[0002] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder, insbesondere einen Leiterplattensteckverbinder,
mit einer ersten elektrischen Schnittstelle, einer zweiten elektrischen Schnittstelle
und einer dritten elektrischen Schnittstelle, wobei die erste Schnittstelle und die
zweite Schnittstelle vorzugsweise miteinander steckkompatibel sind.
[0003] Die Erfindung betrifft ferner eine Schaltungsanordnung, aufweisend wenigstens einen
elektrischen Steckverbinder und eine elektrische Schaltung, wobei der elektrische
Steckverbinder wenigstens einen elektrischen Leiter der elektrischen Schaltung kontaktiert.
[0004] Die Erfindung betrifft außerdem eine elektrische Baugruppe, aufweisend eine Trägereinrichtung
und mehrere auf der Trägereinrichtung angeordnete Schaltungsanordnungen.
[0005] Aus der Elektrotechnik sind diverse elektrische Steckverbinder bekannt. Elektrische
Steckverbinder dienen bekanntermaßen dazu, elektrische Versorgungssignale und/oder
Datensignale an weitere Steckverbinder bzw. an korrespondierende Gegensteckverbinder
zu übertragen. Bei einem Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder kann es sich um einen
Stecker, einen Leiterplattenstecker, einen Einbaustecker, eine Buchse, eine Kupplung
oder einen Adapter handeln. Die im Rahmen der Erfindung verwendete Bezeichnung "Steckverbinder"
bzw. "Gegensteckverbinder" steht stellvertretend für alle Varianten.
[0006] Mitunter kommen in der Elektrotechnik elektrische Baugruppen zum Einsatz, die modular
mit einzelnen Schaltungsanordnungen bestückbar sind, beispielsweise um die Funktionalität
der elektrischen Baugruppe zu variieren oder zu erweitern. Dabei ist es erforderlich,
elektrische Signale (z. B. Versorgungssignale) auf die elektrischen Schaltungen der
jeweiligen Schaltungsanordnungen zu verteilen. Insbesondere wenn die elektrische Baugruppe
modular bestückbar sein soll, kann es von Vorteil sein, auf voneinander abgewandten
Seiten der einzelnen Schaltungsanordnungen bzw. Schaltungen jeweils einen elektrischen
Steckverbinder anzuordnen, um die elektrischen Signale von Schaltungsanordnung zu
Schaltungsanordnung weiterzuleiten. Auf diese Weise können benachbarte Schaltungsanordnungen
unter Verwendung der jeweils einander zugewandten Steckverbinder elektrisch miteinander
verbunden werden und die jeweils vorhergehenden Schaltungsanordnung die nachfolgenden
Schaltungsanordnungen mit elektrischen Daten- und/oder Versorgungssignalen versorgen.
Eine solche elektrische Baugruppe kann äußerst flexibel einsetzbar sein.
[0007] Eine Anforderung an Steckverbinder besteht mitunter darin, dass diese in hohen Stückzahlen
wirtschaftlich herstellbar sein müssen. Deshalb sollten Montagezeiten, wie beispielsweise
die Befestigung der elektrischen Steckverbinder an der jeweiligen Schaltungsanordnung,
beispielsweise ein Verlöten der elektrischen Steckverbinder auf einer elektrischen
Leiterplatte, möglichst geringgehalten werden.
[0008] In Anbetracht des bekannten Stands der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung darin, einen elektrischen Steckverbinder bereitzustellen, der mit vorzugsweise
geringem wirtschaftlichem Aufwand herstell- und montierbar ist, und der sich insbesondere
zur Verwendung mit einer modular mit einzelnen Schaltungsanordnungen bestückbaren
elektrischen Baugruppe eignet.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung
mit einem elektrischen Steckverbinder bereitzustellen, die mit vorzugsweise geringem
wirtschaftlichem Aufwand herstell- und montierbar ist, und die sich insbesondere zur
modularen Bestückung einer elektrischen Baugruppe eignet.
[0010] Außerdem ist es Aufgabe der Erfindung, eine elektrische Baugruppe bereitzustellen,
die mit vorzugsweise geringem wirtschaftlichem Aufwand herstell- und montierbar ist,
und die sich insbesondere zur modularen Bestückung mit einzelnen Schaltungsanordnungen
eignet.
[0011] Die Aufgabe wird für den elektrischen Steckverbinder mit den in Anspruch 1 aufgeführten
Merkmalen gelöst. Hinsichtlich der Schaltungsanordnung wird die Aufgabe durch die
Merkmale des Anspruchs 13 und betreffend die elektrische Baugruppe durch Anspruch
14 gelöst.
[0012] Die abhängigen Ansprüche und die nachfolgend beschriebenen Merkmale betreffen vorteilhafte
Ausführungsformen und Varianten der Erfindung.
[0013] Es ist ein elektrischer Steckverbinder vorgesehen, insbesondere ein Leiterplattensteckverbinder.
Grundsätzlich kann es sich aber um einen beliebigen elektrischen Steckverbindertyp
handeln, also beispielsweise auch um einen Kabelsteckverbinder. Vorzugsweise ist der
elektrische Steckverbinder allerdings ein mit einer elektrischen Schaltung (jedoch
nicht notwendigerweise einer elektrischen Schaltung auf einer elektrischen Leiterplatte)
verbindbarer elektrischer Steckverbinder.
[0014] Erfindungsgemäß weist der elektrische Steckverbinder einen ersten Endabschnitt und
einen zweiten Endabschnitt auf, wobei an dem ersten Endabschnitt eine erste elektrische
Schnittstelle und an dem zweiten Endabschnitt eine zweite elektrische Schnittstelle
ausgebildet ist.
[0015] Bei der ersten elektrischen Schnittstelle und der zweiten elektrischen Schnittstelle
handelt es sich vorzugsweise jeweils um eine elektrisch und/oder mechanisch von einem
weiteren, kompatiblen Steckverbinder bzw. "Gegensteckverbinder" kontaktierbare Schnittstelle,
vorzugsweise eine steckbare Schnittstelle, so dass ein Zusammenstecken mit dem weiteren
Steckvererbinder bzw. mit dem Gegensteckverbinder möglich ist.
[0016] Bei dem ersten Endabschnitt und/oder zweiten Endabschnitt des elektrischen Steckverbinders
muss es sich nicht unbedingt um ein jeweiliges Ende des Steckverbinders handeln. Die
jeweilige elektrische Schnittstelle kann von dem unmittelbaren Ende des elektrischen
Steckverbinders beabstandet sein.
[0017] Die erste elektrische Schnittstelle kann auch als erster Kontaktabschnitt und die
zweite elektrische Schnittstelle als zweiter Kontaktabschnitt bezeichnet werden. Die
Begriffe sind entsprechend austauschbar.
[0018] Zwischen der ersten Schnittstelle bzw. dem ersten Kontaktabschnitt und der zweiten
Schnittstelle bzw. dem zweiten Kontaktabschnitt kann ein Verbindungsabschnitt bzw.
Verbindungsbereich vorgesehen sein.
[0019] Vorzugsweise sind die erste elektrische Schnittstelle und die zweite elektrische
Schnittstelle auf voneinander abgewandten Seiten des elektrischen Steckverbinders
ausgebildet.
[0020] Vorzugsweise ist in dem ersten Endabschnitt ausschließlich die erste Schnittstelle
und keine weitere Schnittstelle ausgebildet. Vorzugsweise ist in dem zweiten Endabschnitt
ausschließlich die zweite Schnittstelle und keine weitere Schnittstelle ausgebildet.
[0021] Der elektrische Steckverbinder erstreckt sich vorzugsweise entlang einer Längsachse
und weist bevorzugt eine im Wesentlichen längliche Bauform auf.
[0022] Zwischen der ersten Schnittstelle und der zweiten Schnittstelle verläuft eine Erstreckungsachse,
bei der es sich vorzugsweise um die Längsachse des elektrischen Steckverbinders handelt.
[0023] Die Erstreckungsachse verläuft vorzugsweise zwischen den beiden Endabschnitten und
erstreckt sich damit vorzugsweise auch durch den vorstehend genannten, zwischen den
beiden Endabschnitten angeordneten Verbindungsabschnitt, insbesondere in der Art einer
zentralen Achse.
[0024] Erfindungsgemäß sind die erste Schnittstelle und die zweite Schnittstelle jeweils
zumindest entlang einer quer zu der Erstreckungsachse ausgerichteten, ersten Steckrichtung
mit einer korrespondierenden Gegenschnittstelle eines elektrischen Gegensteckverbinders
verbindbar, insbesondere mit einem elektrischen Gegensteckverbinder derselben oder
zumindest einer kompatiblen Bauweise wie der erfindungsgemäße Steckverbinder.
[0025] Die erste Steckrichtung kann vorzugsweise orthogonal oder zumindest im Wesentlichen
orthogonal zu der Erstreckungsachse verlaufen. Die erste Steckrichtung kann aber auch
beliebig winkling zu der Erstreckungsachse verlaufen, beispielsweise um 45° oder mehr
zu der Erstreckungsachse verkippt sein, vorzugsweise um 60° oder mehr zu der Erstreckungsachse
verkippt sein, besonders bevorzugt um 80° oder mehr zu der Erstreckungsachse verkippt
sein.
[0026] In einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die erste Schnittstelle
und die zweite Schnittstelle jeweils zusätzlich zu der ersten Steckrichtung entlang
einer parallel oder zumindest im Wesentlichen parallel zu der Erstreckungsachse ausgerichteten,
zweiten Steckrichtung mit der korrespondierenden Gegenschnittstelle des elektrischen
Gegensteckverbinders verbindbar sind.
