnet, dass das Maschinenoberteil (5) derart an der Verschalung (1) angeordnet ist, dass das
Maschinenoberteil (5) über die Verschalung (1) auf dem Maschinenunterteil (4) abgestützt
ist und die Elemente (53) zum Verschliessen des Behälters (100) im Arbeitsraum (2)
angeordnet sind.
2. Verschliesser nach Anspruch 1, wobei das Maschinenoberteil (5) derart an der Verschalung
(1) befestigt ist, dass das Maschinenoberteil (5) über die Verschalung (1) auf dem
Maschinenunterteil (4) abgestützt ist.
3. Verschliesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Maschinenoberteil
(5) derart an der Verschalung (1) angeordnet ist, dass das Maschinenoberteil (5) ausschliesslich
über die Verschalung (1) auf dem Maschinenunterteil (4) abgestützt ist.
4. Verschliesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Maschinenunterteil
(4) eine Abstützplatte (41) umfasst und die Verschalung (41) derart an der Abstützplatte
(41) angeordnet ist, dass das Maschinenoberteil (5) über die Verschalung (1) auf der
Abstützplatte (41) abgestützt ist.
5. Verschliesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Verschalung (1) eine
Befestigungsplatte (8) umfasst und das Maschinenoberteil (5) an der Befestigungsplatte
(8) angeordnet ist.
6. Verschliesser nach Anspruch 5, wobei die Befestigungsplatte (8) eine Befestigungsöffnung
(22) umfasst und das Maschinenoberteil (5) derart in der Befestigungsöffnung (22)
angeordnet, dass das Maschinenoberteil (5) in den Arbeitsraum (2) hineinragt.
7. Verschliesser nach Anspruch 4 und 5, wobei die Abstützplatte (41) gegenüber von der
Befestigungsplatte (8) angeordnet ist, sodass der Arbeitsraum (2) zwischen der Abstützplatte
(41) und der Befestigungsplatte (8) angeordnet ist.
8. Verschliesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Maschinenoberteil
(5) einen Verschliesskopf (53), insbesondere eine Vielzahl von Verschliessköpfen (53)
zum Befestigen eines Deckels (101) auf dem Behälter (100) umfasst.
9. Verschliesser nach Anspruch 8, wobei der Verschliesskopf (53) Falzmittel (55, 57)
zum Falzen des Deckels (101) an den Behälter (100) umfasst.
10. Verschliesser nach Anspruch 9, wobei die Falzmittel (55, 57) eine Falzrolle (57) und
ein Falzkopf (55) umfassen.
11. Verschliesser nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei der Verschliesskopf (53) eine
um eine Falzachse (X) rotierbare Falzwelle (56, 58) und das an einem Ende der Falzwelle
(56, 58) angeordnete Falzmittel (55, 57) umfasst.
12. Verschliesser nach Anspruch 11, wobei das Maschinenoberteil (5) ein an der Falzwelle
(56, 58) angeordnetes Ausstosselement umfasst und das Ausstosselement derart beweglich
entlang der Falzachse (X) angeordnet ist, dass der Behälter (100) im Betriebszustand
austossbar ist.
13. Verschliesser nach einem der vorangehenden Ansprüche umfassend eine Hubstation (23)
zum Anheben des Behälters (100).
14. Verschliesser nach Anspruch 15, wobei die Hubstation (23) an dem Maschinenunterteil
(4) angeordnet ist.
15. Verschliesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Verschalung (1) eine
Tür (9, 91, 92), insbesondere eine Vielzahl von an verschiedenen Seiten der Verschalung
(1) angeordneten Türen (9, 91, 92) umfasst.
16. Verschliesser nach einem der vorangehenden Ansprüche umfassend eine Behälterzuführung
(12) zum Zuführen der Behälter (100) zum Arbeitsraum (2) und eine Behälterabführung
(18) zum Abführen der Behälter (100) aus dem Arbeitsraum (2).
17. Verschliesser nach Anspruch 16, wobei zwischen der Behälterzuführung (12) und der
Behälterabführung (18) eine Trennwand (19) angeordnet ist.
18. Verfahren zum Verschliessen eines Behälters (100) mit einem Deckel (101), umfassend:
Bereitstellen eines Verschliessers (1000) nach einem der vorangehenden Ansprüche;
Zuführen des Deckels (101) und des Behälters (100) in den Arbeitsraum (2);
Positionieren des Deckels (101) auf dem Behälter (100);
Verschliessen des Behälters (100) mit dem Deckel (101):
Ausleiten der verschlossenen Behälter (100) aus dem Arbeitsraum (2).
19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei das Verschliessen ein Falzen des Deckels (101) an
den Behälter (100) mittels wenigstens einer Falzrolle (10) und einem Falzkopf (2)
umfasst.