[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Pumpe zur Förderung eines Fluides, insbesondere
zur Förderung von feststoffhaltigen Flüssigkeiten. Ferner betrifft die Erfindung ein
Befestigungselement zur Befestigung eines radialen Schutzelements innerhalb eines
Pumpeninnenraums einer Pumpe sowie ein Schutzelementesystem zur Auskleidung eines
radialen Abschnitts eines Pumpeninnenraums einer Pumpe. Außerdem betrifft die Erfindung
ein Verfahren zum Befestigen eines radialen Schutzelements innerhalb eines Pumpeninnenraums
einer Pumpe sowie eine Verwendung eines Befestigungselements und/oder eines Schuztelementesystems.
[0002] Radiale Schutzelemente, die unter anderem auch als Gehäuseschutzschalen bezeichnet
werden können, dienen insbesondere zur Auskleidung von Pumpenkammern und werden beispielsweise
in Drehkolbenpumpen eingesetzt. Typischerweise sind solche radialen Schutzelemente
optional in einer Pumpe montierbar und demontierbar. Solche radialen Schutzelemente
werden insbesondere verwendet, um das Pumpengehäuse und insbesondere die Gehäuseinnenwand
vor Abrieb zu schützen, der beispielsweise aufgrund von Feststoffen in einer von der
Pumpe zu fördernden Flüssigkeit auftreten kann. Es ist bekannt solche radialen Schutzelemente
für diesen Zweck in einer Pumpe einzusetzen. Es ist ferner bekannt, zusätzlich zu
radialen Schutzelementen, axiale Schutzelemente, die die axialen Wände des Pumpengehäuses
auskleiden zu verwenden.
[0003] Typischerweise werden radiale Schutzelemente mit Befestigungselementen befestigt.
Die Befestigungselemente werden dabei im Bereich der Einlassöffnung und im Bereich
der Auslassöffnung mit Schrauben am Gehäuse befestigt. Ein Nachteil bekannter radialer
Schutzelemente und der dazu vorgesehenen Befestigungselemente liegt darin, dass die
Befestigungselemente üblicherweise der Strömung des Fluids ausgesetzt sind und so
schnell verschleißen und durch Fremdkörper beschädigt werden können. Außerdem können
die Befestigungselemente die Strömung des zu fördernden Fluids negativ beeinflussen.
Es kann auch vorkommen, dass innerhalb des Gehäuses angeordnete Schrauben, die zur
Befestigung der Befestigungselemente dienen, durch den Einfluss von Fremdkörpern abreißen,
wodurch die Befestigungselemente beispielsweise in eine Verdrängungsanordnung der
Pumpe geraten können und dort gegebenenfalls große Schäden verursachen können. Auch
die radialen Schutzelemente können dann in die Verdrängungsanordnung geraten und dort
ebenfalls große Schäden verursachen, beispielsweise indem Drehkolben beschädigt werden.
Ein weiterer Nachteil bekannter radialer Schutzelemente liegt darin, dass die Montage
und der Austausch solcher Schutzelemente typischerweise relativ aufwändig ist und
außerdem durch einen beengten Einbauraum nur schwierig durchführbar sein kann.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Lösung bereitzustellen,
welche wenigstens eines der genannten Probleme adressiert. Insbesondere ist es Aufgabe
der Erfindung, eine Lösung bereitzustellen, mit der die Wartungsintervalle einer Pumpe
mit Schutzelementen vergrößert werden können und mit der eine Montage sowie ein Austausch
der Schutzelemente vereinfacht wird.
[0005] Gemäß einem ersten Aspekt wird diese Aufgabe gelöst durch eine Pumpe mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Vorgesehen ist eine Pumpe zur Förderung eines Fluides, insbesondere
zur Förderung von feststoffhaltigen Flüssigkeiten, umfassend ein Gehäuse mit einer
Gehäuseinnenwand, einen von der Gehäuseinnenwand begrenzten Pumpeninnenraum, eine
Einlassöffnung, durch welche Fluid in den Pumpeninnenraum förderbar ist, eine Auslassöffnung,
durch welche Fluid aus dem Pumpeninnenraum förderbar ist, eine Verdrängungsanordnung,
die in dem Pumpeninnenraum angeordnet und relativ zu dem Pumpeninnenraum beweglich
gelagert ist, und die ausgebildet ist, um eine Förderung des Fluides entlang einer
Strömungsrichtung von der Einlassöffnung zu der Auslassöffnung zu bewirken, ein in
dem Pumpeninnenraum angeordnetes radiales Schutzelement zur Auskleidung mindestens
eines radialen Abschnitts des Pumpeninnenraums, wobei das radiale Schutzelement an
einem radialen Abschnitt der Gehäuseinnenwand anliegt.
[0006] Erfindungsgemäß ist ein Befestigungselement vorgesehen, das in einer Befestigungsposition
anordenbar ist, in der das Befestigungselement an einer Kante des radialen Schutzelements
anliegt und dabei das radiale Schutzelement in dem Pumpeninnenraum befestigt, wobei
das Befestigungselement eine Längserstreckung aufweist, die sich ausgehend von einem
ersten axialen Ende des Pumpeninnenraums entlang einer an der Gehäuseinnenwand angeordneten
Ausnehmung erstreckt.
[0007] Die Pumpe ist vorzugsweise als eine Verdrängerpumpe, insbesondere in Form einer Drehkolbenpumpe
oder einer Exzenterschneckenpumpe, ausgebildet. Grundsätzlich kommen aber auch andere
Pumpenbauformen in Betracht, wie beispielsweise Kreiselpumpen. Das zu fördernde Fluid
kann durch die Einlassöffnung in den Pumpeninnenraum gelangen und durch die Auslassöffnung
aus dem Pumpenraum heraus gelangen.
[0008] Es ist bevorzugt, dass die Einlassöffnung und die Auslassöffnung mittels Umdrehen
der Förderrichtung in ihrer Funktion ausgetauscht werden können, sodass die vormalige
Einlassöffnung zur Auslassöffnung wird und die vormalige Auslassöffnung zur Einlassöffnung
wird. Die Einlassöffnung und/oder die Auslassöffnung ist dabei bevorzugt als eine
Öffnung des Pumpengehäuses ausgebildet, also ein Bestandteil des Pumpengehäuses.
[0009] Unter einer Verdrängungsanordnung ist eine Anordnung zu verstehen, die durch eine
Bewegung der Verdrängungsanordnung eine Förderung des Fluides in dem Pumpeninnenraum
von der Einlassöffnung zu der Auslassöffnung bewirken kann. Die Verdrängungsanordnung
kann beispielsweise zwei Drehkolben einer Drehkolbenpumpe, die in dem Pumpeninnenraum
angeordnet sind und jeweils um eine Rotationsachse drehbar gelagert sind, umfassen
oder daraus bestehen. Es ist besonders bevorzugt, wenn die Verdrängungsanordnung eine
Rotationsbewegung ausführen kann.
[0010] Vorzugsweise weist die Pumpe eine Antriebsvorrichtung auf, die ausgebildet ist, um
die Verdrängungsanordnung anzutreiben. Es ist besonders bevorzugt, wenn die Antriebsvorrichtung
die Verdrängungsanordnung in eine Rotationsbewegung versetzen kann.
[0011] Die Strömungsrichtung ist insbesondere als Richtung entlang des Strömungswegs zu
verstehen, den das Fluid, wenn es von der Pumpe gefördert wird, von der Einlassöffnung
zur Auslassöffnung zurücklegt.
[0012] Vorzugsweise erstreckt sich die Längserstreckung des Befestigungselements in einer
axialen Richtung.
[0013] Die axiale Richtung ist insbesondere als Richtung zu verstehen, die quer zur Strömungsrichtung
und von einer ersten axialen Seitenwand der Pumpe zu einer zweiten axialen Seitenwand
der Pumpe verläuft. Unter einer radialen Richtung ist dementsprechend insbesondere
eine orthogonal zur axialen Richtung angeordnete Richtung, insbesondere ausgehend
von einer Drehachse der Verdrängungsanordnung, zu verstehen.
[0014] Das radiale Schutzelement ist vorzugsweise als gekrümmtes Blech ausgebildet, das
besonders bevorzugt im Querschnitt kreisbogenförmig ausgebildet ist. Das radiale Schutzelement
weist vorzugsweise eine gekrümmte Form auf, die der Form des radialen Abschnitts der
Gehäuseinnenwand des Pumpeninnenraums entspricht. Das radiale Schutzelement erstreckt
sich vorzugsweise in der axialen Richtung von dem ersten axialen Ende des Pumpeninnenraums
zum zweiten axialen Ende des Pumpeninnenraums entlang des gesamten Pumpeninnenraums.
[0015] Das Befestigungselement kann vorzugsweise in der Befestigungsposition angeordnet
werden, wobei in der Befestigungsposition das Befestigungselement an einer Kante des
radialen Schutzelements anliegt und dabei das radiale Schutzelement in dem Pumpeninnenraum
befestigt.
[0016] Das Befestigungselement ist vorzugsweise stabförmig ausgebildet, wobei die Längserstreckung
des Befestigungselements um ein Vielfaches, insbesondere mindestens zweifach oder
mindestens dreifach, größer ist als der Durchmesser des Befestigungselements.
[0017] Ein Vorteil eines solchen stabförmig ausgebildeten Befestigungselements besteht darin,
dass das Befestigungselement aufgrund seiner geometrischen Form besonders einfach
aus einem Halbzeug, und somit mit relativ geringem Aufwand und relativ kostengünstig,
herstellbar ist.
