[0001] Die Erfindung betrifft eine Luftfilteranordnung zur Reinigung eines Luftstroms für
ein Nutzfahrzeug, insbesondere für einen landwirtschaftlichen Traktor, umfassend einen
mit einem Lufteinlass kommunizierenden Vorfilter und einen dem Vorfilter in Richtung
des Luftstroms nachgeschalteten ersten Feinfilter. Auf den ersten Feinfilter folgt
in Richtung des Luftstroms ein redundanter zweiter Feinfilter, der einem in einer
vorgegebenen Einbaulage der Luftfilteranordnung horizontal verlaufenden Luftfilterabschnitt
zugeordnet ist.
[0002] Eine solche Anordnung geht beispielsweise aus der
GB 2 055 719 A hervor. Diese umfasst einen an einem kippbaren Fahrerhaus eines Lastkraftwagens angebrachten
Luftansaugkamin, der im Bereich eines Lufteinlasses angeordnete Leitschaufeln aufweist,
mittels derer sich ein über den Lufteinlass angesaugter Luftstrom in Wirbelbewegungen
versetzen lässt, sodass in dem Luftstrom mitgeführte Grobpartikel in Richtung angrenzender
Gummiauswurfklappen geschleudert und auf diese Weise entfernt werden. Der Luftstrom
durchläuft ein konisches Filterelement sowie ein einem Gummibalg nachgeordnetes Sicherheitsfilterelement,
an dem dieser anschließend seitlich in Richtung eines Motoransaugtrakts austritt.
[0003] Derartige mehrstufige Luftfilteranordnungen finden üblicherweise in Bereichen Verwendung,
in denen die Umgebungsluft erheblich durch Staub belastet ist. Dies ist vor allem
bei Nutzfahrzeugen aus dem forst- und landwirtschaftlichen Bereich, aber auch dem
Baubereich der Fall. Die zu reinigende Umgebungsluft wird hier typischerweise einem
Ansaugtrakt eines dieselbetriebenen Verbrennungsmotors zugeführt. Die einzelnen Filter
sind als zu Wartungs- bzw. Reinigungszwecken einzeln entnehmbare Kartuschen in einem
gemeinsamen Filtergehäuse untergebracht, das liegend im Nutzfahrzeug eingebaut ist.
Hierdurch wird für den Fall der Entnahme der Kartuschen vermieden, dass in das Filtergehäuse
eingedrungene Staubpartikel ungehindert in den nachfolgenden Ansaugtrakt des Verbrennungsmotors
gelangen können. Dieses Risiko würde vor allem bei einer aufrechten Montage des Filtergehäuses
bestehen.
[0004] Sowohl die Notwendigkeit des liegenden Einbaus wie auch die Unterbringung der einzelnen
Filter in einem gemeinsamen und damit vergleichsweise sperrigen Filtergehäuse stehen
einer optimalen Nutzung des fahrzeugseitig zur Verfügung stehenden Bauraums entgegen.
[0005] Angesichts dessen ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine bezüglich der Nutzung
des in einem Nutzfahrzeug typischerweise zur Verfügung stehenden Bauraums verbesserte
Luftfilteranordnung der eingangs genannten Art anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Luftfilteranordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0007] Die Luftfilteranordnung zur Reinigung eines Luftstroms für ein Nutzfahrzeug, insbesondere
für einen landwirtschaftlichen Traktor, umfasst einen mit einem Lufteinlass kommunizierenden
Vorfilter und einen dem Vorfilter in Richtung des Luftstroms nachgeschalteten ersten
Feinfilter, der gemeinsam mit dem Vorfilter einem in einer vorgegebenen Einbaulage
vertikal verlaufenden Luftfilterabschnitt zugeordnet ist, wobei auf den ersten Feinfilter
in Richtung des Luftstroms ein redundanter zweiter Feinfilter folgt, der einem in
der vorgegebenen Einbaulage horizontal verlaufenden Luftfilterabschnitt zugeordnet
ist, wobei der horizontal verlaufende Luftfilterabschnitt Bestandteil eines syphonartigen
Leitungsbereichs ist, der ausgehend von dem redundanten zweiten Feinfilter in Richtung
eines Luftauslasses bogenförmig ansteigt.
