[0001] Die Erfindung betrifft eine passive Weiche für ein Gleissystem eines schienengebundenes
Verkehrssystem, welches wenigstens drei Gleise aufweist, wobei die Weiche einen Gleiswechsel
von einem ersten Gleis in ein zweites oder ein drittes Gleis ermöglicht, und, bei
umgekehrter Fahrtrichtung, einen Gleiswechsel jeweils von dem zweiten und dem dritten
Gleis in das erste Gleis ermöglicht.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug, das auf
einem schienengebundenen Verkehrssystem mit der erfindungsgemäßen passiven Weiche
verkehren kann, ein Schienenfahrzeug mit dem erfindungsgemäßen Fahrwerk, ein schienengebundenes
Verkehrssystem mit der erfindungsgemäßen passiven Weiche und dem erfindungsgemäßen
Schienenfahrzeug und ein Verfahren zum Betrieb des schienengebundenen Verkehrssystems.
[0003] Weltweit sind verschiedenste schienengebundene Verkehrssysteme im Einsatz, sowohl
für den Personentransport als auch für den Warentransport. Dabei kommen mehrheitlich
klassische Gleissysteme mit zwei parallelen Schienen zum Einsatz. Hängebahnen, bei
denen sich die Transportlast unterhalb der Gleisebene befindet, sind jedoch meist
als Einschienenbahnen konzipiert, wie beispielsweise die Wuppertaler Schwebebahn.
Dies ist dadurch bedingt, dass bei einem klassischen Gleissystem ein Befestigungsarm
für die Transportlast weit ausgreifen oder die Gleisebene schneiden müsste. Weder
das eine noch das andere ist mit klassischen Eisenbahnweichen mit Zungen und durchgehenden
Zwischenschienen möglich. Einschienenbahnen gelten zudem als wenig störanfällig gegenüber
Wettereinflüssen, insbesondere der Schneeräumaufwand ist gering, was bei schwer erreichbaren,
hochgelegenen Gleisen ein bedeutender Vorteil ist. Andererseits ergeben gegenüber
klassischen Gleissystemen Nachteile dadurch, dass weniger standardisierte bzw. normierte
Komponenten verfügbar sind.
[0004] Es ist eine Aufgabe der Erfindung eine verbesserte passive Weiche bereitzustellen.
Insbesondere ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine passive Weiche bereitzustellen,
die es ermöglicht, die Transportlast unterhalb der Gleisebene anzubringen. Eine weitere
Aufgabe besteht darin, ein schienengebundenes Verkehrssystem bereitzustellen, welches
auf einem klassischen Gleissystem basiert und es ermöglicht, die Transportlast unterhalb
der Gleisebene anzubringen. Eine weitere Aufgabe besteht darin ein Fahrwerk für die
Weiche und das schienengebundene Verkehrssystem bereitzustellen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine passive Weiche, ein Fahrwerk
für ein Schienenfahrzeug, welches geeignet ist, mir einer solchen Weiche zusammenzuwirken,
sowie ein schienengebundenes Verkehrssystem gemäß den unabhängigen Ansprüchen. Vorteilhafte
Ausgestaltungen werden in den Unteransprüchen beansprucht.
[0006] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft eine passive Weiche für ein Gleissystem,
umfassend ein erstes Gleis, definiert durch eine erste Laufradschiene und eine zweite
Laufradschiene, ein zweites Gleis, definiert durch die erste Laufradschiene und eine
dritte Laufradschiene, und ein drittes Gleis, definiert durch die zweite Laufradschiene
und eine vierte Laufradschiene.
[0007] Darüber hinaus umfasst die Weiche vorzugsweise:
ein erstes Zwischengleis, definiert durch die erste Laufradschiene, eine erste Laufrad-Zwischenschiene,
eine zweite Laufrad-Zwischenschiene und eine erste Stützrad-Zwischenschiene; und ein
zweites Zwischengleis, definiert durch die zweite Laufradschiene, eine dritte Laufrad-Zwischenschiene,
eine vierte Laufrad-Zwischenschiene und eine zweite Stützrad-Zwischenschiene.
[0008] Dabei sind die erste Laufrad-Zwischenschiene, die zweite Laufrad-Zwischenschiene
und die erste Stützrad-Zwischenschiene so angeordnet, dass jede einzelne eine Gleismittellinie
des zweiten Zwischengleises nicht schneiden. Ebenfalls sind die dritte Laufrad-Zwischenschiene,
die vierte Laufrad-Zwischenschiene und die zweite Stützrad-Zwischenschiene so angeordnet,
dass jede einzelne die Gleismittellinie des ersten Zwischengleises nicht schneiden.
[0009] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug,
aufweisend:
zwei Radsätze, welche jeweils zwei Laufräder mit, insbesondere innenliegenden, Spurkränzen
und zwei spurkranzlose Stützräder aufweisen, wobei beide Laufräder und beide Stützräder,
insbesondere über eine gemeinsame Radsatzwelle, starr gekoppelt sind oder als Losräder
ausgeführt sind und die beiden Stützräder auf der Radsatzwelle jeweils außerhalb der
Laufräder positioniert sind, wobei die Laufräder und die Stützräder eingerichtet sind,
eine Kraft in einer ersten Richtung auf Schienen abzustützen;
eine erste Seitenführungsvorrichtung, aufweisend wenigstens ein erstes Führungsrad,
welches eingerichtet ist, eine Kraft in einer zweiten Richtung gegen eine erste Führungsschiene
abzustützen, wobei die erste Richtung und die zweite Richtung wenigstens im Wesentlichen
senkrecht zueinander ausgerichtet sind;
eine zweite Seitenführungsvorrichtung, aufweisend wenigstens ein zweitens Führungsrad,
dessen Achse senkrecht zu der wenigstens einen Radsatzwelle steht, und das eingerichtet
ist, eine Kraft in einer dritten Richtung gegen eine zweite Führungsschiene abzustützen,
wobei die dritte Richtung und die zweite Richtung wenigstens im Wesentlichen entgegengesetzt
ausgerichtet sind;
wobei das wenigstens eine erste Führungsrad und das wenigstens eine zweite Führungsrad
jeweils beweglich in einer Weise angeordnet sind, dass sie mit der jeweiligen Führungsschiene
in Eingriff bringbar sind.
[0010] Vorzugsweise steht die Achse der Führungsräder wenigstens im Wesentlichen senkrecht
zu der wenigstens einen Radsatzwelle, wenn die Führungsräder sich im Eingriff mit
den Führungsschienen befinden.
