[0001] Die Erfindung betrifft ein Verpackungssystem für ein Transportgut, umfassend eine
Trägereinrichtung, insbesondere in Form einer rechteckigen Palette, mit einer Trägerfläche
und eine Verpackungseinrichtung, die auf der Trägereinrichtung angeordnet und mit
dieser verbindbar ist.
[0002] Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Bereitstellen eines verpackten Transportguts
mittels eines Verpackungssystems, umfassend die Schritte
- Bereitstellen einer Trägereinrichtung, insbesondere in Form einer rechteckigen Palette,
mit einer Trägerfläche, und
- Bereitstellen einer Verpackungseinrichtung, die auf der Trägereinrichtung angeordnet
und mit dieser verbunden wird.
[0003] Die Erfindung betrifft weiter ein Transportsystem, umfassend ein Transportgut, verpackt
mit einem Verpackungssystem.
[0004] Obwohl die vorliegende Erfindung allgemein auf beliebige Transportgüter anwendbar
ist, wird die vorliegende Erfindung in Bezug auf ein im Wesentlichen quaderförmiges
Transportgut erläutert.
[0005] Verpackungssysteme sind in vielfältiger Form bekannt geworden. So werden beispielsweise
quaderförmige Transportgüter wie ein Bilderrahmen, ein Computergehäuse oder dergleichen
in bekannter Weise zunächst mit einer Plastikfolie umgeben und das Transportgut dann
in ein für das Transportgut entsprechend dimensioniertes Behältnis, beispielsweise
eine Schachtel, eingebracht. Zusätzliche Komponenten wie beispielsweise ein Steckernetzteil,
Kabel, Befestigungen wie Schrauben oder Dübel werden separat in Plastikbeuteln verpackt.
Vorgefertigte Einlagen zum Einlegen in das Behältnis ermöglichen eine definierte Anordnung
von Transportgut und Komponenten in dem Behältnis. Die Schachtel wird dann für den
Transport verschlossen.
[0006] Darüber hinaus werden bei zerbrechlichen, großvolumigen Transportgütern, insbesondere
beispielsweise bei Spülen, die ganz oder teilweise aus Keramik, Verbundwerkstoff oder
aus Stein gefertigt sind, die jeweilige Spüle nicht nur in einer Transportkiste verpackt,
sondern diese neben einer Vorumverpackung der Spüle auch mit Kunststoffschäumen, wie
zum Beispiel Polystyrolelementen, versehen, um die Bruchgefahr während des Transports
weiter zu verringern.
[0007] Nachteilig bei den bekannten Verpackungssystemen ist, dass zum einen eine Verpackung
von Transportgütern mittels der Verpackungssysteme aufwendig ist, zum anderen ein
hoher Polsterweg für eine ausreichende Dämpfung erforderlich ist, was dahingehend
einen großen Bauraum für ein derart verpacktes Transportgut bedingt. Zum anderen sind
auch die verwendeten Kunststoffschäume problematisch hinsichtlich ihrer Entsorgung.
[0008] Aus der
EP 3 608 257 A1 ist weiter ein Verpackungssystem für ein Transportgut, insbesondere in Form von Sanitärerzeugnissen
wie Spülen und dergleichen, bekannt geworden, wobei das Transportgut zumindest teilweise
mit einer Vorumverpackung versehen ist, umfassend zumindest eine Bodendämpfungseinrichtung
mit einer im Wesentlichen eine Ebene bildenden Bodenbasis und zumindest einem in eine
erste Richtung ausgehend von der Bodenbasis vorstehend angeordneten Bodendämpfungselement
und zumindest eine Deckendämpfungseinrichtung mit einer im Wesentlichen eine Ebene
bildenden Deckenbasis und zumindest einem in eine zweite Richtung ausgehend von der
Deckenbasis vorstehend angeordneten Deckendämpfungselement, wobei die Bodendämpfungseinrichtung
und die Deckendämpfungseinrichtung zur Aufnahme des Transportguts zwischen diesen
ausgebildet sind, derart, dass die in die erste und in die zweite Richtung vorstehend
angeordneten Dämpfungselemente in Richtung auf das Transportgut weisen und die Vorumverpackung
mittels der vorstehend angeordneten Dämpfungselemente von der jeweiligen Basis der
Dämpfungseinrichtung beabstandet angeordnet wird, insbesondere wobei die maximale
Erstreckung der jeweiligen Dämpfungseinrichtung in Richtung auf die Vorumverpackung
unterschiedlich ist, insbesondere wobei die maximale Erstreckung der Bodendämpfungseinrichtung
größer ist als die der Deckendämpfungseinrichtung.
[0009] Nachteilig dabei ist unter anderem der komplizierte Aufbau der Dämpfungseinrichtungen
und die mangelnde Flexibilität hinsichtlich der Anordnung verschiedener Komponenten
und Transportgüter samt Zusatzkomponenten.
[0010] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, den Bauraum für ein Verpackungssystem
für ein Transportgut zu minimieren, gleichzeitig eine ausreichende Dämpfung durch
das Verpackungssystem für das Transportgut samt Zusatzkomponenten bereitzustellen,
eine einfache und kostengünstige Herstellung des Verpackungssystems zu ermöglichen
und die Logistik zu optimieren.
[0011] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verpackungssystem, ein
Verfahren und ein Transportsystem bereitzustellen, welche flexibel für unterschiedliche
Transportgüter samt Zusatzkomponenten einsetzbar und einfach entsorgbar sind.
[0012] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein alternatives Verpackungssystem,
ein alternatives Verfahren zum Bereitstellen eines verpackten Transportguts sowie
ein alternatives Transportsystem bereitzustellen.
