(19)
(11) EP 4 327 984 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.02.2024  Patentblatt  2024/09

(21) Anmeldenummer: 22192336.0

(22) Anmeldetag:  26.08.2022
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B25F 5/02(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B25F 5/026
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: C. & E. Fein GmbH
73529 Schwäbisch-Gmünd-Bargau (DE)

(72) Erfinder:
  • Kohler, Erik
    73529 Schwäbisch Gmünd-Bargau (DE)
  • Dürnegger, Wolfgang
    73614 Schorndorf (DE)
  • Schweitzer, Marco
    73525 Schwäbisch Gmünd (DE)

(74) Vertreter: Wallinger, Michael 
Wallinger Ricker Schlotter Tostmann Patent- und Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Zweibrückenstrasse 5-7
80331 München
80331 München (DE)

   


(54) HANDGRIFFVERSTELLVORRICHTUNG


(57) Die Erfindung betrifft eine Handgriffverstellvorrichtung (100; 100') zur Verstellung der Stellung eines Handgriffs (10; 10') relativ zu einem elektrischen Handwerkzeug (16), insbesondere in Umfangsrichtung um eine Werkzeuglängsachse (A, 34) des Handwerkzeugs (16), insbesondere eines Winkelschleifers, und zur Fixierung des Handgriffs (10; 10') an einem Werkzeuglager (30; 30') des Handwerkzeugs. Die Erfindung betrifft auch das Handwerkzeug mit dieser Handgriffverstellvorrichtung sowie ein Verfahren.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Handgriffverstellvorrichtung zur relativen Verstellung eines Handgriffs und ein mit dieser Handgriffverstellvorrichtung versehenes elektrisches Handwerkzeug.

[0002] Im Stand der Technik sind elektrische Handwerkzeuge mit verstellbarem Handgriff bzw. Zusatzhandgriff bekannt, deren Verstellung aufwändig und zeitintensiv ist. Die Verstellung des Handgriffs bedeutet eine Veränderung der Stellung des Handgriffs relativ zum Handwerkzeug. Der Handgriff kann in der Regel in verschiedenen definierten Positionen befestigt werden. Dies ermöglicht dem Anwender das Handwerkzeug so zu handhaben, wie es ein spezieller Anwendungsfall bedarf. Die Verstellung erfolgt bei bekannten Lösungen über eine Gewindeverbindung. Dabei weist sowohl der Handgriff wie auch das Gehäuse des Handwerkzeugs einen Teil der Gewindeverbindung auf. Oft befindet sich am maschinenzugewandten Teil des Griffs ein Bolzen mit einem Außengewinde, mit dem eine Wirkverbindung mit einer Öffnung im Gehäuse der Maschine hergestellt wird, die ein Innengewinde umfasst.

[0003] Das Lösen und das Verstellen eines Handgriffs mittels einer Gewindeverbindung kann umständlich und zeitaufwändig sein. Bei einem üblichen Handgriff muss der Griff für eine Positionsänderung komplett von der Maschine entfernt werden, um ihn an einer anderen Stelle zu fixieren.

[0004] Im Stand der Technik ist es beispielsweise bekannt, diese Strecke über eine Gewindeverbindung zurückzulegen. Bei der Verstellung des Handgriffs bei einem bekannten Sicherheitswinkelschleifer muss beispielsweise der Handgriff eine Strecke von bis zu 11 mm entlang seiner eigenen Achse bewegt werden. Um den Handgriff von der Maschine zu lösen, bzw. ihn zu fixieren, muss er von der Maschine weg oder zur Maschine hin bewegt werden.

[0005] EP 2647473 B1 betrifft eine Handwerkzeugmaschine mit einem Zusatzhandgriff für eine Handwerkzeugmaschine mit Befestigungsmitteln zum lösbaren Befestigen des Handgriffes an der Handwerkzeugmaschine. Die Befestigungsmittel weisen einen Fortsatz auf, der zumindest abschnittsweise in einer Ausnehmung aufnehmbar ist. Entweder sind der Fortsatz an dem Handgriff und die Ausnehmung in der Handwerkzeugmaschine, oder der Fortsatz an der Handwerkzeugmaschine und die Ausnehmung in dem Handgriff angeordnet. Die Befestigungsmittel weisen mindestens ein relativ zu dem Fortsatz verstellbares, beim Herstellen und/oder Lösen und/oder Sichern einer form- und/oder reibschlüssigen Verbindung zwischen dem Handgriff und der Handwerkzeugmaschine beteiligtes Element auf. Das Element umfasst mindestens eine im Fortsatz gefangene Kugel, die radial relativ zu dem Fortsatz zwischen einer Freigabeposition und einer Fixierposition mittels einer Kegelstange verstellbar ist.

[0006] EP 3020510 B1 beschreibt einen Seitengriff für ein Elektrowerkzeug umfassend eine Basis, die an einem Elektrowerkzeug befestigt werden kann. Der Seitengriff umfasst ferner einen Griff mit einer Mittelachse, einen langgestreckten röhrenförmigen Innenabschnitt mit einem ersten Ende und einem zweiten Ende, der sich in Richtung der Mittelachse erstreckt und eine Außenhülse, die zumindest einen Teil des Innenabschnitts umgibt. Die Außenhülse ist mit dem Innenabschnitt an dem ersten Ende des Innenabschnitts über einen Verbindungsabschnitt verbunden, wobei der Verbindungsabschnitt elastisch verformbar ist, um eine Schwenkbewegung der Außenhülse relativ zum Innenabschnitt um eine Achse senkrecht zur Mittelachse des Griffs zu ermöglichen. Der Griff ist am zweiten Ende des inneren Abschnitts an der Basis angebracht. Das von dem Verbindungsabschnitt entfernte Ende der Außenhülse ist in der Nähe zu einem Teil der Basis angeordnet, wenn keine äußeren Kräfte auf die Außenhülse ausgeübt werden.

[0007] DE 11 2009 001126 T5 beschreibt einen Hilfsgriff für die Verwendung an einem Elektrowerkzeug, das ein Gehäuse aufweist, das einen Griffendteil und einen Futterendteil definiert, wobei ein Futter an dem Futterendteil des Gehäuses angeordnet ist. Der Hilfsgriff umfasst eine erste Klemme für einen Eingriff in das Gehäuse an einer ersten Position, eine zweite Klemme für einen Eingriff in das Gehäuse an einer Eingriffsposition, wobei die zweite Klemme unabhängig von der ersten Klemme in einer ersten Richtung zu der ersten Klemme bewegt werden kann, um den Hilfsgriff mit dem Gehäuse zu koppeln. Die zweite Klemme kann außerdem unabhängig von der ersten Klemme in einer zweiten Richtung weg von der ersten Klemme bewegt werden, um den Hilfsgriff von dem Gehäuse zu lösen.

[0008] Ausgehend von den bekannten Vorrichtungen des Stands der Technik besteht die Aufgabe der Erfindung darin, die Verstellung und Positionierung eines Handgriffs zu verbessern, insbesondere zu beschleunigen.

[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Handgriffverstellvorrichtung gemäß dem unabhängigen Anspruch 1. Bevorzugte optionale Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstände der Unteransprüche und lassen sich der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren sowie deren Beschreibung entnehmen.

[0010] Die Handgriffverstellvorrichtung dient der relativen Verstellung eines Handgriffs relativ zu einem elektrischen Handwerkzeug bzw. dessen Gehäuse, insbesondere in Umfangsrichtung um eine Werkzeuglängsachse eines elektrischen Handwerkzeugs. Zur Fixierung des Handgriffs wird dieser an einem Werkzeuglager des Handwerkzeugs verspannt. Das Werkzeuglager kann Teil des Handwerkzeugs und/oder Teil des Verstellmittels sein. Die Handgriffverstellvorrichtung umfasst hierfür ein Verstellmittel, welches verstellbar am Werkzeuglager, insbesondere in der Umfangsrichtung um die Werkzeuglängsachse drehbar an dem Werkzeuglager, lagerbar und mit dem Handwerkzeug verbindbar ist. Das Werkzeuglager ist vorzugsweise aus zwei Lagerhälften gebildet, die im montierten Zustand einen Bereich aufweisen an dem das Verstellmittel drehbar angeordnet ist. Dabei kann der Lagerbereich ganz oder teilweise an einer Lagerhälfte ausgebildet sein.

[0011] Ferner umfasst der Handgriff ein erstes Griffelement mit einem dem Handwerkzeug zugewandten ersten Ende das mit dem Verstellmittel verbunden ist, und einem dem Handwerkzeug abgewandten zweiten Ende. Der Handgriff umfasst zusätzlich ein zweites Griffelement, das entlang einer Grifflängsachse an dem ersten Griffelement von einer Ausrückposition zu einer Einrückposition verschiebbar ist. In der Ausrückposition sind der Handgriff und das Verstellmittel relativ zum Werkzeuglager verstellbar, insbesondere entlang der Umfangsrichtung des Werkzeuglagers um die Werkzeuglängsachse drehbar.