[0027] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zwischen den beiden Endabschnitten eine dritte
elektrische Schnittstelle zur Kontaktierung wenigstens eines elektrischen Leiters
einer elektrischen Schaltung ausgebildet ist. Vorzugsweise ist die dritte Schnittstelle
zur unmittelbaren Kontaktierung des elektrischen Leiters ausgebildet, gegebenenfalls
aber auch nur zur mittelbaren Kontaktierung, beispielsweise unter Verwendung eines
elektrisch leitfähigen Zwischenkontaktelements.
[0028] Die dritte Schnittstelle kann insbesondere mit wenigstens einem elektrischen Leiter
einer elektrischen Schaltung einer elektrischen Leiterplatte ("Printed Circuit Board",
PCB) unmittelbar verbindbar sein, also insbesondere mit einer Leiterbahn, einer Durchkontaktierung
("Via") oder einer Lötfläche ("Pad").
[0029] Die dritte Schnittstelle ist vorzugsweise elektrisch mit der ersten Schnittstelle
und der zweiten Schnittstelle verbunden.
[0030] Vorzugsweise ist die dritte Schnittstelle in dem vorstehend genannten Verbindungsabschnitt
ausgebildet.
[0031] Die dritte Schnittstelle kann grundsätzlich in einem beliebigen Abschnitt des elektrischen
Steckverbinders zwischen den beiden Endabschnitten ausgebildet sein, also beispielsweise
in einem mittleren Abschnitt des elektrischen Steckverbinders. Vorzugsweise ist die
dritte elektrische Schnittstelle allerdings einem der beiden Endabschnitte weiter
angenähert. Vorzugsweise ist auch die dritte elektrische Schnittstelle an einem Endabschnitt
des elektrischen Steckverbinders, also beispielsweise an dem ersten Endabschnitt oder
dem zweiten Endabschnitt des elektrischen Steckverbinders, angeordnet.
[0032] Auf vorteilhafte Weise kann ein elektrischer Steckverbinder bereitgestellt werden,
der Daten- und/oder Versorgungssignale an eine elektrische Schaltung zuzuführen vermag
und der außerdem mit weiteren elektrischen Steckverbindern korrespondierenden Steckverbindertyps
weiterverbindbar ist. Die Weiterverbindung, also das Durchschleusen der Daten- und/oder
Versorgungssignale, kann zwischen den besagten Endabschnitten des elektrischen Steckverbinders
erfolgen. Gleichzeitig kann das elektrische Signal über die dritte Schnittstelle zu
der elektrischen Schaltung abgezweigt werden.
[0033] Somit ist es auf besonders vorteilhafte Weise möglich, die gemäß dem Stand der Technik
für eine Weiterkontaktierung in der Regel erforderlichen zwei separaten Steckverbinder
durch einen einzigen Steckverbinder zu ersetzen.
[0034] Hieraus ergeben sich unter anderem die Vorteile der Materialeinsparung, der Bauraumreduzierung
und insbesondere auch einer vereinfachten Montage des elektrischen Steckverbinders
an der elektrischen Schaltung, da nicht mehr zwei separate Steckverbinder jeweils
mit der elektrischen Schaltung (manuell) verbunden werden müssen.
[0035] Der elektrische Steckverbinder kann ausgebildet sein, zumindest ein Daten- und/oder
Versorgungssignal zwischen den genannten elektrischen Schnittstellen elektrisch zu
verteilen.
[0036] Zwischen den Schnittstellen können mehrere voneinander elektrisch isolierte und/oder
abgeschirmte elektrische Pfade verlaufen, beispielsweise zumindest ein erster elektrischer
Pfad, bevorzugt jedoch außerdem zumindest noch ein separater, zweiter elektrischer
Pfad. Der elektrische Steckverbinder kann also insbesondere mehrpolig ausgebildet
sein, beispielsweise zur Übertragung beider Pole einer Gleichspannung oder der Anschlüsse
einer zumindest einphasigen Wechselspannung. Grundsätzlich können beliebig viele Strom-
und/oder Datenpfade vorgesehen sein, die jeweils isoliert und/oder abgeschirmt von
den anderen Strom- und/oder Datenpfaden durch die erste, zweite und dritte Schnittstelle
verteilt werden.
[0037] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die erste Schnittstelle
und die zweite Schnittstelle miteinander kompatibel sind, vorzugsweise miteinander
steckkompatibel sind.
[0038] Darunter, dass die erste Schnittstelle und die zweite Schnittstelle miteinander steckkompatibel
sind, ist zu verstehen, dass die erste Schnittstelle mit der zweiten Schnittstelle
zusammensteckbar sein kann, um eine elektrische und mechanische Verbindung herzustellen.
Dies ist allerdings nicht mit demselben Steckverbinder, sondern mit einem weiteren,
kompatiblen Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder vorgesehen, insbesondere mit einem
weiteren erfindungsgemäßen Steckverbinder gemäß den vorstehenden und nachfolgenden
Ausführungen. Somit kann eine erste Schnittstelle eines ersten erfindungsgemäßen Steckverbinders
mit einer zweiten Schnittstelle eines zweiten erfindungsgemäßen Steckverbinders verbindbar
sein - oder umgekehrt.
[0039] Gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass der elektrischer Steckverbinder wenigstens ein elektrisches Kontaktelement aufweist,
das sich ausgehend von der ersten Schnittstelle bis zu der zweiten Schnittstelle erstreckt.
Das elektrische Kontaktelement weist außerdem die dritte Schnittstelle auf, die zwischen
der ersten Schnittstelle und der zweiten Schnittstelle ausgebildet ist.
[0040] Das wenigstens eine elektrische Kontaktelement kann im Bereich besagter Schnittstellen
jeweilige Kontaktbereiche aufweisen, die zur unmittelbaren elektrischen und mechanischen
Kontaktierung mit einem korrespondierenden Gegenkontaktelement eines kompatiblen,
insbesondere ebenfalls erfindungsgemäßen, weiteren elektrischen Steckverbinders ausgebildet
sind.
[0041] Das elektrische Kontaktelement bzw. dessen nachfolgend noch näher beschriebene Kontaktbereiche
können vorzugsweise einen Hauptbestandteil der Schnittstellen des elektrischen Steckverbinders
ausbilden, gegebenenfalls in Zusammenwirkung mit weiteren Steckverbinderkomponenten,
wie beispielsweise weiteren Kontaktelementen und/oder dem nachfolgend noch genannten
Steckverbindergehäuse.
[0042] In einer Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass der elektrische Steckverbinder
genau zwei der besagten elektrischen Kontaktelemente aufweist, die voneinander elektrisch
isoliert sind.
[0043] Eine besonders vorteilhafte Verwendung des vorgeschlagenen elektrischen Steckverbinders
kann die bereits angesprochene, weiterreichbare elektrischen Strom- und Spannungsversorgung
zwischen benachbarten elektrischen Schaltungen sein. Die Bereitstellung zweier separater
elektrischer Pfade kann daher besonders bevorzugt sein, so dass beispielsweise eine
Phase- und Masseverbindung oder eine Anoden- und Kathodenverbindung über denselben
elektrischen Steckverbinder weitergereicht und gleichzeitig an die elektrische Schaltung
zugeführt werden kann.
[0044] Auf die tatsächliche Verwendung kommt es im Rahmen der Erfindung allerdings nicht
unbedingt an. Grundsätzlich kann sich der elektrische Steckverbinder auch zur Weitergabe
elektrischer Datensignale eignen, also beispielsweise zur Verwendung mit einem modular
erweiterbaren Datenbus. Auch eine gemischte Übertragung von Daten- und Versorgungssignalen
über den elektrischen Steckverbinder kann vorgesehen sein.
[0045] Grundsätzlich können beliebig viele Kontaktelemente vorgesehen sein, die vorzugsweise
jeweils elektrisch voneinander isoliert und optional voneinander elektromagnetisch
abgeschirmt sind.
[0046] Im Falle mehrerer elektrischer Kontaktelemente sind diese vorzugsweise parallel nebeneinander
verlaufend angeordnet. Vorzugsweise sind die elektrischen Kontaktelemente hierzu voneinander
beabstandet. Der Raum zwischen den Kontaktelementen kann optional von einem dielektrischen
Festkörper (z. B. dem nachfolgend noch genannten Steckverbindergehäuse) zumindest
teilweise ausgefüllt sein.
[0047] Es kann vorgesehen sein, dass der elektrische Steckverbinder in einer minimalistischen
Ausführungsform ausschließlich aus dem wenigstens einen Kontaktelement besteht, also
dass insbesondere das nachfolgend noch genannte Steckverbindergehäuse vollständig
entfällt.
[0048] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das
wenigstens eine elektrische Kontaktelement aus einem vornehmlich flachen Werkstoff,
insbesondere aus einem Blechwerkstoff, ausgebildet ist.
[0049] Die erste Schnittstelle, die zweite Schnittstelle und/oder die dritte Schnittstelle
können als Flachkontakt ausgebildet sein. Gegebenenfalls kann das gesamte Kontaktelement
als Flachkontakt ausgebildet sein.
[0050] Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass das elektrische Kontaktelement als Stanz-Biegeteil
ausgebildet ist. Auch andere Herstellverfahren sind allerdings möglich.