[0013] In einer Ausführungsform löst die vorliegende Erfindung die vorstehend genannten
Aufgaben mit einem Verpackungssystem für ein Transportgut, umfassend eine Trägereinrichtung,
insbesondere in Form einer rechteckigen Palette, mit einer Trägerfläche, eine Verpackungseinrichtung,
die auf der Trägereinrichtung angeordnet und mit dieser verbindbar ist, wobei die
Verpackungseinrichtung zumindest zwei Seitenwände, einen Boden zur Anordnung des Transportguts
auf diesem und eine Verschlusshaube zum lösbaren Verschließen der Verpackungseinrichtung
umfasst, wobei die zumindest zwei Seitenwände mit dem Boden verschwenkbar verbunden
sind, zur Verschwenkung der Seitenwände zwischen einer Verpackungsposition und einer
Transportposition und wobei an zumindest einer Seitenwand zumindest ein insbesondere
U-förmiges Beabstandungselement zur Beabstandung des Transportguts von der Seitenwand
in der Transportposition angeordnet ist und wobei die Verschlusshaube in ihrer Transportposition
ausgebildet ist, die Seitenwände in ihrer Transportposition zumindest teilweise formschlüssig
zu umschließen.
[0014] In einer Ausführungsform löst die vorliegende Erfindung die vorstehend genannten
Aufgaben mit einem Verfahren zum Bereitstellen eines verpackten Transportguts mittels
eines Verpackungssystems gemäß einem der Ansprüche 1-13, umfassend die Schritte:
- Bereitstellen einer Trägereinrichtung, insbesondere in Form einer rechteckigen Palette,
mit einer Trägerfläche,
- Bereitstellen einer Verpackungseinrichtung, die auf der Trägereinrichtung angeordnet
und mit dieser verbunden wird, wobei die Verpackungseinrichtung mit zumindest zwei
Seitenwänden, einem Boden zur Anordnung des Transportguts auf diesem und einer Verschlusshaube
zum lösbaren Verschließen der Verpackungseinrichtung versehen wird und wobei die zumindest
zwei Seitenwände mit dem Boden verschwenkbar verbunden werden, zur Verschwenkung der
Seitenwände zwischen einer Verpackungsposition und einer Transportposition und wobei
an zumindest einer Seitenwand zumindest ein insbesondere U-förmiges Beabstandungselement
zur Beabstandung des Transportguts von der Seitenwand in der Transportposition angeordnet
wird und wobei die Verschlusshaube in ihrer Transportposition ausgebildet wird, die
Seitenwände in ihrer Transportposition zumindest teilweise formschlüssig zu umschließen,
- Definiertes Anordnen des Transportguts auf dem Boden, vorzugsweise anhand von Positionierhilfen
auf dem Boden, insbesondere von Schlitzen,
- Verschwenken der zumindest zwei Seitenwände von ihrer Verpackungsposition in ihre
Transportposition, und
- Aufsetzen der Veschlusshaube.
[0015] In einer Ausführungsform löst die vorliegende Erfindung die vorstehend genannten
Aufgaben mit einem Transportsystem, umfassend ein Transportgut, verpackt mit einem
Verpackungssystem gemäß einem der Ansprüche 1-13.
[0016] Einer der damit erzielten Vorteile ist, dass damit Bauraum für ein verpacktes Transportgut,
insbesondere mit Zusatzkomponenten, verkleinert werden kann, gleichzeitig eine ausreichende
Sicherung des Transportguts samt Zusatzkomponenten gegen äu-ßere Beschädigungen bereitgestellt
werden kann und eine einfache und kostengünstige Herstellung des Verpackungssystems
ermöglicht wird. Darüber hinaus wird eine einfache Entsorgung ermöglicht. Ebenso kann
das Verpackungssystem einfach an unterschiedliche Transportgüter samt Zusatzkomponenten
angepasst werden.
[0017] Der Begriff "Verschlusshaube" ist im weitesten Sinne zu verstehen und bezieht sich,
insbesondere in den Ansprüchen, vorzugsweise in der Beschreibung auf eine Abdeckung
oder dergleichen, welche das Transportgut gegen Einwirkungen von oben schützt und
zumindest teilweise die Seitenwände umschließt, an diesen anliegt und/oder umgibt.
[0018] Der Begriff "Sanitär" ist im weitesten Sinne zu verstehen und bezieht sich, insbesondere
in der Beschreibung, vorzugsweise in den Ansprüchen unter anderem auf jegliche Objekte,
Anordnungen, Vorrichtungen, Einrichtungen und dergleichen im Zusammenhang mit Bädern,
Küchen, Heizungen und dergleichen.
[0019] Der Begriff "Transportposition" in Bezug auf die Seitenwände ist im weitesten Sinne
zu verstehen und bezieht sich, insbesondere in den Ansprüchen, vorzugsweise in der
Beschreibung auf diejenige Position, Anordnung oder Lage einer Seitenwand, in der
sich diese während des Transports des Transportguts mit dem Verpackungssystem befindet.
[0020] Der Begriff "Verpackungsposition" in Bezug auf die Seitenwände ist im weitesten Sinne
zu verstehen und bezieht sich, insbesondere in den Ansprüchen, vorzugsweise in der
Beschreibung auf diejenige Position, Anordnung oder Lage einer Seitenwand vor beziehungsweise
teilweise während des Verpackens des Transportguts.
[0021] Weitere Merkmale, Vorteile und weitere Ausführungsformen der Erfindung sind im Folgenden
beschrieben oder werden dadurch offenbar.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die zumindest zwei verschwenkbaren
Seitenwände auf gegenüberliegenden Seiten am Boden festgelegt. Vorteil hiervon ist
eine einfache Verschwenkbarkeit der Seitenwände.
