[0001] Die Erfindung betrifft einen Rucksack oder Schulranzen mit Schultergurten, die mittels
einer Verstellvorrichtung an der Außenseite einer Rückwand des Rucksacks oder Schulranzens
befestigbar oder befestigt sind, wobei die Verstellvorrichtung ein Gehäuse mit im
wesentlichen rechteckiger Grundform mit einem Gehäuseunterteil und einem Gehäusedeckel
aufweist, wobei deren Gehäuseunterteil ins Gehäuseinnere ragende, längsverlaufende
Führungsstege aufweist, die eine Schiene bilden, entlang derer ein Schlitten verschiebbar
und arretierbar ist, der mittelbar mittels einer Trägerplatte mit den Schultergurten
verbunden ist und diese verschieblich in unterschiedlichen Stellungen mitsamt des
Schlittens entlang der Schiene zwischen zwei Endlagen verstellt beziehungsweise und
an Teilen des Gehäuses arretiert, wobei die Verstellung und/oder Arretierung durch
ein Sperrelement, welches aus einer Sperrlage in eine Freigabelage und umgekehrt verstellbar
ist, ermöglicht ist, wobei in der Freigabelage der Schlitten innerhalb des Gehäuses
und die Trägerplatte außerhalb des Gehäusedeckels verstellbar ist, wobei die Verstellung
entlang im Gehäusedeckel ausgebildeter schlitzartiger Ausnehmungen erfolgt, wobei
die Verstellvorrichtung (1) mitsamt des Schlittens, der Trägerplatte und des Sperrelements
außenseitig auf der Rückwand des Rucksacks oder Schulranzens sowohl angeordnet ist
als auch von außerhalb des Rucksacks oder Schulranzens betätigbar oder betätigt ist.
[0002] Derartige Rücksäcke oder Schulranzen sind im Stand der Technik weit verbreitet und
sehr beliebt.
[0003] Um ein ergonomisches und bequemes Tragen des Rucksacks beziehungsweise des Schulranzens
für einen Träger zu ermöglichen, weist dieser in der Regel zwei Schultergurte zum
Aufsetzen und Tragen auf dem Rücken eines Trägers auf. Diese Schultergurte sind dabei
in ihrem oberen Endbereich einander angenähert und mittelbar oder unmittelbar miteinander
verbunden. In diesem Verbindungsbereich ist eine Verstellvorrichtung angeordnet, die
eine Höhenverstellung der Schultergurte gegenüber dem Rucksack beziehungsweise dem
Schulranzen ermöglicht. Eine derartige Höhenverstellung dient insbesondere dazu, den
Rucksack beziehungsweise den Schulranzen an die Körpergröße eines Trägers anzupassen,
indem die zur Körpergröße passende Höhe gegenüber den Schultergurten eingestellt wird.
[0004] Verstellvorrichtungen ähnlicher Art sind im Stand der Technik in verschiedenen Ausführungen
bekannt.
[0005] Beispielsweise ist aus der De
10 2014 006 194 A1 eine erste Verstellvorrichtung ähnlicher Art bekannt, bei der eine Höhenverstellung
durch die Betätigung eines Bedienelementes, welches ein verformbares Federverriegelungselement
aus einer Blockierform in eine Freigabeform und umgekehrt verstellt. Bei dieser Lösung
fixiert in einer Blockierform das Federverriegelungselement den Schlitten an einer
Rastschiene und in einer Freigabeform gibt das Federverriegelungselement den Schlitten
gegenüber der Rastschiene frei, so dass dieser gegenüber der Rastschiene verschiebbar
ist.
[0006] Das Bedienelement dieser Verstellvorrichtung ist außenseitig auf der Rückwand des
Rucksacks oder Schulranzens, dabei dem Rücken des Trägers zugewandt, angeordnet. Die
Bedienung kann beispielsweise mittels eines Geldstücks erfolgen und die Verstellvorrichtung
aus einer Freigabelage in eine Blockierlage und zurück verstellen.