[0051] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
die erste Schnittstelle und die zweite Schnittstelle entlang der Erstreckungsachse
zueinander fluchtend angeordnet sind.
[0052] Auf diese Weise können jeweils benachbarte Gegensteckverbinder ohne einen seitlichen
Versatz mit dem elektrischen Steckverbinder verbindbar sein, so dass auch längere,
versatzfreie Ketten von Steckverbindern gebildet werden können.
[0053] Vorzugsweise sind die erste Schnittstelle und die zweite Schnittstelle in einer gemeinsamen
Kontaktebene angeordnet sind, insbesondere so, dass die tatsächliche Kontaktierung
der Schnittstellen mit den korrespondierenden Gegenschnittstellen jeweils in derselben
Kontaktebene stattfinden kann.
[0054] Optional kann auch die dritte Schnittstelle fluchtend zu der ersten Schnittstelle
und/oder der zweiten Schnittstelle angeordnet sein, gegebenenfalls auch in der gemeinsamen
Kontaktebene.
[0055] Insbesondere können zwischen der ersten Schnittstelle bzw. dem ersten Endabschnitt
und der zweiten Schnittstelle bzw. dem zweiten Endabschnitt des elektrischen Steckverbinders
eine oder mehrere Biegestellen des Kontaktelements ausgebildet sei, beispielsweise
um eine definierte Ausrichtung und/oder Positionierung der ersten Schnittstelle relativ
zu der zweiten Schnittstelle zu ermöglichen, so dass über die erste und zweite Schnittstelle
zusammengesteckte elektrische Steckverbinder in einer Flucht, vorzugsweise in koaxialer
Anordnung deren Längsachsen, ausgerichtet sind.
[0056] Es können auch noch weitere oder alternative Biegestellen in dem Kontaktelement vorgesehen
sein, beispielsweise um eine der Schnittstellen auszubilden und/oder um eines oder
mehrere der nachfolgend noch genannten Rastelemente auszubilden.
[0057] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das wenigstens
eine Kontaktelement aus Bronze ausgebildet ist.
[0058] Vorzugsweise ist das Kontaktelement aus Federbronze ausgebildet.
[0059] Das Kontaktelement kann vorzugsweise zumindest teilweise beschichtet sein, insbesondere
vergoldete oder vernickelte Kontaktbereiche aufweisen.
[0060] Grundsätzlich können die Kontaktelemente jeweils mehrstückig ausgebildet sein. Gemäß
einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist allerdings vorgesehen,
dass jedes der besagten Kontaktelemente jeweils einstückig ausgebildet ist.
[0061] Insbesondere die Verwendung von einstückigen Kontaktelementen hat sich aus Gründen
der Robustheit, Herstellbarkeit und Montierbarkeit als besonders vorteilhaft herausgestellt.
Auch kann der elektrische Widerstand eines einstückigen Kontaktelements gegenüber
einem mehrstückigen Kontaktelement verringert sein, weshalb sich ein entsprechend
ausgestatteter elektrischer Steckverbinder zur Verwendung mit hohen elektrischen Strömen
sehr gut eignen kann.
[0062] In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine
Kontaktelement in dem ersten Endabschnitt einen ersten Kontaktbereich der ersten Schnittstelle
ausbildet.
[0063] Vorzugsweise handelt es sich bei dem ersten Kontaktbereich um einen vornehmlich länglichen
Kontaktbereich.
[0064] Die Erstreckungsrichtung des vornehmlich länglichen ersten Kontaktbereichs kann vorzugsweise
orthogonal oder zumindest im Wesentlichen orthogonal zu der Längsachse des elektrischen
Steckverbinders bzw. des Kontaktelements ausgerichtet sein.
[0065] In einer Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass der erste Kontaktbereich des wenigstens
einen Kontaktelements als vornehmlich flaches Kontaktschwert ausgebildet ist.
[0066] Die vornehmliche Erstreckungsrichtung des Kontaktschwerts und die Steckrichtung für
das Kontaktschwert sind vorzugsweise orthogonal - oder zumindest im Wesentlichen orthogonal
- zu der Längsachse des Kontaktelements bzw. des elektrischen Steckverbinders verlaufend
ausgerichtet.
[0067] Die Kontaktfläche des Kontaktschwerts ist vorzugsweise vollständig flächig bzw. flach
und - weiter bevorzugt - außerdem beidseitig für eine elektrische Kontaktierung verwendbar,
um einen niederohmigen elektrischen Kontakt mit der zweiten Schnittstelle eines kompatiblen,
weiteren elektrischen Steckverbinders zu ermöglichen.
[0068] Grundsätzlich kann der erste Kontaktbereich des wenigstens einen Kontaktelements
allerdings als Kontaktelement beliebiger Bauweise ausgebildet sein, insbesondere auch
als Kontaktstift. Der Kontaktstift kann einen runden, flachen, rechteckigen oder sonstigen
polygonalen Querschnitt aufweisen. Optional, allerdings weniger bevorzugt, kann selbst
ein gefederter Kontaktstift vorgesehen sein.
[0069] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das
wenigstens eine Kontaktelement in dem zweiten Endabschnitt einen zweiten Kontaktbereich
der zweiten Schnittstelle ausbildet.
[0070] Vorzugsweise handelt es sich bei dem zweiten Kontaktbereich um eine Aufnahme für
den ersten Kontaktbereich der ersten Schnittstelle, insbesondere für den vornehmlich
länglichen ersten Kontaktbereich der ersten Schnittstelle, eines weiteren elektrischen
Steckverbinders kompatibler Bauart, vorzugsweise gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0071] Es kann somit vorgesehen sein, dass die erste Schnittstelle bzw. der erste Kontaktbereich
der ersten Schnittstelle des Kontaktelements in die zweite Schnittstelle bzw. den
zweiten Kontaktbereich eines Kontaktelements eines kompatiblen, weiteren Steckverbinders
einsteckbar ist.
[0072] Die Aufnahme für den ersten Kontaktbereich kann ausgebildet sein, um eine formschlüssige
und/oder kraftschlüssige Kontaktierung mit dem ersten Kontaktbereich zu ermöglichen.
Besonders bevorzugt ist eine kraftschlüssige Aufnahme für den ersten Kontaktbereich.
[0073] In einer Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Aufnahme des zweiten Kontaktbereichs
durch wenigstens eine Kontaktfeder ausgebildet ist.
[0074] Für eine Aufnahme und kraftschlüssige Kontaktierung des ersten Kontaktbereichs in
dem zweiten Kontaktbereich kann bereits die Verwendung einer einzigen Kontaktfeder
ausreichend sein, wenn beispielsweise weitere Steckverbinderkomponenten in der zweiten
Schnittstelle vorgesehen sind, wie eine innere Stützfläche des nachfolgend noch genannten
Steckverbindergehäuses. In einer besonders bevorzugten Variante sind allerdings zumindest
zwei nebeneinander verlaufende Kontaktfedern vorgesehen, die das kraftschlüssige Einfügen
des ersten Kontaktbereichs zwischeneinander ermöglichen. Auch die Verwendung von mehr
als zwei Kontaktfedern zur Aufnahme des ersten Kontaktbereichs kann vorgesehen sein,
beispielsweise die Verwendung von drei Kontaktfedern, vier Kontaktfedern, fünf Kontaktfedern
oder noch mehr Kontaktfedern, wobei die Kontaktfedern beispielsweise in der Art eines
Federkorbes angeordnet sein können.
[0075] Die Verwendung von genau zwei Kontaktfedern hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt,
auch aus Gründen einer einfache Herstellbarkeit, da die beiden Kontaktfedern durch
einen einfachen Biegeprozess entsprechend in Form gebracht werden können.
[0076] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das
wenigstens eine Kontaktelement einen dritten Kontaktbereich für die dritte Schnittstelle
ausbildet.
[0077] Vorzugsweise handelt es sich bei dem dritten Kontaktbereich um einen von einem Grundkörper
des Kontaktelements abstehenden Kontaktsteg oder Kontaktstift.
[0078] In einer vorteilhaften Weiterbildung kann insbesondere vorgesehen sein, dass der
dritte Kontaktbereich als Presskontakt für eine Presspassung ("Pressfit") in einer
korrespondierenden Aufnahme der elektrischen Schaltung (z. B. in einer Durchkontaktierung
einer Leiterplatte) und/oder als Lötkontakt ausgebildet ist (z. B. um eine Leiterbahn,
Durchkontaktierung oder eine Lötfläche einer elektrischen Leiterplatte unter Verwendung
von Lot zu kontaktieren).
[0079] Vorzugsweise ist der dritte Kontaktbereich zumindest abschnittsweise als Lötfuß,
Lötfahne oder Lötfläche ausgebildet.
[0080] Grundsätzlich kann der dritte Kontaktbereich ein Kontaktelement beliebigen Typs aufweisen.
Beispielsweise kann der dritte Kontaktbereich als Kontaktstift (optional sogar als
gefederter Kontaktstift) ausgebildet sein, beispielsweise auch in der Art eines Tastkopfes
bzw. einer Prüfspitze. Auch eine oder mehrere Federlaschen können vorgesehen sein,
um den dritten Kontaktbereich auszubilden. Ferner kann es sogar vorgesehen sein, dass
der dritte Kontaktbereich ausgebildet ist, um den elektrischen Leiter (z. B. einen
Kontaktstift der Leiterplatte) der elektrischen Schaltung zumindest abschnittsweise
aufzunehmen, beispielsweise kraftschlüssig und/oder formschlüssig.