[0008] Auf diese Weise ist eine baulich aufgeteilte Anordnung von Vorfilter und erstem Feinfilter
einerseits sowie redundantem zweiten Feinfilter andererseits möglich, wobei der syphonartig
ansteigende Leitungsbereich verhindert, dass Staubpartikel bei ausgebautem redundanten
zweiten Filter ungehindert in den dahinter liegenden Bereich in Richtung des Luftauslasses
gelangen können.
[0009] Die eigentliche Filterung des Luftstroms erfolgt mittels des Vorfilters sowie des
ersten Feinfilters, diese sind daher gemeinsam in dem vertikal verlaufenden Luftfilterabschnitt
unmittelbar aufeinanderfolgend angeordnet. Vorfilter und erster Feinfilter bilden
den Hauptfilter der Luftfilteranordnung. Der aus Gründen der Betriebssicherheit vorhandene
redundante zweite Feinfilter stellt lediglich einen Zusatzfilter dar und kann sich
daher beabstandet zum Hauptfilter in dem nachfolgenden horizontal verlaufenden Luftfilteranschnitt
befinden. Ein derartiger Aufbau trägt den bei gängigen Nutzfahrzeugen aus dem Land-,
Forst- bzw. Baumaschinenbereich herrschenden baulichen Verhältnissen Rechnung, denn
hier ist es unter anderem vorstellbar, den vertikal verlaufenden Luftfilterabschnitt
in Gestalt eines außerhalb eines Motorraums liegenden Ansaugschnorchels auszubilden,
wohingegen der horizontal verlaufende Luftfilterabschnitt in einem Bereich unterhalb
eines Verbrennungsmotors seitlich in den Motorraum eintreten kann. Die Verwendung
eines Ansaugschnorchels erlaubt hierbei eine Vergrößerung des Abstands zwischen Lufteinlass
und Erdboden und damit eine Ansaugung von Umgebungsluft mit entsprechend geringerer
Staubbelastung. Im Ergebnis ermöglich es die erfindungsgemäße Luftfilteranordnung
daher, den insoweit in einem Nutzfahrzeug typischerweise zur Verfügung stehenden Bauraum
besser nutzen zu können.
[0010] Die Vorgabe der Einbaulage der beiden Luftfilterabschnitte kann unter Zugrundelegung
einer gedachten Fahrzeugebene erfolgen, die durch eine im Wesentlichen in Längsrichtung
des Nutzfahrzeugs orientierte erste Achse und eine im Wesentlichen in Querrichtung
des Nutzfahrzeugs orientierte zweite Achse aufgespannt wird. Bezogen auf diese Fahrzeugebene
ist der vertikal verlaufende Luftfilterabschnitt aufrecht und der horizontal verlaufende
Luftfilterabschnitt liegend am Nutzfahrzeug angeordnet.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Luftfilteranordnung gehen aus
den Unteransprüchen hervor.
[0012] Vorzugsweise ist der Vorfilter als Zentrifugalabscheider zur Absonderung von im angesaugten
Luftstrom enthaltenen Grobpartikeln ausgebildet. Der Zentrifugalabscheider umfasst
eine Vielzahl von Lufteinlässen, an die sich ein jeweiliger Einzelabscheider anschließt,
die den hindurchtretenden Luftstrom derart in eine Wirbelbewegung versetzt, dass die
darin enthaltenen Grobpartikel aufgrund der auftretenden Zentrifugalkräfte in einen
die Einzelabscheider umgebenden Sammelbereich geschleudert werden.
[0013] Um eine gleichbleibende Filterleistung sicherzustellen, besteht die Möglichkeit,
dass der innerhalb des Zentrifugalabscheiders vorgesehene Sammelbereich mit einer
Unterdruckleitung zur kontinuierlichen Absaugung der abgesonderten Grobpartikel kommuniziert.
