[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Tragwerk einer Fahrtreppe oder eines Fahrsteigs.
[0002] Eine Fahrtreppe oder ein Fahrsteig ist eine Personentransportanlage mit beweglichen
Oberflächensegmenten, die zu einer endlosen Kette verbunden sind und von einem Antrieb
entlang einer Führung umlaufend bewegt werden können, um Personen zu transportieren.
Die Oberflächensegmente sind zumindest auf einer Oberseite der Personentransportanlage
nahezu lückenlos hintereinander angeordnet. Die Personentransportanlage weist zwei
Endbereiche und einen Mittenbereich auf. Zumindest an den Endbereichen ist die Personentransportanlage
mit einem Bauwerk verbunden. An den Endbereichen erscheinen und verschwinden die Oberflächensegmente
unter einer Kammplatte und einer daran anschließenden Bodenabdeckung. Die Endbereiche
sind in der Regel horizontal ausgerichtet.
[0003] Bei der Fahrtreppe sind die Endbereiche auf unterschiedlichen Ebenen des Bauwerks
angeordnet. Bei der Fahrtreppe verläuft der Mittenbereich unter einem Winkel schräg
zur Horizontalen und verbindet die Ebenen. Im Mittenbereich bilden die Oberflächensegmente
der Fahrtreppe Stufen aus. Die Fahrtreppe kann als Rolltreppe bezeichnet werden.
[0004] Bei dem Fahrsteig können die Endbereiche höhengleich oder auf unterschiedlichen Ebenen
angeordnet sein. Dementsprechend kann der Mittenteil des Fahrsteigs horizontal oder
gegenüber der Horizontalen schräg ausgerichtet sein. Der Mittenbereich des Fahrsteigs
in der Regel weniger steil als der Mittenbereich der Fahrtreppe. Bei dem Fahrsteig
bilden die Oberflächensegmente keine Stufen aus.
[0005] Sowohl die Fahrtreppe als auch der Fahrsteig weisen ein Tragwerk auf. Das Tragwerk
kann als Fachwerk ausgeführt sein. Die einzelnen Komponenten der Personentransportanlage,
wie die Führung, der Antrieb, Balustraden, Handläufe und Verkleidungen werden mit
dem Tragwerk verbunden. Das Tragwerk wird in der Regel vorgefertigt und in das Bauwerk
eingehoben. Wenn die Endbereiche des Tragwerks mit dem Bauwerk verbunden sind, werden
weitere Komponenten montiert und die Personentransportanlage betriebsbereit fertiggestellt.
Insbesondere werden oft Balustraden erst montiert, nachdem das Tragwerk im Bauwerk
verankert wurde.
[0006] Zum Montieren der Komponenten müssen Monteure das Tragwerk betreten. Da der Mittenbereich
der Personentransportanlage oft frei durch die Luft verläuft, benötigen die Monteure
eine Absturzsicherung. Die Monteure können sich beispielsweise mit großen Haken oder
Karabinern direkt im Tragwerk oder an Strukturen in dem Bauwerk sichern. Alternativ
oder ergänzend können temporäre Wartungsgeländer am Tragwerk mit speziellen Klemmvorrichtungen
festgeklemmt werden. Die Monteure können die temporären Wartungsgeländer auch zum
Einhängen ihrer persönlichen Schutzausrüstung verwenden. Die persönliche Schutzausrüstung
umfasst üblicherweise ein am Körper getragenes Gurtzeug und ein daran befestigtes,
längeres Seilstück, dessen Ende beispielsweise mit einem Karabinerhaken sicher, schnell
und einfach an geeigneter Stelle eingehängt werden kann. Die temporäre Wartungsgeländer
können nach und nach entfernt werden, wenn die Balustraden montiert werden.
[0007] Ein Sichern der persönlichen Schutzausrüstung an nicht speziell hierfür vorgesehenen
Strukturen in dem Bauwerk oder an nicht speziell hierfür vorgesehenen Strukturen an
dem Tragwerk kann einerseits aufwändig sein und kann andererseits ein Risiko einer
nicht situationsgerechten Absturzsicherung mit sich bringen. Ein Anbringen und anschließendes
Entfernen temporärer Wartungsgeländer kann zusätzlichen Aufwand erfordern. Da die
temporären Wartungsgeländer beim Montieren beziehungsweise Demontieren lose Teile
sind, können sie fallen gelassen werden. Die Teile des temporären Wartungsgeländers
können beim Fallenlassen beträchtliche Schäden verursachen. Zusätzlich werden für
unterschiedliche Typen von Tragwerken Klemmvorrichtungen mit unterschiedlichen Klemmquerschnitten
beziehungsweise Klemmflächen benötigt, um einen flächigen Kontakt zum jeweiligen Tragwerk
sicherzustellen.
[0008] WO 2019/185573 A1 beschreibt eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen eines temporären Wartungsgeländers
an einem Tragwerk einer Personentransportanlage.
[0009] EP 1 108 675 B1 beschreibt eine Arbeitsmethode und ein Schutzsystem für Montagepersonal, das an einer
Personenförderanlage arbeitet.
[0010] Es kann unter anderem ein Bedarf an einem verbesserten Arbeitsschutz bei der Arbeit
an einer Fahrtreppe oder an einem Fahrsteig bestehen. Insbesondere kann ein Bedarf
an einem Arbeitsschutz bestehen, mithilfe dessen eine Sicherheit insbesondere für
Monteure während einer Installation in einer konstruktiv einfach zu realisierenden
Weise, kostengünstig und/oder zuverlässig verbessert werden kann.
[0011] Einem solchen Bedarf kann dadurch entsprochen werden, dass gemäß einem Aspekt der
Erfindung ein Tragwerk einer Fahrtreppe oder eines Fahrsteigs vorgeschlagen wird,
wobei an einem Mittenbereich des Tragwerks zumindest zwei, maximal um einen Sicherungsabstand
voneinander beabstandete, fest mit dem Tragwerk verbundene Anschlagvorrichtungen für
eine persönliche Schutzausrüstung angeordnet sind. Anschlagvorrichtungen, auch als
Anschlagpunkte bezeichnet, sind hierbei speziell geschaffene Stellen, an denen die
persönliche Schutzausrüstung sicher, schnell und einfach eingehängt werden kann. Die
Anschlagvorrichtungen weisen üblicherweise eine Struktur auf, an der eine Öse ausgebildet
ist, so dass die persönliche Schutzausrüstung schnell und sicher daran befestigt,
aber auch wieder rasch gelöst werden kann.
[0012] Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert und in
der Beschreibung beschrieben.
[0013] Ein Tragwerk kann ein Strukturbauteil einer Personentransportanlage in Form einer
Fahrtreppe oder eines Fahrsteigs sein. Das Tragwerk kann ein Fachwerkträger sein.
Das Tragwerk kann als Tragwerkbestandteile Obergurte, Untergurte, Streben, Steher
und Querstreben aufweisen. Die Obergurte und Untergurte können im Wesentlichen parallel
zueinander angeordnet sein und in einer Haupterstreckungsrichtung des Tragwerks verlaufen.