[0012] In der Einrückposition ist das zweite Griffelement durch Eingreifen in einen Eingriffsabschnitt des ersten Griffelements in einen Eingriffsbereich überführbar, in der sich das zweite Griffelement in Richtung entlang der Grifflängsachse am Eingriffsabschnitt abstützt. Der Handgriff weist hierfür ein von einem Benutzer aktuierbares, d. h. unter Aufbringen einer Arbeitsleistung bewegbares, Spannmittel auf, durch dessen Aktuieren das zweite Griffelement im Eingriffsbereich gegenüber dem ersten Griffelement in eine Feststellposition überführbar ist. Die Länge des Eingriffsbereichs entspricht insbesondere dem Weg, den das zweite Spannelement beim Fixieren des zweiten Griffelements am Handwerkzeug zurücklegt. In der Feststellposition ist das zweite Griffelement zwischen dem Eingriffsabschnitt und dem Werkzeuglager verspannt, und der Handgriff an dem Handwerkzeug fixiert. Durch die Aktuierung des Spannmittels wird das zweite Griffelement in Richtung dessen Längsachse auf das Handwerkzeug zu bewegt, bis sich das zweite Griffelement, insbesondere dessen erstes Fixiermittel, in der Feststellposition am Werkzeuglager abstützt. Da das erste Griffelement fest mit dem Verstellmittel verbunden ist, entsteht eine Relativbewegung zwischen erstem und zweitem Griffelement. Diese Relativbewegung, ab der Position (Einrückposition) in der das zweite Spannmittel an dem Eingriffsabschnitt anliegt, kann der Länge des Eingriffsbereichs entsprechen oder kleiner sein. Die durch das Aktuieren des Spannmittels erzeugte Kraft verspannt vorzugsweise auch das Verstellmittel mit dem Werkzeuglager. Der Handgriff ist dann fest mit dem Handwerkzeug verbunden.

[0013] Eine Position des Handgriffs an dem Handwerkzeug ist somit schnell und zuverlässig veränderbar.

[0014] Ein elektrisches Handwerkzeug im Sinne der Erfindung ist ein Werkzeug, das zur Ausübung einer maschinengestützten handwerklichen Tätigkeit benötigt wird. Dabei greift ein Anwender das Handwerkzeug mit beiden Händen, wobei eine Hand einen Bereich des Gehäuses des Handwerkzeugs die andere Hand den Handgriff des Handwerkzeugs umfasst. Ein elektrisches Handwerkzeug kann dabei über eine stationäre Energiequelle, wie beispielsweise ein Netzteil, ein Kompressor oder eine Kraftstoffleitung, oder eine kabellose Energiequelle, wie beispielsweise eine Batterie/Akkumulator oder einen Kraftstofftank angetrieben werden. Es sind aber auch andere Antriebsformen möglich und im Sinne der Erfindung zu verstehen.

[0015] Ein Werkzeuglager im Sinne der Erfindung stellt jedes Bauteil der Werkzeugmaschine dar, das funktional eingerichtet ist, in Form eines mit Bezug zu dem Handgriff als Gegenlager ausgestaltet zu sein, um eine Spannung zur Fixierung des Handgriffs aufzunehmen. Das Werkzeuglager kann dabei ein Bauteil oder Bauteilabschnitt sein, das einen thermoplastischen, einen duroplastischen oder einen metallischen Werkstoff aufweist oder daraus besteht, wobei auch eine Werkstoffpaarung und andere Werkstoffgattungen möglich sind.

[0016] Ein Verstellmittel im Sinne der Erfindung stellt ein Mittel dar, das funktional eingerichtet ist, den Handgriff lösbar oder unlösbar an dem Handwerkzeug zu lagern, und durch eine Relativbewegung des Verstellmittels zu dem Handwerkzeug den Handgriff in mindestens zwei, voneinander verschiedene Positionen, insbesondere durch eine Translation und/oder eine Drehung des Verstellmittels zu verstellen. Das Verstellmittel kann dabei einstückig oder zweistückig bzw. mehrstückig ausgestaltet sein.

[0017] Ein (erstes oder zweites) Griffelement im Sinne der Erfindung ist ein Element, das funktional eingerichtet ist, innerhalb des Handgriffs einen Kraftfluss zu leiten. Das erste bzw. das zweite Griffelement kann dabei einen thermoplastischen Kunststoff, einen duroplastischen Kunststoff, einen metallischen Werkstoff, oder Materialpaarungen oder Kombinationen hiervon aufweisen oder daraus gefertigt sein. Das erste bzw. das zweite Griffelement können aus verschiedenen oder aus dem gleichen Werkstoff gefertigt sein. An der Kontaktfläche von erstem zu zweitem Griffelement kann eine reibungsmindernde oder eine reibungserhöhende Zwischenschicht oder ein Schmiermittel angeordnet sein.

[0018] Eine kraftschlüssige Verbindung im Sinne der Erfindung bedeutet, dass während der gesamten Betriebsdauer zwischen den Verbindungspartnern ein Kraftfeld durch eine geeignete Vorspannung besteht. Gemäß der Erfindung sind die Verbindungspartner wenigstens das Verstellmittel, das erste und das zweite Griffelement, das Werkzeuglager sowie das Spannmittel, welches eingerichtet ist, den Kraftschluss und die damit einhergehende Verspannung des Handgriffs am Handwerkzeug zu induzieren und wieder zu lösen.

[0019] Ein von einem Benutzer aktuierbares Spannmittel im Sinne der Erfindung stellt daher jedes Bauteil dar, das geeignet ist, eine reversible und fixierbare, zumindest über einen Abschnitt rotationsfreie, Relativbewegung zwischen erstem und zweiten Griffelement zu steuern. Bevorzugte Spannmittel sind ausgewählt aus der Gruppe möglicher Spannmittel aufweisend eine Schraubverbindung, eine Schnellspannvorrichtung, einen Bajonettverschluss, eine Rastanordnung.

[0020] Zwischen der Ausrückposition und der Einrückposition ist insbesondere keine Fixierung des Handgriffs am Werkzeug möglich, da in dieser Position vorzugsweise das zweite Griffelement nicht mit dem Werkzeuglager in Kontakt steht, und der Handgriff zumindest in einem Abschnitt zwischen der Ausrückposition und der Einrückposition translatorisch, insbesondere rotationsfrei, entlang der Grifflängsachse beweglich ist und insbesondere über das Verstellmittel relativ zum Werkzeuglager beweglich ist.

[0021] Vorteilhaft ist das erste Griffelement ein langgestrecktes Bauteil, vorzugsweise eine Achse, wobei insbesondere der Eingriffsabschnitt ein auf dem langgestreckten Bauteil bzw. der Achse, vom zweiten Ende des Bauteils/der Achse beabstandetes erstes Spannelement ist oder aufweist. Eine Achse stellt ein Maschinenelement dar, das zur Lagerung eines auf der Achse drehenden und verschiebbaren Bauteils geeignet ist.

[0022] Ein erstes oder zweites Spannelement stellt ein funktionales Bauteil des Spannmittels dar, das eingerichtet ist, in Zusammenspiel mit zumindest einem weiteren Spannelement bzw. während einer Relativbewegung der beiden Spannelemente, über einen Kraftschluss eine Spannung zu induzieren. Je nach Anwendung des gewünschten Spannmechanismus des Spannmittels, insbesondere Schraubverbindung, Schnellspannvorrichtung, Bajonettverschluss, Rastanordnung, etc., können geeignete Ausgestaltungen des ersten bzw. zweiten Spannelements gewählt werden.

[0023] Das zweite Griffelement ist vorzugsweise ein langgestrecktes Bauteil, vorteilhafterweise ein Kernelement, bzw. ein Kern des Handgriffs. Ein Kern im Sinne der Erfindung stellt ein Bauteil dar, das geeignet ist, am ersten Griffelement, bzw. einer Achse, zumindest abschnittsweise in Richtungen entlang der Grifflängsachse verschieblich gelagert zu sein. Der Handgriff kann mindestens ein Handgriffgehäuseteil aufweisen, das den Kern umgibt.

[0024] Das Kernelement bzw. der Kern weist ein dem Handwerkzeug zugewandtes erstes Ende und ein dem Handwerkzeug abgewandtes zweites Ende auf, wobei das erste Griffelement/die Achse entlang der Grifflängsachse vorzugsweise innerhalb des Kerns angeordnet ist, so dass der Kern entlang der Grifflängsachse beweglich auf dem ersten Griffelement/der Achse gelagert ist. Das erste Griffelement/die Achse ist vorzugsweise im Bereich des ersten Endes mit dem Verstellmittel verbunden. Das Spannmittel ist vorzugsweise an dem zweiten Ende des Kerns verliersicher und vorzugsweise drehbar befestigt.

[0025] Eine verliersichere Befestigung stellt eine Befestigung dar, die das Spannmittel lösbar oder unlösbar mit dem zweiten Griffelement/dem Kernelement verbindet. Vorteilhaft umfasst das Spannmittel hierfür einen Bund und Führungskanal, insbesondere um das Spannmittel gegenüber dem zweiten Griffelement drehbar zu lagern.

[0026] Im Spannmittel ist ferner vorzugsweise ein zweites Spannelement angeordnet. Dieses ist vorzugsweise rotationsfrei in dem Spannmittel angeordnet, und, mit dem ersten Spannelement der Achse in Eingriff bringbar, um über eine Relativbewegung von Achse zu Kern den Handgriff mit dem Handwerkzeug zu verspannen. Ferner ist im Spannmittel vorzugsweise ein erstes Federelement, angeordnet, um das zweite Griffelement von der Einrückposition P2 in die Ausrückposition P1 zurückzustellen.

[0027] Vorteilhaft ist das zweite Spannelement als ein mit dem Spannmittel verbundenes Innengewinde ausgestaltet, das insbesondere integral mit einem Basisteil, insbesondere einer Endkappe, des Spannmittels gefertigt sein kann. Das Innengewinde kann dabei Teil des Spannmittels sein bzw. Teil eines mit dem Spannmittel verbunden Bauteils sein, oder kann insbesondere in das Spannelement eingedreht sein. Das Spannelement kann zu dem Basisteil bewegbar angeordnet sein oder nicht relativ bewegbar ausgestaltet sein.