[0011] Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft ein schienengebundenes Verkehrssystem mit
wenigstens drei Gleisen, aufweisend wenigstens eine passive Weiche und wenigstens
ein Schienenfahrzeug mit einem Fahrwerk;
wobei das Fahrwerk wenigstens zwei Radsätze aufweist, welche in der Weise eingerichtet
sind, dass sie Kräfte im Wesentlichen senkrecht zur Gleisebene aufnehmen können, und
wenigstens zwei Führungsräder aufweist, welche in der Weise eingerichtet sind, dass
sie Kräfte im Wesentlichen parallel zur Gleisebene aufnehmen können, wobei die Räder
jedes Radsatzes starr gekoppelt sind oder als Losräder ausgeführt sind und ein sich
nach außen verjüngendes Radprofil aufweisen, und mit Laufradschienen so zusammenwirken,
dass sich die Radsätze in einem Sinuslauf selbst stabilisieren;
wobei die Weiche wenigstens zwei Führungsschienen aufweist, die mit wenigstens einem
ersten Führungsrad und wenigstens einem zweiten Führungsrad in einer Weise zusammenwirken,
dass das Schienenfahrzeug von einem ersten Gleis in ein zweites Gleis und umgekehrt
geführt werden kann und von dem ersten Gleis in ein drittes Gleis und umgekehrt geführt
werden kann; und
wobei die Weiche wenigstens zwei Zwischengleise aufweist, definiert durch jeweils
zwei Zwischenschienen und eine Laufradschiene, die in einer Weise angeordnet sind
und mit dem Fahrwerk in einer Weise zusammenwirken, dass beim Durchfahren der Weiche
ein ununterbrochener Rad-Schiene-Kontakt jeweils an wenigstens einem Rad auf beiden
Seiten eines Radsatzes besteht;
wobei die Zwischenschienen jeweils mit einem Abstand von wenigstens etwa einem Zwanzigstel
der Spurweite des ersten Gleises und höchstens etwa einem Viertel der Spurweite des
ersten Gleises, insbesondere etwa einem Sechstel, von der Gleismittellinie des jeweiligen
Zwischengleises beabstandet sind;
wobei das Schienenfahrzeug eine Einrichtung zum Last- oder Personentransport aufweist,
insbesondere eine Kabine, die unterhalb der Gleisebene angeordnet ist.
[0012] Eine Weiche im Sinne der Erfindung ist eine Gleiswechselvorrichtung, die einen Gleiswechsel
eines Fahrzeugs von einem ersten Gleis in ein zweites oder ein drittes Gleis und umgekehrt
ermöglicht, wobei das zweite oder dritte Gleis, anstatt gegenüber dem ersten Gleis
abzubiegen, auch in der Richtung des ersten Gleises weiterverlaufen können.
[0013] Eine passive Weiche im Sinne der Erfindung ist vorzugsweise eine Weiche, die es einem
Fahrzeug ermöglicht, durch eine fahrzeugseitige Manipulation festzulegen, ob ein Gleiswechsel
vorgenommen wird und in welches Gleis gewechselt wird, ohne dass dafür an der Weiche
selbst eine Umschaltung notwendig ist.
[0014] Ein Radsatz im Sinne der Erfindung besteht vorzugsweise aus einer Radsatzwelle und
wenigstens einem Rad an jedem Ende der Radsatzwelle. Die Räder können starr mit der
Radsatzwelle verbunden sein oder als Losräder ausgeführt sein, das heißt, gegenüber
der Radsatzwelle verdrehbar sein.
[0015] Ein Gleis im Sinne der Erfindung bezeichnet vorzugsweise ein Paar im Wesentlichen
paralleler Schienen.
[0016] Eine Spurweite im Sinne der Erfindung ist vorzugsweise der Abstand der beiden im
Wesentlichen parallelen Schienen eines Gleises.
[0017] Nicht Schneiden im Sinne der Erfindung bedeutet vorzugsweise, dass sich eine Schiene
in einer Projektion auf eine Ebene, welche parallel zu der Gleisebene ist, welche
unter anderem durch die Schiene aufgespannt wird, nicht mit der Gleismittellinie überkreuzt.
[0018] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass ein schienengebundenes Verkehrssystem
weniger störanfällig gestaltet werden kann, indem es Weichen aufweist, welche ohne
bewegliche Teile auskommen. Solche beweglichen Teile bilden eine Schwachstelle eines
schienengebundenen Verkehrssystems, insbesondere dann, wenn Weichen der Witterung
ausgesetzt sind.
[0019] Erfindungsgemäß wird dies durch eine sogenannte passive Weiche erreicht, welche zwei
Zwischengleise aufweist, die jeweils definiert sind durch eine Laufradschiene, zwei
Laufrad-Zwischenschienen und eine Stützrad-Zwischenschiene, und welche mit einem Radsatz
bestehend aus Laufrädern und Stützrädern zusammenwirken. Die Laufradschiene ist durchgehend
ausgebildet und nimmt die Abstützkraft der äußeren Laufräder (in Bezug auf die Weiche)
eines Radsatzes auf. Die zwei Laufrad-Zwischenschienen und die Stützrad-Zwischenschiene
nehmen die Abstützkraft der inneren Lauf- und Stützräder auf.
[0020] Die zwei Laufrad-Zwischenschienen und die Stützrad-Zwischenschiene beider Zwischengleise
sind dabei so angeordnet, dass die Gleismittellinien beider Zwischengleise nicht von
den Laufrad-Zwischenschienen und der Stützrad-Zwischenschiene des jeweils anderen
Zwischengleises geschnitten werden, insbesondere in einer Weise von den Laufrad-Zwischenschienen
und der Stützrad-Zwischenschiene beabstandet sind, dass eine Vorrichtung zur Aufhängung
einer Kabine, welche die Gleisebene in vertikaler Richtung durchdringt, beim Durchfahren
der Weiche berührungsfrei passieren kann.
[0021] Beim Durchfahren der Weiche stützt sich ein in Bezug auf die Weiche innenliegendes
Laufrad eines Fahrwerks zunächst auf einer Laufrad-Zwischenschiene ab. Mit dem Ende
der Laufrad-Zwischenschiene beginnt, senkrecht in Bezug auf die Fahrtrichtung versetzt,
die Stützrad-Zwischenschiene, auf welche sich ein Stützrad abstützt.
[0022] Bevor diese endet, beginnt, wiederum senkrecht in Bezug auf die Fahrtrichtung versetzt,
eine weitere Laufrad-Zwischenschiene, auf weiche sich das Laufrad abstützt. Somit
ist beim Durchfahren der Weiche ein unterbrechungsfreier Rad-Schiene Kontakt auf beiden
Seiten eines Radsatzes gewährleistet.
[0023] Die erfindungsgemäße Weiche weist außerdem außenliegende Führungsschienen auf. Im
Zusammenwirken mit fahrwerkseitigen Seitenführungsvorrichtungen, welche individuell
mit der jeweiligen Führungsschiene in Eingriff bringbar sind, wird ein sicheres, insbesondere
entgleisungsfreies, stumpfes und spitzes Befahren ermöglicht. Beim spitzen Befahren
wird eine Richtungswahl nach links oder rechts ermöglicht.