[0081] Vorzugsweise ist die dritte Schnittstelle des elektrischen Steckverbinders bzw. der
dritte Kontaktbereich des elektrischen Kontaktelements derart ausgestaltet, dass die
Verbindungsstelle zwischen der dritten Schnittstelle und dem elektrischen Leiter der
elektrischen Schaltung für einen Techniker optisch einsehbar und damit kontrollierbar
ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Verbindungsstelle für eine Einflussnahme
(beispielsweise im Montage- oder Reparaturfall) zugänglich ist.
[0082] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass der elektrische Steckverbinder ein Steckverbindergehäuse aufweist.
[0083] Das Steckverbindergehäuse ist vorzugsweise ausgebildet, um eine Zugangsmöglichkeit
zu der ersten, zweiten und dritten Schnittstelle zu ermöglichen.
[0084] Das Steckverbindergehäuse kann einen Teil der jeweiligen Schnittstellen ausbilden,
gegebenenfalls gemeinsam mit dem Kontaktelement, um die Steckkompatibilität zu gewährleisten.
Dabei kann optional auch vorgesehen sein, dass das Steckverbindergehäuse mechanische
Kodierungsmittel aufweist, um ein Zusammenstecken nur mit einem kompatiblen Gegensteckverbinder
und gegebenenfalls auch nur in einer oder mehreren definierten Ausrichtungen zu ermöglichen.
[0085] Vorzugsweise ist ein elektrisch isolierendes Steckverbindergehäuse vorgesehen; gegebenenfalls
kann allerdings auch ein elektrisch leitfähiges Steckverbindergehäuse verwendet werden,
insbesondere wenn die Kontaktelemente dennoch voneinander und gegebenenfalls von dem
Steckverbindergehäuse elektrisch isoliert angeordnet sind, beispielsweise unter Verwendung
eines oder mehrerer zusätzlicher Dielektrika. Auch eine Kombination aus isolierenden
und elektrisch leitfähigen Gehäusekomponenten kann grundsätzlich vorgesehen sein.
[0086] Vorzugsweise ist das wenigstens eine Kontaktelement innerhalb des Steckverbindergehäuses
befestigt.
[0087] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Steckverbindergehäuse einstückig ausgebildet
ist. Es kann allerdings auch ein mehrstückiges Steckverbindergehäuse vorgesehen sein,
das beispielsweise eine erste Gehäuseschale und eine zweite Gehäuseschale aufweist,
die im montierten Zustand miteinander verrastet, verschraubt oder auf sonstige Weise
fest verbunden sind.
[0088] Das Steckverbindergehäuse ist vorzugsweise aus einem Kunststoff ausgebildet, insbesondere
aus einem Thermoplast bzw. Plastomer, wie beispielsweise Polyamid. Das Steckverbindergehäuse
kann aber beispielsweise auch aus einem Flüssigkristallpolymer ("Liquid Crystal Polymer",
LCP) ausgebildet sein.
[0089] Vorzugsweise ist das Steckverbindergehäuse als Kunststoffspritzgussteil ausgebildet.
[0090] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das
Steckverbindergehäuse für jedes Kontaktelement eine separate Kontaktkammer aufweist.
[0091] Die Kontaktkammer ist vorzugsweise eine vornehmlich schlitzartige Kontaktkammer zur
Aufnahme eines vornehmlich flachen Kontaktelements bzw. eines aus einem Blechwerkstoff
ausgebildeten Kontaktelements.
[0092] Vorzugsweise erstreckt sich die jeweilige Kontaktkammer entlang der Längsachse des
elektrischen Steckverbinders ausgehend von einer der ersten Schnittstelle zugewandten
Seite teilweise oder vollständig durch das Steckverbindergehäuse hindurch. Die Erstreckungsrichtung
der Kontaktkammer kann dann vorzugsweise orthogonal oder zumindest im Wesentlichen
orthogonal zu der ersten Steckrichtung der ersten und zweiten Schnittstelle bzw. zumindest
im Wesentlichen parallel zu der Erstreckungsachse / der zweiten Steckrichtung verlaufen.
[0093] Grundsätzlich kann sich die Kontaktkammer allerdings von einer beliebigen Seite durch
das Steckverbindergehäuse erstrecken, also beispielsweise auch entlang der ersten
Steckrichtung der ersten und zweiten Schnittstelle bzw. orthogonal zu der Erstreckungsachse
/ der zweiten Steckrichtung.
[0094] In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine
Kontaktelement in dem Steckverbindergehäuse verrastet ist, vorzugsweise bedarfsweise
(zerstörungsfrei) lösbar verrastet ist.
[0095] Insbesondere kann das Kontaktelement in der jeweiligen Kontaktkammer verrastet sein.
[0096] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass für die Verrastung
zwischen einem jeweiligen Kontaktelement und dem Steckverbindergehäuse eine Rastlasche
einerseits und eine Rastausnehmung oder ein Rastrücksprung andererseits ausgebildet
ist.
[0097] In einer bevorzugten Variante weist das wenigstens eine Kontaktelement einen, vorzugsweise
zwei, auf gegenüberliegenden Seiten angeordnete Erhebungen zur Ausbildung jeweiliger
Rastrücksprünge auf, um mit korrespondierenden Rastlaschen in dem Steckverbindergehäuse
zu verrasten. Auch das Kontaktelement kann aber eine oder mehrere Rastlaschen aufweisen
- auf die konkrete Verteilung der Rastelemente kommt es grundsätzlich nicht unbedingt
an.
[0098] Das Steckverbindergehäuse kann optional eine oder mehrere Stützflächen zur mechanischen
Abstützung auf der elektrischen Schaltung, insbesondere auf der elektrischen Leiterplatte,
aufweisen. Die Stützflächen sind vorzugsweise ausgebildet, das Steckverbindergehäuse
auf derselben Oberfläche der elektrischen Schaltung abzustützen, auf der sich der
elektrische Leiter zur Verbindung mit der dritten Schnittstelle befindet.
[0099] Das Steckverbindergehäuse kann optional eines oder mehrere Befestigungselemente aufweisen,
um den elektrischen Steckverbinder mechanisch an der elektrischen Schaltung, insbesondere
der elektrischen Leiterplatte, zu befestigen. Bei den Befestigungselementen kann es
sich beispielsweise um Rastnasen oder Schraubenelemente handeln.
[0100] Optional kann vorgesehen sein, dass der elektrische Steckverbinder eine elektromagnetische
Abschirmung aufweist, um das wenigstens eine Kontaktelement zumindest abschnittsweise
elektromagnetisch abzuschirmen. In diesem Fall können mehrere der elektrischen Kontaktelemente
einzeln, in Gruppen und/oder gemeinsam abgeschirmt sein.
[0101] Vorzugsweise ist der elektrische Steckverbinder allerdings möglichst minimalistisch
ausgebildet und besteht ausschließlich aus wenigstens einem elektrischen Kontaktelement
(vorzugsweise zwei Kontaktelementen) und genau einem elektrisch isolierenden Steckverbindergehäuse,
insbesondere einem einteiligen Steckverbindergehäuse.
[0102] Die Erfindung betrifft auch eine Schaltungsanordnung, aufweisend wenigstens einen
elektrischen Steckverbinder gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen,
und die elektrische Schaltung mit dem wenigstens einen elektrischen Leiter, wobei
die dritte Schnittstelle des elektrischen Steckverbinders den wenigstens einen elektrischen
Leiter elektrisch kontaktiert. Die dritte Schnittstelle des elektrischen Steckverbinders
ist vorzugsweise auch mechanisch fest mit dem elektrischen Leiter der elektrischen
Schaltung verbunden.
[0103] Der elektrische Steckverbinder eignet sich vorteilhaft zur Bereitstellung einer elektrischen
Daten- und/oder Versorgungsverbindung für die elektrische Schaltung, wobei jeder elektrische
Steckverbinder bedarfsweise mehrere Strom- und/oder Datenpfade bereitstellen kann.
Die entsprechenden Daten- und/oder Versorgungssignale können auf vorteilhafte Weise
an weitere elektrische Steckverbinder desselben Steckverbindertyps oder zumindest
eines kompatiblen Steckverbindertyps weitergereicht oder von einem solchen Steckverbinder
erhalten werden. Auf diese Weise ist es vorteilhaft möglich, mehrere Schaltungsanordnungen
unmittelbar miteinander oder in einer sonstigen elektrischen Anordnung zu verbinden,
beispielsweise um eine modular ausrüstbare elektrische Baugruppe bereitzustellen.
[0104] Optional kann vorgesehen sein, dass die Schaltungsanordnung mehrere elektrische Steckverbinder
gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen aufweist, die mit der elektrischen
Schaltung verbunden sind, beispielsweise um eine redundante bzw. parallele Daten-
und/oder Versorgungsverbindung und/oder um weitere Daten- und/oder Versorgungsverbindungen
bereitzustellen.
[0105] Die Erfindung betrifft auch eine elektrische Baugruppe, aufweisend eine Trägereinrichtung
und mehrere auf der Trägereinrichtung angeordnete Schaltungsanordnungen gemäß den
vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen, wobei jeweils zwei unmittelbar benachbarte
Schaltungsanordnungen über deren jeweilige elektrische Steckverbinder miteinander
elektrisch verbunden sind.
[0106] Optional kann vorgesehen sein, dass die elektrische Baugruppe zumindest einen elektrischen
Baugruppenverbinder gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen aufweist.