[0023] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind vier Seitenwände
angeordnet, wobei zwei der vier Seitenwände an dem Boden verschwenkbar angeordnet
sind und wobei zwei der vier Seitenwände freie Seitenwände sind. Unter einer freien
Seitenwand ist insbesondere eine nicht mit dem Boden verschwenkbar verbundene Seitenwand
zu verstehen.
[0024] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen die freien
Seitenwände jeweils Abstandselemente auf, die in der Transportposition der verschwenkbaren
Seitenwände an diesen, insbesondere mit ihren jeweiligen Abstandselementen aneinander,
zumindest teilweise anliegen. Vorteil hiervon ist, dass damit auch ein ausreichender
Kantenschutz für das Transportgut bereitgestellt werden kann.
[0025] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die freien Seitenwände
an den verschwenkbaren Seitenwänden lösbar festlegbar, insbesondere formschlüssig,
vorzugsweise mittels einer Schwalbenschwanz-Verbindung. Damit kann auf einfache und
schnelle Weise das Transportgut mittels der Seitenwände verpackt werden.
[0026] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen die freien
Seitenwände ausgehend von dem Boden eine größere Höhe auf als die verschwenkbaren
Seitenwände, sodass oberhalb der verschwenkbaren Seitenwände und zwischen den freien
Seitenwänden beidseitig der verschwenkbaren Seitenwände jeweils ein Ausschnitt gebildet
wird. Vorteil hiervon ist, dass auf Grund der größeren Höhe ein Schutz für das Transportgut
von oben bereitgestellt werden kann bei gleichzeitig reduziertem Materialeinsatz.
[0027] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind zumindest eine,
insbesondere zwei, erste Verpackungen in den beiden Ausschnitten, insbesondere formschlüssig,
anordenbar. Vorteil hiervon ist, dass auf einfache Weise Zusatzkomponenten mittels
der ersten Verpackung sicher mit dem Transportgut verpackt werden können.
[0028] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen zumindest zwei
gegenüberliegende Seitenwände, insbesondere die zumindest zwei Seitenwände, die mit
dem Boden verschwenkbar verbunden sind, und insbesondere ein an der jeweiligen Seitenwand
angeordnetes Beabstandungselement jeweils zumindest eine Aussparung zur Bereitstellung
eines Griffs auf, und die Verschlusshaube zu den beiden Aussparungen der Seitenwände
weist korrespondierende Aussparungen auf, sodass jeweils eine gemeinsame Aussparung
bildbar ist. Vorteil hiervon ist, dass ein Vertragen des Transportguts in dem Verpackungssystem
ermöglicht wird.
[0029] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist ein Verstärkungselement
in zumindest einer gemeinsamen Aussparung angeordnet. Vorteil hiervon ist, dass ein
besonders zuverlässiges Vertragen des Transportguts in dem Verpackungssystem ermöglicht
wird.
[0030] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der Boden zumindest
eine Vertiefung auf und zumindest ein Beabstandungselement weist einen Vorsprung auf,
welcher in der Transportposition der Seitenwand mit dem Beabstandungselement in die
Vertiefung eingreift, insbesondere lösbar, vorzugsweise form- und/oder reibschlüssig.
Vorteil hiervon ist, dass die Seitenwände mit den Beabstandungselementen zuverlässig
an dem Boden in der Transportposition festgelegt werden können.
[0031] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind mehrere Vertiefungen
angeordnet, die symmetrisch auf dem Boden verteilt angeordnet sind, wobei mehrere
Beabstandungselemente angeordnet sind, sodass jeweils ein Beabstandungselement in
jeweils einer Vertiefung anordenbar ist. Dies ermöglicht eine besonders zuverlässige
Festlegung der Seitenwände mit den Beabstandungselementen am Boden. Durch die Anordnung
mehrerer Vertiefungen können diese als Positionierhilfen verwendet werden. Da die
Vorsprünge in die Vertiefungen eingreifen, muss das Transportgut innerhalb der Fläche,
deren Ränder durch die Position der Vertiefungen gebildet wird, angeordnet werden.
[0032] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Trägerfläche
größer als die Querschnittsfläche der Verschlusshaube, insbesondere derart, dass die
Trägerfläche in ihrer Ebene über zumindest eine Seite, insbesondere alle Seiten, jeweils
über die Seiten der Verschlusshaube in ihrer Transportposition hinausragt. Vorteil
hiervon ist, dass ein in der horizontalen Ebene umlaufender Rand gebildet wird, der
als Stoßschutz gegen Beschädigungen fungiert.
[0033] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist auf dem Boden
ein insbesondere U-förmiges Beabstandungselement angeordnet, welches eine Beabstandung
des Transportguts an den Seiten des Bodens bereitstellt, welche frei von Seitenwänden
sind, die mit dem Boden verschwenkbar verbunden sind. Damit wird auch eine Beabstandung
des Transportguts an den zwei anderen Seiten bereitgestellt.
[0034] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist das Beabstandungselement
an zumindest zwei Seiten jeweils ein Abstandselement auf. Damit kann eine besonders
zuverlässige Beabstandung sichergestellt werden. Das Beabstandungselement kann dabei
einteilig ausgeführt sein. Die beiden Abstandselemente können durch mehrfaches Umbiegen
oder Umknicken um zumindest 90 Grad an gegenüberliegenden Seiten des Beabstandungselements,
insbesondere in der Transportposition, in der die Seitenwände senkrecht zur Ebene
des Bodens angeordnet sind, hergestellt werden.