[0028] Vorteilhaft ist das zweite Spannelement als Innengewinde einer Mutter, insbesondere einer Sechskant-Mutter, ausgestaltet. Die Mutter ist vorzugsweise auf einem im Bereich des zweiten Endes des ersten Griffelements/der Achse angeordneten Führungsabschnitt des Spannmittels in Richtung entlang der Grifflängsachse beweglich gelagert. Der Führungsabschnitt weist einen geringeren Durchmesser auf als der Innendurchmesser der Mutter.

[0029] Wenn das Spannmittel ein Gewinde verwendet, ist vorteilhaft zum Überführen des Handgriffs von der Einrückposition entlang des Eingriffsbereichs in die Feststellposition eine Drehung des Spannmittels um weniger als 5, vorzugsweise weniger als 4, insbesondere weniger als 3 Gewindegänge, insbesondere nur ca. 2,5 Gewindegänge notwendig. Dadurch ist bei Verwendung des Gewindes der Aufwand für ein zuverlässiges Fixieren des Handgriffs minimal.

[0030] Eine besondere Ausführungsform des Spannmittels umfasst ein mehrgängiges Gewinde. , mit wenigstens zwei Gewindegängen. Dadurch erhöhen sich die Ansetzmöglichkeiten der Mutter mit dem Eingriffsabschnitt des ersten Griffelements. Beispielsweise verdoppeln sich bei einem Eingriffsabschnitt, der aus einem Gewinde mit zwei Gängen und zweifacher Steigung besteht, die Ansetzmöglichkeiten des zweiten Spannmittels und zugleich reduziert sich die Anzahl an Umdrehungen zur Überbrückung der gewünschten Gewindegänge, um den Handgriff an der Maschine zu befestigen bzw. zu lösen, um die Hälfte.

[0031] Vorteilhaft umfasst das erste Griffelement/die Achse an ihrem zweiten Ende eine axiale Ausnehmung. Die axiale Ausnehmung ist dabei vorteilhaft ein Sackloch. Die axiale Ausnehmung kann sich auch über die gesamte Länge des ersten Griffelements/der Achse erstrecken, wobei die Achse in dieser Ausführungsform als Rohr ausgestaltet ist.

[0032] Das Spannmittel umfasst vorzugsweise (ebenfalls) eine Ausnehmung, insbesondere ein Sackloch, wobei sich die Ausnehmung ausgehend von einer dem ersten Griffelement/der Achse zugewandten Stirnfläche des Spannmittels entlang der Grifflängsachse in das Spannmittel, bzw. dessen Basisteil, hinein erstreckt. Die Ausnehmung des Spannmittels ist vorzugsweise eingerichtet, das zweite Ende der Achse aufzunehmen. Das Spannmittel umfasst vorzugsweise einen Zapfen, wobei sich der Zapfen vorzugsweise von einem Grund der Ausnehmung aus erstreckt, und wobei die axiale Ausnehmung der Achse den Zapfen in zumindest einer Relativposition des ersten und zweiten Griffelements übergreift.

[0033] Vorzugsweise weist die Handgriffverstellvorrichtung ein Federelement auf, insbesondere auch bezeichnet als erstes Federelement. Das Federelement ist insbesondere dazu angeordnet, das zweite Griffelement von der zweiten Position P2 in die erste Position P1 zurückzustellen. Dabei wird die Feder entspannt, die zuvor durch Aktuieren des Federelements mittels des Spannmittels vom Benutzer gespannt wurde. Vorzugsweise ist das Federelement zwischen erstem Griffelement und dem Spannmittel angeordnet, vorzugsweise ist das Federelement zwischen erstem Griffelement und zweitem Griffelement angeordnet. Vorzugsweise ist das Federelement zwischen Verstellmittel und zweitem Griffelement angeordnet.

[0034] Das Federelement ist vorzugsweise am Spannmittel, insbesondere in Kontakt mit dem Spannmittel angeordnet bzw. mit diesem verbunden. Die Wirkung des (ersten) Federelements, das zweite Griffelement in Grifflängsachse vom Handwerkzeug wegzudrücken, kann auch erzielt werden, indem das Federelement an anderer Stelle als am Spannmittel angeordnet ist. Dazu ist es insbesondere vorgesehen, dass das Federelement zwischen dem Werkzeuglager und dem zweiten Griffelement, insbesondere zwischen dem Verstellmittel und dem zweiten Griffelement, insbesondere zwischen dem ersten Griffelement und dem zweiten Griffelement, eine Kraft ausübt, wodurch das zweite Griffelement, das verschiebbar an dem ersten Griffelement angeordnet ist, vom Handwerkzeug weggedrückt wird.

[0035] Vorzugsweise weist ein Spannmittel mindestens ein Federelement auf, insbesondere eine Schraubenfeder. Vorteilhaft umfasst das Spannmittel ein erstes Federelement, wobei der Durchmesser einer Ausnehmung des Spannmittels so bemessen sein kann, dass das erste Federelement im montierten Zustand um den Zapfen herum angeordnet ist und in der Ausnehmung aufgenommen ist, und wobei das erste Federelement an seinen Enden ferner in Kontakt mit der Achse und dem Spannmittel steht. Der Federweg des ersten Federelements und die Ausnehmung sind so bemessen, dass ausgehend vom Spannmittel über das erste Federelement eine Kraft auf die Achse wirkt. Das erste Federelement ist funktional somit eingerichtet, den Kern in Grifflängsachse von dem Handwerkzeug wegzudrücken und in die Ausrückposition zu überführen, um eine einfache Verstellung des Handgriffs in Umfangsrichtung der Grifflängsachse zu ermöglichen.

[0036] Ein Federelement im Sinne der Erfindung stellt jedes Element dar, das geeignet ist, sich im praktischen Gebrauch ausreichend elastisch verformen zu lassen. Federelemente können entweder als Zugfeder oder als Druckfeder wirken. Zugfedern werden durch Auseinanderziehen der Enden, während Druckfedern durch Zusammendrücken der Enden belastet werden, wodurch eine Kraft in die Feder eingeleitet wird. Hierfür eignen sich beispielsweise Spiralfedern. Es sind jedoch auf auch andere geometrische Ausgestaltungen oder Materialien, wie beispielsweise Elastomer-/Gummielemente möglich.

[0037] Vorteilhaft ist bei Verwendung einer Mutter vorgesehen, dass die Mutter über ein zweites Federelement, welches zwischen Mutter und Spannmittel angeordnet ist, gegen einen Anschlag vorgespannt ist, wobei der Anschlag Teil des zweiten Griffelelements/des Kerns ist und in Kontakt mit der Stirnfläche des Spannmittels steht. Somit ist sichergestellt, dass die Mutter jederzeit mit dem Außengewinde (Eingriffsabschnitt und erstes Spannelement) des ersten Griffelements/der Achse in Eingriff bringbar ist.

[0038] Vorteilhaft ist das zweite Federelement gegen den Grund der Ausnehmung des Spannmittels oder einen Vorsprung der Ausnehmung des Spannmittels gespannt.

[0039] Vorteilhaft umfasst das zweite Griffelement erste Fixiermittel und das Verstellmittel komplementäre zweite Fixiermittel, wobei die ersten Fixiermittel und die zweiten Fixiermittel eingerichtet sind, in der Feststellposition einen Formschluss auszuüben.

[0040] Ein Fixiermittel im Sinne der Erfindung stellt somit jeweils ein Abschnitt des zweiten Griffelements und ein Abschnitt des Verstellmittels dar, dessen Geometrie geeignet ist, mit einer komplementären Geometrie des jeweils anderen Bauteils eine formschlüssige Verbindung einzugehen, und dadurch Freiheitsgrade deren Relativbewegung zu blockieren. In einer Ausführungsform weisen die zweiten Fixiermittel hierfür zwei Auflageflächen auf, die insbesondere zueinander in einem Winkel angeordnet sind, so dass die ersten Fixiermittel an zwei voneinander verschiedenen Winkelpositionen mit den zweiten Fixiermitteln eine formschlüssige Verbindung eingehen können. Auf diese Weise sind der Handgriff und das Verstellmittel vorteilhaft dazu eingerichtet, in mindestens zwei verschiedenen Winkelpositionen zum Werkzeuglager, bzw. zur Werkzeuglängsachse verstellbar angeordnet zu sein, insbesondere in einem Winkel von vorzugsweise 45 Grad und vorzugsweise 90 Grad, sodass eine mit Bezug auf die Werkzeuglängsachse winkelige Stellung des Handgriffs verwirklichbar ist.

[0041] Vorteilhaft umfasst das Werkzeuglager mindestens eine Ausnehmung, die eingerichtet ist, in der Feststellposition mit dem ersten Fixiermittel des zweiten Griffelements einen Formschluss auszuüben. Die Ausnehmung ist dabei eingerichtet, eine in Umfangsrichtung der Werkzeuglängsachse gerichtete Bewegung des Handgriffs zu blockieren, und lediglich eine Bewegung des Handgriffs in Grifflängsachse zu ermöglichen.

[0042] Vorteilhaft ist das erste Griffelement im Bereich des ersten Endes mit dem Verstellmittel schwenkbar verbunden, derart, dass der Handgriff mit Bezug zu dem Winkel zwischen seiner Grifflängsachse und der Werkzeuglängsachse in einem von 90° verschiedenen Winkel durch ein Verschwenken anordenbar ist. Die Ausnehmung des Werkzeuglagers ist dabei derart ausgestaltet, dass der verschwenkte Handgriff in der Fixierposition ebenfalls durch einen Formschluss in eine in Umfangsrichtung der Werkzeuglängsachse gerichtete Bewegung des Handgriffs blockiert ist.