Grundsätzlich kann die elektrische Baugruppe aber beispielsweise auch einen elektrischen
Baugruppenverbinder aufweisen, der eine mit der ersten Schnittstelle und/oder zweiten
Schnittstelle des vorstehend und nachfolgend beschriebenen elektrischen Steckverbinders
steckkompatible Baugruppenschnittstelle aufweist, so dass zumindest eine erste Schaltungsanordnung
(z. B. eine in einer Reihe von Schaltungsanordnungen äußerste Schaltungsanordnung)
mit ihrem elektrischen Steckverbinder in den Baugruppenverbinder der elektrischen
Baugruppe einsteckbar ist.
[0107] Die erste Schaltungsanordnung kann unmittelbar von der elektrischen Baugruppe, beispielsweise
von eine Steuereinrichtung und/oder einer elektrischen Versorgungsquelle der elektrischen
Baugruppe, mit Daten- und/oder Versorgungssignalen beaufschlagt werden. Eine der ersten
Schaltungsanordnung benachbarte, zweite Schaltungsanordnung kann schließlich von der
ersten Schaltungsanordnung mit den Daten- und/oder Versorgungssignalen weiterversorgt
werden, da die elektrischen Daten- und/oder Versorgungssignale durch den vorgeschlagenen
elektrischen Steckverbinder weitergereicht werden. Auf diese Weise kann eine beliebige
Kette benachbarter Schaltungsanordnungen gebildet werden.
[0108] Die Trägereinrichtung kann als Tragschiene, insbesondere Hutschiene, ausgebildet
sein oder zur Befestigung auf einer Tragschiene bzw. Hutschiene geeignet sein.
[0109] Es kann vorgesehen sein, dass die Trägereinrichtung jeweilige Steckplätze für die
Schaltungsanordnungen aufweist, insbesondere zur kraftschlüssigen und/oder formschlüssigen
Aufnahme der Schaltungsanordnungen.
[0110] In einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Schaltungsanordnungen
einzeln in die Trägereinrichtung ein- und aussteckbar sind, wobei die elektrischen
Steckverbinder der Trägereinrichtung ausgebildet und auf der elektrischen Schaltung
der jeweiligen Schaltungsanordnung angeordnet und ausgerichtet sind, dass das Einstecken
der Schaltungsanordnung in die Trägereinrichtung gleichzeitig ein Zusammenstecken
der ersten Schnittstelle und der zweiten Schnittstelle jeweils unmittelbar benachbarter
elektrischer Steckverbinder verursacht.
[0111] Die Erfindung eignet sich insbesondere zur Verwendung in einer Schaltanlage, insbesondere
zur Verwendung mit modular ausrüstbaren Schaltanlagen, wobei die Schaltungsanordnungen
als Erweiterungsmodule in die elektrische Baugruppe einsteckbar sein können.
[0112] Ganz besonders eignet sich die vorliegende Erfindung zur Bereitstellung und Weitergabe
elektrischer Versorgungssignale zwischen einzelnen Schaltungsanordnungen der elektrischen
Baugruppe über die jeweiligen elektrischen Steckverbinder. Die elektrischen Steckverbinder,
insbesondere die Kontaktelemente, können beispielsweise ausgebildet sein, um eine
elektrische Spannung zwischen 1,0 Volt und 100 Volt, vorzugsweise zwischen 5 Volt
und 80 Volt, beispielsweise von etwa 60 Volt, übertragen zu können. Vorzugsweise können
die elektrischen Steckverbinder, insbesondere die Kontaktelemente, ausgebildet sein,
um elektrische Ströme in Höhe von 0,1 Ampere bis 50 Ampere, vorzugsweise 0,5 Ampere
bis 20 Ampere, beispielsweise von etwa 10 Ampere, übertragen zu können. Grundsätzlich
können allerdings noch höhere Ströme und/oder Spannungen oder auch niedrigere Ströme
und/oder Spannungen vorgesehen sein.
[0113] Die Erfindung betrifft auch ein elektrisches Kontaktelement für einen elektrischen
Steckverbinder, insbesondere für einen Leiterplattensteckverbinder, mit einem ersten
Endabschnitt und einem zweiten Endabschnitt, wobei an dem ersten Endabschnitt ein
erster Kontaktbereich und an dem zweiten Endabschnitt ein zweiter Kontaktbereich ausgebildet
ist, und mit einer zwischen dem ersten Kontaktbereich und dem zweiten Kontaktbereich
verlaufenden Erstreckungsachse (die vorzugsweise durch einen zwischen den beiden Kontaktbereichen
ausgebildeten Verbindungsabschnitt verläuft), wobei der erste Kontaktbereich und der
zweite Kontaktbereich entlang einer quer zu der Erstreckungsachse ausgerichteten,
ersten Steckrichtung von einem korrespondierenden Gegenkontaktelement eines elektrischen
Gegensteckverbinders kontaktierbar ist, und wobei zwischen den beiden Kontaktbereichen
ein dritter Kontaktbereich zur Kontaktierung wenigstens eines elektrischen Leiters
einer elektrischen Schaltung, insbesondere einer elektrischen Schaltung einer elektrischen
Leiterplatte, ausgebildet ist. Die Erfindung betrifft außerdem einen elektrischen
Steckverbinder, aufweisend das vorstehend definierte Kontaktelement.
[0114] Merkmale, die im Zusammenhang mit einem der Gegenstände der Erfindung, namentlich
gegeben durch den erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbinder, die erfindungsgemäße
Schaltungsanordnung, die erfindungsgemäße elektrische Baugruppe und das erfindungsgemäße
elektrische Kontaktelement beschrieben wurden, sind auch für die anderen Gegenstände
der Erfindung vorteilhaft umsetzbar. Ebenso können Vorteile, die im Zusammenhang mit
einem der Gegenstände der Erfindung genannt wurden, auch auf die anderen Gegenstände
der Erfindung bezogen verstanden werden.
[0115] Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass Begriffe wie "umfassend", "aufweisend" oder
"mit" keine anderen Merkmale oder Schritte ausschließen. Ferner schließen Begriffe
wie "ein" oder "das", die auf eine Einzahl von Schritten oder Merkmalen hinweisen,
keine Mehrzahl von Merkmalen oder Schritten aus - und umgekehrt.
[0116] In einer puristischen Ausführungsform der Erfindung kann allerdings auch vorgesehen
sein, dass die in der Erfindung mit den Begriffen "umfassend", "aufweisend" oder "mit"
eingeführten Merkmale abschließend aufgezählt sind. Dementsprechend kann eine oder
können mehrere Aufzählungen von Merkmalen im Rahmen der Erfindung als abgeschlossen
betrachtet werden, beispielsweise jeweils für jeden Anspruch betrachtet. Die Erfindung
kann beispielsweise ausschließlich aus den in Anspruch 1 genannten Merkmalen bestehen.
[0117] Es sei erwähnt, dass Bezeichnungen wie "erstes" oder "zweites" etc. vornehmlich aus
Gründen der Unterscheidbarkeit von jeweiligen Vorrichtungs- oder Verfahrensmerkmalen
verwendet werden und nicht unbedingt andeuten sollen, dass sich Merkmale gegenseitig
bedingen oder miteinander in Beziehung stehen.
[0118] Ferner sei betont, dass die vorliegend beschriebenen Werte und Parameter Abweichungen
oder Schwankungen von ±10% oder weniger, vorzugsweise ±5% oder weniger, weiter bevorzugt
±1% oder weniger, und ganz besonders bevorzugt ±0,1% oder weniger des jeweils benannten
Wertes bzw. Parameters mit einschließen, sofern diese Abweichungen bei der Umsetzung
der Erfindung in der Praxis nicht ausgeschlossen sind. Die Angabe von Bereichen durch
Anfangs- und Endwerte umfasst auch all diejenigen Werte und Bruchteile, die von dem
jeweils benannten Bereich eingeschlossen sind, insbesondere die Anfangs- und Endwerte
und einen jeweiligen Mittelwert.
[0119] Die Erfindung betrifft auch einen von Anspruch 1 unabhängigen elektrischen Steckverbinder.
Die Anmelderin behält sich vor, besagten unabhängigen elektrischen Steckverbinder
separat zu beanspruchen. Besagter elektrischer Steckverbinder, insbesondere Leiterplattensteckverbinder,
weist eine erste elektrische Schnittstelle und eine zweite elektrische Schnittstelle
auf, wobei die erste Schnittstelle und die zweite Schnittstelle miteinander kompatibel
(vorzugsweise steckkompatibel) sind, und wobei zwischen den beiden Schnittstellen
eine dritte elektrische Schnittstelle ausgebildet ist. Vorzugsweise ist die erste
Schnittstelle an einem ersten Endabschnitt des elektrischen Steckverbinders und die
zweite Schnittstelle an einem zweiten Endabschnitt des elektrischen Steckverbinders
ausgebildet, wobei die dritte Schnittstelle zwischen den beiden Endabschnitten ausgebildet
ist. Vorzugsweise ist die dritte Schnittstelle zur Kontaktierung wenigstens eines
elektrischen Leiters einer elektrischen Schaltung, insbesondere einer elektrischen
Schaltung einer elektrischen Leiterplatte, ausgebildet. Besagter Steckverbinder kann
gegebenenfalls ausschließlich aus einem elektrischen Kontaktelement bestehen, optional
aber noch weitere Steckverbinderkomponenten aufweisen, wie beispielsweise ein Steckverbindergehäuse.