[0035] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist bei auf dem Boden
angeordnetem Transportgut zumindest ein insbesondere U-förmiges Aufnahmeelement auf
der Oberseite des Transportguts anordenbar, in dem eine zweite Verpackung formschlüssig
anordenbar ist, vorzugsweise wobei das Aufnahmeelement zumindest teilweise formschlüssig
in dem Transportgut anordenbar ist. Ein Vorteil hiervon ist, dass auf flexible Weise
eine zweite Verpackung sicher angeordnet werden kann.
[0036] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist das Aufnahmeelement
zumindest zwei Abstandselemente auf, die die zweite Verpackung von dem Transportgut
beabstanden. Einer der damit erzielten Vorteile ist, dass eine stoßsichere Anordnung
der zweiten Verpackung ermöglicht wird.
[0037] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist auf der zweiten
Verpackung ein insbesondere flaches Trag- und Halteelement anordenbar, welches sich
zwischen zwei Seitenwänden, insbesondere den beiden freien Seitenwänden, parallel
zum Boden erstreckt. Damit kann eine Tragfläche zur Anordnung weiterer Verpackungen
bereitgestellt werden.
[0038] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist in der Transportposition
der Seitenwände zwischen einer freien Seitenwand und dem Transportgut eine vierte
Verpackung vertikal anordenbar, welche im oberen Bereich formschlüssig in das Trag-
und Halteelement eingreift. Vorteil hiervon ist, dass der Raum zwischen Seitenwand
und Transportgut noch besser genutzt werden kann. Gleichzeitig stellt die vierte Verpackung
zusätzlich einen Schutz für das Transportgut bereit.
[0039] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist unterhalb der
ersten Verpackung, insbesondere des Trage- und Halteelements, und oberhalb der zweiten
Verpackung, eine dritte Verpackung anordenbar, insbesondere wobei deren Breite auf
den Abmessungen von Abstandselementen unterschiedlicher Seitenwände basiert. Auf diese
Weise kann der Zwischenraum zwischen den Abstandselementen für eine weitere Verpackung
genutzt werden, wobei gleichzeitig eine Stoßsicherheit für die dritte Verpackung bereitgestellt
wird.
[0040] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Trägereinrichtung
zumindest einen Standfuß auf, insbesondere mehrere Standfüße. Vorteil hiervon ist,
dass die Handhabung verbessert wird. So kann das verpackte Transportgut beispielsweise
mittels eines Gabelstaplers transportiert werden.
[0041] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist zumindest ein
Standfuß, insbesondere alle Standfüße, pyramidenstumpfartig, insbesondere ausgehend
von einer Unterseite der Trägerfläche verjüngend, ausgebildet. Vorteil hiervon ist,
dass eine "automatische" Zentrierung der Gabeln eines Gabelstaplers bei gleichzeitiger
verbesserte Handhabung beim Einführen der Gabeln des Gabelstaplers unter die Trägereinrichtung
zwischen die Standfüße ermöglicht wird.
[0042] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Trägereinrichtung
und/oder die Verpackungseinrichtung und/oder zumindest eine der Verpackungen, vorzugsweise
alle Verpackungen, aus einem Material, insbesondere aus Pappe, insbesondere aus Wellpappe,
hergestellt. Vorteil hiervon ist, dass eine besonders einfache Entsorgung ermöglicht
wird. Ein aufwendiges Trennen unterschiedlicher Stoffe entfällt, da auch Klebebänder,
Schaumstoffe etc. allgemein nicht vorgesehen sind.
[0043] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der dazugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0044] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0045] Bevorzugte Ausführungen und Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind in
den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert,
wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche
Bauteile oder Elemente beziehen.
[0046] Dabei zeigt in schematischer Form
- Figur 1
- ein Verpackungssystem gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Figur 2
- Elemente des Verpackungssystems gemäß Figur 1 in Verpackungsposition;
- Figur 3
- Elemente des Verpackungssystems gemäß Figur 1 mit angeordnetem Transportgut;
- Figur 4
- Elemente des Verpackungssystems gemäß Figur 1 in Transportposition;
- Figur 5
- weitere Elemente des Verpackungssystems gemäß Figur 1 in Transportposition;
- Figur 6
- Verschlusshaube und Verstärkungselement des Verpackungssystems gemäß Figur 1 in Transportposition;
- Figur 7
- die Trägereinrichtung des Verpackungssystems gemäß Figur 1 ;
- Figur 8
- die Trägereinrichtung des Verpackungssystems gemäß Figur 1; und
- Figur 9
- Schritte eines Verfahrens gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0047] Allgemein zeigen die Figuren 1-8 die Schritte zum Verpacken eines Transportguts.
[0048] Figur 1 zeigt ein Verpackungssystem gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
[0049] Figur 1 zeigt ein Verpackungssystem 100 umfassend eine Palette 1, welche mehrere
Füße 17 und eine Trägerfläche 1b aufweist. Auf der Trägerfläche 1b ist ein U-Mantel
2, umfassend einen rechteckförmigen flachen Boden 3, an dem zwei Seitenwände 4, 5
auf gegenüberliegenden Seiten des Bodens 3 verschwenkbar festgelegt sind, angeordnet.
Diese sind in Figur 1 in ihrer Verpackungsposition dargestellt, in der der Boden 3
von allen Seiten frei zugänglich ist. Auf dem Boden 3 kann ein Transportgut 200 (siehe
Figur 3) angeordnet werden. Der Boden 3 ist hierbei insbesondere stoffschlüssig mit
der Trägerfläche 1b verbunden.
[0050] An den beiden Seitenwänden 4, 5 sind jeweils senkrecht zur Verschwenkachse - in Figur
1 im Wesentlichen schräg von links unten nach rechts oben - der verschwenkbaren Seitenwände
4, 5 seitlich Beabstandungselemente 6 angeordnet. Ein Beabstandungselement 6 umfasst
hier zwei Abstandselemente 6e, die über eine Verbindung 6b miteinander verbunden sind.