Die Unterdruckleitung kann hierbei in einen niederdruckseitigen Ansaugbereich einer
von einem Motorkühlsystem umfassten Axiallüfteranordnung münden oder aber an einem
separaten Unterdruckerzeuger angeschlossen sein.
[0014] Des Weiteren ist es vorstellbar, dass der vertikal verlaufende Luftfilterabschnitt
mit dem horizontal verlaufenden Luftfilterabschnitt über einen flexiblen Balg verbunden
ist. Der flexible Balg ermöglicht einen Ausgleich betriebsbedingter Bewegungen bzw.
Vibrationen zwischen den beiden Abschnitten. Die Verwendung eines flexiblen Balgs
erlaubt es zudem, den vertikal verlaufenden Luftfilterabschnitt an einer gegenüber
einem tragenden Fahrzeugchassis gefedert aufgehängten Fahrerkabine anzubringen.
[0015] Zu diesem Zweck kann an dem vertikal verlaufenden Luftfilterabschnitt wenigstens
ein Befestigungselement zur Montage an einer Tragestruktur der Fahrerkabine des Nutzfahrzeugs
vorgesehen sein. Bei dem Befestigungselement handelt es sich beispielweise um einen
Halter, der einstückig an einem von der Luftfilteranordnung umfassten Kunststoffgehäuse
ausgeformt ist.
[0016] Typischerweise umfasst der erste Feinfilter als filteraktives Element ein gefaltetes
Filtervlies. Während des Betriebs setzen sich darin Staubpartikel fest, die sich selbst
im Wege einer Reinigung, beispielsweise durch Ausblasen mit Druckluft, nicht mehr
entfernen lassen. Um einer Degradation der Filterleistung vorzubeugen, kann der erste
Feinfilter daher als austauschbare Einweg-Filterpatrone ausgebildet sein.
[0017] Insbesondere kann die Einweg-Filterpatrone auch mit einem sensorisch erfassbaren
individuellen Identifikationsmerkmal ausgestattet sein, auf dessen Grundlage eine
Weiterverwendung der Einweg-Filterpatrone nach Ablauf einer spezifizierten Gebrauchsdauer
ausgeschlossen wird. Bei dem Identifikationsmerkmal handelt es sich zum Beispiel um
einen RFID-Tag, der mittels eines fahrzeugseitigen RFID-Empfängers auslesbar ist.
Das ausgelesene Identifikationsmerkmal wird an eine Kontrolleinheit übermittelt, die
auf Grundlage eines für die betreffende Einweg-Filterpatrone gestarteten Betriebsstundenzählers
ermittelt, ob die spezifizierte Gebrauchsdauer überschritten ist. Ist dies der Fall,
so unterbindet die Kontrolleinheit eine erneute Inbetriebnahme des Nutzfahrzeugs unter
gleichzeitiger Ausgabe einer entsprechenden Fahrerinformation.
[0018] Der bogenförmig ansteigende Leitungsbereich kann als elastischer Luftschlauch ausgebildet
sein. Dieser besteht aus einer hitzebeständigen Gummimischung, beispielsweise aus
Viton. Eine mögliche Übertragung betriebsbedingter Bewegungen eines daran angeschlossenen
Fahrzeugaggregats auf die Komponenten des vertikal verlaufenden Luftfilterabschnitts
kann so weitgehend ausgeschlossen werden.
[0019] Typischerweise ist an dem Luftauslass ein Anschlussstück zur Verbindung mit einem
Ansaugtrakt eines als Verbrennungsmotor ausgebildeten Fahrzeugaggregats vorgesehen.
Das Anschlussstück kann unmittelbar an dem elastischen Luftschlauch als Bestandteil
des bogenförmig ansteigenden Leitungsbereich ausgeformt sein. Das Anschlussstück wird
beispielsweise mittels einer Schlauchschelle an einem mit dem Ansaugtrakt kommunizierenden
Anschlussflansch des Verbrennungsmotors luftdicht montiert.