Die weiteren Merkmale des Anspruchs 1 und der abhängigen Ansprüche sowie die in der
vorliegenden Beschreibung beschriebenen Merkmale betreffen vorteilhafte Ausführungsformen
und Varianten des besagten unabhängigen elektrischen Steckverbinders.
[0120] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher
beschrieben.
[0121] Die Figuren zeigen jeweils bevorzugte Ausführungsbeispiele, in denen einzelne Merkmale
der vorliegenden Erfindung in Kombination miteinander dargestellt sind. Merkmale eines
Ausführungsbeispiels sind auch losgelöst von den anderen Merkmalen des gleichen Ausführungsbeispiels
umsetzbar und können dementsprechend von einem Fachmann ohne Weiteres zu weiteren
sinnvollen Kombinationen und Unterkombinationen mit Merkmalen anderer Ausführungsbeispiele
verbunden werden.
[0122] In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0123] Es zeigen schematisch:
- Figur 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbinders
mit zwei Kontaktelementen und einem einteiligen, elektrisch isolierenden Steckverbindergehäuse,
in einer perspektivischen Darstellung;
- Figur 2
- den elektrischen Steckverbinder gemäß Figur 1 in einer weiteren perspektivischen Darstellung;
- Figur 3
- eines der Kontaktelemente des elektrischen Steckverbinders der Figuren 1 und 2 in
einer perspektivischen Einzeldarstellung;
- Figur 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbinders
mit zwei Kontaktelementen und einem einteiligen, elektrisch isolierenden Steckverbindergehäuse,
in einer perspektivischen Darstellung;
- Figur 5
- eines der Kontaktelemente des elektrischen Steckverbinders der Figur 4 in einer perspektivischen
Einzeldarstellung;
- Figur 6
- eine elektrische Baugruppe mit mehreren Schaltungsanordnungen und elektrischen Steckverbindern
gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
- Figur 7
- eine weitere Variante eines Kontaktelements zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen
elektrischen Steckverbinder, in einer perspektivischen Darstellung.
[0124] Die Figuren 1 bis 3 zeigen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
elektrischen Steckverbinders 1.
[0125] Der elektrische Steckverbinder 1 ist vornehmlich länglich ausgebildet und erstreckt
sich entlang einer Längsachse L. An einem ersten Endabschnitt 2 des elektrischen Steckverbinders
1 ist eine erste elektrische Schnittstelle 3 und an einem zweiten Endabschnitt 4 eine
zweite elektrische Schnittstelle 5 ausgebildet. Die Längsachse L bildet eine Erstreckungsachse
zwischen den beiden Endabschnitten 2, 4. Die erste Schnittstelle 3 und die zweite
Schnittstelle 5 sind miteinander steckkompatibel, so dass der elektrische Steckverbinder
1 mit einem korrespondierenden, weiteren elektrischen Steckverbinder gleichen oder
zumindest ähnlichen Steckverbindertyps verbindbar ist. Eine Steckkompatibilität ist
im Rahmen der Erfindung allerdings nicht unbedingt erforderlich, was nachfolgend nach
anhand der Figur 7 näher verdeutlicht werden soll.
[0126] Die erste Schnittstelle 3 und die zweite Schnittstelle 5 sind jeweils zumindest entlang
einer quer zu der Erstreckungsachse bzw. Längsachse L ausgerichteten, ersten Steckrichtung
S
1 (vgl. Figur 1 und Figur 6) mit einer korrespondierenden Gegenschnittstelle eines
elektrischen Gegensteckverbinders (nicht dargestellt) verbindbar. Optional kann auch
vorgesehen sein, dass die erste Schnittstelle 3 und die zweite Schnittstelle 5 jeweils
zusätzlich zu der ersten Steckrichtung S
1 entlang einer parallel zu der Erstreckungsachse bzw. Längsachse L ausgerichteten,
zweiten Steckrichtung S
2 mit der korrespondierenden Gegenschnittstelle des elektrischen Gegensteckverbinders
verbindbar sind.
[0127] Zwischen den beiden Endabschnitten 2, 4 ist eine dritte elektrische Schnittstelle
6 zur unmittelbaren Kontaktierung wenigstens eines elektrischen Leiters 7 einer elektrischen
Schaltung 8 vorgesehen. In den Ausführungsbeispielen ist der elektrische Steckverbinder
1 beispielhaft als Leiterplattensteckverbinder ausgebildet, weshalb besagte dritte
Schnittstelle 6 ausgebildet ist, den elektrischen Leiter 7 einer auf der elektrischen
Leiterplatte 9 ausgebildeten elektrischen Schaltung 8 (nicht näher dargestellt) zu
kontaktieren. Die elektrische Leiterplatte 9 ist in Figur 1 beispielhaft strichliniert
angedeutet. Die Kombination aus elektrischem Steckverbinder 1 und elektrischer Schaltung
8 bzw. elektrischer Leiterplatte 9 wird im Rahmen der Erfindung als "Schaltungsanordnung"
10 bezeichnet.
[0128] Der elektrische Steckverbinder 1 weist in den Ausführungsbeispielen zwei elektrische
Kontaktelemente 11 auf, die sich jeweils ausgehend von der ersten Schnittstelle 3
über die dritte Schnittstelle 6 bis zur zweiten Schnittstelle 5 erstrecken. Die Kontaktelemente
11 sind voneinander elektrisch isoliert bzw. voneinander beabstandet, um voneinander
unabhängige elektrische Pfade auszubilden. Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung
ergibt sich durch die dargestellte parallele Anordnung der elektrischen Kontaktelemente
11.
[0129] Eines der Kontaktelemente 11 des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiels
des elektrischen Steckverbinders 1 ist in Figur 3 in einer Einzeldarstellung gezeigt.
[0130] Das Kontaktelemente 11 ist aus einem Blechwerkstoff ausgebildet und vorzugsweise
im Rahmen eines Stanz-Biegeprozesses hergestellt. Das Kontaktelement 11 kann vorzugsweise
aus Bronze ausgebildete sein, insbesondere aus Federbronze, und zumindest abschnittsweise,
beispielsweise im Bereich der elektrischen Schnittstellen 3, 5, 6, beschichtet sein.
Das Kontaktelement 11 kann beispielsweise eine Goldbeschichtung aufweisend.
[0131] Vorzugsweise sind die Kontaktelemente 11 jeweils einstückig ausgebildet, wie in den
Ausführungsbeispielen dargestellt.
[0132] Die Kontaktelemente 11 weisen jeweils einen ersten Kontaktbereich 12 auf, der innerhalb
des elektrischen Steckverbinders 1 dem ersten Endabschnitt 2 bzw. der ersten Schnittstelle
3 zugeordnet ist. In den Ausführungsbeispielen ist der erste Kontaktbereich 12 ein
vornehmlich länglicher Kontaktbereich, der ein flaches Kontaktschwert ausbildet. Grundsätzlich
kann allerdings ein beliebig ausgeformter erster Kontaktbereich 12 vorgesehen sein,
so beispielsweise auch ein Kontaktstift oder dergleichen. Die Längserstreckung des
ersten Kontaktbereiches 12 bzw. des Kontaktschwertes ist in den Ausführungsbeispielen
orthogonal zu der Erstreckungsachse bzw. Längsachse L des elektrischen Steckverbinders
1 orientiert, was auch der ersten Steckrichtung S
1 (vgl. Figur 1 und Figur 6) entspricht.
[0133] Die mit dem Kontaktschwert bzw. dem ersten Kontaktbereich 12 steckkompatible, zweite
Schnittstelle 5 ist durch einen jeweiligen zweiten Kontaktbereich 13 des jeweiligen
Kontaktelementes 11 ausgebildet, der eine Aufnahme für die Kontaktschwerter 12 ausformt.
Es ist eine kraftschlüssige Aufnahme der Kontaktschwerter 12 in dem zweiten Kontaktbereich
13 vorgesehen, was durch Ausgestaltung des zweiten Kontaktbereichs 13 in Form von
zwei nebeneinander verlaufenden Kontaktfedern 14 ermöglicht wird. Die Kontaktschwerter
12 können somit entlang ihrer Längserstreckung kraftschlüssig zwischen die Kontaktfedern
14 eingefügt werden. Hierzu ist ein in Steckrichtung S
1 vorneliegender Abschnitt 15 des ersten Kontaktbereichs 12 vorgesehen, wobei ein gegenüberliegender,
in Steckrichtung S
1 hinterer Abschnitt 16 lediglich optional ist. Auf den hinteren Abschnitt 16 des ersten
Kontaktbereichs 12 kann gegebenenfalls auch verzichtet werden. Auch ein Einführen
des Kontaktschwertes 12 zwischen die Kontaktfedern 14 entlang der zweiten Steckrichtung
S
2 ist vorzugsweise möglich.
[0134] Optional können die Kontaktfedern 14 einen sich erweiternden Einführabschnitt aufweisen,
beispielsweise einen sich konisch bzw. trichterförmig erweiterten Einführabschnitt,
wie beispielsweise in den Figuren 3 und 5 dargestellt, um eine Einführhilfe für den
ersten Kontaktbereich 12 eines kompatiblen Steckverbinders bereitzustellen.