[0007] Jedoch kann die Verstellung ausschließlich in einer Lage erfolgen, in der sich der
Rucksack oder Schulranzen nicht auf dem Rücken eines Trägers befindet, da der Zugang
zum Bedienelement, welches sich an oder auf der Verstellvorrichtung befindet, in dieser
Trageposition vom Rücken des Trägers verdeckt würde. In der Praxis bedeutet dies,
dass zur Höhenverstellung der Rucksack oder Schulranzen vom Rücken abgenommen werden
muss, anschließend eine Höhenverstellung durchgeführt werden kann und nach der Fixierung
in der nun eingestellten Lage der Rucksack wieder auf den Rücken des Trägers aufgesetzt
werden muss.
[0008] Ist beispielsweise nach dem erneuten Aufsetzen nach der Verstellung die gewünschte
Lage noch nicht erreicht, so muss dieser Vorgang erneut durchgeführt werden.
[0009] Dies ist zum einen zeitaufwändig und zum anderen wird es häufig vom Verbraucher als
unerwünscht angesehen.
[0010] Aufgrund des Eingangs genannten Standes der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, einen Rucksack oder Schulranzen der eingangs genannten Art zu
schaffen, bei dem eine Höhenverstellung durch Betätigung der Verstelleinrichtung auch
während der Trageposition auf dem Rücken eines Trägers ermöglicht ist, die dabei kostengünstig
und einfach herstellbar ist und eine hohe Lebensdauer aufweist und ohne Zuhilfenahme
von Werkzeug oder anderen Hilfsmitteln eine Verstellung auch durch den Träger ermöglicht.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass das Sperrelement durch
eine Zahnstange gebildet ist, die etwa mittig innerhalb des Gehäuses zwischen zwei
längsverlaufenden Führungsstegen angeordnet ist, die ein außerhalb des Gehäuses angeordnetes
und dort zugreifliches Betätigungselement aufweist, mittels dessen die Zahnstange
zwischen einer ersten Sperrlage, in der an der Zahnstange ausgebildete Zähne in am
Schlitten ausgebildete Ausnehmungen eingreifen und den Schlitten in dieser Lage sperren,
und einer zweiten Freigabelage, in der die Zähne nicht in die Ausnehmungen eingreifen,
und zurück in die Sperrlage durch Verdrehen verstellbar ist, sodass eine Verstellung
des Schlittens entlang des Gehäuses ermöglicht ist, wobei hierbei eine Höhenverstellung
der Schultergurte gegenüber der auf dem Rückenteil des Rucksacks oder Schulranzens
angeordneten Verstellvorrichtung auch in der Benutzungslage auf dem Rücken eines Trägers
ermöglicht ist.
[0012] Ein Rucksack oder Schulranzen mit einer derartigen erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung
kann auch im Tragezustand, das heißt, während sich der Rucksack oder Schulranzen auf
dem Rücken eines Trägers befindet, auf schnelle und einfache Art und Weise in seiner
Höhe verstellt werden. Hierzu umgreift der Träger lediglich seinen eigenen Körper
in Richtung des Rucksacks oder Schulranzens, um das oberhalb oder unterhalb der mit
den Schultergurten verbundenen Trägerplatte angeordnete Bedienelement zu ertasten
und zu greifen. Sobald der Träger das Bedienelement mit den Fingern ertastet hat,
kann er dies händisch aus der Sperrlage in die Freigabelage auf einfache Art und Weise
verschwenken. Nun ist der Schlitten mitsamt der sich an den Schultergurten befindlichen
Trägerplatte verschiebbar, um die Position des Rucksacks auf dem Rücken des Trägers
wunschgemäß in eine gewünschte Höhe zu verschieben. Nach Erreichen der gewünschten
Höhe wird das Bedienelement durch den Träger händisch wieder in seine Sperrlage verschwenkt,
so dass diese Lage dauerhaft eingehalten werden kann.