[0018] Das Befestigungselement erstreckt sich entlang der Gehäuseinnenwand und entlang der
Ausnehmung des Gehäuses. Das Befestigungselement ist vorzugsweise in der Ausnehmung
des Gehäuses angeordnet. Insbesondere erstreckt sich das Befestigungselement innerhalb
der Ausnehmung des Gehäuses. Das Befestigungselement ist vorzugsweise derart in der
Ausnehmung angeordnet, dass das Befestigungselement formschlüssig mit dem Gehäuse
verbunden ist.
[0019] Die Ausnehmung weist vorzugsweise einen Innendurchmesser auf, der etwas größer ist
als der Außendurchmesser des Befestigungselements. Die Ausnehmung weist vorzugsweise
eine sich entlang der Ausnehmung erstreckende Öffnung zum Pumpeninnenraum auf, wobei
diese Öffnung in Richtung quer zur axialen Richtung vorzugsweise kleiner ist als der
Innendurchmesser der Ausnehmung und/oder als der Querschnittsdurchmesser des Befestigungselements.
Dadurch kann auf besonders vorteilhafte Weise erreicht werden, dass das Befestigungselement
formschlüssig in der Ausnehmung gehalten wird und nur in axialer Richtung aus der
Pumpe herausbewegbar ist.
[0020] Das Befestigungselement erstreckt sich ausgehend von dem ersten axialen Ende des
Pumpeninnenraums vorzugsweise in der axialen Richtung. Unter dem ersten axialen Ende
des Pumpeninnenraums ist insbesondere eines der zwei seitlichen Enden des Pumpeninnenraums
zu verstehen, die den Pumpeninnenraum seitlich begrenzen. Vorzugsweise wird das erste
axiale Ende durch eine dem Pumpeninnenraum zugewandten Seite einer Seitenwand, die
mit dem restlichen Gehäuse lösbar verbindbar ist, gebildet. Eine solche Seitenwand
dient insbesondere zum seitlichen Öffnen und Verschließen des Gehäuses. Eine solche
Seitenwand kann insbesondere auch als Deckel bezeichnet werden, wobei der Deckel vorzugsweise
der Antriebsvorrichtung gegenüberliegend angeordnet ist. So können vorzugsweise die
in dem Pumpeninnenraum angeordneten Bauteile, wie Verdrängungsanordnung, radiales
Schutzelement und Befestigungselement, bei demontierter Seitenwand seitlich aus dem
Pumpeninnenraum der Pumpe herausgenommen und seitlich in den Pumpeninnenraum der Pumpe
eingesetzt werden. Somit ist insbesondere eine antriebsferne Entnahme, also eine aus
Sicht der Antriebsvorrichtung rückwärtige Entnahme, der Bauteile aus dem Pumpeninnenraum
möglich.
[0021] Ein erster Vorteil einer solchen Pumpe besteht darin, dass das Befestigungselement
seitlich, insbesondere antriebsfern, aus der Pumpe, bzw. aus Sicht der Antriebsvorrichtung
rückwärtig aus der Pumpe, herausnehmbar ist. Dies wird auf besonders vorteilhafte
Weise dadurch erreicht, dass sich das Befestigungselement bis zum ersten axialen Ende
des Pumpenraums erstreckt. Dadurch kann das Befestigungselement sehr viel einfacher
in der Pumpe montiert und ausgetauscht werden als dies bei bekannten Befestigungselementen
möglich ist. Zur Montage und zum Austauschen des Befestigungselements ist es dadurch
insbesondere auf besonders vorteilhafte Weise nicht notwendig in dem Pumpeninnenraum
zu arbeiten bzw. in den Pumpeninnenraum hinein zu greifen. Die Montage und der Austausch
des Befestigungselements und des radialen Schutzelements kann außerhalb des Pumpeninnenraums
durchgeführt werden.
[0022] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass auf besonders vorteilhafte Weise erreicht
werden kann, dass Elemente, die im Pumpeninnenraum angeordnet sind, insbesondere die
Verdrängungsanordnung, nicht aus dem Pumpeninnenraum entnommen werden müssen, um die
radialen Schutzelemente und die Befestigungselemente auszutauschen. Dadurch kann eine
einfachere und weniger fehleranfällige und außerdem schnellere Montage der radialen
Schutzelemente erreicht werden. Ferner kann dadurch ein einfacherer und weniger fehleranfälliger
und außerdem schnellerer Austausch der radialen Schutzelemente erreicht werden.
[0023] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei Verwendung solcher Befestigungselemente
diese nicht im Strömungspfand angeordnet sind und/oder nicht die Strömung des Fluids
negativ beeinflussen können. Dies wird auf besonders vorteilhafte Weise dadurch erreicht,
dass das Befestigungselement entlang der Ausnehmung des Gehäuses angeordnet ist und
gerade nicht im Bereich der Einlassöffnung oder im Bereich der Auslassöffnung.
[0024] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass keine Schrauben zur Befestigung der Befestigungselemente
in dem Pumpeninnenraum oder im Bereich der Einlassöffnung oder im Bereich der Auslassöffnung
notwendig sind. Dadurch kann auf besonders vorteilhafte Weise vermieden werden, dass
Schrauben die Strömung des Fluids beeinflussen können und/oder dass Schrauben, beispielsweise
aufgrund von Feststoffen, abreißen und Schäden in dem Pumpeninnenraum verursachen.
[0025] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass sich die Längserstreckung
des Befestigungselements von dem ersten axialen Ende des Pumpeninnenraums zu einem
dem ersten axialen Ende gegenüberliegenden zweiten axialen Ende des Pumpeninnenraums
entlang des gesamten Pumpeninnenraums erstreckt.
[0026] Es ist besonders bevorzugt, dass die Längserstreckung des Befestigungselements in
einem Winkelbereich von 0° bis höchstens 5°, vorzugsweise höchstens 3°, besonders
bevorzugt höchstens 2°, relativ zu einer axialen Richtung, die quer zur Strömungsrichtung
verläuft, angeordnet ist, wobei vorzugsweise sich die Ausnehmung parallel zur Längserstreckung
des Befestigungselements erstreckt.
[0027] Vorzugsweise ist die Längserstreckung des Befestigungselements mit einem Winkel von
0° relativ zu der axialen Richtung angeordnet. Darunter ist insbesondere zu verstehen,
dass die Längserstreckung des Befestigungselements und die axiale Richtung parallel
angeordnet sind.
[0028] Bei einem von 0° abweichenden Winkel zwischen der Längserstreckung des Befestigungselements
und der axialen Richtung sind Längserstreckung und axiale Richtung insbesondere nicht
parallel, sondern vorzugsweise um den entsprechenden Winkel schräg zueinander ausgerichtet.
[0029] Es ist besonders bevorzugt, dass sich die Längserstreckung des Befestigungselements
in einer axialen Richtung, die quer zur Strömungsrichtung verläuft, erstreckt.
[0030] Vorzugsweise erstreckt sich die Ausnehmung in der axialen Richtung.
[0031] Es ist besonders bevorzugt, dass die Kante des radialen Schutzelements in einem Winkelbereich
von 0° bis höchstens 5°, vorzugsweise höchstens 3°, besonders bevorzugt höchstens
2°, relativ zur axialen Richtung angeordnet ist,
[0032] Vorzugsweise erstreckt sich die Kante des radialen Schutzelements parallel zur Längserstreckung
des Befestigungselements.
[0033] Es ist besonders bevorzugt, dass das Befestigungselement, insbesondere mittels einer
Schraubverbindung, lösbar mit dem Gehäuse verbindbar ist und in einem nicht verschraubten
Zustand in der axialen Richtung aus der Pumpe, und insbesondere aus der Ausnehmung
des Gehäuses, heraus bewegbar ist.
[0034] Vorzugsweise ist das Befestigungselement quer zur axialen Richtung mit der Ausnehmung
des Gehäuses formschlüssig verbunden. Die Ausnehmung ist vorzugsweise zum Pumpeninnenraum
hin geöffnet. Die Ausnehmung kann beispielsweise nutförmig ausgebildet sein.
[0035] Es ist besonders bevorzugt, dass das Befestigungselement formschlüssig mit dem radialen
Schutzelement verbunden ist, wobei das Befestigungselement vorzugsweise entlang seiner
Längserstreckung eine längliche Vertiefung aufweist, die ausgebildet ist, um die Kante
des radialen Schutzelements aufzunehmen und dadurch eine formschlüssige Verbindung
mit dem radialen Schutzelement herzustellen.
[0036] Die Längserstreckung des Befestigungselements entspricht vorzugsweise der Tiefe des
Pumpeninnenraums, also dem Abstand in der axialen Richtung zwischen den axialen Gehäuseinnenwänden
bzw. dem Abstand zwischen der axialen Gehäuseinnenwand und der Innenwand der lösbaren
Seitenwand. Die Längserstreckung des Befestigungselements kann vorzugsweise auch eine
etwas geringere oder eine etwas größere Länge aufweisen als die Tiefe des Pumpeninnenraums,
also als der Abstand in der axialen Richtung zwischen den axialen Gehäuseinnenwänden
bzw. als der Abstand zwischen der axialen Gehäuseinnenwand und der Innenwand der lösbaren
Seitenwand.
[0037] Vorzugsweise greifen das Befestigungselement und das radiale Schutzelement derart
ineinander, dass eine formschlüssige Verbindung entsteht. Dadurch wird vorzugsweise
das radiale Schutzelement an der für das radiale Schutzelement vorgesehenen Position
in dem Pumpenraum an einem radialen Abschnitt der Gehäuseinnenwand gehalten, sodass
das radiale Schutzelement insbesondere nicht von der Gehäuseinnenwand in Richtung
der Verdrängungsanordnung bewegbar ist.
