[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Handgriffverstellvorrichtung zur
relativen Verstellung eines Handgriffs und ein mit dieser Handgriffverstellvorrichtung
versehenes elektrisches Handwerkzeug.
[0002] Im Stand der Technik sind elektrische Handwerkzeuge mit verstellbarem Handgriff bzw.
Zusatzhandgriff bekannt, deren Verstellung aufwändig und zeitintensiv ist. Die Verstellung
des Handgriffs bedeutet eine Veränderung der Stellung des Handgriffs relativ zum Handwerkzeug.
Der Handgriff kann in der Regel in verschiedenen definierten Positionen befestigt
werden. Dies ermöglicht dem Anwender das Handwerkzeug so zu handhaben, wie es ein
spezieller Anwendungsfall bedarf. Die Verstellung erfolgt bei bekannten Lösungen über
eine Gewindeverbindung. Dabei weist sowohl der Handgriff wie auch das Gehäuse des
Handwerkzeugs einen Teil der Gewindeverbindung auf. Oft befindet sich am maschinenzugewandten
Teil des Griffs ein Bolzen mit einem Außengewinde, mit dem eine Wirkverbindung mit
einer Öffnung im Gehäuse der Maschine hergestellt wird, die ein Innengewinde umfasst.
[0003] Das Lösen und das Verstellen eines Handgriffs mittels einer Gewindeverbindung kann
umständlich und zeitaufwändig sein. Bei einem üblichen Handgriff muss der Griff für
eine Positionsänderung komplett von der Maschine entfernt werden, um ihn an einer
anderen Stelle zu fixieren.
[0004] Im Stand der Technik ist es beispielsweise bekannt, diese Strecke über eine Gewindeverbindung
zurückzulegen. Bei der Verstellung des Handgriffs bei einem bekannten Sicherheitswinkelschleifer
muss beispielsweise der Handgriff eine Strecke von bis zu 11 mm entlang seiner eigenen
Achse bewegt werden. Um den Handgriff von der Maschine zu lösen, bzw. ihn zu fixieren,
muss er von der Maschine weg oder zur Maschine hin bewegt werden.
[0005] EP 2647473 B1 betrifft eine Handwerkzeugmaschine mit einem Zusatzhandgriff für eine Handwerkzeugmaschine
mit Befestigungsmitteln zum lösbaren Befestigen des Handgriffes an der Handwerkzeugmaschine.
Die Befestigungsmittel weisen einen Fortsatz auf, der zumindest abschnittsweise in
einer Ausnehmung aufnehmbar ist. Entweder sind der Fortsatz an dem Handgriff und die
Ausnehmung in der Handwerkzeugmaschine, oder der Fortsatz an der Handwerkzeugmaschine
und die Ausnehmung in dem Handgriff angeordnet. Die Befestigungsmittel weisen mindestens
ein relativ zu dem Fortsatz verstellbares, beim Herstellen und/oder Lösen und/oder
Sichern einer form- und/oder reibschlüssigen Verbindung zwischen dem Handgriff und
der Handwerkzeugmaschine beteiligtes Element auf. Das Element umfasst mindestens eine
im Fortsatz gefangene Kugel, die radial relativ zu dem Fortsatz zwischen einer Freigabeposition
und einer Fixierposition mittels einer Kegelstange verstellbar ist.
[0006] EP 3020510 B1 beschreibt einen Seitengriff für ein Elektrowerkzeug umfassend eine Basis, die an
einem Elektrowerkzeug befestigt werden kann. Der Seitengriff umfasst ferner einen
Griff mit einer Mittelachse, einen langgestreckten röhrenförmigen Innenabschnitt mit
einem ersten Ende und einem zweiten Ende, der sich in Richtung der Mittelachse erstreckt
und eine Außenhülse, die zumindest einen Teil des Innenabschnitts umgibt. Die Außenhülse
ist mit dem Innenabschnitt an dem ersten Ende des Innenabschnitts über einen Verbindungsabschnitt
verbunden, wobei der Verbindungsabschnitt elastisch verformbar ist, um eine Schwenkbewegung
der Außenhülse relativ zum Innenabschnitt um eine Achse senkrecht zur Mittelachse
des Griffs zu ermöglichen. Der Griff ist am zweiten Ende des inneren Abschnitts an
der Basis angebracht. Das von dem Verbindungsabschnitt entfernte Ende der Außenhülse
ist in der Nähe zu einem Teil der Basis angeordnet, wenn keine äußeren Kräfte auf
die Außenhülse ausgeübt werden.
[0007] DE 11 2009 001126 T5 beschreibt einen Hilfsgriff für die Verwendung an einem Elektrowerkzeug, das ein
Gehäuse aufweist, das einen Griffendteil und einen Futterendteil definiert, wobei
ein Futter an dem Futterendteil des Gehäuses angeordnet ist. Der Hilfsgriff umfasst
eine erste Klemme für einen Eingriff in das Gehäuse an einer ersten Position, eine
zweite Klemme für einen Eingriff in das Gehäuse an einer Eingriffsposition, wobei
die zweite Klemme unabhängig von der ersten Klemme in einer ersten Richtung zu der
ersten Klemme bewegt werden kann, um den Hilfsgriff mit dem Gehäuse zu koppeln. Die
zweite Klemme kann außerdem unabhängig von der ersten Klemme in einer zweiten Richtung
weg von der ersten Klemme bewegt werden, um den Hilfsgriff von dem Gehäuse zu lösen.
[0008] Ausgehend von den bekannten Vorrichtungen des Stands der Technik besteht die Aufgabe
der Erfindung darin, die Verstellung und Positionierung eines Handgriffs zu verbessern,
insbesondere zu beschleunigen.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Handgriffverstellvorrichtung gemäß dem unabhängigen
Anspruch 1. Bevorzugte optionale Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstände der
Unteransprüche und lassen sich der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren sowie
deren Beschreibung entnehmen.
[0010] Die Handgriffverstellvorrichtung dient der relativen Verstellung eines Handgriffs
relativ zu einem elektrischen Handwerkzeug bzw. dessen Gehäuse, insbesondere in Umfangsrichtung
um eine Werkzeuglängsachse eines elektrischen Handwerkzeugs. Zur Fixierung des Handgriffs
wird dieser an einem Werkzeuglager des Handwerkzeugs verspannt. Das Werkzeuglager
kann Teil des Handwerkzeugs und/oder Teil des Verstellmittels sein. Die Handgriffverstellvorrichtung
umfasst hierfür ein Verstellmittel, welches verstellbar am Werkzeuglager, insbesondere
in der Umfangsrichtung um die Werkzeuglängsachse drehbar an dem Werkzeuglager, lagerbar
und mit dem Handwerkzeug verbindbar ist. Das Werkzeuglager ist vorzugsweise aus zwei
Lagerhälften gebildet, die im montierten Zustand einen Bereich aufweisen an dem das
Verstellmittel drehbar angeordnet ist. Dabei kann der Lagerbereich ganz oder teilweise
an einer Lagerhälfte ausgebildet sein.
[0011] Ferner umfasst der Handgriff ein erstes Griffelement mit einem dem Handwerkzeug zugewandten
ersten Ende das mit dem Verstellmittel verbunden ist, und einem dem Handwerkzeug abgewandten
zweiten Ende. Der Handgriff umfasst zusätzlich ein zweites Griffelement, das entlang
einer Grifflängsachse an dem ersten Griffelement von einer Ausrückposition zu einer
Einrückposition verschiebbar ist. In der Ausrückposition sind der Handgriff und das
Verstellmittel relativ zum Werkzeuglager verstellbar, insbesondere entlang der Umfangsrichtung
des Werkzeuglagers um die Werkzeuglängsachse drehbar.
[0012] In der Einrückposition ist das zweite Griffelement durch Eingreifen in einen Eingriffsabschnitt
des ersten Griffelements in einen Eingriffsbereich überführbar, in der sich das zweite
Griffelement in Richtung entlang der Grifflängsachse am Eingriffsabschnitt abstützt.
Der Handgriff weist hierfür ein von einem Benutzer aktuierbares, d. h. unter Aufbringen
einer Arbeitsleistung bewegbares, Spannmittel auf, durch dessen Aktuieren das zweite
Griffelement im Eingriffsbereich gegenüber dem ersten Griffelement in eine Feststellposition
überführbar ist. Die Länge des Eingriffsbereichs entspricht insbesondere dem Weg,
den das zweite Spannelement beim Fixieren des zweiten Griffelements am Handwerkzeug
zurücklegt. In der Feststellposition ist das zweite Griffelement zwischen dem Eingriffsabschnitt
und dem Werkzeuglager verspannt, und der Handgriff an dem Handwerkzeug fixiert. Durch
die Aktuierung des Spannmittels wird das zweite Griffelement in Richtung dessen Längsachse
auf das Handwerkzeug zu bewegt, bis sich das zweite Griffelement, insbesondere dessen
erstes Fixiermittel, in der Feststellposition am Werkzeuglager abstützt. Da das erste
Griffelement fest mit dem Verstellmittel verbunden ist, entsteht eine Relativbewegung
zwischen erstem und zweitem Griffelement. Diese Relativbewegung, ab der Position (Einrückposition)
in der das zweite Spannmittel an dem Eingriffsabschnitt anliegt, kann der Länge des
Eingriffsbereichs entsprechen oder kleiner sein. Die durch das Aktuieren des Spannmittels
erzeugte Kraft verspannt vorzugsweise auch das Verstellmittel mit dem Werkzeuglager.
Der Handgriff ist dann fest mit dem Handwerkzeug verbunden.
[0013] Eine Position des Handgriffs an dem Handwerkzeug ist somit schnell und zuverlässig
veränderbar.