[0013] Um die Verstellung wunschgemäß zu ermöglichen, werden durch Betätigung des Bedienelementes
Zähne einer Zahnstange, die in der Sperrlage in Eingriff sind in am Schlitten ausgebildeten
Ausnehmungen, freigegeben, so dass der Schlitten mitsamt der Trägerplatte, welche
an den Schultergurten angeordnet ist, so dass der Schlitten beliebig innerhalb des
Gehäuses und die Trägerplatte mit den daran befestigten Schultergurten außen entlang
des Gehäusedeckels verschiebbar ist.
[0014] Nach Erreichen der gewünschten Lage wird durch Betätigung des Bedienelementes die
Zahnstange mitsamt der Zähne wieder in eine Lage verdreht, in der sich die Zähne der
Zahnstange in den am Schlitten ausgebildeten Ausnehmungen befinden, also in diese
eingreifen, und den Schlitten und die Trägerplatte mit den daran befestigten Schultergurten
in dieser Lage sperren.
[0015] Durch die erfindungsgemäße Verstellvorrichtung ist somit auch im Tragezustand, also
in dem Zustand, in dem sich der Rucksack oder Schulranzen auf dem Rücken des Trägers
befindet, eine Höhenverstellung jederzeit auf besonders einfache und komfortable Art
und Weise ermöglicht, ohne den Rucksack oder Schulranzen von den Schultern abnehmen
zu müssen.
[0016] Zudem stellt eine derartige durch eine Zahnstange mit Zähnen, die in den Schlitten
eingreifen gebildete Lösung eine besonders kostengünstige und einfach herstellbare
und dabei besonders robuste und langlebige Lösung dar.
[0017] Insbesondere kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Zahnstange zylindrische
Form aufweist und mehrere Zähne etwa senkrecht abragend an der Zahnstange angeordnet
sind, wobei der jeweilige Abstand zweier benachbarter Zähne und der am Schlitten ausgebildeten
Ausnehmungen gleichgroß ist.
[0018] Durch die zylindrische Ausgestaltung der Zahnstange ist insbesondere eine drehbare
Aufnahme an Gehäuseteilen, wie beispielsweise dem Gehäuseunterteil, besonders einfach
realisierbar und ermöglicht dabei eine hohe Anzahl an Verstellvorgängen ohne Verschleiß
zu nehmen.
[0019] Zudem kann durch den Abstand der Zähne und der entsprechenden Ausnehmungen am Schlitten,
insbesondere bei geringem Abstand von benachbarten Zähnen und entsprechenden Ausnehmungen,
eine nahezu stufenlose Höhenverstellung erfolgen.
[0020] Weiter kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass das Betätigungselement am ersten
Ende oder am zweiten Ende oder am ersten und am zweiten Ende der Zahnstange angeordnet
ist.
[0021] Hiermit wird dem Wunsch des Trägers beziehungsweise Benutzers nachgekommen, entweder
ein Betätigungselement oberhalb der Verstellvorrichtung oder unterhalb der Verstellvorrichtung
anzuordnen, um dort zugreiflich zu sein. In einer besonders für den Träger komfortablen
Lösung können auch sowohl am ersten Ende der Zahnstange als auch am zweiten Ende der
Zahnstange jeweils ein Betätigungselement angeordnet sein.
[0022] Darüber hinaus kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Zahnstange oder
das Betätigungselement gegen die Kraft einer Feder in der Arretierlage gehalten ist.
[0023] Hierdurch ist es jederzeit sichergestellt, dass bei Nichtbetätigung des Bedienelementes
die Zahnstange mitsamt der Zähne in der Arretierlage verbleibt und eine ungewünschte
Höhenverstellung verhindert. Lediglich wenn der Bediener die Verstellvorrichtung betätigen
möchte, wird gegen die Kraft der Feder durch Betätigen des Bedienelementes die Zahnstange
in eine Lage verbracht, in der sich ihre Zähne nicht mehr in Eingriff mit den Ausnehmungen
des Schlittens befinden, um die Höhe des Schlittens mitsamt der Trägerplatte zu verstellen.
Sobald der Bediener das Betätigungselement nicht mehr mit seinen Händen oder Fingern
bedient, schwenkt dieses selbsttätig durch die Kraft der Feder in die Sperrlage zurück.