[0020] Abschließend sei angemerkt, dass eine Verwendung der erfindungsgemäßen Luftfilteranordnung
nicht auf die Reinigung eines einem Verbrennungsmotor zuzuführenden Luftstroms beschränkt
sein muss. Vielmehr kommen auch andere Anwendungen in Frage, bei denen eine sichere
Filterung der Umgebungsluft erforderlich ist, so zum Beispiel im Falle der Klimatisierung
einer zum Schutz vor auszubringenden Pflanzenschutzmitteln hermetisch abgeschlossenen
Fahrerkabine.
[0021] Die erfindungsgemäße Luftfilteranordnung zur Reinigung eines Luftstroms für ein Nutzfahrzeug
wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Hierbei beziehen
sich identische Bezugszeichen auf übereinstimmende oder bezüglich ihrer Funktion vergleichbare
Komponenten. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Luftfilteranordnung zur Reinigung eines
Luftstroms für ein Nutzfahrzeug, und
- Fig. 2
- ein als landwirtschaftlicher Traktor ausgebildetes Nutzfahrzeug, umfassend die in
Fig. 1 dargestellte Luftfilteranordnung.
[0022] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Luftfilteranordnung 10,
deren Aufbau bzw. Funktionsweise nachfolgend unter Bezugnahme auf den in Fig. 2 dargestellten
eingebauten Zustand an einem als landwirtschaftlicher Traktor 12 ausgebildeten Nutzfahrzeug
erläutert werden soll.
[0023] Die mehrstufig aufgebaute Luftfilteranordnung 10 umfasst einen mit einem Lufteinlass
14 kommunizierenden Vorfilter 16 und einen dem Vorfilter 16 in Richtung eines zu reinigenden
Luftstroms 18 nachgeschalteten ersten Feinfilter 20. Der erste Feinfilter 20 ist gemeinsam
mit dem Vorfilter 16 einem in einer vorgegebenen Einbaulage 22 vertikal verlaufenden
Luftfilterabschnitt 24 zugeordnet.
[0024] Auf den ersten Feinfilter 20 folgt in Richtung des zu reinigenden Luftstroms 18 ein
redundanter zweiter Feinfilter 26. Der redundante zweite Feinfilter 26 ist einem in
der vorgegebenen Einbaulage 22 horizontal verlaufenden Luftfilterabschnitt 28 zugeordnet.
Der horizontal verlaufende Luftfilterabschnitt 28 ist Bestandteil eines syphonartigen
Leitungsbereichs 30, der ausgehend von dem redundanten zweiten Feinfilter 26 in Richtung
eines Luftauslasses 32, aus dem der gereinigte Luftstrom 18 austritt, bogenförmig
ansteigt.
[0025] Gemäß Fig. 2 wird zur Vorgabe der Einbaulage 22 der beiden Luftfilterabschnitte 24,
28 eine gedachte Fahrzeugebene 34 zugrunde gelegt, die durch eine im Wesentlichen
in Längsrichtung des landwirtschaftlichen Traktors 12 orientierte erste Achse 36 und
eine im Wesentlichen in Querrichtung des landwirtschaftlichen Traktors 12 orientierte
zweite Achse 38 aufgespannt wird. Bezogen auf diese Fahrzeugebene 34 ist der vertikal
verlaufende Luftfilterabschnitt 24 aufrecht und der horizontal verlaufende Luftfilterabschnitt
28 liegend am landwirtschaftlichen Traktor 12 angeordnet.
[0026] Die eigentliche Filterung des Luftstroms 18 erfolgt mittels des Vorfilters 16 sowie
des ersten Feinfilters 20, diese sind daher gemeinsam in dem vertikal verlaufenden
Luftfilterabschnitt 24 unmittelbar aufeinanderfolgend untergebracht. Vorfilter 16
und erster Feinfilter 20 bilden den Hauptfilter 40 der Luftfilteranordnung 10. Der
aus Gründen der Betriebssicherheit vorhandene redundante zweite Feinfilter 26 stellt
lediglich einen Zusatzfilter dar und befindet sich beabstandet zum Hauptfilter 40
in dem nachfolgenden horizontal verlaufenden Luftfilteranschnitt 28.