[0014] Ein elektrisches Handwerkzeug im Sinne der Erfindung ist ein Werkzeug, das zur Ausübung
einer maschinengestützten handwerklichen Tätigkeit benötigt wird. Dabei greift ein
Anwender das Handwerkzeug mit beiden Händen, wobei eine Hand einen Bereich des Gehäuses
des Handwerkzeugs die andere Hand den Handgriff des Handwerkzeugs umfasst. Ein elektrisches
Handwerkzeug kann dabei über eine stationäre Energiequelle, wie beispielsweise ein
Netzteil, ein Kompressor oder eine Kraftstoffleitung, oder eine kabellose Energiequelle,
wie beispielsweise eine Batterie/Akkumulator oder einen Kraftstofftank angetrieben
werden. Es sind aber auch andere Antriebsformen möglich und im Sinne der Erfindung
zu verstehen.
[0015] Ein Werkzeuglager im Sinne der Erfindung stellt jedes Bauteil der Werkzeugmaschine
dar, das funktional eingerichtet ist, in Form eines mit Bezug zu dem Handgriff als
Gegenlager ausgestaltet zu sein, um eine Spannung zur Fixierung des Handgriffs aufzunehmen.
Das Werkzeuglager kann dabei ein Bauteil oder Bauteilabschnitt sein, das einen thermoplastischen,
einen duroplastischen oder einen metallischen Werkstoff aufweist oder daraus besteht,
wobei auch eine Werkstoffpaarung und andere Werkstoffgattungen möglich sind.
[0016] Ein Verstellmittel im Sinne der Erfindung stellt ein Mittel dar, das funktional eingerichtet
ist, den Handgriff lösbar oder unlösbar an dem Handwerkzeug zu lagern, und durch eine
Relativbewegung des Verstellmittels zu dem Handwerkzeug den Handgriff in mindestens
zwei, voneinander verschiedene Positionen, insbesondere durch eine Translation und/oder
eine Drehung des Verstellmittels zu verstellen. Das Verstellmittel kann dabei einstückig
oder zweistückig bzw. mehrstückig ausgestaltet sein.
[0017] Ein (erstes oder zweites) Griffelement im Sinne der Erfindung ist ein Element, das
funktional eingerichtet ist, innerhalb des Handgriffs einen Kraftfluss zu leiten.
Das erste bzw. das zweite Griffelement kann dabei einen thermoplastischen Kunststoff,
einen duroplastischen Kunststoff, einen metallischen Werkstoff, oder Materialpaarungen
oder Kombinationen hiervon aufweisen oder daraus gefertigt sein. Das erste bzw. das
zweite Griffelement können aus verschiedenen oder aus dem gleichen Werkstoff gefertigt
sein. An der Kontaktfläche von erstem zu zweitem Griffelement kann eine reibungsmindernde
oder eine reibungserhöhende Zwischenschicht oder ein Schmiermittel angeordnet sein.
[0018] Eine kraftschlüssige Verbindung im Sinne der Erfindung bedeutet, dass während der
gesamten Betriebsdauer zwischen den Verbindungspartnern ein Kraftfeld durch eine geeignete
Vorspannung besteht. Gemäß der Erfindung sind die Verbindungspartner wenigstens das
Verstellmittel, das erste und das zweite Griffelement, das Werkzeuglager sowie das
Spannmittel, welches eingerichtet ist, den Kraftschluss und die damit einhergehende
Verspannung des Handgriffs am Handwerkzeug zu induzieren und wieder zu lösen.
[0019] Ein von einem Benutzer aktuierbares Spannmittel im Sinne der Erfindung stellt daher
jedes Bauteil dar, das geeignet ist, eine reversible und fixierbare, zumindest über
einen Abschnitt rotationsfreie, Relativbewegung zwischen erstem und zweiten Griffelement
zu steuern. Bevorzugte Spannmittel sind ausgewählt aus der Gruppe möglicher Spannmittel
aufweisend eine Schraubverbindung, eine Schnellspannvorrichtung, einen Bajonettverschluss,
eine Rastanordnung.
[0020] Zwischen der Ausrückposition und der Einrückposition ist insbesondere keine Fixierung
des Handgriffs am Werkzeug möglich, da in dieser Position vorzugsweise das zweite
Griffelement nicht mit dem Werkzeuglager in Kontakt steht, und der Handgriff zumindest
in einem Abschnitt zwischen der Ausrückposition und der Einrückposition translatorisch,
insbesondere rotationsfrei, entlang der Grifflängsachse beweglich ist und insbesondere
über das Verstellmittel relativ zum Werkzeuglager beweglich ist.
[0021] Vorteilhaft ist das erste Griffelement ein langgestrecktes Bauteil, vorzugsweise
eine Achse, wobei insbesondere der Eingriffsabschnitt ein auf dem langgestreckten
Bauteil bzw. der Achse, vom zweiten Ende des Bauteils/der Achse beabstandetes erstes
Spannelement ist oder aufweist. Eine Achse stellt ein Maschinenelement dar, das zur
Lagerung eines auf der Achse drehenden und verschiebbaren Bauteils geeignet ist.
[0022] Ein erstes oder zweites Spannelement stellt ein funktionales Bauteil des Spannmittels
dar, das eingerichtet ist, in Zusammenspiel mit zumindest einem weiteren Spannelement
bzw. während einer Relativbewegung der beiden Spannelemente, über einen Kraftschluss
eine Spannung zu induzieren. Je nach Anwendung des gewünschten Spannmechanismus des
Spannmittels, insbesondere Schraubverbindung, Schnellspannvorrichtung, Bajonettverschluss,
Rastanordnung, etc., können geeignete Ausgestaltungen des ersten bzw. zweiten Spannelements
gewählt werden.
[0023] Das zweite Griffelement ist vorzugsweise ein langgestrecktes Bauteil, vorteilhafterweise
ein Kernelement, bzw. ein Kern des Handgriffs. Ein Kern im Sinne der Erfindung stellt
ein Bauteil dar, das geeignet ist, am ersten Griffelement, bzw. einer Achse, zumindest
abschnittsweise in Richtungen entlang der Grifflängsachse verschieblich gelagert zu
sein. Der Handgriff kann mindestens ein Handgriffgehäuseteil aufweisen, das den Kern
umgibt.
[0024] Das Kernelement bzw. der Kern weist ein dem Handwerkzeug zugewandtes erstes Ende
und ein dem Handwerkzeug abgewandtes zweites Ende auf, wobei das erste Griffelement/die
Achse entlang der Grifflängsachse vorzugsweise innerhalb des Kerns angeordnet ist,
so dass der Kern entlang der Grifflängsachse beweglich auf dem ersten Griffelement/der
Achse gelagert ist. Das erste Griffelement/die Achse ist vorzugsweise im Bereich des
ersten Endes mit dem Verstellmittel verbunden. Das Spannmittel ist vorzugsweise an
dem zweiten Ende des Kerns verliersicher und vorzugsweise drehbar befestigt.
[0025] Eine verliersichere Befestigung stellt eine Befestigung dar, die das Spannmittel
lösbar oder unlösbar mit dem zweiten Griffelement/dem Kernelement verbindet. Vorteilhaft
umfasst das Spannmittel hierfür einen Bund und Führungskanal, insbesondere um das
Spannmittel gegenüber dem zweiten Griffelement drehbar zu lagern.
[0026] Im Spannmittel ist ferner vorzugsweise ein zweites Spannelement angeordnet. Dieses
ist vorzugsweise rotationsfrei in dem Spannmittel angeordnet, und, mit dem ersten
Spannelement der Achse in Eingriff bringbar, um über eine Relativbewegung von Achse
zu Kern den Handgriff mit dem Handwerkzeug zu verspannen. Ferner ist im Spannmittel
vorzugsweise ein erstes Federelement, angeordnet, um das zweite Griffelement von der
Einrückposition P2 in die Ausrückposition P1 zurückzustellen.
[0027] Vorteilhaft ist das zweite Spannelement als ein mit dem Spannmittel verbundenes Innengewinde
ausgestaltet, das insbesondere integral mit einem Basisteil, insbesondere einer Endkappe,
des Spannmittels gefertigt sein kann. Das Innengewinde kann dabei Teil des Spannmittels
sein bzw. Teil eines mit dem Spannmittel verbunden Bauteils sein, oder kann insbesondere
in das Spannelement eingedreht sein. Das Spannelement kann zu dem Basisteil bewegbar
angeordnet sein oder nicht relativ bewegbar ausgestaltet sein.
[0028] Vorteilhaft ist das zweite Spannelement als Innengewinde einer Mutter, insbesondere
einer Sechskant-Mutter, ausgestaltet. Die Mutter ist vorzugsweise auf einem im Bereich
des zweiten Endes des ersten Griffelements/der Achse angeordneten Führungsabschnitt
des Spannmittels in Richtung entlang der Grifflängsachse beweglich gelagert. Der Führungsabschnitt
weist einen geringeren Durchmesser auf als der Innendurchmesser der Mutter.
[0029] Wenn das Spannmittel ein Gewinde verwendet, ist vorteilhaft zum Überführen des Handgriffs
von der Einrückposition entlang des Eingriffsbereichs in die Feststellposition eine
Drehung des Spannmittels um weniger als 5, vorzugsweise weniger als 4, insbesondere
weniger als 3 Gewindegänge, insbesondere nur ca. 2,5 Gewindegänge notwendig. Dadurch
ist bei Verwendung des Gewindes der Aufwand für ein zuverlässiges Fixieren des Handgriffs
minimal.
[0030] Eine besondere Ausführungsform des Spannmittels umfasst ein mehrgängiges Gewinde.