Insgesamt können die Beabstandungselemente 6 an einer Seitenwand 4, 5 aus einem einzelnen
rechteckförmigen flachen Element hergestellt werden, in dem dieses jeweils an zwei
Seiten 3-fach umgebogen wird, sodass sich der gezeigte quadratische beziehungsweise
rechteckförmige Querschnitt 6c für die Abstandselemente 6e samt Verbindung 6b zwischen
diesen ergibt.
[0051] An den zum Boden 3 benachbarten Stirnseiten der Beabstandungselemente 6 sind Vorsprünge
6a angeordnet, die in entsprechende Vertiefungen 3a im Boden 3 nach Verschwenken der
Seitenwände 4, 5 in ihre Transportposition eingreifen. Die Seitenwände 4, 5 als auch
die jeweilige Verbindung 6b der Beabstandungselemente 6 weisen eine Öffnung 5a, 6d
auf, die zueinander korrespondieren. Gleiches gilt für eine Verschlusshaube 7, die
entsprechende Öffnungen 7a aufweist. In die gemeinsamen Öffnungen 5a, 6d, 7a werden
vor dem Transport des Transportguts 200 Verstärkungselemente 15 angeordnet, um ein
Vertragen des Transportguts 200 im verpackten Zustand vor Ort auf einfache Weise zu
ermöglichen. An den verschwenkbaren Seitenwänden 4, 5 sind weiterhin seitlich Aussparungen
60b angeordnet, in die entsprechende Vorsprünge 60a von freien Seitenwänden 40, 50
jeweils eingreifen können. Die freien Seitenwände 40, 50 weisen dabei im Wesentlichen
den gleichen Aufbau wie die verschwenkbaren Seitenwände 4, 5 auf. Sie sind ebenfalls
mit Beabstandungselementen 40a, 50a versehen, die jeweils zwei Abstandselemente 40e,
50e umfassen, die über eine Verbindung 40b, 50b verbunden sind. Die Herstellung der
Beabstandungselemente 40a, 50a erfolgt analog zu den Beabstandungselementen 6.
[0052] Darüber hinaus sind weitere Beabstandungselemente 8 und ein Aufnahmeelement 9, eine
erste Verpackung 12, eine zweite Verpackung 10, eine dritte Verpackung (in Figur 1
nicht dargestellt) und eine vierte Verpackung 18 gezeigt. Die Verpackungen 10, 12,
18 sind im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet, wobei die vierte Verpackung 18 flach
ausgebildet ist. Die Beabstandungselemente 8 und das Aufnahmeelement 9 können im Querschnitt
im Wesentlichen U-förmig ausgebildet sein und jeweils Abstandselemente 8a, 9a aufweisen
(siehe Figur 2 beziehungsweise Figur 3). Diese können analog zu den Beabstandungselementen
6 der Seitenwände 4, 5 hergestellt sein.
[0053] Um nun ein Transportgut zu verpacken, wird wie folgt vorgegangen. Hierbei zeigt Figur
2 Elemente des Verpackungssystems gemäß Figur 1 in Verpackungsposition.
[0054] In Figur 2 ist nun der Boden 3 auf der Trägerfläche 1b (nicht gezeigt) der Palette
1 angeordnet gezeigt. Die Seitenwände 4, 5 sind in der Verpackungsposition, also nicht
senkrecht am Boden 3 angeordnet. Auf dem Boden 3 wird nun eines der beiden U-förmigen
Beabstandungselemente 8 angeordnet, sodass dessen Abstandselemente 8a sich parallel
zu den Seitenwänden 4, 5 senkrecht zur Verschwenkachse der Seitenwände 4, 5 erstrecken.
[0055] Gemäß Figur 3, die Elemente des Verpackungssystems gemäß Figur 1 mit angeordnetem
Transportgut 200 zeigt, wird nun auf dem Boden 3 zunächst das Beabstandungselement
8 (nicht gezeigt) angeordnet und in dieses anschließend das Transportgut 200 angeordnet.
In beziehungsweise auf dem Transportgut 200 wird ein Aufnahmeelement 9 angeordnet,
derart, dass die Abstandselemente 9a parallel zur Verschwenkachse der Seitenwände
4, 5 angeordnet sind.
[0056] Gemäß Figur 4 und Figur 5, die Elemente des Verpackungssystems gemäß Figur 1 in Transportposition
zeigen, wird nun eine zweite Verpackung 10 in dem Aufnahmeelement 9, insbesondere
flächenbündig angeordnet.
[0057] Ebenso werden zunächst die beiden freien Seitenwände 40, 50 als auch die verschwenkbaren
Seitenwände 4,5 in ihrer Transportposition miteinander verbunden, beispielsweise durch
formschlüssigen Eingriff 60, hier durch eine Schwalbenschwanz-Verbindung mit Elementen
60a, 60b (siehe Figur 5). Die freien Seitenwände 40, 50 weisen dabei eine größere
Höhe als die verschwenkbaren Seitenwände 4, 5 gemessen vom Boden 3 auf, sodass sich
zwischen den Seitenwänden 40, 50 jeweils ein Ausschnitt 11a, 11b (siehe Figur 5) ergibt.
[0058] Nach dem Einbringen der zweiten Verpackung 10 in das Aufnahmeelement 9 wird eine
Trägerplatte 14 auf der zweiten Verpackung 10 aufgebracht. Auf diese kann wiederum
eine dritte Verpackung 13 (siehe Figur 5) angeordnet werden, deren Oberkante zu der
Oberkante der verschwenkbaren Seitenwände 4, 5 korrespondiert und deren Breite nicht
über die horizontale Gesamterstreckung der aneinanderliegenden Abstandselemente 6e,
40e von freier Seitenwand 40, 50 und verschwenkbarer Seitenwand 4,5 parallel zur jeweiligen
verschwenkbaren Seitenwand 4, 5 hinausreicht.