[0043] Vorteilhaft umfasst das erste Griffelement ferner Mittel zur Begrenzung, insbesondere einen mit dem ersten Griffelement verbundenen Stift, der in ein Langloch des zweiten Griffelements eingreift, und die axiale Verschiebung des ersten Griffelements zu dem zweiten Griffelement begrenzt. Der Stift kann dabei in das erste Griffelement eingepresst, oder mit einem anderen Fügeverfahren verbunden sein. Alternativ kann ein Langloch oder eine Längsausnehmung auch am ersten Griffelement angeordnet sein und der Stift am zweiten Griffelement.

[0044] Vorteilhaft sind die Ausnehmung des Spannmittels und der Zapfen derart ausgebildet, dass der Zapfen in der Ausrückposition und der Einrückposition von der Ausnehmung aufgenommen ist. Ein Verkippen des ersten und zweiten Griffelements bei einer Überführung von Einrückposition in die Ausrückposition, und umgekehrt, kann somit verhindert werden.

[0045] Das Verstellmittel kann aus verschiedenen Werkstoffen oder einer Kombination verschiedener Werkstoffe gebildet sein. Vorteilhaft ist das Verstellmittel ein Ring aus Kunststoff oder ein dünnes Band aus Metall oder einer Gewebestruktur. Das Verstellmittel kann dabei einstückig, zweistückig oder mehrteilig ausgestaltet sein, insbesondere um eine einfache Montage am Handwerkzeug zu ermöglichen.

[0046] Vorteilhaft umfasst der Kern Mittel zur Aufnahme von Griffgehäuseabschnitten, insbesondere von Griffschalen. Die Griffschalen dienen dem Schutz der in dem Handgriff wirkenden Elektronik und/oder Mechanik und einem möglichst rutschfesten Greifen des Handgriffs durch einen Bediener.

[0047] Vorteilhaft umfasst der Kern ferner eine Elektronik zur Ermittlung, ob der Handgriff von einem Bediener gehalten wird. In diesem Fall weist der Handgriff mindestens ein Mittel auf, beispielsweise eine elektrische Leitung, das/die mit einer elektrischen Steuereinrichtung des elektrischen Handwerkzeugs kommuniziert um Informationen beispielsweise in Form von Signalen auszutauschen.

[0048] Die Erfindung ist auch gerichtet auf ein Verfahren zur Montage eines mit der erfindungsgemäßen Handgriffverstellvorrichtung versehenen Handwerkzeugs, insbesondere eines Winkelschleifers, beinhaltet die Schritte:

Bereitstellen eines Handwerkzeugs;

Befestigen der erfindungsgemäßen Handgriffverstellvorrichtung, insbesondere des mit dem Handgriff verbundenen Verstellmittels an einem Werkzeuglager des Handwerkzeugs;

Vorzugsweise: Fixieren des Handgriffs und/oder des Verstellmittels am Werkzeuglager.



[0049] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Zusammenhang mit den Figuren. Es zeigt:

Fig.1 zeigt einen montierten Handgriff gemäß einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Handgriffverstellvorrichtung;

Fig.2 zeigt eine Schnittansicht des montierten Handgriffs aus Fig. 1 in verspanntem Zustand;

Fig.3 zeigt ein Verstellmittel der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;

Fig.4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Spannelements der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;

Fig.5 zeigt eine Schnittansicht eines Spannelements der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;

Fig.6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines ersten Griffelements der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;

Fig.7 zeigt eine perspektivische Ansicht eines zweiten Griffelements der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;

Fig.8 zeigt eine Schnittansicht eines zweiten Griffelements der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;

Fig.9 zeigt eine Schnittansicht eines Spannelements im montierten Zustand der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;

Fig.10 zeigt eine Seitenansicht der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;

Fig.11 zeigt eine Draufsicht der Handgriffverstellvorrichtung mit verschiedenen Positionen des Handgriffs der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;

Fig.12 zeigt eine weitere Schnittansicht eines montierten Handgriffs in verspanntem Zustand der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2;

Fig.13 zeigt eine weitere Schnittansicht eines montierten Handgriff in verspanntem Zustand der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2, wobei der Handgriff im 45° Winkel angebracht ist.

Fig.14 zeigt eine weitere Schnittansicht eines Handgriffs in der Feststellposition und in der Ausrückposition der Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2.

Fig.15 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Handgriffverstellvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, i) in der Ausrückposition P1, ii) in der Einrückposition P2 und iii) in der Feststellposition P3.

Fig. 16a, 16b und 16c zeigen jeweils schematisch eine mögliche und bevorzugte alternative Ausgestaltung des Spannmittels einer Handgriffverstellvorrichtung gemäß Fig. 1 oder Fig. 15.



[0050] Fig. 1 zeigt einen an einem Handwerkzeug 16 montierten Handgriff 10 einer Handgriffverstellvorrichtung 100. Diese beinhaltet ein zweites Griffelement 24 sowie zwei Griffschalen 11 und ist an seinem ersten Ende 12 mit dem Verstellmittel 32 über zweite Fixiermittel 31 verbunden. In der gezeigten Ausführungsform ist das Handwerkzeug 16 ein Winkelschleifer. Das Verstellmittel 32 ist in Umfangsrichtung um das Handwerkzeug 16 verliersicher angebracht, wobei das Verstellmittel 32 drehend gelagert am Werkzeuglager 30 angeordnet ist (Figur 10).

[0051] Fig.2 zeigt eine Schnittansicht eines montierten Handgriffs 10 in verspanntem Zustand. Am zweiten Ende 14 des Handgriffs 10 ist ein Spannmittel 8 in Form eines Endstücks verliersicher und drehend gelagert angeordnet. Dazu weist die Griffschale 11 einen Führungskanal 27 auf, in den ein Bund 28 des Spannmittels eingreift. Erfindungsgemäß ist das Spannmittel 8 mit einer Funktion ausgestattet, die es ermöglicht, die Position des Handgriffs 10 schnell und zuverlässig zu verändern. Das als Sechskantmutter ausgestaltete zweite Spannelement 6 ist in Richtung der Längsachse 21 des Handgriffs 10 beweglich im Spannmittel 8 angeordnet.

[0052] Fig.3 zeigt eine Hälfte des Verstellmittels 32 in Form eines halben Kunststoffrings. Das Verstellmittel kann einstückig oder aus mehreren Teilen gestaltet sein. Ferner weist das Verstellmittel 32 zweite Fixiermittel 31 auf, die eingerichtet sind, mit ersten Fixiermitteln 15 einen Form- bzw. Kraftschluss zu bilden, und somit den Handgriff 10 in der Fixierposition nicht nur gegen das Werkzeuglager 30 sondern auch gegen das Verstellmittel 32 zu lagern. Siehe dazu auch Fig. 12 und 13.

[0053] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Spannmittels 8. Dazu weist das Spannmittel 8 eine Ausnehmung 17 auf. Die Ausnehmung erstreckt sich ausgehend von einer Stirnfläche 18 des Spannmittels 8 in Form eines Sacklochs in das Spannmittel hinein. Die Ausnehmung 17 weist einen Formabschnitt 22 auf, der es ermöglicht, das zweite Spannelement 6, beispielsweise eine Sechskantmutter, aufzunehmen, und in radialer Richtung formschlüssig zu fixieren. Der Formabschnitt 22 erstreckt sich ausgehend von der Stirnfläche 18 in die Ausnehmung 17 hinein. Ferner weist das Spannmittel 8 einen Bund 28 auf, der eingerichtet ist, in Zusammenwirkung mit einem Führungskanal 27 das Spannmittel 8 verliersicher und rotationsfrei am zweiten Griffelement 24 zu lagern.

[0054] Fig.5 zeigt eine Schnittansicht eines Spannmittels 8. Am Grund 19 der Ausnehmung 17 ist ein Zapfen 20 angeordnet, der das erste Federelement 9 (Fig.2) in Form einer Druckfeder aufnehmen kann. Die Ausnehmung 17 weist einen Formabschnitt 22 auf, der es ermöglicht das zweite Spannelement 6 aufzunehmen, und in radialer Richtung formschlüssig zu fixieren. Ferner weist das Spannmittel 8 zwischen dem Grund 19 und dem Vorsprung 23 einen Bereich auf, der eingerichtet ist, das zweite Federelement 5 (Fig.2) zu lagern. Der Zapfen 20, der das erste Federelement 9 aufnimmt, und der Aufnahmebereich, in dem das zweite Federelement 5 angeordnet ist, sind vorzugsweise so ausgebildet, dass die Federelemente 9 und 5 haltend (verspannt) und trotzdem beweglich im Spannmittel 8 gelagert sind.

[0055] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines ersten Griffelements 1. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das erste Griffelement 1 eine Achse, wobei Form, Größe, und Werkstoff gemäß den Anforderungen bestimmbar sind. Die Achse ist im Bereich ihres ersten Endes 43 dauerhaft fest, flexibel oder lösbar mit dem Verstellmittel 32, welches drehbar an der Maschine 16 gelagert ist, verbunden und erstreckt sich durch den Handgriff 10 hindurch. Die Achse 1 weist an ihrem zweiten Ende 41, welches beabstandet zum Verstellmittel 32 angeordnet ist eine Ausnehmung 42 auf, die den Zapfen 20 des Spannmittels 8 und das erste Federelement 9 übergreift. Idealerweise sind die Ausnehmung 42 und der Zapfen 20 so ausgebildet, dass sowohl im Zustand, in dem der Handgriff 10 fest oder lose mit dem Handwerkzeug 16 verbunden ist, also in Position P1 und P2, ein Ineinandergreifen sichergestellt ist. Dies stellt die Funktionsweise der im folgenden beschriebenen Federelemente sicher. Ein Wegknicken des ersten Federelements 9 wird dadurch verhindert. Der Durchmesser der Ausnehmung 42 ist so bemessen, dass das erste Federelement 9, das vom Zapfen 20 aufgenommen wird, auch in der Ausnehmung 42 aufgenommen werden kann. Der Federweg des ersten Federelements 9 und die Länge der Ausnehmung 42 sind so bemessen, dass eine Kraft auf die Achse 1 wirkt, wodurch das Spannmittel 8 in Richtung weg vom Verstellmittel 32 bewegt wird. Da das Spannmittel 8 in axialer Richtung formschlüssig mit der Griffschale 11 verbunden ist, wird aufgrund der Federkraft des ersten Federelements 9 der Handgriff 10 von dem Handwerkzeug 16 weg bewegt.

