[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Unterbaumöbel mit einem Grundkörper, der eine
Seitenwand mit einer oberseitigen Wandstirnfläche aufweist, und mit einem Blendenelement,
das mit einem Befestigungsbereich an einer Innenseite der Seitenwand befestigt ist
und sich mit einem Schattenfugenblendenbereich nach oben über die oberseitige Wandstirnfläche
der Seitenwand hinaus erstreckt, sowie auf eine sanitäre Wascheinrichtung mit einem
solchen Unterbaumöbel.
[0002] Unterbaumöbel dieser Art werden beispielsweise im Sanitärbereich als Unterbauten
von Waschbecken und Waschtischen in Badezimmern oder von Küchenspülbecken in Küchen
verwendet, sowohl in geschlossener Bauweise mit ganz oder weitgehend geschlossenen
Seitenwänden als auch in offener Bauweise z.B. als regalförmiger Unterbau mit zumindest
bereichsweise offenen Seitenwänden.
[0003] Mit den Richtungsangaben oben bzw. unten wird vorliegend wie üblich auf die Einbau-/Gebrauchslage
des Unterbaumöbels Bezug genommen. Mit Seitenwand ist eine beliebige Wand des Unterbaumöbels
gemeint, die in der Einbaulage des Unterbaumöbels im Wesentlichen in einer Vertikalebene
liegt bzw. sich zwischen einer Oberseite und einer Unterseite des Unterbaumöbels erstreckt,
sei es an einer Vorderseite oder einer Rückseite oder an Seiten des Unterbaumöbels
zwischen der Vorderseite und der Rückseite des Unterbaumöbels.
[0004] Die Offenlegungsschrift
DE 24 50 947 A1 offenbart ein solches Unterbaumöbel in weitgehend geschlossener Bauweise für ein
an einer Wand befestigtes Waschbecken. Dieses Unterbaumöbel beinhaltet einen Unterschrank
mit einer in einem oberen Bereich offenen Rückwand, einer mit Schranktüren geschlossenen
Vorderseite und zwei geschlossenen, gegenüberliegenden Seitenwänden zwischen Vorder-
und Rückseite. Entlang der Vorderseite und den beiden Seitenwänden erstreckt sich
in einem oberen Bereich ein nach innen abgesetztes Zwischenstück, das in einem unteren
Bereich an der Innenseite der Seitenwände befestigt ist und sich mit einem oberen
Bereich nach oben über oberseitige Abschlussstirnflächen der Seitenwände und der Schranktüren
hinaus erstreckt. Eine Abdeckhaube ist höhenverstellbar auf das Zwischenstück aufgesetzt
und übergreift es mit Seitenteilen von oben außenbündig zu den Seitenwänden und mit
vertikalem Abstand zu diesen, so dass eine zwischenliegende Schattenfuge gebildet
ist. Das Zwischenstück wirkt hierbei als Blendenelement, dessen sich über die Oberseite
der Seitenwände hinaus erstreckender Bereich einen entsprechenden Schattenfugenblendenbereich
bildet.
[0005] Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung eines Unterbaumöbels
der eingangs genannten Art, das gegenüber dem oben erwähnten Stand der Technik weitergehend
verbessert ist, insbesondere hinsichtlich Funktionalität, optischem Erscheinungsbild
und/oder Fertigungsaufwand, und einer damit ausgerüsteten sanitären Wascheinrichtung
zugrunde.
[0006] Die Erfindung löst dieses Problem durch die Bereitstellung eines Unterbaumöbels mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie einer sanitären Wascheinrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 9. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben, deren Wortlaut hiermit durch Verweis zum Bestandteil der Beschreibung gemacht
wird. Dies schließt insbesondere auch alle Ausführungsformen der Erfindung ein, die
sich aus den Merkmalskombinationen ergeben, die durch die Rückbezüge in den Unteransprüchen
definiert sind.
[0007] Das erfindungsgemäße Unterbaumöbel beinhaltet ein an der Seitenwand befestigtes Abdeckprofil,
das einen die oberseitige Wandstirnfläche der Seitenwand nach oben abdeckenden Abdeckbereich
aufweist, und ein Objekthalteelement, das einen Befestigungsbereich, mit dem das Objekthalteelement
am Blendenelement und/oder am Abdeckprofil befestigt ist, und einen Objekthaltebereich
aufweist, mit dem es über die Seitenwand des Grundkörpers hinaus nach außen vorsteht.
[0008] Durch diese Charakteristika ergeben sich für das erfindungsgemäße Unterbaumöbel spezifische
Vorteile hinsichtlich Funktionalität, optischem Erscheinungsbild und/oder Fertigungsaufwand.
Das Objekthalteelement dient dazu, wie der Name sagt, ein Objekt zu halten. Bei diesem
Objekt kann es sich um einen beliebigen mobilen, tragbaren Gegenstand handeln, der
z.B. in Badezimmern oder Küchen benutzt wird, wie ein Handtuch, ein Becher, ein Seifenbehälter,
eine Aufbewahrungsbox etc. Das Halten des Objekts kann beispielsweise darin bestehen,
dass das Objekt am Objekthalteelement hängend gehalten ist oder auf dem Objekthalteelement
abgestellt ist und so von ihm getragen wird. Der Abdeckbereich des Abdeckprofils deckt
die oberseitige Wandstirnfläche der Seitenwand ab, wodurch er diese schützen und bei
Bedarf optisch verdecken kann. Die Möglichkeit der Schattenfugenbildung stellt einen
weiteren gestalterischen Vorteil dar. Die Kombination aus Grundkörper, Blendenelement,
Abdeckprofil und Objekthalteelement ist zudem fertigungstechnisch mit vergleichsweise
geringem Aufwand realisierbar.