[0059] In den Ausschnitten 11a, 11b können parallel zu den freien Seitenwänden 40, 50 zwei
erste Verpackungen 12 (siehe Figur 5) nebeneinander angeordnet werden. Es ist jedoch
auch lediglich eine erste Verpackung 12 oder mehr als zwei erste Verpackungen 12 denkbar.
[0060] Anschließend wird die Verschlusshaube 7 gemäß Figur 6 über die Seitenwände 4, 5,
40, 50 gestülpt und die Verstärkungselemente 15 in den gemeinsamen Öffnungen 5a von
den verschwenkbaren Seitenwänden 4, 5, den Öffnungen 6d in den Beabstandungselementen
6 und den Öffnungen 7a in der Verschlusshaube 7 eingebracht. Die Verschlusshaube 7
ist dabei so dimensioniert, dass ein umlaufender horizontaler Vorsprung 16 der Palette
1 als Stoßkante verbleibt. Die Querschnittsfläche 7Q der Verschlusshaube 7 ist somit
kleiner als die Querschnittsfläche 1Q der Palette 1 (in Figur 1 dargestellt).
[0061] Die Figuren 7 und 8 zeigen in verschiedenen Ansichten die Trägereinrichtung des Verpackungssystems
gemäß Figur 1.
[0062] Die Palette 1 weist an ihrer Unterseite, hier regelmäßig verteilt, pyramidenstumpfartige
Standfüße 17 auf, die sich ausgehend von der Unterseite der Palette 1 verjüngen. Die
Standfüße 17 sind dabei rasterförmig angeordnet, sodass ein Gabelstapler, aus zumindest
einer Richtung, insbesondere von beiden Richtungen, unter die Palette 1 mit dem Hubwerkzeug
einfahren kann.
[0063] Sämtliche Komponenten des Verpackungssystems können aus dem gleichen Material, insbesondere
aus Pappe, vorzugsweise aus Wellpappe hergestellt sein, insbesondere mit Ausnahme
des Verstärkungselements 15, welches aus Kunststoff hergestellt sein kann.
[0064] Figur 9 zeigt Schritte eines Verfahrens gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
[0065] Im Detail zeigt Figur 9 Schritte eines Verfahrens zum Bereitstellen eines verpackten
Transportguts mittels eines Verpackungssystems gemäß einem der Ansprüche 1-22.
[0066] Dieses umfasst die Schritte:
- Bereitstellen S1 einer Trägereinrichtung, insbesondere in Form einer rechteckigen
Palette 1, mit einer Trägerfläche 1b,
- Bereitstellen S2 einer Verpackungseinrichtung 3, 4, 5, 7, die auf der Trägereinrichtung
1, 1b angeordnet und mit dieser verbunden wird, wobei die Verpackungseinrichtung 3,
4, 5, 7 mit zumindest zwei Seitenwänden 4, 5, einem Boden 3 zur Anordnung des Transportguts
200 auf diesem, und einer Verschlusshaube 7 zum lösbaren Verschließen der Verpackungseinrichtung
3, 4, 5, 7 versehen wird und wobei die zumindest zwei Seitenwände 4, 5 mit dem Boden
3 verschwenkbar verbunden werden, zur Verschwenkung der Seitenwände 4, 5 zwischen
einer Verpackungsposition und einer Transportposition, und wobei an zumindest einer
Seitenwand 4, 5 zumindest ein insbesondere U-förmiges Beabstandungselement 6 zur Beabstandung
des Transportguts 200 von der Seitenwand 4, 5 in der Transportposition angeordnet
wird, und wobei die Verschlusshaube 7 in ihrer Transportposition ausgebildet wird,
die Seitenwände 4, 5 in ihrer Transportposition zumindest teilweise formschlüssig
zu umschlie-ßen,
- Definiertes Anordnen S3 des Transportguts 200 auf dem Boden 3, vorzugsweise anhand
von Positionierhilfen auf dem Boden 3, insbesondere von Schlitzen 3a,
- Verschwenken S4 der zumindest zwei Seitenwände 4, 5 von ihrer Verpackungsposition
in ihre Transportposition, und
- Aufsetzen S5 der Verschlusshaube 7.
[0067] Zusammenfassend kann zumindest eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zumindest
eines der folgenden Merkmale aufweisen und/oder zumindest einen der folgenden Vorteile
bereitstellen:
- Einfaches schnelles Verpacken von Transportgut.
- Hohe Nutzerzufriedenheit, da viele beziehungsweise alle Komponenten in einer Verpackung
angeordnet sind.
- Gute Bauraumausnutzung.
- Einfache Entsorgung.
- Ausreichende beziehungsweise gute Sicherung des Transportguts gegen Beschädigungen.
[0068] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben
wurde ist sie nicht darauf beschränkt, sondern auf vielfältige Weise modifizierbar.