[0024] Auch kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass das Betätigungselement orthogonal
zur Verstellrichtung des Schlittens, der Trägerplatte und der Zahnstange angeordnet
ist.
[0025] Durch eine orthogonal abragende Positionierung des Bedienelementes kann dieses auf
besonders einfache Art und Weise vom Träger auch in dem Zustand, in dem sich der Rucksack
oder Schulranzen auf seinem Rücken befindet, durch Tasten erkannt und gegriffen werden.
[0026] Zudem kann bevorzugt vorgesehen sein, dass der Gehäusedeckel lösbar, beispielsweise
mittels Verclipsen oder Verhaken, mit einer an oder in der Rückwand des Ranzens oder
Rucksacks angeordneten Riegelplatte oder dem Gehäuseunterteil oder mit der Riegelplatte
und dem Gehäuseunterteil verbindbar oder verbunden ist.
[0027] Auch hierdurch ist eine zum einen werkzeuglose Befestigung der Einzelteile der Verstellvorrichtung
auf zudem besonders schnelle und einfache und dabei intuitive Art und Weise ermöglicht.
Lediglich die Riegelplatte, die an oder in der Rückwand des Ranzens oder Rucksacks
angeordnet und dort befestigt ist, muss gegebenenfalls noch mit der Rückwand vernäht
und somit befestigt werden.
[0028] Dabei kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Riegelplatte innerhalb des
Ranzens oder Rucksacks an dessen Rückwand unlösbar angeordnet ist.
[0029] Je nach Wunsch des Herstellers derartiger Rucksäcke oder Schulranzen kann die Riegelplatte
dabei lösbar oder unlösbar an der Rückwand befestigt beziehungsweise angeordnet sein.
[0030] Darüber hinaus kann bevorzugt vorgesehen sein, dass jede Trägerplatte mit den Schultergurten
unlösbar verbunden ist, insbesondere vernäht, verschraubt, vernietet oder verklebt
ist.
[0031] Auch die Trägerplatte kann je nach Wunsch des Herstellers des Rucksacks oder Schulranzens
unlösbar mit den Schultergurten im Bereich der aufeinandertreffenden Schultergurte
verbunden sein. In im Stand der Technik bekannten Lösungen erfolgt diese unlösbare
Verbindung üblicherweise durch Vernähen. Alternativ können auch eine Verschraubung,
Vernietung oder Verklebung in Frage kommen.
[0032] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren dargestellt und im Folgenden
näher beschrieben.
[0033] Es zeigt:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Verstellvorrichtung 1 in Explosionsdarstellung
- Figur 2
- eine weitere erfindungsgemäße Verstellvorrichtung 1 in einer Rückansicht in Freigabelage
- Figur 3
- desgleichen aus Figur 2 in der Sperrlage
- Figur 4
- einen erfindungsgemäßen Schulranzen 13 mit Verstellvorrichtung 1 schräg von hinten
gesehen
[0034] In den Figuren ist eine Verstellvorrichtung 1 gezeigt, die an einem Schulranzen 13
oder einem nicht in den Figuren dargestelltem Rucksack mit Schultergurten 14 an dessen
Außenseite der Rückwand befestigbar (Figur 1 bis 3) beziehungsweise befestigt (Figur
4) ist.
[0035] Die verstellbare Vorrichtung 1 weist dabei ein Gehäuse mit im Wesentlichen rechteckiger
Grundform auf. Das Gehäuse besteht aus einem Gehäuseunterteil 2 und einem Gehäusedeckel
3. Das Gehäuseunterteil 2 weist ins Gehäuseinnere ragende, längs verlaufende Führungsstege
4 auf. Diese Führungsstege 4 bilden eine Schiene, entlang derer ein Schlitten 5 verschiebbar
und in der gewünschten Lage arretierbar ist. Der Schlitten 5 ist mittels einer Trägerplatte
6 mit den Schultergurten 14 verbunden beziehungsweise, wie in Figur 4 ersichtlich,
verbindbar.