[0009] Die genannten Befestigungen von Blendenelement, Abdeckprofil und Objekthalteelement
schaffen zudem eine günstige Voraussetzung dafür, eine optimale Krafteinleitung bzw.
Kraftübertragung von Kraftbelastungen, die auf das Objekthalteelement z.B. aufgrund
des von ihm gehaltenen Objektes einwirken können, in bzw. auf den Grundkörper des
Unterbaumöbels bereitzustellen. Dies kommt einer langen Gebrauchsdauer des Objekthalteelements
zugute.
[0010] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Abdeckprofil L-förmig eine den Abdeckbereich
bildende, erste L-Profilseite und eine sich an der Innenseite der Seitenwand erstreckende,
zweite L-Profilseite auf. Dies stellt eine konstruktiv und funktionell günstige Realisierung
des Abdeckprofils das, das allein aus den beiden L-Profilseiten bestehen kann oder
alternativ noch einen oder mehrere weitere Profilseiten bzw. Profilabschnitte besitzen
kann. Mit der ersten L-Profilseite lässt sich die oberseitige Wandstirnfläche der
Seitenwand des Grundkörpers abdecken, mit der zur ersten in der Regel im Wesentlichen
senkrechten zweiten L-Profilseite lässt sich das Abdeckprofil entlang der Innenseite
der Seitenwand anordnen, wobei die Befestigung des Abdeckprofils je nach Bedarf z.B.
durch eine feste Verbindung der ersten L-Profilseite mit der oberseitigen Seitenwandstirnfläche
und/oder durch eine feste Verbindung der zweiten L-Profilseite mit der Seitenwandinnenseite
realisiert sein kann. In alternativen Ausführungen kann das Abdeckprofil z.B. auch
nur aus dem die oberseitige Seitenwandstirnfläche abdeckenden Abdeckbereich bestehen.
[0011] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist das Unterbaumöbel eine Befestigungsverbindung
auf, durch die der Befestigungsbereich des Blendenelements und die zweite L-Profilseite
des Abdeckprofils gemeinsam an der Innenseite der Seitenwand befestigt sind, vorzugsweise
lösbar. Diese Maßnahme ermöglicht eine besonders einfache und bei Bedarf wieder lösbare
Befestigung sowohl des Blendenelements als auch des Abdeckprofils an der Seitenwand
mittels der gemeinsamen Verbindung. Alternativ können beispielsweise getrennte Befestigungen
zur Fixierung des Blendenelements an der Seitenwand bzw. zur Fixierung des Abdeckprofils
an der Seitenwand vorgesehen sein.
[0012] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Objekthalteelement einen bügelförmigen
Halterahmen mit zwei offenen Stirnenden auf, die den Befestigungsbereich des Objekthalteelements
bilden. Diese Realisierung des Objekthalteelements ermöglicht verschiedene Nutzungen,
für die gerade auch z.B. im Sanitärbereich Bedarf besteht. Der Halterahmen wird an
seinen Stirnenden am Blendenelement und/oder am Abdeckprofil befestigt und kann bei
Bedarf im Übrigen sichtbar und/oder für ein zu haltendes Objekt zugänglich bleiben.
Er kann bei Bedarf auch dazu benutzt werden, als Rahmen ein Tragelement zu halten,
das zum Tragen des jeweiligen Objektes dient. In alternativen Ausführungen kann das
Objekthalteelement in anderer Weise realisiert sein, z.B. als rahmenlose Halte- oder
Ablageplatte.
[0013] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Halterahmen mit seinen beiden Stirnenden
am Schattenfugenblendenbereich des Blendenelements befestigt, vorzugsweise lösbar.
Dies ermöglicht eine konstruktiv einfache und optisch vorteilhafte Befestigung des
Halterahmens am Blendenelement. Der Halterahmen kann sich in diesem Fall vom Schattenfugenblendenbereich
des Blendenelements in der gebildeten Schattenfuge nach außen erstrecken, z.B. im
Wesentlichen horizontal. Bei Bedarf kann der Halterahmen vom Blendenelement abgenommen
werden, z.B. um ihn durch einen anderen Halterahmen zu ersetzen. In alternativen Ausführungen
kann eine unlösbare Befestigung des Halterahmens am Schattenfugenblendenbereich des
Blendenelements oder eine Befestigung des Halterahmens mit seinen beiden Stirnenden
am Befestigungsbereich des Blendenelements oder am Abdeckprofil oder direkt an der
Grundkörper-Seitenwand vorgesehen sein.
[0014] In einer Ausgestaltung der Erfindung stützt sich der Halterahmen mit einem an seine
beiden Stirnenden angrenzenden Abstützabschnitt auf dem Abdeckbereich des Abdeckprofils
ab. Diese Maßnahme trägt zu einer erhöhten Stabilität des Halterahmens und damit des
Objekthalteelements insgesamt am Grundkörper des Unterbaumöbels und zu einer optimierten
Krafteinleitung von auf das Objekthalteelement ggf. einwirkenden Kräften in den Grundkörper
bei. Denn die in den meisten Fällen hauptsächlich vertikal nach unten auf das Objekthalteelement
bzw. dessen Halterahmen einwirkenden Halte-/Tragkräfte können zusätzlich über den
Abstützabschnitt des Halterahmens auf den Abdeckbereich des Abdeckprofils und von
diesem auf die Grundkörper-Seitenwand übertragen werden. In alternativen Ausführungen
ist der Halterahmen beispielsweise kontaktfrei mit vertikalem Abstand über dem Abdeckbereich
des Abdeckprofils angeordnet und kontaktiert den sonstigen Aufbau des Unterbaumöbels,
z.B. das Blendenelement, nur mit seinen Stirnenden.