Die Obergurte und Untergurte können durch diagonal zu den Obergurten und Untergurten
ausgerichtete Streben und/oder quer zu den Obergurten und Untergurten ausgerichtete
Steher miteinander verbunden sein. Obergurte, Untergurte, Streben, Steher und Querstreben
können Metallprofile sein. Insbesondere können die Obergurte, Untergurte, Streben,
Steher und Querstreben L-Profile aus Metall sein. Die Obergurte, Untergurte, Streben,
Steher und Querstreben können über Knotenbleche miteinander verbunden sein. Beispielsweise
können die Obergurte, Untergurte, Streben, Steher und Querstreben verschweißt, verschraubt,
verstiftet und/oder vernietet sein.
[0014] Ein Mittenbereich des Tragwerks kann zwischen zwei Endbereichen des Tragwerks angeordnet
sein. Der Mittenbereich ist bei einer Fahrtreppe in einer Einbaulage des Tragwerks
schräg zur Horizontalen ausgerichtet. Bei einem Fahrsteig kann der Mittenbereich horizontal
verlaufen oder schräg nach oben oder unten verlaufen. Die Endbereiche können sowohl
bei einer Fahrtreppe als auch bei einem Fahrsteig im Allgemeinen horizontal ausgerichtet
sein. Das Tragwerk kann an den Endbereichen Verbindungsstellen zu einem Bauwerk aufweisen.
Ebenso können an den Endbereichen Hebestellen zum Anheben des Tragwerks angeordnet
sein.
[0015] Eine Anschlagvorrichtung für persönliche Schutzausrüstung ist gemäß geltenden Normen
und Vorschriften speziell für diesen Einsatzzweck dimensioniert. Die Anschlagvorrichtung
kann beispielsweise der Europäischen Norm EN 365 und/oder EN 795 entsprechen. Die
Anschlagvorrichtung für persönliche Schutzausrüstung ist eine extra dazu ausgelegte
Fixvorrichtung, die speziell zum Zweck der Absturzsicherung mittels persönlicher Schutzausrüstung
am Tragwerk vorgesehen ist. Die Anschlagvorrichtung für persönliche Schutzausrüstung
ist keine Montagestelle für Komponenten der Fahrtreppe beziehungsweise des Fahrsteigs.
Sie dient auch nicht zum Ansetzen von Hebezeugen, wie beispielsweise die vorangehend
beschriebenen Hebestellen. Die Anschlagvorrichtung ist so dimensioniert, dass sie
die auftretenden Kräfte eines Normsturzes ohne Beschädigung aufnehmen und in das Tragwerk
ableiten kann. Beispielsweise kann die Anschlagvorrichtung für eine Belastung mit
16 Kilonewton ausgelegt sein. Die Anschlagvorrichtung kann auch für größere Kräfte
dimensioniert sein. Die hier vorgestellten Anschlagvorrichtungen verbleiben auch nach
der Montage der Komponenten der Personentransportanlage am Tragwerk.
[0016] Die Anschlagvorrichtung weist eine Öse auf. Die Öse kann ein Durchbruch, eine Öffnung
oder ein Loch sein, in das zumindest ein Verbindungsmittel der persönlichen Schutzausrüstung
eingehängt werden kann. Die Öse kann auch so groß dimensioniert sein, dass zwei Verbindungsmittel
von unterschiedlichen Personen gleichzeitig eingehängt werden können. Die Öse kann
regelmäßig oder unregelmäßig geformt sein.
[0017] Die Anschlagvorrichtung kann durch eine Signalfarbe beziehungsweise Kontrastfarbe
zu einer Grundfarbe des Tragwerks farblich hervorgehoben sein, damit sie durch das
zu sichernde Montagepersonal rasch und unzweifelhaft identifiziert werden kann. Das
Einhängen an einer ungeeigneten Stelle des Tragwerks kann so vermieden werden. Durch
die fest am Tragwerk vorgehaltenen Anschlagvorrichtungen kann sich ein Monteur beim
Betreten des Tragwerks sofort gegen Absturz sichern, ohne zuerst eine dafür geeignete
Stelle am Tragwerk oder Bauwerk zu suchen oder zuerst ein temporäres Wartungsgeländer
zu errichten.
[0018] Wie bereits angedeutet, weist die persönliche Schutzausrüstung, kurz PSA, beispielsweise
einen Auffanggurt (Gurtzeug) und ein Höhensicherungsgerät mit zwei separaten Verbindungsmitteln
und zumindest ein energieabsorbierendes Element auf. Die Verbindungsmittel können
beispielsweise ein- und ausziehbar sein. Das energieabsorbierende Element kann die
kinetische Energie eines fallenden Körpers teilweise absorbieren und so Verletzungen
verhindern.
[0019] Ein Sicherungsabstand zwischen zwei benachbarten Anschlagvorrichtungen kann durch
die geltenden Normen und Vorschriften vorgegeben sein. Der Sicherungsabstand sollte
im Allgemeinen kleiner als eine durchschnittliche Armspanne eines durchschnittlichen
Menschen sein. Der Sicherungsabstand kann beispielsweise in einem Bereich von 0,5m
bis 3m, vorzugsweise 1m bis 2m, liegen und kann z.B. 1,2 Meter betragen. Durch die
Anordnung von um maximal den Sicherungsabstand voneinander beabstandeten Anschlagvorrichtungen
kann jeder Monteur immer zumindest zwei Anschlagvorrichtungen gleichzeitig erreichen.
Die Anschlagvorrichtungen können entlang der gesamten Länge des Tragwerks, insbesondere
entlang der gesamten Länge des Mittenbereichs des Tragwerks in vorzugsweise gleichmäßigen
Abständen angeordnet sein.
[0020] Die Anschlagvorrichtungen können auf gegenüberliegenden Seiten des Tragwerks angeordnet
sein. Die Anschlagvorrichtungen können gleichmäßig rechts und links des Tragwerks
verteilt angeordnet sein. Der Monteur kann sich so immer in jeweils einer rechten
Anschlagvorrichtung und einer linken Anschlagvorrichtung einhängen. Wenn der Monteur
dann abstürzen sollte, wird sein Sturz immer von dem weiter entfernt eingehängten
Verbindungsmittel gehalten. So kann eine Sturzhöhe reduziert werden.
[0021] Dadurch wird auch eine zu absorbierende Sturzenergie beziehungsweise kinetische Energie
reduziert. Weiterhin wird die Gefahr eines Bodensturzes beziehungsweise Aufpralls
am Boden reduziert.
[0022] An zumindest einem Endbereich des Tragwerks kann zumindest eine fest mit dem Tragwerk
verbundene, farblich gekennzeichnete Ankervorrichtung für eine Anschlageinrichtung
für die persönliche Schutzausrüstung angeordnet sein. Die Ankervorrichtung kann maximal
um den Sicherungsabstand von einer benachbarten Anschlagvorrichtung beabstandet sein.