[0027] Wie am besten in Fig. 2 zu erkennen ist, ist der vertikal verlaufende Luftfilterabschnitt
24 beispielsgemäß in Gestalt eines außerhalb eines Motorraums 42 des landwirtschaftlichen
Traktors 12 liegenden Ansaugschnorchels 44 ausgebildet, wohingegen der horizontal
verlaufende Luftfilterabschnitt 28 in einem Bereich 46 unterhalb eines als Verbrennungsmotor
48 ausgebildeten Fahrzeugaggregats seitlich in den Motorraum 42 eintritt. Die Verwendung
eines Ansaugschnorchels 44 erlaubt hierbei eine Vergrößerung des Abstands zwischen
Lufteinlass 14 und Erdboden 50 und damit eine Ansaugung von Umgebungsluft mit entsprechend
geringerer Staubbelastung.
[0028] Der von dem Ansaugschnorchel 44 umfasste vertikal verlaufende Luftfilterabschnitt
24 ist mit dem horizontal verlaufenden Luftfilterabschnitt 28 über einen flexiblen
Balg 52 verbunden. Der flexible Balg 52 ermöglicht einen Ausgleich betriebsbedingter
Bewegungen bzw. Vibrationen zwischen den beiden Abschnitten 24, 28, insbesondere für
den Fall, dass der vertikal verlaufende Luftfilterabschnitt 24 wie hier an einer gegenüber
einem tragenden Fahrzeugchassis 54 gefedert aufgehängten Fahrerkabine 56 angebracht
ist.
[0029] Zu diesem Zweck ist an dem vertikal verlaufenden Luftfilterabschnitt 24 wenigstens
ein Befestigungselement 58 zur Montage an einer Tragestruktur 60 der Fahrerkabine
56 des landwirtschaftlichen Traktors 12 vorgesehen. Bei dem Befestigungselement 58
handelt es sich um einen Halter 62, der einstückig an einem von der Luftfilteranordnung
10 umfassten Kunststoffgehäuse 64 im Bereich des Ansaugschnorchels 44 ausgebildet
ist.
[0030] Der bogenförmig ansteigende Leitungsbereich 30 ist als elastischer Luftschlauch 66
ausgebildet. Dieser besteht aus einer hitzebeständigen Gummimischung, beispielsweise
aus Viton. An dem Luftauslass 32 ist ein Anschlussstück 68 zur Verbindung mit einem
Ansaugtrakt 70 des Verbrennungsmotors 48 vorgesehen. Das Anschlussstück 68 ist unmittelbar
an dem elastischen Luftschlauch 66 als Bestandteil des bogenförmig ansteigenden Leitungsbereich
30 ausgeformt und wird mittels einer Schlauchschelle 72 an einem mit dem Ansaugtrakt
70 kommunizierenden Anschlussflansch 74 des Verbrennungsmotors 48 luftdicht montiert.
[0031] Der Vorfilter 16 ist in Gestalt eines kassettenartigen Einschubs 76 in einem Endbereich
78 des Ansaugschnorchels 44 von außen zugänglich in das Kunststoffgehäuse 64 eingesetzt.
Der kassettenartige Einschub 76 ist mehrteilig aufgebaut und lässt sich zum Zwecke
seiner Zerlegung und Reinigung von Hand entnehmen.
[0032] Vorliegend ist der Vorfilter 16 als Zentrifugalabscheider 80 zur Absonderung von
im angesaugten Luftstrom 18 enthaltenen Grobpartikeln ausgebildet. Der Zentrifugalabscheider
80 umfasst eine Vielzahl von Lufteinlassöffnungen 82, an die sich ein jeweiliger Einzelabscheider
84 anschließt, die den hindurchtretenden Luftstrom 18 derart in eine Wirbelbewegung
versetzt, dass die darin enthaltenen Grobpartikel aufgrund der auftretenden Zentrifugalkräfte
in einen die Einzelabscheider 84 umgebenden Sammelbereich 86 geschleudert werden.