[0036] Eine Verschiebung des Schlittens 5 mitsamt der Trägerplatte 6 und dem daran befestigten
Schultergurten 14 des Schulranzens 13 bewirkt somit eine Höhenverstellung der Schultergurte
14 gegenüber dem Schulranzen 13 beziehungsweise insbesondere gegenüber dessen Rückwand.
Dies dient dazu, entsprechend der Größe eines Trägers des Schulranzens 13 diesen in
der Höhe anzupassen, so dass eine komfortable und ergonomische Höhe auch bei einem
Tragen eines derartigen Schulranzens 13 über einen längeren Zeitraum ermöglicht ist.
[0037] Dabei erfolgt die Arretierung durch ein Sperrelement, welches aus einer Sperrlage
in eine Freigabelage und umgekehrt verstellbar ist. Hierdurch ist es ermöglicht, den
hinsichtlich der Höhe verstellten Schulranzen 13 beziehungsweise die Schultergurte
14 in der eingestellten Lage zu arretieren, um ein ungewünschtes weiteres Verstellen
zu verhindern. Bei der Verstellung erfolgt grundsätzlich eine gemeinsame Verstellung
des Schlittens 5 mitsamt der Trägerplatte 6, wobei die Trägerplatte 6 außerhalb des
Gehäuses der Verstellvorrichtung 1 angeordnet ist und der Schlitten 5 innerhalb des
Gehäuses der Verstellvorrichtung 1 angeordnet ist.
[0038] Wie aus den Figuren ersichtlich, erfolgt die Verstellung entlang im Gehäuse Deckel
3 ausgebildeter schlitzartiger Ausnehmungen 7.
[0039] Erfindungsgemäß ist das Sperrelement durch eine Zahnstange 8 gebildet, die etwa mittig
innerhalb des Gehäuses zwischen zwei längs verlaufenden Führungsstegen 4 angeordnet
ist. Die Zahnstange 8 ist mittels eines außerhalb des Gehäuses angeordneten und dort
zugreiflichen Betätigungselementes 9 verstellbar. Die Verstellung erfolgt dabei zwischen
einer ersten Sperrlage, in der die an der Zahnstange 8 ausgebildeten Zähne 10 in am
Schlitten 5 ausgebildete Ausnehmungen eingreifen und den Schlitten 5 in dieser Lage
sperren, und einer zweiten Freigabelage, in der die Zähne 10 der Zahnstange 8 nicht
in die Ausnehmungen 11 eingreifen.
[0040] Die Verstellung analog zurück ist ebenso auf einfache Art und Weise ermöglicht. Zur
Verstellung muss der Träger des Schulranzens 13 oder des Rucksacks lediglich das Betätigungselement
9 händisch greifen und geringfügig verdrehen, um die Zahnstange 8 zwischen der Sperrlage
und der Freigabelage zu verschwenken.
[0041] In der händisch eingestellten Freigabelage ist eine Verstellung des Schlittens 5
mitsamt der Trägerplatte 6 und gegebenenfalls der an der Trägerplatte 6 befestigten
Schultergurte 14 auf einfache Art und Weise ermöglicht. Zur Arretierung in der einmal
eingestellten Lage muss der Träger lediglich händisch die Zahnstange 8 durch Verdrehen
des Betätigungselementes 9 wieder zurück in die Sperrlage verstellen, so dass in dieser
Lage die einmal eingestellte Höhe jederzeit beibehalten wird und ein ungewünschtes
Höhenverstellen wirksam verhindert ist.
[0042] Die Höhenverstellung der Schultergurte 14 gegenüber der auf dem Rückenteil des Schulranzens
13 angeordneten Verstellvorrichtung 1 ist durch ein derart erfindungsgemäßes Betätigungselement
9, welches eine erfindungsgemäße Zahnstange 8 verstellt, auch in einer Lage ermöglicht,
in der sich der Schulranzen 13 beziehungsweise der Rucksack auf dem Rücken des Trägers
befindet. Es muss somit nicht der Schulranzen 13 oder der Rucksack vom Rücken abgenommen
werden, um ihn hinsichtlich der Höhe der Schultergurte 14 zu verstellen.