[0056] Der Kern 24 ist hierzu auf der Achse 1 beweglich gelagert und umfasst im gezeigten Ausführungsbeispiel eine elektronische Schaltung, welche eingerichtet ist, ein Greifen des Handgriffs zu detektieren. Die Achse 1 weist vorzugsweise an ihrem zweiten Ende 41 als Eingriffselement ein erstes Spannelement 3 auf, das im gezeigten Ausführungsbeispiel in Form eines Gewindes ausgeführt ist. Das Gewinde 3 ist vom zweiten Ende 41 der Achse 1 beabstandet angeordnet. Das Gewinde 3 ist ferner an der Achse 1 so positioniert, dass in der Ausrückposition, in der der Handgriff 10 locker, also nicht fest mit dem Handwerkzeug verbunden ist und somit das erste Federelement 9 entspannt ist, die Gewindegänge durch das zweite Spannelement 6, im gezeigten Ausführungsbeispiel in Form einer Mutter, nicht ergriffen werden können.

[0057] Hierfür weist die Achse 1 im Anschluss an das Gewinde 3 in Richtung des zweiten Endes 41 einen Führungsabschnitt 4 auf, der einen geringfügig geringeren Durchmesser als der Innendurchmesser des zweiten Spannelements, der Mutter 6 aufweist. Dadurch ist die Beweglichkeit der Mutter 6 in Längsrichtung der Achse 1 gewährleistet. Zur Befestigung des Handgriffs 10 an dem Elektrowerkzeug 16 wird dieser durch Überwindung der Federkraft des ersten Federelements 9 auf das Handwerkzeug 16 zu bewegt. Durch die Bewegung des Handgriffs 10 in Richtung auf das Handwerkzeug 16 zu, kommt die Mutter 6 mit den ersten Gewindegängen des Gewindes 3 in Kontakt. Durch Drehen der Mutter 6 über eine Drehung des Spannmittels 8, gelangt die Mutter 6 in den Eingriff mit dem Gewinde 3 und es entsteht eine Wirkverbindung. Abstände, Längsbeweglichkeit des Handgriffs 10 und die Positionierung des Gewindes 3 an der Achse 1 sind so bemessen, dass durch geringfügiges Drehen des Spannmittels 8 ein Verspannen des Handgriffs 10 an dem Handwerkzeug schnell und einfach möglich ist. Dazu reicht es aus, wenn zwischen der Mutter 6 und dem Gewinde 3 eine geringfügige Überlappung von z.B. 2,5 Gewindegängen besteht.

[0058] Fig.7 zeigt eine perspektivische Ansicht eines zweiten Griffelements 24 in Form eines Kerns. Der Kern 24 weist Ausnehmungen 25 und Vorsprünge 26 auf die mit komplementären Ausnehmungen und Vorsprüngen der Griffschale 11 zusammenwirken. Dadurch kann die Griffschale 11 ortsfest mit dem Kern 24 verbunden werden. Gesichert wird die Griffschale 11 mit handelsüblichen Schrauben. Die Griffschale 11 kann aus zwei Schalenhälften gebildet sein. Ferner weist der Kern 24 einen Anschlag 7 auf, an dem die Mutter 6 durch die Vorspannung des zweiten Federelements 5 konstant anliegt.

[0059] Fig.8 zeigt die Seitenansicht eines Handgriffs 10 bei einseitig entfernter Handgriffschale mit Blick auf ein zweites Griffelement 24. Der Handgriff 10 weist an seinem ersten Ende 12 erste Fixiermittel 15 auf, die zur Lagerung u.a. an einem Verstellmittel 32 und dem Werkzeuglager 30 geformt sind. Das Verstellmittel 32 weist zweite Fixiermittel 31, beispielsweise einen Flansch, das Werkzeuglager 30 weist Ausnehmungen 33 auf, die mit den ersten Fixiermittel 15 zusammenwirken, und im Zustand (Position P3), in dem der Handgriff 10 fest mit der Maschine verbunden ist, einen Formschluss bilden. Bei den ersten Fixiermitteln 15 und zweiten Fixiermitteln 31 sowie den Ausnehmungen 33 kann es sich um Ausnehmungen und Vorsprünge in Form von Nut und Feder handeln. Die zweiten Fixiermittel 31 sind Teil des Verstellmittels 32 und an diesem angeordnet. Das Verstellmittel 32 ist an dem Handwerkzeug 10 drehend gelagert angeordnet.

[0060] Der Bewegungsweg des Handgriffs 10 entlang der Grifflängsachse 21 wird durch einen Stift 2 begrenzt, der in die Achse 1 eingepresst ist. Dieser Stift 2 läuft in einem Langloch 13 des Kerns 24, wobei die Länge des Langlochs 13 den maximalen Weg der Längsbeweglichkeit des Handgriffs 10, insbesondere die Position P1 vorgibt.

[0061] Fig.9 zeigt eine Schnittansicht eines Spannmittels 8 im montierten Zustand. Ein zweites Federelement 5 in Form einer Druckfeder ist auf dem Führungsabschnitt 4 gehalten. Die Druckfeder 5 ist mit einer Vorspannung zwischen dem Grund 19 der Ausnehmung 17 des Spannmittels 8, oder alternativ zwischen dem Vorsprung 23 der Ausnehmung 17 und der Mutter 6 angeordnet. Dadurch wirkt eine Kraft auf die Mutter 6 in Längsrichtung der Achse 1 und bewegt die Mutter 6 bis zu einem Anschlag 7 der am Kern 24 angeordnet ist. Der Anschlag 7 ist Teil des Kerns 24 und steht in Kontakt mit der Stirnfläche 18 des Spannmittels 8. Die Mutter 6 ist somit durch die Druckfeder 5 immer entlang der Längsachse der Achse 1 in Richtung des Handwerkzeugs vorgespannt.

[0062] Fig.10 zeigt eine Seitenansicht der Handgriffverstellvorrichtung 100. Die Achse 1 ist mit dem Kern 24 (nicht dargestellt) und dem Verstellmittel 32 an dem Werkzeuglager 30 verspannt. Das Werkzeuglager 30 weist ferner Ausnehmungen 33 zur formschlüssigen Verbindung der ersten Fixiermittel 15 auf.

[0063] Fig.11 zeigt eine Draufsicht der Handgriffverstellvorrichtung 100 mit verschiedenen Positionen des Handgriffs 10. Der Handgriff 10 ist dabei über das Verstellmittel 32 an drei um 90° versetzten Positionen im 90° oder 45° Winkel in Bezug zu der Werkzeuglängsachse 34 anbringbar. Bei alternativ ausgebildeten Ausführungsbeispielen (nicht dargestellt) kann der Abstand der Positionen des Handgriffs 10 von 90° abweichen und in voneinander abweichenden Winkelpositionen angeordnet sein. Auch sind verschiedene Winkel in Bezug auf die Werkzeuglängsachse 34 möglich. Dies erfordert eine entsprechende Anordnung der Ausnehmung 33 und eine entsprechende formgebende Ausbildung (winkelige Anordnung des Handgriffs 10 in Bezug auf die Werkzeuglängsachse 34) der Ausnehmung 33 am Werkzeuglager. Die Positionierung des Handriffs an einer Maschine beschränkt sich nicht auf die in Figur 11 gezeigten 4 Positionen. Abhängig von der Anzahl und Anordnung der Ausnehmung 33 am Werkzeuglager 30 können für die Handgriffpositionierung mehrere, beispielsweise 6 oder 8 Positionen vorgesehen sein.

[0064] Fig.12 zeigt eine weitere Schnittansicht eines montierten Handgriffs 10 in verspanntem Zustand. Die ersten Fixiermittel 15 und die zweiten Fixiermittel 31 bilden einen Formschluss und lagern den Handgriff 10 im verspanntem Zustand am Handwerkzeug 16.

[0065] Fig.13 zeigt eine weitere Schnittansicht eines montierten Handgriff 10 in verspanntem Zustand, wobei der Handgriff, bzw. die Handgrifflängsachse, im 45° Winkel in Bezug auf die Werkzeuglängsachse 34 angebracht ist. Die ersten Fixiermittel 15 liegen dabei an einem V-förmigen Abschnitt der zweiten Fixiermittel 31 des Verstellmittels 32 an.

[0066] Fig.14 zeigt weitere Schnittansichten eines Handgriffs 10, insbesondere oben in Feststellposition und unten in der Ausrückposition.

[0067] Die obere Darstellung zeigt den Handgriff 10 in der Feststellposition P3, wobei das erste Fixiermittel 15 mit dem Verstellmittel 32 in Kontakt steht. Durch eine Rotation des Spannmittels 8 gemäß Fig. 9 wurde von der Einrückposition aus, in der die Mutter 6 an dem Gewinde 3 anliegt, eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Griffelement hergestellt, wodurch eine Spannung zwischen dem Werkzeuglager 30, dem Verstellmittel 32, und dem ersten 1 und zweiten 24 Griffelement erzeugt wurde, wodurch der Handgriff 10 am Werkzeuglager in der Feststellposition fixiert ist.