[0015] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Halterahmen als ein Handtuchhalter ausgebildet.
Dies stellt eine oftmals gerade bei sanitären Unterbaumöbeln gewünschte Nutzung des
Halterahmens dar. In diesem Fall lässt sich ein jeweiliges Handtuch am Objekthalteelement
halten, was ggf. einen an einer Gebäudewand montierten Handtuchhalter ersetzen kann.
[0016] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Objekthalteelement als eine Objektablage
ausgebildet, die den Halterahmen als ein Rahmenteil beinhaltet und eine Ablageplatte
aufweist, die vom Rahmenteil umgeben ist. Dies stellt eine günstige Verwendung des
Halterahmens als Rahmenteil für eine Ablageplatte dar, die ihrerseits als Ablagefläche
für ein darauf abgestelltes bzw. getragenes Objekt fungiert, wie ein Seifenbehälter
oder ein anderes Behältnis für Kosmetika, Körperpflegemittel, etc. Die Ablageplatte
kann mit dem Rahmenteil als einteiliges Bauteil gebildet oder separat gefertigt und
dann mit dem Rahmenteil zusammengesetzt werden, z.B. in diesen eingelegt oder auf
diesen aufgesetzt. In anderen alternativen Ausführungen kann das Objekthalteelement
auch als eine rahmenlose Objektablage ausgebildet sein, die z.B. nur aus einer einteiligen
rahmenlosen Ablageplatte besteht.
[0017] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Blendenelement an einer der Seitenwand
abgewandten Seite ein T-Befestigungsnutprofil auf. Dieses T-Befestigungsnutprofil
lässt sich beispielsweise bei Bedarf dazu verwenden, eine weitere Komponente des Unterbaumöbels
daran festzulegen, z.B. eine rückseitige oder vorderseitige Blendenwand, die daran
über einen Winkelhalter befestigt werden kann, der in das T-Befestigungsnutprofil
eingreift. In alternativen Ausführungen ist das Blendenelement ohne derartiges T-Befestigungsnutprofil
realisiert.
[0018] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Unterbaumöbel an mindestens einer
weiteren Seite den speziellen Aufbau mit den Maßnahmen zur Schattenfugenbildung und
mit dem nach außen abstehenden Objekthalteelement auf. Dazu beinhaltet der Grundkörper
mindestens eine weitere Seitenwand mit einer oberseitigen Wandstirnfläche, und ein
weiteres Blendenelement ist mit einem Befestigungsbereich an einer Innenseite der
weiteren Seitenwand befestigt und erstreckt sich mit einem Schattenfugenblendenbereich
nach oben über die oberseitige Wandstirnfläche der weiteren Seitenwand hinaus. An
der weiteren Seitenwand ist ein weiteres Abdeckprofil befestigt, das einen die oberseitige
Wandstirnfläche der weiteren Seitenwand nach oben abdeckenden Abdeckbereich aufweist,
und ein weiteres Objekthalteelement ist mit einem Befestigungsbereich am weiteren
Blendenelement und/oder am weiteren Abdeckprofil befestigt und steht mit einem Objekthaltebereich
über die weitere Seitenwand des Grundkörpers hinaus nach außen vor.
[0019] In dieser Ausführung weist das Unterbaumöbel folglich mindestens zwei Objekthalteelemente
in gleicher Art an zwei verschiedenen Seiten des Grundkörpers auf, z.B. an zwei gegenüberliegenden
Seiten zwischen einer Vorderseite und einer Rückseite. Je nach Bedarf kann es sich
um identische oder unterschiedliche Objekthalteelemente handeln, z.B. um jeweils einen
Handtuchhalter oder jeweils eine Objektablage oder um einen Handtuchhalter an der
einen Seite und eine Objektablage an der anderen Seite. Je nach Wunsch kann auf diesen
beiden Seiten und optional auf einer oder mehreren weiteren Seiten die Schattenfugenbildung
vorgesehen sein, z.B. auch in einer Realisierung als durchgehende Schattenfuge an
der Vorderseite und den zwei angrenzenden Seiten des Unterbaumöbels. In alternativen
Ausführungen besitzt das Unterbaumöbel nur an einer Seite ein derartiges Objekthalteelement.
[0020] Die erfindungsgemäße sanitäre Wascheinrichtung beinhaltet das erfindungsgemäße Unterbaumöbel
und ein Oberteil, das ein Waschbecken beinhaltet und über dem Unterbaumöbel angeordnet
ist, wobei es zur Wandmontage oder zur Montage am Unterbaumöbel eingerichtet ist.
Bei dem Oberteil kann es sich beispielsweise allein um ein Waschbecken oder um einen
Waschtisch handeln, bei dem ein Waschbecken in eine umgebende Waschtischplatte integriert
ist. Durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Unterbaumöbels ergeben sich für die
sanitäre Wascheinrichtung die hierzu oben erläuterten funktionellen, gestalterischen
und fertigungstechnischen Vorteile und Eigenschaften entsprechend.