[0038] Es ist besonders bevorzugt, dass das Befestigungselement mittels mindestens einer
Schraube mit dem Gehäuse verbunden ist, wobei die mindestens eine Schraube durch eine
Gehäusewand des Gehäuses zum Befestigungselement verläuft, wobei vorzugsweise das
Befestigungselement mittels der mindestens einen Schraube in Richtung der Kante des
Schutzelements bewegbar ist, wodurch das Befestigungselement eine Klemmkraft auf das
radiale Schutzelement bewirkt, wobei vorzugsweise die Längsachse der mindestens einen
Schraube orthogonal zur Längserstreckung des Befestigungselements angeordnet ist.
[0039] Mit einer solchen Schraubverbindung kann auf besonders vorteilhafte Weise das Befestigungselement
von außerhalb der Pumpe befestigt werden und mit dem Befestigungselement eine Klemmkraft
auf das radiale Schutzelement aufgebracht werden. Auch ein Lösen des Befestigungselements
kann somit von außerhalb der Pumpe erfolgen, ohne dass ein Eingreifen in den Pumpenraum
notwendig ist.
[0040] Vorzugsweise kann durch Anziehen der Schraube das Befestigungselement innerhalb der
Ausnehmung, in der das Befestigungselement angeordnet ist, in Richtung des radialen
Schutzelements bewegt werden. Dies wird vorzugsweise durch eine Spielpassung zwischen
der Ausnehmung und dem Befestigungselement ermöglicht.
[0041] Es ist besonders bevorzugt, dass das Befestigungselement mittels der mindestens einen
Schraube zwischen der Befestigungsposition, in der das Befestigungselement eine Klemmkraft
auf das radiale Schutzelement ausübt, und einer Freigabeposition, in der das Befestigungselement
keine Klemmkraft auf das radiale Schutzelement ausübt, verstellbar ist.
[0042] In der Befestigungsposition ist das Befestigungselement vorzugsweise mit mindestens
einer Schraube am Gehäuse befestigt, wobei das Befestigungselement dann nicht in axialer
Richtung verschiebbar und insbesondere nicht in axialer Richtung aus der Pumpe herausnehmbar
ist. In der Freigabeposition ist das Befestigungselement vorzugsweise nicht mit dem
Gehäuse verschraubt, sodass in der Freigabeposition das Befestigungselement in axialer
Richtung aus der Pumpe herausnehmbar ist, insbesondere wenn die Seitenwand der Pumpe
hierfür demontiert ist.
[0043] Es ist besonders bevorzugt, dass das Befestigungselement eine Bohrung aufweist, die
sich entlang der Längserstreckung des Befestigungselements durch das Befestigungselement
hindurch erstreckt.
[0044] Es kann auch vorgesehen sein, dass sich die Bohrung schräg zur Längserstreckung durch
das Befestigungselement erstreckt.
[0045] Vorzugsweise ist eine Befestigungsschraube in der Bohrung des Befestigungselements
angeordnet, die mit dem Gehäuse, insbesondere mit einer an einer axialen Gehäuseinnenwand
angeordneten Sacklockbohrung mit einem Innengewinde, verbindbar ist und/oder verbunden,
insbesondere lösbar verbunden, ist.
[0046] Mittels einer solchen Befestigungsschraube kann auf besonders vorteilhafte Weise
das Befestigungselement innerhalb der Pumpe mit dem Gehäuse verbunden werden, ohne
dass hierfür Schrauben notwendig sind, die durch das Gehäuse hindurchlaufen. Dadurch
können auch auf vorteilhafte Weise Dichtungen entlang solcher durch das Gehäuse hindurchlaufenden
Schrauben entfallen.
[0047] Es ist weiter besonders bevorzugt, dass das Befestigungselement vorzugsweise entlang
seiner Längserstreckung mindestens eine, vorzugsweise zwei längliche Vertiefungen
aufweist, die jeweils ausgebildet sind, um eine Kante des radialen Schutzelements
aufzunehmen und dadurch eine formschlüssige Verbindung mit dem radialen Schutzelement
herzustellen.
[0048] Vorzugsweise erstrecken sich die länglichen Vertiefungen in einem Winkelbereich von
0° bis höchstens 5°, vorzugsweise höchstens 3°, besonders bevorzugt höchstens 2°,
relativ zu der Längserstreckung des Befestigungselements.
[0049] Besonders bevorzugt erstrecken sich die länglichen Vertiefungen parallel zur Längserstreckung
des Befestigungselements. Vorzugsweise verlaufen die Vertiefungen auch parallel zur
axialen Richtung.
[0050] Ein Vorteil, der sich durch zwei längliche Vertiefungen an dem Befestigungselement
ergibt, besteht darin, dass dadurch das Befestigungselement in unterschiedliche Ausnehmungen
des Gehäuses eingebracht werden kann, um ein radiales Schutzelement zu befestigen.
Das Befestigungselement kann dann vorzugsweise entweder mit der ersten länglichen
Vertiefung oder mit der zweiten länglichen Vertiefung an der Kante eines radialen
Schutzelements anliegen und eine Klemmkraft auf das radiale Schutzelement ausüben.
[0051] Noch weiter ist es bevorzugt, dass das Befestigungselement einen im Wesentlichen
kreisförmigen Querschnitt aufweist mit mindestens einer durch die längliche Vertiefung
gebildete Einkerbung, vorzugsweise mit zwei durch die länglichen Vertiefungen gebildeten,
insbesondere spiegelsymmetrisch angeordneten, Einkerbungen.
[0052] Vorzugsweise ist unter einer solchen Einkerbung ein Querschnittsabschnitt zu verstehen,
in dem das Befestigungselement einen Einschnitt aufweist, der durch die längliche
Vertiefung gebildet wird. Vorzugsweise weist die Einkerbung einen spitzen Winkel auf,
damit die längliche Vertiefung die Kante des radialen Schutzelements sicher halten
kann und eine sichere formschlüssige Verbindung dazwischen hergestellt werden kann.
[0053] Es ist ferner bevorzugt, wenn die Pumpe ein zweites Befestigungselement umfasst,
das sich ausgehend von dem ersten axialen Ende des Pumpeninnenraums entlang einer
zweiten an der Gehäuseinnenwand angeordneten Ausnehmung in der axialen Richtung erstreckt,
wobei die Befestigungselemente vorzugsweise parallel angeordnet sind und/oder identisch
ausgebildet sind.
[0054] Zusätzlich zu solchen radialen Schutzelementen können auch axiale Schutzelemente
im Pumpenraum angeordnet werden. Solche axialen Schutzelemente dienen insbesondere
dazu, die axialen Seiten der Gehäuseinnenwand auszukleiden und somit vor Beschädigungen
zu schützen.
[0055] Es ist besonders bevorzugt, dass das zweite Befestigungselement insbesondere mittels
einer Schraubverbindung, lösbar mit dem Gehäuse verbindbar ist und in einem nicht
verschraubten Zustand in der axialen Richtung aus der Pumpe, und insbesondere aus
der zweiten Ausnehmung des Gehäuses, heraus bewegbar ist, wobei das zweite Befestigungselement
formschlüssig mit dem radialen Schutzelement verbunden ist, wobei das zweite Befestigungselement
vorzugsweise entlang seiner Längserstreckung eine längliche Vertiefung aufweist, die
ausgebildet ist, um eine zweite Kante des radialen Schutzelements aufzunehmen und
dadurch eine formschlüssige Verbindung mit dem radialen Schutzelement herzustellen.
[0056] Vorzugsweise ist das zweite Befestigungselement mittels einer Schraubverbindung mit
dem Gehäuse verbunden. Das zweite Befestigungselement ist vorzugsweise wie das erste
und hier im Detail beschriebene Befestigungselement ausgebildet.
[0057] Weiter ist es besonders bevorzugt, dass die Pumpe zwei radiale Schutzelemente aufweist,
wobei vorzugsweise ein erstes radiales Schutzelement in einem ersten radialen Bereich
des Pumpenraums angeordnet ist und ein zweites radiales Schutzelement in einem zweiten
radialen Bereich des Pumpenraums angeordnet ist, wobei jedes der Schutzelemente mit
zwei Befestigungselementen in dem Pumpeninnenraum befestigt ist.
[0058] Vorzugsweise umfasst die Pumpe vier Befestigungselemente und zwei radiale Schutzelement,
wobei die radialen Schutzelemente jeweils zwei in der axialen Richtung verlaufende
Kanten aufweisen, die ausgebildet sind, um in den länglichen Vertiefungen der Befestigungselemente
aufgenommen zu werden. So kann jedes der zwei radialen Schutzelemente mittels jeweils
zwei Befestigungselementen befestigt werden.
[0059] Mittels zwei solcher radialen Schutzelemente kann auf besonders vorteilhafte Weise
erreicht werden, dass die radialen Bereiche des Pumpeninnenraums und/oder die radialen
Bereiche der Gehäuseinnenwand ausgekleidet und somit vor Beschädigungen geschützt
werden.
[0060] Ferner ist es besonders bevorzugt, dass die Pumpe eine Drehkolbenpumpe ist und die
Verdrängungsanordnung einen ersten Drehkolben, der um eine erste Drehachse innerhalb
des Pumpeninnenraums drehbar gelagert ist, und einen zweiten Drehkolben, der um eine
zweite Drehachse innerhalb des Pumpeninnenraums drehbar gelagert ist, umfasst, wobei
der erste Drehkolben und der zweite Drehkolben zwischen der ersten Drehachse und der
zweiten Drehachse ineinandergreifen, wobei die erste Drehachse und die zweite Drehachse
parallel zur axialen Richtung angeordnet sind.