Eine Anschlagvorrichtung benötigt durch ihre Ausprägung einer Öse Bauraum. Insbesondere
in den Endbereichen ist der verfügbare Raum begrenzt. Eine Ankervorrichtung kann wesentlich
weniger Bauraum benötigen als eine Anschlagvorrichtung. Wie die Anschlagvorrichtung
ist die Ankervorrichtung gemäß geltenden Normen und Vorschriften dimensioniert. Die
Ankervorrichtung ist eine extra dazu ausgelegte Fixierstelle, die nur zum Zweck der
Absturzsicherung mittels einer Anschlageinrichtung vorgesehen ist. Die Ankervorrichtung
ist keine Montagevorrichtung für Komponenten der Fahrtreppe beziehungsweise des Fahrsteigs.
Die Ankervorrichtung ist so dimensioniert, dass sie die auftretenden Kräfte eines
Normsturzes ohne Beschädigung aufnehmen und in das Tragwerk ableiten kann. Die Ankervorrichtung
kann überdimensioniert sein. Die Ankervorrichtung kann das Tragwerk lokal versteifen.
Im Bereich der Ankervorrichtung kann ein Bauteil des Tragwerkes verstärkt sein. Die
Ankervorrichtung verbleibt auch nach der Montage der Komponenten der Personentransportanlage
am Tragwerk. Der Monteur kann zumindest eine standardisierte Anschlageinrichtung mit
sich führen. Beim Betreten des Endbereichs kann der Monteur die Ankervorrichtung sofort
erkennen und seine mitgeführte Anschlageinrichtung mit der Ankervorrichtung verbinden.
An der Anschlageinrichtung kann der Monteur dann seine persönliche Schutzausrüstung
einhängen, da an dieser beispielsweise eine Öse ausgebildet ist. Somit bilden die
Ankervorrichtung und die Anschlageinrichtung zusammen eine Anschlagvorrichtung.
[0023] In dem Endbereich können zumindest zwei Ankervorrichtungen auf gegenüberliegenden
Seiten des Tragwerks angeordnet sein. Die Ankervorrichtungen können gleichmäßig rechts
und links des Tragwerks verteilt angeordnet sein. Der Monteur kann so immer jeweils
eine Anschlageinrichtung mit einer rechten Ankervorrichtung und einer linken Ankervorrichtung
verbinden. Wenn der Monteur dann abstürzen sollte, wird sein Sturz immer von dem weiter
entfernt eingehängten Verbindungsmittel gehalten. So kann die Sturzhöhe reduziert
werden. Dadurch wird auch die zu absorbierende Sturzenergie reduziert. Weiterhin wird
die Gefahr des Bodensturzes reduziert.
[0024] Die Anschlagvorrichtungen und/oder die Ankervorrichtungen können paarweise gegenüberliegend
angeordnet sein. Durch auf gleicher Höhe paarweise angeordnete Anschlagvorrichtungen
und/oder Ankervorrichtungen kann der Monteur immer zumindest drei Anschlagvorrichtungen
und/oder Ankervorrichtungen erreichen. Wenn zwei Monteure zusammen an der gleichen
Personentransportanlage arbeiten, können sie durch paarweise angeordnete Anschlagvorrichtungen
und/oder Ankervorrichtungen einfach aneinander vorbeiklettern, ohne die persönliche
Schutzausrüstung aushängen zu müssen.
[0025] Die Anschlagvorrichtungen und/oder Ankervorrichtungen können stoffschlüssig mit dem
Tragwerk verbunden sein. Die Anschlagvorrichtungen und/oder Ankervorrichtungen können
mit dem Tragwerk verschweißt sein. Durch verschweißte Anschlagvorrichtungen und/oder
Ankervorrichtungen können die Anschlagvorrichtungen und/oder Ankervorrichtungen nicht
aus Versehen entfernt werden. Alternativ können die Anschlagvorrichtungen und/oder
Ankervorrichtungen auch verlötet oder verklebt sein.
[0026] Die Anschlagvorrichtungen und/oder Ankervorrichtungen können an zumindest einem der
Obergurte des Tragwerks angeordnet sein. Durch eine Anordnung am Obergurt können die
Anschlagvorrichtungen und/oder Ankervorrichtungen für den Monteur gut sichtbar und
leicht erreichbar sein. Wenn der Monteur im Tragwerk steht, kann sich der Obergurt
ungefähr auf Brusthöhe befinden. Die Verbindungsmittel sind lang genug, um auch Arbeiten
am Untergurt zuzulassen. Durch die Anordnung der Anschlagvorrichtungen und/oder Ankervorrichtungen
am Obergurt wird ein Sturz früher aufgefangen und die Sturzhöhe reduziert. Dadurch
wird auch die zu absorbierende Sturzenergie reduziert. Weiterhin wird die Gefahr des
Bodensturzes reduziert.
[0027] Das Tragwerk kann mit den Obergurten und den Untergurten einen Innenraum des Tragwerks
umschließen. Die Anschlagvorrichtungen können zu einem Innenraum des Tragwerks hin
ausgerichtet sein. Die Anschlagvorrichtungen können in Richtung des Innenraums ausgerichtet
sein. Damit sind die Anschlagvorrichtungen aus dem Innenraum heraus gut erreichbar.
Zum Einhängen eines Verbindungsmittels muss nicht auf eine Außenseite des Tragwerks
gegriffen werden.
[0028] Die Anschlagvorrichtungen können aus einem Plattenmaterial geschnitten sein. Die
Anschlagvorrichtungen können je einen Versteifungsbereich zum lokalen Versteifen des
Tragwerks sowie eine Lasche mit einer Öse aufweisen. Ein Plattenmaterial kann ein
dickes Metallblech sein. Das Plattenmaterial kann beispielsweise Stahlblech sein.
Die Anschlagvorrichtungen können beispielsweise aus dem Plattenmaterial gebrannt,
gestanzt, gelasert, wasserstrahlgeschnitten oder gefräst werden. Ein Versteifungsbereich
kann zumindest bereichsweise ein Profil des Tragwerkbestandteils abbilden, an dem
die Anschlagvorrichtung angeordnet ist. Der Versteifungsbereich kann mit dem Tragwerkbestandteil
verschweißt sein. Der Versteifungsbereich kann eine Krafteinleitungsfläche des Tragwerkbestandteils
zum Einleiten der Sturzenergie vergrößern, sodass das Tragwerk bei einem Sturz eines
Monteurs nicht geschädigt wird. Dadurch kann das Tragwerk außerhalb der Anschlagvorrichtungen
geringer dimensioniert werden, da der Versteifungsbereich den Tragwerksbestandteil
an der Krafteinleitungsfläche versteift. Der Versteifungsbereich kann beispielsweise
zwei V-förmig angeordnete Schenkel aufweisen, so dass die Anschlagvorrichtung einem
Schmetterling mit ausgebreiteten Flügeln gleicht. Die Schenkel können die Krafteinleitungsfläche
entlang einer Erstreckungsrichtung des Tragwerkbestandteils vergrößern. Eine Lasche
kann von dem Versteifungsbereich abstehen. Die Lasche kann über den Tragwerksbestandteil
überstehen. Die Lasche kann mittig zwischen den Schenkeln angeordnet sein. Die Lasche
kann zungenförmig ausgeführt sein. Ein Ende der Lasche kann abgerundet sein. Die Öse
kann ein Durchbruch durch die Lasche sein. Die Öse kann beispielsweise kreisförmig
oder oval sein. Ebenso kann die Öse dreieckig mit abgerundeten Ecken sein. Die Öse
kann groß genug dimensioniert sein, um gleichzeitig zwei Verbindungsmittel einhängen
zu können. Die Lasche und/oder die Schenkel können sich bei einem Sturz verbiegen
und so Sturzenergie absorbieren. Dadurch kann der Tragwerksbestandteil vor einer Überlastung
geschützt werden.