[0021] In einer Weiterbildung der Erfindung verläuft eine Unterkante des Oberteils unter
Bildung einer Schattenfuge mit vertikalem Abstand über der oberseitigen Wandstirnfläche
der Grundkörper-Seitenwand des Unterbaumöbels. Damit vervollständigt das über dem
Unterbaumöbel platzierte Oberteil der Wascheinrichtung die Schattenfugenbildung in
der nach oben weisenden Richtung. In alternativen Ausführungen kann die oberseitige
Begrenzung der Schattenfuge von einem entsprechenden Bereich des Blendenelements gebildet
sein, der dann unterhalb einer Unterkante des Oberteils der Wascheinrichtung verläuft.
[0022] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt.
Diese und weitere Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend näher erläutert.
Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine vorderseitige Perspektivansicht einer sanitären Wascheinrichtung mit Unterbaumöbel
und darüber angeordnetem Oberteil mit Waschbecken,
- Fig. 2
- eine Vorderseitenansicht der sanitären Wascheinrichtung,
- Fig. 3
- eine rückseitige Perspektivansicht der sanitären Wascheinrichtung,
- Fig. 4
- eine Perspektivansicht eines Objekthalteelements des Unterbaumöbels in Form eines
Handtuchhalters,
- Fig. 5
- eine Schnittansicht eines Objekthalteelements des Unterbaumöbels in Form einer Objektablage,
- Fig. 6
- eine Detailansicht eines Bereichs VI von Fig. 5,
- Fig. 7
- eine verkürzte Längsschnittansicht der sanitären Wascheinrichtung und
- Fig. 8
- eine rückseitige perspektivische Ausschnittansicht eines oberen Seitenbereichs der
sanitären Wascheinrichtung.
[0023] In den Figuren ist die erfindungsgemäße sanitäre Wascheinrichtung in einer exemplarischen
Ausführung als wandmontierbare Waschtischeinrichtung gezeigt. Wie insbesondere aus
den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, umfasst die sanitäre Wascheinrichtung ein Unterbaumöbel
16 und ein Oberteil 17, das ein Waschbecken 18 beinhaltet und über dem Unterbaumöbel
16 angeordnet ist. Das Unterbaumöbel 16 kann je nach Bedarf wandstehend mit Füßen,
z.B. wie gezeigt je einem Fuß 28 in jedem von vier Eckbereichen, oder wandhängend
ohne Füße montiert werden. Dabei sind die Füße 28 der Einfachheit halber in den Fig.
1 und 3 weggelassen und nur in Fig. 2 gezeigt. Alternativ zum gezeigten Beispiel,
bei dem das Oberteil 17 zur Wandmontage eingerichtet ist, kann es in anderen Ausführungen
zur Montage am Unterbaumöbel 16 eingerichtet sein. Je nach Bedarf und Anwendungsfall
besteht das Oberteil 17 einzig aus dem Waschbecken 18 als einzigem, einheitlichem
Baukörper oder enthält eine oder mehrere weitere Komponenten. In letzterem Fall kann
z.B. zur Realisierung einer Waschtischeinrichtung das Oberteil eine Waschtischplatte
und ein in diese eingebautes oder auf diese aufgesetztes Waschbecken beinhalten.
[0024] Das gezeigte Unterbaumöbel 16 ist ein erfindungsgemäßes Unterbaumöbel und beinhaltet
demgemäß einen Grundkörper 1, der eine Seitenwand 2 mit einer oberseitigen Wandstirnfläche
2a aufweist, ein Blendenelement 3, das mit einem Befestigungsbereich 3a an einer Innenseite
2b der Seitenwand 2 befestigt ist, ein ebenfalls an der Seitenwand 2 befestigtes Abdeckprofil
4 und ein Objekthalteelement 5.
[0025] Das Blendenelement 3 erstreckt sich mit einem Schattenfugenblendenbereich 3b nach
oben über die oberseitige Wandstirnfläche 2a der Seitenwand 2 hinaus, wobei er sich
vorzugsweise, wie im gezeigten Beispiel, geradlinig nach oben erstreckt.
[0026] Das Abdeckprofil 4 deckt mit einem Abdeckbereich 4a die oberseitige Wandstirnfläche
2a der Seitenwand 2 nach oben ab. Das Objekthalteelement 5 beinhaltet einen Befestigungsbereich
5a, mit dem es im gezeigten Beispiel am Blendenelement 3 befestigt ist, in alternativen
Ausführungen am Abdeckprofil 4 statt am Blendenelement 3 oder sowohl am Blendenelement
3 als auch am Abdeckprofil 4. Mit einem Objekthaltebereich 5b steht das Objekthalteelement
5 über die Seitenwand 2 des Grundkörpers 1 hinaus nach außen vor.