[0024] Das erfindungsgemäße Fahrwerk ist dazu eingerichtet, die erfindungsgemäße passive
Weiche zu befahren. Die Seitenführungsvorrichtungen des Fahrwerks wirken mit den Führungsschienen
der Weiche in der Weise zusammen, dass durch eine fahrzeugseitige Manipulation festgelegt
werden kann, ob ein Gleiswechsel vom ersten Gleis in das zweite Gleis oder in das
dritte Gleis erfolgt. Beim Durchfahren der Weiche übernehmen die Laufräder und/oder
die Stützräder des Fahrwerks die Abstützung einer Schwerkraft und gegebenenfalls einer
Zentrifugalkraft oder einer Komponente der Zentrifugalkraft eines Schienenfahrzeugs
mit diesem Fahrwerk.
[0025] Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verkehrssystems besteht darin, dass es als Hängebahnsystem
ausgestaltet werden kann, das heißt, dass die Passagierkabine unterhalb der Gleisebene
positioniert werden kann, und gleichzeitig ein Fahrwerk mit starr gekoppelten Rädern
mit sich nach außen verjüngenden Radprofilen eingesetzt werden kann, welches eine
vorteilhafte Selbstzentrierung der Radsätze im Geradeauslauf bewirkt.
[0026] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Weiche sind die erste Laufrad-Zwischenschiene,
die zweite Laufrad-Zwischenschiene und die erste Stützrad-Zwischenschiene so angeordnet,
dass jede einzelne mit einem Abstand von wenigstens etwa einem Zwanzigstel der Spurweite
des ersten Gleises und höchstens etwa einem Viertel der Spurweite des ersten Gleises,
insbesondere etwa einem Sechstel, von der Gleismittellinie des zweiten Zwischengleises
beabstandet sind, und die dritte Laufrad-Zwischenschiene, die vierte Laufrad-Zwischenschiene
und die zweite Stützrad-Zwischenschiene so angeordnet, dass jede einzelne mit dem
selben, oben definierten Abstand von der Gleismittellinie des ersten Zwischengleises
beabstandet sind. Dadurch ist es möglich, eine Kabine eines Schienenfahrzeugs unterhalb
der Gleisebene zu befestigen, wobei sich ein Fahrwerk des Schienenfahrzeugs im Wesentlichen
über der Gleisebene befindet und eine Kabinenaufhängung die Gleisebene schneidet.
[0027] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Weiche sind das erste und zweite
Zwischengleis so gestaltet, dass jeweils in Richtung der Gleismittellinie eine unterbrechungsfreie
Kraftaufnahme normal zur Gleisebene beider Räder eines Radsatzes gewährleistet ist.
Dies bietet den Vorteil einer sicheren und stoßfreien Fahrt eines Schienenfahrzeugs
durch die Weiche.
[0028] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Weiche sind die erste Laufrad-Zwischenschiene
und die zweite Laufrad-Zwischenschiene jeweils in einer Weise angeordnet, dass sie,
in einer Richtung parallel der zweiten Laufradschiene, die erste Stützrad-Zwischenschiene
überlappen oder an sie anschließen, und die dritte Laufrad-Zwischenschiene, die vierte
Laufrad-Zwischenschiene jeweils in einer Weise angeordnet, dass sie, in einer Richtung
parallel der ersten Laufradschiene, die zweite Stützrad-Zwischenschiene überlappen
oder aneinander anschließen.
[0029] Vorzugsweise ist eine Spurweite des ersten Gleises zwischen einem Weichenanfang und
der ersten Laufrad-Zwischenschiene und der dritten Laufrad-Zwischenschiene vergrößert
gegenüber einer nominellen Spurweite des Gleissystems. Dies erlaubt eine Positionierung
der Laufrad-Zwischenschienen in der Weise, dass die Laufräder eines Radsatzes in die
durch Laufradschienen und Zwischenschienen gebildeten Zwischengleise eingreifen können.
[0030] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Weiche eine erste Führungsschiene
auf, die parallel zu der ersten Laufradschiene verläuft, und eine zweite Führungsschiene
auf, die parallel zu der zweiten Laufradschiene verläuft. Im Zusammenwirken mit Seitenführungsvorrichtungen
wird hierdurch ein Gleiswechsel vom ersten Gleis in das zweite oder dritte Gleis ermöglicht.
[0031] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Weiche Führungsschienen auf,
welche jeweils bis zu dem Weichenanfang und bis zu einem Weichenende hinausreichen.
Dadurch ist ein sicheres, geführtes Durchfahren der Weiche möglich.
[0032] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die Führungsschienen außerhalb
der Gleise angeordnet. Dies vereinfacht die Gestaltung der Weiche und des Fahrwerks.
[0033] Vorzugsweise sind sämtliche Komponenten der Weiche, insbesondere die Laufradschienen,
Stützradschienen und die Führungsschienen, ortsfest ausgeführt. Dies bietet den Vorteil
einer geringen Störungsanfälligkeit.
[0034] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist ein Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug
zwei Radsätze auf, welche jeweils zwei Laufräder mit, insbesondere innenliegenden,
Spurkränzen und zwei spurkranzlose Stützräder aufweisen. Dies erlaubt die vorteilhafte
Kombination einer Seitenführung durch Spurkränze und eine Abstützung durch Stützräder
in Bereichen der Weiche.
[0035] Beide Laufräder und beide Stützräder sind, insbesondere über eine gemeinsame Radsatzwelle,
starr gekoppelt oder als Losräder ausgeführt. Eine starre Kopplung bietet den Vorteil,
dass sich in Zusammenwirkung mit einem sich nach außen verjüngenden Radprofil die
Radsätze in einem Sinuslauf selbst stabilisieren. Eine Ausführung mit Losrädern bietet
dagegen den Vorteil, dass sich bei einer Durchfahrung von Kurven unterschiedliche
Raddrehzahlen einstellen können, was die Kurvenfahrt erleichtert und den Verschleiß
verringert.
[0036] Vorzugsweise sind die beiden Stützräder auf der Radsatzwelle jeweils außerhalb der
Laufräder positioniert. Dies ist in Verbindung mit Laufrädern mit innenliegenden Spurkränzen
von Vorteil, da bei einer Gabelung eines Gleises in zwei Gleise in einer Weiche Aussparungen
innerhalb der Spurkränze vorgesehen werden müssen.
[0037] Vorzugsweise sind die Laufräder und die Stützräder in der Weise eingerichtet, eine
Kraft in einer ersten Richtung auf Schienen abzustützen, weiter vorzugsweise weist
das Fahrwerk eine erste Seitenführungsvorrichtung auf, welche wenigstens ein erstes
Führungsrad aufweist, dessen Achse wenigstens im Wesentlichen senkrecht zu der wenigstens
einen Radsatzwelle steht, und das eingerichtet ist, eine Kraft in einer zweiten Richtung
gegen eine erste Führungsschiene abzustützen. Die erste Richtung und die zweite Richtung
sind dabei wenigstens im Wesentlichen senkrecht zueinander ausgerichtet.