, mit wenigstens zwei Gewindegängen. Dadurch erhöhen sich die Ansetzmöglichkeiten
der Mutter mit dem Eingriffsabschnitt des ersten Griffelements. Beispielsweise verdoppeln
sich bei einem Eingriffsabschnitt, der aus einem Gewinde mit zwei Gängen und zweifacher
Steigung besteht, die Ansetzmöglichkeiten des zweiten Spannmittels und zugleich reduziert
sich die Anzahl an Umdrehungen zur Überbrückung der gewünschten Gewindegänge, um den
Handgriff an der Maschine zu befestigen bzw. zu lösen, um die Hälfte.
[0031] Vorteilhaft umfasst das erste Griffelement/die Achse an ihrem zweiten Ende eine axiale
Ausnehmung. Die axiale Ausnehmung ist dabei vorteilhaft ein Sackloch. Die axiale Ausnehmung
kann sich auch über die gesamte Länge des ersten Griffelements/der Achse erstrecken,
wobei die Achse in dieser Ausführungsform als Rohr ausgestaltet ist.
[0032] Das Spannmittel umfasst vorzugsweise (ebenfalls) eine Ausnehmung, insbesondere ein
Sackloch, wobei sich die Ausnehmung ausgehend von einer dem ersten Griffelement/der
Achse zugewandten Stirnfläche des Spannmittels entlang der Grifflängsachse in das
Spannmittel, bzw. dessen Basisteil, hinein erstreckt. Die Ausnehmung des Spannmittels
ist vorzugsweise eingerichtet, das zweite Ende der Achse aufzunehmen. Das Spannmittel
umfasst vorzugsweise einen Zapfen, wobei sich der Zapfen vorzugsweise von einem Grund
der Ausnehmung aus erstreckt, und wobei die axiale Ausnehmung der Achse den Zapfen
in zumindest einer Relativposition des ersten und zweiten Griffelements übergreift.
[0033] Vorzugsweise weist die Handgriffverstellvorrichtung ein Federelement auf, insbesondere
auch bezeichnet als erstes Federelement. Das Federelement ist insbesondere dazu angeordnet,
das zweite Griffelement von der zweiten Position P2 in die erste Position P1 zurückzustellen.
Dabei wird die Feder entspannt, die zuvor durch Aktuieren des Federelements mittels
des Spannmittels vom Benutzer gespannt wurde. Vorzugsweise ist das Federelement zwischen
erstem Griffelement und dem Spannmittel angeordnet, vorzugsweise ist das Federelement
zwischen erstem Griffelement und zweitem Griffelement angeordnet. Vorzugsweise ist
das Federelement zwischen Verstellmittel und zweitem Griffelement angeordnet.
[0034] Das Federelement ist vorzugsweise am Spannmittel, insbesondere in Kontakt mit dem
Spannmittel angeordnet bzw. mit diesem verbunden. Die Wirkung des (ersten) Federelements,
das zweite Griffelement in Grifflängsachse vom Handwerkzeug wegzudrücken, kann auch
erzielt werden, indem das Federelement an anderer Stelle als am Spannmittel angeordnet
ist. Dazu ist es insbesondere vorgesehen, dass das Federelement zwischen dem Werkzeuglager
und dem zweiten Griffelement, insbesondere zwischen dem Verstellmittel und dem zweiten
Griffelement, insbesondere zwischen dem ersten Griffelement und dem zweiten Griffelement,
eine Kraft ausübt, wodurch das zweite Griffelement, das verschiebbar an dem ersten
Griffelement angeordnet ist, vom Handwerkzeug weggedrückt wird.
[0035] Vorzugsweise weist ein Spannmittel mindestens ein Federelement auf, insbesondere
eine Schraubenfeder. Vorteilhaft umfasst das Spannmittel ein erstes Federelement,
wobei der Durchmesser einer Ausnehmung des Spannmittels so bemessen sein kann, dass
das erste Federelement im montierten Zustand um den Zapfen herum angeordnet ist und
in der Ausnehmung aufgenommen ist, und wobei das erste Federelement an seinen Enden
ferner in Kontakt mit der Achse und dem Spannmittel steht. Der Federweg des ersten
Federelements und die Ausnehmung sind so bemessen, dass ausgehend vom Spannmittel
über das erste Federelement eine Kraft auf die Achse wirkt. Das erste Federelement
ist funktional somit eingerichtet, den Kern in Grifflängsachse von dem Handwerkzeug
wegzudrücken und in die Ausrückposition zu überführen, um eine einfache Verstellung
des Handgriffs in Umfangsrichtung der Grifflängsachse zu ermöglichen.
[0036] Ein Federelement im Sinne der Erfindung stellt jedes Element dar, das geeignet ist,
sich im praktischen Gebrauch ausreichend elastisch verformen zu lassen. Federelemente
können entweder als Zugfeder oder als Druckfeder wirken. Zugfedern werden durch Auseinanderziehen
der Enden, während Druckfedern durch Zusammendrücken der Enden belastet werden, wodurch
eine Kraft in die Feder eingeleitet wird. Hierfür eignen sich beispielsweise Spiralfedern.
Es sind jedoch auf auch andere geometrische Ausgestaltungen oder Materialien, wie
beispielsweise Elastomer-/Gummielemente möglich.
[0037] Vorteilhaft ist bei Verwendung einer Mutter vorgesehen, dass die Mutter über ein
zweites Federelement, welches zwischen Mutter und Spannmittel angeordnet ist, gegen
einen Anschlag vorgespannt ist, wobei der Anschlag Teil des zweiten Griffelelements/des
Kerns ist und in Kontakt mit der Stirnfläche des Spannmittels steht. Somit ist sichergestellt,
dass die Mutter jederzeit mit dem Außengewinde (Eingriffsabschnitt und erstes Spannelement)
des ersten Griffelements/der Achse in Eingriff bringbar ist.
[0038] Vorteilhaft ist das zweite Federelement gegen den Grund der Ausnehmung des Spannmittels
oder einen Vorsprung der Ausnehmung des Spannmittels gespannt.
[0039] Vorteilhaft umfasst das zweite Griffelement erste Fixiermittel und das Verstellmittel
komplementäre zweite Fixiermittel, wobei die ersten Fixiermittel und die zweiten Fixiermittel
eingerichtet sind, in der Feststellposition einen Formschluss auszuüben.
[0040] Ein Fixiermittel im Sinne der Erfindung stellt somit jeweils ein Abschnitt des zweiten
Griffelements und ein Abschnitt des Verstellmittels dar, dessen Geometrie geeignet
ist, mit einer komplementären Geometrie des jeweils anderen Bauteils eine formschlüssige
Verbindung einzugehen, und dadurch Freiheitsgrade deren Relativbewegung zu blockieren.
In einer Ausführungsform weisen die zweiten Fixiermittel hierfür zwei Auflageflächen
auf, die insbesondere zueinander in einem Winkel angeordnet sind, so dass die ersten
Fixiermittel an zwei voneinander verschiedenen Winkelpositionen mit den zweiten Fixiermitteln
eine formschlüssige Verbindung eingehen können. Auf diese Weise sind der Handgriff
und das Verstellmittel vorteilhaft dazu eingerichtet, in mindestens zwei verschiedenen
Winkelpositionen zum Werkzeuglager, bzw. zur Werkzeuglängsachse verstellbar angeordnet
zu sein, insbesondere in einem Winkel von vorzugsweise 45 Grad und vorzugsweise 90
Grad, sodass eine mit Bezug auf die Werkzeuglängsachse winkelige Stellung des Handgriffs
verwirklichbar ist.
[0041] Vorteilhaft umfasst das Werkzeuglager mindestens eine Ausnehmung, die eingerichtet
ist, in der Feststellposition mit dem ersten Fixiermittel des zweiten Griffelements
einen Formschluss auszuüben. Die Ausnehmung ist dabei eingerichtet, eine in Umfangsrichtung
der Werkzeuglängsachse gerichtete Bewegung des Handgriffs zu blockieren, und lediglich
eine Bewegung des Handgriffs in Grifflängsachse zu ermöglichen.
[0042] Vorteilhaft ist das erste Griffelement im Bereich des ersten Endes mit dem Verstellmittel
schwenkbar verbunden, derart, dass der Handgriff mit Bezug zu dem Winkel zwischen
seiner Grifflängsachse und der Werkzeuglängsachse in einem von 90° verschiedenen Winkel
durch ein Verschwenken anordenbar ist. Die Ausnehmung des Werkzeuglagers ist dabei
derart ausgestaltet, dass der verschwenkte Handgriff in der Fixierposition ebenfalls
durch einen Formschluss in eine in Umfangsrichtung der Werkzeuglängsachse gerichtete
Bewegung des Handgriffs blockiert ist.
[0043] Vorteilhaft umfasst das erste Griffelement ferner Mittel zur Begrenzung, insbesondere
einen mit dem ersten Griffelement verbundenen Stift, der in ein Langloch des zweiten
Griffelements eingreift, und die axiale Verschiebung des ersten Griffelements zu dem
zweiten Griffelement begrenzt. Der Stift kann dabei in das erste Griffelement eingepresst,
oder mit einem anderen Fügeverfahren verbunden sein. Alternativ kann ein Langloch
oder eine Längsausnehmung auch am ersten Griffelement angeordnet sein und der Stift
am zweiten Griffelement.
[0044] Vorteilhaft sind die Ausnehmung des Spannmittels und der Zapfen derart ausgebildet,
dass der Zapfen in der Ausrückposition und der Einrückposition von der Ausnehmung
aufgenommen ist. Ein Verkippen des ersten und zweiten Griffelements bei einer Überführung
von Einrückposition in die Ausrückposition, und umgekehrt, kann somit verhindert werden.