[0027] In vorteilhaften Ausführungsformen weist, wie im gezeigten Beispiel, das Abdeckprofil
4 eine den Abdeckbereich 4a bildende, erste L-Profilseite 4
1 und eine sich an der Innenseite 2b der Seitenwand 2 erstreckende, zweite L-Profilseite
4
2 auf, d.h. die beiden L-Profilseiten 4
1, 4
2 bilden eine L-Form, wobei die beiden Profilseiten 4
1, 4
2 in zueinander senkrechten Ebenen liegen oder in alternativen Realisierungen einen
Winkel ungleich 90° zwischen ca. 60° und ca. 120° einschließen. Im gezeigten Beispiel
ist die senkrechte Beziehung zwischen den beiden L-Profilseiten 4
1, 4
2 an den zur Ebene der oberseitigen Wandstirnfläche 2a senkrechten Verlauf der Innenseite
2b der Seitenwand 2 angepasst. Wie insbesondere aus den Fig. 7 und 8 ersichtlich,
deckt im gezeigten Beispiel die erste L-Profilseite 4
1 des Abdeckprofils 4 die oberseitige Wandstirnfläche 2a der Seitenwand 2 im Wesentlichen
flächengleich und damit auch außenbündig ab, in alternativen Ausführungen kann sie
über die Seitenwand 2 hinaus nach außen vorstehen.
[0028] Das Abdeckprofil 4 ist in entsprechenden Ausführungen aus einem metallischen Werkstoff
gebildet und kann farblich und in der spezifischen Materialwahl auf eine gewünschte
optische Gestaltung des Unterbaumöbels 16 abgestellt werden. Ebenso ist in entsprechenden
Ausführungen das Blendenelement 3 aus einem metallischen Werkstoff gebildet, wobei
es farblich und in seiner spezifischen Materialwahl auf entsprechende Gestaltungswünsche
abgestellt werden kann. Insbesondere kann es, wenn gewünscht, auf die Gestaltung des
Abdeckprofils 4 abgestimmt sein, z.B. aus dem gleichen Material bestehen oder die
gleiche Farbgestaltung aufweisen. Das Blendenelement 3 kann z.B. in fertigungstechnisch
einfacher Weise als extrudiertes Bauteil hergestellt werden. Gleiches gilt für das
Abdeckprofil 4.
[0029] In vorteilhaften Ausführungen weist, wie im gezeigten Beispiel, das Unterbaumöbel
16 eine Befestigungsverbindung 6 auf, durch die der Befestigungsbereich 3a des Blendenelements
3 und die zweite L-Profilseite 4
2 des Abdeckprofils 4 gemeinsam an der Innenseite 2b der Seitenwand 2 lösbar befestigt
sind. Die Befestigungsverbindung 6 ist im gezeigten Beispiel durch drei Schraubverbindungen
6
1, 6
2, 6
3 realisiert, wozu gleiche Bohrlöcher im Blendenelement 3 und im Abdeckprofil 4 nutzbar
sind. In alternativen Ausführungen können es mehr oder weniger Schraubverbindungen
sein, oder die Befestigungsverbindung ist durch eine andere lösbare Befestigungsart
realisiert, wie dem Fachmann an sich bekannt. In weiteren alternativen Ausführungen
können getrennte Befestigungsverbindungen vorgesehen sein, mit denen zum einen das
Abdeckprofil 4 und zum anderen das Blendenelement 3 an der Seitenwand 2 befestigt
sind. Die Befestigungsverbindungen können je nach Bedarf kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig
sein, lösbar oder nicht lösbar.
[0030] Wie insbesondere aus Fig. 8 ersichtlich, sind die zweite L-Profilseite 4
2 des Abdeckprofils 4 und der Befestigungsbereich 3a des Blendenelements 3 jeweils
als langgestreckte, platten- bzw. stegförmige Bereiche gebildet, die sich konform
längs des planen oberen Bereichs der Seitenwandinnenseite 2b erstrecken. Dabei liegt
die zweite L-Profilseite 4
2 des Abdeckprofils 4 direkt, d.h. mit Berührkontakt, gegen die Seitenwandinnenseite
2b an, und der Befestigungsbereich 3a des Blendenelements 3 liegt direkt gegen die
zweite L-Profilseite 4
2 des Abdeckprofils 4 an.
[0031] In vorteilhaften Ausführungsformen weist, wie im gezeigten Beispiel, das Objekthalteelement
5 einen bügelförmigen Halterahmen 7 mit zwei offenen Stirnenden 7a, 7b auf, wie insbesondere
aus den Fig. 4, 7 und 8 ersichtlich, die den Befestigungsbereich 5a des Objekthalteelements
5 bilden.
[0032] In vorteilhaften Realisierungen ist, wie im gezeigten Beispiel, der bügelförmige
bzw. U-förmige Halterahmen 7 mit seinen beiden Stirnenden 7a, 7b am Schattenfugenblendenbereich
3b des Blendenelements 3 befestigt, vorzugsweise lösbar. Im gezeigten Beispiel ist
diese Befestigung durch eine jeweilige Schraubverbindung 21 realisiert, wie aus Fig.
8 ersichtlich. Die Schraubverbindung 21 bleibt von außen unsichtbar, indem eine zugehörige
Schraube von innen, d.h. vom Inneren des Grundkörpers 1 her, durch ein Bohrloch im
Blendenelement 3 hindurch in das Stirnende 7a, 7b des Halterahmens 7 eingeschraubt
ist. Alternativ ist eine andere kraftschlüssige oder eine stoffschlüssige Befestigungsverbindung,
z.B. eine Klebeverbindung, verwendbar.