[0038] Weiter vorzugsweise weist das Fahrwerk eine zweite Seitenführungsvorrichtung auf,
welche wenigstens ein zweitens Führungsrad aufweist, dessen Achse senkrecht zu der
wenigstens einen Radsatzwelle steht, und das eingerichtet ist, eine Kraft in einer
dritten Richtung gegen eine zweite Führungsschiene abzustützen, wobei die dritte Richtung
und die zweite Richtung wenigstens im Wesentlichen entgegengesetzt ausgerichtet sind.
[0039] Dies bietet den Vorteil, dass die Abstützung der Schwerkraft eines Schienenfahrzeugs
und das Einleiten von Gleiswechseln sowie die Abstützung von Seitenführungskräften
funktional getrennt sind.
[0040] Das wenigstens eine erste Führungsrad und das wenigstens eine zweite Führungsrad
sind dabei vorzugsweise jeweils beweglich in einer Weise angeordnet, dass sie mit
der jeweiligen Führungsschiene in Eingriff bringbar sind.
[0041] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Fahrwerks sind die Laufräder und
die Stützräder an jeder Seite eines Radsatzes einstückig ausgebildet und bilden insbesondere
eine gemeinsame Lauffläche aus. Dies bietet den Vorteil einer niedrigen Bauteilkomplexität
und vereinfachter Fertigung.
[0042] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Fahrwerks sind das wenigstens eine
erste Führungsrad und das wenigstens eine zweite Führungsrad jeweils unabhängig voneinander
in und/oder aus einer durch die Führungsschienen aufgespannten Ebene bewegbar. Dies
bietet den Vorteil, dass die Führungsschienen ortsfest ausgeführt werden können, und
die Festlegung des Gleiswechsels durch eine fahrzeugseitige Manipulation erfolgen
kann.
[0043] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Fahrwerks sind die erste Seitenführungsvorrichtung
und die zweite Seitenführungsvorrichtung so angeordnet, dass alle Führungsräder weiter
von der Fahrwerk-Längsmittelachse beabstandet sind als die Laufräder. Dies ist in
Verbindung mit Laufrädern mit innenliegenden Spurkränzen von Vorteil, da bei einer
Gabelung eines Gleises in zwei Gleise in einer Weiche Aussparungen innerhalb der Spurkränze
vorgesehen werden müssen.
[0044] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist ein Schienenfahrzeug mit dem erfindungsgemäßen
Fahrwerk eine Kabine auf, die unterhalb des Fahrwerks angeordnet ist. Dies bietet
den Vorteil, Schienen und Fahrwerk eines schienengebundenen Verkehrssystems in engen
urbanen Räumen platzsparend oberhalb des bodengebundenen Verkehrs zu positionieren.
[0045] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist ein schienengebundenes Verkehrssystem
wenigstens drei Gleise mit jeweils parallelen Schienen, wenigstens eine Weiche und
wenigstens ein Schienenfahrzeug auf.
[0046] Dabei weist das Fahrwerk wenigstens zwei Radsätze auf, welche in der Weise ausgerichtet
sind, dass sie Kräfte im Wesentlichen senkrecht zur Gleisebene aufnehmen können und
wenigstens zwei Führungsräder, welche in der Weise ausgerichtet sind, dass sie Kräfte
im Wesentlichen parallel zur Gleisebene aufnehmen können, wobei die Laufräder jedes
Radsatzes starr gekoppelt sind oder als Losräder ausgeführt sind und ein sich nach
außen verjüngendes Radprofil aufweisen, und mit den Schienen so zusammenwirken, dass
sich die Radsätze in einem Sinuslauf selbst stabilisieren.
[0047] Dabei weist die Weiche wenigstens zwei Führungsschienen auf, die mit den wenigstens
zwei Führungsrädern in einer Weise zusammenwirken, dass das Schienenfahrzeug von einem
ersten Gleis in ein zweites Gleis und umgekehrt geführt werden kann und von dem ersten
Gleis in ein drittes Gleis und umgekehrt geführt werden kann.
[0048] Darüber hinaus weist die Weiche wenigstens zwei Zwischengleise auf, umfassend jeweils
zwei Zwischenschienen, die in einer Weise angeordnet sind und mit dem Fahrwerk in
einer Weise zusammenwirken, dass beim Durchfahren der Weiche ein ununterbrochener
Rad-Schiene-Kontakt an jedem Laufrad besteht, wobei die Zwischenschienen jeweils mit
einem Abstand von wenigstens etwa einem Zwanzigstel der Spurweite des ersten Gleises
und höchstens etwa einem Viertel der Spurweite des ersten Gleises, insbesondere etwa
einem Sechstel, von der Gleismittellinie des jeweiligen Zwischengleises beabstandet
sind.
[0049] Dabei weist das Schienenfahrzeug eine Einrichtung zum Last- oder Personentransport
auf, insbesondere eine Kabine, die unterhalb der Gleisebene angeordnet ist.
[0050] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des schienengebundenen Verkehrssystems
sind die erste Laufrad-Zwischenschiene und die erste Stützrad-Zwischenschiene von
der ersten Laufradschiene, die zweite Laufrad-Zwischenschiene von der dritten Laufradschiene,
die dritte Laufrad-Zwischenschiene und die zweite Stützrad-Zwischenschiene von der
zweiten Laufradschiene, und die vierte Laufrad-Zwischenschiene von der vierten Laufradschiene
in einer Weise beabstandet, dass die mit Spurkränzen versehenen Laufräder mit einer
Toleranz berührungsfrei passieren können.
[0051] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des schienengebundenen Verkehrssystems
sind die Rad-Schiene-Kontakte der Laufräder und der Laufradschienen so ausgestaltet,
dass sie eine äquivalente Konizität kleiner 0,6 aufweisen, und die Laufräder ein sich
nach außen verjüngendes Radprofil aufweisen. Dadurch können sich die Radsätze in einem
Sinuslauf vorteilhaft selbst stabilisieren.
[0052] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des schienengebundenen Verkehrssystems
sind die erste Laufrad-Zwischenschiene, die zweite Laufrad-Zwischenschiene und die
erste Stützrad-Zwischenschiene, sowie die dritte Laufrad-Zwischenschiene, die vierte
Laufrad-Zwischenschiene und die zweite Stützrad-Zwischenschiene mit einem Abstand
von der jeweiligen Gleismittellinie beabstandet, der ausreichend groß ist, um eine
die Gleisebene durchdringende Kabinenaufhängung mit einer Toleranz berührungsfrei
passieren zu lassen. Dadurch ist es möglich, die Einrichtung zum Last- oder Personentransport
des Schienenfahrzeugs mit einer einfach gestalteten Befestigung unterhalb der Gleisebene
zu positionieren, wobei sich ein Fahrwerk des Schienenfahrzeugs im Wesentlichen über
der Gleisebene befindet.