[0045] Das Verstellmittel kann aus verschiedenen Werkstoffen oder einer Kombination verschiedener
Werkstoffe gebildet sein. Vorteilhaft ist das Verstellmittel ein Ring aus Kunststoff
oder ein dünnes Band aus Metall oder einer Gewebestruktur. Das Verstellmittel kann
dabei einstückig, zweistückig oder mehrteilig ausgestaltet sein, insbesondere um eine
einfache Montage am Handwerkzeug zu ermöglichen.
[0046] Vorteilhaft umfasst der Kern Mittel zur Aufnahme von Griffgehäuseabschnitten, insbesondere
von Griffschalen. Die Griffschalen dienen dem Schutz der in dem Handgriff wirkenden
Elektronik und/oder Mechanik und einem möglichst rutschfesten Greifen des Handgriffs
durch einen Bediener.
[0047] Vorteilhaft umfasst der Kern ferner eine Elektronik zur Ermittlung, ob der Handgriff
von einem Bediener gehalten wird. In diesem Fall weist der Handgriff mindestens ein
Mittel auf, beispielsweise eine elektrische Leitung, das/die mit einer elektrischen
Steuereinrichtung des elektrischen Handwerkzeugs kommuniziert um Informationen beispielsweise
in Form von Signalen auszutauschen.
[0048] Die Erfindung ist auch gerichtet auf ein Verfahren zur Montage eines mit der erfindungsgemäßen
Handgriffverstellvorrichtung versehenen Handwerkzeugs, insbesondere eines Winkelschleifers,
beinhaltet die Schritte:
Bereitstellen eines Handwerkzeugs;
Befestigen der erfindungsgemäßen Handgriffverstellvorrichtung, insbesondere des mit
dem Handgriff verbundenen Verstellmittels an einem Werkzeuglager des Handwerkzeugs;
Vorzugsweise: Fixieren des Handgriffs und/oder des Verstellmittels am Werkzeuglager.
[0049] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Zusammenhang mit den Figuren. Es
zeigt:
Fig.1 zeigt einen montierten Handgriff gemäß einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Handgriffverstellvorrichtung;
Fig.2 zeigt eine Schnittansicht des montierten Handgriffs aus Fig. 1 in verspanntem
Zustand;
Fig.3 zeigt ein Verstellmittel der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;
Fig.4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Spannelements der Handgriffverstellvorrichtung
gemäß Fig. 1 und 2;
Fig.5 zeigt eine Schnittansicht eines Spannelements der Handgriffverstellvorrichtung
gemäß Fig. 1 und 2;
Fig.6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines ersten Griffelements der Handgriffverstellvorrichtung
gemäß Fig. 1 und 2;
Fig.7 zeigt eine perspektivische Ansicht eines zweiten Griffelements der Handgriffverstellvorrichtung
gemäß Fig. 1 und 2;
Fig.8 zeigt eine Schnittansicht eines zweiten Griffelements der Handgriffverstellvorrichtung
gemäß Fig. 1 und 2;
Fig.9 zeigt eine Schnittansicht eines Spannelements im montierten Zustand der Handgriffverstellvorrichtung
gemäß Fig. 1 und 2;
Fig.10 zeigt eine Seitenansicht der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und
2;
Fig.11 zeigt eine Draufsicht der Handgriffverstellvorrichtung mit verschiedenen Positionen
des Handgriffs der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;
Fig.12 zeigt eine weitere Schnittansicht eines montierten Handgriffs in verspanntem
Zustand der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;
Fig.13 zeigt eine weitere Schnittansicht eines montierten Handgriff in verspanntem
Zustand der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2, wobei der Handgriff im
45° Winkel angebracht ist.
Fig.14 zeigt eine weitere Schnittansicht eines Handgriffs in der Feststellposition
und in der Ausrückposition der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2.
Fig.15 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Handgriffverstellvorrichtung gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, i) in der Ausrückposition P1, ii) in der
Einrückposition P2 und iii) in der Feststellposition P3.
Fig. 16a, 16b und 16c zeigen jeweils schematisch eine mögliche und bevorzugte alternative
Ausgestaltung des Spannmittels einer Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 oder
Fig. 15.
[0050] Fig. 1 zeigt einen an einem Handwerkzeug 16 montierten Handgriff 10 einer Handgriffverstellvorrichtung
100. Diese beinhaltet ein zweites Griffelement 24 sowie zwei Griffschalen 11 und ist
an seinem ersten Ende 12 mit dem Verstellmittel 32 über zweite Fixiermittel 31 verbunden.
In der gezeigten Ausführungsform ist das Handwerkzeug 16 ein Winkelschleifer. Das
Verstellmittel 32 ist in Umfangsrichtung um das Handwerkzeug 16 verliersicher angebracht,
wobei das Verstellmittel 32 drehend gelagert am Werkzeuglager 30 angeordnet ist (Figur
10).
[0051] Fig.2 zeigt eine Schnittansicht eines montierten Handgriffs 10 in verspanntem Zustand.
Am zweiten Ende 14 des Handgriffs 10 ist ein Spannmittel 8 in Form eines Endstücks
verliersicher und drehend gelagert angeordnet. Dazu weist die Griffschale 11 einen
Führungskanal 27 auf, in den ein Bund 28 des Spannmittels eingreift. Erfindungsgemäß
ist das Spannmittel 8 mit einer Funktion ausgestattet, die es ermöglicht, die Position
des Handgriffs 10 schnell und zuverlässig zu verändern. Das als Sechskantmutter ausgestaltete
zweite Spannelement 6 ist in Richtung der Längsachse 21 des Handgriffs 10 beweglich
im Spannmittel 8 angeordnet.
[0052] Fig.3 zeigt eine Hälfte des Verstellmittels 32 in Form eines halben Kunststoffrings. Das
Verstellmittel kann einstückig oder aus mehreren Teilen gestaltet sein. Ferner weist
das Verstellmittel 32 zweite Fixiermittel 31 auf, die eingerichtet sind, mit ersten
Fixiermitteln 15 einen Form- bzw. Kraftschluss zu bilden, und somit den Handgriff
10 in der Fixierposition nicht nur gegen das Werkzeuglager 30 sondern auch gegen das
Verstellmittel 32 zu lagern. Siehe dazu auch Fig. 12 und 13.
[0053] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Spannmittels 8. Dazu weist das Spannmittel
8 eine Ausnehmung 17 auf. Die Ausnehmung erstreckt sich ausgehend von einer Stirnfläche
18 des Spannmittels 8 in Form eines Sacklochs in das Spannmittel hinein. Die Ausnehmung
17 weist einen Formabschnitt 22 auf, der es ermöglicht, das zweite Spannelement 6,
beispielsweise eine Sechskantmutter, aufzunehmen, und in radialer Richtung formschlüssig
zu fixieren. Der Formabschnitt 22 erstreckt sich ausgehend von der Stirnfläche 18
in die Ausnehmung 17 hinein. Ferner weist das Spannmittel 8 einen Bund 28 auf, der
eingerichtet ist, in Zusammenwirkung mit einem Führungskanal 27 das Spannmittel 8
verliersicher und rotationsfrei am zweiten Griffelement 24 zu lagern.
[0054] Fig.5 zeigt eine Schnittansicht eines Spannmittels 8. Am Grund 19 der Ausnehmung 17 ist
ein Zapfen 20 angeordnet, der das erste Federelement 9 (Fig.2) in Form einer Druckfeder
aufnehmen kann. Die Ausnehmung 17 weist einen Formabschnitt 22 auf, der es ermöglicht
das zweite Spannelement 6 aufzunehmen, und in radialer Richtung formschlüssig zu fixieren.
Ferner weist das Spannmittel 8 zwischen dem Grund 19 und dem Vorsprung 23 einen Bereich
auf, der eingerichtet ist, das zweite Federelement 5 (Fig.2) zu lagern. Der Zapfen
20, der das erste Federelement 9 aufnimmt, und der Aufnahmebereich, in dem das zweite
Federelement 5 angeordnet ist, sind vorzugsweise so ausgebildet, dass die Federelemente
9 und 5 haltend (verspannt) und trotzdem beweglich im Spannmittel 8 gelagert sind.
[0055] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines ersten Griffelements 1. In dem gezeigten
Ausführungsbeispiel ist das erste Griffelement 1 eine Achse, wobei Form, Größe, und
Werkstoff gemäß den Anforderungen bestimmbar sind. Die Achse ist im Bereich ihres
ersten Endes 43 dauerhaft fest, flexibel oder lösbar mit dem Verstellmittel 32, welches
drehbar an der Maschine 16 gelagert ist, verbunden und erstreckt sich durch den Handgriff
10 hindurch. Die Achse 1 weist an ihrem zweiten Ende 41, welches beabstandet zum Verstellmittel
32 angeordnet ist eine Ausnehmung 42 auf, die den Zapfen 20 des Spannmittels 8 und
das erste Federelement 9 übergreift. Idealerweise sind die Ausnehmung 42 und der Zapfen
20 so ausgebildet, dass sowohl im Zustand, in dem der Handgriff 10 fest oder lose
mit dem Handwerkzeug 16 verbunden ist, also in Position P1 und P2, ein Ineinandergreifen
sichergestellt ist. Dies stellt die Funktionsweise der im folgenden beschriebenen
Federelemente sicher. Ein Wegknicken des ersten Federelements 9 wird dadurch verhindert.
Der Durchmesser der Ausnehmung 42 ist so bemessen, dass das erste Federelement 9,
das vom Zapfen 20 aufgenommen wird, auch in der Ausnehmung 42 aufgenommen werden kann.