[0061] Vorzugsweise greifen die Drehkolben kämmend ineinander. Die Drehkolben sind vorzugsweise
mehrflügelig, insbesondere zweiflügelig, dreiflügelig oder vierflügelig, ausgebildet.
Der Einsatz der hier beschriebenen radialen Schutzelemente in Verbindung mit den hier
beschriebenen Befestigungselementen in einer solchen Drehkolbenpumpe ist besonders
vorteilhaft, da Drehkolbenpumpen häufig zur Förderung von feststoffhaltigen Flüssigkeiten
eingesetzt werden, wobei aufgrund der Feststoffe eine zuverlässige Auskleidung und
ein zuverlässiger Schutz der Gehäuseinnwand vor Beschädigungen durch die Feststoffe
besonders wichtig sein können.
[0062] Gemäß einem weiteren Aspekt wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Befestigungselement
zur Befestigung eines radialen Schutzelements innerhalb eines Pumpeninnenraums einer
Pumpe, insbesondere einer wie hier beschriebenen Pumpe, wobei das Befestigungselement
stabförmig ausgebildet ist und einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist
mit mindestens einer durch eine längliche Vertiefung gebildete Einkerbung zur Aufnahme
einer Kante eines radialen Schutzelements, vorzugsweise mit zwei durch die länglichen
Vertiefungen gebildeten, insbesondere spiegelsymmetrisch angeordneten, Einkerbungen
zur Aufnahme einer Kante eines radialen Schutzelements.
[0063] Vorzugsweise ist die längliche Vertiefung ausgebildet, um eine Kante des radialen
Schutzelements aufzunehmen und zwischen der Vertiefung und der Kante eine formschlüssige
Verbindung herzustellen.
[0064] Gemäß einem weiteren Aspekt wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Schutzelementesystem
zur Auskleidung eines radialen Abschnitts eines Pumpeninnenraums einer Pumpe, insbesondere
einer wie hier beschriebenen Pumpe, umfassend mindestens zwei, vorzugsweise vier,
Befestigungselemente wie hier beschrieben und mindestens ein radiales Schutzelement,
vorzugsweise zwei radiale Schutzelemente, wobei das radiale Schutzelement zwei in
der axialen Richtung verlaufende Kanten aufweist, die ausgebildet sind, um in den
länglichen Vertiefungen der Befestigungselemente aufgenommen zu werden.
[0065] Besonders bevorzugt umfasst das Schutzelementesystem vier Befestigungselemente und
zwei radiale Schutzelement, wobei die radialen Schutzelemente jeweils zwei in der
axialen Richtung verlaufende Kanten aufweisen, die ausgebildet sind, um in den länglichen
Vertiefungen der Befestigungselemente aufgenommen zu werden. So kann jedes der zwei
radialen Schutzelemente mittels jeweils zwei Befestigungselementen befestigt werden.
Vorzugsweise umfasst das Schutzelementesystem zwei axiale Schutzelemente, die ausgebildet
sind die axialen, also seitlichen, Innenwände des Pumpeninnenraums auszukleiden und
zu schützen. Mit radialen und axialen Schutzelementen kann auf vorteilhafte Weise
der gesamte Pumpeninnenraum ausgekleidet und somit die gesamte Gehäuseinnenwand geschützt
werden.
[0066] Es ist besonders bevorzugt, wenn die durch die längliche Vertiefung gebildete Einkerbung
im Querschnitt einen Öffnungswinkel von weniger als 90°, vorzugsweise weniger als
75°, besonders bevorzugt von 45°, aufweist, und/oder wobei die Kanten des radialen
Schutzelements im Querschnitt einen Kantenwinkel von weniger als 90°, vorzugsweise
weniger als 75°, besonders bevorzugt von 45°, aufweisen, wobei vorzugsweise der Öffnungswinkel
und der Kantenwinkel gleich groß sind, wobei die Kanten des radialen Schutzelements
in der länglichen Vertiefung zur Herstellung einer formschlüssigen Verbindung anordenbar
sind.
[0067] Ein Vorteil eines solchen spitzen Öffnungswinkels, der insbesondere weniger als 90°
beträgt, liegt darin, dass die Kante in der länglichen Vertiefung aufgrund dieser
geometrischen Form sicher gehalten werden kann und eine formschlüssige Verbindung
hergestellt werden kann.
[0068] Gemäß einem weiteren Aspekt wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Verfahren
zum Befestigen eines radialen Schutzelements innerhalb eines Pumpeninnenraums einer
Pumpe, insbesondere einer wie hier beschriebenen Pumpe, umfassend folgende Schritte:
Bereitstellen einer Pumpe, insbesondere einer wie hier beschriebenen Pumpe, die Pumpe
umfassend ein Gehäuse mit einer Gehäuseinnenwand, einen von der Gehäuseinnenwand begrenzten
Pumpeninnenraum, eine Einlassöffnung, durch welche Fluid in den Pumpeninnenraum förderbar
ist, eine Auslassöffnung, durch welche Fluid aus dem Pumpeninnenraum förderbar ist,
vorzugsweise eine Verdrängungsanordnung, die in dem Pumpeninnenraum angeordnet und
relativ zu dem Pumpeninnenraum beweglich gelagert ist, und die ausgebildet ist, um
eine Förderung des Fluides entlang einer Strömungsrichtung von der Einlassöffnung
zu der Auslassöffnung zu bewirken; Anordnen eines radialen Schutzelements innerhalb
des Pumpeninnenraums zur Auskleidung mindestens eines radialen Abschnitts des Pumpeninnenraums,
sodass das radiale Schutzelement an einem radialen Abschnitt der Gehäuseinnenwand
anliegt; und Hineinführen eines Befestigungselements in eine Ausnehmung des Gehäuses,
die entlang der Gehäuseinnenwand verläuft und sich vorzugsweise in einer quer zur
Strömungsrichtung verlaufenden axialen Richtung erstreckt, sodass sich das Befestigungselement
ausgehend von einem ersten axialen Ende des Pumpeninnenraums in der axialen Richtung
erstreckt und das Befestigungselement an einer Kante des radialen Schutzelements anliegt.
[0069] Es ist bevorzugt, wenn die Verfahrensschritte in der hier angegebenen Reihenfolge
durchgeführt werden.
[0070] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren: Verbinden
des Befestigungselements mittels mindestens einer Schraube mit dem Gehäuse, wobei
die mindestens eine Schraube durch eine Gehäusewand des Gehäuses zum Befestigungselement
und/oder durch eine Bohrung entlang einer Längserstreckung des Befestigungselements
verläuft; und vorzugsweise Bewegen des Befestigungselements mittels der mindestens
einen Schraube in Richtung der Kante des Schutzelements, wodurch das Befestigungselement
eine Klemmkraft auf das radiale Schutzelement bewirkt.
[0071] Es ist bevorzugt, wenn die Verfahrensschritte in der hier angegebenen Reihenfolge
durchgeführt werden. Zum Herausnehmen bzw. zur Demontage des Befestigungselements
und/oder des radialen Schutzelements werden diese vorzugsweise in einer dafür entsprechenden
Reihenfolge herausgenommen.
[0072] Es ist besonders bevorzugt, dass sich das Befestigungselement, vorzugsweise in der
axialen Richtung, von dem ersten axialen Ende des Pumpeninnenraums zu einem dem ersten
axialen Ende gegenüberliegenden zweiten axialen Ende des Pumpeninnenraums entlang
des gesamten Pumpeninnenraums erstreckt, wobei vorzugsweise das Befestigungselement
formschlüssig mit dem radialen Schutzelement verbunden ist, und wobei das Befestigungselement
vorzugsweise entlang seiner Längserstreckung eine längliche Vertiefung aufweist, die
ausgebildet ist, um die Kante des radialen Schutzelements aufzunehmen und dadurch
eine formschlüssige Verbindung mit dem radialen Schutzelement herzustellen.
[0073] Vorzugsweise umfasst das Verfahren ein Herausziehen des Befestigungselements aus
der Ausnehmung des Gehäuses, vorzugsweise in der axialen Richtung, insbesondere mittels
eines Stiftausziehers.
[0074] Es ist bevorzugt, wenn das Befestigungselement mittels eines handelsüblichen Stiftausziehers,
insbesondere eines Gleithammers, demontierbar ist. Vorzugsweise sind alle vorgesehenen
Befestigungselemente mittels eines handelsüblichen Stiftausziehers, insbesondere eines
Gleithammers, demontierbar. Dadurch kann auf besonders vorteilhafte Weise erreicht
werden, dass die Befestigungselemente auch bei vorhandenen Verschmutzungen im Bereich
der Befestigungselemente auf einfache Weise demontiert werden können.
[0075] Vorzugsweise umfasst das Verfahren ein Herausnehmen des radialen Schutzelements,
und vorzugsweise weiterer Schutzelemente, aus dem Pumpeninnenraum, insbesondere in
der axialen Richtung.
[0076] Vorzugsweise umfasst das Verfahren ein Herausnehmen, der Verdrängungsanordnung aus
dem Pumpeninnenraum, insbesondere in der axialen Richtung.