[0053] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
in Bezug auf die Figuren. Es zeigen wenigstens teilweise schematisch:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel einer Weiche in einer Draufsicht;
- Figur 2
- ein Ausführungsbeispiel eines Fahrwerks und das Ausführungsbeispiel einer Weiche in
einer Schnittansicht;
- Figur 3
- ein Ausführungsbeispiel eines schienengebunden Verkehrssystems in einer Draufsicht;
und
- Figur 4
- das Ausführungsbeispiel eines schienengebunden Verkehrssystems in einer Vorderansicht.
- Figur 1
- zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Weiche 100 in einer Draufsicht.
[0054] Die Weiche 100 weist vier Laufradschienen 1, 2, 3, 4 auf, wobei im Bereich des Weichenanfangs
WA die Laufradschienen 1 und 2 ein erstes Gleis bilden, und im Bereich des Weichenendes
WE die Laufradschienen 1 und 3 ein zweites Gleis und die Laufradschienen 2 und 4 ein
drittes Gleis bilden.
[0055] Bei einem Gleiswechsel vom ersten in das zweite Gleis oder umgekehrt fährt ein Schienenfahrzeug
300 über ein erstes Zwischengleis, welches durch die erste Laufradschiene 1, eine
erste Laufrad-Zwischenschiene 5a, eine zweite Laufrad-Zwischenschiene 5b und eine
erste Stützrad-Zwischenschiene 7 gebildet wird.
[0056] Bei einem Gleiswechsel vom ersten in das dritte Gleis oder umgekehrt fährt ein Schienenfahrzeug
300 über ein zweites Zwischengleis, welches durch die zweite Laufradschiene 2, eine
dritte Laufrad-Zwischenschiene 6a, eine vierte Laufrad-Zwischenschiene 6b und eine
zweite Stützrad-Zwischenschiene 8 gebildet wird.
[0057] Vorzugsweise ist die Spurweite des ersten Gleises, das heißt der Abstand zwischen
der ersten Laufradschiene 1 und der zweiten Laufradschiene 2, im Bereich zwischen
dem Weichenanfang (WA) und der ersten Laufrad-Zwischenschiene 5a und der dritten Laufrad-Zwischenschiene
(6a) vergrößert gegenüber einer nominellen Spurweite des Gleissystems. Dies erlaubt,
dass jeweils die erste Laufrad-Zwischenschiene 5a von der ersten Laufradschiene 1
und die dritte Laufrad-Zwischenschiene 6a von der zweiten Laufradschiene 2 so beabstandet
sind, dass die Laufräder 11 eines Radsatzes in die durch diese Schienen gebildeten
Zwischengleise eingreifen können.
[0058] Die Laufrad-Zwischenschienen 5a, 5b, 6a, 6b und die Stützrad-Zwischenschienen 7,
8 sind vorzugsweise in der Weise angeordnet, dass sich bei einer Durchfahrt der Weiche
durchgehend ein Rad-Schiene-Kontakt auf beiden Seiten eines Radsatzes besteht.
[0059] Vorzugsweise sind die Laufrad-Zwischenschienen 5a, 5b, 6a, 6b und die Stützrad-Zwischenschienen
7, 8 jeweils mit einem Abstand d von wenigstens etwa einem Zwanzigstel der Spurweite
des ersten Gleises und höchstens etwa einem Viertel der Spurweite des ersten Gleises,
insbesondere etwa einem Sechstel, von der Gleismittellinie M des jeweiligen Zwischengleises
beabstandet. Dadurch ist es möglich, eine Kabine unterhalb der Gleisebene zu befestigen,
wobei die Befestigungsvorrichtung die Gleisebene schneidet.
[0060] Vorzugsweise weisen die Laufrad-Zwischenschienen 5a, 5b, 6a, 6b jeweils einen geknickten
Verlauf auf. Dies hat den Vorteil, dass der Abstand d zur Gleismittellinie M gewahrt
bleibt und eine weitere Auflagefläche für die Laufräder bereitgestellt wird. Im Falle
der Laufrad-Zwischenschienen 6a, 6b ermöglicht der geknickte Verlauf außerdem, dass
Abstände der Laufrad-Zwischenschienen 6a, 6b zueinander und jeweils zu den Laufradschienen
3, 4 gewahrt bleiben.
[0061] Weiter vorzugsweise verläuft eine erste Führungsschiene 9 parallel zu der ersten
Laufradschiene 1 und eine zweite Führungsschiene 10 parallel zu der zweiten Laufradschiene
2. Im Zusammenwirken mit den Seitenführungsvorrichtungen 15a, 16a (nicht dargestellt)
wird hierdurch ein Gleiswechsel vom ersten Gleis in das zweite oder dritte Gleis ermöglicht.
[0062] Weiter vorzugsweise reichen die Führungsschienen 9, 10 jeweils bis zu dem Weichenanfang
WA und bis zu den Weichenenden WE hinaus. Dadurch ist ein sicheres, geführtes Durchfahren
der Weiche möglich.
[0063] Vorzugsweise sind die Führungsschienen 9, 10 außerhalb eines Bereiches angeordnet,
der durch die erste Laufradschiene und die zweite Laufradschiene definiert ist. Dies
vereinfacht die Gestaltung der Weiche 1 und des Fahrwerks 200.
[0064] Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Fahrwerks 200 und das Ausführungsbeispiel einer
Weiche 100 in einer Schnittansicht. Die Darstellung der Weiche 100 entspricht einem
Schnitt A-A gemäß Fig. 1. Zu erkennen sind ein Radsatz mit einer Radsatzwelle 13 mit
Laufrädern 11a, 11b und Stützrädern 12a, 12b an beiden Enden.
[0065] Außerdem dargestellt sind die erste Laufradschiene 1, die zweite Laufradschiene 2,
die erste Führungsschiene 9, die zweite Führungsschiene 10, die erste Seitenführungseinrichtung
15a mit dem ersten Führungsrad 16a sowie die zweite Seitenführungseinrichtung 15b
mit dem zweiten Führungsrad 16b.
[0066] Vorzugsweise weisen die Laufräder 11a, 11b innenliegende Spurkränze auf. Damit wird
beim Durchfahren der Weiche und auch im restlichen Gleissystem außerhalb der Weiche
eine Seitenführung sichergestellt.
[0067] Weiter vorzugsweise sind die Stützräder 12a, 12b spurkranzlos ausgeführt. Dies bietet
den Vorteil, dass die Stützräder 12, 12b auf drehversetzt zu einer Fahrtrichtung des
Fahrwerks angeordneten Stützrad-Zwischenschienen 7, 8 auf- und abfahren können.
[0068] Vorzugsweise sind die die beiden Stützräder 12a, 12b auf der Radsatzwelle 13 jeweils
außerhalb der Laufräder 11a, 11b positioniert. Dies ist in Verbindung mit Laufrädern
11 mit innenliegenden Spurkränzen von Vorteil, da bei einer Gabelung eines Gleises
in zwei Gleise in einer Weiche Aussparungen innerhalb der Spurkränze vorgesehen werden
müssen.
[0069] Vorzugsweise sind die Führungsräder 16a, 16b in der Weise eingerichtet, dass sie
eine Kraft in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zur Gleisebene auf den Führungsschienen
9, 10 abstützen.