[0029] Die Anschlagvorrichtungen können geschnitten und gebogen sein. Die Lasche kann in
einem Winkel zu dem Versteifungsbereich ausgerichtet sein. Der Anschlagvorrichtung
kann insbesondere als Stanzbiegeteil ausgeführt sein. Durch die gebogene Lasche kann
das Verbindungsmittel leicht in die Öse eingehängt werden. Die Lasche kann insbesondere
nach oben gebogen sein. Dadurch kann sich die Lasche bei einem Sturz um einem größeren
Winkelbetrag verbiegen, als wenn die Lasche waagerecht angeordnet wäre. So kann die
Lasche mehr Sturzenergie absorbieren.
[0030] An zumindest einem der in der Einbaulage horizontal ausgerichteten Endbereiche kann
zumindest eine, maximal um den Sicherungsabstand von einer benachbarten Anschlagvorrichtung
beabstandete, fest mit dem Tragwerk verbundene, farblich gekennzeichnete Anschlagvorrichtung
angeordnet sein. Die Endbereiche des Tragwerks können über eine Kante des Bauwerks
hinausragen. Dabei kann bereits an einem Übergang von dem Endbereich zu dem Mittenbereich
Absturzgefahr bestehen. Durch zumindest eine Anschlagvorrichtung im Bereich des Übergangs
kann sich der Monteur bereits am Übergang sichern.
[0031] Die Ankervorrichtung kann ein Gewinde für eine als Schrauböse ausgebildete Anschlageinrichtung
aufweisen. Die Ankervorrichtung kann einen Versteifungsbereich aufweisen, der mit
dem Tragwerksbestandteil verschweißt ist. Der Versteifungsbereich kann ein Sackloch
mit dem Gewinde aufweisen. Dadurch kann eine Schwächung des Tragwerksbestandteils
durch das Gewinde vermieden werden. Eine als Schrauböse ausgestaltete Anschlageinrichtung
kann eine geschmiedete Öse und einen Gewindestift aufweisen. Der Gewindestift kann
temporär mit der Öse drehfest verbunden werden. Dadurch kann die Schrauböse werkzeuglos
in die Ankervorrichtung geschraubt werden. Nach dem Einschrauben kann die drehfeste
Verbindung gelöst werden, sodass die Öse sich unabhängig von dem Gewindestift drehen
kann. Durch die frei drehbare Öse kann sich die Schrauböse nicht von selbst aus dem
Ankervorrichtung herausdrehen. Somit bilden die Ankervorrichtung und die mit ihr verbundene
Schrauböse beziehungsweise Anschlageinrichtung zusammen eine Anschlagvorrichtung.
[0032] Die Ankervorrichtung kann ein Loch für eine als Sperrklinkenanker ausgebildete Anschlageinrichtung
aufweisen. Das Loch kann ein Durchgangsloch sein. Das Loch kann seitlich von dem Tragwerksbestandteil
in einem eigenen Bauteil angeordnet sein. Durch die seitliche Anordnung kann eine
Schwächung des Tragwerksbestandteils durch das Loch vermieden werden. Ein Sperrklinkenanker
kann eine bewegliche Sperrklinke, einen flexiblen Schaft und eine Öse aufweisen. Die
Sperrklinke kann an einem Ende des Schafts angeordnet sein. Die Öse kann an einem
entgegengesetzten Ende des Schafts angeordnet sein. Die Sperrklinke kann in einer
entsperrten Position in das Loch eingeführt werden. Hinter dem Loch kann die Sperrklinke
in eine gesperrte Position bewegt werden. Eine Feder am Schaft kann die Sperrklinke
in der gesperrten Position halten. In der gesperrten Position kann die Sperrklinke
quer zu dem Loch angeordnet sein und an einer Rückseite der Ankervorrichtung anliegen.
So kann der Sperrklinkenanker nicht mehr aus der Ankervorrichtung gezogen werden.
Zum Entfernen des Sperrklinkenankers kann die Feder zusammengedrückt werden und die
Sperrklinke wieder in die entsperrte Position gebracht werden. Dann kann der Sperrklinkenanker
wieder aus der Ankervorrichtung entfernt werden.
[0033] Die Ankervorrichtung kann an einer Unterseite eines Obergurts des Tragwerks angeordnet
sein. Durch eine Anordnung an der Unterseite kann eine seitliche Belastung der Anschlageinrichtung
bei einem Sturz verhindert werden.
[0034] Es wird darauf hingewiesen, dass einige der möglichen Merkmale und Vorteile der Erfindung
hierin mit Bezug auf unterschiedliche Ausführungsformen von Verfahren einerseits und
von Vorrichtungen andererseits beschrieben sind. Ein Fachmann erkennt, dass die Merkmale
in geeigneter Weise kombiniert, angepasst oder ausgetauscht werden können, um zu weiteren
Ausführungsformen der Erfindung zu gelangen.
[0035] Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, wobei weder die Zeichnungen noch die Beschreibung als die
Erfindung einschränkend auszulegen sind.
Fig. 1 zeigt eine Darstellung eines Tragwerks gemäß einem Ausführungsbeispiel;
Fig. 2 zeigt eine Darstellung einer Anschlagvorrichtung an einem Tragwerk gemäß einem
Ausführungsbeispiel; und
Fig. 3 zeigt eine Darstellung von Ankervorrichtungen an einem Tragwerk gemäß einem
Ausführungsbeispiel.
[0036] Die Figuren sind lediglich schematisch und nicht maßstabsgetreu. Gleiche Bezugszeichen
bezeichnen gleiche oder gleichwirkende Merkmale.
[0037] Fig. 1 zeigt eine Darstellung eines Tragwerks 100 gemäß einem Ausführungsbeispiel.
Das Tragwerk 100 ist ein Fachwerk aus Obergurten 102, Untergurten 104, Streben 106
und Stehern 108 und Querstreben 110. Die Obergurte 102 und Untergurte 104 verlaufen
im Wesentlichen parallel zueinander. Die Untergurte 104 sind durch die Querstreben
110 miteinander verbunden. Die Querstreben 110 sind senkrecht zu den Untergurten 104
angeordnet. Die Streben 106 sind diagonal zu den Obergurten 102 und Untergurten 104
angeordnet und verbinden je einen der Obergurte 102 mit einem der Untergurte 104.
Die Steher 108 sind senkrecht zu den Obergurten 102 und Untergurten 104 angeordnet
und verbinden je einen der Obergurte 102 mit einem der Untergurte 104. Die Steher
108 sind durch weitere Querstreben 110 verbunden.
[0038] Das Tragwerk 100 weist zwei Endbereiche 112 und einen Mittenbereich 114 auf. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist die Hälfte eines Tragwerks 100 einer Fahrtreppe 116 dargestellt.