[0043] Wie insbesondere aus Figur 1 ersichtlich, weist die Zahnstange 8 zylindrische Formen
auf, wobei mehrere Zähne 10 etwa senkrecht abragend an der Zahnstange 8 angeordnet
sind. Dabei ist der jeweilige Abstand zweier benachbarter, also aufeinander folgender
Zähne 10 und der am Schlitten 5 ausgebildeten Ausnehmungen 11 gleich groß. Die Größe
der Zähne 10 entspricht dabei der Größe der Ausnehmungen 11, so dass die Zähne 10
dazu geeignet sind, in die Ausnehmungen 11 einzugreifen und dort etwa formschlüssig
angeordnet zu sein.
[0044] Bei dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Betätigungselement 9
am oberen Ende der Zahnstange 8 angeordnet. Alternativ und in den Figuren nicht gezeigt,
kann das Betätigungselement 9 auch am unteren, also dem oberen Ende gegenüberliegenden
Ende der Zahnstange 8 angeordnet sein oder sowohl am ersten als auch am zweiten Ende
der Zahnstange 8 angeordnet sein. Hierdurch ist je nach Körpergröße des Trägers eine
Zugreiflichkeit des Betätigungselementes 9 jederzeit gewährleistet.
[0045] Im Ausführungsbeispiel ist die Zahnstange 8 und somit das an der Zahnstange 8 befestigte
Betätigungselement 9 gegen die Kraft einer Feder in der Sperrlage beziehungsweise
Arretierlage gehalten. Hierdurch ist es sichergestellt, dass nach erfolgter Verstellung
die Zahnstange 8 und insbesondere deren Zähne 10 wieder in die Sperrlage verschwenken
und dort dauerhaft verbleiben. Somit ist ein versehentliches beziehungsweise ungewolltes
Verstellen der einmal eingestellten Lage wirksam verhindert.
[0046] Das Betätigungselement 9 ist orthogonal abragend von der Zahnstange 8 angeordnet.
[0047] Der Gehäusedeckel 3 ist im Ausführungsbeispiel lösbar mittels Verclipsen mit zwei
an der Rückwand des Schulranzens 13 angeordneten und dort befestigten Riegelplatten
12 verbunden beziehungsweise verbindbar. Dabei sind die Riegelplatte 12 beziehungsweise
die Riegelplatten 12 unlösbar an der Rückwand des Schulranzens 13 befestigt und gegebenenfalls
dort mit Bezugsstoff verdeckt.
[0048] In an sich bekannter Art und Weise ist jede Trägerplatte 6 mit den Schultergurten
14 unlösbar verbunden, diese Verbindung erfolgt in der Regel durch Vernähen, Verschrauben
oder Vernieten. Auch eine Verklebung ist hier möglich.
[0049] Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen
der Offenbarung vielfach variabel.
[0050] Alle neuen in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale
werden als erfindungswesentlich angesehen.
Bezugszeichenliste:
[0051]
- 1
- Verstellvorrichtung
- 2
- Gehäuseunterteil
- 3
- Gehäusedeckel
- 4
- Führungssteg
- 5
- Schlitten
- 6
- Trägerplatte
- 7
- schlitzartige Ausnehmungen an 3
- 8
- Zahnstange
- 9
- Betätigungselement an 8
- 10
- Zähne
- 11
- Ausnehmungen an 5
- 12
- Riegelplatte
- 13
- Schulranzen
- 14
- Schultergurte von 13
1. Rucksack oder Schulranzen (13) mit Schultergurten (14), die mittels einer Verstellvorrichtung
(1) an der Außenseite einer Rückwand des Rucksacks oder Schulranzens (13) befestigbar
oder befestigt sind, wobei die Verstellvorrichtung (1) ein Gehäuse mit im wesentlichen
rechteckiger Grundform mit einem Gehäuseunterteil (2) und einem Gehäusedeckel (3)
aufweist, wobei deren Gehäuseunterteil (2) ins Gehäuseinnere ragende, längsverlaufende
Führungsstege (4) aufweist, die eine Schiene bilden, entlang derer ein Schlitten (5)
verschiebbar und arretierbar ist, der mittelbar mittels einer Trägerplatte (6) mit
den Schultergurten (14) verbunden ist und diese verschieblich in unterschiedlichen