[0070] Bei einem Gleiswechsel nach rechts wird die zweite Seitenführungsvorrichtung 15b
mit dem Führungsrad 16b, mit der Führungsschiene 10 in Eingriff gebracht. Bei einem
Gleiswechsel nach links wird die erste Seitenführungsvorrichtung 15a mit dem Führungsrad
16a, mit der Führungsschiene 9 in Eingriff gebracht.
[0071] In einer alternativen Ausführungsvariante sind die Seitenführungsvorrichtungen 15a,
15b in der Weise zwangsgesteuert, dass zu jedem Zeitpunkt nur eine einzige Seitenführungsvorrichtung
15a, 15b in Eingriff mit einer Führungsschiene 9, 10 sein kann und/oder sich in der
durch die Führungsschienen 9, 10 aufgespannte Ebene befinden kann. Dies bietet den
Vorteil einer höheren Betriebssicherheit.
[0072] Im Nachfolgenden wird ein Gleiswechsel beim spitzen Befahren der Weiche durch ein
Fahrwerk beispielhaft von dem ersten Gleis auf das zweite Gleis beschrieben. Ein Fahrwerk
würde sich dabei in Fig. 1 von unten nach oben fortbewegen.
[0073] Vorzugsweise greift bei einem Gleiswechsel von dem ersten Gleis auf das zweite Gleis,
in der Darstellung von Fig. 1 nach links, beim Einfahren in die Weiche das erste Führungsrad
16a der ersten Seitenführungseinrichtung 15a in die erste Führungsschiene 9 im Bereich
des Weichenanfangs WA ein und bleibt bis zum Weichenende WE in Eingriff. Weiter wechselt
das zweite Laufrad 11b von der zweiten Laufradschiene 2 auf die ersten Laufrad-Zwischenschiene
5a.
[0074] Weiter vorzugsweise beginnt mit dem Ende der Laufrad-Zwischenschiene 5a, senkrecht
in Bezug auf die Fahrtrichtung versetzt, die erste Stützrad-Zwischenschiene 7, aufweiche
sich das zweite Stützrad 12b abstützt. Bevor die erste Stützrad-Zwischenschiene 7
endet, beginnt, wiederum senkrecht in Bezug auf die Fahrtrichtung versetzt, die zweite
Laufrad-Zwischenschiene 5b, auf welche sich das zweite Laufrad 11b abstützt. Das zweite
Laufrad 11b und/oder das zweite Stützrad 12b stützen sich bis zum Ende der zweiten
Laufrad-Zwischenschiene 5b auf dieser ab. Vor dem Ende der zweiten Laufrad-Zwischenschiene
5b beginnt die dritte Laufradschiene 3, auf welcher sich das zweite Laufrad 11b abstützt.
[0075] Vorzugsweise greift bei einem Gleiswechsel von dem ersten Gleis auf das dritte Gleis,
in der Darstellung von Fig. 1 nach rechts, beim Einfahren das zweite Führungsrad 16b
der zweiten Seitenführungseinrichtung 15b in die zweite Führungsschiene 10 im Bereich
des Weichenanfangs WA ein und bleibt bis zum Weichenende WE in Eingriff. Weiter wechselt
das erste Laufrad 11a von der ersten Laufradschiene 1 auf die dritte Laufrad-Zwischenschiene
6a.
[0076] Weiter vorzugsweise beginnt mit dem Ende der dritten Laufrad-Zwischenschiene 6a,
senkrecht in Bezug auf die Fahrtrichtung versetzt, die zweite Stützrad-Zwischenschiene
8, auf welche sich das erste Stützrad 12a abstützt. Bevor die zweite Stützrad-Zwischenschiene
8 endet, beginnt, wiederum senkrecht in Bezug auf die Fahrtrichtung versetzt, die
vierte Laufrad-Zwischenschiene 6b, auf weiche sich das zweite Laufrad 11a abstützt.
[0077] Das erste Laufrad 11a und/oder das erste Stützrad 12a stützen sich bis zum Ende der
vierten Laufrad-Zwischenschiene 6b auf dieser ab. Vor dem Ende der zweiten Laufrad-Zwischenschiene
6b beginnt die vierte Laufradschiene 4, auf welcher sich das erste Laufrad 11a abstützt.
[0078] Somit ist beim Durchfahren der Weiche ein unterbrechungsfreier Rad-Schiene Kontakt
auf beiden Seiten eines Radsatzes gewährleistet. Das stumpfe Befahren der Weiche erfolgt
jeweils umgekehrt zu den Beschreibungen aus den beiden vorhergehenden Absätzen.
[0079] Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines schienengebundenen Verkehrssystems 300 und das
Ausführungsbeispiel eines Fahrwerks 200 in einer Draufsicht. Bezogen auf die Fig.
1 ist eine Position außerhalb der Weiche 1 gezeigt, vor dem Weichenanfang WA.
[0080] Zu erkennen sind zwei Radsätze mit je einer Radsatzwelle 13 mit Laufrädern 11a, 11b
und Stützrädern 12a, 12b. Die Laufräder 11a, 11b befinden sich in Eingriff mit der
ersten Laufradschiene 1 und der zweiten Laufradschiene 2. Zu erkennen sind außerdem
zwei erste Seitenführungsvorrichtungen 15a und zwei zweite Seitenführungsvorrichtungen
15b, jeweils mit ersten Führungsrädern 16a und zweiten Führungsrädern 16b.
[0081] Figur 4 zeigt das Ausführungsbeispiel eines schienengebunden Verkehrssystems 300 mit einem
Fahrwerk 200 und einer Weiche 100 in einer Schnittansicht, dabei entspricht die Darstellung
der Weiche 100 einem Schnitt A-A gemäß Fig. 1.
[0082] Die Darstellung des Fahrwerks 200 und der Weiche 100 entspricht Fig. 2. Zusätzlich
ist in Fig. 4 eine Kabine 18 zu erkennen, in welcher Personen oder Güter transportiert
werden können. Die Kabine 18 ist mittels einer Kabinenaufhängung 19 am Fahrwerk 200
befestigt und befindet sich unterhalb des Fahrwerks 200. Die Kabinenaufhängung 19
schneidet die Gleisebene.
[0083] Vorzugsweise ist das schienengebundene Verkehrssystem 300 auf Stelzen befestigt (nicht
dargestellt), entsprechend einer Hoch- oder Hängebahn.
[0084] Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei den exemplarischen Ausführungsbeispielen
lediglich um Beispiele handelt, die den Schutzbereich, die Anwendungen und den Aufbau
in keiner Weise einschränken sollen. Vielmehr wird dem Fachmann durch die vorausgehende
Beschreibung ein Leitfaden für die Umsetzung von mindestens eines Ausführungsbeispiels
gegeben, wobei diverse Änderungen, insbesondere in Hinblick auf die Funktion und Anordnung
der beschriebenen Bestandteile, vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich
zu verlassen, wie er sich aus den Ansprüchen und/oder diesen äquivalenten Merkmalskombinationen
ergibt.