[0135] Das Kontaktelement 11 weist zwischen dem ersten Kontaktbereich 12 und dem zweiten
Kontaktbereich 13 entlang seiner Längsachse zumindest eine Biegestelle 17 auf, um
den ersten Kontaktbereich 12 und den zweiten Kontaktbereich 13 vorzugsweise in einer
Flucht zueinander auszurichten, wie sich anhand von Figur 3 besonders gut erkennen
lässt. Auf diese Weise kann ein Zusammenstecken mehrerer erfindungsgemäßer Steckverbinder
1 in einer Flucht ermöglicht werden. Vorzugsweise sind die erste Schnittstelle 3 und
die zweite Schnittstelle 4 dabei in einer gemeinsamen Kontaktebene E angeordnet, wie
dies in Figur 3 und Figur 5 strichliniert angedeutet ist.
[0136] Die Kontaktelemente 11 bilden einen dritten Kontaktbereich 18 für die dritte Schnittstelle
6 aus, bei dem es sich in den Ausführungsbeispielen um einen von dem Grundkörper des
Kontaktelements 11 abstehenden Kontaktsteg 19 handelt. In den Ausführungsbeispielen
ist der Kontaktsteg 19 als Lötkontakt zur Verbindung mit einem als Lötfläche ausgebildeten
elektrischen Leiter 7 der elektrischen Leiterplatte 9 ausgebildet. Durch die spezifische
Geometrie des Kontaktsteges 19 bzw. dadurch, dass der Kontaktsteg 19 von dem Grundkörper
absteht, ist eine besonders gute Zugänglichkeit für den zuständigen Techniker gewährleistet,
so dass die Verbindung mit der elektrischen Leiterplatte 9 optisch kontrollierbar
und im Zweifel für Reparaturen oder auch für die Montage oder Demontage gut zugänglich
ist.
[0137] An dieser Stelle sei erwähnt, dass der dritte Kontaktbereich 18 nicht unbedingt als
Lötkontakt ausgebildet sein muss. Beispielsweise kann auch ein Presskontakt, ein Kontaktstift
oder eine sonstige Ausgestaltung vorgesehen sein, um eine vorzugsweise unmittelbare
Kontaktierung mit dem elektrischen Leiter 7 der elektrischen Schaltung 8 zu ermöglichen.
[0138] In den Ausführungsbeispielen weist der elektrische Steckverbinder 1 ein elektrisch
isolierendes Steckverbindergehäuse 20 auf. Das Steckverbindergehäuse 20 ist vorzugsweise
aus einem Kunststoff-Spritzgussteil gefertigt und vermag die Kontaktelemente 11 in
sich aufzunehmen. Vorzugsweise ist das Steckverbindergehäuse 20 einstückig ausgebildet,
wobei gegebenenfalls aber auch ein mehrstückiges, beispielsweise zusammensteckbares,
Steckverbindergehäuse 20 vorgesehen sein kann.
[0139] In dem Steckverbindergehäuse 20 ist für jedes Kontaktelement 11 eine separate Kontaktkammer
21 vorgesehen, die in den Ausführungsbeispielen schlitzartig geformt ist, um das aus
dem Blechwerkstoff geformte Kontaktelement 11 aufzunehmen.
[0140] Das jeweilige Kontaktelement 11 vermag in dem Steckverbindergehäuse 20 zu verrasten,
vorzugsweise innerhalb der jeweiligen Kontaktkammer 21. Hierzu weisen die Kontaktelemente
11 gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 3 jeweils an gegenüberliegenden
Seiten ausgebildete Erhebungen auf, die einen Rastrücksprung 22 (vgl. Figur 3) für
eine elastische Rastlasche innerhalb der Kontaktkammer 21 ausbilden (nicht dargestellt).
[0141] In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 3 erstrecken sich die Kontaktkammern
21 ausgehend von der der ersten Schnittstelle 3 zugewandten Seite vollständig durch
das Steckverbindergehäuse 20, so dass die Kontaktelemente 11 orthogonal zu der ersten
Steckrichtung S
1 der ersten und zweiten Schnittstelle 3, 5 bzw. parallel zu der Erstreckungsachse
L in das Steckverbindergehäuse 20 einschiebbar sind. Das Steckverbindergehäuse 20
ist auf der in den Figuren 1 und 2 gezeigten "Oberseite" daher vollständig geschlossen
und hinsichtlich der Steckvorgänge besonders robust.
[0142] Das Kontaktelement 11 kann eine oder mehrere Anschlagflächen 23 aufweisen (vgl. beispielsweise
Figur 3), um eine Einschubtiefenbegrenzung in der jeweiligen Kontaktkammer 21 bzw.
in dem Steckverbindergehäuse 20 bereitzustellen.
[0143] An der dem zweiten Endabschnitt 4 zugeordneten Seite des Steckverbindergehäuses 20
weist das Steckverbindergehäuse 20 Aussparungen 24 auf, um die Kontaktschwerter eines
weiteren Steckverbinders aufzunehmen. Optional können die Aussparungen 24 konisch
zulaufend ausgebildet sein, um eine Einführhilfe auszubilden.
[0144] Optional weist das Steckverbindergehäuse 20 die in den Ausführungsbeispielen dargestellten
Abstützflächen 25 oder sonstige Abstützflächen auf, um eine mechanisch besonders stabile
Verbindung mit der Leiterplatte 9 zu ermöglichen.
[0145] Optional können außerdem Befestigungselemente 26 vorgesehen sein, um den elektrischen
Steckverbinder 1 an der elektrischen Schaltung 8 bzw. an der Leiterplatte 9 zu befestigen.
In den Figuren 1 und 2 sind beispielhaft vier Rastnasen 26 dargestellt, die sich aus
den seitlichen Abstützflächen 25 erheben und in korrespondierende Bohrungen der Leiterplatte
9 einfügbar sind, vorzugsweise kraftschlüssig einfügbar bzw. verpressbar sind.
[0146] An dieser Stelle sei erwähnt, dass ein elektrischer Steckverbinder 1 gemäß der vorliegenden
Erfindung gegebenenfalls auch ausschließlich das wenigstens eine Kontaktelement 11
aufweisen kann. Ein Steckverbindergehäuse 20 ist nicht unbedingt erforderlich. Ferner
können neben den Kontaktelementen 11 und dem Steckverbindergehäuse 20 noch beliebige
weitere Steckverbinderkomponenten vorgesehen sein, wie beispielsweise Mittel zur elektromagnetischen
Abschirmung der Kontaktelemente 11. Alle Ausführungsbeispiele sind daher lediglich
beispielhaft und nicht einschränkend zu verstehen.
[0147] Optional kann vorgesehen sein, dass die elektrische Leiterplatte 9 eine Öffnung 27
aufweist (vgl. Figur 1), um die Montage des elektrischen Steckverbinders 1 und die
mechanische Stabilität weiter zu verbessern, sowie um den Bauraum zu optimieren. Die
Öffnung 27 kann dabei von einer Seite bzw. einem Rand der Leiterplatte 9 ausgehen,
gegebenenfalls aber auch als Fenster innerhalb der Leiterplatte 9 ausgebildet sein.
[0148] In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Steckverbinders
1 in einer perspektivischen Darstellung gezeigt. Eines der verwendeten Kontaktelemente
11 zeigt Figur 5 in einer Einzeldarstellung.
[0149] Die in den Figuren 4 und 5 gezeigte Variante der Erfindung unterscheidet sich von
dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 3 im Wesentlichen durch den Verlauf der
Kontaktkammern 21 in dem Steckverbindergehäuse 20 bzw. durch die Montagerichtung der
Kontaktelemente 11 in dem Steckverbindergehäuse 20.
[0150] Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 3 sind die Kontaktelemente
11 in dem Ausführungsbeispiel der Figuren 4 und 5 entlang der ersten Steckrichtung
S
1 der ersten bzw. zweiten Schnittstelle 3, 5 in das Steckverbindergehäuse 20 einfügbar.
Das Steckverbindergehäuse 20 weist hierfür entsprechende Kontaktkammern 21 auf, die
sich im Gegensatz zu der vorstehenden Variante jedoch nicht vollständig durch das
Steckverbindergehäuse 20 hindurch erstrecken.
[0151] Bei der in den Figuren 4 und 5 gezeigten Variante kann eine Verrastung der Kontaktelemente
11 innerhalb der jeweiligen Kontaktkammer 21 durch eine Rastlasche 28 der Kontaktelemente
11 (vgl. Figur 5) und entsprechenden Rastrücksprüngen in den Kontaktkammern 21 (nicht
dargestellt) ausgebildet sein.
[0152] Zu den weiteren technischen Einzelheiten des Ausführungsbeispiels der Figuren 4 und
5 sei auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen.
[0153] In Figur 6 ist schematisiert eine erfindungsgemäße elektrische Baugruppe 29 gezeigt,
die eine Trägereinrichtung 30 für mehrere Schaltungsanordnungen 10 aufweist. Die Trägereinrichtung
30 kann beispielsweise ausgebildet sein, um auf einer Hutschiene montiert zu werden.
[0154] Die Trägereinrichtung 30 weist einen Modulsteckverbinder 31 auf, der für die Verbindung
mit der in der Reihe aus Schaltungsanordnungen 10 ersten Schaltungsanordnung 10 eine
mit der ersten Schnittstelle 3 des vorstehend beschriebenen Steckverbinders 1 kompatible
Schnittstelle aufweist, so dass die erste Schaltungsanordnung 10 mit ihrem elektrischen
Steckverbinder 1 über den Modulsteckverbinder 31 mit Daten und/oder Versorgungssignalen
beaufschlagt werden kann.