Stellungen mitsamt des Schlittens (5) entlang der Schiene zwischen zwei Endlagen verstellt
beziehungsweise und an Teilen des Gehäuses arretiert, wobei die Verstellung und/oder
Arretierung durch ein Sperrelement, welches aus einer Sperrlage in eine Freigabelage
und umgekehrt verstellbar ist, ermöglicht ist, wobei in der Freigabelage der Schlitten
(5) innerhalb des Gehäuses und die Trägerplatte (6) außerhalb des Gehäusedeckels (3)
verstellbar ist, wobei die Verstellung entlang im Gehäusedeckel (3) ausgebildeter
schlitzartiger Ausnehmungen (7) erfolgt, wobei die Verstellvorrichtung (1) mitsamt
des Schlittens (5), der Trägerplatte (6) und des Sperrelements außenseitig auf der
Rückwand des Rucksacks oder Schulranzens (13) sowohl angeordnet ist als auch von außerhalb
des Rucksacks oder Schulranzens (13) betätigbar oder betätigt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement durch eine Zahnstange (8) gebildet ist, die etwa mittig innerhalb
des Gehäuses zwischen zwei längsverlaufenden Führungsstegen (4) angeordnet ist, die
ein außerhalb des Gehäuses angeordnetes und dort zugreifliches Betätigungselement
(9) aufweist, mittels dessen die Zahnstange (8) zwischen einer ersten Sperrlage, in
der an der Zahnstange (8) ausgebildete Zähne (10) in am Schlitten (5) ausgebildete
Ausnehmungen (11) eingreifen und den Schlitten (5) in dieser Lage sperren, und einer
zweiten Freigabelage, in der die Zähne (10) nicht in die Ausnehmungen (11) eingreifen,
und zurück in die Sperrlage durch Verdrehen verstellbar ist, sodass eine Verstellung
des Schlittens (5) entlang des Gehäuses ermöglicht ist, wobei hierbei eine Höhenverstellung
der Schultergurte (14) gegenüber der auf dem Rückenteil des Rucksacks oder Schulranzens
(13) angeordneten Verstellvorrichtung (1) auch in der Benutzungslage auf dem Rücken
eines Trägers ermöglicht ist.
2. Rucksack oder Schulranzen (13) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstange (8) zylindrische Form aufweist und mehrere Zähne (10) etwa senkrecht
abragend an der Zahnstange (8) angeordnet sind, wobei der jeweilige Abstand zweier
benachbarter Zähne (10) und der am Schlitten (5) ausgebildeten Ausnehmungen (11) gleichgroß
ist.
3. Rucksack oder Schulranzen (13) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (9) am ersten Ende oder am zweiten Ende oder am ersten und
am zweiten Ende der Zahnstange (8) angeordnet ist.
4. Rucksack oder Schulranzen (13) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstange (8) oder das Betätigungselement (9) gegen die Kraft einer Feder in
der Arretierlage gehalten ist.
5. Rucksack oder Schulranzen (13) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (9) orthogonal zur Verstellrichtung des Schlittens (5), der
Trägerplatte (6) und der Zahnstange (8) angeordnet ist.
6. Rucksack oder Schulranzen 13) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusedeckel (3) lösbar, beispielsweise mittels Verclipsen oder Verhaken, mit
einer an der Rückwand des Schulranzens (13) oder Rucksacks angeordneten Riegelplatte
(12) oder dem Gehäuseunterteil (2) oder mit der Riegelplatte (12) und dem Gehäuseunterteil
(2) verbindbar oder verbunden ist.
7. Rucksack oder Schulranzen(13) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelplatte (12) innerhalb des Schulranzens (13) oder Rucksacks an dessen Rückwand
unlösbar angeordnet ist.
8. Rucksack oder Schulranzen (13) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jede Trägerplatte (6) mit den Schultergurten (14) unlösbar verbunden ist, insbesondere
vernäht, verschraubt, vernietet oder verklebt ist.