[0077] Vorzugsweise ist die Verdrängungsanordnung in dem Pumpeninnenraum montierbar und
auch demontierbar. Ein Herausnehmen der Verdrängungsanordnung aus dem Pumpeninnenraum
kann insbesondere dann vorteilhaft sein, wenn im Falle einer Reparatur die Pumpe vor
der Montage gereinigt werden soll, da dann eine bessere Reinigung möglich ist. Außerdem
kann es vorteilhaft sein, wenn die Verdrängungsanordnung aus dem Pumpeninnenraum entnommen
ist, um dann mit demontierter Verdrängungsanordnung die Schutzelemente in dem Pumpeninnenraum
verbessert montieren zu können.
[0078] Gemäß einem weiteren Aspekt wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch eine
Verwendung eines wie hier beschriebenen Befestigungselements und/oder eines wie hier
beschriebenen Schutzelementesystems in einer Drehkolbenpumpe, die ausgebildet ist,
um feststoffhaltige Flüssigkeiten zu fördern.
[0079] Eine solche Verwendung der hier beschriebenen radialen Schutzelemente in Verbindung
mit den hier beschriebenen Befestigungselementen in einer Drehkolbenpumpe, die feststoffhaltige
Feststoffe fördert, ist besonders vorteilhaft, da erstens die Gehäuseinnenwand zuverlässig
vor dem Einfluss der Feststoffe geschützt werden kann und zweitens eine Beschädigung
der Verdrängungsanordnung durch die Befestigungselemente und/oder die radialen Schutzelemente
zuverlässig verhindert werden kann, da diese nicht zu den Drehkolben gelangen können
und somit die Drehkolben nicht beschädigen können.
[0080] Zu den Vorteilen, Ausführungsvarianten und Ausführungsdetails der verschiedenen Aspekte
der hier beschriebenen Lösungen und ihrer jeweiligen möglichen Fortbildungen wird
auch auf die Beschreibung zu den entsprechenden Merkmalen, Details und Vorteilen der
jeweils anderen Aspekte und ihrer Fortbildungen verwiesen.
[0081] Bevorzugte Ausführungsbeispiele werden beispielhaft anhand der beiliegenden Figuren
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Darstellung einer Pumpe und einem herausgenommenen radialen Schutzelement;
- Fig. 2:
- eine schematische Darstellung einer Pumpe mit eingesetztem radialen Schutzelement
und einem herausgenommenen Befestigungselement;
- Fig. 3:
- eine schematische Darstellung einer Pumpe mit eingesetztem radialen Schutzelementen
und einem eingesetzten Befestigungselement, wobei zwei Schrauben nicht eingesetzt
sind;
- Fig. 4:
- eine schematische Darstellung einer Pumpe mit eingesetztem radialen Schutzelementen
und einem eingesetzten Befestigungselement, mit eingesetzten Schrauben;
- Fig. 5:
- eine schematische Detailansicht der in Fig. 4 gezeigten Ansicht im Bereich des unteren
radialen Schutzelements;
- Fig. 6:
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Pumpe mit eingesetztem
radialen Schutzelementen und einem eingesetzten Befestigungselement;
- Fig. 7:
- eine schematische Darstellung eines Befestigungselements;
- Fig. 8:
- eine schematische Detailansicht einer weiteren Ausführungsform einer Pumpe im Bereich
des unteren radialen Schutzelements;
- Fig. 9:
- eine schematische Darstellung eines beispielhaften Verfahrensablaufs für ein Verfahren
zum Befestigen eines radialen Schutzelements innerhalb eines Pumpeninnenraums einer
Pumpe.
[0082] In den Figuren sind gleiche oder im Wesentlichen funktionsgleiche bzw. -ähnliche
Elemente mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0083] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Pumpe 10 und eines herausgenommenen
radialen Schutzelements 50a. Die Pumpe 10 ist zur Förderung eines Fluides, nämlich
zur Förderung von feststoffhaltigen Flüssigkeiten, ausgebildet. Die Pumpe 10 umfasst
ein Gehäuse 20 mit einer Gehäuseinnenwand, die einen unteren radialen Abschnitt 21
einen oberen radialen Abschnitt, einen ersten axialen Abschnitt 22 und einen zweiten
axialen Abschnitt aufweist. Von der Gehäuseinnenwand wird der Pumpeninnenraum 24 begrenzt.
[0084] Durch eine Einlassöffnung 31 kann Fluid in den Pumpeninnenraum 24 und von dort weiter
zu einer Auslassöffnung 32 entlang einer Strömungsrichtung 300 gefördert werden. In
dem Pumpeninnenraum 24 ist eine Verdrängungsanordnung 40 angeordnet, die relativ zu
dem Pumpeninnenraum 24 beweglich gelagert ist. Die Pumpe 10 ist in dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel als Drehkolbenpumpe ausgebildet und umfasst einen ersten Drehkolben
41 und einen zweiten Drehkolben 42, die drehbar gelagert sind und ineinandergreifen.
Durch Rotation der Drehkolben 41, 42 kann eine Förderung des Fluides entlang einer
Strömungsrichtung 300 von der Einlassöffnung 31 zu der Auslassöffnung 32 bewirkt werden.
Die Drehkolben 41, 42 greifen kämmend ineinander. Die Drehkolben 41, 42 sind in dem
hier gezeigten Ausführungsbeispiel jeweils vierflügelig ausgebildet, es kann jedoch
auch eine andere Anzahl und/oder Form der Förderelemente verwendet werden. Die Drehkolben
41, 42 können zum Fördern des Fluides mit einer Antriebsvorrichtung 90 angetrieben
werden.
[0085] In dem Pumpeninnenraum 24 ist ein radiales Schutzelement 50b zur Auskleidung des
oberen radialen Abschnitts des Pumpeninnenraums 24 angeordnet, wobei das radiale Schutzelement
50b an einem radialen Abschnitt der Gehäuseinnenwand anliegt. Dieses radiale Schutzelement
50b wird mittels zwei Befestigungselementen 60c, 60d, die jeweils an einer Kante des
radialen Schutzelements 50b anliegen, in dem Pumpeninnenraum 24 befestigt. Von den
Befestigungselementen 60c, 60d wirkt jeweils eine Klemmkraft auf das radiale Schutzelement
50b. Die Befestigungselemente 60c, 60d erstrecken sich jeweils ausgehend von einem
ersten axialen Ende des Pumpeninnenraums 24 entlang der Gehäuseinnenwand innerhalb
von Ausnehmungen, die in der axialen Richtung 200 bzw. parallel zur axialen Richtung
200, und damit orthogonal zur Strömungsrichtung 300 verlaufen.
[0086] Die Befestigungselemente werden mit Schrauben 28b, 28d, die durch das Gehäuse hindurch
verlaufen und mit den Befestigungselementen 60b, 60d verbunden sind, befestigt. Die
Befestigungselemente 60a und 60c werden ebenso mittels Schrauben, die durch das Gehäuse
hindurch verlaufen befestigt. Mittels solcher Schrauben können die Befestigungselemente
60a, 60b, 60c, 60d in Richtung der radialen Schutzelemente 50a, 50b bewegt werden
und so eine Klemmkraft auf die radialen Schutzelemente ausüben, sodass die radialen
Schutzelemente sicher in dem Pumpeninnenraum befestigt werden können.
[0087] Ein radiales Schutzelement 50a ist aus der Pumpe 10 herausgenommen, beispielsweise
zur Wartung oder vor der Montage. Das radiale Schutzelement 50a weist zwei Kanten
51, 52 auf, die ausgebildet sind, um mit länglichen Vertiefungen, die in Befestigungselementen
vorhanden sind, die in den Ausnehmungen 26a, 26b angeordnet werden können, eine formschlüssige
Verbindung herzustellen.
[0088] An einem Gehäuseseitenabschnitt 25 ist eine Dichtung 80 angeordnet. An diesen Gehäuseseitenabschnitt
25 und die Dichtung 80 wird zum Schließen der Pumpe 10, also zum Schließen des Pumpeninnenraums
24 eine Seitenwand (nicht gezeigt) befestigt. Damit alle im Pumpeninnenraum 24 gezeigten
Bauteile sichtbar sind, ist die Pumpe in den hier gezeigten Zuständen jeweils ohne
Seitenwand dargestellt. Während des Betriebs der Pumpe ist eine solche Seitenwand
selbstverständlich an der Pumpe 10 befestigt.
[0089] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung der in Fig. 1 gezeigten Pumpe 10 mit eingesetztem
radialen Schutzelement 50a. Das radiale Schutzelement 50a wurde ausgehend von dem
in Fig. 1 gezeigten Zustand in radialer Richtung 200 eingesetzt, ohne dass hierfür
die Drehkolben 41, 42 aus dem Pumpeninnenraum 24 entnommen werden mussten. Das radiale
Schutzelement 50a ist in der gezeigten Position in dem Pumpeninnenraum 24 angeordnet
und dient somit zur Auskleidung des unteren radialen Abschnitts des Pumpeninnenraums
24. Dabei liegt das radiale Schutzelement 50a an einem radialen Abschnitt der Gehäuseinnenwand
an. Das Befestigungselement 60b ist mit einer Kante des radialen Schutzelements 50a
formschlüssig verbunden und hält so das radiale Schutzelement in der gezeigten Position.
Das zweite Befestigungselement 60a, das ebenfalls zur Befestigung des radialen Schutzelements
50a vorgesehen ist, ist in der gezeigten Position noch nicht in der Befestigungsposition,
sondern außerhalb der Pumpe 10.
[0090] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung der in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten Pumpe
10, wobei nun im Unterschied zu Fig. 2 auch das letzte, in dem in Fig. 2 gezeigten
Zustand noch nicht eingesetzte Befestigungselement 60a in der Pumpe eingesetzt ist.