Bezugszeichenliste
[0069]
- 1
- Palette
- 1b
- Trägerfläche
- 1Q
- Querschnitt Palette
- 2
- U-Mantel
- 3
- Boden
- 3a
- Vertiefung
- 4
- Verschwenkbare Seitenwand
- 5
- Verschwenkbare Seitenwand
- 5a
- Aussparung
- 6
- Beabstandungselement
- 6a
- Vorsprung
- 6b
- Verbindung
- 6c
- Querschnitt
- 6d
- Öffnung
- 6e
- Abstandselement
- 7
- Verschlusshaube
- 7a
- Aussparung
- 7Q
- Querschnitt Verschlusshaube
- 8
- Beabstandungselement
- 8a
- Abstandselement
- 9
- Aufnahmeelement
- 9a
- Abstandselement
- 10
- Zweite Verpackung
- 11a, 11b
- Ausschnitt
- 12
- Erste Verpackung
- 13
- Dritte Verpackung
- 14
- Trage- und Halteelement
- 15
- Verstärkungselement
- 16
- Umlaufender Vorsprung
- 17
- Palettenfuß
- 18
- Vierte Verpackung
- 40
- Freie Seitenwand
- 40a
- Beabstandungselement
- 40b
- Verbindung
- 40e
- Abstandselement
- 50
- Freie Seitenwand
- 50a
- Beanstandungselement
- 50b
- Verbindung
- 50e
- Abstandselement
- 60
- Schwalbenschwanz-Verbindung
- 60a
- Element Schwalbenschwanz-Verbindung
- 60b
- Element Schwalbenschwanz-Verbindung
- 100
- Verpackungssystem
- 200
- Transportgut
- S1, S2, S3, S4, S5
- Schritte eines Verfahrens
1. Verpackungssystem (100) für ein Transportgut (200), umfassend eine Trägereinrichtung,
insbesondere in Form einer rechteckigen Palette (1), mit einer Trägerfläche (1b)
eine Verpackungseinrichtung (3, 4, 5, 7), die auf der Trägereinrichtung (1) angeordnet
und mit dieser verbindbar ist, wobei die Verpackungseinrichtung (3, 4, 5, 7) zumindest
zwei Seitenwände (4, 5), einen Boden (3) zur Anordnung des Transportguts (200) auf
diesem, und eine Verschlusshaube (7) zum lösbaren Verschließen der Verpackungseinrichtung
(3, 4, 5, 7) umfasst, wobei
die zumindest zwei Seitenwände (4, 5) mit dem Boden (3) verschwenkbar verbunden sind,
zur Verschwenkung der Seitenwände (4, 5) zwischen einer Verpackungsposition und einer
Transportposition, und wobei
an zumindest einer Seitenwand (4, 5) zumindest ein insbesondere U-förmiges Beabstandungselement
(6) zur Beabstandung des Transportguts (200) von der Seitenwand (4, 5) in der Transportposition
angeordnet ist, und wobei die Verschlusshaube (7) in ihrer Transportposition ausgebildet
ist, die Seitenwände (4, 5) in ihrer Transportposition zumindest teilweise formschlüssig
zu umschließen, insbesondere wobei die zumindest zwei verschwenkbaren Seitenwände
(4, 5) auf gegenüberliegenden Seiten am Boden (3) festgelegt sind.
2. Verpackungssystem (100) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vier Seitenwände (4, 5, 40, 50) angeordnet sind, wobei zwei der vier Seitenwände
(4, 5) an dem Boden (3) verschwenkbar angeordnet sind und wobei zwei der vier Seitenwände
freie Seitenwände (40, 50) sind.
3. Verpackungssystem (100) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Seitenwände (40, 50) jeweils Abstandselemente (40e, 50e) aufweisen, die
in der Transportposition der verschwenkbaren Seitenwände (4, 5) an diesen, insbesondere
mit ihren jeweiligen Abstandselementen (6e) aneinander, zumindest teilweise anliegen,
vorzugsweise wobei die freien Seitenwände (40, 50) an den verschwenkbaren Seitenwänden
(4, 5) lösbar festlegbar sind, insbesondere formschlüssig, vorzugsweise mittels einer
Schwalbenschwanz-Verbindung (60).
4. Verpackungssystem (100) gemäß einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Seitenwände (40, 50) ausgehend von dem Boden (3) eine größere Höhe aufweisen
als die verschwenkbaren Seitenwände (4, 5), sodass oberhalb der verschwenkbaren Seitenwände
(4, 5) und zwischen den freien Seitenwänden (40, 50) beidseitig der verschwenkbaren
Seitenwände (4, 5) jeweils ein Ausschnitt (11a, 11b) gebildet wird, vorzugsweise wobei
zumindest eine, insbesondere zwei erste Verpackungen (12), in den beiden Ausschnitten
(11a, 11b), insbesondere formschlüssig, anordenbar ist.
5. Verpackungssystem (100) gemäß einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei gegenüberliegende Seitenwände (4, 5), insbesondere die zumindest zwei
Seitenwände (4, 5), die mit dem Boden (3) verschwenkbar verbunden sind, und insbesondere
ein an der jeweiligen Seitenwand (4, 5) angeordnetes Beabstandungselement (6), jeweils
zumindest eine Aussparung (4a, 5a) zur Bereitstellung eines Griffs aufweisen, und
die Verschlusshaube (7) zu den beiden Aussparungen (4a, 5a) der Seitenwände (4, 5)
korrespondierende Aussparungen (7a) aufweist, sodass jeweils eine gemeinsame Aussparung
(4a, 5a, 7a) bildbar ist, vorzugsweise wobei ein Verstärkungselement (15) in zumindest
einer gemeinsamen Aussparung (4a, 5a, 7a) angeordnet ist.
6. Verpackungssystem (100) gemäß einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (3) zumindest eine Vertiefung (3a) aufweist und zumindest ein Beabstandungselement
(6) einen Vorsprung (6a) aufweist, welcher in der Transportposition der Seitenwand
(4, 5) mit dem Beabstandungselement (6) in die Vertiefung (3a) eingreift, insbesondere
lösbar, vorzugsweise form- und/oder reibschlüssig, insbesondere wobei mehrere Vertiefungen
(3a) angeordnet sind, die symmetrisch auf dem Boden (3) verteilt angeordnet sind,
wobei mehrere Beabstandungselemente (6) angeordnet sind, sodass jeweils ein Beabstandungselement
(6) in jeweils einer Vertiefung (3a) anordenbar ist.