[0033] Um eine gleichbleibende Filterleistung sicherzustellen, kommuniziert der innerhalb
des Zentrifugalabscheiders 80 vorgesehene Sammelbereich 86 mit einer Unterdruckleitung
88 zur kontinuierlichen Absaugung der abgesonderten Grobpartikel. Die Unterdruckleitung
88 mündet hierbei in einen niederdruckseitigen Ansaugbereich 90 einer von einem Motorkühlsystem
umfassten Axiallüfteranordnung (nicht gezeigt).
[0034] Der aus dem Zentrifugalabscheider 80 austretende vorgereinigte Luftstrom 18 wird
anschließend dem ersten Feinfilter 20 zugeführt. Zur Beseitigung darin verbliebener
Staubpartikel umfasst der erste Feinfilter 20 als filteraktives Element ein gefaltetes
Filtervlies (nicht gezeigt). Während des Betriebs setzen sich darin Staubpartikel
fest, die sich selbst im Wege einer Reinigung, beispielsweise durch Ausblasen mit
Druckluft, nicht mehr entfernen lassen. Um einer Degradation der Filterleistung vorzubeugen,
ist der erste Feinfilter 20 daher als austauschbare Einweg-Filterpatrone 92 ausgebildet.
Die Einwegfilter-Patrone 92 befindet sich in einem mittels eines Deckels 94 luftdicht
verschließbaren Aufnahmebereich innerhalb des Kunststoffgehäuses 64.
[0035] Der in dem vertikal verlaufenden Leitungsabschnitt 24 angeordnete zweite Feinfilter
26 bildet zugleich ein aus Kunststoff bestehendes Übergangsstück 96, an dem einenends
der flexible Balg 52 und andernends der elastische Luftschlauch 66 angebracht ist.
Das Übergangsstück 96 lässt sich bei Bedarf zum Zwecke der Reinigung bzw. des Austauschs
des zweiten Feinfilters 26 bzw. eines darin angeordneten filteraktiven Elements ausbauen,
wobei der in Richtung des Luftauslasses 32 ansteigende elastische Luftschlauch 66
schwerkraftbedingt einen Übertritt dabei freigesetzter Staubpartikel, die sich möglicherweise
in diesem Bereich angesammelt haben, in Richtung des Ansaugtrakts 70 weitgehend ausschließt.
Der zweite Feinfilter 26 befindet sich hierzu bevorzugt an der am tiefsten gelegenen
Stelle des syphonartigen Leitungsbereichs 30.
[0036] Eine optionale Weiterbildung der Luftfilteranordnung 10 sieht vor, dass die von dem
ersten Feinfilter 20 umfasste Einweg-Filterpatrone 92 mit einem sensorisch erfassbaren
individuellen Identifikationsmerkmal 98 ausgestattet ist, auf dessen Grundlage eine
Weiterverwendung der Einweg-Filterpatrone 92 nach Ablauf einer spezifizierten Gebrauchsdauer
ausgeschlossen wird. Bei dem Identifikationsmerkmal 98 handelt es sich um einen RFID-Tag
100, der mittels eines fahrzeugseitigen RFID-Empfängers 102 auslesbar ist. Das ausgelesene
Identifikationsmerkmal 98 wird an eine Kontrolleinheit 104 übermittelt, die auf Grundlage
eines für die betreffende Einweg-Filterpatrone 92 gestarteten Betriebsstundenzählers
ermittelt, ob die spezifizierte Gebrauchsdauer überschritten ist. Ist dies der Fall,
so unterbindet die Kontrolleinheit 104 eine erneute Inbetriebnahme des landwirtschaftlichen
Traktors 12 unter gleichzeitiger Ausgabe einer entsprechenden Fahrerinformation. Letzteres
erfolgt über eine mit der Kontrolleinheit 104 in Verbindung stehende Nutzerschnittstelle
106, die sich in der Fahrerkabine 56 des landwirtschaftlichen Traktors 12 befindet.