Der Federweg des ersten Federelements 9 und die Länge der Ausnehmung 42 sind so bemessen,
dass eine Kraft auf die Achse 1 wirkt, wodurch das Spannmittel 8 in Richtung weg vom
Verstellmittel 32 bewegt wird. Da das Spannmittel 8 in axialer Richtung formschlüssig
mit der Griffschale 11 verbunden ist, wird aufgrund der Federkraft des ersten Federelements
9 der Handgriff 10 von dem Handwerkzeug 16 weg bewegt.
[0056] Der Kern 24 ist hierzu auf der Achse 1 beweglich gelagert und umfasst im gezeigten
Ausführungsbeispiel eine elektronische Schaltung, welche eingerichtet ist, ein Greifen
des Handgriffs zu detektieren. Die Achse 1 weist vorzugsweise an ihrem zweiten Ende
41 als Eingriffselement ein erstes Spannelement 3 auf, das im gezeigten Ausführungsbeispiel
in Form eines Gewindes ausgeführt ist. Das Gewinde 3 ist vom zweiten Ende 41 der Achse
1 beabstandet angeordnet. Das Gewinde 3 ist ferner an der Achse 1 so positioniert,
dass in der Ausrückposition, in der der Handgriff 10 locker, also nicht fest mit dem
Handwerkzeug verbunden ist und somit das erste Federelement 9 entspannt ist, die Gewindegänge
durch das zweite Spannelement 6, im gezeigten Ausführungsbeispiel in Form einer Mutter,
nicht ergriffen werden können.
[0057] Hierfür weist die Achse 1 im Anschluss an das Gewinde 3 in Richtung des zweiten Endes
41 einen Führungsabschnitt 4 auf, der einen geringfügig geringeren Durchmesser als
der Innendurchmesser des zweiten Spannelements, der Mutter 6 aufweist. Dadurch ist
die Beweglichkeit der Mutter 6 in Längsrichtung der Achse 1 gewährleistet. Zur Befestigung
des Handgriffs 10 an dem Elektrowerkzeug 16 wird dieser durch Überwindung der Federkraft
des ersten Federelements 9 auf das Handwerkzeug 16 zu bewegt. Durch die Bewegung des
Handgriffs 10 in Richtung auf das Handwerkzeug 16 zu, kommt die Mutter 6 mit den ersten
Gewindegängen des Gewindes 3 in Kontakt. Durch Drehen der Mutter 6 über eine Drehung
des Spannmittels 8, gelangt die Mutter 6 in den Eingriff mit dem Gewinde 3 und es
entsteht eine Wirkverbindung. Abstände, Längsbeweglichkeit des Handgriffs 10 und die
Positionierung des Gewindes 3 an der Achse 1 sind so bemessen, dass durch geringfügiges
Drehen des Spannmittels 8 ein Verspannen des Handgriffs 10 an dem Handwerkzeug schnell
und einfach möglich ist. Dazu reicht es aus, wenn zwischen der Mutter 6 und dem Gewinde
3 eine geringfügige Überlappung von z.B. 2,5 Gewindegängen besteht.
[0058] Fig.7 zeigt eine perspektivische Ansicht eines zweiten Griffelements 24 in Form eines Kerns.
Der Kern 24 weist Ausnehmungen 25 und Vorsprünge 26 auf die mit komplementären Ausnehmungen
und Vorsprüngen der Griffschale 11 zusammenwirken. Dadurch kann die Griffschale 11
ortsfest mit dem Kern 24 verbunden werden. Gesichert wird die Griffschale 11 mit handelsüblichen
Schrauben. Die Griffschale 11 kann aus zwei Schalenhälften gebildet sein. Ferner weist
der Kern 24 einen Anschlag 7 auf, an dem die Mutter 6 durch die Vorspannung des zweiten
Federelements 5 konstant anliegt.
[0059] Fig.8 zeigt die Seitenansicht eines Handgriffs 10 bei einseitig entfernter Handgriffschale
mit Blick auf ein zweites Griffelement 24. Der Handgriff 10 weist an seinem ersten
Ende 12 erste Fixiermittel 15 auf, die zur Lagerung u.a. an einem Verstellmittel 32
und dem Werkzeuglager 30 geformt sind. Das Verstellmittel 32 weist zweite Fixiermittel
31, beispielsweise einen Flansch, das Werkzeuglager 30 weist Ausnehmungen 33 auf,
die mit den ersten Fixiermittel 15 zusammenwirken, und im Zustand (Position P3), in
dem der Handgriff 10 fest mit der Maschine verbunden ist, einen Formschluss bilden.
Bei den ersten Fixiermitteln 15 und zweiten Fixiermitteln 31 sowie den Ausnehmungen
33 kann es sich um Ausnehmungen und Vorsprünge in Form von Nut und Feder handeln.
Die zweiten Fixiermittel 31 sind Teil des Verstellmittels 32 und an diesem angeordnet.
Das Verstellmittel 32 ist an dem Handwerkzeug 10 drehend gelagert angeordnet.
[0060] Der Bewegungsweg des Handgriffs 10 entlang der Grifflängsachse 21 wird durch einen
Stift 2 begrenzt, der in die Achse 1 eingepresst ist. Dieser Stift 2 läuft in einem
Langloch 13 des Kerns 24, wobei die Länge des Langlochs 13 den maximalen Weg der Längsbeweglichkeit
des Handgriffs 10, insbesondere die Position P1 vorgibt.
[0061] Fig.9 zeigt eine Schnittansicht eines Spannmittels 8 im montierten Zustand. Ein zweites
Federelement 5 in Form einer Druckfeder ist auf dem Führungsabschnitt 4 gehalten.
Die Druckfeder 5 ist mit einer Vorspannung zwischen dem Grund 19 der Ausnehmung 17
des Spannmittels 8, oder alternativ zwischen dem Vorsprung 23 der Ausnehmung 17 und
der Mutter 6 angeordnet. Dadurch wirkt eine Kraft auf die Mutter 6 in Längsrichtung
der Achse 1 und bewegt die Mutter 6 bis zu einem Anschlag 7 der am Kern 24 angeordnet
ist. Der Anschlag 7 ist Teil des Kerns 24 und steht in Kontakt mit der Stirnfläche
18 des Spannmittels 8. Die Mutter 6 ist somit durch die Druckfeder 5 immer entlang
der Längsachse der Achse 1 in Richtung des Handwerkzeugs vorgespannt.
[0062] Fig.10 zeigt eine Seitenansicht der Handgriffverstellvorrichtung 100. Die Achse 1 ist mit
dem Kern 24 (nicht dargestellt) und dem Verstellmittel 32 an dem Werkzeuglager 30
verspannt. Das Werkzeuglager 30 weist ferner Ausnehmungen 33 zur formschlüssigen Verbindung
der ersten Fixiermittel 15 auf.
[0063] Fig.11 zeigt eine Draufsicht der Handgriffverstellvorrichtung 100 mit verschiedenen Positionen
des Handgriffs 10. Der Handgriff 10 ist dabei über das Verstellmittel 32 an drei um
90° versetzten Positionen im 90° oder 45° Winkel in Bezug zu der Werkzeuglängsachse
34 anbringbar. Bei alternativ ausgebildeten Ausführungsbeispielen (nicht dargestellt)
kann der Abstand der Positionen des Handgriffs 10 von 90° abweichen und in voneinander
abweichenden Winkelpositionen angeordnet sein. Auch sind verschiedene Winkel in Bezug
auf die Werkzeuglängsachse 34 möglich. Dies erfordert eine entsprechende Anordnung
der Ausnehmung 33 und eine entsprechende formgebende Ausbildung (winkelige Anordnung
des Handgriffs 10 in Bezug auf die Werkzeuglängsachse 34) der Ausnehmung 33 am Werkzeuglager.
Die Positionierung des Handriffs an einer Maschine beschränkt sich nicht auf die in
Figur 11 gezeigten 4 Positionen. Abhängig von der Anzahl und Anordnung der Ausnehmung
33 am Werkzeuglager 30 können für die Handgriffpositionierung mehrere, beispielsweise
6 oder 8 Positionen vorgesehen sein.
[0064] Fig.12 zeigt eine weitere Schnittansicht eines montierten Handgriffs 10 in verspanntem Zustand.
Die ersten Fixiermittel 15 und die zweiten Fixiermittel 31 bilden einen Formschluss
und lagern den Handgriff 10 im verspanntem Zustand am Handwerkzeug 16.
[0065] Fig.13 zeigt eine weitere Schnittansicht eines montierten Handgriff 10 in verspanntem Zustand,
wobei der Handgriff, bzw. die Handgrifflängsachse, im 45° Winkel in Bezug auf die
Werkzeuglängsachse 34 angebracht ist. Die ersten Fixiermittel 15 liegen dabei an einem
V-förmigen Abschnitt der zweiten Fixiermittel 31 des Verstellmittels 32 an.
[0066] Fig.14 zeigt weitere Schnittansichten eines Handgriffs 10, insbesondere oben in Feststellposition
und unten in der Ausrückposition.
[0067] Die obere Darstellung zeigt den Handgriff 10 in der Feststellposition P3, wobei das
erste Fixiermittel 15 mit dem Verstellmittel 32 in Kontakt steht. Durch eine Rotation
des Spannmittels 8 gemäß Fig. 9 wurde von der Einrückposition aus, in der die Mutter
6 an dem Gewinde 3 anliegt, eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem ersten und
dem zweiten Griffelement hergestellt, wodurch eine Spannung zwischen dem Werkzeuglager
30, dem Verstellmittel 32, und dem ersten 1 und zweiten 24 Griffelement erzeugt wurde,
wodurch der Handgriff 10 am Werkzeuglager in der Feststellposition fixiert ist.