[0033] In vorteilhaften Ausführungen stützt sich, wie im gezeigten Beispiel, der Halterahmen
7 mit einem an seine beiden Stirnenden 7a, 7b angrenzenden, unterseitigen Abstützabschnitt
7c auf dem Abdeckbereich 4a des Abdeckprofils 4 ab. Dies trägt zusammen mit der stirnseitigen
Befestigung des Halterahmens 7 am Schattenfugenblendenbereich 3b des Blendenelements
3 zu einer optimierten Krafteinleitung bzw. Kraftübertragung von auf das Objekthalteelement
5 einwirkenden Kräften in die bzw. zu der Seitenwand 2 und damit in den bzw. zu dem
Grundkörper 1 bei.
[0034] In entsprechenden Ausführungen weist, wie im gezeigten Beispiel, das Blendenelement
3 an einer der Seitenwand 2 abgewandten Seite ein T-Befestigungsnutprofil 10 auf.
Im gezeigten Beispiel dient dies dazu, eine frontseitige Blendenleiste 22 über einen
L-förmigen Befestigungswinkel 23 zu halten, der mit einem L-Schenkel an der Blendenleiste
22 fixiert und mit seinem anderen L-Schenkel passend in das T-Befestigungsnutprofil
10 eingefügt ist.
[0035] In vorteilhaften Ausführungsformen weist, wie im gezeigten Beispiel, der Grundkörper
1 des Unterbaumöbels mindestens eine weitere Seitenwand 12 mit einer oberseitigen
Wandstirnfläche 12a auf, und ein weiteres Blendenelement 13 ist mit einem Befestigungsbereich
13a an einer Innenseite 12b der weiteren Seitenwand 12 befestigt, wie insbesondere
aus den Fig. 1 bis 3 und 7 ersichtlich. Das weitere Blendenelement 13 erstreckt sich
mit einem Schattenfugenblendenbereich 13b nach oben über die oberseitige Wandstirnfläche
12a der weiteren Seitenwand 12 hinaus. An der weiteren Seitenwand 12 ist ein weiteres
Abdeckprofil 14 befestigt, das mit einem Abdeckbereich 14a die oberseitige Wandstirnfläche
12b der weiteren Seitenwand 12 nach oben abdeckt. Ein weiteres Objekthalteelement
15 ist mit einem Befestigungsbereich 15a an dem weiteren Blendenelement 13 befestigt,
alternativ am weiteren Abdeckprofil 14 oder sowohl am weiteren Blendenelement 13 als
auch am weiteren Abdeckprofil 14. Das weitere Objekthalteelement 15 beinhaltet einen
Objekthaltebereich 15b, mit dem es über die weitere Seitenwand 12 des Grundkörpers
1 hinaus nach außen vorsteht.
[0036] Mit anderen Worten besitzt das Unterbaumöbel 16 in dieser Ausführung zwei Objekthalteelemente
5, 15 an zwei verschiedenen Seiten des Grundkörpers 1. Im gezeigten Beispiel sind
dies zwei gegenüberliegende Seiten 24, 25 zwischen einer Vorderseite 26 und einer
Rückseite 27 des Grundkörpers 1, der in diesem Fall einen im Wesentlichen rechteckigen
Querschnitt besitzt. Das weitere Blendenelement 13 und das weitere Abdeckprofil 14
können in ihrer Ausführung und ihrer Befestigung am Grundkörper 1 dem Blendenelement
3 und dem Abdeckprofil 4 entsprechen. Insoweit sind für entsprechende Komponenten
gleiche Bezugszeichen verwendet, und es kann zur Vermeidung von Wiederholungen auf
die obigen Ausführungen verwiesen werden, insbesondere hinsichtlich der L-förmigen
Realisierung des Abdeckprofils 4, 14, der Form des Blendenelements 3, 13 und der gemeinsamen
Befestigungsverbindung 6. Die Blendenleiste 22 verläuft an der Vorderseite 26 des
Unterbaumöbels 16 in etwa auf Höhe des oberen Bereichs der Seitenwände 2, 12.
[0037] Des Weiteren beinhaltet beim gezeigten Beispiel auch das weitere Objekthaltelement
15 den bügelförmigen Halterahmen 7 mit den zwei offenen Stirnenden 7a, 7b, wobei sich
der weitere Halterahmen 7 von demjenigen des Objekthalteelements 5 unterscheiden oder
zu diesem baugleich sein kann.
[0038] Im gezeigten Beispiel ist der Halterahmen 7 des Objekthalteelements 5 als ein Handtuchhalter
8 ausgebildet, so dass das Objekthalteelement 5 insgesamt einen Handtuchhalter bildet.
Das weitere Objekthalteelement 15 ist als eine Objektablage 9 ausgebildet, die den
Halterahmen 7 als ein Rahmenteil 9a beinhaltet und eine Ablageplatte 9b aufweist,
die vom Rahmenteil 9a umgeben ist. Die Objektablage 9 kann beispielsweise dazu dienen,
einen Seifenspender oder andere an Wascheinrichtungen typischerweise verwendete Behältnisse
abzustellen. Im gezeigten Beispiel ist die Ablageplatte 9b vom Rahmenteil 9a gehalten,
wobei sie in eine Nut 9c des Rahmenteils 9a eingelegt ist, wie speziell aus Fig. 6
ersichtlich. Wenn die Ablageplatte 9b herausgenommen wird, kann das Rahmenteil 9a
auf Wunsch auch als Handtuchhalter fungieren.
[0039] Es versteht sich, dass in nicht gezeigter Weise das Objekthalteelement auch dergestalt
realisiert sein kann, dass es einen Halterahmen aufweist, der sowohl als Handtuchhalter
fungiert als auch eine Ablageplatte trägt, die in diesem Fall nur einen Teil der vom
Halterahmen umgebenen Fläche einnimmt, so dass die Restfläche zum Durchstecken eines
Handtuchs oder dgl. genutzt werden kann.