7. Verpackungssystem (100) gemäß einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfläche (1b) größer ist als die Querschnittsfläche (7Q) der Verschlusshaube
(7), insbesondere derart, dass die Trägerfläche (1b) in ihrer Ebene über zumindest
eine Seite, insbesondere alle Seiten, jeweils über die Seiten der Verschlusshaube
(7) in ihrer Transportposition hinausragt.
8. Verpackungssystem (100) gemäß einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Boden (3) ein insbesondere U-förmiges Beabstandungselement (8) angeordnet
ist, welches eine Beabstandung des Transportguts (200) an den Seiten des Bodens (3)
bereitstellt, welche frei von Seitenwänden (4, 5) sind, die mit dem Boden (3) verschwenkbar
verbunden sind, vorzugsweise wobei das Beabstandungselement (8) an zumindest zwei
Seiten jeweils ein Abstandselement (8a) aufweist.
9. Verpackungssystem (100) gemäß einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass bei auf dem Boden (3) angeordnetem Transportgut (200) zumindest ein insbesondere
U-förmiges Aufnahmeelement (9) auf der Oberseite des Transportguts (200) anordenbar
ist, in dem eine zweite Verpackung (10) formschlüssig anordenbar ist, vorzugsweise
wobei das Aufnahmeelement (9) zumindest teilweise formschlüssig in dem Transportgut
(200) anordenbar ist, vorzugsweise wobei das Aufnahmeelement (9) zumindest zwei Abstandselemente
(9a) aufweist, die die zweite Verpackung (10) von dem Transportgut (200) beabstanden.
10. Verpackungssystem (100) gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf der zweiten Verpackung (10) ein insbesondere flaches Trage- und Halteelement
(14) anordenbar ist, welches sich zwischen zwei Seitenwänden, insbesondere den beiden
freien Seitenwänden (40, 50), parallel zum Boden (3) erstreckt, vorzugsweise wobei
in der Transportposition der Seitenwände zwischen einer freien Seitenwand (40, 50)
und dem Transportgut (200) eine vierte Verpackung (18) vertikal anordenbar ist, welche
im oberen Bereich formschlüssig in das Trage- und Halteelement (14) eingreift.
11. Verpackungssystem (100) gemäß Anspruch 4 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der ersten Verpackung (12), insbesondere des Trage- und Halteelements (14),
und oberhalb der zweiten Verpackung (10), eine dritte Verpackung (13) anordenbar ist,
insbesondere wobei deren Breite auf den Abmessungen von Abstandselementen (6e, 8a,
9a, 40e, 50e) unterschiedlicher Seitenwände (4, 5, 40, 50) basiert.
12. Verpackungssystem (100) gemäß einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinrichtung zumindest einen Standfuß (17) aufweist, insbesondere mehrere
Standfüße (17), vorzugsweise wobei zumindest ein Standfuß (17), insbesondere alle
Standfüße (17) pyramidenstumpfartig, insbesondere ausgehend von einer Unterseite der
Trägerfläche verjüngend ausgebildet sind.
13. Verpackungssystem (100) gemäß einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinrichtung (1, 1b) und/oder die Verpackungseinrichtung (3, 4, 5, 7) und/oder
zumindest eine der Verpackungen (10, 12, 13, 18), vorzugsweise alle Verpackungen (10,
12, 13, 18), aus einem Material, insbesondere aus Pappe, insbesondere aus Wellpappe,
hergestellt sind.
14. Verfahren zum Bereitstellen eines verpackten Transportguts (200) mittels eines Verpackungssystems
(100) gemäß einem der Ansprüche 1-13, umfassend die Schritte:
- Bereitstellen (S1) einer Trägereinrichtung, insbesondere in Form einer rechteckigen
Palette (1), mit einer Trägerfläche (1b),
- Bereitstellen (S2) einer Verpackungseinrichtung (3, 4, 5, 7), die auf der Trägereinrichtung
(1, 1b) angeordnet und mit dieser verbunden wird, wobei die Verpackungseinrichtung
(3, 4, 5, 7) mit zumindest zwei Seitenwänden (4, 5), einem Boden (3) zur Anordnung
des Transportguts (200) auf diesem, und einer Verschlusshaube (7) zum lösbaren Verschließen
der Verpackungseinrichtung (3, 4, 5, 7) versehen wird und wobei die zumindest zwei
Seitenwände (4, 5) mit dem Boden (3) verschwenkbar verbunden werden, zur Verschwenkung
der Seitenwände (4, 5) zwischen einer Verpackungsposition und einer Transportposition,
und wobei an zumindest einer Seitenwand (4, 5) zumindest ein insbesondere U-förmiges
Beabstandungselement (6) zur Beabstandung des Transportguts (200) von der Seitenwand
(4, 5) in der Transportposition angeordnet wird, und wobei die Verschlusshaube (7)
in ihrer Transportposition ausgebildet wird, die Seitenwände (4, 5) in ihrer Transportposition
zumindest teilweise formschlüssig zu umschließen,
- Definiertes Anordnen (S3) des Transportguts (200) auf dem Boden (3) vorzugsweise
anhand von Positionierhilfen auf dem Boden (3), insbesondere von Schlitzen (3a),
- Verschwenken (S4) der zumindest zwei Seitenwände (4, 5) von ihrer Verpackungsposition
in ihre Transportposition, und
- Aufsetzen (S5) der Verschlusshaube (7).
15. Transportsystem, umfassend ein Transportgut (200) verpackt mit einem Verpackungssystem
(100) gemäß einem der Ansprüche 1-13.