Dessen Mittenbereich 114 ist schräg zu den Endbereichen 112 ausgerichtet, um eine
Höhendifferenz zwischen den zwei durch die Fahrtreppe 116 verbundenen Ebenen zu überwinden.
Die Endbereiche 112 sind horizontal ausgerichtet. An Übergängen zwischen den Endbereichen
112 und dem Mittenbereich 114 weist das Tragwerk 100 jeweils einen Knick auf. Bei
einem Fahrsteig kann der Mittenbereich 114 An dem Mittenbereich 114 sind Anschlagvorrichtungen
118 für persönliche Schutzausrüstungen 130 (diese ist in der Figur 1 nur schematisch
und ohne Monteur dargestellt) fest mit dem Tragwerk 100 verbunden. Die Anschlagvorrichtungen
118 sind derart dimensioniert und ausgeführt, dass sie den einschlägigen Normen und
Vorschriften hinsichtlich ihrer Festigkeit genügen. Die Anschlagvorrichtungen 118
sind eindeutig farblich gekennzeichnet. Die Anschlagvorrichtungen 118 weisen je eine
Öse 120 für zumindest ein Verbindungsmittel 123 der persönlichen Schutzausrüstung
130 auf. Die Anschlagvorrichtungen 118 verbleiben auch nach der Fertigstellung der
Fahrtreppe 116 am Tragwerk 100.
[0039] Die Anschlagvorrichtungen 118 sind maximal in einem Sicherungsabstand 122 zueinander
angeordnet. Der Sicherungsabstand 122 ist kleiner als eine durchschnittliche Armspanne
eines durchschnittlichen Menschen. Die durchschnittliche Armspanne kann in entsprechenden
Normen und Vorschriften festgelegt sein. Durch die Abstandsbegrenzung auf weniger
als den Sicherungsabstand 122 kann ein Monteur immer mindestens zwei der Anschlagvorrichtungen
118 erreichen und sich so sichern.
[0040] Vorzugsweise sind die Anschlagvorrichtungen 118 mit dem Tragwerk 100 verschweißt.
Durch die stoffschlüssige Verbindung können bei einem Sturz entstehende Sturzkräfte
sicher in das Tragwerk 100 eingeleitet werden. Durch das Verschweißen können die Anschlagvorrichtungen
118 auch nicht aus Versehen abgeschraubt werden.
[0041] In einem Ausführungsbeispiel sind die Anschlagvorrichtungen 118 an beiden Seiten
des Tragwerks 100 angeordnet. Die Anschlagvorrichtungen 118 sind rechts und links
des Tragwerks 100 angeordnet. So kann sich der Monteur an beiden Seiten gleichzeitig
sichern. Eine Sturzhöhe kann so reduziert werden, da immer das Verbindungsmittel den
Sturz bremst, das zuerst gestrafft wird.
[0042] In einem Ausführungsbeispiel sind die Anschlagvorrichtungen 118 paarweise gegenüberliegend
angeordnet. So kann der Monteur immer mindestens drei der Anschlagvorrichtungen 118
gleichzeitig erreichen. Wenn zwei Monteure gleichzeitig an der Fahrtreppe 116 arbeiten,
können sie problemlos aneinander vorbei, da beim Passieren pro Seite jeweils einer
der der Monteure gesichert sein kann. Wenn die Monteure aneinander vorbei sind, können
sie sich wieder auf beiden Seiten sichern.
[0043] In einem Ausführungsbeispiel sind die Anschlagvorrichtungen 118 an den Obergurten
102 angeordnet. Die Anschlagvorrichtungen 118 an den Obergurten 102 sind für den Monteur
gut erreichbar, da sie sich im Bereich einer Brusthöhe des stehenden Monteurs befinden.
Durch die Sicherung am Obergurt 102 kann die Sturzhöhe reduziert werden. Zusätzlich
sind die Obergurte 102 ausreichend dimensioniert, um eine resultierende Sturzenergie
zu absorbieren.
[0044] In einem Ausführungsbeispiel sind die Anschlagvorrichtungen 118 aus einem Plattenmaterial
geschnitten. Die Anschlagvorrichtungen 118 weisen je einen Versteifungsbereich 124
und eine Lasche 126 mit der Öse 120 auf. Der Versteifungsbereich 124 ist mit dem Tragwerk
100 fest verbunden und versteift das Tragwerk 100 lokal, um die Sturzenergie schadlos
in das Tragwerk 100 abzuleiten. Die Lasche 126 steht von dem Versteifungsbereich 124
und dem Tragwerk 100 ab. Die Lasche 126 kann sich bei einem Sturz plastisch verformen,
um einen Teil der Sturzenergie zu absorbieren.
[0045] In einem Ausführungsbeispiel weist der Versteifungsbereich 124 zwei angeordnete Schenkel
125 auf. Die Lasche 126 verbindet beide Schenkel 125 miteinander. Die Schenkel erstrecken
sich von der Lasche 126 V- förmig weg und damit schräg zu einer Erstreckungsrichtung
des Tragwerks 100. Die Anschlagvorrichtungen 118 sind damit näherungsweise schmetterlingsförmig
ausgestaltet. An ihren Enden sind die Schenkel 125 verbreitert. An der Verbreiterung
sind die Schenkel 125 näherungsweise so breit wie der Obergurt 102. Durch die schräge
Ausrichtung sind die Schenkel 125 an einer zu erwartenden Kraftrichtung bei einem
Sturz ausgerichtet. Die Verbreiterungen und gegebenenfalls auch die Schenkel 125 sind
insbesondere auf eine Oberfläche des Obergurts 102 aufgeschweißt.
[0046] In einem Ausführungsbeispiel ragen die Laschen 126 in einen Innenraum 128 des Tragwerks
100 hinein. Dadurch sind die Ösen 120 durch den Monteur leicht erreichbar und die
Verbindungsmittel 132 der persönlichen Schutzausrüstung 130 können sich durch die
Schwerkraft in der Öse 120 ausrichten. Bei einem Sturz kann so eine Querbelastung
des Verbindungsmittels 132 vermieden werden.
[0047] In einem Ausführungsbeispiel sind die Laschen 126 mit den Ösen 120 aus den Ebenen
der Versteifungsbereiche 124 um ca. 45° nach oben herausgebogen. Damit kann das Verbindungsmittel
132 ohne Verkanten in mehrere Raumrichtungen zur Anschlagvorrichtung 118 ausgerichtet
sein. Die aufgebogene Lasche 126 kann bei einem Sturz nach unten gebogen werden, um
Sturzenergie abzubauen.
[0048] In einem Ausführungsbeispiel sind am Übergang von dem Endbereich 112 zum Mittenbereich
114 zwei weitere Anschlagvorrichtungen 118 angeordnet. Die Anschlagvorrichtungen sind
dabei in dem Endbereich 112 angeordnet und maximal um den Sicherungsabstand 122 von
den benachbarten Anschlagvorrichtungen 118 des Mittenbereichs 114 entfernt.