[0040] Das Unterbaumöbel 16 ist im gezeigten Beispiel von einer weitestgehend geschlossenen
Bauform mit geschlossenen Seiten 24, 25 bzw. Seitenwänden oder Seitenteilen und mit
geschlossener Vorderseite 26, im gezeigten Fall unter Verwendung zweier Fronttüren
26a, 26b. Die Vorderseite 26 stellt die dem Benutzer zugewandte Seite des Unterbaumöbels
16 dar, das mit der Rückseite 27 an entsprechender Stelle an der Gebäudewand z.B.
eines Badezimmers montiert wird. In alternativen Ausführungen ist das Unterbaumöbel
in einer ganz oder teilweise offenen Bauform realisiert, z.B. mit offener Vorderseite
und/oder mit nur teilweise, z.B. nur in einem oberen Bereich, geschlossenen Seiten
24, 25, beispielsweise als Regalmöbel. Das Unterbaumöbel 16 kann in nicht näher zu
erläuternder, üblicher Weise je nach Bedarf nutzbaren Stauraum im Grundkörper 1 mit
Verstaufächern und/oder Schubladen aufweisen.
[0041] In vorteilhaften Realisierungen verläuft, wie im gezeigten Beispiel, eine Unterkante
19 des Oberteils 17 der sanitären Wascheinrichtung unter Bildung einer Schattenfuge
20 mit vertikalem Abstand VA über der oberseitigen Wandstirnfläche 2a der Grundkörper-Seitenwand
2 des Unterbaumöbels. Der vertikale Abstand VA bzw. die Schattenfuge 20 ermöglicht
einen Toleranzausgleich für eine separate Wandmontage von Unterbaumöbel 16 und Oberteil
17. Dabei bildet der Schattenfugenblendenbereich 3b, 13b des jeweiligen Blendenelements
3, 13 die Begrenzung der Schattenfuge 20 nach innen, d.h. in Richtung horizontal in
den Grundkörper 1 hinein. Dieser Toleranzausgleich ist insbesondere im Hinblick auf
gängige Fertigungstoleranzen von üblicherweise aus Keramikmaterial gefertigten Waschbecken
von Vorteil.
[0042] In einer weiteren vorteilhaften, nicht gezeigten Realisierung ist das Blendenelement
3 zur wahlweisen Montage in der gezeigten Lage oder einer um 180° gedrehten Lage eingerichtet,
so dass der Befestigungsbereich 3a, 13a und der Schattenfugenblendenbereich 3b, 13b
ihre Rollen tauschen, d.h. der zuvor als Befestigungsbereich 3a, 13a dienende Teil
des Blendenelements 3, 13 fungiert dann als der Schattenfugenblendenbereich 3b, 13b
und umgekehrt. Um dies zu ermöglichen, versteht es sich, dass die Befestigungsverbindung
6 zum Befestigen des Blendenelements 3, 13 an der Seitenwand 2, 12 und die Befestigungsverbindung
21 zum Befestigen des Halterahmens 7 bzw. Objekthalteelements 5 am Blendenelement
3, 13 in ihrer Lage am Blendenelement 3, 13 geeignet modifiziert sind. Wenn diese
beiden Teile des Blendenelements 3, 13 in ihrer vertikalen Höhe unterschiedlich gewählt
sind, lässt sich auf Wunsch bei Verwendung des Unterbaumöbels 16 einerseits in Verbindung
mit einem Waschbecken als Oberteil 17, wie gezeigt, und andererseits in Verbindung
mit einer Waschtischplatte samt integriertem Waschbecken als Oberteil 17 die Schattenfuge
20 mit gleicher vertikaler Höhe bilden. Dazu wird in ersterem Fall das Teil des Blendenelements
3, 13 mit der größeren vertikalen Höhe und im zweiten Fall durch die um 180° gedrehte
Montage des Blendenelements 3, 13 das Teil des Blendenelements 3, 13 mit der kleineren
vertikalen Höhe als der Schattenfugenblendenbereich 3b, 13b benutzt, so dass der zusätzliche
Höhenbeitrag der Waschtischplatte kompensiert werden kann.
[0043] Im gezeigten Beispiel ist die Schattenfuge 20 an den Seiten 24, 25 und der Vorderseite
26 des Grundkörpers 1 durchlaufend gebildet, wie insbesondere aus den Fig. 2 und 3
ersichtlich, wobei an der Vorderseite 26 die Blendenleiste 22 als Begrenzung der Schattenfuge
nach innen fungiert.
[0044] Es versteht sich, dass das gezeigte Unterbaumöbel 16 auch zur Kombination mit anders
gestalteten Oberteilen 17 der sanitären Wascheinrichtung verwendbar ist und dass das
erfindungsgemäße Unterbaumöbel in weiteren, nicht gezeigten Ausführungsformen bereitgestellt
werden kann, u.a. auch als Unterbaumöbel für eine Küchenspüle und/oder als wandhängendes
statt wandstehendes Unterbaumöbel.