1. Luftfilteranordnung zur Reinigung eines Luftstroms für ein Nutzfahrzeug, insbesondere
für einen landwirtschaftlichen Traktor, umfassend einen mit einem Lufteinlass (14)
kommunizierenden Vorfilter (16) und einen dem Vorfilter (16) in Richtung des Luftstroms
(18) nachgeschalteten ersten Feinfilter (20), der gemeinsam mit dem Vorfilter (16)
einem in einer vorgegebenen Einbaulage (22) vertikal verlaufenden Luftfilterabschnitt
(24) zugeordnet ist, wobei auf den ersten Feinfilter (20) in Richtung des Luftstroms
(18) ein redundanter zweiter Feinfilter (26) folgt, der einem in der vorgegebenen
Einbaulage (22) horizontal verlaufenden Luftfilterabschnitt (28) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der horizontal verlaufende Luftfilterabschnitt (28) Bestandteil eines syphonartigen
Leitungsbereichs (20) ist, der ausgehend von dem redundanten zweiten Feinfilter (26)
in Richtung eines Luftauslasses (32) bogenförmig ansteigt.
2. Luftfilteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorfilter (16) als Zentrifugalabscheider (80) zur Absonderung von im Luftstrom
(18) enthaltenen Grobpartikeln ausgebildet ist.
3. Luftfilteranordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein innerhalb des Zentrifugalabscheiders (80) vorgesehener Sammelbereich (86) mit
einer Unterdruckleitung (88) zur kontinuierlichen Absaugung der abgesonderten Grobpartikel
kommuniziert.
4. Luftfilteranordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der vertikal verlaufende Luftfilterabschnitt (24) mit dem horizontal verlaufenden
Luftfilterabschnitt (28) über einen flexiblen Balg (52) verbunden ist.
5. Luftfilteranordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem vertikal verlaufenden Luftfilterabschnitt (24) wenigstens ein Befestigungselement
(58) zur Montage an einer Tragestruktur (60) einer Fahrerkabine (56) des Nutzfahrzeugs
(12) vorgesehen ist.
6. Luftfilteranordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Feinfilter (20) als filteraktives Element ein gefaltetes Filtervlies umfasst.
7. Luftfilteranordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Feinfilter (20) als austauschbare Einweg-Filterpatrone (92) ausgebildet
ist.
8. Luftfilteranordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einweg-Filterpatrone (92) mit einem sensorisch erfassbaren individuellen Identifikationsmerkmal
(98) ausgestattet ist.
9. Luftfilteranordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der bogenförmig ansteigende Leitungsbereich (30) als elastischer Luftschlauch (66)
ausgebildet ist.
10. Luftfilteranordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Luftauslass (32) ein Anschlussstück (68) zur Verbindung mit einem Ansaugtrakt
(70) eines als Verbrennungsmotor (48) ausgebildeten Fahrzeugaggregats vorgesehen ist.
1. Air filter assembly for cleaning an air stream for a commercial vehicle, in particular
for an agricultural tractor, comprising a pre-filter (16), which communicates with
an air inlet (14), and a first fine filter (20), which is provided downstream of the
pre-filter (16) in the direction of the air stream (18) and, together with the pre-filter
(16), is associated with an air filter portion (24) which extends vertically in a
predetermined installation position (22), wherein the first fine filter (20) is followed
in the direction of the air stream (18) by a redundant second fine filter (26), which
is associated with an air filter portion (28) which extends horizontally in the predetermined
installation position (22), characterized in that the horizontally extending air filter portion (28) is part of a syphon-like line
region (20) which rises in a curved manner from the redundant second fine filter (26)
towards an air outlet (32).
2. Air filter assembly according to Claim 1, characterized in that the pre-filter (16) is in the form of a centrifugal separator (80) for separating
out coarse particles present in the air stream (18).
3. Air filter assembly according to Claim 2, characterized in that a collection region (86) provided inside the centrifugal separator (80) communicates
with a vacuum line (88) for the continuous suction of the coarse particles separated
out.