[0049] Fig. 2 zeigt eine Darstellung einer Anschlagvorrichtung 118 an einem Tragwerk 100
gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Anschlagvorrichtung 118 entspricht dabei im Wesentlichen
den in Fig. 1 dargestellten Anschlagvorrichtungen. Hier ist die Fahrtreppe 116 bereits
teilweise montiert. Am Obergurt 102 ist eine Balustrade 200 unter Verwendung von Balustradenklemmen
202 befestigt. Die Balustrade 200 übernimmt hier die seitliche Absturzsicherung. Die
Balustradenklemme 202 ist am Obergurt 102 verschraubt und klemmt die Balustrade 200
zwischen ihren Klemmbacken sicher ein. Die Anschlagvorrichtung 118 ist zwischen einer
Unterkante der Balustrade 200 und dem Obergurt 102 angeordnet.
[0050] Unterhalb der Anschlagvorrichtung 118 verläuft ein beweglicher Handlauf 204 der Fahrtreppe
116 innerhalb des Tragwerks 100. Der Handlauf 204 wird durch Handlaufführungen 206
geführt. Die Handlaufführungen 206 sind unterhalb der Balustradenklemmen 202 montiert.
Die Handlaufführungen 206 weisen Tragrollen und Führungsrollen zum seitlichen Führen
des Handlaufs 204 auf. Diese Ansicht zeigt deutlich, dass die Anschlagvorrichtung
118 problemlos in der Fahrtreppe 116 verbleiben kann und nicht nach erfolgter Montage
der Balustraden 200 entfernt werden muss, wie dies beispielsweise bei den eingangs
erwähnten temporären Wartungsgeländern (nicht dargestellt) der Fall ist.
[0051] Fig. 3 zeigt eine Darstellung von Ankervorrichtungen 300 an einem Tragwerk 100 gemäß
einem Ausführungsbeispiel. Das Tragwerk 100 entspricht dabei im Wesentlichen dem Tragwerk
in Fig. 1. Hier ist ein Endbereich 112 des Tragwerks 100 dargestellt. Die Ankervorrichtungen
300 sind derart dimensioniert und ausgeführt, dass sie die Sicherheitsbestimmungen
einschlägiger Normen und Vorschriften erfüllen. Die Ankervorrichtungen 300 sind eindeutig
farblich gekennzeichnet. An den Ankervorrichtungen 300 kann bei Bedarf jeweils eine
mobile Anschlageinrichtung 302 zum Einhängen beziehungsweise Anschlagen der persönlichen
Schutzausrüstung 130 (siehe Figur 1) temporär befestigt werden. Die Ankervorrichtungen
300 sind nur für die Anschlageinrichtungen 302 vorgesehen und werden nicht zur Montage
von Komponenten der Fahrtreppe 116 verwendet.
[0052] In einem Ausführungsbeispiel sind die Ankervorrichtungen 300 an einer Unterseite
des Obergurts 102 angeordnet. Dabei kann die Anschlageinrichtung 302 von unten oder
schräg unten in der Ankervorrichtung 300 verankert werden und nach der Verwendung
wieder nach unten aus dem Ankervorrichtung 300 entfernt werden. Durch die Montage
von unten können bei einem Sturz seitliche Scherbelastungen auf die Anschlageinrichtungen
302 vermieden werden.
[0053] In einem Ausführungsbeispiel ist die Anschlageinrichtung 302 ein Sperrklinkenanker
304. Der Sperrklinkenanker 304 kann werkzeuglos an der Ankervorrichtung 400 befestigt
werden. Der Sperrklinkenanker 304 weist eine Sperrklinke 306 auf, die in einer Längsrichtung
des Sperrklinkenankers 304 in ein Loch 308 der Ankervorrichtung 300 eingeführt wird
und sich hinter dem Loch 308 querlegt und an einer Rückseite der Ankervorrichtung
300 anliegt. Ein Schaft 310 des Sperrklinkenankers 304 ragt auf einer Vorderseite
der Ankervorrichtung 300 heraus und endet in einer Öse 120. In die Öse 120 kann das
Verbindungsmittel 132 der persönlichen Schutzausrüstung 130 eingehängt werden.
[0054] Zum Entfernen des Sperrklinkenankers 304 wird der Schaft 310 weiter in das Loch 308
geschoben, die dadurch entlastete Sperrklinke 306 wird durch einen integrierten Mechanismus
wieder längs ausgerichtet und zusammen mit dem Schaft 310 aus dem Loch 308 gezogen.
[0055] In einem Ausführungsbeispiel ist die Anschlageinrichtung 302 eine Schrauböse 312.
Die Schrauböse 312 weist einen Gewindestift 316 und eine Öse 120 für das Verbindungsmittel
132 der persönlichen Schutzausrüstung 130 auf. Der Gewindestift 316 wird in ein Gewinde
314 der Ankervorrichtung 300 eingeschraubt. Das Gewinde 314 kann beispielsweise ein
M16 Gewinde sein. Zum Einschrauben und Herausschrauben wird der Gewindestift 316 drehfest
mit der Öse 120 verbunden. So kann die Öse 120 als Handgriff zum werkzeuglosen Einschrauben
und Herausschrauben verwendet werden. Wenn der Gewindestift in das Gewinde 314 geschraubt
ist, wird die drehfeste Verbindung zur Öse 120 gelöst und die Öse 120 kann sich relativ
zum Gewindestift 316 frei drehen. Ein dabei verwendeter Verriegelungsmechanismus (nicht
dargestellt) kann werkzeuglos bedient werden und zeigt seinen Verriegelungsstatus
optisch über signalfarbige Verriegelungselemente an.
[0056] In einem Ausführungsbeispiel ist das Gewinde 314 als Sackloch ausgeführt und ist
in einem Versteifungsbereich 124 der Ankervorrichtung 300 angeordnet, um im Tragwerk
100 keine Kerbeffekte hervorzurufen. Der Versteifungsbereich 124 ist insbesondere
mit dem Tragwerk 100 verschweißt und weist eine größere Dicke auf, als das Sackloch
tief ist.
[0057] Nachfolgend werden mögliche Ausgestaltungen des hierin beschriebenen Tragwerks 100
bzw. der damit ausgebildeten Fahrtreppe 116 bzw. Fahrsteig nochmals mit einer teilweise
anderen Wortwahl beschrieben.
[0058] Wird eine Fahrtreppe 116 oder ein Fahrsteig ohne Balustrade 200 geliefert, wird die
Balustrade 200 nach der Einbringung vor Ort beim Kunden montiert. Hier besteht Absturzgefahr,
da eine lückenlose Sicherungskette z.B. bei Fahrtreppen 116, die in einem Atrium gekreuzt
übereinander installiert werden, oft schwer oder nicht realisierbar ist, da keine
Anschlagvorrichtungen zur Selbstsicherung am Gebäude vorgesehen sind. Herkömmlicherweise
sind auch keine Anschlagvorrichtungen an der Fahrtreppe 116 vorgesehen.
[0059] Die hier vorgestellten Anschlagvorrichtungen 118 zur Sicherung von Personen mittels
persönlicher Schutzausrüstung (PSA) 130 können in definierten regelmäßigen oder unregelmäßigen
Abständen 122 am Fachwerkobergurt 102 angeordnet sein. Der Abstand 122 ist in Fig.