[0068] Die untere Darstellung zeigt den Handgriff 10 in der Ausrückposition P1, welche um eine Distanz x - entsprechend der Differenz aus P1-P3, wobei insbesondere P2 annähernd gleich P3 ist - entlang der Grifflängsachse 21 verschoben ist. Dabei ist das erste Fixiermittel 15 von dem Verstellmittel 32 beabstandet und dadurch der Handgriff 10 in zumindest eine weitere Stellung verschiebbar.

[0069] Gemäß Fig. 9 drückt das erste Federelement 9 den Handgriff 10 in der Ausrückposition relativ zum Handwerkzeug 16 von diesem weg und ermöglicht somit ein einfaches Verstellen, ohne, dass der Handgriff 10 vom Handwerkzeug 16 gelöst werden muss. Durch ein Überführen des Handgriffs 10 von der Ausrückposition in die Einrückposition entlang der Grifflängsachse 21 gemäß Fig. 2 kommen erstes 3 und zweites 6 Spannelement in Kontakt. Im Anschluss an die Einrückposition ermöglicht das Spannmittel 8 eine Verspannung des Handgriffs 10 am Handwerkzeug 16. Dabei bewegt sich das zweite Spannmittel 6 entlang eines Eingriffsbereichs relativ zum ersten Spannmittel 3 bis der Handgriff 10 am Handwerkzeug 16 fest fixiert ist.

[0070] Figur 15 zeigt eine Handgriffverstellvorrichtung 100' gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, die zur relativen Verstellung eines Handgriffs 10' in Umfangsrichtung U um eine Werkzeuglängsachse A eines elektrischen Handwerkzeugs dient, insbesondere eines Winkelschleifers, und die zur Fixierung des Handgriffs 10' an einem Werkzeuglager 30' des Handwerkzeugs dient.

[0071] Die Komponenten der Handgriffverstellvorrichtung 100' entsprechen analog den jeweiligen Komponenten der Handgriffverstellvorrichtung 100, jeweils gemäß der Verwendung der gleichen Zahl im Bezugszeichen zweier analoger Komponenten X und X'. Während bei der Handgriffverstellvorrichtung 100, bei der die Feststellposition P3 der Einrückposition P2 entspricht (vgl. Fig. 14), insbesondere annäherungsweise oder genau entspricht, weicht bei der Handgriffverstellvorrichtung 100' die Position P2 von der Position P3 ab - dies ist aber nicht obligatorisch und kann auch P2 gleich P3 sein, insbesondere P2 nahezu gleich P3 oder genau gleich P3. Dennoch ist auch für die Handgriffverstellvorrichtung 100' die Distanz d1 zwischen P1 und P2, gemessen entlang der Grifflängsachse G, vorzugsweise größer, als die Distanz d2 zwischen P2 und P3, insbesondere d1 > d2*f, wobei f vorzugsweise 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 15, 20, 50 beträgt. Grundsätzlich ist die Erfindung aber auch realisierbar mit d1 < d2. Insbesondere ist es bei der Handgriffverstellvorrichtung, insbesondere gemäß Ausführungsbeispiel 100 und 100', bevorzugt und möglich, dass ein Fixiermittel 15, 15' des zweiten Griffelements 24, 24' in der Einrückposition P2 an dem Werkzeuglager 30, 30' anliegt.

[0072] Die Handgriffverstellvorrichtung 100' der Figur 15 ist in den drei Positionen P1, P2 und P3 gezeigt, und zwar entsprechend in dem Figurenabschnitt i), ii) und iii). Mittels der Feder 9', die ausgehend von P1 nach P2 und P3 komprimiert und gespannt wird, wird eine Rückstellkraft ausgeübt, welche das zweite Griffelement 24 ausgehend von der Position P2 zur Position P1 zurückführt.

[0073] Die Handgriffverstellvorrichtung 100' weist ein Verstellmittel 32' auf, welches in der Umfangsrichtung (U) um die Werkzeuglängsachse (A, 34) an dem Werkzeuglager 30' lagerbar und mit dem Handwerkzeug verbindbar ist, insbesondere indem das Verstellmittel 32' einen Gehäuseabschnitt des Handwerkzeugs teilweise, insbesondere in einem Umfangswinkelbereich a, der 0 < a ≤360 umgreift. Das Verstellmittel 32' kann einteilig oder mehrteilig sein, insbesondere können im an dem Handwerkzeug montierten Zustand des Verstellmittels 32' mehrere Bestandteile des Verstellmittels zusammengefügt sein.

[0074] Die Handgriffverstellvorrichtung 100' weist den Handgriff 10' auf, der ein erstes Griffelement 1' mit einem dem Handwerkzeug zugewandten ersten Ende 43', das mit dem Verstellmittel 32' verbunden ist, und einem dem Handwerkzeug abgewandten zweiten Ende 41' aufweist. Die Handgriffverstellvorrichtung 100' weist ein zweites Griffelement 24' auf, das entlang einer Grifflängsachse G an dem ersten Griffelement 1' von einer Ausrückposition P1 zu einer Einrückposition P2 verschiebbar ist. In der Ausrückposition P1 ist der Handgriff 10' beweglich am Werkzeuglager 30' angeordnet, insbesondere entlang der Umfangsrichtung U des Werkzeuglagers 30' angeordnet. In der Einrückposition P2 ist das zweite Griffelement 24' durch Eingreifen des zweiten Spannelements 6' in einen Eingriffsabschnitt 3' des ersten Griffelements 1' in einen Eingriffsbereich überführbar. Mittels dem zweiten Spannelement 6,' welches formschlüssig mit dem zweiten Griffelement 24' verbunden ist, stützt sich das zweite Griffelement 24' innerhalb des Eingriffbereichs in Richtung entlang der Grifflängsachse G am Eingriffsabschnitt 3' ab. Dadurch ist das zweite Griffelement 24'in mindestens eine Richtung entlang der Grifflängsachse G gegen ein Verschieben blockiert. Dies erfolgt durch das Zusammenwirken von dem zweiten Spannmittel 6' mit dem Eingriffsabschnitt. Es entsteht ein Widerlager.

[0075] Der Handgriff 10' weist ein von einem Benutzer aktuierbares Spannmittel 8' auf, durch dessen Aktuieren das zweite Griffelement 24' in dem Eingriffsbereich gegenüber dem ersten Griffelement 1' in eine Feststellposition P3 überführbar ist, in der das zweite Griffelement 24' zwischen dem Eingriffsabschnitt 3' und dem Werkzeuglager 30' verspannt ist und der Handgriff 10' an dem Handwerkzeug fixiert ist.

[0076] Das Spannmittel 8', wie auch das als Drehgewindekappe ausgeführte Spannmittel 8 der Handgriffverstellvorrichtung 100, kann auch anders gestaltet sein, um das zweite Griffelement in der Feststellposition zwischen Eingriffsabschnitt und Werkzeuglager zu verspannen. Mögliche Alternativen sind in den Figuren 16a, 16b und 16c gezeigt.

[0077] Figur 16a zeigt das Spannmittel 8a, das hier als Basisteil 52 eine Hülse bzw. Kappe aufweist bzw. im Wesentlichen daraus gebildet ist, die mit einer Zwangsführung 50 ausgestattet ist. Diese Hülse oder Kappe 8a ist vorzugsweise drehbar um die Grifflängsachse G und vorzugsweise in Richtung entlang der Achse G gegenüber dem zweiten Griffelement 24' (24) nicht verschiebbar mit diesem verbunden. Das erste Griffelement 1' ist mit einem Kulissenstein 51 verbunden, insbesondere fest verbunden, der in die Zwangsführung 50 eingreift. Ein Aktuieren des Spannmittels 8a erfolgt durch Drehen der Hülse/Kappe, wobei die Zwangsführung 50 die Hülse/Kappe entlang des Kulissensteins 51 in Richtung des Werkzeuglagers 30' zieht. Dadurch wird das zweite Griffelement 24' zwischen dem Kulissenstein 51, der als Eingriffsabschnitt 3' dient, und dem Werkzeuglager 30' verspannt, wodurch der Handgriff 10' fixiert wird. Somit bilden die Zwangsführung 50 (zweites Spannelement 6a) und der Kulissenstein 51 (erstes Spannelement) einen Bajonettverschluss. Auch bei dem Spannelement 8a ist zwischen erstem Griffelement 1' und dem mit dem zweiten Griffelement 24' verbundenen Spannmittel 8a vorzugsweise eine Druckfeder 9' vorgesehen, die beim Aktuieren (Drehung zum Fixieren P2 nach P3 in dem Eingriffsbereich, angedeutet durch das Blitzsymbol) gespannt wird, und mittels der das Spannmittel 8a mit dem zweiten Griffelement von P2 nach P3 rückstellbar ist.