Bezugszeichenliste
[0085]
- 100
- Weiche
- 200
- Fahrwerk
- 300
- Schienengebundenes Verkehrssystem
- 1
- Erste Laufradschiene
- 2
- Zweite Laufradschiene
- 3
- Dritte Laufradschiene
- 4
- Vierte Laufradschiene
- 5a
- Erste Laufrad-Zwischenschiene
- 5b
- Zweite Laufrad-Zwischenschiene
- 6a
- Dritte Laufrad-Zwischenschiene
- 6b
- Vierte Laufrad-Zwischenschiene
- 7
- Erste Stützrad-Zwischenschiene
- 8
- Zweite Stützrad-Zwischenschiene
- 9
- Erste Führungsschiene
- 10
- Zweite Führungsschiene
- 11
- Laufrad
- 12
- Stützrad
- 13
- Radsatzwelle
- 15a
- Erste Seitenführungsvorrichtung
- 15b
- Zweite Seitenführungseinrichtung
- 16a
- Erstes Führungsrad
- 16b
- Zweites Führungsrad
- 18
- Kabine
- 19
- Kabinenaufhängung
- M
- Gleismittellinie
- WA
- Weichenanfang
- WE
- Weichenende
1. Passive Weiche (100) für ein Gleissystem eines schienengebundenen Verkehrssystems,
aufweisend
ein erstes Gleis, definiert durch eine erste Laufradschiene (1) und eine zweite Laufradschiene
(2),
ein zweites Gleis, definiert durch die erste Laufradschiene (1) und eine dritte Laufradschiene
(3),
ein drittes Gleis, definiert durch die zweite Laufradschiene (2) und eine vierte Laufradschiene
(4),
ein erstes Zwischengleis, definiert durch die erste Laufradschiene (1), eine erste
Laufrad-Zwischenschiene (5a), eine zweite Laufrad-Zwischenschiene (5b) und eine erste
Stützrad-Zwischenschiene (7),
ein zweites Zwischengleis, definiert durch die zweite Laufradschiene (2), eine dritte
Laufrad-Zwischenschiene (6a), eine vierte Laufrad-Zwischenschiene (6b) und eine zweite
Stützrad-Zwischenschiene (8),
wobei die erste Laufrad-Zwischenschiene (5a), die zweite Laufrad-Zwischenschiene (5b)
und die erste Stützrad-Zwischenschiene (7) so angeordnet sind, dass jede einzelne
eine Gleismittellinie (M) des zweiten Zwischengleises nicht schneidet,
die dritte Laufrad-Zwischenschiene (6a), die vierte Laufrad-Zwischenschiene (6b) und
die zweite Stützrad-Zwischenschiene (8) so angeordnet sind, dass jede einzelne eine
Gleismittellinie M des ersten Zwischengleises nicht schneidet.
2. Weiche (100) nach Anspruch 1,
wobei die erste Laufrad-Zwischenschiene (5a), die zweite Laufrad-Zwischenschiene (5b)
und die erste Stützrad-Zwischenschiene (7) so angeordnet sind, dass jede einzelne
mit wenigstens einem definierten Abstand (d), welcher bevorzugt wenigstens etwa ein
Zwanzigstel der Spurweite des ersten Gleises und höchstens etwa ein Viertel der Spurweite
des ersten Gleises, bevorzugter etwa ein Sechstel der Spurweite des ersten Gleises,
beträgt, von der Gleismittellinie (M) des zweiten Zwischengleises beabstandet ist,
und
wobei die dritte Laufrad-Zwischenschiene (6a), die vierte Laufrad-Zwischenschiene
(6b) und die zweite Stützrad-Zwischenschiene (8) so angeordnet sind, dass jede einzelne
mit wenigstens dem definierten Abstand (d) von der Gleismittellinie (M) des ersten
Zwischengleises beabstandet ist.
3. Weiche (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das erste und zweite Zwischengleis so gestaltet
sind, dass jeweils in Richtung der Gleismitte eine unterbrechungsfreie Kraftaufnahme
normal zur Gleisebene beider Räder eines Radsatzes gewährleistet ist.
4. Weiche (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die erste Laufrad-Zwischenschiene (5a) und die zweite Laufrad-Zwischenschiene
(5b) jeweils in einer Weise angeordnet sind, dass sie, in einer Richtung parallel
der zweiten Laufradschiene (2), die erste Stützrad-Zwischenschiene (7) überlappen
oder an sie anschließen,
wobei die dritte Laufrad-Zwischenschiene (6a), die vierte Laufrad-Zwischenschiene
(5b) jeweils in einer Weise angeordnet sind, dass sie, in einer Richtung parallel
der ersten Laufradschiene (1), die zweite Stützrad-Zwischenschiene (8) überlappen
oder an sie anschließen, und
wobei eine Spurweite des ersten Gleises zwischen dem Weichenanfang (WA) und der ersten
Laufrad-Zwischenschiene (5a) und der dritten Laufrad-Zwischenschiene (6a) vergrößert
ist gegenüber einer nominellen Spurweite des Gleissystems.
5. Weiche (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend eine erste Führungsschiene
(9), die parallel zu der ersten Laufradschiene (1) verläuft, und eine zweite Führungsschiene
(10), die parallel zu der zweiten Laufradschiene (2) verläuft.
6. Weiche (100) nach Anspruch 5, wobei die Führungsschienen (9, 10) jeweils bis zu dem
Weichenanfang (WA) und bis zu den Weichenenden (WE) hinausreichen und/oder wobei die
Führungsschienen (9, 10) außerhalb der Gleise angeordnet sind.
7. Fahrwerk (200) für ein Schienenfahrzeug, aufweisend:
zwei Radsätze, welche jeweils ein erstes Laufrad (11a) und ein zweites Laufrad (11b)
mit, insbesondere innenliegenden, Spurkränzen und jeweils ein erstes Stützrad (12a)
und ein zweites Stützrad (12b), welche spurkranzlos ausgeführt sind, aufweisen,
wobei beide Laufräder (11a, 11b) und beide Stützräder (12a, 12b), insbesondere über
eine gemeinsame Radsatzwelle (13), starr gekoppelt sind oder als Losräder ausgeführt
sind und die beiden Stützräder (12a, 12b) auf der Radsatzwelle (13) jeweils außerhalb
der Laufräder (11a, 11b) positioniert sind,
wobei die Laufräder (11a, 11b) und die Stützräder (12a, 12b) eingerichtet sind, eine
Kraft in einer ersten Richtung auf Schienen (5a, 5b, 6a, 6b, 7, 8) abzustützen;
eine erste Seitenführungsvorrichtung (15a), aufweisend wenigstens ein erstes Führungsrad
(16a), welches eingerichtet ist, eine Kraft in einer zweiten Richtung gegen eine erste
Führungsschiene (9) abzustützen, wobei die erste Richtung und die zweite Richtung
wenigstens im Wesentlichen senkrecht zueinander ausgerichtet sind;
eine zweite Seitenführungsvorrichtung (15b), aufweisend wenigstens ein zweitens Führungsrad
(16b), dessen Achse senkrecht zu der wenigstens einen Radsatzwelle (13) steht, und
das eingerichtet ist, eine Kraft in einer dritten Richtung gegen eine zweite Führungsschiene
(10) abzustützen, wobei die dritte Richtung und die zweite Richtung wenigstens im
Wesentlichen entgegengesetzt ausgerichtet sind;
wobei das wenigstens eine erste Führungsrad (16a) und das wenigstens eine zweite Führungsrad
(16b) jeweils beweglich in einer Weise angeordnet sind, dass sie mit der jeweiligen
Führungsschiene (9, 10) in Eingriff bringbar sind.