1 so gewählt, dass es möglich ist, sich mit der persönlichen Schutzausrüstung 130
bei zwei aufeinanderfolgenden oder gegenüberliegenden Anschlagvorrichtungen 118 gleichzeitig
einhängen zu können. Die Anschlagvorrichtungen 118 können je nach Ausführung auf einer
oder beiden Seiten der Fahrtreppe 116 angeordnet sein.
[0060] Mit diesem System ist es möglich, sich mit der persönlichen Schutzausrüstung 130
in einer nächsten Anschlagvorrichtung 118 einzuhängen, ohne sich bei der aktuellen
Anschlagvorrichtung 118 aushängen zu müssen. Ein Hochsichern von einer zur nächsten
Anschlagvorrichtung 118 entlang der Fahrtreppe 116 ist so möglich. Somit ist gewährleistet,
dass das definierte Sicherungskonzept für die Monteure eingehalten werden kann, welches
vorschreibt, dass sie nur gegen Absturz gesichert die nicht fertiggestellte Fahrtreppe
116 oder den nicht fertiggestellten Fahrsteig betreten dürfen.
[0061] Die Anschlagvorrichtungen 118 sind vorzugsweise am Obergurt 102 des Fachwerks 100,
oder aber mit anderen Fahrtreppen-Strukturelementen beispielsweise verschweißt, verlötet
oder verklebt, soweit diese Elemente den normativ geforderten Prüfkräften standhalten.
[0062] Die Anschlagvorrichtung 118 ist für die dargestellte Ausführung so konstruiert, dass
der Obergurt 102 der Fachwerk-Struktur verstärkt, beziehungsweise ausgesteift wird
und somit eine lokale Überbelastung des Fachwerk-Obergurts 102 bei Beaufschlagen mit
der Prüfkraft verhindert wird.
[0063] Die dargestellte Ausführung ermöglicht, dass sich ohne zusätzlichen Aufwand mehrere
Personen gleichzeitig auf der Fahrtreppe 116 mit ihrer persönlichen Schutzausrüstung
130 sichern können.
[0064] Die Anschlagvorrichtungen 118 sind durch farbliche oder andere Markierungen hervorgehoben
um ein versehentliches Sichern an nicht dafür vorgesehen Bauteilen möglichst auszuschließen.
[0065] Diese Anschlagvorrichtungen 118 werden ab Werk vormontiert und können somit sofort
zur Absturzsicherung verwendet werden, ohne dass aufwendige Montagearbeiten vor Einbringung
der Fahrtreppe 116 notwendig sind. Die Anschlagvorrichtungen 118 können sofort zur
Absturzsicherung verwendet werden, wenn gebäudeseitig keine Anschlagvorrichtungen
zur Verfügung gestellt werden.
[0066] Die Anschlagvorrichtungen 118 können sowohl zum Balustraden-Aufbau als auch bei allen
späteren Reparaturen oder Modernisierungen der Anlagen genutzt werden, da die Anschlagvorrichtungen
118 an der Fahrtreppe 116 verbaut bleiben.
[0067] Die Anschlagvorrichtungen 118 selbst können beispielsweise durch Laserschnitt, Brennschnitt
oder Wasserstrahlschneiden hergestellt sein. Ebenso können die Anschlagvorrichtungen
118 als Schwerkraft-Gießbauteil oder mit einem anderen Fertigungsverfahren hergestellt
werden.
[0068] Die dargestellten Anschlagvorrichtungen 118 sind für die Verbindung mittels Schweißverfahren
am Obergurt 102 so ausgeführt, dass diese bei allen Produkttypen eingesetzt werden
können. Die Größe und die Form der Öffnung zum Einhängen der persönlichen Schutzausrüstung
130 kann variieren, um einen oder mehrere Schnapp- bzw. Schraubkarabiner einzuhängen.
[0069] Die in der vorliegenden Schrift beschriebenen, fest installierbaren Anschlagvorrichtungen
118 ermöglichen eine einfache Handhabung und sind bei allen Fahrtreppen-Typen verwendbar,
werden fix an deren Tragwerk 100 verbaut, können auch für Reparaturen bzw. Modernisierungen
verwendet werden und sind kostengünstig in der Herstellung. Durch die Verwendung der
hier vorgestellten, fest installierbaren Anschlagvorrichtungen 118 können eine Verbesserung
der Arbeitssicherheit und eine Erhöhung der Arbeitseffizienz erreicht werden.
[0070] Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie "aufweisend", "umfassend",
etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschließen und Begriffe wie "eine" oder
"ein" keine Vielzahl ausschließen. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder
Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden
sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener
Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind
nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Tragwerk (100) einer Fahrtreppe (116) oder eines Fahrsteigs, wobei an einem Mittenbereich
(114) des Tragwerks (100) zumindest zwei, maximal um einen Sicherungsabstand (122)
voneinander beabstandete, mit dem Tragwerk (100) verschweißte, verlötete oder vernietete
Anschlagvorrichtungen (118) für persönliche Schutzausrüstung (130) angeordnet sind.
2. Tragwerk (100) nach Anspruch 1, wobei die Anschlagvorrichtungen (118) farblich gekennzeichnet
sind.
3. Tragwerk (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anschlagvorrichtungen
(118) auf gegenüberliegenden Seiten des Tragwerks (100) angeordnet sind.
4. Tragwerk (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei an zumindest einem Endbereich
(112) des Tragwerks (100) zumindest eine fest mit dem Tragwerk (100) verbundene, farblich
gekennzeichnete Ankervorrichtung (300) für eine Anschlageinrichtung (302) für die
persönliche Schutzausrüstung (130) angeordnet ist, wobei die Ankervorrichtung (300)
maximal um den Sicherungsabstand (122) von einer benachbarten Anschlagvorrichtung
(118) beabstandet ist.
5. Tragwerk (100) nach Anspruch 4, wobei in dem Endbereich (112) zumindest zwei Ankervorrichtungen
(300) auf gegenüberliegenden Seiten des Tragwerks (100) angeordnet sind.
6. Tragwerk (100) nach einem der Ansprüche 4 bis 5, wobei die Ankervorrichtung (300)
ein Gewinde (314) für eine als Schrauböse (312) ausgebildete Anschlageinrichtung (302)
aufweist.
7. Tragwerk (100) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei die Ankervorrichtung (300)
ein Loch (308) für eine als Sperrklinkenanker (304) ausgebildete Anschlageinrichtung
(302) aufweist.
8. Tragwerk (100) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei die Ankervorrichtung (300)
an einer Unterseite eines Obergurts (102) des Tragwerks (100) angeordnet ist.
9. Tragwerk (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anschlagvorrichtungen
(118) und/oder die Ankervorrichtungen (300) paarweise gegenüberliegend angeordnet
sind.
10. Tragwerk (100) nach einem der Ansprüche 4 bis 9, wobei die mindestens eine Ankervorrichtung
(300) mit dem Tragwerk (100) verschweißt ist.
11. Tragwerk (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Tragwerk (100) Obergurte
(102) und Untergurte (104) aufweist und wobei die Anschlagvorrichtungen (118) und/oder
Ankervorrichtungen (300) an zumindest einem der Obergurte (102) des Tragwerks (100)
angeordnet sind.
12. Tragwerk (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anschlagvorrichtungen
(118) zu einem Innenraum (128) des Tragwerks (100) hin ausgerichtet sind.