[0068] Die untere Darstellung zeigt den Handgriff 10 in der Ausrückposition P1, welche um
eine Distanz x - entsprechend der Differenz aus P1-P3, wobei insbesondere P2 annähernd
gleich P3 ist - entlang der Grifflängsachse 21 verschoben ist. Dabei ist das erste
Fixiermittel 15 von dem Verstellmittel 32 beabstandet und dadurch der Handgriff 10
in zumindest eine weitere Stellung verschiebbar.
[0069] Gemäß Fig. 9 drückt das erste Federelement 9 den Handgriff 10 in der Ausrückposition
relativ zum Handwerkzeug 16 von diesem weg und ermöglicht somit ein einfaches Verstellen,
ohne, dass der Handgriff 10 vom Handwerkzeug 16 gelöst werden muss. Durch ein Überführen
des Handgriffs 10 von der Ausrückposition in die Einrückposition entlang der Grifflängsachse
21 gemäß Fig. 2 kommen erstes 3 und zweites 6 Spannelement in Kontakt. Im Anschluss
an die Einrückposition ermöglicht das Spannmittel 8 eine Verspannung des Handgriffs
10 am Handwerkzeug 16. Dabei bewegt sich das zweite Spannmittel 6 entlang eines Eingriffsbereichs
relativ zum ersten Spannmittel 3 bis der Handgriff 10 am Handwerkzeug 16 fest fixiert
ist.
[0070] Figur 15 zeigt eine Handgriffverstellvorrichtung 100' gemäß einem Ausführungsbeispiel der
Erfindung, die zur relativen Verstellung eines Handgriffs 10' in Umfangsrichtung U
um eine Werkzeuglängsachse A eines elektrischen Handwerkzeugs dient, insbesondere
eines Winkelschleifers, und die zur Fixierung des Handgriffs 10' an einem Werkzeuglager
30' des Handwerkzeugs dient.
[0071] Die Komponenten der Handgriffverstellvorrichtung 100' entsprechen analog den jeweiligen
Komponenten der Handgriffverstellvorrichtung 100, jeweils gemäß der Verwendung der
gleichen Zahl im Bezugszeichen zweier analoger Komponenten X und X'. Während bei der
Handgriffverstellvorrichtung 100, bei der die Feststellposition P3 der Einrückposition
P2 entspricht (vgl. Fig. 14), insbesondere annäherungsweise oder genau entspricht,
weicht bei der Handgriffverstellvorrichtung 100' die Position P2 von der Position
P3 ab - dies ist aber nicht obligatorisch und kann auch P2 gleich P3 sein, insbesondere
P2 nahezu gleich P3 oder genau gleich P3. Dennoch ist auch für die Handgriffverstellvorrichtung
100' die Distanz d1 zwischen P1 und P2, gemessen entlang der Grifflängsachse G, vorzugsweise
größer, als die Distanz d2 zwischen P2 und P3, insbesondere d1 > d2*f, wobei f vorzugsweise
2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 15, 20, 50 beträgt. Grundsätzlich ist die Erfindung aber auch
realisierbar mit d1 < d2. Insbesondere ist es bei der Handgriffverstellvorrichtung,
insbesondere gemäß Ausführungsbeispiel 100 und 100', bevorzugt und möglich, dass ein
Fixiermittel 15, 15' des zweiten Griffelements 24, 24' in der Einrückposition P2 an
dem Werkzeuglager 30, 30' anliegt.
[0072] Die Handgriffverstellvorrichtung 100' der Figur 15 ist in den drei Positionen P1,
P2 und P3 gezeigt, und zwar entsprechend in dem Figurenabschnitt i), ii) und iii).
Mittels der Feder 9', die ausgehend von P1 nach P2 und P3 komprimiert und gespannt
wird, wird eine Rückstellkraft ausgeübt, welche das zweite Griffelement 24 ausgehend
von der Position P2 zur Position P1 zurückführt.
[0073] Die Handgriffverstellvorrichtung 100' weist ein Verstellmittel 32' auf, welches in
der Umfangsrichtung (U) um die Werkzeuglängsachse (A, 34) an dem Werkzeuglager 30'
lagerbar und mit dem Handwerkzeug verbindbar ist, insbesondere indem das Verstellmittel
32' einen Gehäuseabschnitt des Handwerkzeugs teilweise, insbesondere in einem Umfangswinkelbereich
a, der 0 < a ≤360 umgreift. Das Verstellmittel 32' kann einteilig oder mehrteilig
sein, insbesondere können im an dem Handwerkzeug montierten Zustand des Verstellmittels
32' mehrere Bestandteile des Verstellmittels zusammengefügt sein.
[0074] Die Handgriffverstellvorrichtung 100' weist den Handgriff 10' auf, der ein erstes
Griffelement 1' mit einem dem Handwerkzeug zugewandten ersten Ende 43', das mit dem
Verstellmittel 32' verbunden ist, und einem dem Handwerkzeug abgewandten zweiten Ende
41' aufweist. Die Handgriffverstellvorrichtung 100' weist ein zweites Griffelement
24' auf, das entlang einer Grifflängsachse G an dem ersten Griffelement 1' von einer
Ausrückposition P1 zu einer Einrückposition P2 verschiebbar ist. In der Ausrückposition
P1 ist der Handgriff 10' beweglich am Werkzeuglager 30' angeordnet, insbesondere entlang
der Umfangsrichtung U des Werkzeuglagers 30' angeordnet. In der Einrückposition P2
ist das zweite Griffelement 24' durch Eingreifen des zweiten Spannelements 6' in einen
Eingriffsabschnitt 3' des ersten Griffelements 1' in einen Eingriffsbereich überführbar.
Mittels dem zweiten Spannelement 6,' welches formschlüssig mit dem zweiten Griffelement
24' verbunden ist, stützt sich das zweite Griffelement 24' innerhalb des Eingriffbereichs
in Richtung entlang der Grifflängsachse G am Eingriffsabschnitt 3' ab. Dadurch ist
das zweite Griffelement 24'in mindestens eine Richtung entlang der Grifflängsachse
G gegen ein Verschieben blockiert. Dies erfolgt durch das Zusammenwirken von dem zweiten
Spannmittel 6' mit dem Eingriffsabschnitt. Es entsteht ein Widerlager.
[0075] Der Handgriff 10' weist ein von einem Benutzer aktuierbares Spannmittel 8' auf, durch
dessen Aktuieren das zweite Griffelement 24' in dem Eingriffsbereich gegenüber dem
ersten Griffelement 1' in eine Feststellposition P3 überführbar ist, in der das zweite
Griffelement 24' zwischen dem Eingriffsabschnitt 3' und dem Werkzeuglager 30' verspannt
ist und der Handgriff 10' an dem Handwerkzeug fixiert ist.
[0076] Das Spannmittel 8', wie auch das als Drehgewindekappe ausgeführte Spannmittel 8 der
Handgriffverstellvorrichtung 100, kann auch anders gestaltet sein, um das zweite Griffelement
in der Feststellposition zwischen Eingriffsabschnitt und Werkzeuglager zu verspannen.
Mögliche Alternativen sind in den Figuren 16a, 16b und 16c gezeigt.
[0077] Figur 16a zeigt das Spannmittel 8a, das hier als Basisteil 52 eine Hülse bzw. Kappe aufweist
bzw. im Wesentlichen daraus gebildet ist, die mit einer Zwangsführung 50 ausgestattet
ist. Diese Hülse oder Kappe 8a ist vorzugsweise drehbar um die Grifflängsachse G und
vorzugsweise in Richtung entlang der Achse G gegenüber dem zweiten Griffelement 24'
(24) nicht verschiebbar mit diesem verbunden. Das erste Griffelement 1' ist mit einem
Kulissenstein 51 verbunden, insbesondere fest verbunden, der in die Zwangsführung
50 eingreift. Ein Aktuieren des Spannmittels 8a erfolgt durch Drehen der Hülse/Kappe,
wobei die Zwangsführung 50 die Hülse/Kappe entlang des Kulissensteins 51 in Richtung
des Werkzeuglagers 30' zieht. Dadurch wird das zweite Griffelement 24' zwischen dem
Kulissenstein 51, der als Eingriffsabschnitt 3' dient, und dem Werkzeuglager 30' verspannt,
wodurch der Handgriff 10' fixiert wird. Somit bilden die Zwangsführung 50 (zweites
Spannelement 6a) und der Kulissenstein 51 (erstes Spannelement) einen Bajonettverschluss.
Auch bei dem Spannelement 8a ist zwischen erstem Griffelement 1' und dem mit dem zweiten
Griffelement 24' verbundenen Spannmittel 8a vorzugsweise eine Druckfeder 9' vorgesehen,
die beim Aktuieren (Drehung zum Fixieren P2 nach P3 in dem Eingriffsbereich, angedeutet
durch das Blitzsymbol) gespannt wird, und mittels der das Spannmittel 8a mit dem zweiten
Griffelement von P2 nach P3 rückstellbar ist.