[0155] Die einzelnen Schaltungsanordnungen 10 sind vorzugsweise jeweils einzeln in die Trägereinrichtung
30 ein- und aussteckbar, wobei die elektrischen Steckverbinder 1 der Trägereinrichtung
30 ausgebildet und auf der elektrischen Schaltung 8 der jeweiligen Schaltungsanordnung
10 angeordnet und ausgerichtet sind, so dass das Einstecken der Schaltungsanordnung
10 in die Trägereinrichtung 30 gleichzeitig ein Zusammenstecken der ersten Schnittstelle
3 und der zweiten Schnittstelle 5 jeweils unmittelbar benachbarter elektrischer Steckverbinder
1 verursacht. Dabei kann eine Montagebewegung entlang der ersten Steckrichtung S
1 und/oder entlang der zweiten Steckrichtung S
2 vorgesehen sein.
[0156] Vorzugsweise ist ein vertikales Aufstecken der einzelnen Leiterplatten 9 bzw. elektrischen
Schaltungen 8 samt elektrischem Steckverbinder 1 vorgesehen, wie in Figur 6 dargestellt.
Optional können die Steckverbinder 1, insbesondere die Steckverbindergehäuse 20 der
Steckverbinder 1, Führungs- und/oder Befestigungsmittel aufweisen (vgl. die beispielhaft
in den Figuren 1 und 2 dargestellten Führungsnuten 32), um das Einfügen in die jeweiligen
Steckplätze der Trägereinrichtung 30 zu verbessern.
[0157] Auf die vorgeschlagene Weise können jeweils zwei unmittelbar benachbarte Schaltungsanordnungen
10 über deren jeweilige elektrische Steckverbinder 1 miteinander elektrisch verbunden
werden.
[0158] Die elektrische Baugruppe 29 kann schließlich modular und flexibel mit Schaltungsanordnungen
10 aufrüstbar sein, die schließlich durch Weiterreichen der elektrischen Daten und/oder
Versorgungssignale von dem jeweiligen Vorgänger versorgt werden.
[0159] Die einzelnen Schaltungsanordnungen 10 bzw. die elektrische Baugruppe 29 können beispielsweise
ausgebildet sein, um Sensoren und/oder Aktoren einer elektrischen Schaltanlage zu
versorgen, anzusteuern und/oder auszuwerten.
[0160] Schließlich soll anhand von Figur 7 noch verdeutlicht werden, dass es im Rahmen der
vorliegenden Erfindung nicht unbedingt auf eine Steckkompatibilität zwischen der ersten
Schnittstelle 3 und der zweiten Schnittstelle 5 ankommt.
[0161] In Figur 7 ist hierzu ein elektrisches Kontaktelement 11 dargestellt, dessen erste
Schnittstelle und zweite Schnittstelle 3, 5 einen übereinstimmenden Aufbau aufweisen.
Die erste und zweite Schnittstelle 3, 5 weisen jeweils zwei nebeneinander verlaufende
Kontaktfedern 14 auf und eignen sich daher jeweils für eine elektrische und mechanische
Verbindung mit einem vornehmlich länglichen Gegenkontaktelement (also beispielsweise
einem Kontaktschwert 12).
[0162] Alternativ können die ersten beiden Schnittstellen 3, 5 beispielsweise auch jeweilige
längliche Kontaktbereiche 12, 13 aufweisen. Somit kann das Kontaktelement 11 beispielsweise
beidseitig mit einem Kontaktschwert 12 ausgestattet sein.
1. Elektrischer Steckverbinder (1), insbesondere Leiterplattensteckverbinder, mit einem
ersten Endabschnitt (2) und einem zweiten Endabschnitt (4), wobei an dem ersten Endabschnitt
(2) eine erste elektrische Schnittstelle (3) und an dem zweiten Endabschnitt (4) eine
zweite elektrische Schnittstelle (5) ausgebildet ist, und mit einer zwischen der ersten
Schnittstelle (3) und der zweiten Schnittstelle (5) verlaufenden Erstreckungsachse
(L), wobei die erste Schnittstelle (3) und die zweite Schnittstelle (5) jeweils zumindest
entlang einer quer zu der Erstreckungsachse (L) ausgerichteten, ersten Steckrichtung
(S1) mit einer korrespondierenden Gegenschnittstelle eines elektrischen Gegensteckverbinders
verbindbar sind, und wobei zwischen den beiden Endabschnitten (2, 4) eine dritte elektrische
Schnittstelle (6) zur Kontaktierung wenigstens eines elektrischen Leiters (7) einer
elektrischen Schaltung (8), insbesondere einer elektrischen Schaltung (8) einer elektrischen
Leiterplatte (9), ausgebildet ist.
2. Elektrischer Steckverbinder (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Schnittstelle (3) und die zweite Schnittstelle (5) entlang der Erstreckungsachse
(L) zueinander fluchtend angeordnet sind, vorzugsweise in einer gemeinsamen Kontaktebene
(E) angeordnet sind.
3. Elektrischer Steckverbinder (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Schnittstelle (3) und die zweite Schnittstelle (5) miteinander kompatibel
sind, vorzugsweise miteinander steckkompatibel sind.
4. Elektrischer Steckverbinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Schnittstelle (3) und die zweite Schnittstelle (5) jeweils zusätzlich zu
der ersten Steckrichtung (S1) entlang einer parallel zu der Erstreckungsachse (L) ausgerichteten, zweiten Steckrichtung
(S2) mit der korrespondierenden Gegenschnittstelle des elektrischen Gegensteckverbinders
verbindbar sind.
5. Elektrischer Steckverbinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch
wenigstens ein elektrisches Kontaktelement (11), das sich ausgehend von der ersten
Schnittstelle (3) über die dritte Schnittstelle (6) bis zu der zweiten Schnittstelle
(5) erstreckt, wobei die erste Schnittstelle (3) und/oder die zweite Schnittstelle
(5) und/oder die dritte Schnittstelle (6) vorzugsweise als Flachkontakt ausgebildet
sind.
6. Elektrischer Steckverbinder (1) nach Anspruch 5,
gekennzeichnet durch
genau zwei der besagten elektrischen Kontaktelemente (11), die voneinander elektrisch
isoliert sind, und die vorzugsweise parallel nebeneinander verlaufend angeordnet sind.
7. Elektrischer Steckverbinder (1) nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
jedes der besagten Kontaktelemente (11) jeweils einstückig ausgebildet ist.
8. Elektrischer Steckverbinder (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Kontaktelement (11) in dem ersten Endabschnitt (2) einen ersten
Kontaktbereich (12) der ersten Schnittstelle (3) ausbildet, vorzugsweise einen vornehmlich
länglichen ersten Kontaktbereich (12).
9. Elektrischer Steckverbinder (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Kontaktelement (11) in dem zweiten Endabschnitt (4) einen zweiten
Kontaktbereich (13) der zweiten Schnittstelle (5) ausbildet, vorzugsweise eine Aufnahme
für den vornehmlich länglichen ersten Kontaktbereich (12) der ersten Schnittstelle
(3) eines weiteren elektrischen Steckverbinders gleicher Bauart, insbesondere zur
kraftschlüssigen Aufnahme, vorzugsweise durch zwei nebeneinander verlaufende Kontaktfedern
(14).
10. Elektrischer Steckverbinder (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Kontaktelement (11) einen dritten Kontaktbereich (18) für die
dritte Schnittstelle (6) ausbildet, vorzugsweise einen von einem Grundkörper des Kontaktelements
(11) abstehenden Kontaktsteg (19).
11. Elektrischer Steckverbinder (1) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der dritte Kontaktbereich (18) als Presskontakt oder Lötkontakt ausgebildet ist, vorzugsweise
als Lötfuß, Lötfahne oder Lötfläche.
12. Elektrischer Steckverbinder (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 11,
gekennzeichnet durch
ein Steckverbindergehäuse (20), in dem das wenigstens eine Kontaktelement (11) befestigt
ist, vorzugsweise ein einstückiges Steckverbindergehäuse (20), in dem für jedes Kontaktelement
(11) eine separate Kontaktkammer (21) ausgebildet ist, insbesondere eine vornehmlich
schlitzartige Kontaktkammer (21).
13. Schaltungsanordnung (10), aufweisend wenigstens einen elektrischen Steckverbinder
(1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, und die elektrische Schaltung (8) mit dem
wenigstens einen elektrischen Leiter (7), wobei die dritte Schnittstelle (6) des elektrischen
Steckverbinders (1) den wenigstens einen elektrischen Leiter (7) elektrisch kontaktiert.
14. Elektrische Baugruppe (29), aufweisend eine Trägereinrichtung (30) und mehrere auf
der Trägereinrichtung (30) angeordnete Schaltungsanordnungen (10) gemäß Anspruch 13,
wobei jeweils zwei unmittelbar benachbarte Schaltungsanordnungen (10) über deren jeweilige
elektrische Steckverbinder (1) miteinander elektrisch verbunden sind.
15. Elektrische Baugruppe (29) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schaltungsanordnungen (10) einzeln in die Trägereinrichtung (30) ein- und aussteckbar
sind, wobei die elektrischen Steckverbinder (1) der Trägereinrichtung (30) ausgebildet
und auf der elektrischen Schaltung (8) der jeweiligen Schaltungsanordnung (10) angeordnet
und ausgerichtet sind, dass das Einstecken der Schaltungsanordnung (10) in die Trägereinrichtung
(30) gleichzeitig ein Zusammenstecken der ersten Schnittstelle (3) und der zweiten
Schnittstelle (5) jeweils unmittelbar benachbarter elektrischer Steckverbinder (1)
verursacht.