[0078] Figur 16b zeigt das Spannmittel 8b, das als Schnellspannanordnung ausgebildet ist. Es weist ein Basisteil 62 auf, das vorzugsweise in Richtung entlang der Achse G gegenüber dem zweiten Griffelement 24' (24) nicht verschiebbar aum die Griffachse G mit diesem verbunden ist, oder das insbesondere auch integral mit dem zweiten Griffelement 24' ausgebildet sein kann. Das erste Griffelement 1' weist eine Schwenkachse 61 für einen Schnellspannhebel 63 auf, der schwenkbar mit der Schwenkachse 61 verbunden ist und somit einen Teil des ersten Griffelements 1' bildet. Der Schnellspannhebel 63 bildet ein erstes Spannelement bzw. einen Eingriffsabschnitt 3'. Die exzentrisch um die Schwenkachse 61 verlaufende Außenfläche 64 des Schnellspannhebels greift in das Basisteil 62 ein und ist an einer Anschlagfläche 65 (zweites Spannelement 6b) des Basisteils anlegbar. Das Verlagern des Basisteils 8b von P1 nach P2 und von dort in eine Feststellposition erfolgt, indem der Schnellspannhebel 63 in das Basisteil eingreift und die Außenfläche 64 an der Anschlagfläche 65 unter dem durch die Druckfeder 9' vermittelten Druck anliegt. In dieser Position erfolgt das Aktuieren des Spannmittels 8b so, indem der Schnellspannhebel vom Benutzer geschwenkt wird, und die exzentrisch verlaufende Außenfläche 64 das mit dem zweiten Griffelement 24' verbundene Basisteil 62 in Richtung des Werkzeuglagers 30' drückt, wobei dabei auch die Druckfeder 9' weiter komprimiert wird. Dadurch wird das zweite Griffelement zwischen der Außenfläche 64, die als Eingriffsabschnitt 3' dient, und dem Werkzeuglager 30' verspannt, wodurch der Handgriff fixiert wird. Somit wird das Spannmittel mittels eines Schnellspannhebels gebildet. Ähnliche Spannmittel können unter Verwendung einer ähnlichen Exzenteranordnung realisiert werden.

[0079] Figur 16c zeigt das Spannmittel 8c, das hier als Basisteil eine Hülse bzw. Kappe aufweist bzw. im Wesentlichen daraus gebildet ist, die mit einer Rastanordnung ausgestattet ist. Diese Hülse oder Kappe 8a ist in Richtung entlang der Achse G gegenüber dem zweiten Griffelement 24' (24) nicht verschiebbar mit diesem verbunden, kann aber auch beweglich zu diesem verbunden sein. Das erste Griffelement 1' weist eine Sägezahnschiene oder Stange 71 auf, die ein erstes Spannelement bildet, die sich entlang der Grifflängsachse G erstreckt, und deren benachbarte Zähne jeweils einen Eingriffsabschnitt für den Stift 70 bilden. Das Basisteil 72 weist den federgelagerten Stift 70 (zweites Spannelement 6c) auf, der in mehrere Stellungen eingreifen kann, die jeweils zwischen zwei Zähnen der Sägezahnschiene 71 gebildet sind, wenn der Stift 70 entlang der Grifflängsachse G in Richtung des Werkzeuglagers verschoben wird, was beim Verschieben des zweiten Griffelements und des Spannmittels 8c von der Position P1 nach P2 erfolgt. Sobald der Stift in den ersten Eingriffsabschnitt 3' eingreift, ist er gegen ein Rückstellen in Richtung G (vom Werkzeuglager weg) gesichert. Ein weiteres Verschieben des Stifts 70 in Richtung Werkzeuglager 30', das durch die gegenüber der Stiftlängsachse S geneigte Rampe des Sägezahns ermöglicht ist, presst das zweite Griffelement 24' gegen das Werkzeuglager 30' und spannt die Druckfeder 9' weiter an. Zum Lösen der Rastverbindung greift der Benutzer den gegenüber der Hülse beweglichen Stift 70 und zieht diesen entlang der Stiftlängsachse S von der Sägezahnschiene 71 weg. Die Druckfeder 9' bewegt dann das Spannmittel 8' mit dem zweiten Griffelement 24' von der Position P2 zurück zur Position P1.

[0080] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Montage eines mit der erfindungsgemäßen Handgriffverstellvorrichtung (100; 100') versehenen Handwerkzeugs (16), insbesondere eines Winkelschleifers, beinhaltet die Schritte:

Bereitstellen eines Handwerkzeugs (16);

Befestigen der erfindungsgemäßen Handgriffverstellvorrichtung (100; 100'), insbesondere des mit dem Handgriff (10; 10') verbundenen Verstellmittels (32; 32') an einem Werkzeuglager (30; 30') des Handwerkzeugs;

Vorzugswiese: Fixieren des Handgriffs und/oder des Verstellmittels (32; 32') am Werkzeuglager (30; 30').



[0081] Die typische Verwendung einer erfindungsgemäßen Handgriffverstellvorrichtung (100; 100'), wie oben exemplarisch anhand der Figuren beschrieben, beinhaltet typischer Weise das Lösen, Verstellen und das erneute Befestigen des Handgriffs am Handwerkzeug. Es beinhaltet vorzugsweise die Schritte

(Lösen)



[0082] 
  • Lösen der Fixierung des Handgriffs (10) am Handwerkzeug (16) durch Bewegen des Spannmittels (8; 8'; 8a; 8b; 8c) in der Feststellposition (P3);
  • Überführen des zweiten Griffelements (24; 24') von der Feststellposition (P3) in die Einrückposition (P2);
  • Rückstellen des zweiten Griffelements (24; 24') von der Einrückposition (P2) in die Ausrückposition (P1), insbesondere mithilfe eines Federelements (9; 9') der Handgriffverstellvorrichtung;

(Verstellen)



[0083] 
  • Verstellen der Position des Handgriffs (10; 10') relativ zu einem elektrischen Handwerkzeug (16), insbesondere durch Drehen des Handgriffs (10; 10') in Umfangsrichtung um eine Werkzeuglängsachse (A, 34) des Handwerkzeugs (16) und/oder durch Kippen des Handgriffs (10; 10') um eine Kippachse, die insbesondere senkrecht zu der Ebene verläuft, die durch die Werkzeuglängsachse (A, 34) und die Grifflängsachse (G, 21) aufgespannt ist;

(erneutes Befestigen)



[0084] 
  • Überführen des zweiten Griffelements (24; 24') von der Ausrückposition (P1) in die Einrückposition (P2), insbesondere durch -vorzugsweise translatorische- Bewegung entlang der Grifflängsachse (G, 21), wobei durch diese Bewegung insbesondere das Federelement (9; 9') gespannt wird;
  • Überführen des zweiten Griffelements (24,24') ausgehend von der Einrückposition (P2) in einen Eingriffsbereich, in der sich das zweite Griffelement (24, 24') mittels dem zweiten Spannmittel (6') in Richtung entlang der Grifflängsachse (D, 21) am Eingriffsabschnitt (3, 3') abstützt.
  • Überführen des zweiten Griffelements (24; 24') ausgehend von der Einrückposition (P2) in eine Feststellposition (P3) durch manuelles Aktuieren des Spannmittels (8; 8'; 8a; 8b; 8c), wodurch das zweite Griffelement (24; 24') in einem Eingriffsbereich von der Einrückposition gegenüber dem ersten Griffelement (1; 1') in die Feststellposition (P3) überführt wird, in der das zweite Griffelement (24; 24') zwischen dem Eingriffsabschnitt und dem Werkzeuglager (30; 30') verspannt ist und der Handgriff (10; 10) wieder an dem Handwerkzeug fixiert ist.

Bezugszeichenliste



[0085] 

1, 1' Erstes Griffelement, Achse

2 Stift

3, 3' Eingriffsabschnitt und erstes Spannelement

4 Führungsabschnitt

5 Zweites Federelement

6 Zweites Spannelement, Mutter

7 Anschlag

8, 8', 8a, 8b, 8c Spannmittel

9, 9' Erstes Federelement

10, 10'Handgriff

11 Griffschale

12 Erstes Ende von Handgriff

13 Langloch

14 Zweites Ende von Handgriff

15 Erstes Fixiermittel

16 Maschine, elektrisches Handwerkzeug

17 Ausnehmung von Spannmittel

18 Stirnfläche von Spannmittel

19 Grund von Ausnehmung

20 Zapfen

21, G Grifflängsachse

22 Formabschnitt

23 Vorsprung

24, 24' Zweites Griffelement, Kern

25 Ausnehmung

26 Vorsprung

27 Führungskanal

28 Bund

30, 30'Werkzeug!ager

31 Zweites Fixiermittel

32, 32'Verstellmittel

33 Ausnehmung an Werkzeuglager

A, 34 Werkzeuglängsachse

41, 41'Zweites Ende von erstem Griffelement

42 Axiale Ausnehmung von erstem Griffelement

43, 43'Erstes Ende von erstem Griffelement

50 Zwangsführung

51 Kulissenstein

52, 62, 72 Basisteil

61 Schwenkachse

63 Schnellspannhebel

64 Exzenteraußenfläche

65 Anschlagfläche

70 federgelagerter Stift

71 Sägezahnschiene

72 Basisteil

100, 100' Handgriffverstellvorrichtung

P1 Ausrückposition

P2 Einrückposition

P3 Feststellposition




Ansprüche

1. Handgriffverstellvorrichtung (100; 100') zur Verstellung der Position eines Handgriffs (10; 10') relativ zu einem elektrischen Handwerkzeug (16), insbesondere in Umfangsrichtung um eine Werkzeuglängsachse (A, 34) des Handwerkzeugs (16), insbesondere eines Winkelschleifers, und zur Fixierung des Handgriffs (10; 10') an einem Werkzeuglager (30; 30') des Handwerkzeugs, aufweisend:

• ein Verstellmittel (32; 32'), welches beweglich an dem Handwerkzeug, insbesondere in der Umfangsrichtung (U) um die Werkzeuglängsachse (A, 34) drehbar an dem Werkzeuglager (30; 30'), lagerbar ist und mit dem Handwerkzeug verbindbar ist;