[0045] Wie das gezeigte und die weiteren oben erläuterten Ausführungsbeispiele deutlich
machen, stellt die Erfindung in vorteilhafter Weise eine sanitäre Wascheinrichtung
und ein damit ausgerüstetes Unterbaumöbel zur Verfügung, das mit einem oder mehreren
Objekthalteelementen bestückt ist, die sich insbesondere als Handtuchhalter oder Objektablage
nutzen lassen, wobei das Unterbaumöbel über eine Schattenfuge an das Oberteil der
sanitären Wascheinrichtung anschließen kann und hierbei das Blendenelement die Schattenfuge
nach innen abdeckt und gleichzeitig zur Befestigung des Objekthalteelements genutzt
werden kann.
1. Unterbaumöbel, insbesondere für eine sanitäre Wascheinrichtung, mit
- einem Grundkörper (1), der eine Seitenwand (2) mit einer oberseitigen Wandstirnfläche
(2a) aufweist, und
- einem Blendenelement (3), das mit einem Befestigungsbereich (3a) an einer Innenseite
(2b) der Seitenwand (2) befestigt ist und sich mit einem Schattenfugenblendenbereich
(3b) nach oben über die oberseitige Wandstirnfläche (2a) der Seitenwand (2) hinaus
erstreckt,
gekennzeichnet durch
- ein an der Seitenwand (2) befestigtes Abdeckprofil (4) mit einem die oberseitige
Wandstirnfläche (2a) der Seitenwand (2) nach oben abdeckenden Abdeckbereich (4a) und
- ein Objekthalteelement (5) mit einem Befestigungsbereich (5a), mit dem es am Blendenelement
(3) und/oder am Abdeckprofil (4) befestigt ist, und mit einem Objekthaltebereich (5b),
mit dem es über die Seitenwand (2) des Grundkörpers (1) hinaus nach außen vorsteht.
2. Unterbaumöbel nach Anspruch 1, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckprofil (4) L-förmig eine den Abdeckbereich (4a) bildende, erste L-Profilseite
(41) und eine sich an der Innenseite (2b) der Seitenwand (2) erstreckende, zweite L-Profilseite
(42) aufweist.
3. Unterbaumöbel nach Anspruch 2, weiter gekennzeichnet durch eine Befestigungsverbindung (6), durch die der Befestigungsbereich (3a) des Blendenelements
(3) und die zweite L-Profilseite (42) des Abdeckprofils (4) gemeinsam an der Innenseite (2b) der Seitenwand (2) befestigt
sind.
4. Unterbaumöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Objekthalteelement (5) einen bügelförmigen Halterahmen (7) mit zwei offenen Stirnenden
(7a, 7b) aufweist, die den Befestigungsbereich (5a) des Objekthalteelements (5) bilden.
5. Unterbaumöbel nach Anspruch 4, weiter dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen (7) mit seinen beiden Stirnenden (7a, 7b) am Schattenfugenblendenbereich
(3b) des Blendenelements (3) befestigt ist und/oder sich mit einem an seine beiden
Stirnenden (7a, 7b) angrenzenden Abstützabschnitt (7c) auf dem Abdeckbereich (4a)
des Abdeckprofils (4) abstützt.
6. Unterbaumöbel nach Anspruch 4 oder 5, weiter
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Halterahmen (7) als ein Handtuchhalter (8) ausgebildet ist oder
- das Objekthalteelement (5) als eine Objektablage (9) ausgebildet ist, die den Halterahmen
(7) als ein Rahmenteil (9a) beinhaltet und eine Ablageplatte (9b) aufweist, die vom
Rahmenteil (9a) umgeben ist.
7. Unterbaumöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (3) an einer der Seitenwand (2) abgewandten Seite ein T-Befestigungsnutprofil
(10) aufweist.
8. Unterbaumöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, weiter dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (1) mindestens eine weitere Seitenwand (12) mit einer oberseitigen
Wandstirnfläche (12a) aufweist und dass ein weiteres Blendenelement (13) mit einem
Befestigungsbereich (13a) an einer Innenseite (12b) der weiteren Seitenwand (12) befestigt
ist und sich mit einem Schattenfugenblendenbereich (13b) nach oben über die oberseitige
Wandstirnfläche (12a) der weiteren Seitenwand (12) hinaus erstreckt, wobei ein an
der weiteren Seitenwand (12) befestigtes weiteres Abdeckprofil (14) mit einem die
oberseitige Wandstirnfläche (12a) der weiteren Seitenwand (12) nach oben abdeckenden
Abdeckbereich (14a) und ein weiteres Objekthalteelement (15) mit einem Befestigungsbereich
(15a), mit dem es am weiteren Blendenelement (13) und/oder am weiteren Abdeckprofil
(14) befestigt ist, und mit einem Objekthaltebereich (15b) vorgesehen sind, mit dem
es über die weitere Seitenwand (12) des Grundkörpers (1) hinaus nach außen vorsteht.
9. Sanitäre Wascheinrichtung mit
- einem Unterbaumöbel (16) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und
- einem Oberteil (17), das ein Waschbecken (18) beinhaltet und über dem Unterbaumöbel
(16) angeordnet ist, wobei es zur Wandmontage oder zur Montage am Unterbaumöbel (16)
eingerichtet ist.
10. Sanitäre Wascheinrichtung nach Anspruch 9, weiter dadurch gekennzeichnet, dass eine Unterkante (19) des Oberteils (17) unter Bildung einer Schattenfuge (20) mit
vertikalem Abstand (VA) über der oberseitigen Wandstirnfläche (2a, 12a) der Grundkörper-Seitenwand
(2, 12) des Unterbaumöbels (16) verläuft.