8. Fahrwerk (200) nach Anspruch 7, wobei die Laufräder (11a, 11b) und die Stützräder
(12a, 12b) an jeder Seite eines Radsatzes einstückig ausgebildet sind, und, insbesondere
eine gemeinsame Lauffläche ausbilden.
9. Fahrwerk (200) nach Anspruch 7 oder 8, wobei das wenigstens eine erste Führungsrad
(16a) und das wenigstens eine zweite Führungsrad (16b), jeweils unabhängig voneinander
in und/oder aus einer durch die Führungsschienen (9, 10) aufgespannten Ebene bewegbar
sind.
10. Fahrwerk (200) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die erste Seitenführungsvorrichtung
(15a) und die zweite Seitenführungsvorrichtung (15b) so angeordnet sind, dass alle
Führungsräder (16a, 16b) weiter von der Fahrwerk-Längsmittelachse beabstandet sind
als die Laufräder (11a, 11b).
11. Schienenfahrzeug (300) mit einem Fahrwerk (200) nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
wobei eine Kabine (18) des Schienenfahrzeugs (300) unterhalb des Fahrwerks (200) angeordnet
ist.
12. Schienengebundenes Verkehrssystem (400) mit wenigstens drei Gleisen, aufweisend:
wenigstens eine passive Weiche (100), insbesondere eine Weiche (100) nach einem der
Ansprüche 1 bis 6,
wenigstens ein Schienenfahrzeug (300), insbesondere ein Schienenfahrzeug (300) nach
Anspruch 11,
wobei das Fahrwerk (200) wenigstens zwei Radsätze aufweist, welche in der Weise eingerichtet
sind, dass sie Kräfte im Wesentlichen senkrecht zur Gleisebene aufnehmen können, und
wenigstens zwei Führungsräder (16a, 16b) aufweist, welche in der Weise eingerichtet
sind, dass sie Kräfte im Wesentlichen parallel zur Gleisebene aufnehmen können, wobei
die Räder jedes Radsatzes starr gekoppelt sind oder als Losräder ausgeführt sind und
ein sich nach außen verjüngendes Radprofil aufweisen, und mit Laufradschienen (1,
2, 3, 4) so zusammenwirken, dass sich die Radsätze in einem Sinuslauf selbst stabilisieren,
wobei die Weiche (100) wenigstens eine erste Führungsschiene (9) und eine zweite Führungsschiene
(10) aufweist, die mit wenigstens einem ersten Führungsrad (16a) und wenigstens einem
zweiten Führungsrad (16b) in einer Weise zusammenwirken, dass das Schienenfahrzeug
(300) von einem ersten Gleis in ein zweites Gleis und umgekehrt geführt werden kann
und von dem ersten Gleis in ein drittes Gleis und umgekehrt geführt werden kann; und
wobei die Weiche (100) wenigstens zwei Zwischengleise aufweist, definiert durch jeweils
zwei Zwischenschienen (5a, 5b, 6a, 6b, 7, 8) und eine Laufradschiene (1, 2), die in
einer Weise angeordnet sind und mit dem Fahrwerk (200) in einer Weise zusammenwirken,
dass beim Durchfahren der Weiche ein ununterbrochener Rad-Schiene-Kontakt jeweils
an wenigstens einem Rad auf beiden Seiten eines Radsatzes besteht,
wobei die Zwischenschienen jeweils mit einem Abstand (d) von wenigstens etwa einem
Zwanzigstel der Spurweite des ersten Gleises und höchstens etwa einem Viertel der
Spurweite des ersten Gleises, insbesondere etwa einem Sechstel, von der Gleismittellinie
(M) des jeweiligen Zwischengleises beabstandet sind, und
wobei das Schienenfahrzeug (300) eine Einrichtung zum Last- oder Personentransport
aufweist, insbesondere eine Kabine 18, die unterhalb der Gleisebene angeordnet ist.
13. Verkehrssystem nach Anspruch 12 mit wenigstens einer Weiche (100) nach einem der Ansprüche
1 bis 3 und einem Schienenfahrzeug (300) nach Anspruch 11, wobei
die erste Laufrad-Zwischenschiene (5a) und die erste Stützrad-Zwischenschiene (7)
von der ersten Laufradschiene (1),
die zweite Laufrad-Zwischenschiene (5b) von der dritten Laufradschiene (3), die dritte
Laufrad-Zwischenschiene (6a) und die zweite Stützrad-Zwischenschiene (8) von der zweiten
Laufradschiene (2), und
die vierte Laufrad-Zwischenschiene (6b) von der vierten Laufradschiene (4) in einer
Weise beabstandet sind, dass die mit Spurkränzen versehenen Laufräder (11a, 11b) mit
einer Toleranz berührungsfrei passieren können.
14. Verkehrssystem nach Anspruch 12 oder 13, wobei die Rad-Schiene-Kontakte der Laufräder
(11a, 11b) und der Laufradschienen (1, 2, 3, 4) so ausgestaltet sind, dass sie eine
äquivalente Konizität kleiner 0,6 aufweisen, und, insbesondere, die Laufräder (11a,
11b) ein sich nach außen verjüngendes Radprofil aufweisen.
15. Verkehrssystem nach Anspruch einem der Ansprüche 12 bis 14,
wobei die erste Laufrad-Zwischenschiene (5a), die zweite Laufrad-Zwischenschiene (5b)
und die erste Stützrad-Zwischenschiene (7) mit einem Abstand (d) oder größer von der
Gleismittellinie (M) beabstandet sind, der ausreichend groß ist, um eine die Gleisebene
durchdringende Kabinenaufhängung (19) mit einer Toleranz berührungsfrei passieren
zu lassen, wobei die dritte Laufrad-Zwischenschiene (6a), die vierte Laufrad-Zwischenschiene
(6b) und die zweite Stützrad-Zwischenschiene (8) mit dem Abstand (d) oder größer von
der Gleismittellinie (M) beabstandet sind, der ausreichend groß ist, um eine die Gleisebene
durchdringende Kabinenaufhängung (19) mit einer Toleranz berührungsfrei passieren
zu lassen.