13. Tragwerk (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anschlagvorrichtungen
(118) aus einem Plattenmaterial geschnitten sind und je einen Versteifungsbereich
(124) zum lokalen Versteifen des Tragwerks (100) sowie eine Lasche (126) mit einer
Öse (120) aufweisen.
14. Tragwerk (100) nach Anspruch 9, wobei die Anschlagvorrichtungen (118) geschnitten
und gebogen sind, wobei die Lasche (126) in einem Winkel zu dem Versteifungsbereich
(124) ausgerichtet ist.
15. Tragwerk (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei an zumindest einem der
Endbereiche zumindest ein, maximal um den Sicherungsabstand (122) von einer benachbarten
Anschlagvorrichtung (118) beabstandete, fest mit dem Tragwerk (100) verbundene Anschlagvorrichtung
(118) angeordnet ist.
1. A support structure (100) of an escalator (116) or a moving walkway, wherein at least
two attachment devices (118) for personal protective equipment (130) are arranged
in a central region (114) of the support structure (100) and are welded, soldered
or riveted to the support structure (100), which attachment devices are spaced apart
from one another at most by a safety distance (122).
2. The support structure (100) according to claim 1, wherein the attachment devices (118)
are color-coded.
3. The support structure (100) according to any of the preceding claims, wherein the
attachment devices (118) are arranged on opposite sides of the support structure (100).
4. The support structure (100) according to any of the preceding claims, wherein at least
one color-coded anchor device (300) fixedly connected to the support structure (100)
for an attachment means (302) for the personal protective equipment (130) is arranged
on at least one end region (112) of the support structure (100), wherein the anchor
device (300) is spaced from an adjacent attachment device (118) at most by the safety
distance (122).
5. The support structure (100) according to claim 4, wherein in the end region (112)
at least two anchor devices (300) are arranged on opposite sides of the support structure
(100).
6. The support structure (100) according to any of claims 4 to 5, wherein the anchor
device (300) has a thread (314) for an attachment means (302) designed as a screw
eyelet (312).
7. The support structure (100) according to any of claims 4 to 6, wherein the anchor
device (300) has a hole (308) for an attachment means (302) designed as a pawl anchor
(304).
8. The support structure (100) according to any of claims 4 to 7, wherein the anchor
device (300) is arranged on an underside of an upper chord (102) of the support structure
(100).
9. The support structure (100) according to any of the preceding claims, wherein the
attachment devices (118) and/or the anchor devices (300) are arranged in pairs opposite
one another.
10. The support structure (100) according to any of claims 4 to 9, wherein the at least
one anchor device (300) is welded to the support structure (100).
11. The support structure (100) according to any of the preceding claims, wherein the
support structure (100) has upper chords (102) and lower chords (104) and wherein
the attachment devices (118) and/or anchor devices (300) are arranged on at least
one of the upper chords (102) of the support structure (100).
12. The support structure (100) according to any of the preceding claims, wherein the
attachment devices (118) are oriented toward an interior space (128) of the support
structure (100).
13. The support structure (100) according to any of the preceding claims, wherein the
attachment devices (118) are cut from a sheet material, and each have a stiffening
region (124) for locally stiffening the support structure (100) and a tab (126) having
an eyelet (120).
14. The support structure (100) according to claim 9, wherein the attachment devices (118)
are cut and bent, wherein the tab (126) is oriented at an angle to the stiffening
region (124).
15. The support structure (100) according to any of the preceding claims, wherein at least
one attachment device (118) spaced from an adjacent attachment device (118) at most
by the safety distance (122) and fixedly connected to the support structure (100)
is arranged on at least one of the end regions.
1. Structure porteuse (100) d'un escalier roulant (116) ou d'un trottoir roulant, dans
laquelle au moins deux dispositifs de butée (118) pour équipement de protection individuelle
(130), espacés l'un de l'autre au maximum d'une distance de sécurité (122) et soudés,
brasés ou rivetés avec la structure porteuse (100), sont disposés sur une zone centrale
(114) de la structure porteuse (100).
2. Structure porteuse (100) selon la revendication 1, dans laquelle les dispositifs de
butée (118) sont identifiés par un code couleur.
3. Structure porteuse (100) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les dispositifs de butée (118) sont disposés sur des côtés opposés de la structure
porteuse (100).
4. Structure porteuse (100) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle,
sur au moins une zone d'extrémité (112) de la structure porteuse (100), est disposé
au moins un dispositif d'ancrage (300), relié de manière fixe à la structure porteuse
(100) et identifié par un code couleur, pour un dispositif de butée (302) pour l'équipement
de protection individuelle (130), dans laquelle le dispositif d'ancrage (300) est
espacé au maximum de la distance de sécurité (122) d'un dispositif de butée (118)
voisin.
5. Structure porteuse (100) selon la revendication 4, dans laquelle au moins deux dispositifs
d'ancrage (300) sont disposés dans la zone d'extrémité (112) sur des côtés opposés
de la structure porteuse (100).
6. Structure porteuse (100) selon l'une des revendications 4 à 5, dans laquelle le dispositif
d'ancrage (300) présente un filetage (314) pour un dispositif de butée (302) réalisé
sous la forme d'un œillet vissé (312).
7. Structure porteuse (100) selon l'une des revendications 4 à 6, dans laquelle le dispositif
d'ancrage (300) présente un trou (308) pour un dispositif de butée (302) réalisé sous
la forme d'un ancrage à cliquet (304).
8. Structure porteuse (100) selon l'une des revendications 4 à 7, dans laquelle le dispositif
d'ancrage (300) est disposé sur une face inférieure d'une membrure supérieure (102)
de la structure porteuse (100).
9. Structure porteuse (100) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les dispositifs de butée (118) et/ou les dispositifs d'ancrage (300) sont disposés
par paires en vis-à-vis.
10. Structure porteuse (100) selon l'une des revendications 4 à 9, dans laquelle l'au
moins un dispositif d'ancrage (300) est soudé à la structure porteuse (100).
11. Structure porteuse (100) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
la structure porteuse (100) présente des membrures supérieures (102) et des membrures
inférieures (104), et dans laquelle les dispositifs de butée (118) et/ou les dispositifs
d'ancrage (300) sont disposés sur au moins l'une des membrures supérieures (102) de
la structure porteuse (100).
12. Structure porteuse (100) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les dispositifs de butée (118) sont orientés vers un espace intérieur (128) de la
structure porteuse (100).
13. Structure porteuse (100) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les dispositifs de butée (118) sont découpés dans un matériau en plaque et présentent
chacun une zone de rigidification (124) pour la rigidification locale de la structure
porteuse (100) ainsi qu'une patte (126) munie d'un œillet (120).
14. Structure porteuse (100) selon la revendication 9, dans laquelle les dispositifs de
butée (118) sont découpés et pliés, dans laquelle la patte (126) est orientée selon
un angle par rapport à la zone de rigidification (124).
15. Structure porteuse (100) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
au moins un dispositif de butée (118), relié de manière fixe à la structure porteuse
(100) et espacé au maximum de la distance de sécurité (122) d'un dispositif de butée
(118) voisin, est disposé sur au moins l'une des zones d'extrémité.