[0078] Figur 16b zeigt das Spannmittel 8b, das als Schnellspannanordnung ausgebildet ist. Es weist
ein Basisteil 62 auf, das vorzugsweise in Richtung entlang der Achse G gegenüber dem
zweiten Griffelement 24' (24) nicht verschiebbar aum die Griffachse G mit diesem verbunden
ist, oder das insbesondere auch integral mit dem zweiten Griffelement 24' ausgebildet
sein kann. Das erste Griffelement 1' weist eine Schwenkachse 61 für einen Schnellspannhebel
63 auf, der schwenkbar mit der Schwenkachse 61 verbunden ist und somit einen Teil
des ersten Griffelements 1' bildet. Der Schnellspannhebel 63 bildet ein erstes Spannelement
bzw. einen Eingriffsabschnitt 3'. Die exzentrisch um die Schwenkachse 61 verlaufende
Außenfläche 64 des Schnellspannhebels greift in das Basisteil 62 ein und ist an einer
Anschlagfläche 65 (zweites Spannelement 6b) des Basisteils anlegbar. Das Verlagern
des Basisteils 8b von P1 nach P2 und von dort in eine Feststellposition erfolgt, indem
der Schnellspannhebel 63 in das Basisteil eingreift und die Außenfläche 64 an der
Anschlagfläche 65 unter dem durch die Druckfeder 9' vermittelten Druck anliegt. In
dieser Position erfolgt das Aktuieren des Spannmittels 8b so, indem der Schnellspannhebel
vom Benutzer geschwenkt wird, und die exzentrisch verlaufende Außenfläche 64 das mit
dem zweiten Griffelement 24' verbundene Basisteil 62 in Richtung des Werkzeuglagers
30' drückt, wobei dabei auch die Druckfeder 9' weiter komprimiert wird. Dadurch wird
das zweite Griffelement zwischen der Außenfläche 64, die als Eingriffsabschnitt 3'
dient, und dem Werkzeuglager 30' verspannt, wodurch der Handgriff fixiert wird. Somit
wird das Spannmittel mittels eines Schnellspannhebels gebildet. Ähnliche Spannmittel
können unter Verwendung einer ähnlichen Exzenteranordnung realisiert werden.
[0079] Figur 16c zeigt das Spannmittel 8c, das hier als Basisteil eine Hülse bzw. Kappe aufweist bzw.
im Wesentlichen daraus gebildet ist, die mit einer Rastanordnung ausgestattet ist.
Diese Hülse oder Kappe 8a ist in Richtung entlang der Achse G gegenüber dem zweiten
Griffelement 24' (24) nicht verschiebbar mit diesem verbunden, kann aber auch beweglich
zu diesem verbunden sein. Das erste Griffelement 1' weist eine Sägezahnschiene oder
Stange 71 auf, die ein erstes Spannelement bildet, die sich entlang der Grifflängsachse
G erstreckt, und deren benachbarte Zähne jeweils einen Eingriffsabschnitt für den
Stift 70 bilden. Das Basisteil 72 weist den federgelagerten Stift 70 (zweites Spannelement
6c) auf, der in mehrere Stellungen eingreifen kann, die jeweils zwischen zwei Zähnen
der Sägezahnschiene 71 gebildet sind, wenn der Stift 70 entlang der Grifflängsachse
G in Richtung des Werkzeuglagers verschoben wird, was beim Verschieben des zweiten
Griffelements und des Spannmittels 8c von der Position P1 nach P2 erfolgt. Sobald
der Stift in den ersten Eingriffsabschnitt 3' eingreift, ist er gegen ein Rückstellen
in Richtung G (vom Werkzeuglager weg) gesichert. Ein weiteres Verschieben des Stifts
70 in Richtung Werkzeuglager 30', das durch die gegenüber der Stiftlängsachse S geneigte
Rampe des Sägezahns ermöglicht ist, presst das zweite Griffelement 24' gegen das Werkzeuglager
30' und spannt die Druckfeder 9' weiter an. Zum Lösen der Rastverbindung greift der
Benutzer den gegenüber der Hülse beweglichen Stift 70 und zieht diesen entlang der
Stiftlängsachse S von der Sägezahnschiene 71 weg. Die Druckfeder 9' bewegt dann das
Spannmittel 8' mit dem zweiten Griffelement 24' von der Position P2 zurück zur Position
P1.
[0080] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Montage eines mit der erfindungsgemäßen Handgriffverstellvorrichtung
(100; 100') versehenen Handwerkzeugs (16), insbesondere eines Winkelschleifers, beinhaltet
die Schritte:
Bereitstellen eines Handwerkzeugs (16);
Befestigen der erfindungsgemäßen Handgriffverstellvorrichtung (100; 100'), insbesondere
des mit dem Handgriff (10; 10') verbundenen Verstellmittels (32; 32') an einem Werkzeuglager
(30; 30') des Handwerkzeugs;
Vorzugswiese: Fixieren des Handgriffs und/oder des Verstellmittels (32; 32') am Werkzeuglager
(30; 30').
[0081] Die typische Verwendung einer erfindungsgemäßen Handgriffverstellvorrichtung (100;
100'), wie oben exemplarisch anhand der Figuren beschrieben, beinhaltet typischer
Weise das Lösen, Verstellen und das erneute Befestigen des Handgriffs am Handwerkzeug.
Es beinhaltet vorzugsweise die Schritte
(Lösen)
[0082]
- Lösen der Fixierung des Handgriffs (10) am Handwerkzeug (16) durch Bewegen des Spannmittels
(8; 8'; 8a; 8b; 8c) in der Feststellposition (P3);
- Überführen des zweiten Griffelements (24; 24') von der Feststellposition (P3) in die
Einrückposition (P2);
- Rückstellen des zweiten Griffelements (24; 24') von der Einrückposition (P2) in die
Ausrückposition (P1), insbesondere mithilfe eines Federelements (9; 9') der Handgriffverstellvorrichtung;
(Verstellen)
[0083]
- Verstellen der Position des Handgriffs (10; 10') relativ zu einem elektrischen Handwerkzeug
(16), insbesondere durch Drehen des Handgriffs (10; 10') in Umfangsrichtung um eine
Werkzeuglängsachse (A, 34) des Handwerkzeugs (16) und/oder durch Kippen des Handgriffs
(10; 10') um eine Kippachse, die insbesondere senkrecht zu der Ebene verläuft, die
durch die Werkzeuglängsachse (A, 34) und die Grifflängsachse (G, 21) aufgespannt ist;
(erneutes Befestigen)
[0084]
- Überführen des zweiten Griffelements (24; 24') von der Ausrückposition (P1) in die
Einrückposition (P2), insbesondere durch -vorzugsweise translatorische- Bewegung entlang
der Grifflängsachse (G, 21), wobei durch diese Bewegung insbesondere das Federelement
(9; 9') gespannt wird;
- Überführen des zweiten Griffelements (24,24') ausgehend von der Einrückposition (P2)
in einen Eingriffsbereich, in der sich das zweite Griffelement (24, 24') mittels dem
zweiten Spannmittel (6') in Richtung entlang der Grifflängsachse (D, 21) am Eingriffsabschnitt
(3, 3') abstützt.
- Überführen des zweiten Griffelements (24; 24') ausgehend von der Einrückposition (P2)
in eine Feststellposition (P3) durch manuelles Aktuieren des Spannmittels (8; 8';
8a; 8b; 8c), wodurch das zweite Griffelement (24; 24') in einem Eingriffsbereich von
der Einrückposition gegenüber dem ersten Griffelement (1; 1') in die Feststellposition
(P3) überführt wird, in der das zweite Griffelement (24; 24') zwischen dem Eingriffsabschnitt
und dem Werkzeuglager (30; 30') verspannt ist und der Handgriff (10; 10) wieder an
dem Handwerkzeug fixiert ist.
Bezugszeichenliste
[0085]
1, 1' Erstes Griffelement, Achse
2 Stift
3, 3' Eingriffsabschnitt und erstes Spannelement
4 Führungsabschnitt
5 Zweites Federelement
6 Zweites Spannelement, Mutter
7 Anschlag
8, 8', 8a, 8b, 8c Spannmittel
9, 9' Erstes Federelement
10, 10'Handgriff
11 Griffschale
12 Erstes Ende von Handgriff
13 Langloch
14 Zweites Ende von Handgriff
15 Erstes Fixiermittel
16 Maschine, elektrisches Handwerkzeug
17 Ausnehmung von Spannmittel
18 Stirnfläche von Spannmittel
19 Grund von Ausnehmung
20 Zapfen
21, G Grifflängsachse
22 Formabschnitt
23 Vorsprung
24, 24' Zweites Griffelement, Kern
25 Ausnehmung
26 Vorsprung
27 Führungskanal
28 Bund
30, 30'Werkzeug!ager
31 Zweites Fixiermittel
32, 32'Verstellmittel
33 Ausnehmung an Werkzeuglager
A, 34 Werkzeuglängsachse
41, 41'Zweites Ende von erstem Griffelement
42 Axiale Ausnehmung von erstem Griffelement
43, 43'Erstes Ende von erstem Griffelement
50 Zwangsführung
51 Kulissenstein
52, 62, 72 Basisteil
61 Schwenkachse
63 Schnellspannhebel
64 Exzenteraußenfläche
65 Anschlagfläche
70 federgelagerter Stift
71 Sägezahnschiene
72 Basisteil
100, 100' Handgriffverstellvorrichtung
P1 Ausrückposition
P2 Einrückposition
P3 Feststellposition
1. Handgriffverstellvorrichtung (100; 100') zur Verstellung der Position eines Handgriffs
(10; 10') relativ zu einem elektrischen Handwerkzeug (16), insbesondere in Umfangsrichtung
um eine Werkzeuglängsachse (A, 34) des Handwerkzeugs (16), insbesondere eines Winkelschleifers,
und zur Fixierung des Handgriffs (10; 10') an einem Werkzeuglager (30; 30') des Handwerkzeugs,
aufweisend:
• ein Verstellmittel (32; 32'), welches beweglich an dem Handwerkzeug, insbesondere
in der Umfangsrichtung (U) um die Werkzeuglängsachse (A, 34) drehbar an dem Werkzeuglager
(30; 30'), lagerbar ist und mit dem Handwerkzeug verbindbar ist;
• den Handgriff (10; 10'), der ein erstes Griffelement (1; 1') mit einem dem Handwerkzeug
zugewandten ersten Ende (43; 43'), das mit dem Verstellmittel (32; 32') verbunden
ist, und einem dem Handwerkzeug abgewandten zweiten Ende (41; 41') aufweist, und ein
zweites Griffelement (24; 24') aufweist, das entlang einer Grifflängsachse (G, 21)
an dem ersten Griffelement (1; 1') von einer Ausrückposition (P1) zu einer Einrückposition
(P2) und zurück verschiebbar ist;
• wobei in der Ausrückposition (P1) der Handgriff (10; 10') und das Verstellmittel
(32; 32') relativ zum Handwerkzeug bewegbar, insbesondere entlang der Umfangsrichtung
(U) des Werkzeuglagers (30; 30') drehbar, sind;
• wobei, in der Einrückposition (P2), das zweite Griffelement (24; 24') durch Eingreifen
in einen Eingriffsabschnitt (3; 3') des ersten Griffelements (1; 1') in einen Eingriffsbereich
überführbar ist, in der sich das zweite Griffelement (24; 24') in Richtung entlang
der Grifflängsachse (G, 21) am Eingriffsabschnitt (3) abstützt,
• und wobei der Handgriff (10) ein von einem Benutzer aktuierbares Spannmittel (8;
8'; 8a; 8b; 8c) aufweist, durch dessen Aktuieren das zweite Griffelement (24; 24')
in dem Eingriffsbereich gegenüber dem ersten Griffelement (1; 1') in eine Feststellposition
(P3) überführbar ist, in der das zweite Griffelement (24; 24') zwischen dem Eingriffsabschnitt
und dem Werkzeuglager (30; 30') verspannt ist und der Handgriff (10; 10) an dem Handwerkzeug
fixiert ist.
2. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handgriffverstellvorrichtung ein erstes Federelement (9; 9') aufweist, das insbesondere
dazu angeordnet ist, das zweite Griffelement (24) von der zweiten Position P2 in die
erste Position P1 zurückzustellen.
3. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Griffelement (1) eine Achse ist, wobei der Eingriffsabschnitt (3; 3') als
ein auf der Achse (1), vom zweiten Ende (41) der Achse (1) beabstandetes erstes Spannelement
(3; 3') ausgeführt ist;
wobei das zweite Griffelement (24; 24') ein Kern mit einem dem Handwerkzeug zugewandten
ersten Ende und einem dem Handwerkzeug abgewandten zweiten Ende (14) ist, wobei die
Achse (1; 1') entlang der Grifflängsachse (G; 21) außerhalb oder innerhalb des Kerns
(24; 24') angeordnet ist, so dass der Kern (24; 24') entlang der Grifflängsachse (21)
beweglich an der Achse (1) gelagert ist;
wobei die Achse (1) im Bereich des ersten Endes (43) mit dem Verstellmittel (32) verbunden
ist;
wobei das Spannmittel (8) an dem zweiten Ende (14) des Kerns (24) verliersicher und
insbesondere drehbar befestigt ist, wobei das Spannmittel (8) ferner aufweist:
ein zweites Spannelement (6; 6'; 6a; 6b; 6c), welches mit dem Spannmittel (8; 8';
8a; 8b; 8c) verbunden ist, und eingerichtet ist, mit dem ersten Spannelement (3; 3')
der Achse (1) in Eingriff bringbar zu sein.
4. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Spannelement (6) als eine Mutter, insbesondere als eine Sechskant-Mutter,
ausgestaltet ist, die zwischen der ersten Position P1 und der zweiten Position P2
entlang der Grifflängsachse verschiebbar um einen Führungsabschnitt (4) herum angeordnet
ist, der am zweiten Ende (41) der Achse (1) lokalisiert ist und der einen geringeren
Durchmesser als der Innendurchmesser der Mutter aufweist.
5. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (1) an ihrem zweiten Ende (41) eine axiale Ausnehmung (42) aufweist,
und wobei das Spannmittel (8) ferner aufweist:
eine Ausnehmung (17), insbesondere ein Sackloch, wobei sich die Ausnehmung (17) ausgehend
von einer der Achse (1) zugewandten Stirnfläche (18) des Spannmittels (8) in dieses
hinein erstreckt, und wobei die Ausnehmung (17) ferner eingerichtet ist, das zweite
Ende (24) der Achse (1) aufzunehmen,
einen Zapfen (20), wobei sich der Zapfen (20) von einem Grund (19) der Ausnehmung
(17) aus erstreckt, und wobei die Ausnehmung (42) der Achse (1) den Zapfen (20) übergreift.
6. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Ausnehmung (42) so bemessen ist, dass das erste Federelement
(9) im montierten Zustand um den Zapfen (20) und in der Ausnehmung (42) aufgenommen
ist, und wobei das erste Federelement (9) an seinen Enden ferner in Kontakt mit der
Achse (1) und dem Spannmittel (8) steht, und der Federweg des ersten Federelements
(9) und die Ausnehmung (42) so bemessen sind, dass ausgehend vom Spannmittel (8) über
das erste Federelement (9) eine Kraft auf die Achse (1) wirkt.
7. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass zum Überführen des Handgriffs von der Einrückposition (P2) in die Feststellposition
(P3) eine Drehung um nicht mehr als 4 oder 3 Gewindegänge notwendig ist.
8. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mutter (6) über ein zweites Federelement (5), welches zwischen Mutter (6) und
Spannmittel (8) angeordnet ist, gegen einen Anschlag (7) vorgespannt ist, wobei der
Anschlag (7) Teil des Kerns (24) ist und in Kontakt mit der Stirnfläche (18) des Spannmittels
(8) steht.
9. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Griffelement (24) erste Fixiermittel (15) und das Verstellmittel (32)
komplementäre zweite Fixiermittel (31) aufweist, wobei die ersten Fixiermittel (15)
und die zweiten Fixiermittel (31) eingerichtet sind, in der Feststellposition (P3)
einen Formschluss auszuüben.
10. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeuglager (30) mindestens eine Ausnehmung (33) aufweist, die eingerichtet
ist, in der Feststellposition (P3) mit dem ersten Fixiermittel (15) einen Formschluss
auszuüben.
11. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Griffelement (1) im Bereich des ersten Endes (43) mit dem Verstellmittel
(32) schwenkbar verbunden ist, derart dass der Handgriff (10) mit Bezug zu seiner
Grifflängsachse (21) und der Werkzeuglängsachse (34) in einem von 90° verschiedenen
Winkel anordenbar ist.
12. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Griffelement (1) ferner Mittel zur Begrenzung, insbesondere einen mit dem
ersten Griffelement (1) verbundenen Stift (2), der in ein Langloch (13) des zweiten
Griffelements (24) eingreift, aufweist, und hierdurch die axiale Verschiebung des
ersten Griffelements (1) zu dem zweiten Griffelement (24) begrenzt.
13. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (42) und der Zapfen (20) derart ausgebildet sind, dass der Zapfen
(20) in der Ausrückposition (P2) und der Feststellposition (P3) von der Ausnehmung
(42) aufgenommen ist.
14. Elektrisches Handwerkzeug (16), insbesondere Winkelschleifer, mit einer Handgriffverstellvorrichtung
(100; 100') gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, zur Verstellung der Stellung eines
Handgriffs (10; 10') relativ zu dem elektrischen Handwerkzeug, wobei das elektrische
Handwerkzeug ein Werkzeuglager (30; 30'), aufweist, an dem das Verstellmittel (32;
32') der Handgriffverstellvorrichtung beweglich lagerbar ist und mit dem Handwerkzeug
verbindbar ist.
15. Verfahren zur Verwendung der Handgriffverstellvorrichtung (100; 100') gemäß einem
der Ansprüche 1 bis 13, beinhaltend die Schritte
• Lösen der Fixierung des Handgriffs (10) am Handwerkzeug (16) durch Bewegen des Spannmittels
(8; 8'; 8a; 8b; 8c) in der Feststellposition (P3);
• Überführen des zweiten Griffelements (24; 24') von der Feststellposition (P3) in
die Einrückposition (P2);
• Rückstellen des zweiten Griffelements (24; 24') von der Einrückposition (P2) in
die Ausrückposition (P1), insbesondere mithilfe eines Federelements (9; 9') der Handgriffverstellvorrichtung;
• Verstellen der Position des Handgriffs (10; 10') relativ zu einem elektrischen Handwerkzeug
(16), insbesondere durch Drehen des Handgriffs (10; 10') in Umfangsrichtung um eine
Werkzeuglängsachse (A, 34) des Handwerkzeugs (16) und/oder durch Kippen des Handgriffs
(10; 10') um eine Kippachse, die insbesondere senkrecht zu der Ebene verläuft, die
durch die Werkzeuglängsachse (A, 34) und die Grifflängsachse (G, 21) aufgespannt ist;
• Überführen des zweiten Griffelements (24; 24') von der Ausrückposition (P1) in die
Einrückposition (P2), insbesondere durch -vorzugsweise translatorische- Bewegung entlang
der Grifflängsachse (G, 21), wobei durch diese Bewegung insbesondere das Federelement
(9; 9') gespannt wird;
• Überführen des zweiten Griffelements (24; 24') ausgehend von der Einrückposition
(P2) in eine Feststellposition (P3) durch manuelles Aktuieren des Spannmittel (8;
8'; 8a; 8b; 8c), wodurch das zweite Griffelement (24; 24') innerhalb des Eingriffsbereichs
von der Einrückposition (P2) gegenüber dem ersten Griffelement (1; 1') in die Feststellposition
(P3) überführt wird, in der das zweite Griffelement (24; 24') zwischen dem Eingriffsabschnitt
und dem Werkzeuglager (30; 30') verspannt ist und der Handgriff (10; 10) wieder an
dem Handwerkzeug fixiert ist.