4. Air filter assembly according to at least one of the preceding claims, characterized in that the vertically extending air filter portion (24) is connected to the horizontally
extending air filter portion (28) via a flexible bellows (52).
5. Air filter assembly according to at least one of the preceding claims, characterized in that at least one fastening element (58) is provided on the vertically extending air filter
portion (24) for mounting on a supporting structure (60) of a driver's cab (56) of
the commercial vehicle (12).
6. Air filter assembly according to at least one of the preceding claims, characterized in that the first fine filter (20) comprises a folded filter nonwoven as the active filtering
element.
7. Air filter assembly according to at least one of the preceding claims, characterized in that the first fine filter (20) is in the form of an exchangeable single-use filter cartridge
(92).
8. Air filter assembly according to Claim 7, characterized in that the single-use filter cartridge (92) is equipped with an individual identification
feature (98) which can be detected by sensors.
9. Air filter assembly according to at least one of the preceding claims, characterized in that the line region (30) which rises in a curved manner is in the form of an elastic
air hose (66).
10. Air filter assembly according to at least one of the preceding claims, characterized in that a fitting (68) for connection to an intake tract (70) of a vehicle unit in the form
of an internal combustion engine (48) is provided on the air outlet (32).
1. Ensemble filtre à air permettant de purifier un flux d'air pour un véhicule utilitaire,
en particulier pour un tracteur agricole, comprenant un préfiltre (16) en communication
avec une entrée d'air (14) et un premier filtre fin (20) placé en aval du préfiltre
(16) dans la direction du flux d'air (18) et qui est associé conjointement avec le
préfiltre (16) à une section de filtre à air (24) s'étendant verticalement dans une
position d'installation prédéfinie (22), dans lequel le premier filtre fin (20) est
suivi dans la direction du flux d'air (18) d'un deuxième filtre fin (26) redondant
qui est associé à une section de filtre à air (28) s'étendant horizontalement dans
la position d'installation prédéfinie (22), caractérisé en ce que la section de filtre à air (28) s'étendant horizontalement fait partie d'une zone
de conduite (20) de type siphon, qui s'élève de manière incurvée à partir du deuxième
filtre fin (26) redondant dans la direction d'une sortie d'air (32).
2. Ensemble filtre à air selon la revendication 1, caractérisé en ce que le préfiltre (16) est réalisé sous forme de séparateur centrifuge (80) pour séparer
des particules grossières contenues dans le flux d'air (18).
3. Ensemble filtre à air selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une zone de collecte (86) prévue à l'intérieur du séparateur centrifuge (80) est en
communication avec une conduite à dépression (88) pour l'aspiration continue des particules
grossières séparées.
4. Ensemble filtre à air selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la section de filtre à air (24) s'étendant verticalement est reliée par l'intermédiaire
d'un soufflet flexible (52) à la section de filtre à air (28) s'étendant horizontalement.
5. Ensemble filtre à air selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur la section de filtre à air (24) s'étendant verticalement, au moins un élément
de fixation (58) est prévu pour le montage sur une structure porteuse (60) d'une cabine
de conducteur (56) du véhicule utilitaire (12).
6. Ensemble filtre à air selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le filtre fin (20) comprend comme élément de filtre actif un non-tissé filtrant plié.
7. Ensemble filtre à air selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier filtre fin (20) est réalisé sous forme de cartouche filtre jetable interchangeable
(92).
8. Ensemble filtre à air selon la revendication 7, caractérisé en ce que la cartouche filtre jetable (92) est équipée d'une particularité d'identification
individuelle (98), détectable par capteur.
9. Ensemble filtre à air selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone de conduite (30) s'élevant de manière incurvée est réalisée sous forme de
tuyau d'air élastique (66).
10. Ensemble filtre à air selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au niveau de la sortie d'air (32), un connecteur (68) est prévu pour la liaison à
un système d'admission (70) d'un agrégat de véhicule réalisé sous forme de moteur
thermique (48).