In dem gezeigten Zustand sind beide radialen Schutzelemente 50a, 50b und die zur Befestigung
dieser Schutzelemente vorgesehenen vier Befestigungselemente 60a, 60b, 60c, 60d in
der Pumpe angeordnet. Die Befestigungselemente 60a, 60b, 60c, 60d sind jeweils in
einer Ausnehmung des Pumpeninnenraums 24 angeordnet. Sowohl die Befestigungselemente
60a, 60b, 60c, 60d als auch die radialen Schutzelemente 50a, 50b können in axialer
Richtung 200 bzw. parallel zur axialen Richtung aus der Pumpe 10 herausbewegt werden.
In der gezeigten Position sind die Schrauben 28c und 28d nicht mit den Befestigungselementen
60a, 60b verbunden, sodass hier diese beiden Befestigungselemente noch nicht in axialer
Richtung fixiert sind und diese beiden Befestigungselemente noch keine Klemmkraft
auf das radiale Schutzelement 50a ausüben.
[0091] Fig. 4 zeigt im Wesentlichen die gleiche Darstellung wie Fig. 3, mit dem Unterschied,
dass nun die beiden Schrauben 28c und 28d mit den Befestigungselementen 60a, 60b verbunden
sind, sodass nun diese beiden Befestigungselemente in axialer Richtung fixiert sind
und diese beiden Befestigungselemente eine Klemmkraft auf das radiale Schutzelement
50a ausüben.
[0092] Fig. 5 zeigt eine schematische Detailansicht der in Fig. 4 gezeigten Ansicht im Bereich
des unteren radialen Schutzelements 50a. Die Befestigungselemente 60a, 60b sind in
Ausnehmungen des Gehäuses 20 angeordnet, die sich entlang der bzw. parallel zur axialen
Richtung 200 erstrecken. Das radiale Schutzelement 50a wird von den Befestigungselementen
60a, 60b an der Gehäuseinnenwand befestigt. Die Befestigungselemente 60a, 60b sind
formschlüssig in den Ausnehmungen angeordnet, sodass die Befestigungselemente 60a,
60b nicht aus den Ausnehmungen in Richtung des Drehkolbens 41 gelangen können. Das
radiale Schutzelement 50a wird auch aufgrund der mit den Befestigungselementen 60a,
60b bestehenden formschlüssigen Verbindung sicher gehalten und befestigt.
[0093] Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Pumpe
10 mit eingesetztem radialen Schutzelementen 50a und einem eingesetzten Befestigungselement
60a. Im Gegensatz zu dem in Fig. 1 bis Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiel sind hier
keine Schrauben vorgesehen, die mit den Befestigungselementen verbunden sind, um die
Befestigungselemente zu fixieren und mittels der Befestigungselemente eine Klemmkraft
auf die radialen Schutzelemente auszuüben.
[0094] Anstelle von Schrauben, die mit den Befestigungselementen verbunden sind, kann beispielsweise
eine Schraube vorgesehen werden, die ausgebildet ist, um das radiale Schutzelement
50a zu spannen. Es kann auch eine weitere Schraube vorgesehen werden, die ausgebildet
ist, um das radiale Schutzelement 50b zu spannen. Die radialen Schutzelemente 50a,
50b können dann mittels dieser Schraube derart gespannt werden, dass eine Klemmkraft
zwischen den radialen Schutzelementen und den Befestigungselementen entsteht. Bei
dieser Ausführungsform werden keine Schrauben benötigt, die durch das Gehäuse hindurch
zu den Befestigungselementen verlaufen.
[0095] Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung eines Befestigungselements 60a, 60b, 60c,
60d. Das Befestigungselement 60a, 60b, 60c, 60d ist stabförmig ausgebildet und erstreckt
sich entlang seiner Längserstreckung 600. Das Befestigungselement 60a, 60b, 60c, 60d
weist zwei längliche Vertiefungen 61, 62 auf, die parallel zur Längserstreckung 600
des Befestigungselements verlaufen. Diese länglichen Vertiefungen 61, 62 können die
Kanten der radialen Schutzelemente aufnehmen und damit eine formschlüssige Verbindung
herstellen. Die länglichen Vertiefungen 61, 62 weisen jeweils einen spitzen Winkel
620 von unter 90° auf, wie hier schematisch dargestellt.
[0096] Die länglichen Vertiefungen 61, 62 mit dem spitzen Winkel 620 erstrecken sich vorzugweise
in einem Winkelbereich von 0° bis höchstens 5° relativ zu der Längserstreckung 600
des Befestigungselements 60a. Wenn die Ausnehmungen in dem Gehäuse der Pumpe nicht
parallel zur axialen Richtung 200 angeordnet sind, sondern einen Winkel mit einem
bestimmten Betrag zur axialen Richtung aufweisen, dann weisen die länglichen Vertiefungen
61 , 62 mit dem spitzen Winkel 620 vorzugsweise einen Winkel zur Längserstreckung
600 auf, der dem Winkel zwischen Ausnehmung und axialer Richtung entspricht. Wenn
die Ausnehmungen in dem Gehäuse der Pumpe jedoch parallel zur axialen Richtung 200
angeordnet sind, dann weisen die Kanten des radialen Schutzelements 50a vorzugsweise
einen Winkel auf, der dem Winkel zwischen den länglichen Vertiefungen 61, 62 mit dem
spitzen Winkel 620 und der Längserstreckung 600 des Befestigungselements 60a entspricht.
[0097] Fig. 8 zeigt eine schematische Detailansicht im Bereich des unteren radialen Schutzelements
50a einer weiteren Ausführungsform einer Pumpe. Die Befestigungselemente 60a, 60b
sind in Ausnehmungen des Gehäuses 20 angeordnet. Das radiale Schutzelement 50a wird
von den Befestigungselementen 60a, 60b an der Gehäuseinnenwand befestigt. Die Befestigungselemente
60a, 60b sind formschlüssig in den Ausnehmungen angeordnet, sodass die Befestigungselemente
60a, 60b nicht aus den Ausnehmungen in Richtung des Drehkolbens 41 gelangen können.
Das radiale Schutzelement 50a wird auch aufgrund der mit den Befestigungselementen
60a, 60b bestehenden formschlüssigen Verbindung sicher gehalten und befestigt.
[0098] Die Längserstreckung 600 des Befestigungselements 60a ist in der hier gezeigten Ausführungsform
nicht parallel zur axialen Richtung 200 angeordnet. Stattdessen ist die Längserstreckung
600 des Befestigungselements 60a in der hier gezeigten Ausführungsform mit einem Winkel
von ca. 2° relativ zu der axialen Richtung 200 angeordnet, wie hier schematisch dargestellt.
Das weitere Befestigungselement 60a verläuft ebenfalls nicht parallel zur axialen
Richtung 200 sondern parallel zur Längserstreckung des anderen Befestigungselements
60a. Die Ausnehmungen erstrecken sich bei der hier gezeigten Ausführungsform entsprechend
ebenfalls nicht parallel zur axialen Richtung 200 sondern parallel zur Längserstreckung
der Befestigungselemente.
[0099] Je nachdem, ob die Vertiefungen des Befestigungselements parallel zur axialen Richtung
oder nicht parallel zur axialen Richtung verlaufen, können die Kanten des radialen
Schutzelements 50a entsprechend parallel zur axialen Richtung oder nicht parallel
zur axialen Richtung verlaufen.
[0100] Mit einer solchen Anordnung kann eine Selbsthemmung der Befestigungselemente in den
Ausnehmungen und des radialen Schutzelements in dem Pumpeninnenraum, insbesondere
ein Selbsthemmen über eine schiefe Ebene, erreicht werden.
[0101] Weiter ist eine Bohrung 68, die sich entlang der Längserstreckung 600 durch das Befestigungselement
erstreckt, vorgesehen. Durch diese Bohrung 68 kann eine Befestigungsschraube 69 (hier
in Fig. 8 ist schematisch ein Schraubenkopf der Schraube dargestellt) geführt werden.
Die Befestigungsschraube kann in ein Innengewinde, das in einem Sackloch im Gehäuse
auf der der Öffnung gegenüberliegenden Seite des Pumpeninnenraums an der Gehäuseinnenwand
angeordnet ist, eingeschraubt werden, wodurch das Befestigungselement mittels der
Befestigungsschraube mit dem Gehäuse befestigt werden kann.
[0102] Die Befestigungsschraube kann auch auf vorteilhafte Weise ein Spannen zwischen Befestigungselement
und radialem Schutzelement bewirken. Dann kann auf vorteilhafte Weise auf weitere
Schrauben zur Befestigung des Befestigungselements und zum Aufbringen einer Klemmkraft
verzichtet werden.
[0103] Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung eines beispielhaften Verfahrensablaufs
für ein Verfahren 100 zum Befestigen eines radialen Schutzelements innerhalb eines
Pumpeninnenraums einer Pumpe. Das Verfahren 100 umfasst folgende Schritte:
In einem Schritt 110, Bereitstellen einer Pumpe 10, insbesondere einer wie hier beschriebenen
Pumpe, die Pumpe umfassend ein Gehäuse 20 mit einer Gehäuseinnenwand, einen von der
Gehäuseinnenwand begrenzten Pumpeninnenraum 24, eine Einlassöffnung 31, durch welche
Fluid in den Pumpeninnenraum förderbar ist, eine Auslassöffnung 32, durch welche Fluid
aus dem Pumpeninnenraum förderbar ist, eine Verdrängungsanordnung 40, die in dem Pumpeninnenraum
angeordnet und relativ zu dem Pumpeninnenraum beweglich gelagert ist, und die ausgebildet
ist, um eine Förderung des Fluides entlang einer Strömungsrichtung 300 von der Einlassöffnung
zu der Auslassöffnung zu bewirken.