• den Handgriff (10; 10'), der ein erstes Griffelement (1; 1') mit einem dem Handwerkzeug zugewandten ersten Ende (43; 43'), das mit dem Verstellmittel (32; 32') verbunden ist, und einem dem Handwerkzeug abgewandten zweiten Ende (41; 41') aufweist, und ein zweites Griffelement (24; 24') aufweist, das entlang einer Grifflängsachse (G, 21) an dem ersten Griffelement (1; 1') von einer Ausrückposition (P1) zu einer Einrückposition (P2) und zurück verschiebbar ist;

• wobei in der Ausrückposition (P1) der Handgriff (10; 10') und das Verstellmittel (32; 32') relativ zum Handwerkzeug bewegbar, insbesondere entlang der Umfangsrichtung (U) des Werkzeuglagers (30; 30') drehbar, sind;

• wobei, in der Einrückposition (P2), das zweite Griffelement (24; 24') durch Eingreifen in einen Eingriffsabschnitt (3; 3') des ersten Griffelements (1; 1') in einen Eingriffsbereich überführbar ist, in der sich das zweite Griffelement (24; 24') in Richtung entlang der Grifflängsachse (G, 21) am Eingriffsabschnitt (3) abstützt,

• und wobei der Handgriff (10) ein von einem Benutzer aktuierbares Spannmittel (8; 8'; 8a; 8b; 8c) aufweist, durch dessen Aktuieren das zweite Griffelement (24; 24') in dem Eingriffsbereich gegenüber dem ersten Griffelement (1; 1') in eine Feststellposition (P3) überführbar ist, in der das zweite Griffelement (24; 24') zwischen dem Eingriffsabschnitt und dem Werkzeuglager (30; 30') verspannt ist und der Handgriff (10; 10) an dem Handwerkzeug fixiert ist.


 
2. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handgriffverstellvorrichtung ein erstes Federelement (9; 9') aufweist, das insbesondere dazu angeordnet ist, das zweite Griffelement (24) von der zweiten Position P2 in die erste Position P1 zurückzustellen.
 
3. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Griffelement (1) eine Achse ist, wobei der Eingriffsabschnitt (3; 3') als ein auf der Achse (1), vom zweiten Ende (41) der Achse (1) beabstandetes erstes Spannelement (3; 3') ausgeführt ist;

wobei das zweite Griffelement (24; 24') ein Kern mit einem dem Handwerkzeug zugewandten ersten Ende und einem dem Handwerkzeug abgewandten zweiten Ende (14) ist, wobei die Achse (1; 1') entlang der Grifflängsachse (G; 21) außerhalb oder innerhalb des Kerns (24; 24') angeordnet ist, so dass der Kern (24; 24') entlang der Grifflängsachse (21) beweglich an der Achse (1) gelagert ist;

wobei die Achse (1) im Bereich des ersten Endes (43) mit dem Verstellmittel (32) verbunden ist;

wobei das Spannmittel (8) an dem zweiten Ende (14) des Kerns (24) verliersicher und insbesondere drehbar befestigt ist, wobei das Spannmittel (8) ferner aufweist:
ein zweites Spannelement (6; 6'; 6a; 6b; 6c), welches mit dem Spannmittel (8; 8'; 8a; 8b; 8c) verbunden ist, und eingerichtet ist, mit dem ersten Spannelement (3; 3') der Achse (1) in Eingriff bringbar zu sein.


 
4. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Spannelement (6) als eine Mutter, insbesondere als eine Sechskant-Mutter, ausgestaltet ist, die zwischen der ersten Position P1 und der zweiten Position P2 entlang der Grifflängsachse verschiebbar um einen Führungsabschnitt (4) herum angeordnet ist, der am zweiten Ende (41) der Achse (1) lokalisiert ist und der einen geringeren Durchmesser als der Innendurchmesser der Mutter aufweist.
 
5. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (1) an ihrem zweiten Ende (41) eine axiale Ausnehmung (42) aufweist,
und wobei das Spannmittel (8) ferner aufweist:

eine Ausnehmung (17), insbesondere ein Sackloch, wobei sich die Ausnehmung (17) ausgehend von einer der Achse (1) zugewandten Stirnfläche (18) des Spannmittels (8) in dieses hinein erstreckt, und wobei die Ausnehmung (17) ferner eingerichtet ist, das zweite Ende (24) der Achse (1) aufzunehmen,

einen Zapfen (20), wobei sich der Zapfen (20) von einem Grund (19) der Ausnehmung (17) aus erstreckt, und wobei die Ausnehmung (42) der Achse (1) den Zapfen (20) übergreift.


 
6. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Ausnehmung (42) so bemessen ist, dass das erste Federelement (9) im montierten Zustand um den Zapfen (20) und in der Ausnehmung (42) aufgenommen ist, und wobei das erste Federelement (9) an seinen Enden ferner in Kontakt mit der Achse (1) und dem Spannmittel (8) steht, und der Federweg des ersten Federelements (9) und die Ausnehmung (42) so bemessen sind, dass ausgehend vom Spannmittel (8) über das erste Federelement (9) eine Kraft auf die Achse (1) wirkt.
 
7. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass zum Überführen des Handgriffs von der Einrückposition (P2) in die Feststellposition (P3) eine Drehung um nicht mehr als 4 oder 3 Gewindegänge notwendig ist.
 
8. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mutter (6) über ein zweites Federelement (5), welches zwischen Mutter (6) und Spannmittel (8) angeordnet ist, gegen einen Anschlag (7) vorgespannt ist, wobei der Anschlag (7) Teil des Kerns (24) ist und in Kontakt mit der Stirnfläche (18) des Spannmittels (8) steht.
 
9. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Griffelement (24) erste Fixiermittel (15) und das Verstellmittel (32) komplementäre zweite Fixiermittel (31) aufweist, wobei die ersten Fixiermittel (15) und die zweiten Fixiermittel (31) eingerichtet sind, in der Feststellposition (P3) einen Formschluss auszuüben.
 
10. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeuglager (30) mindestens eine Ausnehmung (33) aufweist, die eingerichtet ist, in der Feststellposition (P3) mit dem ersten Fixiermittel (15) einen Formschluss auszuüben.
 
11. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Griffelement (1) im Bereich des ersten Endes (43) mit dem Verstellmittel (32) schwenkbar verbunden ist, derart dass der Handgriff (10) mit Bezug zu seiner Grifflängsachse (21) und der Werkzeuglängsachse (34) in einem von 90° verschiedenen Winkel anordenbar ist.
 
12. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Griffelement (1) ferner Mittel zur Begrenzung, insbesondere einen mit dem ersten Griffelement (1) verbundenen Stift (2), der in ein Langloch (13) des zweiten Griffelements (24) eingreift, aufweist, und hierdurch die axiale Verschiebung des ersten Griffelements (1) zu dem zweiten Griffelement (24) begrenzt.
 
13. Handgriffverstellvorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (42) und der Zapfen (20) derart ausgebildet sind, dass der Zapfen (20) in der Ausrückposition (P2) und der Feststellposition (P3) von der Ausnehmung (42) aufgenommen ist.
 
14. Elektrisches Handwerkzeug (16), insbesondere Winkelschleifer, mit einer Handgriffverstellvorrichtung (100; 100') gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, zur Verstellung der Stellung eines Handgriffs (10; 10') relativ zu dem elektrischen Handwerkzeug, wobei das elektrische Handwerkzeug ein Werkzeuglager (30; 30'), aufweist, an dem das Verstellmittel (32; 32') der Handgriffverstellvorrichtung beweglich lagerbar ist und mit dem Handwerkzeug verbindbar ist.
 
15. Verfahren zur Verwendung der Handgriffverstellvorrichtung (100; 100') gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, beinhaltend die Schritte

• Lösen der Fixierung des Handgriffs (10) am Handwerkzeug (16) durch Bewegen des Spannmittels (8; 8'; 8a; 8b; 8c) in der Feststellposition (P3);

• Überführen des zweiten Griffelements (24; 24') von der Feststellposition (P3) in die Einrückposition (P2);

• Rückstellen des zweiten Griffelements (24; 24') von der Einrückposition (P2) in die Ausrückposition (P1), insbesondere mithilfe eines Federelements (9; 9') der Handgriffverstellvorrichtung;

• Verstellen der Position des Handgriffs (10; 10') relativ zu einem elektrischen Handwerkzeug (16), insbesondere durch Drehen des Handgriffs (10; 10') in Umfangsrichtung um eine Werkzeuglängsachse (A, 34) des Handwerkzeugs (16) und/oder durch Kippen des Handgriffs (10; 10') um eine Kippachse, die insbesondere senkrecht zu der Ebene verläuft, die durch die Werkzeuglängsachse (A, 34) und die Grifflängsachse (G, 21) aufgespannt ist;

• Überführen des zweiten Griffelements (24; 24') von der Ausrückposition (P1) in die Einrückposition (P2), insbesondere durch -vorzugsweise translatorische- Bewegung entlang der Grifflängsachse (G, 21), wobei durch diese Bewegung insbesondere das Federelement (9; 9') gespannt wird;

• Überführen des zweiten Griffelements (24; 24') ausgehend von der Einrückposition (P2) in eine Feststellposition (P3) durch manuelles Aktuieren des Spannmittel (8; 8'; 8a; 8b; 8c), wodurch das zweite Griffelement (24; 24') innerhalb des Eingriffsbereichs von der Einrückposition (P2) gegenüber dem ersten Griffelement (1; 1') in die Feststellposition (P3) überführt wird, in der das zweite Griffelement (24; 24') zwischen dem Eingriffsabschnitt und dem Werkzeuglager (30; 30') verspannt ist und der Handgriff (10; 10) wieder an dem Handwerkzeug fixiert ist.


 




Zeichnung

























Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente