[0001] Die Erfindung betrifft die Abscheidung von Kältemittel, welches leckagebedingt aus
einem Kältekreis einer Wärmepumpe in einen Heizungskreislauf gelangt ist. Solche Leckagen
sind ausgesprochen selten, können aber schwere Folgen haben, wenn das Kältemittel
brennbar ist. Seit bekannt geworden ist, dass die bisherigen Sicherheitskältemittel
in höchstem Maße klimaschädlich sind, wenn sie in die Umwelt gelangen, werden als
Ersatz häufig brennbare Kältemittel verwendet.
[0002] Diese haben sehr gute thermodynamische Eigenschaften und erlauben einen hocheffizienten
Betrieb. Beispiele hierfür sind R290, R600a, R1270, R32 und R441a. Sie müssen allerdings
unter höherem Arbeitsdruck betrieben werden als die bisherigen Kältemittel, was dazu
führen kann, dass bei einer Undichtigkeit im Kondensator-Wärmetauscher, der die Wärme
vom Kältemittel an den Heizungskreislauf überträgt, durch eine solche Undichtigkeit
Kältemittel in den Heizungskreislauf eintreten kann, der regelmäßig bei einem geringeren
Arbeitsdruck betrieben wird und im Wesentlichen aus Wasser besteht.
[0003] Das kann lange unbemerkt geschehen, wenn die Leckage klein ist. In einem solchen
Fall macht sich der Verlust an Kältemittel im Kältemittelkreislauf kaum bemerkbar
und ein Druckanstieg im Heizungskreislauf ist auch kaum zu beobachten. Auffällig wird
eine solche Leckage am Luftabscheider des Heizungskreislaufs, der in solchen Fällen
oft über eine Trenneinrichtung für Luft und gasförmiges Kältemittel verfügt und als
Entlüftungsventil ausgeführt ist. Hierfür existieren eine Reihe geeigneter Bauarten
im Stand der Technik, auf die der Fachmann Zugriff hat.
[0004] Wenn bei einer Leckage Kältemittel in den Heizkreis eintritt, aber nicht vollständig
am Entlüftungsventil des Kältemittel/Luft-Abscheiders abgegeben werden kann, sammelt
sich das Kältemittel im Heizkreis an. Dabei verdrängt die entstehende Kältemittelansammlung
in der Konsequenz Heizungswasser.
[0005] Wenn die Wärmepumpe oben im zu beheizenden Gebäude aufgestellt ist, also oberhalb
der Heizkreisinstallationen, bilden der Kältemittel/Luft-Abscheider und das Sicherheitsventil
in der Wärmepumpe den höchsten Punkt der Gebäudeheizkreisinstallation. Der geodätische
Druckunterschied zwischen dem Sicherheitsventil in der Wärmepumpe und weiteren Sicherheitsventilen
in der Gebäudeheizkreisinstallation wird durch die Kältemittelansammlung reduziert.
[0006] Um zu verhindern, dass Kältemittel mit dem Heizungswasser in die Heizkreishydraulik
transportiert wird, muss der Umlauf des Heizungswassers in einem solchen Fall unterbunden
werden. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Heizungspumpe in Strömungsrichtung
direkt hinter dem Kältemittel/Luft-Abscheider und dem Sicherheitsventil angeordnet
wird. Wenn die Kältemittelansammlung die Pumpe erreicht und das Pumpengehäuse gasförmig
füllt, ist keine Förderung von Heizungswasser mehr möglich, da Heizungspumpen Kreiselpumpen
sind und kein Gas fördern können.
[0007] Die Kältemittelansammlung des gasförmigen Kältemittels dehnt sich in der Folge weiter
aus und verdrängt das Heizungswasser zwischen den Sicherheitsventilen der Wärmepumpe
und dem Gebäudeheizkreis. Der Öffnungsdruck des Sicherheitsventils in der Wärmepumpe
ist dabei geringer, als der Öffnungsdruck der anderen Sicherheitsventile im Gebäudeheizkreis.
Wenn es im Gebäudeheizkreis mehrere Wärmeerzeuger gibt, sind weitere Sicherheitsventile
im Gebäudeheizkreis erforderlich. Der geodätische Druckunterschied zwischen den Positionen
der Sicherheitsventile im Gebäudeheizkreis und in der Wärmepumpe wird dadurch aufgehoben.
Das verdrängte Wasser wird in ein in einem Heizsystem immer vorhandenes Ausdehnungsgefäß
gedrückt.
[0008] Dies führt zu einem Druckanstieg im gesamten Gebäudeheizkreis, bis der niedrigere
Öffnungsdruck des Sicherheitsventils in der Wärmepumpe erreicht ist und dieses Sicherheitsventil
öffnet. Das Kältemittel tritt dann an einer definierten Position in der Wärmepumpe
aus dem Heizsystem aus und kann wie beschrieben sicher abgeleitet oder aufgefangen
werden. Es kann dabei durchaus sein, dass ein anderes Sicherheitsventil im Gebäudeheizkreis
zuerst öffnet, dort wird dann Heizungswasser abgegeben, wodurch der geodätische Druckunterschied
weiter verringert wird. Sofern andere Sicherheitsventile im Gebäudeheizkreis öffnen,
kann aus denen kein Kältemittel austreten, sondern nur Heizungswasser.
[0009] Wenn also mehrere Sicherheitsventile im Gebäudeheizkreis innerhalb eines Gebäudes
vorhanden sind, muss gewährleistet werden, dass dasjenige Sicherheitsventil öffnet,
welches sich im Gehäuse der Wärmepumpe befindet und welches über einen Abscheider
von gasförmigem Kältemittel verfügt. Dies geschieht in der oben beschriebenen Weise.
Hierzu existiert einschlägiger Stand der Technik, der jedoch den Einfluss der geodätischen
Höhe nicht berücksichtigt.
[0010] Die
EP 3 351 868 B1 beschreibt eine Wärmepumpenvorrichtung mit einem Kältekreis und einem als Heizkreislauf
gebildeten Fluidkreislauf mit den üblichen Einrichtungen sowie Sicherheitsventilen.
Hierbei wird darauf geachtet, dass im Falle eines Kältemittelaustritts das Kältemittel
nur im Kältekreisgehäuse austreten kann. Hierzu wird einerseits ein Druckregelventil
im Heizkreislauf zwischen dem Kondensator und dem Heizungskörper vorgesehen, welches
den Durchfluss bei einem Druckanstieg stoppt. Weiterhin können ein Sicherheitsventil
zwischen Kondensatorauslass und dem Druckregelventil und ein Entlüftungsventil zwischen
Druckregelventil und Heizkörper vorgesehen werden. Die geodätische Höhe spielt keine
Rolle.
[0011] Die
DE 10 2020 103 743 A1 beschreibt eine Wärmepumpenanlage, bei der, jeweils in Betriebsströmungsrichtung
des Heizkreislaufmediums gesehen, ein der Heizkreispumpe nachgeschaltetes Rückschlagventil
und ein dem Wärmeübertrager zum Primärkreis nachgeschaltetes Sicherheitsventil vorgesehen
werden. Damit wird eine Rückströmung in den Sekundärkreislauf im Falle einer Leckage
verhindert und in Strömungsrichtung findet ein Abblasen bei Druckerhöhung statt. Zur
statischen Höhe, weiteren Sicherheitsventilen und der entsprechenden Positionierung
all dieser Maßnahmen schweigt die
DE 10 2020 103 743 A1.
[0012] Die
DE 10 2019 123 513 A1 beschreibt ein Wärmepumpensystem mit einem Kältekreis und einem als Heizkreislauf
gebildeten Fluidkreislauf mit den üblichen Einrichtungen sowie Sicherheitsventilen.
Im Heizkreislauf werden saugseitig zur Umwälzpumpe ein Sicherheitsventil und Entlüftungen
vorgesehen, druckseitig folgen der Umwälzpumpe ein erstes Strömungsbeeinflussungsmittel
im Vorlauf des Heizungssystems und ein weiteres Strömungsbeeinflussungsmittel im Rücklauf.
Konkret handelt es ich bei den Strömungsbeeinflussungsmitteln um einen Druckminderer
und ein Rückschlagventil. Die geodätische Höhe spielt auch hierbei keine Rolle.
[0013] Die Erfindung löst die Aufgabe durch eine Installation einer Wärmepumpe in einem
Gebäude, wobei die Installation enthält
- eine Wärmepumpe, die mit einem brennbaren Kältemittel betrieben wird, wobei sich die
Wärmepumpe in einem Gehäuse und das Gehäuse in einem Gebäude befinden,
- im Gehäuse der Wärmepumpe einen Innenwärmeübertrager, der mit dem brennbaren Kältemittel
auf der einen Seite und mit dem Heizkreiswasser auf der anderen Seite verbunden ist,
- im Gehäuse der Wärmepumpe einen Kältemittel/Luft-Abscheider, der abströmseitig im
Heizkreis hinter dem Innenwärmeübertrager angeordnet ist,
- im Gehäuse der Wärmepumpe ein Sicherheitsventil, welches abströmseitig im Heizkreis
hinter dem Kältemittel/Luft-Abscheider angeordnet ist,
- eine Heizkreispumpe, welche abströmseitig im Heizkreis hinter dem Sicherheitsventil
angeordnet ist,
- mindestens einen Heizwärmeverbraucher mit einem Warmwasserzulauf und einem Warmwasserrücklauf,
- zwischen dem Warmwasserzulauf und der Heizkreispumpe ein weiteres Sicherheitsventil,
- zwischen dem Warmwasserrücklauf und dem Innenwärmeübertrager einen Wasserausgleichsbehälter,
- wobei das Sicherheitsventil im Wärmepumpengehäuse einen geringeren Öffnungsdruck als
im Sicherheitsventil zwischen Heizkreispumpe und dem Heizwärmeverbraucher aufweist
und der Unterschied im Öffnungsdruck größer als der Druckunterschied aufgrund der
geodätischen Höhe der Wassersäule zwischen den beiden Sicherheitsventilen ist.
[0014] Die Installation eignet sich besonders für außen aufgestellte Luft/Wasser-Wärmepumpen,
diese werden oft auf dem Dach eines Gebäudes oder eines Anbaus, etwa einer Garage
installiert. Die Heizkreispumpe sollte direkt nach dem Sicherheitsventil und dem Kältemittel/Luft-Abscheider
angeordnet sein, idealerweise auch im Gehäuse der Wärmepumpe. Hierbei ist klar, dass
in Systemen mit mehreren Gebäudeheizkreisen jeder der Heizkreise eine Heizkreispumpe
hat, wobei das oben Beschriebene sinngemäß analog gilt.
[0015] Sofern im Heizungskreislauf mehrere Sicherheitsventile zum Einsatz kommen, gilt der
oben beschriebene Zusammenhang zwischen den Öffnungsdrucken paarweise für den Öffnungsdruck
des Sicherheitsventils im Wärmepumpengehäuse und dem jeweiligen Sicherheitsventil
im Heizungskreislauf.
[0016] Vorzugsweise kommt dies zur Anwendung, wenn die Wärmepumpe oben im Gebäude oder auf
dem Gebäude angeordnet wird, etwa auf einem Dachboden oder einem Flachdach im Rahmen
einer Nachrüstungsmaßnahme, und somit oberhalb der Verbraucher, etwa Fußbodenheizungen
in darunterliegenden Stockwerken. Die Erfindung ist aber auf diesen Anwendungsfall
nicht beschränkt. Sie ist auch anwendbar, wenn die Wärmepumpe über eine Sommerumschaltung
auf Kühlwasser verfügt, welches anstatt von Warmwasser durch die Rohrleitungen der
Fußbodenheizung geführt wird oder in Kühldecken zum Einsatz kommt.
[0017] Die Erfindung wird anhand von Fig. 1 und Tabelle 1 näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Wärmepumpeninstallation,
- Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Wärmepumpeninstallation mit einem zweiten
Wärmeerzeuger,
- Tabelle 1 einen Vergleich der sich einstellenden Drücke.
[0018] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer beispielhaften Wärmepumpeninstallation
mit einem Innenwärmeübertrager 1, der auf der einen Seite von brennbarem Kältemittel
11 durchströmt wird und auf der anderen Seite von Heizungswasser 10. Betrachtet wird
nur der hier vereinfachte Heizungskreislauf, der ebenso als Kühlwasserkreislauf betrieben
werden kann, wenn die Wärmepumpe über eine entsprechende Umschaltung für den Sommerbetrieb
verfügt. Hierbei wird das Heizkreiswasser10 aus dem Innenwärmeübertrager 1 kommend
zunächst in den Kältemittel/Luft-Abscheider 2 geführt, wo Luftzusammen mit gasförmigem
Kältemittel abgeschieden und über das Entlüftungsventil 3 abgeführt wird, sofern eine
Leckage im Kältemittel/Luft-Abscheider stattgefunden hat. Diese Abscheidung kann im
Leckagefall unvollständig sein.
[0019] Nachfolgend strömt das Heizkreiswasser am Sicherheitsventil 4 in der Wärmepumpe vorbei.
Nicht gezeigt ist die weitere Behandlung der entlüfteten Gase und der im Sicherheitsventil
4 gegebenenfalls angefallenen Stoffe, diese Behandlung erfolgt je nach Aufstellung,
Umgebung und Bauart der Wärmepumpe unterschiedlich und ist hier nicht Gegenstand.
Sowohl das Entlüftungsventil als auch das Sicherheitsventil befinden sich dabei im
Gehäuse 9 der Wärmepumpe. Die nachfolgende Heizkreispumpe 5 kann sich ebenfalls innerhalb
des Gehäuses 9 der Wärmepumpe befinden, wie hier gezeigt, sie kann aber auch an einer
anderen Stelle vor den Wärmenutzern platziert werden. Vorteilhaft ist hierbei, wenn
im Falle einer Leckage das gasförmige Kältemittel möglichst schnell das Pumpengehäuse
füllt und dann keine Förderung von Heizungswasser mehr möglich ist.
[0020] Zwischen der Heizkreispumpe 5 und dem Wärmeübertrager des Heizwärmeverbrauchers 8
des Heizkreises befindet sich das Sicherheitsventil 6, welches die nachfolgenden Wärmeübertrager,
meistens Fußbodenheizungen, vor einer Drucküberlastung schützt. Bevor das Heizkreiswasser
wieder zum Innenwärmeübertrager 1 zurückgeführt wird, findet im Ausgleichsbehälter
7 der Mengenausgleich aufgrund der Wärmeausdehnung des Heizkreiswassers statt.
[0021] Fig. 1 zeigt auch die Position der Druckstufen p1 bis p6, die in diesem vereinfachten,
aber typischen Heizkreislauf zu erwarten sind.
[0022] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer beispielhaften Wärmepumpeninstallation
mit einem zweiten Wärmeerzeuger, in diesem Beispiel einem elektrischen Zusatzheizer
12. Dieser ist zwischen dem Sicherheitsventil 4 der Wärmepumpe und dem Sicherheitsventil
6 des Gebäudeheizkreises an der tiefsten Stelle zwischen den beiden Sicherheitsventilen
angeordnet.
[0023] Tabelle 1 zeigt die Druckverläufe im Wasser des Heizkreislaufs für das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel
im Normalfall in Spalte 1 und im fortgeschrittenen Leckagefall in Spalte 2.
Tabelle 1
| Druck |
barü normal |
barü leck |
| p1 |
1,3 |
2,5 |
| p2 |
1,3 |
2,5 |
| p3 |
1,9 |
2,5 |
| p4 |
2,4 |
2,5 |
| p5 |
1,9 |
2,5 |
| p6 |
1,4 |
2,5 |
[0024] Die Leckage setzt in diesem Fall den gesamten Heizkreislauf unter Druck, wobei dieser
Druck von den Verhältnissen im Innenwärmetauscher und der Temperatur des brennbaren
Kältemittels abhängt, er könnte auch höher werden. Das gasförmige Kältemittel bewirkt
dabei, dass Heizkreiswasser in das Ausgleichsgefäß 7 gedrückt wird, bis ein erstes
Sicherheitsventil öffnet. Eine Förderung durch die Heizkreispumpe 5 findet nicht mehr
statt, sobald das gasförmige Kältemittel die Heizkreispumpe 5 erreicht hat. Bevor
es dann in die Heizwärmeverbraucher 8 des Heizkreises gelangen kann, muss das Sicherheitsventil
4 öffnen, das Sicherheitsventil 6 darf jedoch erst öffnen, wenn der geodätische Druckausgleich
erfolgt ist. Dies wird erreicht, indem das Sicherheitsventil 4 bei einem geringeren
Druck öffnen muss als das Sicherheitsventil 6.
[0025] Hierbei ist der Unterschied der geodätischen Höhe der beiden Sicherheitsventile in
Rechnung zu stellen. Im Normalbetrieb steht außer dem dynamischen Druckunterschied
aufgrund der Strömungsdruckverluste und dem Ausgleich durch die Heizkreispumpe auch
der jeweilige statische Druck der Wassersäule als Druck am Sicherheitsventil an. Im
vorliegenden Fall ist das der Druckunterschied zwischen den Drücken p5 und p6 bzw.
p1 und p5, hier als 0,5 bis 0,6 bar, was ungefähr zwei Stockwerken entspricht. Würde
man beide Sicherheitsventile auf denselben Druck einstellen, würde stets das tiefer
gelegene Ventil zuerst ansprechen und öffnen.
[0026] Da dies hier nicht erwünscht sein kann, muss die Druckdifferenz aufgrund der geodätischen
Höhe bei der Wahl der Sicherheitsventile und ihres Öffnungsdrucks berücksichtigt werden.
Daher müssen sich die beiden Sicherheitsventile auch im Normalbetrieb unterscheiden.
Im vorliegenden Beispielfall ist das Sicherheitsventil 4 auf einen Öffnungsdruck zwischen
2 und 2,4 bar
ü und das Sicherheitsventil 6 auf einen Öffnungsdruck von 3 bar
ü einzustellen, also um mindestens ein Δp von 0,6 bar höher als das Sicherheitsventil
in der Wärmepumpe. Diese Bedingung soll durch die Installation aufgehoben werden.
Damit können Höhenunterschiede bis zu 15 Metern verwirklicht werden, wobei an der
Heizungspumpe ein Mindestdruck zur Vermeidung von Kavitation eingehalten werden muss.
Der Öffnungsdruck des Sicherheitsventils in der Wärmepumpe wird möglichst hoch, aber
unter Berücksichtigung von Toleranzen geringer gewählt als der Öffnungsdruck des Sicherheitsventils
im Gebäudeheizkreis. Das ermöglicht es, baugleiche Geräte auch in anderen Installationen
zu verwenden, in denen die Wärmepumpe den niedrigsten Punkt im Heizsystem bildet.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Innenwärmeübertrager
- 2
- Kältemittel/Luft-Abscheider
- 3
- Entlüftungsventil des Kältemittel/Luft-Abscheiders
- 4
- Sicherheitsventil in der Wärmepumpe
- 5
- Heizkreispumpe
- 6
- Sicherheitsventil im Heizkreis
- 7
- Ausdehnungsgefäß
- 8
- Heizwärmeverbraucher
- 9
- Wärmepumpengehäuse
- 10
- Heizkreiswasser
- 11
- Kältemittel
- 12
- Elektrischer Zusatzheizer
- p1
- Druck am Kältemittel/Luft-Abscheider
- p2
- Druck am Sicherheitsventil in der Wärmepumpe
- p3
- Druck nach Heizkreispumpe
- p4
- Druck am Sicherheitsventil im Heizkreis
- p5
- Druck am Ausdehnungsgefäß
- p6
- Druck am Eintritt des Innenwärmeübertragers
- Δp
- Differenzdruck der Sicherheitsventile 4 und 6
1. Installation einer Wärmepumpe in einem Gebäude, wobei die Installation enthält
- eine Wärmepumpe, die mit einem brennbaren Kältemittel (11) betrieben wird, wobei
sich die Wärmepumpe in einem Gehäuse (9) und das Gehäuse in einem Gebäude befinden,
- im Gehäuse (9) der Wärmepumpe einen Innenwärmeübertrager (1), der mit dem brennbaren
Kältemittel (11) auf der einen Seite und mit dem Heizkreiswasser (10) auf der anderen
Seite verbunden ist,
- im Gehäuse (9) der Wärmepumpe einen Kältemittel/Luft-Abscheider (2), der abströmseitig
im Heizkreis hinter dem Innenwärmeübertrager (1) angeordnet ist,
- im Gehäuse (9) der Wärmepumpe ein Sicherheitsventil (4), welches abströmseitig im
Heizkreis hinter dem Kältemittel/Luft-Abscheider (2) angeordnet ist,
- eine Heizkreispumpe (5), welche abströmseitig im Heizkreis hinter dem Sicherheitsventil
(4) angeordnet ist,
- mindestens einen Heizwärmeverbraucher (8) mit einem Warmwasserzulauf und einem Warmwasserrücklauf,
- zwischen dem Warmwasserzulauf und der Heizkreispumpe (5) ein weiteres Sicherheitsventil
(6),
- zwischen dem Warmwasserrücklauf und dem Innenwärmeübertrager (1) einen Wasserausgleichsbehälter
(7),
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherheitsventil (4) im Wärmepumpengehäuse (9) einen geringeren Öffnungsdruck
als im Sicherheitsventil (6) zwischen Heizkreispumpe (5) und dem Heizwärmeverbraucher
(8) aufweist und der Unterschied im Öffnungsdruck größer als der Druckunterschied
aufgrund der geodätischen Höhe der Wassersäule zwischen den beiden Sicherheitsventilen
(4, 6) eingestellt ist.