[0104] In einem Schritt 120, Anordnen eines radialen Schutzelements 50a innerhalb des Pumpeninnenraums
zur Auskleidung mindestens eines radialen Abschnitts des Pumpeninnenraums, sodass
das radiale Schutzelement an einem radialen Abschnitt der Gehäuseinnenwand anliegt.
[0105] In einem Schritt 130, Hineinführen eines Befestigungselements 60a in eine Ausnehmung
26a des Gehäuses 20, die entlang der Gehäuseinnenwand verläuft und sich in einer,
vorzugsweise quer zur Strömungsrichtung verlaufenden, axialen Richtung 200 erstreckt,
sodass sich das Befestigungselement 60a ausgehend von einem ersten axialen Ende des
Pumpeninnenraums in der axialen Richtung erstreckt und das Befestigungselement an
einer Kante 51 des radialen Schutzelements 50a anliegt. Das Befestigungselement erstreckt
sich dabei in der axialen Richtung 200 von dem ersten axialen Ende des Pumpeninnenraums
zu einem dem ersten axialen Ende gegenüberliegenden zweiten axialen Ende des Pumpeninnenraums
entlang des gesamten Pumpeninnenraums 24. Das Befestigungselement 60a ist dabei formschlüssig
mit dem radialen Schutzelement 50a verbunden ist. Und das Befestigungselement weist
entlang seiner Längserstreckung eine längliche Vertiefung auf, die ausgebildet ist,
um die Kante des radialen Schutzelements aufzunehmen und dadurch eine formschlüssige
Verbindung mit dem radialen Schutzelement herzustellen.
[0106] In einem Schritt 140, Verbinden des Befestigungselements 60a mittels mindestens einer
Schraube mit dem Gehäuse 20, wobei die mindestens eine Schraube durch eine Gehäusewand
des Gehäuses zum Befestigungselement verläuft.
[0107] In einem Schritt 150, Bewegen des Befestigungselements mittels der mindestens einen
Schraube in Richtung der Kante des Schutzelements, wodurch das Befestigungselement
eine Klemmkraft auf das radiale Schutzelement bewirkt.
Bezugszeichenliste
[0108]
- 10
- Pumpe
- 20
- Gehäuse
- 21
- radiale Gehäuseinnenwand
- 22
- axiale Gehäuseinnenwand
- 24
- Pumpeninnenraum
- 25
- Gehäuseseitenabschnitt
- 26a, 26b
- Ausnehmung
- 28b, 28c, 28d
- Schraube
- 29d
- Bohrung
- 31
- Einlassöffnung
- 32
- Auslassöffnung
- 40
- Verdrängungsanordnung
- 41, 42
- Drehkolben
- 50a, 50b
- radiales Schutzelement
- 51, 52
- Kanten des radialen Schutzelements
- 60a, 60b, 60c, 60d
- Befestigungselement
- 61, 62
- längliche Vertiefung
- 68
- Bohrung
- 69
- Befestigungsschraube
- 80
- Dichtung
- 90
- Antriebsvorrichtung
- 100
- Verfahren zum Befestigen eines radialen Schutzelements
- 110-150
- Verfahrensschritte
- 200
- axiale Richtung
- 300
- Strömungsrichtung
- 600
- Längserstreckung
- 620
- Öffnungswinkel der länglichen Vertiefung
1. Pumpe (10) zur Förderung eines Fluides, insbesondere zur Förderung von feststoffhaltigen
Flüssigkeiten, umfassend
- ein Gehäuse (20) mit einer Gehäuseinnenwand (21, 22),
- einen von der Gehäuseinnenwand begrenzten Pumpeninnenraum (24),
- eine Einlassöffnung (31), durch welche Fluid in den Pumpeninnenraum förderbar ist,
- eine Auslassöffnung (32), durch welche Fluid aus dem Pumpeninnenraum förderbar ist,
- eine Verdrängungsanordnung (40), die in dem Pumpeninnenraum angeordnet und relativ
zu dem Pumpeninnenraum beweglich gelagert ist, und die ausgebildet ist, um eine Förderung
des Fluides entlang einer Strömungsrichtung (300) von der Einlassöffnung zu der Auslassöffnung
zu bewirken,
- ein in dem Pumpeninnenraum angeordnetes radiales Schutzelement (50a) zur Auskleidung
mindestens eines radialen Abschnitts des Pumpeninnenraums, wobei das radiale Schutzelement
an einem radialen Abschnitt der Gehäuseinnenwand (21) anliegt,
gekennzeichnet durch
- ein Befestigungselement (60a), das in einer Befestigungsposition anordenbar ist,
in der das Befestigungselement an einer Kante (51) des radialen Schutzelements (50a)
anliegt und dabei das radiale Schutzelement in dem Pumpeninnenraum (24) befestigt,
wobei das Befestigungselement eine Längserstreckung (600) aufweist, die sich ausgehend
von einem ersten axialen Ende des Pumpeninnenraums entlang einer an der Gehäuseinnenwand
angeordneten Ausnehmung (26a) erstreckt.
2. Pumpe nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Längserstreckung (600) des Befestigungselements (60a) von dem ersten axialen
Ende des Pumpeninnenraums zu einem dem ersten axialen Ende gegenüberliegenden zweiten
axialen Ende des Pumpeninnenraums entlang des gesamten Pumpeninnenraums (24) erstreckt.
3. Pumpe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Längserstreckung (600) des Befestigungselements (60a) in einem Winkelbereich von
0° bis höchstens 5°, vorzugsweise höchstens 3°, besonders bevorzugt höchstens 2°,
relativ zu einer axialen Richtung (200), die quer zur Strömungsrichtung verläuft,
angeordnet ist, wobei vorzugsweise sich die Ausnehmung (26a) parallel zur Längserstreckung
(600) des Befestigungselements (60a) erstreckt, und/oder
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Längserstreckung (600) des Befestigungselements (60a) in einer axialen Richtung
(200), die quer zur Strömungsrichtung verläuft, erstreckt,
wobei vorzugsweise sich die Ausnehmung (26a) in der axialen Richtung (200) erstreckt.
4. Pumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kante (51) des radialen Schutzelements in einem Winkelbereich von 0° bis höchstens
5°, vorzugsweise höchstens 3°, besonders bevorzugt höchstens 2°, relativ zur axialen
Richtung (200) angeordnet ist,
wobei vorzugsweise sich die Kante (51) parallel zur Längserstreckung (600) des Befestigungselements
(60a) erstreckt.
5. Pumpe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Befestigungselement (60a), insbesondere mittels einer Schraubverbindung, lösbar
mit dem Gehäuse (20) verbindbar ist und in einem nicht verschraubten Zustand in der
axialen Richtung (200) aus der Pumpe, und insbesondere aus der Ausnehmung des Gehäuses,
heraus bewegbar ist,
wobei vorzugsweise das Befestigungselement (60a) quer zur axialen Richtung (200) mit
der Ausnehmung (26) des Gehäuses formschlüssig verbunden ist.
6. Pumpe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Befestigungselement (60a) formschlüssig mit dem radialen Schutzelement (50a) verbunden
ist, wobei das Befestigungselement vorzugsweise entlang seiner Längserstreckung (600)
eine längliche Vertiefung (61) aufweist, die ausgebildet ist, um die Kante des radialen
Schutzelements (50a) aufzunehmen und dadurch eine formschlüssige Verbindung mit dem
radialen Schutzelement herzustellen.
7. Pumpe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Befestigungselement (60a) mittels mindestens einer Schraube mit dem Gehäuse verbunden
ist, wobei die mindestens eine Schraube durch eine Gehäusewand des Gehäuses (20) zum
Befestigungselement (60a) verläuft, wobei vorzugsweise das Befestigungselement mittels
der mindestens einen Schraube in Richtung der Kante des Schutzelements (50a) bewegbar
ist, wodurch das Befestigungselement eine Klemmkraft auf das radiale Schutzelement
bewirkt, wobei vorzugsweise die Längsachse der mindestens einen Schraube orthogonal
zur Längserstreckung (600) des Befestigungselements angeordnet ist, und/oder
dadurch gekennzeichnet, dass
das Befestigungselement (60a) mittels der mindestens einen Schraube zwischen der Befestigungsposition,
in der das Befestigungselement eine Klemmkraft auf das radiale Schutzelement (50a)
ausübt, und einer Freigabeposition, in der das Befestigungselement keine Klemmkraft
auf das radiale Schutzelement ausübt, verstellbar ist.
8. Pumpe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Befestigungselement (60a) eine Bohrung (68) aufweist, die sich entlang der Längserstreckung
(600) des Befestigungselements durch das Befestigungselement hindurch erstreckt,
wobei vorzugsweise eine Befestigungsschraube (69) in der Bohrung (68) des Befestigungselements
(60a) angeordnet ist, die mit dem Gehäuse, insbesondere mit einer an einer axialen
Gehäuseinnenwand angeordneten Sacklockbohrung mit einem Innengewinde, verbindbar ist
und/oder verbunden, insbesondere lösbar verbunden, ist, und/oder
dadurch gekennzeichnet, dass
das Befestigungselement (60a), vorzugsweise entlang seiner Längserstreckung (600),
mindestens eine, vorzugsweise zwei längliche Vertiefungen (61, 62) aufweist, die jeweils
ausgebildet sind, um eine Kante des radialen Schutzelements aufzunehmen und dadurch
eine formschlüssige Verbindung mit dem radialen Schutzelement herzustellen,
wobei vorzugsweise sich die länglichen Vertiefungen (61, 62) in einem Winkelbereich
von 0° bis höchstens 5°, vorzugsweise höchstens 3°, besonders bevorzugt höchstens
2°, relativ zu der Längserstreckung (600) des Befestigungselements (60a) erstrecken,
wobei insbesondere sich die länglichen Vertiefungen (61, 62) parallel zur Längserstreckung
(600) des Befestigungselements (60a) erstrecken.
9. Pumpe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Befestigungselement (60a) einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist
mit mindestens einer durch die längliche Vertiefung (61) gebildete Einkerbung, vorzugsweise
mit zwei durch die länglichen Vertiefungen (61, 62) gebildeten, insbesondere spiegelsymmetrisch
angeordneten, Einkerbungen, und/oder
wobei die Pumpe ein zweites Befestigungselement (60b) umfasst, das sich ausgehend
von dem ersten axialen Ende des Pumpeninnenraums (24) entlang einer zweiten an der
Gehäuseinnenwand angeordneten Ausnehmung (26b) in der axialen Richtung (200) erstreckt,
wobei die Befestigungselemente (60a, 60b) vorzugsweise parallel angeordnet sind und/oder
identisch ausgebildet sind,
wobei vorzugsweise das zweite Befestigungselement (60b) insbesondere mittels einer
Schraubverbindung, lösbar mit dem Gehäuse (20) verbindbar ist und in einem nicht verschraubten
Zustand in der axialen Richtung (200) aus der Pumpe (10), und insbesondere aus der
zweiten Ausnehmung (26b) des Gehäuses, heraus bewegbar ist, wobei das zweite Befestigungselement
(60b) formschlüssig mit dem radialen Schutzelement (50a) verbunden ist, wobei das
zweite Befestigungselement (60b) vorzugsweise entlang seiner Längserstreckung eine
längliche Vertiefung (62) aufweist, die ausgebildet ist, um eine zweite Kante des
radialen Schutzelements (50a) aufzunehmen und dadurch eine formschlüssige Verbindung
mit dem radialen Schutzelement herzustellen.
10. Pumpe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Pumpe (10) zwei radiale Schutzelemente (50a, 50b) aufweist, wobei vorzugsweise
ein erstes radiales Schutzelement (50a) in einem ersten radialen Bereich des Pumpenraums
angeordnet ist und ein zweites radiales Schutzelement (50b) in einem zweiten radialen
Bereich des Pumpenraums angeordnet ist, wobei jedes der Schutzelemente mit zwei Befestigungselementen
in dem Pumpeninnenraum befestigt ist, und/oder
dadurch gekennzeichnet, dass
die Pumpe (10) eine Drehkolbenpumpe ist und die Verdrängungsanordnung einen ersten
Drehkolben (41), der um eine erste Drehachse innerhalb des Pumpeninnenraums drehbar
gelagert ist, und einen zweiten Drehkolben (42), der um eine zweite Drehachse innerhalb
des Pumpeninnenraums drehbar gelagert ist, umfasst, wobei der erste Drehkolben und
der zweite Drehkolben zwischen der ersten Drehachse und der zweiten Drehachse ineinandergreifen,
wobei die erste Drehachse und die zweite Drehachse parallel zur axialen Richtung angeordnet
sind.
11. Befestigungselement (60a, 60b, 60c, 60d) zur Befestigung eines radialen Schutzelements
(50a, 50b) innerhalb eines Pumpeninnenraums (24) einer Pumpe (10), insbesondere einer
Pumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Befestigungselement (60a, 60b, 60c, 60d) stabförmig ausgebildet ist und einen
im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist mit mindestens einer durch eine
längliche Vertiefung (61) gebildete Einkerbung zur Aufnahme einer Kante eines radialen
Schutzelements, vorzugsweise mit zwei durch die länglichen Vertiefungen (61, 62) gebildeten,
insbesondere spiegelsymmetrisch angeordneten, Einkerbungen zur Aufnahme einer Kante
eines radialen Schutzelements.
12. Schutzelementesystem zur Auskleidung eines radialen Abschnitts eines Pumpeninnenraums
(24) einer Pumpe (10), insbesondere einer Pumpe nach einem der Ansprüche 1-10, umfassend
- mindestens zwei, vorzugsweise vier, Befestigungselemente (60a, 60b, 60c, 60d) nach
dem vorhergehenden Anspruch und
- mindestens ein radiales Schutzelement (50a), vorzugsweise zwei radiale Schutzelemente
(50a, 50b), wobei das radiale Schutzelement zwei in der axialen Richtung verlaufende
Kanten (51, 52) aufweist, die ausgebildet sind, um in den länglichen Vertiefungen
(61, 62) der Befestigungselemente aufgenommen zu werden,
wobei vorzugsweise die durch die längliche Vertiefung (61, 62) gebildete Einkerbung
im Querschnitt einen Öffnungswinkel (620) von weniger als 90°, vorzugsweise weniger
als 75°, besonders bevorzugt von 45°, aufweist, und/oder wobei die Kanten des radialen
Schutzelements im Querschnitt einen Kantenwinkel von weniger als 90°, vorzugsweise
weniger als 75°, besonders bevorzugt von 45°, aufweisen,
wobei vorzugsweise der Öffnungswinkel und der Kantenwinkel gleich groß sind, wobei
die Kanten des radialen Schutzelements in der länglichen Vertiefung zur Herstellung
einer formschlüssigen Verbindung anordenbar sind.
13. Verfahren (100) zum Befestigen eines radialen Schutzelements innerhalb eines Pumpeninnenraums
einer Pumpe, insbesondere einer Pumpe nach einem der Ansprüche 1-10, umfassend folgende
Schritte:
- Bereitstellen (110) einer Pumpe (10), insbesondere einer Pumpe nach einem der Ansprüche
1-10, die Pumpe umfassend ein Gehäuse mit einer Gehäuseinnenwand, einen von der Gehäuseinnenwand
begrenzten Pumpeninnenraum (24), eine Einlassöffnung (31), durch welche Fluid in den
Pumpeninnenraum förderbar ist, eine Auslassöffnung (32), durch welche Fluid aus dem
Pumpeninnenraum förderbar ist, vorzugsweise eine Verdrängungsanordnung (40), die in
dem Pumpeninnenraum angeordnet und relativ zu dem Pumpeninnenraum beweglich gelagert
ist, und die ausgebildet ist, um eine Förderung des Fluides entlang einer Strömungsrichtung
(300) von der Einlassöffnung zu der Auslassöffnung zu bewirken;
- Anordnen (120) eines radialen Schutzelements (50a) innerhalb des Pumpeninnenraums
zur Auskleidung mindestens eines radialen Abschnitts des Pumpeninnenraums, sodass
das radiale Schutzelement an einem radialen Abschnitt der Gehäuseinnenwand anliegt;
gekennzeichnet durch
- Hineinführen (130) eines Befestigungselements (60a) in eine Ausnehmung (26a) des
Gehäuses (20), die entlang der Gehäuseinnenwand verläuft, und sich vorzugsweise in
einer quer zur Strömungsrichtung verlaufenden axialen Richtung (200) erstreckt, sodass
sich das Befestigungselement (60a) ausgehend von einem ersten axialen Ende des Pumpeninnenraums
in der axialen Richtung erstreckt und das Befestigungselement an einer Kante (51)
des radialen Schutzelements (50a) anliegt.
14. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, umfassend
- Verbinden (140) des Befestigungselements (60a) mittels mindestens einer Schraube
mit dem Gehäuse (20), wobei die mindestens eine Schraube durch eine Gehäusewand des
Gehäuses zum Befestigungselement und/oder durch eine Bohrung entlang einer Längserstreckung
(600) des Befestigungselements (60a) verläuft;
- und vorzugsweise Bewegen (150) des Befestigungselements mittels der mindestens einen
Schraube in Richtung der Kante des Schutzelements, wodurch das Befestigungselement
eine Klemmkraft auf das radiale Schutzelement bewirkt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 13-14, dadurch gekennzeichnet, dass
sich das Befestigungselement, vorzugsweise in der axialen Richtung (200), von dem
ersten axialen Ende des Pumpeninnenraums zu einem dem ersten axialen Ende gegenüberliegenden
zweiten axialen Ende des Pumpeninnenraums entlang des gesamten Pumpeninnenraums (24)
erstreckt, wobei vorzugsweise das Befestigungselement (60a) formschlüssig mit dem
radialen Schutzelement (50a) verbunden ist, und wobei das Befestigungselement vorzugsweise
entlang seiner Längserstreckung eine längliche Vertiefung aufweist, die ausgebildet
ist, um die Kante des radialen Schutzelements aufzunehmen und dadurch eine formschlüssige
Verbindung mit dem radialen Schutzelement herzustellen.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13-15, umfassend
- Herausziehen des Befestigungselements (60a) aus der Ausnehmung (26a) des Gehäuses
(20), vorzugsweise in der axialen Richtung (200), insbesondere mittels eines Stiftausziehers,
und/oder
- Herausnehmen des radialen Schutzelements (50a), und vorzugsweise weiterer Schutzelemente,
aus dem Pumpeninnenraum, insbesondere in der axialen Richtung (200),
- und/oder
- Herausnehmen der Verdrängungsanordnung (40) aus dem Pumpeninnenraum, insbesondere
in der axialen Richtung (200).
17. Verwendung eines Befestigungselements nach Anspruch 11 und/oder eines Schutzelementesystems
nach Anspruch 12 in einer Drehkolbenpumpe, die ausgebildet ist, um feststoffhaltige
Flüssigkeiten zu fördern.